All language subtitles for K├Ânigliche Hoheit (1953) de subs

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Original subtitles

(Klaus Heinrich erz�hlt) Das ist mein Land. Das Land, in dem ich geboren bin.

Es ist sch�n, still und ein wenig vertr�umt.

Und die Menschen, die hier wohnen, sind bescheiden und liebenswert,

obwohl sie mancherlei Sorgen haben, denn das Land ist arm.

Inmitten der W�lder, H�gel und �cker liegt Grimmburg,

unsere kleine Hauptstadt, mit der Hofkirche

und dem Alten Schloss.

Es ist ehrw�rdig, aber ein wenig unheimlich.

Ganz in der N�he befindet sich der Kurgarten mit seinen Badeanlagen und Heilquellen,

die sich leider nie eines sonderlichen Zuspruchs erfreut haben.

Einmal freilich geschah es jedoch, dass von weither, ja sogar �ber das Meer,

beachtliche Kurg�ste nach Grimmburg kamen.

Aber davon wird sp�ter noch die Rede sein.

Dicht neben dem Quellengarten liegt Schloss Delphinenort.

Ein anmutiges Bauwerk,

in dem die gro�herzogliche Familie bisweilen den Sommer verbrachte,

w�hrend es sonst dem allm�hlichen Verfall und der Einsamkeit �berlassen blieb.

An diesem verregneten Fr�hlingstag allerdings haben sich unsere Landeskinder

in gro�er Zahl vor Schloss Delphinenort versammelt

und sehen wartend hinauf zu den Fenstern, hinter denen die Gro�herzogin

zum zweiten Mal ihrer schweren Stunde entgegensieht.

Der Erbprinz ist zart. Wie sch�n w�re es da,

wenn dem Land wiederum ein Prinz geschenkt w�rde.

(Salutsch�sse)

Da ist er also, der neue Erdenb�rger.

Und um es nur gleich zu sagen. ; Ich bin es selbst, der hier in den Kissen liegt

und mit gro�en Augen in die fremde Welt hineinsieht.

Drau�en heben die Glocken der Schlosskirche zu l�uten an,

die Salutsch�sse des Leibregiments erklingen und mein Vater betritt den Raum,

um dem Arzt zu danken... (Salutsch�sse, Glocken l�uten)

...und um mit seinem zweiten Sohn Bekanntschaft zu machen.

Er betrachtet mich ernst und pr�fend.

Jetzt wird er noch ernster als sonst.

Was ist denn das?

Eine kleine Schw�che im linken Arm, K�nigliche Hoheit.

Es wird sich geben?

(Baby weint)

(Klaus Heinrich erz�hlt) So kam ich auf die Welt.

Meine Jugend verbrachte ich im Alten Schloss.

Es war ein kaltes Geb�ude und seine �fen waren schlecht.

In einer schattigen Ecke des gro�en Hofes wuchsen die Rosen,

die man die Grimmburger Rosen nannte. Sie besa�en eine seltsame Eigenschaft. ;

Es war nicht Rosenduft, was sie ausstr�mten,

sondern ein leichter Geruch nach Moder.

Aber es ging die Rede im Volk, dass sie eines Tages lieblich zu duften beginnen w�rden.

Meine Gouvernante war eine strenge und schweigsame Frau.

Ich hatte �berhaupt kaum einen Menschen, mit dem ich sprechen konnte.

Was liest du denn da?

Du kannst dir Bilder ansehen, wenn du Lust hast. Aber still musst du sein.

Die Milch, Hoheit.

Mir ist kalt. - Jawohl, Hoheit.

Hast du auch Kinder?

Jawohl, Hoheit.

Sch�n. Was machen die denn?

Sie spielen, Hoheit.

Was denn? - Ball.

Und Soldaten nat�rlich.

Ball spielen kann ich nicht. Ich kann nicht gut fangen.

Aber rennen kann ich! Kannst du deine Kinder nicht mal mitbringen?

Er kann sie doch mal mitbringen, oder?

Ich habe Hoheit doch schon �fter darauf hingewiesen, dass es...

(Klaus Heinrich erz�hlt) Er durfte sie nat�rlich nicht mitbringen.

So verging mir die Kindheit einsam und abgeschlossen.

Am Tag meiner feierlichen M�ndigkeitserkl�rung

war der ganze Hof versammelt. Nur mein Bruder Albrecht fehlte.

Er war im S�den, seiner Gesundheit wegen. Aber alle dachten an ihn,

als der Staatsminister von Knobelsdorff verlas, dass ich nun berechtigt sei,

die Krone zu tragen, falls es die Not einmal erfordern sollte.

An diesem Tag nahm ich auch Abschied von meinem einzigen Freund,

meinem Erzieher Dr. �berbein.

Er war ein seltsamer Mensch, aber ich liebte ihn.

Obwohl er mir gerade das verwies, wonach ich mich sehnte. ; W�rme und Vertraulichkeit.

Ich hatte die Erlaubnis erhalten, ihm den Hausorden 3. Klasse zu verleihen.

Einen Orden?

Nein, Klaus Heinrich, Sie werden g�tigst geruhen, mich mit derlei zu verschonen.

Aber Herr Doktor... - Sie wissen, Prinz, ich bin ein umgetriebener Mann.

Ich habe mir den Wind geh�rig um die Nase wehen lassen und mancherlei Einblicke getan.

Eine Strecke Weges d�rfte ich lhr Begleiter sein auf der Menschheit H�hen

und das trug seinen Lohn in sich und ist nicht bezahlbar durch Firlefanz.

Ja.

Nun hatte ich mir ein richtiges Abschiedswort zurechtgelegt,

aber ich sage es lieber nicht. Leben Sie wohl, Klaus Heinrich,

so wohl als es f�r Sie statthaft ist.

Und tragen Sie kein Verlangen, jemals,

nach der Bummelei des Gl�cks.

(Klaus Heinrich erz�hlt) "Die Bummelei des Gl�cks."

Dr. �berbein sprach oft davon.

Er hatte mich gelehrt, was meine Aufgabe im Leben sein w�rde. ;

Haltung, Fremdheit und Verzicht auf Gl�ck. Und ich pr�gte es mir ein.

Ich w�re froh gewesen, Dr. �berbein noch l�nger an meiner Seite zu haben.

Aber er war der Meinung, dass mein hoher Beruf die Einsamkeit erfordere.

So trennten wir uns. Und wieder war ich allein.

Die Zeit verging. Mein Vater starb, mein Bruder Albrecht �bernahm die Regierung

und ich f�hrte ein Leben, von dem nichts zu berichten ist.

Nichts, bis zu einem gewissen Tag im August.

Mein Bruder hatte mich zur Audienz befohlen. Ich wusste nicht, was man von mir wollte.

Albrecht.

Klaus Heinrich.

Du hast mich rufen lassen? - Bitte, nimm Platz.

Ich m�sste heizen lassen. In diesem Zimmer wird es nicht warm.

Du f�hlst dich nicht wohl? - Wohl?

Bekanntlich muss ich das Land regieren.

Eben ist mir Vortrag gehalten worden von ehrenwerten M�nnern, die ihr Fach verstehen.

Ich sage "Ja, ja" und "Sie haben Recht" und "Ich danke Ihnen".

Ich hoffe, dass es nur ein... (T�r wird ge�ffnet)

Die Milch, K�nigliche Hoheit.

Ich hoffe, Albrecht, dass es nur ein vor�bergehendes Missbehagen ist,

das dich so reden l�sst. Darf ich dich gehorsamst daran erinnern,

dass unser Volk dich verehrt und dir Zutrauen entgegenbringt.

Es liegt mir nichts daran.

Ich bin dem Volk fremd. Ich gebe ihm nichts.

Was k�nnte es mir geben?

Bei dir ist das etwas anderes. Dich liebt das Volk.

Von Weitem vielleicht.

So ist das bei uns, Albrecht. Wir werden immer von Weitem geliebt.

Zigarette? - Danke.

Die �rzte bestehen darauf, dass ich sofort in den S�den fahre.

F�r l�ngere Zeit. - Oh, das bedaure ich.

Ich muss dich bitten, meine Stellvertretung zu �bernehmen.

In allen �u�eren Dingen jedenfalls. Du wirst zum Major ernannt.

Gleichzeitig verleihe ich dir den Titel "K�nigliche Hoheit". Was ist deine Meinung?

Ich stehe dir zu Befehl. Wenn du mich w�rdigst, deinen Titel zu f�hren

und dich vor dem Volk zu vertreten, dann stehe ich zu Befehl und danke dir.

Ich danke dir.

K�nigliche Hoheit.

Im Namen des Grimmburger Kabinetts darf ich Eurer Hoheit

zu der �bernahme der hohen Stellvertretung aufrichtig begl�ckw�nschen.

Ich danke Ihnen, Exzellenz! Und auch Ihnen, meine Herren.

Ich hoffe, Sie nicht zu entt�uschen. (Gel�chter)

Ich habe mir erlaubt, K�nigliche Hoheit, das Zeremoniell

f�r die �bernahme der Repr�sentation zu entwerfen.

Es umschlie�t erstens den offiziellen Empfang der Staatsregierung,

zweitens den Festakt in der Schlosskirche, drittens das milit�rische Avancement

und im Zusammenhang damit die Wachparade am kommenden Freitag.

Darf ich bitten, K�nigliche Hoheit?

Und sonst, meine Herren? Und au�erdem?

Darf ich um mein Pensum bitten? (Gel�chter)

K�stlich, K�nigliche Hoheit, wirklich k�stlich. Aber in den n�chsten Tagen

liegt au�er lhrer Einf�hrung nichts Ungew�hnliches vor. - Moment, Exzellenz!

Wenn ich mir eine Anmerkung erlauben d�rfte, K�nigliche Hoheit.

