All language subtitles for Liebesleben (2007)[GER].ger

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Original subtitles

Liebesleben (2007) dTV - rbb - 25. April 2013

Sirenensignal

Taxi!

Der Mann in der Jacke ...

Er hat eine Bombe! Eine Bombe explodiert.

Was ist mit meinen Eltern passiert?

Jara? Wo sind sie?

Jara, ein Segen, dass du kommst. Kümmere dich um deine Mutter.

Mein Gott, schließ die Tür.

Was ist passiert? Mir geht es nicht gut.

Eben ging es ihr noch prima. Er glaubt mir nicht.

Da könnte ich eher verrecken.

Dann werd doch erst mal richtig krank.

Hörst du das? Was hat der Arzt gesagt?

Was für ein Arzt? Ich wär gern so gesund wie sie.

Aber ein Arzt hat mir die Tür geöffnet.

Erinnerst du dich an meinen Freund Arie?

Sie war doch nicht mal geboren, als er das Land verlassen hat.

Ich geh wieder zu ihm. Nein.

Man lässt Gäste nicht warten. Bleib hier.

Kümmere dich um deine Mutter, bitte. Immerhin, wofür hat man denn Kinder?

Papa?

Sag mal, wie siehst du eigentlich aus?

Ich bin gerannt, Mama. Ich hab mir Sorgen gemacht.

Ist es meine Schuld, dass dieser Mann plötzlich auftaucht?

Ohne Vorwarnung steht er auf einmal vor der Tür.

Und deswegen wart ihr nicht beim Picknick?

Ich hol dir einen Aschenbecher. Ich hab es mir Hannah zuliebe abgewöhnt.

Und wegen Jara natürlich.

Herzlichen Glückwunsch, Papa. Ja.

Joni und ich haben uns gedacht ... Du musst Arie kennenlernen.

Wir haben zusammen studiert, da waren wir jünger als du.

Wir haben sogar mal zusammen gewohnt. Arie, das ist Jara.

Sie studiert vergleichende Religions-Wissenschaften.

Aber sie kriegt eine Assistentenstelle

an der Universität. Papa, bitte hör auf.

Erwartet sie immer das Schlimmste?

Sie hat mich angestarrt, als hätte ich euch umgebracht

und sie wär als Nächste dran.

Jara ist ein kleiner Angsthase. - Ach ja?

Wie geht es deiner Mutter? Nicht so besonders.

Ach was, die wird schon wieder.

Arie hat eine Ewigkeit in Paris gelebt.

Eine Ewigkeit?

Seit du auf der Welt bist, mehr oder weniger.

Ich wollte immer mal nach Paris. Aber?

Wahrscheinlich fürchte ich mich, enttäuscht zu werden.

Das Bild, das man im Kopf hat, ist vollkommener, als was man sieht.

Oh, da wir von Bilder sprechen, ich muss dir ein Foto zeigen.

Wir waren so jung damals.

Weißt du noch, als uns der Fotograf am Strand übers Ohr hauen wollte?

Es war ein schwarz-weißes Polaroid.

Du hast mich überredet, es zu kaufen.

Etwas fällt zu Boden.

Er findet das Foto bestimmt nicht. Er findet nie irgendetwas.

Er kann es nicht finden, weil es bei mir ist.

Ach, wie ärgerlich. Ich wollte dir zeigen, wie wir ausgesehen haben.

Lass gut sein, Leon. Es taucht schon wieder auf.

Autohupen

Shira?

Eine Katze miaut. Hi.

Na, mein Dicker. Wo ist deine Mama?

Hast du die Nase voll, allein zu sein?

Ich würd auch gern mit ihr reden.

Die besten Wünsche an deine Frau. Danke, Leon.

Es ist das Mindeste, was ich tun kann. Ich hoffe, es hilft ihr.

Tuja, lauf nach Hause. Lauf.

Die Katze wird überfahren. Scheiße!

Bleib im Auto.

Scheiße. Wem gehört die Katze?

Schaff sie weg, wir sind spät dran. - Ist ja gut.

Na los, steig wieder ein. - Sprich nicht so mit mir.

So hab ich ihn noch nie erlebt, er dreht langsam durch.

Das Auto fährt davon.

Wenn ich gewusst hätte, dass ihr so lange feiert, wär ich auch gekommen.

Kannst du kurz mit anfassen?

Warte, warte.

Nächsten Monat den Couchtisch.

Und, wie war das Picknick? Was hat er zu unserem Geschenk gesagt?

Sie sind nicht gekommen.

Was?

Warum nicht?

Telefonklingeln

Nein.

Nein.

Nicht rangehen, nein.

Stopp jetzt.

Hallo? Hey, Shira.

Was ist passiert?

(schluchzt) Ich hatte immer Angst, dass er eines Tages verschwindet.

Jetzt ist es viel schlimmer, als ich befürchtet hatte.

Danke.

Vielleicht hat er eine Katzenfrau getroffen.

