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(spannende Musik, Donner)
(Donner und prasselnder Regen)
Ich glaube, ich werde verfolgt.
- (Mann) Dann bleibt uns nur wenig Zeit. - Er hat die Karte entdeckt.
Wie?
Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis er weiß, wo die Schatulle ist.
Was ist mit den vier Leichen in den Höhlen?
Er hat seine eigenen Männer getötet.
(Zischen)
(Mann) Luger spielt auf einem ganz anderen Niveau.
Man könnte ihn fast bewundern.
Es gibt noch etwas zu bedenken.
Charity.
Und wo ist das Amulett jetzt?
(dramatische Musik)
(fröhliche Orchestermusik)
Manche würden das Entfernen der römischen Marmorskulpturen
Vandalismus nennen.
Ich würde vielleicht sogar zustimmen.
Aber in diesen Zeiten der Gier und Habsucht
hat das Entfernen der Skulpturen durch Lord Bevan
sie vielleicht vor Schlimmerem bewahrt.
Während des griechischen Unabhängigkeitskrieges
versuchten die Osmanen, das Blei in den Säulen...
Das ist ja so langweilig.
Aber wir im London Museum
wissen, welche Bedeutung diese Schätze für die Griechen hatten.
Sie stellten ihren Feinden
während dieses Krieges sogar Kugeln zur Verfügung,
aus Sorge um ihren großen Tempel.
Sie stellten die geschichtsträchtigen Steine
über das Leben der eigenen Männer.
(eine Tür fällt zu)
Felix!
Komm jetzt, Felix. Vater wird verärgert sein.
(Mann) Beeindruckend, nicht wahr?
Sieht für mich schlicht wie ein Stein aus.
Oh nein, nein, nein, nein, nein.
Nein, dies ist ein Schlüssel zum Verständnis
einer ganzen Zivilisation, Mariah.
Sie kennen mich, Sir?
Nenn mich Will.
Weil der Text hier sowohl in Griechisch
als auch in ägyptischen Hieroglyphen steht,
war es uns möglich, Texte zu lesen, die uns zuvor ein Rätsel waren.
Unterschätze niemals die Macht vergrabener Schätze.
- Sie bluten, Sir. - Hm?
Oh, ganz offenbar, ja.
Tu mir einen Gefallen. Schick deine Eltern zu mir.
Ich habe ihnen etwas ausgesprochen Wichtiges zu sagen.
(Felix) Spektakulär. Jetzt bekommst du Ärger.
Mama! Mariah hat einen Mann getötet!
- Hier rauf. - Vorsichtig, Mann.
Will! Will, Will!
- Was ist passiert? - Er hat sie gefunden.
Er hat die Karte gefunden.
Er wird bald auch die Schatulle finden.
- Geht es wirklich darum? - Denkst du, es passierte beim Damespielen?
(er stöhnt)
Deine üblichen Possen, was, Charity?
Will, das ist viel zu gefährlich und zu waghalsig.
Ich fange nun mal lieber Bösewichte, als in einem Museum zu hocken.
Denkst du je, du hättest lieber mich heiraten sollen, Catherine?
Du hast die Jungs reingelassen.
Mariah, Felix, ihr fahrt jetzt zurück ins Hotel.
Da ist noch etwas, Catherine. Du bist in Gefahr.
Ich wurde verfolgt.
Diese zwei Hälften ergeben zusammen ein Ganzes.
Schütze sie mit deinem Leben.
Lass sie nicht in die falschen Hände geraten.
- (Felix) Wer war das? - Ein alter Freund, der Hilfe braucht.
- Arbeitet er für dich? - In gewisser Weise, ja.
Draußen wartet eine Kutsche. Bring Felix ins Hotel.
- Aber, Sir... - Nicht jetzt.
Du trägst die Verantwortung. Pass auf Felix auf, ja?
Denk daran: Treue ist dein Schutzschild,
suchen andere auch das Weite.
Aber nichts Böses geschieht dir,
hast du etwas aus Gold an deiner Seite.
Traut niemandem, außer einander.
Ich liebe euch.
- (Vater) Wo ist Will? - Er ist einfach aufgestanden und gegangen.
- (Portier) Sir. - War mir ein Vergnügen.
Danke vielmals.
Hallo, Mr. und Mrs. Mundi.
Was hat das zu bedeuten?
(Turmuhr schlägt vier)
(er stöhnt)
Felix?
(gedämpfter Straßenlärm)
Zieh die über, es ist kühl.
Was ist los?
Ich habe nachgedacht.
Über den Mann im Museum?
Ja, und unsere Eltern.
Was ist mit ihnen?
Nun...
Was tun sie eigentlich?
- Sie sind Professoren in Oxford. - Ja, aber...
Sind sie das wirklich?
Pst.
Folge mir.
- Wer sind die? - Ich weiß es nicht.
Kletter einfach runter.
- Was geht hier vor? - Halt dich gut fest, wir müssen weg.
So ist es gut, Felix, immer weiter!
(sie keuchen)
Felix? Felix?
Halt dich gut fest! Sieh mich an.
- (Felix keucht) - Wir schaffen das.
(beide schreien)
(pfeift)
- Wir haben das wirklich hingekriegt. - Gehen wir.
(gedämpfte Gespräche)
Wir machen dich erst einmal sauber, ja?
Gib mir dein Taschentuch.
Mariah, schau.
- Woher hast du das denn? - Es war nicht in meiner Jacke, bevor...
wir im Museum waren.
(Catherine) Denk daran:
Treue ist dein Schutzschild, suchen andere auch das Weite.
Aber nichts Böses geschieht dir,
hast du etwas aus Gold an deiner Seite.
Mutter.
- Aber was bedeutet das? - Ich weiß es nicht.
Was ist mit Mutter und Vater?
Denkst du, sie wussten, dass etwas passiert?
Ich bin sicher, es geht ihnen gut.
Ich habe Angst.
Ich werde dich nicht alleinlassen.
Versuch, ein wenig zu schlafen.
(gedämpfte Gespräche)
(Pfeifen einer Eisenbahn)
(bedrohliche Musik)
Das Steak ist doch recht köstlich.
Ein wenig zu roh, aber das Leben wäre doch fad ohne etwas Blut, nicht?
Ich bin so froh, dass wir zwei allein plaudern können.
