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Des K�nigs bester Mann (1958) dTV - MDR - 17. Mai 2012
Henri La Tour, Kom�diant
Perouge, Privatsekret�r des Herzogs
Toinon, Dienstm�dchen
* Majest�tische Fanfarenmusik *
(Erz�hler) Es war einmal, da herrschte Ludwig, der Vielgeliebte.
Eine franz�sische Armee lagerte bei der deutschen Ortschaft Dreimahl.
Die Verb�ndeten der Franzosen waren die Preu�en und ihr K�nig Friedrich.
K�nig Friedrich sprach akzentfrei franz�sisch.
Doch diesmal k�mpften die Franzosen nicht f�r den preu�ischen K�nig.
Sie k�mpften f�r den bayrischen Kurf�rsten Karl Albrecht.
Es ging um eine Erbfolgegeschichte.
Hauptsache, man richtete den Degen gegen einen Feind.
Denn ein Jahr ohne Krieg war ein Jahr ohne Sonne.
An diesem Tag paradierten die franz�sisch-bayrischen Preu�en.
Sie paradierten zu Ehren von Ludwig XV.
Seine h�chst christliche Majest�t gratulierte seinen Truppen.
Er gratulierte ihnen f�r einen Sieg vom vorigen Tag.
Diesen Sieg kennen die franz�sischen Sch�ler auch unter der Bezeichnung:
Der franz�sische Sieg von Dreimahl.
Majest�t, die Moral Ihrer Truppen deckt sich mit der Ihrer Kommandeure.
Der Sieg ist nicht fern. Sehr gut. Dem Feind fehlt es an Munition.
Das Lager der �sterreichischen Kaiserin Maria Theresia ist mutlos.
(Erz�hler) Auf der anderen Seite Schlachtfeldes sind die �sterreicher.
Sie f�hrten Krieg gegen die Preu�en und Bayern.
Daf�r hatten sie die besten Gr�nde der Welt:
Die gleiche Sprache, gleiche Rasse und die gleiche Vorliebe f�r Bier.
Ihr Befehlshaber war eine grazi�se Walk�re: Kaiserin Maria Theresia.
Ihre englischen Alliierten fragten sich nicht, weshalb sie k�mpften.
Was die T�rken betrifft:
Begl�ckt starben sie f�r das Heilige R�mische Reich Deutscher Nation.
An diesem Tag feierten die anglo- t�rkischen �sterreicher einen Sieg.
Diesen Sieg kennen die �sterreichischen Sch�ler auch unter:
Der �sterreichische Sieg von Dreimahl.
Und nun B�hne frei f�r das kleine Theater bei den Armeen des K�nigs.
* Beschwingte Musik *
H�a! Wenn ich mich nicht irre, sind wir gleich auf dem Schachtfeld.
(Laut lachend) H�a!
Von mir aus kann's losgehen.
Das Ding macht mehr Krach, als es weh tut.
Man kann sich damit trotzdem gut wehren.
Onkel! Man sieht fast das Schlachtfeld.
Mamma Mia! Ich h�re schon jetzt die furchtbaren Kanonenger�usche.
Die geringste Aufregung bringt mich um. Mein schwaches Herz.
Wir sterben sowieso alle.
Ein Angsthase bist du. Alles ist ruhig in meinem Land Baden.
* Kampfgebr�ll der Reiter *
(Ein Reiter) Contessa! Du hast verloren! Gib auf!
Niemals! Diese Pistole t�tet den, der sich mir n�hert. Dann t�tet sie mich.
Dann bist du so gut wie tot.
* Fanfaren *
* Ein lauter Knall *
Ho! Ho!
Sie retteten mir das Leben. - Das war das Mindeste.
Meine Diener rannten davon. - Sie waren Feiglinge.
Oh! Ma parla Italiano! - Napolitano.
Contessa D'Amalvi.
Sehr erfreut, Madame.
Da. - Oh! Grazie mille, teuerste Exzellenz.
Frag die Dame, wo sie hin will, Bravaccio.
Nach Dreimahl.
Willkommen! Das ist auch unser Ziel.
Los! Vorw�rts!
* Kreischen *
* Glockenl�uten *
Der K�nig!
Der K�nig!
* Fanfaren *
(Nacheinander) Der K�nig!
Achtung!
Achtung!
Pr�sentiert das Gewehr!
(Wiederholt laut) Pr�sentiert das Gewehr!
Alles perfekt, Herr Marschall. Der K�nig wird sich freuen.
Ich habe Gicht am Fu�.
Die Soldaten brauchen ihre F��e im Krieg. Ein Marschall nicht.
Und nicht die langen Kerls.
(Ein Mann) Pr�sentiert das Gewehr!
(Ein anderer laut) Pr�sentiert das Gewehr!
* Fanfaren erklingen *
* Jubelrufe "Hoch lebe der K�nig" *
* Fanfaren und jubelnde Menschen *
* Menschen jubeln *
(Jemand ruft) Es lebe der K�nig!
Meine h�chste Verehrung, Signore.
Die Equipage geh�rt nicht hierher.
Diese Kom�dianten retteten mir das Leben. - Ah, noch ein Sieg mehr.
Die Fanfaren! Der K�nig kommt!
Dann kommt er zur richtigen Zeit.
Welch ein Affront! Ich verlor meine Ehre.
Aber es ist doch Krieg, Marschall.
Meine Herren! Der K�nig!
Ah, meine liebe Malvina. Man h�rt, Sie sind den T�rken entkommen.
Fast h�tte man mich tats�chlich nach Konstantinopel verschleppet.
Des Sultans sch�nste Blume in seinem Harem w�ren Sie geworden.
So wie Sie. - Sie meinen sicher die Blume des k�niglichen Harems.
* Laute Jubelschreie *
Kommt alle zusammen, ihr Reichen und Armen!
Unsere bescheidene Theatergruppe will euch etwas sagen.
Erlebt den Mond am Tag und Mitternacht scheint die Sonne.
Wollt ihr euch vor Freude kringeln?
Wollt ihr sehen, wie man den Bourgeois an der Nase herumf�hrt?
Dann kommt zu uns heute Abend gegen acht f�r nur einen goldenen Taler.
Ich nehme auch mehr.
Oder auch f�r gew�hnliches Silber.
Sogar f�r Silber spielen die.
Genie�t die sch�ne Rosita, gekleidet in den wundersch�nen Kalkutta-Dekor.
