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Großmutter.
Mir ist bange.
Ach, mein Schatz, komm in meine Arme.
Hach. Wollen wir uns die tanzenden Schneeflocken ansehen?
Du musst doch keine Angst haben.
Sieh nur, wie die großen weißen Bienen ausschwärmen.
Haben die Flocken auch eine Königin, wie echte Bienen?
Das haben sie tatsächlich,
und sie ist mit Abstand die größte von allen.
Wie groß ist sie? - Oh, sie ist unglaublich groß.
Und auch recht furchteinflößend.
Sie bleibt nie ruhig
und fliegt mit ihrer glitzernden Krone
immer wieder hinauf in die dunkle Wolke.
Aber wo ist sie? Ich sehe sie gar nicht.
Die Schneekönigin versteckt sich
zwischen den wirbelnden Flocken.
Oder sie ist im Palast und sitzt auf ihrem Thron,
der nur aus Schnee und Eis besteht.
Ganz im Norden Norwegens,
in der Nähe des Nordpols.
Ja, und manchmal fliegt sie vorbei und haucht an unsere Fenster.
Und durch ihren eisigen Atem gefriert es an den Fenstern.
Und es sieht aus wie Blumen, mit Spitzen verziert.
Die Schneekönigin.
So leid es mir tut, du musst dich beeilen, Liebes.
Die Schule wartet nicht auf dich.
Aber Großmutter, Kay ist noch gar nicht da.
Tja, dann gehst du wohl heute allein.
Und deine Mutter wartet unten auf dich.
- Oh ja, hatte ich vergessen. - Gerda!
Das wird bestimmt ein großes Fest dieses Jahr.
Ich grüße Sie. - Wie schön, Sie zu sehen.
Darf es noch etwas Gebäck für Sie sein?
Ich habe Hunger. Du auch? Dann lass uns etwas holen. - Da.
Ich hätte gerne zwei davon. - Sehr gerne.
Danke.
Sieh nur, Mami. - Oh, die sind wunderschön.
Die neuesten Nachrichten!
Lesen Sie alles über die verheerenden Folgen
des großen Schneesturms!
Wow. Was für Stiefel.
Komm schon, Gerda.
Was stehst du da? Ich komme zu spät zur Arbeit.
Ich komme!
Bis nachher.
Buh!
Kay. Was machst du denn hier?
Ich habe hier auf dich gewartet. Ich bin durch die Hintertür rein.
Oh. - Im Dezember ist die Stadt immer so dunkel.
Und langweilig.
Ich würde einfach alles geben für ein Abenteuer.
Wie schön.
Nun ist es schon viel besser.
Mit einem Hundeschlitten durch den Schneesturm rasen ...
Wie würdest du das finden?
Das wäre sicher sehr aufregend, Kay.
Das ist ein Kompass.
Seine Nadel zeigt immer nach Norden.
Damit verliert man nie die Orientierung.
Sei vorsichtig, Kay. Nicht dass was kaputt geht.
Wo liegt Kathmandu, Sansibar oder Madagaskar?
Wir könnten gemeinsam entdecken, was noch niemand gesehen hat.
Aber bei uns in Kopenhagen ist es doch schön.
Hier habe ich alles, was ich liebe.
Meine Familie, mein Zuhause.
Die Schule, meine Freunde.
Und meine Nachbarn.
Ostgrönland!
Guten Morgen, Herr Ditlefsen.
Oh. Hallo, Gerda. Du bist auch hier?
Das ist ein großer Eisbär, was?
Den hat mein Großvater selbst erlegt,
oben im Norden auf Spitzbergen.
Ich weiß, wo das liegt. - Da ist es so kalt, da gefriert alles.
Sogar der Bart kann abbrechen wie ein Eiszapfen.
Deshalb reise nie ohne die richtige Ausrüstung in den Norden.
Die Worte meines Großvaters. Und er hatte vollkommen recht.
Du brauchst gute Stiefel, eine warme Mütze
und viel dicke Wollunterwäsche.
Die Schule fängt an.
Wiedersehen, Herr Ditlefsen. - Wiedersehen.
Zeig mir doch, was du schnitzt.
Du weißt, ich kann Geheimnisse für mich behalten.
Ist es ein Weihnachtsgeschenk?
Kann schon sein. Aber das kann ich dir nicht verraten. Noch nicht.
Hast du irgendwann auch mal genug von dieser Spieluhr?
Nein.
Kay, ich muss noch mal kurz weg.
Auf dem Ofen steht Labskaus für dich.
Ist gut, Vater, danke.
Wir sehen uns später. - Alles klar.
Oh, Vater!
Ob er was dagegen hat,
wenn ich mein Geschenk schon etwas früher ausprobiere?
Ah, Ariel.
Du siehst besorgt aus. Was bedrückt dich?
Ich mache mir etwas Sorgen um die kleine Lily.
Lily? - Klein, Sommersprossen ...
Sie müsste ungefähr sieben Jahre sein.
Ah, ja, die Lily.
Und?
Nun, in meinen Augen ist sie noch ...
Sie ist noch zu erdverbunden.
Sie strengt sich zwar an,
aber wir könnten sie doch zum Schutzengel berufen.
Wenn sie die Verantwortung für jemand anderen tragen müsste ...
Dann würde sie daran reifen und wachsen.
Ja, ja.
Diese Gerda, die mir da vorschwebt,
gehört in Dänemark zu den allerbravsten Kindern.
Das müsste für unsere Lily doch ein Leichtes sein.
Für einen Schutzengel-Neuling wäre das in meinen Augen
genau die richtige Aufgabe.
Ups.
Es ist alles gut, kleine Lily.
Hier ist niemand böse auf dich. - Oh.
Da unten gibt es ein Mädchen,
das sich bald auf eine lange, gefährliche Reise begeben wird.
Und dabei braucht sie Hilfe.
Ja, von uns!
