All language subtitles for heisse_schnecken_1979

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Original subtitles

Warum gibt es die Liebe, wenn sie so weh tut?

Warum ist alles schon zu Ende, bevor es angefangen hat?

Holger, ich weiß, dass ich dich nie wiedersehen werde.

Was soll ich nur tun? Es ist alles so sinnlos.

Was soll ich in mein Tagebuch schreiben?

20. November.

Ich habe das verloren, was mir bisher auf der Welt das Wichtigste war.

Ich bin 17 Jahre und unglücklich.

Was soll ich noch schreiben?

Es ist so sinnlos.

Was diese Liebe uns gegeben,

was sie gemacht aus unserem Leben, die Antwort, wann wird sie uns

denn erreichen?

Die Zärtlichkeiten der Umarmung, Schmerzen

bitterer Erfahrung, Erinnerung daran wird sie von uns weichen.

Young Love, du hast uns doch Glück gegeben.

Hot Love,

den Wunsch, dich wieder zu erleben.

Young Love,

das Band der Liebe ist der Ressent.

Hot Love.

weil wir uns beide trennen müssen.

Die Hoffnung, die in uns gelebt hat, das Glück, nach dem man

so gestrebt hat, durch unsere Schuld ist alles nun zerronnen.

Die Liebe, der wir uns verschrieben.

Was ist am Schluss von ihr geblieben?

Sie war vorbei, kaum hatte sie begonnen.

Young love, du hast uns so viel Glück gegeben.

Hatela, den Wunsch, dich wieder zu erleben.

Janela,

das Band der Liebe... 12.

März, Sonntag.

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder ernst sein soll.

Es war alles ein wenig komisch heute Morgen.

Ich wollte im Moment mit niemandem darüber reden.

Aber dir, liebes Tagebuch, kann ich es anvertrauen.

Glück auf dich. Ist ja gut, ich komme gleich.

Ich weiß nicht, ob ich etwas geträumt habe und was es war.

Ich bin an diesem merkwürdigen Krippeln aufgewacht.

Dieses Krippeln, das ich schon öfter gespürt habe.

Zum ersten Mal, ich kann mich genau erinnern.

habe ich es in der Turnstunde an der Kletterstange bemerkt.

Dann kam es immer wieder, vor allem am Morgen.

Und obwohl es ein so angenehmes Gefühl ist, habe ich nicht gewagt, es selbst zu

erwecken. Bis heute.

Ob das richtig war?

Wenn der blöde Schiedsrichter den Elfmeter gegeben hätte, hätte der HSV 2

gewonnen. Scheiße!

Jetzt steht er in der Tabelle wieder auf dem Platz 5.

Musst du sonntags beim Frühstück immer die Zeitung lesen?

Du weißt genau, dass ich am Wochenende auf zwei Dinge nicht verzichten kann.

Auf die Sportschau und die Fußballberichte in der Zeitung.

Ansonsten tue ich alles, was die Familie will.

Im Übrigen ist deine Tochter zum Frühstück noch nicht erschienen.

Also kann ich auch noch Zeitung lesen.

Dickkopf!

Hier, mein Hausherr.

Danke.

Morgen, Pat.

Dass du endlich aus den Federn gekochen bist? Morgen, Mutti. Morgen. Man wird

doch sonntags mal länger schlafen dürfen.

Hey, hey, entschuldige.

Schon gut.

Aber sonst bist du doch auch immer die Erste beim Frühstück.

Ja. Danke.

Dabei warst du doch gestern Abend bereits um 10 Uhr im Bett.

Hast ausnahmsweise sogar auf den Spätfilm verzichtet.

Also ich kann dir sagen, das war eine Wucht. Du hättest Christopher Lee sehen

sollen. Er war überwältigend.

Fast habe ich geglaubt, Papst und Mutti haben mich durchschaut, als sie mich so

angesehen haben.

Dabei war ich fast sicher, dass man so etwas nicht bemerken kann.

Es ist das schlechte Gewissen, das einen verunsichert.

Was für ein Quatsch.

Schlechtes Gewissen.

Man macht so etwas heimlich. Über diese Dinge spricht man nicht.

Es ist doch alles beschissen.

Dabei bin ich irgendwie glücklich.

Ich komme mir seit heute Morgen viel freier vor.