Der lustigste aller Harlekine.
Pierrot mit seinen Kunstst�cken.
Die wundervolle Mirabelle, Favoritin des Zaren aus dem fernen Russland.
Polchinelle, dargestellt von eurem ergebenen Diener.
Und ein entz�ckendes Kerlchen wie mich, Prinz Hektikus.
La Tour, Minnes�nger und Verseschmied.
Was er zu sagen hat, wird er euch singen.
Den Tod durch den Degen wird ihm das bringen.
* Er macht pustende Ger�usche. *
Es lebe der K�nig!
Hoch lebe der K�nig!
(Viele rufen) Es lebe der K�nig!
(Sie rufen durcheinander) Es lebe der K�nig! Er lebe hoch!
Ohne die Kom�dianten h�tten Sie nicht das Vergn�gen, mich zu sehen.
Oder Missvergn�gen. - Vergn�gen! Um herzukommen, standen Sie Qualen aus.
Francois bitte! Ich m�chte dich vorstellen.
Vor Ihnen steht mein Cousin Marmande, Oberstleutnant meiner Kavallerie.
Er ist ein Held. - Du �bertreibst.
Nein. W�hrend ich in Versailles war, bedient er sich des Ruhmes.
Jedem seine Eroberungen, nicht wahr?
Ich bin gl�cklich, meinem K�nig dienen zu d�rfen.
Ich bin zufrieden mit dir und belohne dich. Sagte Perouge nichts? - Nein.
Geh zu ihm. Er hat eine �berraschung f�r dich.
Du verw�hnst mich.
Was f�r eine Sch�nheit.
Aber zu teuer. Der Herzog h�lt sie seit einem Jahr aus.
Sie kostet mehr als das ganze Regiment.
Der Herzog gab dir was f�r mich?
Ja. 10.000 Livre. Nur ein Trinkgeld?
(Viele rufen jubelnd) Der K�nig!
(Ein Mann ruft laut) Achtung bitte! Achtung!
Achtung bitte!
(Ein anderer ruft) Heut lebe der K�nig!
Geben Sie mir Ihr Fernrohr, Herr Marschall!
Oh, Verzeihung, Majest�t!
Das ist die Fahne meiner leichten Kavallerie. Wieso?
Ein ungl�cklicher Zufall, Majest�t. Sie kam in der Schlacht abhanden.
Meine Standarte kam abhanden? - Ja.
Maria Theresia lacht sich tot und ich platze vor Wut.
Was sagen Sie dazu, Herr Oberst der leichten Garde von Saint-Sever.
Ich war nicht bei der Schlacht dabei. - Sie h�tten dabei sein m�ssen!
Die beste Klinge Frankreichs f�hrt man nicht nur in Versailles.
Die Standarte ist morgen wieder an ihrem Platz.
Sonst gibt es keine leichte Kavallerie mehr.
Ich verlasse mich darauf.
Na bitte! Er bringt die Fahne zur�ck, die man mir abnahm. Welche Schande.
Und er tr�gt die Ehre.
Ich entbinde Sie von Ihrer Befehlsgewalt, Herr Marschall.
Fiel ich in Ungnade?
Urteilen Sie selbst. Ich ernenne Sie zum Direktor der Milit�rakademie.
Ist dieser La Tour nicht ein sch�ner Mann?
* Jubeln und ausgelassenes Lachen *
* Es klopft mehrmals. *
* Einzelner Klopflaut *
* Einzelner Klopflaut *
* Einzelner Klopflaut *
* Erstauntes Raunen *
* Fr�hliche Musik und rhythmische Schellen *
* Gel�chter *
* Es knallt wie eine Peitsche. *
* H�lzerner Knall *
* Gel�chter *
* Dr�hnendes Detonieren *
Dieser Krach ist scheu�lich. Sagen Sie Maria Theresia folgendes:
Sie soll mit dem Kanonenfeuer aufh�ren.
* Lautes Krachen *
* Beschwingte Musik *
* Kreischen und Gel�chter *
* Gel�chter *
Wanderkom�dianten haben kein k�nstlerisches K�nnen.
Nur die M�nner tanzen ertr�glich. - Ich finde die Frauen begabter.
* Begeisterte Bravorufe *
Der K�nig von Frankreich bittet seine Cousine Maria Theresia:
Sie m�ge f�r zwei Stunden das Kanonenfeuer unterbrechen.
Denn das st�rt die Theatervorf�hrung.
Seine Majest�t bittet Maria Theresia, das Kanonenfeuer zu unterbrechen.
* Explosionen des Kanonenfeuers *
* Der Stock knallt auf den Tisch. *
Ich hab genug. Erst dort ein Sieg.
Dann die Niederlage hier. Ist der Sieg dort, ist die Niederlage hier.
So geht es nicht weiter!
Die Soldaten sind m�de, Majest�t. Machen wir Frieden.
Frieden? Nein! Waffenstillstand.
Wir ruhen uns aus und f�hren dann den Krieg weiter.
Aber mit einem j�ngeren General und anderen Verb�ndeten.
* Explosion *
* Er redet lautlos. *
Sag Er den Kanonierern, sie sollen sich schlafen legen. - Jawohl!
Nat�rlich! Die Franzosen am�sieren sich.
Ich habe genug von Ihren Fantasien!
Meine n�chsten Verb�ndeten werden die Franzosen sein.
(Sinnierend) Paris!
Das lustige Paris.
(Herzhaft lachend) Nicht wahr?
(Einf�ltig) Jawohl, Majest�t!
* Er lacht schallend. *
* Gel�chter *
* Musik setzt ein. *
* Er singt auf Franz�sisch. *
* Gel�chter *
* Haltloses Gel�chter und Gr�len *
* Er singt auf Franz�sisch. *
(Rufen) Chateauroux!
* Lautes Quieken *
* Rufe und Gel�chter *
* Er singt auf Franz�sisch. *
(Rufen im Chor) Saint-Sever!
* Gel�chter *
* Gel�chter *
Bestrafen Sie den Strolch, Majest�t! Er hat es verdient.
Sofort.
Verziehen Sie nicht so Ihr Gesicht, Philippe.
Wir haben uns doch nur am�siert.
Ich sorge daf�r, dass dieser primitive Kom�diant den Mund h�lt.
Verzeihen Sie, Majest�t?
Warum? Weil Sie die Wahrheit sagten?
