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Still! -Sei still, Piep.
Pflaumenmus!
Süßes Pflaumenmus!
Das könnte dir so passen. Iss dein Brot trocken!
- Und den Stein dazu! - Das ist Käse.
Für dich gut genug, Knirps.
Ganz recht. Bin kein Knirps. -Du und dein Piepmatz!
Euch tränke ich's noch mal ein.
Pflaumenmus!
Süßes Pflaumenmus!
Pflaumenmus!
Ach ja, das wäre jetzt genau das Richtige, nicht wahr, Piep?
Pflaumenmus!
Hallo. Musfrau!
Hierher! Hierher!
Hierher! -Ach, sieh mal einer an.
Der Schneidergeselle will Pflaumenmus.
Süßes Pflaumenmus. -Ganz recht.
Mein Vogel und ich haben Hunger.
Könnt ihr denn auch bezahlen? -Ohl! Ich habe die Tasche voll Geld.
Habt ihr auch ein Gefäß? -Ein Gefäß? Leider nein.
Schade. Ich wollte für ein paar Taler Mus kaufen.
Nun muss ich mein Geld wegstecken. Ah, mein Fingerhut! -Hä?
Da, gute Frau. Füllt ihn mir! Auf einen Groschen kommt es nicht an.
Hal Sieh da!
He!
Knappe Thilo.
Knappe Thilo!
Tölpel! Der Schneider soll kommen. -Sogleich, mein Prinz.
Sch, sch!
Oh!
Drachengezücht!
Zu dienen, Euer Hochwohlgeboren.
Bleib in deiner Ecke! Arbeite!
Ein Kunde, ein feiner Kunde.
Ein Prinz, ein großer Prinz. Ein ganz großer Prinz.
Ihr seid der Meister? -Zu dienen.
Tölpel.
Mein Knappe sagte...
Mein Knappe sagte, was Ihr tun sollt? -Zu dienen.
Habt Ihr einen Vogel? -Wie?
Scheint ein Spaßvogel zu sein. -Ich jage ihn zum Teufel. Ruhe!
Ich nähe sofort... -Geht!
Jawohl, sofort.
Da, näh den Riss!
Ich bin Prinz Eitel der Große
und auf dem Weg ins ferne Land des Königs Griesgram.
Möchte wissen, wer das ist. Fünf Minuten...
An die Arbeit! Schnell! -Meister, wer ist...
Man darf wohl fragen.
Seid Ihr bald fertig, Meister? -Ich ei... ei... eile.
Mein Mus hierlassen!
Geh zu den Pferden! Tölpel! -Sogleich.
Na endlich!
Eigentlich müsste ich Prinz Eitel der Kühne heißen.
Vorhin auf Eurer Schwelle, zwei Eidechsen. So... So groß.
Ja, ja, ja.
Sie schlängelten sich heran. So. -Oh!
Gefährlich drohend zischen sie auf, Ich...
... ZÜücke mein Schwert.
Und...
Ein Echo?
... die beiden Eidechsen sind weg.
Zwei auf einen Streich! -Sieben auf einen Streich!
- Das macht mir keiner nach. - Das macht mir keiner nach.
Nur unser Geselle, Ein unnützer Bursche! Ruhig!
- Ruhe! - Ruhe!
Bedenkt, wen Ihr vor Euch habt.
Ich, Prinz Eitel, werde König Griesgrams Tochter,
Prinzessin Liebreich, freien.
Hm!
Merkt Euch das! -Zu dienen.
Meister!
Pflaumenmus!
Ach!
Hm.
Ihr habt gute Arbeit getan. -Für Euch fällt sie mir leicht.
Nehmt...
... meinen prinzlichen Dank.
Zu dienen, zu dienen.
Hm? -Zu dienen.
Wer hätte das gedacht?
Dieser Piepmatz! Dies Gepiepse den ganzen Tag!
Ganz recht, Piep. Sieben.
Sieben...
...auf...
... einen...
... Streich,
"Sieben auf einen Streich."
Hier kannst du es lesen, Piep.
Alle Menschen sollen wissen, dass ich kein unnützer Bursche bin.
Da reiten sie hin, in die weite Welt.
Und wir, Piep, wir sollen hierbleiben?
Nein, Vogel Piep.
Wir wollen nicht warten, bis uns der Meister fortjagt.
Wie viele traf ich auf einen Streich?
Ganz recht.
Sieben auf einen Streich.