Deshalb würden wir dich runterschicken,
damit du auf sie aufpasst.
Dann wirst du ihr ganz persönlicher Schutzengel.
Wäre das schön?
Dann darf ich da unten einfach so rumfliegen?
Und wenn du deine Sache gut machst
und deinen Schützling, das Mädchen Gerda,
vor allen Gefahren und Bösem beschützt,
gibt es einen Heiligenschein.
Ich bekomme einen echten Heiligenschein? Echt jetzt?
Das bedeutet ja, dass ich dann auch ein richtiger Engel bin!
Oh, autsch.
Nur wenn du Verantwortung zeigst.
Und dich auf deine Aufgabe konzentrierst.
Und auch keinen Unsinn machst ... - Das mache ich.
Ich meine, nicht.
Wann geht es los? - Du fängst sofort an, meine Liebe.
Viel Glück und vergiss nicht:
Sie darf dich nicht sehen oder ahnen, dass es dich gibt.
Hm.
Somit helfen wir auch dem armen Jungen,
den diese fröhliche Reise in die Dunkelheit führt.
- Da hast du recht. - Ja!
Hm.
Und schon geht es los.
Wenn Gerda hört, dass ich einfach so mitfahren durfte ...
Oh! Das war wohl nichts.
Oh!
Oh. Wer ist das?
Ja.
Na endlich haben wir jemanden.
Und der ist doch gar nicht verkehrt.
Ich habe schon viel zu viel Zeit vergeudet.
Nun muss ich mich sputen. Wer zu spät kommt, verliert.
Oh.
Das war doch der kleine Kay vom Tischler.
Schneller, schneller!
'tschuldigung, sch, sch.
Hm?
Ähm ...
Ich habe doch gerade irgendwas gehört.
Hm ...
Warum versteckst du dich da unten, Mats?
Hallo, Mutter.
Wo ist Gerda? - Die liegt im Bett.
So früh?
Ja, sie hat gestern Nacht zu wenig geschlafen.
Oh ja, der Schneesturm ... Das verstehe ich.
Aber es ist ganz gut, dass sie schon im Bett ist.
Ich möchte nicht, dass sie das hier schon vor Heiligabend sieht.
Oh, du liebes bisschen.
Die sind ja wunderschön.
Oh? Schnee-Bienen?
Mist!
Der Schlitten hängt fest!
Oh! Ach, wäre ich doch bloß zu Hause bei meinem Vater geblieben.
Kay. Wo steckst du, mein Junge?
Oh, dieser kleine Frechdachs.
Tja, so sind sie, die Jungs.
Was soll ich sagen?
Bitte, ich will doch bloß nach Hause.
Nach Hause ...
Braver Junge.
Wie nett und gutaussehend du bist.
Und ganz bestimmt bist du auch noch schlau.
Ich kann Mathe.
Ich rechne Brüche sogar im Kopf.
Und ich habe sogar das kleine
und große Einmaleins auswendig gelernt.
Oh, ein Rechenkünstler, das klingt toll.
Louie!
Hm?
Louie!
Bring mir meine Kristallkugel, du hässlicher Grimmling.
Louie!
Louie!
Hallihallo, hier bin ich.
Alles im grünen Bereich! - Oh!
Autsch!
Wie kann man sich als Lehrling nur so dumm anstellen?
Du machst aus meinem Palast noch einen Trümmerhaufen!
Und sieh nur, der Mond strahlt schon nicht mehr so hell!
Das ist die ehrwürdige Stunde der Wintersonnenwende!
Und sie neigt sich dem Ende zu!
Ist das schon heute? Ich dachte ... - Du dachtest, du dachtest.
Ich verrate dir was: Du hast falsch gedacht!
Du hast hier gar nichts vorbereitet!
Kein Feuer, kein Topf zum Brauen, kein Messer?
Du hast die uralte Kraft der Wintersonnenwende
vorbeiziehen lassen, ohne dass ein Ahnungsloser wie er ...
Oh, ah. Mein süßer Junge.
Wo sind nur meine Man...?
Oh, also ...
So heißt man doch keinen Gast
in meinem wunderschönen Palast willkommen.
Komm mit, mein Schatz. Ich führe dich rum.
Wo bin ich?
Oh.
Sieh mal, was ich hier Schönes für dich habe.
Willkommensgeschenke für meinen Rechenkünstler.
Oh, neue Schlittschuhe?
Danke.
Das ist ja toll. - Und ein Puzzle.
Du kannst die Teile gern zusammensetzen.
Ich liebe Puzzles.
Hm.
Äh ... - Und was hast du die ganze Zeit gemacht?
Deinen Pflichten als mein Lehrling
bist du eindeutig nicht nachgekommen.
Du wirst dich bessern müssen.
Reiß dich am Riemen, Freundchen.
Das war sehr dumm von mir, Sie haben recht.
Das tut mir sehr, sehr leid, Madame.
Wegen eines gewissen Lehrlings
habe ich dieses Jahr die Wintersonnenwende verpasst.
Diese ehrwürdige magische Stunde.
Jetzt muss ein weiteres Jahr vergehen,
ehe die Kräfte der Wintersonnenwende erneut erwachen.
Und erst dann wird mein Trank seine Magie entfalten.
Du solltest dich freuen, dass ich dich nicht feuere!
Du nichtsnutziger Tölpel! - Nein, dann friere ich lieber.
Du hast Glück, dass die Vorräte vom letzten Jahr
nicht aufgebraucht wurden.
Sie brauchen den da für Ihren Trank, oder?
Für diesen Trank, durch den Sie angeblich
für immer und ewig weiterleben.
Und durch den ich auch für ewig jung bleiben werde. Ganz richtig.
Tja, immerhin habe ich jetzt diesen neuen Jungen.
Von daher ...
Die nächsten Jahre Jugend und Schönheit sind für Sie gesichert.
Sie haben überall nach ihm gesucht.
