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Die Geschichte der ersten Weihnacht.
Wir hören sie jedes Jahr.
Danke.
Vielleicht wissen Sie etwas darüber, vielleicht wissen Sie viel.
Ich dachte, ich wüsste viel.
Aber wie viele von Ihnen war ich ein Kind,
als ich von der Bibel, ihren Geschichten, und den Wundern hörte.
Aber die erste Weihnacht, schien immer größer als alles andere.
Ich glaube ...
Ich glaube, ich war etwa vier Jahre alt,
als ich den Hirten im Krippenspiel unserer Kirche spielen durfte.
Es war mein Debüt als Schauspieler, und ich hatte einen Satz:
"Höret." Natürlich konnte ich ihn an diesem Abend, aber...
Ich verpasste immer den Einsatz der Sternentdeckung,
weil mein übergroßer Turban dauernd über meine Augen rutschte.
Das Stück lief natürlich weiter, aber ich wollte meinen Moment nicht verpassen.
Und egal, wo wir gerade waren,
zeigte ich nach oben und rief meinen Satz so laut ich konnte.
Damit unterbrach ich jedes Mal das Stück.
Ich schätze, meine Mutter war leicht amüsiert.
Mein Vater nicht so sehr.
Das Stück lief, ich spielte meine Rolle.
Im nächsten Jahr machten sie mich zum Weisen.
Aber dieses Mal konnte ich das Geschenk für das Jesuskind nicht aussprechen:
Weihrauch.
Es kam mir einfach nicht ... Ich kann es immer noch nicht.
Es geht mir nicht von der Zunge.
Aber ich habe nie ...
Aber ich vergaß nie diese Abende und die Chance mitzuspielen.
Diese Lieder, die wir schmetterten ...
Sie bleiben immer ein Teil von mir.
Man kann sich Weihnachten leicht
als die geschäftigste Einkaufssaison des Jahres vorstellen.
Alles scheint so schnell zu gehen.
Wir denken an den Weihnachtsmann, Rentiere ...
das Haus schmücken, Pakete unter dem Baum,
die Feier mit Familie und Freunden.
Man kann an dieser Zeit des Jahres vieles mögen.
Aber vergessen wir nicht Christus an Weihnachten.
Über ein Drittel der Weltbevölkerung glaubt, dass Jesus Christus
einer der wichtigsten Menschen aller Zeiten war.
Und sie nennen ihn seit über 2.000 Jahren Erlöser und Herr.
Aber wie fing alles an?
Was ist die wahre Geschichte?
Erzählt wird oft von der Geburt eines Kindes
in einer gemütlichen Scheune, umgeben von Tieren.
Aber es gibt eine andere Version,
die mit einer schwangeren, unverheirateten Teenagerin beginnt,
einem beschämten Mann,
einer gefährlichen Reise, und einer qualvollen Geburt in einer dunklen Höhle.
Wie Jesus in diese gefallene, zerbrochene Welt kam, ist weit entfernt von dem,
was die Menschen damals erwarteten.
Und weit entfernt von der Version, die ich als Vierjähriger spielte.
Wenn Sie gläubig sind
oder skeptisch,
oder neugierig auf die wahre Geschichte hinter der Tradition,
dann lade ich Sie dazu ein, gemeinsam mit mir zur ersten Weihnacht zurückzureisen.
KEVIN COSTNER PRÄSENTIERT: DAS ERSTE WEIHNACHTEN
JUDA, GALILÄA, RÖMISCHES REICH
Unsere Geschichte beginnt im unbekannten Hinterland des Römischen Reiches.
Das Leben war einfach und drehte sich um Tradition und Familie.
Nazareth war ein kleines Dorf mit nur ein paar hundert Einwohnern.
Man kann durchaus annehmen, dass Maria und Josef gemeinsam aufwuchsen,
aber jetzt wagen die Kindheitsfreunde einen größeren Schritt.
Es ist keine Hochzeitszeremonie, aber fast genauso wichtig.
Eine Verlobung.
Und wer bittet um die Verlobung mit meiner Tochter Maria?
Ich bin es, Josef, Sohn des Heli, Nachkomme des Hauses Davids.
Und was, Josef, Sohn des Heli, ist der Brautpreis für diese Verlobung?
210 tyreische Silber-Schekel.
Ich, Joachim ...
Marias Vater ...
akzeptiere!
Maria muss jung gewesen sein. Aber gebärfähig.
Priester der Diözese Helena, Montana
Im Judentum heirateten Frauen wohl recht jung,
im Alter zwischen 12 und 14.
Archäologin für Frühjudentum
Bei einer Verlobung wird ein Vertrag unterschrieben.
Dieses Paar wäre heute nicht alt genug, um zu wählen,
aber damals musste man schnell erwachsen werden.
Josef sollte für seine zukünftige Braut sorgen und sie beschützen.
In der Verlobungszeit musste er beweisen, dass er es konnte.
Man kann davon ausgehen, dass die beiden verliebt waren.
Warst du nervös?
Ein bisschen vielleicht, aber ich habe oft geübt, also ...
Du hast laut geübt? Für mich? Das ist so süß.
Maria, können wir endlich heiraten?
Josef, sieh dich um.
Alle arbeiten so hart, um unser Hochzeitsfest vorzubereiten.
Der Wein ist erst in drei Monaten fertig.
In drei Monaten?
Wir brauchen keinen Wein.
Du hast ein Jahr für meine Mitgift gespart.
Du hältst noch drei Monate aus.
Genau. Ein ganzes Jahr.
Geduld führt zu reichlich Verständnis, aber Ungeduld führt zu dummen Fehlern.
Es gibt keine Version von uns, die ein Fehler ist.
Das kleine hebräische Volk der Judäer war nur eines von vielen Völkern
unter dem Stiefel des mächtigen Roms, angeführt von Kaiser Cäsar Augustus.
Das riesige Reich mit 45 Millionen Einwohnern soll sich
vom heutigen Großbritannien bis zum heutigen Irak erstreckt haben.
Rom war die stärkste Macht, die die Welt je gesehen hatte.
Auf Anordnung von Cäsar Augustus, Kaiser des Römischen Reiches ...
müssen sich alle in ihrer Heimatstadt für die Volkszählung
von Quirinius registrieren.
Sie beginnt bei Tagesanbruch.
