All language subtitles for Tatort S2025E32 Der Elektriker

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Original subtitles

* Titel-Melodie *

*

*

Kollegen!

Danke!

Bis sp�ter, Frau Waltraud!

* Musik *

*

Das geht dich �berhaupt nix an, was ich mit meinem Geld mache.

Nur weil ich selber nicht mehr zum Bankomaten gehen kann,

musst du nicht ...

Du kannst mit deinem Geld nimmer umgehen.

Was, bitte, soll ich mit 30 Euro?

Das reicht allemal f�r das, was du wirklich brauchst.

Glaub ja nicht, ich lass mich kurzhalten von dir.

Ich kann dich auch entm�ndigen lassen, Papa. Willst du das?

Gr�� Gott! Na, Herr Danijel, sind wir so weit?

So.

Deine Mama w�rde sich sch�men f�r dich.

Bis gleich, Frau Linda!

So da!

Geh, sag, Ivica, kannst du dem Herrn Danijel heut noch die F�� machen?

Diese Schwuchtel fasst mich nicht an!

Also, Herr Danijel!

Znas sta? Jebi se, idi u picku materinu. Jel si cuo!

Feige Sau!

Sie werden sehen, Herr Danijel, im Wasser wird die Laune viel besser.

So da! Vorsicht!

Achtung! Die Beine. Ja.

Hier eins, und die zwei.

Super!

Seien S' froh, dass Sie keine Kinder haben.

Passt Ihnen die Temperatur, Herr Danijel?

Ja, passt!

* Alarm-Ton *

Ich bin gleich wieder da, ja.

Ist Ihnen eh ned kalt?

Naa, passt schon! Beeil dich!

* andauernder Alarm-Ton *

Immer wieder das Gleiche.

Am besten H�rger�te abdrehen.

Patricia!

Patricia, kannst du bitte zum Herrn Danijel ins Bad schauen!

Das gibt's ja ned!

Schei�e.

Herr Fritz! Bitte!

Geraucht wird nur im Freien, ha?

Ja, i wei�' eh.

Aber da m�sst i extra mit dem Lift runterfahren.

Kaffee gibt's drau�en auch kan.

M�ssen Sie mir immer alles zuflei� machen?

Kollateralschaden. Was soll man machen?

Na, tut mir leid.

Eine geb ich Ihnen noch.

Aber die rauchen S' drau�en!

Wie machen Sie das, Herr Fritz? Warum haben Sie immer und �berall Tschick?

Herr Horst, Sie kennen mich doch.

Was ein gestandener Oberkellner is, der schw�rzt doch niemanden an.

* Alarm-Ton *

* Raunen *

* dauerhafter Alarm-Ton *

Oh, sorry!

Entschuldigung!

Nix passiert!

* Alarm-Ton und Musik *

Falscher Alarm, richtig?

Richtig.

Der Herr auf 5 B.

Na dann, bis zum n�chsten Mal.

Wiederschauen!

* Alarm-Ton endet. *

Schei�e.

Schei�e. Schei�e. Schei�e. Schei�e.

Schei�e.

Schei�e. Schei�e.

Schei�e.

Schei�e.

* Musik *

Ertrunken?

Schaut ganz so aus.

Er ist erst seit zwei Stunden tot.

Fremdeinwirkung?

Nicht auszuschlie�en, aber keine typischen Spuren.

Da hat ein �berforderter Pfleger seine Aufsichtspflicht verletzt,

und wir kommen mit der ganzen Batterie. Ein Wahnsinn.

Ich meld mich, wenn ich mehr wei�.

Macht ihr's gut, nicht zu oft, aber regelm��ig.

Verst�ndigt hat uns ein Pfleger.

Horst Windisch. Derselbe, der ihn auch gefunden hat.

Er schw�rt, dass ihn wer um'bracht hat.

Wer das glaubt, wird nicht einmal selig!

Wenn wir schon einmal da sind, k�nnen wir doch ...

Ja!

Irgendwelche Zeugen, Meret?

Vorerst keine.

