Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Und hatten Sie schon mal Geschlechtsverkehr? - Ich habe keine große Lust,
mit Ihnen darüber zu sprechen. - Die Gespräche zur Schulung des Urteilsvermögens
sind Bestandteil der Regeln, die ich hier aufgestellt habe.
Stört es euch nicht, dass sie das Geschlecht vom Rest trennen?
So als wären wir Wesen, denen man noch einen Schwanz hinzugefügt hat.
In seinem Kopf sitzt ein Tumor, der fast so groß ist wie ein Tischtennisball.
Er wird Stimmungsschwankungen haben. Vielleicht kleine paranoide Schübe.
Befreit Fromenger!
Ich glaube, es ist an der Zeit, dass Sie sich tiefgreifende Fragen stellen,
was Ihre Berufung zum Priester angeht.
Am Anfang, als ich hierher kam, fühlte ich nichts mehr.
Ich war völlig entleert. Und dann habe ich verstanden,
dass es das war, was Gott mich zu leben aufforderte.
Kannst du das Pater Bosco von mir geben? Aber aufgepasst, ich möchte nicht,
dass man mich verteidigt. Kein Mitleid.
Kommen Sie mit Ihrer neuen Rolle als Vorsitzender zurecht? - Sehr gut.
Monseigneur Poileaux muss sich erst an seine neuen Funktionen gewöhnen.
Als Vizepräsident der Bischofskonferenz hat er sein Bistum nicht oft verlassen.
Um ihm zu helfen, seine Sache gut zu machen,
müssen wir ihn zum heutigen Zeitpunkt vor knallharten Sorgen schützen.
Dies ist der Fragebogen, den ich nach endlosem Hin und Her erhalten habe.
Ich musste sogar mit der Absage des Interviews drohen.
Gibt es nur drei Fragen? - Ja.
Sie haben fünf Minuten, und es gibt eine Fangfrage.
Ihre Anwesenheit bei der Demonstration zur Unterstützung des Bürgermeisters,
der sich weigert, homosexuelle Ehen zu trauen.
Sie wird Sie fragen, ob Sie ihn in seinem Vorgehen unterstützen.
Und ich kenne sie, sie wird nicht lockerlassen.
Na ja, also ich denke, ich muss antworten,
dass ich auf der Seite meiner Brüder in Christus bin,
um die Werte der Familie zu verteidigen. - Oh, nein, nein!
Also, die Demonstration unterstützen Sie, aber Sie demonstrieren nicht.
Sie müssen den Demonstranten ein starkes Signal geben,
ohne sich gegen das Gesetz zu stellen, das verabschiedet wurde.
Sie unterstützen sie, aber Sie laufen nicht mit. Ein echter Balanceakt.
Ich schreibe Ihnen ein Memo dazu.
Und noch was. Eine Überraschungsfrage wird sie sicher stellen.
Zum Beispiel, zu Ihrer persönlichen Haltung zur Homosexualität.
Sie meinen, aus meinem tiefsten Inneren heraus?
Sie kann besonders hinterhältig sein. Sie wird eine Schwachstelle suchen.
Findet sie eine, lässt sie nicht mehr von Ihnen ab.
Was soll ich in diesem Fall antworten? - Sie antworten,
dass Ihre Haltung die der Kirche ist, dass Sie alle Menschen respektieren
und auf dem Weg Christi begleiten. Eingeschlossen der Personen,
die eine homosexuelle Neigung oder Orientierung haben.
Das setze ich Ihnen auch aufs Memo. - Vielen Dank.
Haben Sie sich das mit Pater Bosco überlegt?
Er wartet auf unsere Antwort zum Berufungstag.
Ich bin erschöpft und völlig entkräftet durch den Rhythmus,
dem ich folgen muss, seit ich hier bin.
Ich habe keine Minute mehr, keinen einzigen Moment der Gottesfülle.
Das Kapuzinerseminar wird Ihr erster öffentlicher Auftritt sein. Das ist wichtig.
Außerdem wird Monseigneur De Virieux, der Leiter der Stelle für geistliche Berufe, dort sein.
Ihre Abwesenheit würde auffallen. - Ja, gut. Aber keine Homilie,
keine Predigt, keine Rede. Nur das Notwendigste.
Eine letzte Sache.
Monseigneur Gantz reiste gestern aus Rom an. Er möchte Sie treffen.
Was will er denn von mir?
Ihnen die Unterstützung des Heiligen Vaters für Ihre Anliegen bringen.
Etwas anderes wäre beunruhigend.
Möchten Sie ihn zum Abendessen empfangen?
"Gegen den Willen Gottes in einem Amt zu sein, bedeutet das nicht,
in einer Hölle zu sein?"
Ich erinnere mich oft an diese Maxime des Heiligen Vinzenz de Paul.
Bin ich diesem Amt gewachsen? Was denken Sie?
Gestern Abend habe ich mich auf dem Weg in die Kapelle verirrt.
Eine Schwester hat mich gefunden und wieder auf den richtigen Weg gebracht.
Sie sah mich mit mitleidsvollem Blick an.
Antworten Sie mir ehrlich: Wie lange, glauben Sie, kann ich die Illusion aufrechterhalten?
Ich werde das regeln. - Nein, sofort! - Vertrauen Sie mir!
Nein, wir vertrauen Ihnen nicht! - Ich bitte Sie! - Das sagen Sie schon lange.
Ich werde Ihr Problem ganz bestimmt lösen.
Na also, was ist denn passiert? - Bitte entschuldigen Sie, Monseigneur.
Seit über zehn Jahren arbeite ich schon hier im Restaurant.
In diesem Monat wurde mein Gehalt nicht überwiesen.
Monseigneur, ich habe drei Kinder. Ohne Einkommen schaffe ich das nicht.
Noch so verärgert? - Woran siehst du das?
An deinen Hantelbewegungen. Immer noch wegen des Freundes,
der nicht zurückruft? - Aber nein, ich bin nicht verärgert.
Hat er angerufen oder nicht? - Lass mich damit in Ruhe.
Entschuldige, ist eine Angewohnheit von mir.
Ich war an der Yeshiva, als ich noch Rabbi werden wollte.
Wenn du den Talmud studierst, stellst du ständig Fragen.
