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Warum ich? Warum bitten Sie mich zu diesen Gesprächen?
Ich habe das Bedürfnis verspürt, einige selbst zu führen.
Zwar leite ich dieses Seminar, doch vergesse ich nicht,
dass ich mich mehrere Jahre inmitten der Seminaristen befand.
Ich möchte diese Kontakte nicht verlieren.
Sie wissen ja, ich bin durch die Sozialarbeit zu Gott gekommen.
Und die Freundschaft, das Gefühl der Brüderlichkeit...
Die Begegnung mit den anderen, ja, das ist wichtig.
Das ist stark.
An das Gleichnis vom barmherzigen Samariter denk ich da. - Ja.
Das ist es. Der andere, der leidet und der im Grunde um etwas bittet.
Um eine Präsenz, einen Blick.
Und das alles verweist auf die Frage einer größeren Liebe. - Warum größer?
Gibt es einen Unterschied an Qualität, an Größe,
an Quantität zwischen der Nächstenliebe und der Liebe zu Gott?
Die Liebe, die wir von Gott bekommen, sie ist bedingungslos, unermesslich.
Die menschliche Liebe dagegen ist sehr viel schwächer, unvollkommener...
Sind sie vergleichbar? - Ja, eigentlich schon, ja.
Aber in ihrer Intensität ist die komplizierter.
Es ist also schwierig? - Zwangsläufig.
Man kann sich täuschen und sich verlieren?
Wissen Sie, das Spezifische dieser Gespräche ist es auch,
dass sie es uns ermöglichen, ohne uns etwas vorzumachen,
alle Fragen anzusprechen, bei denen es um das Gefühlsleben und die Liebe geht.
Was bedeutet es Ihnen, einen einzigen Menschen zu lieben?
Ja, jeder weiß, dass man auf diese Fragen...
sein ganzes Leben keine wirkliche Antwort finden kann.
Selbst ein Priester nicht? - Auch der nicht.
Gott weiß, dass wir Menschen sind.
Hatten Sie schon mal Geschlechtsverkehr?
Ich bin noch nicht bereit, mich über diese Frage auszutauschen.
Wir sind aber hier, um gemeinsam darüber nachzudenken.
Dies ist eine Übung zur Standortbestimmung.
Ich bin wie ein Markstein, der Ihnen hilft, den Ort zu bestimmen,
an dem Sie sich befinden. - Also, entschuldigen Sie,
aber ich habe keine große Lust, mit Ihnen darüber zu sprechen.
Die Gespräche zur Schulung des Urteilsvermögen sind Bestandteil der Regeln,
die ich hier aufgestellt habe.
Sie wurden davon in Kenntnis gesetzt. Sie haben sie aus freien Stücken akzeptiert.
Das heißt also, in diesen sogenannten Gesprächen zum Urteilsvermögen
geht es um Sex? - Nun ja, und was?
Natürlich geht's um Sex. Warum auch nicht?
Glauben Sie, diese Fixierung stammt von mir?
Glauben Sie nicht, dass ich dessen überdrüssig bin?
Also wenn schon, dann tun wir es, und zwar ein für alle Mal!
Reden wir jetzt ein für alle Mal darüber! - Wieso lassen Sie mich damit nicht einfach in Ruhe?
Pater, wir brauchen Sie. Die Heizung.
Glauben Sie nicht, dass wir beide damit fertig sind.
Wir werden dieses Gespräch schon bald wieder aufnehmen.
Noch einmal.
Jetzt dein linker Arm.
Sehr gut. Ausstrecken.
So.
So, jetzt wieder zurück zu mir.
Dein linker Arm. Dein rechter Arm.
So, sehr gut. Siehst du? Ich halte dich.
Da, dein linker Arm. So.
Und jetzt beide gleichzeitig. Beide gleichzeitig.
So. Okay. Sehr gut.
Und atmen. Streck dich aus!
Weiter! Gut. Komm, ich halte dich.
Komm, wir setzen uns. Wir gehen mit dem Sitz aus dem Wasser.
Okay. Und jetzt setzen wir uns.
Prima. Gleich haben wir's...
Schön, dass du gekommen bist.
Ich habe lange gebraucht. - Ich auch.
Ich musste mich ja auch erst mal erholen.
Es scheint dir jetzt besser zu gehen.
Ja, wie du siehst.
Am Anfang, als ich hierher kam, fühlte ich nichts mehr. Ich war völlig entleert.
Ich hatte Angst.
Und eines Abends dachte ich wieder an einen Satz von Johannes vom Kreuz,
den ich nie verstanden hatte. "Gott füllt unser Leben nicht aus,
er höhlt es aus mit seiner Abwesenheit."
Und da war's mir klar.
Das war es, als Gott mich zu leben aufforderte.
Mit diesem Körper, der mich ihm noch näher bringt, verstehst du?
So wie wenn du einem Kind das Schwimmen beibringst:
Du hältst ihm die Hände hin und es kommt zu dir.
Doch das Kind merkt nicht, dass du zurück gehst.
Genau das macht Gott mit mir.
Oder?
Monsieur Del Sarte, der Rheumatologe erwartet Sie.
Kannst du das hier Pater Bosco von mir geben?
Aber aufgepasst, ich möchte nicht, dass man mich verteidigt.
Ich will kein Mitleid. Nur er und ich. Verstanden?
Kommen Sie, wir gehen.
Schön, dass du gekommen bist!
Wieso nennst du mich Monsieur?
Ich sagte dir doch, dass du mich José nennen sollst.
In Ordnung, José.
Ich muss einen guten Moment finden, um Bosco den Brief zu geben.
Ja, also ehrlich, das ist nicht einfach.