Wie ist dein Name, Kom�diant?
La Tour, Majest�t.
Du wirst es weit bringen. Du hast Geist und Courage.
Er war einfach perfekt, Bravaccio.
Der K�nig? - Nicht doch. La Tour!
Ich vertrete mir kurz die Beine.
Das ist sehr gesund.
Auf dann, Teure. Ich wandle allein unter den Sternen.
Eher Sternschnuppen.
Wir k�nnen nicht wie sie jede Nacht zu ihm zur�ckkommen.
Du wei�t, ich hatte noch nie Angst im Leben. Aber heute gingst du zu weit.
Irgendwann tut's dir leid.
Der K�nig steht auf meiner Seite.
Aber die Chateauroux ist gegen dich.
Du wei�t, Frauen wollen immer recht haben.
(K�sst den Hund schmatzend) Das treiben wir dir schon aus.
Perouge! Bestrafen Sie den Strolch!
Er kriegt, was er verdient, Monsieur Le Duc.
* Er gurgelt lautstark. *
* Schritte *
Tun Sie sich keinen Zwang an. Wer sind Sie?
Der K�nig.
(Lachend) Das kann ja jeder sagen.
Es ist aber die Wahrheit.
Sir!
Sie sehen wirklich nicht �bel f�r einen K�nig aus, Majest�t.
Sie als Schauspielerin sehen aus der N�he besser aus als von Weitem.
Aber nicht von zu nah.
Wenn Sie w�nschen, dass ich gehe, sagen Sie nur ein Wort.
Bleiben Sie.
* Lautes Trommeln *
Zwei Schritte vorw�rts! Marsch!
Rechts um! Kehrt!
Die Spie�ruten ziehen!
* Peitschende Ger�usche *
Sie haben kein Recht, einen Menschen derart zu behandeln. Ich r�che mich!
Tu dir keinen Zwang an, wenn du vorhast, Selbstmord zu machen.
Das ist nicht fair. - Es scheint mir auch nicht besonders elegant.
K�nnt Ihr nichts unternehmen? - Nein, ich bin machtlos.
Aber was kann ein K�nig?
Er kann stolz sein, Untertanen wie diesen La Tour zu haben.
Es gef�llt mir, wenn Sie so dar�ber denken k�nnen.
* Glockenl�uten *
Hallo!
Ja?
Wo gehst du denn hin? Wohin ich will.
Mach keinen Bl�dsinn! Bleib hier.
Lass los! Ich muss mich an Saint-Sever r�chen.
Mitten in der Nacht? Jetzt oder nie!
Seine Wache sind gef�hrliche M�nner.
Sie schneiden dich in tausend Scheiben, bevor du ihm nahe kommst.
Ich bin nicht feige und bringe Saint-Sever in seinem Bett um.
Und wo willst du hin? Auf die andere Seite zu den �sterreichern.
Du willst �berlaufen? Nein, du Idiot!
Ich besuche Maria Theresia in ihrem Zelt.
Du willst dieser Walk�re das Herz rauben? Wozu?
Ich raube nicht ihr Herz.
Ich will ihre Standarte oder die von Saint-Sever.
Der K�nig m�chte sie haben. Und so steche ich diesen edlen Herzog aus.
Das ist doch sehr raffiniert, oder?
Du bist nicht auf dem Pont Neuf und spielst Theater mit B�hnensoldaten.
Das ist eine Armee. Du hast keine Chance.
Mach dir keine Sorgen. Mein Plan ist erstklassig.
Gut, dann komme ich mit.
Nein, ich geh allein. Sonst werden wir beide massakriert.
Adieu, alter Freund.
Was soll denn das hier?
* Melodramatische Musik *
Falls ein Ungl�ck passiert, vermache ich mein ganzes Geld der Truppe.
Meine Kost�me, Schminksachen und pers�nliche Habe gebe ich Pierrot.
La Tour.
* Spannungsgeladene Musik *
(Ein Mann ruft) Halt! Wer da?
Da waren Ger�usche, Herr Feldwebel. Wollen wir nachschauen?
Ich hab keinen Befehl. Lass gut sein.
* Spannende Musik *
* Man h�rt das Wetzen des Messers.*
* Das Wasser pl�tschert. *
* Spannungsvolle Musik und Fanfaren *
* Bedrohliche Musik *
Feuer!
Ist das hei�! Ich brenne!
(Sie br�llen) Feuer! Feuer!
(Jemand br�llt) Wasser holen!
* Fanfaren *
(Jemand) Beeilt euch!
(Jemand) Alarm! Alarm!
Hoch! Aufstehen! Na los!
(Sie rufen laut) Feuer! Feuer!
(Einige rufen) Alarm!
(Sie br�llen) Alarm!
* Kanonenschuss *
(Er br�llt) Zur�ck! Zur�ck! Kommt zur�ck! Kommt!
* Explosion *
* Fanfaren *
Was ist da los? Was hat das zu bedeuten?
(Einer der Wachen) Es scheint ein Feuer ausgebrochen zu sein.
(Einer br�llt) Zur�ck!
* Durchdringende Fanfaren *
Ich muss Ihre Majest�t sprechen.
Lassen Sie mich rein. - (Wache) Ihre Majest�t ging gerade raus.
Schauen Sie!
Jetzt hab ich's satt. Hoffentlich ist bald Frieden.
* Spannungsgeladene Musik *
(Erschrocken) Ah!
(Br�llt) Alarm!
* Allgemeines Gebr�ll *
* Fanfaren *
* Sie schreit gellend. *
(Ruft laut) Wache! Da ist ein Mann in meinem Bett.
Adjutant! Schwarzenbach!
* Laut krachende Explosion *
* Majest�tisch klingende Fanfaren *
* Knallende Sch�sse *
* Krachendes Kanonenfeuer *
* Spannungsgeladene Musik *
* Majest�tische Fanfarenkl�nge *
* Feierliche Fanfaren *
Mein Herr! Wir warten auf Ihre Befehle.
Die �berlebenden werden Ihnen die Standarte zu F��en legen, Hoheit.
* Majest�tische Fanfaren *
* Vogelgezwitscher *
Ich habe Sie ger�cht, Majest�t.
Du hast Courage und Verstand. Meine Cousine wird vor Wut krepieren.
Du h�ttest mir keine bessere Freude machen k�nnen. Ganz meinerseits.
