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Hey!
Hey, hey!
Hallo, Schwesterherz. Heute Abend wird kurz gefeiert.
Hilfsgeburtstag und dass du wieder zu Hause bist. Hast du Fatima und ihn schon
gesehen?
Nein, ich wollte die beiden gerade durch die Hintertür überraschen. Die werden
sich ja freuen, dass du schon da bist.
Äh, kann ich euch helfen? Ich wohne hier zufällig.
Kannst du uns sagen, wo wir den Vermieter finden?
Die Vermieterin?
Klar, ich bringe euch hin.
Wir finden nämlich schon alleine. Danke.
Ihr werdet etwas Beistand brauchen.
Sie ist ein richtiger alter Drachen.
Ich gehe schon vor zu Fatih und Till und erzähle ihnen, dass du da bist.
Wir sind auf der Suche nach einer Wohnung.
Meinst du, man kann mal mit ihr reden?
Ihr habt nur eine Chance, wenn sie euch für absolut seriös hält.
Wir sind seriös.
Sag mal, Chris bringt zwei fremde Mädchen zur Oma?
Anstatt uns zu begrüßen.
Wieso eigentlich zur Oma?
Vielleicht suchen sie eine Wohnung.
Jedenfalls war ich plötzlich abgemeldet. Sie sind unheimlich hübsch.
Nicht hübscher als du.
Schön, dass mein großer Bruder wieder zu Hause ist.
Hauptsache, er hat mir was zum Geburtstag mitgebracht.
Du denkst bloß an deine Geschenke.
Ich bin gespannt, ob er mir auch was mitgebracht hat.
Oma, hier ist Besuch für dich.
Oma?
Bist du wieder im Lande? Ja, sie fasst so auf.
Ich dachte, bei der Bundeswehr hätten sie dir etwas Disziplin beigebracht.
Sorge, Oma, das haben sie.
Die jungen Damen hier müssten kurz mit dir reden.
Guten Tag.
Uns ist aufgefallen, dass das Dachgeschoss in ihrem Haus wochenlang
worden ist. Und jetzt scheint ja alles fertig zu sein.
Da wollten wir mal fragen, ob die Wohnung zu vermieten ist.
Es handelt sich hier um eine Luxus -Dachwohnung. Sehr groß und
teuer.
Aber ich kann Ihnen auch eine kleinere Wohnung der zweiten Etage anbieten, die
wahrscheinlich besser für Sie ist. Ich habe nur noch keine Zeit, sie zu
inserieren. Ich könnte uns die kleinere ja mal ansehen.
Aber die Dachwohnung klingt doch toll.
Würden Sie uns Ihr Schmuckstück mal zeigen?
Sind Sie ernsthaft interessiert? Ich habe keine Zeit zu verschwenden.
Wenn Sie Bedenken wegen unserer Zahlungsfähigkeit haben, Geld spielt
für uns.
Würden Sie uns bitte beide Wohnungen zeigen?
Hey, Chris! Hallo, Mutti!
Hast du die letzten Wochen beim Bund einigermaßen überstanden?
Ich habe es überlebt.
Was machst du denn da?
Der Karton hat jahrelang bei dir im Schrank gestanden. Es sind laute alte
von mir drin.
Ich dachte, ich sortiere sie mal aus, damit du ein bisschen mehr Platz hast.
Puh, das hat auch schon bessere Tage gesehen, oder?
Ich glaube, das meiste von dem Krempel kann ich wegwerfen.
Aber es hängen auch viele Erinnerungen daran.
Diesen Handschuh hat mir mal mein Bruder geschenkt.
Heidrich! Konntest du dich von den beiden Tüten losreißen?
Was liegt mir übrig?
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
Irgendwo hier drinnen muss ich auch ein Geschenk für dich haben.
Vielleicht finde ich auch noch eins für dich.
Hast du mir auch was mitgebracht?
Irene?
Mensch, Chris, der ist ja toll. Danke.
Das ist ja ein ehres Teil, ey.
Woher hast du auf einmal den guten Geschmack?
Ich hatte eine Einkaufsberaterin dabei.
Ich werde dir was nicht nur einkaufen.
Ich habe sie zu nichts gezwungen.
