All language subtitles for Part 1. Le comte de Monte-Cristo - La Trahison_Ger

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Original subtitles

Personen und ihre Farben:

Edmond Dantes, 1. Offizier des Segelschiffes "Pharao"

Gerard de Villefort, Staatsanwalt Caderousse, 2. Offizier der "Pharao"

Mercedes, Verlobte von Dantes Jacopo, Schmuggler

Mercedes, die "Pharao" kam nicht zurück.

Sie ist bestimmt gesunken. Das ist schlimm für dich.

Wer sagt das? Der Hafenkommandant.

Ich glaube das nicht. Ich glaube ihm nicht.

Er sieht überall Katastrophen, seit seine Frau ihn betrügt.

Glaube, was du willst. Ich weiß: Dantes kommt zurück.

Egal. Du wirst trotzdem meine Frau, nicht seine.

Ach ja? Bestimmt.

Ich bin ein Dickschädel, wie alle Mondegos.

Ich auch. Ich bin deine Cousine. Ich bekomme immer, was ich will!

Vor 18 Monaten ging ich zur Armee. Ich besaß nichts. Das ist vorbei.

Ich bin jetzt Unterleutnant. Napoleon begann auch so.

Napoleon! Du hast einen Eid auf Ludwig XVIII. geschworen.

Macht nichts. Napoleon war auf Ludwig XVI. vereidigt.

Der Erfolg ist wichtig. Man muss sich anpassen.

Dann heirate eine reiche Frau. Nein! Ich heirate dich.

Wir beherrschen eines Tages Paris! Armer Fernand! Du bist wahnsinnig.

Und du wartest auf ein gesunkenes Schiff!

Fernand! Jawohl, gesunken!

Ein Rat! Schau nicht nur nach dieser Seite des Horizonts.

Die Herren von der Präfektur haben das nicht gern.

Wir möchten etwas sagen, Kapitän. - Wir sind zufrieden.

Wieso? Nur so. Wir sind einfach zufrieden.

(zornig) Der "Kapitän" Dantes ändert den Kurs und rudert an Land.

Wir verspäten uns nur um 36 Stunden. Wir sind schon jetzt zu spät.

Ich bin nur 2. Offizier und muss Disziplin halten.

Was ist mit euch los? Fein machen für den Landgang? An die Arbeit!

Dantes ist nicht an Bord. Jetzt bin ich Kapitän!

Ich lege euch in Ketten, wenn ihr nicht gehorcht.

Probieren Sie, Herr Kapitän!

Warum warten wir hier? Ich spendiere ein Fass Wein, wenn jemand das weiß.

Präsentiert das Gewehr!

Fanfarensignal

Sie erwarten sicher den Kapitän der "Pharao".

Ja. Wo ist er? Er starb vor einer Woche am Fieber.

Er beauftragte mich, Ihnen das zu übergeben.

Der arme Kapitän!

Ich wollte ihn um einen Dienst bitten.

Keine Angst! Nichts Politisches.

In Paris denkt man, wir sind Verschwörer. Das sind wir nicht.

Hier ist der Beweis. Lesen Sie das! Ja, ja. Lesen Sie!

(liest) Monsieur, Ihr Auftrag wird ausgeführt.

50 Fass Weißwein und 50 Fass Rotwein werden am 28. Februar verladen.

Ein Reeder befördert sie nach Paris. Dort werden sie am 20. März ankommen.

Das sind normale Geschäfte. Herr Großmarschall ...

Der Kapitän sollte diesen Brief unserem Korrespondenten geben.

Ich sollte nur einen Brief bringen. Meine Mission ist beendet.

Gut. Reden wir nicht mehr davon.

Lassen Sie sich nicht stören!

Ihre Schiffe segeln unter der Flagge mit den königlichen Lilien.

Sie machen einen Umweg um Elba. Die Welt hat wohl Angst vor mir.

Ich freue mich sehr über den Besuch eines französischen Seeoffiziers.

Wie heißen Sie? Edmond Dantes.

Ich kannte einen Dantes. Er war ... Tambour des 2.Garderegiments, Sire.

Er war mein Cousin. Diese Tambours waren die Besten.

Wurde Ihr Cousin ausgezeichnet?

Nein, Sire. Bedauerlich.

Auf Wiedersehen. Sie haben Glück, dass Sie die "Pharao" führen.

Schönes Schiff. Wer ist der Reeder? Monsieur Morrel.

Übermitteln Sie ihm meine Glückwünsche!

Herr Großmarschall, ich befördere das Schreiben.

Wie ist die Adresse? Der Brief wird abgeholt.

Weiß man, dass ich ihn habe? Ja. Sie sind Nachfolger des Kapitäns.

Wer holt ihn ab? Ein Mann namens Noirtier. Gute Fahrt.

Segeln Sie sofort! Dann sind Sie übermorgen in Marseille.

Alle Mann in die Wanten!

Refft die Segel!

(Junge) Die "Pharao" ist da!

Monsieur Morrel, sie ist da! Sie läuft ein!

Wer ist da? - Die "Pharao"!

Die "Pharao" ist da! Ich wusste es. Sei kein Dickkopf. Komm mit, Fernand!

Sei nicht eifersüchtig! Ich habe keine Zeit.

Monsieur Dantes! Monsieur Dantes!

Was ist los? Warum redest du nicht? Ich habe Angst um Ihr Herz.

Was ist? Ihr Sohn ist wieder da!

Kommen Sie! Ziehen Sie sich an! Wo ist Ihr Hut?

Da ist er. Und eine Krawatte.

Ich binde sie unterwegs um. Wo ist mein Stock? In Ihrer Hand.

Hau ruck! Hau ruck! Hau ruck!

Traurig ... Er war ein guter Kapitän. Was ist mit der Ware?

Hatten Sie eine Havarie? Antworte! Du bist jetzt Kapitän.

Nein, keine Havarie. Hier sind die Schiffspapiere.

Die Inventur war in Ordnung.

Klopfen

Monsieur Dantes, Ihr Vater wartet mit einer Dame.

Dann schnell! Das Logbuch.

Sie erzählten schon alles. Gehen Sie nur!

Darf ich das Logbuch weglegen? Ja, ich lese es später.

Ich freue mich schon. Vielleicht wundern Sie sich auch.

Was heißt das? Fahrt unterbrochen für zwei Stunden, auf offener See?

