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Original subtitles

Die einzige Beziehung reifen Begehrens,

die im Einklang mit den Gegebenheiten der Natur steht, ist die heterosexuelle Beziehung.

Irgendwo gibt es sie, diese Fixierung auf das Ding von Christus,

mit dem Gewand, dass sich irgendwo zwischen seine Beine schiebt. - Alles in Ordnung?

Erinnern Sie sich an mich? - Nein. - Kommissar Zouhak. - Ah ja.

Ich untersuche den Fall von versuchtem Mord, bei dem Sie das Opfer waren.

Monseigneur Brullard hat deinen Antrag für Shanghai anerkannt. - Was mache ich jetzt?

Ich bin nicht sicher, ob ich mich Anne-Cécile gegenüber richtig verhalte.

Zum Beispiel weigert sie sich, von meinem Bruder zu sprechen.

Sie denkt, er habe sie im Stich gelassen, als er sich umbrachte.

Ich hatte ein Stipendium an der Universität von Louvain. Ich habe lange gezögert.

Bereuen Sie es?

Es gibt eine Frau in meinem Leben.

Eine Frau, die mich heilt.

Aber ich fühle, dass da noch etwas anderes ist.

Jedes Mal, wenn sie mich sieht, ist sie berührt.

Ich habe sie dabei ertappt, wie sie verwirrt war.

Ich weiß nicht, ob ich weiter zu ihr gehen soll.

Der Vorsitz der Französischen Bischofskonferenz ist ein heikler Posten.

Einige würden mich gerne straucheln sehen.

Monsieur De Virieux zum Beispiel. - Kommen Sie mit der Rolle als Vorsitzender zurecht?

Sie wollen das Kapuzinerkloster verkaufen?

Aber wer soll denn daran interessiert sein?

Und genau da wird es wieder interessant.

Der Katare Mohammed Ben Ajajj ist ziemlich interessiert.

Wenn auch nur die kleinste Information vor der Zeit durchsickert,

werden Sie dies vor Ihrem Gewissen verantworten müssen.

Und vor Gott.

Ich verstehe nicht, warum Sie das tun!

Die Situation drängt uns zu diesem Schritt.

Wir haben viele Lösungen in Betracht gezogen.

Aber das ist die zuverlässigste, vernünftigste und logischste.

Aber dieses Gebäude beherbergt seit über 300 Jahren Geistliche.

Und seit 150 Jahren auch Seminaristen.

Ich kenne die ganze Brutalität dieser Entscheidung,

aber glauben Sie mir, wir müssen uns dazu durchringen.

Der Vatikan weiß Bescheid? - Selbstverständlich.

Wir haben seine volle Unterstützung.

Und wohin werden wir gehen?

Das Seminar kann doch nicht einfach verschwinden.

Das wird noch untersucht.

Das Wahrscheinlichste ist eine Fusion mit dem Seminar in Fontenay.

Es ist brutal, aber man könnte es auch "ein Übel zum Besseren" nennen.

Das Schicksal unserer Kirche hängt davon ab,

so dass es also keine Wahl, sondern eine Pflicht ist.

Wir müssen uns beeilen.

Ich verlass mich darauf, dass Sie es bald und in aller Form

Ihren Padres und Seminaristen mitteilen,

damit wir mit den Besichtigungen beginnen können.

Ich kann nicht zu Ende bringen, was ich mir vorgenommen hatte.

Ich verstehe Ihre Position nur allzu gut, mein Sohn.

Sowohl Sie als auch ich, wir beide sind dort,

wo wir hinberufen worden sind, um für die Fehler einzustehen,

die die gemacht haben, die vor uns da waren.

Ja. Sie haben an der Spitze der Kapuziner lobenswerte Arbeit geleistet.

Aber bei manchen der Aufgaben,

mit denen uns der Herr betraut hat, sind wir nicht gerade am optimalsten Platz.

Ich habe an einen Ort gedacht, an dem Ihre intellektuellen

und spirituellen Fähigkeiten voll erwünscht wären.

Die Universität von Louvain hat zu Semesterbeginn

einen Lehrstuhl für Theologie zu besetzen.

Ihre Bewerbung wird dort erwartet.

Ich tue das für Sie, weil Sie es verdienen.

Wer hat Ihnen von Louvain erzählt?

Also, was schwebt Ihnen für den Cantus vor?

Ein Konzert, eine Tournee und eine Aufzeichnung?

Das ist genial. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Sagen Sie einfach ja! Was den Chor angeht,

so habe ich mir die Freiheit genommen,

mit Fiat Lux zu sprechen, die wir zurzeit hier beherbergen.

Sie sind schon ganz aufgeregt.

Haben Sie sie schon einmal gehört? Was sie machen, ist prächtig.

Da Sie davon sprechen, für mich ist das vor allem ein Projekt mit den Kindern, also...

Also das, das werden Sie schon verstehen, das ist nicht mehr aktuell.

Mit Fiat Lux, ich meine, falls Sie einverstanden sind,

erreichen wir eine völlig andere Dimension.

Ja, das kann ich mir schon vorstellen, aber so hatten wir uns das Projekt nicht gedacht.

Pater Abel und ich... - Warte mal, Yann.

So einfach kann ich dich nicht für mich sprechen lassen.

Das mit den Kindern war eine tolle Idee.

Nun aber ganz allein zu entscheiden, dass dieser Cantus,

der ein reines Wunderwerk ist, nur von Ihnen gesungen werden soll...

Ich entscheide doch nichts. Es ist nur, dass ich...