Geben Sie ihm 2.000 Goldst�cke. Ich will kein Geld.
Ich schulde dir etwas. Was willst du?
Ich will meine Ehre mit einer Waffe verteidigen.
Du m�sstest adlig sein.
Schlagen Sie ihn zum Ritter, Majest�t.
* Feierliche Fanfaren *
Schw�rst du, immer ein guter, edler und tugendhafter Ritter zu sein?
Ich schw�re es.
In meinem Namen schlage ich Euch zum Ritter.
Ihr bezwangt mich und ich machte Euch zum Ritter. Wir sind quitt.
Ich stehe zur Verf�gung.
Wo und wann immer Sie es wollen.
(Drohend) Geben Sie acht, La Tour!
Die Standarte wurde zur�ckerobert, Herr Oberst.
Ihre Truppen k�nnen abziehen. Der Ruhm geh�rt Ihnen ein andermal.
* Die Fanfare erklingt. *
In Dreierreihen! Vorw�rts! Marsch!
* Majest�tische Fanfaren *
Los, haut die Franzosen! Kommt!
Aufpassen, Hoheit! Die �sterreicher!
* Er geht laut st�hnend zu Boden. *
Kommen Sie hierher!
* Wummern gegen die T�r *
* Er st�hnt schmerzvoll auf. *
Andante!
* Er st�hnt qualvoll. *
* Er st�hnt qualvoll auf. *
Hilfe, La Tour!
(Herzog) So helfen Sie doch, La Tour!
Wie konnte das geschehen, Hoheit?
Ich muss dir ein Geheimnis anvertrauen.
Ich hab eine Tochter, Antoinette. Ihre Mutter hab ich geliebt.
Sie wohnt in Paris bei Familie Taupin. Du musst sie finden.
Verlassen Sie sich auf mich.
Ich hinterlasse ihr all meinen Besitz. Alles.
* Traurige Musik *
(Erz�hler) Der Chevalier de la Tour wird beschuldigt.
Er soll den Herzog von Saint-Sever heimt�ckisch ermordet haben.
Er wird zum Tode durch Erh�ngen verurteilt.
Teilen Sie allen Polizeiposten auf den Stra�en die Verurteilung mit.
Das werde ich nicht vers�umen, mein Herr.
Gute Reise und sch�ne Gr��e an die Pariser Kollegen. Und an die Damen.
Auf die freue ich mich ganz besonders.
(Francois) Was f�r eine Stille.
Die Stille des Todes.
Selbst die schweigenden Kanonen erweisen Philippe die letzte Ehre.
Nein, es ist nur wegen des Waffenstillstands.
* V�gel zwitschern *
Der Krieg ist vorbei.
Der Mann, den ich hasste, liegt zwischen vier Brettern.
Ich sollte mich freuen.
In der Tat, ja.
Ich kann es nicht. Der Kom�diant, der ihn in den R�cken stach. Furchtbar!
Die Todesart ist unwichtig.
Mir ist, als versetzte ich ihm den Dolchsto�.
Sie k�nnen nichts daf�r.
Doch, ich bin schon etwas kriminell.
Sie sind jetzt der letzte Herzog von Saint-Sever. Sei still.
Sie gew�hnen sich dran. Alles geh�rt Ihnen: Name, Verm�gen, L�ndereien.
Und m�glicherweise...
* Wehm�tige Musik *
Madame.
* Fr�hliche Musik *
* Er pfeift. *
* Er pfeift. *
Also, was ist? Die Polizei sucht dich.
Ich beweise meine Unschuld, aber zuerst muss ich nach Paris.
Wir auch. Wir verstecken dich im Wagen.
Das ist zu gef�hrlich. Ich schaffe es allein.
Spiel nicht den Starken. Sie haben eine Beschreibung von dir.
Die sollen mich erkennen. Dann pass mal gut auf! He!
Wir treffen uns in Paris, am Tag des heiligen Henri. An meinem Namenstag.
Versteck dich gut. Wir sind gleich an der Pariser Stadtgrenze.
* Nachdenkliche Musik *
* Fanfaren *
Halt! Was ist das?
Das Futter f�r den k�niglichen Stall. Ich komme jede Woche vorbei.
Na gut. Fahr zu, Bauer.
H�!
Bleib stehen!
S�beln wir doch mal das Heu durch.
So, das wird wohl reichen. Fahr zu!
Verdammt, da ist doch einer drin.
Haltet sofort diesen Wagen auf!
Aufstehen, faules Pack!
Schluss mit dem Feiern um den heiligen Henri.
Fangt ihn ein! Na los, Tempo! Tempo!
Sag mir, wer das war! Oder ich sperr dich ein!
Ich bin unschuldig, Herr Offizier.
Ich hatte Erbarmen mit einem Bettler, der aus Deutschland floh.
Ein Bettler, du nichtsnutziger Kerl. Vielleicht war es La Tour. Alarm!
Bringt ihn mir tot oder lebendig.
Gesp�r und Scharfsinn!
Er ist gef�hrlich. Keine Intrigen untereinander. Verstanden?
Alle gegen einen und einer gegen alle.
Hauptsache, ich kassiere die Pr�mie.
* Pferdegetrappel *
(Einer) Absitzen! Beeilung! Los, los!
* Leute singen Wirtshauslieder. *
* Die Leute singen immer noch. *
* Immer noch fr�hliches Singen. *
(Er singt) Ich ziehe jedem Weibe die Flasche nun mal vor.
Zwei M�nner kommen mit mir.
Du sagst dem Chef Bescheid.
(Alle singen) Der Rest, ja der ist uns egal, denn wir sind nicht dumm.
* �berm�tiges Gel�chter *
(Singen) Der Rest ist uns egal.
(Singt) Der Bauer singt von Herzen zu seiner Frau in Dur.
(Alle) Der Bauer singt von Herzen zu seiner Frau in Dur.
Ich ziehe jedem Weibe die Flasche nun mal vor.
Das war gelogen.
(Sie singen) Wir trinken ohne Ende.
Der Rest, ja der ist uns egal. Egal.
* Lautes Gel�chter von drinnen. *
Der Rest, ja der ist uns egal.
(Taupin) Oh, der Schnappi. Da bekommen wir wieder Appetit.
(Mann) Unm�glich! Wir platzen alle.
Ach was, schon nach der Pastete, den Austern, dem Hirn usw.