Exzellenz wissen, die Kurverwaltung unseres Bades erwartet heute

den Besuch hervorragender amerikanischer G�ste: Mr. Spoelman.

Mr. Samuel Spoelman aus Amerika. - Der Eisenbahnk�nig?

Und Million�r, Exzellenz! Der vielfache.

Er hat Nierensteine, wenn ich mir erlauben darf, dieses h�ssliche Wort zu benutzen,

aber unser Heilwasser hat ihm wohl getan. Kurz und gut, er kommt.

Es w�re empfehlenswert, die Anteilnahme der Regierung durch einen Empfang...

Was, bei Hofe? Ein offizieller Empfang f�r einen, �h...

F�r einen Tellerw�scher aus Alabama!

Pardon, K�nigliche Hoheit. Ist ja wohl doch als Scherz gedacht.

Vergessen Sie nicht den Nutzen, Exzellenz. Der Mann belebt unseren ganzen Kurbetrieb.

Wir sind finanziell in einer Lage, dass wir nach jedem Strohhalm greifen m�ssen!

Was halten Sie von diesem Strohhalm, Exzellenz? - Darf ich raten,

die Begr��ung des Amerikaners der Direktion des Kurhotels zu �berlassen?

Wenngleich ich zugeben muss, dass ein Million�r in Grimmburg

etwas Atemberaubendes hat.

(Autohupe ert�nt, Motoren knattern)

Hochgeehrter Mr. Spoelman!

Sie haben den weiten Weg aus der Neuen Welt in das Alte Europa nicht gescheut,

um an den Quellen unseres Grimmburger Wassers Linderung zu suchen.

Nun m�gen Sie sie finden. Das ist mein aufrichtiger Wunsch.

Gestatten Sie mir als Mensch und Kurdirektor, verehrte gn�dige Frau,

Ihnen diese bescheidenen Kinder Floras als Dank daf�r zu �berreichen?

Ich bin nicht Mrs. Spoelman. Mr. Spoelman ist Witwer.

Oh, ich bedauere unendlich!

Es war �beraus freundlich von Ihnen. Mein Vater dankt. Ich �brigens auch.

W�rden Sie uns jetzt erlauben, einzutreten? - Aber nat�rlich, selbstverst�ndlich.

Gr�fin?

I like it here!

Na, V�terchen. Ist doch alles ganz leidlich, oder?

(lmma klingelt dreimal)

Nun tu mir die Liebe und mach nicht so ein Gesicht! - Wenn ich Gesichter machen k�nnte,

meine Taube, dann h�tte dieser Kasten schon l�ngst ein anderes Gesicht bekommen.

Das ist ja ein Museum, kein Hotel! Wo soll ich mich waschen? Wo ist das Bad?

Zweimal um die Ecke, den gewundenen Gang hinunter, dann links die Treppe wieder hinauf.

An der T�r ist ein Schild: "Bequemlichkeit".

Hier muss man ja die Nierensteine kriegen, wenn man noch keine hat!

(Mr. Spoelman) Was soll das? Wer st�rt? - Sie haben gel�utet, Mr. Spoelman?

Ich? Nie! - Ich, V�terchen. Man muss doch wissen, mit wem man es zu tun hat.

Damit alles klar ist, meine Freunde:

Dieser liebensw�rdige Herr dort dr�ben ist mein Vater. Bekommen Sie keine Angst.

Seine Rede ist ein wenig kernig, doch das tut nichts. Sie werden sich daran gew�hnen.

Im �brigen wollen Sie bitte alle Anweisungen von mir entgegennehmen.

Danke.

Die Post, Mr. Spoelman! 36 Briefe, 15 Telegramme und einige Visitenkarten.

Schmei�en Sie den Krempel weg! Ich bin zur Erholung hier.

Sie sprechen �brigens ausgezeichnet Deutsch, Mr. Spoelman. Direkt imponierend!

Wenn man bedenkt, wo lhre Wiege stand... - In Sch�neberg!

Und wann waren Sie das letzte Mal in Deutschland, wenn ich fragen darf?

Heute, wenn Sie mich noch lange fragen!

Hier biegt man nur den R�cken krumm, um zu dienern, aber nicht, um zu arbeiten.

Die Leute sind doch ganz nett. - Der Mensch ist nicht da, um nett zu sein, mein Kind.

In diesem Land tr�umt man oder man steht stramm.

(Laute Milit�rmusik von drau�en)

Das h�lt ja kein Mensch aus! Hier bleibe ich nicht drei Tage!

Sechs Wochen, sagte der Arzt, und keinen Tag weniger. Du wei�t selbst ganz genau,

dass der Grimmburger Brunnen das Einzige ist, was dir frommt. - Ach was, "frommt"!

Diese Unterkunft gef�llt dir nicht? - Nee.

Na gut. Man wird was Neues finden. - "Man"? Wer?

Ich, V�terchen. Es wird doch in Grimmburg ein Haus geben, das uns beiden gef�llt.

Sch�n ist das Schloss. Sehr vornehm. Sehr europ�isch.

Ein Schloss, in dem niemand wohnt? Ist das europ�isch?

Und au�erdem ist das doch v�llig sinnlos! - Es hat einen h�heren Sinn.

Es bewahrt eine Welt, die sonst verloren ginge.

Sch�nheit. Adel.

Glanz.

Musik...

Man m�sste es nat�rlich herrichten lassen. Meinen Sie nicht, Gr�fin?

Gr�fin! Glauben Sie nicht, dass mein Vater sich dort sehr wohl f�hlen w�rde?

Auf dem Schoss? Das ist unverk�uflich. - Ich m�chte es kaufen.

Ich wei� zwar noch nicht genau Bescheid auf dem hiesigen Erdteil,

aber mit lhrer Hilfe, Gr�fin... - Man m�sste sich an die h�chste Stelle wenden.

An das Finanzministerium.

Oder am besten gleich an die gro�herzogliche Familie selbst. - Ja.

Sehr ordentlich. Nur der Kragen ist ein bisschen unbequem.

Das geh�rt dazu, K�nigliche Hoheit. Ein stolzes St�ck.

Ein Faden.

K�nigliche Hoheit wirken spiegelblank! Die Wachparade morgen wird ein Erfolg.

(Marschmusik)

(Kommandant) Halt! Gewehr ab!

Beide Wachen, stillgestanden!

Beide Wachen, das Gewehr �ber!

Beide Wachen, das Gewehr marsch!

Wachen!

Halt!

Beide Wachen, links um!

Beide Wachen, r�hrt euch!

Wohin wollen Sie? - Zum Finanzministerium.

Das k�nnen Sie nicht. - Aber man erwartet mich.

Der junge Mann wird sich ein bisschen gedulden m�ssen. - Also, h�ren Sie mal...

Hier darfjetzt niemand durch!

Augen geradeaus!

Beide Wachen! Achtung!

Pr�sentiert das Gewehr!

Augen rechts!

(Marschmusik)

K�nigliche Hoheit, melde gehorsamst: Schlosswache bei der Abl�sung. - Danke.

Aber es ist elf! Ich muss durch! - Unm�glich.

Wohin wollen Sie? - Zum Herrn Finanzminister.

Sie m�ssen warten.

Danke.

Achtung!

Sechste Oberschlosswache mit Wachdienst. - Danke, lassen Sie r�hren. - R�hren!

Morgen, meine Herren. Ich bitte, sich nicht st�ren zu lassen.

Ich wollte nur eine Zigarette mit Ihnen rauchen. - Gehorsamst.

Haben Sie das gesehen? Was sagen Sie dazu, diese junge Dame...

Ist ja wohl nicht zu glauben, K�nigliche Hoheit! Dreistigkeit sondergleichen!

Ach ja. Ja, in der Tat.

Sondergleichen...

Bitte!

Patente Person, diese kleine Spoelman. Nicht wahr, K�nigliche Hoheit?

Wie, sagten Sie, hei�t die junge Dame? - Spoelman. Imma Spoelman.

Ach? - Geld wie Heu.

Die Tochter eines amerikanischen Million�rs, der hier zur Kur ist, K�nigliche Hoheit.

Aha.

Hat man so was schon erlebt?

Geht einfach mitten durch die Wachabl�sung. Haben Sie das auch gesehen, Schellenberg?

Ich war wie vom Donner ger�hrt, K�nigliche Hoheit.

Au�erordentlich.

Also wirklich etwas ganz Ungew�hnliches.

Ein Benehmen, diese junge Dame. Wie 'ne Axt im Walde.

Das ist unm�glich! Sie h�tten sich auf die Verhandlungen mit den Amerikanern

�berhaupt gar nicht einlassen d�rfen! Ich habe mit dem Prinzen gesprochen.

Er ist voller Bedenken. Aber wirklich voller! - Delphinenort kostet uns bares Geld.

Wenn Sie meine Sorgen h�tten, Exzellenz, w�ren Sie froh, den alten Kasten loszuwerden.

Kasten? - Stellen Sie sich das einmal vor,

wenn dieser Mann sich hier niederl�sst,

B�rger wird, Steuern zahlt. Aber es handelt sich ja um nichts Endg�ltiges, Exzellenz.

Aber da dieses Fr�ulein Spoelman hierher kommt, m�ssen wir doch mit ihr reden.

Ja, ja. - Gesetzt, der Verkauf br�chte uns etwa die horrende Summe

von sechs mal 100.000 Mark.

Das w�re f�r unsere Kasse eine... - Pardon. Schweinerei, mein Bester!

Na, na, na! - Ich kann...

(T�rklopfen) Ja?

Haben Sie mich vergessen, Herr Minister? Es ist halb zw�lf. - Nein, ich hatte noch...

Wie geht es Ihnen? - Danke. Danke, bestens, Fr�ulein Spoelman!