Schließlich ist er ein Mann.

Er hat ja auch Bedürfnisse.

Tuja, huhu.

Tuja! Tuja!

Tuja! Tuja!

Tuja!

Tuja!

Tuja!

Tuja!

Morgen, Jara. Morgen.

Professor! Ja?

Ich schaff den Abgabetermin nicht.

Sie haben bis Ende nächster Woche Zeit.

Ich weiß, ich brauche aber mehr Zeit.

Tja, dann wird es nichts mit der Assistentenstelle.

Ich bestimme das nicht allein.

Was ist so schwer? Ich weiß nicht. Es ...

Einfach alles.

Wo wollen Sie hin? Zurück in die Bibliothek.

Jara.

Wie viele Arbeiten haben Sie über die Grabeskirche geschrieben?

Oder die Zerstörung des Zweiten Tempels?

Und Sie finden kein Thema für Ihre Arbeit?

Es ist die Magisterarbeit. Ich kann mich nicht entscheiden.

Falsch. Sie wollen bloß nicht.

Weil Ihre Entscheidung in Ihren Augen nichts wert ist.

Die Entscheidung soll Sie treffen.

Das Thema soll von Ihnen Besitz ergreifen,

dass Ihnen keine Wahl mehr bleibt.

Ihre Größe ...

Ihre Größe trägt die Puppe.

So.

Bitte sehr. Die Kabinen sind da drüben, hinter den Blumen.

Danke schön.

Sie spricht französisch.

Das steht Ihnen sehr gut. Ich stecke Ihnen schnell die Hose ab.

Ja, bitte.

Sie spricht französisch.

Okay, fertig.

Sie sprechen französisch miteinander.

Und, wie ist das Kleid? Es ist toll, es sitzt perfekt.

Kormans Tochter.

Arie lacht.

Alors, Arie.

Wir rufen an, sobald die Änderungen gemacht sind.

Welche Nummer darf ich notieren? 2835891.

283 ...? Er wiederholt die Nummer.

Danke.

Autohupen

Hallo?

Ich bin es, Jara.

Alles in Ordnung?

Ich weiß nicht.

Ich muss dich sehen.

Warum?

Ich weiß es nicht.

Es gibt ein bisschen viel, was du nicht weißt.

Er nennt ihr seine Adresse.

Die Treppe hoch.

Moment noch.

Er telefoniert.

Entschuldige.

Gerade eingezogen?

Ach, es ist nur vorübergehend.

Die Wohnung oder das Land?

Ich hab wenig Zeit, was kann ich für dich tun?

Ähm ...

Gar nichts. Ich dachte ...

Was?

Entschuldigung, ich hätte nicht herkommen sollen.

Er lacht.

Was?

Ich dachte, du gehörst zu denen, die alles sofort bekommen müssen.

Und was will ich denn?

Das fragst du mich?

Und du, was willst du?

Mir ist alles gleich.

Ah.

Das ist gut für dich. Gut für dich.

Das ist gut. Gut für dich.

Gut. Gut für dich.

Ich hab Durst.

Was willst du trinken?

Kaffee.

Was Schnelleres wär besser.

Meine Frau kommt gleich nach Hause.

Schönen Gruß an deine Eltern.

Arie!

Arie Even!

Los, mach auf!

Arie!

Das war nicht gut für mich.

Das war nicht gut für mich! Das war nicht gut!

Musst du mich so erschrecken?

Ich hab jemanden mitgebracht.

Oh ...

Ja, wer bist denn du? Wow.

Du bist ja winzig.

Wo hast du es gefunden? Ich hab es gekauft, für Shira.

Für Shira? Und wenn Tuja wieder zurückkommt?

Tuja kommt nicht mehr zurück.

Wenn er wirklich tot in einem Rinnstein liegt,

hat er es dann nicht verdient, dass man um ihn trauert?

Wenn ich eines Tages verschwinde,

wie viel Zeit gibst du mir, um zurückzukommen,

bevor du dir eine neue Frau suchst?

Sie befinden sich an dem einzigen Altar der gesamten Christenheit,

wo Lithurgie und Historie zusammenfallen.

Über jedem christlichen Altar hängt eine Replik Jesu Christi am Kreuz.

Und hier ist es passiert.

Wenn Sie niederknien, finden Sie

unter dem Altartisch eine runde Öffnung.

Wenn Sie hineingreifen, fühlen Sie die Spitze des Felsen Golgatha.

In Überlieferungen heißt es: Wer diesen Fels berührt,

den wäscht er von allen Sünden rein.

Darf ich Sie jetzt in die andere Kapelle des Kalvarienberges bitten?

So funktioniert es auch.

Dein Freund, der neulich hier war, kommt der auch?

Arie, aber sicher. Vielleicht sollte ich ihn noch mal anrufen.

Der fehlt mir gerade noch, der alte Angeber.

Ich meine es ernst, Leon. Nur über meine Leiche.

Bitte sehr, was immer die Dame wünscht.

