All language subtitles for In Her Car-Der Junge, der zur Geige wurde.deu

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Lydia Dascha

* Stimmengewirr *

(Frau) Oh, Gott.

Gott, steh mir bei.

(Off) Es war einmal eine Frau,

deren Sohn ständig Geige spielte.

Doch der Mutter gefiel das Geigenspiel gar nicht.

Das da müsste er sein.

Da sprach die Mutter im Zorn:

"Mögest du doch selbst zur Geige werden!"

Tanja, können Sie ihn sehen?

Tanja!

Sofort verwandelte sich ihr Sohn

in eine Geige.

Da oben im Bus ist er, halten Sie den Bus auf!

Ich bitte Sie, Sie müssen ihn aufhalten!

Bitte, bitte, halten Sie ihn an!

(Sprecherin) Nachdem sie ihn verflucht hatte,

verfiel die Mutter in Kummer.

Da oben ist er, halten Sie ihn doch auf!

Gott, steh mir bei.

Sie verließ ihr Haus und kehrte nie wieder zurück.

* Lautes Hupen *

Der Junge, der sich in eine Geige verwandelt hatte,

blieb ganz allein zurück.

* Intro-Musik *

* Etwas rumpelt. *

Haben Sie den Knall gerade gehört?

Diese Klopfgeräusche...

Die kommen seit zwei Tagen immer wieder.

Hauptsache, der Wagen geht nicht kaputt.

Wir haben es eilig.

Tetjana Arkadijiwna... Tanja.

Lidotschka, bitte nennen Sie mich nicht so.

Ich heiße Tanja, einfach Tanja.

Tan-ja.

Na gut. Tan-ja.

Wann sollen wir denn nun eigentlich bei Ihrem Enkel sein?

Da muss ich erst mal ein bisschen rechnen.

Also, gegen zwei, drei, nein, vermutlich halb drei...

Zehn Minuten, hin und zurück, noch 30 Minuten,

halb sechs, plus...

Der Mann, der mich angerufen hat, hat nämlich überhaupt nichts...

Warte, stören Sie mich nicht... Miroslaw oder so.

Er hat nicht gesagt, wie viel Uhr.

Dreiviertel vier. Auf keinen Fall später.

Zuerst kommt der Appell, dann werden sie aufgerufen,

packen ihr Marschgepäck und dann an die Front.

Oh mein Gott.

Wieso denn nur dieser furchtbare Krieg?

Warum reichen ihm denn nicht Sibirien, der Ural und die Tundra?

Warum kann er uns nicht in Ruhe lassen?

Warum nur muss mein Kind in den Tod ziehen?

Tanjuscha...

* Es rumpelt wieder. *

Ups...

Mist.

Oh, nein, nein, nein, nein, nein...

* Hupendes Geräusch *

So ungefähr. Halte durch.

Bevor ich mir kein klares Bild von allem gemacht habe,

will ich Dima nicht treffen.

Ich würde dir sowieso davon abraten, dich ohne Anwalt zu treffen.

Er wird mir nichts tun.

Ach ja, durch Stas, den Intendanten des Theaters,

bin ich auf Andrij gestoßen.

Ich warte seit Tagen auf seinen Rückruf.

Andrij? Der Patenonkel von deiner Dascha?

Ja.

Denkst du etwa, dass er an dem Angriff auf den Bus beteiligt war?

Keine Ahnung, aber er hat die Leute überredet,

in diesen Bus zu steigen.

Natalia ganz besonders.

Lydia, ohne Beweise dafür hilft uns das nicht weiter.

Ich rufe dich an, wenn ich etwas Neues weiß.

Gut, bis dann. Bis bald.

Tanja.

Tanja, was machen Sie da?

Ich werde es mir nie verzeihen, wenn ich zu spät komme.

Der Mechaniker sagt, es dauert nur eine Stunde.

Und wenn es zwei Stunden dauert?

Soll ich dann etwa das Kasernentor küssen?

Wir haben noch genug Zeit.

Sie schaffen es, sich von Ihrem Enkel zu verabschieden.

Das verspreche ich.

Kommen Sie, wir trinken einen Kaffee.

Haben die auch löslichen?

Fragen wir einfach.

Von gemahlenem Kaffee platzen mir die Äderchen in den Augen.

Wie hoch ist Ihr Blutdruck? Niedrig.