Dein Selbstbewusstsein hat beim Bund jedenfalls nicht gelitten.
Wer kommt denn heute Abend so alles?
Wir sind ganz in Formulie. Der harte Weigekern.
Tante Sophie?
Deine Großmutter Margot.
Das ist ja fantastisch. Die hohe Miete dürfte so manchen abschrecken. Ich werde
diese Wohnung im Handumdrehen los. Sie ist jeden Pfennig wert.
Ich habe ein Vermögen in diesen Ausbau gesteckt.
Ich glaube, das ist genau das Richtige für uns.
Corinna. Aber es ist doch herrlich hier.
Oder, Jenny?
Ich kann Ihnen die Wohnung natürlich nur dann geben, wenn Sie ein Bürgen haben.
Das würde mein Vater übernehmen.
Und wie kommen Sie darauf, dass ich Ihren Vater akzeptiere?
Mein Vater ist Bankier.
Ich weiß nicht, Corinna. Das ist viel Geld.
Sie haben die kleinere Wohnung gesehen.
Sie ist sehr viel günstiger.
Sehr viel muffiger.
Ich würde mich hier gerne noch ein wenig umsehen. Wo ist denn das Bad?
Dort.
Ist das nicht toll?
Schau dir mal die Badewanne an.
Da kann man die reinsten Orgien drin feiern.
Du weißt genau, dass wir uns die Miete nicht leisten können.
Ich frage einfach meinen Vater.
Vielleicht spendiert er ein paar mal mehr jeden Monat.
Dann gebe ich noch was extra zum Mieter. Das kommt nicht in Frage. Wir haben
ausgemacht, dass wir halbe -halbe machen.
Und ich verdiene nun mal nicht genug.
Vergiss es.
Sei vernünftig.
Wir nehmen die andere Wohnung.
Diese Grotte?
So dunkel und schädig?
Da würden wir glatt drin ersticken.
Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.
Wir würden gerne noch eine Nacht drüber schlafen. Grüne.
Sie müssen mir aber bis spätestens übermorgen Bescheid sagen.
Sonst gebe ich beide Wohnungen in die Zeitung.
Willst du dir diesen alten Besen täglich zumüken?
Harte Schale, weicher Kerl.
Darunter verbirgt sich bestimmt die Güte in Person.
Perfekte Tarnung.
Gut.
Ja, ich äußere mich nicht dazu, ob du es verdient hast, mein Sohn, aber hier ist
ein Geschenk für dich von deiner Mutter, von Anna und von mir.
Ganz toll.
Dankeschön.
Jetzt, wo Chris wieder zu Hause ist, sind wir endlich wieder komplett.
Ich kann euch gar nicht sagen, was das für ein schönes Gefühl ist, die ganze
Familie um mich zu haben.
Tja.
Jetzt kann es richtig losgehen, was, Chris?
Sag mal, wie fühlt man sich eigentlich so als angehender Jurastudent?
Für sie ist es ein Buchgrill. Für meine liebereizende Oma.
Wenn sie das merkt, dass hier die Haie los sind, wird die halt dann zu gern mal
Haie leben.
Oh, bloß nicht.
Wolfgangs Gepäck liegt mir in letzter Zeit wie Zement im Magen.
Wo bleibt mein Sekt?
Hier, Oma. Zum Wohl. Danke.
Aber irgendwas stimmt hier nicht mit meinem Sekt.
Wir wissen, dass du was Besseres gewöhnt bist, Oma. Aber nein.
Frida, ist der Schnaps drin?
Wollt ihr mich vergiften?
Ich mache schon auf.
Wer sollte ausgerechnet dich vergiften wollen?
Entschuldigt bitte, dass ich so spät komme.
Oh, willkommen zu Hause.
Wer hat die denn eingeladen?
Es ist ja wohl selbstverständlich, dass deine Schwester auch kommt. Sie gehört
zur Familie.
Dann müsst ihr auf mich verzichten. Margot!
Ich bleibe nicht in einem Zimmer mit dieser Person.
Tut mir sehr leid, wenn ich der Anlass für diesen Streit gewesen bin.
