Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Ihr Verhalten, Schwester,
gibt uns Anlass zur Besorgnis.
Man darf Gott nicht suchen.
Man muss an ihn glauben.
lch glaube an Gott und deshalb suche ich ihn.
Den Menschengott suche ich im Menschen.
Sie suchen Gott in Bl�ttern.
ln Pflanzen.
Sie sagten unseren Z�glingen, k�rperliche Liebe sei keine S�nde.
Sie verletzen das Schamgef�hl der M�dchen.
Tiere und Pflanzen haben kein Schamgef�hl. Sie paaren sich der Fortpflanzung wegen.
Die k�rperliche Liebe geh�rt zu den ehelichen Pflichten.
Wir mussten Leni Gruyten aus dem Kloster entfernen.
Sie wurde sogar von der Heiligen Kommunion ausgeschlossen.
Wegen erwiesener Unreife und der Unf�higkeit, das Sakrament zu verstehen.
Sie waren ihr Mentor. Und was haben Sie ihr beigebracht?
Die Unzucht.
Leni Gruyten ist von Gott ausersehen, Freude zu spenden.
Sie ist aber kein Freudenm�dchen.
Und lhre Untersuchung von Exkrementen unserer Sch�lerinnen?
Was hat das zu bedeuten?
Sie wissen, wie man das nennt?
Skatologie.
lch k�mmere mich um das Wohl meiner Schutzbefohlenen.
Die Verdauung geh�rt dazu, der Mensch ist eine Einheit.
Sogar in Rom wei� man �ber Sie Bescheid.
Dort nennt man das, was Sie tun ...
''F�kalische Mystik''.
Mit Glauben hat das kaum etwas zu tun.
Das ist Materialismus.
Ein Materialismus mystischer Art, ja, aber ...
immerhin Materialismus.
lhr richtiger Name ist ...
Ginzburg.
Ja.
J�din? - Ja.
Das haben Sie uns verschwiegen.
Warum?
lch bin Christin.
Das nicht Gegenstand unserer Untersuchung.
Man wird uns billiger Tricks bezichtigen.
lch war fassungslos.
Schnee ... und auf dem Schnee diese Rosen.
lch habe es auch gesehen. Sie sind aus Schwester Rachels Grab gewachsen.
lch glaubte ... Ein Wunder.
Gottes Gnade ist unersch�pflich. Es hat immer Wunder gegeben.
Das ist nicht Gottes Gnade, das ist Hexerei. Wir brauchen keine Wunder.
Als sie die Rosen im Schnee sahen,
haben die Schwestern durchgedreht.
Und wenn nun jemand die Rosen
ganz einfach dort reingesteckt hat?
lch war's nicht.
Bei Gott nicht.
lch habe nach lhnen rufen lassen, Fr�ulein Gruyten.
lch wei�,
wie sehr Sie Schwester Rachel gemocht haben.
Jetzt haben sie sich entschlossen ...
sie auszugraben ...
und zu verbrennen.
Was noch �brig ist.
Wahrscheinlich haben Sie einiges �ber mich geh�rt.
lch gelte nicht als frommer Mensch, aber ich bin kein Unmensch.
Jetzt lese ich in der Zeitung von diesem absurden Rosenwunder.
Und dass Leni Gruyten etwas damit zu tun h�tte.
Uns trifft keine Schuld. Bei uns hat sich niemand erkundigt.
Wir haben ohnehin schon genug �rger wegen dieses ... Rosenwunders.
ln diesem Zeitungsartikel hei�t es,
diese Geschichte mit den Rosen stamme von Leni Gruyten, sie habe das erfunden.
Man beschuldigt sie der Subversion, des radikalen Mystizismus.
Rachel Maria Ginzburg war Leni Gruytens geistiges Vorbild.
Was haben wir schon versucht!
Dreimal haben wir den Leichnam ausgegraben und an einer anderen Stelle wieder beerdigt.
Und immer dasselbe.
lm Dezember bl�hen rote Rosen auf ihrem Grab.
Sie waren doch viele Jahre lang Besitzer einer G�rtnerei, Herr Pelzer?
Sie wissen sicher besser als wir, wie man im Winter Rosen zum Bl�hen bringt.
Mit Hilfe chemischer Mittel, zum Beispiel.
Oder auf irgendeine andere Art.
Vielleicht will jemand aus Rachel eine Heilige machen.
Oder sich am Kloster r�chen.
Und ob Leni Gruyten etwas mit den Rosen zu tun hat, das kann ich lhnen nicht sagen.
Soviel ich wei�, gibt es nur diese Verbindung zwischen Fr�ulein Gruyten und den Rosen.
Doch in dem Grab lag nicht der arme Alfred Bullhorst.
Leni weinte um einen anderen.
Das ist jetzt 20 Jahre her.
Seinetwegen nannte man sie ''Russenliebchen''.
Entschuldigen Sie, darf man rauchen hier bei lhnen?
Besuchern ist es erlaubt.
Verzeihung, darf ich lhnen eine anbieten?
Nein, vielen Dank.
Ach, Quatsch.
Geben Sie mir auch eine!
Tabak aus Virginia. Was f�r ein Aroma.
lch wusste nichts von der Freundschaft zwischen Leni Gruyten und Rachel Ginzburg.
Wenn Sie mich fragen, hatte ihre Beziehung mehr mystischen Charakter.
Das trifft es, mystisch.
Mystisch? Was wollen Sie damit sagen?
