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Original subtitles

Ich weiß, dass ein Priester in dir steckt. Aber ich will ihn auch sehen.

Es gibt viele Fälle, aber sie haben sich alle dafür entschieden,

ihr Kind zu behalten. Und wir begleiten sie dabei.

Wieso wollen Sie dieses Praktikum unbedingt jetzt machen?

Es gibt Stellenstreichungen. Sie kürzen in allen Haushalten.

Es ist eigenartig. Man spürt die Panik.

Der Heilige Vater hat uns einbestellt.

Und das Kapuzinerseminar? Welche Fläche hat das?

Wenn Sie an eine massive Verkaufskampagne denken,

diese Frage wurde schon untersucht.

Das Zeichen, das das setzen würde, wäre katastrophal.

Yann! Ich hab mit Pater Sanchez von den Augustinern gesprochen.

Er ist zum Weihnachtskonzert da und hört sich das Wunderwerk des Jahrzehnts an.

Sind die Kinder soweit?

Ich werde Erwann nicht heiraten.

Das heißt, du heiratest nicht mehr?

Ich hab ihn vor zwei Monaten verlassen.

Deshalb bin ich nach Paris gekommen.

Etienne Fromenger!

Ich hab einen Antrag gestellt, um wieder vor Ort zu gehen. Shanghai.

Und haben Sie 'ne Antwort erhalten? - Negativ. Reicht Ihnen das?

Wo ist es bei Ihnen? Was ist es?

Bei mir ist es in den Knochen.

Madame Jaksic die Krankenschwester, die sie gefeuert haben,

hat mich massiert.

Ach ja, Sie auch?

Mit der Wärme, die zirkuliert, durch ihre Hände. Echt verrückt.

Werden Sie für mich beten?

Natürlich, mein Sohn.

Ich bete schon für Sie.

Herr...

du hast mich erforscht und du kennst mich.

Und du weißt, ob ich sitze oder stehe.

Von fern erkennst du meine Gedanken.

Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge,

du, Herr, kennst es bereits.

Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist?

Wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?

Nehme ich die Flügel des Morgenrots

und lasse mich nieder am äußersten Meer.

Auch dort wird deine Hand mich ergreifen,

und deine Rechte mich fassen.

Auch die Finsternis wäre für dich nicht finster.

Die Nacht würde leuchten wie der Tag.

Ich danke dir,

dass du mich so wunderbar gestaltet hast.

Ich weiß,

staunenswert sind deine Werke.

Diesmal ist sie wirklich kaputt.

Wie lange sind Sie fort?

Zwei Tage.

Mal ehrlich, ich glaube nicht, dass du große Überraschungen erlebst.

Dort auf dem Stapel findest du einige heikle Momente,

die du durchstehen musst.

Der Immobilienmakler?

Also, nein, nein, nein, das mach ich nicht.

Nein, das Risiko geh ich nicht ein.

Da können wir nichts machen, das ist so.

Du wirst diesen Termin einhalten, weil wir gleichzeitig in Rom sind,

dem Papst gegenüber stehen und Monseigneur Poileauxs Trumpfkarte ausspielen.

Ich werde Verhandlungen mit einem Immobilienmakler führen,

während ihr im selben Moment in Rom das Projekt verkauft,

als wäre alles in Ordnung? Nein, da wäre ich lieber tot.

Ich versteh dich, aber nicht mal das ist uns erlaubt.

Ja.

Wann haben wir eigentlich angefangen, uns zu duzen?

Die Gefahr rückt näher.

Halleluja!

Gleich darunter liegt das Dossier von La Pierre-Levé,

damit du siehst, was wir tun können.

Ist das nicht geregelt?

Wir nehmen ihnen seit zwei Monaten keine Hostien mehr ab.

Ja, erledigt schon.

Aber offensichtlich sind sie in den Hungerstreik getreten.

Entschuldige mich! Monseigneur!

Monseigneur! Entschuldigen Sie!

Haben Sie sich der Sache angenommen,

die ich Ihnen unterbreitet habe?

Es ist so, wie ich sagte. Fromenger hat keinen Antrag gestellt,

um nach Shanghai zu gehen. - Ganz sicher?

Zumindest wurde nichts weitergeleitet.

Jetzt entschuldigen Sie mich, einige madagassische Pater erwarten mich.

Monseigneur Poileaux hat noch Mitarbeiter.

Ich muss, seitdem man uns das Budget gekürzt hat,

alles alleine machen.

Wir müssen zwischen Pest und Cholera entscheiden,

und du kümmerst dich um eine Anfrage Fromengers?

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Alle guten Gaben, alles, was wir haben,

kommt, o Herr, von dir. Dank sei dir dafür!

Amen!

Nächsten Samstag beginnen wir mit der Lichterprozession

und feiern dann die Darstellung unseres Herrn Jesus Christus im Tempel.

Danach lassen wir uns, auch um uns aufzuwärmen,

vor allem aber, weil es die Tradition so will,

mit einigen bretonischen Crêpes verköstigen.

Guten Appetit!

Die Heizung betreffend, habe ich schon im September

einen Brief an die Konferenz geschickt.

Es würde mich wundern, wenn dieser Ausfall etwas ändert.

Wie geht es Honoré?

Er hat 39 Grad Fieber. Er ist im Bett geblieben.

Gut.

Was den Homilien-Wettbewerb betrifft,

so fürchte ich, dass Pater Cheminade in diesem Jahr ausnahmsweise nicht...