Piep.
Wollen wir wandern?
Über Berg und Tal?
Wollen wir unseren Mut erproben?
- Wer hat denn hier gehaust? - Hual
Aul
Oh.
Guten Abend...
... Riese,
Na? Hast du nicht gelernt, einen anständigen Menschen
anständig zu begrüßen?
Du Knirps!
Ich bin kein Knirps.
Hier kannst du lesen, dass ich mich nicht fürchte.
"Sieben...
...aUf...
... einen...
... Streich."
Sieben Menschen...
... weniger.
- Das gefällt mir. - Was?
Komm!
Gib den Stein her!
Hast du sie zerdrückt?
So?
Alle sieben.
Ich werde dich lehren, Menschen zu zerdrücken!
Wenn du es wagst, kriegst du es mit mir zu tun.
Mit dir?
Zerdrück du erst mal einen Stein!
- Ph! - Wenn du Kraft hast.
Aber so, dass auch Wasser herauskommt.
Aufschneiden kann jeder.
Du Prahlhans!
Da fliegt eine Kuh!
Sei still, Piep!
Eine Wolke!
Du bist ja dumm.
Du... bist eine Kuh!
Los, drück! Drück!
Drück!
Na?
Kannst du auch werfen?
Na?
Och... Ganz gut.
Aber dein Stein ist ja da hinten wieder runtergekommen.
Meiner wird nicht mehr runterkommen.
Nicht mehr runterkommen. Das gibt's ja gar nicht.
Ich gebe dir die Freiheit, Piep.
Leb wohl.
Das ist unmöglich.
Und viel Glück.
Unmöglich.
Achtung!
Weg.
Ganz weg.
Na?
Werfen kannst du.
Komm mal mit!
Trag mal!
Ph!
Nimm du den Stamm!
Na ja, der Stamm ist leichter, -Der Stamm ist leichter.
Ich nehme die Krone. -Hä?
Na ja, die ist schwerer.
Achtung!
Na, was ist? -Fertig.
Los!
Ah!
Noch da?
Du schwitzt wohl schon. Los!
Weiter!
Ich... kann nicht mehr.
So siehst du auch aus.
Bist mir ja ein schöner Riese,
Huhu!
Wenn dir das Bäumchen zu schwer wird, werfe ich es da runter.
Wie hast du das gemacht?
Och, so was mache ich mit der linken Hand.
Wiedersehen.
Das macht Durst.
Ah... -Na da!
Oh!
Mmh!
Gut.
Äh!
Kommst wohl nicht hoch,
du Zwerg. -Och...
Na ja.
Oh, schön! -Hast du dir gedacht.
Hoppla!
Hier sind sie viel weicher und saftiger. Probier mal!
Gut! -Noch mehr?
Ja,
Ah!
Meine Nase!
Wenn du noch ein Mal an meine Nase kommst, dann...
Dann, dann, dann? -Dann...
Hast du aber eine empfindliche Nase! -Das geht dich gar nichts an.
Immer der Nase entlang.
Hua!
Das ist mein Bruder.
Er ruft zum Abendessen,
Fürchtest du dich etwa?
Ich mich fürchten?
Warum soll sich einer fürchten, der sieben auf einen Streich traf?
Nur weil ein Riese bellt? Riesen, die bellen, beißen nicht.
Hua!
Hörst du? Dein Bruder ruft. -Hua!
Hü! Los!
Immer dieses Herumtreiben,
wenn das Essen fertig ist.
Was gibt's denn?
Ach!
Kannst du nicht gleich kommen, wenn ich dich rufe? Hä?!
Ah!
Lass das!
Au!
Überall kannst du mich schlagen,
nur nicht am Kopf! -Und du mich nicht an die Nase!
Au!
Pass auf, du Lump! Sonst rutscht er runter.
Wer?
Ist schon runtergerutscht. -Hm?
Er ist runtergefallen, wie ich reinkam.
Wer?
Aber er kann nicht entfliehen.
Ich habe den Stein vor den Eingang gewälzt.
Er kann nicht raus.
Er sitzt dort hinter dem Fell.
Wer denn?
Ein ganz gefährlicher Kerl.
Er hat sieben auf einen Streich erschlagen.
Sechs auf einen Streich.
Sieben!
Sieben.
Mit der bloßen Hand
quetscht er Wasser
aus einem Stein.
Mehr als ich.
Wir müssen ihn umbringen.
Nicht jetzt.
