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Original subtitles

Anrufbeantworter: Nachricht hinterlassen!

Fanny, hier ist noch mal die Mama.

Ruf mich bitte zurück!

Ja, ich dich auch ...

Lisbeth!

Nachricht hinterlassen!

Fanny, hier ist noch mal die Mama.

Hallo? Fanny, ich ...

Wieder nix?

Jetzt ist besetzt.

Wie oft haben Sie schon angerufen?

So an die 20 Mal. 20 Mal?

Ja, oder öfter.

Dann ist jetzt die Mailbox voll.

Aber warum ruft sie nicht zurück?

Wahrscheinlich hat's Ihre Tochter noch nicht abgehört.

Ich hab's gewusst. Was haben Sie gewusst?

Man hört so viel Schlimmes.

Lisbeth, sie hören das Gras wachsen.

Fanny Schuhmacher, geboren am ...?

21.05.1989

In München.

Wie lange ist sie schon weg?

Seit drei Monaten. Drei Monate?

Sie macht ein Gastsemester in Italien. Ach so.

Sie ist zum ersten Mal so lange weg von zu Hause.

Zum Glück hat sie privat ein Zimmer gefunden,

weil in dem Studentenwohnheim muss es schrecklich gewesen sein,

so mit Mülleimern auf den Etagen und ...

Frau Schuhmacher, bitte!

Auf jeden Fall ging es ihr dann viel besser.

Jetzt habe ich seit vier Tagen nichts mehr gehört.

Vielleicht ist der Akku leer oder sie hat das Handy liegen lassen.

Nein. Ich habe es auch auf dem Festnetz probiert.

Hat sie denn Probleme?

Wie, Probleme?

Psychische Erkrankungen? Drogen? Liebeskummer?

Auf gar keinen Fall!

Die meldet sich schon. Ich hab ein ganz ungutes Gefühl.

Frau Schuhmacher,

Ihre Tochter ist erwachsen, geistig voll zurechnungsfähig,

und sie gehört keiner gefährdeten Personengruppe an.

Außer Sie haben mir etwas verschwiegen?

Nein.

Machen Sie sich keine Sorgen!

"Machen Sie sich keine Sorgen!"

Ein Pärchen stöhnt lustvoll.

Ein Telefon klingelt.

Die Mailbox springt an: Nachricht hinterlassen!

Fanny, ich komme um 11:30 in Urbino am Busbahnhof an.

Kannst du mich bitte abholen, wenn das geht?

Ich bin ganz durcheinander. Hoffentlich ist nichts passiert.

Wenn du nicht da bist, fahre ich zu dir in die Wohnung.

Sie seufzt.

Oh!

Halt!

Hallo!

Scusi!

Hallo? Tschuldigung! Scusi!

Mama!

Fanny!

Gott sei Dank! Ich habe mir so Sorgen gemacht.

Warum hast du dein Handy aus? Wir haben dich kaum gefunden.

Wir?

Das ist Luca. Schön, dass du da bist.

Das ist meine Mutter Lisbeth.

Dann bringen wir erst mal deine Sachen nach Hause.

Komm!

Ganz schön steil!

Wir sind gleich da.

Also dann, bis später!

Komm rein!

Entschuldigung! Schon okay.

Du schläfst bei mir im Bett, ja?

Willst du kurz duschen? Äh, ja.

Frische Handtücher sind im Bad. Ja.

Wie findest du ihn?

Woher kann er so gut Deutsch?

Lucas Mama ist Deutsche, aber sie lebt schon lange hier.

Oh!

Es klopft an der Tür.

Kann ich reinkommen? Gleich.

Bist du fertig?

Luca holt uns gleich ab. Wir sind bei Carla zum Essen.

Wer ist denn Carla?

Lucas Mama. Sie wird dir gefallen.

Ich dachte, wir haben erst ein bisschen Zeit für uns.

Das gehört auch alles zur Uni.

Studieren Sie auch?

Ja. Jura im achten Semester.

Mach's nicht so kompliziert, Mama! Sag doch einfach Du!

Sie findet mich schrecklich. Ach Quatsch!

Guck mal!

Die passt gut zu deiner Jacke.

Ich weiß nicht.

Quanto viene? 20 Euro.

Cosa? No, non me interessa!

Fanny feilscht auf Italienisch.

Wenn sie etwas will, gibt es kein Nein.

Vera plastica! No.

Wie lange kennt ihr euch schon?

Sechs Wochen.

Unglaublich! Am Anfang war sie total schüchtern,

und jetzt fast wie eine Italienerin.

Hey! Ciao!

Mama!

Hast du die jetzt gekauft?

Ja, die ist schön für dich.

Fanny, wenn ihr euch erst sechs Wochen kennt

und dann wohnt er schon bei dir ....

Luca hat auch ein Zimmer bei seiner Mutter.

Ich bin so glücklich. Signora!

Er preist seine Ketten an. No, grazie!

Basta cosi!

Er weist ihn auf Italienisch zurecht.

Darf ich euch Marco vorstellen, meinen Onkel. Ach so!

Ciao!

Lisbeth. Fannys Mutter. Molto lieto.

Tag!

Deutschland? Ja.

Ich sprechen eine bisschen Deutsch.

Woher kommen Sie? München.

Oktoberfest!

Viel Bier und Lederhosen. Mama!

Ist doch wahr. Immer nur Oktoberfest.

Als hätten wir nix anderes zu bieten!

Machen Sie Urlaub?

Ich bin nur übers Wochenende hier.

Schade! Ich habe bis Sonntag Nachtschicht.

Sonst hätten wir mal essen gehen können.

Oh!

Ich muss weiter.

Arrivederci!

Der hat voll mit dir geflirtet.

Hat er gar nicht!

Er hat dich sogar zum Essen eingeladen.

Er hat uns alle eingeladen. Nein, dich!

Hallo, Luca!

Ciao, Mama!