Mein Wunsch von Anbeginn an war... - Siehst du? Du sagst "ich".

"Mein Wunsch". Pass auf, du begibst dich auf Glatteis.

Die Kinder haben nichts von dir verlangt.

Sie können gut etwas anderes singen. - Wir sagen dir, dass das,

was wir hier haben, ein Geschenk Gottes ist,

das noch nie von irgendjemandem gesungen wurde.

Ist dir das klar? Und dann bietet man dir an,

einen der bedeutendsten Chöre geistlicher Musik zu leiten, bei den Augustinern!

Sag mir nicht, du wärst nicht interessiert!

Na klar, natürlich, aber... - Denk mal daran:

Dieses Geschenk muss man hundertfach weitergeben.

Die Kinder verstehen das, da bin ich mir sicher.

Du hast dich ihnen gegenüber doch nicht verpflichtet.

Ich habe ihnen davon erzählt.

Klären Sie die Sache sofort! Sagen Sie,

dass Sie es falsch verstanden haben. Das werden sie verstehen.

Und reservieren Sie sich Ihren morgigen Abend.

Die Fiat proben hier.

Sie werden sehen und Sie werden vor allem hören!

Guten Morgen, Etienne.

Monseigneur Luneau. - Ich freue mich sehr, Sie kennenzulernen.

Das ist sehr freundlich, aber ich muss mich bedanken, dass Sie mich empfangen.

Ich will Sie nicht auf die Folter spannen: Sie sind unser Mann, dafür setze ich mich ein.

Die Diözese in Shanghai bedrängt mich schon seit Monaten.

Sie sind völlig erledigt. Die Lage ist angespannt,

seit die Regierung das Seminar geschlossen hat und der Dialog ist abgebrochen.

Also gut. Wie Sie wissen, ist die Position die eines Vermittlers.

Der jedoch immer vor Ort bleibt.

Und der zwischen der Untergrund-Kirche und der "offiziellen Kirche" hin- und herpendelt.

Und, ganz ehrlich, ich wüsste niemanden,

der dies besser könnte als Sie, betrachtet man Ihr Profil.

Und Ihr Gespür für die Fragen vor Ort.

Doch die Anspannung droht, weiter zu steigen.

Es ist eine schwierige Stelle, sehr schwierig sogar.

Bitte gehen Sie nicht dorthin, ohne alle Punkte in Betracht gezogen zu haben.

Und dann wäre da noch die Frage der Dauer.

Ich denke nicht, dass Sie für weniger als vier Jahre gehen sollten,

sonst hätten Sie dort einen schwierigen Stand.

Also sage ich Ihnen: Wenn Sie die Kraft in sich spüren,

dann gehört Ihnen Shanghai.

Nun denn, Monseigneur, das will heißen: Auf geht es!

Zuschlag! Die festgelegte Abreise ist in einem Monat.

Wir können sie eventuell noch verschieben,

aber sie scheinen wirklich in äußerster Bedrängnis zu sein.

Zurzeit habe ich nicht alle Tage die Gelegenheit,

einem Mann von Ehre zu geben, um was er mich bittet und was er verdient.

Also tue ich es mit Freude.

Vielleicht haben Sie recht, von hier wegzugehen.

Hier ist es viel zu langweilig. Möge Gott Sie begleiten.

Das wünsche ich Ihnen auch. Und nochmals vielen Dank.

Vielen Dank.

Das ist das, was man einen Fan nennt.

Und die Kapuziner? Gibt es Neuigkeiten?

Neuigkeiten, ich meine... Es scheint, gut zu gehen.

Glaube ich zumindest. Warum?

Ich möchte nicht zu weit gehen, aber ich möchte Sie gerne um einen Gefallen bitten.

Könnten Sie dort jemanden für mich kontaktieren?

Aber ja, natürlich. Wen denn?

Guten Tag, Monsieur Del Sarte. Kommissar Zouhak, Sie erinnern sich?

Ja. - Wenn Sie mich brauchen sollten, zögern Sie nicht.

Vorweg bedanke ich mich für Ihr Einverständnis, mich zu treffen.

Sie haben sicher die gerichtliche Vorladung erhalten?

Ja. Aber ich werde nicht kommen. Und ich verstehe nicht ganz,

warum Sie noch mal hier sind,

denn die Ärzte haben Ihnen schon beim ersten Mal gesagt,

dass ich eine posttraumatische Amnesie habe, also...

Sie sollen nur verstehen, wo wir gerade mit den Untersuchungen sind.

Also gut, wir haben zwei Männer festgenommen.

Wir glauben, dass es Ihre Angreifer sind.

Sagt mir nichts.

Ich dürfte eigentlich überhaupt nicht hier sein.

Das ist nun Sache vom Richter.

Aber ich bin seit drei Jahren hinter diesen Typen her.

Sie müssen zur Gegenüberstellung nach Toulouse kommen. Wir brauchen Sie.

Wir sind sicher, dass sie es sind, aber wir haben keine Unterlagen, nichts.

Wir kennen die. Die haben schon drei andere Personen umgebracht,

aber auch dafür haben wir keine Beweise. - Wenn Sie nichts haben,

woher wollen Sie dann wissen, dass sie es sind?

Weil sie uns zu ihr führen, ihrer Chefin.

Immer hatte sie ein Interesse am Verbrechen.

Sie kennen sie. Ihr Name ist Jenny Voliov.

Sie verstehen wirklich nicht, was ich Ihnen sage.

Ich habe keinerlei Erinnerung.

Es ist dumm, aber ich wusste nicht, was ein Seminar ist.