Es gibt Momente, da würde ich meiner Schwiegermutter am liebsten den Hals
umdrehen. Ach,
das geht seit Jahrzehnten so.
Warum soll es denn heute anders sein?
Es ist schlimm, wenn es in einer Familie so weit kommt.
Was ist denn los?
Hattest du schon wieder einen Albtraum?
Das ist nicht so schlimm. Komm, geh wieder zurück ins Bett.
Was sind das für Träume?
Warum erzählst du mir nie was davon?
Wenn wir hier wegziehen, dann schläfst du auch wieder besser.
Fängst du schon wieder damit an?
Das haben wir doch schon tausendmal durchgekaut.
Wieso können wir nicht nach Köln ziehen, wo der Rest unserer Familie wohnt?
Der Ostmichel geht mir auf die Nerven.
Wir können froh sein, wenn wir in Berlin ein Dach über dem Kopf haben.
Mann, die Mauer ist seit fünf Jahren weg und nichts hat sich geändert.
Ich passe nicht hierher.
Ich würde mich im Westen wohler fühlen. Je weiter weg, desto besser.
Ich bin hier sehr zufrieden. Ich bin mit Leib und Seele Kinderart. Ein
arbeitsloser Kinderart. Die Polyklinik hat dich gemacht.
Du wirst in deinem Leben einiges ändern müssen.
Das weiß ich auch.
Ich habe meine Verwandten noch nie gesehen.
Lass uns doch wenigstens mal hinfahren und die Leute abchecken. Ich finde, es
ist das Beste, wenn jeder für sich selber bleibt.
Traust du dich nicht, oder was?
Bei dem Thema blockst du immer ab.
Du und dein Dickschädel.
Ich frage mich, ob das daran liegt, dass du nie eine Mutter gehabt hast.
Mann, wenn wir woanders wohnen würden, dann wäre ich auch nicht so gefrustet.
Vielleicht muss ich wirklich was ändern.
Nachts ist die Autobahn frei.
Morgen, Marc.
War ein tolles Test gestern, haben nur ein paar Mädels gefehlt.
Wenn ich es rechtzeitig gewusst hätte, hätte ich schon welche
zusammengetrommelt.
Hast du ein neues Rad?
Ja, seit einem Monat oder so.
16 Gänge, Shimano -Schaltung.
Und zwei Airbags.
Aber mit den Dingen würde ich mich nicht aufs Rad schwingen. Ich muss erst
später zur Schule.
Ich drehe noch ein paar Runden mit den Blades.
Ciao.
Jetzt bin ich aber gespannt.
Immer langsam.
Ich gehe erst mal allein rein, ja? Du wartest hier auf mich.
Und? Wann schreibst du dich an der Uni ein?
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Na, was darf es denn sein?
Ich bin Olaf Schwarz.
Irenes Bruder?
Aus Berlin?
Das ist ja eine Überraschung.
Jungs, begrüßt euren Onkel.
Das ist Christian.
Und Tillmann.
Hi. Warum haben wir uns nicht eher kennengelernt?
Till, ich glaube, die Bleche können raus.
Chris hilft dir dabei. Komm.
Irene hat mir erzählt, wie du sie abgefertigt hast, als sie dich besuchen
wollte, kurz nach der Maueröffnung.
Ja, es war idiotisch von mir, nicht mit ihr reden zu wollen, aber ich würde das
jetzt sehr gerne nachholen, deswegen...
Ich bin jetzt für ein paar Tage hier. Ich will nicht, dass es dich aufregt.
Verstanden.
Chris, begleite deinen Onkel hoch zu deiner Mutter.
Antonia, das ist Chris, dein Cousin.
Schade. Was ist schade?
Dass du mein Cousin bist.
Was glaubst du, mein Typ?
Sei nicht zu vorlaut. Schon in Ordnung.
Ich möchte, dass du noch kurz hier unten wartest. Ich würde gern zuerst allein
mit meiner Schwester reden. Und tu mir den Gefallen, baue nicht gleich wieder
Mist. Wieso sollte ich?
Na, die Schillerli hat sich wohl angeschaut.
Sieht die hier ein?
Wir wollen uns die Dachwohnung nochmal ansehen. Wir haben da eine Idee.
