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Abschied nehmt, dann ist das schon ein guter Grund, etwas traurig zu sein.
Vier lange Jahre hat sie es mit euch ausgehalten.
Sie hat euch ihre ganze Liebe gegeben.
Frau Marloch, die nun schon eine Woche bei euch ist, wird eure Gruppe
übernehmen. Eine erfahrene Pädagogin, Ehemalige Kindergärtnerin, dann Leiterin
eines großen Kindergartens, studiert hat sie auch und vier eigene Kinder
großgezogen.
Das Wort für das Abschiedsversprechen eurer Gruppe an Edith hat nun Sabine.
Ich bin ja nicht böse, Sabi.
Ich glaub, ich versteh dich sogar.
Ich hab dich doch immer noch lieb.
Von Frau zu Frau.
Ich habe einen Mann.
Und ich habe ein Kind im Bauch, das bald auf die Welt kommt.
Und was mich braucht.
Das wird mich hassen.
Ich hab dich doch immer noch lieb.
Mensch, mach das Licht aus.
Sabine Kleist, sieben Jahre.
Die Eltern sind umgekommen, Unfall.
Verwandte?
Opa, Pflegeheim.
Und die Adresse von dieser Edith?
Scheibler. Kollegin Edith Scheibler.
1054, Christinenstraße 28.
Aber da wird die Sabine nicht hingegangen sein.
Nach dem, was gewesen ist zwischen den beiden.
Wahrscheinlich hat sie ein helles Kleidchen angestreift.
In ihrem Frank fehlt auch das weiße Jätschen.
Ein Bild von den Mädchen habt ihr wohl nicht?
Ein Bild haben wir.
Wir haben von allen Bilder.
Du bist doch die Kleine von Rita.
Die Männer kennen Kopf zum Denken an.
Hätte ja sein können.
Gute Nacht.
Wir melden uns schon, wenn sie auftauchen sollte.
Häng den Mantel weg und leg dich hin.
Hier, bitte.
Denk an unser eigenes.
Das kann ich noch nicht.
Ich muss das lernen.
Vielen Dank.
Wie heißt
denn
du?
Sabine.
Kannst du nicht lauter?
Weißt du überhaupt, wer Rita ist?
Die Einzelfrau mit den Dreifachen.
Auf der ganzen Welt.
Da staunt sie, wa?
Na?
Meine Mutter. Meine Mutter fliegt im richtigen Flugzeug.
Ganz oben.
Quatsch, komm. Das gibt's ja gar nicht im Zirkus.
Natürlich nicht im Zirkus.
Oben.
und ihren Petrölen und den Beuren von Onkel Dirk.
Meiner fährt sogar schon Traktor und manchmal sogar die Feuerwehr.
Und was verdienst du dabei?
99 .000 Mark.
Jetzt spinnst du.
Und was noch?
Das war nicht
die.
Und gehört hat die nichts mehr.
Hallo.
Mit wem habt ihr dann gespielt?
Wen? Willst du einen Bon haben?
Nein.
Ich will keinen.
Dann lass mal.
Das macht man eben so.
Musik. Und warum macht man das so?
Ehre wem Ehre gebührt.
Was heißt denn das, Ehre Ehre gebührt?
Selbst wenn du dein Leben nicht nur für dich allein gelebt hast, zum Beispiel.
Oder wenn du vielleicht einen Orgen gekriegt hast.
Oder zwei.
Oder wenn dich viele Leute kennen.
Aha.
Was heißt Aha?
Dann wird keiner bei mir mal Musiker machen, wenn ich sterbe.
Aha. Das liegt aber an dir.
Meinst du? Ja.
Hast du Dieter im Tag gekannt?
Nee.
Trotzdem hast du Musik gemacht.
Dann nur gehen wir. Schön zu deiner Mutti.
Die wird dich schon suchen.
Und das ist, weil ich nun keine Mutter habe?
Weißt du schon, was du kriegst?
Er will ja sehen.
Na klar, das sieht man ja auch.
Ich habe eine Schwester seit heute früh.
Na und?
Sie wird bei mir im Zimmer schlafen.
Zwei Mann in jedem Zimmer.
Wir sind sechs in einem Zimmer.
Sechs?
Sechs Mann in einem Zimmer, ja? Ja.
Spinnst du?
Sechs, das ist nicht wahr.
Kennst du eine Edith?