Du kannst Wochen damit verbringen, dir die Frage zu stellen,
was erlaubt ist und was nicht. Das ist echt krank.
Anstatt zu studieren ging ich lieber ins Kino oder rauchte Joints.
Aber das mit den Fragen ist geblieben. Dein Freund da, ist er aus dem Seminar?
Angewohnheit. Ist es das, was du sagtest?
Tut mir leid. Wie ich schon sagte, es ist stärker als ich.
Noch eine letzte, die mir nicht aus dem Kopf geht. Wenn ich sie nicht stelle,
werde ich noch einen Knoten im Kopf bekommen.
Dein Freund, wenn es ein Freund im Sinne dessen, was das Wort "Freund" bedeutet, ist,
warum ruft er dich nicht zurück? - Was weiß ich.
Willst du es nicht wissen? Wenn man sich Fragen stellt,
ist das immer noch die beste Art und Weise, Antworten zu erhalten.
Hör mit deinem Talmud auf! Wenn er nicht zurückruft, hat er gute Gründe. Das ist alles.
Verdammte Scheiße, der schon wieder!
Guten Tag, Monsieur Del Sarte. Kennen Sie mich noch? - Nein.
Kommissar Zouhak. Wir haben uns schon mal getroffen.
Sie waren noch bettlägerig. Ich stelle fest, dass es Ihnen besser geht.
Ich bin mit der Untersuchung dieses Falles von versuchtem Mord betraut,
bei dem Sie das Opfer waren. Ich wollte wissen, ob Sie sich wieder an was erinnern können.
Nein, ich hatte eine posttraumatische Amnesie wegen des Schocks.
Ich... Vielleicht sagte ich schon beim ersten Mal, ich weiß es nicht.
Nicht mal ein Gesicht? Nichts? - Nein, ich habe alles vergessen,
was an diesem Tag passiert ist.
Na ja, ich habe mit Ihrem Arzt gesprochen, was Ihre Amnesie betrifft.
Er sagte, dass die Erinnerung jederzeit wiederkommen kann.
Na ja, umso besser. - Gut, dann komme ich bald wieder vorbei.
Also bis dann. - Auf Wiedersehen.
Nehmen Sie's mir nicht übel, dass ich Sie nicht wiedererkannt habe.
Bis bald dann. - Bis bald.
Alles klar?
Wer war das? - Ein Bulle.
Ich glaube, Pater Bosco meidet mich, seitdem ich ihm den Brief von José gab.
Und hat er ihn gelesen? - Ich weiß nicht. Er weicht mir aus.
Ich sagte dir schon, was ich davon halte. - Ja. Und ich denke das absolute Gegenteil.
José hat seinen Platz hier, und das mehr als jeder andere von uns.
Hattest du vielleicht Mitleid, als du ihn in seinem Rollstuhl gesehen hast?
Vielleicht hat ihn Bosco ja gelesen und braucht noch Zeit zum Nachdenken.
Ja, genau. Man lässt ihn ziehen.
Du bist echt naiv, Yann. Was hast du José gesagt?
Noch nichts. Ich will erst wissen, was los ist.
Weißt du, dass du falsche Erwartungen aufrechterhältst?
Wieso rufst du ihn nicht einfach an? - Um ihm was zu sagen?
Die Wahrheit, dass es aus ist. Tot und begraben.
Ach, warte. Ich habe eine Überraschung für dich.
Ein Fremdenführer-Käppi.
Yann hat sich bereit erklärt, am Berufungstag die Führung zu machen.
Das ist perfekt, ein wahres Fremdenführer-Gesicht.
Falls das mit der Ordination in die Hose geht,
kannst du immer noch Fremdenführer in Notre-Dame werden.
Sehr komisch. - Einigen von euch habe ich es ja schon gesagt.
Und selbst wenn ich mich jetzt wiederhole:
Im Rahmen der Lebenshilfe-Gruppe, die ich leite,
empfangen wir eine der Verantwortlichen der Konföderation der Familienverbände.
Sie möchte, dass wir gemeinsam über unsere Handlungsmöglichkeiten nachdenken,
über das, was wir tun können, um bei der Demonstration
zur Unterstützung des Bürgermeisters mitzuhelfen,
der sich weigert, homosexuelle Paare zu trauen.
Sollen wir etwa mitlaufen? - So weit werden wir uns nicht vorwagen.
Wir müssen die offizielle Haltung von Monseigneur Poileaux abwarten.
Kann ich mit euch rechnen?
Vielen Dank, meine lieben Söhne.
Also, das sind schon ungefähr 50 positive Antworten.
Das ist ein bisschen weniger als in den vergangenen Jahren.
Aber die Seminaristen von Fontenay werden da sein mit Pater Ballard.
Und die Editions Artège möchte einen Stand.
Einer der Seminaristen soll sich darum kümmern.
Es kommen auch die Vertreter der Studentenvereinigungen
der Universitäten Assas und Sciences Po.
Kurz, wir sollten ein paar mehr Stühle vorsehen für die Abendgebete.
Und Monseigneur Poileaux? - Ich habe versucht, Pater Valery zu erreichen,
aber man hat mir erneut geantwortet, er sei sehr beschäftigt.
Dafür hat Monseigneur De Virieux seine Anwesenheit bestätigt. - De Virieux?
Diese Hofschranze!
Er hat Monseigneur Poileaux sicher nichts Schmeichelhaftes erzählt.
Lasst uns alle danksagen.
Pater? - Guillaume.
Kann ich Sie einen Moment sprechen? - Ja, natürlich.
Ja, also, Sie als meinen spiritueller Begleiter wollte ich etwas fragen...
Das mit dem Rat der Pater,
heißt das, dass ich meinen Platz im Seminar verloren habe?
Sie haben Pater Bosco sehr verletzt. Aber Sie haben nicht nur ihn verletzt.
Die Gesamtheit der Pater.
Und was mich angeht, Guillaume, ich stelle mir Fragen.
Ich hatte getrunken. Ich war betrunken.
Haben Sie denn den Sinn für Humor verloren?
Sind Sie bereit, den tieferen Sinn Ihres Handelns zu hinterfragen?
Nachzudenken, um zu erfahren, was Sie dazu getrieben hat?
