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Original subtitles

Warten Sie ruhig draußen, Mr. Graham.

- Nein, danke. - Wir holen Sie, wenn es etwas gibt.

Nein.

Ich kann Sie verstehen.

- Sie hat es geschafft, Mr. Graham. - Danke.

Mussten Sie schon mal in die Werkstatt?

Ja, ein paarmal pro Woche.

Das ist unangenehm, aber der Wagen ist es wert.

Ein paarmal pro Woche? Wie oft fahren Sie?

Ein paarmal pro Woche.

Er muss jedes Mal in die Werkstatt.

Und alle paar Wochen eine Generalüberholung.

Ich fahre ihn also gar nicht so oft.

Dann haben Sie aber ein Problem, Mr. Graham.

Meine Werkstatt ist mir keine Hilfe.

- Können Sie jemanden empfehlen? - Sie wohnen ja nicht hier,

deswegen kann ich ihn nicht regelmäßig prüfen.

Ich kann Ihnen nur raten, auf keinen Fall unter 3.000 Touren zu fahren.

Auf keinen Fall.

Die Ventile sind sehr verkokt.

Ja, das sind sie immer.

Vielen Dank für den Tipp.

Alle paar Wochen eine Generalüberholung.

Was macht er nur...?

Oh, Mr. Graham.

Ihr Anwalt, Mr. Beckett, hat versucht, Sie zu erreichen.

Er hat die ganze Woche angerufen.

Sagen sie ihm, ich wohne hier nicht mehr.

Bringen Sie das Auto in die Garage.

- Schon wieder kaputt? - Darüber möchte ich nicht reden.

Dann sagte er mir, die Ventile seien verkokt,

was nichts Neues für mich war, denn die Ventile sind immer verkokt.

Mein Mechaniker hat den Wagen abgeholt

und heute mit den Worten zurückgebracht,

die Ventile seien verkokt.

Ich fragte, warum ich so oft eine Panne habe

und er sagte, es liege wahrscheinlich an den verkokten Ventilen.

Ein Ferrari in der Stadt ist eben Unsinn.

- Kauf dir einfach einen Bentley. - Wie kannst du es wagen!

- Mr. Graham! - Henry.

Wie kannst du es wagen? Das ist...

- Mr. Graham! - Ich weiß nicht...

Ja, wer ist da? Was ist los?

- Ein Mr. Beckett am Apparat. - Beckett?

Angeblich Ihr Anwalt.

Er sagt, es sei dringend.

Es könne nicht warten.

Sagen Sie ihm, ich habe zu tun.

Ich bringe sie gar nicht oft auf volle Touren.

Die Hälfte der Zeit geht beim Start drauf, die andere bei der Landung.

Und diese Wartung.

Nach jedem Flug gibt es etwas zu reparieren.

Wo liegt das Problem?

Mein Mechaniker sagt, die Ventile sind verkokt.

Null eins Foxtrott. Hier spricht der Tower aus Long Island.

Ein dringender Anruf für Mr. Henry Graham

von seinem Anwalt, Mr. Beckett. Over.

Roger. Null eins Foxtrott, over.

Ich steige hier aus, danke. Ich nehme den Anruf nicht an.

- Oh, Jerry. - Mr. VanRensaeller.

Ist Mr. Graham schon hier?

Ja. Er ist mit Mr. Beaumont im Salon.

Hatte ich dir erzählt, dass meine Apfelbäume Blattläuse haben?

Ziemlich oft sogar, ja.

Du kannst beruhigt sein. Sie sind weg.

Ich habe gespritzt und die Läuse sind weg.

Hallo, Van. Ich erzählte Henry gerade, dass meine Apfelbäume Läuse hatten.

Aber ich habe gespritzt.

Wirklich? Sie müssen erleichtert sein.

- Ja. Ja, das bin ich. - Könnte...

Könnte ich Sie kurz sprechen?

Ihre Bank hat mehrmals angerufen.

Dieser Scheck ist nicht gedeckt.

Diese Idioten.

Die Clubleitung hat mich gebeten,

Sie darauf hinzuweisen, das mit Ihrer Bank zu regeln.

So geht das schon Wochen.

Würde Beckett so weit gehen, nur damit ich zurückrufe?

Hören Sie mir bitte gut zu.

Wenn man Kapital besitzt, kann man daraus... Nein.

Zu dem Scheck kommen wir gleich.

Ich weiß, was los ist.

Ich möchte Ihnen etwas erklären, was ungeheuer wichtig ist.

Wenn wir pro Monat oder Jahr mehr ausgeben,

als wir verdienen,

muss man an seine Rücklagen gehen,

die irgendwann erschöpft sind.

- Verstehen Sie, was ich meine? - Mr. Beckett, der Scheck.

- Mr. Graham, ich... - Sofort.

Ich möchte Ihnen erklären, dass das nicht möglich ist,

weil Ihre Ausgaben Ihre Einnahmen derart überschreiten,

dass Ihr Kapital ausgeschöpft ist.

Kein Kapital, kein Einkommen,

also auch keine Mittel für den Scheck.

Behandeln Sie mich nicht wie ein Kind.

- Nein, ich... - Ich weiß, was es bedeutet,

- sein Kapital auszuschöpfen. - Oh, gut.

Was ist jetzt mit dem Scheck?

Sind Sie wirklich sicher,

dass Sie mich verstanden haben?

Ihr Kapital ist erschöpft.

Der Scheck ist nicht gedeckt,

denn er ist über $6.000 und Sie haben keine $6.000.

Sie haben nicht mal $60.

Kommen Sie zur Sache, Beckett.

Mr. Graham, Sie haben kein Geld mehr.

Kapital und Einkommen sind erschöpft, Sie haben kein Geld mehr.

Ich wünschte, ich könnte es anders sagen.

Wie könnte ich es sagen? Das Geld...

Sie haben kein Kapital. Kein Einkommen.

Nein, es ist nur Geld. Es ist... Nein... Sie haben kein Geld mehr.

- So sieht es aus. - Ich habe kein Geld mehr?

Genau. Sie haben kein Geld mehr.

Ich habe Aktien von AT&T und General Motors.

- Das weiß ich. - Meine Amarada Peet?

Ja, ich weiß. Ich möchte Ihnen etwas zeigen.

Mr. Graham, sehen Sie,

ich musste einige Anteile verkaufen,

um Schecks zu decken...

- Wer hat Sie dazu berechtigt? - Sie.

- Niemals! - Doch.

Vor 15 Jahren, als Sie mir sagten, Sie würden gern von $200.000 leben,

obwohl Ihr Einkommen nur $90.000 betrug

- und dann... - Das ist doch nebensächlich.

Der Scheck muss bezahlt werden.

Dieser Scheck ist geplatzt, Mr. Beckett.

Als wäre ich ein mittelloser...

Ich weiß, der Scheck ist geplatzt.

Das ist nicht der erste Scheck, der platzte.

Ich habe persönlich drei Kontoüberziehungen ausgeglichen.

Sehen Sie sich diesen Scheck über $550 an.

Das habe ich mit meinem Geld bezahlt.

Dieses Verfahren würde ich nur ungern fortführen.

Wer hat Sie dazu berechtigt?

Sie, Mr. Graham.

Wollen Sie damit sagen, dass ich Ihnen jetzt $550 schulde?

Nein. Sehen Sie es nicht als Kredit an.

Ich halte es für so unwahrscheinlich, das Geld zu bekommen wie Sie.

Nun, vielen Dank, Mr. Beckett.

Wenn Sie auch nur einen Funken Dankbarkeit erwarten,

dann haben Sie $550 des Wucherhonorars verschwendet,

das ich Ihnen zahle.

Mr. Graham, ich möchte Ihnen etwas erklären.

Aus einem einzigen Grund habe ich Ihnen $550 meines Geldes gegeben.

Ich hege eine intensive Abneigung Ihnen gegenüber.

Deswegen wollte ich absolut sicher sein,

keine Mitschuld an Ihrem finanziellen Ruin zu tragen.

$550 sind ein kleiner Preis für die Gewissheit,

dass ich nicht das Geringste

mit Ihrem Ruin zu tun habe.

Sie alleine haben sich in die Armut getrieben.

Vermutlich wollen Sie mir nicht die $6.000 geben,

um sich für immer unschuldig zu fühlen?

Vermutlich nicht, nein.

Vielen Dank, Mr. Beckett.

Glauben Sie, mein Onkel leiht mir Geld?

Mr. Graham, in den zehn Jahren, in denen Ihr Onkel Ihr Vormund war,

vertraute er mir fast täglich an,

Ihr Vater hätte ihn aus reiner Bosheit in diese Position gebracht.

Er wird Ihnen keinen Cent geben, Mr. Graham.

Und wenn ich an Ihr Talent für persönliche Beziehungen denke,

auch sonst niemand.

Vielen Dank, Mr. Beckett. Bitte sehr.

Für die Kontoüberziehung von $550, die ich Ihnen schulde.

- Mr. Graham, ich... - Die können Sie auch haben.

Ohne Filter. Genießen Sie sie.

Ich bin arm.

Leb wohl.

Leb wohl.

SILVESTRI MAßSCHNEIDER

Und hier noch etwas enger.

Hier auch noch ein bisschen, 1,5 mm. Genau so.

Oh, Mr. Graham, wie geht's? Schön, Sie zu sehen.

Verzeihung, Mr. Fenniman. Was kann ich für Sie tun?

- Oh, nichts. Ich... - Setzen Sie sich doch.

Danke, Pat. Ich suche nur jemanden.

- Guten Tag, Mr. Graham. - Henri,ça va bien?

Gut, danke. Ich bin überrascht.

Wir sind sofort bereit.

Ein Tisch für Sie?

Nein. Nein, danke.

Ich... Ich wollte mir nur alles noch ein Mal ansehen.

Es ist mir immer eine Freude. Sie sind immer willkommen.

- Das wissen Sie. - Danke, Henri.

Nur die Rechnung.

Es tut mir leid, Mr. Sullivan.

Mehr kann ich Ihnen nicht sagen.

Schon ok. Ich komme morgen noch mal.

Oh, Mr. Graham.

Guten Tag, Mr. Graham.