Nicht etwa, weil ich Araber bin.

Also habe ich alle meine französischen Freunde gefragt.

Und die Hälfte wusste es ebenso wenig.

Es ist wahr, dass alle meine Freunde Polizisten sind

und Polizisten sind oft ein bisschen beschränkt. - Vor allem,

wenn sie Franzosen sind.

Als man mir 'Kapuzinerseminar' sagte, tat ich so, als würde ich es verstehen.

Aber ich dachte an eine Universität.

Ich bin nicht dumm, das weiß ich. Aber sagen wir, es fehlt mir an Bildung.

Nun ja, man lernt nie aus, nicht wahr?

Sie müssen hier schon ein eigenartiger Vogel sein.

Für mich übrigens auch.

Ich dachte, ich könnte mit Ihnen normal reden.

Mein Job ist nicht, Druck auszuüben. Sie sehen, ich bin allein.

Es geht nicht darum, der gute oder böse Bulle zu ein.

Sie haben in Ihrem Leben sicher viele solcher Kollegen getroffen.

Aber wir machen nicht denselben Job.

Ich versuche nur, für die Gerechtigkeit zu arbeiten.

Aber jeder ist für die Gerechtigkeit.

Es kommt nur darauf an, welchen Standpunkt man einnimmt.

Sie haben Unrecht getan, vielen Menschen.

Böse, ich weiß nicht, aber darüber müssen Sie hier doch nachdenken.

Nicht nur hier.

Aber das hat nichts mit meinen Erinnerungen zu tun.

Dann kommen Sie! Die sind in einem Raum,

Sie betrachten sie und wenn Ihnen was einfällt, super.

Wenn nicht, haben wir es versucht.

Was haben Sie denn zu verlieren?

Ich denke nicht, dass Sie Angst haben, oder?

Eben doch, ich habe Angst.

Was glauben Sie, ich bin ein Mensch. - Ja.

Ganz sicher, Sie sind ein Mensch. Ganz bestimmt.

Und ich versteh nicht, wie Sie zu akzeptieren scheinen,

dass die, sobald sie frei sind, weitermachen.

Das ist ihr Beruf, das tun sie, sie töten!

Ich habe auch getötet. - Ja, aber die machen weiter.

Und die töten nicht nur Leute, die es verdienen.

Ja, genau. Eine gute Definition des Unrechts:

Jemandem etwas zufügen, das dieser nicht verdient.

Gibt es welche, die es verdient haben?

Ich weiß es nicht.

Das müssen Sie mir sagen.

Ich danke Ihnen.

Zu Beginn dachte ich, wir würden über Amnesie reden.

Doch jetzt war es ganz anders. Ist Ihnen das aufgefallen?

Das war eine gute Unterhaltung.

Über die Liturgie sind wir uns einig.

Und was den Rest angeht, haben wir noch eine Woche Zeit bis zur Zeremonie.

Ich denke, wenn wir effizient sind, wird eine Stunde in der Kapelle genügen,

um vor Ort zu szenografieren. - Szenografieren?

Ja, nenn es eine Hauptprobe, wenn du willst.

Aber ich finde wirklich, dass man es als Szenografie verstehen sollte.

Die Verkündigung, das ist dieser unfassbare Moment,

in dem das Wort Gottes sich unerwartet verkörpert.

Dieser Moment der Transparenz muss räumlich greifbar, wahrnehmbar sein.

Wir werden zu dritt sein.

Also stellen wir uns eine Dreieranordnung vor.

Ich ministriere in der Mitte, Corentin links, Guillaume rechts.

Es könnte eine Bewegung zum Halbkreis geben.

Einer geht dahin, der andere dahin.

Gut. Das ist ein Beispiel.

Denkt drüber nach. Wir treffen uns morgen um 13 Uhr vor Ort.

Und ihr paukt die ausgewählten Bibelverse!

Ich will sie auswendig. - Kann ich das Schema behalten?

Ja, ja.

Vielen Dank.

Gehst du, Guillaume?

Ich dachte, wir wären fertig?

Ja, wir sind fertig. Aber du hast mir etwas zu sagen, oder?

Etwas... Nein.

Doch, du hast mir etwas zu sagen.

Du kannst mir vertrauen.

Du sagst es mir und es wird dir guttun.

Na komm, dann los.

Ich kann mir denken, dass Sie sich erst nach langem Zögern dazu entschlossen haben.

Und weil es wirklich keine andere Lösung gibt.

Selbstverständlich.

Sind Sie sicher, dass Sie sich nicht setzen wollen?

Einen Kaffee vielleicht? - Nein, ich meine,

weil die Leute sich sehr schwer damit tun, es zu akzeptieren.

Ich hoffe, dass die Bischöfe sich Ihnen anschließen,

und bei der Hauptversammlung im nächsten Monat ebenso für den Verkauf stimmen werden.

Was möchten Sie mir damit sagen?

Haben Sie etwa die Absicht, gegen mich zu spielen?

Aber ganz und gar nicht. Warum sollte ich das tun?

Ich brauche jede Stimme. Es sollte der Geist Christi sein, der durch uns spricht.

Etwas anderes würde die Kirche in Gefahr bringen.

Aber das ist doch wohl klar! Der Geist Christi

wird auf jeden Fall durch uns sprechen, nicht wahr?

Nein, ich kam nur, um Ihnen alles Gute zu wünschen.

Und dann guten Appetit.

Guten Appetit, Monseigneur.

Sie werden mir die Bischöfe einberufen, einen nach dem anderen, noch vor der Wahl.

