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In seinem Kopf sitzt ein Tumor, der fast so groß ist wie ein Tischtennisball.
Mein Name ist Zivka. Ich benutze Energien. Meine Hände dienen mir als Kanäle.
Da war eine Bewegung, ein Energiefluss.
Die Liebe, das sind Mann und Frau.
Die einzige reife Beziehung, die mit den Gegebenheiten der Natur in Einklang steht,
ist die heterosexuelle Beziehung. - Weshalb möchten Sie das Praktikum
unbedingt jetzt machen? Warten Sie, bis Sie Diakon sind,
das würde besser in Ihre Berufsplanung passen.
Ich habe Sie gebeten, dort alles auf Herz und Nieren zu prüfen.
Ich habe allen Grund zur Annahme, dass böswillige Geister meinen Platz hier fordern.
Das bedeutet dann Bankrott. - Konkurs der französischen Bischofskonferenz?
Ich werde mich von einem von Ihnen trennen müssen.
Wir müssen einfach nur sparen, von heute an.
Kannst du das Pater Bosco von mir geben?
Ich möchte gern wissen, Pater, haben Sie Josés Brief gelesen?
Dieser Junge hat sich entschlossen, seine alten Fehler zu machen,
die Gewalt und der Hass. Das kann ich nicht dulden.
Macht dir in deinem Leben etwas Spaß außer Gott? Ich muss dich ein paar Leuten vorstellen.
Hey, José! Du musst dich neu erfinden.
Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt.
Sie schreiben in Ihrem Brief, dass Sie sich
in erster Linie für städtische Problemzonen starkmachen wollen.
Ausgangspunkt meines Anliegens ist die Wirklichkeit der so genannten "Cités",
die ich ziemlich gut kenne.
Mein Projekt,
selbst wenn ich weiß, dass ich es noch genauer fassen muss,
möchte ich gern auf die Frage der Zwischenbereiche ausrichten,
zwischen den Vierteln und den Stadtgebieten, in die sie hineingebaut werden sollen.
Und wie man diesen Raum umgestalten kann.
Bitte entschuldigen Sie die Frage,
aber wenn Sie davon sprechen, was Sie erlebt haben dann...
Also, wenn Sie den Rollstuhl meinen, dann... - Nein, überhaupt nicht. Darum geht es nicht.
Wenn ich mir Ihre Unterlagen ansehe, so haben Sie doch einen ziemlich
atypischen Werdegang. Sie betonen Ihr ursprüngliches
soziales Umfeld am Anfang, dann das Gefängnis,
die Diplome und danach das Seminar.
Ja, das ist wahr.
Ich stamme aus einer ziemlich harten Welt,
und es war schwieriger, meinen Platz zu finden. Das waren diese einzelnen Etappen.
Ja, ich verstehe. Aber in nur wenigen Monaten,
vom Seminar zum Institut für Städteplanung...
Es fällt mir schwer, da eine Verbindung zu sehen.
Die Menschen.
Das Bindeglied sind die Menschen.
Ihr konkreter Platz im Leben, hier und jetzt.
Das ist es, was ich erklären wollte.
Aber es ist mir wohl nicht gelungen.
Ich habe Ihre Sicht der Dinge schon verstanden.
Was mir problematisch erscheint, ist der Übergang, verstehen Sie?
Sie wollen wissen, ob ich immer noch glaube?
Ja, ich glaube immer noch.
Aber Sie sind einverstanden, wenn ich sage, dass Gott
mit der Planung sozial schwacher Stadtzonen nichts zu schaffen hat?
Ich weiß nicht. Am Anfang hat man Tempel für Götter gebaut.
Dann hat man Grabstätten für die Könige gebaut.
Jetzt macht man Tempel für die Völker.
Wenn wir dafür sorgen, dass sie sich nicht in Grabstätten verwandeln,
würde Gott das begrüßen.
Danke.
Gut? Vielen Dank, Monsieur.
Wir werden Ihre Bewerbung prüfen.
Vielen Dank. - Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen. - Bis dann.
Sei mir gnädig, mein Gott, in deiner Liebe, in deiner großen Barmherzigkeit.
Lösche meine Sünde aus. Wasche mich rein in meiner Seele,
reinige mich von der Kränkung. Gegen dich hab ich gesündigt, gegen dich allein.
Es ist meine Schuld. Meine Schuld.
Gut. Und jetzt, zum Schluss,
nehmen wir uns noch ein wenig Zeit zum Diskutieren.
Ihr könnt mir Fragen stellen und Ideen vorbringen
zu Themen, die ihr dieses Jahr gerne ansprechen würdet.
Ja, und sagt mir dann noch eure Vornamen und eure Namen.
Bastien Bérault, Monsieur.
Könnten wir über Beziehungen sprechen? - Beziehungen? Was meinst du?
Sie wissen schon, Jungs-Mädchen-Beziehungen.
Emilie Gauthier. Haben Sie ein Keuschheitsgelübde abgelegt?
Wenn man Priester werden will, muss man ein Gelübde ablegen. Den Zölibat, ja.
Aber das hat nicht unbedingt mit dem Priestertum zu tun oder mit mir.
Noch andere Ideen? - Ja. Tom-Fabio Antunes.
Monsieur, der Musikunterricht ist ein bisschen langweilig.
Jeder könnte doch ein Musikstück seiner Wahl mitbringen und wir reden darüber.
In der Schule meines Cousins machen sie das.
Das ist krass! - Ja, das ist eine super Idee. Danke, Tom.
Fabio. Tom-Fabio! - Sie dürfen meinen Namen nicht einfach zerhacken,
sonst bekommt meine Mutter eine Krise!
Und, Monsieur! Wir könnten über Eigentum sprechen.
Nein, aber wir könnten über die Homo-Ehe reden.
Nun denn. Ich schlage euch mal Folgendes vor:
Zum nächsten Mal schreibt ihr alle einen kurzen Text
über euer Verhältnis zum Glauben, zum Engagement.
Das kann Leidenschaft sein, ein Freizeit-Vergnügen,
das kann eine Beziehung zu einer Person sein.