Sicher, dass ich dir die Tasche nicht abnehmen soll? - Ja.
Ja, das stimmt. Wenn ich an sein Gesicht denke, das er machte, als ich ihm erzählte,
José besuchen zu wollen... - Scheiße.
Zwei Kugeln. Da braucht man eine übermenschliche Kraft, um das zu überleben.
Allerdings. Ich muss gut sein.
Bei Bosco weiß man nie, wie er es aufnimmt.
Da hast du recht.
Hast du schon das Gespräch zur Schulung des Urteilsvermögens gemacht?
Cheminade gibt uns die Freiheit, über das zu reden, was wir wollen.
Freiheit? Es ist doch Pflicht. - Na ja, aber es ist halt Cheminade.
Ich weiß nicht mal, ob's eine Chance gibt, dass er wieder gehen wird. - Wer?
Na, José. - Und wird er?
Hättest du ihm die Frage gestellt? - Ich weiß nicht.
Bitte lehnen Sie sich an.
Ich werde Ihnen den Pullover aufknöpfen.
Geht das mit dem Katheterhalter? Sieht man das nicht zu sehr?
Ist unsichtbar.
Sind Ihre Nächsten nicht auf dem Laufenden?
Nein.
Sie haben gesagt, dass Ihr Sohn...
...Ihr Sohn da draußen.
Das ist nicht mein Sohn. - Ach so?
Das ist komisch, denn er ähnelt Ihnen ein wenig.
Vielleicht nicht, was die Haare angeht.
Aber in der Haltung.
Da ist etwas Würdiges, Geheimnisvolles.
Gut. Ich gehe jetzt.
Atmen Sie durch.
Entspannen Sie sich. Versuchen Sie, sich zu beruhigen.
Wie soll ich das bloß? - Das ist kein Kampf gegen Sie selbst.
Sie müssen die Partie scharfsinniger spielen.
Ich glaube nicht, dass es ein Spiel ist.
Sie sind jetzt nicht mehr allein. Ich bin da. In Ordnung?
Mein Name ist Zivka.
Wie wird es jetzt mit ihm weitergehen?
Sein Alltag wird geprägt sein von Übelkeit, Schwindel und Migräne.
Am Höhepunkt der Behandlung wird er Stimmungsschwankungen haben,
bis hin zu paranoiden Schüben. Er wird Angst haben, zu sterben.
Vielleicht kann er sich nicht mehr auf den Beinen halten.
Ich kann Ihnen nichts anderes sagen.
In jedem Fall können Sie nichts für ihn tun.
Also Schluss mit den Gefühlen.
In seinem Kopf sitzt ein Tumor, fast so groß wie ein Tischtennisball.
Es ist Krieg. Und wir haben schwere Geschütze aufgefahren.
Es ist keine Frage von Gefühlen, sondern von Verantwortung.
Liebe Brüder und Söhne. Ich möchte euch die Frage stellen: "Ist Liturgie ein Schauspiel?"
Nein.
Nein. Nein, natürlich ist das Ritual ernst zu nehmen. Damit spaßt man nicht.
Das wurde euch und hat man auch mir beigebracht.
Aber, Gott möge mir verzeihen,
ich denke, dass das eine ungeheuerliche Dummheit ist.
Die Liturgie ist ein Theater. Und die Messe ein Schauspiel.
Seit Urzeit situiert sich dieses Ritual an der Grenze zwischen Gelebtem und dem Spiel.
So, wie sich der Maler auf das Licht konzentriert,
der Musiker auf den Rhythmus und die Melodie,
so konzentriert sich der Mann Gottes auf die Schönheit und das Geheimnis,
welches das Ritual dem Gläubigen vermitteln soll.
Und deshalb fasziniert uns das Gotteshaus so.
Deshalb möchte der Mensch drin bleiben.
Deshalb sind die Feste, die wir zu seinen Ehren feiern, Feste, die uns aufwühlen.
Bei denen immer wieder der paradoxe Sieg des armseligen Gottes gespielt wird,
getötet durch unglückselige Mächte.
Es ist eine Farce und eine Tragödie.
Es gibt Gute und Böse, Verbrecher, die gekreuzigt werden,
die schreien und sich bekehren,
Hunde, die das Blut Christi am Fuße des Kreuzes auflecken.
Das ist Festmahl und Askese.
Und wir Männer Gottes sind die Verwalter dieser heiligen Feste.
Vielen Dank.
Ich habe lange über einen ehrwürdigen Pater nachgedacht,
der meine bisherige Stelle für christliche Anthropologie besetzen könnte.
Aber nein, dieser blutjunge Mann, der so ganz unbedarft wirkt,
hat es mir angetan. In ihm spüre ich den Hauch des Lebens,
der Erneuerung und den Geist,
den wir bei den Kapuzinern wieder aufleben lassen wollen.
Genauso wie die Gespräche, die wir führen in diesen Tagen,
und die es uns erlauben, uns besser kennenzulernen.
Nein, das ist es nicht.
Oh, meine Schwestern. Verzeihen Sie, bitte.
Ich muss mich erst noch zurechtfinden.
Ich habe mich ein wenig verirrt. Könnten Sie mir zeigen,
wo sich das Büro meiner Mitarbeiter befindet? - Selbstverständlich.
Gehen Sie die große Treppe hinauf und dann den Gang links.
Das Büro befindet sich ganz am Ende.
Unsere große Treppe, die...
Gleich dort, die Treppe, die hinter Ihnen ist.
Ich muss hinauf und danach links. Vielen Dank.
Wir müssen besser auf die Kommunikation in Krisenzeiten vorbereitet sein.
Wir in der Diözesanstelle für geistliche Berufe wissen das nur zu gut.