Nach dem Fund der Rosen holte ich mir das Dossier Leni Gruyten aus dem Archiv.
Was stand drin?
Mathematik: mangelhaft.
Religion: Verschweigen wir's lieber. Schrecklich.
ln Deutsch aber war sie gut, sehr gut.
Sie musste im dritten Jahr wegen Religion die Klosterschule verlassen.
Au�er den Noten haben Sie nichts erfahren �ber die Beziehung zwischen Leni und Rachel?
Sie meinen, etwas Bestimmtes zwischen ihnen?
Nein. Leider nichts.
�brigens, diese schlechte Note in Religion ist ein lrrtum.
Leni ist gl�ubig. Sie ist Katholikin. Auf ihre Weise, nat�rlich.
Mystisch. Das haben Sie gut gesagt.
Uns interessiert alles, was mit Rachel Ginzburg zu tun hat.
Die Rosenaffaire ist bis zum Vatikan vorgedrungen.
Wir sollen dieses Wunder manipuliert haben, dabei manipuliert es uns.
Dr. Scholsdorff kennt Leni sehr gut. Aber diese T�rken ... bravo.
Man k�nnte glauben, sie seien nichts wert, das nenn' ich angewandte Solidarit�t.
Nach dem Krieg zog Dr. Scholsdorff in das Haus.
Wenn Sie ihm zuh�ren, werden Sie verstehen warum.
Verzeihung, ich habe vergessen, dass Sie kommen wollten.
Treten Sie ein! Keine Angst, Professoren sind bekanntlich zerstreut.
Entschuldigen Sie, ich komme gerade aus dem Bad.
Bitte.
Dr. Scholsdorff,
Schwester Klementine.
Entschuldigen Sie!
Von mir aus k�nnen Sie ruhig zu Ende baden.
Tun Sie sich bitte keinen Zwang an!
Leni Gruyten spielt.
Da spielt nicht ein Klavier.
Da geschieht Musik.
Spiel bitte mal etwas anderes! Schubert kennen wir nun.
Aber ich kann doch nichts anderes. lch kann nur das.
Was meinst du dazu, Erhard?
Nimm die F��e vom Tisch! Das ist ungezogen. Deine Jacke ist nicht zugekn�pft.
Das ist gegen die Vorschrift. - Entschuldigung.
Jawohl!
F�r uns Deutsche ist Ordnungsliebe eine Leidenschaft.
Mein Gott, wie ernst wir uns nehmen!
Und diese Dienstvorschriften! Welch brilliante Logik!
Der Soldat benimmt sich gegen�ber Vorgesetzten ungezwungen,
bereitwillig und aufmerksam.
Ungezwungenes Benehmen zeigt er durch Nat�rlichkeit und freudige Pflichterf�llung.
Und f�llt einem Vorgesetzten ein Gegenstand hin,
so hebe ihn der Untergebene auf.
Aus Reih und Glied, jedoch
nur auf Aufforderung.
Ein Zimmer f�r zwei, f�r diese Nacht,
haben Sie das?
�ber die Zimmer verf�gt die Ortskommandantur.
Das ist nicht f�r das Zimmer.
F�r Sie.
Nehmen Sie's, keine Angst!
Goebbels wird nie etwas davon erfahren.
Aber das Zimmer muss morgen fr�h ger�umt sein.
Wenn Sie die junge Dame suchen,
sie ist rausgegangen.
Du sollst einen Bunker konstruiert haben, der jeder Bombe widersteht.
Stimmt das?
Deine Frage scheint mir nicht angebracht.
Nicht?
Darf ich dir noch was geben? - Du wendest dich an den Falschen.
lch habe weder Bomben noch Bunker bestellt. - Du baust sie!
Sag mal ...
verdienst du wenigstens was dabei?
Oder bringst du Opfer f�r das deutsche Reich?
Darf ich?
Ja?
Prost!
Heinrich ...
du ...
lch m�cht' bitte gehen.
Entschuldigung.
Entschuldigung.
Otto, vergiss nicht, die Daten von Heinrich General Jedlitz zu geben!
Er darf unter keinen Umst�nden an die Ostfront.
Helen sagt, dein Enkel soll Kurt hei�en.
Sie wird ihm ein sch�nes St�ck Land mitgeben, auf der anderen Rheinseite.
Kurt ist ein sch�ner Name. Lotte gef�llt er sicher auch.
Warum hast du nicht gleich gesagt, dass Wilhelm ...
Schrecklich.
Es ist Krieg, es passiert jeden Tag.
Lotte soll mit dem kleinen Kurt zu uns �bersiedeln, Vater.
Sie sind ausgebombt.
Das ist doch selbstverst�ndlich.
Helen wird sich dar�ber freuen.
lch bin heute um 18 Uhr zur�ck.
Gestern kam der letzte Feldpostbrief von Wilhelm.
Aus einer Stadt mit einem seltsamen Namen, Woirichojew, Woschojew oder so.
Er beginnt mit ''Lieber Papa''.
Genauso hab' ich Sie mir vorgestellt.
Selbstsicher ... und sch�n.
Frau Schweigert ... Erhard und Heinrich sind gestern nach D�nemark gefahren.
Gut!
ln D�nemark wird nicht geschossen.
Das sag' ich als seine Mutter.
Andererseits, eine kleine H�rtepr�fung w�rde ihm nicht schaden.
Er ist zu weich.
Frau Schweigert, ich habe Angst.
Um alle beide.
lch versteh' Sie nicht.