Ja, in der Nähe einer kleinen Insel.

Der alte Kapitän sollte dort ein Päckchen abgeben. Verstehen Sie?

Dantes führte nur den Auftrag aus. Sie sagen, Disziplin ist wichtig.

Ja, ich weiß. Ich bin nur ehrlich.

Sie kennen mich. Ich sage, was ich denke.

Ihr heiratet in einer Woche! Ich bestelle das Aufgebot.

Er tut, als ob er selbst heiratet. Das ist fast so. Wir sind Freunde.

Wir sprachen nur von dir. Und von Viktor.

Wer ist Viktor? Dein erster Sohn wird so heißen.

Er muss es wissen. Das wird ein schlimmer Lausejunge!

Ich sehe ihn schon vor mir. Mit zerrissenen Hosen ...

Weißt du noch dein Versprechen? Ja. Verlobung bei meiner Rückkehr.

Wir laden alle Freunde ein.

Dantes! Ich suchte Sie. Das ist meine Braut.

Wir kennen uns. Seit einem Jahr sprechen wir von der Verlobung.

Ich lade mich ein und fahre Sie nach Hause.

Aber der Zoll, die Begleitpapiere ... Caderousse erledigt das. Gehen wir!

Caderousse! Komm zu uns heute Abend! Ja, ich komme!

Er hat das Glück gepachtet. (verächtlich) "Glück gepachtet"!

Hast du noch von dem gestrigen Wein? Nein, alles eingeschlossen.

Der Zoll kommt. Jetzt kannst du Kapitän spielen.

Napoleon begrüßte Sie! Er drückte mir sogar die Hand. So.

Wie gefiel ihm die "Pharao"? Er gratuliert Ihnen dazu.

Er kennt mich! - Ja. Er sagte ...

Morrel gehört zu den besten Reedern.

Ich hoffe, ich kann bald rufen: Es lebe ...

... die Braut.

Etwas Schlimmes? Eine Nachricht von Cousin Fernand.

Ich wollte ihn dir vorstellen. Was ist denn?

Er muss weg. Wir sehen ihn noch, wenn wir uns beeilen.Komm zur Postkutsche!

(spricht mit) An den Herrn Staatsanwalt ...

Schreiben Sie immer so langsam? Sie sagten, mit links schreiben.

Als Freund von Krone und Kirche warne ich Sie.

Stimmt es, dass man über mich lachte? Ja, am hinteren Tisch.

Einer sagte: Ehe Caderousse Kapitän wird, lernen die Fische fliegen.

Schweinebande!

Edmond Dantes, Offizier der "Pharao" ...

Noch eine Flasche!

... brachte vorgestern ein Schreiben ...

Sagen Sie: Warum muss die Sache anonym bleiben?

Namen sind unwichtig. Ist es die Wahrheit?

Natürlich. Na also.

Ja, die Wahrheit braucht keine Unterschrift.

Sie hatten genug. Ich habe nie genug.

Im Wein liegt Wahrheit. Ich bin der Beweis.

... brachte vorgestern ein Schreiben auf die Insel Elba.

Achtung! Sie kommen. Ich will sie nicht sehen.

Guten Tag, Kapitän.

Hallo, Kapitän! Du musst mich nicht so nennen.

Kennen Sie Fernand Mondego? Sahen Sie ihn hier?

Er fuhr gerade weg. In einem Armeewagen.

Schade. Dann feiern wir ohne ihn.

Tut es dir leid? Etwas.

Trinkt ihr ein Glas Wein mit mir? Wir treffen uns doch gleich.

Wir haben eine Bitte. Wollen Sie unser Brautführer sein?

Oh bitte, Monsieur Caderousse.

Tust du das für uns? Einverstanden?

Ich bin überrascht ... Einverstanden. Danke, alter Junge.

Dafür bekommen Sie einen Kuss. Ich?

Natürlich du. Bis heute Abend.

O Gott, o Gott, o Gott.

Ich will nicht weiterschreiben. Er gab mir eben noch die Hand ...

Die Rechte weiß nicht, was die Linke tut.

Das Mädchen ist noch hübscher als voriges Jahr. Der Mann hat Glück.

Seien Sie still! Sie sind bestimmt am Strand. Er hält sie im Arm ...

Also: Insel Elba!

Er hatte dort eine Zusammenkunft mit Napoleon und empfing einen Brief.

... empfing einen Brief.

Glaubst du,was die Handlinien zeigen? Unser Schicksal steht darin. Alles.

Das auch? Ja, bestimmt.

Ich kann die Zukunft nicht lesen, wenn du mich immer küsst.

Lies sie morgen.

Was ist das? Ach, nichts.

Ein Unfall? Nein. Bitte frag nicht.

Wie du willst.

Ich tat das. Ich hatte einen schlimmen Traum.

Du gingst für immer fort.

Ich wachte auf. Du weißt, dass ich abergläubisch bin.

Ich fügte mir diese Wunde zu, damit der Traum gebannt ist.

Der böse Traum erfüllte sich nicht. Du bist hier.

Romantische Melodie

Hörst du? Unser Lied! Kennst du es noch?

Ich schloss die Augen bei seinem Klang, als du fort warst.

Ich war dann in Gedanken bei dir.

Wir müssen zurück. Warum? Ist es nicht schön?

Wir kommen zu spät zur Feier.

Ich entführe dich! Wir mieten eine Kutsche und verstecken uns irgendwo.

Wir können das tun, wenn die Feier zu Ende ist.

Er klopft an.

Verschließen Sie nie die Tür? - Nein, nie.

Wohnt hier Edmond Dantes? - Ja.

Ich möchte ihn sprechen.

Mein Sohn ist nicht da. - Hinterlegte er einen Brief?

Ich heiße Noirtier. - Nein, er hinterließ nichts.

Mercedes! Was ist?

Hinterließ Edmond einen Brief? Nein.

Tut mir leid, Monsieur.

Feiern Sie ein Fest? - Ja, Verlobung.

Dazu gehört Mut im Jahr 1815. Na gut, ich komme wieder.

Auf Wiedersehen.

Monsieur! Monsieur! Wie war Ihr Name?

Noirtier.

Roter Bart, schwarzer Mantel, Hut, Band der Ehrenlegion.

Sein Name? Er ändert ihn täglich.

Er kam aus Paris? Mit der Kutsche.

Ist er jetzt in Marseille? Ja. Unser Agent sagt das.