Vielleicht kann ich dieses Gefühl auch gar nicht beschreiben.

Und vielleicht ist Glück auch nicht das richtige Wort.

Vor meinem Fenster auf der Straße geht ein blinder Mann.

Er ist bestimmt unglücklich.

Vielleicht konnte er noch nie sehen.

Aber er kann empfinden, wie ich auch.

Ob das vollkommen ist?

Es gibt so vieles, was ich noch nicht weiß.

Aber wahrscheinlich kann man mit 15 noch nicht alles wissen.

Ja, ich bin glücklich.

Ich habe das Gefühl, heute habe ich zu leben begonnen.

Verdammt, wozu dieses schlechte Gewissen?

Wozu denn ein schlechtes Gewissen? Du hast einen Orgasmus gehabt. Das ist

Das weiß ich auch, dass ich einen Orgasmus gehabt habe. Aber darum geht es

nicht. Ich ärgere mich nur, dass ich gestern den ganzen Tag im Kreis

habe. Das ist Blödsinn. Musst du dir abgewöhnen. Du solltest endlich mal mit

einem Jungen schlafen. Das hilft eine ganze Menge.

Montag, 13.

März. In der Schulpause habe ich mich mit Ellen, meiner Klassenfreundin,

unterhalten. Sie findet meine Gedanken albern. Seit wann sind Gedanken albern?

Ellen ist außerdem ein Jahr älter. Sie hat bestimmt eine Menge Erfahrung in

diesen Dingen.

Bist du verrückt?

Nicht so laut.

Was soll das?

Ich meine es nur gut mit dir. Du wirst sehen. Nachher ist alles viel einfacher.

Bitte nicht. Ich will das nicht. Aber was?

Das wird dir sicher gut tun.

Bitte, Ellen, hör auf. Komm, setz dich. Ich möchte dein Fettchen sehen. Du musst

ganz locker sein.

Jetzt warte ich auch.

Komm,

komm hoch.

Ich bin so geil auf dich.

Ich kann nichts dafür. Ich muss mal.

Oh, das tut gut.

Jedes Mal, wenn ich satt bin, geht es bei mir los.

Mach doch auch.

Nein, ich kann nicht.

gut wie ein Orgasmus.

Puh,

beschissene Mathematik.

Der Pauker hat uns eine Arbeit schreiben lassen, ohne Vorankündigung.

Schweinerei ist das.

Ich dachte schon, du hättest mich versetzt. Hier.

Dankeschön. Was heißt hier versetzt?

Bild dir bloß nicht so viel ein.

Ich bin niemanden Rechenschaft schuldig. Ja, ja, schon gut.

Sieh mal, den Blinden dort.

Klar, sehe ich.

Na und?

Was ist mit dem?

Den habe ich neulich schon mal gesehen.

In dieser Stadt gibt es viele Blinde. Schon, aber der ist anders.

Was meinst du, ob er unglücklich ist?

Kann sein.

Andere sind auch unglücklich. Du etwa?

Nun sei doch nicht gleich eingeschnappt.

Was heißt eingeschnappt?

Kommst du morgen Abend in die Disco?

Wenn meine Eltern nichts dagegen haben?

Blödsinn.

Zweimal die Woche wirst du ja schließlich weggehen können.

Mal sehen.

Ich werde schon kommen.

18. April.

Luther ist zur Zeit sehr merkwürdig.

Wir kennen uns bereits über ein halbes Jahr.

Am Anfang war er sehr lustig und hat viel geblödelt, aber inzwischen ist er

ruhig und nachdenklich geworden.

Er mag mich, das weiß ich, aber ich bin mir nicht klar, ob ich etwas für ihn

empfinde.

Ich treffe mich gern mit ihm, gehe mit ihm tanzen, aber sonst, wenn er mich

küsst, ist das nicht viel anders, als wenn mir Papst einen Kuss gibt.

Sicherlich ist das alles blöd und vielleicht mag ich ihn doch.

Wahrscheinlich will er gerne mit mir schlafen.

Deshalb ist er so komisch.

Er spürt, dass ich es nicht will.

Und er weiß nicht, was er tun soll.

Ob Ellen doch recht hat, wenn sie meint, ich müsste mal mit einem Jungen ins

Bett?

Mit Ellen habe ich es noch zweimal gemacht.

Aber ich finde das idiotisch.