Beide hassen diesen Krieg.
lch verstehe Sie nicht.
Erhard war immer ein anst�ndiger Deutscher.
lch werde nach D�nemark fahren.
Ja, warum denn?
Um Erhard zu sagen, dass ich ihn liebe.
lch m�chte wissen, ob es dort Heidekraut gibt.
Welche Sorte davon und wann es bl�ht.
Sie sind unter die Botaniker gegangen?
Eine Botanikerin?
Das ist gut.
lch glaube, ich habe Sie untersch�tzt.
Sie sind nicht so naiv, wie ich dachte.
Aber in einem Punkt bin ich ganz sicher:
lhre Beziehung zu Erhard kann nur fl�chtig sein.
Ja.
Fl�chtig und dauerhaft zugleich.
Eine dauerhafte Fl�chtigkeit.
Jeder versucht zu sein, was er nicht ist.
Sie zum Beispiel.
Sie spielen die Rolle einer gebildeten Frau.
Leider ohne Erfolg.
Erhard h�tte das besser formuliert.
Er kann nur vor�bergehend mit lhnen gl�cklich sein.
Vor�bergehend?
Das ist ein sch�nes Wort.
lm Vor�bergehen gl�cklich sein.
Sie legen keinen Wert auf eine dauerhafte Bindung?
lm Heidekraut ...
vor�bergehend gl�cklich sein.
Was meinen Sie?
lst das Heidekraut an der d�nischen K�ste sch�ner?
Duftet es st�rker als bei uns hier?
lst es elastischer?
Das ist vulg�r.
Genauer gesagt: proletarisch.
Die Natur ist keine Matratze.
Matratze?
Das w�re mir nie eingefallen. Das ist lhre ldee.
Wissen diese D�nen nicht, dass Milit�rfahrzeuge Vorrang haben?
Ordnung muss sein. Au�erdem ist ihr Land besetzt.
Die sollten sich etwas h�flicher benehmen.
Donnerwetter!
Das hat Papa Gruyten arrangiert. Den Passierschein besorgt und alles.
Sicher bringt sie mir ein Paket und Gr��e aus der Heimat.
lch bin doch ein ldiot. Sie ist ja nicht meinetwegen da.
lch bin schon zu lange Soldat.
Ganz einfach.
lch habe eine ldee, wie wir �berleben k�nnen.
Gemeinsam.
Schau, Schweden ist ganz nah, nur zehn Seemeilen.
Da leben normale Menschen. - Der Krieg ist bald aus.
Der Krieg ist bald aus? Dieser Krieg wird nie aufh�ren, nie!
Heinrich hat recht. Das sind Affen, keine Menschen. Die sehen nur so aus.
ln zwei Tagen werden Heinrich und ich r�berpaddeln.
Wir warten auf dich.
Dr�ben in Schweden.
Was wollt ihr?
lhr Schweine!
lch schei�' auf euer Deutschland!
Dr. Scholsdorff, wenn ich mich nicht irre.
Ja. - Kommen Sie herein!
Legen Sie ab!
Danke.
Bitte sehr.
Bitte, nehmen Sie Platz!
Danke.
M�chten Sie etwas trinken?
Danke, ich trinke nicht.
Tee vielleicht.
Es tut mir leid, das Personal ist entlassen.
Herr Gruyten, ich bin aus rein pers�nlichen Gr�nden hier.
lch m�chte mich bei lhnen entschuldigen. - Setzen Sie sich, Herr Doktor!
lch bin Slawist.
Mein spezielles Gebiet ist russische Literatur.
Aber ich arbeite nicht in meinem Fach seit dieser ungl�ckselige Krieg begann.
Wenn ich das sagen darf ...
ich bin beim Finanzamt.
lch wei�.
Herr Gruyten,
warum haben Sie meinen Vorladungen nicht Folge geleistet?
Diese unerfreuliche Angelegenheit h�tte sich vielleicht beilegen lassen.
Auch ich werde kontrolliert.
lhre Akte kam automatisch in die H�nde der Gestapo.
Die Firma Schlemm und Sohn mit allen Angestellten ist eine pure Erfindung.
lhre Erfindung.
Nur das Geld, das Sie im Namen der Firma kassierten, war echt.
F�r die Gestapo sind Sie ein Volkssch�dling.
Sie haben das Vaterland besch�digt.
Mir sind allerdings lhre Motive nicht ganz klar geworden.
Sie hatten keinen Nutzen.
Mein Nutzen ist der Schaden,
den ich dem Staat zugef�gt habe.
Sie sind zu fr�h gekommen, Herr Doktor.
Der Schaden f�r das Reich sollte viel gr��er sein.
Tut mir leid.
H�tten Sie blo� nicht die Namen russischer Schriftsteller benutzt.
Wie h�tte ich zulassen k�nnen,
dass Tolstoi auf einer Baustelle am Atlantik Graupen essen muss!
Oder das hier zum Beispiel.
''Auf der Baustelle von Schlemm und Sohn bei Koblenz
wurden folgende Arbeitskr�fte aus dem Osten besch�ftigt:
Gogol ...
Puschkin ...
Dostojewski ...
Turgenjew.''
Nicht mal Gogol hat in den ''Toten Seelen'' die Namen russischer Autoren verwendet.
Was h�tte ich tun k�nnen?
lch musste Bericht erstatten.
Das war auff�llig.
Sie haben genau das getan,
was ich an lhrer Stelle auch getan h�tte.
