All language subtitles for Mrs.Mills.von.nebenan.2018.GERMAN.1080p.BluRay.x264-UNiVERSUM

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew Download
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal) Download
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Monsieur Ming Pei. Paulikevitch hat dieses Werk

sieben Jahre vor Calders "Zirkus" erschaffen.

Ich sage Ihnen, das wird die Kunstgeschichte auf den Kopf stellen!

Diese Skulptur besteht aus drei voneinander unabhängig beweglichen Teilen,

die perfekt zueinander passen.

Zwei davon gehören mir, und so sehen sie aus.

Und das dritte Teil werde ich in Kürze erhalten.

Monsieur Rosenberg, wenn ich das richtig verstanden habe,

zeigen Sie mir hier zwei Teile

einer Skulptur eines unbekannten russischen Künstlers.

Und das dritte Teile haben Sie nicht.

Und diese drei Teile sollen zusammen

die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts revolutionieren?

Ganz genau, das werden sie.

Wir können beweisen, dass Paulikevitch der Erfinder

der dreidimensionalen Kunst ist, und nicht Calder!

Und das, das ist eine Menge Geld wert.

Und Sie kommen an dieses dritte Teil?

Im Ernst?

Vertrauen Sie mir.

- Und? - Es ist vermietet!

Schade, mir hat es alleine da oben wirklich gut gefallen.

Keine Sorge, diesmal haben's die Eigentümer richtig gemacht.

Die neue Mieterin soll sehr ruhig sein.

Eine einsame alte Dame. Keine Kinder, keine Hunde, keine Probleme.

- Bonsoir! - Monsieur Cottin, ein Paket für Sie!

- Hast du sie schon gesehen? - Ja. Du wirst sie ganz bestimmt mögen!

Ich glaube, sie ist Ausländerin. Warte mal kurz!

- Wie spricht man das aus? - Missus.

- Noch mal. - Missus.

- Miss Mill, also. - Millssss. Mit einem "Sssss"!

- Das sind aber viele "Sss". - Niemand ist perfekt.

Nenn sie einfach "Madame". Da muss ich ran! Wir seh'n uns!

Hallo Edouard, was gibt's?

- Die Kanadier machen das Marketing! - Was?

Die mischen sich ins Marketing ein?

Vorhin kam ein Anruf von Stephen Boyd.

- Seine Abteilung will alles regeln. - Unmöglich.

Das können die nicht einfach so, ohne meine Zustimmung, machen!

Bonsoir. Mein Name ist Mrs Mills.

- Ich bin Ihre neue Nachbarin. - Freut mich! Nein!

Du antwortest nicht. Wir sprechen uns morgen im Büro.

- Entschuldigen Sie... - Es freut mich außerordentlich,

Sie kennen zu lernen! Madame Hélène, richtig?

Hélène reicht vollkommen, die "Madame" ist redundant.

Redun - was?

Ach, mein Französisch ist tsch-tsch-tsch-tsch!

Ich muss mich jetzt aber wieder auf die Strümpfe machen.

- Das sagt man doch so, oder? - Das passt schon.

Ihr Französisch ist perfekt. Entschuldigen Sie mich.

Ich muss heute noch sehr viel arbeiten.

Nennen Sie mich Scarlett.

Scarlett?

- Scarlett Mills. - Ja.

Hélène. Hélène Mercier. Herzlich willkommen!

Bonsoir.

Bonsoir.

...was haben ein Rasenmäher und Bremsbeläge gemeinsam?

Sie könnten beide von dem vorprogrammierten Mangel

an Benzin betroffen sein.

Wir hatten gestern eher angenehmes Wetter, wird es so weitergehen?

Es ist jedenfalls bewölkt...

Die Performance von Emmanuel Macron, ich sage Performance,

weil es sich laut Arnauld Benedetti um die Leistung eines Schauspielers handelt.

Bei unserem Präsidenten, der etwas von Ludwig dem Vierzehnten hat...

- Bonjour, Mathilde! - Bonjour, Hélène.

- Danke. - Les éditions Savannah, bleiben Sie dran!

Mist!

Salut, Hélène. Mein Traum war dantesk!

Ich saß in einem Kinderstuhl, so eine Art, Hochstuhl.

Aus heiterem Himmel erscheint Barbara Cartland mit einem Löffel.

Sie kommt auf mich zu. Ich will meinen Mund zulassen,

aber ich schaff's nicht, und zack! Füttert sie mich mit Erdbeerjoghurt.

Es war schlimm. Ich konnte nicht schlafen!

Erdbeerjoghurt, das ist ja furchtbar! Aber sonst geht's dir gut?

Na ja, ich habe Atemschmerzen.

Ich habe einen Knoten in meiner Brust, deswegen kann ich nicht richtig atmen.

- Und wie läuft's mit dem Therapeuten? - Hör mir auf!

Sorry, aber ich dachte, Sie hätten 9 Uhr gesagt.

Das war mein Fehler. Bei uns ist es so: 9 heißt 8 Uhr 30.

Wir hätten gerne etwas Kaffee!

Wer ist denn diese Hilary Simpson, die mir gestern Nacht gemailt hat?

Sie ist unsere neue Marketing-Managerin.

Anscheinend ist sie die Chefin vom Marketing in Toronto.

- Ok, na und? - Sie bestimmt von jetzt an,

wie wir hier im Marketing weitermachen und kommunizieren.

- Das ist immer noch meine Firma. - Du willst es einfach nicht wahrhaben!

Du hast die Mehrheit deiner Anteile verkauft,

um deine Schulden zu bezahlen.

Und hast einen Vertrag mit Stephen Boyd,

der noch deine restlichen Anteile kauft.

Deine vehemente Verleugnung der Tatsachen ist unglaublich.

Wie auch immer, Toronto ist weit weg, oder?

Wie heißt denn unser Neuer?

Toronto ist näher, als du im Moment denkst.

Charles. Charles Pinson. Und ich liebe Ihren Verlag.

Beim nächsten Mal hätte ich gerne Milch im Kaffee.

- Wo hast du den denn her? - Er hat seinen Doktor in Philosophie.

Er gewann Preise am Pariser Konservatorium.

Und er hat eine autistische Störung, die sich aber nicht in sozialen Medien zeigt.

Deswegen stellten wir ihn ein.

Dank ihm werden wir endlich im 21. Jahrhundert ankommen.

Er ist der Sohn meiner Putzfrau.

Noch eine? Versuch es doch wenigstens!

Habe ich doch. Brachte nichts.

Ich nehme dir einfach alle Feuerzeuge weg.

Ein entzückender Spagat!

Bei euch Parisern gehört der Cancan einfach dazu!

In jedem Klischee steckt etwas Wahrheit!

Könnten Sie mir vielleicht aufschließen?

Ja, selbstverständlich. Lassen Sie mich Ihnen helfen, mein Kind.

Warten Sie, Mrs Mills. Die sind viel zu schwer.

Bitte, machen Sie sich keine Umstände.

- Soll ich sie in Ihr Büro tragen? - Mrs Mills, das ist wirklich nicht nötig.

Was für eine herrliche Aussicht auf La Défense!

So romantisch! Haben Sie die etwa alle gelesen?

Ja, ich habe sie gelesen und veröffentlicht.

Sie arbeiten in einem Verlag?

Ja, so was in der Art. Ich bin Verlegerin.

Verlegerin! Oh, wie entzückend!

Sie sind sicher sehr erfolgreich!

Es hält sich in Grenzen. Es ist nur ein kleiner Verlag.

Mrs Mills, Sie haben wirklich genug getan.

Nennen Sie mich Scarlett. Wie heißt denn Ihr Verlag?

- Les éditions Savannah. - Was?!

Oh mein Gott.

Oh mein Gott!

Was für ein Zufall!

Ich kenne sie alle auswendig! Ich bin Ihre treueste und eifrigste Leserin!

Ich bin überwältigt!

Es ist unglaub...

Fleurine und Marcelin. In "Der Opal der Hindin".

Das ist Liebe! Wahre, echte Liebe!