Ich ruf an und sag ab.

(flüstert) Mein Geburtstag, meine Gäste.

Wir haben nicht genug Teller. Ich bitte Alex, welche mitzubringen.

Ich hab ihn neulich in der Stadt getroffen.

Wen? Diesen Arie. Wie heißt er weiter?

Mit seiner Tochter. Er hat keine Tochter.

Er hat überhaupt keine Kinder.

Oh. Vielleicht war es seine Frau.

So eine Rothaarige. Wohl kaum.

Wieso?

Sie ist im Krankenhaus.

Ist es was Ernstes?

Warum interessiert dich das so?

Wie kommt es, dass sie keine Kinder haben?

Probleme.

Probleme bei ihm oder bei ihr?

Bei ihm. Was geht dich das an?

Nein, nein, nur Teller. Bring so viele, wie du hast.

(alle singen) Happy Birthday to you.

Nein, nein. Stopp, Stopp.

Danke sehr.

Ich danke euch allen, dass ihr gekommen seid.

Die 60 Jahre sieht man dir nicht an. Könnten wir über was anderes reden?

Es klingelt.

Jara, machst du bitte auf?

Also schön, ich wollte euch noch ein bisschen zappeln lassen.

Aber es scheint die richtige Gelegenheit zu sein.

Alles okay? Was hast du denn vor?

Ich? Wir.

Nein, nein, das mach ich nicht. Komm, es ist sein 60ster.

Vergiss es. Stell dich nicht so an.

Letztes Jahr hat es doch auch Spaß gemacht.

Könntest du das wiederholen?

Sooft du willst, Schwesterherz: Ich werde sie heiraten.

Wer etwas einzuwenden hat, rede jetzt oder möge für immer schweigen.

Meine Liebe, der Mensch wächst an seinen Aufgaben.

Sie sind eine unerschrockene Frau. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Glas zerbricht.

Ist Tirza da drin? - Jara?

Wonach hört es sich sonst an?

Jara, bitte sei so gut. Da, Tante Tirza ist ein Glas runtergefallen.

Wird ganz schön fett, mein feiner Herr Bruder. Sieh ihn dir an.

Das werde ich ihm nie verzeihen. Aber du hast die Scheidung gewollt.

Ach nee, so einfach ist das, ja?

Erkläre du es mir: Was findet sie an einem Mann,

der so alt ist wie ihr Vater?

Der ihr nichts geben kann,

was er nicht schon längst einer anderen gegeben hat?

(Gast) Jara singt?

(Joni) Jara! Das Publikum wartet.

So, jetzt kommt unser Geburtstagsgeschenk.

Ich und ..., ähm ...

Und Leonard Cohen, ehrlich gesagt, meine Quelle der Inspiration,

und Jara, natürlich, wünschen dir nur das Beste für die nächsten 60 Jahre.

(singt) How many times you held me closely, when the wind blew cold.

How many songs you sang me.

How many jokes you told.

I can't count them all.

I can't count so high.

Arie!

Now I see you sleeping, head upon the pillow.

Could it be I'm dreaming? When did you really know?

Sie trägt das gleiche Kleid wie Jara.

Then ...

I can ... forever, when the ground turned to grey.

Reconciliation wasn't in the cards then.

I can only pray for.

Don't you dare to let it end?

Es hat schon besser geklappt. Schön, dass du gekommen bist.

Alle herhören: Arie ist hier. Herzlichen Glückwunsch.

Erfreute Begrüßung

Darf ich euch meine Nichte vorstellen?

So was, "Nichte".

Dein Kleid steht ihr aber auch.

Und? Hängt sie immer noch an diesem Arie?

Nein, jetzt flirtet sie mit deinem Mann.

Mein Französisch ist leider nicht besonders.

Tu peux chanter aussi Bob Dylan chansons?

A qui? - Tu connais pas Bob Dylan?

Arie, was möchtest du trinken? Bitte setz dich.

Ich muss Hanna begrüßen. Wo ist sie? Da drüben.

Wo? Da.

Hanna.

Mein Gott, Hanna, verzeih mir,

aber auf der Straße wäre ich an dir vorbeigelaufen.

Der Zopf, der Zopf. Er ist seit über 20 Jahren ab.

Seit über 20 Jahren kann ich mich nicht daran gewöhnen.

Wie geht es deiner Frau?

Nett, dass du fragst.

Was kann ich dir anbieten? Rotwein.

Ich hole ihn.

Sie singen ein fröhliches israelisches Lied.

Hi.

Hast du eine Zigarette? Ja.

Was? Alles okay?

(ermahnend) Jara.

Jara.

Jara.

Was?

Bleib bei dem, was du hast. Und wenn ich nicht will?

Was ist so schlecht an deinem Leben? Gar nichts.

Nichts Bestimmtes zumindest.

Nur dass es meins ist und dass ich immer tiefer darin versinke.

Lass dich nicht von deinem Weg abbringen,

nur weil er von einem Hindernis blockiert ist.