Rom musste regelmäßig zählen, wie viele Menschen in seinem Reich lebten.
Es war ein monumentales Unterfangen.
Professorin für das Neue Testament
Aber sie wollten die genaue Zahl, um mehr Steuern einzutreiben.
In Rom herrschte Religionsfreiheit, solange die Menschen anerkannten,
dass Cäsar der Kaiser ist.
Indischer Philosoph, christlicher Autor
Das halb-assyrische, halb-jüdische Volk, bekannt als die Samariter,
wurde als regionale Polizei eingesetzt.
Juden und Samariter hassten einander.
Der berühmte galiläische Wein.
Der Wein ist reserviert, Herr.
Es scheint, mein Junge,
dass du eine Lektion brauchst.
Ein guter Bürger Roms sollte dem Staat und dessen Wohltaten
Dankbarkeit zeigen.
Machen wir einen kleinen Ausritt.
- Nein! Nein! - Maria!
Hey!
Lass meine Tochter los!
Panthera. Genug.
Elendes Tier. Kein Wunder, dass diese Leute deinesgleichen hassen.
Jetzt geh und überwache die Zählung!
JERUSALEM, HAUPTSTADT VON JUDÄA
Judäa war von anderen Invasoren erobert und regiert worden,
aber keiner hatte das jüdische Volk so lange regiert.
In Judäa herrschte ein Marionettenkönig, den die Römer tolerierten,
weil er bereit war, ihre Drecksarbeit zu verrichten.
Der König der Juden nannte sich selbst Herodes der Große.
Herodes war König der Juden, aber er war kein unabhängiger König,
wie wir uns heute Monarchen vorstellen.
Man könnte ihn einen Vasallenkönig nennen.
Tatsächlich hatte Rom die Kontrolle.
Herodes sollte das jüdische Volk unterdrücken,
durch Einschüchterung und Grausamkeit.
Herodes war bis ins Mark zynisch.
Er hatte keine Ehrfurcht vor den Göttern, sei es vor dem Gott Israels
oder den heidnischen römischen Göttern.
Herodes errichtete großartige Gebäude und brachte seinen römischen Herren Reichtum.
Josephus schrieb, es sei gut möglich, dass Herodes verrückt war.
Herodes verkörperte eine Kultur des Todes.
Bekannt für sein übergroßes Ego und seine goldene Krone
litt er unter chronischen Schmerzen, die seinen Geisteszustand beeinträchtigten.
Paranoid und brutal
ist Herodes ein Herrscher, der bereit ist, alles für den Erhalt seines Throns zu tun.
Die gefährlichste Art von Überlebenskünstler.
Vater.
Du hast mich gerufen?
Antipas.
Gut.
Komm.
Komm zu mir, Sohn.
Vater ...
kann ich dir zu Diensten sein?
Ja.
Das kannst du tatsächlich.
Ich hörte Gerüchte über einen Plan, mich zu vergiften.
Vater, das stimmt nicht.
Wie kann ich meine Loyalität beweisen?
Es gibt tatsächlich eine Möglichkeit, mich zu beruhigen.
Ich tue, was du willst. Bitte.
Dummer, dummer Junge.
Herodes war paranoid.
Und Herodes Schwester, Salome, die ziemlich bösartig war,
verbreitete Gerüchte.
Nein!
Was hast du getan?
Was hast du getan?
Herodes glaubt daher, dass zwei seiner Söhne von Mariamne,
die die Hauptanwärter auf seinen Thron waren,
ihn verdrängen und die Macht übernehmen wollten.
Er ist unser Sohn!
Dein Sohn.
Dein eigen Fleisch und Blut!
Augustus wird zitiert, mit der Aussage:
"Es ist besser, Herodes Schwein zu sein als sein Sohn."
Der Name Maria war der häufigste für jüdische Frauen zu ihrer Zeit.
Ein Mädchen aus armen Verhältnissen, an einem ganz normalen Tag.
Aber dieser Tag war alles andere als gewöhnlich,
und sie war alles andere als eine gewöhnliche Maria.
Sei gegrüßt, Maria.
Der Herr ist mit dir.
Der Engel Gabriel wurde von Gott gesandt,
um der Gottesmutter die Nachricht zu überbringen.
Fürchte dich nicht, Maria,
denn du hast Gnade bei Gott gefunden.
Das war ein außergewöhnlicher Moment, denn wenn in der Geschichte der Erlösung
ein Mensch mit einem Engel in Kontakt kam,
zeigte der Mensch Ehrfurcht vor dem Engel,
weil der Engel in Anmut strahlte,
weil der Engel Gott von Angesicht zu Angesicht sah.
Schon gut.
In der Heiligen Schrift sieht man,
dass Gabriel kam und eine Botschaft überbrachte.
Und es wird immer erzählt, dass der Herr auf eine Art und Weise wirkt,
die nicht intuitiv ist.
Brasilianischer Pastor der Zion-Kirche
Und als der Engel Gabriel Maria erscheint,
bekommt ein Teenager diese Nachricht,
welche die Menschheit verändern wird.
Du wirst einen Sohn empfangen und gebären.
Du wirst ihn Jesus nennen.
Er wird sehr groß sein und als der Sohn des Höchsten bekannt sein.
Der Herr gibt ihm den Thron seines Vorfahren David,
und er wird für immer über Israel herrschen.
Sein Königreich wird nie enden.
Aber wie kann das geschehen?
Ich bin eine Jungfrau.
Der Heilige Geist wird über dich kommen.
Und die Macht des Allerhöchsten
wird dich überschatten, damit das Kind, das geboren wird,
heilig geboren wird und Sohn Gottes genannt wird.
Ich bin die Dienerin des Herrn.
Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden.
Maria selbst fragt sich: "Warum, Gott, hast du mich auserwählt?
Denn ich bin nur deine bescheidene Dienerin.
An mir ist nichts Besonderes.
Ich bin keine Königin. Ich komme aus keiner bedeutenden Familie."
All die, wie man sagen könnte, weltlichen Werte, die Erfolg zeigen.
Maria hat nichts davon,
aber sie hat
die Bereitschaft, dem zu folgen, was Gott für sie vorgesehen hat.
Maria ist der erhabenste und reinste Mensch.
Nachdem der Engel sie begrüßte,
sagte sie nicht: "Unmöglich."
Sie sagte: "Wie kann das sein?"