"Wohin wird uns diese Leidenschaft noch führen?

Ja. Ich bin mir sicher.

"So wie ich meiner Herzschläge sicher bin.

Er nimmt ihre Hand und legt sie an sein Herz.

Was für eine große Geste!

"Ich folge dir durch die Hölle, Alistair, wenn unsere Liebe danach verlangt."

Wie ich sehen kann, sind Sie ein großer Fan.

Aristoteles und Mathilda in "Knappes Entkommen".

Es ist erschütternd.

"Sie sind die Mutter. Die Pflegemutter meiner besten Freunde.

Meiner geliebten Helden."

Oh, mir wird ganz flau! Haben Sie was zu trinken?

- Eine kleine Tasse Tee? - Ich bin nicht krank.

Mir ist nur flau. Das ist was anderes.

- Haben Sie nicht was Stärkeres? - Ich habe Wodka.

Was Stärkeres habe ich nicht.

Wen haben wir denn da?

Ganz ruhig, Kleiner!

Dass ich gegenüber von Ihnen eingezogen bin,

ist das Ergebnis einer Reihe von Zufällen.

Wir zwei müssen jetzt gemeinsam herausfinden,

- was das zu bedeuten hat. - Sie wären eine gute Autorin, Scarlett.

Scarlett Rose Josephine Hippolyta Mills.

Ist das Ihre Großmutter?

Die Ähnlichkeit ist einfach verblüffend!

Welches Wesen hatte die Hélène von damals?

Sie war ein kleines Mädchen, das seine Oma liebte.

Was ist mit Ihnen, Scarlett?

Ich wollte zurück nach Paris. Mein Vater hat hier während des Kriegs gelebt.

Aber erzählen Sie mehr von Ihrer entzückenden Großmutter!

Ich bin bei ihr aufgewachsen. Meine Eltern starben, als ich zwölf war.

Als sie dann starb, habe ich das Familienunternehmen geerbt.

Seit ein paar Jahren laufen Liebesromane nicht mehr gut.

Und ich konnte oder ich wollte nicht, wie Edouard immer sagt,

die nötigen Maßnahmen ergreifen. Deswegen musste ich

meine Anteile an die Kanadier verkaufen. An die Stephen-Boyd-Company,

die mir mit ihrem hirnverbrannten Marketing-Geschwätz auf die Nerven geht.

Was ist hirnverbrannt?

Das finden Sie nicht in "Die Signatur des Schicksals"

oder in "Frisch vermählt". Deswegen verkaufen die sich auch nicht mehr.

Heutzutage ist die Liebe wie eine Grippe.

Man fängt sie sich ein. Und landet im Bett. Voilà!

Savannah ist für die moderne Welt wie eine Tasse Kamillentee.

Es ist altmodisch, unmodern, obsolet, erbärmlich und armselig.

Einfach grottenschlecht.

Ihr Gatte vergaß wohl seine Schlüssel! Ich bin schon weg!

Nein, das ist Sabine. Sie bringt mir die neuen Bücher vorbei.

Dürfte ich bitte Ihre Toilette aufsuchen?

Klar, einfach den Gang runter und dann links.

- Bonsoir! - Hallo, Hélène!

Schon unsere neue Nachbarin kennengelernt?

- Ja, gerade eben. - Sie ist sehr charmant, oder?

- Sie ist wirklich nett. - Habe ich doch gesagt.

Ich habe eine gute Menschenkenntnis.

- Stimmt. - Dann lass ich dich mal wieder alleine.

Danke noch mal, Sabine, bis dann.

Und Ihr Ehemann? Kommt der noch?

Welcher? Kein Ehemann, kein Verlobter. Ich habe noch nicht mal einen Hamster.

Und auch keine Kinder. Ich bin allein.

Entschuldigen Sie, Scarlett, ich steh zurzeit etwas neben mir.

Ich muss dieses Manuskript noch lesen und überarbeiten.

- Kann ich mir meine Hände waschen? - Sagen Sie, Scarlett.

Kann ich Ihnen das Manuskript zum Lesen geben? Ihre Meinung interessiert mich.

Sie kennen sich doch bestens aus!

Oh mein Gott! Sie meinen mich?

Lektorin für Savannah!

Das hätte ich mir nie zu träumen gewagt.

- Aber reich werden Sie dadurch nicht. - Ich beginne sofort mit der Lektüre!

- Danke. Danke, Scarlett. - Gute Nacht!

Wirkungsfeld, Geschichte, Firmensitz

Also dann. Molly Bertignac.

"Tropische Nächte". In Maracaibo habe ich an unsere Pariser Zeit denken müssen,

als ich mit einem köstlichen Croissant in der Hand

den Halbmond aufsteigen sah.

In Maracaibo habe ich an unsere Pariser Zeit denken müssen,

als ich mit einem köstlichen Croissant in der Hand

den Halbmond aufsteigen sah...

Antonia schreitet die Stufen hinab und erscheint hinter dem Vorhang.

Er sitzt hinter ihr und ist ganz in sein Spiel vertieft.

Sie raucht im Dämmerlicht.

Er schaut ihre schemenhafte Gestalt an, verwischt von all dem Rauch.

Sie zieht fort. Aber ihre von goldenem Puder benetzten Augen

geben ihre Spur auch in der Dunkelheit preis.

Ihre dunklen Jade-Augen fangen den Blick des Mannes ein.

Er wird von einer Woge der Leidenschaft erfasst...

Ich habe alles. Kommst du?

Ja, sofort! Ruf alle dazu.

- Zusammen sind wir stark. - Okay. Mathilde! Charles!

Das hier ist der neue Vorschlag von Stephen Boyd.

- Verkaufen wir etwa Unterwäsche? - Oh Gott, nein!

Wir verkaufen verdammte Liebesromane! Nein, das funktioniert nicht. Weg damit!

Wir brauchen einen Gegenvorschlag.

Und zwar schnell. Also los! Wir haben nicht nicht viel Zeit.

Aber wir machen definitiv was Besseres als diesen Schrott!

Also - irgendwelche Ideen?

Nur eine Idee! Eine!

- Ich finde, dass... - Ja?

Es geht nicht um die Leser oder den Stellenwert

von Liebesromanen in der heutigen Gesellschaft,

sondern wir müssen darüber nachdenken, wie die Menschen

ihren Alltag sehen und wie wir ihn in den Büchern repräsentieren können.

Scheiße!

- Wir brauchen einen Neuen für den Kaffee. - Kann ich sonst noch was beitragen?

Nein, danke, Charles. Das war genug.

Okay, das war's. Machen wir Feierabend.

Wolltest du nicht noch die Zahlen vom Februar sehen?

Sie sind ernüchternd. Stephen Boyd macht unheimlich Druck!

Nein, nein. Das machen wir morgen. Bitte gehe jetzt.

Ich muss noch etwas erledigen. Danke. Bis morgen.

Es ist auch mal schön, in den Armen eines Mannes aufzuwachen.

Besser als auf der Bürocouch.

Wie spät ist es?

Es ist Viertel vor acht.

- Warum bist du schon so früh hier? - Ich habe heute viel zu tun.

Und heute Abend bin ich verabredet.

Kannst du mir bitte dein Handy leihen?

- Wie ist deine PIN? - 6, 9, 6, 9.

Stilvoll.

Rufst du etwa Stephen Boyd an?

- In Toronto ist es noch Nacht! - Er gab dir seine Nummer,

also ruf ich ihn an.

Aber er gab mir seine Nummer bestimmt nicht, damit du ihn mitten...

- Hi, Stephen! Hier ist Hélène aus Paris. - Verdammt!

Wie geht's Ihnen? Oh, zwei Uhr morgens?

Sie haben schon geschlafen? Verflixt, daran habe ich nicht gedacht.

Ich bin leider total schlecht mit Zeitzonen.

Tut mir leid, Stephen! Aber der frühe Vogel fängt den Wurm!

Hören Sie, ich habe ein Problem.

Ja. Nein. Hören Sie.

Ich weiß nicht, was Ihr Vorschlag soll. In Frankreich zieht das nicht.