Ihr Ehemann ist nicht sehr hilfreich gewesen.
Kommen wir auf den Punkt.
Wo ist das Amulett?
Ich frage Sie jetzt ein letztes Mal.
Oh.
Charmant.
Ich wollte keine Kinder. Ich habe nie recht den Reiz verstanden.
Doch Ihnen bedeuten Sie sicher viel.
Welche Eltern lieben ihre Kinder nicht?
Mr. Grimm, Mr. Grendel,
wir müssen ihre beiden Jungs finden.
- Wir sind krank vor Sorge. - Das ist schwierig.
Wir wissen nicht, wie sie aussehen.
Sucht in Wohnheimen, Erziehungsanstalten, Armenhäusern!
Überall! Ihr müsst sie finden!
(spannende Musik)
- Bitte, Sir, wir brauchen Hilfe. - Versucht's im Armenhaus. Geht weiter.
- Aber Sir! - Ich sagte, geht weiter!
(Verkäufer) Frische Pasteten! Kommt, solange sie noch heiß sind!
Mariah, ich habe Hunger.
(Mann) Hier, nehmen Sie.
Warte hier.
Hühnchen mit Rosenkohl! Wir haben auch Schweinepasteten!
Bitte, Sir, hätten Sie einen Penny übrig?
Alles würde helfen. Bitte.
- Hier. - (Verkäufer) Kaninchen!
(Platschen)
- Dieb! - Was hast du gemacht?
(Verkäufer) Officer!
Wo wollt ihr zwei denn hin, hä?
GATESHEAD-ERZIEHUNGSANSTALT
Tja, sieh mal, was wir da haben.
Ein paar schmutzige neue Gäste.
Willkommen in Gateshead Manor. Kommt schon.
- (Wärter 1) In die Reihe. - (Wärter 2) Los!
(Wärter 1) Bewegt euch!
(Wärter 2) Stellt euch ordentlich auf.
Für eure Verbrechen werdet ihr hier eure Zeit absitzen.
Aber vorher haben wir zwei Besucher, die eure Bekanntschaft machen möchten.
- Sie haben uns gefunden. - Das sehe ich auch.
- (Grimm) Na? - Hey, hey.
- Zwei feine Pinkel haben sich verirrt. - Kenne ich dich?
- Kenne ich dich? - Nein.
- Was tun wir jetzt? - "Was tun wir jetzt?"
(Wärter 2) Na los, Beeilung!
- Wir haben ja nicht mal was angestellt. - Oh, ist das wirklich so?
- (Grendel) Du versteckst doch was. - (Grimm) Jacke ausziehen.
Seht mal, Leute.
Herr Graf und sein Bruder beehren uns zum Tee.
- Ein Stück Zucker oder zwei? - Lass mich!
- Hör auf. - (Felix stöhnt)
Du machst wohl Scherze, hm?
Dann wollen wir mal sehen, was du draufhast.
(schreit auf) Du dreckiger Hund!
- (Geschrei, Alarmglocke) - (Mariah) Felix, komm.
Schließt das Tor!
(Grendel) Aus dem Weg! Aus dem Weg!
Na also.
(Aufseher) Na los! Tut euch keinen Zwang an!
Wir haben euch überall gesucht.
- (Charity) Lustig... - (Aufseher) Genug!
Ich auch.
(Grendel und Grimm schreien)
(Grimm) Mein Zahn!
Sie haben wohl Probleme. Ich will Sie warnen.
Ich habe fünf Kampfkünste studiert.
- Studieren Sie das hier. - Das ist nicht gentlemanlike.
Sehe ich aus wie ein Gentleman?
Schnell, zum Gerüst!
(Felix) Mariah!
Loslassen, lassen Sie mich!
(Pferdewiehern, Schuss)
Mariah!
- Komm schon, Junge. - Felix! Felix!
Abwärts, alter Knabe.
(er stöhnt)
- Wir sollten gehen. - Felix!
- Schnell, schnell! - Hau ab, los!
- Mariah! - (Grimm) "Mariah!"
Mariah! Mariah!
- Mariah! - Spring!
Mariah!
- Felix! - Nein, Mariah!
- Mariah! - Nein, Mariah, nein!
Lassen Sie mich los! Felix!
- Nein! Felix! - Nein, Mariah.
Lassen Sie mich los!
Mariah! Mariah!
Mariah!
Au! (er stöhnt)
Wer sind Sie?
Captain Will Charity.
Ich habe mit deinem Vater im Abessinienkrieg gekämpft.
Du kannst mir vertrauen, Mariah.
Letzter Aufruf! Alles einsteigen! (er pfeift)
Der, der deine Eltern und Felix verschwinden ließ,
heißt Otto Luger.
Er sammelt einige der mächtigsten und gefährlichsten Artefakte der Welt.
- Seid ihr Spione? - In gewisser Weise.
Deine Eltern und ich arbeiten für ein geheimes Ministerium.
Das Amt für Altertümer.
Wir stoppen den Diebstahl mächtiger Artefakte auf der ganzen Welt.
Wollen wir Felix wiederfinden, musst du mir vertrauen.
Mein Vater sagt, Vertrauen muss man sich verdienen.
Dann kommt hier eine Anzahlung.
Wir glauben, Luger kennt das Versteck der Midas-Schatulle.
Die Midas-Schatulle?
3000 Jahre alte Aufzeichnungen beschreiben eine Schatulle,
die alles, was man in sie hineinlegt, in Gold verwandelt.
Wenn ein Mann solche Macht hat, ist das gefährlich.
Er könnte quasi Geld drucken.
Gold, die Grundlage unseres Bankensystems, würde wertlos.
Und die Welt würde im Chaos versinken.
Ich glaube, es gibt einen Verräter im Amt,
der Luger Informationen gab.
Darum müssen wir im Geheimen arbeiten.
GLEIS 1
Du wirst als Page im Prince Regent Hotel arbeiten.
Luger hat das Hotel gekauft.
Er macht sich nur so angreifbar,
weil die Schatulle in der Nähe des Hotels ist.
- Du wirst spionieren. - Spionieren?
- Ich will meine Familie finden. - Wirst du. Ich spüre deine Eltern auf.
Du suchst deinen Bruder.
Hier sind Fahrkarten und Empfehlungsschreiben.