Und der Engel Gabriel sagt ihr:
"Der Heilige Geist wird dich überschatten."
Es ist die Erfüllung der Prophezeiung Jesajas. Eine Jungfrau wird schwanger,
empfängt und gebärt den Sohn Gottes, Immanuel Christus.
Das ist der Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit.
Es gab eine Trennung zwischen Gott und der Menschheit.
Aber Gott will die Menschheit erreichen, doch es besteht eine Kluft.
Und diese Kluft müsste durch eine Brücke überwunden werden.
Diese Brücke ist ein menschliches Wesen.
Und diese Brücke ist der Sohn Gottes.
Gott wollte uns zeigen, wie er ist.
Während wir großartig sein wollen ...
Pastor und Autor, Crazy Love Ministries
... sagt Gott: "Ich aber benutze die Geringen."
Oh, wie meine Seele den Herrn preist.
Das ist so gewaltig.
Zum ersten Mal ist davon die Rede,
dass Gott in einem Menschen ist.
Mein Geist erfreut sich an Gott, meinem Erlöser.
Maria glaubt, dass Gott sein Versprechen erfüllt,
sein Volk durch den Messias zu erlösen.
Und ein Kind zu haben, das Messias wird,
der Gesalbte, der König,
ist ein Versprechen der Heiligen Schrift.
Diese Bereitschaft, alles Gott zu überlassen ...
Sie war insofern die richtige Person,
als sie glaubte,
dass Gott das Unmögliche tun kann.
Maria bat nicht darum, die Mutter des Sohnes Gottes zu sein,
aber sie stand Gott zur Verfügung.
Gott sah ihr Dienerherz, ihre Treue,
und sie beschloss, zu gehorchen.
Aber Gehorsam kann seinen Preis haben.
Und für Maria bedeutete dieser Preis ihren Ruf ...
ihre zukünftige Ehe mit Josef und sogar ihr Leben.
Das Römische Reich hat Einfluss auf die anderen Völker.
Diese Völker durften oft
ihre Sprache behalten, ihre eigenen Bräuche,
aber sie mussten Steuern zahlen, andauernd,
an die Zentralregierung, die ziemlich reich wurde.
In einer Reihe!
In eine Reihe, alle!
Stellt sie auf!
Maria hatte erfahren, dass ihre Cousine Elisabeth
auch vor Kurzem schwanger geworden war,
und eilte zur Hilfe.
Rein da.
Die Gottesmutter ist das große Beispiel für Jüngerschaft.
Denn was tat sie, als der Engel Gabriel sie besuchte?
Sie eilte durch das Hügelland,
um Elisabeth zu besuchen und ihr zu helfen.
Um Elisabeth in ihrer Schwangerschaft zu dienen.
Maria! Maria!
Josef.
Wo willst du hin?
Ich besuche meine Cousine Elisabeth.
Jetzt?
Und die Hochzeitsvorbereitungen?
Alles hat sich verändert.
Verändert? Was hat sich verändert?
Das kann ich nicht sagen.
Noch nicht.
Ich verstehe nicht, was los ist,
aber ich begleite dich.
Allein zu gehen ist gefährlich.
Ich sage Vater Bescheid und komme.
Josef.
Ich werde begleitet.
Ich muss ohne dich gehen.
Ich bete, dass der Herr dir verrät, warum.
Stell dich an, Junge.
Meine Familie ist nicht aus Nazareth.
Du und deine Familie bewegt eure Ärsche dorthin,
wo auch immer das ist, und euch bis Ende des Konsulatsjahres anzumelden.
Nachdem die schwangere Maria bei ihrer Cousine Elisabeth war,
kehrt sie nach Nazareth zurück.
Sie trägt ein Kind in sich
und erzählt, wie es dorthin kam.
Es gab eine Erkenntnis, dass "Gott es regeln wird".
Das wird in ihrem Magnifikat deutlich.
Sie weiß: "Alle Generationen werden mich gesegnet nennen."
Das sagt sie,
aber ich glaube, sie erkennt auch an:
"Wenn man mir nicht glaubt,
wird man mich für eine Sünderin halten."
Würde sie aus jüdischer Sicht,
in der ultrakonservativen Gesellschaft, unter dem pharisäischen Gesetz,
als Ehebrecherin verurteilt,
würde man sie verurteilen,
und zwar würde sie durch Steinigung hingerichtet.
Aber sie ist eine junge Frau, die davon überzeugt ist:
"Das muss ich durchmachen,
und dies ist meine Aufgabe, um das Wort Gottes zu erfüllen."
Maria, was hast du getan?
Ich werde es erklären.
Wenn Ihnen ein Teenager sagt,
dass sie mit dem Sohn Gottes schwanger, aber noch Jungfrau ist,
würden Sie ihr glauben?
Ihre Mutter, ihre zukünftigen Schwiegereltern und ihr zukünftiger Mann
mussten sich derselben Frage stellen.
Es könnte nicht mehr auf dem Spiel stehen für diese junge Frau.
Ganz zu schweigen von Josef und ihren Familien.
Ich will dich nicht öffentlich beschämen.
Ich werde dich nicht der Untreue bezichtigen.
Ich löse unsere Verlobung leise.
Ich versuche, deinen Ruf zu schützen.
Die Bibel sagt, dass Josef ein guter Mann war.
Aber auch guten Männern kann das Herz gebrochen werden.
Diese beiden Teenager waren füreinander bestimmt.
Gott wählte nicht nur Maria, sondern auch Josef.
Sie beteten beide zum selben Gott mit demselben Gebet.
"Zeige dich, oh Herr."
Und Gott war ihnen treu und antwortete.
Josef, Sohn Davids,
fürchte dich nicht, Maria zur Frau zu nehmen.
Denn das Kind in ihr wurde vom Heiligen Geist empfangen.
Sie wird einen Sohn gebären,
und du wirst ihn Jesus nennen,
denn er wird sein Volk vor seinen Sünden erretten.
Siehe.
Josef.
Was machst du hier um diese Zeit?
Ich muss Maria sehen.
Ich muss sie sehen.
Ich weiß es.
- Was weißt du? - Ich weiß es.
Josef?
Liebste Maria ...
du Liebe meines Lebens.
Mutter meines Erlösers,
des Messias,
des Sohnes Gottes.
Ehrst du mich und gibst mir deine Hand?