Aber das sind 122!

Ich will sie alle sehen. Machen Sie es, wie Sie wollen.

Ich wusste Bescheid über den Verkauf.

Ich bitte um Verzeihung, dass ich nichts sagte.

Sie haben auf andere gehört. Ich habe Ihnen nichts zu verzeihen.

Sie denken sicher, die anderen haben recht.

Ich glaube, sie haben keine Wahl.

Sie können das hier unmöglich alles alleine tragen.

Sie dürfen das nicht tun. - Ach ja? Und wer will es dann tragen?

Sie?

Ich habe den Eindruck, Sie haben schon genug getan.

Ihre Freunde verlangen, dass ich den Kapuzinern Bescheid gebe.

Die Reaktionen werden schwierig sein.

Und Sie wissen sehr gut, dass Sie geschwächt sind.

Warum nicht Pater Dévernis fragen? Er könnte es ihnen alleine ankündigen

und Sie könnten währenddessen im Krankenhaus sein.

Was ändert das für Sie?

Ich versuche nur, Ihnen zu helfen.

Wie mit der Universität von Louvain?

Verstehen Sie das unter helfen?

Sie finden sie nicht wieder, das ist furchtbar!

Wir sollten gehen. Ihrer Schwägerin habe ich erklärt,

dass die Kollegen vor Ort ihr Bestes geben. Wir halten Sie

über die Entwicklung der Suchaktion auf dem Laufenden. - Ja, ich bleibe hier.

Wenn Sie hier bleiben könnten? - Ich bleibe hier. - Danke. Wiedersehen.

Dann los. - Erkläre mir, was passiert ist.

Am Telefon habe ich nichts verstanden. - Nichts ist passiert. Wir waren im Park.

Elise machte Theater, weil sie unbedingt Pony reiten wollte.

Adèlle fing an zu nerven, ich habe mich aufgeregt, das ist alles!

Ich habe zu Elise gesagt, sie soll ihr Theater woanders machen.

Und sie lief davon. Ich habe geglaubt,

sie käme gleich wieder, aber nein! Also bin ich den ganzen Park abgelaufen.

Du hast sie einfach so verschwinden lassen?

Ja. Ich weiß, ich bin durchgedreht.

Ich kann nicht mehr, Raph.

Es reicht mir dermaßen!

Alles mache ich. Ich bin ganz allein.

Ich mache alles! Ich sorge dafür, dass alles gut geht,

und dann passiert mir so was!

Das ist ungerecht!

Ich nehme Guilhem das wahnsinnig übel,

dass er uns im Stich gelassen hat. Du kannst dir nicht vorstellen, wie!

Es ist einfach widerwärtig.

Beruhige dich, meine Kleine.

Ganz viele Leute sind auf der Suche nach Elise. Sie werden sie wiederfinden.

Es ist mein Fehler. Mama hat gesagt, wenn ich nur nicht so genervt hätte.

Aber nein, das ist nicht dein Fehler.

Mama hat das gesagt, weil sie wütend war. Aber sieh sie dir jetzt an, sie ist traurig.

Und manchmal, wenn man wütend ist, sagt man Dinge, die man nicht so meint.

Monseigneur! Monsieur Ajajj ist da.

Er kam vorbei, um Sie zu sehen.

Ich muss kurz mal weg. Das ist der Kunde.

Er ist da. Ich mache schnell.

Warten Sie mit der Messe auf mich.

Ah! - Monseigneur.

Ist Monsieur Ben Ajajj nicht bei Ihnen?

Wie bitte?

Ach so, das sind Sie? Oh bitte, entschuldigen Sie,

ich hielt Sie für den Dolmetscher. Ich hatte mir gedacht, dass Sie vielleicht mit... Also...

Ich danke Ihnen sehr, dass Sie mich so spontan empfangen.

Meine Leute sitzen in den Startlöchern.

Und ich dachte, dass wir vielleicht den Ort besichtigen könnten,

damit ich einen Eindruck gewinnen kann.

Was halten Sie davon? - Ich denke, das ist unerwartet.

Und der Gottesdienst beginnt jeden Moment.

Und ich muss... - Und Sie leiten ihn. Wunderbar.

Stellen Sie sich vor, ich habe Sie ihn halten sehen

in der Sendung "Der Tag des Herrn".

Ja. - Im Internet findet man alles.

Was sagen Sie zu morgen? - Ich fürchte, dass das nicht möglich sein wird.

Wir sollten die Dinge nicht überstürzen. Es ist eine Frage der Strategie.

In sehr kurzer Zeit ist das möglich.

Vertrauen Sie uns. Und, "lasst Gott", wie wir sagen,

"für die Zukunft sorgen".

Sie müssen wissen, dass ich schon sehr weit mit diesem Projekt bin.

Es gibt keinen Weg, diese Besichtigung ganz diskret zu machen?

Leider nein. Es gibt Vorschriften.

Wenn ich Ihnen widerstehe, so ist es um des Projektes willen,

denn es liegt mir genauso am Herzen wie Ihnen.

Aber ich kann Ihnen versichern, dass die Kapuziner Sie erwarten.

Sie haben mein Wort als Diener Gottes.

Und mein Wort als Bauer.

Ich bestehe nicht darauf.

Stattdessen, glauben Sie, ich könnte vielleicht Ihrem Gottesdienst bewohnen?

Wie, jetzt?

Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist.

Weil... Sie verstehen. - Natürlich, natürlich.

Das war nur ein Witz. Ich werde mit Ungeduld auf Sie warten.