Und der Unbekannte? Er ist ein Agent Napoleons!

Der Minister sagt, alle Spuren führen nach Marseille. Der Minister?

Sie sind zuverlässig, obwohl Ihre Familie revolutionär ist. Wie bitte?

Ihr Vater war Offizier des Kaisers. Ich sehe ihn nie.

Ich bin mit der Tochter des Marquis de Saint-Meran verlobt.

Diese Verbindung wird gern gesehen.

Grundlage dieser Verbindung sind Herz und Gesinnung.

Beides gehört zu einem Ehrenmann. Ganz meine Meinung.

Ich unterwarf mich dem Korsen. Auch ich tat das.

Ich rief nie: "Es lebe der Kaiser!" Ich auch nicht. Niemals!

Deshalb können wir uns stets... ... aufeinander verlassen.

Vater! Du sollst nicht hierherkommen. Es ging nicht anders.

Die Straßen von Marseille sind öde. Man braucht eine Zuflucht.

Wurdest du wieder verfolgt? Ja, man gewöhnt sich daran.

Ich sah den Justizpalast und erinnerte mich an dein Büro hier.

Ich verspürte sofort Vatergefühle für den Zweiten Staatsanwalt Noirtier.

De Villefort! Ich glaube, ich gewöhne mich nie an diesen angehängten Namen.

Ich wollte deiner bonapartistischen Vergangenheit entfliehen.

Du kennst meine Meinung. Sie passt zur jeweiligen Regierung.

Und du bist ein Verschwörer. Jawohl!

Es ist Verrat, wenn ich dich nicht ausliefere.

Verrat? Ich habe ein Gewissen.

Das ist gut, genügt aber nicht. Jemand wie du braucht zwei.

Eins für heute und eins für morgen. Heute ist dein Verlobungstag.

Soll der Marquis lesen: "Vater von Staatsanwalt Noirtier verhaftet"?

De Villefort. Ja, ja, schon gut!

Heute ist der Doppelname nützlich. De Villefort kann Noirtier retten.

Und er tut es.

Anklopfen

General Noirtier hilft de Villefort, falls der Kaiser wiederkommt.

Entscheide dich! Was ist?

Du hast recht. Ein Sohn muss seinen Vater retten. Dort hinein.

Entschuldigung, Herr Staatsanwalt. Wir verfolgen einen Verdächtigen.

Er floh in den Justizpalast. Das ist nicht Ihr Ernst!

Ich bin Staatsanwalt des Königs! Das ist uns klar. Befehl ist Befehl.

Wohin führt diese Tür? Privateingang zu meinem Büro.

Ein Eingang kann auch Ausgang sein. Ich habe den Schlüssel stets bei mir.

Verzeihung, mein Sohn. Ich wusste nicht, dass du noch Besuch hast.

Mein Herr.

Ich will jetzt nicht stören. Halten Sie ihn bitte nicht auf.

Er muss mit seiner Verlobten heute den Ball eröffnen.

Denke an Talleyrands Worte: "Blinder Eifer schadet nur." Grüß den Marquis!

Entschuldigung.

Wie gesagt: Blinder Eifer schadet nur!

Lassen Sie sich nicht stören! Tun Sie Ihre Pflicht.

Sie sehen, niemand ist da. Wir durchsuchen die anderen Büros.

Tun Sie das! Der Sekretär der Wache sagt mir Bescheid, was es Neues gibt.

Monsieur de Villefort? Was wollen Sie?

(alle singen) "Ich weiß ein Mägdelein mit wunderschönen Augen."

"Sie soll die nächste sein."

"Und dieses schöne Mädchen mit blütenweißer Haut ..."

"... wird unsre nächste Braut, wird unsre nächste Braut."

"Wem wird sie angetraut, wem wird sie angetraut?"

Jubel und Bravorufe

Mein guter Dantes! Glücksgöttin Fortuna beschenkte Sie reich:

Mit dem besten Schiff und dem schönsten Mädchen Frankreichs.

Ich möchte heute gern mit Ihnen kurz tauschen.

Dann wüsste ich, wie Glück sich anfühlt.

(draußen) Öffnen,im Namen des Königs! - Das ist bestimmt ein Streich.

Wer von den Herren ist Edmond Dantes?

Was wollen Sie von mir?

Ich verhafte Sie im Namen des Königs.

Warum? Sie erfahren es beim Verhör.

Das ist seine Verlobungsfeier! - Ich habe einen Befehl.

Wir kennen uns gut. Verraten Sie mir, um was es geht.

Ich darf es nicht. Ich bin Beamter der Polizei.

Das ist sicher ein Irrtum! - Dann klärt es sich schnell.

Ohne Zweifel. Hast du keine Ahnung, Junge?

Nein, Papa. Beeilen Sie sich!

Auf Wiedersehen.

Monsieur Morrel ... Bis gleich.

Caderousse ... Bis gleich.

Ich wette, er ist gleich zurück! Los, los! Es wird Zeit.

Fangt schon an zu tanzen!

Bleib hier! Verlass mich nicht! Ich muss den Mann heute verhören.

Monsieur de Villefort tut seine Pflicht.

Er verhindert vielleicht ein Komplott der Bonapartisten.

Ich feiere aber nur einmal Verlobung. Zerstöre mir nicht den Abend, Vater!

Dein Großpapa starb auf dem Schafott! - Wir lebten 10 Jahre in Emigration!

Ich musste Klavierstunden geben! - Ihr sprecht immer nur darüber.

Ich tanzte heute Abend nur ein einziges Mal!

Hoffentlich hört Monsieur de Villefort nicht auf dich.

Ich beantrage gegen einen Agenten Napoleons immer die Todesstrafe.

Tun Sie das auch dieses Mal. - Aber Vater!

Renee! Was sind das für neue Neigungen zu humaner Gesinnung?

Fordere besser von deinem Verlobten, unerbittlich zu sein. Also, tu es!

Gerard, sei unerbittlich.

Aber nicht zu sehr. Heute ist unsere Verlobung. Das ist meine erste Bitte.

Ich verspreche es dir.

Anklopfen

Herein!

Der Kommissar brachte Edmond Dantes. Er soll hereinkommen.

Monsieur Dantes!

Bitte klären Sie dieses Missverständnis schnell.

Meine Gäste warten. Was für Gäste?

Ich verlobe mich. Die Störung ist sehr unangenehm.