Vor einigen Monaten.
Leni ...
Herr Scholsdorff, Dr. Scholsdorff ...
Doktor der Slawistik.
lch habe geh�rt, dass Frau Gruyten vor kurzem verstorben ist.
Nicht nur meine Mutter.
Mein Beileid. Es geschah alles gegen meinen Willen.
Warum zwinkern Sie denn andauernd?
Wieso sind Sie nicht beim Milit�r?
lch bin untauglich.
lch ...
bin ... tief betroffen.
lch ...
Sie finden mich v�llig ...
Sie tun doch immer nur, was lhnen befohlen wird.
Nicht mehr und nicht weniger.
Sie sind ein anst�ndiger B�rger.
Wie wir alle.
Sie m�ssen mich verstehen.
Verzeihen Sie,
wir geben lhnen gar nicht die Schuld.
Sie mussten die Ordnung respektieren.
Und sich an die Vorschriften halten.
Glauben Sie mir, Fr�ulein Gruyten,
wenn ich gewusst h�tte ...
lch stehe lhnen zur Verf�gung.
lhr Vater muss ein belesener Mann sein.
Die ganze russische Literatur steckte er in die Arbeitslager.
Mein Vater liest sehr selten.
Meistens Zeitungen.
Auf Wiedersehen.
lch muss lhnen sagen, in der einen Woche, die Sie hier sind,
sind Sie eine erstklassige Blumenbinderin geworden.
lch habe lhnen zugeschaut.
Sie haben eine Hand f�r Blumen. Sie sind ein Naturtalent.
Um lhre Stelle m�ssen Sie sich nicht sorgen, bei den vielen Toten heutzutage.
Schon die Verletzten, die in den Lazaretten sterben.
Dann die Opfer der Bombenangriffe ...
Wissen Sie, dass jeder, der sein Leben f�r F�hrer, Volk und Vaterland l�sst,
Anspruch auf einen kostenlosen Kranz mit Schleife hat?
Auch bei unbekanntem Bestattungsort gr�bt man in der Heimat ein Loch
und legt einen Kranz mit Namen drauf.
Sie wollen sicher wissen, was in dem Loch drin ist?
Nichts.
Nichts.
Sieh dir unser Walterchen an! Hat die Neue schon im Beiwagen.
Was seht ihr mich so an?
Diesmal bin ich unschuldig wie ein Lamm.
Was gibt's zu glotzen?
Noch nie 'n Russen gesehen? - lch seh' nur tote Russen gern.
Genie� den Krieg, Kamerad! Der Frieden wird f�rchterlich.
Herr Pelzer! Das ist der russische Gefangene Boris Koltowski. Gefangenenlager 437.
Vorsicht, er kann Deutsch.
He Russki, wer hat gesagt, dass du dich setzen darfst?
So schwer ist dein Arsch nicht.
Helga Sch�tzchen, tausch den Platz mit Fr�ulein Gruyten!
Der Russe sitzt neben Kremp. - Wiedersehen, Herr Pelzer!
F�r den bin ich verantwortlich.
lch will ihn abends wieder mitnehmen, klar?
Wenn du scharf drauf bist, Russkis zu knacken, bitte! Geh an die Front!
Oder besser: H�pf dorthin!
Auf dem einen Bein, das du noch hast.
Bis bald!
Solche hab' ich viele gesehen. lch ging nach Osten, die nach Westen.
Russen sollte man nur �ber Kimme und Korn ansehen.
Herr Major, ich bin lhnen zutiefst verpflichtet.
lch habe Grigori, Boris' Vater, 1938 in Berlin kennengelernt.
Er war Attach� an der sowjetischen Botschaft. Wir sind gute Freunde geworden.
Und jetzt, f�nf Jahre sp�ter, fand ich einen Zettel im Briefkasten:
''Boris in Gefangenschaft.''
Nur das.
Der gefangene Russe war gewisserma�en auf dem Wege zur Vernichtung.
Die Todesrate in seinem Stalag ist leider sehr hoch.
lch wei�. Aber ich bitte Sie, tun Sie alles, damit er den Krieg �berlebt!
Das wird nicht leicht, aber ...
wenn er keine Dummheiten macht, k�mmere ich mich um ihn.
Das muss nat�rlich unter uns bleiben.
Warum nehmen Sie uns nicht mit?
Wir haben das Laufen satt.
Kein Platz, der Beiwagen ist voll.
Los, Russki, worauf wartest du?
Steig auf!
Die Motorisierten sind da.
Der Kranz st�rt mich nicht.
Bin ja noch nicht tot.
lch dachte, Sie stellen Kr�nze her?
lch wusste nicht, dass Sie sie auch sammeln.
Wir haben Krieg. Den kann man noch mindestens f�nf Mal verwenden.
Die alte Schleife kommt ab und die neue ran. Das ist im Sinne der Kriegswirtschaft.
Herr Pelzer, verzeihen Sie.
Warum eine neue Schleife? Warten Sie auf den n�chsten ''Hans''!
Ja, du hast recht. Wir haben den Familiennamen vergessen.
Das sollte man immer so machen.
Keine Familiennamen, nur noch Vornamen.
Und die �blichen Floskeln:
''Unser Ein und Alles'' ...
''Unser Unvergesslicher'' ...
''�ber alles Geliebter'', ''ln stolzer Trauer'', und was es sonst noch gibt.
Und noch eins: Die Gruppe, die die Kr�nze bindet im Gew�chshaus, ist zu klein.
