All language subtitles for Tatort S2025E32 Der Elektriker 1080p ARD WEB-DL AAC2 0 H 264-NTb[EZTVx.to]

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Original subtitles

Kollegen, bis später, Frau Waltraud.

Das geht dich überhaupt nicht an, was ich mit meinem Geld mache.

Nur weil ich selber nicht mehr zum Bankomaten gehen kann, musst du nicht.

Du kannst mit deinem Geld nicht mehr umgehen.

Was bitte soll ich mit 30 Euro?

Das reicht einmal.

Für das, was du wirklich brauchst.

Ich glaube ja nicht. Ich lasse mich kurz halten von dir.

Ich kann dich auch entmündigen lassen, Papa.

Willst du das?

Gut, dann...

Na, Herr Daniel, sind wir soweit?

So da.

Deine Mama würde sich schämen für dich.

Bis gleich, Frau Linda.

So da.

Ah, Gessler, geh bitte.

Kannst du den Herrn Daniel heute notiziert machen?

Dieser Schwuchtel passt mich sicher nicht an.

Also, Herr Daniel.

Falsche Sau!

Sie

werden

sagen, Herr Daniel, im Wasser wird die Laune gleich viel besser, gell?

So, da, Vorsicht.

Achtung. Ja, eins.

Und die zwei.

Super.

Seien Sie froh, dass Sie keine Kinder haben.

Passt Ihnen die Temperatur, Herr Daniel?

Ja, passt.

Ich bin gleich wieder da, ja? Ist Ihnen einer kalt?

Na, passt schon. Beeil dich.

Patricia?

Patricia, kannst du bitte zum Herrn Daniel ins Bad schauen?

Das gibt's ja nicht.

Herr Fritz, bitte.

Geraucht wird nur im Freien. Ja, wie man sieht.

Aber du musst ja extra mit dem Lüfter oben fahren.

Und Kaffee gibt's draußen auch keinen.

Sie müssen mir immer alles zu Fleiß machen.

Kollateralschrubben. Das müssen wir machen.

Tut mir leid.

Eine gebe ich Ihnen noch. Aber die rauchen es draußen.

Verstanden? Ja.

Wie machen Sie das, Herr Fritz?

Warum haben Sie immer und überall Schick? Sie kennen mich doch.

Was ein gestandener Oberkellner ist, der schwärzt doch niemanden an.

Vorher zu Alarm, richtig?

Richtig.

Daher auf 5B.

Vielen Dank, bis zum nächsten Mal.

Wiederschauen.

Getrunken? Ja, ganz so aus.

Er ist erst seit zwei Stunden tot.

Fremde Einwirkung?

Nicht auszuschließen, aber keine typischen Spuren.

Da hat ein überforderter Pfleger seine Aufsichtspflicht verletzt und wir kommen

mit der ganzen Batterie und tun so, als wäre das ein Mord, bitte.

Ist ja ein Wahnsinn, ja.

Ich melde mich, wenn ich mehr weiß, macht sie es gut. Nicht so oft, aber

regelmäßig.

Verständigt hat uns ein Pfleger. Na doch, bitte.

Horst Windisch, derselbe, der den noch gefunden hat.

Er schwörte, den wir umbrachten. Ja, wenn du das glaubst, dann sind wir

Moritz, wenn wir schon mal da sind, dann können wir doch.

Ja.

Irgendwelche Zeugen wäre?

Vorher keine.

Beim Toten handelt es sich jedenfalls um einen Daniel Filipowitsch.

eigentlich ein Pfleger seine Leute beim Baden allein lassen? Sicher nicht.

Sicher nicht.

Da herrscht strenge Aufsichtspflicht.

Was hätte ich bitte machen sollen?

Unser Heim ist chronisch unterbesetzt. Wie es überall ist in der Pflege.

In dem Stock da haben wir eine einzige Diplom -Schwester, die Patricia.

Und die haben wir in der Hektik nicht gefunden.

Aha.

Wo hätte die Schwester Patricia denn sein sollen?

Genau da.

Was zumindestens vorher beim Schachteln.

Was? Beim Medikament einsortieren.

Wie kommen Sie darauf, dass das kein Unfall war?

Herr Daniel war im Sitz vom Hebelift. Und hoch genug.

Sicherer geht's nicht.

Hätte irgendwer einen Grund gehabt, den Herrn Philippowitsch töten zu wollen?

Nicht, dass ich wüsste.

Und trotzdem behaupten Sie, er ist umgebracht worden?

Die Leiter wird irgendwann jede und jeden. Das ist normal.

Aber dass er an einem Sitz hängt und von alleine trinkt, ist nie und nimmer.

Das ist unmöglich.

Können wir den Lift ausprobieren?

Wirst du jetzt wirklich warten, bis die Spuren sicher sind?

Ja.

Kommen Sie mit.

Ich weiß was.

Der Baderaum im zweiten Stock ist genau gleich wie der unten.

Die Füße von den Zugen waren in einem sehr maroden Zustand.

Gibt es bei euch keine Fußpflege?

Doch. Aber dort war der Herr Daniel schon ewig nimmer.

Die Dilara ist auf Urlaub und zum Ibiza wollte er nicht. Typische

Befindlichkeiten.

Wer ist der Ewiger?

Unsere zweite Schutzpflegekraft.

Und was hat Befindlichkeit?

Naja, dass halt immer irgendwen, irgendwer oder irgendwas nicht passt.

Ist der Putzflieger jetzt im Haus?

Nächste Woche wieder.

Ja, hab ich euch gesagt.

Ladies first.

Ja, aber du hast viel eher die Statue vom Toten.

Liebe, bitte lasst es.

Der Hebellift im ersten Stock kann nicht defekt worden sein oder so.

Nein.

Und wenn der Strom ausfällt?

Akku.

Funktioniert auch ohne Strom.

Wie hoch war denn das Wasser?

So hoch, wie ich weg bin und so hoch, wie ich ihn gefunden habe.

Obwohl ich das Wasser garantiert abgedreht habe.

Ja. Dann hat man das auch geklärt, dann können Sie mich jetzt rausholen. Nein,

nein, nein, wir müssen ja noch das Wasser einlassen.

Hey.

Bibi.

Der Herr Daniel, wie war der denn so?

Bitte? Naja, war halt nicht der Einfachste.

Ziemlich stur.

Aber so sind die Alten.

So ist der Job.

Bibi!

Okay, holen Sie ihn da raus.

Wenn man da drin sitzt, der ist mir schon ganz schön ausgeliefert.

Wie meinen Sie das?

Der Herr Daniel war nicht der Einfachste. Haben Sie gerade selber

Vielleicht haben Sie ja die Fassung verloren?

Ich bin 15 Jahre Pflegedienst. Doch kein einziges Mal die Fassung verloren. Sie

werden gleich alles verlieren. Also was ist jetzt?

Und wandern nur gegenüber den Pfeffeteten.

Hey! Ja.

Ja.

Mir tut es wahnsinnig leid, dass Sie den Herrn Daniel einmal einlassen müssen,

ja? Wenn wir mehr Personal hätten, würde er noch leben.

Nicht mehr? Los, bitte.

Dieser Wolfen hat schon recht.

Von alleine ist er nicht da drüben.

Wollen wir bitte warten, was der Greindl sagt?

Moritz?

Ich bin's, die Sandra.

Die Sandra?

Ja.

Was machst denn du hier?

Ich will...

Beruflich. Depot.

Aha.

Dann bist du jetzt ein Kriminalinspektor.

Oberstleutnant. Das ist die...

Noima Majorin.

Ja, das ist meine Kollegin.

Ist ja ewig her.

Nein.