Wir treffen uns, wenn ich deine Eltern gefunden habe.
(Schiffsglocke)
Entschuldigung.
(Mann) Alle an Bord! Letzter Aufruf!
- Hier kriegen wir ihn. - Ja.
- He, wer bist du? - Was soll das?
(Grendel) Entschuldigung.
- Unmöglich. - (Mann) He, was...
- Wollen wir? - Ja, lass uns an Bord gehen.
- Madam. - Danke.
(spannungsvolle Musik)
(Charity) Du darfst nicht vergessen: Luger ist ein gefährlicher Mann.
Nicht alles wird so sein, wie es scheint.
Die Schatulle war jahrhundertelang versteckt. Sie sollte nie entdeckt werden.
Wenn er glaubt, ihr Versteck zu kennen,
begibst du dich in gefährliche Gewässer, mein Freund.
- (Frau) Wahrlich, ja. - (Mann) Wenn du meinst.
- (Frau 1) Mir hat es sehr gut gefallen. - (Frau 2) Ein Junge!
(Mann) Gäste des Prince Regent Hotels, Ihre Kutsche steht bereit.
MONSTER! BEI DÄMMERUNG ZU HAUSE SEIN!
- Da wartet schon die Kutsche. - (alter Mann) Wie aufmerksam.
Entschuldigen Sie, Sir, ich werde im Hotel arbeiten.
Wer macht das nicht?
(bedrohliche Musik)
Dort drüben, Sir. Ich wünsche einen guten Morgen.
(Fahrstuhltür läutet)
Hast du deine Eltern verloren, Junge?
Hier, meine Empfehlungsschreiben. Ich bin der neue Page.
Page? Der Dienstboten-Eingang ist hinten!
(leises Klimpern)
- Wer ist das? - Verzeihung, Madam.
Ein neuer Page hat sich einfach in die Lobby geschlichen.
Zu schade. Zu...
schade.
Komm mit mir.
Als Direktorin des Hotels sorge ich für einen reibungslosen Ablauf.
Erste Regel: Das Personal ist unsichtbar und still.
Wir sind für die therapeutischen Bäder berühmt.
Man reist von weit her an, um in unserem Heilwasser zu baden.
Man kommt im Rollstuhl an und fährt auf dem Fahrrad davon.
Und sie bezahlen üppig dafür.
Die Küche.
Komm, weiter.
Euer Bereich ist die Treppe hinauf, in der obersten Etage.
Und hier verlasse ich dich auch.
Uniform für den neuen Pagen.
(sie seufzt) Stell dich dahin, bitte.
- Haben Sie hier einen Jungen gesehen? - Einen Jungen?
- Ja, er ist zehn und sein Name ist Felix. - Pst, warte.
Ich will keinen Ärger.
Sie haben ihn gesehen?
Es sind keine jüngeren Jungs als du im Hotel.
Oder auf der Insel.
Ich bin kein Junge mehr.
Aber ein Mann auch noch nicht.
Lauf ja nicht nachts im Hotel herum.
Es sei denn, du willst erwischt werden.
Sacha. Mein Name ist Sacha.
(melancholische Musik)
(Möwengeschrei)
(es klopft)
(Schritte entfernen sich)
(leises Klimpern)
- Wie läuft es? - Das Hotel ist beinahe ausgebucht.
Gut, je mehr Geld ich verdiene, desto besser kann ich suchen.
Zu spät zur Inspektion.
(schnaubt verächtlich)
(spannende Musik)
(Page keucht)
Neuer Junge. Zu groß.
Oh, verflixt.
Tja, geht wieder an die Arbeit.
(fröhliche Musik)
(Page) Guten Morgen, Madam, Sir.
Tut mir leid, wir sind voll.
Nimm am besten die Treppe.
(Hundekläffen)
(alte Dame) Was hast du angestellt, Poppy? Oh, komm her.
Das gehört sich nicht.
- (Sacha) Tut mir leid. - (Mann) Wo warst du, Mädchen?
- Du sollst vor der Dämmerung da sein! - Tut mir leid, Vater.
Komm schon. Willst du von dem Monster gefangen werden wie die anderen Kinder?
(Schiffsglocke läutet) (bedrohliche Musik)
(pfeifender Wind)
KEIN HERUMLUNGERN NAHE DES CHESSEL COURT
(Sachas Vater) Kannst du nicht ein Mal tun, was man dir sagt?
Und bring mir diese Flasche da! Na, mach schon!
(Geschirrklappern)
Was ist das für ein Dreck?
Ich fühle mich nicht wohl dabei, für dich zu stehlen.
Und deshalb setzt du mir diesen Mist vor?
Nein, Vater.
- Nach allem, was ich für dich tue? - Tut mir leid.
Es tut dir leid, ja? Dann kannst du's ja essen.
Wisch die Sauerei weg.
Wer ist da draußen?
Was zum Teufel ist hier los? Wessen Fahrrad ist das?
Vater, komm rein. Du holst dir eine Erkältung.
(Tür fällt zu)
Was tust du denn hier, Junge?
Tut mir leid. Alles in Ordnung?
Wieso bist du mir hierher gefolgt?
- Ich brauche deine Hilfe. - Wieso meine Hilfe?
Du weißt, was da oben vorgeht. Du weißt etwas über Otto Luger.
Was hast du mit so jemandem zu schaffen?
Zwei Männer arbeiten für ihn.
Einer ist klein und hat eine Narbe auf der Wange.
Der andere ist groß. Kennst du sie?
Sie haben meine Eltern und meinen Bruder entführt.
Hör zu, ich darf meine Anstellung nicht verlieren.
- Sie ist alles, was wir haben. - Du verstehst nicht.
Luger kaufte das Hotel wegen der Midas-Schatulle.
Sie ist im Prince Regent Hotel oder dessen Nähe.
Und irgendwas hat das mit meiner Familie zu tun.
Hast du dir diese Geschichte ausgedacht?
- Sie klingt total unsinnig. - Und wenn sie wahr ist?
Die Schatulle kann alles in Gold verwandeln.
- (Vater) Wo steckst du, Mädchen? - Du musst gehen.
Egal, wovon du da redest, ich kann dir nicht helfen.
Komm...
Komm nur nicht vom Weg ab.