Habt ihr geglaubt, ich würde euch bei dieser Gelegenheit im Stich lassen?

Selbst nach meinem Tod, Gott möge mir verzeihen,

werde ich wiederkommen, um meine verqueren Themen

für den Homilien-Wettbewerb vorzuschlagen.

Das ist mein Ernst.

Dieses Jahr konkurrieren die Kandidaten kurz vor der Lichterprozession.

Möge der Beste gewinnen, derjenige, der unsere Herzen zu bewegen,

unsere Intelligenz zu erwecken und unsere Seele zu erheben vermag.

Was wir erwarten, das ist eure Fähigkeit, eine Sprache zu erfinden, die dazu imstande ist,

die noch immer aktuelle Kraft des Textes hervorzuheben und darzulegen.

Wessen unschuldige Hand wird das Thema ziehen?

Corentin?!

Die Crêpes! Die Crêpes! Die Crêpes! Die Crêpes!

Die Kulturbanausen, die erinnere ich daran,

dass das Crêpes-Rezept nicht im Evangelium steht.

Das ist noch einer dieser heidnischen Bräuche,

die die Kirche allzu gern recycelt.

Junger Mann.

Die Crêpes!

Matthäus 5, Vers 17 bis 20.

"Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben."

Das ist ja heftig. - Was für'n Thema!

Da hat er ein schweres Thema gezogen.

Das wird spannend.

Wer von euch nimmt also die Herausforderung an,

diese heikle Passage der Heiligen Schrift für uns zu erhellen?

Auf geht's!

Oh, sehr schön. Mutig!

Das war mir klar.

Du wirst sehen, wenn José spricht, das ist irre!

Letztes Jahr hat er uns ein paar Mal umgehauen.

Er hat Feuer!

Guillaume!

Auf! Geh schon!

Gut so!

Gut so, Guillaume.

José, machst du nicht mit?

Nein. Und du?

Ich und die Reden?

Ich kümmere mich lieber um die Crêpes.

Du darfst uns deine Ausdruckskraft nicht vorenthalten!

Nein, das ist ja ganz schön.

Aber es ist ein bisschen heiße Luft.

Das sagt mir nicht viel.

Prima. Sind das alle dieses Jahr?

Probierst du alle Plätze aus?

Keine weiteren mutigen Exegeten?

Gut, also, wenn das so ist, dann werde ich mich wieder hinlegen.

Gehst du?

Ja.

Einfach so habe ich es gespürt und hab mich getraut,

meine Eltern anzurufen.

So ist es. Alles macht sie so.

Gestern war's noch ein Problem, heute nicht mehr.

Ich weiß nicht, das hat auch mit dir zu tun.

Du hast die ganze Zeit gesagt, dass man sich trauen muss.

Ich fand das ein bisschen, na ja...

Und als du mir Weihnachten geholfen hast,

das Baby auf die Welt zu bringen, da hast du dich was getraut.

Und das war echt.

Selbst ihr Kind kriegt sie auf ihre eigene Art.

Man kann mit dieser Frau nichts planen.

Hast du meine Fresse gesehen?

Ich hab meine Eltern angerufen und sagte: "Hört zu.

Ihr macht das, wie ihr denkt, aber ich brauche jetzt eure Hilfe.

Ihr müsst jetzt etwas für mich tun."

Hier. Das sind die Papiere für Madame Parillaud.

Ja.

Das ist es jetzt wohl.

Ich geh nach Bacon Le Bruyères zurück, in diesen hässlichen Vorort.

Ich werde mich ein bisschen zurückziehen

und neu von vorne anfangen und jemanden suchen,

der Lust hat, mich Organza-Spitze nähen zu lassen, nicht wahr?

Mit meiner Kleinen, die ich über alles liebe.

Siehst du? Ich habe volles Vertrauen.

Was ist? Du bist ganz traurig.

Alle reden hier nur von dir.

Über das, was du an Weihnachten gemacht hast.

Du bist schon eine Legende.

Wenn alle Priester so wären wie du, gingen mehr Leute zur Messe.

Ich bin noch lange kein Priester.

Oh, doch, natürlich bist du ein Priester.

Du hast gar kein Bewusstsein deiner Kraft!

Glaubst du, Priester zu sein, heißt, blöde Lieber-Gott-Faseleien runterzubeten?

Nein.

Priester zu sein heißt, Dinge zu tun, die anderen helfen, weiterzukommen.

Oh, ich liebe dich, mein kleiner Priester, der Wunder vollbringt,

mit und ohne diesem Kreuz da.

Weißt du, was bei mir nicht stimmt?

Ich hab Angst vor dem Urteil der anderen.

Und Erwann, ich hab mich zwar mit ihm verlobt,

aber ich wusste schon von Anfang an, dass es nichts werden würde.

Ich hatte einfach nur Angst, dass man mich unbeständig findet.

Meine Eltern, die Leute von Juch...

Findest du mich unbeständig?

Du hast deine Verlobung gerade gelöst.

Weißt du, an was ich nach der Verlobungsmesse gedacht hab?

An deine Worte bei unserem letzten Treffen.

Ich sollte lieber ein wenig ausprobieren, bevor ich mich festlege.

Das sagte ich? - Du sagtest mir, ich soll auf mich hören,

mich befragen, um eins mit mir zu sein. Ich denke ständig daran. Und dann

hab ich eine Psychotherapie angefangen.