Heute Nacht.
- Heute Nacht. - Wenn er schläft.
Sei jetzt...
... ganz... lieb...
... und freundlich... mit ihm! -Ja.
Damit er nichts merkt.
He!
Der?
Kannst du nicht besser aufpassen?
Bück dich gefälligst etwas tiefer, wenn du einen großen Mann trägst!
Guten Abend.
Ist das dein Bruder?
Hua!
Hua!
Hua.
Hua-hua heißt du? Das hättest du auch leiser sagen können.
Er brüllt immer so, wenn er Hunger hat.
Hua!
Wir wollen essen.
Komm, Knirps!
So.
Guten Appetit,
Löffel und Gabel kennt ihr wohl nicht.
Aber es schmeckt euch.
Das kann man hören.
Wo habt ihr denn den Mais her?
Und die vielen Früchte?
Den Kohl?
Die schönen Äpfel?
Die Rüben?
Gemaust und gestohlen habt ihr sie!
Kornfelder zertrampeln.
Ph! Scheunen ausrauben.
Lasst euch nicht von mir erwischen!
Denn dann... dann setzt es was, ihr faulen Gesellen!
Den bringe ich um.
Nicht jetzt!
Was gibt's da oben zu flüstern?
Flüstern gilt nicht! Sagt lieber laut und deutlich Ja!
Ja!
Gut.
Jetzt lege ich mich schlafen.
- Er legt sich schlafen. - Na ja.
Ich bin müde.
So, hier ist das Deckchen.
Komm,
ich will dir ins Bettchen helfen.
- Ja, ins schöne Bettchen. - So... Bauz!
- Und das Deckchen. - Ja.
Hier wirst du...
... gute Träume haben.
Kieks.
Ich bin müde.
Zum Umfallen.
"Zum Umfallen", hm.
Wir müssen noch in den Stall. -Was?
Das Tor verriegeln. -Richtig.
Gute Nacht,
Angenehme Ruhe!
Danke, gleichfalls.
- Er schläft. - Mhm.
Na warte!
Pscht!
Ah! -Pscht!
Hau ruck!
Habt ihr geklopft?
Mir war so im Traum, als hätte mir jemand auf den Bauch getippt.
Oh!
Au! -Och...
Was ist mit eurem Bett passiert? Ich bleibe nicht hier.
Mal sehen, wie es da oben ist. Ich hab so schön geschlafen.
Da oben ist es bestimmt viel weicher.
Habe so fest geschlafen.
Oh, ist ja wie eine richtige Hängematte.
Und stört mich nicht wieder!
Geht ans Feuer!
Und kommt mir nicht zu nahe!
Manchmal habe ich seltsame Träume, da könnte ein Kürbis runterfallen.
Dann habt ihr am Kopf eine Beule, -Au!
Ach, tu uns bitte nichts!
Dann tun wir dir auch nichts.
Nicht wahr? -Ja.
Au! -Meine Nase! Meine Nase!
Ja, wenn ihr sieben wärt,
dann würde ich euch eine Tracht Prügel verpassen.
Verdient hättet ihr es.
Aber mit zweien fange ich erst gar nicht an.
Da genügt ein kleiner Denkzettel.
Der bringt uns um.
Prinzessin Liebreich! Wo seid Ihr?
Huhu!
Hier!
Komm! Schneller!
Der stolze Prinz soll mir nachlaufen. So leicht kriegt man mich nicht.
Schneller! Los!
Ach! Wie kannst du dich erdreisten, schneller zu laufen als ich?!
Aber ich sollte doch. -Alberne Gans!
Ich sollte schneller laufen. -Schweig!
Aber ich... ich... Oje!
Igitt.
Vater! Vater!
Vater. -Mein Kind.
Mein Kind.
Wer hat die Obstbäume zerstört, Gärtner Sommer?
Das müssen die Riesen gewesen sein, Prinzessin.
Jetzt wagen sie sich schon in meinen kleinen Garten,
Entsetzlich.
Nimm die Äpfel weg!
Ich will sie für mich allein haben.
Man ist ja seines Lebens nicht mehr sicher.
Er hat die Bäume gepflanzt und gezogen.
Dazu ist er da, der dreckige Gärtner. -Er ist nicht dreckig!
Schweig!
Jetzt bist du meine Magd.
Erweise dich dankbar für diese Gnade!
Ich muss zum König.
Na such!
Wenn du einen Riesen siehst, schreist du.