(leises Windheulen)
(bedrohliche Musik)
(dumpfes Dröhnen)
(dumpfes Dröhnen und Poltern)
(Klirren von schweren Ketten)
(flüstert) "Treue ist dein Schutzschild, suchen andere auch das Weite.
Nichts Böses geschieht dir, hast du etwas aus Gold an deiner Seite."
(dumpfes Getöse)
(Fauchen)
Hör auf, mich so anzugrinsen, verstanden?
He, he, he, ganz vorsichtig!
Wenn die Fracht beschädigt wird...
- Endlich was, womit wir arbeiten können. - Das Allerbeste.
Speziell aus der Schweiz importiert.
Wir müssen schneller graben, damit wir von der Insel wegkommen.
(Mariah) Entschuldigung...
(mit slawischem Akzent) Entschuldige dich nie.
Das vergrößert nur deine Schuld.
Nun, Sie bekommen das beste Zimmer.
An einem klaren Tag sehen Sie von dort die Windmühlen Hollands.
Holland, ein Land voller Tulpen, Holzschuhe und Käse.
Alles Dinge, die mich ängstigen. Vor allem Käse tut das.
Der große Bizmillah.
Schön, dass Sie endlich gekommen sind.
Wir hatten Sie schon vor... oh, einer Woche erwartet.
Ich wurde aufgehalten, und zwar vom Kaiser von China.
Ihnen eilt ein besonderer Ruf voraus.
Hoffen wir, Sie sind so gut, wie man sagt.
Und was sagt man so?
Dass kein Zauberer es mit Ihnen aufnehmen kann.
- Das bedeutet natürlich nicht viel. - Es kommt auf die Bezahlung an, Sir.
Wenn Sie eine gute Show bieten, bezahle ich Sie fürstlich.
Das kann ich wohl tun.
Es wird eine große Herausforderung, mich zu erstaunen.
Ich bin besessen von den magischen Künsten.
- Sie sind meine Religion. - Dann lassen Sie uns zusammen beten.
Sie wissen ja, Besessenheit kann ins Verderben führen.
Ein Mann kann seine Seele einbüßen.
Oder sie erlangen. Es kommt auf den Blickwinkel an.
(bedrohliche Musik)
Mariah.
(spannende Musik)
Wo bist du gewesen? Gepäck, Gepäck, Gepäck.
Den trage ich selbst. Danke.
Hat jemand den neuen Pagen gesehen?
Mariah, schnell, hier lang.
- Sacha, ist alles in Ordnung? - Pst.
Ich dachte, es ist besser, sie sehen dich nicht.
Du glaubst mir?
Ich glaube, seit Mr. Luger das Hotel kaufte,
passiert Schreckliches und Seltsames.
Heißt das, du hilfst mir?
(Sacha) Das Wasser wird von unten hochgepumpt.
Viele Jahre wurde es das nicht, bis Mr. Luger die Bäder wieder eröffnete.
- (Mann hustet) - (Pflegerin) Geht es, Sir?
(Sacha) Er verdient eine Menge. Er nimmt den Leuten ein Vermögen ab.
- Was ist das? - Deine Midas-Schatulle?
Wie wird das Wasser hochgepumpt?
(Maschinendröhnen)
Mr. Luger ließ den Motor einbauen.
Er ist der beste und war sehr teuer.
Er pumpt das Wasser hoch und treibt den Fahrstuhl an.
Er ist gewaltig groß.
Eine Frage: Gibt es einen Weg nach unten?
Da durch, aber der Zugang ist verboten.
Und? Kommst du?
GEFAHR KEIN ZUTRITT FÜR UNBEFUGTE
(Türquietschen)
(dumpfes Dröhnen)
(Sacha) Was ist das?
Ich glaube, es ist ein altes römisches Bad.
(Sacha) Sieh mal da. Es ist eine Art Inschrift.
Da steht "auri". Das ist Latein und heißt "Gold".
- Du kannst Latein? - Ich kann viel mehr als Gepäck tragen.
- Was steht da sonst noch? - Hm...
"Dies ist der Ort
des Wassers der Götter.
Eine heilige Quelle
heilenden Goldes."
Alchimisten glaubten, dass Gold alle Krankheiten heilen könnte.
Vielleicht fließt der unterirdische Fluss über die Schatulle.
- Du sagtest, sie verwandelt alles... - In Gold, ich weiß.
Aber was, wenn sie gar nicht Dinge in Gold verwandelt,
sondern etwas weitaus Mächtigeres tut?
- Sie heilt Menschen. - Sie heilt Menschen.
(Türquietschen)
Schnell.
(leises Klimpern, Schritte)
(Schritte entfernen sich)
(Sacha, ängstlich) Sie hat uns eingesperrt.
- Wie kommen wir hier wieder raus? - Pst.
(gedämpftes Wasserrauschen)
Kannst du das hören?
(Sacha) Das ist das Meer.
(sie schreien)
Erkennst du ihn, Sacha?
Was ist noch da, was man erkennen könnte?
Sieht aus, als wäre er erstochen worden.
(spannende Musik)
(er schreit)
Idiot, ich hab mich schon genug erschreckt.
"Charles Pinroth, Eigentümer des Prince Regent Hotels".
Ich wusste es.
Es hieß, Pinroth habe sich in Afrika zur Ruhe gesetzt.
Aber er ging, ohne sich zu verabschieden.
Es hieß, er war zu traurig.
- Aber er wurde... - Ermordet.
Das ist furchtbar!
- Ich muss hier raus! - Sacha, nein!
(beide schreien)
(sie keuchen und husten)
- (Sacha) Das ist ja toll! - (Mariah) Ich habe Schuld?
- (Sacha) Ich war so blöd! - (Mariah) Du hast doch Panik gekriegt!
(Sacha) Du bereitest mir nur Unannehmlichkeiten!
Wir reden hier aber von Mord, Sacha.
Das weiß ich, und ich will nichts zu tun haben damit!
(er seufzt)
Was hat das zu bedeuten?
Ich... Ich... glaube...
Ich glaube, dass der Tank hält, mein Junge.
(er brummt genießerisch und schnüffelt)
Entschuldigen Sie.
Sie müssen die Herrin dieses Domizils sein.
Ich bin der große Bizmillah.
Ich weiß, wer Sie sind.
Wieso jemand wie Otto Luger Zeit verschwendet
für so eine infantile Trickserei, ist mir schleierhaft.