Das haben wir alle, mein Lieber.
Aber bisher war die große Suche leider vergebens.
Es tut mir so leid.
Der Junge kann sich doch nicht einfach in Luft aufgelöst haben.
Alles was ich finden konnte,
war der zerbrochene Schlitten, der unten am Fluss lag.
Und sein Handschuh.
Aber wir müssen tapfer sein
und dürfen die Hoffnung nicht aufgeben.
Wenn ich nur an das eiskalte Wasser denke.
Unser kleiner Kay möge jetzt an einem besseren Ort sein,
wo es keinerlei Leid gibt.
Mein armer kleiner Junge scheint fort für immer.
Nein.
Nein. Kay ist noch am Leben, da bin ich mir sicher.
Sicher? - Vielleicht hat ihn jemand angesprochen und entführt.
Was wäre, wenn ...
die Schneekönigin ihn entführt hätte?
Sie war hier in der Stadt,
eine Nacht, bevor er verschwunden ist.
Ich habe sie selbst gesehen.
Deine blühende Fantasie bringt ihn uns auch nicht zurück, Gerda.
Komm schon, Gerda, zieh dich an.
Ich werde hierbleiben.
Du gehst nicht in die Kirche? Warum nicht?
Du wolltest doch allen deine prächtigen neuen Stiefel zeigen.
Hier, sieh nur. Hast du schon mal was Schöneres gesehen?
- Ich fühle mich aber nicht gut. - Ach, komm schon, Hilma.
Wenn das Kind sagt, dass es sich nicht gut fühlt ...
Na gut. Es ist, wie es ist.
Von einem fröhlichen Julfest sind wir weit entfernt.
Oh!
"Reise nie ohne die richtige Ausrüstung in den Norden.
Du brauchst gute Stiefel, eine warme Mütze
und viel dicke Wollunterwäsche."
Dicke Wolle ist es.
Aber leider nicht meine Größe.
Für jeden Tag einen Apfel reicht der Platz nicht,
aber einen packe ich ein.
Oh, das darf ich nicht.
Mama hat gesagt: "Gerda, Finger weg von der Keksdose."
"Und steck immer eine Krone ein",
das sind Großmutters Worte.
Hm.
"Für den lieben Kay von Gerda."
"Liebe Mama und Großmutter,
ich weiß, ihr glaubt, Kay wäre im Fluss ertrunken.
Aber ich spüre es ganz fest,
dass er noch am Leben ist,
und ich werde ihn finden.
Habt keine Angst um mich.
Ich habe euch beide lieb.
Gerda."
Du musst bleiben. Kümmer dich gut um Mama und Großmutter, Mats.
Sobald ich Kay gefunden habe, komme ich mit ihm wieder zurück.
Er möchte auch gern nach Hause kommen.
Aber aus irgendeinem Grund schafft er das alleine nicht.
Hoffentlich machen sie sich nicht zu große Sorgen.
Aber ich weiß einfach, dass ich das machen muss.
Und dass mir nichts passieren kann.
♪ Die Welt ist ohne Licht
Die Schatten lang seit jener Nacht
Und doch verzag ich nicht
Weil hell ein Stern Mir Hoffnung macht
Ist auch der Fluss So schwarz und kalt
Fließt auch sein Strom So wild und stark
Glaube ich doch ganz fest daran
Dass ich schon bald Dich finden kann
Ich flehe das eisgefrorene Land
Und auch Die schneebedeckten Berge an
Dass sie mir ihre Kraft gewähren
Damit ich dich Bald wiederfinden kann
Gib mir den Mut für meinen Weg
Dass ich ihn ohne Zweifel gehe
Mein Herz Erträumt sich dein Gesicht
Auf dass ich es Bald wiedersehe ... ♪
Was mache ich denn jetzt?
♪ Ich weiß, ich habe das Vertrauen
In meinen Weg zu dir Und dann
Glaube ich ganz fest
Ganz fest daran
Dass ich schon bald Dich finden kann. ♪
Mit diesem Boot hier kann ich es weit schaffen.
Es dauert nicht lange, dann hole ich Kay ein.
Nun leg den Brief aus der Hand, Hilma, Liebes.
Du sitzt schon seit Stunden so da.
Sie hat bestimmt auf einem Bauernhof ein Bettchen gefunden,
und morgen steht sie wieder vor der Tür.
Das würde ich nur zu gern glauben. Erst Kay ...
Und nun auch noch Gerda.
Ach, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie weit kommen wird.
Sie war bisher noch nie außerhalb der Stadttore.
Aber sie kann so was von stur sein,
wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat.
Sie hat doch von der Welt da draußen gar keine Vorstellung.
Oh, das kommt bei dieser Kälte gerade recht.
Da können wir uns ausruhen und aufwärmen.
Du bist aber eine prächtige Gans.
Ups, entschuldige. Du bist ein Er.
Ein Gänserich.
Und du bist derjenige, der hier das Sagen hat.
Hast du auch einen Namen?
Dann nenne ich dich jetzt Hans.
Einverstanden?
Na, mein Großer. Was haben wir denn da?
Ach du meine Güte.
Da haben wir doch das reizende kleine Mädchen,
auf das ich schon immer gewartet habe.
Guten Morgen. Mein Name ist Gerda Amelia Olesen.
Sieh gut hin, Schätzchen.
Denn ich zeige dir jetzt, was deine nette Tante Amanda kann.
Oh. Zauberei.
Oh, was sind das für wunderschöne Rosen?
Sie erinnern mich an die hübschen Winterrosen zu Hause.
Wissen Sie, mein Freund Kay, der liebt diese Spätblüherrosen.
Aber eines Tages war er auf einmal verschwunden.
Aber ich werde ihn wiederfinden, wo immer er auch sein mag.
Auf Wiedersehen, Tante Amanda. Ich muss leider weitersuchen.