Sie können sich das nicht vorstellen. Glauben Sie?

Warum bin ich hier? Sie sind Edmond Dantes, Kapitän der "Pharao".

Ja. Sie waren nie Bonapartist.

Ich umsegelte fast die ganze Welt. Aber Politik ...

Haben Sie einen Feind? Ich weiß nicht.

Man weiß es nie. Lesen Sie dieses Schreiben. Es betrifft Sie.

Die Schrift ist verstellt.

Beweisen Sie, dass die Anschuldigung falsch ist.

Wenn Sie nie einen Brief aus Elba mitbrachten, sind Sie sofort frei.

Doch, Herr Staatsanwalt. Ich tat es. Hier ist das Schreiben.

Es geht um Weinfässer, nicht um Politik.

Vielleicht ein verschlüsselter Brief. Aber keine Aufregung!

Man hatte von Ihnen einen guten Eindruck auf Elba.

Niemand traut Ihnen Schlechtes zu. Ihre Gutmütigkeit ist Ihr Verbrechen.

Ich kann Sie dafür nicht einsperren. Lassen Sie mich frei?

Bestimmt. Das freut mich für Sie und für mich.

Warum für Sie? Ich feiere heute auch Verlobung.

Das ist ein seltsamer Zufall. Lassen Sie mich wirklich frei?

Natürlich. Ein Verlobungsgeschenk für meine Braut.

Meine wartet bestimmt ungeduldig. Meine vermutlich auch.

Moment noch. Für wen war der Brief? Er hatte keine Adresse.

Ein Monsieur Noirtier sollte ihn abholen.

Wie bitte? Noirtier.

Aha.

Kennt noch jemand diesen Brief?

Nein, niemand. Sehr gut.

Ich beweise Ihnen mein Wohlwollen und vernichte ihn.

Damit ist jede Spur beseitigt.

Zufrieden? Ich danke Ihnen, Herr Staatsanwalt.

In Marseille wissen nur wir beide von dem Brief.

Leugnen Sie alles! Dann kann Ihnen nichts passieren.

Ich habe diesen Brief nie gesehen.

Und Monsieur Noirtier? Ist mir nicht bekannt.

Schwören Sie auf die Bibel.

Heben Sie die rechte Hand! Ich schwöre es.

Darf ich jetzt gehen? (klingelt) Man bringt Sie zurück.

Noch etwas Geduld! Haben Sie Vertrauen und lassen Sie sich führen.

Vielen Dank, Herr Staatsanwalt.

Schließen Sie die Tür!

Der Befehl. Lesen Sie!

"Edmond Dantes soll im Chateau d"If eingekerkert werden."

"Strenge Geheimhaltung und Bewachung erforderlich."

Wohin bringt ihr mich? Du sollst ohne Widerspruch mitgehen.

Sie haben den Befehl, mich freizulassen. Was tun Sie?

Lassen Sie mich frei!

Fahren Sie mich nach Paris!

Sire, selbst auf Elba bleibt Bonaparte sehr gefährlich.

Aber nein, keine Sorge! Napoleon wirft zurzeit Steinchen ins Wasser.

Sehen Sie, unser Polizeiminister ist zuversichtlich.

Hören Sie den Beamten aus Marseille an, wenn Sie mir nicht glauben!

Meinetwegen. Ich höre ihn an.

König lacht über Vogelgezwitscher.

Ein Geschenk meines Cousins, des Kaisers von Österreich.

Beeilen wir uns!

Sehen Sie die Telegramme durch. - Ja, Sire.

Ich bekam Auskünfte, dass Napoleon... ... versucht, mich zu stürzen.

Also kamen Sie sofort nach Paris, um mir das mitzuteilen.

Sie können nach Marseille zurückkehren.

Überbringen Sie dem Marquis de Saint-Meran meine besten Grüße.

Sire! Ich bin in 5 Minuten abgesetzt. - Aber warum?

Napoleon landete am 1. März! - Heute ist der 3. März!

Sie mit ihrer ganzen Polizei sind wieder der Letzte, der etwas erfährt!

Ein Beamter aus Marseille weiß es eher! Wir vergessen Ihnen das nie.

Bin ich abgesetzt? - Ich verzeihe Ihnen ein letztes Mal.

Ich mag keine Dummköpfe. Aber ich mag noch weniger neue Gesichter.

Bonaparte ist sicher schon verhaftet.

Wir lassen ihn vor Eurer Majestät tanzen wie einen Jahrmarktsbären.

Künstlicher Vogel zwitschert.

Begeisterte Rufe und Beifall von draußen

An die Arbeit, meine Herren!

Volksmenge jubelt begeistert.

Vogel pfeift eine Melodie.

Der Kaiser landete vor 92 Tagen. Heute wird sein Bild aufgehängt.

Der Dienstweg ist lang. Immer eine Regierung zu spät.

Staatsanwalt de Villefort? Noirtier, bitte.

Es handelt sich um Dantes. Der Vater, die Verlobte und Freunde sind hier.

Eine große Delegation. Treten Sie ein!

Ja, Dantes. Warten Sie ...

Er war angeklagt, Napoleon zu dienen. Der König ließ ihn verhaften.

Heute kommen wir aber zum Kaiser. Ich beugte mich dem König, wie alle.

Mein Vater ist rehabilitiert. Sie können sich auf mich verlassen.

Wenn Dantes nicht freigelassen wird, wende ich mich an den Kaiser!

Ich weiß nicht, wo er ist. Er wechselte mehrmals das Gefängnis.

Ich schreibe an die Direktoren und drohe mit dem Minister.

Dann muss man ihn freilassen. Vielen Dank.

Keinen Dank! Ich tue meine Pflicht. Ich kümmere mich persönlich darum.

Waren Sie heute schon am Kaiserhof? Jawohl.

Gibt es Neuigkeiten von der Schlacht? Noch nicht.

Wo findet sie statt? Bei Waterloo.

Ein unbekannter Ort. Napoleon siegt bestimmt.

Sie feiern Dantes" Befreiung und den Sieg bei Waterloo am selben Tag.

Ist das für den Kurier? Das hat Zeit bis morgen.

Du wieder mit deinem Saufraß! Ich bin Beleidigungen gewohnt.

Hör zu!

Ich gebe dir 100 Silberstücke. Du hast Geld!

In meiner Wohnung. Das ist alles, was ich besitze. Ich gebe es dir.