Ich habe schon verstanden, wir müssen was Neues ausprobieren. Aber nicht so was!

Das geht an der Zielgruppe vorbei! Ganz ehrlich, das ist Mist!

Sicher, Edouard denkt genauso.

Jeder hier denkt, dass es beschissen ist.

Beschissen, verstehen Sie das nicht? Was heißt "beschissen" auf Englisch?

Nein! Wie bitte?! Ich bin ruhig!

Ich bin absolut ruhig! Ich versuche nur, Ihnen klarzumachen,

dass es was Kulturelles ist. Kulturell! Verstehen Sie das?

Ach, ich bin arrogant? Natürlich bin das, ich bin ja Französin!

Wie auch immer, so geht das nicht weiter.

In Zukunft möchte ich, dass Sie sich bei solchen Sachen

meine Zustimmung einholen. Da wäre noch etwas.

Wir hier haben schon längst eine bessere Kampagne entworfen.

- Sie ist viel besser! - Hör sofort auf damit!

Nein, ich schicke sie Ihnen.

Ja! Bis nächste Woche!

Nein! Ich bin sicher, es wird Ihnen gefallen!

Okay, das war's auch schon.

Sie hören sich müde an. Am besten schlafen Sie ein bisschen!

Gute Nacht.

Ganz toll! Vielen Dank! Jetzt werden wir beide gefeuert.

Und die Kampagne? Was ist mit ihr?

Wo ist sie denn?

Hat sie sich vielleicht hier versteckt? Hier ist sie nicht!

Du denkst hoffentlich an das Essen heute Abend mit Jacqueline Duneveu.

Oh nein! Nicht Jacqueline Duneveu! Bitte, Edouard!

Sag das ab, bitte! Bitte, Edouard!

Das ist das dritte Mal jetzt!

Welche Kampagne?!

HANDWERKSBÄCKER

Hallöchen, ich habe Croissants gekauft. Sonntags gibt's Croissants, richtig?

Also, an wen erinnere ich Sie?

Ehrlich gesagt, an niemand bestimmten.

Schauen Sie mal genau!

Trintiy!

"Tropische Nächte". Molly Bertignac.

Aus der "Vollmond-Kollektion"!

- Ich mach uns schnell Tee! - "Kutschen-Kollektion." Kutsche!

Bei diesen Croissants muss ich einfach sofort an Molly und Gustave denken.

"In Maracaibo habe ich an unsere Pariser Zeit denken müssen,

als ich mit einem köstlichen Croissant in der Hand

den wunderschönen Halbmond vor mir aufsteigen sah."

Weit weit sind Sie schon mit dem Manuskript,

das ich Ihnen neulich gab?

Kommen Sie, wir müssen Ihre Hand unters Wasser halten!

Ich schau schnell nach, ob ich eine Salbe für Sie habe.

- Nein! Ich komm mit Ihnen! - Nein! Sie lassen Ihre Hand unterm Wasser,

- damit die Verbrennung sich beruhigt. - Nein! Ich will hier nicht allein bleiben!

Beruhigen Sie sich, Scarlett. Ich bin hier!

Nein, mein Kind, ich gehe mit Ihnen!

- Mir wird schon wieder flau. - Nein, nein, nein, wir sind gleich da!

Setzen Sie sich! Ich habe die Salbe gleich.

Sie war doch hier irgendwo...

Wo kann sie bloß sein?

Oder hatte ich sie schon aufgebraucht?

- Wissen Sie, was das ist? - Ja. Biafine.

Kommen Sie. Tragen Sie das auf. - Nein, danke. Nein, danke!

- Was ist denn? Bleiben Sie hier! - Ich vergaß einen wichtigen Anruf,

den ich sofort tätigen muss.

Mr Ming Pei?

Ja, hier ist Rosenberg. Ja. Ich hab's!

Ich weiß, wo's ist...

- Scarlett! - Es ist umwerfend!

Ich, ich...

Ja, ich komm schon!

Scarlett! Alles gut?

Ich muss jetzt, leider, jetzt...

Ja, ich komme!

Scarlett!

- Ja, bitte? - Ich muss mir Ihre Hand anschauen.

- Ich will nicht, dass sie sich entzündet. - Aber das ist wirklich nicht nötig.

- Sehr aufmerksam. - Schauen Sie, wie rot

und geschwollen sie schon ist. Sie haben sehr große Hände.

- Sagen Sie, Hélène... - Ja?

Das Objekt in Ihrem Badezimmer...

- Das Ding. - Was meinen Sie?

Dieses Ding, also das so komisch aussieht...

- Das Stabile? - Ja. Das Stab...

Ach, so heißt das?

- Es ist wunderschön. - Finden Sie?

Doch, schon. Sie nicht?

Nein. Nicht besonders.

Sie sind aber nicht die Einzige, der das gefällt.

Ein Mann drängt mich schon seit Monaten dazu, es ihm zu verkaufen.

Ich habe keine Ahnung, warum, weil das Ding wertlos ist.

Ich hab's schätzen lassen, man weiß ja nie.

Es stammt anscheinend von einem russischen Künstler.

Leider ist er unbekannt.

Aber ich behalte es, weil es meiner Großmutter gehört hat, verstehen Sie?

Ich würde es niemals verkaufen.

- Schade. - Warum?

Nur so. Wollen Sie eine Tasse Kaffee?

- Alles ok, Scarlett? - Mir geht es gut.

Ich überleb's. Also wollen Sie jetzt Kaffee?

Ja, sehr gerne.

Wissen Sie, Hélène, man muss sich von den Dingen lösen.

Sagte schon Buddha.

Kommen Sie doch bitte morgen Früh in meinem Büro vorbei.

Aber Hélène erwartet mich!

Sie haben keinen Termin. Würden Sie also bitte im Wartezimmer warten?

Danke.

Geben Sie sich mehr Mühe.

Seien Sie ein wenig adrett!

Als Rezeptionistin bei Savannah

sollten Sie etwas mehr Stil besitzen.

Etwas Haltung!

Musizieren Sie! Oder probieren Sie's mit Synchronschwimmen.

Scarlett! Wir erwarten Sie schon! Tut mir leid, dass ich nichts gesagt hab.

Ich fand in der Galerie Lafayette einen entzückenden Trockner.

Der eignet sich viel besser zum Trocknen Ihrer Unterwäsche

- als das Ding in Ihrem Badezimmer. - Wovon reden Sie?

Das Stabile! In Ihrem Badezimmer.

Es widerspricht dem Feng-Shui, wenn Sie das behalten.

Man muss sich von alten Dingen trennen können, nicht wahr?

Was Sie nicht sagen, Scarlett Rose Josephine Hippolyta.

Ich glaube, Sie wissen nicht, warum Sie hier sind.

Sie sind nur Staffage, richtig?

Wie Sie sehen können, Mrs Mills, brauchen wir was Neues.

Unsere Leser brauchen einen neuen Look!

Einen radikalen Frühjahrsputz.

Wir werden ihr Leben neu dekorieren.

Unser neuer Slogan: "Mit Savannah erzählen Sie Ihre eigenen Geschichten".

Das ist herrlich! Wundervoll!

Aber wir brauchen noch eine Heldin,

die einen Hauch von Optimismus ausstrahlt.

Wir brauchen eine große Muse, die unseren Lesern dabei hilft,

über sich hinauszuwachsen.

Und die sie dazu inspiriert, ihre eigenen Geschichten zu schreiben.

Sie werden selbst die Helden von Savannah!

Ich verstehe nicht recht.

Ich auch nicht. Haben wir noch etwas Geduld!

Und unsere Heldin ist einfallsreich,

zeitlos, und fantasievoll.

Sie existiert.

Und ich bin ihr begegnet. Sie, Scarlett!

Unsere neue Muse sind Sie!

Sie sind ja völlig von Sinnen!

Als ich sie gestern in Ihrem Zimmer sah,

diese ganzen Perücken nebeneinander aufgereiht,

da dachte ich an Melisande.

An Margarita in "Die andalusische Gefangene".