"Sieben...
... auf...
... einen...
... Streich."
Der König...
... weint.
Schatzmeister Gier! Leibdiener Zimperlich!
Lasst mich allein mit meinem geliebten Vater!
Die Obstbäume zertrampelt. -Fürchterlich.
Wir sind machtlos. Ach... Gelumpe.
Wozu hast du Ritter? Schicke sie gegen die Riesen!
Soll ich sie dem sicheren Tod preisgeben?
Niemals!
Es... es zerreißt mir das Herz.
Wir sind allein.
Genug geflennt!
Nimm die Zwiebel weg!
Ach!
Oh.
Wie sprichst du denn mit deinem Vater?!
Liebreich habe ich dich genannt.
Aber lieb bist du nicht. -Reich auch nicht.
Alles hast du verschwendet. -Um dich in Seide zu kleiden.
Undankbares Geschöpf!
Weg!
Aber du denkst ja nur an dich.
Sonst würdest du Prinz Eitel heiraten.
Raus! Los!
Der hat ein reiches Land. Verschwendung!
Und ein großes Schloss.
In Freuden könnten wir leben.
Ha! Mit dir?
Nie!
Ein kühner Ritter schläft im Park. -Ach was!
Prinz Eitel, Hier!
"Sieben auf einen Streich" soll auf der Schärpe stehen. Kommt!
Sieben Mann auf einen Streich hat er erschlagen. - Oh!
Leibwache, antreten! Schnell! Wie lange muss ich noch warten?!
Nun?
Steht fest und gerade!
Keiner rührt auch nur den kleinen Finger!
Ihr bekommt einen neuen Anführer. Oh!
Endlich kann ich mich ganz der Prinzessin widmen.
Der König wünscht, dass ich den fremden Ritter begrüße. Thilo!
Halte die Fackel!
Prinz Eitel vom Nachbarland. -Ach, eitel seid Ihr?
Prinz Eitel!
Haben wir uns nicht schon gesehen? -Kaum.
Edler Ritter, König Griesgram entbietet Euch durch mich
ein Willkommen in seinem Land.
Er wünscht, Euch in seine Dienste zu nehmen,
wenn Ihr Anführer der Leibwache werden wollt.
Ich habe nichts dagegen, dem König zu dienen.
Dann folgt mir auf die Burg!
Geruht, etwas zu ruhen, Ritter Sieben-auf-einen-Streich.
Morgen früh wird der König geruhen, Euch gnädig vor seinem Thron...
... ZU empfangen.
Ja.
Achtung!
Bei euch geht's aber geruhsam zu!
Sind die aus Stein?
Alle sieben...
... umgefallen! Oh!
Das Fass muss weg.
So.
Das Ding kriegt ihr nicht vom Fleck. -Da müssen alle ran!
Guten Morgen, schönste Prinzessin.
Diese Blumen mag ich nicht.
He!
Guten Morgen, Ritter Sieben-auf-einen-Streich.
Guten Morgen.
Seid Ihr die Prinzessin?
Ich bin die Magd, Traute.
Guten Morgen, Traute.
Darf ich den Korb tragen? -Ich bringe ihn der Prinzessin.
Aha.
Schöne Äpfel.
Mögt Ihr einen?
Gerne.
Ich habe einen Bärenhunger.
Mmh!
Süß!
Ja, mein Vater hat den Baum gepflanzt.
Ah...
Na, dann müsst Ihr einen Apfel mitessen.
Hm? -Prinzessin Liebreich.
Meinen Gruß, Prinzessin Liebreich.
Oh!
Meine Lieblingsblumen.
Ihr seid sehr aufmerksam...
... Junger Held.
Ja, ich habe schon von Euch gehört. -So?
Komm doch.
Wir werden uns nachher bei meinem Vater wiedersehen.
Ah! -Na?
Oh!
Bist du gestolpert, liebes Kind?
Komm.
Ich halte dich.
Prinz Eitel, ich leihe Euch... -Nichts leihen!
Ach! ... mein Ohr. -Aua!
Die Prinzessin macht dem jungen Helden schöne Augen.
- Wenn der bleibt, gehen wir. - Und ich reite auf der Stelle!
- Auf der Stelle! - Doch nicht jetzt! Ruhe!
König Griesgram!
Was ist denn? -Die Riesen...
Ah! -Sie plünderten auch Euren Garten.
Entsetzlich!
Hört ihr's? Die Riesen waren in meinem Garten!