Hallo, Otto.

Erwarten Sie Post?

Nein. Ich wollte nur mal schauen,

ob ich noch willkommen bin.

U-HAUL LKW-VERMIETUNG

Ich bin arm.

Tor!

Harold, ich hätte eine Frage.

Natürlich, Sir.

Wir kennen uns jetzt schon viele Jahre.

Was würden Sie tun, wenn ich all mein Geld verlieren würde?

Ich würde Sie nach Ablauf der Kündigungsfrist verlassen, Sir.

Danke, Harold. Ich wusste,

dass Sie aufrichtig sein würden.

Danke, Sir.

Hart, Schaffner & Marx hat die besten Anzüge.

Stehen Sie ganz natürlich da.

Er passt perfekt.

Es gibt keinen besseren Konfektionsanzug.

Es tut mir leid, Mr. Graham.

Mitglieder, die in Zahlungsrückstand sind,

verwirken ihre Mitgliedschaft.

Vergeuden Sie keine Zeit. Treten Sie in den CVJM ein.

Henry, spinnst du?

Du fährst doch keinen Chevrolet!

Nein!

Ich war so frei, Sir.

Oh, ja. Harold. Herein.

Ich wollte gerade danach läuten.

Harold, ich muss Ihnen etwas sagen.

Geht es um Ihr Geld, Sir?

Ja, Harold. Ich habe alles verloren.

Genauer gesagt, ich habe alles ausgegeben. Jedenfalls ist es weg.

Das tut mir leid, Sir.

Haben Sie darüber nachgedacht, Ihren Onkel zu fragen?

Ja. Das war mein erster Gedanke.

Mein Anwalt riet mir davon ab,

weil er es für sinnlos hält.

Die Sache ist die,

ich habe keine Hoffnung, dass ich es ihm je zurückzahlen kann.

Ich habe weder irgendwelche Fähigkeiten noch Ehrgeiz.

Ich bin einfach nur reich. Ich war es.

Mehr wollte ich nie sein.

Ich verstehe das nicht, Harold. Warum ausgerechnet ich? Warum?

Ich war... Ich war so glücklich.

Was soll ich tun?

Was jeder Gentleman von Ihrem Stand und Gemüt

- tun würde, Sir. - Selbstmord?

Ich hatte eher an eine Hochzeit gedacht.

Hochzeit? Mit einer Frau?

Ja, Sir. Daran hatte ich gedacht.

Nur so erwirbt man Besitz, ohne zu arbeiten.

Man könnte auch erben, aber Ihr Onkel

hat bereits erklärt, dass sein gesamtes Erbe

an Radio Freies Europa geht.

Oh, das kann ich nicht, Harold.

Sie wäre immer da

und würde fragen, wo ich war, und würde mit mir reden.

Das könnte ich nicht ertragen.

Nun, es war nur ein Vorschlag, aber die Alternativen

sind begrenzt und unsagbar deprimierend, Sir.

Wenn Sie keinen Selbstmord begehen, werden Sie arm sein.

- Arm? - Arm im eigentlichen Sinne, Sir.

Sie werden nicht reich sein.

Ihnen würde ein wenig bleiben, wenn Sie alles verkaufen,

aber in einem Land, in dem ein Mann das ist, was er hat,

ist der, der wenig hat, nicht sehr viel.

Hier gibt es keinen Adel der Armut, Sir.

Wie viel Zeit bleibt mir wohl, bis es bekannt wird?

Nicht viel, Sir. Sie haben bereits die dritte Mahnung

für die Strom- und Telefonrechnung erhalten, Sir.

- Meine AT&T... - Jeden Moment

können die Lichter ausgehen. Wenn das passiert...

- General Motors. - ...tritt die Katastrophe ein.

Dann wird Ihre Kreditwürdigkeit angezweifelt.

Meine Wertpapiere.

Danke.

Tun Sie es, Sir. Heiraten Sie.

Wagen Sie es.

Suchen Sie sich eine nette, passende junge Dame, Sir.

Leihen Sie sich Geld von Ihrem Onkel, um den Schein zu wahren.

Sir, Sie dürfen nicht arm werden. Nicht nur um Ihretwillen.

Ich sage das nur ungern, Sir, aber auch meinetwegen.

Wer benötigt denn heute noch

die Dienste eines Butlers?

Wer hat Ihre Hingabe zu Form, Sir?

Sie haben es geschafft, Mr. Graham,

Traditionen am Leben zu erhalten, die tot waren, bevor Sie geboren wurden.

Werfen Sie nicht das Handtuch, Sir.

Nur weil die Philister über Sie hergefallen sind.

Und nun spreche ich ergebenst meine Kündigung aus, Sir.

- Wäre das alles, Sir? - Ja.

Danke, Sir.

Nein. Ich kann nicht.

Eher Tod oder Mord.

Das ist eine gute Idee. Harold!

Harold, das war eine gute Idee. Ich tue es, Harold.

Ich finde eine passende Frau und tö... Heirate sie.

Oh, das freut mich, Sir.

- Soll ich Ihren Onkel anrufen? - Ja, bitte, Harold.

Hoffentlich muss ich ihn nicht zu sehr anwinseln.

Oh, Gott.

Das deute ich als Nein.

Ja. Richtig.

Du bist ein Esel, Henry. Genau wie dein Vater.

Aber es gibt auch Ausnahmen in der Familie.

Ich soll dir $50.000 leihen?

Gott, ich könnte mich totlachen.

Sieh es nicht als Kredit... Nein danke.

...sondern als Investition.

Rückzahlbar in sechs Wochen mit 10 % Zinsen.

- Nein. - Warum nicht?

Mehr Rendite bekommst du nicht mal mit Aktien.

Du bist aber keine Aktie, Henry.

Du bist ein alternder Lebemann,

- ohne Aussichten, ohne Fähigkeiten. - Also, ich...

Und ohne Charakter.

Wie willst du es schaffen,

mir in sechs Wochen alles zurückzuzahlen?

- Ich werde heiraten. - Was?

- Heiraten. - Heiraten?

- Ja, heiraten. - Wen denn?

Na ja. Ich suche mir eine passende Frau.

- Passend heißt wohl reich? - Ja.

Was die Ehe betrifft...

Also, was die Ehe betrifft...

Was die Ehe betrifft, da habe ich Aussichten.

Da habe ich sogar Fähigkeiten.

- Ja. - Ich habe passable Manieren.

Ich meistere romantische Situationen

mit einer von Gleichgültigkeit getragenen Weltgewandtheit.

Und Charakter?

Das verlange ich für gewöhnlich von meinen Dienern.

- Es ging um Charakter. - Ja, genau.

Das verlange ich für gewöhnlich von Dienern

in Form eines Zeugnisses,

verfasst von jemandem wie mir,

das besagt, dass besagter Diener

nicht die Klugheit besitzt zu stehlen.

Mehr kannst du für eine Heirat

oder deine Investition nicht verlangen.

Was habe ich als Sicherheit, falls du versagst?

Sicherheit?

Meine Garderobe und Möbel...

Mein Gott! Was soll das bringen?

Aber sprich weiter.

Meine Sammlung von Erstausgaben,

- meine Gemälde und Skulpturen. - So?

- Und mein... - Was?

- Nichts. - Nein, was?

Das war alles.

Nein, dein was? Was?

Na schön. Mein Ferrari 275 GTB/4.

Er ist $15.900 wert

und gehört mir.

Das sind mindestens $500.000 an Sicherheiten.

Ich bitte dich um $50.000.

Sechs Wochen?

Sechs Wochen.

Also.

Ich mag ein alter, sentimentaler Narr sein,

aber in Gedanken an die vielen Jahre,

die ich dein Vormund war,

mache ich es.

Danke, Onkel.

- Unter einer Bedingung. - Die da wäre?

Kannst du in sechs Wochen nicht bezahlen,

steht mir der zehnfache Betrag zu.

Der zehnfache Betrag?

Zehn mal 50.000.

Ganz genau.

Das ist alles, was ich besitze.

Du könntest natürlich auch zur Bank gehen.

Zur Bank?

Gott, da würde ich gerne Mäuschen spielen.

Das ist meine Bedingung. Nimm sie an oder lass es.

Das ist Wucher.

- Ich nehme an. - Gut.

Mein Anwalt setzt heute Abend die Papiere auf.

Solange hast du noch Zeit?

Ja. Danke, Onkel.

Oh, nein. Nenn mich Onkel Harry.

Schließlich sind wir jetzt Geschäftspartner, Henry.

Danke, Onkel Harry.

Dann nennst du mich ab sofort Mr. Graham.

Henry, ich hätte nie gedacht, dass du besonders

an Frauen interessiert bist.

Das überrascht mich ja selbst.

Gibt es hier welche? Also ungebundene Frauen.

Ja. Sharon Hart zum Beispiel. Da drüben neben Felix.

Wohnt sie bei ihrer Familie?

Nein. Soweit ich weiß, hat Sharon keine näheren Verwandten hier.

Ihr Mann, Robert Hart, war ein Rinderbaron.

Wirklich?

Sharon, ich möchte dir Henry Graham vorstellen.

Ich esse, ich schlafe, ich schwimme, ich trockne mich ab.

Ganz einfach.

Fast schon primitiv. Und trotzdem befriedigt es mich.

Ich habe Frieden gefunden in Connecticut.

Was gibt es sonst noch?

Ich liebe. Ich begehre.

Ich bin ein Mensch. Ich bin eine Frau, Henry!

- Eine was? - Eine Frau, Henry.

Ich begehre, ich brauche, ich sehne mich nach Liebe.

Dafür ist eine Frau geboren.

Diese verdammten Mücken.

Sie haben keine Mutter? Keinen Vater?

Keine Kinder? Niemanden?

Niemanden.

Oh, Henry.

Ich sehne mich so sehr nach Gesellschaft.

Nach den Armen eines Mannes.

Ich lebe.

Ich will Liebe geben.

Liebe.

Schatz.

Nein, lass sie nicht raus.

Noch drei Wochen, zwei Tage und drei Stunden, Sir.

Bitte nicht kratzen, Sir.

Gott steh mir bei.

Meine Tante und ich haben eine Stiftung für Herzkranke.