Was hat sie denn?

Die Hupe ertönt.

Fanny!

Warum steigst du nicht aus?

Es geht nicht.

Ich glaube, ich weiß, warum.

Sie wird dir gefallen.

Alles in Ordnung?

Ja, ja.

Luca ist beim Aussteigen auf die Kindersicherung gekommen.

Ach so!

Lisbeth, meine Mutter.

Hallo! Carla.

Schön, Sie kennenzulernen! Tag!

Ich unterrichte in Ancona an der Deutschen Schule.

Leider nicht der nächste Weg.

Aber nach dem Tod meines Mannes wollte ich wieder arbeiten.

Kennen Sie Frankfurt?

Nein. Wir waren zwei Jahre dort.

Für Luca war es toll, aber ich habe mich nicht wohl gefühlt.

Die Deutschen haben keinen Esprit und kein gutes Essen.

Was machen Sie?

Ich arbeite im Kreisverwaltungs- referat. Führerscheinvergabe ...

Und Ihr Mann?

Heizungsinstallateur. Aber wir sind geschieden seit 12 Jahren.

Kann ich etwas helfen?

In der Besteckschublade ist ein großer Holzlöffel.

Wenn du mir den bitte gibst!

Entschuldigung!

Du kannst aufdecken!

Luca soll die Kristallgläser holen. Die Teller sind in der Vitrine.

Fanny ist wirklich bezaubernd.

Ein bisschen unbedarft vielleicht, aber so sind seine Mädchen immer.

Luca wohnt noch zu Hause und studiert "Internationales Recht".

Heutzutage reicht es nicht mehr, nur eine Sprache zu sprechen.

Können Sie ein bisschen Italienisch?

Äh, nö. Englisch eher.

Luca hat gerade sein erstes Staatsexamen geschrieben.

Manche Studenten brauchen ewig. Das ließe ich nicht durchgehen.

Man muss sich anstrengen, wenn man was erreichen will.

Was studiert Fanny noch mal?

Äh, äh ... Architektur.

Ah ja. Es gibt so viele Architekten.

Die meisten sind froh, wenn Sie einen Job als Bauleiter bekommen.

Kein leichter Job für eine junge Frau!

Aber Fanny ist sehr gut. Sie hatte so gute Noten,

dass sie sogar ein Stipendium für Italien bekommen hat.

Luca fängt am Montag mit seinem "Tirocinio" an.

Wie heißt das auf Deutsch? Ähm ... Referendariat.

In einer sehr renommierten Kanzlei in Ancona.

Jetzt kann ich ihn mit dem Auto mitnehmen.

Möchten Sie noch ein Glas?

Es wird italienisch gesprochen.

Lisbeth, ti piace l'opera?

Er redet Schweizer Dialekt: Sie sind also Fannys Mutter?

Ich bin der Paul. Carlas Untermieter.

Wir kennen uns schon länger.

Ich habe alle 14 Tage geschäftlich hier zu tun.

Da hat mir Carla angeboten, hier ein Zimmer zu mieten.

Haben Sie schon alle kennengelernt?

Nö, die sprechen alle italienisch.

Da drüben,

das ist die Cousine von Luca, Nina mit ihrem Mann Francesco.

Das ist Carlas Schwager,

Vittorio. Er hat eine Rechtsanwaltskanzlei.

In Ancona? Ja, genau.

Wie seine Frau heißt, weiß ich nicht mehr.

Miei cari!

Il mio breve discorso

lo terrò in tedesco.

Mama, ich möchte dir danken.

Für das fantastische Essen,

einen schönen Abend, den du wie immer

mit größter Perfektion zu einem Erlebnis machst,

aber auch für die letzten 23 Jahre.

Liebe Lisbeth,

Fanny ist das wunderbarste Geschöpf, das mir je begegnet ist.

Sie ist klug, mutig

und sie hat ihren eigenen Kopf.

Gerade das bewundere ich so an ihr.

Deswegen habe ich sie gefragt, ob sie mich heiraten will.

Das ist der Hammer!

Nicht vergessen zu atmen!

Noch vor 6 Wochen hätte ich nicht geglaubt,

diese Frage jemals einer Frau zu stellen.

Aber dann ist Fanny aufgetaucht.

Und ich wusste, auf sie habe ich gewartet.

Sie hat mich ein bisschen zappeln lassen, aber vor vier Tagen dann

hat sie mir ein Ja gegeben.

Es wird getuschelt.

Applaus.

Wunderbar!

Was für eine Überraschung!

Lisbeth, congratulazione!

Benvenuta nella nostra famiglia!

Benvenuta!

Congratulazione, Lisbeth!

Entschuldige, dass ich dir nichts gesagt habe,

aber es sollte eine Überraschung werden.

Das ist auch eine Überraschung. Ich bin so glücklich!

Können wir mal in Ruhe reden?

Willkommen in der Familie!

Es ist alles ein bisschen plötzlich. Ein Foto!

Fanny!

Ich kann nicht mehr fahren. Ich hab echt zu viel getrunken.

Und Fanny?

Besser nicht. Schau mal raus!

Sie singen betrunken.

Wir können hier übernachten.

Ich hab gar nichts dabei.

Es gibt auch Taxis.

Um diese Uhrzeit dauert das ewig!

Meine Mutter hat bestimmt ein Nachthemd für dich.

Kann Fanny kochen?

So das Übliche. Was heißt hier "das Übliche"?

Ich hoffe, ihr ist klar,

dass sie als Frau eines Anwalts ihren Mann zu unterstützen hat.

Da muss man für 20 Leute ein Abendessen geben.

Du hast auch immer gearbeitet.

Ich habe deinen Vater immer unterstützt. Genau wie dich.

Fanny und ich kriegen das schon hin.

Die beiden haben keine Ahnung.

Fanny!

Fanny!

Hallo!

Und?

Nichts.

Seltsam!

Komm!