Wie unterscheide ich das Hindernis und den Weg?

Entschuldigung, darf ich? Natürlich.

Ich fahr morgen an die Küste. Kommst du mit?

Wieso fragst du nicht deine Zigarettenspitze?

Meine Zigarettenspitzen haben schon was vor.

Du bist die Letzte auf der Liste.

Danke, aber ich hab auch zu tun.

Könntest du mir vielleicht ein bisschen helfen?

Oder soll ich hier alles alleine machen?

Könntest du mir mal verraten,

was du mit dem so Interessantes zu besprechen hast?

Scherbenklirren Pass auf! Du zerbrichst alles. Au!

Oh nein, hochhalten, hochhalten, hoch den Arm.

Papa!

Papa! Paps!

(schreiend) Paps!

Das ist nur Routine. Sie kann morgen früh nach Hause gehen.

Sie schläft jetzt, Gott sei Dank.

Na ja, der Verband ist zu fest, der Verband ist zu lose.

Das Bett ist zu hart, die Schwester ist zu blöd.

Natürlich ist das ein gutes Zeichen.

Nein, nur eine Tetanus-Spritze und ein Beruhigungsmittel.

Und du? Sind alle schon weg?

Sollen wir dir die blöde Krankenschwester vorbeischicken?

Leon, das war ein Witz. Wir sehen uns morgen. Gute Nacht.

Ist irgendwas los, Wühlmäuschen?

Lass uns tanzen gehen, okay?

Willst du nicht lieber nach Hause? Ich dachte, du bist müde.

Weißt du was? Wir nehmen Shira mit. Das tut ihr gut, mal rauszukommen.

V.a. wenn du dabei bist. Was? Was soll das denn heißen?

Sag nicht, du hättest nicht bemerkt, wie sie dich ansieht.

Sie ist verliebt in dich, schon eine Ewigkeit. Ich bin sicher.

Hör auf. Was redest du für Unsinn? Wieso? Ist doch total okay.

Mir macht das nichts, ehrlich. Aber mir.

Was ist los Jara? Willst du mich mit einer anderen Frau verkuppeln?

Nein. Nein? Was soll das dann? Sag es mir.

Es ist schmeichelhaft, wenn dich auch andere mögen.

Stell dir vor, andere interessieren mich nicht.

Was ist los mit dir in letzter Zeit? Ich versteh dich nicht mehr.

Ich kenn den Grund nicht für deine Traurigkeit.

Ich weiß nicht, warum du auf einmal glücklich bist.

Ich weiß nur, es hat nichts mit mir zu tun. Dabei bist du ...

Sirenengeheul

Ich meine, du bist doch meine Frau.

Du ..., du ..., du ...

Du bist meine Frau.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich.

Fahren wir nicht nach Jaffa?

Warum lässt du dich nicht einfach überraschen?

Und du? Dich überrascht wohl gar nichts?

Zum Beispiel?

Z.B. dass ich neben dir sitze.

Dass ich mich entschlossen habe, mitzukommen.

Dass ich wirklich mit dir ans Meer fahre.

Nein. Überrascht es dich?

Ja.

Und was, wenn wir Fremde wären?

Wenn ich einfach eine Anhalterin wäre?

Vollbremsung

Arie!

Sie sind hoffentlich nicht so ein Perverser, oder?

Oder haben Sie gerade erst den Führerschein?

Ich fahre an die Küste. Wo wollen Sie denn hin?

Ans Meer, egal wohin.

Das würde ich einen erfreulichen Zufall nennen (lacht).

Wie heißen Sie?

Annabelle.

Ein schöner Name. Kommen Sie aus Frankreich?

Mein Vater war viele Jahre in Paris.

(lachend) Oh, wie kommen Sie in diese gottverlassene Gegend?

Ich hab mich mit meinem Freund gestritten und bin ausgestiegen.

(lachend) Er wird sie suchen. - Ist mir egal.

Was tragen Sie unter Ihrem Kleid?

Wo gehen wir hin?

Arie!

Arie, Arie, Arie.

Endlich. Ich hätte nicht gedacht,

dass du noch mal kommst. Jetzt bin ich da.

Ich gehe. Wir sprechen später. - Ja, später.

Das ist Annabelle, eine Anhalterin. Freut mich.

Das ist Nathan, der neue osmanische Sultan von Akko.

Nicht schlecht, aber nicht ganz. Er war kein Sultan, er war ein Pascha.

Kommt, ich zeig euch alles. Vorsicht, Vorsicht, junger Mann.

Der Pascha war Regierungsbeamte von höchstem Rang im Osmanischen Reich.

Er stand nur einen Rang unter dem Großwesir.

Er hat dieses Haus 1570 gebaut für seine Geliebte.

Na, was sagst du?

Da hast du dir ganz schön was vorgenommen.

Ich hab jede Menge Zeit

und zwei hervorragende vietnamesische Facharbeiter.