Dann bis bald.

Ich verstehe nicht recht, was Sie von mir erwarten.

Am Tag der Wahl ist es nötig, dass sich jemand gegen den Verkauf ausspricht.

Wir können das nicht durchgehen lassen. Das ist eine Frage der Rechtschaffenheit.

Und Sie glauben, ich sollte das machen, vor den Bischöfen?

Vor den Repräsentanten der Kirche Gottes?

Ich denke, Sie müssen es tun!

Es ist ein unsinniges Vorhaben. Es ist ein Skandal!

Poileaux ist unfähig. Alle denken es, aber keiner sagt es!

Er ist zufällig da.

Er ist nicht fähig, das Schicksal der Kirche Frankreichs zu bestimmen.

Das muss man ihnen sagen!

Sie sind der Einzige, dem das möglich ist,

ohne, dass es wie ein politisches Ränkespiel aussieht.

Ja, genau. Genau das ist es, was es wäre.

Sie wollen mich gerade auffordern, Ihren Ambitionen zu dienen.

Den Einzigen, denen ich was sage, werden meine Seminaristen und meine Brüder sein.

Und ich sage ihnen, dass ich meine Pflicht als Diener der Kirche erfülle.

Wer bin ich und Sie, dass wir über die Weisungen unseres Vorgesetzten urteilen?

Und jetzt entschuldigen Sie mich, ich habe zu arbeiten.

Ich habe gehofft, den Superior des Seminars

genauso alarmiert zu sehen wie mich selbst.

Was hatte ich mir nur dabei gedacht?

Ich vergaß, dass der Mann, den ich dort gern sah, nicht mehr da ist.

Er hätte keine Sekunde lang gezögert.

Und Sie glauben, dass Pater Fromenger Ihrer widerwärtigen Logik gefolgt wäre?

Verschwinden Sie!

Ja, ich bin der Onkel von Elise Chansaulmes und wollte hören, ob es etwas Neues gibt.

Hören Sie, wir warten seit drei Stunden und keiner ruft an!

Deshalb würde ich gerne wissen, was los ist!

Ja, kommen Sie rein, es ist offen!

Guten Tag, Madame.

Haben meine Kollegen von der Rue Bonaparte nicht angerufen?

Nein. Komm doch, mein Liebes, ich bin dir nicht böse.

Da bist du ja. - Was musst du für Angst gehabt haben!

Eine Frau hat sie uns ins Revier Batignolles gebracht.

Offensichtlich wollte sie ganz allein nach Hause gehen

und hat sich dann verlaufen.

Die Frau hat sie in der Rue Cardinet gefunden.

Na los. Du gibst Mama jetzt einen dicken Kuss,

dann ist es gut und keiner ist mehr traurig.

Na los. Vielen Dank.

Auf Wiedersehen, Madame. - Oh, meine Kleine...

Also ich mache es so.

Aber man kann es auch so machen.

Es gibt viele Möglichkeiten, es zu tun.

Aber es muss inspirierend sein. Guillaume, versuchst du es? - Ja.

Nein, andersrum.

Ich weiß nicht, etwas...

Es ist nicht schlecht, aber irgendwas stimmt nicht an der Art und Weise, wie du es machst.

Du musst mehr daran glauben. Es ist nicht nur Technik,

Du musst dich ganz dieser Handlung hingeben.

Und dafür müssen Herz und Verstand befreit sein, rein sein.

Und da, ich weiß nicht, aber da ist so eine Art Schatten zwischen uns.

Und das verunsichert dich und mich.

Stell dir das Ritual wie einen Diamanten vor.

Einen Augenblick der Transparenz. Alles ist sichtbar.

Die geringste Inklusion, du wirst es spüren, alle werden es spüren.

Also solange es diesen Schatten zwischen uns gibt, machst du es nicht. Einverstanden?

Corentin, versuchst du es?

Ja, das ist es, Corentin.

So ist es richtig. Du schaust zu uns hin. Ja.

Ich hatte Ihnen gesagt, dass es ein Schock für Sie wäre.

Bereuen Sie Ihr Kommen nicht?

Warum hast du nichts gesagt?

Wenn ich nicht angerufen hätte... Warum hast du es mir nicht gesagt?

Und wenn ich gegen die Mutter aussage, dann ist da noch der Junge! Was wird er tun?

Hast du Angst vor Vergeltung?

Ja, das ist sehr verständlich.

Aber darf das deine Entscheidung bestimmen?

Aber nein, ich habe keine Angst, das ist es nicht.

Die einzige Gerechtigkeit, die für mich zählt, ist schon geschehen.

Ich weiß nicht, José.

Bist du sicher, dass du die Frage nach der Gerechtigkeit ganz alleine regeln musst?

Nein! Was ich sagen will,

ist, dass meine Rolle in dieser Geschichte gespielt ist.

Ich habe ihren Mann umgebracht und mich ihr gestellt.

Sie haben bezahlt, ich habe bezahlt. So ist das.

Gott hat entschieden. Es ist diese Gerechtigkeit, die für mich zählt.

Aber diese Gerechtigkeit widerspricht nicht der menschlichen!

Nirgendwo hat Jesus dazu aufgefordert, sich ihr zu entziehen!

Ich verstehe, dass du Angst hast, aber... - Warum sprechen Sie stets von meiner Angst?

Es tut mir leid. Ich spüre, dass du enttäuscht bist.

Aber ich weiß nicht, was ich dir anderes sagen soll.

Und in China, da wollen Sie keinen Assistenten einstellen?

Dich, José?