Hast du ein Ticket?

Äh, Ticket ...

Mama!

Das Kleingeld fällt zu Boden.

Da sind noch zwei Euro.

Mama, der Bus fährt gleich. Komm!

Pack den Geldbeutel weg und behalte deine Tasche im Auge!

Los, du musst ...

Schade, dass du schon wieder fahren musst.

Ich kann auch noch eine Nacht bleiben.

Ich rufe morgen im Büro an und sage, ich bin krank.

Ich habe morgen Uni und muss meinen Rausch ausschlafen.

Hab ich gestern echt gesungen?

Oh ja!

Wann heiratet ihr eigentlich?

Keine Ahnung. Ciao, Mama!

Wir kommen bald nach München.

Ja, ja.

Ciao, Lisbeth!

Ich ruf dich an.

Schön, dass du da warst. Tschüs, mein Engel!

Ciao!

Bis bald!

Er redet laut auf Italienisch.

Es läutet.

Wir müssen reden.

Komm!

Warum hast du nichts erzählt?

Hab ich dir schon gesagt. Ich wollte dich überraschen.

Du hast immer alles erzählt.

Sogar, dass du in deinen Mathelehrer verliebt warst.

Jetzt, wo du so eine lebens- wichtige Entscheidung triffst,

rufst du nicht mal an! Freust du dich gar nicht?

Warum müsst ihr gleich heiraten?

Warum denn nicht?

Du solltest dein Studium fertig machen,

bevor du dich für einen Mann aufopferst.

Aufopfern! Wie das klingt. Ich weiß, wie das läuft.

Sobald ihr verheiratet seid,

wird sich der verwöhnte Bengel ins gemachte Nest setzen. Was?

Ein Onkel mit Kanzlei in Ancona. Da kann man leicht Karriere machen.

Du sollst den feinen Herrn bedienen.

Spinnst du?

Hast du nicht gemerkt, wie seine Mutter mit dir umspringt?

Luca ist total anders.

Das dachte ich bei Karlheinz auch immer.

Aus genau diesem Grund habe ich es dir nicht erzählt.

Du willst es mir ausreden, weil es mit Papa nicht klappte.

Ich liebe Luca.

Seit wir uns kennen, haben wir uns jede frei Minute gesehen.

Jede davon war ich glücklich.

Kein Streit, nichts.

Ich bin noch nie jemandem so nahe gewesen. Auch dir nicht.

Das ist schön.

Ja.

Aber wenn ihr dann so zwei Jahre verheiratet seid,

sieht alles vielleicht anders aus.

So 'ne Ehe macht auch eng.

Du gönnst es mir einfach nicht! Das ist nicht wahr.

Schau dich doch mal an!

Sie knallt die Tür zu.

Fanny!

Lass mich in Ruhe!

Ein Handy klingelt.

Sie drückt den Anruf weg.

Hast du Hunger?

Wir haben noch gar nicht angestoßen.

Wo ist der Korkenzieher?

Beim Besteck.

Und die Gläser? Im Schrank links.

Wenn sie überm Herd hängen, werden sie fettig.

Mama, das ist meine Küche.

Ich hab's nur gut gemeint.

Ich brauch deine Hilfe nicht.

Jedenfalls nicht so.

Jetzt hör auf zu weinen! Du weißt, dass ich das hasse.

Danke!

Ihr Handy klingelt.

Ciao, Luca.

Ja, meine Mama ist wieder da.

Sie redet auf Italienisch.

Steine klopfen ans Fenster.

Komm runter!

Warum?

Ich will dich küssen.

Es ist mitten in der Nacht.

Sonst fang ich an zu singen.

Das ist Erpressung.

Er singt ein italienisches Lied.

Hör auf!

Er singt lauter. Ein Hund bellt.

Luca, hör auf!

Ein Nachbar ruft.

Ich komme runter.

Meine Mutter macht total Stress wegen der Heirat.

Aber das war klar. Meine auch.

Was hat sie gesagt?

Sie schnarcht leise.

Carla nervt mich. Ich weiß, wie ich mein Leben regele.

Komm, wir fahren zum Rustico.

Das kann ich nicht bringen.

Wir sind so früh zurück, dass Lisbeth nichts merkt.

Das Telefon klingelt.

Fanny, Telefon!

Sie räuspert sich.

Hallo.

Spreche ich mit Fanny?

Nein, hier spricht ihre Mutter. Ich dachte, Sie sind abgereist?

Nein, ich hatte was vergessen. Aha.

Kann ich mit Fanny sprechen?

Äh, Moment ...

Fanny!

Sie ist nicht da. Das habe ich mir gedacht.

Nachricht hat sie auch keine hinterlassen.

Luca ist auch weg. Er hat mein Auto.

Vielleicht ist sie Semmeln holen?

Luca ist bestimmt mit Fanny in unser Rustico gefahren.

Das macht er meistens mit seinen Mädchen. Wohin?

In unser Landhaus.

Wir müssen mit den beiden reden. Kommen Sie her!

Nehmen Sie sich ein Taxi! Via Minucia 10, nahe Ascoli Piceno.

Was? Moment! Ich bestelle Ihnen eins.

Carla hat aufgelegt. Hallo?

So eine unverschämte Person!

Hallo!

Carla?

Das hat Ihre Tochter ja gut eingefädelt.

Meinen Sohn so um den Finger zu wickeln, nach 6 Wochen.

Das haben die anderen nicht nach 6 Monaten geschafft. Bitte?

Ich dachte, sie ist naiv, aber sie ist raffiniert.

Sie will eine gute Partie machen.

Aber Luca hat Fanny den Antrag gemacht.

Ach, wir wissen doch genau, wie man einen Mann dazu bekommt.

Na ja, Sie vielleicht nicht.

Diese Heirat ist eine Schwachsinnsidee.

Luca ist noch viel zu jung.

Er hat keine Ahnung, was er sich ans Bein bindet.