Falls das nicht der Fall ist, bin ich mir nicht sicher,
ob ich Sie verteidigen kann. - Vielen Dank, Pater.
Wie konnten Sie zulassen, dass sich die Situation derart verschlechtert?
Dass die Schulden von einem Jahr zum nächsten verschoben werden,
habe ich nicht entschieden. - Das ist nicht die Frage.
Als Budgetverwalter hätten Sie die Notbremse ziehen können.
Aber das habe ich doch getan.
Ich habe Monseigneur Roman ständig vor belanglosen Ausgaben gewarnt.
Denen, die sich durch Ihre Kampagne gegen den Hunger angesammelt haben.
Greifen Sie mich an? Und Felicitas? Wer war das?
Wer hatte die grandiose Idee, unser Kapital zu vergrößern,
indem wir uns auf Investmentfonds stürzen?
Es hätte klappen können. Aber dann kam die Krise.
Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen.
Wie viel haben Sie beim Roulettespiel verloren?
Es gibt nur eine Lösung. Wir brauchen ein neues Darlehen. - Viel Erfolg!
Haben Sie eine bessere Idee?
Monseigneur Poileaux ist nicht Monseigneur Roman.
Er wird von den Banken nichts bekommen. Ist doch klar!
Meine Herren, ich muss gehen. Ich habe einen Termin.
Ihre Vorgehensweise ist ungewöhnlich.
Und ich versteh nicht, warum Pater Bosco Ihre Anfrage unterstützt.
In diesem Praktikum geht es um die Ansprache in der Öffentlichkeit und den Medien.
Es ist für Seminaristen im fünften Jahr, für Diakone und Priester gedacht.
Vorzugsweise oder ausschließlich?
Wieso wollen Sie dieses Praktikum unbedingt jetzt machen?
Sie sind erst ins Seminar eingetreten.
Warten Sie, bis Sie Diakon sind. Das würde besser in Ihre Berufsplanung passen.
Ich plane eine Abschlussarbeit über die Beziehung zwischen Kirche und Medien.
Ach ja? Im zweiten Jahr?
Das Praktikum beginnt in einem Monat.
Kommen Sie einen Tag her. Dann sehen wir weiter.
Und bringen Sie Ihre Abschlussarbeit mit. Das könnte mich interessieren.
Und was machen Sie am Tag der Demonstration?
Ich werde die Demonstranten begrüßen, aber ich werde selbst nicht demonstrieren.
Das ist eine ein wenig seltsame Haltung.
Zeugt das nicht von einem Mangel an Mut?
Sie schicken Ihre Soldaten an die Front und bleiben selbst ruhig im Hintergrund?
Das ist doch kein Krieg! Das ist auch keine Demonstration
gegen das Gesetz, sondern eine Demonstration zur Verteidigung eines Mannes,
der für den Erhalt der Familienwerte eintritt.
Wären Sie für ein Referendum?
Für ein... Nein, für ein Referendum, ja. Ich verstehe die Frage nicht.
Das ist eine wichtige Frage. Immerhin konnten sich die Franzosen
dazu noch nicht äußern. - Ja.
Aber es gibt eine Menge wichtiger Fragen.
Wirtschaftliche Fragen, Fragen zur Außenpolitik und...
Ja?
Ich wollte wissen, Pater, haben Sie den Brief von José schon gelesen?
Es ist nicht der Moment, darüber zu sprechen.
Wir sind mitten in den Vorbereitungen zum Berufungstag.
Ich bitte Sie nur, ihm eine Chance zu lassen.
Hören Sie gut zu. Gott hat ihn ein Mal gerufen,
und das hat er wohl nicht ganz verstanden.
Er hat Sie fallen lassen.
Er hat mich verletzt, und vor allem hat er Gott verletzt.
Man geht oder kommt nicht in ein Seminar wie in ein Souvenirgeschäft.
Dieser Junge hat ganz allein entschieden, in seine alten Fehler zurückzuverfallen,
die Gewalt und der Hass. Das möchte ich bei den Kapuzinern nicht.
Es tut mir leid, dass ich Sie enttäuschen muss.
Er hat mir viele Fragen gestellt. Er war sehr beunruhigt, sehr misstrauisch.
Ich musste ihn belügen.
Nimmt er Sie?
Es scheint Sie nicht zu freuen. - Sie haben mich gebeten,
mich um ein Praktikum bei Pater Soubiran zu bemühen, und das tat ich.
Es bedrückt mich nur, dass ich dort jeden Tag werde lügen müssen.
Doch wie soll ich mich danach ehrlich vor dem Herrn fühlen?
Ich habe Sie gebeten, dort alles auf Herz und Nieren zu prüfen,
weil ich allen Grund habe zu glauben, dass böswillige Geister
meinen Platz hier im Seminar wollen. - Sie sind verwirrt, Pater.
Das kommt von Ihrer Behandlung und führt zu diesen falschen Vorstellungen.
Monseigneur Poileaux will uns zum Berufungstag nicht die Ehre erweisen.
Und das kann nur so viel heißen, dass er mich auf meiner Position nicht anerkennt.
Er will also nicht den Kopf dafür hinhalten,
falls es zu einer heiklen Entscheidung kommen sollte.
Oder aber er will nur davon profitieren, unser Gast zu sein,
und kommt her, um sich den Bauch vollzuschlagen.
Rufen Sie mir ein Taxi. - Soll ich Sie begleiten?
Nein, es geht schon. Ich muss jetzt alleine sein.
Und dann, als man Ihnen die Frage zum Referendum gestellt hat, zögerten Sie.
Und von daher hat niemand verstanden, ob Sie dafür oder dagegen sind.
Ich halte daran fest. Diese Frage war nicht vorgesehen.
Guten Tag. Carole Wagon. - Guten Tag, Madame.
Guten Tag. - Guten Tag. - Guten Tag.
Aber Sie sind nicht in der Position, ein Darlehen unter optimalen Konditionen zu erhalten.
Nicht unterhalb eines Grenzwertes von 10,54.
Wollen Sie unseren Tod? - Wir werden das Defizit noch vergrößern.
Das bedeutet dann Bankrott. - Bankrott?
Der französischen Bischofskonferenz?
Natürlich können Sie wie jeder Verband ein Insolvenzverfahren beantragen.