Bei dem Toten handelt es sich um einen Danijel Filipovic.

* Telefon *

Darf ein Pfleger seine Leut beim Baden allein lassen?

Sicher nicht.

Sicher nicht. Da herrscht strenge Aufsichtspflicht.

Was h�tt ich bitte machen sollen, ha?

Unser Heim ist chronisch unterbesetzt.

Wie's �berall is in der Pflege.

In dem Stock haben wir eine einzige Diplomschwester, Patricia.

Und die hab i in der Hektik ned g'funden.

Wo h�tte die Schwester Patricia sein sollen?

Genau da.

War S' zumindest vorher beim Schachteln.

Was? - Beim Medikamente-Einsortieren.

Wie kommen Sie darauf, dass das kein Unfall war?

Er war im Sitz vom Hebelift. Sicherer geht's ned.

H�tte irgendwer einen Grund gehabt, den Herrn Filipovic t�ten zu wollen?

Ned, dass i w�sst.

Trotzdem behaupten Sie, er ist umgebracht worden?

Von den Leuten erwischt's irgendwann jede und jeden.

Aber dass einer im Sitz h�ngt und von allein ertrinkt, nie und nimmer.

K�nnen wir den Lift ausprobieren?

Willst du wirklich warten, bis die Spurensicherung fertig ist?

Ja.

Kommen S' mit! I wei� was.

Na?

Der Baderaum im zweiten Stock ist genau gleich wie der unten.

Die F��e von dem Toten waren in einem sehr maroden Zustand.

Gibt's bei euch keine Fu�pflege?

Doch. Aber dort war der Herr Danijel schon ewig nimmer.

Die Dilara ist auf Urlaub, und zum Ivica wollt er nicht.

Typische Befindlichkeiten.

Wer ist der Ivica?

Unsere zweite Fu�pflegekraft.

Und was hei�t Befindlichkeiten?

Dass halt immer irgendwem irgendwer oder irgendwas ned passt.

Ist der Fu�pfleger jetzt im Haus?

Erst n�chste Woche wieder.

Ja, hahaha!

Hab i eh g'sagt: Ladys first!

Du hast viel eher die Statur vom Toten.

Bibi, bitte, lass das sein!

Der Hebelift im ersten Stock kann nicht defekt geworden sein oder so?

Nein.

Und wenn der Strom ausf�llt?

Akku. Funktioniert auch ohne Strom.

Wie hoch war denn das Wasser?

So hoch, wie i weg bin.

Und so hoch, wie i ihn g'funden hab.

Obwohl i das Wasser garantiert abgedreht hab.

Dann h�tten wir das gekl�rt. Dann k�nnen Sie mich rausholen.

Naa. Wir m�ssen noch das Wasser einlassen.

Bibi! Bitte! Bibi!

Der Herr Danijel, wie war denn der so?

Bitte!

Na ja, war jetzt ned der Einfachste.

Ziemlich stur. Aber so sind s', die Alten.

Und so ist der Job.

BIBI!

Okay, holen S' ihn da raus!

Wenn man da drinnen sitzt, ist man Ihnen schon ganz sch�n ausgeliefert.

Wie meinen S' das?

Der Herr Danijel war nicht der Einfachste, haben Sie g'sagt.

Vielleicht haben Sie die Fassung verloren.

I hab in 15 Jahren Pflegedienst nie die Fassung verloren.

Sie werden gleich alles verlieren!

Und wenn, dann nur gegen�ber den Chefit�ten.

Hey!

Ja. Verzeihung.

Mir tut das leid, dass i den Herrn Danijel hab allein lassen m�ssen.

Wenn wir mehr Personal h�tten, t�t er noch leben.

Lass' bitte!

Dieser Horst hat schon Recht. Von allein ist der ned ertrunken.

K�nnen wir bitte warten, was der Kreindl sagt?

Moritz!

Ich bin's, die Sandra.

Die Sandra?

Ja.

Was ... Was machst denn du hier?

Ich, ich ...

Beruflich.

Kripo.

Aha.

Dann bist du jetzt ein Kriminalinspektor.