Ich werde alles durchlesen und dann denke ich mir was aus,
wie man aus euren Interessen etwas auf die Beine stellen kann.
Ist ja cool. - Passt euch das? Wunderbar.
Bis zur nächsten Woche also. Danke.
Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.
Bis dann. - Auf Wiedersehen, Kinder.
Die sind ganz schön lebendig! Aber ich glaube, wir haben einen ganz guten Draht zueinander.
Gut. Also, Tatsache ist, Sie haben alle möglichen Fehler gemacht.
Sie haben keinerlei Rahmen gesetzt, Sie lachen mit ihnen.
Sie fragen sie nach ihrer Meinung!
Aber es ist nicht an ihnen, uns zu sagen, was sie lernen möchten
Diese Kumpanei, vor der muss man sich hüten!
Ich wollte ja auch nur mal sehen, wie sie so drauf sind.
So, zum Beispiel, war die Rede von Musik, und...
Aber ihre Musik ist nicht das, was Sie darunter verstehen.
Sie brauchen einen klaren Rahmen.
Und dieser Rahmen existiert, das ist der Katechismus.
Gehen Sie nicht darüber hinaus.
Ich kann nur jemanden gebrauchen, der mich vertritt, wenn ich beschäftigt bin.
Das ist alles.
Kennst du ihn? Er ist wirklich gut.
Er hat die ISCOM absolviert.
Also, Kommunizieren, "communicare":
Sich mitteilen. Teilen.
Diese Woche werden wir teilen.
Also im Vergleich zum Lehrplan habe ich das Programm ein wenig geändert.
Ich denke, was den Begriff"Kommunikation" betrifft,
gibt es nichts Besseres, als ihn aus dem realen, wirklichen Leben heraus zu verstehen:
Unsere Kirche besser finanzieren.
Entschuldigen Sie, bitte, das ist interessant, aber ist das wirklich Kommunikation?
Geld zu finden, ist immer eine Frage der Kommunikation,
weil es ein Problem der Effizienz ist.
Die Frage nach der Kommunikation ist eigentlich eine Frage der Effizienz.
Wie kann ich die Sorge, die ich habe, mit anderen teilen,
sie zu etwas Gemeinsamen machen?
Wir werden von den Werbekampagnen der letzten drei Jahre ausgehen
und uns nur zwei Fragen stellen:
Sind sie effizient? Und wie könnten sie noch effizienter sein?
Bei jedem Bild, das ich Ihnen vorstelle,
möchte ich, dass Sie ganz einfach, ganz spontan Ihre Reaktion äußern,
einfach so, ohne Hemmungen.
Also?
Es ist warmherzig, es vermittelt Vertrauen.
Es ist kein Geld im Bild zu sehen. Nur der Priester, die Geste.
Es ist metaphorisch.
Er hat vielleicht die ISCOM absolviert, aber hier hab ich gerade den Eindruck,
dass er will, dass wir seinen Job machen. - Gut. Junger Mann,
können Sie uns wohl auch in den Genuss Ihrer Meinung kommen lassen?
Sie erinnern sich "communicare", "teilen".
Also, Sie haben etwas zu sagen?
Über dieses Flugblatt? - Ja, zum Beispiel.
Visuell ist es eher klassisch.
Darf ich offen sprechen? - Dafür sind Sie hier.
Es sieht aus wie ein Flugblatt, dass man ja genauso erwarten würde.
Aber ich glaube, es ist einfach ineffizient.
Ach ja? Na gut. Und warum?
Weil es gewöhnlich ist. Ohne es schlecht machen zu wollen.
Es überrascht nicht, es ist nicht einzigartig, es richtet sich an niemanden.
Ehrlich gesagt, sehe ich keinen Unterschied zwischen diesem Flugblatt
und dem eines Rathauses in Paris zur Trennung von Haushaltsmüll.
Der traut sich ja was. - Allerdings.
Ich bat Sie ja darum, offen zu sein,
und das werde ich Ihnen jetzt nicht vorwerfen.
Aber wenn Sie hier sind, dann doch aus dem Grunde, um hier etwas zu lernen.
Und nicht um uns mit einem hinterwitzigen Lächeln zu belehren.
Sinn eines Praktikums ist, offen sein, neugierig,
gewillt zu sein, neue Erkenntnisse zu erwerben durch die Erfahrung der Älteren.
Ich bin mir nicht sicher, ob sich diese Motivation hinter Ihrer Offenheit verbirgt.
Ich bitte Sie um Entschuldigung.
Gut, machen wir weiter.
Sehen Sie sich nun dieses Bild an.
Versuchen Sie sich auf den Hintergrund zu konzentrieren,
auf die Ästhetik, die Arithmetik, die Farben.
Ich weiß nicht, ob du das weißt, aber das sind seine Entwürfe.
Es ist das, was er hier schon seit drei Jahren macht.
Ja ja, das weiß ich, Pater.
Aber wenn ich Sie auf die Zahlen hinweise, sehen Sie sicher ein,
dass wir eine so defizitäre Verlagstätigkeit nicht weiter finanzieren können.
Warum verweigern Sie die Frage, die Monseigneur Poileaux gestellt hat:
Wer ist zu viel? Es geht nicht um mich, sondern die Effizienz des Teams.
Niemand ist zu viel. Fangen Sie nicht damit an.
Sie wissen genauso gut wie ich: Wir waren vor Soubiran da.
Und bis dahin lief es gut. Wenn einer gehen muss, dann er.
Wir brauchen keine Werbekampagne, wenn wir am Rand des Abgrunds stehen.
Ich kenne die Buchhaltung, Sie das Terrain. Das Team sind wir beide.
Ja, schade. Sehr schade.
Monseigneur Poileaux steht unter Druck und gibt ihn an uns weiter.
Das ist klassisch. Aber wenn wir zusammenstehen, dann...
Es ist Ihnen wohl nicht klar,
dass er uns Montag zu einem Ausschlussgespräch gebeten hat.
Einem von uns wird gekündigt. Sie sind zu naiv!
Gott segne Sie.
Also, was sagten Sie?
Monseigneur Luneau v on der Pariser Mission. Er wartet.