(Taupin) Bring noch Rinderschmorbraten und Calvados.
Doppelte Ration f�r den Herrn.
Die ist niedlich. Die k�nnte ich jetzt essen.
Rei� dich zusammen!
Er hat recht. In allen Lebenslagen muss man ein Gourmet sein.
Unversch�mt. Er ist verheiratet.
(Frau) Wir sind erst seit kurzem verheiratet.
Er ist betrunken.
Au�erdem st�rt es seine Frau nicht.
Wir H�ndler m�ssen mit gutem Beispiel vorangehen.
Sonst ist Frankreich verloren. - Und eine Revolution beginnt.
Schnell essen, bevor es losgeht.
(Taupin br�llt) Toinon! Toinon! Ja, mein Herr.
(Taupin) Du kannst jetzt das Gefl�gel mit Morcheln servieren.
Ja, mein Herr.
* Heiteres Gel�chter *
* Gel�chter *
Was wollen Sie?
Sind Sie Fr�ulein Toinon? Sie sind ganz sch�n dreist.
Sind Sie Antoinette? Ja, warum?
Ich habe Ihnen Wichtiges zu sagen. Keine Scherze, Monsieur La Tour!
Sie kennen mich? Ich sah Sie oft Theater spielen.
Man verfolgt mich Ihretwegen.
Sie �bertreiben. Ich bin nur ein Dienstm�dchen.
Sie sind die Tochter eines Herzogs. Sie sind ein guter Schauspieler.
Glauben Sie mir! Mit mir nicht! Ich bin ein anst�ndiges M�dchen.
Ich bitte Sie! Jemand kommt!
Die sind gleich im Haus. Verstecken Sie mich!
Dann ist das alles wahr?
Aber ja! Gut, kommen Sie schnell zum Eingang.
(Frau) Du vergisst das Ferkel mit den Pflaumen.
Vielen Dank. Sie sind ja verletzt.
Nein, es ist nichts. Gehen Sie da hinein! Schnell!
Sogar mich als ehrenwerten H�ndler sprach so ein Weibsst�ck an.
Ich verjagte die Dirne mit meinem Schirm.
Wo bleibt der Anstand?
Die haben Kost�me wie Herzoginnen.
Sie versuchen es sogar bei Jungverm�hlten. Stimmt's?
Gut, dass wir so tugendhaft sind. - Kann man die Dirnen nicht stoppen?
Ja, das geht. - Sie scherzen wohl?
Mein Mann scherzt nie, Monsieur. Er ist gut informiert.
Wenn Sie eine Dirne anspricht, bringen Sie sie zur Polizei.
Daf�r bekommen Sie eine Belohnung. Man schickt die Frauen nach Amerika.
In das Land der Wilden.
Das Geheimnis Ihrer Geburt erz�hlte er mir in den letzten Minuten.
Die letzten Worte galten Ihnen, seiner geliebten Tochter.
Ich erfahre gleichzeitig von der Existenz und vom Tod meines Vaters.
Sie sind die Herzogin von Saint-Sever.
Ich kann es nicht glauben.
Gekochte H�hnchenfl�gel mit Morcheln. Das ist mein Rezept. H�ren Sie zu!
Je eine Schicht mit pochiertem Fleisch, Morcheln und G�nseleber.
Das Ganze auf frittierten Canapes und mit Pfeffer gew�rzt.
Alles wird mit einem k�stlichen Essig flambiert.
Das ist ausgezeichnet f�r die Leber!
Ach. Sie klopfen hier und wir kn�pfen uns die Schreih�lse vor.
Die H�hnchen! Schreien Sie mit mir, da kommen sie vielleicht schneller.
(Rufen drinnen im Chor) Die H�hnchen! Die H�hnchen! Die H�hnchen!
* Es klopft. *
Wer da?
Die Polizei des K�nigs.
Die sind mir auch lieber. Wir kl�ren das schon alles.
Toinon!
Kommen Sie! (Taupin) Lass die Herren rein.
Was haben Sie angestellt?
Sie beschuldigen mich des Mordes an Ihrem Vater.
Hallo! Was ist los?
Was ist, Toinon? Ja, bitte?
Bist du taub?
Wir suchen einen M�rder, der in Ihrem Haus Zuflucht suchte, mein Herr.
Ein Verbrecher in meinem Haus? Sie haben meine uneingeschr�nkte Hilfe.
Nicolas Taupin. Ziviler Mitarbeiter im Bereich Schmiergeld.
Die Partner meiner Kollegen waren auch immer meine Partner.
Danke. Darf ich Sie herumf�hren?
Das ist zu gef�hrlich. Gehen Sie zu Ihren G�sten.
Wenn das ein Befehl ist, gehorche ich Ihnen gerne.
Durchsucht das ganze Haus!
Die K�che �bernehme ich.
Hab doch keine Angst, sch�nes Kind.
(Anz�glich) Ich bin doch nicht der b�se Wolf. Ganz im Gegenteil.
Ist das nicht toll?
Ich jage nur einen Banditen.
Und was finde ich? Ein wundersch�nes Juwel.
Ein einfacher Polizeiinspektor ist nat�rlich kein Million�r.
Er ist zwar ein ehrlicher Arbeiter, aber miserabel bezahlt.
Nur wenige erkennen, dass ehrliche Leute die Polizei brauchen.
Aber viel wichtiger ist: Ich habe noch einige Livre gespart.
Sie geh�ren dir, mein entz�ckendes Wesen, wenn du dich k�ssen l�sst.
Nicht mit all diesen Leuten nebenan. Ich trau mich nicht.
Du machst mich verr�ckt.
Ich werde dir meine Dankbarkeit tausendfach beweisen.
Geh vor, mein Juwel.
Nein, nach Ihnen! Sie sind mein Gast. Ich komme gleich. Beeil dich.
* Es klopft. *
(Inspektor) Meine Kollegen nennen mich den unglaublichen Charmeur.
Wir verschwinden �ber die D�cher.
Das ist zu schwer. Nein, das geht.
Was tust du so lange?
Eine So�e f�rs Essen.
Lass deine So�en und komm endlich her!
(Er klopft w�tend) Mach auf, du kleines Luder!
(Br�llt aus vollem Hals) Jean Monroe!
Mach endlich auf, du Idiot!
* Er wummert weiter gegen die T�r. *
Wo ist das M�dchen?