Du musst nur einen Brief abliefern. Dann sperrt man mich ein.

Ich schlage dir die Knochen kaputt, wenn du dich weigerst.

Dann lege ich mich vier Wochen ins Hospital und habe Urlaub.

Aber du wirst angekettet. Das ist schlimmer.

Ich will zum Gouverneur! Warum nicht gleich zum lieben Gott?

Ja, aber ... Was soll ich machen? Abwarten.

Brausender Volksjubel

Das viele Umziehen geht mir auf die Nerven.

Wie geht es Ihnen heute? - Ich glaube, ich sterbe.

Aber was denken Sie denn?

Hier ist Ihre Suppe. Danke.

Danke, Monsieur Morrel. Hat er wieder alles bezahlt?

Ja, auch die Miete. Sie dürfen das nicht.

Sie haben eigene Probleme. - Wer sagt das?

Sie verkauften ein Schiff. - Die "Pharao" bleibt für Ihren Sohn.

Ich hoffe noch. Meine Frau stickte diesen Geldbeutel für Sie.

Ich nehme ihn gern, aber ohne Geld. - Dann nicht.

Ich wollte gern noch meinen Enkel sehen.

Aber jetzt glaube ich nicht mehr daran.

Ermutigen Sie ihn, Monsieur Morrel.

Sie soll ihre Zeit nicht mit meiner Pflege verschwenden.

Und nicht auf meinen Sohn warten. Edmond kommt wieder.

Ich helfe dir ... Siehst du, so.

Kommst du jetzt mit?

Schneide du mir ein Stück ab.

Stumme Szene

Leutnant Mondego. Meinen Glückwunsch. Ich kenne Sie ... Ja, die Delegation!

Schweigen wir davon. Das war gegen meinen Willen.

Ich sah Sie schon vorher. Im Februar 1815.

Aha.

Viele hatten Vorteile von dieser Begegnung.

Sie auch? Als Staatsanwalt, in der Ausübung meines Berufes.

Sagen Sie es mir, wenn Sie irgendwann Hilfe brauchen.

Vielen Dank. Ich beneide Sie. Um meine Beförderung?

Nein, um Ihre künftige Ehe. Ich möchte auch gern heiraten.

Mercedes? Woher wissen Sie das?

Sie konnten sie damals nicht ansehen. Sie will mich nicht heiraten.

Sie wartet auf Dantes. Sie glaubt, dass er noch lebt.

Sie verlangen viel. Er muss nicht wirklich sterben.

Sie soll es nur glauben. Viele wurden erschossen nach dem Regierungswechsel.

Damals gab es viele Tote ohne Totenschein.

Jetzt gibt es einen Totenschein ohne einen Toten.

Eine prächtige Lösung. Abgemacht. (spöttisch) Armer Dantes!

Bedauernswerter Dantes. Bedauernswerter Dantes.

Glocken läuten, Kinder rufen Glückwünsche.

Jetzt zu Nummer 27, Herr Inspektor. Das ist ...

Ich kann den Namen nicht lesen. Die Feuchtigkeit verwischte ihn.

Wie lange ist er hier? - 17 Monate.

Strenge Einzelhaft? - Ja.

Die Einzelhaft ist gut. Nach zwei Jahren sind die Gefangenen verrückt.

Sie leiden nicht mehr, wenn sie verrückt sind.

Der Gefängnisinspektor möchte Ihnen einige Fragen stellen, Dantes.

Ich weiß schon, was Sie antworten. Ich höre immer wieder dasselbe.

Sie sind unschuldig. Das Essen ist schlecht.

Dantes stöhnt.

Er setzt die Tradition fort. Das Essen ist mir egal.

Warum? - Er isst nicht mehr.

Ich will ein Urteil! Wurde er nicht verurteilt?

Ich will wissen, was ich getan habe! Wofür werde ich bestraft?

Ich weiß es nicht. Ich prüfe Ihren Fall.

Sie werden ... meinen Fall prüfen. Ja, natürlich. Aber essen Sie wieder!

Es ist nicht so gut wie im Restaurant, aber es schmeckt.

Sie sind bei meinem nächsten Besuch hoffentlich verurteilt. Und klüger.

Wollen Sie noch etwas sagen? Ja. Welcher Tag ist heute?

Der 30. Juli 1816. Danke, Herr Inspektor.

Warum ist er hier?

Ich glaube, auf Befehl von Monsieur de Villefort.

Er ließ Dantes am Tag vor der Ankunft Napoleons einsperren.

Ein Bonapartist! Dann lassen wir den Fall besser ruhen.

Dantes lacht hysterisch.

Dantes hört in seiner Fantasie Wellen rauschen und Glocken läuten.

Leise Klopfgeräusche

Klopfen wird lauter.

Klopfen verstummt.

Schritte

Geht es dir besser?

Was ist mit dem Essnapf? Runtergefallen.

Das gibt Arrest. Habe ich schon.

Dein Glück! Ich hole dir aber keinen neuen Napf.

180 Stufen hochklettern: Das fällt mir nicht ein. Iss das irgendwie.

u0p0p0p5u0p055 55 200 !!#!!!#!#!#!!! Thüring. HC - Ketsch Ticker Spielbeginn: Freitag,27.Dezember 20:00 Uhr

u0p0p0p5u0p055 55 200 !!#!!!#!#!#!!! Thüring. HC - Ketsch Ticker Spielbeginn: Freitag,27.Dezember 20:00 Uhr

Alles in Ordnung? - Alles in Ordnung.

Hören Sie mich? Sind Sie noch da?

Haben Sie Angst zu antworten? Was ist los?

(stöhnt) Habe ich mich verhört? Ich verlor wohl schon den Verstand.

Klopfen

Wer sind Sie? Antworten Sie! Und wer bist du?

Gefangener Nummer 27. Ich bin Nummer 34.

Hast du Werkzeug? Ein Stück Eisen.

Arbeite dich zu mir durch!

Hier? Nein, nicht ganz.

Hier? Ja. Das ist richtig.

Wer sind Sie? Ich bin ... Ich war Abbe Faria.

Abbe Faria ...

Ich bin es nicht mehr gewohnt, dass jemand meinen Namen ausspricht.

Faria war einst ein schöner Name.

Alle Revolutionäre Italiens jubelten ihm zu.

Wer bist du? Edmond Dantes.