Ich werde mich mein Leben lang um dich und das Kind kümmern.
Josef und Maria heirateten wahrscheinlich im Stillen.
Sie hatten wohl nicht die typische große jüdische Hochzeit.
Über eine schwangere Braut am Hochzeitstag
wäre geredet worden.
Josef wollte nicht, dass Maria darunter leidet.
Gott hatte Josef ausgewählt,
um die Gottesmutter zu versorgen und zu beschützen,
auch um Jesus Christus zu versorgen und beschützen.
Das ist eine bemerkenswerte Verantwortung.
Monate nach der Hochzeit, machten sich Maria und Josef auf den Weg
in seine 145 Kilometer entfernte Heimat Bethlehem,
um sich für die römische Volkszählung zu registrieren.
Josef musste innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens in seine Heimatstadt reisen,
um sich registrieren zu lassen.
Dort in Bethlehem würde niemand wissen,
ob das Kind, das geboren würde, Josefs Kind ist oder nicht.
Man würde annehmen, dass sie verheiratet sind
und dass es sein Kind wäre.
Es würde also keinen Klatsch und keine Demütigung geben,
die es gegeben hätte,
wenn das Kind in Josefs Haus geboren worden wäre.
Josef.
- Gib Maria zweimal am Tag zu essen. - Natürlich.
- Und sie muss viel Wasser trinken. - Ja, verstanden.
Josef, sei vorsichtig da draußen.
Und beschütze meine Tochter und meinen Enkel.
Mit meinem Leben, Herr.
In den meisten Erzählungen heißt es,
dass Maria und Josef die 145 Kilometer mit einem Esel zurückgelegt haben.
Es ist plausibler, dass sie zum Schutz in einer Gruppe unterwegs waren.
Marias und Josefs Familien hatten guten Grund,
sich wegen der Reise Sorgen zu machen.
Ihr Weg war bedroht von Gesetzlosen.
Löwen und Bären durchstreiften das umliegende Land.
Und die römischen Soldaten, die patrouillierten,
waren dafür bekannt, willkürlich gewalttätig zu sein.
Die kleineren, abgelegeneren Gemeinden
waren besonders anfällig für willkürliche Gewalttaten.
Eine falsche Anschuldigung von abtrünnigen römischen Soldaten
konnte katastrophal sein.
Römische Soldaten beschuldigten das Dorf, Rebellen zu beherbergen.
Die Römer töteten alle außer ihr.
Wir müssen jetzt gehen.
Kommt. Gehen wir.
Aus Sicht unserer Zeit
kann man sich kaum vorstellen, wie barbarisch sie waren.
Oft ließ man einen Zeugen zurück, als lebende Drohung.
Würde man die Dinge, die damals vielleicht normal waren,
heute beobachten, könnte man das kaum vergessen.
Das Leben war nicht nett oder einfach.
Wie geht es uns?
Es geht uns gut.
In Ordnung.
Er hat sich wieder bewegt.
Spürst du, wie er sich bewegt?
Ja.
Sie wussten, wenn man ihnen die Wahrheit nicht glaubt,
die Gott in ihrem Leben getan hatte,
würden sie verspottet werden oder Schlimmeres.
In Anbetracht all dessen
können wir meiner Meinung nach deren Entscheidung
Jesus großzuziehen, besser würdigen,
auch wenn sie nicht wussten, was dies alles mit sich bringen würde.
Josef ist für jeden Mann ein Vorbild.
Ein guter Beschützer zu sein,
die Gottesmutter zu lieben, mit der höchsten Form der Liebe,
nämlich der Agape.
Ich sollte dich vor meinen Cousins warnen.
Na gut, bitte tu das.
Da ist Cousin Asher,
er ist ein Schwätzer. Bla, bla, bla.
Er ist so freundlich, wie eine alte Jungfer,
die während des Jom-Kippur-Fastens über Essen jammert.
Josef, sei freundlich.
Ich bin freundlich ...
zu dir.
Lass dich von ihm nicht in die Enge treiben.
Irgendwann trennten sich Maria und Josef von ihrer Gruppe
und gingen allein zum Haus seiner Familie,
ins Dorf Bethlehem.
Der Heimat von König David.
Tritt er wieder?
Nein, das ist etwas anderes.
Wir sind fast da. Noch ein paar Schritte.
Josef, was ist das?
Für Römer waren Kreuzigungen die Hinrichtungsmethode
für schwere Anklagen, wie Aufwiegelung und Hochverrat.
Und sie wählten die Kreuzigung,
weil es eine Hinrichtungsmethode war,
die lang dauerte, bevor der Tod eintrat, und die schmerzhaft war.
Viele behaupteten, der Messias zu sein,
der die Römer stürzen würde
und das jüdische Volk ein für alle Mal befreien wollte.
Sie wurden alle festgenommen und an ihnen ein Exempel statuiert.
Es sollte keine Gnade geben für jeden, der es wagte,
das mächtige Römische Reich herauszufordern.
Josef.
Schon gut, Maria.
Wir sind fast da.
Atme einfach. Tief einatmen.
Als meine Kinder klein waren,
stellten wir unsere Krippe über den Kamin auf den Sims.
Und manchmal auch unter dem Baum in ein Baumwollbett.
Und zusammen sahen wir uns
die geschnitzten Figuren des Jesuskindes in einer Decke an,
die des Hirten und der drei Weisen kniend,
während die süßen Engel und Tiere zusahen.
Es ist eine tolle Art, Kindern diese fantastische Geschichte zu erzählen.
Und eine tolle Erinnerung für uns alle.
Aber wenn eine Geschichte es wert ist, tiefer zu gehen, dann diese.
Ich habe gelernt ...
Ich habe zu schätzen gelernt,
was es für dieses junge Paar aus dem Nichts bedeutet haben muss,
Eltern des Sohnes Gottes zu sein.
Was es Maria und Josef gekostet haben muss, ihn am Leben zu erhalten.
4 V. CHR. BETHLEHEM, JUDEA
Das Leben damals war brutal, von Anfang an.
Geburten waren damals extrem gefährlich.
Bitte! Mach auf! Bitte!
- Cousin Josef ... - Asher. Meine Frau liegt in den Wehen.
Kommt rein. Raus aus dem Regen.
Raya! Raya! Raya!
Raya, komm schnell.