Entschuldige, aber wir sind, wir sind, wir wollten nämlich gerade, wir sehen

wieder. Ja, also, bis bald.

Wieso bis bald?

Stehe ich unter Mordvertrag?

Hab ich sehr gefreut, dich zu sehen, Sandra.

Hat mich auch gefreut.

Filipp Kovic.

Genau.

Was ist denn das?

Fahrtenprüfer.

Wozu braucht dein Alter seine Fahrtenprüfer?

Ich war im WC. Da sperre ich hier natürlich zu.

Und deswegen hat sich der Kollege Horst nicht gefunden?

Genau.

Hat sie auf dem Weg zur Toilette wer gesehen?

Oder von dort retour?

Und wie der Feueralarm losgegangen ist, hat sie das auf der Toilette nicht

gestört? Ach, wir haben das ja oft.

Immer Fehlalarm. Aber ich habe mich beeilt.

Der Zweck da oben.

Vegane Wiener Bäckerei. Kennst du die?

Na?

Schau mal.

Hübsch.

Gut gegangen ist es ihm nicht.

Schlaganfall, Herz -Kreislauf -Geschichten, Wasser in den Beinen.

Er hat also viele Medikamente bekommen.

Ja, wie fast alle hier.

Wir haben alles für ihn getan.

Er hat schon gelitten, der Herr Daniel.

Jetzt ist er an einem besseren Ort.

Wenn Sie mir bitte noch den Krankenakt geben, dann müsste ich in der Direktion

fragen, ob ich das darf.

Dann machen Sie das.

Bitte.

Die vegane Bäckerei ist im zweiten Bezirk. Und gehört der Tochter des

Verstorbenen.

Die gestern auch da war.

Ja.

Sie ist aber ungefähr zur Tatzeit dann wieder gegangen.

Zur Unfallszeit.

Ich habe dir auf jeden Fall ihre Daten geschickt.

Und ich schicke dir die Fotos vom Gebäudeplan. Lass dich bitte groß

Mach ich.

Hallo, Sandra.

Hallo.

Ja, was ist? Habe ich was im Gesicht?

Wer ist diese Sandra?

Die Sandra ist eine alte Bekannte, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen

habe. Und woher kennst du sie?

Hollerbrunnen, da war ich im Sommer immer bei meiner Tante.

Du hast nicht gewusst, dass ich da bin, oder? Nein, lass uns fahren, bitte.

Sie haben also nicht gewartet, bitte. Warum fragen Sie mich das alles?

Reden Sie mit Ihnen im Heim.

Kann so was überhaupt passieren?

Genau das versuchen wir herauszufinden.

Kotzen könnte ich. Die kamen vor Gericht.

Sie sind gegangen, ohne sich von ihrem Vater zu verabschieden.

Was soll ich denn beim Baden hören?

Ich kann ja nichts wissen, dass er sterben wird.

Und dann?

Dann bin ich hierher gefahren.

Auch Ballein in der Wanne lassen. Ist doch ein Wahnsinn.

Kann ich da sowas wie Schmerzensgeld verlangen?

Wer hat denn die Kosten für das Heim übernommen? Waren Sie das?

Nein.

80 Prozent von seiner Pension haben Sie meinen Vater dafür weggenommen.

80?

Geblieben ist mein Taschengeld.

War das ein Problem für ihn?

Nein. Er hatte alles, was er gebraucht hat.

Außer die nötigen Fürsorge.

Daniel Filipowitsch, 73, Witwer.

Geboren im ehemaligen Jugoslawien, seit 2006 österreichischer Staatsbürger.

Haustechniker im Ruhestand.

Seit einem halben Jahr hat er im Heim gewohnt und Linda ist sein einziges

Laut Spusi war der Hebellift okay.

Kein technischer Defekt.

Was noch lange nicht heißt, dass das kein Unfall war.

Ja, ich habe gehört, du hast schon den Lift überprüft. Mit vollem

Kein Kommentar.

Die Kollegen sagen, das war eine Spurensicherung wie im Schwingbad. DNA

Fingerabdrücke vom halben Alterteim.

Auffällig war nur die Armatur der Badewanne.

Ausgerechnet die ist abgewischt worden.

Als hätte jemand den Wasserhahn aufgedreht und dann gleich die

beseitigt. Handyordnung können wir auch vergessen.

Viel zu viele Leute am selben Fleck.

Aber immerhin haben unsere Verdächtigen allein schon den Pfleger und die

Pflegerin. Also wir tun gerade die? Ja.

Weil es leider vorkommt, liebe Merit.

dass unter den vielen guten Leuten, die in der Pflege arbeiten, auch ein paar

schwarze Schafe sind.

Wie die Todesengel damals in Leinz.

Leinz?

Meinst du die Kinnikittin? Das Riesenteil hat schon etliche Namen

In den 80er Jahren haben dort vier Pflegerinnen mindestens 20 Leute

und waren dabei so geschickt, dass sie lange Zeit von niemandem entdeckt

Apropos, kannst du die Dienstpläne fürs Personal organisieren? Wir sind beim

Kreindl. Ja.

Du magst ja Glückskeks, oder?

Der ist definitiv ertrunken.

Hat er sonst irgendwelche Verletzungen?

Eine gebrochene Rippe, wahrscheinlich vom Wiederbelebungsversuch.

Was ist mit dem toxikologischen Gutachten?

Die Proben sind unterwegs ins Labor.

Bleibt der Todeszeitpunkt bei ungefähr 14 Uhr? Die gute Nachricht, der Mann hat

einen ICD am Herz. Was? Einen eingepflanzten Defibrillator. Ich kann

sagen, wann sein Herz zu schlagen aufgehört hat.

Und was ist die schlechte Nachricht?

Bei mir gibt es doch nur gute Nachrichten, oder?

13 .58 .17, da war der Herzstillstand. Drei Minuten später war er tot.

Mach bitte das nochmal ein bisschen größer.

Ein kleiner Aussetzer, circa fünf Minuten davor.

Ist das normal?

Schwer zu sagen, ECD ist ja da sowas auszugleichen, was er auch gemacht hat.

Ja, und wenn der Aussetzer nicht normal war?

Na, halt prüft's mich aber.

Also, Medikamente können Herzrhythmusstörungen auslösen, Drogen,

Auslöser sein, Wut, Euphorie, Erschrecken.

Am Ende war der Puls ganz schön hoch.

Das war der Überlebenskampf.

Hat aber nicht lange gedauert.

Wenn man komplett hilflos am Hebel ist, dann braucht es natürlich.

Ich mag nicht mehr.

Du bist nicht der Einzige.

Dann mach deine Jasmina so ein Supermodell und wir arbeiten nicht

kommt nicht in Frage.

Also, im ersten Stock waren nur der Herr, der Horst und

die Patricia im Dienst, die beide kein Alibi haben.

Sag mal, was nimmst du denn da?

Nichts, aber ich will hier nicht übernachten.

Unser Toter war im Baderaum. Ja.

Gemeinsam mit dem Horst.

Und beim Feuerlärm hat dann der Horst das Zimmer verlassen, ist hier durch,

darüber, bis ins Zimmer von Herrn Fritz.

Und dann beim Stromausfall hat er das Zimmer verlassen und hat dann hier den

Strom wieder angeschaltet.

Patricia?

ist vom Personalraum ins WC gegangen.

Behauptet sie. Glaubt sie wirklich, sie ist dort die ganze Zeit sitzen

geblieben? Im Finstern?

Den Horst haben mehrere gesehen.

Der Herr Fritz. Fritz.

Und einer von der Feuerwehr.

Niemand hat Patricia gesehen.

Und? Die Tochter vom Toten, die kommt auch in Frage.

Die Linda.