Wir werden es gut machen. Vertrauen Sie mir.
Wir sind auf derselben Seite. Oh, kommen Sie!
Kommen Sie! Ich gebe Ihnen die Kollegen wieder. Ich bin fertig.
Kommen Sie mit Ihrer neuen Rolle als Vorsitzender zurecht? - Danke, bestens.
Bitte schön. Treten Sie ein.
Meine Herren, gute Arbeit. Gott beschütze Sie.
Die Rede zur Investitur, muss ich die auswendig können?
Das ist alles etwas neu für Sie.
Seit dem Unfall von Monseigneur Roman verlangt man viel von Ihnen.
Wissen Sie, was wir tun werden? Sie werden sie lesen.
Gut. Das ist doch so üblich, oder?
Und so nutze ich die Möglichkeit, um ein oder zwei eigene Ideen hinzuzufügen,
wenn es Sie nicht allzu sehr stört. - Es ist Ihre Rede.
Ich bin nur da, um sie in Form zu bringen. - Das heißt dann also,
sobald wir sie dann gemeinsam vorbereitet haben,
würde ich wirklich gern...
Hatte Monseigneur Roman eine Vision?
Ich meine, hat er sich für seinen Vorsitz ein Ziel vorgegeben?
Ja, sicherlich. Nur bedauerlicherweise... - Denken Sie,
es würde seinem Ansehen übermäßig schaden,
wenn ich es auf mich nehmen würde, Initiativen anzuregen,
wie beispielsweise Kinder in Not,
die Betreuung in Gefängnissen oder die Landflucht...
Sie wissen, wie sehr ich den Heiligen Vinzenz von Paul bewundere, der sagte...
Zögern Sie nicht! Folgen Sie Ihrer Neigung!
Vinzenz von Paul, der sagte:
"Der barmherzige Gott sorgt immer für uns, wenn wir uns um ihn sorgen."
Ich danke Ihnen.
"Brüder in Christus, zuerst möchte ich Ihnen sagen,
wie sehr ich mich geehrt fühle, heute mit Ihnen sprechen zu dürfen...
Wieso lassen wir ihn von seinen Plänen träumen,
obwohl wir wissen, dass wir sie nicht finanzieren können?
Was würden Sie tun? - Wieso setzten wir ihn noch nicht über die Haushaltslage in Kenntnis?
Darüber wurde schon gesprochen. - Mgr. Poileaux muss sich
an seine neuen Funktionen gewöhnen. Er war nicht drauf vorbereitet. - Niemand war das.
Wir dürfen ihn nicht destabilisieren. Sein Vorsitz ist fragil.
Als Vizepräsident der französischen Bischofskonferenz
hat er sein Bistum in Limoges nicht oft verlassen.
Und deswegen hat ihn Mgr. Roman auch ernannt.
Um ihm zu helfen, seine Sache gut zu machen,
müssen wir ihn zum heutigen Zeitpunkt vor knallharten Sorgen schützen.
Bis zu den nächsten Wahlen.
Huhu, ich bin's.
Guillaume! - Wie geht's?
Gut. Und dir?
Hier! Ich habe nicht gewagt, Blumen mitzubringen.
Aber ich weiß, dass ihr Schluckspechte seid. Hey! In einen Krug, er braucht noch Luft!
Mein Junge, wie gut du aussiehst! - Danke. Wie geht's?
Und wer ist der Vierte?
Hallo, Guillaume! Hallo...
Gut. Ein Crozes. Der passt perfekt zum Frikassee.
Oh. Noch glücklich?
Wie läuft es bei den Kapuzinern?
Gut. Es geht. Ein neuer Anfang ist gemacht.
Deine Schwester deutete an, dass man euch kürzer hält...
Das ist der neue Stil von Bosco. Hat auch seinen Charme.
Und Odile quatscht zu viel.
Ja, so sind sie. Sie lieben dich und sorgen sich um dich.
Überhaupt nicht nötig, mir geht's bestens. Niemand will mir was Böses.
Ich habe mich für meinen Weg entschieden.
Ich versteh das alles, Guillaume, das weißt du.
Und ich find's wirklich gut, dass es Leute wie dich und deine Lehrer gibt,
die uns Orientierungspunkte geben.
Wir wären ja sonst eine Gesellschaft ohne Grenzen.
Hast du das ganze Chaos um die Homosexuellen-Ehe mitgekriegt?
Da versteh ich, dass man sich in Frage stellt. - Wollen wir jetzt wirklich darüber reden?
Muss es jedes Mal, wenn irgendwo ein Pfaffe auftaucht,
gleich um die Homo-Ehe oder Pädophilie gehen?
Guillaume, was ist los mit dir?
Wie Gaspard schon sagte, wir stellen uns Fragen.
Das ist doch normal. Weil es um dich geht.
Seit wann weiß Gaspard eigentlich, was gut für mich ist?
Lasst mich in Ruhe! Das ist das beste Mittel, um mir zu helfen.
Guillaume, Guillaume, warte, warte!
Ich bin mit dir einverstanden. Und sie sind schwer zu ertragen.
Aber es ist nicht ihr Fehler, wenn du ihnen nichts über dich erzählst.
Wenn du verstehst, was ich meine.
Und zum Zweiten bist du mein über alles geliebter Bruder.
Du leidest darunter, das sehe ich, und das tut mir richtig leid.
Du musst jetzt an den Tisch zurückkommen. Sie haben dir was Superwichtiges zu sagen.
Du darfst jetzt einfach nicht gehen.
Gut?
Okay.
Gut, es tut mir leid. Entschuldigt mich.
Mir gehen einfach ein paar Dinge nicht aus dem Kopf, über die ich nicht reden will.