Allein ist es viel besser.

Ich fühle mich danach jedes Mal glücklich.

Ob ich doch mit Lothar schlafen soll?

Ich weiß nicht, ob das richtig wäre.

Und ich weiß nicht...

Ob ich es möchte?

Vom Stand der Unterentwicklung.

Oh ja.

Oh, dann ist das schön.

Ja, ja, du bist wunderbar.

5. November.

Liebes Tagebuch, ich weiß, dass ich dich wie jedes Jahr in den Sommermonaten

vernachlässigt habe.

Die Ferien waren, wie in den letzten Jahren, langweilig. Auf dem Campingplatz

immer dieselben Leute, dieselben Gespräche.

Es ist nichts geschehen.

Dann kam mein Krankenhausaufenthalt. Es war regelrecht beschissen.

Lothar hat sich gefreut, als er mich wieder sah.

Ich kann nicht sagen, ob ich ihn vermisst habe.

Ich bin geschafft.

Tu nicht so. Du legst dich ja sonst auch ins Zeug.

Möchtest du nicht schwurfen?

Nachher. Ich will heute nicht so oft. Ich muss mit meinem Bein noch vorsichtig

sein.

Klar, verstehe ich.

Manchmal weiß ich nicht, ob es dir Spaß macht, mit mir wegzugehen.

Klar, wäre ich sonst hier?

Sicher, aber ich meine...

Warum bist du so abweisend?

Wieso abweisend? Ich bin nicht Ellen, ich bin eben anders.

Man kann doch miteinander weggehen, ohne dass man sich gleich abschlägt oder

sonst was.

Nun übertreib nicht.

Ich mag dich sehr.

Ich erinnere mich dich gut an. Oh, nun übertreib dich. Du kennst es ja

schließlich schon, oder?

Na,

da bin ich doch mal.

Bei dir oder bei mir?

Wahrscheinlich bei uns beiden.

Oh, du Schlingel.

Vielen Dank.

Ich will das nicht.

Aber warum denn? Was ist los mit dir?

Mach dir nichts draus. Das legt sich bald.

Verstehe einer die Weiber.

Was ist los mit dir? Warum stellst du dich so an?

Das ist meine Sache.

Hör zu, du bist 15.

Du bist kein Kind mehr. Und Lothar auch nicht. Ich finde es gemein, wie du dich

ihm gegenüber benimmst. Was heißt hier gemein? Ist es gemein, wenn man mit

Jungen nicht ins Bett geht?

Das nicht.

Aber ihr kennt euch doch schon so lange.

Und er mag dich, das weißt du.

Entweder du machst mit ihm Schluss oder du bist netter zu ihm.

Ich finde, so geht das nicht. Das hat er nicht verdient.

Was hast du?

Warte einen Augenblick.

Kann ich Ihnen irgendwie helfen?

Nein.

Nein, danke, mein Kind.

Stehen Sie schon lange hier?

Ist Ihnen nicht kalt? Es ist so kalt wie immer um diese Jahreszeit.

Ich stehe jeden Abend hier.

Ich werde abgeholt. Es dauert nicht mehr lange.

Ist wirklich alles in Ordnung?

Soweit schon.

Meine Schwester holt mich ab. Sie kommt von der Arbeit.

Danke, mein Kind.

Gute Nacht.

Ja.

Was wolltest du von ihm?

Ich weiß, dass er unglücklich ist.

Das ist alles.

Okay.

Tut mir leid, das von vorhin.

Was halt tut mir leid?

Bitte, sei nicht mehr böse.

Okay.

Komm mit rein.

Wenn du es willst.

Wir müssen leise sein.

Lothar ist glücklich.

Ich habe nicht viel empfunden, aber es hat mich froh gemacht.

Ob ich jemand anderen glücklich machen wollte?

Ich weiß es nicht.

Ob der Blinde wohl schon zu Hause ist?

Freitag, 7.

November. War mit Mutti beim Einkaufen.

Wir gehen selten zusammen einkaufen. Das hat seinen Grund.

Mutti hetzt durch die Geschäfte und kann nicht genug kriegen.

Nachher ist sie mal völlig erschöpft und muss sich in einem Café erstmal

erholen. Bei Kuchen und Schlagsahne.

Aber ich wollte heute mit ihr reden.