Ihr könnt mich jetzt nicht allein lassen!
Schützt mich doch! Schützt mich doch alle!
Schützt mich doch!
Ruhe! Großer König, ich hab's. -Ah?
Holt die Prinzessin und den Helden! -Was?
Weg! Weg, weg, weg, weg, weg!
Holt die Prinzessin und den Helden. -Ja, Weg, weg!
Schickt Sieben-auf-einen-Streich gegen die Riesen!
Das wäre sein Tod. -Dann sind wir ihn los.
Hm...
Nie wird er gehen. -Versprecht ihm einen Lohn.
Euer halbes Königreich und die Prinzessin zur Braut.
Meine Tochter? Die sollt Ihr doch heiraten.
Ich werde sie heiraten. Aber sie muss kommen und mich bitten. Ganz klein.
Wenn der Ritter tot ist.
Erschlagen und zermalmt von den Riesen.
Na ja...
Eine Lehre hätte sie schon verdient.
Du hast mich rufen lassen, geliebter Vater.
Willkommen, edler Ritter Sieben-auf-einen-Streich,
Majestät. -Ich vergebe.
Um Euch zu ehren und Euren Ruhm zu verstärken,
mache ich Euch ein großes Anerbieten,
In einer wilden Gegend auf einem Berg hausen zwei gefährliche Riesen.
Wenn Ihr sie überwindet...
Ach, die Riesen?
... Soll Euch reicher Lohn zuteilwerden.
Prosit.
Danke.
Dem, der die Riesen tötet, gebe ich meine Tochter,
Prinzessin Liebreich, zur Braut.
Äh, und mein halbes Königreich.
Top, es gilt. Ich werde die Riesen töten.
Wer sieben auf einen Streich schlägt, fürchtet keine zwei.
Ich, Prinz Eitel vom Nachbarland,
habe das Vorrecht, diese Tat zu vollbringen.
Aber mein edles Gemüt lässt es nicht zu, mich vorzudrängen.
Ich werde mitreiten und die Leibwache anführen.
Und diesen Ritter Sieben-auf... äh... einen-Streich
raushauen, wenn es nötig sein sollte.
Macht Euch keine unnütze Mühe...
- ... Prinz Scheitel! - Hä?
Eitel,
Die Riesen besiege ich schon allein, aber wenn Ihr Lust habt ausreiten,
dann könnt Ihr mich ja ein Stück begleiten.
Pst!
Oh.
Oh.
Hilfe! -Was meint Ihr?
Hi... hi... hier muss es sein. -Ja.
Zum Angriff! -Tölpel! Die Pferde sind doch lahm.
Wir kriegen sie nicht vom Fleck.
Bleibt ruhig zurück. Bleibt alle zurück!
Sammeln, sammeln!
Ich finde meinen Weg auch allein.
Leute!
Das ist sein sicherer Tod.
Ah!
Lass das, du Lump!
Au! Mann, Mann!
Was machst du mit meinem Kopf? -Und du mit meiner Nase?!
Ah!
Warte!
Ah!
Du Lump, du! Du...
Au!
Au!
Aua!
Ich... ich...
Ah!
Ah!
Uah!
Der Ritter hat die Riesen erschlagen!
Und dort, dort ist er hinabgestürzt.
Ach was! Die Riesen sind tot.
Ich reite zum König und werde ihm die freudige Nachricht bringen.
Der edle Ritter Sieben-auf-einen-Streich ist tot.
Ich habe die Riesen getötet! Ich habe sie getötet!
Ach.
Ah! -Sieben-auf-einen-Streich!
Ja! Kämpfen macht müde. Ich musste mich ausruhen.
Ich versetzte ihnen den letzten Stoß.
- Tot? Wirklich tot? - Vom einen habe ich den Bart.
Fürchterlich! -Dem anderen raubte ich den Gürtel.
Die Schnalle ist aus purem Gold,
Und was ist mit Ritter Sieben-auf-einen-Streich?
Dieser Sieben! Dieser Sieben-Streich!
Den warfen die Riesen in einen Abgrund.
Wir sahen ihn durch die Luft fliegen.
Nichts blieb von ihm übrig.
Dann gebührt Euch der Lohn, Prinz Eitel,
Ihr bekommt mein halbes Königreich und meine Tochter zur Braut.
Kommt zu mir, schönste Prinzessin!
Steigt herunter! Bückt Euch ein wenig!