Das passt mir zwar nicht, aber das ist Ihr gutes Recht.
Immerhin geht es um die Kirche Frankreichs.
Die französische Bischofskonferenz hat 60 Millionen Euro Schulden.
Der Investmentfonds Felicitas hat leider den Erwartungen nicht entsprochen.
Die Kostvoranschläge sind explodiert. Es tut mir leid,
aber wir können Sie nicht weiter unterstützen. Das ist unmöglich.
Wenn man nicht untergehen will, muss man Entscheidungen treffen.
Unpopuläre zwar, aber mutige Entscheidungen.
Wär's nicht möglich, einige Entlassungen in Betracht zu ziehen?
Das ist ein Wort, das im Evangelium gar nicht vorkommt.
Ist Gott der Arbeitgeber, ist der Vertrag immateriell. - Felicitas?
Ist das nicht der Pensionsfonds, in den Monseigneur Ramon investiert hat
und einige Diözesen zwang, dem gleichzutun? - Ja, richtig.
Während der Krise ist der Fonds leider geschrumpft
auf 42,5 Prozent.
Wir im Bistum Limoges haben uns schön davor gehütet zu spekulieren.
Spekulation, niemals im Leben! - Wir brauchen ein neues Darlehen.
Wie sollen wir sonst die Gehaltszahlungen regulieren?
Es sei denn, Sie haben einen Bürgen. - Einen Bürgen?
Ja. Einen soliden Bürgen.
Vielleicht können wir dann einen vernünftigeren Darlehenszins in Betracht ziehen.
3,5 Prozent. - Wer würde für ein sinkendes Schiff bürgen wollen?
Es gibt einen möglichen Bürgen für Institutionen wie die Ihre.
Einen einzigen.
Der Vatikan.
Wieso profitieren wir nicht vom Besuch von Monseigneur Gantz?
Wir müssen ihn sofort in die Enge treiben, ihn vor vollendete Tatsachen stellen.
Wir brauchen den Vatikan.
Wir könnten zu diesem Zweck eine Danksagungsmesse organisieren,
um ihn in beste Bereitschaft zu versetzen. - Und das werde ich ihm sagen?
Sie, Sie müssen nur meine Worte wiederholen. Falls notwendig, schreiben wir sie Ihnen auf.
Wir sind die älteste Tochter der Kirche.
Wenn wir untergehen, dann sinkt die ganze Flotte.
Oh, nein! Das ist doch Erpressung. - Nein, Monseigneur, das ist eine Metapher.
Ihr Schweigen ist beredt. Ich stelle Ihnen also erneut die Frage:
War Ihr Handeln ein Akt der Provokation?
Nein, Pater, das war es nicht.
Meiner Ansicht nach sollten wir Guillaumes Handeln nicht allzu ernst nehmen.
Es war ein Witz, ein einfacher Witz.
Vielleicht hatte Christus keinen Humor, aber ich glaube, er bittet uns,
uns selbst und der Welt gegenüber Humor zu haben.
Er hat zumindest ein Wortspiel gemacht.
"Du bist Petrus der Fels, auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen."
Es ist richtig, dass das Wortspiel auch im Aramäischen und Griechischen funktioniert,
aber gleichzeitig war Petrus eigentlich Simon.
Indem Jesus ihn neu benennt, macht er nicht wirklich ein Wortspiel.
Außerdem stellt die "Kirche" in den ersten Jahrhunderten nicht ein Gebäude dar,
sondern eine Gemeinschaft von Gläubigen. - Gut.
Ich werde die Bemerkung von Pater Abel berücksichtigen,
der in Ihrem Handeln einen geschmacklosen Witz sieht.
Aber Sie sollten wissen, dass sich ein solches Handeln nicht wiederholen darf.
Der Weg der Priesterwerdung ist ein Weg der Besonnenheit.
Wir können Ihnen helfen, aber niemand kann den Weg an Ihrer Stelle gehen.
Meine lieben Brüder...
Ich habe noch eine Sache mit Ihnen zu klären. Wir haben unser Gespräch nicht beendet.
Schließen Sie die Tür, und setzen Sie sich.
Wir waren bei der Frage des Geschlechtsverkehrs. Erinnern Sie sich?
Also noch mal, hatten Sie schon Geschlechtsverkehr?
Ich hatte eine Beziehung zu einer Studentin.
Warum wollten Sie nicht darüber sprechen?
Das ist Teil meiner Arbeit an der Entscheidungsfindung.
Ich möchte mich schützen. Es soll nicht so viel Platz
in meinem Kopf einnehmen.
Und ich konzentriere mich lieber auf den Vorhang. - Den Vorhang?
Bei meinem ersten Mal in der Kirche war da ein Mann in Weiß, der von Gott sprach.
Und hinter ihm, da war ein Vorhang aus Velours.
In meiner kindlichen Fantasie war Gott hinter diesem Vorhang.
Und nur der Mann in Weiß konnte ihn sehen.
Ich sagte mir immer, dass ich eines Tages an der Stelle des Mannes
selbst hinter den Vorhang schauen kann.
Was machst du denn dann?
Wenn er dich nicht zurückruft? Gibt es Dinge außer Gott, die dir Freude machen?
Er wird mich zurückrufen. - Ja, ja, schon klar.
Ich muss dir ein paar Leute vorstellen. Hey, José!
Du musst dich neu erfinden. Der Chirurg, was sagte er zu deinem Bein?
Ich weiß nicht mehr.
Das ist wirklich krankhaft bei dir. Stellst du nie Fragen?
Willst du nicht wissen, ob du mal wieder gehen kannst?
Was würde mir das denn bringen? Außerdem weiß er nicht alles.
Willst du sagen, dass du an Wunder glaubst? - Doch, ich glaube an Wunder.
Jeden Tag geschieht eins.
Die Eucharistie, was ist das?
Wenn der Priester die Hostie in den Leib Christi verwandelt, kann er das machen,
weil Gott ihn dazu berufen hat. Das ist ein Wunder.
Jeden Tag fühlen Gläubige eine Kraft in sich aufsteigen. Und das, das ist Gott.
Weißt du was? Wenn du den nächsten Punkt machst,
bin ich bereit, an Wunder zu glauben. - Einverstanden. Ich schlag auf.