Ah, Luneau. Natürlich.
Bitte treten Sie ein.
Guten Tag, Monseigneur. Ich falle aus allen Wolken.
Am Anfang dachte ich, das wäre ein Fehler, ein Druckfehler.
Es fehlt eine Null. - Wir haben gar keine andere Wahl,
den Haushalt dort zu kürzen, wo es möglich ist.
Bei der Pariser Mission ist das der Fall.
Aber wie soll ich das Jahr überstehen?
Ich empfange jeden Monat Priester, die ich unterbringen muss.
Es gibt hier 92 Angestellte, die leisten das unbedingt Notwendige.
Soll ich sie nicht mehr bezahlen? Sollen sie etwa nach Hause gehen?
Sie wissen nur zu gut, dass die Hälfte der Dienste, für die sie bezahlt werden,
nicht geleistet werden oder nur schlecht.
Ich werde das nicht durchgehen lassen und bin sicher nicht der Einzige. Monseigneur!
Monseigneur?
Bevor der Nächste eintritt, wir haben die Vergleichszahlen für die Hostien.
Die Hostien? Gut, dass Sie mich erinnern. Was vergleichen wir?
Die Ordensfrauen der Abtei von La Pierre-Levée liefern uns die Hostien.
Wir haben einen Kostenvergleich mit dem Westlake-Kloster
in Vermont in den USA gemacht und sie sind billiger.
Kommen Sie zum Schluss. Der Tag wird lang werden.
Es ist eine alte Partnerschaft. Die Schwestern beliefern uns seit 1937.
Das hat schon Symbolcharakter. Wenn wir ihnen den Auftrag entziehen,
verzeihen Sie den Ausdruck, bringen wir sie an den Bettelstab.
Diese Schwestern, wie viele sind sie?
27, glaube ich.
27.
Die Zahlen sprechen. Ich kann da nichts tun.
Sie regeln das Notwendige.
Und das soll heißen? - Unsere Sparmaßnahmen erklären Sie ihnen.
Wie fühlen Sie sich zurzeit?
Ich hatte stark stechende Schmerzen in der letzten Zeit.
Ihre Kollegin hat beim letzten Mal... - Welche Kollegin?
Sie heißt, Zivka, glaube ich. Sie hat mir...
Sie ist nicht mehr hier.
Sie meinen definitiv? - Ja.
Das wusste ich nicht.
In diesem Fall vielleicht ein stärkeres Schmerzmittel...
Wir halten uns strikt an die Vorgaben. Ich verstehe, dass die Schmerzen Sie beängstigen.
Aber... Entschuldigen Sie mich.
Gehen Sie da rüber!
Atme kräftig durch!
Geht es besser? Geht es besser?
Ja. - Lass mich mal deinen Puls spüren.
Es ist nicht leicht, oder?
In den vorbereitenden Sitzungen warnen sie uns immer wieder davor,
aber ich hätte nicht gedacht, dass es so hart ist.
Manchmal muss man sich Hilfe holen.
Was meinen Sie?
Na, ich bete.
Vielen Dank.
Wenn Sie wollen, dann können Sie wieder zu ihm.
Mein Kleiner.
Geht es, mein Liebling? Das war ja was.
Geht es besser? - Ja.
Es gibt viele Fälle. Aber sie haben sich alle dafür entschieden,
es zu behalten und wir begleiten sie dabei.
Laurent, unser Verwalter. - Guten Tag.
Das hier ist der Gemeinschaftsraum,
hier essen auch alle. Gleich da hinten haben wir auch eine kleine Küche.
Hey, Madame. Heute Nacht habe ich von Ihnen geträumt.
Ich habe es euch schon erzählt. Sie sahen super traurig aus in meinem Traum.
Es tat mir richtig leid, Sie so zu sehen.
Du kannst beruhigt sein, es geht mir ganz gut, Maryline.
Ich stelle euch Guillaume vor, er macht hier ein Praktikum.
Hallo. - Hallo.
Madame Parillaud ist hier die Beste. Also "Welcome" jedenfalls.
Das dort dient als Zwischenlager für andere Verbände.
Und da oben befinden sich die Zimmer.
Es sind ungefähr zehn, mehr ist nicht machbar.
Soll ich ihnen sagen, dass du Seminarist bist?
Nein, lieber nicht. Ich möchte nicht, dass eine Distanz zwischen uns entsteht.
Gut. Wir sorgen für die medizinische Betreuung,
Wir helfen Ihnen bei den Unterlagen zur Wohnungs- und Jobsuche,
damit sie in der Lage sind, selbständig zu werden, sobald das Baby geboren ist.
Du musst wissen, sie kommen oft aus schwierigen Familienverhältnissen
oder Gewaltbeziehungen. Sie suchen moralische Unterstützung, ein offenes Ohr.
Oh, so ein Mist! Entschuldige, ich muss das Wasser abstellen.
Irgendwann ist es so aus mir herausgeplatzt.
Ich habe nur die Heiligen Drei Könige erwähnt...
Nicht zu fassen! Und du hast es wieder gemacht?
Es liegt doch nicht an mir! Jedes Mal gibt es irgendeinen, der an mir rumnörgeln muss!
Was glaubst du, wie diese Sachen funktionieren? Du bestimmt das Interview,
redest über das, was sie hören wollen. Du sagst, dass du motiviert bist.
Sagst, dass du ein Projekt hast.
Das ist das magische Wort heutzutage! "Ich habe ein Projekt."
Und nicht: "Ich liebe Gott." - Ach ja? Redest du nie davon?
Ich rede doch nicht mit Fremden über Gott!
Ach ja? Schon bei der ersten Begegnung hast du das.
Du hast als Erster davon geredet! Isst du deinen Kompott oder nicht?
Du bist echt krank. Also wirklich.
Gar nicht schlecht.
Corentin, Raphaël, sehr gut.
Ich hatte es doch deutlich gesagt, aber viele von Ihnen vergessen,
die Quellen zu nennen. Das ist bedauerlich.
Wir sehen uns das beim nächsten Mal genauer an. Yann und Guillaume.