Aber das ist kein Grund, meine Laune an euch auszulassen.
Also danke. Danke für eure Einladung und eure Freundlichkeit.
Und offenbar ist das alles eine Falle, um mir was zu sagen?
Na ja, ich wollte dir nur ankündigen,
dass Gaspard und ich heiraten werden.
Im Frühjahr.
♪ Siehst du mich oder nicht?
♪ Nicht, nicht mit mir.
♪ Aber dreh dich nicht um.
♪ Ich sehe dich, Aber du, denkst du an mich?
♪ Aber das, das genügt mir nicht.
Bravo! - Los, und jetzt ins Bett!
Morgen Früh ist Schule. - Und die Geschichte? Du hast es versprochen!
Ihr hört auf Mama und ich komm in 5 Minuten und erzähle sie euch.
Und vergesst die Zähne nicht!
Das ist verrückt. Nur mit dir gehen sie so einfach ins Bett.
Mit mir gibt's immer so lange Theater, bis ich ausraste.
Hast du's dir überlegt wegen Sonntag?
Ich bin noch nicht bereit dazu.
Nur für die Zeit der Messe.
Wir werden im kleinen Kreis sein. Nur meine Eltern und wir.
Genau deswegen.
Hör zu, wir werden nur für Guilhem beten,
damit seine Seele Ruhe finde, und auch für uns, damit wir Frieden finden.
Vielleicht wäre das auch eine Gelegenheit, den Weg der Versöhnung aufzunehmen.
Warte mal, Raph. Wie kannst du bloß daran denken?
Hast du eine Vorstellung davon, was ich durchmache?
Ich glaube, dass es gut wäre. Für dich, für die Mädchen...
und dann auch für Guilhem.
Tut mir leid, das ist mir unmöglich.
Es liegt an mir, aber so ist es eben...
Fertig! Wir sind jetzt fertig!
Wir wollen jetzt die Geschichte hören! - Ich eile schon!
Was wollt ihr? Soll es eine Geschichte mit Prinzessinnen oder Monstern sein?
Wenn es Monster sein sollen, dann komm ich jetzt!
Ich komme!
Es war mal ein riesengroßes grünes Monster. Das traf eine wunderschöne Prinzessin...
Ich habe immer klar und deutlich etwas wie eine Distanz gefühlt,
etwas, das nicht passte zu den Mann-Frau-Beziehungen,
wie ich sie um mich sah...
Wie meinen Sie das?
Als ich zum Beispiel an der Arts et Métiers war,
da war es gleichzeitig ultra-machistisch, und dann wiederum schläft jeder mit jedem.
Und dann waren da die Mädchen, die dabei waren.
Meiner Ansicht nach respektieren sie sich nicht.
Und heute ist es schwierig.
Ich finde, dass sich niemand mehr respektiert.
Das geht soweit, dass man kaum noch eine Frau trifft, die das nicht betrifft.
Sagen Sie damit, nur weil Sie keine unverdorbene Frau gefunden haben,
sind Sie ins Priesterseminar eingetreten?
Aber nein, nein, das habe ich nicht gesagt.
Ich meinte diese Distanz, die schon vorher da war,
und die die Wirklichkeit bestätigt zu haben scheint. Das ist alles.
Hatten Sie schon Geschlechtsverkehr?
Ich bin darauf nicht sehr stolz.
Warum?
Ja, da.
Da, sieh mal!
Johannes Paul II.
Zum Empfang der neuen Seminaristen? Wessen Idee ist das?
Von mir. - Ah ja.
Ihn so zu sehen, das hat mich geschockt.
Wie er da aus dem Wasser kam, mit seinen Beinen. So ganz leblos.
Kein Wunder.
Und gleichzeitig fand ich ihn stark.
Gereift. - Hier jedenfalls hat er für ein verfluchtes Durcheinander gesorgt.
Ganz zu schweigen von seinem Leben davor. - Aber das ist auch der José,
der beim Unterricht der Exegese in Begeisterung ausbricht.
Wer ihn nicht gehört hat, sollte dazu auch nichts sagen.
Ohne ihn ist das nicht dasselbe. Er muss wiederkommen.
Das muss doch Bosco verstehen! Wir müssen ihm diesen Brief alle zusammen übergeben.
Er braucht uns! - Okay, okay.
Aber unklar ist, was vorgefallen ist.
Wie kommt's, dass man ihn von Kugeln durchlöchert im Wald von Toulouse findet?
Kann ich mit euch reden? Ich brauch Hilfe.
Corentin, was ist?
Was ist los?
Gut. Ich bin hier als euer Vertreter beim Rat der Kapuzinerpater
und habe Raphaël, meinen Stellvertreter, gebeten,
dabei zu sein, damit alles transparent ist.
Also, Corentin hat mit Pater Bosco das berüchtigte Gespräch
zur Schulung des Urteilsvermögens geführt,
das für uns alle in diesem Jahr Pflicht ist.
Und die Erfahrung, die er aus diesem Gespräch gezogen hat, ist,
dass er am liebsten verschwinden würde. - Ich auch.
Ich habe das auch mit Bosco geführt und garantiere euch, das ist kein Zuckerschlecken.
Die Reduzierung des Ausgangs, okay, das verstehen wir.
Schluss mit den Unikursen, akzeptiert.
Die Anzahl der Pflichtstunden der geistlichen Begleitung ist grenzwertig.
Aber das hier, nein!
Ich frage euch:
Wie positionieren wir uns angesichts der Gefühle von Corentin und Guillaume
und einiger anderer?
Ich denke, dafür sind wir da. Wir müssen die Notbremse ziehen.
Was denkst du? - Na, ich höre zu.
Ich denke nach.