Nie! Kommt zu mir! -Zu mir!
Zu mir! -Zu mir!
Ah.
Gold!
Juwelen.
Edelsteine.
Perlen.
Geliebter.
Alle diese Schätze sollst du haben. Und noch viel mehr.
Wenn du meine liebreiche Braut wirst. -Ich liebe dich.
Das Einhorn!
Das Einhorn! Das schreckliche Einhorn ist wieder da. Ach, mein Kind!
Es hat... den roten Pavillon zerstört.
Ritter Sieben-auf-einen-Streich!
Er reitet in den Hof!
Er ist gerettet.
Nun wird alles gut.
Aus dem Schlund der Hölle ist er emporgestiegen.
Jetzt ist alles aus. -Ich will ihn nicht,
diesen Habenichts!
Der mit meiner Magd schöntut wie ein Stallknecht.
Schickt ihn gegen das Einhorn!
Es wird ihn aufspießen.
Dann sind wir ihn los.
Ich will...
... dieses rote Tuch auf seiner Brust befestigen.
Damit das Einhorn ihn mitten ins Herz trifft.
... da kam der Riese und trug mich in die Höhle.
Ich warf einen Stein... Guten Tag, wie geht's?
Ah...
Ich habe meinen Auftrag erfüllt. -Heil!
Ja, die Riesen sind tot. -Na ja...
Gebt mir meinen Lohn!
Auch das noch! -Was ist?
Tölpel! -Zurück!
Ich tötete sie. -Wie?
Keinen Streit,
Ich bitte Euch, edler Ritter.
Meine Tränen sind kaum versiegt,
da beugt schon neuer Gram mein Haupt.
Das schreckliche Einhorn...
... ist in mein Land eingedrungen und richtet entsetzlichen Schaden an.
Befreit uns noch von dieser Plage!
Und der Lohn sei Euch diesmal...
... Sicher.
Vor einem Einhorn fürchte ich mich So wenig wie vor zwei Riesen.
Gut, holt mir Axt und Stricke! -Was?
Eine Axt und Stricke! -Axt und Stricke, Axt und Stricke,
Und dann werde ich auch das Einhorn...
... noch besiegen.
He!
Was denn?
Einhorn. Willst du den toten Fuchs auch noch aufspießen?
Komm doch ran! Komm! Ich werde dich...
Ich werde dich schon bändigen. Komm ran!
- He! Hallo! - Vorsicht, Ritter!
Das rote Tuch auf Eurer Brust! -Vorsicht!
Edler Ritter! -Ja.
Wenn das Einhorn das rote Tuch sieht, spießt es Euch auf. Es mag kein Rot!
Zurück!
Na warte!
Komm her!
He! Komm ran!
Du Untier!
So, das wäre geschafft!
- Brrr! - Ritter!
Keine Angst, das Untier kriegen wir schon zahm.
Brrr!
Knappe!
Fessle ihm die Beine! -Gut. Ho! Steh!
Und dann schlagen wir ihm ein Joch aus dem Baumstamm.
Aber wusste die Prinzessin nicht, dass das Tuch auf der Brust...
Doch, doch, doch! Aber sie meint es nicht gut mit Euch.
- Nur nicht voreilig. - Brrr, steh!
Wir werden die Prinzessin prüfen.
Sei ruhig, du Biest! Still!
Hier. Ruhig! Wir werden dich schon zahm kriegen.
- Mehr Stricke! - Bau aus Zweigen eine Bahre!
Gut. -Leg den Fuchs drauf!
Au ja.
Dann lauft zur Burg
und sagt, ihr bringt meine Leiche.,
Was?
Na ja, dann sehen wir, ob sie falsch sind und böse. Ja?
Wir sind von unseren Feldern gekommen aus allen Teilen des Reiches,
um dem jungen Helden Sieben-auf-einen-Streich zu danken,
dass er uns von den Riesen befreit hat.
Ich habe euch befreit!
Beugt das Knie vor mir, vermessenes Bauernvolk!
- Aber das Wildschwein! - Wir sind arm.
Zahlt eure Steuern! -Das Schwein vernichtet die Saaten,
noch ehe sie keimen können. -Der Prinz soll das Schwein töten.
Ja! -Was?
- Ja. - Was erdreistet ihr euch?!
- Gnädiger König. - Igitt!
Der junge Held wird uns helfen. -Das kann er nicht.
Ich fürchte Schlimmes für ihn.