Oberstleutnant.

Das ist die ...

.. Bibi Fellner.

Noch immer Majorin.

Ja, das ist meine Kollegin.

Mhm.

Ist ja ewig her.

Ja.

Entschuldige, aber wei�t du, wir sind, wir wollten grad ...

Aber wir sehen uns wieder.

Also, bis bald!

Wieso bis bald?

Steh ich unter Mordverdacht?

Naa, naa.

Hat mich sehr gefreut, dich zu sehen, Sandra.

Hat mich auch gefreut.

* Musik *

Danijel Filipovic.

Genau.

* Klopfen *

Hey.

Hallo!

Was is denn das?

Ein Phasenpr�fer.

Wozu braucht der im Altersheim einen Phasenpr�fer?

Ich war am WC. Da sperr ich hier nat�rlich zu.

Und deswegen hat Sie der Kollege Horst nicht gefunden?

Genau.

Hat Sie auf dem Weg zur Toilette wer gesehen?

Oder von dort retour?

Und wie der Feueralarm losgegangen is,

hat sie das auf der Toilette nicht gest�rt?

Ach, wir haben das hier oft. Immer Fehlalarm.

Aber ich hab mich beeilt.

* Musik *

Das Veggerl. Vegane Wiener B�ckerei. Kennst du die?

Naa.

Schau einmal!

H�bsch.

Gutgegangen ist es ihm nicht.

Schlaganfall, Herz-Kreislauf-G'schichten.

Wasser in den Beinen.

Er hat also viele Medikamente bekommen?

Ja, wie fast alle hier.

Wir haben alles f�r ihn getan.

Er hat schon gelitten, der Herr Danijel.

Jetzt ist er an einem besseren Ort.

Wenn S' mir bitte noch den Krankenakt geben.

Da m�sst ich in der Direktion fragen, ob ich das darf.

Dann machen S' das!

Bitte.

Die vegane B�ckerei ist im zweiten Bezirk.

Und geh�rt der Tochter des Verstorbenen.

Die gestern auch da war.

Ja.

Sie ist aber ungef�hr zur Tatzeit wieder gegangen.

Zur Unfallszeit.

I hab dir ihre Daten geschickt.

Und ich schick dir die Fotos vom Geb�udeplan.

Lass die bitte gro� ausdrucken!

Mach ich.

Hallo, Sandra!

Hallo!

Was is? Hab i was im G'sicht?

Wer is diese Sandra?

Die Sandra ist eine alte Bekannte,

die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hab.

Woher kennst du sie?

Hollabrunn. Da war i im Sommer immer bei meiner Tante.

Du hast ned g'wusst, dass sie da is, oder?

Naa. Lass uns fahren, bitte!

* Musik *

Sie haben also nicht ...

Warum fragen Sie mich das alles?

Reden Sie mit denen im Heim!

Wie kann so was passieren?

Genau das versuchen wir herauszufinden.

Kotzen k�nnt ich!

Die geh�ren vor Gericht!

Sie sind gegangen, ohne sich von Ihrem Vater zu verabschieden.

Soll ich ihn beim Baden st�ren?

Kann ja nicht wissen, dass er sterben wird.

Und dann?

Dann bin ich hierher gefahren.

Papa allein in der Wanne lassen.

Ist doch ein Wahnsinn!

Kann ich da so was wie Schmerzensgeld verlangen?

Wer hat denn die Kosten f�r das Heim �bernommen? Waren Sie das?

Nein.

80 Prozent seiner Pension haben sie meinem Vater daf�r weggenommen. 80!

Geblieben ist ihm ein Taschengeld.

War das ein Problem f�r ihn?

Nein.

Er hatte alles, was er gebraucht hat.

Au�er der n�tigen F�rsorge!

Danijel Filipovic, 73, Witwer.

Geboren im ehemaligen Jugoslawien.

Seit 2006 �sterreichischer Staatsb�rger.

Haustechniker im Ruhestand.

Seit einem halben Jahr hat er im Heim gewohnt. Linda ist sein einziges Kind

Laut Spusi war der Hebelift okay. Kein technischer Defekt.