Eine was?

Eine Psychotherapie. Das hilft mir sehr.

Siehst du, auch ich möchte eins mit mir sein.

Fabienne, was machst du in Paris?

Ich will mich in der Uni einschreiben.

Was haben wir hier in diesem Café eigentlich zu diskutieren?

Was erwartest du von mir? - Halt! Es ist nicht das, was du denkst.

Das hoff ich sehr. Es sollte wirklich klar sein zwischen uns, weil...

Ich respektiere deinen Weg, ich find ihn sogar wunderbar.

Das hat nichts mit dir zu tun.

Ich stell' mir Fragen, das ist alles. Stört dich das?

Entschuldigen Sie.

Können Sie mir erklären, was hier vor sich geht?

Nichts Spezielles. Der ganz normale Wahnsinn.

Ich hab Augen und Ohren.

Ich weiß, wieso wir an neuen Finanzierungsquellen arbeiten

und wieso Sie freiwillige Seminaristen eher als Angestellte beschäftigen.

Oder warum Pater Gicart in seine Pfarrei zurück ging. - Was wollen Sie dann noch wissen?

Ich möchte wissen, was Monseigneur Poileaux in Rom zu tun hat.

Und auch, warum Sie mit dem auf Luxusobjekte spezialisierten

Immobilienhändler zu tun hatten.

Sie sind nicht hier, um herumzuspionieren. Sie tun, was man Ihnen sagt, und das ist alles!

Ich kann nicht an einer Unternehmung teilnehmen,

bei der ich den Sinn nicht erfasse. Das hier ist keine Bank,

sondern die Französische Bischofskonferenz.

Sie wollen auf Biegen und Brechen einen Sinn erkennen? Quält Sie Ihr Gewissen?

Sie sind in Rom, um den Heiligen Stuhl davon zu überzeugen,

dass wir den Konkurs vermeiden können.

Und wollen Sie wissen, wie? Indem wir Aktiva verkaufen, prestigeträchtige Immobilien.

Und wollen Sie wissen, welche?

Vor allem ein historisches Gebäude, das sich im Herzen des Quartier Latin

befindet und derzeit ein prestigeträchtiges universitäres Seminar beherbergt.

So ist es. Ist der Durst nach Sinn damit gestillt?

Was? Sie wollen das Kapuzinerkloster verkaufen?

Aber wer soll denn daran interessiert sein? - Und genau da wird's wieder interessant.

Halten Sie sich fest, es gibt Grund dazu:

Der Katare Mohammed Ben Ajajj ist ziemlich interessiert.

Sie mögen Zahlen? 70 Millionen Euro ist der derzeitige Verhandlungsbetrag.

Erstaunlich, nicht wahr?

Aber das Wissen hat seinen Preis,

wie schon der alte Adam aus bitterer Erfahrung lernen musste.

Wenn auch nur die kleinste Information vor der Zeit durchsickert,

können die Konsequenzen für die französische Kirche

und für uns alle von enormer Bedeutung sein.

Sie werden das dann ganz allein vor Ihrem Gewissen und vor Gott verantworten.

Das ist doch nicht möglich!

Das darf nicht passieren. - Dann beten Sie, dass Seine Heiligkeit

genauso denkt wie Sie. Aber in der Zwischenzeit, an die Arbeit!

Monseigneur Poileaux ist gerade dabei, das Kapuzinerkloster in Rom zu verkaufen und

wir müssen das hier vor Ort tun. Und zwar konkret.

Ein Liquiditätszufluss von 60 Millionen,

die Bank wäre beruhigt, eine Politik der Ausgabenreduzierung.

Ein grundsätzlicher Neuentwurf unserer Mittelbeschaffung.

Wir sind nicht leichtsinnig oder unverantwortlich.

Diejenigen, die das äußern, haben die Kirche Frankreichs an den Rand des Ruins gebracht.

Wir sind vorsichtig.

Bescheiden.

Wir vertreten das Volk der Getauften.

Unsere Lösungen sind Lösungen des gesunden Menschenverstandes,

keine Effekthascherei von Menschen reicher Herkunft.

Aber selbstverständlich wird's eine Kommission

von zehn Prozent auf den Verkauf an den Vatikan geben.

Die Kapuziner?

Nach Katar?

Sie machen sich über mich lustig, nicht wahr?

Ich werde Ihnen sagen, was passieren wird.

Seine Heiligkeit wird Sie empfangen und Sie werden mich sprechen lassen.

Er wird Ihnen seine finanzielle Hilfe zusagen

und Sie dann unter die Vormundschaft des Vatikans stellen.

Der Emissär der Bank des Vatikans wird direkt mit Ihrer Bank verhandeln.

Und ab sofort erwarte ich über Ihre Buchhaltung eine regelmäßig Berichterstattung.

Und ich werde alle hier in Rom und in Paris dazu verpflichten,

über die Verantwortlichkeit eines jeden wahrhaftig nachzudenken.

Oh, Pater, Ihr Gast ist da.

Schwester, es tut mir leid, dass Sie kommen mussten,

aber hier geht nichts mehr.

Dann die Autos, Sie können sich vorstellen...

Das stört mich nicht. Diese Woche bin ich jeden Tag in Chartres,

zu meinem Praktikum als Ausbilderin.

Ich kann dich sogar am Samstag mit ins Kloster nehmen.