Keine Ahnung. Vielleicht fl�chtete sie mit dem M�rder.
Alle Wachposten zu mir!
Alles absperren! Fl�chtlinge aufhalten!
Rennen Sie zum Haus von Saint-Sever und bitten Ihren Vetter um Schutz.
An denen komme ich nicht vorbei. Ich mache es.
* Bedrohliche Musik *
Na los! Vorw�rts! Und haltet ihn gut fest!
Wir haben ihn.
Er ist Ritter des Saint-Louis-Orden. K�mmere dich um seine Unterkunft!
Er bekommt den besten Kerker im Schloss.
Sagten sie etwas �ber Toinon?
Ja. Das Luder konnte entwischen.
Nat�rlich in unserem teuren Kleid.
An der Sache ist was faul. Ich muss die betroffene Person warnen.
* Liebliche Musik *
* Gefahrdrohende Musik *
Was w�nschen Sie bitte?
Ich m�chte den Herzog von Saint-Sever sprechen.
Worum geht es? Etwas Pers�nliches.
Kommen Sie rein.
Wenn Sie mir bitte folgen wollen.
Ich bin der Privatsekret�r des Herzogs von Saint-Sever.
Sie k�nnen mir ebenfalls alles anvertrauen.
Philippe von Saint-Sever war mein Vater. Was Sie nicht sagen.
Vorm Sterben erz�hlte er Ritter La Tour das Geheimnis meiner Geburt.
Interessant. Folgen Sie mir bitte!
Mein Cousin muss eingreifen. La Tour wurde wegen Mordes verhaftet.
Das ist ein Justizirrtum, dem der Herzog ein Ende setzen wird.
Rein mit dir! Am�sier dich gut, du Bastard!
* Sie schreit gellend. *
Francois! Haben Sie das nicht auch geh�rt? - Nein.
Ich habe Angst. Da war doch ein lauter Schrei.
Sie haben zu viel Fantasie.
Keine Fantasie. Erinnerungen.
Vermissen Sie diesen Don Juan? - Sie wissen, es ist nicht so.
Aber ich verbrachte �ber ein Jahr mit Philippe in diesem Haus.
Bringen Sie mich in mein Land zur�ck.
Dort sind wir unter uns und kein Phantom mehr steht zwischen uns.
Das w�re mir zu einfach.
Ich will, dass du mich hier liebst. In dem Haus, das ihm geh�rte.
Warum tust du das?
Ich war auf Philippe neidisch. Auf alles!
Schw�rst du, an Philippes Tod unschuldig zu sein?
Ich lasse niemanden hinterr�cks ermorden.
Diesen feigen Mord verabscheue ich.
W�rde ich den T�ter kennen, m�sste er wie ein Hund sterben.
Ich will kein Blut mehr. Lass mich dich lieben, Francois.
Das h�rte vor mir Philippe. Aus seinen Armen kamst du in meine.
Sag das nicht. Erst bei dir lernte ich, was Liebe ist.
Bitte lassen Sie mich endlich raus, mein Herr!
Sie sind doch hier zu Haus, Mademoiselle von Saint-Sever.
Bleiben Sie hier!
Schade. Sie war eine flei�ige Dienstbotin.
Tut mir leid, dass ich sie Ihnen nahm. Sie h�tten aufpassen sollen.
La Tour ist schuld. Ich n�hme gern an seinem Begr�bnis teil.
Das k�nnen Sie bald.
Wenn das Begr�bnis vorbei ist, schaffen Sie mir Toinon vom Halse.
Darauf k�nnen Sie sich verlassen.
Nat�rlich erhalten Sie Schweigegeld.
Ich bin Ihrer Gro�z�gigkeit ausgeliefert, mein Herr.
Hier atmet man eine herrliche Luft. Die Luft der absoluten Freiheit.
Diese Luft kann man nur unter einer Bedingung genie�en:
Wenn man einmal im Leben sah, wie andere im Kerker vermodern.
Ganz sch�n hei�, was?
Auf deine Gesundheit, mein Junge.
Was sind Sie nur f�r ein Dreckskerl.
Ich w�nsche mir, dass Sie leidvoll krepieren.
Das ist nicht sehr h�flich von dir.
Hast du etwa Durst? Im Kerker ist es frisch. Die Mauern sind feucht.
Eines Tages gehen Sie dorthin und bleiben dort.
Du bist entmutigend. Ich kam, um mich mit dir zu unterhalten.
Aber man kann ja unm�glich mit dir reden.
Hm, das werde ich mal probieren.
Obwohl ich gar keinen Appetit habe.
Sch�men Sie sich nicht, sich vor meiner Nase den Bauch vollzustopfen?
Das liegt an dir. Ein Zeichen von dir und wir fressen uns beide voll.
Entschuldigung, Inspektor. Es dauert nicht lange.
Beeil dich!
Also! Willst du unterschreiben?
Nein, denn ich habe ihn nicht umgebracht.
Wie komisch. Es waren die kaiserlichen Soldaten.
Mit dieser Waffe. Nicht wahr?
Das stimmt nicht.
(Er ruft) Oho.
Streite es nicht ab!
(Jemand ruft) Oho!
Muss das Geschrei sein?
Aber wir m�ssen fertig werden.
Lass es runter. Ich komme gleich.
Los, raus!
Na bitte. Alles kommt irgendwann ans Tageslicht. Und jetzt unterschreib!
Das ist auch in deinem Interesse.
Ich bin ein moderner Polizist.
Ich bin ein Familienvater, der Gewalt hasst.
Ich beobachtete dich.
Du hast mir die kleine Toinon ausgespannt.
Aber wir k�nnten trotzdem gut miteinander auskommen.
* Jemand ruft "Oho". *
Meine alten Kollegen w�rden deine sch�ne Visage anders behandeln.
Ach, wei�t du, davon wurde mir schon immer schlecht.
Kann ich mich auf Sie verlassen, wenn ich unterschreibe?
Ein Polizist h�lt, was er verspricht. Geben Sie mir das Papier.
Endlich wirst du vern�nftig. Aber wie soll ich unterschreiben?
Ich sterbe vor Durst.
Jetzt kannst du doch alles haben, wo du artig bist.
Wo muss ich denn jetzt ...? Wo soll ich jetzt unterschreiben?
Genau hier.
Mein Onkel kommt. Wurde auch Zeit. Er muss auch mal die Sonne sehen.
Pst!