Darf ich bitten, mich vorzustellen? - Hofmarschall von B�hl zu B�hl.

Der Kurator der gro�herzoglichen Schl�sser. (Laute Milit�rmusik von drau�en)

Wollen Fr�ulein bitte Platz nehmen?

Wenn es zun�chst erlaubt w�re, den kriegerischen L�rm ein wenig zu d�mpfen?

Danke.

Also. - Ja, ich h�tte da...

Ich darf Sie gleich zu Anfang darauf hinweisen, gn�diges Fr�ulein,

dass der geplante Ankauf des Schlosses auf die gr��ten Schwierigkeiten st��t.

Da ist unsere h�fische Tradition. Das Heimatgef�hl unseres Volkes.

Und vor allem und ganz besonders der Widerstand des Prinzen Klaus Heinrich.

Er ist dagegen. - So, ist er das?

Nun, wir w�ren in diesem Ausnahmefall durchaus bereit,

entsprechende Opfer zu bringen. - Unter diesen Umst�nden bin ich beinahe sicher...

Heute kann es sich ohnedies nur um die Pr�liminarien handeln, nicht wahr?

Um eine erste F�hlungnahme. Wir ben�tigen zur Perfektionierung des Vertrages

die Unterschrift des Staatsrates, den Konsens der Hofverwaltung...

Und Geld, nicht wahr? Das ben�tigen Sie doch wohl vor allen Dingen, Herr Hofmarschall?

An welchen Betrag hatten Sie gedacht? - Tja, �h...

Es wurde hierorts eine Summe erwogen, die, �h...

...die Ihnen denn doch wohl zu hoch sein d�rfte, mein Fr�ulein.

Zu hoch? Wie hoch? - �h...

Zwei Millionen!

(lmma) Ich f�rchte...

...mehr ist das alte Gem�uer auch nicht wert.

Doktor!

Hoheit!

Sie sehen ja aus wie drei Tage Regenwetter! - Ja, dieser Verkauf, dieser Ausverkauf...

Er ist und bleibt skandal�s!

Ich finde es erstaunlich, was aus unserem alten Delphinenort geworden ist.

Ja, Hoheit. Drinnen soll es so pr�chtig sein wie bei den T�rken und Persianern.

Alles Marmor und Edelstein! Und die Badewannen sind direkt aus Gold!

Ich h�tte nicht �bel Lust, mir das einmal anzusehen. - Ich nicht.

Diese Leute sind anma�end und abgeschmackt!

Sehen Sie nur! Lassen sich bestaunen und Ovationen bringen.

Und die Leute winken, als handele es sich um gekr�nte H�upter.

Mr. Spoelman und Fr�ulein Tochter.

(Klaus Heinrich) Die junge Dame ist mir neulich schon aufgefallen.

Bei der Wachparade.

Stellen Sie sich vor, Doktor, da ist sie doch einfach mitten durch die Soldaten gelaufen!

Fr�ulein Spoelman liebt es anscheinend, aufzufallen.

Jetzt hat sie dem Kinderspital eine Spende gemacht und demn�chst will sie es...

...besichtigen! Wie eine Prinzessin!

Sozusagen eine Babyparade, K�nigliche Hoheit.

Im Kinderspital, sagen Sie?

Aha.

(Dr. Sammet) Bitte, K�nigliche Hoheit, hier hinein!

Sehr interessant.

Vorges�uerte Milch, K�nigliche Hoheit. Das Neueste in der S�uglingsern�hrung.

Aha. Vorges�uert.

Sehr aufschlussreich.

Ich m�chte sie kosten.

Bitte ein Glas f�r Seine K�nigliche Hoheit! - Bitte, lassen Sie sich ruhig Zeit.

(Autohupe von drau�en)

Anscheinend kommt Besuch. Ach, richtig.

War nicht die Rede davon, dass jemand? - Allerdings.

Ich muss Eurer K�niglichen Hoheit anzeigen, dass lhre hochwillkommene Anwesenheit

zuf�llig mit einem anderen Besuch zusammentrifft. - So?

Wir erwarten Fr�ulein Spoelman, Miss lmma Spoelman,

die an unserem Institut ein so warmes Interesse nimmt.

So? Tut sie das?

In der Tat von hoher Vorz�glichkeit.

Mit einer solchen Milch m�ssen unsere Kinder ja gedeihen.

(Schwester Amalie) Darf ich bitten?

Das ist die Milchk�che, Fr�ulein Spoelman. Hier wird die Milch gekocht f�r die Kinder.

Ja, etwas �hnliches lie� sich vermuten. - Ja.

Ja, nicht wahr, man merkt es gleich.

Wollen Sie nicht die Freundlichkeit haben? - Gewiss, Hoheit. Selbstverst�ndlich.

Ich bitte um die Ehre, das gn�dige Fr�ulein Seiner K�niglichen Hoheit

vorstellen zu d�rfen. K�nigliche Hoheit, das ist Fr�ulein Spoelman,

die Tochter von Mr. Samuel Spoelman.

Mein Adjutant, Graf Schellenberg.

Die Gr�fin L�wenjoul.

Ich freue mich sehr, gn�diges Fr�ulein, so zuf�llig hier mit Ihnen zusammenzutreffen.

Ich hoffe, Sie f�hlen sich wohl auf Schloss Delphinenort. - Oh, warum nicht?

Es ist ja eine ganz schickliche Unterkunft f�r uns. Gewissen Einw�nden zum Trotz.

Sie machen diesem Spital also auch einen Besuch?

Es l�sst sich nicht leugnen, dass manches f�r diese Annahme spricht.

Wenn Seine Hoheit noch l�nger in der Milchk�che verharren will,

ich f�r meinen Teil w�rde lieber die Kinder... - Nat�rlich, die Kinder!

Guten Morgen, Kinder! - (Kinder) Guten Morgen, K�nigliche Hoheit!

Guten Morgen, K�nigliche Hoheit!

Das sind unsere leichteren F�lle, K�nigliche Hoheit.

(Kinderstimmen)

Es ist sehr aufschlussreich.

Komm! Das ist Klaus Heinrich, K�nigliche Hoheit. Er hei�t nach Ihnen.

Nach mir? - Das tun viele in Stadt und Land.

Er ist unser Sorgenkind. - So?

Na? Langsam geht's doch schon wieder, was? - Ja.

Was, �h... was hat er denn da?

Er ist von einem hohen Ger�st gest�rzt.

Ja, die Kinder klettern gern.

Er ist nicht zum Spa� geklettert, K�nigliche Hoheit. Sein Vater ist Maurer

und der kleine Klaus Heinrich muss ihm die Ziegel zutragen.

Das ist aber sehr unvern�nftig von dem Mann!

(Klaus Heinrich) Warum l�sst man Kinder denn so schwer arbeiten?

Aus Not, K�nigliche Hoheit. Tausende von Kindern m�ssen das.

Das ist... Das ist allerdings wenig erfreulich.

Besonders wenn man gewohnt ist, nur das Erfreulichste zur Kenntnis zu nehmen?

Bitte, K�nigliche Hoheit.

Ich h�re, es hat sich manches ge�ndert in Delphinenort.

Es w�re f�r mich nat�rlich sehr aufschlussreich... ...uns zu besichtigen?

Gewiss, Prinz. Wir werden uns jederzeit uns�glich gl�cklich sch�tzen.

Gute Besserung, Kinder! - (Kinder) Vielen Dank, K�nigliche Hoheit!

Vielen Dank, K�nigliche Hoheit!

Es geht wie ein Lauffeuer durch die Stadt! Der Prinz und diese kleine Spoelman,

da spinnt sich etwas an!

Da spitzt sich etwas zu! Der Prinz und diese Goldgr�berstochter!

Ich habe nichts gegen Goldgr�ber, wenn sie was finden. - Aber Krippenreuther!

Denken Sie doch... - Ich muss rechnen. Zum Denken komme ich gar nicht.

Knobelsdorff, was sagen Sie denn dazu? - Aber es ist doch gar nichts geschehen!

Eine zuf�llige Begegnung! - Aber die Leute reden dar�ber!

So? Tun sie das? Interessant.

Also, ich verspreche Ihnen, dass wir die Angelegenheit im Auge behalten werden.

Nicht wahr, Krippenreuther? Das k�nnen wir ihm versprechen.

Danke.

(Gr�fin) Hoheit.

Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen. - Aber gewiss nicht!

K�nigliche Hoheit sind ja angesagt und dies ist die Teestunde des Hauses.

Darf ich bitten?

Fr�ulein Spoelman hatte die G�te, mich zu einem Besuch zu ermutigen.

Sie wird erfreut sein. Mr. Spoelman war heute etwas leidend.

Oh, wie bedauerlich.

Leben Sie schon lange im Hause Spoelman, Gr�fin?

Ziemlich lange. Ich wei� es nicht mehr genau.

Aber kurz nach der Wohltat war es, dass man mich hier aufnahm.

"Nach der Wohltat"?

Nein, nein. Bitte behalten Sie Platz, K�nigliche Hoheit.

Ich stehe gern ein wenig. Man geht so leicht verloren, wissen Sie?

Da ist es gut, sich festzuhalten. Da dr�ben,

da geben die W�nde nach.

Es ist alles so grenzenlos.

Ich verstehe Sie nicht. Gr�fin?

Wenn Sie die G�te haben wollten, mich nicht Gr�fin zu nennen.

Nennen Sie mich Jou-Jou! Mein Kindername.

Bitte, Gr�fin!

Ich lebe seit drei Jahren

im Hause Spoelman,

K�nigliche Hoheit.

(lmma) Hoheit!

Prinz, willkommen auf Delphinenort! Ich habe warten lassen.

Zweifellos gegen jede Vorschrift. Aber Sie hatten ja Unterhaltung derweil.