Natürlich, Schätzchen, das verstehe ich.
Aber wäre es nicht vernünftiger,
dass du bis morgen wartest und dich erst einmal ausruhst?
Ich hätte sogar heiße Schokolade für dich.
Oh!
Oh!
Das ging ja leicht.
Dieses törichte Kind läuft bis ans Ende der Welt,
um einen verschwundenen Freund zu finden.
Noch mehr Rosen? Lieber nicht.
Ich will die Kleine ja nicht zu sehr an ihren Freund erinnern.
Wie wäre es mit ein paar kleinen Leckereien
zu deiner heißen Schokolade?
Und schon sind sie da.
Mmh.
Mmh, mmh.
Hm? Mhm.
Mmh. Mmh.
Oh.
Oh ...
Oh.
Mmh.
Oh, lecker.
Hach.
Mmh.
Nun habe ich jemanden, der sich um mich kümmert,
wenn ich mein zweites Jahrhundert beginne.
Oh.
Meine Familie, meine Freunde, alle hinfort.
Mein Freund, hinfort.
Woher ich komme, verweht im Wind.
Wohin ich gehe, verloren im Nebel.
Ich lebe hier und jetzt,
und alles andere hinfort.
Hinfort.
Hinfort.
Wo bin ich?
Wie komme ich hierher?
Oh, und diesen prächtigen Gänserich mit dem roten Halstuch,
den habe ich doch schon mal irgendwo gesehen.
Nach der langen Zeit kann ich Ihnen leider keine Hoffnung mehr machen,
Herr Tischler, und außerdem gibt es auch Beweise.
Man hat den Schlitten unten am Fluss gefunden.
Und weil er auch stark demoliert war,
müssen wir davon ausgehen, dass es einen Unfall gab.
Nicht weinen, Frau Olesen.
Nach Ihrem Mädchen wird auch weiterhin gesucht.
Es tut uns aufrichtig leid, Herr Tischler.
Oh nein.
Oh.
Louie!
Louie!
Nicht doch.
Falten.
Was mache ich jetzt nur?
Leer? Die sind alle leer.
Ah, na endlich.
Hm.
Jo, ho, ho.
Oh.
Mir geht es gut.
Hm.
Sollten wir den da nicht lieber anketten, oder so was?
Du bist so lustig.
Warum sollte er weglaufen wollen?
Er war doch bisher ganz lieb und zutraulich.
Und außerdem, er durfte schon seinen ersten Kuss genießen.
Tja, Ihrem Zauber kann man schwer widerstehen.
Und wo sollte er überhaupt hin? Er ist ja bereits am Ende der Welt.
Hauptsache, er hat was zum Puzzeln
oder eine Matheaufgabe mit Formeln und Zahlen.
Ganz genau, es gibt genug Puzzle,
um ihn so lange zu beschäftigen, bis ...
Aber ...
Was ist denn mit diesem anderen Puzzle?
Sie haben doch immer gesagt, das müssen Sie erst lösen.
Bevor Sie ihn brauchen, für den ...
Ach, ja, mein uraltes Puzzle.
Erst wenn es wirklich vollendet wurde,
wissen wir, wer die wahre Königin ist.
Aber bisher war keiner der Jünglinge
in der Lage, das Puzzle zu lösen.
Von daher soll sich unser Neuankömmling
erst mal an einem leichten Puzzle ausprobieren.
Vielleicht habe ich diesmal Glück. Er ist Mathematiker.
Er kennt sich mit den verschiedensten Formen
und Geometrie aus.
Er hat bereits jede Menge Puzzle gelöst.
Wer die wahre Königin ist?
Ich habe die Nase voll von diesem Gerede.
Dieses eisige Königreich erfüllt nun wirklich nicht
all meine Sehnsüchte.
Ich will, dass es mächtiger wird.
Mein Reich soll keine Grenzen mehr kennen.
Ich kann mich schon sehen. Die wahre Königin.
Reich und berühmt mit ewiger Jugend.
Und die allerschönste Frau, die es da unten gibt.
Ho. Hu.
Ha. Hu. - Hu-Hu-Hu.
Ich muss mich fit halten und trainieren.
Wir können uns hier nicht auf die faule Haut legen.
Wir haben eine wichtige Aufgabe.
Eine Aufgabe?
Ah, jetzt verstehe ich.
Wir haben hier nur gewartet, bis der Schnee und der Frost
verschwunden sind.
Damit Gerda auf der Suche nach ihrem Freund kein Nichts passiert.
Niemand weiß, wohin er verschwunden ist.
Aber Gerda wird ihn finden.
Nein, danke. Ich mag lieber was Süßes.
Bah. Ah, ah.
Ich habe hier im letzten Winter was Komisches mitbekommen.
Ich hatte das Gefühl, da stimmt was nicht.
Ein Junge, blau vor Kälte.
Zusammen mit einer weißen Dame.
In so einem fliegenden Teil. - Das war bestimmt Kay.
Wohin sind sie geflogen? - Hm. Nach Norden?
Gut, ich muss diesen Zauber brechen,
damit Gerda wieder Gerda wird.
Aber wie?
Das mit den Kirchenglocken ist immer ein guter Trick, aber ...
Manchmal können Gerüche oder Klänge einen Zauber brechen.
Manchmal reicht schon eine schöne Erinnerung.
Eine schöne Erinnerung?
Ich danke dir, Eule!
Hm?
Die Wäsche habe ich fertig.
Hm, eigenartig.
Wollte mir der Hut hier gerade auf den Kopf fliegen?
Oh, gelbe Rosen.
Die haben wir doch auch bei uns zu Hause.
Kay!
Ja, ich muss Kay finden.
Wie...? Wie lange bin ich schon hier?
Ich glaube, es war Winter, als ich hierherkam.
Und jetzt? Jetzt haben wir schon Frühling.
Ich darf keine Minute vertrödeln.