- Sie hatte erst einen Infarkt. - Lebt Ihre Tante

- in New York? - Ja, das tut sie.

- Was für einen Infarkt hatte sie? - Einen Herzinfarkt.

- Andere Verwandte? - Nein, nur sie.

- Keine Mutter? - Nein, keine Mutter. Und...

- Kein Vater? - Nein. Kein Vater.

Möchten Sie, dass Ihr Name als Sponsor

auf unserem Briefkopf erscheint?

Sie müssten gar nichts tun.

Nein, danke.

Oh, würden Sie...?

Henry, was machst du denn hier?

Du hasst doch Tanzen und private Hilfsorganisationen.

Ganz genau.

Eine Woche, fünf Tage und zehn Stunden, Sir.

Das schaffe ich nie, Harold. Niemals.

Ich muss sie noch treffen, sie umwerben, sie heiraten

und vor den Flitterwochen noch $50.000 bekommen.

Ich schaffe es nie.

Sie schaffen es, Sir.

Wenn man für etwas arbeitet, was man wirklich liebt, wie Sie, Sir,

dann findet man immer einen Weg.

Was spritzt du? Bo, weißt du,

- was du da tust? - Oh, Liebes.

Ich habe mich Jahre mit diesem Thema beschäftigt.

- Es gibt viele neue Mittel... - Natürlich, aber...

- Henry! Gehen Sie nicht. - Wir wollen kommen.

Das ist Henry Graham.

Das ist Harriet Storch. Bo, natürlich.

- Hallo, Henry. - Mr. und Mrs. Simms.

Tooth und Roggie, sie leben in Genf und sind gerade auf Heimaturlaub.

- Das ist Lucy Sylvester. - Wie geht's?

Und unsere Nachbarn Dr. und Mrs. Darryl Hitler.

John, Sylvester und Freddie kennen Sie natürlich.

Wie geht's?

Verzeihung, sind Sie mit den Hitlers aus Boston verwandt?

Nein, wir sind aus Glen Cove.

Henry, das ist Henrietta Lowell.

- Henry Graham. - Miss?

Miss Lowell. Wie geht es Ihnen?

Kommen Sie, mein lieber. Setzen Sie sich zu Bo.

Ihr Handschuh, Miss Lowell.

Kommen Sie mit

und plaudern Sie mit Bo, ich hole...

- Gloria, welches Datum ist heute? - Der 27. Juli.

- Natürlich. - Kommen Sie zu Bo.

- Ich bringe Ihnen einen Tee. - Henry, setz dich.

Ist es zu fassen?

Feuerbrand. Ich war gerade die Blattläuse los,

jetzt haben die Bäume Feuerbrand. Glaube ich zumindest.

Ja, nicht zu fassen. Wer ist diese Henrietta Lowell?

Die Tochter vom alten Lowell.

Wer ist der alte Lowell?

War. Er ist tot.

Er ist schon ewig tot.

Aber wer war er, als er noch lebte?

Ein Industrieller.

Oder Komponist. Irgend so etwas.

Ist er reich gestorben oder hat er alles verloren, bevor er Selbstmord beging?

Man wird doch noch fragen dürfen.

Sein Vermögen war intakt.

Es heißt, er war sogar sehr vermögend.

Stimmt das?

Ich dachte, du kennst ihn nicht?

Das dachte ich auch, aber deine lebhafte Beschreibung

hat meinem Gedächtnis geholfen.

Der alte Lowell starb sehr vermögend.

Stimmt das?

Er war sehr vermögend, als er starb.

Und das Mädchen?

Sie ist auch sehr vermögend.

Lebt ganz alleine in einem riesigen Anwesen mit vielen Dienern

und 12 Hektar Land.

- Keine Mutter? - Nein.

Schwestern? Brüder? Nähere Verwandte?

Nein.

Henry, du...

Das tut weh.

Entschuldigung.

Entschuldige, Bo.

Sie ist nicht verlobt?

Nein.

Sie ist Botanikerin.

Sie unterrichtet irgendwo.

Sie schreibt viele Aufsätze über Farne.

Sie reitet auch nicht.

Sie hat nie Gäste.

Sie spricht auch nicht, soweit ich weiß.

Und Sie lebt sehr abgeschieden.

Reich, ledig, abgeschieden.

Und gleich lässt sie die Teetasse fallen.

Sie ist perfekt.

Madeleine, bringst du Miss Lowell eine neue Tasse Tee?

- Tut mir leid. - Keine Sorge.

Es macht wirklich gar nichts.

Wirklich. Gar nicht schlimm.

Der Teppich war sowieso alt.

Einfach trocken reiben.

- Hier, ich... - Ich mache das.

Einfach abtupfen.

Ich nehme die Handschuhe, Liebes.

Oh, danke.

Es tut mir unfassbar leid.

Wenn Sie... Ich glaube...

Wenn Sie...

Kein Problem.

So.

Jetzt...

Sie ist ziemlich tollpatschig, oder?

Kein Wunder, dass sie nicht reitet.

Entschuldige mich kurz, Bo.

Verzeihung.

- Eine Tasse... - Eine...

Verzeihung.

Henrietta, soll das ein Witz sein?

Wenn ja, finde ich ihn nicht witzig.

Wenn Ihre Nerven nicht stark genug sind,

eine Teetasse zu halten,

- sollten Sie keinen Tee trinken. - Ich...

Einmal, ja. Aber zweimal hintereinander...

Ist zu viel. Ich...

Madam.

Bitte sehr.

Lassen sie den verdammten Teppich reinigen

und schicken Sie mir die Rechnung.

Kommen Sie, Miss Lowell. Ich bringe Sie nach Hause.

Ihre Tasche.

Sie Mistkerl.

Sie nennen mich einen Mistkerl?

Madam, ich habe schon einige Perversionen erlebt,

aber Ihre erotische Obsession mit Teppichen

ist die groteskeste und sicherlich die langweiligste,

die mir je untergekommen ist.

Sie sind verachtens- und bemitleidenswert.

Guten Tag, Mrs. Cunliffe.

Lassen Sie Ihren Wagen stehen. Wir nehmen meinen.

Ich bin mit dem Bus hier.

Wie bitte?

Ich...

Ich habe den Bus genommen.

- Den Bus? - Ja.

Und dann werden Sie so behandelt?

Bitte.

Perfekt.

Das ist sehr nett von Ihnen. Danke.

Und es tut mir leid.

Sie müssen sich nicht entschuldigen, Miss Lowell.

Ihr Verhalten war tadellos.

Na ja, ich habe zweimal Tee verschüttet.

Sie waren Gast.

Eine Frau Ihres Formats hat Anspruch auf Höflichkeit,

wenn sie ein Haus mit ihrem Besuch beehrt.

Welches Format?

Kommen Sie, Miss Lowell.

Ich habe zu viele botanische Fachzeitschriften gelesen,

um diese Frage ernstzunehmen.

Sind Sie...? Sind Sie Botaniker?

Nein. Ich lese nur Botanik-Magazine.

Jede Wissenschaft hat ihre Fans.

Verkokte Ventile.

Du lieber Himmel.

Erzählen Sie von sich, Miss Lowell.

Ihre Arbeit, Ihre Hoffnungen, Ihre Träume.

Nun, meine Arbeit. Ich unterrichte

und ich mache Exkursionen und ich schreibe Monografien.

Auf der letzten Exkursion

identifizierte und klassifizierte ich alle Farnvarietäten auf Jolly Bogo.

Das war die längste Monografie, die ich je geschrieben habe.

Ich würde sie gerne mal lesen.

Meine Hoffnung ist, eine neue Farnart zu entdecken,

die noch nicht beschrieben oder klassifiziert wurde.

Was mein Traum ist, weiß ich leider nicht.

Könnte es dasselbe sein wie meine Hoffnung?

Jetzt kennen Sie jedenfalls meine Arbeit und meine Hoffnung.

Ich weiß nur nicht so recht, was mein Traum ist.

Was passiert, wenn Sie eine neue Art entdecken,

die noch nicht beschrieben oder klassifiziert wurde?

Nicht besonders viel.

Man ist dann der Entdecker

und die ganze Spezies wird nach einem benannt.

Wie Parkinson. Benannt nach James Parkinson.

Genau.

Oder die Bougainvillea, benannt nach Louis A. de Bougainville.

Oder wie belgische Waffeln.

Ja, genau. Stimmt.

Man wird gewissermaßen unsterblich.

Ja, ich denke schon.

Ist die Hoffnung auf Unsterblichkeit nicht etwas anmaßend?

Finde ich nicht.

Sonst lohnt die Mühe doch gar nicht.

Oh, Henry, Sie sind so selbstsicher.

So positiv.

Es gibt mir Selbstvertrauen, nur mit Ihnen zusammen zu sein.

Dann sind Sie schon bald eine sehr erfolgreiche Botanikerin,

denn ich beabsichtige, viel Zeit mit Ihnen zu verbringen.

Du lieber Himmel.

Natürlich nur mit Ihrer Einwilligung.

Oh, ja, ich willige ein.

Es ist nur...

Du lieber Himmel.

Ich hole Sie um 19 Uhr ab.

Ja. Bis später.

Bis heute Abend.

Du lieber Himmel.

Du lieber Himmel.

Guten Morgen.

Guten Morgen, Mr. Graham.

Ihnen bleiben genau sieben Tage und neun Stunden bis zur Armut.

Frühstücken Sie im Bett

oder soll ich Ihnen mit dem Tablett folgen?

Nein, danke, Harold. Ich habe keine Zeit.

Besorgen Sie mir ein Lehrbuch über Botanik.

Reservieren Sie einen Tisch im Pavillon,

und überlegen Sie sich, wen wir zur Hochzeit einladen.

Ich glaube, ich habe mithilfe des Himmels die Richtige gefunden.

Du lieber Himmel.

Wie geschmackvoll.

'55 ist ein großartiger Jahrgang für Mouton Rothschild.

Besser als '53, oder?

Darf ich etwas fragen?

Natürlich, Henrietta.

Haben Sie je Mogen Davids extra schweren Malaga Wein

mit Soda und Zitrone probiert?