Sie glauben nicht an Zauberei, hm?
Ich bin zauberhaft genug. Mr. Luger ist von diesen Dingen besessen.
Wer kennt schon die düsteren Rätsel der Gelüste eines Mannes?
- (er brummt) - Wen interessieren die?
Oh, verzeihen Sie das Malheur.
Der Knabe und ich haben nur meine Flucht geprobt aus der Wasserkammer des Todes.
Also zurück zur Thaumaturgie und zu Wundertätigkeiten.
Auf dass die Show beginne!
Salz.
Ladys und Gentlemen, das Prince Regent Hotel
präsentiert Ihnen voller Freude den großen Bizmillah!
(Tusch)
Willkommen
zu diesem Abend voller Magie und Fingerfertigkeit.
Einige von Ihnen werden entsetzt sein,
einige fasziniert
und einige einfach nur völlig verblüfft.
Nun, wie Sie sehen, ist es schon schwer, sich der Ketten zu entledigen.
Und das Wasser... (er schnappt nach Luft) ...verhindert das Atmen.
Und aus dieser Kammer gibt es kein Entkommen.
Jetzt benötige ich einen fähigen Freiwilligen,
der die Zeit überwacht, die ich in der Kammer bin.
Sie, Sir, bitte.
Nehmen Sie diese Taschenuhr an sich.
Ich kann natürlich die Luft anhalten, aber das nicht länger als zwei Minuten.
Haben Sie das verstanden, Sir?
Wunderbar.
(spannende Musik)
30 Sekunden.
60.
90.
Großer Gott, er wird ertrinken! Steh nicht so rum, Junge, lass ihn raus!
(überraschte Rufe)
(Mann mit Uhr) Das war sehr knapp.
(mit slawischem Akzent) Knapp, in der Tat.
(überraschte Rufe, Applaus)
(Frau) Bravo! Bravo!
Bravo!
- (Luger) Eindrucksvolle Show, Sir. - Die Sie bezahlen dürfen.
Sie haben faszinierende Rätsel geschaffen.
Mein Verstand kommt nicht dahinter,
wie Sie den Schwertern des Schicksals entronnen sind,
und ich bin ein sehr kluger Mann.
(Luger lacht)
- Stimmt etwas nicht, Junge? - Sir, haben Sie Respekt.
Sie wissen, dass ein Zauberer zu Verschwiegenheit verpflichtet ist.
Ich krieg's schon noch raus aus Ihnen. Irgendwie.
- Einen Drink, wie wär's? - Oh, ich bin recht erschöpft.
Gute Nacht, Gentlemen.
Gute Nacht, Sir.
Ich wäre dir dankbar, wenn du mir morgen wieder helfen würdest.
- Natürlich. - Was ist, Mariah?
Ich sehe ein Suchen in deinen Augen. Hast du etwas verloren?
Jemanden, der dir teuer ist?
- In der Tat. - Dann schlage ich vor:
Versuch alles, um ihn zu finden.
- Können wir kurz reden? - Ich habe zu tun.
Bitte, ich habe sonst niemanden. Bitte.
Meine Mutter gab mir dies, bevor meine Eltern verschwanden.
Mein Bruder trug die andere Hälfte.
Und gestern sah ich zufällig, dass Luger es um den Hals trug.
Felix ist hier, ich weiß es.
Bitte, du musst mir einfach helfen.
Wie?
Einen schönen Tag.
(Sacha) Der Aufzug kam mit dem Dampfmotor.
Luger steigt oft ein und ist nirgendwo mehr zu finden.
Er verschwindet einfach.
- Warte hier. - Wo willst du denn hin?
Ich habe eine Theorie.
Hm.
(es klopft)
Hallo, Kleine.
- Willst du mein Muskelspiel bewundern? - Eigentlich nicht.
- Ich wollte mir Ihre Uniform ausleihen. - Meine Uniform?
Schau nicht so. Er ist ein Schwein.
Das ist es nicht. Ich habe noch nie jemanden niedergeschlagen.
(Fahrstuhltür läutet)
LIFTBOY NICHT IM DIENST
- Weißt du, was du da tust? - Nein, nur was ich gesehen habe.
(Maschinendröhnen)
Keine geheime Etage.
Es muss sie geben. Such nach einer Art von Schalter.
(Sacha) Ich kann nichts entdecken.
(Rattern)
(Tür zischt)
(Sacha) Ich würde sagen, wir haben Mr. Lugers Büro gefunden.
(Mariah) Das ist ägyptisch. Das habe ich schon mal gesehen.
Sieht nach massivem Gold aus.
Die Rüstung Karls des Großen.
Schau doch nur. Ich sehe unsere Fußabdrücke.
Durch diese Klinge starb wohl Charles Pinroth.
"Tötet den Körper, den Verstand...
und die Seele."
Das hier solltest du dir ansehen.
(Mariah) Irgendwo unter diesem Strom ist die Schatulle.
Luger gräbt auf dem Hotelgelände nach ihr.
Hör dir das an:
"Treue ist dein Schutzschild, suchen andere auch das Weite.
Aber nichts Böses geschieht dir, hast du etwas aus Gold an deiner Seite."
Das war das Letzte, was meine Mutter zu mir und Felix sagte.
"Jetzt, da ich mich tiefer mit der Schatulle beschäftige,
wird mir ihre wirkliche Macht bewusst."
(Luger) "Dies ist die wahre Geschichte von König Midas.
Aus den Zeiten der Sumerer stammt eine Legende
über einen Mann, der die Mächte der Götter auf seiner Seite hatte.
Er konnte die Kranken und Todgeweihten heilen.
Man wollte ihm seine Macht rauben, da wandte er sie gegen seine Feinde.
Er entdeckte, wie unendlich mächtig er tatsächlich war.
Niemand wagte mehr, ihn herauszufordern.
Und so wurde seine Gabe zu einem Fluch.
Berauscht von seiner Macht vernichtete er alle, die ihm im Weg standen,
und machte sich selbst zum König.
Sein Name war Midas.
Es ist mein fester Glaube, dass diese Schatulle nicht nur heilt,
sondern auch etwas weitaus Mächtigeres bewirken kann.
Sie löscht Leben aus."
Kein Wunder, dass jeder die Schatulle haben will.
Sie ist eine Waffe.