Oh, Miezekätzchen. Was mache ich nur?
Amanda lässt mich doch nicht freiwillig gehen.
Das ist mein Geschenk für Kay, wenn ich ihn finde.
Er fand immer, dass mein alter Vogel was Besonderes war.
Uh.
Ah!
Hm.
Ups. Ah!
Oh nein! Hilfe!
Oh. Oh nein.
Entschuldige, das wollte ich nicht. Bitte, Hilfe!
Aporto!
Nein, oh nein!
Wie soll ich Kay denn jetzt jemals finden?
Ich bin ja nicht größer als eine Puppe!
Hilfe!
Hilfe! Helft mir!
Hilf mir! Ein Monster ist hinter mir her!
Vielen Dank, Hans, dass du mich gerettet hast.
Was? Hä?
Wo willst du hin, Mädchen? Hier wartet noch ganz viel Arbeit.
Ja!
Die wilden Gänse fliegen wohl in Richtung Norden.
Im Sommer fliegen alle Zugvögel nach Norden.
Habe ich recht?
Dann geht meine Reise also wohl hoch in den hohen Norden.
Nach ... Nach ... Norwegen!
Oder sogar zum Nordpol, damit ich Kay finde.
Großmutter hat immer von dem Palast der Schneekönigin erzählt.
Und ich bin mir sehr sicher, dass sie Kay entführt hat.
Oh, bitte, Hans, du fliegst mich zu ihm, ja?
Wir fliegen in den Norden!
Ich werde dich finden, Kay!
Irgendwas darf ich auf keinen Fall vergessen.
Wenn ich nur wüsste, was das war.
Was?
Jemand ist auf der Suche nach dir?
Nein! Dass sie dich hier finden, ist ausgeschlossen!
Aber ... ich gehe lieber auf Nummer sicher.
Nein, mein Schätzchen.
Jetzt gibt es erst mal keine Küsschen mehr.
Würde ich dich zum dritten Mal küssen, würdest du daran sterben.
Und das wollen wir auf keinen Fall, oder?
Zumindest noch nicht.
Du beschäftigst dich mal schön weiter mit diesen Puzzlen.
Und schon bald wirst du dann das Puzzle der Puzzle lösen.
Louie!
Louie!
Her mit meiner Kristallkugel!
Louie!
Stets zu Ihren Diensten, Madame.
Wenn deine Herrin nach dir ruft, hast du sofort zu erscheinen, klar?
Dann wollen wir doch mal sehen, was da unten so vor sich geht.
Also, Kristallkugel, zeig mir, was du kannst.
Was?
Äh ...
Irgendwas ist faul im Staate Dänemark.
Komm schon, Louie!
Finde für mich heraus, was da Verdächtiges vor sich geht.
Hm?
Hm.
Hey!
Wage es nicht, Gerda wehzutun, du Grimmling!
Oh ... Oh, Kirchenglocken.
Ja, die könnten mir jetzt helfen.
Ha!
Oh, Hans!
Die Glocken läuten. Der Zauber lässt nach!
Hans! Wir stürzen ab! Hans!
Oh.
Bin wieder groß.
Hans?
Oh. Er fliegt wieder zurück.
Ja, das war klar.
Jetzt bin ich ja zu schwer für ihn.
Da ich jetzt wieder groß bin,
müsste es doch möglich sein, dass ich Kay alleine finde.
Eigentlich muss ich nur über das Meer,
rüber nach Schweden,
und dann geht es direkt weiter nach Norden.
Ich ... Ich werde das schaffen.
Das ... Das kann ja nicht so schwer sein.
Oh.
Oh. Ein Kompass!
"Seine Nadel zeigt immer nach Norden,
und damit verliert man nie die Orientierung.
Ich werde am besten Großmutters Krone hierlassen,
falls jemand wütend ist, weil du weg bist, weißt du?
Wie soll ich dich nennen, Pferdchen?
Ich nenne dich nach meinem Cousin, Gustav.
Wäre dir das recht, Gustav?
Gut.
Ah. Wie lecker.
Und es macht sogar satt.
Wie fleißig die Bienchen sind.
Und ich liege hier müde im Gras.
Dabei habe ich gar nichts gemacht außer ein paar Beeren zu pflücken.
Und? Gibt es Neuigkeiten?
Es gibt anscheinend ein Mädchen namens Gerda.
Und die hat sich in ihr dummes Köpfchen gesetzt,
dass sie den da finden will. - Da kann sie lange suchen.
Sie sollten wissen, dass ein geflügeltes weißes Himmelswesen
bei ihr ist und sie auf ihrem Flug beschützt.
Wieso mischen die sich in meine Angelegenheiten ein?
Sagtest du grad Flug?
Seit wann können denn Mädchen aus Kopenhagen fliegen?
Nicht sie.
Bah.
Gerda ist geschrumpft und fliegt auf dem Rücken
eines Gänserichs Richtung Schweden.
Na ja, Flug. Die müssten inzwischen eigentlich da sein.
Die Kleine räume ich aus dem Weg.
Ich brauche bloß einen Gegenstand, der ihr gehört.
Irgendwas, was mit ihrer warmen Haut in Berührung war.
Aber ... Oh. - Ah!
Beeil dich! Und sieh zu, dass du ihr nicht wehtust.
Ich werde mich auf angemessene Weise um sie kümmern.
Da habe ich meine Methoden. Die kann was erleben.
Oh, ein kleines Rehkitz.
Keine Angst, ich bin ein friedliches Mädchen,
das ganz allein im Wald unterwegs ist.
Oh.
Auf der anderen Seite geht es weiter Richtung Norden.
Also müssen wir leider da rüber.
Uns wird nichts passieren, Gustav.
Wir werden das schaffen.
So wackelig wird die Brücke schon nicht sein, oder?
Das kann nicht so gefährlich sein.
Hm? Äh ...
Vorsicht.
Pass schön auf.