Über meine Probleme mit Lothar.

Zu Hause hat sich keine Gelegenheit ergeben.

Ich überlege mir die ganze Zeit, ob die Schuhe nicht doch zu teuer waren.

165 Mark.

Wir hätten uns noch mal umschauen sollen.

Wahrscheinlich hätte ich sie woanders billiger bekommen.

Oder was meinst du? Hör zu, Mutti, ich... Ich möchte etwas mit dir

Aber was denn, mein Schatz?

Brauchst du Geld?

Du hättest dir doch heute auch was kaufen können.

Nein, Mutti, darum geht es nicht.

Es dreht sich um Lothar.

Ach, Lothar. Du triffst ihn doch noch ab und zu.

Du solltest ihn mal abends für uns einladen.

Apropos einladen. Ach du lieber Himmel.

Das Wichtigste habe ich ja vergessen. Wir brauchen ein neues Tischduch.

Ärgers kommen am Wochenende zu Besuch.

Wir müssen nachher unbedingt noch einmal ins Kapphaus und ein Tischduch

besorgen.

Meinst du, dass ein Junge von einem Mädchen enttäuscht ist, wenn sie... Ich

meine, wenn sie nicht tut, was er will?

Du darfst nicht so viel darüber nachdenken, mein Schatz. Das wird schon

Wenn ich nur wüsste, was man den Bergers diesmal vorsetzen könnte.

Er geht ja noch, aber sie ist etwas komisch. Bei ihr weiß man nie.

Was ist? Was hast du?

Ich bin gleich wieder da.

Wenn Sie auf die andere Seite wollen, ich würde Ihnen gerne helfen.

Ja, danke.

Das ist sehr nett.

Vielen Dank, mein Kind.

Wir sind uns schon mal begegnet, nicht wahr?

Ja, woher wissen Sie das?

Oh, ich habe ein gutes Gedächtnis für Stimmen. Es gibt manche, die möchte man

nie wieder hören.

andere, über die man sich freut.

Ich wünsche dir viel Glück, mein Kind.

Ich habe das Gefühl, du bist heute ein wenig durcheinander.

Also, du wolltest mir etwas sagen. Nein, vergiss es. Es ist nichts.

Samstag, 15.

September. Party bei Ellen.

Ihre Eltern sind in Urlaub gefahren. Es ist das erste Mal, dass Ellen allein

hierbleiben durfte.

Ich habe das Gefühl, sie nützt es schamlos aus.

Aber das ist ihre Sache.

Für meine Eltern und mich ist der Urlaub dieses Jahr ausgefallen.

Vati ist arbeitslos.

Seine Firma hat Konkurs gemacht.

Für mich war es nicht so schlimm. Endlich mal kein Camping.

Ich habe mich öfter mit Lothar getroffen.

Ich habe ein paar Mal mit ihm geschlafen.

Es hat mir nicht viel gegeben.

Irgendwie habe ich mir das alles anders vorgestellt.

Vermutlich habe ich es nur ihm zuliebe getan.

Am Anfang war er glücklich, aber inzwischen ist er anders geworden.

Ein wenig kälter mir gegenüber.

Trotzdem fühle ich mich glücklich.

Nicht wegen Lothar.

Seit 14 Tagen bin ich 16.

Die Zeit läuft.

Dem Papier nach bin ich bald erwachsen.

Hey, was ist? Willst du hier in deiner Ecke einschlafen? Hoch mit dir.

Ich möchte mit dir eine kesse Nummer schwurfen. Du findest dich wohl

unwiderstehlich. Klar.

Ich breche die Herzen der stolzesten Frauen. Auch deine.

Abwarten.

Wie

kommt

es, dass man dich auf solchen Festen so selten sieht?

Ich stehe nicht so auf Party.

Ach, auf was stehst du dann? Auf dich bestimmt nicht.

Oh,

ihr seid ganz schön spitze, ihr beiden.

Bist du es denn nicht?

Geht dich nichts an.

Wetten Sie, es ist bestimmt nicht mehr unschuldig. Werd nicht frech.

Findest du nicht, dass hier unten so viele Leute sind?

Okay, gehen wir nach oben.

Los, komm schon.

Das brauchst du mir nicht zweimal sagen.

Nachtigall, ich hör dir dran.

Ich mag nicht mehr tanzen.