Was ist denn das hier für ein Stapel? Die schlag ich vor, wegzuwerfen,

um dafür neue zu kaufen, vielleicht?

Sind Sie wirklich sicher, dass das auch nötig ist?

Nichts ist nötig.

Es ist nur so, dass sich das Wissen seit 1972 vergrößert hat.

Wie geht es Pater Valéry?

Oh, bestens, bestens.

Zeigen Sie mir die Gebete, die Sie beten wollen.

Gut.

Einverstanden.

Valéry meint, dass mein Antrag nach Shanghai

von der Diözese in Chartres nicht weitergeleitet wurde.

Wahrscheinlich auf Anweisung von Monseigneur Roman.

Er ist nie bei der Pariser Mission angekommen.

Und jetzt?

Tja, und jetzt?

Er bittet mich, den Antrag noch mal zu stellen.

Lieber Gott, hilf mir, hilf ihm!

Er wird sich nie herablassen, den Antrag zweimal zu stellen!

Monseigneur Brulard hat den Antrag blockiert.

Gott möge ihm verzeihen.

Er hat mich abgelehnt, ich akzeptiere es.

Dein Stolz geht zu weit.

Du begehst eine Sünde.

Als ich noch jung war, hast du alle Erwartungen erfüllt.

Bist du nicht immer wieder geduldig auf mich zugekommen?

Was für ein Vergleich.

Das ist nicht vergleichbar!

Und außerdem belehren Sie mich nicht!

Du brauchst ja nichts.

Du bittest nie um etwas!

Jetzt bitte einmal um etwas! Tu es!

Es wird dir gut tun und es wird dich Demut lehren.

Ist was nicht in Ordnung?

Jeder reagiert anders auf die Behandlung.

Aber bei Ihnen,

sagen wir mal,

ist das wirklich weit über dem,

was man hätte erwarten können.

Nein, das ist gut.

Das nennt man die individuellen Faktoren.

Ja, ich bin fertig. Ich komme.

Es ist für Monsieur. Er wird in der Chirurgie verlangt.

Sie werden mich nachher operieren.

Sie versuchen es noch, aber...

Sie haben recht.

Man darf nie aufhören zu kämpfen.

Also, Ihrer Meinung nach gibt es ein Leben nach dem Tod?

Schwer zu sagen.

Schwer zu wissen, was genau damit gemeint ist.

Der Einzige, der dort hinging und wiederkam,

um uns darüber zu berichten, ist Jesus selbst.

Und was sagt er?

Jesus, er, er sagt uns, dass wir wie er

den Tod besiegen und wiederauferstehen werden.

Wann?

Das ist auch eine Lektion für das Leben.

Man stirbt und erwacht zu neuem Leben wie so oft im Leben.

Aber ich nicht.

Wissen Sie, ich denke, ich werde wirklich sterben.

Sie wissen auch nicht, wie das aussehen könnte?

Nein. Weiß ich nicht.

Ich bin ein Mensch.

Ich habe Angst vor dem Tod, wie auch Jesus Angst hatte.

Der Gedanke ans Sterben empört uns.

Der Gedanke an ein ewiges Leben ist fast zu groß für uns.

Was nützt uns dann der Glaube an Gott?

Wir versuchen...

Wir versuchen, ein bisschen Vertrauen zu gewinnen.

Was machen Sie da?

Wir unterhalten uns, Mama, vertreiben uns die Zeit.

Matthäus 5, Vers 17-20:

"Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben".

Wir erinnern uns, Jesus hat gesagt:

"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist."

Bewahren wir eine Spur des winterlichen

heidnischen Sommerfestes, aber wir feiern auch das...

Wort Simoens, der im Jesuskind

das "Licht der Welt" sah, das entspricht...

Hier.

Passen Sie auf die Stufe auf!

Das alte Ding soll ich also wieder in Gang setzen, ja?

Auf jeden Fall garantiere ich für nichts.

Wunder kann ich auch nicht vollbringen.

Wie sollen wir ihn bezahlen? - Ich hab die Bestellung der neuen Kutten zurückgezogen.

Ich hab davon abgesehen, die beschädigten Ziboriien auszutauschen.

Ich hab an der Schönheit gespart.

Ich hoffe, Pater Abel, der so viel Wert auf die Schönheit

des Gotteshauses legt, wird es uns verzeihen.

Ich glaube, das Teil müssen wir bestellen.

Die Radiatoren ein um den anderen prüfen, um den Kurzschluss zu finden,

währenddessen auf das nächste Problem warten,

und alles auf zusätzliche Verträge.

Jede Flamme zittert und brennt wie unsere Seele.

Ein Hauch und sie erlöscht.

Ich habe nichts für diesen jungen Mann tun können, der stirbt.

Wie soll ich noch über Hoffnung sprechen?

Ich erfinde lieber einen Komplott bei der Bischofskonferenz.

Wenn Sie wüssten, welche Vorwürfe ich mir mache.

Pater, ist es Ihnen schon mal passiert,

dass Sie eine verstörende Neuigkeit einer nahestehenden

Person sagen mussten, obwohl diese schon geschwächt war?

Von wem sprechen Sie?

Was ist verstörend?

Geht es um Ihre Schwägerin?

Sie sollten erst sicher sein, dass sie bereit ist, es zu hören.

Eine Wahrheit zu verkünden, von der man weiß,

dass sie kein Gehör findet, ist eine Form von Verschwendung.

"Und ich fühle mich unter euch wie ein Toter, der zum Leben zurückgekehrt ist.