Zumindest nicht bei klarem Bewusstsein.

Einer meiner Studenten machte mich damit bekannt,

auf einer Exkursion auf die kanarischen Inseln.

Es schmeckt etwa wie Traubensaft und jeder Jahrgang ist gut.

Warum trinken Sie dann nicht einfach Traubensaft?

Es ist nicht so süß.

Ich hatte noch nie Wein getrunken,

als ich Mogen Davids extra schweren Malaga Wein

mit Soda und Zitrone probierte.

Einfach köstlich.

Es nennt sich Malaga Cooler.

Malaga Cooler?

Das klingt speziell.

- Danke, Raoul. - Sehr gern, Sir.

- Also, Madam... - Danke.

Bitte.

Hier.

- Danke, Raoul. - Sehr gern, Sir. Guten Abend.

Madame. Guten Abend, Mr. Graham.

- Guten Abend, Stuart. Danke. - Danke für Ihren Besuch.

Kommen Sie, meine Liebe.

Fünf Tage und 11 Stunden.

- Heute ist Mittwoch, oder? - Ja.

Dann muss die Feier am Samstag sein.

Also muss ich heute Abend um ihre Hand anhalten,

sonst schaffen wir das alles nicht.

Kennen Sie die Mendelschen Gesetze?

Passen Sie auf, Harold.

Mendels Experimente mit Erbsen?

- Nein... - Dann büffeln Sie

das Kapitel über Systematik.

Sie müssen mich abfragen

über Stamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art,

bevor es mit Samen und Fortpflanzung weitergeht.

Ich freue mich, dass Sie eine passende Frau gefunden haben.

Sie ist nicht passend, sie ist primitiv.

Sie hat weder Geist noch Witz und nach dem Essen

muss man ihr den Mund abputzen.

- Dann muss sie sehr vermögend sein. - Ja, das ist sie.

Geben Sie die Theaterkarten zurück.

Ich brauche wohl den ganzen Abend für meinen Antrag.

Ja, Sir.

Soll ich noch mehr Champagner kalt stellen?

Nein. Kein Champagner.

Besorgen Sie 12 Flaschen

Mogen Davids extra schweren Malaga Wein und Zitronensaft.

Und fassen Sie sich wieder,

ich sagte Ihnen, dass sie primitiv ist.

Auf die Wissenschaft.

Haben Sie Strohhalme?

Strohhalme?

Nein. Ich habe keine Strohhalme.

Ich hätte Sie bitten sollen, welche zu kaufen.

Ich habe mich kürzlich

erneut mit Mendels faszinierenden Versuchen

mit Erbsen befasst.

Und mir wurde erneut bewusst,

dass wir unser Verständnis der Pflanzengenetik

und all ihren Implikationen diesem brillanten Pionier verdanken.

Ja, aber Morgan und Muller dürfen wir auch nicht vergessen.

Morgan, Muller und Mendel.

Wer?

Gregor Mendel.

Sie erwähnten ihn gerade.

Morgan, Muller und Mendel

sind das perfekte Beispiel für eine wissenschaftliche Synthese.

- Finden Sie nicht auch? - Nein.

Kollektivlob lehne ich schon immer ab.

Oh, ich wollte nicht...

Oh, Ihr Teppich.

- Ihr schöner Teppich. - Schon gut, Henrietta, bitte.

- Nein... Bitte, Henrietta. - Hätten Sie kaltes Wasser?

Nein. Schon in Ordnung. Setzen Sie sich.

Henrietta, bitte. Unfug.

Ein wenig Farbe tut dem Boden gut.

Henry, ich bin so dusselig und tollpatschig und unbeholfen.

Ich habe schon wieder einen Teppich ruiniert.

Henrietta, bitte.

Glauben Sie wirklich, mich kümmert es,

was aus diesem blöden, haarigen Lappen wird?

Wenn ich Sie hier bei mir habe?

Wenn Sie mich mit Ihren bezaubernden, sanften,

hochintelligenten Augen ansehen?

Und wenn ich das Vergnügen habe,

Ihrer zarten und perfekt modulierten Stimme lauschen zu dürfen?

Sie müssen mich für oberflächlich halten.

Oh, nein. Überhaupt nicht.

Henrietta.

Möchten Sie...?

Möchten Sie noch etwas Wein?

- Oh, ja. Sehr gerne. - Henrietta.

Henrietta. Ich muss sie etwas fragen.

Ich...

Wie spät ist es?

Es ist...

Oh, es ist 22 Uhr. Ich muss schon bald los,

weil ich morgen früh eine Vorlesung habe.

Wie bitte? Stimmt etwas nicht?

Henry?

Nein.

Henrietta.

Henrietta. Wir haben viel gemeinsam, Sie und ich.

Wir gehören demselben Stamm an, Vertebrata.

Derselben Klasse, Mammalia.

Derselben Ordnung, Primaten.

Derselben Familie, Hominiae.

Derselben Gattung, Homo.

Derselben Art, sapiens.

Und derselben Abart, der Oberschicht.

Ich glaube, die Abart wird anders klassifiziert.

Seien Sie still, Hen... Oh, Verzeihung.

Es tut mir sehr leid. Ich...

Was ich... Wo war ich? Ich... Oh, ja.

Uns unterscheidet lediglich, dass ich ein Mann bin und Sie eine Frau

und das muss uns ja nicht stören, wenn wir einigermaßen vorsichtig sind.

Ja.

Henrietta, was ich sagen will.

Heiraten Sie mich?

Wie bitte?

Wie bitte?

Oh, Henrietta, wenn ich Ihnen etwas bedeute,

auch wenn ich Ihnen gar nichts bedeute,

Sie aber glauben, dass Ihnen eines Tages

etwas an mir liegen könnte, sagen Sie bitte Ja.

Eine mutige Investition wirft oft einen stolzen Gewinn ab.

Mir liegt etwas an Ihnen, Henry.

Oh, Henrietta!

- Verdammt. - Sind Sie verletzt?

Nein. Ich knie mich gerne in Glassplitter.

Dann macht man keinen Buckel.

- Wollen Sie nicht aufstehen, Henry? - Nein. Ich bin noch nicht fertig.

Für Sie würde ich mich auf alles knien.

Henrietta, wenn Sie mich abweisen, ist das mein Ende.

- Dann habe ich nichts. - Nein...

- Das werde ich nicht. - Mir bleibt...

- Das werde ich nicht. - Nein?

Ich weise Sie nicht ab, Henry.

- Nein? - Nein.

Ich liebe dich, Henry.

Das ist mein Traum, Henry.

Seit du den Tee auf Gloria Cunliffes

Aubusson geschüttet hast, ist es mein Traum,

dass du eines Tages um meine Hand anhältst.

Das war zumindest ein Teil meines Traums.

Henrietta, Schatz. Wäre Samstag zu früh?

- Dieser Samstag? - Ja.

Das ist...

Mittwoch, Donnerstag, Freitag.

Du lieber Himmel.

Ja oder nein, Henrietta? Ich fühle mich sehr unwohl.

Ja.

Oh, danke.

Hier.

Gutes Mädchen.

Du bist ein gutes... Ein gutes Mädchen.

Danke.

Du lieber Himmel.

Großgütiger. Himmel.

Bleib bei Himmel.

Hören Sie auf, Harold.

Es tut mir leid, Sir.

Es tut weh.

Ich bin gerettet, Harold.

Verstümmelt, aber gerettet.

Ich bin ungemein erfreut, Sir.

Sie hätten es sehen sollen, Harold.

Sie hätten es wirklich sehen sollen. Ich war brillant.

Meine Technik hätte Sie erstaunt.

Kein Zweifel, Sir.

Harold, senden Sie eine Anzeige an die Zeitungen

und setzen Sie Miss Lowells Anwalt auf die Gästeliste.

Scheinbar ist er ein guter Freund von ihr.

Ging der Wein aus dem Teppich?

Nein, Sir. Ich habe schon mehrere Lösemittel probiert,

aber sie lösen nur die Fasern auf.

Ich sollte sie verklagen.

Wissen Sie, wie viele Lamas für diesen Teppich ihr Leben ließen?

Mein Reisebüro soll für ein paar Tage irgendwo eine Hütte mieten.

Ich muss die $50.000 noch während der Flitterwochen kriegen.

Oh, Sir, ist das nicht ein wenig unziemlich?

Unziemlich?

Nach der heutigen Tortur ist nichts unziemlich.

Ich kenne keine Frau,

der jegliche gesellschaftliche Gewandtheit fehlt.

Sagte ich, dass sie primitiv ist? Das nehme ich zurück. Sie ist barbarisch.

In meinem Leben habe noch keinen gefährlicheren Abend verbracht.

Mir ist kotzübel. Ich hinke.

Und ich spüre, wie meine Zähne von all dem Zucker verfaulen.

Dagegen ist jede Zahnpasta machtlos.

Den Geschmack von diesem Malaga Cooler werde ich nie los.

Diese Frau bedroht nicht nur meine Gesundheit,

sondern die gesamte westliche Zivilisation.

Man sollte sie umbringen.

Vergessen Sie, was ich gesagt habe.

Ja.

Henrietta Lowell, Botanikerin heiratet Henry Graham

Er hat es geschafft.

Runter mit dir, du widerliche Töle.

Er hat es geschafft.

Er hat es wirklich geschafft.

Ja, ich weiß, wer Henrietta Lowells Anwalt ist.

Er hat hier im Gebäude sein Büro.

Lassen Sie es mich so sagen, Harry.

Er scheint nicht viel zu tun haben.

Henrietta Lowell ist seine einzige Kundin.

Was ich damit sagen will, er wird nicht gerade überglücklich sein,

ihre Zuneigung mit Henry zu teilen.

Nein.

- Andrew. - Nein.

Das akzeptiere ich nicht.

Als dein Anwalt verbiete ich es dir.

Aber ich bin verliebt.

Unfug. Nach drei Tagen?

Wer ist er? Einer deiner Studenten?

Der kleine Säufer, mit dem du auf den Kanaren warst?

Malcolm Thengery ist kein Säufer.

- Also er. - Nein.

Wer dann? Ein Ausländer?

Ein halbseidener Europäer mit Grafentitel?