Nein, ich. - Nein, ich. - Nein, sieh her, ich bin dran.
Zu spät. Siehst du, du hast verloren.
Sagen Sie, dieses Pflaster hier, stört es nicht zu sehr?
Sitzt es nicht zu weit oben? - Nein.
Es ist wie beim letzten Mal. Man kann es nicht sehen.
Haben Sie zu Hause immer noch nichts gesagt?
Es ist schön für die anderen, wenn man still leidet.
Aber es ist eine Dummheit, wenn man sich nicht mitteilt.
Geht's Ihnen nicht gut? - Nein.
Ist der junge Mann nicht da, der sich sonst um Sie kümmert? - Nein, nein.
Gut. Gut. Kommen Sie mit mir. Wird es gehen?
Hier rein.
Legen Sie sich da hin!
Kommen Sie, Sie können mir vertrauen.
Schließen Sie die Augen!
Und jetzt versuchen Sie, sich nur auf die Atmung zu konzentrieren. In Ordnung?
Versuchen Sie, sich zu entspannen. Atmen Sie ein.
Entspannen Sie sich.
Halten Sie Ihre Augen am besten geschlossen.
Atmen Sie ein.
Was ist?
Haben Sie geweint?
Es geht schon.
Wie geht's Ihnen? - Besser.
Viel besser. - Umso besser.
Auf jeden Fall bewegt es mich, was da passiert ist.
Warum? Ist es verboten, was Sie getan haben? - Nein.
Ich meine,...
zu sagen, dass Sie durch Energien entlastet wurden, ist nicht so ganz nach Art des Hauses.
Was für Energien? - Der Energiefluss des Universums, des Lebens.
Die Energieflüsse, die uns alle verbinden. Ich nutze diesen Energiefluss.
Das haben Sie gerade mit mir gemacht?
Meine Hände...
dienen nur als Kanäle.
Interessieren Sie sich dafür? - Nein. Nicht wirklich.
Ach ja? Das erstaunt mich.
Warum?
Vielen Dank.
Ich werde nichts sagen.
Und was ist das? - Lachspastete.
Ist da kein Schwein drin? - In Lachs? - Schon klar,
aber wie können Sie sicher sein, dass in der Soße da kein Speck drin ist?
Weil es koscher ist. Sie wissen, dass es koscher ist,
und stellen mir jeden Tag dieselbe Frage. - Entschuldigung. Das kommt vom Talmud.
Haben Sie den Koch gefragt? - Ich fasse es nicht.
Ich habe einen Wahnsinnshunger. - Du spinnst echt.
Herr Doktor, bitte!
José, frag ihn! Und zwar jetzt! - Vergiss es! - Jetzt frag ihn!
Guten Tag. - Guten Tag. Mein Freund stellt nie Fragen,
aber jetzt hat er eine, die er Ihnen stellen will.
Ich frage an seiner Stelle.
Gibt's eine Chance, dass er seine Beine je wieder gebrauchen kann?
Dazu muss man wissen, dass Sie einen drei bis vier Millimeter großen Hohlraum
im Bereich des Brustkorbes haben. Das ist die erste Kugel, die hier wieder herauskam.
Sie hat ihm dabei zwei Rippen gebrochen.
Dagegen ist die zweite Kugel in den unteren... - Werde ich wieder gehen können?
Gut, du machst Fortschritte.
Die Chancen sind gering.
Ja oder nein? - Nein.
Wenigstens weißt du's jetzt.
Was er riskiert? Eine Verurteilung durch den Obersten Gerichtshof
und die Verpflichtung, die Eheschließung zu zelebrieren.
Deshalb müssen wir uns versammeln. Nur einfach viele zu sein, genügt nicht mehr.
Er ist nicht alleine. Auch andere würden sich inzwischen ähnlich entscheiden.
Selbst hier, der Bürgermeister des achten Arrondissements,
ich habe lange mit ihm diskutiert. Seine Einstellung ist uns ziemlich nahe.
Er würde gern mit demonstrieren. Wirklich.
Diese Männer und Frauen, die gewählt worden sind,
müssen hinter sich etwas spüren. Etwas Wirkliches, mächtig und volksnah.
Wir sollten versuchen, nicht nur Katholiken zu versammeln... - Pater Abel?
Ich hatte noch keine Gelegenheit, mich bei Ihnen zu bedanken,
dass Sie mich neulich verteidigt haben. - Aber nicht doch, Guillaume,
ich habe es für mich getan, für mein Herz, das gesprochen hat.
Mein Herz blutet, wenn wir uns streiten.
Nun denn: "Gehe und sündige nicht mehr."
So, nun wisst ihr alles. Ich werde euch das Wort übergeben
und hoffe, dass die Ideen sprudeln.
Wir könnten eine Internetseite machen, eine attraktive Seite
und gleichzeitig auch pädagogisch.
Es könnten Fotos und Links drauf sein.
Und dann könnten auch solche Fragen gestellt werden wie:
"Warum braucht ein Kind Vater und Mutter?"
"Wieso kann ein Paar gleichen Geschlechts kein Vorbild für die,
für unsere Gesellschaft sein?" - Oh, das ist eine ausgezeichnete Initiative.
Wer könnte das tatkräftig unterstützen und... - Corentin. - Ich kann dir helfen.
Zu zweit sind wir effizienter. - Könnten auch Verbände dabei sein?
Habt ihr daran gedacht? - Was soll das heißen?
Also wir könnten bei Verbänden nachfragen, uns zu helfen,
indem sie sich dem Kollektiv anschließen.
Zum Beispiel die Vereinigung der Ärzte für Pädiatrie oder die Psychologen.
Das müsste doch gehen. - Und wenn wir keine finden?
Also, das kriegen wir schon hin!
Nein, wirklich, das ist doch ganz leicht.
Ein Eintrag bei der Präfektur und hopp. Schon gibt es den Verband,
der uns bei der Demonstration zur Seite steht.
Das verstärkt den Eindruck einer großen Vielfalt so,
als wenn die ganze Gesellschaft vertreten sei. - Und ebenso könnte man's machen
mit Erziehern und Erzieherinnen und Richtern und Hebammen.