Und ich möchte es anderen gleichtun,

damit sie durch mich zum Leben zurückkommen,

weil Gott zum Leben erwecken kann!

Selbst wenn die Toten stinken,

Gott kann sie zum Leben erwecken."

Es ist schon verrückt, wie schnell man sich von der Konsumgesellschaft entwöhnen kann.

Das Neonlicht im Vergleich zur Kerze, das ändert alles.

Und es ist warm. Denkt ihr, dass es hier Duschen gibt?

Was war das für 'ne Idee herzukommen? Doch nicht, um alles schlecht zu machen, oder?

Es war ein Vorwand, um auf die Welt der nichtmasochistischen Menschen zu treffen.

Nebenbei suchen wir Material für unseren Freund Guillaume,

um einen soziologischen und abgedrehten Ansatz

für seine Homilie zu finden, die ansonsten dem Tod geweiht wäre.

Schön, dass ihr euch für einen zum Scheitern Verurteilten einsetzt.

Emmanuel!

Wie schön, dich zu sehen. Oder bist du nur 'ne Erscheinung?

Nein, das bin schon ich. - Seit wann bist du in Paris?

Habt ihr meine Mail nicht gekriegt? - Aber ja, doch. In der du sagtest,

du würdest in einem Forschungslabor in Saint Denis arbeiten?

Fühlt sich an, als wär's gestern gewesen.

Nein, schon zwei Monate ist das her.

Ich suche Werke des Architekten Philippe Auguste in der Nähe von Paris.

Und du, hast du meine Mail erhalten?

Nein. Doch, also... Ich meine, ja.

Hab sie erhalten.

Ich habe nichts zum Gesetz für Guillaume gefunden.

Aber ein Buch über Mariä Lichtmess! Ganz schön pikant, wie aus 'ner Frauenzeitschrift.

Jean-Bernar, wie geht's dir?

Das Lichterfest geht zurück auf die römischen Luperkalien, sehr heidnisch.

Wie schön, dich zu sehen, Emmanuel.

Noch immer so belesen! - Die Kirche arbeitet mit den Zeichen der Menschen.

Sie ist menschlich und göttlich zugleich.

Und das ist Corentin, unser kleiner Neuling voller Arglosigkeit, wie du hören kannst.

Ich muss gehen. Ich gebe bei den Erstsemestern Unterricht.

Lass es dir gutgehen. - Du dir auch.

Bis bald. - Mach's gut, Yann.

Bis dann. - Corentin.

Mach dir nichts aus der Mail, ich versteh das.

Du hast dich verändert.

Du siehst glücklich aus, hast gelächelt, bis du mich gesehen hast.

Scheiße. Ich war nicht mal fähig, zwei Worte zu formulieren.

Sagen Sie, haben wir den Hostien-Lieferanten gewechselt?

Nicht, dass ich wüsste.

Die Bischofskonferenz macht Sammeleinkäufe.

Finden Sie nicht, dass sie einen anderen Geschmack haben?

Sie meinen, sie schmecken weniger gut?

Das ist Geschmacksache.

Was macht er denn da? - Er geht zu weit, das macht er.

Es ist besser, wenn Sie allein hingehen.

Ich würde mich nicht beherrschen können.

Und... was sag ich ihm?

Dass seine extreme Haltung dem Geist der Demut im Seminar widerspricht.

José, hör zu, wir sind beunruhigt.

Da ist etwas an deiner Art und Weise, wie du mit deinen Problemen umgehst,

die uns große Sorge bereitet.

Und du verstößt damit gegen den Geist der Demut.

Jede Nacht, Pater, träume ich davon, dass ich gehen muss,

dass ich bis an einen Ort des Gebets gehen muss.

Etwas in mir ruft mich und ich weiß noch nicht, was es ist. Bitte lassen Sie mich hier sitzen.

Wir sind da, um dir zu helfen, es zu finden. Du musst die Form wahren!

Was machst du? - Seit 'ner Dreiviertelstunde wart ich jetzt hier.

Also ich geh jetzt. - Etienne, du wartest jetzt hier.

Ich hatte auch was anderes zu tun.

Monseigneur Brulard wird Sie empfangen.

Ich bitte Sie noch einmal, mich zu entschuldigen,

wenn ich Ihre Zeit in Anspruch nehme.

Aber man hatte mir nahegelegt, diesen Antrag erneut zu stellen, weil...

Ich kenne die Situation in China gut.

Und die Stelle in Shanghai bedeutet mir etwas.

Meine Kontakte haben mich für das, was dort passiert, sensibilisiert.

Sie wissen wie ich, was es bedeutet, sich berufen zu fühlen.

Das Gefühl, dass es einen Ort gibt, an dem Gott uns erwartet,

damit wir zum Ganzen etwas beitragen können,

und dass sich dem zu entziehen, schwierig wird.

Es käme einem vor, als wolle man sich drücken.

Deshalb, Monseigneur, trete ich Ihnen gegenüber, in aller Demut.

Pater, Ihr Antrag bringt mich in einige Verlegenheit.

Ich würde Ihnen gern helfen, Ihnen sogar gerne einen Gefallen tun.

Ich bin sicher, dass China Sie anzieht,

dass Sie sich dort wohlfühlen würden.

Vielleicht sogar, dass Sie es brauchen.

Aber Anträge wie Ihren habe ich im Überfluss.