Zuerst durchsucht sie das Zimmer von ihrem Vater.

Geht.

Aber vom Treppenhaus ist es nicht weit in den Baderaum.

Da müssen wir mit der Linda noch mal reden, nachdem sie einen ersten Schock

überwunden hat.

So geschockt war die eh nicht.

Hat sofort an Schmerzensgeld gedacht.

Dann werde ich mal ihr Kreditwürdigkeit überprüfen.

Sehr gut.

Okay, das war's. Ich bin dahin.

Na, warte, warte, warte.

Wer war denn noch allein im Haus?

Na, der Fußpfleger.

Ach, gut.

Ja, also da gibt's laut Haus Befehligkeiten.

Zeigst du den Fußpfleger morgen ab?

Wir wollen mit dem reden.

Gut.

Gute Nacht.

Guten Morgen. Guten Morgen ist gut. Wie fühlen Sie sich vor hier?

Sehr gut.

Irgendwelche Erkenntnisse?

Frau Brigitte, Herr Peter und Herr Victor waren im Aufenthalt vom

Die Herren Mehmet und Benjamin haben dort Schach gespielt.

Frau Irma, Frau Hermi und Frau Veronika haben gestrickt.

Frau Scherife und Frau Paula waren im Garten. Herr Manfred und Frau Lisbeth

außer Haus.

Ehrenfacharzttermin, die Enkelgeburtstag. Herr Dejan ist auf Reha

Natascha war bei der Friseurin.

Ich könnte jetzt noch zwei Tage Befragungen machen.

Vor allem der Herr, der den Feueralarm ausgelöst hat.

Du meinst den Herrn Fritz? Der hat zu allen was zu sagen.

Aber plötzlich wollte er nur mehr mit mir weiterreden, wenn ich mit dem Karten

spiele. Was du gemacht hast.

Also ob ich dafür Zeit hätte.

Außerdem kann ich nicht Bauern schnapsen.

Gut, dann gehen wir eine Runde katzen. Und sagen Ihnen, wie das geht.

Was ist Rumpf?

Big.

Und, sagt der was an?

Nein, nichts.

Sonst wer?

Gott sei Dank. Bitteschön.

Als Sie den Feueralarm in Ihrem Zimmer ausgelöst haben, da war der Herr Horst

sehr schnell bei Ihnen.

Der flotte Herr Horst.

Ich wäre nicht einmal richtig fertig rachen können, aber der ist schon

mit dem Zimmer.

Das ist zwar ein sehr netter junger Mann, aber vollkommen humorbefreit.

Bringt ein bisschen Rachen.

Bring dir nicht gleich die ganze Bude auf.

Ja, der schaut gut auf uns, der Herr Horst.

Und zwanzig.

Hast du keinen Traum?

Bitte, meine Herrschaften, nicht schummen, ja.

Ja, ist er streng, der Fritz.

Ja, tut mir leid.

Haben Sie den Herrn Daniel näher gekannt?

Der hat ja nicht viel erzählt von sich.

Aber die Leute haben ihn mögen.

Und weil er dann auf seiner Harmonika gespielt hat, als er auf seiner

Mundharmonika gespielt hat.

Also die Leute haben ihn mögen.

Aber warum Sie nicht?

Schade, ich habe das nicht gern, wenn einer zum Personalung gut ist.

Mit seiner Tochter hat er auch öfter gestritten.

Aber so, dass man es gehört hat von nebenan.

Die Wände sind eben auch dünn hier.

Ja, das kann man laut sagen.

Kriegt ja jeder alles mit, da herinnen.

Auch wenn sie in sein Zimmer herumgeräumt hat, während er beim Baden

Linda, hat sie noch was gesucht?

Sie haben das Nachbarzimmer.

Nein, nicht, Frau Anna.

Danke, 71.

Sie haben mitgezählt.

Die nicht.

Das sind dann drei für uns.

Tja, die Frau Anna und ich.

Wir sind ja mein gutes Team.

Das sagt er nur, wenn wir am Gewinnen sind.

Wo soll ich hin? Geben Sie auf.

Keine falschen Hoffnungen. Er ist gleich wieder da.

Und hast du ihn schon ausfindig gemacht?

Naja, nicht ganz.

Zu Hause war der Ibiza -Djuric nicht.

Okay. Aber...

Seine Mama sagt, dass er im Judo -Club Golden Cobras trainiert.

Nein, der Kollege Eisen und ich sind kein Paar.

Aber Sie beide sind eins, oder?

Wir sind sehr gut befreundet. Der Fritz ist ein eingeschworener Junggeselle.

So, jetzt aber.

Kennen Sie den Herrn Daniel Becker als er?

Nein.

Ich habe es nicht so mit Harmonika.

Die Linda Filipowitsch hatte ihren Vater oft besucht.

Immer am Badetag.

Bitte.

Sag dir was an.

Gut,

dann sage ich jetzt ein kleines Garnel an.

Seine Tochter, die Linda, die wollte schon die Ruhe haben beim Herumsuchen.

Aber das wissen sie jetzt nicht von mir.

Und was ich auch nicht sagen würde, Horst, da hat er sich nicht getraut.

Der Herr Daniel.

Aber mit der Patricia würde er echt ungut sein können.

Die nimmt sich eh gleich alles so zu Herzen.

Ja, und da braucht es Gott zu haben.

Wie ein alter Daniel.

Was ist jetzt mit euch zwei?

Spielt ihr noch mit?

Was war eigentlich mit der Geschichte von Daniel und dem Fußpfleger?

Dem? Wie heißt der gleich wieder?

Iwitzer. Genau.

Ja, mit dem hat er einen ordentlichen Streit gehabt.

Es ist jetzt schon längere Zeit her.

Da haben sich die zwei fürchterlich angeschrieben.

Leider auf Jugoslawisch. Der Ibiza ist aber ein sehr netter.

Und die Dame?

Danke für die Mitarbeit.

Ein gnädigster vielleicht gehen wollen?

Jetzt tu nicht so.

Kein Wunder, dass die Leute glauben, wir zwei sind ein Paar.

Treff. Übrigens, gestern hat es auch noch ein kleines Intermezzo gegeben, mit

dem es war, mit dem Daniel und mit dem Ivica.

Sagen Sie mal, Herr Fritz, woher wissen Sie das alles?

Ich war 40 Jahre lang Oberkehlner im Café Amsel.

Ich rede halt gern und gut mit den Leuten.

Das hat sich auch ihrer Erinnerung im Heim nicht geändert.

Und das ist jetzt ein Farbenring.

Oh Gott, ey.

Und ein Bumerl für die Polizei.

Also null Punkte verloren.

Oh, was wir da gespielt haben. Ja, reden wir nicht mehr drüber, okay?

Der Ibiza hat vorstrafen.

Illegalen Waffen besätigt, Drogen, Gewaltdelikte.

Okay, dabei ist der Ibiza so ein Netter.

Grüß Gott, Verwalter.

Du solltest mit ihr reden.

Übers Heim und wie das alles so rennt hier.

Na, wenn du schon eine Insiderin an der Hand hast.

Ich habe die Sandra zig Jahre nicht gesehen.

Dann komme ich zufällig daher und treffe sie da in diesem komischen Rollstuhl

und soll jetzt mit ihr über den Fall reden?

Das geht doch nicht.

Wieso nicht?

Weil es komisch wäre.

Ich denke davon ab.

Wovon?

Was da gewesen ist.

Ein streitbarer Charakter, der Herr Daniel.

Stress mit der Tochter.

Stress mit der Pflegerin.

Mit dem Fußpfleger.

Der Horst nennt das Befindlichkeiten. Ja, der Horst.