(Tür zischt)
Es kommt jemand. Was tun wir jetzt?
Uns verstecken. Da drüben.
In einem Sarg?
Tot, wenn wir's nicht tun. Leben, wenn wir's tun. Du hast die Wahl.
- Ein Durchgang! - Worauf wartest du?
SPIEL DEINE ZUKUNFT
(sie atmet unruhig)
Ihr werdet diesen Wechsel dazu verwenden,
neue Ausrüstung zu erwerben.
Jemand war hier drin.
Findet sie unverzüglich.
(Mann) Vorsicht, bitte!
- (Grendel) Wir kriegen die. - (Grimm) Na klar.
Hier sind sie lang.
(Koch schreit auf)
(Gelächter)
- Du verdammter Schwachkopf! - Tut mir wirklich leid.
Hände weg!
- (Koch) Und Gormenberg? - Oh, er ist hier.
Er zeigt sich, wenn Luger die Schatulle hat.
- Und dann? - Dann müssen wir sie uns schnappen.
Gormenberg glaubt, dass Luger sie bald findet.
Und die Mundis?
- Sie sind tot. - Dann müssen wir uns beeilen.
Positionier unsere Männer. Sie sollen auf mein Kommando warten.
Was schnüffelst du hier herum, Junge?
Du brauchst zu lange, um das Gepäck hochzubringen,
und bist manchmal wie vom Erdboden verschwunden.
- Wirklich, Miss? - Leer deine Taschen.
- Aber ich... - Na los.
Ich wusste es doch.
- Dafür wirst du büßen. - Ich habe keine Angst.
Solltest du aber.
Wo ist mein Bruder Felix?
Du bist Mariah Mundi.
Wir haben nach dir gesucht.
Und du bist einfach zu uns gekommen.
Und bringst uns, was wir brauchen.
Der Boss wird hocherfreut sein.
Und womöglich gesellst du dich jetzt zu deinen verblichenen Eltern.
Schade, sie waren reizend.
Mariah, wo warst du denn? Hatten wir nicht eine Verabredung?
Was wollen Sie? Wer sind Sie wirklich?
(ohne Akzent) Hast du deinen Partner vergessen?
- Will. - Ich wurde aufgehalten.
Der echte Bizmillah war ein wenig schwierig fest...
...zusetzen. Tolle Verkleidung, was?
- Wieso sagten Sie nichts? - Musste inkognito bleiben.
Wegen der Mission. Hilf mir, wir verstecken sie im Schrank.
- Aber wieso... - Hab auf dich aufgepasst.
- Was ist mit meinen Eltern? - Wir vermuten...
Die Brieftasche deines Vaters wurde an der Themse gefunden.
Und die Handtasche deiner Mutter.
Ihre Leichen aber nicht.
Nein, egal, was Sie sagen, es ist nicht wahr.
Lass dich nicht ablenken. Du musst tapfer sein.
- Luger hat die Schatulle fast. - Und mein Bruder?
Mit der Schatulle finden wir auch deinen Bruder.
- Ich weiß, was sie ist: eine Waffe. - Sehr gut.
Eine überaus tödliche Waffe.
- Sie wussten es? - Hab's vermutet.
- Und Sie sagten nichts? - Wegen der...
Mission, ich weiß. Ich dachte, wir sind Partner.
Wieso hast du mir dann nicht das gezeigt? Ich gab das hier deiner Mutter.
- Die andere Hälfte? - Hat Felix.
Hatte. Sie hängt um Lugers Hals.
- Was ist das? - Ein Schlüssel.
Ein Schalter, der die Waffe aktiviert.
Wenn er die Schatulle hat, benötigt er nur noch den Schlüssel.
Ich schnappe mir die andere Hälfte heute bei meiner Show.
Zur Sicherheit bewahren wir die Hälften getrennt auf.
Ich beschäftige Luger. Such Felix.
Ich habe schon überall gesucht. Dieses Hotel ist ein Labyrinth.
(Charity) Dann musst du die hier benutzen.
(Mariah) Dies sind keine gewöhnlichen Karten.
Sie tragen die Seele einer Wahrsagerin in sich.
Eine Zigeunerin bündelte kurz vor ihrem Tode
alle Kräfte, die sie aufbringen konnte,
und übertrug die Essenz davon auf die Karten.
Wir können ihnen nur eine Frage stellen.
Wenn wir es getan haben,
gibt es kein Zurück mehr.
Ich denke, das gibt es für uns schon lange nicht mehr.
Zeig mir, Panjandrum, wo ist mein Bruder?
1789. Dr. Joseph Guillotin heuert Tobias Schmidt an
und lässt ihn den Prototypen einer Maschine entwickeln,
die blitzschnell die überaus heimtückischen Köpfe von Verbrechern
von ihrem verfluchten Fleisch und ihren Knochen trennen konnte.
Jetzt brauche ich nur noch einen Freiwilligen,
der tapfer genug ist, mir bei meiner nächsten
und möglicherweise tödlichen Demonstration zu helfen.
Mr. Luger vielleicht.
Erweisen Sie mir die Ehre?
Ich bin bloß Zuschauer. Für die Show bezahle ich Sie.
(Gelächter)
Scheinbar haben Sie Angst vor der Guillotine.
Ich habe vor nichts Angst, Sir.
- (Sacha) Es geschieht nichts. - Das ist albern.
Vielleicht musst du zeigen, dass dir die Frage wichtig ist.
Die Karten funktionieren über Gefühle.
Sie müssen fühlen, dass die Frage für dich wirklich bedeutsam ist.
Wie ist dein Bruder verschwunden?
Ich habe Schuld.
Ich sollte ihn doch beschützen.
(schluchzt)
Ich habe ihn alleingelassen.
Ich habe meinen Eltern versprochen,
dass ich auf ihn aufpasse.
Das ist unglaublich.
Bewegte Bilder.
Sieh nur, das Monster!
Da ist Felix.
- Mariah! - Wo ist er?
- Mariah! - Sagt mir, wo mein Bruder ist!
- (Frau lacht) - Nein! Kommt zurück!
- (Frau) "Mariah!" - Bitte, kommt zurück!
(Gelächter)
- Sag mir, Panjandrum, wo ist mein Bruder? - (Gelächter)
(spannende Musik)
(Mariah) Sag mir, wo er ist!