Jeder will mehr, als er hat, jeder schaut nach oben und ich bin in der Mitte.

Ich muss Rechenschaft ablegen.

Denen, die über mir sind, und wenn die mich unter Druck setzen...

Monseigneur, es tut mir leid.

Bei all dem schwierigen Schiedsrichten zwischen den Bittschriften der Schwachen

und den Anordnungen der Mächtigen möchte ich nicht noch eine Entscheidung hinzufügen.

In der Tat ist der Platz schwierig, den Sie gewählt haben.

Ich weiß nicht, wie Sie das machen. Was mich angeht, ich bin glücklich.

In meiner Welt, da sind wir alle gleichgestellt und Gott wohnt mitten unter uns.

Dahin geh ich jetzt zurück und überlasse Sie Ihrem Beruf des Schiedsrichters.

Viel Erfolg dabei!

Bei uns tut man keine Milch rein. Man kocht Zitronen und Orangenschalen aus.

Wir machen bretonische Crêpes mit Milch.

Glaubst du, es ist genug Zeit, um den Teig ruhen zu lassen?

Wir machen keinen Zaubertrank. Ihre Crêpes, das ist halt eine Tradition.

Das Wesentliche ist, dass es genug für alle gibt.

Aber das, was du reintust...

Wenn wir fünf davon nehmen, glaubst du, das reicht?

Wir sind ungefähr 30. - Ja, und der Geschmack ist egal?

Ein Zeichen ist aber nicht nur ein Gedanke.

Er hat eine Konsistenz. Ihr Männer denkt nie daran.

Yann meinte das auch, bis er meine Crêpes probiert hat.

Stimmt was nicht? - Du sagtest gerade "Yann". Oder träume ich?

Nein, ich hab "Erwann" gesagt.

Nein. Du sagtest: "Yann meinte das auch."

Wie würde dein Psychiater das nennen? - Einen Lapsus?

Nein, hab ich wirklich "Yann" gesagt?

So, wir sind angekommen.

Sie sind ein couragierter junger Mann.

Das werde ich Ihnen nicht vergessen.

Fratello!

Dann legen wir mal los!

Ich mach' das schon.

Kommen Sie, lassen Sie alles los.

Was bedeutet dieser Tod für Sie?

Ich weiß nicht.

Es ist lächerlich und dumm.

Warum?

Was in Ihnen berührt es genau?

Es ist dumm, weil es genau das ist, was man immer sagt:

Ich finde es zutiefst ungerecht.

Ich finde es abscheulich.

Abscheulich?

Es ist verrückt.

Ich fühl mich allein gelassen.

Dieser Junge hätte mich verurteilen können, aber nein,

er hat sich mit mir ausgetauscht.

Er hat akzeptiert, wer ich bin.

Wieso hätte er Sie verurteilen sollen?

Hier können Sie loslassen.

Kommen Sie, lassen Sie alles los.

Wir haben jetzt die Bestätigung, dass Monseigneur Poileaux

die Messe zum Tag des Herrn bei France 2 zelebrieren wird.

Ich werde Sie brauchen, Chanseaulmes.

Ich möchte von Ihnen eine Liste aller möglichen Gäste.

Monseigneur Poileaux ist es sehr wichtig,

dass dabei sind...

Monseigneur?

Guten Tag.

Pater Soubiran hat mich darüber in Kenntnis gesetzt, dass Sie informiert sind.

Lassen Sie uns bitte allein, Schwester.

Wir haben keine Zeit für Reue.

Ich werde Ihnen also nicht vorwerfen, dass Sie neugierig sind.

Denn Sie sind ein intelligenter Mensch und Sie kennen die Kapuziner gut.

Deshalb muss ich verstehen, was Sie empfinden.

Sind Sie schockiert?

Wie könnte ich das nicht, Monseigneur?

Haben Sie eine Vorstellung, von welcher Höhe wir sprechen?

Die ganze Institution scheint mir einzustürzen.

Ich brauche Ihre Hilfe, um die zwangsläufig komplizierten Reaktionen

aus dem Seminar vorwegzunehmen.

Die Reaktion wird meiner ähnlich werden.

Nach dem Schock werden sie verstehen, dass der Verkauf unvermeidbar ist.

Ich denke nicht, dass es so einfach sein wird.

Würden Sie mir helfen, es zu kommunizieren?

Selbst die beste Kommunikation wird nichts nützen.

Das Problem ist, die Lösung ist kaum vertretbar.

Na gut.

Und, Pater Bosco?

Was ist mit Pater Bosco?

Er hat alles für die Kapuziner gegeben. Mit ihm muss man darüber sprechen.

Prima, perfekt. Dann werden Sie uns helfen, mit Pater Bosco zu sprechen.

Gehen wir!

Ich hab den Eindruck, dass wir uns alle verirrt haben im Dunkel und in der Kälte.

Ich spüre, dass sich meine Brüder entfernen.

José, der auf etwas in seinem Inneren starrt,

etwas, das so klein und hart ist, dass es einem Angst macht.

Guillaume, der, ich weiß nicht...

...irgendwie auffallen will.

Und Raphaël ist sowieso schon woanders.

Und was ist mit dir? Warum sprichst du nicht von dir?

Von mir?

Ich weiß nicht.

Dann gib dir etwas Mühe. Sprich endlich mal von dir.

Ich hab den Eindruck, dass ich kein Problem hab.

Alles läuft. Ich habe den Weg gewählt, der mir gefällt.