Edmond Dantes ... Mein Name hört sich auch fremd an.

Du bist noch nicht sehr lange hier. 17 Monate. Oder zwei Jahre?

Ich weiß nicht genau, wie lange.

Wie lange sind Sie hier gefangen? Zehn Jahre.

Verurteilt zu lebenslanger Haft. In Frankreich und Italien.

Warum? Weil ich die Freiheit liebe.

Sie waren ein Verschwörer! Ja, Verschwörer gegen alle Tyrannen.

Ich bin es immer noch. Der Hass gibt mir Kraft.

Du bist auch politischer Gefangener, du wärst sonst nicht hier.

Erzähl mir von deinen Feinden. Ich erzähle von meinen.

Dann planen wir, wie wir uns rächen. Ich will mich nicht rächen.

Wenn Rache zur Gerechtigkeit führt, gibt es nichts Schöneres.

An wem soll ich mich rächen? Ich habe keine Feinde.

Ich wurde hergebracht, ohne Urteil. Wer befahl das?

Niemand wollte mir das sagen. Wir erfahren es! Wenn du nicht lügst.

Dann bestrafen wir die Schuldigen.

Ich bekämpfe die Ungerechtigkeit mit allen Kräften.

Wir führen den Kampf in Zukunft gemeinsam. Wir haben die Mittel.

Hör genau zu! Du siehst nur einen zerlumpten Gefangenen.

Aber er ist vielleicht der reichste Mann der Welt.

Denkst du auch, ich bin wahnsinnig? Nein, ich bewundere Sie.

Woher dieser Mut, nach zehn Jahren? Ich arbeite jeden Tag. An der Flucht.

Ich versuchte alles. Ich täuschte Krankheit vor.

Ich bestach die Wachen, bot dem Direktor mein Vermögen an.

Alles umsonst. Dann stellte ich dieses Werkzeug her.

Seit über drei Jahren grabe ich. Viel Arbeit, um einige Steine zu lockern.

Wieder umsonst! Meine Berechnungen waren falsch.

Ich wollte unter der Gefängnismauer durch, an der oberen Felsenkante.

Die Felsen sind da! Ich behielt die Orientierung, als man mich brachte.

Wir beginnen wieder mit der Arbeit! Aber das dauert Jahre, auch zu zweit.

Die Zeit zählt nicht, wenn man Hoffnung hat.

Wir erleben den Tag gemeinsam, an dem wir das Meer sehen.

Das Meer ...

Alle Segel setzen!

Kapitän, ein Unwetter kommt. Ist mir egal. Hier befehle ich!

Sie sind streng. Ich bestimme hier. Und Gott.

Aber Gott beachtet uns beide nicht sehr. Wir wären sonst nicht hier.

Trinken wir auf Ihre schnelle Ernennung!

Ich bin zum türkischen Sultan kommandiert.

Darum bringe ich Sie nach Konstantinopel.

Wie bekamen Sie diesen wichtigen Posten?

Durch einen Beamten des Königs. Trinken wir auf sein Wohl!

Ich glaube, ich kenne seinen Namen. Zum Wohl!

Er fühlt sich sicher wohl. Wohler als Dantes. Er musste so jung sterben ...

Bedauerlich für ihn. Das ist Schicksal, mein Freund.

Die Araber sagen "Kismet". Das ganze Leben ist vorgeschrieben.

Bei Dantes mit der linken Hand. Sie reden zu viel!

Einer von uns kann sicher fliehen, auch wenn unsere Arbeit scheitert.

Wie?

Sie nähen tote Gefangene ein in ein Segeltuch und werfen sie ins Meer.

Man muss nur den Platz des Toten einnehmen.

Aber in einem Sack ertrinkt man! Man muss ihn von innen aufschlitzen.

Dazu braucht man ein Messer. Das ist richtig.

Ich arbeitete lange daran. Prüfe, ob die Klinge scharf genug ist.

Du siehst: Der Überlebende kann fliehen. Du bist der Jüngere.

Hast du genug Geduld, um auf diesen Tag zu warten?

Glauben Sie, ich werde Sie töten? Nein, du hast keine bösen Gedanken.

Du kannst mir gerade ins Gesicht sehen.

Gott entscheidet zwischen uns.

Noch ein kleines Stück! Dann müssen wir wieder rauf.

Eine Steinlawine prasselt.

Hochwürden, sind Sie verletzt? Antworten Sie!

Sind Sie verletzt, Abbe Faria?

Faria stöhnt.

Ich kann mich nicht mehr bewegen. Bestimmt ist etwas gebrochen.

Ich rufe jemanden. Nein! Du sollst nicht rufen.

Sparen Sie Ihre Kräfte bis zur Nacht. Ich erlebe die Nacht nicht.

Sie werden nicht sterben! Doch. Aber es tut mir nicht leid.

Meine Erfahrungen, meine Gedanken, mein Werk: Nichts ist verloren.

Ich übermittelte dir alles. Du lebst. Du wirst mein Nachfolger.

Ich flehe Sie an ... Ich verrate dir jetzt mein Geheimnis.

Hör zu, Dantes! Du wirst einmal der reichste Mensch der Welt sein.

Ich fand einen Schatz. Den Schatz des Cesare Spada.

Dieser Schatz liegt seit zwei Jahrhunderten bei Orbetello.

Auf der Insel "Monte Christo". An der Wand da ... an der Mauer ...

Eine Zeichnung.

Der Plan der Insel. Das Wappen der Familie Spada.

In der Grotte ... Der Schatz. Der Schatz! (stöhnt laut)

Beruhigen Sie sich! Der Schatz.

Glaubst du mir nicht? Doch, aber Sie haben Fieber.

Schwöre, dass du hingehst! Ich schwöre es.

Du siehst, Gott hat entschieden.

Es ist sein Wille, dass du der Gerechtigkeit dienst.

Bestrafe die Schuldigen!

Aber ... Das Messer! Nimm das Messer!

Richtig, das Messer!

Schritte

Ich führe Ihr Werk zu Ende. Mein Sohn ...

Er schläft schon wieder am Tag. Ich möchte auch so ein faules Leben.

Abbe Faria stöhnt.

Bist du krank?

Faria stöhnt und röchelt.

Das wird jetzt kalt im Wasser. - Er friert bestimmt nicht mehr.

Eins!

Zwei!

Drei!