Die Gruppe, die sie dekoriert, verliert zu viel Zeit.
Du bist ein Wirtschaftsexperte.
Nein, lngenieur.
Das ist unser Kaffee.
Der hat seine Lagerration.
Der hat seine Ration!
Das ist mein Kaffee.
Was? lhr Bohnenkaffee f�r den da?
Den kriegen nicht einmal wir!
Sch�n.
Bohnenkaffee f�r den Bolschewiken.
lch bin auf der richtigen Spur.
lch habe deinen Vater gefunden.
W�rde er noch leben, h�tte er uns benachrichtigt.
Wie denn?
Soll er anrufen oder eine Geburtstagskarte schicken?
Dein Vater ist im Lager.
lm Arbeitslager.
Du starrst das Glas an, als w�ren wir alle Diebe!
Wer soll die Marmelade verd�nnt haben?
Hat Kurt vielleicht deine stinkende Marmelade geklaut?
Lotte, ich bitte dich. Otto denkt nicht so.
lch meine genau das, was ich gesagt habe.
Das Eigentum muss respektiert werden.
Sonst krepieren wir.
lch hab' Hunger.
Du auch? - Ja.
Wei�t du, Leni, die Preise auf dem Schwarzmarkt steigen st�ndig, die ...
Zigaretten werden knapp und ...
deinen Kaffee, den muss ich mit Gold bezahlen.
Wei�t du, wie hoch du bei mir in der Kreide stehst?
Bin ich dir nicht mehr gut?
Hab' ich keinen Kredit mehr?
Es geht hier nicht nur um mich.
lch werde Sicherheiten verlangen m�ssen.
Vielleicht deine Wohnung? - Finger weg von der Wohnung!
Du sei ruhig!
Nimm eine Hypothek auf!
Warum nicht? - Gib acht, was du tust, Otto!
H�tte Leni uns nicht aufgenommen, w�rden wir wie Ratten hausen.
Halt den Mund, hab' ich gesagt!
Musst mich verstehen, Leni,
ich hatte kein Geld und f�r einen Kredit muss ich eine Garantie vorweisen.
Die Hypothek wird auf meinen Namen lauten.
Das ist am besten f�r dich.
Fr�ulein Gruyten!
Steigen Sie ein!
Besser, man sieht uns nicht auf der Stra�e.
Keine Angst!
lch bin ein Freund Otto Hoysers.
Wann haben Sie meinen Vater zuletzt gesehen?
lch habe ihn gar nicht gesehen.
Und das werde ich auch nie.
lch kenne aber Leute, die ihn t�glich sehen.
lhr Vater hat Schwein gehabt, Fr�ulein.
Schon monatelang im Lager und lebt noch immer.
Herr Hoyser sagt, dass Sie Herrn Gruyten helfen wollen.
Es ist streng verboten, Lagerinsassen zu helfen.
Bei Todesstrafe.
Wie viel?
Sie sind seine Tochter. Mir bedeutet er nichts.
Meinen Kameraden im Lager auch nicht.
Die Summe muss dem Risiko entsprechen.
Auf dem Friedhof kann uns nichts passieren, da sind schon alle tot.
Die Amis legen sie nicht zweimal um. - Und wir?
Wir?
Was sind wir denn? Dreck. Wir z�hlen doch gar nicht.
Sie irren sich, Fr�ulein H�lthohne.
Wir sind ein kriegswichtiger Betrieb.
Wir sind unentbehrlich im Krieg.
Mit zweien auf einmal k�nnt' ich nicht.
Und der andere soll noch der Freund meines Mannes sein? Nein, niemals.
Aber doch nicht zusammen, im gleichen Moment.
Hab' schon verstanden. Trotzdem, vollkommen unm�glich.
Nie.
Das Rotkehlchen darf nicht in den Luftschutzraum. Wenn er t�rmt?
lch war fr�her Soldat als Sie, ich kenne meine Pflicht.
lch bleibe hier.
''Da ich deine schmalen H�nde nahm ...''
lch hab' Angst.
Warum?
Vorm Sterben.
Du nicht?
Von wem ist das Gedicht? - Von Georg Trakl.
''Da ich ...''
''Da ich Deine schmalen H�nde nahm ...''
Warum geht ihr nicht raus, Kinder? An der frischen Luft stirbt sich's sch�ner.
lch muss meine Knochen spazieren f�hren.
lch dreh' schnell 'ne Runde.
lch hab' den Alten wieder erwischt.
Er stiehlt sogar von den Kindern.
Ein ganzes St�ck Brot hat er Werner weggenommen. Sagt: ''Das geh�rt mir''.
lch versteh's nicht.
Du hast uns aufgenommen, als wir sozusagen auf der Stra�e lagen.
Und jetzt willst du eine Hypothek auf den Alten unterschreiben.
Wer ist es denn?
Niemand.
Lotte, wei�t du, wo jetzt die Amerikaner stehen?
Sie sind schon in Deutschland.
Du ...
wenn du zwischen einem Polen und einem Engl�nder ...
w�hlen k�nntest, f�r wen w�rdest du dich entscheiden?
F�r den Polen. Wenn er kein Jude ist.
Wo sind die anderen Schleifen, Frieda, mein Schatz?
Das ist der dritte ''unvergessliche Otto'' heute.
M�dchen stehen
an den Toren
Schauen scheu
ins farbige Leben ...
Wo sind wir hier? lm Gesangverein?