Ich gebe Ihnen die Themen der nächsten Seminararbeiten
am kommenden Donnerstag. Bis Donnerstag! Auf Wiedersehen!
Auf Wiedersehen, Pater. - Auf Wiedersehen.
Bis Donnerstag, Pater. - Bis Donnerstag. Auf Wiedersehen.
Danke, Pater. - Danke. Auf Wiedersehen.
Guillaume! - Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.
Weißt du, warum du eine mittelmäßige Note hast?
Nein. - Weil du ein mittelmäßiges Thema genommen hast.
Ein großer Teil der Note resultiert aus dem Thema.
Und du wählst immer die laschesten Themen, die lauwärmsten. Warum?
Begleitest du mich fünf Minuten?
Du wirst bemerkt haben, dass von fünf vorgeschlagenen Themen
meist eins stärker ist als die anderen.
Das bedeutet, dass man in diesem Thema
eine größere Ausdrucksmöglichkeit hat
und eine größere Inbrunst.
Das ist es, was ich stolze Themen nenne.
Während die anderen Themen zaghaft sind, sichere Themen.
Sieh mich an! Was siehst du?
Ich sehe Sie.
Du siehst einen Motorradfahrer, wie es Hunderte in Paris gibt.
Und jetzt siehst du einen Priester.
Was du von dir zeigst, ist das, was ich sehen werde.
Was jeder sehen wird. Und das wirst du sein.
Ich weiß, dass in dir ein Priester steckt. Und den will ich sehen.
Du wirst die Seminararbeit noch mal schreiben.
Diesmal über das Inscrutabili Divinae.
Das war das stolze Thema.
Was wird denn das jetzt?
Wir haben unsere Aufgaben gemacht. Warum werden sie nicht eingesammelt?
Weil dies Unterricht in Katechismus ist, den ihr in dieser Stunde habt.
Also machen wir Katechismus.
Also, der Advent. Nehmt eure Bücher und schlagt die Seite 151 auf.
Beziehungsweise 129 für die alte Ausgabe.
Wer liest? Emilie, fang an.
"In dieser Zeit des Advents bereiten wir uns auf die Geburt Jesu, unseres Erlösers, vor.
Jesus wurde in Betlehem in Judäa geboren, zur Zeit von König Herodes.
Und da kamen die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland
in Jerusalem an und fragten:
Wo ist der König der Juden, der gerade geboren wurde?"
Genau. - Und wie war das für dich heute?
Monsieur Chansaulmes, hätten Sie fünf Minuten für mich?
Was Ihre Kritik vom letzten Mal betrifft,
wäre es Ihnen möglich, Ihre Gedanken zu präzisieren?
Im positiven Sinne, meine ich.
Was wäre also weniger hässlich oder gewöhnlich?
Über diese Frage hab ich schon nachgedacht:
Die Haupteinnahme i st doch wohl die Kollekte.
Wenn ich mich nicht täusche, sind das mehr oder weniger
40 Prozent der Einnahmen, die jährlich in die Kirchenkassen eingehen.
Es ist kaum möglich, die Anzahl der Spender zu erhöhen.
Es scheint mir wichtig, dass man höhere Spendenbeiträge zum Ziel haben sollte.
Ein gewisser Teil der Bevölkerung findet, glaube ich, kaum Beachtung.
Das sind die jungen Reichen, die Söhne von, naja...
Die jungen Unternehmer, die von den Elitehochschulen kommen
und für die der Katholizismus ein grundlegender Wert geblieben ist.
Wenn die geben, wie viel ist das? Tausend Euro? Selten mehr.
Aber sie könnten fünf- oder zehntausend Euro geben,
ohne dass es für sie ein großes Opfer wäre.
Fahren Sie fort. Fahren Sie fort.
Wenn wir sie ansprechen, wenn wir sie in ihrer Sprache
in einer gezielten Kampagne sensibilisieren.
Insbesondere durch soziale Netzwerke, und indem wir uns
auf das Gefühl der Anerkennung eines grundlegenden Wertes stützen,
bin ich sicher, dass wir sie erreichen können.
Sie müssen wissen, dass die wirklich Reichen immer etwas mit ihrem Geld tun wollen.
Wenn wir also, abgesehen von der Abschreibung,
die Tatsache unterstreichen, dass ihr Handeln einen Sinn hat,
werden sie nicht nur mehr geben, sie werden auch noch zufrieden sein, es zu tun.
Ja?
Haben Sie Pater Cheminade gesehen? - Nein. Kann ich helfen?
Nein. Es ist nichts Wichtiges. Ich spreche später mit ihm.
Yann, ich kenne diesen Blick. Du suchst Rat.
Und wenn man Rat sucht, naja...
Willst du sagen, was dich bewegt? Ich höre dir zu.
Also, es ist nichts Wichtiges.
Es geht um mein Praktikum, am Collège St. Stanislas.
Ich denke, ich könnte was Besseres finden. - Aber warum denn?
Es ist super, mit Jugendlichen in Kontakt zu sein!
Was könnte es Besseres geben für einen zukünftigen Diener Gottes?
Es geht um den Schulpfarrer. Er bremst mich ein bisschen,
und er ist ziemlich streng, und ich fühle mich nicht wohl.
Warst du bei ihm? Hast du mit ihm gesprochen?
Was wolltest du denn gerne mit den Jugendlichen tun?
Das ist es ja! Er ignoriert meine Ideen.
Anfangs waren wir auf einer Wellenlänge.
Klingt vielleicht blöd, aber weil ich Pfadfinder war und...
War ich auch. - Ach ja?
Dann verstehen Sie ja, was das ist. Ich habe das im Gefühl.
Und ich fand, dass sie sich engagieren wollten.
Also wollte ich ihre Sicht des Glaubens etwas verlagern,
davon ausgehend, was sie motivieren könnte.
Das klingt ja wunderbar! Hör zu, du gehst zu ihm und redest mit ihm, genau so.
Wenn du überzeugt bist, wirst du überzeugend sein.
Vor allem lässt du nicht locker, selbst wenn du glaubst, dass er blockiert.
Gott wird dich inspirieren.