Du hast eine Idee?
Was darf sein?
Ich schaue mich nur ein bisschen um.
Noch nie einen Bäcker gesehen?
Ist das jetzt ja verboten, oder was? Natürlich nicht. Schau dich um, wie du
willst.
Kannst du mir einen Gefallen tun?
Kommt drauf an.
Ich habe das Gefühl, uns ist der Teig heute etwas daneben gegangen.
Koste mal und sag mir, was du meinst, ja?
Von mir aus.
Na? Der Teig ist in Ordnung.
Schmeckt echt gut.
Schöne Gegend habt ihr hier.
Ja, ganz nett.
Wo kommst du her?
Aus Berlin.
Und was machst du bei uns in Köln?
Ich warte auf meinen Vater.
Er besucht hier seine Schwester und die beiden haben sich seit Ewigkeiten nicht
mehr gesehen.
Was los, du bist Antonia.
Dann bin ich dein Cousin Till Weigel.
Noch einer?
Naja, der andere sah besser aus.
Danke. Ich kann ja nicht jeder so schön sein wie mein großer Bruder.
Hey Vati, komm mal rein, da möchte ich jemanden kennenlernen.
Darf ich vorstellen?
Meine Cousine.
Antonia?
Freut mich, dich kennenzulernen.
Wurde aber auch mal Zeit nach, Moment mal, 16 Jahren?
Ihr habt sicher viel zu bereden. Ich lasse mich allein.
Meinetwegen musst du nicht gehen.
Nicht so ungut, aber es gibt zwei Besucher am Haus, die sind noch
als du, Onkel Olaf.
Würden Sie uns erlauben, unterzuvermieten?
Kommt überhaupt nicht in Frage.
So viele junge Leute in einer Wohnung.
Das bringt nur Unruhe.
Unruhe können wir selber nicht gebrauchen. Und wir würden nur an Frauen
vermieten.
Sie wären gesetzlich verpflichtet, sich für jeden Untermieter meine Zustimmung
zu holen.
Es kämen nur Bewerberinnen aus dem besten Hause in Frage.
Eine gute Kinderstube ist ja so wichtig.
Wie ich Ihnen gestern schon gesagt habe, ist mein Vater Bankier.
Die Bank ist seit Generationen in unserem Familienbesitz.
Wir gehören nicht zu diesen schrecklich Neureichen. Und natürlich würde ich
meine Wohnung nie mit jemandem teilen, der nicht in meinen Kreisen aufgewachsen
ist.
Na, dann ist es ja etwas anderes.
Wir nehmen die Wohnung.
Tut mir leid, dass ich nicht mit dir reden wollte damals.
Da hast du mich in Berlin beluchtet.
Es geht doch nicht um dieses eine Mal.
All die Jahre war ich Luft für dich.
Du hast mich ein einziges Mal geschrieben.
Glaubst du, ich habe nicht darunter gelitten?
Du gibst mir immer noch die Schuld.
Aber wir sind Bruder und Schwester.
Wir haben uns früher so nah gestanden.
Können wir die Vergangenheit nicht einfach vergessen?
Es hat mich große Überwindung gekostet, hierher zu kommen, aber...
Ich habe es für Antonia getan.
Sie kann so ein Dickkopf sein. Manchmal erschreckt mich das richtig. Dann
erinnert sie mich immer an... Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass Antonia
eine Familie braucht, die ihr Stabilität gibt.
Wir sind immer für sie da.
Die Klinik, in der ich gearbeitet habe, hat dich gemacht.
Ich bin arbeitslos. Es laufen ein paar Bewerbungen.
Und wie kommt ihr beide zurecht?
Es geht so. Im Moment noch.
Unsere Wohnung soll luxussaniert werden.
Dann wird sie vermutlich unerschwinglich. Toni will unbedingt weg
Das glaubt er ziemlich.
Antonia?
Ich bin deine Tante Irene.
Das habe ich mir seit Jahren gewünscht.
Schön, dich kennenzulernen.
Till, bring Antonia nach oben, trinkt einen Kaffee. Ich möchte mit deinem
kurz alleine reden.
Komm, sie will uns loswerden. Ich zeig dir den Hof, ja?