Was noch lange nicht hei�t, dass das kein Unfall war.

I hab g'h�rt, du hast so einen Lift �berpr�ft.

Mit vollem K�rpereinsatz.

Kein Kommentar.

Die Kollegen sagen, das war eine Spurensicherung wie im Schwimmbad.

DNA- und Fingerabdr�cke vom halben Altersheim.

Auff�llig war nur die Armatur der Badewanne.

Die ist abgewischt worden.

Jemand hat den Wasserhahn aufgedreht und die Fingerabdr�cke beseitigt.

Handyortung k�nnen wir vergessen. Zu viele Leute am selben Fleck.

Wir haben unsere Verd�chtigen: den Pfleger und die Pflegerin.

Wieso grad die?

Weil's leider vorkommt, liebe Meret,

dass unter den vielen guten Leuten auch ein paar schwarze Schafe sind.

Wie die Todesengel damals in Lainz.

Lainz?

Meint ihr die Klinik Hietzing?

Das Riesenteil hat schon etliche Namen g'habt.

In den 80er Jahren haben dort vier Pflegerinnen

mindestens 20 Leute umgebracht.

Und waren dabei so geschickt, dass sie lange Zeit nicht entdeckt wurden

Kannst du uns die Dienstpl�ne f�rs Personal organisieren?

Wir sind beim Kreindl.

Du magst dein Gl�ckskeks eh ned, ja?

Der ist definitiv ertrunken.

Hat er sonst irgendwelche Verletzungen?

Eine gebrochene Rippe. Wahrschein- lich vom Wiederbelebungsversuch.

Was is mitm toxikologischen Gutachten?

Die Proben sind im Labor.

Bleibt der Todeszeitpunkt bei ungef�hr 14 Uhr?

Die gute Nachricht: Er hat einen ICD. - Was?

Einen eingepflanzten Defibrillator.

Ich kann sagen, wann sein Herz zu schlagen aufgeh�rt hat.

Und was ist die schlechte Nachricht?

Bei mir gibt's doch nur gute Nachrichten.

13 Uhr 58,17. Da war der Herzstillstand.

Drei Minuten sp�ter war er tot.

Mach bitte das einmal ein bissel gr��er!

Ein kleiner Aussetzer zirka f�nf Minuten davor.

Ist das normal?

Schwer zu sagen, der ICD ist da,

um so was auszugleichen, was er auch gemacht hat.

Wenn der Aussetzer nicht normal war?

Na, heut pr�ft ihr mich aber!

Medikamente k�nnen Herzrhythmus-St�rungen ausl�sen.

Drogen, Stress kann ein Ausl�ser sein.

Wut. Euphorie. Erschrecken.

Am Ende war der Puls ganz sch�n hoch.

Das war der �berlebenskampf.

Hat aber nicht lange gedauert.

Wenn man komplett hilflos am Hebelift h�ngt, braucht's ned viel.

Gell?

Aaaaah.

I mag nimmer.

Bist nicht der Einzige.

Da macht deine Jasmina so ein super Modell.

Und wir arbeiten nicht damit? Das kommt nicht infrage.

Also, im ersten Stock waren nur der Herr ...

Der Horst.

Und ...

.. die Patricia im Dienst.

Die beide kein Alibi haben.

Sag einmal, was nimmst denn du?

Nix. Aber ich will hier nicht �bernachten.

Unser Toter war im Baderaum.

Ja.

Gemeinsam mit dem Horst.

Und beim Feueralarm hat dann der Horst das Zimmer verlassen,

ist hier durch, da r�ber bis ins Zimmer von Herrn Fritz.

Und dann beim Stromausfall hat er das Zimmer verlassen.

Und hat dann hier den Strom wieder angeschaltet.

Patricia ist vom Personalraum ...

.. ins WC gegangen.

Behauptet sie.

Glaubt ihr wirklich,

sie ist dort die ganze Zeit sitzen geblieben? Im Finsteren?

Den Horst haben mehrere gesehen.