Kommen Sie in die Gänge!

Ist das Ihr Wagen?

Natürlich nicht. Der gehört Paul.

Können Sie das Tor aufmachen?

Oh nein!

Perlen fallen zu Boden.

Steigen Sie jetzt ein, oder soll ich Sie überfahren?

Wir können noch eine Nacht bleiben.

Vielleicht ist deine Mutter dann verschwunden.

Das kann ich nicht machen.

Wem gehört das Haus?

Der ganzen Familie.

Sie wollten es verkaufen, weil's keiner richtig nutzt.

Wir könnten es mieten. Davon habe ich schon immer geträumt.

Wir behalten meine Wohnung in der Stadt

und im Sommer wohnen wir hier.

Wir laden Freunde zum Grillen ein,

ich könnte Tomaten anpflanzen ...

Ich wusste nicht, dass du auf Landleben stehst.

Das mit den Tomaten muss nicht unbedingt sein.

Wir können auch am Wochenende herfahren. Oder für eine Nacht.

Ich will mal raus hier.

Wohin willst du denn?

Weiß nicht.

Kanada find ich gut.

Was willst du denn in Kanada?

Wir könnten dort genauso studieren.

Klar, am Anfang müssen wir etwas Geld verdienen,

aber Quebec ist billig.

Quebec?

Sprechen die da Französisch?

Was hast du jetzt gegen Französisch?

Du mit deinen durch- geknallten Ideen!

Müssen wir nicht los?

Was ist mit deiner Mutter?

Kaffee kochen kann sie auch alleine.

Wusste ich's doch!

Mein Sohn braucht auch beim Versteckspielen seinen Komfort.

Komisch.

Hallo, Fanny!

Hallo!

Die sind ganz in der Nähe.

Vielleicht machen sie einen Strandspaziergang.

Dann warten wir drinnen.

Das Badezimmerfenster lässt sich von außen aufdrücken.

Sie helfen mir rauf und ich ziehe Sie dann hoch. Aha.

Wollen wir nicht lieber unten warten?

Damit sie uns wieder ausbüxen?

Aua!

Au! Passen Sie doch auf!

Na los!

Und jetzt?

Oh scheiße!

Meine Mutter?

Geht schon.

Lass uns verschwinden!

Wir müssen einfach nur vernünftig mit denen reden.

Sehen die vernünftig aus?

Komm!

Was wollen Sie machen, wenn die beiden hier auftauchen?

Wir können sie schließlich nicht mit Gewalt trennen?

Da wird mir schon was einfallen.

Mit vernünftig reden werden wir nicht weit kommen.

Ein Handy klingelt.

Das Klingeln ist hörbar.

Ich find's nicht.

Okay.

Die sind hier im Haus.

Luca!

Mach die Tür auf!

Fanny!

Mach sofort die Tür auf!

Fanny!

Komm zurück!

Die sind weg.

Die können was erleben!

Lass uns einfach heiraten. Am besten heute oder morgen.

Nur wir beide.

Ich will sie nicht dabeihaben.

Wie soll das denn gehen? Wir brauchen so viele Unterlagen.

Ich habe schon 'nen Plan.

Ich habe Durst.

Können wir an einer Tankstelle halten?

Unter Ihrem Sitz müsste was liegen.

Was machen Sie denn?

Anders komme ich nicht ran.

Carla stöhnt genervt.

Möchten Sie auch Limo?

Die ist aber warm.

Später.

Später ...

O Gott!

Das Zuckerzeug klebt wie die Hölle.

Gehen Sie einfach ins Wasser!

Ins Wasser?

Ich fürchte, es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben.

Gehen Sie richtig rein! Sie trocknen gleich wieder.

Gibt's hier Haie?

Im Meer gibt's immer Haie.

Machen Sie nicht so ein Gesicht!

Ich habe hier noch nie von einer Hai-Attacke gehört.

Was machen Sie denn?

Was macht die denn jetzt?

Ihr Handy klingelt.

Lisbeth!

Kommen Sie zurück!

Schwimmen Sie zurück! Schnell!

Achtung! Hai!

Hai!!!

Hai!!!

Endlich! Ich schreie mir die Seele aus dem Leib.

Wie, kein Hai?

Finden Sie das komisch? Ich hätte einen Herzinfarkt kriegen können!

Was haben Sie so weit draußen gemacht?

Ich musste mal.

Hier!

"Wir werden heiraten, auch ohne euch. Wir lieben uns."

Die können was erleben!

Was wollen Sie denn hier?

Sagen Sie einfach zu allem Ja. Den Rest überlassen Sie mir!

No, no!

Ciao, Marco!

Come stai?

Prego!

Hallo, Lisbeth!

Sie sind noch hier?

Ich denke, Sie sind wieder in München.

Das dachte ich auch. Ihr kennt euch?

Na ja, kennen ...

Wie kann ich den Damen helfen?

Mein Wagen ist gestohlen worden, aus der Garage!

Das stimmt gar nicht.

Nicht?

Doch, ich dachte nur, er war in der Auffahrt.

Ich habe ihn extra reingefahren.

Wusste ich nicht.

Da kann ich dir nicht viel Hoffnung machen.

Gib eine Fahndung aus!

Ich seh, was ich machen kann.

Das kenne ich!

Bitte, das ist sehr, sehr wichtig für uns!

Meine Tasche, also ...

Meine große Tasche ist in dem Auto.

Das Geld ist mir egal. Aber die Ausweise ...

Und die Familienfotos, daran hänge ich so.

Wenn man die Diebe erwischt, ist vielleicht noch alles da.

Der kommt oben auf die Liste. Mehr kann ich nicht machen.

Kennzeichen?

Respekt! Fast hätte ich Ihnen auch geglaubt.

Sind Sie wahnsinnig? Unsere Kinder sind keine Verbrecher!

Besser, sie sind im Gefängnis als verheiratet.