An Leonie in "Im Schatten der Sterne".

Nein, nein und nein!

- Lassen Sie es mich erklären! - Genug! Nein!

Los, Mädels!

Scarlett Mills - die Muse von Savannah plaudert aus dem Nähkästchen

Die ist der Hammer!

Mit Savannah erzählen Sie Ihre eigenen Geschichten.

Sie ist der Star! Die Königin in den sozialen Medien.

- 5 Millionen Klicks in einer Woche, oder? - In noch nicht mal einer Woche!

Mit Ihren frischen 70 Jahren, und Ihr Alter darf ich wohl nennen,

sind Sie viral gegangen. Ein echtes Gesellschaftsphänomen.

Nun ist es soweit: Zu Gast bei uns ist die brandneue Muse

des Savannah-Verlags. Scarlett Mills!

Guten Morgen, Scarlett. Wie geht es Ihnen?

Guten Morgen. Bestens, vielen Dank!

Dank Ihnen und Ihres umwerfenden Humors

ist Ihnen die Verjüngung

einer ganzen Gattung geglückt, die bisher doch ziemlich überholt schien.

- Also meine Mutter liest die Bücher. - Vielleicht fehlt ein bisschen Sex.

- Scarlett... - Ja?

Ich muss etwas gestehen. Mal ganz unter uns:

Ich habe am Wochenende "Die perfekte Liebe" komplett gelesen.

Ich muss schon sagen: Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen!

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?

Tut mir leid, Großer. Heute habe ich schon was vor.

Zu schade.

- Mrs Mills, ein Autogramm, bitte? - Scarlett!

Darf ich ein Foto mit Ihnen machen?

- Und was machen wir jetzt? - Wir müssen sofort zum nächsten Termin!

Der ist in fünf Minuten.

Aber ich sehe gar nichts mehr!

Sie ist wunderschön, elegant und scharfzüngig. Scarlett Mills ist heute

mein Gast in "Boomerang"! Falls Sie also eine Frage an Sie haben...

Heute haben wir einen besonderen Gast hier: Die anmutige Scarlett Mills,

die mit uns über das aktuelle Buch aus dem Savannah-Verlag spricht,

"Die perfekte Liebe" von Jacqueline Duneveux.

Scarlett steht unseren Hörern jetzt Rede und Antwort.

- Was wollen Sie wissen? Hallo? - Ja, hallo?

Ich wollte fragen, ist Scarlett noch Single?

Alle mal herhören!

Also, wir haben bis heute ganze 90.000 Exemplare verkauft!

Wir hatten noch nie solch einen Erfolg mit einem Buch.

Die Rechte sind verkauft nach Deutschland, nach Spanien, nach Italien.

Und Stephen Boyd weiß schon gar nicht mehr, wie er uns danken soll.

Und nun zu Ihnen, Scarlett.

- Sie ist wunderschön! - Ja!

Sie sind ein Star!

Scarlett, Scarlett, Scarlett...

Hélène, das ist alles ein Missverständnis.

Ein fantastisches Missverständnis!

Mit Ihnen verbindet mich eine besondere Freundschaft.

Sie sind authentisch und einzigartig.

Ich sage Ihnen das im Vertrauen, und das tue ich wirklich nicht oft.

Hélène, eine Sache liegt mir sehr am Herzen.

- Alles, was Sie wollen! - Also gut! Das Stabile aus Ihrem Bade...

"Mrs Mills! Eine Proust'sche Reminiszenz

gegen die zeitgenössische Desillusionierung!"

Entschuldigen Sie mich!

Das ist ja unglaublich! Zeig her!

"Die im Savannah-Verlag erschienenen Liebesromane..."

- Hallo? - Wer spricht da?

Bonjour... Bonsoir.

Monsieur Ping, Ping Mei?

Ming Pei? Hier ist...

Hier ist Leo. Leo Rosenberg, Monsieur Ming Pei.

Sagen Sie, was ist denn bei Ihnen bloß los?

Keine Nachrichten sind gute Nachrichten?

Gute Nachrichten, gute Nachrichten...

- Die gibt's bald. - Ich habe noch immer keinen Beweis,

dass das dritte Teil überhaupt existiert.

Das Foto, das Sie mir geschickt haben...

Zeig's mir.

Das Foto, das Sie mir geschickt haben, beweist überhaupt nichts!

Was soll ich sagen, das ist nicht sehr überzeugend!

Jetzt hören Sie mir mal zu,

zeigen Sie mir alle drei Teile zusammen!

Ich warte schon seit zwei Monaten!

Ich brauche einen Beweis!

Ist das klar, Monsieur Rosenberg?

Ja, sicher...

Salut!

Schauen Sie mal! Sieht bezaubernd aus, oder?

- Unser Zuhause. - Charmant!

- Ja! - Ich liebe es!

Klasse! Ich lege noch ein paar Bücher dazu, Moment!

Es ist wirklich hübsch geworden.

Der Flur war vorher so leer. Jetzt sieht er viel wohnlicher raus.

Ach, ich bin einfach so schusselig!

Haben Sie Ihre Schlüssel verloren?

Hat die Concierge einen Nachschlüssel?

Ja. Leider nicht, und wo bekommt man um diese Zeit einen Schlüsseldienst her?

Pech gehabt. Dann gehe ich eben ins Hotel.

Und das mit meinem Rücken!

Was meinen Sie mit Hotel?! Das kommt auf keinen Fall in Frage!

- Sie schlafen heute Nacht bei mir. - Danke, sehr freundlich.

Aber ich will Ihnen nicht zur Last fallen.

Scarlett, ich habe viele Nachschlüssel.

Hier, im Büro, bei der Concierge, überall. Man weiß ja nie.

Sie wissen doch, "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste",

- so halte ich es immer. - Was Sie nicht sagen.

Es wäre mir eine Ehre, Ihnen eine Kleinigkeit zu kochen.

Das erinnert mich an die guten alten Zeiten,

als ich das Essen für meinen Mann Kitouch machte.

Sie erinnern mich an meine Großmutter Babou.

Immer, wenn ich aus der Schule kam, roch es nach Clafoutis.

Es roch nach Tabak, und auch ein wenig nach Chanel Nummer 5.

- Es war beruhigend. - Sie wirken nicht wie jemand,

um den man sich kümmert.

- Können Sie Clafoutis backen? - Aber natürlich!

Zuerst müssen wir uns ums Eiweiß kümmern.

Dann brauchen wir Zucker.

Moment! Man braucht doch kein Eiweiß für Clafoutis?

Für die amerikanische Variante schon! Die kommt aus Dakota.

Es wird Ihnen vorzüglich schmecken!

Okay. Wie Sie wollen. Sie sind die Köchin.

Was?

Wissen Sie, es ist schön, sich gegenseitig zu helfen.

Unter Frauen.

- Hélène. - Ja?

Ich muss Ihnen etwas sehr Ernstes sagen.

Nein! Nichts Ernstes heute Abend!

Die großen Erklärungen heben wir uns für'n andermal auf.

Heute Abend werden wir feiern. Und zwar uns, Scarlett.

Unsere Freundschaft.

Sie sind mein schönster Zufall!

- Cheeeeese! - Cheeeeese!

Mit einem... Mit einem Teil aus Silikon?

- Total klebrig! - Aber was erzählen Sie da?

Sexspielzeug!

- Sowas findet man nicht bei Monoprix. - Wie untröstlich!

- Ja. - Aber so was macht man lieber mit'm Mann.

Zu zweit.

Oder auch zu dritt!

- Sie hatten schon mal einen Dreier? - Na klar! Sie etwa nicht?

Wenn ich ehrlich bin, waren's zu viele Leute auf einmal für mich!

Also...

Ich... wollte...

Ich wollte mal unbedingt einen Mann.

Nein, nein...

Ich wollte unbedingt...

Ich wollte unbedingt einen Mann...

...so richtig lieben.

Sehr gern!

- Noch mal! - Na endlich!

Was für ein wundervoller Abend!

Ich bin so müde.

Scarlett?

Scarlett?

Ist mir schlecht...