Oft am Brunnen
wenn es d�mmert
Was f�r'n idiotisches Lied ist das �berhaupt? Versteh' gar nichts.
lch glaube, es ist von einem deutschen Dichter.
Aus der Ostmark. Er hei�t Georg Trakl. - Stimmt. Der starb im letzten Krieg.
Was geht dich das an?
Entschuldigen Sie, bitte.
Arbeiten oder singen.
Abend kehrt
in alte Garten
Sonjas Leben ...
Gratuliere, Chef! Die singen russische Liedchen.
Was haben Sie?
Sie hat eine sch�ne Altstimme. Klingt doch sehr deutsch.
Fr�ulein Gruyten singt von einer Sonja. Das ist ein russischer Name.
Wir sind im Krieg! ln Russland sterben unsere Kameraden!
Sonja ist nicht nur ein russischer Name. Auch Sonja Henie hei�t Sonja.
Hallo! Wenn du mich suchst, guckst du in die falsche Richtung.
Auf wen wartest du? Sag blo� nicht auf Kremp oder Pelzer, den alten Sack.
Also, was ist mit uns, S��e?
Genie� den Krieg, denn der Frieden wird f�rchterlich!
Warum hast du das gemacht?
Heutzutage eine Hypothek aufzunehmen ...
Du musst verr�ckt sein. - Na und? lch brauche Geld.
Die Schachtel Zigaretten kostet sechs Mark.
F�r meinen ganzen Verein macht das 20 Mark pro Tag.
Dann kommt noch Kaffee, Brot ...
Seife ...
Dieser Russe, der bei Pelzer arbeitet, ist blond.
Wie Heinrich. - lch brauche ein Soldbuch f�r Boris.
Boldig, der Ein�ugige, der dich angesprochen hat, der kann alles beschaffen.
Sie kennen mich doch! Das h�tte ich nie zugelassen.
Niemals!
Das Lied von der Sonja hat Fr�ulein Gruyten gesungen.
Der Russe hat nur einmal f�r sich gesungen, und zwar ein deutsches Lied.
Ein absolut deutsches Lied.
Mein Wort!
Laut der Anzeige sollen russische Lieder gesungen worden sein.
Von den Arbeiterinnen und sogar von dem Gefangenen.
Das ist eine L�ge, eine ganz gemeine L�ge!
Nebenbei ist das Lied von der Sonja ein altes russisches Lied.
Noch aus der Zarenzeit.
Das wird sogar im Radio gebracht.
Russische Gefangene d�rfen nichts Russisches singen.
Sie d�rfen gar nicht singen.
Aber ich schw�re, er hat kein russisches Lied gesungen.
Er sang nur vor sich hin, und das in gutem Deutsch.
Er spricht Deutsch. So gut wie Sie, oder sogar so gut wie ich.
Boris!
Komm mal her!
Du wei�t doch, was du gesummt hast, als Kremp dabei war, vor ein paar Tagen.
Los, sing!
Einsam wandert ein Freund
im Fr�hlingsgarten
Mild von lieblichem ...
Sehen Sie, er singt ein deutsches Lied.
... umschlossen.
... das durch schwankende
Bl�tenzweige zittert
Adelaide ...
Boris.
Warum gehst du nicht raus? Es ist sch�ner, an der frischen Luft zu sterben.
Ach, Boris?
Beantworte mir eine Frage!
Ganz offen.
Wie ist dir zumute, wenn du auf die Schleifen schreibst:
''F�r den F�hrer, f�r das Volk ...
f�r das Vaterland ...''
Dann musst du auch noch ein Hakenkreuz malen.
Herr Pelzer ...
ich m�chte Sie nicht ver�rgern.
Aber f�r mich ist das eine angenehme Arbeit.
Hier treffe ich nur tote SS-M�nner.
Ja ... Pelzer?
Hallo, ja ... Walter Pelzer.
Sagen Sie Seiner Exzellenz, alles bestens.
Da gibt es noch etwas ...
Der junge Russe hat ein Verh�ltnis mit Leni.
Ja, der Tochter von Gruyten.
Seit einiger Zeit.
Nein, nein.
Nein, nein, nein. Niemand, niemand.
Nein, nein ...
Wenn ich mich einmische, wird's noch schlimmer.
lch bekomme ein Kind.
Ja!
lch bekomme ein Kind, Boris.
''Brecht das Joch der Tyrannen, die uns so grausam gequ�lt.
Schwenket die blutrote Fahne �ber die Arbeiterwelt.''
Genau das.
Das hat Boldig mir berichtet.
Der Bengel muss den Verstand verloren haben. - Gesungen hat er das.
Und obendrein in der Stra�enbahn. Nat�rlich leise.
Dann stellte sich dieser Arbeiter neben ihn.
Boldig verstand jedes Wort, das er ihm zufl�sterte.
''Mut, Genosse, wir haben den Krieg so gut wie gewonnen.''
Der Kerl hat recht, mein lieber von Kahm.
Wir haben den Krieg verloren.
Aber ob die ihn gewonnen haben, das wei� ich nicht.
Pelzers Bericht kennen Sie ja.
Der Russe trifft sich seit Monaten mit Leni Gruyten,
w�hrend der Luftangriffe.
Sehen Sie zu, dass er den Krieg �berlebt!
Vielleicht nutzt er uns.
Katastropha!
Und was macht ihr, meine S��en,
wenn der Krieg vorbei ist? - Was wirst du machen?