Der Herr Fritz.

Fritz.

Und einer von der Feuerwehr.

Niemand hat Patricia gesehen.

Und die Tochter vom Toten, die kommt auch infrage.

Die Linda.

Zuerst durchsucht sie das Zimmer von ihrem Vater.

Geht ...

Aber vom Treppenhaus ist es nicht weit in den Baderaum.

Wir m�ssen mit Linda reden, nachdem sie den Schock �berwunden hat.

So geschockt war die eh ned.

Hat sofort an Schmerzensgeld gedacht.

Dann w�rd i ihre Kreditw�rdigkeit �berpr�fen.

Sehr gut. Okay. Das war's. Ich bin dahin.

Na, wart! Wart! Wart! Wart! Wart!

Wer war denn noch aller im Haus?

Na, der Fu�pfleger.

Ach. Gut.

Ja, also da gibt's laut Horst Befindlichkeiten.

Checkst du den Fu�pfleger morgen ab?

Wir wollen mit ihm reden.

Gut.

Gute Nacht!

* Musik *

Guten Morgen!

"Guten Morgen" ist gut. I bin seit sechs Uhr hier.

Na, sehr gut. Irgendwelche Erkenntnisse?

Frau Brigitte, Herr Peter und Herr Wiktor

waren im Aufenthaltsraum Fernsehen.

Die Herren Mehmet und Benjamin haben dort Schach gespielt.

Frau Irma, Frau Hermi und Frau Veronika haben gestrickt.

Frau Czerife und Frau Paula waren im Garten.

Herr Manfred und Frau Lisbeth au�er Haus. Facharzt und Enkerlgeburtstag.

Herr Dejan ist auf Reha. Frau Natascha war bei der Friseurin.

Ich k�nnt hier noch zwei Tage Befragungen machen.

Vor allem der Herr Fritz hat zu allem was zu sagen.

Aber pl�tzlich wollt er nur noch mit mir weiterreden,

wenn i mit ihm Karten spiel.

Was du gemacht hast.

Als ob i daf�r Zeit h�tt.

Au�erdem kann i ned Bauernschnapsen.

Gut, dann gehen wir eine Runde karteln.

Und zeigen ihnen, wie das geht.

Was is Trumpf?

Pik.

Und, sagt wer was an?

Naa, nix. Sonst wer?

Gut, dann: Bittesch�n!

Als Sie den Feueralarm in Ihrem Zimmer ausgel�st haben,

war der Herr Horst sehr schnell bei Ihnen.

Der flotte Herr Horst.

I hab ned einmal richtig fertigrauchen k�nnen,

war der schon herinnen im Zimmer.

Das is zwar ein sehr netter junger Mann.

Aber vollkommen humorbefreit.

Wegen dem bissel Rauchen

brennt ja ned gleich die ganze Bude ab.

Der schaut gut auf uns, der Herr Horst.

Und 20.

Hast du keinen Trumpf?

Naa.

Bitte, meine Herrschaften, nicht schummeln.

Da ist er streng, der Fritz.

Ja, tut mir leid.

Haben Sie den Herrn Danijel n�her gekannt?

Er hat ja nicht viel erz�hlt von sich.

Aber die Leut haben ihn gemocht.

Und wenn er auf seiner Harmonika gespielt hat,

also auf seiner Mundharmonika gespielt ...

.. hat.

Also die Leute haben ihn m�gen?

Aber warum Sie nicht?

Schauen Sie, ich hab das nicht gern, wenn einer zum Personal ungut ist.

Mit seiner Tochter hat er auch �fter gestritten.

Aber so, dass man's g'h�rt hat von nebenan.

Die W�nde sind demnach d�nn hier.

Ja, das kann man laut sagen.

Kriegt ja jeder alles mit da herinnen.

Auch wenn sie in seinem Zimmer herumger�umt hat.

W�hrend er beim Baden war.

Die Linda?

Hat sie nach was gesucht?

Sie haben das Nachbarzimmer.

Naa, ich ned, aber die Frau Anna.