Dumpfer Aufprall

Ihr habt es gut. Ihr schlaft den ganzen Tag und wir müssen arbeiten.

Fehlt dir etwas?

Hilfe!

Hilfe!

Das ist bestimmt eine Falle der Grenzer. Ruder hart backbord!

Spinnst du, Jacopo? Ich lasse keinen Menschen sterben.

Der Zoll kommt bestimmt nicht zu uns. Ich sagte, hart backbord!

Hilfe!

Nahmst du ein Morgenbad? Woher kommst du?

Antworte! Wir nehmen nicht jeden mit.

Unser Schiff prallte heute Nacht auf die Felsen.

Felsen? Wo? Da drüben.

Warum sahen wir nichts davon?

Wir sahen keine Schiffbrüchigen. Alles gelogen!

Sag uns lieber die Wahrheit! Nein.

Kanonenschüsse

Das ist die Kanone von Chateau d"If! Vielleicht entfloh ein Gefangener.

Hier! Das ist Rum. Du hast sicher viele Jahre keinen getrunken.

Welcher Tag ist heute? Der 28. Februar.

Welches Jahr? 1833.

Ach, Unsinn. Ihr macht einen Scherz.

1833? Nein, ich glaube das niemals.

18 Jahre.

Trink! Hier an Bord bist du sicher. Lieber Flüchtlinge als Zollbeamte.

Ihr wisst es!

Aber ja! Flüchtlinge bekommen die große Salve. 12 Kanonenschüsse!

Wenn sie dich einfangen, gibt es nur 12 Gewehrkugeln.

Sie werden dich nicht einfangen.

Besser, ich verlasse euch bald. Bei einer dieser kleinen Inseln.

Wann kommt Ihr wieder vorbei? In acht Tagen.

Holt mich auf der Rückfahrt ab! Wohin willst du?

Auf die Insel Monte Christo. Einverstanden.

In acht Tagen! Ja, in acht Tagen!

Vögel zwitschern laut und vielstimmig.

Wasser gurgelt und klatscht an die Felsen.

Spannende Musik

(Kinder) Anschlag für mich! - Anschlag für mich!

(Gesang) "Ich weiß ein Mägdelein mit wunderschönen Augen."

"Das soll die Nächste sein."

"Und dieses schöne Mädchen mit blütenweißer Haut ..."

"... wird unsre nächste Braut, wird unsre nächste Braut."

"Wem wird sie angetraut? Wem wird sie angetraut?"

Bravorufe und Beifall

(Frauenstimme) Wartet! Jemand klopft.

Bitte sehr? Ich will nicht stören ...

Ja, wir haben eine kleine Feier. Nur eine Frage!

Kennen Sie einen Monsieur Dantes? Er wohnte hier.

Monsieur Dantes? Ja, er wohnte hier. Aber er ist schon lange tot.

Und ... Mademoiselle Irera?

Mercedes Irera? Das ist wohl schon lange her?

Fast 20 Jahre. Damals wohnten wir nicht hier.

(alle) Tante Helene, Tante Helene! - Sie rufen mich.

Wir wollen weiterfeiern. Man muss solche Gelegenheiten nutzen.

Was wurde aus Monsieur Morrel? Lasen Sie das Plakat?

Er ist beliebt. Darum ist das Haus noch nicht versteigert.

Die Gläubiger hatten Geduld. Aber alles war gegen ihn.

Die Konkurrenz, die Präfektur ... Warum die Präfektur?

Wegen seiner Einstellung. Er hatte auch viel Pech.

Trinken Sie ein Glas mit mir. Gern.

Alles begann mit dem Untergang der "Pharao". Ist sie gesunken?

Ja, bei Schönwetter. Das Schiff hatte einen seltsamen Kapitän.

Einen Trunkenbold namens Caderousse. Caderousse?

Ja. Sein Vorgänger wurde wegen politischer Umtriebe verhaftet.

Wie hieß er nur ... Ist Caderousse noch Kapitän?

Nein. Nach dem Schiffbruch musste er seinen Abschied nehmen.

Er ist jetzt verheiratet und Gastwirt am Pont du Gard.

Hier ist nichts los! Warum heiratete ich nur eine Kneipenbesitzerin?

Deine Schuld, dass keiner kommt! Du betrügst!

Ich tue das wenigstens mit einem Lächeln.

Wo war dein Lächeln, als ich mir von dem Adjunkt Geld borgen wollte?

Ich hatte keine Lust, dich mit ihm zu betrügen. Alles nur Gerede.

Guckt ein armer Kerl mich an, bist du wütend. Ist er reich, siehst du weg.

Reden wir davon,dass wir pleite sind. Wir sind arm, weil du feige bist!

Lass die Schmuggler ihre Waren im Keller verstecken!

Das ist gefährlich. Genau. Du bist ein Feigling.

Willst du Ohrfeigen? Versuche es nur! Feiger Kerl.

Du bist kein Mann!

Entschuldigung. Ich bin Pater Busoni. Ich will den Wirt sprechen.

Ich habe kein Geld. Ich bitte nicht um Almosen.

Dann setzen Sie sich. Das ist meine Frau.

Kannten Sie im Jahr 1815 einen Schiffsoffizier mit Namen Dantes?

Oh, sehr gut! Ich war Zweiter Offizier und sein bester Freund.

Ich war verzweifelt bei seiner Verhaftung.

Er wurde später erschossen. Wer sagt das?

Fernand Mondego. Kennen Sie ihn? Er war der Cousin von Dantes" Braut.

Er sagte 1816, dass Dantes tot ist. Glaubte Mercedes das?

Ja. Sie hätte Fernand sonst nicht geheiratet.

Das war ein schlauer Kerl! Wurde Dantes etwa nicht erschossen?

Nein, er starb erst vor kurzer Zeit. Ich selbst segnete ihn.

Wusste er, warum er eingesperrt war? Nein.

Was für Zustände sind das! Er starb also im Elend ...

Nein, er hatte im Gefängnis einen reichen Freund.

Dieser vererbte ihm einen Diamanten. Einen Diamanten?

Einen echten? Hier ist er.

Wie viel ist er wert? 50.000 Franken. Mit Ring noch mehr.

Sind Sie der Erbe? Nein, der Testamentsvollstrecker.

Der Erlös wird zwischen dem Vater, Mercedes und Caderousse geteilt.

Der Vater ist tot! Ich weiß. Es geht in zwei Teile.