Ja, du magst ihn nur nicht, weil er dich hat baumelt. Nein, nein, überhaupt

nicht. Dass ich mich locker daraus befreien kann. Ein Klimmzug hätte

Schaffst du überhaupt noch einen?

Was heißt einen?

Wollt ihr schon viel?

Kriege ich auch eins?

Nein.

Habt nur mehr so wenig.

Der muss perfekt sitzen.

Sonst gibt es keinen Darm.

Was haben Sie angestellt?

Wer? Na, meine Schüler. Sie schauen aus wie von der Polizei oder vom Jugendamt.

Wir sind wegen Ihnen hier, Herr Thüritsch.

Wo waren Sie vorgestern zwischen 13 .30 Uhr und 14 .30 Uhr?

In der Arbeit.

Hier oder im Pflegeheim Letizia?

Nicht hier.

Und wo dort?

Im Fußpflegestudio.

Allein?

Ja.

Termin ausgefahren.

Und?

Was haben Sie gemacht?

Aufgeräumt.

Das wird hier auch nicht schaden.

Ja.

Und was wollen Sie von mir?

Um was geht es überhaupt?

Wir sind zu der Mordkommission.

Super.

Und wen habe ich umgebracht?

Sie hatten vorgestern Streit mit dem Herrn Daniel.

Kurz vor halb zwei.

Aber das war kein Streit. Dem alten hat nur was nicht gepasst.

Na ja, gut, es gab ja vorher auch schon eine erste Auseinandersetzung.

Sie hätten einander angeschrien?

Mhm.

Kann ich mich nicht erinnern.

Ich muss zu meinen Schülern.

Sie wissen eh, wo der Abgang ist.

Du suchst einen Schuldigen und findest ihn nicht.

Darum war es wieder einmal der vorbestrafte Tschusch.

Wenn da einer die Augen vertrat, dann bin ich das, der Bewährungshelfer.

Nur wenn einer vorbestraft ist, heißt das noch lange nicht, heißt das noch

nicht, dass die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt.

Hast du eigentlich auch noch irgendeinen anderen Text?

Vielleicht mit Inhalt?

Seit ich für ihn zuständig bin, hat er evizial alle Auflagen erfüllt. Und die

waren?

Psychologin, Arbeit finden, regelmäßiger Drogentest im ersten Jahr.

Was ist mit Golden Cobra?

Kurtl. Ich bin gleich bei dir, Franz.

Im Judo -Club arbeitet der Iwitzer Ehrenamtlich. Teilweise mit sehr

Jugendlichen.

Wahnsinnig interessant.

Also Kurtl, du machst wirklich Bewährungshilfe am Feind.

Wenn man alles kann, Eisner, dann kann man das auch.

Hm? Nix.

Der Kurt ist so ein nerviger Indipstelreiter, der sich nur um seinen

kümmert.

Er sagt wahrscheinlich dasselbe über dich.

Na gut, dann rede halt mit ihr.

Mit wem?

Das ist eine sehr gute Idee.

Nur Angst machen. Ja, ja, von Angst machen.

Dafür redest du erst mit dem lästigen Kurti.

Bitte.

Das heißt, der Ibiza Djuric ist seit dem Jahr 98 in Wien.

Da war der Jugoslawienkrieg noch nicht vorbei.

Ja, da war der Krieg noch nicht vorbei.

Habe ich mich gerade verversagen, Herren.

Jetzt komm schon!

Die Generation hat es schwer gehabt dort.

Zehn Jahre Bürgerkrieg, jeder gegen jeden.

Das sind viele, die schwere Traumata im Gepäck haben.

Die Opfer genauso wie die Soldaten.

Ohne jetzt konkret über den Ibiza zu sprechen.

Genau, ganz im Allgemeinen.

Immerhin hat der Ibiza jetzt einen schicksten Job.

kümmert sich um die Jugendlichen im Judo -Club.

Das freut mich.

Na, ich auch.

Hoffentlich muss er nicht wieder ins Gefängnis.

Jetzt sag schon.

Was willst du denn wissen?

Neun Monate bist du jetzt da.

Und warum ein Altersheim?

Du meinst, weil ich noch so jung bin, gell?

Schau, das Lepizia, das ist ein Pflegeheim und ein Altersheim.

Da gibt es auch Zimmer für Menschen, die viel Pflege brauchen.

So wie ich.

Und der Daniel Filipowitsch, der war auch in meinem Rollstuhl. Hast du den

gekannt?

Das ist ja mit der Mundharmonika, oder?

Ja, richtig.

Nur vom Sehen.

Und der Ivica Djuric?

Du bist aber neugierig.

Entschuldige.

Entschuldige, das ist ein beruflicher Reflex.

Und ich habe schon geglaubt, du bist wegen mir da.

Ja.

Ah, dann sind die Blumen doch für mich.

Ich ja.

Bitte schön.

Bitte leg sie ins Waschbecken.

Die Schwester bringt sie dann wieder raus, wo sie hinkönnen.

Ich habe alle zwei Wochen Fußpflege bei Mivica.

Wenn man im Rollstuhl sitzt, dann braucht man das.

Und was hältst du von ihm?

Er arbeitet gut.

Redet aber kaum.

Wieso? Wird er verdächtigt?

Das darf ich dir jetzt nicht sagen.

Mich ausfragen, aber es soll ja nichts preisgeben.

Ja, wie früher. Ja, wie früher.

Komm, setz dich zu mir.

Dass du bei mir im Bett gesessen bist.

Ja.

Das letzte Mal, wo wir uns gesehen haben, nicht mehr.

Die Hochzeit von Silke und Werner, hm?

Ja.

Du, die Fotos habe ich noch.

Echt?

Da oben, das Grüne.

Hol es her.

Was ist?

Da fehlt eine Seite.

Die ist vielleicht im Drucker hängen geblieben, oder?

Die Pflegerin hat sie verschwinden lassen.

Da ist er, der Hundgustl.

Mit dem warst du zuhause. Das war der Dienstag.

Habe ich längst vergessen.

Gott sei Dank.

Du warst jedenfalls sehr liebesbedürftig.

Du, was wäre denn gewesen, wenn du damals nicht auf die Polizeischule,

mit mir nach Paris gegangen wärst?

Ich habe es dir angeboten.

Stimmt, ja.

Stell dir vor, dann hättest du vielleicht meine Bettpfannen ausleeren

bevor ich ins Heim bin.

Moritz, ich muss aufs WC.

Keine Angst, das macht die Schwester.

Na, bitte.

Geh jetzt, oder?

Danke für die Blumen.

Patricia, bei mir ruft die Natur.

Sind Sie jetzt auch in diesem Stockwerk tätig?

Die Kollegin ist krank. Ich helfe nur aus.

Wenn Sie wollen, rede ich gern mit dem Arzt über eine höhere Dosierung.

Danke, danke. Geht schon so.

Nico hat er geheißen. Ah ja, genau.

Gehst du jetzt bitte?

Ja.

Rudnik.

Heißt Mine oder Bergwerk. Auf PKS.

Auf was?

Bosnisch, Kroatisch, Serbisch.

Was ist mit der Rückseite?

Was ist mit Kyrillisch? Ja, wahrscheinlich.

Lass uns übersetzen.

Und dann noch ein Spezialauftrag.

Wo das Bergwerk sein könnte.

Sind das vielleicht Gewehre vom Jugoslawienkrieg?

Das Foto nehmen wir mit zur Tochter.

Die ist übrigens vor einem halben Jahr beim Kredit -Schutz als zahlungsunfähig

erklärt worden.

Kein Wunder, dass sie sofort an Schmerzensgeld denkt.

Ja, und danach noch der Streit mit dem Vater.

Auch ums Geld.

Ja, ja, ja.