Kann ich etwas in deinem Computer nachsehen?
Ja, natürlich.
Ich denke, wir müssen solidarisch sein.
Wir müssen uns alle weigern, diese blödsinnigen Gespräche zu führen,
in denen es nur um Sex geht. - Nein, da gehst du ein bisschen zu weit.
Es wäre ein Fehler, den Konflikt zu suchen. - Was machen wir dann?
Stört es euch nicht, dass sie das Geschlecht vom Rest trennen?
So, als wären wir Wesen, denen man noch einen Schwanz hinzugefügt hat?
Ich weiß nicht, was passiert ist. Bosco hat auf jeden Fall ein großes Problem damit. - Warte.
Warte.
"Anweisungen der Kongregation
für die Glaubenslehre betreffend der Kriterien
zur Berufungsprüfung von Personen,
die in Hinsicht auf die Zulassung zu Priesterseminar und Ordination
unreife, affektive und sexuelle Tendenzen aufzeigen".
Woher hast du das? - Das steht im Internet.
Jeder kann's lesen.
Das ist keine Schrulle von Bosco.
Das ist eine Empfehlung vom Vatikan.
Das haben alle Seminare erhalten.
Na und, was ändert das?
Was weiß ich. Nichts. Nur, dass ihr dummes Zeug erzählt.
Ihr verwechselt eure Hirngespinste mit der Wirklichkeit.
Achtung, hört zu:
"Während der Gespräche mit dem Kandidaten
hat sich der spirituelle Leiter zu vergewissern,
dass der Kandidat keine sexuellen Störungen aufweist,
die mit dem Priesteramt unvereinbar sind."
Also, was bedeutet das? Ist es Bosco, der verrückt ist?
Nein, aber vielleicht... Aber das ändert überhaupt nichts an dem, was ich empfinde.
Gut. Ich schlage vor, dass wir mit den Patern darüber reden.
Man kann nicht behaupten, dass man nicht gehört wird,
wenn man nicht versucht hat, seine Empfindung klar auszudrücken.
Bei den Kapuzinern konnte man immer miteinander reden. - Er hat recht.
Wir können doch bei der nächsten Versammlung der Pater um Anhörung bitten.
Diese Vorgehensweise find ich gut. - Was hältst du davon?
Ja, das ist gut. Das Vertrauen und der Dialog.
Und wenn wir nicht gehört werden, dann sehen wir weiter.
Und was José angeht? Was machen wir?
Sprechen wir das bei der Gelegenheit an?
Strategisch wäre das wohl nicht so ganz von Vorteil.
Ich habe noch ein letztes Zitat:
"Wenn ein Kandidat seine Homosexualität lebt
oder tief verwurzelte homosexuelle Neigungen aufweist,
hat sein spiritueller Leiter die Pflicht,
ihn gewissentlich davon abzubringen, auf die Ordination zuzugehen."
Das ist ziemlich gut, oder?
Wartet mal, das ist totaler Blödsinn. Ich bin nicht schwul, Jungs!
Das Empfangsfest für die Neuen wird im Aufenthaltsraum stattfinden.
Mit ein wenig Verspätung.
Wir hoffen, dass das Ganze in Ruhe abläuft,
nachdem wir dieses Jahr die Anweisung zur Zurückhaltung ausgegeben haben.
Und mit der Heizung, das hat sich bestätigt, ist etwas faul.
Selbst der Wasserdruck ist alles andere als gut.
Emmaüs wird die Überreste von der Hausbesetzung
im letzten Jahr nicht wegräumen, der Zustand der Möbel ist zu schlecht.
Wir müssen eine andere Lösung finden.
Die französische Bischofskonferenz fragt
wegen des Praktikums in der Pressestelle im November nach.
Sie wollen wissen, wieviel Interessenten es gibt.
Wissen Sie das von Pater Valery?
Haben Sie ihn erreicht? - Nein, von der Sekretärin von Monseigneur De Virieux.
Dann ist da noch...
diese heikle Frage nach den Gesprächen zur Schulung des Urteilsvermögens.
Jean-Bernard Duprat, der Vertreter der Seminaristen
bittet ganz offiziell um eine Anhörung vor dem Rat der Pater,
um darüber zu sprechen.
Alle anderen haben damit keine Probleme. Ich frage mich, wieso bei uns.
Pater Ballard vom Seminar in Fontenay sagte mir vor kurzem,
er sei froh, dass der Heilige Vater endlich seine Position geklärt habe,
was diesen alten Hut angeht, wie man im Seminar mit Sexualität umgehen solle.
Nur wir haben's damit wirklich schwer.
Womöglich fällt es ihm auch nicht leicht.
Aber er wagt es eben nicht zu sagen, das ist der Unterschied.
Wir wollten einen neuen Geist einführen, aber vielleicht sind wir zu weit gegangen.
Wir diskreditieren uns durch Übereifer. Also, ich weiß nicht...
Außerdem, und ich will keine Namen nennen,
spielen einige Pater nicht mit und befreien die Seminaristen vom Gespräch.
Warum sprichst du es denn nicht aus?
Wieso sagst du nicht, dass ich es bin?
Wenigstens siehst du's ein.
Ich übe das Priesteramt seit 53 Jahren aus.
Ich habe einiges an Weisungen und Vorschriften vorüberziehen sehen.
Aber ich werde heute nicht mehr damit anfangen, mich dafür zu interessieren,
was in den Unterhosen meiner Schäflein passiert. Darauf pfeife ich!
Wenigstens bin ich auf dem Laufenden mit meiner Verwaltungsarbeit.
Wen meinst du? Doch nicht etwa mich? - Du bist bestimmt nicht alleine damit gemeint.