Das gibt's doch nicht. Sieh dir das an.
Da! Da unten.
* Er f�llt laut schreiend runter. *
* Er st�hnt schmerzvoll auf. *
Gebt Alarm! Gebt Alarm!
Na los, komm. Ich glaube, du musst denselben Weg nehmen.
Solche Kunstst�cke sind f�r mich ja nichts Neues.
Haltet den Barbaren auf! Tot oder lebendig. Wo kommst du denn her?
* Fanfaren *
* Spannende Musik *
Da unten ist er.
Er will ans Ufer schwimmen.
Ohne Vorwarnung!
Auf mein Kommando! Gebt Feuer!
* Getragene Orgelmusik *
(Er liest) Im Namen der italienischen Kom�die.
F�r unseren lieben verstorbenen La Tour.
(Fl�stert) Madame la Comtesse!
Die Truppe bedankt sich, dass sie die Erlaubnis vom Bischof erhielten.
Ich wusste nichts von seiner Verhaftung.
Ich h�tte sofort den Polizeileutnant des K�nigs aufgesucht.
H�rte La Tour Sie, w�re er gl�cklich. Aber er kann Sie nicht mehr h�ren.
Sein Tod ersch�ttert mich zutiefst.
* Feierliche Orgelmusik *
Na los, Mirabelle! Hinterher!
K�mmere dich um das Spielzeug.
Bei der Gilde der Waffenmeister gaben sie mir eine Liste.
Es sind �ber 70 L�den.
Ich glaube, die M�he lohnt sich.
Und ich? Hab ich nichts zu tun?
Du bist doch mein Verbindungsmann.
* Allgemeiner Marktl�rm *
* Er singt inbr�nstig. *
Na und?
La Tour wurde wirklich beerdigt. Man holte die Leiche aus dem Wasser.
Jetzt ist er tot. Da schaffen Sie mir die Erbin vom Hals. Heute Nacht.
Gut so.
Na, jetzt sind Sie wohl erfrischt, Monsieur Taupin?
Ach, das Fr�ulein Mirabelle. Ich dachte, Sie seien noch in Bayern.
Tut mir leid, so verschmutzt vor einer Venus wie Ihnen zu stehen.
Das ist unbedeutend. Sind Sie noch Kleiderh�ndler?
Nein, Madame Taupin. Ich bin freiberuflich t�tig.
Das gibt Ihnen die Freiheit...
...Sie zu einem vorz�glichen Essen einzuladen.
Das kostet ein Verm�gen. Ich kriege Vorzugspreise.
F�r heute hab ich zwei Freikarten f�rs Kabarett.
Sie werden sich ruinieren.
(Marktschreier) K�se. Sch�ne wei�er K�se. Hier, meine Dame, schauen Sie.
Ganz geringer Preis. Sch�ner wei�er K�se. Kommen Sie! Schauen Sie!
Meine Damen, meine Herren. Hier. Sch�ner K�se, sehr frisch.
* Der Trommler singt. *
Kommen Sie, kommen Sie! Kaufen Sie, meine Dame!
Na, keine Kraft zu schreien?
Schl�fst du etwa? Da hast du etwas, das dich wachmacht.
Das ist eine gute Nachricht, oder?
Oh mein Gott, ist das hoch.
In welcher Etage sind wir?
Im siebenten Himmel.
Recht hast du.
Es gibt weitaus luxuri�sere Herbergen als die meine.
Aber nicht der Rahmen z�hlt, sondern der Mann.
Und? Gef�llt dir dieser Mann?
Mal sehen. Ein bisschen sehr...
Leidenschaftlich.
Wenn du noch mehr ausziehst, gef�llst du mir nicht mehr.
Ich f�hle mich wie 20. - Du bist mehr als doppelt so alt.
Aber ich sammelte viele Erfahrungen. - Das glaube ich.
Ich kann nichts daf�r, es ist die Natur. - Wie bescheiden du bist.
Ich bin ein K�nstler. - Bis in die Fingerspitzen.
Deine Schl�ge sind Liebkosungen.
Erz�hl mir das hier.
Das brauchst du mir nicht zweimal sagen.
Lass uns zum gem�tlichen Teil �bergehen.
(Br�llt) Nein! Du Mistst�ck. - Na, Denunziant?
Das war eine Falle.
Lasst mich los! Lasst mich los!
(Lauter) Lasst mich wieder los! Was wollt ihr? Geld?
Nein, nur eine Auskunft.
Das ist mein Beruf.
Was wei�t du �ber Toinon, die Tochter des Herzogs von Saint-Sever?
Niemals!
* Ein Mann singt. *
(Marktschreier) Frische Landeier! Kaufen Sie Landeier! Kommen Sie her!
* Er redet lautlos. *
Ich wei� den Namen. Ein Herr Perouge kaufte den Dolch hier vor 6 Monaten.
Er ist der Sekret�r des Herzogs von Saint-Sever.
Gute Arbeit.
Ich wusste, der 40. ist der richtige. Ich wurde gestern n�mlich 40 Jahre.
Komm, schnell! Wir sind mit den anderen verabredet. - Ja.
La Tour wird zufrieden sein.
Er kann heute Abend mal so richtig loslegen.
Wir m�ssen schnell Pierrot berichten.
* Glockenl�uten *
* Er st�hnt gepresst. *
* Sanfte Musik *
* Grillenzirpen *
* Gef�hlsbetonte Musik *
Vielen Dank, Pierrot. Dank deiner Hilfe sind wir jetzt im Haus.
(Leise) Der Spitzel sagte, sie ist in einer Fallgrube eingesperrt.
Gut, ich hole sie jetzt.
Komm hierher. Ich glaub, da ist eine Fallt�r. Hier, die da.
Sehr gut. Klettere mit dem Seil runter und warte dort auf mich.
Du nimmst mich nicht mit?
Das ist zu gef�hrlich. Perouge ist hier. Geh!
Na gut, ich halte unten Wache.
* Spannungsvolle Musik *
* Sie erschrickt laut. *
(Panisch) Hilfe!
Seien Sie still. Ich bin's, La Tour. Keine Angst, ich bin kein Phantom.
Wieso dringen Sie bei mir ein? Dieser Dolch geh�rt Perouge.
Ich verstehe nicht. Damit wurde der Herzog ermordet.
Perouge? Das ist nicht m�glich.