Das ist eine super Idee, Corentin. - Wirklich großartig.
Ihr verhaltet euch alle, als wär es normal, einen Bürgermeister zu unterstützen,
der sich weigert, das Gesetz anzuwenden.
Ich möchte euch doch daran erinnern, dass die Kirche und der Staat... - Also ich...
Ja, da gebe ich dir recht.
Aber dieses Gesetz widerspricht in wichtigen Punkten dem natürlichen Gesetz.
Dann werde ich's anders formulieren. Ihr agiert alle so, als wäre es normal,
gegen dieses Gesetz zu sein. - Warum? Bist du dafür?
Das geht dich nichts an! - Es stört dich nicht,
dass zwei Menschen des gleichen Geschlechts heiraten?
Und auch nicht, dass letztlich die Elternschaft nicht unbedingt mehr einen Vater
und eine Mutter einschließt?
Und was hältst du von einer vollständig unnatürlichen Art und Weise der Zeugung?
Man muss ja nicht unbedingt eine endgültige Position einnehmen.
Das ist eine Debatte, und am Ende ist man nicht gezwungen, dieselbe Meinung zu haben.
Und ich weise darauf hin, ohne provozieren zu wollen,
dass die Jungfrau Maria auch nicht unter natürlichen Umständen ein Kind bekam.
Das ist nun überhaupt nicht dasselbe, Raphaël.
Die Niederkunft Christi ist ein Wunder! Hier reden wir über Biologie
und menschliche Manipulation.
Ich ergreife keine Partei. Aber da wir mitten in einer Debatte sind,
werde ich euch in einfacher Weise darlegen, was man die Sexualmoral der Kirche nennt.
Und was ich den Destillierapparat nennen möchte,
durch den die Zeit den tiefen Sinn der Lehre Christi nach und nach preisgegeben hat.
Ein Fläschchen kräftigen Weins, schwer, aber um so köstlicher...
Was dort drinsteht, ist: Die Liebe, das ist ein Mann und eine Frau.
Denn nur sie können Leben schenken.
Die Sexualität ist also Mann und Frau,
weil die einzige Beziehung reifen Begehrens,
die im Einklang mit der Gegebenheit der Natur steht, die heterosexuelle Beziehung ist.
Und die Ehe, weil die Ehe die Möglichkeit einer Liebe begründet,
die nicht die Unterwerfung des anderen unter ein verrückt gewordenes Begehren ist.
Das ist einfach und beruht auf gesundem Menschenverstand.
Also, demnach sind die menschlichen Wesen menschliche Wesen.
Und wir nehmen die Schwächen und Eigenheiten eines jeden Menschen an,
aber das moralische Chaos können wir nicht legitimieren.
Die Welt hat einen Sinn. Und ohne ihn, ohne diesen Kompass
würde man die göttliche Schöpfung ihrem Zweck entfremden.
Und wir wissen dies, wir, die wir Priester sind oder werden.
Denn das Priesterdasein bedeutet, ein ganzer Mann zu sein.
Sagt man nicht, "man nimmt sich einer Gemeinde an"
wie "man nimmt sich einer Frau an"?
Die Gemeinde ist die Ehefrau des Priesters.
Wie der Mann bei einem Paar ist der Priester, aufrecht, liebend, eins,
und wenn nötig, muss er auch mal hart sein.
All diese Qualitäten sind besonders männlich und ganz besonders heterosexuell.
Und nach dem Chaos der Schreckensherrschaft
bezog das Seminar die Schwesterngemeinschaft der Klarissen
und gab diesem Ort Ruhe und Gelassenheit wieder,
ein bisschen Zartheit in dieser rauen Welt.
Hey, hey, Tom Fabio, hörst du wohl auf!
Da drüben finden Sie auch Informationen zu unserem Seminar.
Schauen Sie sich ruhig um. - Und viel Erfolg.
Willkommen! - Möchtest du hier von?
Monseigneur De Virieux! - Sie haben mich sofort wiedererkannt, Pater Cheminée.
Oh, Sie sehen gut aus. Es freut mich, Sie zu sehen.
Sie wirken noch jünger als beim letzten Mal. Wie machen Sie das bloß?
Sie sind ein Schmeichler. - Ich bin ein Schmeichler, aber Sie sind ein Fels.
Sie übertreiben. - Sieh nur, wer hier wieder aufgetaucht ist!
Hey, Baptiste! Nett von dir, uns zu besuchen. - Guten Tag.
Möchtest du Orangensaft? - Oh, das wäre schön, vielen Dank.
Und? In welcher Pfarrei bist du? - Ich bin in Angers. Das ist top.
Ist er nicht hübsch mit seinem Kragen? - Wenn ihr was zum Lachen wollt:
Der Kragen, Familienmütter sind verrückt danach.
Ja, und? - Also so was nicht mit mir, mein Körper ist heilig.
Du darfst ihn anschauen, aber nicht berühren.
Das hat mir ganz gut geholfen, um eine Rugby-Mannschaft aufzustellen.
Ich habe die ganzen Jungs rekrutiert.
Ein wirklich schöner Ort hier.
Willkommen im Kapuzinerseminar! - Ich fühle mich geehrt. - Eminenz.
Eminenz, wir haben Sie mit Ungeduld erwartet. - Dominique.
Das ist wirklich sehr beeindruckend hier. - Guten Tag, Monseigneur. - Guten Tag.
Möchten Sie eine kleine Besichtigung machen? - Eine Besichtigung?
Aber ja. Monseigneur Poileaux kennt das Seminar nicht. - Yann!
Nein, nein, nur keine Umstände. - Doch, er macht das sicher gut.
Könntest du Monseigneur Poileaux durch das Seminar führen?
Was? Ich? Also, ich, ich erwarte noch eine Schülergruppe.
Das ist nicht nötig. - Ja, dann kannst du mit dem Kardinal eine Runde drehen.
Ja. Ja, ja, aber natürlich. Wenn Sie mir bitte folgen möchten, Monseigneur?
Ich werde Ihnen zu diesem Ort etwas erzählen. - Können wir Ihnen ein Glas anbieten?
Gerne.
Man muss wissen, dass das Seminar unter der Besetzung
die ersten Exemplare der Zeitschrift "Témoignage Chrétien" versteckt hielt.