Aber José! - Ich weiß nicht, aber Sie sagen,

dass es viel Arbeit geben wird. Ich kann Mandarin lernen.

So schwer kann das doch nicht sein. - Aber nein, es ist gar nicht kompliziert. Nein.

50.000 Zeichen! Das ist sogar ganz leicht!

Noch einen kleinen Kuss!

Jetzt aber gute Nacht. - Gute Nacht, Mama. - Gute Nacht, Mama.

Oh Mann, es geht immer nur um dich, das ist verrückt:

"Und Onkel Raph, wann kommt er,

um uns einen Gute-Nacht-Kuss zu geben? Bleibt er heute Abend hier?"

Ach ja?

Die Idee kam mir beim Ansehen der Transkription.

Er ist sowieso als Polyphonie geschrieben. Also ist es absolut denkbar.

Ob hier beim Chorgesang oder bei der Wiederaufnahme der Strophe.

Wir setzen die perfekten Stimmen der Erwachsenen nach vorne

und dahinter einen reinen Kinderchor.

Ihre Fragilität wird sogar kontrapunktisch anmutig sein.

Was sagen Sie? - Ja, das ist wirklich nicht dumm.

Aber natürlich muss Fiat Lux da zustimmen.

Ich persönlich finde es aufregend.

Gut, ich muss mich fertig machen. Ich treffe dich in einer halben Stunde draußen?

Ja. - Du machst das schön, ja? - In Ordnung.

Ich fühle mich schuldig. Weil ich einerseits weiß,

wenn sie sich entschlossen haben, das zu tun, es keine Wahl gibt.

Aber andererseits fühle ich mich Pater Bosco gegenüber schuldig,

weil ich ihm die Wahrheit verschwiegen habe.

Und was hätte das de facto geändert?

Eigentlich nichts, aber Loyalität ist keine Frage der Fakten.

Es ist so, dass du jemandem etwas schuldig bist.

Es ist schwer zu beschreiben, aber ich glaube, dass dies

eine enorme Distanz zwischen uns gebracht hat.

Machst du dir nicht ein bisschen viel Sorgen um ihn?

Aber nein, er ist ganz allein.

Er macht etwas ganz Brutales durch.

Manchmal sage ich mir, die Leute von der Bischofskonferenz

sollten das von seinem Krebs wissen.

Gleichzeitig weiß ich nicht, ob sie fähig wären, menschlich darauf zu reagieren.

Auf dieser Stufe der Macht, kirchlich oder nicht,

gibt es da überhaupt Platz für Mitleid?

Ich habe den Eindruck, dass du in dieser ganzen Geschichte die meiste Angst hast.

Das ist übrigens witzig. Ich weiß nicht, ob man witzig dazu sagen kann,

aber das hast du schon immer gemacht.

Du hast immer die Last der anderen auf dich genommen. Lasten, die nicht deine sind.

Und noch dazu mehrere gleichzeitig!

Du findest, ich sollte das nicht tun?

Doch. Also, das sieht dir ähnlich. Das bist du.

Und dann ist das, finde ich, zudem eine schöne Sache.

Es ist edel.

Und gleichzeitig auch deine Würde, oder?

Gott zu dienen, den anderen.

Es ist wahr. Wenn du es so sagst, klingt es ein wenig seltsam.

Aber ich kann es nicht leugnen!

Du lächelst?

Ich bin es nicht gewöhnt, dich lächeln zu sehen.

Weißt du noch, was ich dir neulich sagte?

Dass ich es gern hätte, du wärst öfter da.

Ich dachte dabei an die Kinder, aber auch an mich.

Meist sind Polyphonien, keine Ahnung, vielleicht sage ich ja etwas Dummes...

Aber oft finde ich, dass sie ein wenig konfus wirken können.

Doch hier gar nicht. Das ist von einer Klarheit.

Vielen Dank. - Danke. - Ja, genau das haben wir versucht.

Vielen Dank. Aber eigentlich verdienst du die Glückwünsche.

Dieser Cantus ist genial.

Weißt du, wie man dich bei uns nennt?

Als "Der kleine Seminarist" bist du bekannt.

Und dann hast du einen überzeugenden Impresario. - Er hat uns Lobreden gehalten

über deinen Sinn für geistliche Musik, deinen Anspruch.

Unter uns gesagt, so ein Ding zu singen,

ist für uns eine geniale Herausforderung. Einwandfrei.

Ja. Also geradezu genial.

♪ VeniEmmanuel.

Ich habe ihnen nur ein Stück von den Probeaufnahmen vorgespielt,

um ihr Interesse zu wecken. - Es hat funktioniert.

Auch wenn es fragil ist, die Musik kommt rüber.

Also das freut mich. Weil sie wirklich super sind, die Kleinen.

In wenigen Wochen haben sie riesige Fortschritte gemacht.

Und deshalb wollte ich Ihnen vorschlagen...

Ich finde, dass es wirklich schön sein könnte,

wenn sie hinten einstimmig singen, verstehen Sie, wie in einem Bach-Choral.

Was? Ernsthaft?

Technisch ist das kompliziert.

Du hast es gerade gehört, Yann. Bei den einfachen Dingen

geht es noch durch, obwohl sobald sie eine

Oktave höher singen sollen, sind sie daneben. - Das ist jetzt nicht böse gemeint,

aber ich glaube, wenn du das Ding vermasseln willst, nur zu.

Diese Art von Idee klingt ein bisschen nach Sängerknaben.

Oder auch nach Popmusik. Da kannst du ungeschickte Sachen machen

und es klingt immer noch anrührend. - Also ich bin vollkommen einverstanden.