Wie heißt der kleine Glücksjäger?

Andrew, bitte.

Warum ist es für dich selbstverständlich,

dass mich jemand nur wegen des Geldes heiraten sollte?

Es könnte auch andere Gründe geben.

Oh, Gott. Natürlich, Henrietta. Das weiß ich doch.

Ich habe dir doch schon wegen jedem

dieser Gründe einen Antrag gemacht.

Ich finde es nur verdächtig, dass jemand die von deiner

diskreten Schönheit und weiblichen Präsenz wohlbehüteten Geheimnisse

deiner Persönlichkeit in nur drei Tagen durchdringt.

Ich bin also schlicht und schüchtern

und nach einer Weile hast du dich an mich gewöhnt.

- Nein. - Doch.

Nein. Du bist eben nicht auffallend.

Du bist subtil,

wie ein teurer, maßgeschneiderter Hut.

Was rede ich da?

Ich bin verzweifelt.

- Andrew, hör mir zu. - Nein.

Du wirst... Du wirst eine andere finden.

Andrew, du wirst eine wundervolle Frau finden,

die dich verdient.

- Geht es dir gut, Andrew? - Ja.

Andrew. Bitte. Was ist los?

Nichts, Henrietta.

Gar nichts.

- Henrietta, Schatz... Nein, wir... - Nein.

- Nein. - Wir sollten reden.

- Nein, Andrew. - Wir sollten reden.

Ich gehe jetzt.

Ich gehe und treffe mich mit Henry,

der zufällig Amerikaner englischer Abstammung ist

mit eigenem Vermögen.

- Ach, wirklich? - Ja.

Wie lautet sein Nachname?

Graham.

Andrew, bitte.

Bitte komm zur Hochzeit.

Ich wäre sonst sehr enttäuscht.

Bitte?

- Bitte? - Na schön.

Henry Graham also.

Damit kommst du nicht durch, Henry Graham.

Damit kommst du nicht durch.

Mal sehen. Ich muss etwas tun.

Wer ist schwanger und verlässlich?

Ja, Miriamne.

Ein Mr. Harry Graham auf Leitung 21, Sir.

Er sagt, es ist extrem dringend und vertraulich.

- Harry Graham? - Ja, Sir.

Na gut. Stellen Sie ihn durch.

Der Depp kennt nicht mal seinen richtigen Namen.

Mr. Graham.

Sie wundern sich sicher, warum ich Sie hergebeten habe,

einen Tag vor der Zeremonie, die Sie als Mann und Frau vereint.

Ich erkläre es Ihnen.

Als Henriettas Freund und Anwalt

obliegt mir die unliebsame Rolle des Anwalts des Teufels

und trotz ihrer Zusicherung, dass Sie über Mittel verfügen,

habe ich es in die Hand genommen, Ihre finanzielle Lage zu prüfen.

Verzeihung, Sir.

Der Tee verspätet sich um ein paar Minuten.

Andrew, dazu hattest du kein Recht.

Das ist schon in Ordnung, Henrietta.

Ich habe nichts zu verbergen.

Die Grahams sind seit sechs Generationen

bei derselben Bank,

wie Mr. McPherson sicher entdeckt hat.

Ich habe nicht mit der Bank gesprochen.

Sondern mit Ihrem Onkel.

Ihr Butler hat schwache Hände.

Andrew, es war furchtbar von dir,

Henrys Onkel anzurufen und so zu tun,

als würde er ein Anschreibekonto einrichten.

Es tut mir so leid, Henry.

Ich habe seinen Onkel nicht angerufen.

Sein Onkel hat mich angerufen.

Um mir zu sagen, dass sein Neffe hier

sich vor fünfeinhalb Wochen $50.000 geliehen hätte,

weil er pleite war

und ein paar Rechnungen zu bezahlen hatte.

Und dass er eine reiche Frau heiraten wollte, bevor es rauskommt.

Ich hoffe, Sie können dieses Hörensagen beweisen,

denn ich werde Sie wegen Verleumdung verklagen.

Und wie ich das beweisen kann, Mr. Graham.

Sonst wäre ich nicht hier.

Henrietta, hier ist eine Kopie des Dokuments.

Sieh es dir genau an.

Interessante Bedingungen, oder?

Wollen Sie mich immer noch verklagen?

Ja, Mr. McPherson.

Ich werde Sie wegen Verleumdung verklagen.

Wissen Sie, ich wusste seit Jahren,

dass mir das Geld ausgeht.

Wenn Sie ein Gericht davon überzeugen können,

dass jemand mit dem geringsten finanziellen Interesse

jahrelang nichts tuend rumsitzt,

während ihm das Geld ausgeht

und sich dann plötzlich $50.000 leiht,

und zwar unter den denkbar ungünstigsten Bedingungen,

nur um sich dann eine reiche Frau zu suchen,

damit er das Geld innerhalb von sechs Wochen zurückzahlen kann,

dann ziehe ich meine Verleumdungsklage zurück.

Na schön.

Verzeihung, Henrietta.

Drücken wir es mal so aus, Graham.

Drücken wir es mal so aus, Graham.

Wenn Sie ein Gericht überzeugen können,

dass jemand ohne das geringste

finanzielle Interesse

sich einfach so $50.000 leihen würde,

ziehe ich meinen Vorwurf zurück.

Einverstanden.

Na schön, ich höre.

Mit den $50.000 wollten Sie einen Fonds einrichten

für Benachteiligte und die Welt verbessern.

So in etwa?

Es besteht kein Anlass für Sarkasmus, Mr. McPherson.

Mit den $50.000 wollte ich meine Ausstände begleichen

und sofort danach

wollte ich mir das Leben nehmen.

- Henry. - Ja, Henrietta.

An dem Tag, als ich dich traf, war ich ein toter Mann.

Und dann ist etwas mit mir passiert.

Mir wurde plötzlich klar,

durch ein Wunder, dass mein Leben mit dir wieder eine Bedeutung hätte.

Eine Antwort auf die Leere meiner Existenz.

Und so hielt ich um deine Hand an.

Nicht wegen deines Geldes, sondern weil ich einen Grund zu leben hatte.

Henry, warum hast du nichts gesagt?

Ich hätte dich sofort geheiratet.

Henrietta.

Diesen Blödsinn glaubst du doch nicht?

Jeder sexuell ausgehungerte Trottel merkt das doch.

- Was ist los mit dir? - Du bist unglaublich gemein.

Danke, dass ich noch lebe, Henrietta.

Sehr gern, Henry.

Sehr, sehr gern.

Das glaube ich nicht.

- Andrew... - Finger weg.

Ich flehe dich an.

Entschuldigung. Ich flehe dich an.

- Ich drifte ab. - Das ist mir egal.

Wenn er nicht hinter deinem Geld her ist, soll er es beweisen.

Ich würde alles tun, um dir zu beweisen, Henrietta,

dass ich nicht das geringste Interesse an deinem Geld habe.

Aber das ist schlicht unmöglich.

- Nein. - Doch.

- Nein, es geht nicht. - Henrietta, ich weiß wie.

Er soll eine rechtliche Vereinbarung unterzeichnen,

dass er keinen finanziellen Nutzen aus der Ehe zieht.

Hör nicht auf ihn.

Dann bekommt niemand einen falschen Eindruck von seinem Onkel.

Das ist eine gute Idee.

Wir machen alle meine Konten zu Gemeinschaftskonten

und er bekommt ein Scheckbuch mit seinem Namen.

Und der Kredit von seinem Onkel soll vor der Hochzeit bezahlt werden.

Du willst... Du würdest...

Du willst...

Bist du verrückt?

Hast du völlig die Nerven verloren?

- Es war deine Idee. - Nein.

Meine Idee war, dass er auf dein Geld verzichtet.

Das ist lächerlich, Andrew.

Das ist sehr naiv von dir.

Wenn Henry mein Geld ablehnt,

müsste ich alle Schecks für ihn schreiben.

Dann denken die Leute doch, er heiratet mich wegen meines Geldes.

Verstehst du es nicht? So hat er schon mein ganzes Geld,

dann glaubt niemand, er heiratet mich nur deswegen.

Findest du das nicht gut?

Du Dussel.

Das ist sogar sehr schlecht, Henrietta. Ich liebe dich.

Sie wagen es, meine Verlobte Dussel zu nennen?

- Das kann ich auch. - Holen Sie Mr. McPhersons Hut

- und bringen Sie ihn raus. - Hut?

Ja, wir müssen zur Bank, sie schließt um 15 Uhr.

Sie wollten doch Bach spielen.

Ich spiele, was mir der Bräutigam sagt.

- Harold, Sie müssen sie aufhalten. - Wen?

Diese kleine Frau, sie fasst alles an.

Oh, nein. Sie ist...

Sie schraubt meinen Montrazzini ab.

Dafür haben Sie keine Zeit. Ich kümmere mich später darum.

Sie zerstört mein Wohnzimmer.

Wie bin ich hier hineingeraten?

Ich kenne sie nicht mal. Ich will sie hier nicht haben.

- Raus. - Oh, ich dachte, das sei die Toilette.

Das ist sie nicht. Und wenn du noch etwas anfasst,

- lasse ich dich festnehmen. - Sir, reißen Sie sich zusammen.

So wird es sein, oder, Harold?

Sie wird überall sein und Dinge anfassen,

ihre Nase in Dinge stecken, wo sie nicht hingehört

und so tun, als suche sie das Bad.

- Nein, Sir. Sie werden Dinge teilen. - Ich will nicht teilen.

Ich will alles für mich alleine.

Was stehst du da herum, du kleine Spionin?

Hat dich McPherson geschickt, um mich auszuspionieren?

- Sir. - Ist er der Bräutigam?

Antworten Sie nicht, Harold.

Ich stelle hier die Fragen.

Henrietta, könnten wir kurz reden.

Diese Frau ist nicht so isoliert, wie ich dachte.

Wer bist du? Los, raus mit der Sprache.

Dein richtiger Namen, sonst wirst du es bereuen.

Ich bin Dodi Heinrich, Professor Heinrichs Tochter.

Professor Heinrich?

Harold, sie hat Nazis zur Hochzeit eingeladen.