Ich hab dieses Projekt mit den Jugendlichen und mit Pater Abel.

Und dennoch...

Und dennoch, was?

Geh weiter! Geh in die Tiefe!

Und doch fühle ich mich nicht wohl.

Ich habe das Gefühl, ohne die anderen nicht wissen zu können, wer ich bin.

Ich brauche sie für meine Inspiration, und in Wirklichkeit machen sie mir Angst,

weil im Grunde finde ich die Menschen seltsam.

Denken Sie, dass ich schwach bin?

Niemals!

Niemals darfst du deine Liebe zu den Nächsten als Schwäche verstehen.

Niemals darfst du es bereuen!

Natürlich brauchen wir sie und natürlich würden wir ohne die Liebe

der anderen Menschen sterben.

Ah, endlich wird es warm!

Das hilft uns zu denken.

Und zu lieben.

Und in der Auseinandersetzung mit den

Gesetzen und Bräuchen der Zeit hindurch, sehen wir,

wie sich das Wirken der Kirche abzeichnet.

Durch den Kreis der Crêpe bei Lichtmess behalten wir eine Spur des heidnischen,

winterlichen Sommerfestes bei, aber wir erinnern uns auch an die Worte von Simeon,

der im Jesuskind das "Licht Gottes" sah und somit die Menschheit erleuchtete.

Er hat's geschafft, die Crêpes einzubauen.

Danke, Guillaume.

Und nun bitte Raphaël.

"Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz

und die Propheten aufzuheben.

Ich bin nicht hier, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen."

Meine Brüder, ich stehe heute vor euch, um zu verstehen,

was dieser Satz Jesu, wie er von Matthäus überliefert wurde,

jedem von uns allen sagt.

Ich möchte gern ein Gefühl dafür geben, inwieweit es sich bei dem,

was er aussagt, gleichzeitig um eine Pflicht handelt,

eine Befreiung und ein abgründiges Drama.

Ich weiß nicht, was ich Ihnen sagen soll.

Ich glaube, ich habe wieder einen Fehler begangen.

Wahrscheinlich haben Sie wirklich recht, es ist der Stolz.

Er ist stärker als ich.

Aber jetzt fürchte ich eines besonders:

Ihre Wertschätzung zu verlieren.

Ohne sie, glaube ich, werde ich wirklich alles verloren haben.

Na gut. Ich bereite mich auf die Messe vor.

Pater Castan hat angerufen, während du weg warst.

Er war ganz aufgeregt.

Im Kloster haben sie einen Anruf vom Bistum für dich erhalten.

Monseigneur Brulard hat deinen Antrag für Shanghai anerkannt.

Er hat ihn mit der Notiz "sehr zu befürworten" an die Pariser Mission weitergeleitet.

Und was mach ich jetzt?

Fürs Erste wirst du die Messe feiern.

Und danach gibt es bei Mutter Oberin eine Flasche Champagner.

So spüren wir, wie schon die Juden, als sie sie hörten,

in diesen Worten Christi die dramatische Kraft.

Weil die Aufgabe althergebrachter Regeln immer gewaltsam ist,

denn sie ruft immer Ängste und Konflikte hervor.

Weil wir auf dem Weg vom Alten zum Neuen, zum Wagnis des Neuen,

einen Glaubenssprung machen müssen,

getreu dem Geiste, der über dem Gesetz steht.

Und in dieses Drama - ein Drama, trotzdem die Gottesfreude nie abwesend ist -

haben wir Christen beschlossen, uns einzuschreiten.

Vielen Dank, Raphaël.

Und jetzt zum Schluss erwarten wir noch mit Vorfreude und Ungeduld

die Arbeit unseres Freundes José Del Sarte.

Du wirst sehen, wir haben nicht gelogen.

Ich entschuldige mich vorweg bei Ihnen, lieber Pater Cheminade,

aber ich habe entschieden, die Regeln nicht einzuhalten,

wozu uns im Übrigen auch die kraftvolle Lektion meines Freundes Raphaël einlädt.

Ich habe entschieden, dass ich euch davon erzählen will,

was mir beim Meditieren über meine Situation hier unter euch eingefallen ist.

Und ich werde zu euch über Lazarus sprechen.

Jesus macht mit Lazarus Folgendes,

er erweckt ihn zum Leben und das im Gegensatz

zur herkömmlichen Meinung, nämlich gegen den guten Glauben,

dass der Tod einfach da ist und man nichts gegen ihn tun kann.

Lazarus' eigene Schwester, Marthe, sagt:

"Er ist seit vier Tagen hier und er riecht schon."

Und doch macht es Jesus keine Angst, ihn da rauszuholen.

Also...

Ich...

ich fühle mich unter euch wie ein Toter, der zum Leben zurückgekehrt ist.

Und ich möchte es ebenso wie er machen,

damit andere durch mich wieder zum Leben zurückkommen,

weil Gott zum Leben erwecken kann!

Selbst wenn die Toten stinken, Gott kann sie zum Leben erwecken!

Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen konnte.

Entschuldigt mich. Entschuldigt mich.

Weißt du, dass er eine Fortbildung besucht hat, um runde Crêpes hinzubekommen?

Eine Fortbildung? - Doch!

Doch! Was erzählst du da? Den Bretonen ist das angeboren!

Tatsächlich? Angeboren? - Ja, das gehört zu unserer Kultur.