Die Sterblichkeitsrate von Säuglingen war etwa 20-mal höher als heute.
Jungs, das reicht jetzt.
Benehmt euch.
Ganz zu schweigen von der hohen Rate an Müttern, die bei der Geburt starben.
Fruchtblase geplatzt.
- Wo können wir sie hinbringen? - Kommt.
Und wenn Kinder die Geburt überlebten ...
Mehr Wasser.
Rachel, hol ein paar Decken.
- ... starb die Hälfte nach einem Jahr. - Decken!
Die kleine Stadt Bethlehem war isoliert und arm.
Im Gegensatz zum Weihnachtslied, dass es keinen Platz im Gasthof gab,
ist es fraglich, ob Bethlehem überhaupt einen hatte.
Es ist wahrscheinlicher, dass Josef bei Verwandten wohnen wollte.
Gastfreundschaft in der Antike unter Juden und auch den Römern ...
Jeder schätzte Gastfreundschaft sehr.
Wenn ein Besucher in deine Stadt kam, war es sehr wichtig,
dass du ihm etwas zu essen gegeben hast,
und einen Platz zum Schlafen.
Als Maria und Josef ankamen,
sahen sie, dass viele andere Leute
zurück nach Bethlehem mussten, um sich zu melden.
Daher waren alle Räume bereits belegt.
Okay. Vorsicht. Folge mir. Hier runter.
Bethlehem ist bekannt für seine Kalksteinhöhlen.
Diese Höhlen unter den Häusern dienten als eine Art Keller.
Sie waren auch eine Art Scheune, um die Tiere nachts zu schützen,
und zur Not auch für Gäste.
Maria konnte nicht einfach in einem überfüllten Raum gebären.
Sie musste sich von den anderen fernhalten.
Nicht nur aus religiösen Gründen, sondern auch aus praktischen.
Damals nahm man, was man hatte.
Jede Art von Schutz war wertvoll.
Im Gegensatz zu modernen Berichten
wurde dieses junge Paar in Not
nicht von gleichgültigen Menschen in die Nacht gedrängt.
Josef.
Kommt. Passt auf, wo ihr hintretet.
Wir sind fast da.
Wir sind fast da. Nur noch ein paar Schritte.
Atme weiter. Tief einatmen.
Es gibt verschiedene theologische Spekulationen
über Jesu Geburt und wie die Gottesmutter sie erlebte.
Im Christentum gibt es eine Sichtweise, die besagt,
dass sie Schmerzen gehabt haben muss,
dass sie Wehen gehabt haben muss, wie jede andere Mutter.
Aber es gibt noch eine andere Sichtweise.
Nämlich, dass die Gottesmutter, weil sie frei von der Erbsünde war,
und unter deren Konsequenzen nicht litt,
vielleicht keine Schmerzen bei der Geburt hatte.
Wir können uns in Details verlieren oder über dies und das spekulieren.
Das Wichtigste ist, dass Jesus Christus von der Gottesmutter geboren wurde.
Hier. Bring sie hierher nach hinten.
Da. Ganz oben.
Sehr lange Zeit, und ich rede hier von Jahrhunderten,
lag die Verantwortung für Geburten und die Nachsorge
bei anderen Frauen.
Okay.
Es war also vermutlich mindestens eine Hebamme
am Prozess der Geburt beteiligt,
vielleicht mit ein paar anderen Frauen.
Hier. Ganz vorsichtig.
Man glaubt, dass die Frauen erst ab dem 17. Jahrhundert
auf dem Rücken liegend gebaren.
Zuvor fanden Geburten, laut Reliefs und Gemälden,
in einer stehenden, sitzenden oder knienden Position statt.
Okay, Josef.
Alles in Ordnung.
Nach jüdischer Tradition durften Männer während der Wehen nicht in der Nähe sein.
Jeder werdende Vater kennt das Gefühl der Hilflosigkeit während der Wehen.
Bei Josef war das wohl nicht anders.
Danke. Ich heiße Maria.
Ich bin Raya.
Herzlich willkommen, Maria.
Das ist Cousine Rachel.
Maria, du und dein Kind seid bei Raya in guten Händen.
Sie brachte meine beiden Söhne und die meisten Kinder im Dorf zur Welt.
Und meinen Mann Asher kennst du schon.
Ja, ja, du bist herzlich willkommen.
Danke, Cousin Asher.
Josef hat mir alles über dich erzählt.
Nur Gutes, hoffe ich.
Ich kann nicht glauben, dass Josef Vater wird.
Er ist doch erst gestern auf die Welt gekommen.
Wir haben tagelang gefeiert.
Ehemann, genug geplaudert. Mach ein Feuer.
Wenn das Kind kommt, muss es hier schön warm sein.
Ja. Ja, natürlich.
Rachel, sieh nach, ob das Wasser kocht.
Wir brauchen es bald.
Maria, es ist soweit.
Ich zähle mit dir.
Bereit?
Ja, ich bin bereit.
Der antike Text besagt,
dass die Geburt von Jesus mit der Geburt eines neuen Sterns
in jener Nacht zusammenfiel.
Man muss also kein Genie sein,
um zu spekulieren, warum wir Sterne auf Weihnachtsbäume setzen.
Die Heilige Schrift besagt,
dass ein weiteres Spektakel in den Himmel geschickt wurde,
um die Geburt zu feiern.
DIE HÜGEL BETHLEHEMS
In den nahegelegenen Hügeln Bethlehems
regnete ein Weihnachtswunder auf eine Gruppe von Hirten herab.
Hirten gehörten der unteren Schicht an, sie waren einfache Leute.
Aber Gott sagt: "Aber ich benutze die Geringen."
Es sollte uns also nicht überraschen, dass Gott sagt:
"Ich werde mich diesen Hirten offenbaren."
Sohn, sei vorsichtig.
Der Himmel ist gefährlich.
Fürchte dich nicht.
Ich bringe dir frohe Kunde, die alle Menschen erfreuen wird.
Drei, zwei, eins.
Pressen.
Stellen Sie sich einen Chor von Engeln vor.
Ich glaube nicht, dass es nur ein süßes kleines Lied war.
Wir reden über diese himmlischen Wesen im Einklang,
die Jesus huldigen, singen und feiern.
Der Erlöser!
Ja, der Herr, der Messias, wurde heute geboren,
in Bethlehem, der Stadt Davids.