Sir, Sie sind hysterisch. Beruhigen Sie sich.

Sie müssen jetzt zum Altar.

Erst wenn sie weg ist.

Vor einer Frau ziehe ich mich nicht um.

Das wird sie wohl verstehen.

Sie sind schon angezogen.

Raus mit ihr. Raus.

Kommen Sie, Miss Heinrich.

- Ich zeige Ihnen das Badezimmer. - Raus.

Sie darf nichts anfassen. Sie darf meine Sachen nicht anfassen.

Oh, bitte verzeihen Sie.

Los, du kommst zu spät. Was machst du da oben?

Frank, ich glaube, ein Bein ist kürzer als das andere.

Ja, das weiß ich, alter Mann.

Nach der Trauung sind sie wieder gleich lang.

Oh, ich bringe sie um.

Henrietta, es ist nicht zu spät.

Ich liebe dich, Henrietta.

Bitte, mach diesen Irrsinn nicht.

Henrietta, sprich wenigstens mit seinem Onkel.

Ich bringe mich um, Henrietta.

Ich schneide mir den Hals durch, ich springe aus dem Fenster.

Ich bitte dich nur um ein...

Treten Sie ein bisschen zurück, bitte?

Henry, stellen Sie sich bitte neben Henrietta.

Liebe Gemeinde,

wir haben uns heute hier versammelt im Angesicht Gottes

und vor dieser Gemeinde, um diesen Mann

und diese Frau in den heiligen Bund der Ehe zu begleiten.

So frage ich dich, Henry Graham, wirst du deine Frau ehren und lieben

in guten wie in schlechten Zeiten, so antworte mit "Ja, ich will."

Genießen Sie Ihren Aufenthalt.

Danke.

Henrietta, ich nehme diese Kommode und du diese.

Oder wäre es dir lieber, wenn ich diese benutze und du diese?

Diese ist gut.

Ich packe meine Sachen aus.

Ich habe eine gewisse Methode

und wenn jemand meine Sachen anrührt, finde ich nichts mehr.

- Ja, Henry. - Gut. Sollen wir auspacken?

Ich grabe nur dieses Exemplar aus, damit ich es klassifizieren kann.

Wahrscheinlich ist es schon seit Jahren klassifiziert.

Ja, warum nicht?

TOXIKOLOGIE FÜR ANFÄNGER

Unglaublich.

Cyathea ist es nicht.

Es ist eine Alsophila,

aber mit rudimetärem Indusium.

Henry?

"Werden häufig in Gartenhäusern aufbewahrt."

Perfekt.

Emulgatoren.

Seifen, Sadebaum, Gelatine.

Haftvermittler, Dispersionsmittel.

Gift steht in der Gartenhütte.

Herbizide, Arsensäure, Natriumarsenit, Borverbindungen,

Cyanide, Cyocyanate und verwandte Verbindungen.

Home on the range

Henrietta, ich wollte dich noch fragen,

welches Bett du bevorzugst.

Dieses oder dieses? Mir ist es gleich.

Dieses hier.

Gut. Dann nehme ich das.

Und wenn wir beide dasselbe nutzen, dann das hier.

Champagner?

Oh, danke.

Henrietta, wo ist dein anderer Arm?

In meinem Nachthemd.

Es ist ein griechisches Nachthemd.

Es geht über die Schulter und der andere Arm ist innen.

Es ist sehr ungemütlich.

Ich kann mich kaum bewegen.

Ich glaube, du hast deinen Kopf durch das Armloch gesteckt.

Steh mal kurz auf.

Genau.

So.

Siehst du, dein Kopf ist im Armloch.

So, Arm nach oben.

Nein, nicht der.

Wieder runter.

Dieser Arm nach unten. Dieser... Dieser Arm nach oben.

Genau.

So.

Jetzt haben wir es.

- Das hier drüber. - Meine Brille.

Deine Brille lege ich weg.

Ok.

- So, nicht bewegen. Eine Minute. - Ja. Ok.

Siehst du. Dein... Dein Kopf steckt im Armloch.

Wir müssen deinen Kopf aus dem Armloch holen.

Die Öffnungen sehen sich ähnlich.

Wo ist die Öffnung für den Kopf?

- Sie ist... - Wir...

Ich dachte, mein Kopf steckt drin.

Nein, dein Kopf war im Armloch.

- Wo bist du jetzt? Wie...? - Ich bin immer noch hier. Wo...?

Eine Sekunde.

So. Das war's.

Jetzt. Jetzt den Arm...

- Dieser Arm? - Ja. Stecke diesen Arm durch...

Durch... Nein. Moment. Du musst...

Ja. Ich stecke fest.

So. Jetzt.

Und jetzt diesen Arm hier durch.

Diese Öffnung ist für den Kopf und den linken Arm.

So.

Geschafft.

- Ach so. - Fertig.

So trägt man es.

Es sieht immer noch komisch aus.

Es tut mir leid, dass ich so eine Last bin.

Das macht nichts, es ist ja nicht für lange.

Harold.

Willkommen zu Hause.

- Wo ist Mrs. Graham, Sir? - Wer?

Ist sie nicht bei Ihnen? Wo ist sie, Sir?

- Hallo? - Oh, da sind Sie, Madam.

Willkommen, Mrs. Graham.

Es freut mich, Sie wiederzusehen.

Danke, Harold. Du lieber Himmel.

Harold, wo ist der Chauffeur?

Ich konnte ihn nicht finden.

Er verschwand, gerade als ich loswollte.

- Nicht gefunden? - John ist etwas vergesslich.

Deswegen nehme ich für gewöhnlich den Bus.

- Wer ist John? - John ist der Chauffeur.

Er hat Gedächtnisstörungen.

Sie sollten sich gefasst machen, Sir.

Mrs. Grahams Haushalt ist sehr demokratisch.

- Konnte den Chauffeur nicht finden. - ...Ankunft in Gate eins.

Chauffeur?

Sie sind früh dran.

Willkommen zu Hause und herzlichen Glückwunsch.

Vielen Dank, Mrs. Traggert.

Das ist mein Mann, Henry Graham.

- Wie geht's? - Henry, das ist

unsere Haushälterin, Mrs. Traggert.

Dürfte ich fragen, wo der Chauffeur ist?

Hat er Sie nicht vom Flughafen abgeholt?

Nein.

Dann muss sein Wagen eine Panne gehabt haben.

Ich kümmere mich darum.

Möchten Sie hier zu Abend essen?

Henry, möchtest du zu Hause essen?

Ja. Abendessen für zwei, Mrs. Traggert.

Sehr schön.

Danke, Mrs. Traggert.

Sehr gern.

Also, wie gefällt es dir bisher, Lieber?

Bisher habe ich nur das Foyer gesehen.

Oh, hier ist das Wohnzimmer.

Das...

Oh, ja, Baby, jetzt, ich brauche dich.

Ich will dich.

Wer war das denn?

Eins der Dienstmädchen

und der Chauffeur, John.

- John, der Chauffeur? - Ja.

Auf welcher Grundlage stellst du deine Bediensteten ein?

Effizienz oder persönlicher Charm?

Beides.

Also, ich stelle sie gar nicht ein.

Mrs. Traggert ist dafür verantwortlich.

Aber als ich... Verzeihung. Als ich das noch machte,

war mir beides wichtig.

Oh, Madam, sind Sie hier zu Gast?

Nein. Ich arbeite hart. Halten Sie das für Schmuck?

Madam, würde es Sie stören,

- die Bedienstetentreppe zu nehmen? - Nicht drängeln.

Das ist Mrs. Bla... Das ist die Tochter des Kochs, Mindy.

- Wie geht's? - In deinem Alter

schon eine Zigarette im Schnabel?

Denk an deine Gesundheit.

- Madam... - Krebs? Hör doch auf.

Du bist doch noch grün hinter den Ohren.

Madam, könnten Sie uns bitte durchlassen?

Wir... Harold?

- Harold? - Ja, Sir?

Holen Sie umgehend die Haushaltsbücher von Mrs. Traggert.

Wir treffen uns in zehn Minuten im Salon.

- Das Gepäck machen Sie später. - Ja, Sir.

- Sie dürfen jetzt gehen, Harold. - Ja.

Unglaublich. Nicht zu fassen.

Das habe ich vermutet. Es lag unter ihrer Matratze.

Sehen Sie sich das an, Harold.

Es gibt 17 Bedienstete in diesem Haus,

inklusive der Tochter des Kochs,

die $200 die Woche bekommt als einfache Küchenhilfe.

Die Lebensmittelkosten betragen $130 pro Tag

und es gibt keine Rechnungen.

Diverse Ausgaben, $6.000 im Monat.

Nach dem Abendessen möchte ich das ganze Personal sprechen.

Sorgen Sie dafür, dass Mrs. Graham nicht dabei ist.

Kopieren Sie das Buch und legen Sie es zurück.

Natürlich, Sir.

Harold, wissen Sie, wo die Gartenhütte ist?

Ja, Sir. Hinten im Garten.

Gut.

Ich sehe mir mal das Grundstück an.

So etwas haben wir nicht, Mr. Graham.

Mrs. Graham erlaubt es nicht.

Sie glaubt fest an die biologische Anbaumethode.

Aber Sie haben sicher einfache Pestizide.

Arsen, Strychnin, so was?

Nein. Eine gesunde Pflanze braucht gesunden Boden.

Biologischer Anbau.

- Und es funktioniert. - Was Sie nicht sagen.

Nun gut.

Wenn es funktioniert, warum sollte man es ändern?

For he's a jolly good fellow

Which nobody can deny

Mr. Graham, im Namen des gesamten Personals

möchte ich Sie willkommen heißen und auf Ihren Erfolg anstoßen.

- Ja. - Los, nehmen...

Vielen Dank, Mrs. Traggert.

- Nein, danke. - Die Blumen.

- Köstlich. - Nein, vielen Dank.

- Gebt ihm die Hand. - Mrs. Traggert...

Sir, ich habe hier Karten für Sie.

Vielen Dank. Nein, danke.

Ich würde gerne etwas sagen,

- bitte, Mrs. Traggert. - Ja.

Ich wundere mich ein wenig über Sie.