Der Papa hat sein Lebtag lang hart gearbeitet.

Viel hat er ja nicht gehabt von seinem Ruhestand.

Die Herzensgeschichte und der Schlaganfall.

Kennen Sie den Fußpfleger Ibiza Djuric?

Ich dachte, der Papa hatte immer eine Fußpflegerin.

Also nein.

Die Spinnchen, so weit kommt's noch.

Sie können gern telefonieren.

Da hat es einen Streit gegeben zwischen Ihrem Vater und dem Ibiza.

Sagt Ihnen dieses Foto was?

Kann er das lesen?

Mein Serbisch ist urschlecht. Ich lese keine Chance.

Ihr Vater ist was Neues, oder?

Ja, aber das kenne ich nur als Kind, vom Urlaub. Wir hatten da als Familie nie

wirklich einen Bezug dazu.

Die Mama war ja Österreicherin.

Wissen Sie, ob Ihr Vater im Krieg gedient hat?

Nein.

Ich habe ein-, zweimal gefragt, aber da war nichts.

Nur... Eine Wand des Schweigens.

Ja, genau.

Dann habe ich es aufgegeben.

Sie haben Ihren Vater des Öfteren am Badetag besucht, wo er die meiste Zeit

nicht im Zimmer war.

Da konnte ich in Ruhe aufräumen.

Das Personal ist ziemlich schlampig.

Haben Sie irgendwas Bestimmtes gesucht?

Nein. Und der Feueralarm hat Sie nicht gestellt?

Doch, aber da war ich schon fertig.

Und was haben Sie gefunden?

Nichts.

Und dann?

Das habe ich Ihnen doch schon letztes Mal gesagt.

Dann bin ich gegangen, noch während dem Alarm.

Die Nachbarin.

Ach, wie heißt sie nochmal?

Die Frau Anna.

Die mit der schönen Frisur?

Ja. Ja, genau die.

Mit der bin ich im Dunkeln zusammengestoßen.

Die kann das bestätigen.

Eine vegane Bäckerei.

Kommt die gut an?

Ja.

In einer halben Stunde ist hier die Hölle los.

Stoßzeit. Da komme ich gar nicht mehr nach.

Also finanziell haben Sie keine Sorgen?

Nein, das Geschäft läuft super.

Warum stehen Sie dann auf der Spazenliste vom Kreditgutverband?

Weil ich ein paar Handyrechner nicht gezahlt habe.

Ja. Wenn der Vater ins Spital kommt und dann ins Heim, dann hat man nicht andere

Sorgen.

Was ist eigentlich euer Problem?

Dass ich eine Frau bin oder eine Veganerin?

Irgendwer macht dieser Frau Stress.

Du machst, weil ihr Handy die ganze Zeit gebrummt hat.

Soviel zum Thema Stosszeit. Ja.

Ich dachte, wo würden die hin?

Aber in dem Tempo...

Ich glaube,

sie hat uns bemerkt.

Nein, sie fährt immer so.

Ich hab grün.

Da gibt's nur Pools und Autowerkstätten.

Dann tut er sich trotzdem Service, oder?

Da, da, da, schau.

Hör auf!

Hör auf!

Hör auf jetzt!

Was machen die denn da?

So. Und jetzt das ganze nochmal von vorn. Und zwar alles.

Sie ist wahnsinnig.

Tritt dem armen Erkan in die Eier und stört mich bei der Arbeit.

Meine Kundschaft hat einen Schock fürs Leben.

Ich lass mich doch nicht erpressen.

Erpressen? Ich dich? Du willst was von mir, okay?

Ihr Vater ist Stammkunde.

Ich zieh mir sofort den Schluck von meiner Mutter.

Moment einmal.

Ich bin mit die Klunker bezahlt worden. Für harte Arbeit.

Also, hart war wenig, aber... Wenn sie das Zeug haben will, muss ich Geld

Ich hab sie vorhin angerufen und ein faires Angebot geschickt.

2 .000 Euro.

2 .000 Euro?

Das ist viel, das ist wenig.

Das hat mein Vater nie und nie mehr konsumiert. Schatzi, ich kenne mich aus.

Schmuck ist viel mehr wert.

Der Schmuck schon, aber du nicht.

Spickst du?

So, jetzt ist es aber gut.

Das Geld von Papa habe ich mir in den Kommaten geholt.

Bis ich draufgekommen bin, wofür er es ausgibt.

Wie haben Sie die Ramona gefunden?

Sie macht Hausbesuche.

Im Altersheim.

Und dann haben Sie begonnen, ihn finanziell kürzer zu halten?

Ich wollte nur verhindern, dass er sein ganzes Geld durchbringt.

Woraufher hat die Ramona mit dem Schmuck ihrer Mutter bezahlt?

Den die Mama mir geben wollte, wenn ich einmal heirate.

Das war Ausmacht.

Und dann geht er in so eine Sexarbeiterin.

Er hat es mir angedroht, aber das stimmt mir doch nicht ernst.

War das der Schmuck, den Sie in seinem Zimmer gesucht haben?

Ja.

Und jetzt liegen die goldenen Ohrringe von meiner Mama in so einem

Schweißlaufhaus.

Die Ramona hat bis jetzt nicht gewusst, dass ihr Vater tot ist, Linda.

Und Sie werden mit 300 Euro einverstanden. Ist das okay für Sie?

Ja.

Ja, danke.

Ich bringe Sie rein. Na, Moment, Frau Filipowitsch.

Das Durcheinander mit Feueralarm und Stromausfall, das war eine sehr gute

Gelegenheit. Sie haben keinen Alibi.

Und der Vater hat Ihnen nur Probleme gemacht.

Deshalb bringe ich ihn um.

Einfach so.

Klar hat er mich zur Weißglut getrieben.

Das tun Eltern, aber... Die haben ihn ins Heim gebracht.

Mein Vater hat es verstanden.

Ich habe die verdammte Bäckerei. Und trotzdem war ich mindestens einmal die

Woche bei ihm.

Ihr habt die Wäsche sortiert, habt das Zimmer aufgeräumt.

Dass ihr gestritten habt, bevor ihr gestorben seid.

Ja.

Fuck.

Das heißt nicht, dass ich von Baba nichts empfunden habe.

Ganz im Gegenteil.

Wer ist denn für den Krankengag zuständig bei euch?

Reinschreiben tut da jeder.

Sie auch?

Ja, aber nur allgemeines.

Mundpflege, unüblicher Schulgang und so.

Wenn es um etwas Kompliziertes geht oder um Medikamente, dann schreiben das die

Ärzte oder die Diplomierten.

Wie Ihre Kollegin Patrizia?

Ja.

Ich mag es, wie man immer wieder einen Eintrag gemacht hat. Bitte.

Ja, jetzt bist du wieder fälsch.

Hilft die Patrizia nach dem zweiten Stück aus?

Ja. Ich lasse sie mir zu allem einteilen. Als ob wir bei uns nicht

hätten. Christliche Nächstenliebe.

Sogar die kann man übertreiben. Wenn die Patrizia ins Burnout geht, der darf das

ausbaden.

Und Sie haben keine Angst vor dem Burnout? Nein, sie lassen mich nicht zu

einteilen. Und ich stecke es besser weg.

Inwiefern?

Schrebergarten. Der Meiniger und die Hammen in Grosinersdorf. Darf ich jetzt?

Ja. Danke.

So, bitteschön.

Im Akt steht, der Herr Daniel hat über Schmerzen geklagt.

Ja, vor ein paar Wochen.

Deswegen ist ja die Patrizia mit ihm zum Arzt.

Die ist ja sehr dahinter, dass alle die notwendigen Medikamente kriegen.