Sag mal, wo rennt der denn schon wieder hin? Der hat hier zu arbeiten.
Du hast mich doch da jetzt.
Und außerdem wollte ich dich etwas fragen.
Wow, tolle Fahrrad.
Meinst du, hab ich vor ein paar Monaten zu Schrott gefahren?
Ich hatte einen richtigen Crash.
Ja, das ist nicht schlecht.
Ist das deins?
Du kannst eine Runde fahren, wenn du willst.
Echt? Ja, sieh dir ein bisschen die Gegend an. Super.
Ich komme nachher nochmal hoch.
Einverstanden?
Und? Was machst du so?
Studierst du oder machst du eine Ausbildung?
Mein Vater will, dass ich Jura studiere.
Aber du nicht, wie es sich anhört?
Nein, ich will zur Polizei gehen. Aber das darf ich meinem Vater gar nicht
sagen. Warum nicht?
Er hat sich in den Kopf gesetzt, dass ich Rechtsanwalt werde.
Und warum willst du lieber Polizist sein?
Hier in der Stadt läuft so viel schief. Ich würde gern irgendwas tun, irgendwie
helfen.
Aber das kannst du doch auch als Anwalt.
Als Polizist ist man einfach näher dran.
Die Justiz greift doch erst ein, wenn es zu spät ist.
Du hast dir viel vorgenommen.
Ich finde, dein Vater kann stolz auf dich sein.
Wieso soll ich eigentlich mit der Miete runtergehen? Die Wohnung ist sogar
teilweise möbliert.
Ich bitte dich.
Die Möbel, die taugen doch nicht mal mehr für den Sperrmüll. Die Wohnung ist
völlig runtergekommen.
Als ob die von drüben was Besseres gewohnt wären.
Du bist eine wohlhabende Frau.
Die paar Mark, die würden dir nicht wehtun.
Und er gehört schließlich zur Familie. Er ist mein Schwager. Ich mache euch
schon genug Zugeständnisse. Die Mieten für eure Wohnung und euer Geschäft sind
geradezu lächerlich niedrig.
Was wollt ihr eigentlich noch von mir?
Vergiss es.
Ich hätte gar nicht erst fragen sollen.
Also gut, also gut.
Ich gebe ihm 50 Mark Mietnachlass.
Aber wehe, er zahlt nicht pünktlich.
Dann liegt er gleich wieder auf der Straße.
Ich glaube nicht, dass ihm mit 50 Mark geholfen ist.
Die Croissants sind weggegangen wie warme Semmeln. Aber die Rosinenbrötchen
werden Ihnen auch schmecken.
Na,
hast du mit deiner Mutter gesprochen? Was hat sie gesagt?
Sie ist um ganze 50 Mark im Monat runtergegangen.
Dann steht die Wohnung für Olaf nicht zur Debatte.
Warum muss er den Hals über Kopf nach Köln ziehen?
Der sitzt doch in Berlin nicht auf der Straße, oder? Nein, aber ich wäre so
froh, wenn die beiden hier einziehen könnten.
Dann können wir leider nichts machen.
Könnten wir Olaf nicht mit, sagen wir, 200 Mark im Monat unter die Arme
Wieso denn?
Na, so lange, bis er wieder Arbeit hat.
Er hat jahrelang getan, als gäbe es dich nicht.
Ich weiß, aber es ist so wichtig für mich.
Komm, sag ja, großer Wolf.
Na gut, dir zuliebe.
Aber wir dürfen Olaf nichts davon sagen. Er wäre viel zu stolz, um unsere Hilfe
anzunehmen.
Ich kläre das mit meiner Mutter. Ihr ist ganz egal, wo das Geld herkommt.
Olaf wird nichts davon erfahren.
Du bist ein Engel.
Sieht man schon meinen Heiligenschein?
Sag mal, spinnst du? Pass doch auf, wo du hinfährst, du Blindschleiche.
Pass du doch auf, du Blödmann. Du bist mir direkt vor das Rad gelaufen. Bist du
lebensmüde oder was, hä?
Das ist mein Rad.
Du fährst nicht bloß wie ein Henker, du klaust auch noch.
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