Ihr werdet ihn an diesem Zeichen erkennen.
Ihr werdet ein Kind sehen, eingewickelt in Stoffstreifen, in einer Krippe.
Ehre sei Gott in der Höhe.
Und Friede auf Erden und den Menschen Wohlgefallen.
Er ist wunderschön.
Du bist wunderschön.
Im Moment fühlt es sich an, als wäre er da oben,
sie sind da oben, wir sind hier unten.
Aber es ist, als wäre diese Schicht entfernt worden.
Und jetzt sind plötzlich Himmel und Erde vereint.
Und ich glaube, das ist ein Bild der Inkarnation Christi.
Himmel und Erde sind jetzt vereint.
Wir müssen gehen.
Ja, wir müssen nach Bethlehem.
Sehen wir uns an, was der Herr uns gesagt hat!
Josef.
Shalom.
Wie können wir dir helfen?
Shalom.
Er sagte, er wäre hier.
Genau so.
Wer hat euch das gesagt?
Der Engel des Herrn.
Es waren viele.
Ihr hättet es sehen sollen.
Bitte. Kommt näher, wenn ihr wollt.
Ist das hier eine Mitternachtsziegenauktion?
Schon gut, Raya.
Sie sind herzlich willkommen.
Wenn die Mutter es sagt.
Behaltet eure schmutzigen Hände bei euch.
Und seid leise.
Laut der Bibel erzählten die Hirten,
nachdem sie das Jesuskind sahen,
wie es die Engel gesagt hatten, jedem, der ihre Geschichte über die Ereignisse
dieser Nacht hören wollte.
Und allein die Tatsache, dass eine Schar von Engeln,
nicht nur einer, sondern eine Schar,
gewöhnlichen Hirten erschien und nicht Kaisern oder Königen,
muss viel über das Königreich gesagt haben, das Gott aufbauen wollte.
Ein Königreich,
in dem Glaube und Demut vor Macht und Reichtum standen.
Ein auf dem Kopf stehendes Königreich.
DAS PARTHERREICH
Hunderte Kilometer östlich
bemerkten auch einige Männer, die Weisen, einen neuen Stern am Himmel.
Sie gehörten wohl einer religiösen Astrologen-Sekte an.
Sie waren verblüfft von dem, was sie am Himmel sahen.
Wenn sich die Evangelien auf die Weisen beziehen,
meinen sie zoroastrische Priester.
Das sind Priester aus dem Gebiet des alten Persiens,
die auf die Interpretation von Träumen spezialisiert waren,
auf die Interpretation des Nachthimmels, der Himmelskörper.
Und die basierend darauf Ereignisse vorhersagen oder interpretieren konnten.
Die Weisen müssen den neuen Stern als Zeichen des Himmels gesehen haben,
vielleicht bestätigt durch ihre alten Prophezeiungen.
Ein Zeichen, dass der Messias gekommen war.
Nicht nur für die Juden,
sondern die Menschheit.
Eine Welt entfernt mussten sie dem Stern folgen,
wohin er sie auch führte.
Sie waren bereit, monatelang durch gefährliches Gebiet zu reisen,
um den neuen König der Juden zu finden.
Den Sohn Gottes.
Der Stern von Bethlehem, wie er später genannt wurde, war ihr Leitlicht.
Die weisen Könige, die aus dem Osten kamen,
haben keine jüdischen Wurzeln.
Sie sind Suchende, sie sind Mystiker,
und sie kommen von weit her, um dem König zu huldigen.
Im krassen Gegensatz zum Himmlischen Königreich
war Herodes' Königreich das Gegenteil.
Es war ein Chaos.
Eine dysfunktionale Herrschaft, angeführt von Angst und Misstrauen.
Ein böser sterblicher König, der bereit war, alles zu tun,
um an der Macht zu bleiben, solange es sein kranker Körper zuließ.
Aber Herodes' Zeit lief ab, und die Zeichen waren eindeutig.
Die Situation am Hofe des Herodes war äußerst kompliziert.
Seine eifersüchtige Schwester Salome
hatte den König davon überzeugt, dass Herodes' Lieblingsfrau Mariamne
eine Affäre mit Herodes' jungem Onkel hatte.
Gleichzeitig überzeugte Salome ihren Bruder,
dass die angeblichen Liebenden ihn ermorden
und den Thron übernehmen wollten.
Getrieben von Angst und Paranoia
befahl König Herodes, seine Lieblingsfrau zu töten.
Meine Liebe.
Ein Bericht besagt, dass Mariamne nach eigenen Bedingungen sterben wollte ...
und Herodes auf ein neues Niveau des Wahnsinns brachte.
Herodes errichtete ein Denkmal zum Gedenken an seine Königin.
Der Mariamne-Turm war ein weiteres Denkmal von Herodes,
das auf dem Rücken der Juden errichtet wurde.
Laut der Talmudischen Passage
konservierte Herodes den Körper seiner Lieblingsfrau in einem Bottich Honig.
Es scheint, dass Jesus in ein dunkles und verlorenes Königreich geboren wurde.
Vielleicht war der Grund für seine Geburt, Licht in dieses Dunkel zu bringen.
Um eine gefallene Welt zu erhellen.
JERUSALEM, HAUPTSTADT VON JUDÄA
Maria und Josef mussten ihren Sohn in die Hauptstadt Jerusalem bringen,
die nur acht Kilometer von Bethlehem entfernt lag,
um ihn dem Herrn des Heiligen Tempels zu widmen,
wie es das Gesetz Moses verlangt.
So viele Menschen.
Der Tempel von Jerusalem ist legendär.
Ein riesiges Bauwerk, das für die Juden renoviert wurde,
aber nicht aus religiöser Hingabe an den Herrn.
König Herodes, der wohl meistgehasste Mann des Reichs,
hatte den spektakulären Tempel zu seinem eigenen Ruhm erweitert.
Der Tempel von Jerusalem umfasste Hektar um Hektar von Innenhöfen.
Herodes der Große war ein Baumeister-König.
Um der Tradition zu folgen und zu zeigen, wie groß man ist,
errichtet man viele Gebäude.
Aus dem Weg!
Ich sagte, aus dem Weg!
Wenn die alten Straßen Jerusalems sprechen könnten ...
Platz für den König!
... stellen Sie sich vor, was sie sagen würden.