Und so richtig fit war er ja nicht mehr, der Herr Daniel.

War er fit für den Besuch von Prostituierten?

Sexarbeiterinnen heißt das. Und ja, dafür hat es noch gereicht.

Sie können also bestätigen, dass Herr Daniel Besuch von einer Sexarbeiterin

hatte? Ja, die Ramona war bei uns bei ihm.

Aber nicht am Todesplatz, sonst hätte ich es erwähnt.

Und wie funktioniert das in der Praxis?

Meinerseits konkret.

Herr Horst, bitte.

In unserem Heim hat jeder sein eigenes Zimmer mit Füßen.

Gäste sind Gäste. Wurscht, ob die bezahlt werden oder nicht. Und das ist

erlaubt, einfach so.

Was heißt erlaubt? Das ist ein Pflegeheim, kein Gefängnis.

Ältere Leute haben auch Bedürfnisse, oder? Und da gibt es nie Probleme?

Nein.

Den Sexarbeiterinnen nicht.

Nur mit den Angehörigen. Die sehen das nicht so gern.

Verzeihen Sie bitte, aber das habe ich komplett vergessen.

Beim Stromausfall bin ich kurz aus meinem Zimmer schauen, was los ist. Und

bin ich im Finstern mit der Tochter von Daniel zusammengestoßen.

Ich hoffe, sie kriegt jetzt keine Probleme.

Deswegen machen Sie sich keine Sorgen. So ist ja die Polizei.

Ihr sollt vielleicht gerne remonstrieren. Nein, Herr Fritz, heute

Angst vor dem Bummel.

Ich sage Ihnen was, Herr Fritz.

Pech im Spiel.

Glück in der Ermittlung.

Zum Glück hat der Ort verhindert, dass der Filippowitsch noch mehr Fizitin

kriegt. Mehr was?

Fizitin ist ein Benzodiazepin, ein starkes Beruhigungsmittel. Die Pflegerin

wollte für den damals noch nicht Toten eine Erhöhung der Dosis. Der Arzt hat

abgelehnt. Aha.

Warum? Eine höhere Dosis kann schwere Folgen haben.

Gesunde, jüngere Menschen kommen mit Nebenwirkungen davon oder werden

Bei alten Menschen kannst du aber mit Benzodiazepinen schnell wieder

War das nicht eine Methode von den Todesschwestern in Leim?

Die haben Rohhypnol verwendet, unter anderem. Auch ein Benzodiazepin.

In den Befunden habe ich davon nichts gelesen.

Wer weiß, was man sucht. Kann sich das ändern?

Bis wann?

Bis morgen.

Spannend. Was wäre, wenn der Daniel gar nicht über Schmerzen geklagt hat und die

Patricia das alles nur erfunden hat?

Jetzt wird es unwissenschaftlich. Ihr entschuldigt mich.

Todesengel suchen sich die Patienten, die am meisten Arbeit machen.

Herr Daniel, viel Arbeit.

Bissige Kommentare fürs Personal.

Später, Patricia, willst du erst mit Medikamenten versuchen?

Die Medikamente werden nicht bewilligt.

Und sie ertränkt ihn.

Schwachsinn. Ja.

Ich bin nur von zehn Meter breit gesprungen, weil sie vorher

Das andere war die... coolste Frau im ganzen Freibad.

Sie war natürlich schwer verliebt.

Und dann der erste Kuss.

Und alles, was dazugehört.

Du machst ja Sorgen um sie.

Wenn die Patricia dieser Todesengel ist, dann passt die Sandra in

das Opferprofil, genauso wie der alte Daniel.

Der Zustand von der Sandra verschlechtert sich schnell und

Wegen diesem ALS?

Bei der Amitropen -Lateralsklerose hast du nach der Diagnose durchschnittlich

noch drei Jahre.

Und du meinst, in diesem Fall könnte sich die Patricia als Erlöserin fühlen?

Sie hat die Sandra letztens noch gefragt, ob sie eine höhere Dosis will.

Warum haben Sie uns die Seite 33 nicht gegeben?

Und erzählen Sie uns bitte jetzt nicht, dass das ein Versehen war.

Was wollten Sie geheim halten?

Dass der Arzt Ihnen fast auf die Schliche gekommen wäre, dass die höhere

Fezidin... Für die Sie sich eingesetzt haben. Für den Herrn Daniel tödlich

gewesen wäre.

Haben Sie andere Patienten auch so behandelt?

Ich habe ihn doch nur auf den Zug gesetzt.

Vernünftiges Beruhigungsmittel, Sarah.

Ich habe vorher auf der Intensivstation gearbeitet.

Seither halte ich es ohne Beruhigungsmittel nicht mehr aus.

Warum arbeiten Sie dann überhaupt noch in der Pflege?

Meine Eltern wohnen ein paar tausend Kilometer weit weg und müssen selber

gepflegt werden.

Sie brauchen das Geld.

Und dass Sie Medikamente von den Patienten abzweigen, ist niemandem

Ich habe einen Weg gefunden.

Warum haben Sie denn Herrn Daniel im Bad ertränkt?

Das war doch ein wichtiger Drogenlieferant.

Ich habe das nicht getan.

Seit er tot ist, geht es mir jetzt so richtig schlecht.

Warum?

Weil der Herr Daniel Ihre einzige Quelle war?

Wo waren Sie denn beim Feueralarm?

Sie haben doch keine 15 Minuten auf dem WC gesessen.

Ich habe mich eingesperrt im Personalraum.

Der Hort hat geklopft, aber ich habe es ignoriert.

Weil Sie das Vizedin abgezweigt haben.

Zeigen Sie uns wie.

Das ist nur Traubenzucker.

Sie haben sie ausgetauscht. Alter.

Junkie -Trick.

Was ist mit dem Fizitin passiert?

Geschnupft.

Warum wollten Sie die Dosis erhöhen?

Hat das nicht mehr gereicht?

Nicht für zwei.

Das heißt, der Herr Daniel hat von seinem eigenen Medikament überhaupt

mehr bekommen?

Ich... Ich...

Alten - und Krankenpflege ist ein extremer Job.

Ich glaube, es gibt nichts Härteres. Doch.

Arbeiten gehen und zusätzlich daheim jemanden pflegen.

Stimmt.

Entweder du beutest dich selber aus, um deine Angehörigen zu Hause zu behalten.

Oder du hast ein schlechtes Gewissen, weil du sie ins Heim steckst.

Kannst nie gewinnen.

Hast du immer das Bummerl.

Ja.

Das ist mein Sportblatt.

Das Bummel.

Was sagst du?

Als ich die Sandra im Heim gesehen habe, war ich erleichtert.

Ich war erleichtert, dass wir nicht zusammengekommen sind.

Dass es nicht ich bin, der es jetzt pflegen muss.

Wenn ihr zusammen wärt, täte ich jetzt alles für dich.

Alles.

Ich habe noch nicht herausfinden können, wo das Foto mit Daniel Filippowitsch

gemacht worden ist.

Aber das Wort auf der Rückseite heißt Elektriker.

Was ist das? Das ist ein Patenbrüfer aus deiner Jackentasche.

Was stand im Markt als Beruf?

Haustechniker.

Nicht weit weg von Elektriker.

Und die Gewehre hinten an der Wand sind Saftauer M70. Das war die

Infanteriewaffe in allen Jugoslawienkriegen.

Jugoslawienkrieg. Den hat der Kurte erwähnt. Im Zusammenhang mit dem Daniel.

Und dem... Wir können einen hundertsten Tag, liebe Firma.

Vielen Dank.

Und, was kann ich für Sie tun?

Können Sie das zuordnen?

Nein.

Sie wissen nicht, wo das ist?

Nein.