Ist es deine Mutti?
Meine Freundin.
Frag doch mal die Schwester.
Nach den Bäumen, Frau Merker!
Drückst du mir die Daumen?
Mutti, komm!
Ich habe meine Schwester gesehen.
Sieht echt gut aus.
Besuchszeit beendet, Herr Kasten. Jetzt ist Fütterung.
Na, da kommen wir.
Hey,
ist das nicht ein süßes Kerlchen, nicht? Das muss die jetzt sehr lieb haben,
nicht? Sehr lieb muss man die kleinen Kinder haben, nicht?
Guck, guck mal, wie dick, guck, wie süß. Die sind ja richtig ähnlich, dein
Schwesterchen, nicht?
So wie dich dein Vati und deine Mutti lieb haben, so musst du nun dein kleines
Schwesterchen lieb haben, nicht?
Mensch, lass mich runter.
Hat denn dein Baby keinen Hunger?
Er hat keinen.
Du musst mal backen und überhaupt weinen.
Ich hab dich doch immer noch lieb.
Ey, was soll denn das?
Kannst du mal wie Schallplatz klingeln?
Du kriegst auch so ein Stückchen Kreide davon.
Das mach ich auch ohne Kreide.
Sehen wir nach aus unserem Feld.
Über Neid sind wir gekommen, nicht für unser Sommerbrot.
Oder riecht es nur nach Geld?
Sind die Ehrenkörner schwer oder schält sich nur und wehrt?
Kann ich mal ein Stückchen haben?
Tut mir leid, reinlegen kannst, aber rausnehmen ist nicht. Leider.
Und die planten grüne Taten, sagt wie viele sind
gelungen. Wie viel von den grünen Taten machen wir zur
Ernte?
Such dir was raus.
Kann ich doch nicht machen.
Kannst du schrücken?
Na also.
Vielen Dank.
Räum mal deine Taschen auf.
Und die Kekse, die im Korb waren?
Die kann ich bezahlen.
Ich schenke dir die Kekse.
Du bekommst noch was.
Wieso nicht geschmeckt?
Bist du alleine?
Ich bin auch alleine.
Vielleicht komme ich für eine Schwester.
Könnt ihr sein?
Na komm, fang nicht wieder an zu heulen.
Ja, gut.
Ich verstehe.
Du kannst nicht selbst sprechen?
Wie heißt du?
Ein polnischer Junge. Verstehen?
Das ist doch mein Wort.
Das ist doch mein Wort.
Das war's für
heute.
Ich könnte ja Polnisch reden lernen.
Meinst du nicht?
Dann bist du nicht mehr so alleine.
Rein, Leo.
Mein lieber Mann.
Und weiter?
Gefunden habe ich ihn.
Ein bisschen lustig kann ich ja, aber das sind Ausländer.
Ein polnischer Freund.
Also ein polnischer genug für mich.
Und gefunden hast du ihn auf dem Alex?
Ja.
Stanley heißt er.
Aber jetzt muss ich gehen.
Die Beins nicht mehr.
Hey, Moment!
Bleib mal hier.
Sag mal, bist du nicht die kleine Kiesel aus der Riga A12?
Willst du mal lachen?
Will ich, und?
Die Riga hat nur 15 Nummern.
Mächtiger war die hier.
Das war sie.
Telefonieren kannst du doch nicht.
Zentrale, die als vermisst gemeldete Sabine Kleist ist im Revierbereich 126
gesehen worden.
Ja, wir erbitten Suchverstärkung.
Sabine Kleist!
Ich hab dich doch immer noch lieb.
Übersteigt, aber ist hier nicht die Wahl. Hopp, hopp, hopp, Opa läuft da
Wer bist denn du?
Sabine.
Ich heiße Karl.
Karl ist ein guter Dame, Mädchen.
Karl Liebknecht.
Karl Marx.
Kennst du die?
Ja.
Na siehste.
Karl Schindler, das kunde ich.
Na siehste.
Willst also die Tabine?
Ja.
Tabine, du darfst mir nicht so ankehren.
Na, Mäster?
Hier wird es wohl nicht ganz richtig, hm?
Kann ich Ihnen helfen?
Das ist lieb, mein Junge.
Aber ich sitze hier ganz gut.
Und nicht alleine.
Ja, ich komme ja schon.
Kommst du denn endlich?
Armer Kerl.
Wo war ich stehen geblieben?