Wir haben etwas Erhabenes, wir können es nicht besudeln.

Ganz offen, wir müssen ehrlich sein, die sind einfach schlecht.

Ich kenne Kinder, die einen rühren, aber die nicht. Das ist wirklich

ein Hintergrundchor zum Weglaufen. Oder etwa nicht?

Ja doch, ein bisschen. Ich weiß nicht.

Ich gehe nach Hause. Es wird spät.

Wieso haut er denn jetzt ab?

Sie entschuldigen mich?

Yann! Yann, warte!

Yann!

Alles in Ordnung? - Nein, überhaupt nicht. Wissen Sie was?

Der Cantus selbst ist mir egal. Ich möchte, dass meine Kinder singen!

Aber das war vor den Augustinern! Es ist dir doch klar,

dass wir davon nicht mehr sprechen! - Wir nicht sprechen?

Damit das klar ist, anfangs ging es nur um das "wir".

Und sagen Sie nicht, dass ich ihn konfisziere, denn so geht es nicht!

Ich hab mit den Kindern angefangen und bringe es zu Ende. So entscheide ich.

Schade. Aber auf diesem Terrain begegnen wir uns nicht, Yann.

Dieser Cantus gehört der Kirche.

Aber habe ich diese Entscheidung zu tragen, gehe ich bestimmt nicht davon ab,

dass auf die bestmögliche Weise interpretiert wird.

Verstehe. Lassen Sie es krachen mit Ihrer Boy Band. Ich verlange nichts.

Yann, ich weiß nicht, ob du so durcheinander bist,

weil du mit deiner Pfadfinderfreundin rummachst,

aber deine Einstellung jetzt find ich sehr dumm.

Wir werden ihn singen, mit oder ohne dich.

Aber beschwer dich hinterher nicht.

Pater Bosco, er ist der Superior unseres Seminars.

Madame ist schon mehrere Male gekommen und ich habe ihr gesagt,

dass die Kapelle selbstverständlich allen offensteht.

Und...

Gut, ich lasse Sie dann allein.

Madame...

Entschuldigung.

Wie lange geht das schon so?

Seit Weihnachten.

Ich weiß nicht, was mich gepackt hat. Ich wollte unbedingt wissen,

wohin Sie gehen, was Sie machen, wer Sie sind.

Sind Sie mir gefolgt? Aber warum?

Ich weiß nicht, warum. Es ist...

Es gibt keine Erklärung.

Es gibt einfach Dinge, die passieren.

Ich fühle etwas Starkes.

Ich weiß nicht, warum. Es ist...

Ich kann nichts dagegen tun.

Ich musste Ihnen einfach folgen.

Musste hier sein. Wieder hier sein und Ihnen zuhören, Sie anschauen.

Es berührt mich.

Sie berühren mich.

Noch nie zuvor hat mich etwas so berührt.

Es ist gewaltig. Es...

Ich weiß, dass es völlig lächerlich ist, weil es keinen Sinn hat, es Ihnen zu sagen.

Es zu sagen, vor allem Ihnen, vor allem hier.

Aber es ist zu stark.

Ich kann es nicht für mich behalten.

Es wühlt mich auf.

Es durchbohrt mich.

Es geht durch mich hindurch und es ist wirklich stark.

Es ist nicht möglich.

Aber Sie müssen jetzt gehen.

Wir hören auf. Es ist aus.

Und kommen Sie nicht wieder, ich bitte Sie darum.

Ich weiß, dass der Rat, den ich dir neulich gegeben habe,

bei weitem nicht ausreichend war.

Aber ich habe nichts anderes gefunden, das ich dir hätte sagen können.

Ich glaube wirklich, dass du zu dieser Gegenüberstellung gehen solltest.

Ich sage nicht, dass du diese Frau anzeigen musst.

Das wirst du selbst entscheiden.

Danke, dass Sie über mein Problem nachgedacht haben.

Aber Sie hätten sich nicht noch mal herbemühen müssen, um mir das zu sagen.

Meine Entscheidung habe ich schon getroffen.

Warte, ich bin noch nicht fertig.

Ich habe gesagt, dass du selbst entscheiden würdest, wie es dir beliebt.

Aber nicht hinzugehen...

Ich werde dich dazu zwingen.

Ich denke, das schuldest du mir.

Ich vertraue dir da nicht, weil ich spüre, dass es sehr hart für dich werden wird.

Also begleite ich dich.

Wenn du Fragen hast, wirst du immer Hilfe finden.

Dein Problem ist, dass du die Antworten nicht hörst, die man dir gibt.

Was macht dir Angst?

Das Kind.

Sein Blick.

Sein Gesichtsausdruck, er geht mir nicht aus dem Kopf.

Wie er mich angesehen hat, als seine Mutter ihn aufforderte,

über mein Schicksal zu entscheiden.

Wie er sich dabei Zeit genommen hat.

Wie er...

Ich habe nie etwas Schlimmeres gesehen,

als diesen Jungen mit 13 Jahren, der entscheidet, dass ich sterben muss.

Danach war alles zu Ende.

Wie im Traum war es. Ich werde von einem Loch aufgesogen.

Und ich bin tot.

Auch Gott ist gestorben, denn das ist die Kehrseite von Gott.

Zu wissen, dass ich ihn wiedersehen werde...

macht mir Angst.

Verkürze das Leiden des Kommissars und ruf den Richter an.

Und dir sagst du, dass wir schließlich zusammen reisen werden.