Aber das hier können Sie lesen.

Ja, da steht Elektriker.

Und sagt er Ihnen das was?

Waren Sie ein Soldat im Jugoslawienkrieg?

Herr Djuric, die Verdachtsschlage gegen Sie ist nicht ohne.

Der Streit mit dem Herrn Daniel, Ihre Vorstrafen.

Also waren Sie im Krieg oder waren Sie nicht im Krieg? Ich muss die nächste

Kundin dran nehmen. Vielleicht kann die ja noch ein bisschen warten. Sie können

uns aber auch gerne auf die Dienststelle begleiten.

Gut, also gehen wir weg. Okay.

Okay.

Wir reden hier.

Gib der Dame noch einen Bescheid.

Dann schreibe ich weg.

Fußpfleger sind halt.

Gut zu Fuß.

Habe ich gemerkt.

Ich habe dem Kurtl ein Ultimatum gestellt.

Wenn der Super -Iwitzer nicht in einer Stunde in seinem Büro ist, wird er zur

Fahndung ausgeschrieben, okay?

Fahndung nach dem Iwitzer.

Dabei ist der doch so ein Netter. Das wissen wir schon.

Du hast aber kein sehr großes Vertrauen gehabt, dass ich ihn erwische.

Sie haben ihn also vom Zehn -Meter -Turm runtergestoßen. Respekt.

Er sagt, dass er selber gesprungen ist, um mich zu beeindrucken. Und?

Hat's funktioniert?

Ja, zuerst schon.

Was habt ihr dann für Paris entschieden?

Paris.

In den 80ern.

Toll.

Was haben Sie denn da gemacht?

Zwei Friseuren.

Und Stylistin bei Modeschauen.

Toll. Um nicht zu sagen, oh la la.

Zu der Zeit hat's der Moritz gerade einmal nach Wien auf die Polizeischule

geschafft.

Das andere war immer Ausnahmetalent, gell?

Na, so Leute sind wir ja.

Jetzt kann ich nicht einmal mehr mich selber frisieren.

Die Frisur, die ist im Heim sehr wichtig.

Da können Sie ja jeden fragen.

Da gibt es sonst nicht viel zu tun.

Nicht mit der Miwi zu spielen.

Wenn der nicht bald beim Kurti ist, dann... Wann war der Stromausfall

13 .50 Uhr, laut Horst.

Na da bitte, da.

Exakt genau der Zeitpunkt.

Da schau, exakter Zeitpunkt.

Und hier der Impact.

Okay, ich gehe zum Kreindl und du zum Kulti. Na, sicher nicht.

Schere, Stein, Papier.

Bitte!

Ja, dem Iwitzer fällt es schwer, über seine Vergangenheit zu reden. Kulti,

bitte, die Nummer ist bei der biblischen Hauptsache. Ja, so geht es vielen nach

traumatischen Kriegserlebnissen. Ja, aber das ist doch kein Grund,

davonzulaufen. Moritz, bitte, du hast ihn mit Verhaftung gedroht. Auf nichts

hinauf. Nein, nein, nein.

Ich habe ihm einen Ortswechsel angeboten und ich habe ihn gefragt, ob er...

Okay, gut.

Geschenkt.

Aber kann ich jetzt mit ihm reden?

Lieber Herr Djuric, hat der Streit mit dem

Verstorbenen irgendwas mit dem Jugoslawienkrieg zu tun gehabt?

Ja und nein.

Ja, doch, was? Ja, ja und nein. Was hast du?

Was hast du jetzt?

Also, hey!

Na, komm.

Der Daniel hat schnell mitgekriegt, dass ich derbe bin, so wie er.

Und das war ein Problem für Sie?

Ja, ein großes.

Er hat nämlich beschlossen, ich bin sein bester Freund.

Und er kann mir bei der Fußpflege alles Mögliche erzählen.

Wie schwul der Horst ist, wie dumm die Patricia, wie anstrengend seine Tochter.

Und dann natürlich der Krieg.

Kameradschaft, Zusammenhalt, diese ganze Scheiße.

Und dann

habt ihr gestritten?

Ich habe ihm die Wahrheit gesagt, dass der Krieg in Jugoslawien ein Wahnsinn

war.

Und dass ich desertiert bin.

Und das hat dem Filippowitsch nicht gepasst?

Schwuchtel hat er mich genannt und Vaterlandverräter.

Und dann wollte er sich die Füße nicht mehr machen lassen von mir, dieser

Wichser.

Kameradschaft.

Ich erzähle euch was von Kameradschaft.

Mein bester Freund Mirko hat die Leiche von

seinem Bruder gefunden.

Dem hat der halbe Kopf gefehlt.

Das hat er Mirko nicht gepackt.

Darum hat er sich im Fronturlaub selbst in die Luft gesprengt.

Handgranate an die Brust.

Kann es sein, dass der Herzschrittmacher in irgendeiner Form von dem

Stromausfall beeinflusst wurde?

Nein, das geht bei einem ICD nicht.

Aber ein Stromstoß kann schon der Grund für die Anomalie gewesen sein.

Das heißt, was auch immer den Stromausfall ausgelöst hat, die Anomalie

der Badewanne passiert sein.

Die hätte zu der kleinen Wunde am Fuß der Leiche passen.

Schaut aus wie eine Brandblase.

Aber die kriegt man doch nicht im lauwarmen Wasser.

Doch. Zum Beispiel, wenn der Fuß bei einem Stromschlag den Abfluss berührt.

ist in Kunststoffbadewannen der einzig stromleitende Teil.

Hm.

Stromschlag.

Jemand will originell sein und schmeißt einem Elektriker ein eingeschaltetes

Elektrogerät in die Wanne.

Baby, bei den heutigen Sicherheitsstandards ist das fast

man daran stirbt.

Außerdem... Steht im Bericht, dass er ertrunken ist. Ja.

Aber von der Idee her?

Übrigens, der Ermordete hatte kein Benzodiazepin im Blut. Also was ihm auch

seinem Akt steht, Fezitin hat er nicht gekriegt.

Danke, bis mal schon.

Bitte, Herr Iwica, jetzt sag doch was.

Ich frage Sie jetzt noch einmal.

Haben Sie Daniela Filipowitsch umgebracht?

Tote habe ich im Krieg noch gesehen.

Hallo?

Entschuldigt. Das Foto. Können Sie sich das noch mal anschauen? Bitte.

Rudnick Omertka.

Zeigt Ihnen das was?

Das kann das Lager sein, von dem Dalt immer geredet hat.

Rudnick Omertka, dort ist das Foto mal gemacht worden.

Lager?

Was für ein Lager?

In den Jugoslawienkriegen sind die Hallen dort als Gefangenenlager

worden. Man hat dort gefoltert und tausende Menschen umgebracht.

Der Bericht vom Kriegsverbrechertribunal zum Lager in Omarska, der ist echt

gruselig.

Der Daniel Filipowitsch war dort stationiert.

Wer hat den umgebracht?

Vor seinem Tod war der Daniel Filipowitsch mit der Tochter Linda in

seinem Zimmer.

Der Horst holt Daniel ab.

Am Gang treffen sie auf Ibiza mit einer Bewohnerin. Kurze Auseinandersetzung mit

Daniel. Dann geht es weiter ins Badezimmer.

Jetzt Feueralarm. Um 13 .46 Uhr, das wissen wir fix von der Feuerwehr. Der

geht zum Friedhofszimmer, weil der immer den Feueralarm auslöst.

Linda ist nach eigener Aussage nach wie vor im Zimmer ihres Vaters.

Patricia ist im Personalraum.

Und nicht auf der Toilette.

Und der Ewiger ist in seinem Fußpflegekammerl im dritten Stock.