Und danke. 71.

Was? Sie haben mitgez�hlt?

Mhm. Sie nicht?

Das sind dann drei f�r uns.

Tja, die Frau Anna und ich, wir sind eben ein gutes Team.

Das sagt er nur, wenn wir am gewinnen sind.

Was, so schnell geben Sie auf?

Keine falschen Hoffnungen. Er ist gleich wieder da.

Und, hast du ihn schon ausfindig gemacht?

Na ja, nicht ganz.

Zu Hause war der Ivica Djuric nicht.

Okay.

Aber seine Mama sagt, dass er im Judo-Club Golden Cobras trainiert.

Nein, der Kollege Eisner und ich sind kein Paar.

Aber Sie beide sind eines, oder?

Wir sind sehr gut befreundet.

Der Fritz ist ein eingeschworener Junggeselle.

So, jetzt aber.

Kennen Sie den Herrn Danijel besser als er?

Nein. Ich hab's nicht so mit Harmonika.

Die Linda Filipovic, hat die ihren Vater oft besucht?

Immer am Badetag.

Pik.

Sagt wer was an?

M-m.

Mm.

Gut, dann sag ich jetzt ein kleines Gangerl an.

Seine Tochter, die Linda.

Die wollt halt ihre Ruhe haben beim Herumsuchen.

Aber das wissen S' jetzt nicht von mir.

Und was ich auch nie sagen w�rde:

Beim Horst, da hat er sich nicht getraut, der Herr Danijel.

Aber mit der Patricia hat er echt ungut sein k�nnen.

Die nimmt sich eh gleich alles so zu Herzen.

Ja, und da brauchst grad so einen wie den alten Danijel.

Was is jetzt mit euch zwei?

Spielt ihr noch mit?

Was war eigentlich mit der Geschichte

vom Danijel und dem Fu�pfleger?

Ah, dem. Wie hei�t der gleich wieder?

Ivica.

Genau. Ja, mit dem hat er einen ordentlichen Streit g'habt.

Das is jetzt schon l�ngere Zeit her.

Da haben sich die zwei f�rchterlich angeschrien.

Leider auf Jugoslawisch.

Der Ivica ist aber ein sehr Netter.

Und die Dame.

Danke f�r die Mitarbeit.

Wenn Gn�digste vielleicht geben wollen?

Jetzt tu nicht so.

Kein Wunder, dass die Leut glauben, wir zwei sind ein Paarl.

Treff.

�brigens. Gestern hat's auch noch

ein kleines Intermezzo gegeben mit den zweien.

Mitm Danijel und mitm Ivica.

Sagen S' einmal, Herr Fritz,

woher wissen Sie das alles?

I war 40 Jahr lang Oberkellner im Cafe Amsel.

I red halt gern und gut mit den Leut'.

Das hat sich auch hier herinnen im Heim nicht ge�ndert.

Und das ist jetzt ein Farbenringerl.

Bah, Gott, he.

Und ein Bummerl f�r die Polizei.

Also null Punkte, verloren.

Bah, was wir da g'spielt haben.

Reden wir nimmer dr�ber.

Der Ivica hat Vorstrafen.

Illegalen Waffenbesitz. Drogen. Gewaltdelikte.

Na, geh! Dabei ist der Ivica so ein Netter.

Gr�� Gott, Frau Waltraud!

Servus, Horst!

Du solltest mit ihr reden.

�bers Heim, und wie das alles so rennt.

Na wenn du schon eine Insiderin an der Hand hast.

Ich hab die Sandra zig Jahre nicht gesehen.

Dann komm ich zuf�llig da her, treff sie in diesem komischen Rollstuhl.

Und soll jetzt mit ihr �ber den Fall reden?

Das geht ned. - Wieso ned?

Weil's komisch w�r.

Das h�ngt davon ab.

Wovon?

Was da g'wesen is.

Ein streitbarer Charakter, der Herr Danijel.

Stress mit der Tochter.

Stress mit der Pflegerin.

Mit dem Fu�pfleger.

Der Horst nennt das Befindlichkeiten.