Mach du deinen Teil, er wird den Rest tun.
Wie ist es mit Pater Soubiran gelaufen?
Am Anfang war es kompliziert. Als ich von Strategien sprach, wurde es entspannter.
Trotzdem ist es schwer, sich eine Meinung zu bilden.
Stützen Sie sich auf mich.
Ich rufe das Krankenhaus an.
Das bringt nichts. Schiffmann ist nicht erreichbar, selbst in Chemotherapie.
Ich konnte nicht...
Hevenu Shalom Alechem.
Bist du blöd, oder was? Ich wäre fast umgefallen!
Hey, keine Beleidigungen, Bruder José!
Weißt du, was morgen ist?
Morgen ist Simchat Tora. Freude und Respekt, bitte schön!
Was ist denn das jetzt wieder? - Du bist wirklich ein Hornochse!
Simchat Tora ist die Gabe der Tora.
Wir feiern die Freude am Text, ist der Hammer!
Alora, "Institut Universitaire Paul Sabatier", Landschaftsgestaltung?
Zeig her! - Ich weiß davon ja gar nichts. - Zeig her!
Zu Händen Monsieur José Del Sarte.
Jetzt lass den Quatsch! Gib das her!
Hast du denen diesmal etwa nichts von Gott erzählt?
Zeig her!
Scheiße, die nehmen mich. - Hey, um das zu feiern,
nehme ich dich morgen zum Tanzen mit in die Synagoge.
Oh, Mist! Stimmt ja, was bin ich blöd!
Hätte fast vergessen, dass du nicht tanzen kannst.
Du hast recht, vergiss es! Es ist auf jeden Fall einfacher so.
Für dich, die Freude, dein Alleinsein mit Gott.
Und dann geißeln wir uns. Schon heftig. - Ja, so ist es! - Shalom.
Elie! Elie!
Warten Sie! Ich beginne, ihn kennenzulernen.
Sind Sie der Mann, der betet? Meine Mutter hat Sie so benannt.
Ich glaube, ich habe Sie ein wenig erschreckt.
Jedem das seine. Wo ist es bei Ihnen?
Was ist es? Bei mir sind es die Knochen.
Ich habe einen Hirntumor.
Ich werde seit zwei Monaten behandelt.
Und, geht es Ihnen genauso nach den Infusionen?
Ich weiß, dass Sie mich beim letzten Mal sehen konnten.
Es ist vor allem sehr schmerzhaft. Da!
Das war bei mir am Anfang auch so.
Madame Jaksic, die Krankenschwester, die sie rausgeschmissen haben,
sie hat mich massiert und auf einmal ist es verschwunden. Es war verrückt.
Ach ja? Sie auch?
Deshalb haben sie sie wohl rausgeschmissen.
Sie sollte damit aufhören, aber sie hat weitergemacht.
Seien Sie nicht böse, aber bei mir hat das besser funktioniert als Gebete!
Hat sie Ihnen auch die Brust massiert?
Mit der zirkulierenden Wärme durch ihre Hände, ein Wahnsinn!
Ja, das ist es. Wie, sagten Sie, ist ihr Name?
Madame Jaksic. - Wissen Sie das von ihr?
Dass man sie rausgeschmissen hat, weil... - Nein. Ein Arzt sagte es meiner Mutter.
Eben auf eine bescheuerte Art.
Er sagte meiner Mutter, sie wäre zu weit gegangen.
Ich wünschte, er könnte mal meinen Platz einnehmen,
um das "zu weit gegangen" zu überprüfen.
Hugo! Gehen wir?
Gut. Ich muss gehen.
Grüßen Sie Ihre Mutter!
Einen schönen Tag noch! - Auf Wiedersehen. - Viel Glück.
Werden Sie für mich beten?
Natürlich, mein Sohn. Ich bete schon für Sie.
Cool, bald werden wir duschen können.
Brauchen Sie noch lange?
Also, eigentlich muss ich nur eine Dichtung wechseln.
Aber um da ranzukommen, muss man sich ganz schön verrenken.
Ja ja, die Rohrsysteme. Wenn ich ein Typ gewesen wäre,
wäre ich Klempner geworden. Sie verdienen sicher gut, oder?
Ach nein, ich bin nicht wirklich ein Klempner.
Dachte ich mir schon. Sie sehen nicht so aus.
Ich helfe hier nur ein wenig.
Ich mache gerade sowas wie ein Praktikum. Sonst bin ich Seminarist.
Oh, Verzeihung! Das hätte ich nun wieder nicht erraten.
Gewöhnlich sind Seminaristen eher ein wenig... - Eher ein wenig was?
Eher ein wenig strenger irgendwie. Sie sehen ganz normal aus.
Sabrina! - Ja! - Wer hat den Tisch da abgeräumt?
Du hast doch den Tisch abgeräumt, oder? - Ja, warum?
Hast du zufällig mein Skizzenbuch gesehen?
Ich habe es dort auf dem Tisch vergessen. Und jetzt ist es weg.
Warte mal. Wieso pustest du da? - Einfach so. Einfach so.
Einfach so? Hör zu, ich habe langsam genug von deinem Gezicke, verstanden?
Ich habe die Nase voll davon, dass du hinter meinem Rücken Schlechtes verbreitest!
Das nervt mich langsam! - Erstens hab ich dein Buch nicht verloren.
Zweitens spiel ich hier nicht die Intellektuelle vom Dienst,
die ihren Vokabular-Senf dazugeben muss! Klar? - Was?
Es gibt da was, was bei so was funktioniert.
Und das ist, anstatt gegeneinander zu sein, miteinander zu sein.
Dieses Buch könntet ihr doch gemeinsam suchen. Oder nicht?
Entschuldigen Sie, bitte. Würden Sie sich einfach nur um das Leck kümmern?
Und die Sache mit dem Buch regele ich, ja?
Das ist kein Klempner. Der kommt aus dem Seminar.
Was? Der soll ein Pfarrer sein?
Nein, nicht Pfarrer, Seminarist. - Ich habe es Ihnen gesagt, Sie sehen nicht danach aus.