Nein, Mariah!
Sie Blender!
(Zuschauer erschrecken sich)
Nicht! Nein, bitte! Ihr erstickt ihn ja! Stopp!
- Hallo, Otto. - Sieh an, wer das ist. Will Charity.
(Frau) Grundgütiger!
Lasst ihn in Ruhe! Stopp! Lasst ihn atmen!
(Sacha) Nein!
Was hast du getan?
Die Karten haben ein Gefühl gebraucht.
Ich...
Ich habe mich nie dafür bedankt,
dass du mir bei meiner Suche hilfst.
- Sieh nach, ob er tot ist. - (Grimm) Ja, Sir.
Warte.
- Habe ich was Falsches gesagt? - Nein.
Sacha, es tut mir leid.
Es ist nicht so...
Ich weiß, ich habe dich belastet mit meinen Problemen.
Du hast eigene Sorgen.
- Ich brauche kein Mitleid. - Sacha, bitte.
- Lass mich dir mit deinem Vater helfen. - Du denkst, du weißt alles.
Aber das tust du nicht. Er trinkt aus Schmerz über Mutters Tod.
Wenn er mich ansieht, erinnert ihn das an seinen Verlust.
Es tut mir leid.
Wir müssen deinen Bruder finden.
(Schiffsglocke)
(dumpfes Getöse)
(Schluchzen)
(Kettenklirren, Schluchzen)
(Sacha) Dieser Ort macht mir Angst.
(entferntes Donnern und Rattern)
Hallo? Ist hier jemand? (Kettenklirren)
(Sacha) Hier ist niemand, lass uns zurückgehen.
(Kettenklirren, Keuchen)
Felix?
Felix?
- Felix! - Pst, sie hören uns.
(Mariah) Du bist es. Du bist es wirklich.
- Du bist es wirklich. - Du bist gekommen.
- Was ist passiert, Felix? - Wir sind Sklaven.
Sie graben nach irgendwas.
Wir müssen in Löcher kriechen und eine Schatulle suchen.
Keine Sorge. Wir befreien euch. Euch alle!
(Mariah keucht)
- Ich wusste, du findest mich. - Ich habe überall nach dir gesucht.
- (Mariah keucht) - (Sacha) Komm schon.
Komm schon!
- Sie sind zu stabil. - (Mariah) Na los!
- (Sacha) Es geht nicht! - (Mariah) Mist!
Und Mama und Papa?
Oh nein, es ist zu spät.
(Rattern)
- (ein Mädchen schreit) - Nein, hilf mir!
- Hilf mir! - Nein!
- Bitte, Mariah. - Ich werde dich finden.
- (Felix schreit) - Nein, nein!
- Hilf mir! Bitte! - (Mariah) Felix!
- (Felix schreit) Mariah! - (Mariah) Nein!
- Nein! - (Felix) Mariah!
Mariah!
(Mariah schluchzt)
(dumpfes Dröhnen, Rattern)
- (Fauchen) - Weg hier.
(Rattern und Dröhnen)
(Sacha) Das ist kein Monster. Das ist eine Maschine zum Bohren.
Ich werde Felix nicht alleinlassen.
Er ist unter der Erde und der Zugang ist im Hotel.
Lauf ins Dorf, hol die Polizei und wen du sonst noch findest.
- Viel Glück. - Dir auch.
(spannende Musik)
Vater, es geht ums Prince Regent! Sie haben...
- Was hast du angestellt? - Sie ist eine Diebin, nicht wahr, Kleine?
Komm schon, jetzt kriegst du 'ne Menge Ärger.
(spannende Musik)
(stöhnt vor Anstrengung)
(stöhnt vor Anstrengung)
"Wasser der Götter..."
Das ist das Symbol für Wasser.
(steinernes Rattern)
(Luger) Und jetzt fangt alle wieder an zu graben!
Wenn ihr die Schatulle findet, kommt ihr vielleicht wieder frei.
(Kinder schluchzen und husten)
(Junge keucht)
(Junge, entfernt) Nein!
(Felix keucht)
(Vorarbeiter) Du Wurm!
(Grendel) Los!
Wenn du dich nicht wehren würdest, wäre alles einfacher.
(Luger lacht) Na endlich.
Ihre Schuhe passen zu den Fußspuren in Ihrem Büro, Sir.
Und die Kleine hatte das hier bei sich.
(Sacha keucht)
(Junge, entfernt) Nein!
Wo ist Mariah Mundi?
Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
So viel zur Loyalität, du kleiner Nichtsnutz.
(Page schreit)
- (Felix erschrickt) - Pst, pst.
Hey.
Komm, schnell.
Mariah, dein Amulett. (magischer Klang)
Komm schon.
- Es leuchtet heller. - Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass wir an der falschen Stelle gegraben haben.
Ich nehme an,
wenn beide Hälften zur selben Zeit in der Nähe der Schatulle sind...
(magischer Klang) ...dann glühen sie.
Was für eine überraschende Wiedervereinigung.
Oder sagen wir: Welch erfreuliche Begegnung!
Endlich kenne ich die Identität des unerschrockenen, aber überaus lästigen
Mariah Mundi.
Gratuliere, du warst die ganze Zeit direkt vor meiner Nase.
(magischer Klang)
(Zischen)
Also, lasst uns die Schatulle finden. (Pulsieren)
(Pulsieren wird schneller)
(spannende Musik)
Gentlemen, wir haben was zu erledigen.
Endlich. Nach all den Jahren, die ich gewartet habe.
(Luger) Holt die Schatulle.
- Ihr beide. - Na los.
Keine Sorge, wir kümmern uns um deine kleine Freundin.
(geheimnisvolle Musik)
(magischer Klang)
(hochfrequentes Pulsieren, Zischen)
(Rattern)
(dramatische Musik)
Sie ist so winzig.
Wir dürfen sie ihm nicht geben.
Was sollen wir denn machen?
Sie haben Sacha.
(Luger) Beeilt euch, ich habe nicht ewig Zeit!
(Zischen, dumpfes Pochen)
(Wasserbrausen)
- (Mariah) Raus hier! - (Felix keucht)
Mr. Cleavy, wenn Sie so freundlich wären? Das Amulett.
- Felix! - Mariah!
Felix!
Gib mir die Schatulle und ich werde dir helfen.