Ich soll dich nicht so anklicken, hast du gesagt.
Hab ich gesagt?
Siehste? Das haben sie mir zum Abschied in die Hand gedrückt.
Die lieben Kollegen.
Und vor 14 Tagen ein Wohnungsschlüssel.
Paul -Geschel -Straße 96, Aufgang 2, Wohnungsnummer
003. Wie ich das kann, ne?
Und heute, das hier.
Ist Gold?
Nö.
Gold ist das nicht.
Und jetzt hilfst du mir, die 96 zu finden.
Zahlen könntest du doch.
Ja, bitte.
Dann siehst du.
Bei mir macht ja keiner die Türe auf.
Schönen Dank, Biene.
Das ist wirklich lieb von dir.
Man muss da aber noch raus.
Äh.
Herr Findler, guten Morgen.
Guten Morgen.
Ach, Sie haben Besuch.
Kosten Sie mal.
Ihre Enkeltochter, wie?
Nein, das ist die Tochter.
Von der Cousine.
Von der Schwester.
Meiner Frau.
Der Verstorbenen.
Dann lasst euch mal gut schmecken.
Na sieh.
Was soll das denn sein?
Das ist doch nicht die Frage, Mädchen.
Brauchen oder nicht brauchen.
Kannst du glauben?
Ich komme dich mal ab und zu besuchen im Heim.
Ich brauche niemanden. Nur so.
Sondern zum Sonntagsbesuch.
Kann ich mal telefonieren?
Na, immer nur rein in die gute Stube, junger Mann. Danke.
Ein Telefonbuch haben Sie doch. Na, wenn Sie nicht zwei brauchen.
Ich
habe
mit Eurem Obersten geredet.
Der nimmt mich.
Als Reparaturmann oder so.
Und am Montag fang ich bei euch an, Biene.
Biene?
Jetzt sind schon drei zu viel.
Arbeitst du im Büro oder in der Vorabteilung oder Endabteilung?
Und wo ist, wo arbeitst du denn nun?
Nein, ist davor.
Also in der Vorabteilung.
Scheißlander, sagt meine Mutter.
Ihr habt schon zweimal den ganzen Betrieb die Prämie vermasselt, sagt
Mutter.
Wieso?
Einen Vater hast du wohl nicht.
Ich bin für sieben.
Alle, die hier rumsitzen, sind Alleinstehende.
Ich habe keine Mutter oder keinen Vater.
Na komm, ich gebe dir meine Portion.
Zwei, vier, sechs, acht, zehn.
Ich muss noch.
Vielen Dank.
Das blöde Tier.
Abbilden!
Was muss er machen?
Er muss auf den Kopf stehen.
noch ein bisschen weiterspielen.
Warum sind wir wieder hier?
Jetzt geh erst mal zu deinen Eltern, die werden bestimmt schon auf dich warten.
Machen wir Schluss für heute?
Vielleicht ist er irgendwo in deiner Nähe.
Für mich ist Feierabend. Klar.
Doch noch nicht.
Die sollen hinmachen. Ich hab Feierabend.
Achtung, an alle.
Die seit zwei Tagen als vermisst gemeldete Satzstückleiste ist noch nicht
aufgefunden. Einsatzbefehl für alle nach dem Nachtersatz dienstfreien Wagen und
Besatzungen. Voller Tagesdienst. 10 .00 Uhr bei Zentrale melden. Ende.
Mahlzeit. Mit Weiberwische. Was macht denn dann?
Toni 21 an Zentrale.
Befehl bestätigt. Ende.
Na, warum mal?
Gibt es da nichts mehr?
Rück auf, Mädchen. Komm, wir müssen los.
Wenn du willst.
Ich habe es doch gleich gesagt.
Ihr Toni 21 an Zentrale.
Haben Sie eben das gesuchte Kind Sabine Kleist gefunden?
Hat mich freiwillig gemeldet.
Sie hat sich freiwillig gemeldet, soll ich sagen.
Punkt des übrigen Toni 21.
Trotzdem danke.
Liefert das Mädchen Kinderheim ab.
Tageseinsatz aufgehoben. Ihr habt Feueramt. Ende.
Hat sie gehört?
Ich soll mich bedanken.
Das geht so.
Ich war schon mal bei dir. Wieso warst du nicht da?
Ich wollte nur mal sehen, wie es dir geht.
Es klappt schon.
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