Wusstest du, dass die Vietnamesen

Spezialisten für Holzkonstruktionen aus dem 16.Jh. sind?

Gefällt es dir, Annabelle? Wundervoll.

Also, was wollen wir trinken? - Ich habe mexikanisches Bier, Whiskey.

Hier ist ein hervorragender Cognac. Den hab ich aus Ungarn mitgebracht.

Das ist ein guter.

Okay. Es gibt Salami.

Und es gibt fantastischen Käse aus Paris.

Das hier war früher Nathans Liebesnest.

Was redest du denn? Liebesnest? So ein Unsinn.

Ich hab mich hier nur zurückgezogen zwischen den Prozessen.

Ich kenne dieses Hotel fast 30 Jahre.

Er war früher Richter. Und jetzt wird er Hotelier.

Und fährt durch halb Europa, um seinen Kühlschrank aufzufüllen.

Nathan lacht.

Du solltest nicht so schnell trinken.

Ohne dabei was zu essen.

Hast du Madeleine gesehen? Sie lässt dich herzlich grüßen.

Leider musste sie aus ihrer Wohnung raus.

Arie singt ein israelisches Lied.

Warst du im "Gombetta"?

Natürlich. Ich hatte die legendäre "Plat de marche".

Dann war ich shoppen im "Lumiere".

Arie singt weiter.

Donnergrollen

Annabelle, leben Sie hier in Akko?

Nein.

Ich bin von sehr weit weg.

Sie kichert.

Komm, wir ruhen uns ein bisschen aus.

Arie. Das stört ihn bestimmt nicht, oder?

Nein, stört mich überhaupt nicht.

Stöhnen

Sie lacht.

Pst.

Das ist schon okay.

Das gefällt dir. Das gefällt dir.

Sie ist so wunderschön.

So wunderschön.

Stöhnen

Gott, sie ist wunderschön.

Wunderschön, wunderschön.

Heftigeres Stöhnen

Wo ist das Badezimmer?

Die Toilette!

Schnarchen

Möchtest du auch Kaffee, Jara?

Ich schulde dir einen, weißt du noch?

Jara? Ich dachte, ihr Name wäre Annabelle?

Ihr richtiger Name ist Jara.

Schöner Name. Sag mal, hat so nicht auch Kormans Tochter geheißen?

Nein!

Sie schluchzt.

Ich hab gedacht, du wärst längst weg.

Ist dir nicht kalt?

Warum bist du noch hier, wenn ich so schrecklich bin?

Fick dich doch! Lass mich los! Du benimmst dich wie ein Kleinkind.

Du sagst Dinge, die du nicht meinst, tust Dinge, ohne zu wissen warum.

Du gibst mir die Schuld, weil Du nicht die Kraft hast,

dafür die Konsequenzen zu tragen.

Kriegt sie Anschluss nach Jerusalem? - Einen direkten.

Was soll das? Ich erspar dir meinen Anblick.

Steig ein.

Was? Brauchst du Geld?

Hier. Los.

Was ist? Kannst du dich nicht von mir trennen?

Ich kann nicht Bus fahren.

Gib ihn mir zurück.

Meinen Slip, du hast ihn in der Hosentasche. Gib ihn mir zurück.

Ich hab ihn gar nicht mehr.

Das war mein schönster.

Du brauchst ihn nicht.

Dein Freund im Hotel braucht ihn erst recht nicht.

Du hast recht. Niemand braucht ihn.

Hör auf. Jara, willst du uns umbringen?

Das war dein erstes Mal, oder?

Ja. Und bei dir?

Ich hab alles ausprobiert.

Deshalb fällt es mir ja so schwer.

Es fällt dir schwer? Ja.

Mich langweilt alles.

Ich weiß, du denkst, es ist gegen dich gerichtet.

Aber das stimmt nicht.

Es ist eine allgemeine Langeweile. Sie ist schwer zu überwinden.

Jedes Mal sind stärkere Reize nötig.

Dann hören auch die auf, zu wirken.

Aber wenn dich eine Frau interessiert,

dann interessiert dich doch auch der Sex mit ihr?

Dann ist es wie ein Gespräch, oder?

Warum glaubst du, ein Gespräch würde mich interessieren?

Ich mach mein Leben kaputt und du kommst um vor Langeweile.

Du bist hungrig und ich bin satt.

Plötzlich hat sie die Tür aufgemacht.

Oh Gott, oh Gott.

Schläfst du schon, Wühlmäuschen?

Hast du die ganze Zeit Tennis gespielt?

Ich war im Krankenhaus.

Was? Wieso? Sie haben doch gesagt, sie kann nach Hause gehen.

Sie dachten, dass am Kopf was ist.

Sie haben ein CT gemacht. Was?

Es ist alles okay, Gott sei Dank. Morgen früh wird sie entlassen.

Du warst bei ihr?

Ich hab versucht, dich in der Uni anzurufen.

Die sagten, du bist nicht da.