Na, der Horst.

Du magst ihn nur ned, weil er dich hat baumeln lassen.

Naa. Ich h�tt mich locker daraus befreien k�nnen.

Ein Klimmzug h�tte gereicht.

Schaffst du �berhaupt noch einen?

Was hei�t einen?

Alle schaff i.

Krieg ich auch eines?

Naa.

Hab nur mehr so wenige.

Ippon Seoi Nage.

Der muss perfekt sitzen.

Sonst gibt's keinen Dan.

Hajime!

Was haben sie angestellt?

Wer?

Meine Sch�ler. Sie schauen aus wie von der Polizei oder vom Jugendamt.

Wir sind wegen Ihnen hier, Herr Djuric.

Wo waren Sie vorgestern zwischen 13 Uhr 30 und 14 Uhr 30?

In der Arbeit.

Hier oder im Pflegeheim Laetitia?

Nicht hier.

Und wo dort?

Im Fu�pflege-Studio.

Allein?

Ja.

Termin ist ausgefallen.

Und?

Was haben Sie gemacht?

Aufger�umt.

T�t hier auch nicht schaden.

Was wollen Sie von mir, hm?

Um was geht's �berhaupt?

Wir sind von der Mordkommission.

Super.

Und wen hab ich umgebracht?

Sie hatten vorgestern Streit mit dem Herrn Danijel.

Kurz vor halb zwei.

Das war kein Streit. Dem Alten hat nur was nicht gepasst.

Es gab ja vorher auch schon eine Auseinandersetzung.

Sie h�tten einander angeschrien.

Mhm.

Kann ich mich nicht erinnern.

Muss zu meinen Sch�lern.

Sie wissen eh, wo der Ausgang ist.

Der Kurti. Geh bitte ned.

Bitte ned.

Du suchst einen Schuldigen und findest ihn ned.

Drum war's wieder einmal der vorbestrafte Tschusch.

Geh bitte!

Wann da einer die Augen verdreht, bin i das, der Bew�hrungshelfer.

Nur weil einer vorbestraft is ...

Kurtl, bitte!

Hei�t das noch lange nicht, dass die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt.

Hast doch noch einen anderen Text? Vielleicht mit Inhalt?

Seit ich f�r ihn zust�ndig bin, hat der Ivica alle Auflagen erf�llt.

Und die waren?

Psychologin. Arbeit finden.

Ein regelm��iger Drogentest

im ersten Jahr.

Was is mit Golden Cobra?

Kurti?

I bin gleich bei dir.

Im Judo-Club arbeitet der Ivica ehrenamtlich.

Teilweise mit sehr schwierigen Jugendlichen.

Wahnsinnig interessant.

Kurtl, du machst wirklich Bew�hrungshilfe vom Feinsten.

Wenn man alles kann, Eisner, dann kann man das auch.

Und?

Nix.

Der Kurt is so ein nerviger i-T�pferl-Reiter,

der sich nur um seinen Job k�mmert.

Er sagt wahrscheinlich dasselbe �ber dich.

Na gut, dann red i halt mit ihr.

Mit wem?

Das ist eine sehr gute Idee.

Nur eins!

Nur eins hab i mir g'nommen.

Daf�r redest du jetzt mit dem l�stigen Kurti.

Bitte.

Das hei�t, der Ivica Djuric ist seit dem Jahr 98 in Wien.

Da war der Jugoslawien-Krieg noch ned vorbei.

Ja, da war der Krieg noch nicht vorbei.

Hab i mich grad selber sagen h�ren.

Jetzt komm schon!

Die Generation hat's schwer g'habt dort.

Zehn Jahre B�rgerkrieg, jeder gegen jeden.

Da sind viele, die schwere Traumata im Gep�ck haben.

Die Opfer genauso wie die Soldaten.

Ohne jetzt konkret �ber den Ivica zu sprechen.

Genau. Ganz im Allgemeinen.

Immerhin hat der Ivica jetzt einen fixen Job

und k�mmert sich um die Jugendlichen im Judo-Club.