(Nachrichtensprecher) ... feindliche Ziele ausgeschaltet.

Ukrainische Kampfjets schlossen mehrere Gefechte erfolgreich ab.

Sie haben einen Kampfjet und ein Erdkampfflugzeug abgeschossen.

Unsere Luftwaffe hat russische Kolonnen

aus Panzern und Fahrzeugen angegriffen.

Pascha hat Geige studiert.

Die Pistolen haben aber gewonnen.

Er ist auf die Militärakademie gegangen.

Meinen Sie, er darf die Geige mitnehmen?

Er ist Oberleutnant. Offizier mit 25.

Man bittet ihn um Erlaubnis, nicht umgekehrt.

Wollte Pawlo schon als Kind Soldat werden?

Männer... Was soll ich dazu noch sagen?

Ich sollte für meinen Stand Schutzgeld bezahlen.

Auf dem Markt. Pawlo hat das geklärt.

Ich verkaufe alte Bücher auf dem Markt,

wussten Sie das?

Na, dann wissen Sie es jetzt, Lidotschka.

Kommen Sie vorbei, wenn Sie in Odessa sind.

Eine Büchersammlung wie in Hogwarts.

Da ist was für die Seele dabei, und es ist eine gute Investition.

Sammeln Sie schon lange?

Während der Sowjetunion war ich Bibliothekarin.

Aber als sie dann die Bibliothek dichtgemacht haben,

habe ich Einiges ausgeliehen.

Verraten Sie mich nicht.

Bestimmt nicht.

Ach, die Bücher hätte man sowieso weggeworfen.

Ich habe sie gerettet.

Ich habe eine Menge ukrainischer Bücher,

besonders liebe ich Stus, Hwyljowyi und Ryljskyj.

Auf dem Markt nennt man mich

"die Odessitin mit dem ukrainischen Herzen."

Schön, dass ich Sie getroffen habe.

Und warum?

Wenn das nächste Mal einer zu mir sagt,

dass Odessa eine absolut russische Stadt ist,

stelle ich ihm Sie vor.

Oder besser noch, meinem Enkel.

Der würde dem aber so was von zeigen,

wo der Hammer hängt.

Was soll denn aus ihm werden, so ganz alleine?

Ich dachte, dass dieser Miroslaw,

der mich Ihretwegen um Hilfe gebeten hat,

ein guter Freund von Pawlo ist.

Hm. So ist es.

Bloß ein Genosse.

* Telefon klingelt. *

Bitte entschuldigen Sie.

Da muss ich rangehen.

Hey, hallo, Andrij.

Sag mal, gehst du mir etwa aus dem Weg?

Nein, ich habe meine Familie nur in die Westukraine gebracht.

Aber der Empfang hier ist eine Katastrophe.

Erzähl mir lieber, wie es meiner Patentochter geht.

Sie ist in Berlin. Geht's ihr gut?

So weit schon.

Dascha würde sich freuen,

wenn ihr Patenonkel sich mal bei ihr melden würde.

Du weißt ja, wir haben uns ein bisschen aus den Augen verloren.

Deswegen rufe ich ja an.

Weswegen habt ihr euch gestritten, du und Dima? Was war los?

Ich weiß es nicht mehr. Die Zeiten waren, wie sag ich das...

Turbulent. Klar.

Wieso fragst du? Ich bin nur neugierig.

Ihr wart unzertrennlich. Und dann warst du weg.

Ich habe gedacht, du würdest ihm den Hintern abwischen,

wenn er dich bitten würde. Was soll das?

Als Dima wollte, dass du die Theater-Leute dazu bringst,

in den Bus zu steigen,

konntest du dich nicht bremsen, oder?

Hast du gewusst, dass sie auf den Bus schießen würden?

Wusstest du, dass meine Schwester sterben würde?

Der Empfang ist total schlecht...

Lass uns später telefonieren. Was hat sie euch getan?

(schreit) Einen Augenblick!

Die Mechaniker sagen, der Wagen ist fertig.

Fahren wir los? M-hm.

Es tut mir leid.

Manchmal wartet man ewig auf ein Gespräch,

aber danach...

...wünscht man sich, es hätte nie stattgefunden.

Hm.

Kurz nach drei Uhr nachts klingelte es, ein Ferngespräch.

Man erkennt ein Inlandsgespräch daran,

dass die Pausen zwischen den Klingeltönen viel länger sind.