Wollt ihr noch weitere Personen denunzieren?
Mich vielleicht?
Auf was wartet ihr, um euch an höherer Stelle zu beschweren?
Erzählt es Pater Ballard. Vielleicht gibt er euch einen Rat.
Oder Monseigneur De Virieux von der Diözesanstelle,
der mich nicht ausstehen kann.
Was Jean-Bernard Duprat angeht, schlagen wir ihnen den nächsten Ratstermin vor,
am Samstagvormittag?
Hier, ich habe meine eventuellen Eingriffe mit einem Sternchen gekennzeichnet.
Da und da. - Zeigen Sie mal.
Und dann muss man dieses hinzufügen.
Dieser Teil hier geht nicht.
Den Hirtenbrief des Papstes würde ich nicht erwähnen.
Wir wissen nicht, ob sich diese Schrulle von Berufungsprüfung halten wird.
Und die Zusammenarbeit in Lourdes anlässlich der Kanonisierung von Johannes Paul II.,
wo ist davon die Rede? - Wartet, ich komme mit dem Platz zurecht, den man mir gibt.
Jedes Mal muss ich wieder dran denken.
Ich war bei Mgr. Roman, als er hier runterstürzte.
Ich konnte ihm nicht helfen.
Den Ärzten zufolge hatte er einen leichten Schwächeanfall, bevor er umgefallen ist.
Oder er ist über seine Soutane gestolpert.
Geben Sie her. Das ist meine Sache. Ich bring das in Ordnung.
Du hast uns in diesen Tagen sehr gefehlt.
Deine Mutter fühlt sich immer etwas verloren,
wenn du ihr nicht zur Seite stehst.
Antoine, ich bitte dich. - Es stimmt doch.
Von den Blumen, die sie nach Hause bringt,
bis hin zu den Sorgen mit dem Hausmädchen,
immer sagt sie mir: "Was hätte Raphaël gesagt? Was hätte er gedacht?"
Ich bin sicher, Mama kommt sehr gut ohne mich klar. Nicht wahr, Mama?
Aber ja!
Wie dem auch sei, ich wollte dir sagen,
dass ich beabsichtige, das Haus weihen zu lassen.
Ich wollte es nach der Gedenkmesse für Guilhem machen.
Schon lange denk ich daran, dass es stattfinden soll.
Ich habe Lust, es zu machen.
Erinnert ihr euch an die Cousins in Mailand, an die Suadas?
Die haben dieses Ritual.
Wir haben uns immer darüber lustig gemacht. Aber sie hatten recht.
Also das ist es. Ich wollte wissen, was du davon hältst?
Ich möchte, dass ihr nicht an der Messe teilnehmt.
Wenn du da bist, wird Anne-Cécile nicht kommen.
Es scheint mir das Wichtigste zu sein, dass sie sich mit ihrem Mann versöhnt.
Alles andere kommt danach.
Aber das, was sie tut, trennt uns.
Das ist unchristlich. Und du solltest dafür nicht herhalten.
Meine Idee ist das, nicht ihre!
Um das Gesagte zu wiederholen, es geht um die Seelenruhe Guilhems!
Also schließt du uns aus? - Ihr wolltet meine Meinung. Das ist sie.
Hier, bitte sehr.
Madame, Messieurs, wir haben Ihnen serviert.
Für Madame Thunfisch Crémant, Paprikamousse mit Kapern.
Für den Herrn Spargel in Blätterteig, Morcheln in Gänseleberpastete und Trüffeljus.
Und der Herr bekommt die Seebarschterrine
mit Jakobsmuscheln und die Emulsion aus weißem Rettich und Tomatenconfit.
Vielen Dank.
Hast du Feuer?
Danke.
Elie.
Auf was wartest du? - Sehe ich aus, als würd ich warten?
Ja. - Ich wart auf den Beginn der Messe.
Du bist ziemlich jung, um beten zu gehen.
Willst du mich begleiten? - Nein, kann ich nicht, bin Jude.
Meinen Schabbat mach ich alleine.
Der Rabbi kommt nie. Außerdem mag er mich nicht besonders.
Bist du nicht religiös? - Der Rabbi und ich, wir sind beide nicht religiös.
Du wartest nicht nur auf die Messe. Auf was noch?
Ich warte auf den Anruf eines Freundes, der mich nicht zurückruft.
Und du fragst dich, ob du ihn noch mal anrufen sollst. Du wirst es nicht tun.
Man ruft niemanden an, den man schon zu erreichen versucht hat, und der nicht antwortet.
Das ist hart. Aber so ist es.
Du kannst mir helfen, ich will in mein Zimmer.
Willst du nicht mehr beten? - Nein, will ich nicht. Ich will aufs Zimmer, habe ich gesagt!
Kannst du mir helfen?
Ja. Der Lahmende hilft dem Gelähmten.
Kannst du Tischtennis spielen? - Ja.
Ich werd mich um dich kümmern.
Ah, endlich!
Da bist du ja, Onkel.
Oh, die Monster!
Sie wollten dich unbedingt sehen. - Raphaël!
Hey! - Mein Vater kommt nicht zur Messe für Guilhem.
Hast du nicht verstanden, was ich dir neulich sagte?
Er hat uns im Stich gelassen. Und dich hat er auch im Stich gelassen.
Wir kommen nicht.
Mädchen, habt ihr nicht Lust, für Papa zu beten?
Oh, ja! - Was machst du denn da?
Nichts. Sie sind groß, sie können doch selbst entscheiden.
Und du? Seit wann entscheidest du für mich, was gut für sie ist?
Ich bin ihre Mutter. Schon vergessen?
Ob dir das gefällt oder nicht, ich bin keine Chanseaulme.