Herodes wusste an diesem Tag nicht, wer in seinem Königreich war.
Bald wäre er seine größte Bedrohung,
der wahre Messias.
Es gab einen jüdischen Brauch, dass eine Mutter
Vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes getauft wurde
und bevor sie in den Tempel ging, um Opfergaben zu bringen.
Was für eine schöne Tradition.
Aber außerhalb des Tempels geht es alles andere als heilig zu.
Man macht Geschäfte.
Tut mir leid, nein, nein.
Hey. Komm.
Hey, kann ich ...
- Kann ich zwei davon haben? - Ja.
Jahrtausende lang brachten Juden
ihre Opfer zum Altar Gottes,
aus Dankbarkeit oder zur Sühne für ihre Sünden.
Maria und Josef waren nicht anders.
Sie wussten nicht, dass ihr Sohn eines Tages ein lebendes Opfer sein würde.
Und dass tausende Jahre Tradition für immer verändert werden würden.
Macht Platz für den König!
In der Heiligen Schrift steht, dass Simeon ein gerechter und frommer Mann war.
Macht Platz!
Er wartete sehnsüchtig auf die Ankunft des Messias,
damit er Israel vor dem unterdrückerischen Herodes
und dem Römischen Reich rettet.
Ich sagte, macht Platz für den König.
Der Herr hatte ihm gesagt, er würde nicht sterben,
bis er den Messias mit eigenen Augen sehen würde.
Also ging er täglich zum Tempel und wartete, dass das Versprechen wahr würde.
Wenn man an Simeon denkt, er wartete,
er erwartete, er hoffte.
Er schwankte nicht in seinem Glauben.
Als die Zeit kam, freute er sich.
Er wusste, was zu tun war.
Darauf hatte er gewartet.
Shalom.
Shalom.
Das Kind, das Kind.
Meine Seele springt vor Freude.
Er ist sicher der Messias.
Shalom.
Ja, er ist der, den du erwartest.
Darf ... Darf ich das Kind segnen?
Es wäre uns eine Ehre.
Herr im Himmel,
lass deinen Diener in Frieden sterben, wie Du es versprochen hast.
Ich habe deine Erlösung gesehen,
die du für alle Völker vorbereitet hast.
Und er ist ein Licht, das Gott den Völkern offenbart.
Und er ist die Herrlichkeit deines Volkes, Israel.
Dieses Kind wird viele in Israel stürzen
und viele andere erhöhen.
Er ist ein Zeichen Gottes.
Viele werden sich ihm widersetzen.
Damit werden die tiefsten Gedanken vieler Herzen enthüllt.
Und ein Schwert wird deine Seele durchbohren.
Simeons Prophezeiung bestätigt, dass Maria
als Mutter Jesu intensiven Schmerz erfahren wird.
Die Aufgabe des Sohnes Gottes war herzzerreißend.
Sein perfektes Leben für uns zu opfern.
Aber der Herr wird bei ihr und ihrem Sohn sein.
Anders als im üblichen Bild der Weisen,
die bei der Geburt Christi mit den Hirten auftauchen,
kamen sie vermutlich zwei Jahre nach seiner Geburt.
Obwohl wir nur ungefähr wissen, woher sie kamen
oder wie lange ihre Reise dauerte, wissen wir,
dass die Weisen irgendwann in Jerusalem ankamen.
Sie glaubten dass der zukünftige König der Juden
irgendwo in der Stadt geboren wurde, und dass er wahrscheinlich adelig war.
Die Weisen. Sie werden als weise und wichtig angesehen.
Es ist also nicht unvernünftig, dass König Herodes sie empfangen will.
Nun, was verschafft mir das Privileg
Eurer geschätzten Anwesenheit in unserem bescheidenen Königreich?
Wir sind nur aus einem Grund hier.
Wo ist das Neugeborene?
Der König der Juden.
Wir sahen seinen Stern, als er aufging.
Wir sind hier, um ihm zu huldigen.
Wir dachten, er sei hier,
in Eurem Palast.
Bei Euch, dem vorläufigen König der Juden.
Dem vorläufigen König?
Priester,
wo, heißt es, soll dieser Messias geboren werden?
In Bethlehem. In Judäa.
Ihr dürft gehen.
Die Weisen kommen und denken: "Alle werden das feiern.
Etwas Bedeutsames ist passiert. Ein König wurde geboren."
Herodes ist der König und er ist sich ziemlich sicher,
dass kein Kind geboren wurde, das ihm nachfolgen wird.
Er hat Angst, dass ein Neugeborenes ihn ersetzen wird.
Geht nach Bethlehem.
Und sucht sorgfältig nach dem Kind.
Es ist nicht weit von hier.
Und wenn ihr das Kind findet, kommt sofort zurück und sagt es mir.
Damit auch ich ihm huldigen kann.
Herodes war besessen davon, seine Macht zu bewahren.
Und er täuschte die Weisen,
um herauszufinden, wo das Kind,
der neue König Israels, sein würde.
Er wollte es herausfinden, damit er Jesus Christus töten konnte.
Der verrückte König plant, mithilfe der Weisen das Kind zu finden.
Ein gesegnetes Kind, das die Sterne zum Messias erklärt haben.
Wenn das stimmt, ist Herodes jetzt offiziell das,
was er selbst wahrscheinlich immer gewusst hat:
Ein Hochstapler.
Es muss seltsam für Maria und Josef gewesen sein,
zu akzeptieren, dass ihr verspieltes Kind in Wirklichkeit der Sohn Gottes war.
Und dass Gläubige von weit herkamen, um vor seinen winzigen Füßen zu knien.
Josef, Maria, ihr habt Gäste.
Jesus heißt die Suchenden willkommen,
egal, ob sie sich als Christen oder Juden betrachten.
Und es ist, als würden die Weisen
sich vom Licht angezogen fühlen, von der Wahrheit.
Diese Anziehung, wie ein Magnet, zog sie von so weit entfernt her,
um dem König ihre Ehre zu erweisen und ihm zu huldigen.
Als Kind sang ich Weihnachtslieder über die Geschenke der drei Könige,
oder wie wir sie nennen, die Weisen.
Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Ich wusste, was Gold war.
Aber das war's.
Weihrauch und Myrrhe waren hochgeschätzte Räucher- und Duftstoffe.