Ja, die Frau Gr�fin. �h...

Gr�fin, w�rden Sie so lieb sein und meinem Vater Bescheid sagen? - Aber gerne.

Dort dr�ben, Prinz. - Gern.

War die Gr�fin ein wenig wunderlich? Wollte sie Jou-Jou genannt werden?

Ja. Ich hatte den Eindruck, dass die Gr�fin sich etwas gehen lie�.

Lhr ist viel Arges geschehen, bevor sie zu uns kam.

Sie war dem Leben dr�ben nicht gewachsen in dem weiten, fremden Land.

Ich verstehe. Sie musste sich geh�rig den Wind um die Nase wehen lassen.

Sie hat gewiss tiefe Einblicke getan, wie mein Freund �berbein zu sagen pflegt.

Gewiss. Es scheint erwiesen, dass sie hungerte.

Und da geschah die Wohltat an ihr.

Ja, sie sprach davon. Was war das mit der Wohltat?

Lhr Geist verwirrte sich. Sie erhielt sozusagen die Erlaubnis,

sich gelegentlich etwas gehen zu lassen, wie Sie mit deutlichem Tadel bemerkten.

Ich bin allerdings der Meinung, dass es unter allen Umst�nden geboten ist,

Haltung zu wahren.

Und ich bin der Meinung, dass es unter allen Umst�nden geboten ist, Mitleid zu �ben.

Nehmen Sie zwei St�ckchen Zucker oder drei, Prinz?

Zwei, bitte.

Ich w�rde Ihnen empfehlen, sich beim Teetrinken lhrer Waffen zu entledigen,

falls nicht Gr�nde dagegen sprechen, die sich meiner Einsicht entziehen.

Nein.

Es spricht durchaus nichts dagegen.

V�terchen, er d�rfte dir nicht unbekannt sein.

Darf ich dich erinnern, dass Prinz Klaus Heinrich heute den Tee mit uns nimmt?

Freut mich. Lassen Sie sich nicht st�ren. Sie sind ja zu Hause hier, gewisserma�en.

Es geht Ihnen besser? - Besser schon, aber nicht gut. Wie viel Tee hast du genommen?

Vier L�ffel. F�r jeden einen.

Niemand soll sagen, dass ich meinen greisen Vater dem Mangel aussetze.

Ach was, "Greis". Ziemlich frech!

V�terchen! Komm, trink deinen Tee.

Sehen Sie, so geht das immer. M�gen Sie sich setzen?

Gegen dieses M�dchen ist man wehrlos.

Ja, es scheint so.

Nun, junger Prinz? Dienst schon getan heute? - Ich bin immer im Dienst.

Was tun Sie denn den ganzen Tag? - Nun, ich habe Pflichten bei Hofe.

In der Verwaltung? Das interessiert mich.

Gar nicht so einfach, wie? Schlechte Bilanz gehabt nach allem, was ich h�re.

Wie hoch bel�uft sich denn die Schuldenlast? Viele Verschreibungen, was?

Kurzfristige Anleihen? Langfristige Anleihen? Wie viel Zinsen?

Ich gestehe, dass ich mit diesen Dingen wenig zu tun habe. - Wieso?

Wer macht denn das? - Nun, die Minister, denke ich.

Angestellte also. Und selbst, junger Prinz? Was haben Sie denn f�r Pflichten?

(Klaus Heinrich) Nun, ich habe zu repr�sentieren. Ich muss Empf�nge abhalten.

Es gibt auch dienstliche Reisen. Einweihungen, Besichtigungen

und... dergleichen mehr.

Und immer das Wundertier spielen, was? Und keine ernsthafte Arbeit?

No, Sir. Wenn man mich fragt, das ist �berhaupt kein Beruf.

Ich habe Sie nicht gefragt. Ich teile Ihnen mit, dass wir in Europa nicht gewohnt sind,

den Wert einer T�tigkeit nach der H�he der Eink�nfte zu bemessen.

Mein Beruf ist tausend Jahre alt.

Er kann es sich leisten, von Ihnen missverstanden zu werden. Gestatten Sie.

Aber, aber... so war's doch gar nicht gemeint! M�gen Sie rauchen?

Nun Prinz, wie finden Sie es bei uns? - Ja, wie soll ich es ausdr�cken...

Aufschlussreich? So sagen wir doch immer bei Besichtigungen.

Diesmal wollte ich sagen: Verwirrend.

Prinz, Sie machen Fortschritte! Zwei St�ckchen, ja? - Bitte.

Noch ein Schluck Bier, K�nigliche Hoheit?

Nehmen Sie sich mal ein Glas, Neumann. Trinken Sie einen Schluck mit mir.

Also, dann bin ich so frei.

Prost! - Ein gehorsames Prost, K�nigliche Hoheit!

Sagen Sie mal, Neumann, Sie kommen doch �fters unter die Leute.

Was spricht man da so...

Ich meine, �ber mich und die Regierung.

Nur das Beste, K�nigliche Hoheit. Also wirklich nur das Allerbeste.

Mir sind da neulich von gewisser Seite...

...einige Andeutungen �ber gewisse Missst�nde gemacht worden.

Das ist aber sehr ungeh�rig von dieser Seite, K�nigliche Hoheit!

Und so schlimm ist das auch gar nicht.

Sondern?

Ja, wie schlimm ist es denn? - Es ist eben zu wenig Geld unter den Leuten.

Es gibt zu wenig Geld und zu viel Steuern.

Wie hoch sind denn die Steuern?

Vier Prozent.

Nun muss man ja auch wirklich sagen, das ist ja unvern�nftig viel, vier Prozent!

Allerdings. Vier Prozent, das ist allerdings �berm��ig...

Aber es soll ja nun alles anders werden, sagen die Leute.

Jetzt, wo unser Klaus Heinrich drangekommen ist, der Klaus Heinrich...

...sagen die Leute.

Schon gut, Neumann, es war mir sehr interessant.

Was ist? - Die Rede.

K�nigliche Hoheit m�ssen doch noch die Rede f�r morgen...

Sechs Uhr fr�h, der Fesselballon.

Kameraden, wir dienen alle dem Edlen und Hohen.

Ich m�chte in diesem Luftfahrzeug, das ich heute dem Regiment �bergebe,

das Symbolische erkennen: Das Streben empor.

Es ist Ziel und Ansporn unseres Lebens.

Per aspera ad astra.

Ich taufe dich auf den Namen "Luftschloss".

Seine K�nigliche Hoheit, Gro�herzog Albrecht,

Seine K�nigliche Hoheit, Prinz Klaus Heinrich und das Leibregiment.

(Alle rufen) Hurra! Hurra! Hurra!

Kompanie... aus! R�hrt euch!

Kommen Sie, Gr�fin! - Nein, nein, lmma, lieber nicht.

Der Platz ist so weit. Und dann...

lhr Prinz... Ich habe Angst vor ihm.

Mein Prinz?

Ich wei�, er hat Sie neulich ern�chtert. Aber zum F�rchten ist er wirklich nicht.

Na!

Mein gn�diges Fr�ulein, welch angenehme �berraschung!

So fr�h am Morgen hier drau�en?

Sie haben hinrei�end gesprochen, Prinz. Das Spr�chlein ist gesagt, die Taufe vollzogen.

Fliegen Sie selbst? - Bitte? Nein, das ist allerdings nicht vorgesehen.

Nat�rlich nicht. Ich habe es auch nicht ernsthaft in Erw�gung gezogen.

(Klaus Heinrich) Exzellenz... - K�nigliche Hoheit?

Ich w�nsche den Aufstieg des Ballons pers�nlich zu �berwachen. In der Gondel.

Wie? K�nigliche Hoheit wollen selbst?

K�nigliche Hoheit wollen g�tigst vergeben, aber das kann ich unm�glich zulassen.

Ein erster Probeflug ist nie ungef�hrlich. Diese Verantwortung... ...�bernehme ich.

Wie K�nigliche Hoheit befehlen. Ich werde sofort das N�tige veranlassen.

�h... Zastro!

Klar zum Aufstieg? - (Alle) Jawohl, K�nigliche Hoheit!

Worauf warten wir? - Bitte?

Oder wollen Sie nicht mitfahren?

Doch.

Aber Hoheit, unm�glich... - Fertig machen!

Wir m�ssen sofort... - Neumann, die Leiter! Darf ich bitten, gn�diges Fr�ulein?

Hoheit kann doch nicht einfach in die Luft... - So.

Sie m�ssen sofort zu Herrn von Knobelsdorff! Der Erbprinz will fliegen!

Wenn er das tut, fliege ich!

So.

Das Kommando, wenn ich bitten darf. - Jawohl, K�nigliche Hoheit!

Wollen Hoheit die G�te haben, mit dem Schnupftuch zu wedeln, wenn Hoheit nieder...

Pardon, herunterkommen... ich meine, landen wollen.

Los jetzt! Los! - (Hauptmann) An die Leinen! Anl�ften!

Lasst los!

Herrlich, die Sonne! - Ja.

Da lassen wir uns nun geh�rig den Wind um die Nase wehen. - Ja.

Und tiefe Einblicke tun wir auch. Alles genau wie lhr Freund �berbein.

Hoffen wir nur, dass es Ihnen bekommt, Prinz. Ich meine, das Ganze hier...

Und Sie, Fr�ulein lmma, sind Sie schwindelfrei?

Ach, mir kann's gar nicht hoch genug gehen. - Ach, es geht ziemlich hoch.

Und wir sind endlich allein, Sie und ich.

In der Menschheit luftigsten H�hen.

Es ist eine... Was geschah lhrer Gr�fin?

Ja, richtig. Es ist eine gro�e Wohltat.

Ich wei� nicht recht. Wohltat? Mir ist gar nicht sehr wohl.