Darf ich ihn ansehen? Bitte.

Wundervoll. Warum in zwei Teile? Mercedes bekommt eine Hälfte!

Das ist überflüssig. Warum?

Sag es ihm! Sprich! Ich weiß, sie ist verheiratet.

Gibt es noch einen Grund? Viele Gründe.

Sie ist reich genug. Mondego machte Karriere und hat viel Geld.

Er heißt jetzt Graf de Morcerf. Das ist kein Grund sie auszuschließen

Dantes wurde denunziert. Wissen Sie das genau?

Mondego war daran beteiligt. Still! Das ist nur eine Annahme.

Ja, dann ... Es ist wahr!

Sei still!

Mein Mann sah, wie Fernand den Brief zu Ende schrieb. Wer begann ihn?

Ich war betrunken! Fernand hat den Brief abgegeben.

Das erschwert die Erbschaft. Geben Sie uns den Stein.

Dantes hatte keinen besseren Freund als Caderousse.

Ich begrub seinen Vater.

Sie? Ich verkaufte die Möbel.

Wir hatten viel Ärger damit. Der Tisch dort ist von ihm.

Die Stühle auch. Und die Lampe.

Die Tischdecke und diese Geldbörse. Wir haben ihn nicht vergessen.

Ein J und ein M? Das sind nicht seine Initialen.

Monsieur Morrel schenkte ihm die Börse mit etwas Geld darin.

Dann ist alles klar. Der Diamant gehört rechtmäßig Ihnen.

Es ist spät. Ich muss gehen. Darf ich Ihnen etwas anbieten?

Ein Andenken an Freund Dantes? Ja, die Geldbörse.

Natürlich nur, wenn sie leer ist. Wenn Ihnen das Freude macht ...

Bitte sehr! Vielen Dank, Madame. Adieu!

Der Stein soll Ihnen Glück bringen! Sie haben es verdient.

Hoffentlich ist er echt. Natürlich!

Ich gehe sonst nie mehr zur Kirche.

Wir fragen den Juwelier aus Paris. Er ist in der Stadt.

Niemand soll es erfahren. Die Leute sind geschwätzig.

Ich reite los.

Sturm heult, Donner kracht.

Schnell! Was ist? Der Stein ist echt.

Aber er bietet nur 45.000. Mehr nicht?

Wir einigten uns nicht. Er will erst Sie fragen.

5.000 verlieren? Wir sind dafür zu arm.

Schade. Ich habe das Geld schon hier. - Wir finden einen anderen Käufer.

Er wird sich wundern. So ein Diamant fällt nicht vom Himmel.

Vielleicht alarmiert er sogar die Polizei. Aber wie Sie wollen ...

Los, gib ihm den Ring! Dann bemühten wir Sie nicht umsonst.

Hier ist Ihr Geld.

Essen Sie noch mit uns! - Nein, ich habe es eilig.

Monsieur, machen Sie uns die Freude! Ja, bitte.

Nein, ich muss zurück.

Warten Sie das Gewitter ab. - Das kann die ganze Nacht dauern.

Übernachten Sie hier! - Nein, ich habe zu tun.

Dann wollen wir Sie nicht aufhalten. Danke. Gute Nacht! Ist das finster!

Gehen Sie am Kanal entlang!

Warum ließest du ihn gehen? Er hatte so viel Geld!

Ich wollte die 5.000 noch kassieren. Halte den Mund.

Du dachtest dasselbe wie ich. Aber du bist eben ein Feigling.

Was? Du hast ihn weggelassen!

45.000 Franken sind viel. Du bist immer zufrieden.

Gib her! Ich verwahre es. Lass los! Das gehört mir.

Gib mir die Hälfte! Ich bezahle unsere Schulden.

Der liebe Gott schickt ihn zurück! Wir sprachen gerade von Ihnen.

Wir bedauerten Sie in dem Unwetter. - Das war auch kein Vergnügen.

Hier ist es angenehmer. - Ganz bestimmt.

Caderousse, öffne eine Flasche Wein!

Das Unwetter hat aufgehört. Nein, es fängt erst an.

Ich habe keine Angst. Aber so ein Unwetter lockt Diebe hervor.

Die armen Leute draußen! - Die Bedauernswerten.

Sie haben es hier warm und trocken. - Keine Umstände bitte.

Wir tun das gern. Wann soll ich Sie wecken?

Bei Tagesanbruch. - Schlafen Sie unbesorgt!

Vorher gibt es ein gutes Abendessen.

Donner

(Juwelier) Diebe! Mörder!

Frau schreit.

zwei Schüsse

Glockenläuten

Entschuldigung, sind Sie die Tochter des Reeders Morrel? Ja.

Geben Sie das bitte Ihrem Vater. Von wem?

Mein Name ist nicht wichtig. Sie verstehen alles später.

Morgen 10 Uhr. Sie müssen dabei sein bei der Versteigerung Ihres Besitzes.

Ich weiß, das ist schmerzlich. Aber vielleicht möchten Sie mitbieten.

Ich habe kein Geld, darum kam es so weit.

Ja, das ist wahr.

Vater!

Vater! Wir sind gerettet. - Gerettet?

Hier! Mach auf!

Ich soll dir das geben. Alle deine Schuldscheine sind darin!

Eingelöst! Wer gab dir das?

Monsieur Morrel!

Was ist los? - Der Hafenkommandant schickt mich.

Ein Schiff mit Ihrer Flagge und dem Namen "Pharao" kommt an.

Monsieur Morrel? - Ja.

Wieso trägt das Schiff meine Flagge? - Es gehört Ihnen.

Woher kommen Sie? - Aus Genua, von der Werft.

Wer ließ das Schiff bauen? - Eine Bank überwies das Geld.

Aber niemand kennt den Auftraggeber.

Guten Tag, Jacopo. Trauerst du deinem früheren Gewerbe nach?

Ach, nein ... Immer nur Tabak! Ich bin froh über die Veränderung.

Du bist nun der Verwalter des Grafen von Monte Christo.

Diese Urkunde macht mich zum Grafen.

Mein Herr Graf... Nenne du mich bitte nicht so!

Steig ein! Ich erkläre dir alles.

Ich zahle 200 Louisdor, wenn wir bis Dienstag in Paris sind!

Ich sage dir jetzt, warum ich so eilig nach Paris will ...

Untertitel: Claudia Streibig

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