Scarlett?

Hélène, beurteilen Sie ein Buch niemals nach dem Einband.

Was genau sind Sie? Ein Perverser?

Ein Raubtier? Ein Sammler?

Sie sind der Mann, der mich seit Monaten wegen des Stabiles belästigt, richtig?

Was glauben Sie, wer Sie sind?

Eine Heldin für Savannah? Nein, Sie sind erbärmlich!

Einfach nur erbärmlich! Sie sind jämmerlich!

Ich habe gedacht, Sie sind echt und authentisch!

Und was weiß ich alles noch! Nun, das ist Ihnen gelungen!

Hélène, ich möchte ehrlich sein.

Unter uns Damen.

- Ich meine, unter uns. - Ich bin auch ehrlich!

Ich finde Sie einfach nur krank, Monsieur...

Chomsky. Léonard Chomsky.

Ihretwegen stecke ich bis zum Hals in der Scheiße!

Mills ist ein riesiger Erfolg, sie ist ein Gesellschaftsphänomen.

Um das sich jeder reißt. Wir können jetzt nicht mehr zurück!

Stephen Boyd kommt am Freitagmorgen.

Er will Sie kennenlernen! Also müssen Sie weitermachen!

Sie übertreiben. Sie können ihm absagen.

Jetzt hören Sie mir mal gut zu.

Léonard Chomsky kenne ich nicht.

Scarlett Mills wird ihren Job erledigen. Und zwar so, wie's im Vertrag steht!

- Sonst... - Sonst was?

- Das werden Sie noch sehen! - Ich sehe überhaupt nichts!

Wir stecken beide da drin. Ich, weil ich Ihr Stabile will.

Und Sie - weil, wenn ich im Fernsehen meine Perücke abreiße

und meinen Rock fallen lasse,

dann können Sie sagen, dass Sie bis zum Hals in der Scheiße stecken!

Sie drohen mir?

Hélène...

- so langsam gehen Sie mir auf die Nüsse! - Dann sind Sie also tatsächlich ein Mann.

Sie stehen zwei Jahre unter Vertrag, und zwar exklusiv!

- Vergiss das Brot nicht! - Geh mir nicht auf die Nerven!

So kann das doch nicht weitergehen!

Die Leute werden sich fragen, warum diese Frau Rasierschaum in ihrer Handtasche hat!

Die Leute sind heute viel offener!

Wie auch immer, da müssen wir jetzt beide durch!

Sie sind eine Frau und bleiben gefälligst auch eine!

Schminken Sie sich das ab! Strumpfhosen, Busen, Enthaaren - nein danke!

Entschuldigen Sie mich, ich zieh jetzt wieder meine Nüsse an!

Auf Instagram folgen uns 20.000 neue Follower,

weil Rihanna uns in ihrer Story getagged hat.

Ganz zu schweigen von Twitter.

Wir brauchen einen guten Hashtag für die Veröffentlichung unseres neuen Buches.

Die Städte sind gebucht!

Zuerst Brive-la-Gaillarde, dann die Buchmesse in Aix,

das Festival in Bandol. Dann kommt Tours,

mit einer Konferenz zum Thema Alter

und dessen Abbildung in unserer Gesellschaft.

Und dann Paris, mit dem Festival zum weiblichen Roman.

Sag mal, wo ist sie überhaupt, unsere Scarlett?

Huhu!

Heute noch nichts gegessen?

Sie fühlt sich heute etwas schlapp. Sie bleibt lieber zu Hause.

Schon wieder? Das geht jetzt schon seit Tagen so.

Macht ihr zu viel Party?

Nein, es ist einfach nur viel, was wir von ihr verlangen.

- Sie ist nicht mehr die Jüngste. - Was Ernstes oder nur ein Durchhänger?

Nein, sie ist einfach nur müde.

Nichts Schlimmes.

Übrigens, Scarlett und ich werden für ein paar Tage verreisen.

Wir müssen nur zwei, drei Termine umstellen, keine große Sache.

- Wir haben alles im Griff! - Willst du mich verarschen?

Du kannst nicht einfach abhauen! Stephen Boyd kommt in zwei Tagen.

Er will deine restlichen Anteile kaufen und Scarlett sehen! Wie soll das gehen?

Was weiß ich, beschäftige ihn einfach mit irgendwas!

- Ich kann nicht für dich unterschreiben! - Dann sag ihm einfach:

Ich kann nicht mehr unterschreiben!

Du hast ja so recht! Wir brauchen ihn nicht!

Darum geht's doch gar nicht! Mrs Mills ist nicht mehr...

- sie ist nicht mehr... - Sie ist nicht mehr was?

- Ich, ich, ich... - Ramesh Pritem, "Die Asche der Verdammten"

aus der Nocturne-Kollection, das sind die letzten Exemplare.

Sie sind äußerst kostbar!

Mrs Mills ist tot.

Hélène, was erzählst du da?!

- Sie ist wirklich tot? - Tot.

Ganz tot?

Sie starb vor einer Woche in ihrem Bett an einem Herzinfarkt.

Ach du Scheiße!

Mrs Mills ist tot.

Sie starb in ihrem Bett. Vor einer Woche. Herzinfarkt.

- Ach du Scheiße! - Und was machen wir mit Drucker?

Wir sind noch nie bei Drucker gewesen!

Das wäre jetzt... Scheiße! Mrs Mills ist tot.

- Ich informier die Presse. - Wo, wo, wo wird Mrs Mills beerdigt?

In irgendeinem Kaff! Soviel ich weiß..

...hat sich ihre Familie drum gekümmert.

Aber...

...das heißt, dass...

Mrs Mills...

wir können, wir können... uns nicht von Mrs Mills verabschieden.

Du musst dich beruhigen, Charles. Alles wird gut.

Ich hätte mich so gerne von Mrs Mills verabschiedet.

Sie war doch meine Freundin!

Hey, Sie können da nicht parken!

Scarlett?

Wo ist sie?

Wo ist sie?!

- Die ist heute ausgezogen. - Wie, ausgezogen?!

Aber... Hat sie vielleicht was dagelassen?

- Einen Zettel? - Nein. Aber sie schenkte mir ihre Kleider.

Du kannst dir gern was aussuchen. Das hier ist wunderschön!

Entschuldige mich, bitte!

Und dazu eine gelbe Leggins!

Mistkerl!

Mistkerl!

Scarlett - vom Winde verweht

Hey!

Ach, ich, ich...

wollte nur das hier kurz lesen...

Aufgrund von Verzögerungen im Fahrablauf

verspätet sich der TGV aus Straßburg um ca. 45 Minuten.

In den den Vereinigten Staaten gibt es Tausende von Chomskys.

Allein in New York 132!

Andererseits gibt nur einen Leonard Chomsky.

Der ist DJ in London. Hier ist sein Foto.

Nicht übel, oder?

Diese Recherche bleibt unter uns, Charles, verstanden?

Ich schweige wie ein Grab. Aber was genau suchen Sie eigentlich?

Na klar!

Nicht wen, sondern was! Danke, Charles!

Paul.

- Paul, wie weiter? - Nur Paul. Er heißt Paul.

So signiert er all seine Werke. Sagt Ihnen das nichts?

- Paul! - Er ist ein russischer Exilant.

Er hat die Sowjetunion in den 1930er Jahren verlassen.

- Er ging nach Paris. - Also zwischen den Weltkriegen!

Na großartig! Und außerdem, Paul, das klingt nicht gerade russisch!

Ab mit Ihnen nach oben! 1930 ist da oben. Los, los, los!

Okay.

Meinen Sie etwa Poliakoff, kann das sein?

Von dem liegt hier ziemlich viel Schnaps rum.

Nein, Poliakoff hätte ich erkannt. Aber Paul ist sein Vorname,

also brauche ich seinen Nachnamen. Er ist Paul irgendwas, keine Ahnung.

Warten Sie mal. Jetzt fällt mir dazu doch was ein.

Es ist nicht zufällig ein Name wie...

Paulikevitch?

- Keine Ahnung. - Ein Künstler!