Ich, äh ... bin zu Hause geblieben. Ich hab mich nicht wohlgefühlt.

Hier hab ich es aber auch versucht.

Ich bin mal kurz zur Apotheke und hab Aspirin gekauft.

Mir platzt fast der Kopf. Das geht schon den ganzen Abend so.

Sind sie in deiner Tasche?

Ich mag nicht in deiner Tasche wühlen.

Hast du auf dem Tisch nachgesehen?

Oder neben der Spüle.

Die Katze miaut.

Ich ... Ich ...

Joni! Joni!

Türenknallen

Fuck!

Schon Schluss für heute, Jara?

Äh, ich muss dringend ins Krankenhaus zu meiner Mutter.

Was Schlimmes?

Ja, sie hatte einen Unfall, einen Autounfall.

Oh, mein Gott, das tut mir leid.

Danke. Wir hoffen alle, sie wird wieder gesund.

Jara, das Gremium sitzt am Donnerstag.

Ich brauche bis dahin Ihr Magister-Thema.

Shira bewirbt sich jetzt auch.

Sie ist absolut qualifiziert.

Vielleicht.

Rosen, Sonnenblumen, Gladiolen. Margeriten! Margeriten!

Ich brauche Margeriten.

Hab ich leider nicht.

Zu Hanna Korman, bitte.

Station L5. Die Treppen hoch, da ist der Aufzug.

Mama!

Schön, dass du auch schon kommst.

Entschuldige, es ging nicht früher. Das hab ich gehört.

Dein Vater ist nicht besser.

Und? Wie geht es dir denn? Was macht die Hand?

Kümmer dich erst um deinen Mann. Er sieht nicht gut aus.

Na dann, wir sehen uns später.

Entschuldigen Sie, gibt es hier eine Patientin mit dem Namen "Even"?

(buchstabiert) E V E N.

Zimmer 305.

Sie atmet schwer.

Lautes Röcheln. (erschrocken) Entschuldigung.

Ich bin die Tochter von Leon Korman,

dem Apotheker, einem Freund ihres Mannes.

(mit französischem Akzent) Ich bin Josephine.

Soll ich lieber gehen?

Hilfst du mir mit dem Pflaster? Ja, natürlich.

Wo soll ich es denn ...?

Auf den Rücken.

Was ist das? Morphium.

Von deinem Vater.

Möchtest du vielleicht Pralinen?

Ja, vielen Dank.

Ich erinnere mich an den Tag deiner Geburt.

An dem Tag traf ich Arie.

Meinen Ehemann.

Wo? In einer Bar in Paris.

Siehst du aus wie deine Mutter?

Ja, ein bisschen vielleicht schon.

Du kennst Arie.

Richtig?

Ich hab ihn einmal getroffen im Haus meiner Eltern.

Sie schnappt vergeblich nach Luft. Was ist?

Ein Alarmton ertönt.

Pst. Nicht sprechen. Nicht sprechen.

Es tut mir weh. Nicht sprechen! Nicht sprechen!

Wo ist die Klingel?

Ganz ruhig. Was machen Sie da? Wer sind Sie?

Nein!

Was?

Arie, es war ein Zufall. Du schreckst vor nichts zurück.

Ich hab meine Mutter gesucht.

Wer hat dir erlaubt, meine Frau zu besuchen?

Was zum Teufel willst du von mir?

Mach, dass du hier rauskommst. Lass mich in Ruhe.

Rabbi rezitiert israelisches Trauergebet.

Weinen

Joni?

Wo ist das Kätzchen?

Ich hab es Shira gegeben.

Hat sie sich gefreut?

Ja, sie hat sich sehr gefreut.

Und du? Wo willst du hin?

Weißt du es denn nicht schon?

Ich kann es mir vorstellen.

Ich finde, wir haben schon viel zu lang damit gewartet.

Du hast das ohne mich entschieden?

Du hättest versucht, mich davon abzubringen.

Jetzt ist es dafür zu spät? Ja.

Ja, jetzt ist es viel, viel zu spät.

Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag.

Unser Flug geht morgen früh um neun. Was für ein Flug? Wohin?

Nach Istanbul.

In unsere Flitterwochen. Was?

Ich hab alles arrangiert. Deine Eltern haben mit Geld geholfen.

Was sagst du? Wir sind schon so lange verheiratet.

Da wird es doch langsam Zeit.

Drei Tage nur wir zwei. Ich glaube, wir haben es bitternötig.

Also, was sagst du?

Ich weiß schon alles über Istanbul.

Geschürre gürre güm. Güschü schüm.

Ist es kalt oder warm in Istanbul? Ungefähr so wie hier.

Ich geh noch kurz duschen.

Willst du mitkommen? Du kannst dich auf den Klodeckel setzen wie früher.

Ich erzähl dir von Kapali Carsi, dem größten Basar der Welt.

Er hat 17 Eingangstore.

Wenn du Kaffee trinken willst, zahlst du 3,5 Mio. Lira.

Telefonklingel Ich geh nicht ran.