Diese Geschenke galten als würdig für einen König und waren selten in Judäa.
Stellen Sie sich vor, wie es für diese beiden Teenager
aus dem Dorf Nazareth war, solche Geschenke zu erhalten.
Herodes wollte, dass die Weisen nach Jerusalem zurückkehren,
um den Aufenthaltsort des neuen Königs zu melden.
Aber ein engelhafter Traum erschien den Weisen
und warnte sie, einen anderen Weg in ihr Land zu nehmen,
um dem verrückten König um jeden Preis auszuweichen.
Herodes war außer sich, als er merkte, dass die Weisen ihn überlistet hatten.
Aber er wollte die Bedrohung seines Throns nicht widerstandslos hinnehmen.
Wie es sich für einen Anführer gehört, befahl er seinen Soldaten,
jeden Jungen in und um Bethlehem zu töten.
Josef hatte noch eine Begegnung mit einem Engel in seinen Träumen.
Der Engel des Herrn sagte: "Josef, steh auf.
Fliehe nach Ägypten mit dem Kind und seiner Mutter.
Bleib dort, bis ich dir sage,
dass du zurückkehren sollst, denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten."
In der Heiligen Schrift steht, dass der wahre Kampf
nicht gegen Fleisch und Blut geführt wird, sondern gegen die Macht des Bösen.
Weil er eine so abscheuliche Tat befahl, fragt man sich,
ob Herodes von einer noch größeren Kraft des Bösen heimgesucht wurde.
Das Unrecht, das Herodes wehrlosen,
unschuldigen Menschen antat,
verdeutlicht, wie weit ein Mensch gehen kann,
wenn er dem Verlangen nach weltlicher Macht nachgibt.
Und es zeigt, dass Gott das Böse nicht will.
Er lässt das Böse zu, nur damit etwas Größeres Gutes geschehen kann.
Der Mord dieser kleinen Jungen auf Befehl Herodes ist so eine Tragödie.
Viele Menschen halten sie für Märtyrer.
Sie sind Teil der Geschichte von Gottes ultimativer Erlösung,
und so waren ihre Leben nicht umsonst.
Herodes Todesschwadron kommt und zeigt keine Gnade.
Keine Menschlichkeit.
Kein Fetzen von etwas anderem als reinem, ungefiltertem Bösen.
Und sie nehmen Beweise für Herodes mit.
Bleibt zurück!
Moshe!
Nein!
Nein!
Es ist ein schreckliches Kapitel.
Wir erkennen, wie grausam wir sein können,
wenn wir unsere Interessen, unser Überleben, über Gottes Willen stellen.
Im antiken Text steht, dass ein Schrei gehört wurde und es großes Weinen gab.
Rachel weint um ihre Kinder
und will nicht getröstet werden, weil sie tot sind.
Ich glaube, es gibt nichts Schmerzhafteres
für Eltern, ein Kind zu verlieren.
Aber zum Glück ...
endet die Geschichte hier nicht.
Die Warnung des Engels hatte das Leben des jungen Jesus gerettet.
Aber viele andere starben durch Herodes' Befehl.
Es ist vollbracht.
Herr.
Schließlich wandte sich das Böse gegen seinen Wirt
und fraß Herodes Geist und Körper weiter aus.
Herodes soll große Sorgen gehabt haben.
Warum hast du nichts gesagt?
Er soll herumgewandert sein und Geister gesehen haben.
Jeder konnte sehen, dass er nicht bei Verstand war,
bis zu dem Punkt, an dem er versuchte, sich umzubringen.
Herodes beging diese schweren moralisch bösartigen Taten.
Es ging nur um eine Sache: Macht.
Er ist eine abstoßende historische Figur.
Der Kummer, der in der Geschichte der ersten Weihnacht geschieht,
kann sich manchmal anfühlen, als gäbe es keine Gerechtigkeit.
Es geht nur um Macht und die Sicherung von Macht,
aber mit der Weihnachtsgeschichte
beginnt eine größere Geschichte, in der es um Heilung, Wunder und große Freude geht.
Maria, Josef und der junge Jesus flohen nach Ägypten,
wo sie einige Zeit lang friedlich lebten.
Nach Herodes' Tod erschien Josef wieder ein Engel und sagte ihm,
dass es sicher sei, nach Hause zu gehen.
Schließlich kehrte die Familie
an den Ort zurück, wo unsere Geschichte begann: Nazareth.
Dort wuchs Jesus heran, so wie wir alle, nach und nach.
Sein Vater lehrte ihn das Schreinern, aber darüber hinaus bieten die Schriften
nur wenige Einblicke in das Leben der Familie.
Aber wie alle guten Eltern brachten Maria und Josef sicher alle Opfer,
die Eltern bringen, um ihre Kinder zu versorgen und zu beschützen.
Wir wissen zwar nicht viel über die prägenden Jahre Jesu.
Aber seine Priesterjahre als Erwachsener ...
Man bräuchte mehrere Leben, um die darüber geschriebenen Worte zu zählen.
Wie Simeon es prophezeit hatte,
wurde Marias Seele durchbohrt, als sie zusah, wie ihr Sohn, Jesus,
am römischen Kreuz hingerichtet wurde, für Verbrechen, die er nicht beging.
Er wurde in eine Höhle gesteckt,
vielleicht sehr ähnlich der, in der er geboren wurde.
Aber viele, einschließlich mir, glauben, dass er nicht lange in der Höhle blieb,
und dass er von den Toten auferstand und die rettete, die an ihn glaubten.
Jesu Lehren veränderten die Welt.
Seine Anhänger wurden als Christus-Nachfolger oder Christen bekannt.
Und obwohl die frühen Christen viel Leid und Verfolgung erlebten,
erklärte sich selbst Rom mit der Zeit zu einem christlichen Reich.
Und die Anhänger Jesu fanden irgendwie einen Weg,
sein Wort auf der ganzen Welt in über 200 Länder zu verbreiten.
Eine der Lehren Jesu war, dass wir einander lieben,
unseren Feinden vergeben, uns um die Armen kümmern,
die Entrechteten verteidigen
und in Demut und Güte leben sollten.
Und unter all den Liedern, dem Geschenkpapier
und den Sternen auf dem Baum
geht es, glaube ich, wirklich darum.
Frohe Weihnachten euch allen.
Untertitel von: Robert Link
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