Aber bei Anrufen aus dem Ausland klingelt es wie verrückt.

Da hab ich gewusst, dass sie das war.

Das war '98.

Rita hat mich aus Chicago angerufen

und gesagt, sie würde nicht zurückkommen.

"Du musst allein für Pascha sorgen.

Ich werde hier mein Glück versuchen."

Ihre Tochter?

Sie wollte ihn nicht.

Die Schwangerschaft war ein Versehen.

Nach der Geburt...

...war mir sofort klar,

dass sie sich niemals um ihn kümmern würde.

So war's.

Sie waren auf sich gestellt?

Ja, war ich.

Sie wollte da ein neues Leben beginnen,

einen Mann finden, arbeiten.

Ein paar Jahre hat sie noch angerufen.

Irgendwann hat sie uns vergessen.

Das muss sehr schwer für Sie gewesen sein.

Ich war nur noch am Schuften, wie ein Pferd.

Ich war Buchverkäuferin, Altenpflegerin...

Ich war mir auch nicht zu schade, dafür bei anderen zu putzen.

Egal, wo.

Pascha habe ich das nicht gesagt.

Und so kam Kopeke zu Kopeke.

Und er bekam eine neue Winterjacke.

Hat er nach seiner Mutter gefragt?

Als er noch klein war,

hat er sich Fotos von ihr angesehen und nach ihr gefragt.

Etwas später wollte er sich nicht mehr erinnern.

Deswegen hat er die Fotos weggeworfen.

Das hat ihn wohl mehr belastet, als ich angenommen hatte.

Jedenfalls frage ich mich,

was ich...

... falsch gemacht hab.

Welche Fehler habe ich bei seiner Erziehung gemacht?

(Radio) Beim nächsten Lied erinnern wir uns an friedliche Zeiten

und an all die Lieder, die wir damals gehört haben.

Tanja, Sie haben einen starken Mann großgezogen.

Was meinen Sie mit Fehlern?

* Laute Party-Musik *

Sie sehen aus wie meine Großmutter.

Gott bewahre.

Ich will putzen!

Jemand hier drin?

Ich muss hier erst mal putzen!

Pawluscha?

Was hast du hier verloren?

Oma...

Das ist Miroslaw.

Mein Freund.

Oma, ich hätte es dir schon längst sagen müssen...

Oma!

(in ihrem Kopf) Das ist Miroslaw. Das ist Miroslaw.

Mein Freund. Mein Freund.

Oma!

Am nächsten Morgen sind sie zu uns nach Hause gekommen.

Pawlo hat wieder damit angefangen.

Er meinte, so wie es ist, wäre es für ihn perfekt.

Er wäre nur mit Mädchen ausgegangen, um zu verheimlichen,

dass er... Himmel noch mal.

Warum war sein Coming-out so ein Problem für Sie?

Das meinen Sie nicht ernst.

Wie könnte es das nicht sein?

Er war ein völlig normaler Junge.

Und peng, ist er Elton John. Im Fernsehen ist das was anderes.

Die sind berühmt.

Die machen das nur fürs Image, vermute ich mal.

Aber in Wirklichkeit? Unglaublich.

Wer hat ihm diesen Unfug bloß in den Kopf gesetzt?

Warum denken Sie, dass es Unfug ist?

Und dass er angestiftet wurde?

Oh... Sie also auch, Lidotschka?

Ich habe Sie für eine vernünftige Frau gehalten.

Wurden Sie etwa auch von den europäischen Werten infiziert?

Entscheiden Werte darüber, wer wir sein und wen wir lieben dürfen?

Von außen ist es leicht zu beurteilen.

Wenn Sie selbst von dieser Schande betroffen wären,

hätten Sie eine andere Meinung dazu.

Als Dascha, meine Tochter, 15 war, sagte sie mir,

dass sie auf Jungs und Mädchen steht.

Na und? Sie ist ja auch ein Mädchen.

Wo ist der Unterschied?

Der Unterschied ist,

dass Ihre Tochter nicht zur Armee muss.

Da kann man für so etwas abgestochen werden.

Gott bewahre.

Gibt es denn keinen anderen Weg?

Haben Sie Ihre Dokumente nicht dabei?

Doch, doch, alles da.

* Tanja atmet tief aus. *

Machen Sie den Kofferraum auf.