Sie hätten mich fragen können. Sie hätten Nein gesagt.

Das wissen Sie doch gar nicht!

Ich kenne Ihren Typ Frau. Sie sind ein Gutmensch.

Wenn's schwierig wird,

überlassen Sie anderen die Drecksarbeit.

Hauptsache, meine Tochter heiratet nicht den Sohn

einer so unmöglichen Person!

Wie stellst du dir Wie meinst unser Eheleben vor? du das?

Die geborene Hausfrau bin ich ja wohl nicht.

Das weiß ich doch.

Wenn ich an meine zwei Kaschmir-Pullover denke ...

Ach!

Selber waschen hilft.

Willst du eigentlich Kinder?

Klar. Irgendwann schon.

Kinder sind toll.

Ich habe zwei kleine Neffen. Mit denen spiele ich Fußball.

Weißt du, wovor ich Angst habe?

Was?

Bullen!

Bullen!

Fahr ich zu schnell? Weiß ich doch nicht!

Meine Papiere sind im Handschuhfach.

Woher hast du das?

Erzähl ich dir später. Jetzt pack's weg!

Die Polizei gibt Anweisungen per Megafon.

Scendete della macchina!

Appoggiate le mani sulla macchina!

Hat das mit dem Geld zu tun?

Nein, ich schwöre.

Cosa fatto?

Lasciatimi! Non ho fatto niente.

Il mio nome è Luca Di Lauro.

La macchina apartiene a mia madre, Carla Di Lauro.

Silencio!

Luca!

Woher hast du das ganze Geld? Es waren alles große Scheine.

Hallo, ich rede mit dir!

Das sind meine gesamten Ersparnisse.

Dafür hat man ein Bankkonto.

Der hätte von meiner Mutter sein können. Lenk nicht ab!

Ich wollte in Pesaro ein Auto kaufen.

Da ist heute Gebrauchtwagenmarkt. Heute?

Ich dachte, wir heiraten heute. Das wusste ich gestern nicht.

Silencio!

Luca!

Marco!

Eure Mütter haben Anzeige erstattet. Carlas Wagen wurde gestohlen.

Fanny!

Questo è Luca, mio nipote.

Langsam wird Mama vergesslich.

Ich habe ihr gesagt,

dass wir einen Ausflug machen.

Aha.

Warum lässt sie mich nicht in Ruhe?

Wenn wir unsere eigene Wohnung haben, dann hat sich das.

Sie wird jeden Tag kommen. Dann machen wir nicht auf.

Verstehst du nicht? Ich packe das nicht!

Meine Mutter nervt mich auch.

Diese Anzeige ... Aber was sollen wir machen?

Heiraten wir erst mal. Ich muss Nonna anrufen.

Einfach so heiraten, das geht in Las Vegas, aber hier nicht.

Die müssen erst mal ein Aufgebot bestellen. Pst!

Als Ausländerin bräuchte Fanny ein Ehefähigkeitszeugnis, oder?

Können Sie auch leise nachdenken?

Draußen fährt ein Auto vor.

Marco!

Ciao!

Ich habe dein Auto.

Was? Wo sind sie?

Luca und Fanny?

Hab ich freigelassen.

Wieso?

Wieso?

Das war eine Falsch- anzeige. Was ist los?

Er hat mich nicht gefragt, ob er den Wagen nehmen kann.

Es geht dir nicht um den Wagen, oder?

Nein, es ist ...

Fanny und Luca sind unterwegs, um zu heiraten.

Das haben die einfach so beschlossen.

Ohne zu fragen?

Ja! Ich finde das unmöglich.

Verstehe. Unmöglich ...

Kannst du eine Fahndung ausgeben?

Das geht nicht. Luca ist erwachsen.

Da bittet man dich ein Mal um einen Gefallen!

Kann ich einen Kaffee haben?

Natürlich.

Woll... Hab...

Wie ... Sie hab...

Bitte!

Sie haben Farbe bekommen.

Da sind Sommersprossen auf Ihrer Nase.

Ja?

Danke!

Was haben Sie gegen diese Hochzeit?

Wie kann man nach 6 Wochen wissen, ob man zueinander passt?

Manchmal weiß man das auf den ersten Blick.

Hast du eine Ahnung, was Luca die letzten Wochen getrieben hat?

No.

Ich habe einen Brief von der Universität gefunden.

Er war seit Wochen nicht dort.

Er hat das Staatsexamen nicht mitgeschrieben.

Seine letzte Chance ist eine Nachprüfung nächste Woche.

Wenn er die nicht schreibt, wird er exmatrikuliert.

Gib eine Fahndung raus, bitte! Ich muss mit ihm reden.

Das kann ich nicht.

Ich werde ein paar Telefonate machen.

Gehen Sie mit mir essen?

Äh, das weiß ich nicht. Ich muss bald zurück.

Ah.

Schade!

Was hat er gesagt?

Ich melde mich. Ciao!

Wiedersehen!

"Erwachsen", wenn ich das schon höre ...

Warum haben Sie mir nichts davon erzählt?

Sie hätten sich gefreut. Geben Sie es zu! Ja, vielleicht.

Sie haben Ihren Luca auch als Überflieger verkauft.

Er hat nur Prüfungsangst. Das war schon immer so.

Die Nummer ...

Lucas Oma ist in ihrem Kaff so eine Art Bürgermeister.

Sie darf Ehen schließen. Oh!

Ciao, Nonna! Carla ist hier.

Sie sagt laut: Ich bin's, Carla!

Ja, genau. Hat sich Luca bei dir gemeldet?

Luca, mein Sohn!

Nein, es ist nichts passiert. Ich muss ihn nur sprechen.

Sie schreit: Sprechen!

Nein, das habe ich nicht!

Dass muss ich mir nicht sagen lassen!

Blöde Kuh!

Ich glaube ihr kein Wort.