Ich f�rchte, ich muss mich setzen. - Imma!

Ja, was ist denn? Was ist denn?

Ich kann es nicht sehen! Ich kann es nicht sehen!

Don't you worry about a thing. - Nat�rlich, Haltung!

Ja, danke. Aber das ist...

Ja was ist denn? Das ist... Haltung! Haltung!

So, jetzt geht's schon wieder.

Wie schade. Aber wir bleiben noch ein wenig hier oben.

Es ist so h�bsch hier. - Ja. Und unten wird man Ihnen Vorw�rfe machen.

K�mmert Sie das gar nicht? - Keine Spur.

Sie �berraschen mich, Prinz. Aber die Leute werden sich wundern.

Sie k�mmern sich um die Leute? - Nur um lhretwillen.

Um meinetwillen? - Ich glaube, es wird st�rmisch.

Wir sollten doch lieber hinunter, Prinz, und mit beiden F��en fest auf der Erde stehen.

Hier oben habe ich das Kommando. - Bitte, Klaus Heinrich.

(Hauptmann) Fesselballon, holt ein!

Habe ich recht verstanden, Hoheit? - Durchaus.

Ich w�nsche durchaus von heute an m�glichst genau informiert zu werden.

Schlie�lich leben wir nicht in einem Luftschloss,

wenn mir der Vergleich gestattet ist,

sondern wir sollten uns bem�hen, mit beiden F��en fest auf der Erde zu stehen.

Wie wahr, K�nigliche Hoheit! Wie wahr!

(leise) Krippenreuther!

Wenn Hoheit die G�te haben w�rden, lhre W�nsche genauer zu formulieren.

Ganz gern, Exzellenz!

Es sind da neulich einige Fragen an mich herangetreten,

die ich auch nicht ann�hernd zu beantworten wusste. Unsere Zinsen zum Beispiel.

Unsere Anleihen und die...

Steuern, die man als unvern�nftig hoch empfindet.

Ja, ich habe auch anl�sslich des Besuchs einer Kinderklinik

gewisse Einblicke in die, wie soll ich sagen,

Not gewisser Kreise tun k�nnen,

die mich nachdenklich stimmten.

Wollen K�nigliche Hoheit diese Sorgen getrost lhren Dienern �berlassen?

Schon f�r die n�chsten Tage sind Schritte geplant, von denen ich mir

eine entscheidende Wendung verspreche. - Das w�re sch�n, Knobelsdorff.

Sie kennen meine W�nsche. Ich muss bitten, sie k�nftig nicht aus dem Auge zu lassen.

Meine Herren, ich danke Ihnen.

Ich verstehe Sie gar nicht, Exzellenz. Dieser Optimismus! Was wollen Sie tun?

Ich werde eine Attacke reiten. - Gegen wen?

Sehen Sie, lmma, da unten liegt das Gest�t,

wo ich als Kind immer die gro�en Ferien verbrachte.

Ich und ein paar adelige Altersgenossen, die innerlich vor mir stramm standen.

Aber ich hatte ja Dr. �berbein. - Richtig, lhr Freund.

Wissen Sie, Prinz, dass Sie langsam anfangen, in meiner Achtung zu steigen?

Nur weil wir beide neulich... aufgestiegen sind?

Auch deshalb. Denn neulich, da haben Sie etwas getan.

In Wirklichkeit, nicht nur zum Schein. - Aber ich tue doch alles...

...zum Schein. Sie haben mir es doch selbst erz�hlt.

Aber glauben Sie wirklich, dass ich mir nur zum Schein solche M�he gebe?

Um Sie?

Ich bin schlechterdings unsicher und das ist schon viel.

Wollen wir �ber die Koppel reiten?

�ber den Zaun? - Ja!

Nein. Ich habe lhrem Vater versprochen, Sie gesund nach Hause zu bringen.

Sie m�ssen erlauben, dass ich ein bisschen auf Sie achte und an lhrer Seite bleibe.

An meiner Seite? - Ja. - Versuchen Sie's doch!

(Kapelle spielt Tanzmusik)

So, wohl bekomm's, Herr Doktor!

Sehen Sie mal da hin�ber! - Der Prinz und Fr�ulein Spoelman.

Sie reiten jetzt oft zusammen. Es steht in allen Zeitungen.

Finden Sie das erfreulich? - Nat�rlich. Wir alle.

(Wirtin) Wenn die ein Paar w�rden, ach du lieber Gott!

(Musiker h�ren auf zu spielen)

(Klaus Heinrich atmet schwer)

Sehen Sie, ich hab es doch geschafft!

Na!

Wir haben ja solche Angst gehabt, K�nigliche Hoheit! - Warum Angst?

Oh Doktor, wie geht es Ihnen? Ich habe Sie so lange nicht gesehen.

Sehen Sie, das ist nun der leibhaftige Dr. �berbein! Sie kennen ihn ja schon

aus meinen Erz�hlungen. H�chste Zeit, dass Sie sich wirklich kennen lernen.

Guten Tag. - Sie werden sich wunderbar verstehen! Wir sitzen zusammen.

(Musiker spielen einen Tusch) Hoch sollt ihr leben,

hoch sollt ihr leben,

dreimal hoch!

Wenn Sie m�chten so gut sein, K�nigliche Hoheit, und an unseren Tisch kommen!

Die Dame nat�rlich auch, wenn's recht w�re. - Naja...

Gehen Sie nur, Klaus Heinrich. Ich werde Fr�ulein Spoelman Gesellschaft leisten.

Bitte.

Reiten Sie immer so scharf, Fr�ulein Spoelman? - Nur wenn ich Lust habe.

Und wenn Sie Lust haben, dann macht Ihnen ein Ungl�ck, ein kleines oder ein gro�es,

nicht das Geringste aus, nicht wahr? - Was hei�t das?

Wollen Sie behaupten, dass Sie nichts davon wissen? - Wovon reden Sie eigentlich?

Von seinem linken Arm. Wie Sie da vorhin �ber das Gatter setzten, ich dachte,

Sie sind nicht bei Trost. Er kann die Z�gel nicht mit beiden H�nden halten wie Sie!

Ich habe nichts davon gewusst. - Jetzt wissen Sie's.

Etwas mehr Respekt, meine Dame!

(Musik setzt ein, Hochzeitsg�ste lachen)

Da, sehen Sie! Die Leute hier lieben ihren Prinzen. Und sie wissen, warum.

Ihnen unverst�ndlich, was? Klar, Sie haben ihn ja nicht mal richtig angesehen.

�brigens: Es gibt sehr ansehnliche Leutnants in Grimmburg,

die reiten und tanzen wie der Teufel! Die sollten Sie sich mal ansehen!

Danke.

Es war sehr sch�n.

Es war heute ein besonders gl�cklicher Tag.

Bitte lassen Sie sich nicht st�ren. Und noch einmal: Gl�ck und Segen!

So.

Wo ist denn der Doktor? - Der ist schon aufgebrochen.

Ach, wie schade. - Ich glaube, wir sollten auch langsam zur�ckreiten.

Warum langsam? Das macht Ihnen doch keinen Spa�. - Gelegentlich doch.

(Nichts zu h�ren)

Ich denke gar nicht daran, da mitzumachen! Geld nach Europa?

Geld nach Grimmburg? Wozu? Man wird es nehmen und der alte Schlendrian geht weiter.

No, Sir. Ich danke Ihnen f�r lhren Besuch und lhre Vorschl�ge.

Sie w�rden unserem Land einen gro�en Dienst erweisen.

35 Millionen Staatsschulden! Wissen Sie, was das bedeutet?

Bankrott, Herr Staatsk�nstler!

Was haben Sie denn mit dem ganzen Geld gemacht?

Ich will gern zugeben, dass wir als Erben eines sch�neren Jahrhunderts

etwas zu viel Romantik

und etwas zu wenig Zahlensinn besitzen.

Darin ist uns die Neue Welt voraus. - Europa ist am Ende.

Es hat sich verbraucht! - Indem es die ganze Welt beschenkt hat.

Aber Kultur ist kein Wert, der an der B�rse gehandelt wird.

Ach! - Wenn man beides vereinen k�nnte, Mr. Spoelman.

Lhre Schulden und mein Geld? - Ich meine, den Glanz lhrer Zukunft

und den Ruhm unserer Vergangenheit.

Diese Verbindung interessiert mich nicht.

(Knobelsdorff r�uspert sich)

Mr. Spoelman?

(Klaus Heinrich) Guten Abend.

Guten Abend, Jou-Jou. - Oh, Prinz!

Wie reizend von Ihnen, dass Sie gekommen sind, meinen kleinen Empfang zu beleben!

Gestatten, Hoheit: F�rstin zu Hohenried.

Graf Esterhazy. Ein alter Verehrer von mir.

Und Lord Wilson.

F�rstin.

Graf.

Guten Abend.

Jou-Jou? Aber jetzt leihen Sie mir den Prinzen f�r ein Weilchen, ja?

Oh, aber nat�rlich!

Eilen Sie, Prinz! - Ich komme.

Auf Wiedersehen.

(Nichts zu h�ren)

Ich k�nnte mir denken, dass es doch gewisse Ber�hrungspunkte gibt

zwischen Ihnen und uns.

M�gen Sie rauchen?

Gibt es hier so sch�ne Rosen? Danke!

Sie duftet gar nicht. Nein, warten Sie doch.

Sie riecht nach Moder. - Ja, das ist unsere Art von Rosen.

Sie wachsen auf dem Hof des Alten Schlosses.

Es ist, als h�tte sie keine Seele.

Man erz�hlt sich, dass sie eines Tages duften werden, unsere Rosen.

Und wann soll das sein?

Wenn das ganze Volk in Gl�ck und Freude lebt und im Schloss die Liebe wohnt.