Warum behalten Sie

die anstrengende Stelle als Haushälterin,

wenn Sie durch kluge Investitionen längst ein kleines Haus

in Sutton Place haben könnten?

tun Sie IHR Ding machen

Und ein sicheres Einkommen, Ihr ganzes Leben.

Natürlich nachdem es Ihnen gelungen ist,

in den letzten fünf Jahren

das Haushaltsbudget auf $35.000 aufzublasen.

Da haben Sie sicher etwas beiseitegelegt.

Ein bisschen vielleicht.

Und das offizielle Gehalt von $800 ist da natürlich nicht einberechnet.

- Nein. Vier. Nur $400. - Nein. Sie gestatten sich

- $800 die Woche. - Immer noch viel zu wenig.

Mrs. Traggert, Sie sind gefeuert.

Das verstehe ich nicht. Was soll das heißen?

Das heißt, dass Sie eine Diebin sind, Mrs. Traggert.

Wie kommen Sie zu solchen Anschuldigungen?

Dazu komme ich

dank des Haushaltsbuches,

das sie unter Ihrer Matratze versteckt haben.

Mr. Graham, könnten wir kurz sprechen?

Nur eine Minute?

Es ist genau 21:07 Uhr.

Haben Sie bis 22 Uhr das Haus nicht verlassen, rufe ich die Polizei.

Sollen wir unsere Uhren vergleichen oder setzen Sie alles auf eine Karte?

Wollen Sie nicht meine Seite der Geschichte hören?

Na schön. Schon gut. Ich gehe.

- John. - Ja, Sir?

Wir sollten vielleicht die Wagen verschrotten lassen.

Laut Ihren Abrechnungen und der Kilometerstände

verbraucht jedes Auto 20 Liter Benzin am Tag,

während es in der Garage steht.

Es wäre unser Bankrott,

wenn wir sie wirklich jemals fahren würden.

Die Zahlen stimmen nicht ganz. Es ist etwa die Hälfte.

John, haben Sie einen Koffer?

Ja. Ich habe fünf.

Aber ich könnte noch einen gebrauchen.

Nein, fünf reichen voll und ganz, John.

Packen Sie Ihre fünf Koffer und verschwinden Sie,

sonst erschieße ich Sie wegen Hausfriedensbruch.

Das verstehe ich nicht.

Ich verdeutliche es Ihnen gern, John.

Sie werden gefeuert, weil Sie ein mieser Betrüger sind.

Wenn Sie nicht innerhalb von 45 Minuten

dieses Grundstück verlassen haben,

erschieße ich Sie als Eindringling mit kriminellen Absichten.

Und ich bin ein ausgezeichneter Schütze.

Haben Sie es jetzt verstanden?

Also...

Wenn Sie es so haben wollen,

dann kündige ich.

Und was Sie betrifft,

Sie haben zwei Stunden, um zu packen.

Raus!

Und das kaufe ich Ihnen nie im Leben ab.

Ein Geschenk für Mr. Graham. Ist die Party schon vorbei?

Ist sie vorbei?

Sie auch, Madam.

Er meint es ernst.

Das sind die allgemeinen Konten.

- Sehr gut, Harold. - Henry.

Fremde Leute machen das Haus sauber.

Das sind keine Leute, Henrietta, das sind Bedienstete.

Ich habe sie eingestellt.

Oh, Henry, Mrs. Traggert wird außer sich sein.

Mrs. Traggert habe ich mit dem übrigen Personal rausgeworfen.

Ihre emotionale Reaktion ist nicht mehr deine Sorge.

Oh, Erica, das ist Mrs. Graham.

Unsere neue Haushälterin. Sie arbeitet unter Harold.

- Wie geht es Ihnen, Mrs. Graham? - Gut, danke.

Sie dürfen jetzt gehen. Vielen Dank, Erica.

- Henrietta, komm, bitte. - Gern, Sir.

Danke. Sie dürfen gehen, Erica. Henrietta, komm.

Gib den Bediensteten...

Bitte, gib den Bediensteten nicht die Hand, Henrietta.

Das zerstört jegliche Hoffnung auf Disziplin.

- Du hast Mrs. Traggert gefeuert? - Ja.

- John auch? - Vor allem John.

Und sie waren einverstanden?

Wir haben nicht darüber abgestimmt. Ich habe sie einfach gefeuert.

Apropos, wie viel liegt dir an Mr. McPherson?

- Oh, nein. Nicht, Henry. Nein... - Er ist völlig inkompetent, Henrietta.

Hast du eine Vorstellung,

wie viel Geld der Haushalt verschlungen hat?

Nein, aber Andrew weiß es.

Andrew hat alle Schecks von Mrs. Traggert gegengezeichnet.

Er hat alles überwacht.

Er hat alle Schecks gegengezeichnet?

Ja. Er ist sehr sorgfältig.

- Henry... - Er...

Du hast Mrs. Traggert

ein eigenes Konto gegeben?

Ja, es war das Haushaltskonto.

Sie sagte, es wäre einfacher,

also habe ich es gemacht.

- Henrietta. - Ja?

Schon gut. Ich...

Henrietta, ab sofort kümmere ich mich um die Finanzen.

- Ja. - Von der Bank

benötige ich eine Auflistung sämtlicher Konten.

Und gib die Anweisung,

dass jeder Scheck von jedem Konto

von mir gegengezeichnet werden muss.

Und deine Einkommens-,

Umsatz- und Vermögenssteuererklärung

kann ich...

Nach...

Später.

Einkommen und Umsatz. Ok.

Du lieber Himmel.

Nur ein Fussel, Liebes.

- Einkommenssteuer und... - Oh, Henrietta.

- Ja? - Bist du mit dem biologischen Anbau

- rundum zufrieden? - Oh, ja. Das bin ich.

Was? Das ist...

Einen Moment. Hören Sie... Klappe!

Mr. McPherson, Sie müssen etwas unternehmen.

Er hat nicht mal die Frist eingehalten.

- Genau. - Was schlagen Sie vor?

Wenn ein Richter Ihre Löhne sieht, sperrt er Sie sofort ein.

Nur wenige Chauffeure verdienen $600 die Woche.

$300. Sie bekommen die Hälfte.

- Richtig. - Von uns allen.

Ich rate Ihnen, darüber die Klappe zu halten.

Laut diesen Unterlagen bekomme ich gar nichts.

- Vergessen Sie das nicht. - Ja?

- Na schön. - Wir sind zehn gegen einen.

Sie wandern auch in den Knast.

- Unser Wort gegen Ihres. - Laura, Esther.

- Laura, Kinder. - Ich bin kein Kind.

- Einen Moment. - Lasst ihn reden.

Kindern, wir arbeiten schon lange zusammen.

Sie sind ein tolles Team.

Es gab schlechte Jahre und gute Jahre.

Wir haben zusammen gelacht,

zusammen geweint,

zusammen ein wenig zur Seite gelegt.

Aber das ist jetzt vorbei.

Daran können wir nichts ändern.

Ja, Miriamne?

Die Bank hat angerufen. Ohne Mr. Grahams Unterschrift

darf kein Scheck mehr ausgezahlt werden.

McPherson entlassen.

- Literatur über Buchhaltung besorgen. - Henry.

Du hast einen Abschluss in Geschichte.

Gartenhütte...

Oh, Henry, wie wundervoll.

Wen kenne ich, der eine Gartenhütte besitzt?

Ich habe gespritzt und die Blattläuse waren weg.

Wie aufregend. Wie wäre es, wenn du unterrichten würdest?

Diesen Herbst wird eine Stelle für Geschichte frei

und es gibt keine aussichtsreichen Kandidaten,

weil so viele Lehrer in die Forschung gegangen sind.

Die Stelle wäre dir so gut wie sicher.

Du hättest nur zwei Kurse...

...abends zusammen wieder zu Hause.

Oder?

Wir könnten gemeinsam in der Mensa essen.

Und wir könnten jedes Semester gemeinsam die Hausarbeiten

- benoten. - Henrietta, zum letzten Mal.

Unterrichten liegt mir nicht.

- Nicht mal ansatzweise. - Woher weißt du das, Lieber?

- Du hast es noch nicht probiert. - Instinkt.

"Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.

Setzen Sie die Beträge in dem Jahr ab,

- in dem sie auch gezahlt wurden." - Henry.

Das sind die Steuererklärungen, damit du...

Damit sie aus der Welt sind.

Die Einkommensteuererklärung sieht gut aus.

Henry, ich wollte dich etwas fragen.

- Was? - Ich wollte dich etwas fragen.

- Was denn? - Du weißt doch,

dass ich jeden Sommer auf Exkursion gehe

für meine Forschung.

Und ich habe mich gefragt,

ob es in Ordnung wäre, wenn ich dieses Jahr auch auf Exkursion gehe.

Exkursion? Wie lange denn?

Nur für eine oder zwei Wochen.

Ich dachte an eine Kanutour in den Adirondacks.

Dort ist es wunderschön. Ganz abgeschieden, alles ist verwinkelt.

Normalerweise kommt einer meiner Studenten mit.

Aber ich dachte mir,

dass dieses Jahr

wir zwei gehen könnten. Wir zwei zusammen.

- Zusammen? - In die Adirondacks.

Die Adirondacks.

Bräuchten wir einen Führer?

Nicht wenn wir unser Camp verlassen.

Außerdem würde ich mich mit dir absolut sicher fühlen.

Sogar noch sicherer als mit einem Führer.

Das klingt wundervoll, oder?

Das klingt wie die Antwort auf alles.

- Ich möchte einen Koffer. - Davon würde ich abraten.

Einen Koffer im Wald zu tragen könnte sich als gefährlich erweisen.

Sie machen es immer so kompliziert. Vergessen Sie nicht meinen Cezani.

Nein, Sir.

Mrs. Graham scheint eine überaus gutmütige Dame zu sein.

Es freut mich, dass Sie so eine gute Wahl getroffen haben.

Sie ist nicht gutmütig, sie ist zurückgeblieben.

Mir ist noch nie ein derart hilfloser Mensch untergekommen.

Wissen Sie noch, Sir, vor ein paar Wochen,

als Sie mir sagten, Sie hätten all Ihr Geld verloren

und weder Fähigkeiten noch Ehrgeiz?