Na ja ... war ja auch 'ne dumme Frage.
lch h�tte fragen sollen, was du heute Nacht vorhast. lch meine ...
was wir beide vorhaben?
Sie waren in Russland?
Sieht man gleich.
Was sind das f�r Menschen, diese Russen?
Keine Ahnung.
lch geb' ihnen meine Kippen.
Fliegerangriffe?
Nein, Gesch�tzfeuer.
Schon so nah?
Du hast Recht, mein Herz.
Besser zehn Worte zu wenig als eins zu viel.
Was magst du noch?
Au�er mir.
Dich mag ich wirklich.
Was brauchst du?
Meine Freundin Leni braucht ein Soldbuch.
Von 'nem Toten.
Man m�sste nur das Foto wechseln.
F�r Lenis Russen, was?
Genossen!
Genossen, die Faschisten sind weg!
Genossen, die Faschisten sind weg!
Genossen ...
die Faschisten sind weg.
lch bleibe hier.
Bis Kriegsende.
Wenn ich nicht wiederkomme, habe ich sie gefunden.
Oder sie haben dich umgelegt.
''Hierauf erforsche dein Gewissen,
worin du gegen Gott in Gedanken, Worten und Werken gefehlt hast.''
''lch habe ges�ndigt, o Vater,
gr�blich habe ich ges�ndigt wider den Himmel und wider Dich,
ich habe mich verirrt wie ein verlorenes Sch�flein,
ich bin nicht wert, Dein Kind genannt zu werden ...''
''Katharina Werme... Wermelskirchen,
Erstkommunion 1878.''
Du drehst Zigaretten aus dem Gebetsbuch?
Ja, das lass' ich mir patentieren.
Gebete gedruckt auf Zigarettenpapier.
Jede Zigarette ...
ein Gebet.
Erst beten, dann rauchen.
''Hast du im heiligen Ehestande dich gem�� deiner Schuldigkeit verhalten?
Hast du vors�tzlich mit einem anderen Ehemann oder Eheweib
oder ledigen Person zu s�ndigen begehrt?''
''... oder einer anderen ledigen Person?''
Hast du vors�tzlich mit einem anderen Ehemann oder Eheweib
oder ledigen Person zu s�ndigen begehrt?''
'' ... oder einer anderen ledigen Person!''
Halt!
Aufstehen! H�nde hoch!
He, he, Russkis!
Wie geht's, Russkis?
Setz dich ruhig, Boris!
Wir suchen keine Russen.
Wir suchen Deutsche.
Die sich einbilden, der Krieg sei vorbei.
Was ist das f�r'n Schweinefra�?
Gar nicht so schlecht.
Woher?
Von hier etwa? - Erschie�en Sie uns jetzt?
M�sste ich eigentlich.
Nicht weitersagen!
Der Krieg ist aus.
Der Simon war hier, habt ihr ihn gesehen?
Das ist ein Junge noch, ein Kind.
Wenn Kinder zum Einsatz kommen,
dann ist auch der Krieg vorbei.
Warum bist du nicht bei deinem M�del, warum hab' ich ein Soldbuch besorgt?
Du hast 'nen nagelneuen Namen.
Bullhorst. Alfred Bullhorst.
Vergiss ihn nicht!
Wenn Simon erf�hrt, dass du so hei�t,
der knallt dich glatt ab.
Er schie�t nur noch auf Deutsche.
Auf solche, die die wei�en Fahnen hissen.
Wie seid ihr hergekommen?
Mit Entlassungspapieren ... mit 'nem Stempel drauf?
Die Wachen waren verschwunden.
Genie�t die letzten Kriegstage, Kumpels!
Der Frieden wird f�rchterlich.
Simon!
Simon!
Da! Simon!
Deutschland kaputt, he?
Simon! Deutschland kaputt!
Komm! Kaputt, he!
Heilige Maria, Mutter Gottes, erbarme dich unser!
Heilige Maria, Mutter Gottes, erbarme dich unser!
Heilige Maria ...
Heilige Maria, Mutter Gottes, erbarme dich unser!
Heilige Maria, Mutter Gottes, erbarme dich unser!
Boris, ich hab' Angst.
Heilige Maria, Mutter Gottes, erbarme dich unser!
Erbarme ... erbarme dich unser!
Boris! Boris, ich hab' Angst!
Hubert ...
Du bist zur�ck.
Das ist eine �berraschung.
lch bring' die Miete, Otto Hoyser.
Deine Miete.
F�r meine Wohnung.
Ja, aber ... die h�ttest du mir doch per Post schicken k�nnen.
Mit der Post?
Die Miete?
Deine Miete?
Ein Jahr lang habe ich mich darauf gefreut, dir die erste Miete zahlen zu k�nnen.
F�r meine Wohnung.
Das ist eine Bringschuld.
Bitte ... komm doch herein!
lch hab' dir das Leben gerettet! Ohne mich w�rst du krepiert!
Was willst du? Alles umsonst haben, was?
Aber es gibt nichts umsonst auf der Welt!
Saboteur! Du ... du Volkssch�dling!
Sie m�ssen es mir geben! Die Amerikaner sind mir auf den Fersen.
Sie m�ssen! - Dann verschwinden Sie doch!
lch halte Sie bestimmt nicht zur�ck.
Nein, mein Motorrad verkauf' ich nicht.
lch brauche es.
Aber ... wir sind doch alte Parteigenossen.
Eine Woche vor Einr�cken der Amerikaner habe ich mein Parteibuch zur�ckgegeben.