Los, kommt, Mädchen, wir gehen!
Wieso müssen wir denn gehen? - Kommt.
Warum willst du nicht für Papa beten?
Ihr folgt mir! - Warum beten wir nicht für Papa!
Wir gehen, habe ich gesagt.
Los, schnell! Wir gehen. - Hör doch, was sie dir sagen!
Warum läufst du denn so schnell? - Elise!
Elise!
Wir haben uns hier zusammengesetzt im konstruktiven Geist.
Wir, die wir auf dem Weg Jesu gehen, müssen vorbildlich sein.
Es ist so, dass einige unter uns in letzter Zeit ein Unwohlsein verspüren,
was gewisse vor kurzem eingerichtete Maßnahmen
der spirituellen Begleitung betrifft.
Sie haben etwas zu sagen? Sagen Sie es uns.
Wenn Sie meinen, dass der neue Geist, den wir dem Seminar einzuhauchen versuchen,
Probleme bereitet, wir hören zu.
Ich bitte um Verzeihung. Wir haben nichts dergleichen gesagt.
Was haben Sie dann gemeint? - Dominique.
Wir sind da, um zuzuhören.
Sie wissen, dass es nichts Persönliches ist.
Es geht um gewisse Maßnahmen, die Sie nicht initiiert haben
und die zudem sehr umstritten sind.
Bis hin zu einigen Mitgliedern der Kurie in Rom.
Und wir sind doch wohl nicht da, um... - Wir müssen diesen jungen Menschen, da,
wo wir sind, Wachsamkeit und Engagement entgegenbringen,
anstatt uns mit ihnen der Demagogie hinzugeben.
Sie kommen, um Jesus zu begegnen und fühlen sich berufen.
Jemandem zu begegnen, heißt auch zu akzeptieren, dass er in uns etwas bewegt.
Jesus, man reibt sich an ihm. Er hobelt ein wenig an uns, nicht wahr?
Am Anfang tut es ein bisschen weh, aber das ist normal.
Möchten Sie darauf etwas sagen, Jean-Bernard, der Sie Ihr letztes Jahr angehen?
Bald werden Sie sich vollständig für die Nachfolge Jesu engagieren.
Na ja, ich wollte...
Sind Sie bereit für das Wagnis dieser Erfahrung, junger Mann?
Wenn nicht, so sind Sie frei.
Ich bin deswegen hier, Pater.
Was Sie betrifft, Monsieur Morvan, wir haben uns noch viel zu sagen.
Und ich denke, keiner von uns beiden wird sich davor drücken.
Guillaume! José wartet auf eine Antwort. Das ist der Moment.
Wir müssen mit Pater Bosco sprechen.
Ich mag ihre Schwachsinns-Urteilssschulung nicht. Es stresst mich.
Ich versteh nicht, warum wir nicht kämpferischer waren!
Da denkst du noch dran? Ich dachte, das wäre geregelt?
Ihr habt's leicht. Cheminade nervt euch ja nicht damit.
Und selbst wenn, mir wäre das völlig egal.
Natürlich! Du hast ja auch keinen Körper.
Ich bin normal, das ist alles. Du hast doch das Problem damit.
Wie geht es Ihnen, Pater? Heute ist der große Tag.
Ich habe zu viel geschlafen. Ja.
Die Pariser Luft. Drückend.
Ich gewöhne mich nie daran. - Sie müssen ein wenig essen.
Anscheinend wurde Monseigneur Jacquemin
am Flughafen von Toulouse von homosexuellen Aktivisten aufgehalten.
Er ist erst heute Morgen in Paris angekommen.
Die Intoleranz ist die große Geißel.
Stellen Sie sich vor, militante Christen würden das Gleiche mit einem Minister tun?
Das wird nie geschehen und ist auch besser so.
Ich habe mich befleckt! So was.
Haben Sie noch eine andere Soutane? - Nur keine Sorge, ich werde sie abreiben.
Man wird Sie ganz genau unter die Lupe nehmen und es wird auffallen.
Die anderen sind abgeschabt, verschlissen.
Ich war auf das alles nicht vorbereitet.
Ansonsten gibt es noch die Soutanen von Monseigneur Roman.
Das würde ich nicht wagen. - Sie sind prachtvoll.
Einige davon nicht mal getragen.
Monseigneur Roman würde Sie darum bitten.
Hier, Ihre Rede, Pater.
Ich sehe meine Anmerkungen nicht.
Die Projekte, der Heilige Vinzenz... - Es tut mir leid, Pater.
Es gab keinen Platz mehr. Zu viele Dinge, die reinmussten.
Das nächste Mal, ja? - Man erwartet Sie, Monseigneur.
Entschuldigen Sie.
Wir können uns nicht erlauben, zu spät zu kommen. - Ja, ja.
Lieber Bruder in Christus,
Monseigneur.
Mit Freude und Dankbarkeit
empfangen wir Sie hier an diesem Platz,
der Sie unsere Gespräche und Gebete seit Jahren begleiten.
Aber auch mit einem Stich in unserem Herzen.
Ich denke natürlich mit Trauer an unseren Monseigneur Roman,
den Sie tatkräftig unterstützten
und dem Sie mit der Ihnen eigenen Ernsthaftigkeit
und Pflichtbewusstsein nachfolgen.
Und in diesem Moment, in dem Sie die Aufgabe annehmen,
die Sie nun angenommen haben,
möchte ich, dass wir uns Zeit nehmen,
um die Seele von Monseigneur Roman
der über alles liebenden Maria Mutter Gottes anzuvertrauen,
die mit der Zärtlichkeit einer Mutter
über uns wacht und die...
für uns da ist in der Stunde unseres Todes.