Widerstandskämpfer hatten sich im Kellergewölbe versteckt.
Sie nutzten einen alten Tunnel, der bis zur Kirche Saint-Germain hinüberreichte.
Wirklich? - Ja. Aber bei der Erneuerung der Metro wurde er verschlossen.
Danke.
Was macht ihr denn da? Wo ist euer Pfarrer? Hey, ich rede mit euch!
Wir haben nichts Schlechtes gemacht. Sagen Sie ihm nichts.
Macht eure Zigarette aus und geht schnell zu eurer Gruppe zurück!
Na los, macht schon! Hey, und eure Zigarettenstummel
soll ich aufheben oder was?
Monseigneur?
Du hast nicht Monseigneur Poileaux gesehen? Sag ja, ich flehe dich an! - Nein. Nein.
Vielleicht ist er im Kreuzgang!
Haben Sie die Führung beendet? Wo ist Monseigneur Poileaux? - Ich weiß nicht.
Haben Sie ihn etwa verloren? - Aber nein, er war hinter mir und... - Was ist denn?
Wir müssen Monseigneur Poileaux wiederfinden. - Da oben!
Und was machen Sie dann hier?
Ich habe ihn fünf Sekunden aus den Augen verloren und dann... - Im oberen Stock? - Ja.
Sind Sie da?
Ist da jemand?
Alle suchen Sie! Panik ist ausgebrochen!
Haben Sie sich verirrt?
Das Kapuzinerseminar ist groß, wohl wahr.
Viel größer als das Bistum von Limoges.
Aber ich habe hier studiert und kenne zwangsläufig jeden Winkel.
Wie war Ihr Interview in der Maison de la Radio?
Haben Sie sich nicht in den Gängen verirrt?
Na ja, Sie sind auf eine abscheuliche Journalistin gestoßen und dann...
Ihre Frage nach dem Referendum hat Sie verwirrt.
Ja, das hat man gespürt. Ja. Das hat man gespürt.
Es hat Ihnen ein kleiner Satz gefehlt. So etwa wie...
"das Gute und das Böse entscheidet man nicht mit einem Stimmzettel".
Das prägt sich ziemlich ein. Das ist teuflisch, effizient.
Aber es war Ihr erstes großes Radio-Interview.
Wollen Sie nicht bis zum Beginn des Abendgebets bleiben? - Nein, ich danke Ihnen.
Ich muss mich von der Aufregung erholen.
Auf Wiedersehen, Dominique. Auf Wiedersehen.
Um nichts in der Welt möchte ich einen Tag wie diesen vermissen.
Es gibt mir immer einen Stich ins Herz, innerhalb dieser Mauern,
beladen von der Geschichte, im Herzen der Welt,
im Herzen der Stadt des Lichts.
Ich war wie Sie auf diesen Bänken. Da war eine Stimmung, eine Wärme,
dank eines Mannes, der Kraft ausstrahlte und einen Esprit!
Sie haben Pater Fromenger gekannt, nicht wahr?
Was für ein Mann! Ein Mensch!
Er muss Ihnen fehlen.
Die Art und Weise, ihm dafür zu danken, hat mich schwer schockiert.
Möge die Freiheit seiner Rede weiterhin diesen Ort und Euren Geist anregen.
Was denken Sie darüber? Fehlt er Ihnen ein wenig?
Ist er nicht unersetzlich? - Ganz sicher, Monseigneur.
Aber ich komme im nächsten Jahr wieder.
Alles wird dann vielleicht anders sein.
Nur der Heilige Geist kann das wissen.
Und?
Es geht mir überhaupt nicht gut.
Die Führung von Monseigneur Poileaux habe ich verbockt.
Ich habe jede Glaubwürdigkeit gegenüber Pater Bosco verloren.
Aber das ist noch nichts. Schlimmer ist,
dass ich José nicht wieder eingliedern konnte und es ihm noch nicht gesagt habe.
Du hast alles getan.
Hey!
Die Schüler warten auf euch! War es nicht vorgesehen,
dass ihr über das Leben der Seminaristen sprecht?
Los, komm!
Hört mir doch nur fünf Minuten zu!
Das Wort "Proportion". Das Wort "Proportion" ist leicht zu verstehen!
Zwei geteilt durch zwei, aber das macht doch... - Ja, aber Zwei ist die erste Zahl. Die erste!
Yann! Endlich!
Hey, Kinder, bitte! Hey!
Jetzt hören wir Yann zu. Er wird zu euch sprechen.
Gut. Also, das Beste wäre, wenn ihr Fragen stellt.
Wieso wollen Sie Priester werden? Da verdient man doch nichts, als Priester.
Na ja, das ist wahr. Da verdient man nicht viel Geld.
Also, wie soll ich sagen?
Ich werde euch was dazu sagen.
Ich werde euch verraten, wieso er Priester werden will.
Er will Priester werden, weil er eines Tages eine Offenbarung hatte.
Und weil Gott uns eines Tages gerufen hat. Und dieser Ruf, der macht uns glücklich.
Gott ist für uns eine große Quelle der Freude.
Natürlich kommt es auch vor, dass man sich verirrt, dass man zweifelt.
Und es kommt vor, dass man ihn vergisst. Aber...
dann, wenn man ihn wieder lebendig werden lässt, ist er da.
Das sagen Sie. Aber Ihr Freund sieht nicht glücklich aus.
Er ist ganz traurig.
Ja, du hast recht. Jetzt gerade bin ich nicht glücklich.
Aber das hat mit meiner Berufung nichts zu tun.
Nichts mit dem Seminar und mit dem, was ich dort tue.
Es hat nichts zu tun mit der Liebe, die Gott mir schenkt.
Wenn ich heute unglücklich bin, dann deshalb,
weil ich einen Freund schlecht behandelt habe.
Weil ich ihn schützen wollte, habe ich ihm die Wahrheit verheimlicht.
Vielleicht ist euch das ja auch schon mal passiert.
Wenn ihr eine schlechte Nachricht zu überbringen habt
und ihr verschiebt immer wieder den Moment, in dem ihr es tun wollt.
Und je öfter ihr diesen Moment verschiebt, desto schwieriger wird es,
diese Ankündigung zu machen. Bis es so ungeheuerlich wird,
dass ihr es überhaupt nicht mehr ankündigen könnt.