Harold.

Vergessen Sie nicht den Kompass und die Karten. Die brauchen wir.

Ja, Sir. Sie scheinen aber sehr wohl Fähigkeiten und Ehrgeiz zu besitzen.

Sie haben den Haushalt saniert.

Sie kennen sich mit Buchhaltung und Steuern aus

und Sie haben Mrs. Graham herausgeputzt.

Oh, nein. Heute früh habe ich vergessen, Sie zu kontrollieren.

Dann rennt sie den ganzen Tag

mit Preisschildern an ihren Ärmeln herum.

Ich war so frei, Sir.

Danke, Harold. Und die Krümel?

Nur ein paar, Sir. Ich habe sie abgebürstet.

Nun, Sir, was ich sagen wollte,

Sie haben überraschende Fähigkeiten gezeigt.

Und obwohl Mrs. Grahams Hilflosigkeit

bisweilen etwas irritierend ist,

könnte ebenjene Hilflosigkeit der Anreiz sein

für Ihre neuen erstaunlichen Fähigkeiten.

Es wäre durchaus denkbar, Sir.

Was wir an anderen nicht mögen,

ist oftmals eine Reflexion unserer eigenen

- Unzulänglichkeiten. - Harold.

Packen Sie den Revolver ein.

Legen Sie die Flasche weg.

Die Flasche. Legen Sie...

Lassen Sie das. Legen Sie die Flasche hin.

Den Revolver auch. Ich mache das.

Sie dürfen jetzt gehen, Harold. Vielen Dank.

Ja.

Henry!

Henry!

Henry!

Nur die Ruhe, Henrietta. Ich komme runter.

- Henry. - Ja. Moment.

Entspann dich.

Ganz ruhig. Tief durchatmen.

Entspann dich. Ganz ruhig.

Genau.

Setz dich. Gut so.

Sehr gut. Tief durchatmen.

Was ist denn los?

Sie wurde akzeptiert.

Alsophila Gymnocarpium Grahami. Sie wurde akzeptiert.

Sprich etwas ruhiger, Liebe.

Was wurde akzeptiert?

Ein tropischer Baumfarn.

Und ich habe ihn auf unserer Hochzeitsreise entdeckt.

Als ich ihn nicht klassifizieren konnte, hielt ich ihn für eine neue Spezies,

aber ich konnte es nicht glauben.

Also schickte ich ihn zu Wagner an der University of Michigan

und Henry, es ist eine eigene Spezies.

Eine echte Spezies.

Ich habe eine Spezies entdeckt.

Das ist sehr schön.

Sehr schön.

Nun denn.

Jetzt wird eine ganze Spezies nach dir benannt, oder?

Genau wie... Wie heißt er noch?

- Louis A. de Bougainville. - Genau.

Oder James Parkinson.

- Oder belgische Waffeln. - Belgische Waffeln.

Dann bist du also doch noch unsterblich geworden, oder?

In jedem Lexikon stehst du unter L,

gleich vor Morgan, Muller und Mendel.

Es wird unter G registriert werden.

Alsophila Grahami, wie Graham.

Graham?

Du benennst die neue Spezies nach Graham,

obwohl du die ganze Arbeit

als Lowell gemacht hast?

Du Dummchen. So benennt man keine Spezies.

- Kannst du nichts richtig machen? - Ich benenne sie nicht nach mir.

Sondern nach dir.

Alsophila Grahami, wie Henry Graham.

Nun... Bist du sicher, dass sie das wissen?

Also, dass ich das bin?

Stehe ich dann im Lexikon unter G, wie Henry Graham?

Ja, und du erhältst eine Fußnote in der ganzen Literatur.

Eine Fußnote und im Lexikon unter G?

Ja.

Dann bin ich wohl auch ein bisschen unsterblich geworden, oder?

Als Fußnote und unter G.

Freust du dich ein bisschen, Henry?

Das war sehr aufmerksam von dir, Henrietta.

Ich freue mich sogar sehr.

Ich habe ein kleines Blatt gepresst und einen Anhänger machen lassen.

So kannst du es immer tragen, wenn du möchtest.

Sicher, warum nicht?

Damit kommt man immer ins Gespräch.

"Was ist das für ein Blatt, Henry?"

"Mein eigenes natürlich.

Alsophila Grahami.

Warum fragen Sie?"

- Gefällt er dir? - Ja. Sehr hübsch.

Gute Linien. Also, für einen Farn.

Findest du nicht, es sollte unter L sein?

Also Alsophila Lowellia oder so?

Ich möchte nicht deinen Platz im Lexikon einnehmen.

Henry, ohne dich hätte ich ihn nie entdeckt.

Du gibst mir Selbstvertrauen. Erinnerst du dich?

Weißt du noch, was du gesagt hast über das Selbstvertrauen?

"Sie werden bald eine erfolgreiche Botanikerin sein."

Und du hattest recht.

Alsophila Grahami.

Sieh mal einer an.

Henrietta, was macht man, wenn man sich hier verirrt?

Verschiedenes.

Verschiedenes? Zum Beispiel?

Wenn es zum Beispiel einen Fluss gibt, folgt man einfach seinem Lauf.

In welche Richtung?

Flussaufwärts.

Henry, ich bin richtig glücklich.

Unsere gesamte Ehe ist wie eine lange, wunderschöne Exkursion.

Das ist schön. Das erleichtert mich irgendwie.

Möchtest du noch etwas Z-11?

Nein, danke. Z-11 lockt sie erst an.

Es ist ein Abwehrmittel.

Davon habe ich noch nichts gemerkt.

Möchtest du noch etwas Galmeilotion?

Nein, danke. Dann juckt es noch mehr.

Man sagt, wenn man weniger kratzt, dann juckt es nicht so.

Da irrt man sich aber. Es sieht nur so aus,

weil man sich weniger kratzt.

Jetzt hat mich eine Mücke mitten auf die Nase gestochen.

Brauchst du Salbe?

Nein, danke.

Ab sofort mache ich den Kaffee, Henrietta.

Ja, Lieber.

Wie ist das denn passiert?

Du klebst, Henrietta.

Ich habe Honig verschüttet.

Hier, Henrietta.

Ab sofort mache ich das Abendessen.

Und was mache ich?

Du isst.

Es paddelt sich hier viel leichter.

Die Strömung wird stärker. Wir nähern uns den Stromschnellen.

Sieh mal, sind sie nicht wunderschön?

- Was? - Die Stromschnellen.

- Das sind die Stromschnellen? - Ja.

Was soll ich tun? Ich bin eine fabelhafte Matrosin.

Paddle wie der Teufel zum Ufer.

- Wie bitte? - Schon gut.

Ich paddle gar nicht in eine bestimmte Richtung.

Schneller, nach links!

Nach links! Schneller!

Soll ich lieber nach links paddeln?

Da sind so viele Steine.

Nach rechts!

Sind die Stromschnellen bald vorbei?

Merkwürdig.

Es hat einfach aufgehört.

Oh, Henry.

Hör mal.

Henry, das klingt wie ein Wasserfall.

Oh, Gott. Es ist ein Wasserfall.

Auf einmal kommt ein Wasserfall.

Paddle zum Ufer!

- Paddle zum Ufer! - Es gibt kein Ufer.

Nur ganz viele Steine.

Henry?

Henry?

Ich kann nicht...

Ich kann nicht schwimmen.

Ich kann nicht schwimmen.

Henry.

Henrietta, halte dich fest, bis ich dir sage, dass du loslassen kannst.

"Das Kanu kenterte,

ich habe verzweifelt nach ihr gesucht,

aber konnte sie nicht finden."

Henry?

"Hätte sie mir doch bloß gesagt, dass sie nicht schwimmen kann,

hätten wir uns nur einen Führer genommen.

Aber sie wollte unbedingt alleine sein."

Ok, Henrietta!

Ich hole dich jetzt.

Hole tief Luft, halte dir die Nase zu

und lass los.

Henrietta, sieh mal.

Schau mal.

Eine Alsophila Grahami.

Alsophila Grahami, hier oben im Norden.

Ich habe ihn verloren.

Ich habe den Anhänger verloren.

Ich habe meine Alsophila Grahami verloren.

Henrietta!

Verdammt noch mal!

Verdammt.

Nie klappt irgendwas, auch wenn ich es noch so gut plane.

Henrietta! Verdammt.

Ok.

Du kannst jetzt atmen, Henrietta.

Atme. Lass deine Nase los.

Halte dich an mir fest.

Sieh mich an. An meinen Schultern.

Genau.

Gut festhalten.

Ok. Halte dich fest.

Atmen. Atme durch den Mund.

Kinn hoch.

Halte dein Kinn oben. Atme durch den Mund.

Sehr gut.

Und wenn du Wasser im Mund hast, spuck es aus.

Das... Nicht auf mich, Henrietta.

Spuck das Wasser einfach in den Fluss.

Sehr gut.

Gut. Jetzt atme.

Sehr gut.

Wir sind da.

Setz dich in die Sonne und wärme dich auf.

So.

Gut.

Frierst du immer noch?

Ich nehme dich besser in den Arm. Mein Körper strahlt Wärme aus.

Henry. Henry?

Ich kann mich immer auf dich verlassen, oder?

Den Rest meines Lebens?

Ich fürchte es.

Henry, die Geschichtskurse sind dieses Jahr viel kleiner.

Henrietta, ich werde nicht unterrichten.

Wahrscheinlich nicht.

Das wäre aber schade, Henry.

Du bist so ein kluger Mann.

Hast du wirklich keine Lust?

Ich weiß es nicht. Und besonders klug bin ich auch nicht.

Frierst du noch?

Nicht mehr so stark.

Gut.

Henry?

- Henry? - Ja?

Ich weiß, dass du andere Pläne hattest.

Was?

Wäre es sehr schlimm für dich?

Geschichte zu unterrichten?

Und morgens mit dir an die Universität zu gehen?

Und jedes Semester mit dir zusammen Hausarbeiten zu benoten?

Ich glaube, es gibt Schlimmeres.

Komm. Ich glaube, wir sollten gehen.

Untertitel von: Marcel Zriki

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