Wichtig ist nicht, wonach man aussieht, sondern was man ist.
Was zählt, ist was man in sich hat.
Ah ja? Was trägst du denn schon in dir?
Hast du Liebesbotschaften in dir? Steht da "Liebet einander" auf deinem Magen?
Warte, lass dir kurz was erklären.
Die da, die mag ich nicht. Ich habe sie niemals gemocht,
und ich werde sie niemals mögen. Verstanden? Also nerv mich bloß nicht
mit deinem Katechismus. Kannst mich mal am Arsch lecken.
Yann! Wie war es?
Naja, ich glaube nicht, dass ich sie begeistere.
Und dann habe ich seit dem letzten Mal ein wenig nachgedacht.
Vielleicht könnten wir doch versuchen, die Jugendlichen da abzuholen, wo sie sind.
Die Jugendlichen sind eigen. Sie glauben immer,
dass sie sich langweilen. Vor allem dann, wenn sie wirklich was lernen sollen.
Das spielt sich ein, da bin ich zuversichtlich.
Haben Sie vielleicht fünf Minuten?
Sie müssten mal für mich die Bischofskonferenz anrufen.
Ich habe Zeitschriften bestellt, die sind immer noch nicht da.
Fragen Sie nach der Dokumentationsstelle.
Ja? Guten Tag. Könnten Sie mich mit der Dokumentationsstelle verbinden? Danke.
Guten Tag, hier ist der Assistent von Pater Marquet vom Collège St. Stanislas.
Sie sollten uns, soweit ich weiß, Zeitschriften liefern?
In Ordnung. Vielen Dank. Auf Wiederhören.
Sie haben sie, aber es gibt keinen Lieferdienst mehr. Man muss sie abholen.
Meinen Sie, Sie können das machen?
Sie würden mir einen großen Dienst erweisen, ich kann hier nicht weg.
Ich breche unter der Arbeit zusammen. Die Vorbereitungen, die Weihnachtsaktivitäten...
Die Metro fährt direkt hin.
Raphaël! Haben Sie eine Minute? Ihr Praktikumsvertrag ist bereit.
Sie müssen unterzeichnen. Kommen Sie in mein Büro?
Ich wollte Sie fragen.
Pater Bosco, wie steht es um ihn mit seinen gesundheitlichen Sorgen?
Es geht ihm bestens. Wer hat Ihnen das Gegenteil erzählt?
Na, ich dachte...
Aber vielleicht sind Sie nicht auf dem Laufenden.
Doch, natürlich bin ich auf dem Laufenden. Er ist mein spiritueller Begleiter.
Er ist voll in Form. Vielleicht drängt er ein bisschen zu sehr mit all dem,
was er im Seminar erneuern will. Aber...
Haben Sie etwas über Pater Abel gehört?
Pater Abel? Wer hätte noch nichts von ihm gehört?
Frédéric, was machen Sie da?
Gar nichts. Ich suche.
Aber was glauben Sie zu finden? Ideen, um Ihren Posten zu retten?
Ich bitte Sie! Sie wollten mir nicht zuhören, da bin ich in Panik geraten.
Das ist menschlich!
Ich flehe Sie an, ich möchte keinesfalls wieder in das Departement Creuse zurück.
Das müssen Sie verstehen.
In St. Partout, ich würde es nicht überstehen. Ich gehe.
Vergessen Sie, was Sie gesehen haben, aus Barmherzigkeit.
Bitte, gehen Sie nur ran. Ich warte auf Sie.
Hier ist Yann. Ich bin gerade im Haus der Bischofskonferenz, du auch?
Ja. Was machst du hier?
Alle aushäusigen Bestellungen sind im hinteren Raum.
Die Kartons von Pater Marquet müssten auch da sein.
Achten Sie auf die Etiketten.
Tut mir leid, dass das Licht nicht funktioniert.
Da machen wir uns den Rücken kaputt. Der Typ geht mir auf den Wecker!
Ich nehme ein Taxi und werd ihn bitten, schön langsam zu fahren.
Du wirst sehen, die Rechnung... - Haben Sie wohl eine Sackkarre, Schwester?
Ja, eine Sackkarre.
Die haben wir. Kommen Sie.
Willst du mir nicht helfen? Nein?
Ich habe das Gefühl, ich habe den Moment schon mal erlebt.
Es ist, als wenn du glaubst zu wissen, was passieren wird.
Das ist ein "Déjà-vu".
Was? - Das beunruhigende Fremde.
Das Unheimliche. Sigmund Freud.
Diese Partitur hier, genauso ist es gewesen. Ich stoße zufällig drauf.
Wahnsinn, ist das schön! - Nimm sie mit!
Nimm sie mit! Keinem wird es auffallen.
Nein, bist du verrückt? Das kann ich nicht tun!
Alles in Ordnung? - Danke, Schwester. Alles bestens.
Wir sind fertig.
Ich bringe die Sackkarre in fünf Minuten zurück.
Danke, Schwester, das war super. Auf Wiedersehen.
Sie haben von Pater Abel gehört. Das ist gut, er ist brillant.
Aber was mich angeht, über mich, nichts?
Nein, nur Pater Valery hat sich nach Ihrer Gesundheit erkundigt.
Nein, nichts Genaues. - Nichts Genaues? Was heißt das?
Es ist schwer, sich in nur einer Woche ein richtiges Bild zu machen.
Mir scheint, einige sind sehr durcheinander seit dem Amtsantritt von Monseigneur Poileaux.
Ich konnte einer pathetischen Szene zusehen.
Pater Gicart wühlte im Schreibtisch von Pater Valery rum, als dieser ihn überraschte.
Ich habe nicht alles verstanden, aber es hat mit Monseigneur Poileaux zu tun.
Er setzt sich massiv unter Druck.
Und darüber hinaus... - Was?
Ich habe keinen Gesamtüberblick, aber es wird Stellenstreichungen geben.
Sie kürzen überall die Haushaltsmittel. - Ich weiß.
Hier auch. Und ich hab mit Kollegen gesprochen, das ist überall das Gleiche.
Und Pater Soubiran gibt uns auf, sich mit der Kollekte zu beschäftigen.