Das Bild ist das Einzige, was ich von der alten Einrichtung behalten habe.

Es ist sch�n, nicht wahr? Wissen Sie, wer das ist?

Sie sagen ja gar nichts, Prinz.

Und dabei haben Sie so viel �bung im Besichtigen.

Was ich jetzt sagen m�chte, darin habe ich gar keine �bung.

Das habe ich auch noch keinem Menschen gesagt.

Oder doch.

Meiner Mutter habe ich es manchmal gesagt.

Dass ich sie liebe.

Das hier war ihr Zimmer und dort dr�ben bin ich zur Welt gekommen.

Dort dr�ben? - Ja.

Und jetzt stehe ich wieder hier und m�chte etwas sagen. Etwas sehr Wichtiges.

Das einzig Wichtige.

Bitte sehen Sie mich an.

Damit ich wei�, ob Sie "ja" sagen... oder "nein".

Haben Sie das seit lhrer Geburt?

Oh, lmma!

(Kinder singen) Es lieben dich in unserem Land

die Gro�en und die Kleinen

und m�chten darum allesamt

zum Geburtstag hier, zum Geburtstag hier,

zum Geburtstag hier erscheinen!

Wir haben nur den einen Wunsch, wie wir hier unten stehen...

Und da drunter recht sch�n in die Sonne. Einziger Geburtstagswunsch meines Prinzen.

...Gl�ck und Segen zu, Gl�ck und Segen zu,

Gl�ck und Segen zu erflehen!

Seiner K�niglichen Hoheit, unserem geliebten Prinz Klaus Heinrich

zu seinem Geburtstag ein dreifaches... (Kinder rufen) Hoch! Hoch!

Hoch!

Ich bin doch immer wieder sehr ger�hrt. Diese Kinder...

Liebling des Volkes zu sein, wie es in dem sch�nen Lied hei�t!

Neumann, haben wir eigentlich f�r unsere kleinen S�nger etwas vorbereitet?

Mohrenk�pfe, K�nigliche Hoheit! Die sind neuerdings in Grimmburg sehr beliebt.

Bravo!

Meine Herren, ich danke Ihnen f�r lhre Aufmerksamkeit. Guten Morgen!

Auf ein Wort, Exzellenz. Guten Morgen!

(Alle) Ja!

Aber die H�nde bitte nicht an die Kleider beziehungsweise an die Hosen abzuwischen.

Sonst sagen eure M�tter nachher noch, der Neumann, das ist ein Schweinigel!

Du hast doch schon einen? Der hier ist f�r den Herrn Lehrer.

Ach, der trinkt lieber 'nen Schnaps! (Kinder lachen)

Ich m�chte einmal mit Ihnen ganz privat sprechen, Knobelsdorff,

mit dem alten Freund unseres Hauses.

Ich habe Sie auf meinen Armen getragen, K�nigliche Hoheit.

Wenn es Ihnen wohl tun m�chte, sich so einem alten Diener anzuvertrauen,

vielleicht k�nnte ich Ihnen gar mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Kennen Sie Fr�ulein Spoelman? - Eine bezaubernde junge Dame.

Nicht wahr?

Sie wissen vielleicht, dass ich in der letzten Zeit...

Ich meine, dass ich �fter...

Ich m�chte sie heiraten. - Fr�ulein Spoelman?

Ich wei�, dass Sie das erschrecken muss. Ich unterwerfe mich selbstverst�ndlich

jeder Ma�nahme, die mein Bruder und Sie f�r richtig halten.

Aber versuchen Sie nicht, mich von meinem Entschluss abzubringen!

K�nigliche Hoheit... - Bitte widersprechen Sie mir nicht, Knobelsdorff.

Aber ich widerspreche ja gar nicht!

Wieso?

Vorsichtig, Clavigo! Dann in einen Korb und ein Band mit den Grimmburger Farben dazu.

Es ist eine Geburtstags�berraschung f�r den Prinzen.

Guten Morgen, V�terchen!

Nanu, was hast du denn? Bist doch sonst nicht so.

Heute ist nicht sonst. - Gl�cklich?

Scheint fast so. - Liebe?

So schrecklich, dass du immer das Teuerste und Feinste haben musst.

Das habe ich von dir. Du hast gesagt, das ist auf die Dauer das Billigste.

Na, 35 Millionen ist ein ganz sch�nes St�ck Geld. Aber unter dem tut er's nicht.

Wer? - Knobelsdorff. - Machst du Gesch�fte mit ihm?

Der arme Knobelsdorff. - Na, der verkauft seinen Prinzen ganz gut.

Was hei�t das? - 35 Millionen auf den Tisch des Hauses Grimmburg.

Erst dann kannst du ihn heiraten.

Ich habe schon bessere Gesch�fte gemacht.

Eine ganze Menge Geld f�r einen jungen Mann, der seine Uniform spazieren tr�gt.

Aber schlie�lich... Ich will ihn ja nicht heiraten.

Und Gl�ck ist ein sehr rarer Artikel

und eigentlich...

...gar nicht zu haben f�r Geld.

Imma!

Was haben Sie getan?

Ich habe eine langfristige Staatsanleihe vorgeschlagen.

In H�he von 35 Millionen.

Als Bedingung? - Als Voraussetzung!

Ein Heiratskonsens f�r die von Ihnen erhoffte Verbindung ist etwas so Ungew�hnliches,

dass von der anderen Seite ungew�hnliche Aufwendungen erwartet werden d�rfen.

Das ist ungeheuerlich!

Ich kann nicht annehmen, dass Eure Hoheit in eigenn�tziger Weise

nur auf lhr eigenes Gl�ck bedacht sind.

Und die Anleihe, die in diesem Zusammenhang

Mr. Spoelman keineswegs verweigern wird, k�nnte die geradezu hoffnungslose Lage

unseres Landes von heute auf morgen entscheidend verbessern.

Grimmburg ist am Ende, K�nigliche Hoheit.

Nur ein Wunder kann uns retten.

Dieses Wunder.

Darf ich Sie darauf hinweisen, dass es nicht meine Schuld ist, wenn Sie die Dinge

bis zu diesem Punkt haben treiben lassen? - Und darf ich Sie darauf hinweisen,

dass lhr hoher Beruf es Ihnen zur Pflicht macht... - Halt, Exzellenz!

"Pflicht"...

Ich werde mich ihr nicht entziehen. Ich werde alles tun, was in meinen Kr�ften steht.

Alles, bis auf eins: Ich verkaufe mich nicht. - Gott, "verkaufen"!

K�nigliche Hoheit, es handelt sich hier nicht um ein Gesch�ft,

sondern um Politik.

Um Liebe! Ich danke Ihnen, Exzellenz. Ich werde Herrn Spoelman und sein Haus

noch heute dar�ber informieren, dass ich mit lhren Spekulationen nichts zu tun habe.

Hoheit!

Sie haben lange keine Zeit f�r mich gehabt, Prinz.

Aber ich dachte an diesem Tag, nach altem Brauch...

Doktor, es tut mir sehr leid, aber ich kann jetzt nicht. Ich muss fort.

Ein eiliger Besuch.

Gr��en Sie die Dame. - Bitte?

Entschuldigen Sie.

Aber ich danke Ihnen, dass Sie gekommen sind.

Ein Geburtstagsschluck gef�llig, Herr Doktor?

Nein danke, Neumann. Heute nicht.

Es muss ja nicht gleich die ganze Flasche sein. Ein Gl�schen.

Auf sein Wohl.

Herr Doktor! Nicht im Zorn.

Miss Spoelman? - I'm sorry.

Ist Fr�ulein Spoelman oben? - Es tut mir leid, K�nigliche Hoheit.

Fr�ulein Spoelman bedauert, Sie nicht empfangen zu k�nnen.

Sie haben mich noch gar nicht gemeldet, Gr�fin! - Nein.

Aber ich hatte den Auftrag.

Bitte sagen Sie lmma, dass ich sie sprechen muss! Es ist sehr wichtig.

Bitte, helfen Sie mir!

Ja.

Ich werde es versuchen.

Stopp, Gr�fin!

Wenn meine Tochter heute nicht empf�ngt, dann wird sie ihre Gr�nde haben.

So? Dann bitte ich Sie, lhrer Tochter etwas zu bestellen.

Ich fasse es nicht, dass sie glauben kann, ich h�tte von den Antr�gen meines Ministers

auch nur die geringste Ahnung gehabt!

Sie haben mir neulich ein paar Fragen gestellt. Bitte!

Unsere langfristigen Staatsanleihen belaufen sich auf 120 Millionen,

die kurzfristigen auf 80 Millionen, die j�hrlichen Zinsen fast auf eine halbe Million.

Gen�gt Ihnen das? Sonst noch eine Frage?

Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf:

Machen Sie mit Grimmburg keine Gesch�fte. Es schaut nichts dabei heraus. Guten Tag!

Hallo, junger Prinz!

Nicht so eilig!

Geben Sie mir die Hand! - Warum? - Weil Sie anfangen, mir zu gefallen.

(T�r wird ge�ffnet)

Sie fragen gar nicht, wer da war? - Nein, ich will es nicht wissen.

Bitte.

Gr�fin, war er es?

Sie h�tten mit ihm sprechen m�ssen. - Ja, Sie haben Recht, aber ich kann nicht!

(lmma seufzt) Das ist alles so...

...so klein und so berechnend.

Da glaubt man an ein gro�es Gef�hl und auf einmal stellt man fest,

dass dar�ber Kontob�cher gef�hrt werden!

Er sah sehr traurig aus. Sehr allein.

Allein. Ja, das ist das Einzige.

Allein bleiben.

Ohne sich festzuhalten? Das kann man nicht. Auch Sie nicht.