Meine Schwiegermutter stellt sich taub oder senil,

wie sie's gerade braucht.

Nehmen Sie es nicht persönlich! Ich nehme das nicht persönlich!

Kommen Sie! Wir fahren hin.

Ihr Handy klingelt.

Der Klingelton ist die Melodie von "Don't worry, be happy".

Was soll das? Halt sofort an!

Halt an!

Es geht mir auf die Nerven!

Das ist noch lange kein Grund, mein Handy kaputt zu schmeißen!

Dann schalt es ab!

Ich wollte nur sagen, dass es mir gut geht.

Sie macht sich Sorgen. Verstehst du das?

Deine Mutter macht sich nur um sich selbst Sorgen.

Das gilt für Carla, aber nicht für meine Mutter.

Und warum war sie dann mit auf der Polizei?

Sie schnieft.

Entschuldige, ich ...

Das Klingeln macht mich einfach nervös.

Ich kauf dir ein neues Handy, sobald wir in der Stadt sind.

Kannst du dann was anderes als "Don't worry, be happy" einstellen?

Hey, was ist denn jetzt so schlimm?

Was?

Wir haben uns heute das erste Mal gestritten.

Ich habe mir meine Hochzeit etwas geplanter vorgestellt.

Mit Kleid,

mit Feier, meiner Mutter ...

Das ist auch für sie ein besonderer Tag.

Hey ...

Natürlich werden wir eine Feier haben.

San Clemente? Komisch. Haben wir eine Karte?

Wo?

Im Handschuhfach, in den Rückenlehnen ...

Schauen Sie einfach!

Seien Sie nicht immer so patzig!

Ich frage, ob wir eine Karte haben, und Sie fragen mich wo.

Wenn ich das wüsste, hätte ich es gesagt.

Denken Sie mal selber!

Ich wollte nicht in fremden Handschuhfächern wühlen.

Was glauben Sie, werden Sie dort finden?

Von wem ist das?

Von Paul.

Vielleicht in der Rückenlehne.

Es müssen jetzt noch etwa 60 Kilometer bis Montedale sein.

Sollen wir eine Pause machen?

Nein, sie fahren weiter.

Ich?

Auto fahren können Sie wohl?

Ja, schon, aber schlecht. Hat mein Mann immer gesagt.

Ihr Mann? Ich dachte, Sie sind geschieden.

Ja.

Dann sprechen Sie nicht von Ihrem Mann.

Carla stöhnt genervt.

Die Hupe ertönt.

Es ist mindestens 20 Jahre her, dass ich Auto gefahren bin.

Ich fahre lieber selber.

Nein, ich schaffe das!

Wir müssen umdrehen.

Reifen quietschen.

Im Autoradio erklingt ein italienisches Liebeslied.

Hallo!

Hallo!

Lisbeth!

Stoff reißt.

Oh nein!

Hallo!

Ein Motor startet.

Also, also ...

Hey! Halt!

Carla flucht auf Italienisch.

Wenn wir wenigstens noch ein Handy hätten!

Warum hast du bloß den Schlüssel stecken gelassen?

Du warst im Auto. Da ziehe ich nicht den Schlüssel ab.

Kann ja sein, dass man umparken muss.

Umparken?

In dieser gottverlassenen Gegend?

Wohin willst du?

Der nächste Ort liegt in dieser Richtung.

Aber Piandimeleto ist viel näher. Nein!

Ich kenne mich aus in der Gegend.

Dann geh nach Piano-Dingsda. Ich gehe nach Calzoppo.

Gib mir die Karte!

Ich denke, du kennst dich so gut aus.

Die Karte gehört nicht dir.

Ach so?

Gut. Die Kreuzung liegt genau hier.

Bitte schön!

Mein Gott, bist du stur! Ja, ich weiß.

Lucacino, piccolo mio! Deine Mutter hat angerufen.

Ciao!

Das ist Fanny, meine Verlobte. Ciao!

Wir brauchen deine Hilfe. Ist ja 'ne Deutsche.

Carla spinnt wegen ihr rum.

Große Liebe?

Das stammt ja noch aus den 50ern!

Vielleicht bisschen weit.

Weil ich ...

Provalo!

Lupaiolo?

So ein Mist!

Au!

Huhu!

Jetzt steig schon ein!

Ich denke nicht daran.

Es sind 16 Kilometer bis zum nächsten Ort.

Io mi chiamo Emilio.

Lisbeth.

Kein Problem! Leg sie einfach wieder weg!

Brutto schifoso!

Warte, ich kann nicht so schnell! Wo willst du schon wieder hin?

Nach Hause! Das kannst du nicht machen.

Diese Suche ist sinnlos. Die laufen vor uns davon.

Es ist alles Fannys Schuld.

Seitdem sie aufgetaucht ist, erkenne ich Luca nicht wieder.

Carla, du kannst nicht ewig die Frau an Lucas Seite sein.

Und was ist mit dir?

Ich will nicht, dass Fanny sich unglücklich macht,

nur weil sie Liebe mit Sex verwechselt.

Mein Sohn hat auch andere Qualitäten.

Und mir gefällt nicht,

dass sie alles für Gold hält, was er von sich gibt.

Die beiden sind verliebt. Was erwartest du? Aua!

Deswegen muss man nicht seinen Verstand ausschalten.

Doch!

Ich habe meinen Mann nach sieben Jahren geheiratet.

Ja, und jetzt bist du geschieden.

Bitte, dann geh doch!

Fahr nach Hause! Lass mich hier alleine!

Entschuldige, es tut mir leid!

Scheiße!

Sie schluchzt.

Au!

Da bist du ja!

Was ist mit deinen Füßen?

Ach, diese Drecksschuhe!

Hey!

Die haben 500 Euro gekostet.

Willst du auf der Straße übernachten?

Du hättest mich fragen können.

Das sagt die Richtige!

Besser?

Viel besser!

Was?

Das sieht so dämlich aus!