Vor sechs Monaten hat bereits jemand nach ihm gefragt!

- Ach wirklich? - Ja. In Russland war er der Assistent

von Tatline. Kennen Sie Tatline?

- Nein. - Der Konstruktivismus, das alles!

Wer hat Sie nach ihm gefragt? Wer?

Ein Mann, am Telefon!

Das ist alles? Hat er Ihnen seinen Namen oder sonstwas gesagt?

Kostya Paulikevitch.

Er hat sich bei uns eingeschrieben.

Und zwar 1933.

Bitte sehr! Er war ein Freund von...

...Eva Jadovska.

Sie war eine der besten Tänzerinnen im Bolschoi.

- Aha. - Wie ich diese Frau verehrt habe.

Nun denn, dann suchen wir mal.

Hier! Ein Brief von Eva Jadovska.

"Moi-daragoi"... "Daragoi", das heißt "Liebling",

- Das bin ich. Ja. - Machen Sie bitte weiter!

Ja, ja, ich übersetze es Ihnen sofort.

"Unsere kleine Truppe hat Frankreich eiligst verlassen.

Mit dabei sind die erfahrenen Künstler Pouchkine und Grichka.

Der Glücklichste unter uns ist Kostya Paulikevitch,

der nach einigen schwierigen Jahren die Idee hatte,

sich zu vermählen, mit einer jungen Erbin aus Boston.

Sie ist eine Nachfahrin aus der Dynastie der Mills.

Und sie hatten eine gemeinsame Tochter

mit dem Namen Scarlett."

- Scarlett? - Scarlett, ja!

- Scarlett! - Das hier ist Scarlett!

Scarlett Mills.

Sie schrieb mir mal. 1950.

- Ach ja! - 1950? Ok, ich muss los. Vielen Dank!

Ich will alles über Scarlett Mills wissen, die in den 50ern in Boston geboren wurde.

Fotos, Gerüchte, Facebook. Alles!

Ruhe!

Such auch nach einer Verbindung zu einem Kostya Paulikevitch.

In den 50ern gab es noch kein Facebook. Facebook wurde erst...

Mir egal! Dann schau im Bildschirmtext nach!

Was?!

Scarlett Mills lebte bis zu ihrem Tod 1995 in Boston.

Sie war die einzige Tochter von Barbara Mills und Kostya Paulikevitch

und starb mit 48 bei einem Autounfall.

Ihr gesamtes Vermögen ging an die Stiftung der Familie Mills.

Auch wenn Sie mich vielleicht feuern: Mehr habe ich leider nicht herausgefunden.

Ich verstehe gar nichts mehr.

Und du, Babou?

Was sagst du zu all dem?

Sagt dir das was, Paulikevitch?

Der hat dieses hässliche Ding gebaut, das du so geliebt hast.

Deinen "geheimen Baum", wie du ihn immer nanntest.

Jetzt stell dir vor... Er wurde geklaut.

Da fragt man sich doch, warum.

Es sei denn...

er hat ein Geheimnis.

Sag bitte was.

Nun sag schon was!

Ich weiß, es ist spät, Mathilde, ich bin gleich da.

Nein, Moment, bitte reservier einen Flug nach Boston.

Aber nur One-Way.

Ich habe Makronen dabei.

- Was wollen Sie noch von mir? - Hélène. Ich muss mit Ihnen reden.

Hauen Sie ab!

Erbschleicher!

Sie wollen sich das Erbe der Mills unter den Nagel reißen, habe ich Recht?

Das ist nicht wahr!

Scarlett war damals meine Freundin. Und sie gab mir die Werke ihres Vaters.

Ich habe sie geliebt. Sie bedeuten mir sehr viel, verstehen Sie?

Eines Tages sah ich ein Foto von seinem Atelier in Paris mit Ihrer Großmutter.

Er hatte so viele Dinge in Frankreich zurückgelassen.

So viele.

Hélène.

Sie sind die Enkelin von Paulikevitch.

Ihre Großmutter brachte Christian auf die Welt, Ihren Vater.

Nur einige Monate nach Paulikevitchs Abreise. Er hat es nie erfahren.

Ihr voller Name ist Hélène Mercier Paulikevitcha.

Warum sagten Sie das nicht von Anfang an? Wär einfacher gewesen als diese Maskerade!

Ich wollte Ihnen als Erbin das Leben nicht schwermachen.

Ja, es war nicht grade katholisch, aber so war's.

Jetzt wissen Sie alles.

Hélène?

Ich muss mal aufs Klo.

Vielen Dank!

Für eine alte Freundin doch gerne.

Gut. Sind Sie jetzt fertig?

Es ist grade so schön hier!

Sie hätten Bescheid sagen sollen, dann hätte ich frisch geputzt

und Ihnen ein leckeres Steak gebraten!

Ich fühle mich sehr wohl hier. Nur Sie und ich. Wollen Sie ein Kaffee?

Als Sie grade "ich" gesagt haben,

wen meinten Sie da? Scarlett? Mills?

Chomsky oder Leonard oder wer weiß ich noch?

- Sie können ganz schön nachtragend sein! - Zu Recht!

Sie mischen sich immer noch in mein Leben ein!

Aber jetzt habe ich die Zügel in der Hand. An die Leine! Mach Platz! Sitz!

Kusch dich, Mills!

Sie sind noch zwei Jahre gebunden. Und zwar exklusiv!

Ich schulde Ihnen nichts mehr! Sie haben mich umgebracht, schon vergessen?

Lügner! Räuber!

Übrigens, wo wir grade von Räubern sprechen. Das hier ist einer!

Der kauft Sie für ein Appel und ein Ei auf.

Gehen Sie schon ran!

- Hi, Stephen, wie geht's Ihnen? - Haben Sie grade angerufen?

- Nein. - Was ist los?

Tut mir leid, dass wir die Unterzeichnung verschieben mussten. Aber durch

- das Ableben von Mrs Mills... - Es tut mir so leid.

Das muss schrecklich für Sie sein! Hélène, geht es Ihnen gut,

oder müssen Sie den ganzen Tage weinen?

- Alles okay. - Soll ich Ihnen mal aufzählen,

welche Unternehmen er kaufte? Und deren Sitz jetzt auf den Caiman-Inseln ist?

- Helene? - Zu Savannah passt das, das ist exotisch.

"Steuerflucht ins Tropenparadies". Das wär ein guter Titel.

- Sind Sie noch dran? - Ja. Bitte bleiben Sie kurz dran.

Für ihn ist Savannah bloß eine Steuerangelegenheit.

- Helene? - Nur noch einen Moment, Stephen!

Wovon reden Sie da?

Was haben Sie denn gedacht? Wenn er Sie nicht mehr braucht,

- dann schickt er Sie in die Wüste! - Wovon sprechen Sie da überhaupt?

Von Ihnen, Hélène. Und was Ihnen lieb ist.

Wollen Sie Savannah wirklich aufgeben?

Haben Sie wirklich darüber nachgedacht?

Savannah ist wie das Kind, das Sie nie hatten.

Und das wollen Sie aufgeben?

Monsieur ist jetzt auch Therapeut! Seien Sie einfach still!

Und ich verbitte mir, dass Sie sich ständig in mein Leben einmischen!

- Hélène? - Ja?

- Sind Sie in Schwierigkeiten? - Nein, ich habe nur Streit

- mit 'nem Freund. - Freund?

Denken Sie nach, Hélène.

Verabschieden Sie sich von den Sonnenuntergängen am Mekong.

Von der zarten Unschuld, der lebendigen Leichtigkeit und guten Manieren.

Von Gwendoline, Jean Georges, Sinclair und all den anderen.

Sie können Sie nicht so einfach der kalten Brutalität der echten Welt aussetzen.

Ohne Sie werden sie verblassen,

und verkümmern, Hélène.

Genauso wie Sie.

Hilfe!

Hilfe!

Hélène? Sind Sie in Gefahr?

Wenn das Paulikevitch-Stabile endlich vollständig ist,

dann bekommen wir dafür zwischen 3 und 6 Millionen Dollar.