Das ist unbestätigt.

Der Mörder nutzt das allgemeine Durcheinander, geht ins Bad, verursacht

Kurzfluss.

Unmittelbar darauf fällt der Strom aus, um 13 .50 Uhr.

Der Daniel ist aber nicht tot.

Nein, der sitzt in seinem Hebellift, zappelt und schimpft wie ein Walschputz.

Worauf ihn der Mörder ertränkt. Heunung.

Könnte jeder gewesen sein.

Oder?

Jede.

Elektrogeräte?

Ja. Was für Elektrogeräte?

Zahnbürsten, Haarföns, Rasierer.

Sind welche verschwunden seit dem Tod von Herrn Daniel? Oder kaputt geworden?

Vor allem haben wir keine.

Ich glaube, der Fall ist gelöst. Es ist nur noch die Patricia.

Das kann ich leider nicht sagen.

Super. Ich darf nicht einmal wissen, warum ich den Laden allein schupfen

Der Pfleger Horst verlässt sofort nach dem Stromausfall das Zimmer vom Herrn

Fritz.

Der Ewiger war die ganze Zeit über ohne Kundschaft in seinem Fußpflegerkammerl.

Zumindest behauptet er das.

Die Linda verlässt Daniels Zimmer in Richtung Stiegenhaus.

Wo sie am Gang der Frau Anna.

Das ist die Frau Anna.

zusammenstößt.

Der Horst kommt zum Sicherungskasten im Keller, wo er mit einem Feuermann redet.

Der Horst schaltet den Strom wieder an, geht zurück in den Baderaum, wo er den

toten Daniel findet.

Um circa 14 Uhr.

Hey! Moritz, du isst grad den Horst.

Oh.

Entschuldigung, Entschuldigung.

Das Glück ist ein Vogel.

Wenn es da steht.

Der Horst war beim Stromausfall bei Herrn Fritz auf dem Zimmer.

Also können ihn beide nicht verursacht haben. Die Linda ist im Finstern der

Anna reingelaufen.

Die Frau Anna.

Denkst du, was ich denke?

Ja.

Die perfekte Föhnfrisur, die war aber nur am ersten Tag perfekt.

Danach war es ein Trauerspiel.

Hat dort überhaupt nur ein Schal rumgekommen?

Aber Moment einmal.

Das kann ja gar nicht stimmen.

Wenn nämlich die Linda aus ihrem Zimmer kommt und Richtung Treppe geht und die

Frau Anna auch aus ihrem Zimmer kommt, dann können die hier gar nicht

zusammengestoßen sein. Das funktioniert nur, wenn die Frau Anna aus der Richtung

des Badezimmers kommt.

Oh, sorry.

Entschuldigung. Dann können sie hier zusammengestoßen sein.

Tja. Ich checke sie ab.

Aber halt nimmer. Du fährst jetzt nach Hause zu deiner Jasmin und zu deiner

Kleinen.

Morgen.

Morgen.

Unsere Frau Anna hat nach ihrer Hochzeit Ladengruber geheißen.

Und jetzt hält es euch fest.

Ihr Mädchenname war Anna Begovic, geboren in Prijedor. Das ist in Bosnien.

Keine 23 Kilometer entfernt von Omarska.

Waren im Lager von Omarska auch Frauen internet?

Ja.

Danke, Marek.

Jetzt mal abgesehen davon, dass Sie Mundharmonika nicht mögen, die

die der Herr Fritz am Zimmer nicht rauchen soll, kriegt er die von Ihnen?

Frau Anna, würden Sie das für uns mal abnehmen?

Ihre Frisur war so perfekt, wie ich sie das erste

Mal gesehen habe.

Wann haben Sie Ihre Haare das letzte Mal geföhnt?

Kennen Sie den Herrn Daniel schon länger?

Vielleicht aus einer Zeit, bevor Sie hier im Heim waren?

Kann das sein, dass Sie als Anna Begovic eine Gefangene

im Lager Omoska waren?

Oder Herr Filipovic stationiert war?

Der Elektriker.

So haben ihn alle genannt.

Er hat Gefangene mit Strom gefoltert.

Ruhig und sachlich.

Als wäre das eine ganz normale Beschäftigung.

Nach dem Krieg bin ich dann weg von Bosnien. Ich war dort Deutschlehrerin.

So bin ich nach Österreich.

Und habe mit der Vergangenheit abgeschlossen.

Und dann wird ausgerechnet der Elektriker hier bei uns einquartiert.

Direkt neben mir.

Sie haben ihn gleich erkannt?

Nach so langer Zeit?

Zuerst war ich mir nicht sicher, aber dann hatte er

Mund.

Harmoniker gespielt.

Wie damals im Lager.

Er hat den Tod verdient.

Für alle Menschen, die...

Fran,

auch wenn das schwer ist,

Könnten Sie uns bitte... Ich habe

dem Fritz Zigaretten ins Zimmer gebracht.

Ich war mir sicher, dass er sie dort rauchen wird und dass der Alarm losgeht.

Was willst du?

Zu mir in die Wanne?

Ich habe ihn getötet.

Mit Strom.

So wie er die Menden gefoltert und getötet hat.

Dazu stehe ich. Dafür gehe ich gern ins Gefängnis.

Moment einmal.

Sie haben ihn ertränkt.

Ertränkt?

Nein, ich habe ihn... Was haben Sie mit dem Föhn gemacht?

Den habe ich im Bad gelassen.

Deswegen haben Sie sich die Haare nicht mehr gewaschen?

Natürlich nicht.

Sonst hätten ja alle bemerkt.

dass ich keinen Föhn mehr habe. Und dem Herrn Horst wäre klar geworden, dass in

der Badewanne mein Föhn war.

Geht sonst noch irgendwer diese Geschichte?

Wir sind auf der Suche nach dem Föhn von der Frau Hanna.

Und es sind Leute, die liegen da drüben.

Und wie dann das Licht ausgegangen ist, da war mir klar, dass da was schief

gelaufen ist.

Und das ist recht spannend, weil man lebt.

Wer ist da?

Die Wahnsinnige wollte mich kumpeln.

Was machst du da?

Was machst du?

Was machst du da?

Wissen Sie, die Anna ist eher gute.

Eine gute Frau.

Wie meine Mutter.

Das war auch eine Seele von einem Menschen.

Aber er, mein Vater, das war ein

richtiges Drecksschwein. Der hat sich mir nur geschlagen.

Für nichts und wieder nichts. Bei jeder Kleinigkeit hat er es gehauen.

Einmal hat er es bald erschlagen.

Hat er schon enorm gebrochen gehabt.

Das hat ja keiner von uns gesagt damals.

Da haben ja alle nur weggeschaut bei sowas.

Und der Herr, der Daniel, das war die gleiche Drecksau wie mein Vater.

Und das hab ich ihm nicht durchgehen lassen können.

Beim besten Willen nicht.

Und wenn schon einer das Bummel hat,

Dann ist es diesmal eben der Herr Fritz.

So schaut das aus.

Was hast du gemacht?

Was hast du da gemacht?

Warum hast du... Das hast du nicht verdient, Anna.

Du hast nicht verdient, dass dir das Monster zum zweiten Mal dein Leben

ruiniert.

Du bist der Gute.

Das war's, oder?

Fall gelöst?

Ja.

Abschied war noch nicht so unser Ding, gell?

Mach's gut, Moritz.

Was machst du denn am Wochenende?

Du musst erst nachschauen.

Terminkalender.

Tu das.

Ich komm dich besuchen.

Ich bin Tage.

Wenn er es nicht schafft, dann komme ich.

Das ist der Spreuder.

Wolltest du nur mehr so wenig?

Genau.

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