Ja, sofort.

Was ist in dem Koffer?

Eine Violine, was sonst?

Glauben Sie einer alten Frau etwa nicht?

Diskutieren Sie nicht, öffnen Sie den Koffer.

Das ist eine Geige für meinen Enkel. Er ist Ihr Kollege.

Taras!

Komm her.

Tanja.

Machen Sie den Koffer auf.

Dann rufe ich ihn jetzt an. Er ist in Kyiv stationiert.

Öffnen Sie ihn sofort.

Ich habe sie von jemandem im Internet gekauft.

Pawluscha braucht sie, damit er sich verteidigen kann.

Na los.

Machen Sie auf.

Raus aus dem Wagen.

Ich habe sie gebeten, den Koffer zu öffnen.

Sie wollte nicht.

Wollt ihr was Lustiges sehen? - Halt dich fest.

* Elektronische Schussgeräusche *

(Tanja) Heilige Mutter Gottes!

Ich bin so eine dämliche Kuh!

Was hat er mir da bloß verkauft?

Er hat geschworen, die ist aus Afghanistan.

Wie soll ich meinen armen Pawluscha jetzt beschützen?

Oh mein Gott!

Das war unser Glück.

Andernfalls hätten sie uns nicht weiterfahren lassen.

* Tanja weint. *

Wir haben noch eine Stunde.

Und ist es noch weit?

Wir kommen zu spät!

Wir kommen zu spät!

Beruhigen Sie sich.

Wir werden es niemals schaffen!

Alles ist verloren, mein Gott.

Sie haben ein halbes Jahr nicht mit ihm geredet

und jetzt ist alles verloren?

Er weigert sich, mit mir zu reden.

Weil Sie ihn nicht akzeptieren.

Was, wen akzeptiere ich nicht?

Meinen eigenen Enkel oder seine merkwürdigen Vorlieben?

Ich habe ihm doch nicht den Hintern abgewischt, damit er...

Maria, Mutter Gottes.

Ah, ich werd wahnsinnig, ich werd wahnsinnig.

Es ist keine Krankheit und keine Entscheidung.

Es ist sein Leben.

Pawlo wird sich nicht ändern.

Selbst wenn er es wollen würde.

Aber er, er könnte es doch wenigstens versuchen.

Er hat es doch mit Mädchen versucht.

Vielleicht war noch nicht die Richtige dabei.

Was weiß denn ich?

Ich könnte mich für ihn auf die Suche machen.

Pawlo ist erwachsen.

Mit 25 ist er alt genug,

um zu wissen, wer ihm gefällt und wer nicht.

Sie haben darauf keinen Einfluss.

Was soll ich denn jetzt machen?

* Melancholische Musik *

Wieso fragen Sie nicht lieber, ob Sie überhaupt was machen sollen?

* Dynamische Musik *

(Off) Viele Jahre später zog eine alte Frau,

die nie Kinder hatte,

in das verlassene Haus ein.

Als sie die Geige sah, fing diese plötzlich an zu sprechen:

"Willst du meine Mama sein?"

Oh! Entschuldigung.

Ich krieg ihn nicht auf.

Steigen Sie aus!

Ich krieg ihn nicht auf. Lassen Sie den Koffer hier.

Huiuiui.

Nein, nein, nein, wartet, wartet!

Wartet, ich will mich von meinem Enkel verabschieden!

Jungs, was macht ihr? - Eintritt verboten.

Aufmachen!

Bitte macht sofort wieder auf!

Macht wieder auf! Lasst mich rein!

Macht auf! Ich will rein!

Ui, oh je, aufmachen!

Pascha? Pawluscha! Hier ist deine Oma!

Ich bin's, ich bin gekommen!

Hier ist deine Oma!

Sie sind schon losgefahren.

Ja?

Das kann nicht sein, wir sind rechtzeitig hier.

Ich hab es geplant. - Sie sind vor fünf Minuten los.

Miroslaw, du guter, du guter Junge.

Lieber Junge... - Jetzt bin ich ein guter Junge, ja?

Mach, mach doch bitte irgendwas.

Was wollen Sie von mir?

Ich hab eine Fahrerin besorgt, das war's.

Pawlo wusste nicht, dass Sie noch kommen.

Dann ruf ihn einfach an.

Ruf ihn an, du musst ihm sagen, sie sollen anhalten und warten.