Hey, was soll das? Die Nummer wird zu Ende gebracht.

Hast du nicht auch Lust, dir das Opernstockwerk anzuschauen? Oh, das

Na also, worauf wartest du?

Aber du bist nicht mein Typ.

Schöne Scheiße.

Was ist mit dir?

Oder stehst du mehr auf John Travolta?

Nee, Ilja Richter tut's auch.

Danke, die Dame.

Oje.

Ich finde es stinklangweilig hier unten.

Ich finde es überhaupt langweilig.

Hast du Lust?

Wir waren schon lange nicht mehr zusammen.

Und jetzt willst du wohl, dass wir es hier machen?

Nein, nicht hier unten.

Ich will hier überhaupt nicht. Und außerdem kann ich nicht auf Kommando.

Na schön, dann eben nicht.

Na, so ganz alleine?

Hier. Danke.

Bei dir hat man das Gefühl, du warst noch nie auf einer Party.

Auf so einer bestimmt nicht.

Hey, was ist los?

Bist du 13?

Wir sind hier nicht im Kindergarten. Bei so einer Party geht es um andere Dinge.

Wenn du das nicht weißt, solltest du dich nicht einladen lassen.

Was meinst du, Nina? Wollen wir nicht nach oben gehen?

Ja, komm.

Up, up and away.

Was ist, Schwester? Bin ich dir so unsympathisch? Darum geht es nicht.

Ach nein?

Hör auf.

Ich finde das albern.

Tatsächlich. Was glaubst du, was die da oben machen?

Ist mir egal.

Wollen wir nicht mal nachsehen?

Nein. Also feige bist du auch.

Ich bin nicht feige.

Na schön, dann lass uns nachsehen. Das kostet nichts und keiner tut dir weh.

Komm schon.

Na also.

So, versuchen wir es mal hier.

Keine Angst, Schätzchen, ich habe das schon öfter gesehen.

Ja,

ja, schon gut.

Und pass auf, dass alles bestens klappt.

Geschenkt, mein Junge.

Wollen wir?

Nein, ich mag nicht mehr. Von wegen. Wer A sagt, muss auch B sagen.

Na los, komm.

Hallöchen, ist das Wasser auch schön warm?

Klar, und alles andere auch.

Macht es euch bequem. Irgendwo werdet ihr schon noch ein Plätzchen finden.

Aber immer doch.

Was soll das?

Weshalb willst du abhauen? Lass mich los.

Was denkst du dir so? Glaubst du, ich bediene mich selbst? Du sollst mich

loslassen.

Brüder Ziege.

Ich werde sie dir so feucht machen, dass es nachher richtig flutscht.

Dann trink meinen Lümmel, Herr Paulermann.

Und ein Loch hat sie.

Ach, da drin möchte man am liebsten vier Wochen Urlaub machen.

Du bist begabt.

Richtig begabt.

Jetzt wirst du mal lecken.

Du musst richtig rein, sonst spüre ich dich nicht.

Ja, so ist es richtig.

Jetzt geht's los.

So komme ich ganz tief in dich.

Gleich kommt es mir.

Fest. Ganz fest.

Ja.

Jetzt. Ja, jetzt.

Koste von meinem wertvollen Saft.

Ja.

Nimm reichlich.

Nur langsam.

Immer mit der Ruhe.

Man soll solche Dinge genießen.

Deine zarte, weiche Haut, mein Schätzchen.

Stoß mich doch.

Stoß mich doch endlich.

Langsam. Ich will jetzt noch etwas von deinem Saft schlürfen.

Du bist vielleicht ein Genießer.

So, genug der Schleckereien.

Jetzt geht's los.

Hallöchen, Freunde. Wird hier noch ein starker Schwanz gebraucht? Na klar,

doch. Na komm, schwing dich drauf.

So, und jetzt hinein ins Nass.

Wenn die anderen schlappen, kann der gute Pitt immer noch. Das spürst du doch

hoffentlich. Und?

Oh,

du hast einen prächtigen Riemen. Das will ich meinen. Für den habe ich jede

Menge internationaler Dankschreiben erhalten.

Du bist eine Wucht, Junge. Was glaubst du, wie meine Halsmuschel das braucht?

Tut mir leid, Schätzchen. Ich kann es nicht mehr halten.

Mir kommt...