Mariah! Mariah!
Es bleibt nicht viel Zeit.
(Felix) Mariah!
(Mariah) Geben Sie mir das Amulett, um die Tür zu öffnen.
Danke, alter Knabe, ich weiß es zu schätzen.
- Nichts für ungut. - Nein, warten Sie!
- Mariah! - Sacha!
Ich brauche das Amulett!
Töte sie. Töte sie alle.
- (Felix) Hilf mir! - Felix!
- Hilf mir! - Halte durch!
(stöhnt vor Anstrengung)
Kommen Sie zurück!
(Charity) Hallo, Otto.
- Sie schon wieder. - Sie haben mich doch schmerzlich vermisst.
Wieso sterben Sie denn nicht?
(Mann) Halt! Waffen runter!
Wir sind vom Amt für Altertümer.
- Also die Schatulle, bitte. - Sie haben Freunde mitgebracht.
- Black. - Charity.
Her damit, Luger.
- Ein Mädchen erschießen ist armselig. - Es als Schild benutzen noch mehr.
Um ehrlich zu sein, ich bin das Ganze leid.
- (Sacha schreit) - (Charity stöhnt)
(Black) Geben Sie auf, Luger! Sie sind umstellt!
Die Kammer füllt sich! Hol mich hier raus!
- Ich komme wieder! - Nein, verlass mich nicht!
(Sacha) Mariah!
- Ich brauche das Amulett. - Er wird dich umbringen.
"Nichts Böses geschieht dir, hast du etwas aus Gold an deiner Seite."
Ich weiß, wie ich ihn aufhalte. Was gegen die Waffe hilft.
Die Schatulle verwandelt nichts in Gold.
Gold ist der einzige Schutzschild gegen sie.
Hilf den Kindern, Sacha.
(Klicken)
Sie können nirgendwohin flüchten, Luger.
- Oh, wirklich? - Es ist vorbei!
(magischer Klang)
(Zischen, Schleifen)
(Schleifen und Klicken)
(Pulsieren)
(Black) Letzte Chance, Luger!
(Pulsieren wird höher und schneller)
(Pulsieren wird langsamer)
(treibende Musik)
Sir, Sir! Ich muss Sacha finden!
Kommt schon!
- Was denkst du, wohin du gehst? - Aus dem Weg, Miss.
Kein Grund, sich aufzuregen.
Lassen Sie sie gehen! Lassen Sie sie gehen.
Vater?
Es tut mir leid, Sacha.
Es tut mir wirklich so leid.
Zeit zum Sterben. (Zischen, Piepsen)
Nein!
(panische Schreie)
Komm schon, bitte!
(Schiffsglocke)
(dumpfes Dröhnen, ferne Schreie)
(triumphale Musik)
"Nichts Böses geschieht, wenn ich Gold habe." (schnelles Pulsieren)
"Nichts Böses geschieht, wenn ich Gold habe!"
(Pulsieren wird langsamer)
(panische Schreie)
Wie geht's, mein Junge?
Es hat Spaß gemacht. Aber der Spaß hat ein Ende.
Schade, dass du deine Eltern nicht wiedersiehst.
- Sie sind am Leben? - Aber natürlich.
Lassen Sie ihn los!
Will!
Habe ich Sie nicht schon einmal getötet?
Sie haben eine ausgezeichnete Treffsicherheit.
Will!
(Wellenrauschen)
(Luger) Ha!
Tut mir wirklich leid, dass es so enden muss, alter Knabe.
In einem anderen Leben hätten wir Freunde sein können.
(langsamer werdendes Pulsieren)
- Alles in Ordnung, mein Freund? - Alles bestens, Sir.
Warte nicht auf mich. Geh!
Felix!
(Pulsieren, Zischen)
(Rattern)
Felix!
Felix! Felix! Felix!
Felix, Felix! Felix, komm schon, atme, atme!
Komm schon, Felix! Felix, komm schon, atme!
Felix! Komm schon, Felix, atme!
Felix, Felix!
Felix, komm schon, atme! Du bist alles, was ich noch habe!
(Felix keucht)
- Du bist am Leben! - Wieso kommst du erst jetzt?
Wo soll ich anfangen?
Ich wusste, du kommst.
Dazu sind große Brüder doch da, oder?
- Sie kommen hinter Gitter, Mr. Grimm. - Was soll der Blödsinn?
Aha... (stöhnt)
Es gibt nichts Wertvolleres als das menschliche Leben.
Das habt ihr mit euren Taten in einem Maße geschützt,
das ihr nicht kennen könnt.
Ihr habt eure Eltern sehr stolz gemacht.
Dafür und für eure Dienste für Ihre Majestät,
hier, bitte,
ist das Amt für Altertümer euch sehr dankbar.
Sind wir jetzt echte Agenten?
Wenn ihr weiterhin fleißig lernt, kommt das Amt vielleicht auf euch zurück.
Danke, Sir.
Verzeih, dass ich dich hineingezogen habe in all das.
Tut mir leid wegen deines Vaters.
Die Zeit heilt alle Wunden.
Wo gehst du jetzt hin? Zurück auf die Insel?
Vermutlich. Wohin denn sonst?
Hättest du womöglich...
Lust dazu, bei uns zu bleiben?
Das heißt, bei dir?
Nur 'ne Minute.
- Ich wollte mich nur verabschieden. - Wo wollen Sie hin?
Es ist Gormenberg, der hinter all dem steckt.
Ich nehme an, er weiß, wo deine Eltern sind.
Kann ich mit?
Nicht heute.
Aber ich komme wieder.
Captain!
Danke.
(Charity) Das hast du gut gemacht, Mariah. Ziemlich gut.
(es klopft)
- Eine Lieferung, Sir. - (Mann) Ah.
Eine Unterschrift.
Danke, Mr. Gormenberg.
(dramatische Musik)
(Mumie keucht)
Ganz ruhig, Liebling, kein Grund zur Sorge.
Hättest du den Jungs nur nicht das Amulett gegeben.
(sie schluchzt)
Du regst dich nur wieder auf. Es ist das Beste, wenn du da drin bleibst.
- Sieh mich nicht so an. - (sie schluchzt)
Dann bin ich eben ein böser Mann.
Aber ich habe so viele Pläne.
So viele Dinge zu erledigen.
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