Was glauben Sie, wer auf Sie wartet?

Er fährt zur Front.

Was heißt das, Front?

Ich habe schon viel mehr für Sie getan,

als Sie verdient haben.

Aber ich dachte...

Miroslaw, Miroslaw!

Womit sind sie gefahren und in welche Richtung?

Wieso fragen Sie?

Ich will nur helfen.

Und wem?

Dieser Irren, die ihn in die Psychiatrie einweisen lassen wollte?

Es tut mir schon leid, dass ich sie versöhnen wollte.

Sie braucht einfach nur Zeit,

bis sie es versteht.

Sie haben das Richtige getan.

Pawlo hat außer Ihnen und Tanja doch niemanden.

Helfen Sie ihr.

Mit einem Bus Richtung Boryspil.

Bitte zeigen Sie es uns.

* Dynamische Musik *

* Tanja betet leise. *

Der da, der müsste es sein.

Tanja, haben Sie ihn schon gesehen?

Tanja!

Ja, da oben!

Da oben ist er!

Ich flehe Sie an, bitte halten Sie den Bus an!

Ich kann ihn sehen im Bus!

* Hupen *

Ich bitte Sie, halten Sie den Bus an!

Tun Sie doch irgendwas!

* Reifen quietschen. *

Oh Gott. Oh Gott.

* Hupen *

* Hupen *

Oh Gott, steh mir bei.

Oma!

Was soll das denn?

Bist du verrückt?

Das war total dumm!

Eine dumme, dumme Oma hast du.

Ich war dumm.

* Sanfte Geigenmusik *

* Geigenmusik *

Das haben Sie gut gemacht.

(Off) Da wiegte die alte Frau die Geige wie ein Kind

und in ihren Armen wurde sie wieder zu einem kleinen Jungen.

Und fortan lebten sie als Mutter und Sohn

bis ans Ende ihrer Tage.

* Leise, melancholische Musik *

(Fernseher) Wir behalten die Situation in Charkiw im Blick.

Weitere Details folgen zu gegebener Zeit.

Trotz zahlreicher Prognosen westlicher Analytiker,

die die baldige Kapitulation vorhersagten,

hält die Ukraine stand.

Das verdanken wir in erster Linie unsere Armee

und dem unbeugsamen Willen der Bevölkerung.

Es ist der Verdienst eines jeden Ukrainers,

der seinen Beitrag leistet.

Heute im Studio zugeschaltet ist Dmytro Mazur,

Gründer der Wohltätigkeitsstiftung "Ukrainische Familie",

die es sich zur Aufgabe gemacht hat,

Ukrainern bei der Flucht aus den Kriegsgebieten zu helfen.

Dmytro, können Sie uns hören?

Ja, ja, der Empfang ist einwandfrei.

Dmytro, wie kommen Sie mit dem enormen Zustrom der Menschen klar,

die ihr Zuhause verlassen mussten?

Unsere Stiftung hilft den Ukrainern...

... bereits seit acht Jahren.

Ich meine, seit sie gegründet wurde.

Ähm, im Moment haben wir es überwiegend mit Flüchtlingen zu tun,

die aus dem Osten, äh, der Ukraine kommen.

Wir setzen wirklich Himmel und Hölle in Bewegung,

um den Menschen zu helfen,

die zu uns kommen.

Hallo?

Lydia? Ich bin's, Andrij.

Ich ruf sicherheitshalber von einer anderen Nummer an.

Ich sehe mir gerade die Nachrichten an.

Ich auch.

Rufst du deswegen an?

Oder hast du ein schlechtes Gewissen?

Lydia, ich wusste nicht, dass sie den Bus beschießen würden.

Das schwöre ich.

Das schwöre ich auf alles, was mir heilig ist.

Sogar auf das Leben meiner Kinder.

Lydia?

(Dima) Das Wichtigste...

(Andrij) Hörst du mir zu?

Hat er es gewusst?

* Andrij seufzt. *

Hat er?

Er hat mich gewarnt.

Wenn ich...

...wenn ich den Mund aufgemacht hätte, dann...

Lydia? Verzeih mir.

Red weiter.

Ich glaube, er...

... hat den Befehl gegeben, deine Schwester zu töten.

(Dima) Bitte retten Sie ihr Leben.

(Andrij) Lydia?

* "Inshe Misto" von Dakh Daughters *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.