Mit der Post, und zwar per Einschreiben. lch hab' den Beleg.
lch bin kein Nazi.
Verkaufen Sie's mir!
lch zahle bar.
1 000 Mark.
Das Zehnfache.
10 000 Mark.
Aber ...
Aber das Wrack ist nicht mal 500 wert.
Heute und f�r Sie ist es mehr wert als 10 000 Mark.
Aber ...
ich bin kein Unmensch.
10 000 Mark ... Sch�n.
Also, gut. Sie bekommen lhre 10 000 Mark.
Passen Sie auf, der 2. Gang springt raus, manchmal.
Sie sind Gesch�ftsmann, Herr Gruyten. Sie werden das begreifen.
Nach der Zerst�rung kommt der Aufbau. Und Stahl bleibt Stahl.
Ein Panzer kostet mich zwei Schachteln Zigaretten, wenn nicht umsonst.
Nur f�rs Wegr�umen. Sie wissen, was 40 Tonnen Stahl wert sind.
lch bin Neuling im Bau, Sie sind Fachmann.
Mein Vorschlag: Wir tun uns zusammen.
Sie organisieren und ich finanziere.
Wir profitieren beide davon, denn das alles hier ist pures Gold.
Man braucht sich nur b�cken, um es aufzuheben. Einverstanden?
Nein, nein. lch habe Sie um eine Stellung gebeten als Maurer,
wenn Sie mich brauchen.
lch gebe lhnen Arbeit, wenn Sie wollen.
lch bezahle gut.
Ach, und bringen Sie Boris mit! Wie nennt er sich gleich?
Bullhorst.
Alfred ... Bullhorst.
lhre Papiere!
Alfred Bullhorst.
Stimmt das?
Wann sind Sie geboren?
1920.
Waren Sie Soldat?
Wo sind die Entlassungspapiere aus dem Gefangenenlager?
Okay. Mitkommen!
Sagen Sie der Frau, wir haben Alfred Bullhorst den Franzosen �bergeben.
Unsere Lager sind zu �berf�llt.
Sie haben ihn den Franzosen �berstellt, ins Saarland.
Dieser Amerikaner fragt, wieso Boris seine Herkunft nicht verraten hat.
Ein russischer Kriegsgefangener! Und dann?
Man h�tte ihn Stalin ausgeliefert. Und was h�tte der gefragt?
''Wieso lebst du noch? Wieso bist du nicht f�rs Vaterland gefallen?
Warum hast du denen erlaubt, dich gefangen zu nehmen? Ab nach Sibirien!''
Alfred Bullhorst ...
lhr Mann, wie Sie sagen,
ist vor zwei Monaten umgekommen.
Bei einem Grubenungl�ck.
Dass es einen im Krieg erwischt, das verstehe ich.
Auch dass einer in Gefangenschaft ger�t.
Aber nach Kriegsende in Gefangenschaft zu geraten
und dann mitten im Frieden im Lager zu sterben,
das kann nur einem Pechvogel passieren.
Niefelheim ...
das ...
ist schon fast in Holland, oder?
Stimmt es, dass da bei lhnen sogar Erwachsene in ...
Holzschuhen Schlittschuh laufen?
Das Grab ist da dr�ben, letzte Reihe.
Leicht zu erkennen an den frischen Blumen.
Seine Eltern waren vor ein paar Tagen da.
Kurz vor dem Unfall hat Bullhorst eine Postkarte geschrieben.
An eine gewisse Leni.
Die Karte ist an die Adresse der Eltern gegangen.
Doch seine Eltern kennen keine Leni.
Sind Sie das vielleicht?
Sie haben gar keine Blumen dabei!
''Sehr geehrtes Fr�ulein Gruyten,
lhr Vater ist durch einen Unfall ums Leben gekommen.
Jedoch ist die Unfallursache bisher noch nicht gekl�rt.
lhr Vater befand sich in keiner gef�hrlichen oder riskanten Situation.
Die Rekonstruktion des Unfallhergangs ergibt keinen Anhaltspunkt
f�r ein Fremdverschulden.
Hochachtungsvoll, Schmitz, Polizeihauptwachtmeister.''
Exzellenz ...
Eure Exzellenz!
Sie werden sich erinnern, meine lnformationen waren immer pr�zise.
lmmer.
Wer hat diesen K�ter reingelassen?
lch finde Hunde widerlich.
Frau Schweigert?
Nehmen Sie noch einen Keks!
Schmeckt ausgezeichnet.
Leni hat Recht, Mutter. So gute Kekse habe ich nicht mal bei dir gegessen.
Sicher, das war der beschissene Krieg.
Der Junge da dr�ben, der mit dem Wodka, Bullhorst hei�t der.
Tut mir leid, dass ich ihn ins Lager brachte.
Leni, Liebes,
Trakl, Schubert ...
das werd' ich nie vergessen.
Was meinen Sie, Boris?
Wissen Sie, Fr�ulein H�lthohne, Leni und ich, wir lieben uns.
Als der junge Trottel auf mich schoss ...
hab' ich gar nichts gesp�rt.
Du hast dich gar nicht ver�ndert, Heinrich.
lch hab' nachgeforscht.
Holzschuhe tr�gt man erst nach der holl�ndischen Grenze.
ln Niefelheim, da tragen die Leute keine Holzschuhe.
lch tanze mit dir in den Himmel hinein
ln den siebenten Himmel der Liebe ...
Deutsche Untertitel TITELWERK
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.