Meine Kette! Ich habe meine Kette verloren!
Ha!
Hm.
Ganz ruhig, Gustav.
Braver Junge. Wir haben es gleich geschafft.
Du hast es geschafft, Gustav.
Gut gemacht.
Du bist das mutigste Pferd auf der Welt.
Oh. - Ich danke dir hunderttausendmal.
- Oh? - Ups.
Oh. Warum haben Sie das gemacht?
Vergiss dieses Puzzle.
Ich habe hier was Neues für dich.
Dieses besondere Puzzle ist ein altes Familienerbstück.
In diesem magischen Puzzle
schlummert eine noch mächtigere Weissagung.
Eine Weissagung?
"Nur wenn sich die Gedanken vereinen,
begegnen wir dem Geheimnis in den Scherben des Puzzles,
dem wir nie begegnen können.
Dann endlich wird der aus Frost und Zeit gewebte Vorhang fallen,
und wir werden die wahre Gestalt der Königin sehen können."
Begreifst du das nicht? Es geht um meine wahre Gestalt.
In dieser Weissagung geht es um mich, um meine Bestimmung.
Sobald du die Scherben des Puzzles zusammengesetzt hast,
wird sich die Weissagung endlich erfüllen.
Alle werden meine Macht spüren
und meine ewige Jugend, meine Schönheit sehen.
Endlich wird die Welt meine wahre Gestalt erkennen.
Ich will wieder nach Hause. - Ja, das darfst du auch bald.
Deine Zeit hier ist so gut wie abgelaufen, Schätzchen.
Du hast dich beim Puzzlen bisher gar nicht schlecht angestellt.
Und deshalb wird dieses magische Puzzle
jetzt dein Meisterstück werden.
Du musst nur das magische Wort rausfinden.
Nur ein kleines Wort. Mehr will ich gar nicht.
Und wenn du dieses Rätsel gelöst hast,
darfst du wieder nach Hause gehen.
Träum weiter.
Aber falls du es nicht schaffst,
gebe ich dir deinen dritten Kuss.
Und dann wird ein Teil von dir
zu einem Teil von mir.
Oh.
Frühstück, meine Lieben.
Was ist los, ihr Faulpelze?
Oh.
Ja!
Ja, ich weiß, Gustav. Wir dürfen ...
Wir dürfen nicht aufgeben.
Möchtest du auch ein Stückchen Apfel?
Wo hast du gesteckt, du treuloser Diener?
Ich hatte zu tun, habe was besorgt.
Ja, sehen Sie sich das gut an.
Gerdas Herzkette?
War das nicht das, was Sie wollten?
Ach, also bitte, alles hat seinen Preis.
Ah, dann nenn ihn mir.
Hm ...
Oder ich schenke sie Ihnen erst mal.
Sieh nur.
Sie fliegen wieder nach Süden, Gustav.
Nach Afrika, oder wo auch immer sie den Winter verbringen.
Oh, warte mal, dann haben wir ja bald Winter.
Ist das heute wieder einer dieser Tage?
An denen ich grübele? Meinst du das?
Ja, das mag sein.
Und du?
Fehlt sie dir denn gar nicht? - Hilma, mein Schatz.
Du weißt doch nur zu gut,
dass ich meine kleine Gerda jeden Tag vermisse.
Aber ich weiß, dass sie bald wieder da sein wird.
Ja, natürlich. Bis Weihnachten ist sie wieder da.
Ja, genau. Das ist genau das, was ich auch ...
Du hast auch gedacht, sie kehre nach einer Woche zurück,
nach einem Monat, dann bis Ostern, zum Mai-Feiertag, bis Mittsommer,
bis zur Erntezeit, dann bis zum Geburtstag der Königin.
Und jetzt willst du mir ernsthaft erzählen,
dass sie bis Weihnachten wieder hier sein wird?
Mutter. Wie kann man so naiv sein?
Du machst dir was vor, und das verärgert mich.
Ich mache mir nichts vor, Hilma.
Ich glaube an sie.
Und das, mein liebes Kind, ist ein großer Unterschied.
Was?
Wo habe ich nur meine Gedanken?
Du musst doch lernen, wie das geht.
Du wirst die Farbe des aufsteigenden Rauchs überwachen.
Warte, bis der Rauch schwefelgelb ist.
Ich habe gesagt schwefelgelb, du armseliger Trottel!
Und wie soll ich das unterscheiden? Ich bin farbenblind.
Oh!
Hm, du wirst dich noch wundern,
du dummes, neugieriges Kind.
Hm?
Oh!
Warte! Hey!
Halt, warte!
Ho!
Hey, hey!
Nicht so schnell, ruhig.
Ho, halt an, komm schon.
Ist ja gut, halt an.
Hier, bitte, Finnmarja. Ich hoffe, das reicht.
Danke, mein lieber Sampo. Das dürfte genügen.
Mögen die Herzen sich finden.
Mögen die Herzen zusammenkommen.
Mögen sie sich finden.
Die Herzen, mögen sie sich finden.
Mögen sie sich finden.
Mögen sie sich finden.
Jetzt dauert es nur noch ein paar Sekündchen,
und dann war es das mit dir, du neugieriges Mädchen.
Und deine schöne, junge, makellose Haut
zerschrumpelt zu Asche!
Kay!
Wo ist Kay?
Oh. Es hat nicht funktioniert.
Sehr gut, nur noch ein paar Löffelchen, Liebes.
Danke.
Jetzt wird alles gut werden.
Oh. - Dein Vogel.
Er lag neben dir auf dem Boden.
Das da ist meins.
Hm. Der Hirsch da drüben.
Sein Name ist Svante.
Na komm, du musst keine Angst haben.
Mach einfach so.
Sieh nur. Geht da die Sonne unter?
Nein, die Sonne sehen wir erst in ein paar Monaten wieder.
Jetzt ist die dunkle Jahreszeit, weißt du?