Unsere Ahnen, die Druiden, haben es uns weitergegeben.

Kommt schon, ihr müsst essen. Na los!

Hopp! Hier! Für dich! Fang auf!

Kommt schon, ihr müsst die Crêpes essen!

Das ist heiß!

Auf dein Wohl!

Vielen Dank!

Wir haben etwas zu feiern, wir beide. - Ach, wirklich? - Rate mal!

Also ich weiß nicht. Mögen Sie meine Crêpes?

Ich liebe deine Crêpes, aber das ist es nicht.

Was dann? - Ich werde dich nicht weiter quälen.

Sanchez hat mich angerufen. Halt dich fest:

Er hat vorgeschlagen, den Cantus ganz groß vorzustellen,

bei den Augustinern und dann eine Tournee.

Och, das ist super! - Yann, das wird uns weit bringen!

Gut, also das Ding ist, er würde das Projekt

gerne in eine professionelle Form bringen.

Und das ist mit den Kindern schwierig. Aber er wird uns Vorschläge machen.

Vorschläge? Und das heißt?

Ich glaube, ein Chor mit professionellen Sängern.

Ich weiß, das ist heikel, aber da habe ich nicht abgesagt.

Gut, nicht? - Ja, ja.

Darf ich?

Dafür sind sie da.

Also dann, bis später.

Ja.

Auf das Wohl von Raphaël Chanseaulmes,

dem Gewinner des Homilien-Wettbewerbs!

Danke, Pater.

Bravo! Wirklich toll.

Zum Beispiel hätte ich euch nach einer Definition der Moral fragen können,

der christlichen Moral.

Oder ich hätte 'ne Frage zur Geschichte...

In allen Bereichen haben Sie eine, oder?

Die Geschichte, sie ist das gefährlichste Produkt,

das die Chemie des Intellekts jemals ausgearbeitet hat.

Ist das nicht beeindruckend?

Wie auch immer, man ändert sich nicht.

So war ich schon immer.

Ihr müsst wissen, dass der Zweifel...

Ich fand deine Homilie sehr beeindruckend.

Mehr noch den Ausdruck.

Du warst wirklich du selbst.

Du hast Mitleid, ja?

♪ Oh, heilige Vorhaut!

♪ Oh, heilige Vorhaut,

♪ wenn du uns hältst, gibst du dich uns hin,

♪ du kleines Stück Haut.

Hat sich schon mal jemand gefragt, woher die Vorhaut kommt?

Also nein, ich...

Also, ich meine den Ursprung des Wortes. Weil es "Vor" und "Haut" gibt.

Dann ist es vielleicht "vor der Haut"?

Was für 'ne Frage? - Nein, aber im Lateinischen...

"Vor der Haut" wurde zur "Vorhaut".

Ist doch nur Quatsch.

Wartest du auf jemanden, Guillaume?

Na, da bin ich ja mal gespannt, wer da kommt.

Wer kommt da wohl zur Tür herein.

Pater Abel!

Ihr habt ja gute Laune.

Willkommen.

Pater, es ist nicht nötig, dass Sie kommen, um nachzusehen.

Wir machen keine Dummheiten mehr.

Und auf den da passen wir auf.

Es ist richtig, dass man mich vielleicht angeregt hat,

so im Vorbeigehen darauf zu achten, dass ihr nicht allzu wild werdet.

Und ich dachte mir, das Beste ist, wenn ich dieses Risiko mit euch eingehe...

mit Zwetschgenwasser aus der Creuse.

Oh, super!

Bravo.

Das trinkt man aus kleinen Gläsern.

Hast du Schnapsgläschen? - Hier sind Tassen.

Also, was hat euch so zum Lachen gebracht?

Ich hörte euch schon am Ende des Gangs. - Nichts.

Jungs, das ist doch egal. Ist doch nichts Dramatisches.

Wir sprachen von seltsamen religiösen Festen,

wie der Reinigung der Heiligen Jungfrau.

Und eben waren wir bei der Heiligen Vorhaut, diesem Wahn um ein Stück Haut,

das Jesus' Schwanz abgeschnitten wurde.

Hör auf, Jean-Bern, du übertreibst! - Schon wahr, dass da etwas dahinter steckt.

Selbst er sagt das! Irgendwo gibt es sie,

so eine Fixierung auf das Ding von Jesus.

Das stimmt auch wieder, du musst dir nur mal

die Gemälde ansehen. Also wirklich!

All diese Kranken, die Jesus als Vorwand genommen haben,

mit dem Gewand, das sich zwischen seine Beine schiebt,

Vielen Dank.

Sich schiebt oder von alleine hält... - Ich will's nicht hören.

Wie die Heiligen, der Heilige Sebastian,

mit den Pfeilen, die ihm von überall her ins Fleisch bohren, und er da, als wäre nichts:

"Los, mach schon, gib mir noch einen! Ist mir egal.

Ist mir egal. Los! Kommt schon!

Ja, los, kommt schon! Macht schon!"

Pfeile von überall her.

"Los, kommt schon, los! Ist mir egal!

Ist mir egal!" Nein, ehrlich, ich schwör's euch.

Ich habe sogar schon ein Foto gesehen, auf dem er einen Pfeil im Rachen hatte!

Es war ihm egal... - Alles in Ordnung, Guillaume?

Ja.

Nein, aber ernsthaft. - Nein, aber das ist doch schrecklich.

Wenn man darüber nachdenkt, das ist unglaublich.

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