Oh!
Seht meine Tränen!
Allzu kühn und vorschnell ging der Ritter los,
um mit Axt und Stricken das fürchterliche Einhorn...
... ZU besiegen. Oh!
Ich ahne,
er kehrt nie zurück.
Komm, zahme Tüte,
Ist er tot?
Er war zu kühn.
Ich bin...
... erschüttert!
Wie konnte das geschehen? Hä?
Das Einhorn warf ihn in die Luft.
Da fiel er zu Boden und sein Herz blieb stehen.
Ein Fuchs!
Ein Fuchs!
Du hast mich belogen. -Er ist tot!
Du hast mich belogen...
Hilfe! Hilfe!
- Ah! Hilfe! Das Einhorn! - Ah! Mein Thron!
Hier bringe ich das Einhorn.
Gezähmt!
Es wird nie wieder jemandem was zuleide tun.
Stimmt das, Tüte?
Hoch lebe der Ritter! Er tötete die Riesen!
- Und bändigte das Einhorn! - Fangt auch das Wildschwein!
Ritter... -Euer Volk hat Wünsche.
Ihr hört, mein Volk hat Wünsche. Die armen Menschen!
Ungern nur sehe ich Euch... -Ungern nur sehe ich Euch...
... nochmals Euer Leben... -... Nochmals Euer Leben gefährden.
Bitte, bitte! -Bitte, bitte,
Zieht gegen das Wildschwein!
Wildschwein. -Und der schönste Lohn...
Und der schönste Lohn sei Euch gewiss.
Gut.
Ich will das Wildschwein fangen.
- Hoch! - Hoch! Hoch!
He! He! He!
Pst! Pst!
Pst! Pst! Pst!
Na, hast du dich jetzt ausgetobt? Na warte! Riech mal!
He, kommt her! Kommt! Kommt alle hierher!
Kommt her! Ich habe eine Überraschung.
Jetzt zertrampelt es keine Saaten mehr.
Ritter Sieben-auf-einen-Streich hat das Wildschwein gefangen!
Hoch! Hoch! Tragt ihn auf die Burg!
Er lebt!
Die Bauern tragen ihn her. -Nein!
Wir sahen es vom Turm aus. -Er wird seinen Lohn fordern.
Oder er bringt uns um! -Glaubst du, ich bleibe hier?
Warte doch!
Du undankbares Geschöpf, du!
Meinen Schmuck! Meine Schuhe!
- Umbringen wird er uns. - Meine Kleider! Das kommt mit!
Wo wollt ihr hin? Zurück!
- Halt! Das bleibt hier. - Ich sagte es dir tausendmal.
Du, ich kratze dir die Augen aus!
Wirst schon sehen, was dir geschieht. Meine Kleider zu zerreißen!
Näh das zusammen! Dann komm in den Turm, verlogenes Ding!
Mein halbes Reich versprach ich ihm. -Und mich dazu!
Die Pferde sind eingespannt. Rasch! Ich bringe Euch weg.
Euch? -Pst!
Der Dicksack bleibt hier!
Nein! Lasst mich nicht allein!
Siebenmal auf einen Streich wird er mich erschlagen und ins Joch zwingen.
Wie... wie das Einhorn!
Hoch! Das Wildschwein ist gefangen!
- Hoch! Hoch! - Aber das habe ich doch gern getan.
Wir danken Euch. -Ich danke euch.
Weinst du, weil das Kleid zerrissen ist?
Das werden wir gleich haben, hm?
Hat die Prinzessin dich so zerzaust?
Pst!
In den Turm soll ich.
Ins finstere Verlies,
Jetzt weiß ich, woher ich den Knirps kenne.
- Ein gewöhnlicher Schneider ist er. - Still!
Er erschlug sieben auf einen Streich, Er bringt uns um.
- Um? - Um?
Uah! -Ah!
Ah!
Die Karosse des Königs! -Was? Das müssen wir sehen.
Sie wollen Euch um Euren Lohn bringen, Ritter.
Meinen Lohn? Lasst sie fahren, die stolze Prinzessin!
Ich will sie doch gar nicht.
Sie fliehen.
Sie fliehen.
Da fahren sie dahin.
Auf Nimmerwiedersehen!
Und jetzt musst du unser König sein.
Und du wirst Königin.
Und... meine liebe Braut.
Der wohnt nicht mehr hier.
BABELFISCH TRANSLATIONS Juliane Möck
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