Fremden fällt es manchmal sehr schwer,
die Gefahren richtig einzuschätzen, die hier im Winter überall lauern.
Irgendwo da draußen könnte jemand sein.
Ja, jemand, der richtig böse ist.
Oh, du sprichst von der Schneekönigin.
Die Alten von uns sagen, dass sie eine furchtbare böse Hexe ist.
Die grässlichste von allen. - Aber ...
Aber so gefährlich kann sie nun auch nicht sein.
Ich setze trotzdem meine Reise zum Palast der Schneekönigin fort.
Ich muss doch Kay finden.
Das wirst du nicht allein schaffen.
Ich komme einfach mit und passe auf dich auf.
Das würdest du tun?
Ja. Ich werde nicht zulassen, dass sie dir oder anderen wehtut.
Und die kleinen, süßen Walrosse auf dem Mantel,
den Oma Finnmarja dir geschenkt hat, die beschützen dich auch.
Müssen wir noch weit reiten? Sind wir hier überhaupt richtig?
Hab keine Sorge, wir brauchen den Kompass nicht.
Wir folgen einfach den Sternen.
Morgen ist Wintersonnenwende.
Wintersonnenwende?
Ja, an diesem Tag kehrt die Sonne um,
und die Tage werden endlich wieder länger.
Vor zwei Jahren habe ich ... meinen Bruder verloren.
Am Tag vor der Wintersonnenwende.
Oh, das tut mir furchtbar leid.
Ich bin sicher, dass die Schneekönigin
ihre Finger da im Spiel hatte.
Und deshalb kriegt sie es jetzt mit mir zu tun.
Es gibt also Jungs wie deinen Bruder und Kay,
die über Nacht einfach so verschwinden.
Und das kannst du mir glauben, davon gibt es viele.
Nachdem mein Bruder weg war, haben wir sein Messer gefunden.
Ich habe es immer bei mir, egal wo ich hingehe.
Weil es anders als die gewöhnlichen Messer
aus echtem Stahl gefertigt ist.
Denn nur mit echtem Stahl kann man sich
gegen die bösen Zauberer und Hexen zu Wehr setzen.
Ich glaube, es ist besser, wenn ich ihn ab hier führe.
Ich steige auch ab. Komm, wir laufen zusammen.
Nein, du bleibst schön auf Svante sitzen.
Nicht dass wir uns noch verlieren.
Bei dem Nebel sieht man ja die Hand vor Augen nicht.
Dieses Geheule, sind das Wölfe?
Wölfe tun den Menschen nichts.
Nein! - Svante!
Halt an! - Gerda!
Bitte bleib stehen!
Gerda!
Hier drüben!
Hier drüben!
Wo seid ihr?
Ich frage mich, wie Sampo uns jetzt finden soll.
Svante!
Was hast du?
Weg hier!
Hunde oder Wölfe, es ist immer das Gleiche mit denen.
Die müssen mal lernen, wann Schluss ist.
Oh, Svante, dir geht es gut.
Als plötzlich der Abgrund kam, hatte ich solche Angst um dich.
Svante, wir sind da.
Das muss es sein.
Kay!
Bist du hier?
Wo bist du, Kay?
Gerda!
Gerda!
Oh.
Hm.
Kay!
Uh.
Oh, mein lieber, guter Kay!
Endlich habe ich dich gefunden.
Kay. - Oh.
Ich werde dich nach Hause bringen.
Ge... Gerda?
Bist das wirklich du?
Hier, ich habe dein Weihnachtsgeschenk dabei.
Das vom letzten Jahr.
Hach.
Das magische Puzzle.
Das magische Puzzle?
Ich muss das Wort finden.
Du musst das Wort finden?
Ah, du meinst so eine Art Geheimwort.
Es ist eine Weissagung. Erst dann darf ich gehen.
Eine Weissagung?
"Nur wenn sich die Gedanken vereinen,
begegnen wir dem Geheimnis in den Scherben des Puzzles,
dem wir nie begegnen können."
Wenn sich die Gedanken vereinen.
Ich habe hier schon jede Menge Puzzle gelöst.
Aber das ist eine unlösbare Aufgabe.
Das Puzzle ergibt nur ein einziges Wort.
Aber welches von den Millionen Worten soll es sein?
Die Gedanken sollen sich vereinen. Wir denken manchmal das Gleiche.
Also lass uns das Puzzle gemeinsam lösen.
"Nur wenn sich die Gedanken vereinen ..."
Ja, aber was soll dann passieren?
Wiederhol den letzten Teil.
"Begegnen wir dem Geheimnis in den Scherben des Puzzles,
dem wir nie begegnen können."
Das Geheimnis muss also das Wort sein,
das wir zusammensetzen sollen.
Es ist wahrscheinlich irgendein Wort,
dem wir nie begegnen können.
Ha! - Oh!
Endlich. Na endlich!
Die Wintersonnenwende!
Ja, hol ihn her, aber vergiss nicht:
Ich will nur sein Herz.
Also kehre ja nicht mit leeren Händen zurück.
Einmal hast du es schon vermasselt,
aber auch meine Geduld kennt Grenzen.
Nicht schlecht.
Dieses Mädchen scheint außergewöhnliche Kräfte zu haben.
Bisher hat es noch niemand in den Palast der Schneekönigin ge...
Whoa. Hey!
Das ist für dich, du Schwachkopf!
Nein, erst mal kriegst du das, du Knorrgrimm.
Für meinen verschwundenen Bruder! - Verdammt!
Das ist stark!
Oh nein!
Du wirst mir nicht entwischen, du böser Gehilfe!
Du wirst ab jetzt niemandem mehr Leid zufügen!
Völlig egal, in welcher Gestalt du erscheinst!
Louie!
Louie! Ich fasse es nicht. Wo steckst du jetzt schon wieder?
Igitt.
Was ist mit ihm passiert?