Hey ...

Hey ...

Du siehst toll aus.

Findest du?

Danke!

Ich muss noch was erledigen.

Ich dachte, die Nonna kümmert sich um alles.

Du darfst die Braut nicht sehen. Das bringt Unglück. Komm!

Er muss noch zu Don Michele. Und du bleibst hier. Warte!

Paul meint, ich sollte Luca einfach mal fallen lassen.

Denn er weiß nicht, wie gut es ihm geht.

Hat Paul Kinder? Nein.

Dann sagt sich so was leicht.

Wie lange bist du eigentlich schon mit ihm zusammen?

Wie kommst du darauf?

Ich hab euch gesehen. Hä?

In deinem Haus sehen alle Türen gleich aus.

Ach ...

Seit sechs Jahren.

Wie? Und keiner weiß was davon?

Luca hing sehr an seinem Vater.

Er würde einen anderen Mann nie akzeptieren.

Bist du sicher? Ganz sicher.

Und jetzt?

Hm ... Da lang?

Ich habe das Thema Männer schon längst abgeschrieben.

Warum? Du siehst gut aus.

Ich? Wer will mich denn schon sehen?

Du könntest vielleicht ein bisschen mehr aus dir machen.

Nach der Scheidung hätte ich gerne jemand kennengelernt.

Aber jetzt ...

Wenn Fanny aus dem Haus ist, würde ich gerne mehr reisen.

Fanny ist aus dem Haus.

Lisbeth schluchzt.

Hey, was ist denn?

Manchmal fühle ich mich so alleine.

Ich fange schon an, mit mir selbst zu reden.

Irgendwann werde ich so eine verschrobene Alte sein,

die sich nur noch um sich selber dreht.

Das ist schlimmer als lebendig begraben.

Das ist Unsinn!

Du hast immer noch deinen Paul.

Ein Hund bellt.

Was ist das? Das ist ein Hund.

Der Hund bellt aggressiv.

Hau ab, du blöder Hund!

Weg!

Hau ab!

Hör auf zu bellen! Geh weg!

Ihre Schläge machen Lärm.

Hau ab!

So, jetzt geht's mir besser.

Ich kann das Kleid auch ausziehen, dann müssen Sie sich nicht bücken.

Ho finito.

Au!

Scusa!

Wo ist Luca? Er ist seit drei Stunden weg.

Der kommt ...

Große Liebe?

Ich will jetzt nur duschen und meine Beine ausstrecken.

Ah!

Was machen wir jetzt ohne Geld?

Ciao, piccolo!

Sai se c'è un albergo qua?

Was hast du gesagt?

Ob's hier ein Hotel gibt.

Hotel?

Sie will uns kein Zimmer geben.

Nee?

So, wie wir aussehen ...

Ach so.

Potrei fare una telefonata?

Noch 'ne Runde und der will abkassieren.

Hoffentlich kommt Marco bald.

Ist er eigentlich verheiratet?

Geschieden.

Er hat sich riesig gefreut,

als ich ihm gesagt habe, dass du mit ihm ausgehst. Was?

Einmal ausgehen! Er ist lustig.

Wirklich!

Siehst du das? So sieht die Wahrheit aus.

Die Hälfte plus 8.

Hä?

Wie alt schätzt du den?

60?

Und sie?

Mitte, Ende 30.

Ja, und ...

Stimmt! Die Hälfte plus 8.

Ja.

Darf ich kassieren?

Marco, das ist nicht witzig.

Ich weiß. Ich habe euch gewarnt.

Willst du was trinken?

Muss ich bezahlen? Auf jeden Fall.

Danke, dass Sie gekommen sind!

Ich habe ein Zimmer für euch gebucht.

Gut!

Ah! Ah!

Carla schnarcht leise.

Sie schnarcht weiter.

Marco!

Hallo!

Können Sie auch nicht schlafen?

Ich habe den Wagen gefunden. Wo?

Ich zeig's Ihnen.

Ja, das ist er.

Aber ich bin hier nicht zuständig.

Wir müssen die Polizei von hier rufen.

Das dauert zu lange. Wir können ihn doch einfach zurückstellen.

Ich bin Polizist.

Wissen Sie, wie man so was kurzschließt?

Natürlich, aber das geht so nicht.

Wir rufen meine Kollegen von der Sondereinheit. Lisbeth!

Lisbeth!

Dove vai?

Er flucht auf Italienisch.

Auf was habe ich mich eingelassen? Hören Sie auf zu meckern!

Meine Handtasche!

Und mein Handy!

Stimmen kommen näher.

È questa.

Sie unterhalten sich auf Italienisch über das Auto.

Dentro è okay.

Sie reden weiter auf Italienisch.

Sie lachen.

Juhu!

Die Autos hupen.

Hey, te cercando Luca?

Si, dov'è? A dentro.

Dai!

Was machst du da?

Ich ...

Wir haben ein bisschen gezockt. Hab die Jungs lang nicht gesehen.

Ich habe auf dich gewartet.

Ich habe heute Nacht fast 4.000 Euro gewonnen. Schau!

In Quebec kenne ich ein paar coole Leute.

Die können uns eine billige Wohnung verschaffen. Wieso Quebec?

Kanada ist nicht Italien und nicht Deutschland.

Da müssen wir beide neu anfangen. Ist gerecht.

Ich will nicht nach Quebec. Mir gefällt's in Italien.

Wir haben das doch geklärt. Du vielleicht für dich.

Willst du mich nur heiraten, weil dir Italien gefällt?

Ich dachte, dir gefällt die Idee mit Kanada.

Aber mit der Uni kannst du wieder von vorne anfangen.

Scheiß Jura habe ich geschmissen.

Was? Wann denn?

Schon vor ein paar Wochen.

Aber du warst die ganze Zeit dort.

Wo warst du die ganze Zeit?

Im Internetcafé.

Was glaubst du, woher das viele Geld ist?