Und was wollen Sie jetzt machen?
Es ist klar, man wird nicht Priester, um viel Geld zu verdienen.
Ich glaube, man wird Priester, weil man sich für einen Weg entscheiden will,
einen Weg, der uns alle miteinander verbindet.
Also, was ich jetzt mit der Hilfe Gottes versuche zu machen, ist,
die Verbindung zu diesem Freund wieder aufzunehmen.
Ja, genau.
Betet für uns Brüder, damit das Wort des Herrn seinen Weg geht,
und dass man ihm Dank sagt, hier wie überall.
Betet dafür, dass wir der Bosheit der Menschen entkommen,
die uns Böses wollen, denn nicht alle haben den Glauben.
Der Herr, er ist getreu.
Er wird euch festigen und vor dem Bösen bewahren.
Lasst uns unseren Glauben verkünden.
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren aus der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt,
gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes,
des Allmächtigen, von dort wird er kommen zu richten
die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung von den Toten
und das ewige Leben. Amen.
Los, gib! - Scheiße, bist du blöd!
Warte, ich kontere! - Warte, warte, warte! Nein, so ein Quatsch!
Wir fahren doch nicht Mofa! Ich schwöre dir, was du da machst, ist Quatsch.
Los, nach hinten! Um was geht's?
Lass uns bis zu zwei Punkten spielen. - Du hast es nötig,
machst hier einen auf dicke Hose! - Na los! - Du bist gar nicht in der Lage,
eine dicke Hose zu haben, und machst es trotzdem. Aufgepasst! Hopp!
Hey, knapp daneben. - Beim nächsten Mal gibt's eine Kugel in den Kopf!
Drei Punkte. Das sind drei Punkte.
Ja! Ja! - Scheiße, ich bin wirklich zu nett.
Da ist ein Typ mit einem Rucksack. Ich glaube, der kommt wegen dir.
Das ist für dich. - Da vorne ist er. - Vielen Dank.
Los, fang!
Hallo. - Wo warst du so lange?
Ich wollte dich nicht enttäuschen, aber ich habe keine guten Neuigkeiten.
Gut, dann sag lieber nichts.
Vielen Dank. Segne uns, Herr, segne dieses Mahl
und gib Brot all denen, die es nicht haben. Amen. - Amen.
Ich fühle mich sehr geehrt durch Ihre Anwesenheit an diesem Tisch.
Und ich schätze diese Einfachheit. Sie fehlt uns manchmal in Rom.
Ich möchte Ihnen gerne etwas sagen. - Ich auch.
Erlauben Sie, dass ich als Erster spreche?
Der Vorsitz der Bischofskonferenz ist ein Posten,
der sehr delikat ist und der immer schwieriger wird.
Die Berufungskrise, die Konkurrenz durch neue Kirchen,
die Landflucht, insbesondere hier in Frankreich.
Sie stehen vor einer Situation, die unhaltbar ist.
Und das wird nicht besser werden.
Man hat Sie nicht mal nach Ihrer Meinung befragt,
als man Sie auf diesen Posten berufen hat.
Niemand würde es Ihnen verdenken, wenn Sie diesen Posten
früher als vorgesehen abgeben. Alles in allem ist niemand verpflichtet,
sich zu Tode zu arbeiten.
Sehen Sie nur, was mit Monseigneur Roman passiert ist.
Na ja, ich sehe hier einige Personen,
die diese Last unter deutlich weniger Schmerzen tragen könnten.
Monseigneur De Virieux zum Beispiel?
Noch ist noch nichts entschieden, es ist nur eine Eventualität.
Was halten Sie davon?
Natürlich würden Sie Ihren Posten als Vizepräsident wiedererhalten.
Ich habe voll und ganz verstanden.
Sehen Sie, dieses Amt, die göttliche Vorsehung hat mich dort platziert.
Und ich werde es in letzter Konsequenz ausfüllen.
Gegen die göttliche Vorsehung kann man doch nichts tun, oder?
Nichts, als sich zu unterwerfen, nicht wahr?
Ja.
Guten Tag, Schwester. Ja, ja, ich weiß!
Wir fangen nicht noch einmal von vorne an. - Also, das verlangt ja auch keiner.
Ich verstehe das nicht. Wir waren uns doch einig,
dass Sie mit Monseigneur Gantz sprechen und ihm die Situation erklären.
Ich erinnere an die Worte der Bank: "Kein Bürge, kein Darlehen."
Wir könnten versuchen, Monseigneur Gantz noch einmal zu sehen.
Er ist noch in Paris. - Nein, nein, nein.
Wir bitten den Heiligen Vater nicht um Hilfe.
Die Lösungen werden wir bei uns selbst finden. - Welche Lösungen?
Wir haben alle Lösungen erörtert. - Die Lösungen sind hier, in den Zahlen.
Wenn man sie genau genug betrachtet, findet man immer etwas.
Anstatt zu addieren, werden wir substrahieren.
Meine Herren, wir müssen unseren Haushalt kürzen.
Von dem heutigen Tag an werden wir sparen.
Also, Sparen ist, wenn Sie meine Meinung hören wollen, kein sehr gutes Konzept.
Doch, wir werden sparen.
Ich liebe die Ehrlichkeit. Und wir fangen gleich hier bei uns selbst an,
bei der Bischofskonferenz. Keine Croissants mehr am Morgen,
keine maßgeschneiderten Soutanen.
Und von nun an machen wir die Lichter und die Heizung aus,
bevor wir von hier weggehen. Und außerdem...
möchte ich ein wenig Ordnung um mich herum schaffen. Sie verstehen sicher,
wenn ich nicht mit gutem Beispiel vorangehe, zeigt man mit dem Finger auf mich.
Ein wenig Ordnung? - Ja. Drei Mitarbeiter, das ist zu viel.
Ich werde mich von einem von Ihnen trennen müssen.
Ich weiß noch nicht, wer.
Aber er wird wieder im Dienst seiner Diözese arbeiten.
Tja, wir substrahieren, und die Diözese wird's mir danken.
Nehmen Sie das nicht als Strafe. Wir müssen einfach nur sparen.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.