Warum halten Sie sich nicht fest?

Man soll M�nner nicht aufgeben, auf die man sich verlassen kann.

Nein, Gr�fin, bitte verlieren Sie sich jetzt nicht.

Oh, ich bin ganz klar. Aber Sie sind es nicht.

Dann helfen Sie mir doch.

Sie brauchen Hilfe.

Ich bin so entt�uscht!

Ein bisschen mehr Vertrauen und ein bisschen weniger Stolz.

Jede Frau muss einmal ihren Stolz aufgeben,

wie ein Kind sein Spielzeug.

(lmma weint)

(Cellomusik)

Sie scheinen von meiner Darbietung ergriffen zu sein, Klaus Heinrich,

sofern ich lhr beharrliches Schweigen richtig deute.

Ich m�chte gern mit Ihnen reden.

Sie wissen, ich habe sonst niemand, dem ich mich mitteilen k�nnte.

Halt, Klaus Heinrich! Halt und Punktum!

Ich wei�, Sie h�tten mir allerlei zu erz�hlen, aber Sie missverstehen mich,

wenn Sie glauben, ich wollte Sie dazu verleiten, an meinem Hals zu weinen.

Ihnen kommt die Freude vertraulicher Gest�ndnisse nicht zu!

Habe ich Sie nicht gelehrt... - Das war falsch, was Sie mich gelehrt haben!

Ich muss es Ihnen einmal sagen.

Das ist etwas anderes. Also schie�en Sie los!

Ich bin, hoffe ich, leidlich kugelfest.

Sie haben mir gesagt, dass die Bummelei des Gl�cks nicht meine Sache sei,

sondern Hoheit, Haltung, Stolz.

Aber dass es auch ein Gl�ck geben k�nnte, ganz ohne Bummelei...

Sie sprechen vermutlich von einem bestimmten, einem �berseeischen Gl�ck.

Von Fr�ulein Spoelman.

Sie ist eine Prinzessin. Auf ihre Art.

Sie war immer allein wie ich.

Immer ein... Ausnahmefall.

Wie ich. - Und jetzt planen Sie, aus zwei Ausnahmef�llen einen...

...Allerweltsfall zu machen?

Sie haben mich gelehrt, eine Rolle zu spielen. Meine Rolle im Leben.

Mit lmma an meiner Seite h�tte ich sie nicht spielen m�ssen.

Es w�re alles ganz anders gewesen. Es w�re echt gewesen.

Ja, Doktor.

Nicht die Abgeschlossenheit ist meine Sache, sondern das Leben mit den anderen.

Mit lmma w�re ich imstande gewesen, auch f�r die anderen zu leben.

Sie haben Unrecht gehabt. (T�rklingel)

Na?

Sie scheinen nicht gerade sehr erfreut, mich zu sehen, Herr Doktor.

Sie haben mir neulich recht kr�ftig die Wahrheit gesagt.

Kann ich Sie denn noch einen Augenblick sprechen? Nein, gerade deshalb.

Bitte.

Ich kann Sie leider nicht zu mir bitten.

Ich habe Besuch. Einige �ltere Herren.

Also gut. Aber machen Sie's kurz!

Sie sollen ja sehr gewandt im Ausdruck sein.

Wie geht es ihm?

Seine K�nigliche Hoheit erfreuen sich der besten Kondition.

Dann ist ihm wohler als mir.

Wieso? Warum? Es ist doch alles nach lhren W�nschen gegangen!

Sie hatten lhren Spa� und wussten genau, dass am Ende nichts daraus werden kann.

Ich finde, meine Dame, Sie haben sich verdammt wenig Gedanken um ihn gemacht.

Sie haben Recht. Ich habe wohl zu sehr an mich gedacht.

Ich war immer allein, wie er.

Und da ist es schwer, einem Menschen zu vertrauen, auch wenn man ihn liebt.

Entschuldigen Sie die St�rung.

Halt! Hier ist die T�r.

Aber bin ich nicht hier hereingekommen? - Ja, aber dort geht es weiter.

Ein Sch�ler von mir.

Imma!

Eigentlich ein Mustersch�ler, aber manchmal nicht ganz bei der Sache.

"Einige �ltere Herren"...

Das war ein Irrtum meinerseits. Und nicht der einzige, f�rchte ich.

Ich halte es in der Tat f�r m�glich,

dass meinen Lehren etwas gefehlt hat.

So wie den Grimmburger Rosen der Duft.

Hoheit und Liebe.

Wer h�tte gedacht, dass das in Wahrheit m�glich ist?

Nun denn, versucht es immerhin. Beweist es, wenn ihr k�nnt.

Aber von der Wahrheit zur Wirklichkeit ist es ein weiter Weg.

Sonst w�re unsere Erde ein besserer Stern.

Ich bin best�rzt, K�nigliche Hoheit! Lhr Telegramm kam so �berraschend,

ich konnte zum Empfang gar nichts vorbereiten. - Es ist mir auch lieber so.

Bitte? - Guten Abend.

Guten Abend.

Was ist denn passiert? Warum kommt er zur�ck?

Wir m�ssen das Kabinett zusammenrufen! - Was, jetzt? Mitten in der Nacht?

Ja, was gibt es denn? - Ver�nderungen.

Ver�nderungen von entscheidender Bedeutung! - So?

Wie sch�n, dass ich so genau wei�, wo Sie wohnen. Jede Stufe kenne ich,

die Sie jetzt hinaufgehen werden. Und auf der Galerie in der dritten T�r,

das ist lhr Zimmer. Jeden Schritt wei� ich, den Sie jetzt tun werden.

Aber dass ich vorher unter die kalte Dusche gehe, die wir eingebaut haben,

davon wissen Sie gar nichts. - Kalte Dusche? Das sieht Ihnen �hnlich.

Und ich habe keine Ahnung, wie es bei Ihnen ausschaut, Prinz.

Kommen Sie doch mit, sehen Sie es sich an. - Mhm, ja! Ja, das w�re nett.

Wenn dann am gro�en Tor die Wache antritt und K�nigliche Hoheit begeben sich

nachts um zw�lf Uhr mit Fr�ulein lmma Spoelman hinauf in lhr Zimmer...

Und oben sitzt der wackere Neumann, weil ich vergessen habe, ihn ins Bett zu schicken.

Um Himmels willen! Jetzt aber schleunigst nach Hause!

So...

Und nun gehen Sie, mein sehr Lieber.

Aber du musst noch ans Fenster kommen, damit ich wei�, dass du an mich denkst.

Und der wackere Neumann? Gute Nacht.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Gott sei Dank, dass K�nigliche Hoheit endlich da sind! - Guten Abend, Neumann!

Entschuldigen Sie, Sie h�tten nat�rlich l�ngst schlafen gehen k�nnen, aber...

Ich, �h... habe mich ein wenig verplaudert.

K�nigliche Hoheit... - Marsch ins Bett! - K�nigliche Hoheit, es ist n�mlich...

Schon seit einer halben Stunde, K�nigliche Hoheit... - Gute Nacht.

Guten Abend, Klaus Heinrich!

Albrecht? Du bist hier?

Du hast auf mich gewartet?

Ich habe dich �berall suchen lassen.

Ich war in der Stadt.

Wie geht es dir?

Nicht zum Besten. Die �rzte haben wenig Freude an mir.

Ich bin zur�ckgekehrt, um dir zu sagen, dass ich nie wieder zur�ckkehren werde.

Was hei�t das?

Knobelsdorff und B�hl sind mit meiner Abdankungsurkunde besch�ftigt.

Ich habe mit Vergn�gen geh�rt, dass du dich eingearbeitet hast.

Auch Knobelsdorff ist sehr zufrieden mit dir.

Es wird dir also keine M�he machen, die Nachfolge zu �bernehmen.

Das ist unm�glich, Albrecht.

Ich muss dich bitten, nicht mit mir zu rechnen.

Ich glaube deine Motive zu kennen, Klaus Heinrich.

Willst du bitte zur Kenntnis nehmen, dass ich meine Zustimmung versagen muss.

Und willst du bitte zur Kenntnis nehmen, dass ich Fr�ulein Spoelman heiraten werde!

Du willst auf den Thron verzichten?

Sieh dir diese W�nde an! Gitter vor den Fenstern, keine Sonne.

Immer sind wir wie die Gefangenen herumgelaufen. Du wei�t das ja selbst.

Wir haben dem Leben da drau�en zugewinkt, aber es ist immer an uns vorbeigelaufen.

Das war unsere Wirklichkeit.

Die Wahrheit, Albrecht,

die Wahrheit sieht anders aus: W�rme.

Vertrauen. Gl�ck.

Das Gl�ck vergeht.

Wir haben die Pflicht, an das Dauernde zu denken.

Gute Nacht.

(Ger�usch am Fenster)

Prinz? - Ich muss dich sprechen, lmma.

Ich komme!

Was ist geschehen, Prinz? - Mein Bruder ist zur�ckgekommen.

Er wird abdanken. Ich soll die Regentschaft �bernehmen.

Wie sch�n f�r Sie, Prinz.

Wei�t du nicht, was das hei�t?

Ein regierender Gro�herzog und eine B�rgerliche,

das reimt sich nicht, nicht wahr?

Ich habe ihm gesagt, dass ich auf alles verzichten werde.

Nur nicht auf dich.

Und wie soll es weitergehen?

Wollen Sie hier leben, w�hrend dr�ben im Alten Schloss ein anderer regiert?

Oder wollen Sie fortgehen aus lhrem Land?

Luftschl�sser, Prinz.

Muss ich wieder winken, damit Sie auf die Erde zur�ckkehren?

Auf das St�ckchen Erde, wo man Sie braucht?

Ich brauche dich!