Das hat etwas Beunruhigendes. Es riecht nach Panik.
Wann gehen Sie wieder hin?
Mein Praktikum ist beendet. Der Abschlussvertrag ist unterzeichnet.
Ich danke Ihnen, dass Sie das für mich gemacht haben.
Und was ist mit meiner Behandlung?
Der Apotheker hat es abgelehnt. Das Rezept war zu alt.
Wir sind zu spät. Sie haben schon mit der Hakafot angefangen.
Und hopp, jetzt bist du Jude.
Gepriesen seiest du, Herr, dem wir in Ehrfurcht dienen wollen!
Machst du beim Gebet mit?
Ich kenne es aber nicht. - Das macht nichts, sei einfach dabei.
Warte hier.
Na, was ist? Komm her! Das macht doch nichts, komm einfach hergerollt.
Na, José? Willst du nicht mitmachen? - Komm wir heben ihn hoch.
Na los, José! Sam und ich tragen dich!
Dann erzähle ich euch jetzt eine Geschichte:
Vom 16. Jahrhundert an, also der Zeit der Missionierung Südamerikas,
gründeten Missionare der Jesuiten in Brasilien so was wie Gemeinden.
Und zwar mit den Indios vor Ort, mit den Eingeborenen, wie man sagte.
Und schon bald sahen sie, dass die Indios eine eigene Kultur
und starke künstlerische Fähigkeiten besaßen.
Also haben sie sie ermutigt, ihre Kunst zu entwickeln.
Aber auf der Grundlage des christlichen Modells.
Nach einigen Jahren haben sie schließlich eine hybride Kunstform erarbeitet,
aus der die Gesänge entstanden sind, die man heute die Polyphonien der Neuen Welt nennt.
Die Manuskripte dieser Kompositionen wurden herumgereicht
und dann sind sie verlorengegangen.
Und eine dieser Kompositionen, ein Cantus,
ist auf wundersame Weise in meine Hände gelangt.
Monsieur, ist das Katechismus?
Nein, aber in gewisser Weise steckt der Katechismus da drin.
Weil man sie gezwungen hat, diese christlichen Sachen zu singen?
Das ist wie bei den religiösen Gesängen der Schwarzen.
Die Afroamerikaner, die diese Gesänge erfunden
und gesungen haben, waren in Wirklichkeit Sklaven.
Was aber verrückt und zugleich wunderbar ist:
Sie haben sich diese Tradition vollständig zu eigen gemacht,
um über sie hinauszugehen und über nur eine Sache zu sprechen:
Die kommende Befreiung, die sie vom Leiden erlöst.
Und bei dem Cantus ist es das Gleiche.
Ich werde ihn euch vorspielen, gut?
Also dann.
Wie funktioniert dieses Ding?
Ist schon ein bisschen alt.
♪ Veni veni Emmanuel,
♪ captivum solve Israel.
♪ Veni, Jesse, veni...
Ja!
Entschuldigt, ich komme in fünf Minuten wieder.
Was hat Sie denn gepackt? Soll das eine Provokation sein?
Ich habe Ihnen klare Anweisungen gegeben, Yann!
Ich wollte nur was versuchen.
Wenn Sie planen, die Kinder als Freunde zu gewinnen, indem Sie Musik mit ihnen machen,
dann nicht hier! Ich finde auch jemand anderen!
Sie können mich rauswerfen, wenn Sie wollen!
Aber ich werde auch nicht zögern, zu sagen, was ich gesehen habe!
Sie kommen systematisch zu spät! Ihr Unterricht dauert kaum 40 Minuten.
Sie genehmigen sich Paletten von Zeitschriften auf Kosten des Collège
und verlangen vom Praktikanten, dass er sie für Sie abholt.
Übrigens hier, die Taxirechnung!
Was ist das Nächste? Eine Flasche Whisky,
wie die, die ich im Computerschrank gefunden habe?
Geht das auch auf Kosten des Collège? Oder, frei Haus, auf Kosten der Kirche?
Warten Sie!
Ich habe Ihre Initiativen falsch eingeschätzt.
Ich will auf keinen Fall, dass Sie sich schikaniert fühlen.
Ich glaube nur, dass ich meine Jugendlichen kenne.
Das ist einfach nur mein Standpunkt,
aber wenn Sie meinen, Sie könnten sie ernsthaft begeistern, dann...
Wissen Sie was? Versuchen Sie es!
Wir werden schon sehen, was daraus wird.
Also das hier ist erst ein Entwurf,
damit Sie sich ein erstes Bild machen können von dieser Kampagne,
die sich insbesondere auf soziale Netzwerke bezieht.
Ach so. Und das, was ist das? Ist das...
Ja, also das ist Facebook, Monseigneur.
Sind das unsere neuen Freunde? - Das ist richtig. - Das ist sicherlich interessant.
Das Problem ist nur, wir benötigen jetzt das Geld,
nicht zur nächsten Kollekte. Nicht in sechs Monaten.
Monseigneur, ich bin vollkommen einverstanden und glaube fest daran,
das Schlüsselwort ist "Sparen". Klar, deutlich und unmittelbar.
Auf dieser Grafik können Sie eine schnelle Einschätzung der Lage sehen.
Haben Sie das Gleiche auch auf Papier?
Doch, natürlich.
Hier. - Gut.
La Pierre-Levée? Was macht das denn da noch?
Haben Sie die Einsparung, was die Lieferung der Hostien angeht, nicht berücksichtigt?
Ich dachte, das wär erledigt und dass Sie sich darum gekümmert hätten!
Was meinen Sie? - Ich habe keine besseren Vorschläge als meine Kollegen.
Aber muss ich in meine Gemeinde zurück, so werd ich es tun.
Ich dachte noch an eine Sache. Die Abtei La Pierre-Levée, ist sie groß?
Sind Sie schon mal dort gewesen?
Für wie viel könnte man Ihrer Meinung nach eine Abtei wie diese verkaufen?
La Pierre-Levée? Das ist unmöglich!
Aber wir haben andere Klöster, das werden wir umgehend untersuchen!