Hm.
Kein Blut.
Mein Lehrling ist verschwunden,
und der Junge hat immer noch nicht das Puzzle der Puzzle gelöst.
Ich bin wohl auf mich gestellt. Das kenne ich ja.
Aber zum Glück hat das Warten ja bald ein Ende.
Schönheit, gedulde dich.
Und eines Tages habe ich dann auch
meinen großen Auftritt in der gehobenen Gesellschaft.
Was? Das neugierige Mädchen in meinem Palast?
Gerda, mein Schätzchen.
Du bist aber ein tapferes Mädchen.
Nimmst diese lange Reise auf dich, um mich zu besuchen?
Komm her, Liebes. Lass mich ... - Ich bin nicht Ihretwegen hier.
Ich bin wegen Kay hier. - Kay?
Oh, aber Kleines. Dann bist du ganz umsonst hier.
Kay will überhaupt nicht von hier weg.
Er möchte hier bei mir bleiben.
Na, komm schon, wir gehen, mein Liebling.
Wir beide haben etwas sehr Wichtiges zu tun.
Hey!
Nun ist Schluss mit dem Unsinn. Komm her.
Die letzte Zutat fehlt noch.
Lass ihn gefälligst los! Er gehört mir!
Kay! - Hilf mir, Gerda!
Kay! - Nimm mich mit nach Hause!
Kay! - Ich will nicht mitgehen!
Jetzt muss ich mich noch mit diesem unwilligen Kind rumschlagen.
Mir läuft die Zeit davon!
Gerda ...
Oh nein.
Kay!
Kay! Oh nein.
Wo finde ich denn jetzt schnell ein Messer?
Nicht dass ich mir meine Nägel ruiniere.
Zuerst muss ich dieses unverschämte Ding aus dem Weg räumen.
Was?
Ha!
Kay!
Das Messer!
Kay!
Kay!
Wach auf!
Du kannst mich doch nicht allein lassen,
jetzt wo ich dich endlich gefunden habe.
Das Geheimwort.
Das Wort, mit dem es ihm möglich gewesen wäre, zu entkommen.
Hm, das muss man doch irgendwie rausbekommen können.
Er wollte das Puzzle mit mir lösen.
Aber ich habe versagt.
Ich habe ihn verloren.
An sie.
Dieses Mal ...
für immer.
Bis in alle Ewigkeit?
Ja, ich habe Kay vielleicht verloren.
Aber nicht ... Nicht bis in alle Ewigkeit.
Oh. Ewigkeit?
E? W?
Hier liegt noch ein I.
Du bist noch da,
du neugieriges, aufdringliches Ding!
Oh, meine Weissagung.
Sie kann sie lösen.
Dann fällt endlich der Vorhang,
und man bekommt meine wahre majestätische Gestalt zu Gesicht.
Und am Hof von Kopenhagen wird man mich zum Weihnachtsball erwarten.
Also lass dich nicht stören, kleine Gerda,
und löse das magische Puzzle.
Da haben wir ihre wahre Gestalt.
Eis, nichts als Eis.
Die Ewigkeit wollte ihr eindeutig nicht begegnen.
Du warst das, habe ich recht?
Ich wusste, dass da jemand ist, der mir hilft.
Danke.
Wo bin ich? Was ist das bloß für ein kalter und trostloser Ort?
Kay?
Ach, Kay. Ich dachte, ich hätte dich für immer verloren.
Ich hatte furchtbare Angst.
Oh, meine liebe, süße Gerda.
Wie hast du mich nur hier gefunden?
Das ist eine sehr lange Geschichte, Kay.
Jetzt aber nichts wie nach Hause.
Wir sollten so schnell wie möglich von hier weg.
Komm, hier lang, schnell!
Ah! Gerda!
Ich habe hier etwas für dich.
Das ist ja mein silbernes Herz.
Kannst du mir erklären, wie das zu dir gekommen ist?
Hey! Hat jemand ein Rentier bestellt?
Lust auf eine Schlittenfahrt?
Hüja!
Ja.
Bring uns nach Hause, Gustav.
Die könnten Hilfe gebrauchen, oder was meint ihr?
Ja! Wie sollen sie es sonst bis Heiligabend nach Hause schaffen?
Kann es losgehen? - Ja!
Gut, dann zähle ich bis drei.
Eins, zwei, drei.
Oh!
Frische Kohlen! Frische Kohlen!
Der Baum dieses Jahr wird noch größer als letztes Jahr.
Mama, der ist doch schön.
Schön, dich zu sehen. - Na, wie geht es dir?
Danke, sehr gut. - Das freut mich.
Brauchst du noch irgendwas?
Kay?
Gerda!
Wartet! Kay!
Anhalten!
Kay! - Vater!
Du hast mir so gefehlt.
Oh, das müssen die verschwundenen Kinder sein.
Da sind sie ja.
- Was für ein schöner Tag. - Mein armer kleiner Junge.
Oh? - Hm?
Wer ist das, Mutter? Erwartest du Besuch?
Nein, weiß Gott nicht.
Hm?
Oh!
Gerda.
- Schätzchen. - Oh!
Endlich habe ich mein Mädchen wieder.
Ich habe es doch gewusst.
Oh, Mami.
Endlich, endlich bin ich wieder zu Hause.
Oh, zeig mal. Was hast du da? - Hier.
Ist das von Gerda?
Ach, Severin, das war doch nicht nötig.
Oh.
Das ist aber hübsch, Kay, danke sehr.
Das hast du selbst geschnitzt, oder? - Mhm.
Das Größte habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben.
Das Geschenk von Großmutter.
Oh!
Die sind aber schön.
Die sind genau richtig für einen langen Sommerspaziergang.
Ich dachte, mit Sandalen
kann ich nun nichts verkehrt machen.
Und von nun an lebten wir alle
wieder glücklich und zufrieden zusammen.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2025
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