Sechs Millionen Dollar?

Sechs Millionen Dollar?

Nein, Stephen, Sie haben sich verhört.

Mit dem Geld können Sie Savannah zurückkaufen.

Es liegt in Ihrer Hand, Hélène.

Schauen Sie zur mir!

Fabelhaft! Jetzt zeigen Sie mir Ihr schönstes Lächeln!

Ein wunderschönes Lächeln, Simone. Großartig!

Au revoir.

Sehr gut, Simone! Ein kleines bisschen mehr lächeln!

Herzlichen Glückwunsch!

Oje. Ich hab's vergessen. Danke dir!

- Danke. Was ist es? - Ha! Die Japaner lieben unsere Schmöker.

Sie finden sie vintage und kawai. Kawai heißt "süß" auf Japanisch.

- Vielleicht bekommst du Lust zu verreisen? - Herzlichen Glückwunsch, Hélène!

Mathilde! Ein Buch, oder?

Ich habe an deine Gesundheit gedacht. Da drin sind verschiedene Düfte

wie das Vanille des Îles, oder Kakao aus Guatemala.

Das wirkt bei allem.

Es gewöhnt einem auch das Rauchen ab

Herzlichen Glückwunsch auch von mir.

Da Sie manchmal ein bisschen depressiv

und oft so müde wirken, habe ich mir gedacht,

dass Ihnen etwas Farbe gut tut.

Das ist von Givenchy.

Danke, Charles.

Ich habe Ihnen zu danken. Dafür, dass Sie mir Selbstvertrauen gaben.

Und eine Chance, hier bei Ihnen zu arbeiten.

Was ist los?

Keine Sorge.

Ich habe wirklich alles so richtig gut im Griff!

Ach Hélène, Kopf hoch!

Auch wenn er uns aufkauft, bleibt Savannah immer Savannah.

Was zählt, ist, dass wir hier sind. Und dass wir uns treu bleiben.

Und außerdem ist Merkur grade rückläufig, also...

- Was?! - So wird das nichts mit dem Deal.

- Es funktioniert nicht! - Wovon sprichst du?

Merkur! Er ist ein neutraler Planet.

Er wird von anderen Gestirnen beeinflusst.

Und es ist ganz klar, er verhindert den Deal.

Du glaubst das wirklich?

Na klar.

Das ergibt keinen Sinn, Hélène.

Savannah ist völlig verschuldet.

Warum wollen Sie meine Anteile zurück?

Zwei Millionen Dollar?

Ja, ich verstehe.

Ich verstehe.

Effektiv war das der Wert Ihrer Anteile bei Savannah, richtig.

Aber durch den Einfluss von Mrs Mills

- sind sie jetzt doppelt so viel wert! - Moment, Mrs Mills kam von mir!

Mrs Mills gehört zu Savannah!

Und ich habe die meisten Anteile von Savannah!

Darf ich Sie daran erinnern, dass Sie einen Kaufvertrag unterzeichnet haben?

Zu Ihrer Info, ich bleib nur kurz. Ich habe über Ihren Vorschlag nachgedacht.

Ich bin nicht interessiert.

Oh, diesen Blick kenn ich. Sie haben Scherereien.

Ich kann Savannah nicht zurückkaufen.

Stephen hat den Preis verdoppelt, dank Ihres Erfolgs, Scarlett!

Ich habe mir schon gedacht, dass er so reagiert.

So ein Halsabschneider!

Zusammen ist man stark. Wir beide sollten zusammenarbeiten.

- Wir beide? - Wir verkaufen unser Stabile.

Damit können Sie Savannah zurückkaufen.

Wir machen 60/40. Sie erhalten die Mehrheit. Für mich wär das okay.

Ich mach das auch aus Eigennutz, Hélène.

- Ich brauch Sie noch. - Und wo ist der Haken an der Sache?

Sie haben mich ertappt.

Hier, lesen Sie.

Dies sind die schönsten Werke des Galeristen Ming Pei.

Eher die seines Vaters.

Er hat sie von bettelarmen Künstlern für einen Spottpreis gekauft.

Und er verkauft die Werke für Millionen von Dollar.

Dieser skrupellose Mistkerl.

Er weiß, wie man Geschäfte macht.

Und hübsche Frauen mag er auch. Und hier kommen Sie ins Spiel.

Eine schöne Erbin beeindruckt ihn mehr,

als ein angestaubter Amateursammler.

Wir halten hier einen Schatz in unseren Händen.

- Entschuldigen Sie mich bitte ganz kurz? - Aber natürlich.

Bonjour, hinterlassen Sie bitte eine Nachricht. Vielen Dank.

Edouard, ich bin's. Hör zu, wie soll ich's sagen?

Ich weiß jetzt, wie wir Stephen Boyd endgültig loswerden.

Aber dafür muss ich ein paar Tage weg. Ich erklär's dir später.

Es ist total verrückt.

Ich habe meinen Großvater wiedergefunden, es ist einfach irre!

Endlich! Du wirst du ihn lieben!

Haben leblose Objekte überhaupt eine Seele?

Die hier haben auf jeden Fall eine.

Sie bergen viele Geheimnisse, die entdeckt werden wollen.

Helena Paulekevitcha, sie gehören Ihnen.

Sie sind die Erbin. Und Sie bestimmen, wie Sie damit verfahren.

Diese Kollektion gehört eigentlich mehr Ihnen als mir.

Sie können Ihre Meinung immer noch ändern. Sie müssen das nicht tun.

Sie sind viel zu ehrlich, Hélène. Das kann irgendwann mal Ärger geben.

Sie hatten Recht. Ich kann ohne Savannah nicht leben.

Ich weiß nicht, wie, von welchem Geld...

Ach, was soll's, ich überfalle eine Bank!

Ich mag es, wenn Sie so reden.

Ich wollte nur meinen Punkt verdeutlichen. Also...

Ein wichtiger Punkt wäre auch, dass Sie Ming Pei verführen müssen.

Und das bedeutet Arbeit.

Ach, verdammt! Mir passt nichts!

- Und das hier? - Oh nein, das ganz sicher nicht.

Das ist aber schade. Sie haben den Körper einer Göttin.

Das Kleid würde Ihrer sinnlichen Brust sehr schmeicheln.

Soll ich Paulikevitchs Werke oder meine eigenen verkaufen?

Na beides.

Wo sind Sie?

Im Badezimmer.

Ich habe einen Mrs-Mills-Fanclub gefunden.

Ach, die gute alte Mrs Mills!

Manchmal fehlt sie mir. Ihnen nicht?

Oh! Wo ist denn Ihr Kleid geblieben?

Ach das, das trag ich drunter.

Ach, und Sie wollen im Bademantel ausgehen, oder wie?

Das ist kein Bademantel, sondern ein Kimono.

Ich bitte Sie! Das ist ein Morgenmantel!

Regen Sie sich ab. Ich werde so nicht ausgehen.

Was ist?!

Ich diskutiere mit Ihnen nicht weiter darüber!

Haben Sie eine Bedienungsanleitung, wie man auf diesen Dingern geht?

Das Gleichgewicht Ihres Körpers liegt auf Ihren Zehen.

Sie müssen sich auf den Zehenspitzen bewegen.

Verlagern Sie Ihr Gewicht auf Ihre Zehen!

Und es geht wie von selbst!

Ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass...

Sie erinnern mich an Guilia in...

"Die Gräfin im Spiegel"?

Aus der beliebten "Liebe auf den ersten Blick"-Sammlung.

Wenn Sie erlauben...

Voilà!

So ist es perfekt!

Es ist sehr bewegend.

Jeder fragt nach diesem Gemälde...

"Ich möchte sich bewegende Mondrians erschaffen", sagte Calder,

als er sein erstes Stabile fertigte, den "großen Zirkus".

Monsieur Rosenberg.

Endlich sind Sie in Shanghai.

Hoffentlich haben Sie gute Neuigkeiten mitgebracht.

Das habe ich, wie Sie sehen. Ich möchte Ihnen

Madame Hélène Mercier Paulikevitcha vorstellen.