Und in Toulouse finden wir sicher ein chinesisches Restaurant.

Einen Whisky! Ohne Eis.

Noch einen!

Klingt vielleicht nach Klischee, aber gut. Da du allein bist: Nimmst du was?

Ich habe schon was. - Na dann.

Entschuldige, bitte. Schwieriger Tag.

Guillaume. - Boris.

Gibst du mir zwei, bitte?

Und was machst du so an deinen schwierigen Tagen?

Ich studiere an einem Priesterseminar.

Das ist ausgezeichnet! Das war die absolute Totschlag-Antwort.

Was? Stimmt das? Ist das wahr?

Oh, pardon, pardon.

Und wie läuft das so?

Bist du ein guter Kandidat?

Ich weiß nicht.

Es ist gerade ein bisschen kompliziert.

Und du wirst wirklich Priester?

Nein. - Jetzt kann ich dich nicht mehr ernst nehmen.

Im Ernst.

Ich bin im Seminar, aber ich werde nicht Priester.

Weil wir jetzt noch ein bisschen diskutieren werden,

dann zu dir nach Hause gehen, Sex haben

und morgen werde ich meinem spirituellen Begleiter sagen,

dass ich tief verwurzelte homosexuelle Neigungen habe.

Und das wird mein Ende auf dem Weg zur Entscheidungsfindung.

Ich meine, niemand zwingt uns dazu.

Wir können auch einfach nur reden, nehmen uns ein wenig Zeit und lernen uns kennen.

Und danach geht einfach wieder jeder nach Hause.

So einfach ist das. - Ja. Aber das ist überhaupt nicht das,

auf das ich Lust habe. Ist es weit zu dir?

Nein. Gehen wir.

Gehst du?

Sagst du deinem Seminar jetzt Adieu?

Nein, ich glaube nicht.

Im Grunde glaube ich, sollte ich das nicht tun.

Ich kann dir da jetzt nicht mehr folgen.

War es also heute Nacht nicht gut? - Doch. Das war super!

In Ordnung. Wir sehen uns nicht wieder, oder?

Wer weiß?

Wo warst du? Wir haben auf dich gewartet.

Ich habe mich vorbereitet.

Guillaume, die ganze Woche warte ich schon.

Du warst nicht zum Gespräch da. Das ist nicht in Ordnung.

Entschuldigung, das stimmt. Ich sollte Ihnen etwas sagen.

Ich werde das Weihrauchfass tragen!

Weil ich bereit bin.

Und ich bin bereit, weil mein Herz und mein Geist klar sind.

Und rein. Ich habe mich gesammelt, gebetet, mich Gott anvertraut.

Und Sie werden sehen, es gibt keine Schatten mehr zwischen uns.

Ich will, dass die Zeremonie großartig wird.

Das will ich auch. - Und außerdem:

Ich habe mir die Etymologie von "Diamant" angeschaut.

Es kommt von "adamas". Und wissen Sie, was das heißt?

Unzähmbar.

Bist du fertig? - Ja.

♪ Wort des lebendigen Gottes.

♪ Lob sei dir, oh Christus.

Meine Söhne, meine Brüder.

Ich werde heute nicht die Heilige Schrift auslegen, wie es Brauch ist.

Wenn wir darauf bestanden haben, dass jeder von euch heute hier ist,

so hat dies einen anderen Grund als den,

dieses so wichtigen Festes der Verkündigung.

Das...

Was ich euch zu sagen habe, ist etwas Unvernehmbares.

Etwas Unaussprechliches.

Aber ich muss es sagen und ihr müsst es hören.

Dieses Seminar wird verkauft werden.

Es geht nicht nur um die Mauern, den Raum, die Steine.

Es ist das Seminar selbst, das aufhören wird zu bestehen.

Das hat wirtschaftliche Gründe:

Die Kirche Frankreichs benötigt Geld.

Diejenigen, die diese Institution leiten, haben diese Entscheidung getroffen.

Wir können uns ihr nur beugen.

Ich möchte nicht sehr viel mehr darüber sagen. Meine Gedanken kreisen, wie die Ihren.

Denn trotz allem, was uns trennt oder uns noch trennen mag, sind wir alle hier:

Eins und einig.

Ich mag euch nur das Folgende sagen:

Es werden Besichtigungen stattfinden.

Ein Zeitplan wird erstellt werden.

Zuteilungen werden mit jedem von euch diskutiert und beschlossen werden.

Eine Fusion mit dem Seminar von Fontenay wird untersucht.

Aber unter welcher Leitung? Werden Sie der Superior sein?

Mir wurde eine Stelle an der Universität von Louvain angeboten, in Belgien.

Und Sie haben angenommen?

Ja.

Wo immer Sie nächstes Jahr sind, ich werde nicht mehr an eurer Seite sein.

Aber bis zum Ende dieses Jahres werde ich da sein.

Ich werde verfügbar sein, mehr denn je, für alle.

Ich verstehe Ihre Gefühle.

Und selbst, dass Sie angewidert sind.

Aber jeder muss weiter das tun, was er hier zu tun hat:

Die Seminaristen müssen studieren.

Die Pater sie begleiten.

Zu dieser Stunde weiß niemand genau Bescheid.

Abgesehen vom Vatikan, uns, einigen Personen hier und Ihnen dort bei den Kapuzinern.

Morgen wird es in aller Munde sein.

Deshalb wollte ich es Ihnen sagen.

Ich weiß nicht, ob Sie das deshalb weniger schockiert,

aber ich hatte das Gefühl, es Ihnen schuldig zu sein.

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