Schade. Keine Sorge. Ich schnappe dich nachher nochmals.

Kommandos, auf Bauer!

Nicht mehr so fest.

Denk dran, der Junge hat schwer gearbeitet.

Mir kommt es auch.

neue Jahr hat angefangen. Gott sei Dank.

In ein paar Monaten werde ich 17.

17! Ich weiß nicht, warum ich so sehr an meinem Älterwerden hänge.

Wahrscheinlich, weil ich hoffe, dass sich manches ändern wird.

Von Jahr zu Jahr.

Zurzeit gibt es nichts Aufregendes.

Lothar und Ellen habe ich seit der Party so gut es ging zu meiden versucht.

Diese ganze Sache hat mich damals angewidert.

Auf dem Heimweg habe ich mir immer wieder vorgestellt, wie sie es

treiben. Ich wollte die Bilder und die Gedanken verdrängen, aber es ist mir

nicht gelungen.

Zu Hause habe ich mich geschämt.

Trotzdem habe ich in dieser Nacht masturbiert.

Ich glaube, dass ich nicht prüde bin.

Ich weiß, dass ich mich danach sehne, körperlich zu lieben.

Aber ich will es nicht unter Zwang tun.

Es muss von selbst kommen. Es muss sich ergeben.

Ich glaube daran, dass es nur mit echten Gefühlen schön sein kann.

Ich glaube an die Liebe.

Mutti, Mutti, wie sehe ich aus?

Was ist denn los?

Sag schon, wie sehe ich aus?

Prima, ja.

Aber was hast du denn? Du bist ja so aufgeregt.

Du findest wirklich, dass ich gut aussehe? Oh Mutti, ich bin ja so

Es ist wundervoll. Er ist wundervoll.

Gestern am 10. November habe ich Holger kennengelernt. Meine Gefühle sind völlig

durcheinander. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich weiß nur,

dass ich glücklich bin.

Ich möchte ihn immer sehen, möchte immer bei ihm sein. Er ist das, was ich mir

wahrscheinlich die ganze Zeit erträumt habe. Er schaut so zärtlich, er ist so

ruhig. In seiner Gegenwart fühle ich mich geborgen. Ich habe ihn sehr gern.

glaube, ich liebe ihn. Hallo?

Wohin wollen wir?

Ich weiß nicht, irgendwohin.

Willst du mir Hamburg zeigen?

Ja, gern.

Einverstanden.

Ich hätte dieses Gefühl nie beschreiben können, wenn ich ihn nicht getroffen

hätte. Der erste Augenblick war, als wenn es mir die Brust zerreißen würde.

Er war einfach da.

Es war einfach da.

Ich saß in dem kleinen Café, wo ich mit Mutti nach dem Einkaufen gewesen bin.

Ich weiß nicht, weshalb ich dort hinging.

Vielleicht habe ich gehofft, den Blinden wiederzusehen.

Entschuldigen Sie, Ihre Handtasche ist darunter gefallen.

Darf ich mich setzen?

Ich möchte aber keineswegs, dass Sie sich durch mich belästigt fühlen.

Ja, bitte.

Ich weiß nicht mehr, was er gesagt hat. Ich weiß nur, dass er da war. Ganz

einfach da.

Es ist, wie wenn in großer Höhe die Ohren zugehen. Man hört kein Geräusch

Nicht mehr das Reden der anderen. Man vergisst sogar die Worte, die einen

betreffen. Man kommt sich so klein vor und gleichzeitig so frei.

Ich wusste nur, dass er Holger hieß. Und mir war es egal, dass er wahrscheinlich

viel älter war.

Schau mal, der Blinde da.

Ja, was ist mit ihm?

Ich habe ihn schon mehrere Male getroffen.

Und, hast du Mitleid mit ihm?

Ja, ich glaube schon. Ich stelle mir vor, wie unglücklich er sein muss.

Glaubst du, du kannst das?

Ja, weil ich so glücklich bin.

Bist du sicher, dass deine Eltern nicht kommen?

Ja, ganz sicher.

Du wolltest, dass ich mitkomme.

Ja, ich wollte es. Wolltest du es nicht?

Warum fragst du?

Du weißt etwas noch nicht.

Ich konnte es dir einfach noch nicht sagen. Nicht reden.

Ich will nichts außer dir.