Er nahm Philippes Tochter im Kerker gefangen. Wie soll ich das glauben?
Zeigen Sie mir den Weg zu den Kellern. Ich beweise es Ihnen.
Die Kutsche wartet schon.
Gut, kommen Sie.
* Schreie *
H�ren Sie? �ffnen Sie die T�r.
Lassen Sie mich los!
Lassen Sie mich los.
(Flehend) Lassen Sie mich doch los!
(Taupin) Zur Polizeiwache! Schnell!
Ich schulde Ihnen tausend Dank.
Geben Sie mir lieber 1.000 Taler. Das ist es mir wert.
Nun aber los!
Sie sahen es selbst. - Nein, ich sah nur eine Kutsche.
Ich zeige Ihnen den Keller, in dem Perouge Philippes Tochter festhielt.
Das ist absurd. - Das glaube ich nicht. Glauben Sie mir! Kommen Sie!
* Krachende Ger�usche *
* Es scheppert. *
* Spannungsgeladene Musik *
Lassen Sie mich los!
Was soll das?
Ich ersticke.
Gib zu, du brachtest den Herzog von Saint-Sever um. Rede endlich!
Du lie�est Philippes Tochter verschwinden. Ja.
Sind Sie �berzeugt?
Ich bereue nichts. Philippe nahm mir die Frau.
Ich r�chte mich an ihm und seiner Tochter.
Sie finden sie nicht!
* Ein lauter, harter Aufschlag *
(Francois) Wenn Sie beim K�nig einen Anwalt brauchen, La Tour...
* Feierliche Musik *
Es tut mir so weh. Meine F��e sind ganz blutig.
Nur Mut, Margot, wir sind bald da.
La Rochelle ist nur noch 20 Meilen entfernt, stand auf dem Wegweiser.
Du kannst lesen und dich schickt man in die Kolonien.
* Ergreifende Musik *
* Sie sackt laut st�hnend zusammen. *
Na los, aufstehen! Weiterlaufen!
(Eine Frau) Komm hoch! St�tz dich auf mich.
Passt auf, dass ihr nicht stehen bleibt.
Noch nie hat mir Wasser so gut geschmeckt.
* Einige st�hnen ersch�pft. *
* Lautes Wiehern *
* Dramatische Musik *
Tempo! Sonst sp�rt ihr die Peitsche.
* Hell klingende Fanfaren *
H�! Macht schon!
Es geht immer der Nase nach. Erst m�ssen wir aus dem Wasser raus.
Du da, wie ist dein Name?
Mademoiselle de Saint-Sever.
Na so was. Frau Herzogin nahmen wohl gerade Ihr Bad? Mit Moschus?
Das wirst du b��en, du Angeberin.
He! Na los. H�!
Na los! Vorw�rts! Vorw�rts!
Na los, wird's bald. Bewegt euch ein bisschen.
Das z�he Fleisch wird nie fertig. Ihr h�ttet fr�her Bescheid sagen sollen.
F�r die verlausten Weiber reicht es.
Bringt mir zu essen!
Das ist ein feiner Wein, den sie hier ausschenken.
He! Schickt die Saint-Sever Wasser holen.
Begleite die Herzogin und ihre Hofdamen zum Brunnen.
Jede schafft 50 Eimer her. Das k�hlt ihr Gem�t ab.
Ihr beiden da geht mit.
* Majest�tische Fanfaren *
Wo kommen die Kom�dianten her?
Ho! He! Hierher! Kommt hierher!
Beeilt euch! Hier gibt es was zu sehen.
* Fr�hliche Tanzmusik *
Wir bitten um die Ehre, Ihren Stab unterhalten zu d�rfen, Herr Oberst.
* Unterhaltsame Musik *
* Fr�hliche Tanzmusik *
* Allgemeines Gel�chter *
Genau aufpassen!
Kuckuck.
Guten Tag, verehrte G�ste. Gleich erleben Sie ein bisschen Magie.
Achten Sie auf meine rechte Hand: leer! Und meine linke: leer!
Oh, was haben wir denn da?
Sie sehen das Ei, meine Herrschaften. Ich lasse es verschwinden.
Passen Sie gut auf, wohin es verschwindet.
Na? Na? Es ist da.
Aber ja, es ist da. Sehen Sie, ich hatte recht.
Ich lasse es noch mal verschwinden.
Wo ist es denn jetzt?
Ah, ich wei�. Dort.
(Langgezogener Laut) Ah!
Etwas schneller, ich habe Hunger.
Wir sterben auch vor Hunger.
Dauert's noch lange?
Nein, es kommt sofort.
Geht hier lang, schnell! Toinon.
Vielen Dank, Henri.
Sie sind meinetwegen hier. Das bin ich Ihnen schuldig. Nun aber los!
* Gel�chter und fr�hliche Musik *
Und du? Tanzt du nicht?
Was f�r ein Komiker. Das mit dem Ei ist nicht schwer.
Er hatte die Eier in der Hand. - Wie ein Huhn.
Das war doch ein Trick. Guckt her, die sind falsch.
(Einer br�llt) Macht mir auf! - Was ist das?
Macht endlich auf!
Los, kommt mit! Folgt mir!
(Einer br�llt) Zu den Waffen!
Die M�dchen sind gefl�chtet. Einer der Schauspieler schlug mich nieder.
Vorw�rts! Worauf wartet ihr?
Verfolgt ihn! Ein bisschen pl�tzlich, ihr Hornochsen!
Ich will sie. Tot oder lebendig!
Das ist die Schuld dieses Kom�diantenhaufens.
H�a! He! He!
* Spannende Musik *
Macht euch keine Sorgen.
Die Polizei holt uns bestimmt ein.
* Pierrot lacht schallend. *
Die sind erledigt.
Behalten Sie mich in Ihrer Truppe.
Das kommt nicht in Frage, Mademoiselle de Saint-Sever.
Ich verzichte auf all meine Rechte.
Das ist unm�glich. Ich gab Ihrem Vater mein Wort.
Ich werde Sie aber nicht verlassen, weil ich Sie liebe.
Toinon! Sie sind die Tochter eines Herzogs.
Und Sie sind doch ein Ritter.
Henri. Liebster.
Wo fahren wir jetzt hin?
Nach Versailles. Zum K�nig!
Oh, wie toll!
Na los!
* Majest�tische Fanfarenmusik *
Untertitel: MDR TEXT / Maike Kups
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