Haben Sie eine vollständige Liste unserer Aktiva?
Sie meinen, unseren Besitz an Immobilien?
Ja, ich hätte diese Liste gern aktualisiert, schnell.
Denken Sie da an eine massive Verkaufskampagne?
Die Frage wurde schon untersucht, und das symbolische Zeichen,
das das setzen würde, wäre katastrophal.
Man würde sagen, wir ließen uns von Panik leiten und machten einen Ausverkauf.
Wir wären... - Bankrott? Und ist dem nicht so?
Und ich dachte, Sie wären der ehrliche Mann hier, der die Wahrheit sagt.
Ich glaube nicht an die Gleichbewertung aller Lösungen.
Selbst wenn man einmal die Situation akzeptiert hat.
Monseigneur, Ihre Idee ist natürlich hervorragend!
Ich werde dafür sorgen, dass Sie die Liste so schnell wie möglich erhalten werden.
Ich denke auch, dass es zunächst einmal die beste Lösung ist. Kurzfristig gesehen.
Es tut mir leid, aber Sie müssen verstehen,
dass man sich das Problem nicht aussucht und manchmal die Lösung ebenso nicht.
Aber ich schätze Ihre Offenheit, Sie ist gesund.
Ich gebe Ihnen dieses Dossier zur Bearbeitung, in kürzester Zeit natürlich.
Gut. Und ich werde Ihren zielgerichteten "Entwurf" prüfen.
Wir können sicher das eine tun und das andere nicht lassen.
Wir sprechen noch darüber.
Monseigneur? Und ich?
Bitte entschuldigen Sie, ich hatte angekündigt,
dass es eine schwierige Entscheidung geben würde.
Ich bin gezwungen, sie zu treffen.
Frédéric...
Ihr habt euch gut ins Zeug gelegt. Ich finde das widerwärtig.
"Incrustabili Divinae. Die Papst-Bulle von Papst Gregor XIV aus dem Jahre 1623."
"Sie..." Was?
Ich bin blockiert. - Warte zwei Sekunden.
Hier. Damit lässt sich was machen.
Ja, und wirklich gut. Ja.
Schon wieder Ausflüchte, Guillaume!
Also los! Lass die Bücher, lass den Computer.
Wir hatten drei Kurse darüber. Du weißt genug. - Aber nein...
Es ist jetzt an dir, es zu finden. Alles, was du brauchst, hast du in dir!
Ich habe nichts abgeschrieben. Es ist nur eine Stütze!
Ja, aber ich sage dir, Schluss mit den Stützen! Du bist die Stütze!
Nein, Pater, mit dem arbeite ich!
Ah ja? - Vielen Dank.
Er hat meine Seite verblättert.
Nein, so geht das überhaupt nicht.
Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp! Von Anfang an war das schon nicht richtig!
Hier, Pater. - Danke, Guillaume.
Ich habe das Gefühl, du hast gute Arbeit geleistet.
Dich heute Morgen so zu sehen, macht mir Freude!
Du erhellst meinen Tag.
Hast du gesehen, wie Guillaume angezogen ist?
Ja, perfekt!
Wir machen da weiter, wo wir letzten Montag aufgehört haben.
Wären Sie interessiert, als ständiger Praktikant im Kommunikationsteam mitzuarbeiten?
Geben Sie mir schnell Bescheid. Pater Soubiran.
...was im Herzen seines ganzen Denkens ist,
das heißt, der Erlöser der Menschheit, Jesus Christus,
Mittelpunkt des Kosmos und der Geschichte. - Danke, Pater, es ist mir eine Ehre.
Danach gehen wir zur Zweiten Enzyklika "Fides et ratio", die 8 Jahre später entstand.
Und in der es um das Thema geht "Erkenne dich selbst".
Ihr Anruf hat mich erstaunt. Was ist passiert?
Würde es Ihnen was ausmachen, wenn wir sofort beginnen würden?
Die Schmerzen sind kaum noch zu ertragen.
Kommen Sie herein.
Kommen Sie, ziehen Sie sich aus!
Also, wie viel kostet eine Sitzung so?
Wie viel es kostet? Tja, das ist das erste Mal.
Sehen wir, ob es Ihnen guttut. - Ich weiß, dass es mir guttut.
Ich möchte lieber zahlen.
Dann sind das 30 Euro.
Vielen Dank. Bitte setzen Sie sich.
Einer wird kommen und wir müssen bereit sein.
Das ist der Sinn dieser Zeit, die beginnt.
Wir müssen bereit sein, die gute Nachricht zu empfangen,
denn wir werden erlöst werden. Wir werden erlöst werden!
Diese Worte, die so oft gesagt wurden, haben an Dringlichkeit nichts verloren.
Bin ich bereit für diesen Moment?
Kann ich aufrichtig sagen, dass ich für den Ruf Gottes bereit bin?
Bereit sein heißt nicht einfach nur, es zu wollen.
Es heißt, verfügbar und bereit zu sein in jedem Moment, alles für ihn aufzugeben.
Es tut mir leid, aber du kannst nicht bleiben.
Ich bin es, dem es leid tut, Pater.
Aber ich kann nicht gehen.
Ich möchte um Vergebung bitten, deswegen bin ich hier.
Zu spät. Sie richteten hier genug Ärger an, und das wissen Sie.
Sie haben unrecht getan, nicht nur mir, sondern dem gesamten Seminar gegenüber.
Dem Ort, der Sie aufgenommen hat. Für Sie ist hier kein Platz mehr.
Bitte vergebt mir, dass ich das Seminar gefährdet habe.
Vergebt mir, nicht die Konsequenzen meines Handels
in Betracht gezogen zu haben und der Wut erlegen zu sein.
Ich bitte auch Euch um Vergebung.
Bitte verzeih, ich habe mein Wort nicht gehalten
und dich im schlimmsten Augenblick allein gelassen.
Ich brauche Ihre Vergebung, ich brauche Ihre Hilfe, ich brauche diesen Ort.
Nehmen Sie dort Platz.
Lasst uns gläubig werden,
indem wir den Glauben verkünden, der uns gegeben wurde.
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