Du... Ich will, dass du mich liebst.

Was diese Liebe uns gegeben,

was sie gemacht aus unserem Leben, die Antwort, wann wird sie

uns denn erreichen?

Die Zärtlichkeiten der Umarmung, Schmerzen bitterer

Erfahrungen, Erinnerung daran wird sie von uns weichen.

Ja. Ja.

Ja. Ja.

Ja.

Ja.

Die Hoffnung, die in uns gelebt hat, das Glück, nach dem man

so gestrebt hat, durch unsere Schuld ist alles nun zerrandet.

Die Liebe, der wir uns verschrieben, was ist am Schluss von ihr

geblieben? Sie war vorbei, kaum hatte sie begonnen.

Du hast uns so viel Glück.

Hatla, den Wunsch, dich wieder zu erleben.

Yangla, das Band der Liebe ist zerrissen.

Hatla, weil wir uns beide trennen müssen.

Young love, wir müssen auseinander gehen.

Young love, wir werden uns nie wieder sehen.

Young love, doch können wir wohl...

Du hast uns so viel Glück gegeben.

Ach klar, den wunsch ich wieder zu.

Wenn Liebe etwas ist, das man spüren kann, dann habe ich sie kennengelernt.

Wie unsinnig erschienen alle Probleme.

Ellen, Lothar, sie waren weit weg.

Ich war nicht mehr 17, Holger nicht 38.

Wir waren beide gleich.

Eine Einheit, verbunden tief in uns drin.

Diese Nacht war keine Nacht.

Sie war nicht kalt.

Wenn tausend Sonnen so warm sein können, wie eine Umarmung, die durch die Liebe

geboren wurde, dann kann dieses Universum niemals vergehen.

Ich glaube, dass er mir von Anfang an sagen wollte, dass er wieder von Hamburg

fort musste.

Sein Aufenthalt hier war nur für kurze Zeit, aber ich wollte es wahrscheinlich

nicht hören.

Ich habe nicht geweint. Ich war auch nicht leerinnerlich, wie das in

Kitschromanen steht.

Ich war nur still, nicht einmal unglücklich.

Ich konnte es nur nicht glauben.

Holger wollte nicht, dass ich zum Abschied auf den Bahnhof komme.

Er sagte, wer sich beim Abschied sieht, glaubt, dass der andere wiederkommen

wird. Aber so wird es nicht sein.

Singapur ist weit.

Ein Zug, ein Bahnhof ist keine Entfernung.

Aber das Flugzeug, in das er steigen wird, ist die letzte Konsequenz.

Warum gibt es die Liebe, wenn sie so weh tut?

Warum ist alles schon zu Ende, bevor es angefangen hat?

Holger, ich weiß, dass ich dich nie wiedersehen werde.

Was soll ich nur tun?

Es ist alles so sinnlos.

Was soll ich in mein Tagebuch schreiben?

20. November Ich habe das verloren, was mir bisher auf der Welt das Wichtigste

war. Ich bin 17 Jahre alt und unglücklich.

Was soll ich noch schreiben? Es ist so sinnlos.

Oh,

bitte entschuldigen Sie. Hallo, wen haben wir denn da?

Was ist denn los, mein Kind?

Ich erkenne dich ja kaum wieder.

Es ist nichts, tut mir leid. Anna? Verzeihen Sie bitte.

Weißt du, das ist eine Stimme, über die man sich freut. Ich hoffe, es geht Ihnen

gut. Oh ja, ich kann verreisen.

Ich kehre in meine Heimat zurück.

Das ist schön. Ich wünsche Ihnen viel Glück.

Danke, mein Kind.

Auf Wiedersehen.

Das wird wohl kaum möglich sein.

Ich bin unglücklich, wahnsinnig unglücklich. Er, der blinde Sehende, ist

Glückliche. Es ist verrückt.

Was ist glücklich?

Was ist unglücklich?

Wer legt das fest?

Ich bin 17.

Ich bin nicht Ellen. Ich bin nicht Lothar.

Ich lebe.

Ich bin 17.

Ich sehe.

Ich bin nicht blind.

Ich fühle.

Was ist ein Tag? Was ist eine Woche?

Was ist die Liebe?

Sie ist das Leben.

Aber das Leben hat viele Tage. Viele Tage.

Einer davon beginnt heute.

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