Das sind bestimmt deine Eltern, die sich verabschieden wollen.

Hallo. Jara?

Jara.

Ja, Arie.

Jara! Handtuch! A küschü gürüm.

A dürüm dürüm.

Jara?

Hey, was ist mit dir? Wo bleibt mein Handtuch?

Du kommst nicht mit nach Istanbul, oder?

Nein.

Ich hoffe, ich kann es dir irgendwann erklären.

Willst du auch?

Vergiss nicht, auszuatmen.

Arie!

Freizeichen

Jonis und Jaras Stimme auf dem Anrufbeantworter:

Hi. Das ist leider nur der Anrufbeantworter von Joni und Jara.

Arie.

Arie!

Arie!

Arie, lass mich raus!

Stimmen aus dem Nebenzimmer Arie, bist du da?

Undeutliche Gespräche im Nebenzimmer auf Französisch

Telefonklingeln

(Frauenstimme von nebenan) Arie, le telephone!

Je le prends sur l'autre telephone.

Arie geht ans Telefon.

(Frauenstimme von nebenan) Madame, mein herzlichstes Beileid.

Es tut mir leid.

(Frauenstimme von nebenan) Arie, da ist jemand an der Tür.

Tu ouvres la porte?

Ich brauch zwei Minuten Ruhe.

Er stöhnt und weint.

Was?

Lautes Stöhnen

(Frauenstimme von nebenan) Quelqu'un a vu Arie?

Arie!

Ich hab Hunger.

Comment est vous? (Frauenstimme nebenan) Ca va bien.

Mama.

Da ist es.

Komm, die Luft ist rein.

Ich hab was zu essen in der Küche.

Hier.

Bon appetit.

Was möchtest du trinken?

Was hast du mit dir angestellt? Willst du mich provozieren?

Hast du meine Mutter auch eingesperrt?

Und Josephine? Was hast du mit ihr gemacht?

Wer hält dich fest? Die Tür ist offen.

Ich will wissen, was zwischen dir und Mutter war.

Frag doch deine Mutter. Frag deine Eltern.

Wer bin ich? Euer - Familientherapeut?

Arie! (Frauenstimme) Arie, bist du hier?

Josephine. Das steht auf der Kiste. Hallo, Arie! Arie!

(Frauenstimme) Ist er hier? Sind wir zu früh?

Nein, überhaupt nicht. Es tut mir so leid.

Weitere Beileidsbekundungen

Was für ein wundervolles Haus. Ihr wisst, wie es sich leben lässt.

(ermahnend) Alex! Kommt mit, ich zeig euch das Haus.

Entschuldige die dumme Bemerkung. Schon gut.

Ich weiß gar nicht, warum ich das gesagt hab.

(von nebenan) Istanbul, traumhaft. Ich war noch nie in Istanbul.

Es gibt ein Café mit Blick auf das Goldene Horn.

Die Geschichte von dem franz. Autor und der Türkin kenn ich auch.

Sie war verheiratet. Als man sie erwischte, wurde sie gesteinigt.

Ich habe Joni gesagt, sie müssen auf jeden Fall dahin gehen.

Wer ist Joni? Jaras Mann.

Du hast ihn doch kennengelernt.

Es sind ihre verspäteten Flitterwochen.

Wann fahren sie los? Sie sind heute früh geflogen.

Ich hab zu Joni gesagt: Schön, dass du sie liebst.

Aber du musst ihr auch was bieten.

Die sind noch nie zusammen weggefahren.

Also hab ich gesagt: Los, schnapp sie dir. Hau ab!

Wenn es nur für ein langes Wochenende ist.

Dafür leg ich mit Vergnügen noch etwas drauf.

Eine glückliche Ehe wird nicht auf dem Silbertablett serviert.

Du musst es wissen. Was willst du damit sagen?

Nichts, mein Lieber.

Ich betrachte mich als einen glücklichen Menschen.

Wir alle wissen, wie glücklich du bist.

Wenn ich an Glück denke, kommst du mir als Erster in den Sinn.

Entschuldigt, ich hol mir was zu essen.

Ist hier für kleine Jungs? Ja, gleich da.

Entschuldige Arie, du hast nicht noch eine zweite Toilette?

Ja, im Anschluss an das Schlafzimmer.

Es ist aber nicht aufgeräumt. So leicht schreckt mich nichts.

Er erschrickt.

Hallo. Bonjour.

Hier. Danke, vielen Dank.

(an die Tür klopfend) Jara!

Istanbul, oder? Wie konntest du dir das entgehen lassen?

Warum hast du ihn hierher geschickt? Er musste pissen.

Du hast ihn mit Absicht ins Schlafzimmer geschickt!

Ihm ist es egal, ob du in Istanbul oder in meinem Bett bist.

Kapierst du nicht, dass er die Augen vor der Wahrheit zumacht.

Welche Wahrheit? Sag es mir. Sag mir die scheiß Wahrheit!