Lasst uns beten:
"Gegrüßet seiest du, Maria, voll der Gnade, der Herr sei mit Dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen."
Meine verehrten Brüder.
Mit unermesslichem Schmerz steh ich vor euch.
Mit unermesslichem Schmerz, aber auch mit unermesslichem Vertrauen
in die Wege Christi, unseres Erlösers.
Los, schnell, hier! - Danke.
Bist du ausgerüstet, Aulien?
Nein, ich habe noch kein Glas. - Wo ist denn Ihr Glas Pater? - Nein.
Also ich... - Ich hol es Ihnen sofort.
Wartet auf mich! - Bring zwei Gläser!
Na, Mädchen, gibt das ein Komplott? - Ja, ein Komplott, ja.
Ich habe erfahren, dass man dich dieses Jahr Jeanber nennen soll. - Wieso?
Guillaume hat's mir gesagt. - Schwachsinn!
Ein Gläschen Champagner? - Nein. Danke.
Einen kleinen Tanz?
Pardon.
Pater, ich muss mit Ihnen sprechen. Jetzt.
Es geht um José.
Er hat Ihnen geschrieben.
Er ist allein. Er braucht seine Chance.
Bitte lesen Sie ihn.
Er hat das Alleinsein gewählt. - Er ist gelähmt, er sitzt im Rollstuhl.
Er ist allein. Er leidet und er bittet Sie.
Geht's Ihnen nicht gut? - Es ist nichts.
Die Müdigkeit des Semesterbeginns. Ich muss mich nur ein wenig ausruhen.
Na los, Junge, das wird schon. Du bist hier mit uns.
Es wird gut. Wir werden große Dinge miteinander machen.
Verehrter Pater,
vor einigen Monaten gab es einen furchtbaren Moment zwischen uns.
Jetzt weiß ich, dass diese Gewalt vor allem gegen mich selbst gerichtet war.
Mein leidender Körper erinnert mich jeden Morgen daran.
Ich habe versucht, den Sinn dieser Konfrontation mit dem Tod
und dem Schmerz zu verstehen, den ich selbst gesucht habe,
und damit, dass Gott entschieden hat, mich leben zu lassen.
Ich brauche Sie, Pater.
Ich habe nichts von Ihren Lektionen vergessen,
Ihrer Aufrichtigkeit und Stärke.
Nun möchte ich die Macht Ihrer Vergebung erfahren...
Dieser Nachmittag hat mich angewidert.
Wir führten das Ding nicht zu Ende.
Wir hätten... - Ich bin nicht sicher. Was Bosco gesagt hat, hat mich überrascht.
Christus beschäftigt mich. Es ist nur eine Phase. Ich muss den Weg annehmen.
Ja. Na dann.
♪ Befreit Fromenger! Sind Sie verrückt geworden?
♪ Befreit Fromenger! Sind Sie verrückt geworden?
♪ Befreit Fromenger! Befreit Fromenger!
♪ Befreit Fromenger! Sind Sie verrückt geworden?
♪ Befreit Fromenger.
♪ Sind Sie verrückt geworden?
♪ Sind Sie verrückt geworden?
♪ Befreit Fromenger!
♪ Sind sie verrückt geworden?
Regen Sie sich nicht auf. Sie haben getrunken. Sie wissen doch, wie das ist...
Sie trinken nicht mehr. Kein Tropfen Alkohol mehr in diesem Seminar bis auf Weiteres.
Wenn sie selbst keine Verantwortung übernehmen können,
müssen wir ihnen Grenzen setzen. Ich möchte alle im Aufenthaltsraum sehen.
Es ist vier Uhr morgens. - In fünf Minuten, alle.
Selbst die, die schlafen.
Yann! Yann, zieh dich an.
Pater Bosco möchte alle im Aufenthaltsraum sehen.
Was?
Ich hatte unrecht, Sie nicht früher zu warnen.
Ich denke, dass Sie alle das Jahr sehr schlecht begonnen haben.
Sie haben sich alle entschlossen, in die Folge Christi zu treten.
Und diese Wahl verpflichtet Sie.
Dieser Ort ist für Sie gemacht, aber stellen Sie sich gefälligst auch in seinen Dienst.
Wir alle arbeiten daran, hier den Geist und die religiösen Pflichten
einer prestigeträchtigen Einrichtung neu zu begründen.
Im Laufe der Zeit hat sie sich zu vielen Annehmlichkeiten geöffnet.
Die Freiheit, die uns von Gott gegeben wird,
die, die wir ihm dienen, kommt durch Prüfung und Verantwortung.
Erneuert euch!
Ändert eure Herzen für Gott!
Wenn Sie dazu nicht bereit sind,
wenn Sie dieser Anforderung nicht gewachsen sind,
dann ist das Kapuzinerseminar nicht der richtige Ort für Sie.
"Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,
und allen Brüdern und Schwestern,
ich habe gesündigt.
In Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld.
Durch meine große Schuld.
Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria,
alle Engel und Heiligen
und euch, Brüder und Schwestern,
für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn."
Ich erwarte Sie in der Kapelle in einer Stunde
zur Laudes, um einen neuen Anfang zu machen.
Guillaume?
Ich glaube, es ist an der Zeit, dass Sie sich tiefgreifende Fragen stellen,
was Ihr Verhalten angeht.
Provozierend, verletzend, unreif...
...und dass Sie sich fragen, ob das vereinbar ist mit Ihrer Berufung zum Priester.
Ich werde darüber wachen, dass Ihr spiritueller Leiter
diese Befragung verbindlich begleitet.
Und ich werde schnellstens den Rat der Pater versammeln,
um Ihren Fall und Ihre Zukunft unter uns untersuchen zu lassen.
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