Wenn Sie wegliefen, Prinz, um meinetwillen,

Sie m�ssten die Achtung vor sich verlieren

und ich verl�re sie wahrscheinlich auch. - Aber...

Was wir erlebt haben, Klaus Heinrich, das nimmt uns keiner.

Wir behalten es.

Sie in Grimmburg

und ich dr�ben, �ber dem Meer.

Leben Sie wohl.

(lmma weint)

Lmma.

Sollst ihn ja haben, deinen Prinzen.

Mir gef�llt er. Ich glaube, man kann das Gesch�ft ruhig riskieren.

Lass uns fortfahren. Bitte, schnell!

Ich muss fort von hier. Ich muss!

(Tanzmusik)

Liebste! Mein lieber Dompropst! Wollen Sie auch das Tanzbein schwingen?

Warum nicht? - Gustav!

Oder soll ich lieber eine Predigt halten?

Exzellenz! - Bitte.

Der Gro�herzog l�sst bitten. Exzellenz, es ist dringend! - Oh, danke.

K�nigliche Hoheit haben befohlen?

Ich h�re soeben durch Knobelsdorff, Sie haben zu unserer Fete diese Leute,

diese Spoelbergs oder Poelmans eingeladen. Sind Sie sicher, dass Sie bei Sinnen sind?

Verzeihung, K�nigliche Hoheit, ich hatte selbst die schwersten Bedenken, aber es war

der ausdr�ckliche Wunsch des Herrn Staatsministers.

Dann werden Sie die Sache wieder in Ordnung bringen, Knobelsdorff.

Diese Leute kommen nat�rlich heute Abend nicht. Danke, meine Herren.

K�nigliche Hoheit. - Ich halte es f�r erforderlich, zu bleiben!

Was hei�t das?

Das Wohl des Landes zwingt mich, Eurer K�niglichen Hoheit zu widersprechen.

Hier handelt es sich um eine Liebesaff�re, aus der Sie eine Staatsaff�re gemacht haben!

Weil sie eine ist, K�nigliche Hoheit.

Dieser Mr. Spoelman ist so wichtig f�r den Staat,

dass es sich lohnen w�rde, f�r ihn allein einen Hofball zu arrangieren.

Wir k�nnen es uns nicht leisten, auf seine finanzielle Hilfe zu verzichten,

auch wenn sich daraus gewisse personelle Weiterungen ergeben sollten.

Ehen zur linken Hand sind an deutschen F�rstenh�fen ungew�hnlich,

aber denkbar.

Wenn Eure K�nigliche Hoheit lhre Vorurteile gegen die Verbindung des Prinzen

mit Fr�ulein Spoelman nicht unterdr�cken k�nnen,

dann sehe ich mich nicht in der Lage, die Staatsgesch�fte weiterzuf�hren.

Sie erpressen mich, Knobelsdorff.

Ich f�rchte, ich muss das Zimmer verlassen. - K�nigliche Hoheit, ich...

Ich habe mich vergessen.

Dann werde ich den Herrschaften davon Mitteilung machen.

Spricht dieses M�dchen wenigstens Deutsch?

Ein sehr reizendes Deutsch, K�nigliche Hoheit!

Ich will mir diese junge Dame einmal ansehen.

Na also.

Ja, aber... - Haben Sie nicht geh�rt? Ja, worauf warten Sie denn?

Spoelmans sind bis jetzt noch gar nicht gekommen. - Was? Das sagen Sie erst jetzt?

Dann m�ssen Sie sie holen! - Ich?

Schnell!

Ja.

Bitte sparen Sie sich lhre Worte, Exzellenz. Zwischen dem Prinzen und mir

gibt es nichts mehr zu er�rtern. Und nur um die Hofkapelle spielen zu h�ren...

Aber Sie brauchen den Prinzen ja gar nicht zu sehen, gn�diges Fr�ulein!

Der Gro�herzog will Sie sprechen. Er legt den allergr��ten Wert darauf.

Ich flehe Sie an, machen Sie keine Schwierigkeiten!

Endlich haben wir ihn soweit, dass er Sie empfangen will. - So?

Haben Sie ihn endlich soweit? - Ja, gewiss, gn�diges Fr�ulein!

Aber mich... Mich haben Sie keineswegs! Gr�fin?

Wollen Sie bitte so liebensw�rdig sein, Herrn von B�hl hinauszubegleiten?

Ja, aber... - Bitte.

Guten Abend. - Das ist doch nicht m�glich! Ich verstehe gar nicht, wie Sie...

Ich habe diesen allerh�chsten Auftrag!

Clavigo! - Madam?

Den Frack f�r Mr. Spoelman, bitte. - Was willst du tun?

Hingehen nat�rlich. Ihn ein paar tiefe Einblicke tun lassen.

Den Frack!

Danke, dass Sie da sind! Mir f�llt ein Stein vom Herzen!

Wenn Sie die G�te haben wollen, Mr. Spoelman und auch Sie, Frau Gr�fin,

hier ein wenig zu warten. K�nigliche Hoheit m�chten Miss Spoelman allein empfangen.

Warten? Das f�ngt ja gut an!

Wir enchantieren.

Eine h�chst ziemliche und elegante Bet�tigung.

Darf ich bitten?

Miss Spoelman, K�nigliche Hoheit.

Sie haben mich befohlen, K�nigliche Hoheit. Bitte.

Es �berrascht mich, dass Sie mich nicht gefesselt vorf�hren lie�en.

Guten Abend.

Ich musste Ihnen Kummer machen, gn�diges Fr�ulein. Es tut mir leid.

Es steht zu bef�rchten, dass auch ich Ihnen Kummer gemacht habe, K�nigliche Hoheit.

Sie leben schon l�ngere Zeit in Grimmburg?

Wir reisen morgen.

Oh, das bedaure ich. Ich wollte...

Oh bitte, Hoheit. Bem�hen Sie sich nicht.

Sie brauchen nicht mit mir zu sprechen. Wir schweigen beide ein bisschen.

Sie sehen mich an und ich sehe Sie an und dann gehe ich wieder, ja?

Aber Platz nehmen k�nnen Sie doch.

Danke.

Frieren Sie?

Ja.

Es ist wirklich ein wenig frostig hier.

Nicht wahr? Ich habe in diesem Zimmer gefroren, seit ich denken kann.

Ein neuer Ofen h�tte vermutlich gute Dienste getan.

Oder f�rchteten Sie, sich zu verweichlichen?

Dazu neige ich kaum.

Weder zu Furcht, noch zu Weichlichkeit.

Bei Klaus Heinrich ist das anders.

Der Erbprinz ist weich von Natur.

Wenn ich je etwas f�rchtete, so war es, er k�nnte eines Tages zu nachgiebig sein.

Gegen sein Gef�hl.

Haben Sie niemals lhrem Gef�hl nachgegeben?

Man hat es nicht von mir gewollt.

Ja, das kenne ich.

Wissen Sie, dass ich vorhatte, Ihnen das Verschiedenste zu sagen?

Ich hatte gedacht, Sie seien hart und streng.

Und was bin ich?

Eigentlich sehr nett und... darf ich es sagen?

Eher ein wenig ungl�cklich.

Muss es hier eigentlich so dunkel sein?

Wir k�nnen nicht l�nger warten, Exzellenz!

Sie ist schon 17 Minuten drin. 17 runde, rettende Minuten!

Ja, aber der Ball, Exzellenz! Was reden die denn so lange?

Meine Tochter redet h�bsch, aber viel. Ich werde sie stoppen!

Um Himmels willen, Mister Spoelman! Je l�nger sie redet, umso besser.

Sie wissen, es geht um wichtigste Staatsgesch�fte.

Ist das nicht sch�n?

Das ganze Zimmer ist pl�tzlich hell und warm.

Und auch Sie haben ein ganz anderes Gesicht bekommen.

Auch ich habe mir vorgenommen, Ihnen heute das Verschiedenste zu sagen.

Aber es gibt zwei Dinge, die jeder mit sich selbst abmachen muss.

Das eine ist der Tod.

Und das andere ist die Liebe.

Mein Bruder ist ein Sonntagskind. Ich hab es immer gewusst.

Alles f�gt sich ihm wohl. Und ich w�nsche ihm Gl�ck.

Aber Sie lieben ihn ja!

Kommen Sie, gehen wir hin�ber. - Wohin?

Selbstverst�ndlich zum Ball. Das d�rfte mein letzter Hofball sein.

Jedenfalls ist es der erste auf den ich mich beinahe freue.

(Stimmengewirr im Saal)

(Lautes R�uspern)

Seine K�nigliche Hoheit, Gro�herzog Albrecht

und Miss lmma Spoelman!

(Raunen im Saal)

Ich mache mir das Vergn�gen, Klaus Heinrich,

dir Fr�ulein lmma Spoelman zuzuf�hren.

(Orchester spielt einen Walzer)

Das ist Zauberei. Du hast gezaubert.

Nein, ich habe ihm nur ein bisschen eingeheizt.

(leise) Ich k�sse dich. - Ja.

Deine H�nde, deine Augen. - Ja.

Deinen Mund. - Ja.

Rosen, Herr Neumann? Mitten in der Nacht? F�r wen?

Staatsgeheimnis. - Aha.

(Nicht zu h�ren)

M�gen Sie rauchen? - Ich danke.

Das sch�nste Paar heute Abend:

F�r mich der Gro�herzog und Mister Spoelman!

K�nigliche Hoheit, K�nigliche Hoheit! Die Leute!

(Jubelrufe)

Hoch! Hoch! Hoch!

Hoch! Hoch! Hoch!

Vivat! Vivat!

Mir scheint, man erwartet viel von uns, Hoheit.

Ja, das wird nun unsere Sache sein.

Hoheit und Liebe. Ein strenges Gl�ck.

Oh, danke.

F�r mich duften sie.

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