Ich werd noch ein bisschen aufräumen gehen.

Lass mich dir helfen.

Scherbenklirren

Ich bin so müde.

Ich weiß, du glaubst, ich bin nicht fähig, jemanden zu lieben.

Vermutlich hast du recht.

Deine Mutter war die Einzige.

Ich bin ihr nachgelaufen.

Ich wollte, dass sie bleibt. Ich hab gebettelt.

Sie sagte, sie wolle Kinder.

Und sie wusste, dass ich keine haben kann.

Sie haben hinter meinem Rücken geheiratet.

Mein bester Freund.

Ich hab alles aufgegeben und ging nach Paris.

Ich wünschte ihr, dass sie nie Kinder bekommt.

Aber am Tag deiner Geburt ...

... hat sie mich besiegt.

Ich verstehe.

Mit mir konntest du es ihnen endlich heimzahlen.

Es ging niemals um mich.

Es ging dir immer nur um sie.

Blödsinn.

Ich geh jetzt duschen. Dann fahr ich dich nach Hause.

Jara?

Jara.

Seid ihr, äh ... Seid ihr zwei schon wieder da?

Ich war nie weg, Papa. Du weißt das.

Was? Nichts weiß ich, absolut gar nichts. Wo ist Joni?

Wo ist Mama? Einkaufen, glaub ich.

Willst du einen Kaffee?

Jetzt erzähl doch mal. Wie war es denn?

Ich hab dir was mitgebracht. Aus Istanbul?

Joni?

Was um Himmels willen machst du da? Was glaubst du?

Ich räum dein Leben auf.

Dein Mann hat angerufen aus Istanbul.

Er kommt morgen früh zurück mit der ersten Maschine.

Wo kommt der Kaffe hin?

Du kannst ja Joni fragen. Ich kenn mich hier nicht aus.

Was fällt dir ein? Ich war krank vor Angst.

Ich bin verrückt geworden. Vor Wut.

Weil du genau weißt, wo ich war. Ich weiß gar nichts. Gar nichts!

Und ich will es auch nicht wissen.

Was ich will, ist, dass du dein Leben jetzt in Ordnung bringst.

Bis morgen ist nicht mehr viel Zeit.

So geht das nicht. So einfach ist das nicht.

Wirklich? Das wollen wir doch mal sehen.

Hier.

Hier haben wir alles, was wir brauchen,

um Jonis Lieblingskuchen zu backen.

Ich liebe ihn.

Ich liebe ihn.

Mama, ich hab dir was zu sagen!

Es klingelt an der Tür.

Ich wollte sehen, ob du gut nach Hause gekommen bist.

Komm rein.

Wer ist da?

Hallo, Hanna.

(flüsternd) Raus.

Mama.

Wie geht es deiner Hand? (schreiend) Raus!

Mama.

Warum hasst sie dich so sehr?

Du lagst noch im Kinderwagen. Da kam sie nach Paris.

Sie hatte dich im Arm und schlug mir vor, mit euch beiden zu leben.

So als wärest du meine Tochter.

Du hast uns zurückgeschickt?

Ja.

Ich konnte nicht.

Mein Vater hat davon gewusst? Natürlich.

Ihr beide wart drei Tage lang bei mir in Paris.

Er nahm euch wieder auf.

Bis heute tut er so, als wäre nie etwas passiert.

Ein, zwei Jahre später ist er krank geworden

und hat sein Studium abgebrochen.

Was hat er denn gehabt? Das weiß ich nicht genau.

Er war lange im Krankenhaus, über ein halbes Jahr.

(Hanna) Er hatte Depressionen. Er war in der Psychiatrie.

Mama!

Wenn sie sich für dich entschieden hätte, wäre ich nicht auf der Welt.

Ich wäre ein Wunsch geblieben, der sich nie erfüllt.

Mein Vater wäre vielleicht ...

... von jemand anderem wirklich geliebt worden.

Und Josephine.

(weinend) Und Joni.

Jedes Mal, wenn ich geschrien habe nachts und sie aufstehen musste,

jedes Mal, wenn ich sie enttäuscht habe, wenn ich frech war,

wenn ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe,

dann hat sie an den Preis gedacht, den sie für mich gezahlt hat.

Warum lachst du?

Weil ich sie endlich verstehen kann.

Weil ich endlich weiß, wieso ...

Wieso sie mich nicht ...

lieben kann.

Ah! Vollbremsung

Ich muss gehen. Ich muss zur Uni.

Ich weiß jetzt, worüber ich schreiben will.

Du bist ein ungedeckter Scheck.

Ich weiß. Ich weiß jetzt alles.

Was zum Beispiel?

Ich weiß, dass dies meine wahren Flitterwochen sind.

Auch wenn sie nur ein paar Minuten dauern.

Andere wird es nicht geben.

Es ist nicht wichtig, ob du mich liebst oder jemals lieben wirst.

Ich weiß, dass dies mein Leben ist.

Untertitelung: BR 2010

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