Du hast die ganze Zeit gezockt? Mann, ich will hier weg!

In Quebec kann man billig leben. Wir kriegen das hin. Hey ...

Hauptsache, wir haben uns.

Du hast keine Ahnung, wie es ist,

jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen.

Geht's dir jetzt nur um die Kohle?

Nein, Luca. Ich will mich auf dich verlassen können.

Marco schnarcht leise.

Fanny, komm da raus!

Warum hast du mir das mit der Uni nicht erzählt?

Es ...

Ich dachte, du bist sauer.

Meine Mutter hat mich in das Studium reingedrängt.

Ich hab's gehasst.

Erklär das nicht mir! Ich bin nicht Carla.

Lass uns weggehen! Bitte!

Fanny, was soll das mit dem Einschließen?

Ich liebe dich.

Ich kann dir nicht mehr vertrauen, Luca.

Mann!

Mama!

Fanny, was ist denn los?

Fanny schluchzt.

Weinst du?

Du musst kommen. Ich bin in Frontone bei Lucas Oma.

Ja, ich komme.

Marco, wach mal auf!

Marco, ich muss gehen.

Lisbeth.

Wo warst du heute Nacht?

Und wo kommt das Auto her?

Später.

Was ist mit Marco?

Komm!

Moment mal!

Erzähl ich dir unterwegs.

Also ...

Luca?

Er ist weg.

Habt ihr euch getrennt?

Was ist denn passiert?

Wir haben uns gestritten, weil ich nicht mit nach Quebec wollte.

Wieso Quebec?

Quebec ist 6000 Kilometer weit weg von dir.

Du hast ihm keine Luft zum Atmen gelassen.

Komm, Mama, wir gehen!

Am besten zieht sie jetzt das Kleid aus.

Aus dem anderen Zimmer:

Ich hasse sie! Morgen fahren wir zurück nach München, ja?

Kannst du meine Sachen aus der Wohnung holen?

Warum? Ich kann nicht, verstehst du?

Da erinnert mich alles an Luca. Ich will keinen Tag länger bleiben.

Ich hasse diesen ganzen Mist hier!

Fanny heult.

Ich will nur noch nach Hause.

Also gut.

Hier hast du dich als Kind schon immer versteckt.

Ich habe den Brief von der Uni gefunden.

Ach, hast du dich mal wieder in meinem Zimmer umgesehen!

Tut mir leid!

Was? Das mit der Uni oder das du geschnüffelt hast?

Wir müssen reden. So geht das nicht weiter.

Ich wollte immer, dass du stolz auf mich bist.

Du wolltest, dass ich in Papas Fußstapfen trete,

aber ich kann das nicht.

Ich bin wahnsinnig stolz auf dich.

Sei doch nicht so naiv! Du weißt nichts von mir.

Ich habe dich angelogen.

Au!

Alles okay, Mama?

Gar nichts ist in Ordnung. Das ist alles Mist, Fanny!

Du hast alles dafür getan, um nach Italien zu können.

Du hast Italienisch gelernt, damit du das Stipendium kriegst.

Und jetzt willst du alles hinschmeißen?

Ich dachte, du freust dich, wenn ich wieder zurückkomme.

Komm mal her!

Fanny, du bist meine Tochter, und ich liebe dich über alles.

Aber als Mitbewohnerin wirst du mir langsam zu anstrengend.

Wenn ich mir vorstelle,

dass in meinem Bad auch so eine lustige Kondom-Dose steht ...

Die hab ich schon ewig. Die stand in meinem Zimmer.

Das meine ich. So genau will ich das nicht wissen.

Du bist so uncool!

Was ist daran uncool?

Mama, wohin willst du?

Da müsst ihr jetzt alleine durch.

Nonna hat dem Pfarrer vorsichts- halber noch nicht abgesagt.

Mit dem Heiraten haben es die beiden nicht mehr so eilig.

Und? Was hast du jetzt vor?

Mal sehen.

Bleib noch ein paar Tage! Du kannst bei mir wohnen.

Lieber nicht.

Die zwei Tage mit dir haben mir gereicht.

Bin ich wirklich so schlimm?

Viel schlimmer.

Na warte!

Nonnas Heiligtum!

Lisbeth!

Vieni, subito!

Komm mal, bitte!

Die Polizei ist unten für dich.

Na komm!

Marco!

Warum hast du mich nicht geweckt?

Das habe ich versucht.

Weißt du, wie ich mich gefühlt habe?

Allein im Bett, nach dieser Nacht?

Glaub bloß nicht, dass du irgendwelche Ansprüche hast,

nur weil wir ein bisschen Spaß hatten.

Spaß?

Ich habe mich verliebt.

Mama, habe ich was verpasst?

Und du regst dich über meine lustige Dose auf?

Ich möchte sie nur nicht in meiner Wohnung haben.

Was ist das für eine Dose?

Au! Jetzt fängst du auch damit an.

Paul, was machst du denn hier?

Die Polizei hat mich ange- rufen wegen meinem Cabrio.

Ach so!

Ich verstehe das nicht. Setz dich!

Luca, ähm ...

Ich muss dir was sagen.

Es liegt mir schon lang auf der Seele.

Es gibt einen neuen Mann in meinem Leben.

Ich hab's nicht fertiggebracht, es dir zu sagen, wegen Papa.

Habt ihr Schluss gemacht?

Du weißt das mit uns?

Natürlich! Schon lange.

Prost!

Ciao!

Tschüs!

Ob das gut geht? Nicht unser Problem.

Wenigstens ist Quebec vom Tisch.

Und jetzt?

Fahren wir ins kleine Hotel! Es war doch lustig dort.

Damit sie uns wieder das Auto klauen?

Oder woanders hin.

Und was ist mit Marco? Das hat Zeit.

Na los, ich fahre!

Jetzt komm mal in die Gänge!

Ja, ist ja gut!

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