- Hélène? - Hallo.

- Freut mich, Sie kennenzulernen. - Freut mich auch, Monsieur Ming Pei.

Darf ich Ihnen Champagner anbieten?

Bitte sehr.

- Prost! - Prost!

Wissen Sie, was ich an Kunst so mag?

Sie ist wie die Liebe.

Es ist dieses Moment der Unsicherheit.

Und der Versuchung.

Also, was führt Sie nach Shanghai...

Endlich! Wo bleiben Sie denn? Ich warte schon seit einer Stunde!

Seit 13 Minuten, um genau zu sein. Und, wie ist es gelaufen?

Also, wie soll ich's sagen...

- Wie viel? - Sechs Millionen.

Was? Ich habe Sie nicht verstanden!

Sechs Millionen!

Zitronen?

Millionen, Herrgott! Sechs Millionen!

Hier können Sie ruhig schreien. Das ist den Leuten egal.

Scarlett!

Scarlett!

Sie musste einfach zur Party kommen.

Sie sind wunderschön!

- Versprechen Sie mir eins, Hélène. - Klar. Alles, was Sie wollen!

Falls ich eines Tages mal Schadenersatz zahlen muss...

Dann kümmere ich mich drum.

Taxi!

- Aber warum fragen Sie das? - Weil Paulikevitch, der Konstruktivismus,

Paris in den 40ern, Babou, das war nur Theater!

Taxi, bitte.

Ach Sie, Scarlett, und Ihre Geschichten!

Sie müssen einfach immer noch einen draufsetzen!

- Sie nehmen mich auf den Arm. - Nein.

- Was heißt "nein"? - Das war alles nur ein Bluff.

Von A bis Z erfunden.

Paulikevitch war nie der Wegbereiter von irgendwas.

Sein Talent bestand nur im Kopieren seiner Meister.

Und sein berühmtes Stabile

ist nur eine Imitation, die Ihre Großmutter erworben hat.

In einer Galerie an der Place des Vosges. Für 300 Francs.

Was übrigens damals viel Geld war.

Und die Echtheitszertifikate?

Oh, das. Die waren eine Fälschung.

- Eine Fälschung? - Entweder ist man ein Fachmann oder nicht.

- Fachmann? - Ja. Ein Gauner-Fachmann.

Leonard Dupont, zu Ihren Diensten!

- Leonard Dupont? - Ganz recht.

Und solch ein Name schreit doch förmlich nach Hochstapler.

Lassen Sie mich bitte raus.

- Lassen Sie mich sofort aussteigen! - Das geht nicht.

Ich kann jetzt nicht anhalten.

Ich habe alles geglaubt,

Ihre ganze Geschichte von dem Stabile, Babou und Paulikevitch.

Mein Großvater... das habe ich Ihnen alles geglaubt.

Ich denke eher, Sie wollten es glauben.

So ist es am besten. Wenn man es selbst glaubt, überzeugt man auch andere.

Sie waren sogar dazu bereit, eine Bank auszurauben.

- Lassen Sie mich raus! - Hey, was soll das?

- Drehen Sie jetzt total durch? - Ich will hier raus!

- Hey, spinnen Sie?! Ach, hauen Sie gefälligst ab!

Haben Sie was Falsches gegessen, oder was?!

- Steigen Sie wieder ein, verdammt! - Geht es Ihnen jetzt besser?

Ihnen wird nichts passieren. Schlimmstenfalls sind Sie

einem Hochstapler aufgesessen. Der in der Branche ziemlich bekannt ist.

Bestenfalls haben Sie mir Ihr Vertrauen geschenkt.

Vertrauen?

- Aber Sie können keine... - ...Geschichten erzählen?

Aber Sie lieben meine Geschichten, Hélène!

Sie lebten für diese Geschichten! Sie verkaufen Sie sogar!

Sie sind ja verrückt!

Ach, war Mrs Mills etwa normal für Sie?

Sie sind genauso beknackt wie Ihre Heldinnen!

Sie sollten daraus ein Buch machen!

Sie haben mich da doch reingezogen!

Und warum erzählen Sie mir ausgerechnet jetzt die Wahrheit?

Was kann ich Ihnen jetzt noch glauben?

Wollen Sie die Wahrheit hören? Ich bin alt und allein.

Die Einsamkeit frisst mich auf.

Also wollte ich mir meine Träume mit gutem Gewissen erfüllen.

Mein Traum ist es, die Betrüger zu betrügen.

Jetzt kennen Sie die Wahrheit. Das ist der Beweis,

dass ich Ihnen Vertrauen schenke. Und meine Zuneigung.

Sie können alles rückgängig machen.

Und Paulikevitch wird niemals der Held, von dem ich träumte.

Und Savannah wird für immer ausgelöscht. Hélène!

Wir können beide in unsere bedeutungslosen Leben zurückkehren.

Manchmal muss man aber jemandem freie Hand lassen, damit es ein Happy End gibt.

Sie müssen das Ende der Geschichte selbst schreiben, Hélène!

Wir sind uns beide ähnlich.

Letztlich wollten wir nie erwachsen werden.

Wir sind immer unseren Träumen treu geblieben.

Außerdem...

hat es Spaß gemacht, oder?

Bitte, sagen Sie etwas.

Wo soll ich anfangen?

Im Prinzip wollen Sie mir sagen, dass Sie ein guter Mensch sind, oder?

Ja. Stimmt genau.

Wie heißt es noch? Frechheit siegt!

Wie viel Zeit haben wir noch?

Nur noch bis 3. Dann kostet's das Doppelte.

Das schaffen wir schon. Hast du auch alles?

Äh, ja!

Schnell, schnell, schnell, schnell, schnell, schnell!

Das ist wunderschön. Einfach großartig!

Französische Qualität! Ich bin überwältigt!

Es ist nur für so lange, bis wir was Größeres gefunden haben.

Wie ich sehe, läuft es gut für Savannah!

- Wir verkaufen nun auch Erotikromane. - Ach wirklich?

- Die werden ein Knüller! - Mme Mercier erwartet dich im Büro.

- Edouard! Champagner für Monsieur? - Champagner?

Heute ist ein besonderer Tag, Stephen.

Wir fühlen uns geehrt, dass Sie hier sind.

Cuvée spéciale für Monsieur, bitte.

Monsieur ist angekommen.

Sehr gut. Er möge sich kurz gedulden.

Wunderschön!

Folgen Sie mir.

- Bitte sehr. - Okay.

Stephen, schön, dass Sie endlich da sind!

Kommen wir doch gleich zur Sache.

Wir hatten immer ein gutes Verhältnis zueinander.

Da kann ich Ihnen nur zustimmen.

Ich habe gehört, dass die Steuerfahnder in Kanada

gerade Ihre Holding wegen Verschleierung unter die Lupe nehmen?

- Woher wissen Sie das, Hélène? - Ich habe meine Quellen.

Aber ich habe da eine Lösung für Sie.

Das schulde ich Ihnen, nach allem, was Sie für mich getan haben.

- Was soll das heißen? - Ich habe einen Käufer für Sie.

Hélène, wissen Sie, ich mag Sie.

Sie sind witzig. Aber ich verkauf nichts.

Niemals.

Wie Sie sicher wissen, ist alles eine Frage des Timings.

Sie müssen jetzt verkaufen. Und das wissen Sie.

Oder warten Sie etwa lieber auf das Ergebnis der Untersuchung und die Strafe?

- Meinen Sie das Ernst? - Ich wusste, dass Sie interessiert sind!

Wissen Sie, er ist ein Fan von Savannah.

Ich verkaufte ihm die Rechte für Indien.

Bollywood ist verrückt nach unseren Romanen!

Er ist ein Profi. In seiner Familie wimmelt es von Geschäftsführern.

Sie werden sehen: Er ist charmant. Er erwartet Sie.

Dann los!

Kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie!

Halt!

Gentlemen! Wir haben das beste Öl! Und der Wind erst!

Und hier auf dem Gras! Schauen Sie! Das beste!

Das beste Öl nur für Sie!

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.