Das freut mich.

Mich auch.

Hoffentlich muss er ned wieder ins Gef�ngnis.

Jetzt sag schon, was willst denn wissen?

Hm?

Neun Monate bist du jetzt da.

Mhm.

Und warum ein Altersheim?

Du meinst, weil ich noch so jung bin?

Schau, das Laetitia, das is ein Pflegeheim und ein Altersheim.

Da gibt's auch Zimmer f�r Menschen, die viel Pflege brauchen. So wie ich.

Ja.

Und der Danijel Filipovic, der war auch immer im Rollstuhl.

Hast du den gekannt?

Ist das der mit der Mundharmonika, oder?

Ja, richtig, ja.

Nur vom Sehen.

Und der Ivica Djuric?

Na, du bist aber neugierig.

Entschuldige.

Entschuldige. Das ist so ein beruflicher Reflex.

Und ich hab schon 'glaubt, du bist wegen mir da.

Ja.

Ah, dann sind die Blumen doch f�r mich.

Sicher.

Bitte sch�n!

Bitte leg sie ins Waschbecken.

Die Schwester bringt s' dann wieder raus, wo s' hing'h�ren.

I hab alle zwei Wochen Fu�pflege beim Ivica.

Wei�t, wenn man im Rollstuhl sitzt, dann braucht man das.

Und was h�ltst du von ihm?

Hm, er arbeitet gut.

Redet aber kaum.

Wieso?

Wird der verd�chtigt?

Das darf ich dir jetzt nicht sagen.

Ah.

Mich ausfragen aber selber nix preisgeben, hm?

Ja, wie fr�her.

Ja, wie fr�her.

Komm, setz dich zu mir!

Hm?

Ist das lang her.

Dass du bei mir im Bett g'sessen bist.

Ja.

Das letzte Mal, wo wir uns gesehen haben, nicht mehr.

Die Hochzeit von Silke und Werner, hm?

Eh.

Du. Die Fotos hab i noch.

Echt?

Mhm.

Da oben. Das Gr�ne.

Hol's her!

Oh, Schei�e. Entschuldige.

Ts.

Was is?

Bitte ...

Da fehlt eine Seite.

Die ist vielleicht im Drucker h�ngen geblieben. Oder ...

Die Pflegerin hat sie verschwinden lassen.

Da is er, der Ungustl.

Mit dem warst du zusammen?

Das war der Dings, der ... na, sag!

Hab i l�ngst vergessen.

Gott sei Dank.

Du warst jedenfalls sehr liebesbed�rftig.

Du, was w�r denn g'wesen, wenn du damals ned auf die Polizeischule,

sondern mit mir nach Paris 'gangen w�rst?

Ich hab's dir angeboten.

Stimmt, ja.

Stell dir vor, dann h�ttest jetzt vielleicht du

meine Bettpfannen ausleeren m�ssen, bevor ich ins Heim bin.

Moritz.

I muss aufs WC.

Schei�e.

Keine Angst, das macht die Schwester.

Na gut, dann geh i jetzt, oder?

Danke f�r die Blumen.

Patricia, bei mir ruft die Natur.

Sind Sie jetzt auch in diesem Stockwerk t�tig?

Die Kollegin ist krank. Ich helf nur aus.

Wenn Sie wollen, red ich gern mit dem Arzt �ber eine h�here Dosierung.

Danke, geht schon so.

Niko hat er g'hei�en.

Ah ja, genau.

Gehst du jetzt, bitte!

Ach so, ja.

So.

* Musik *

Rudnik hei�t Mine oder Bergwerk auf BKS.

Auf was?

Bosnisch/Kroatisch/Serbisch.

Und was is mit der R�ckseite?

Was ist das? Kyrillisch?

Wahrscheinlich.

Lass es �bersetzen!

Und dann noch einen Spezialauftrag.

Wo das Bergwerk sein k�nnte.

Sind das vielleicht Gewehre vom Jugoslawien-Krieg?

Das Foto nehmen wir mit zur Tochter.

Die ist �brigens vor einem halben Jahr

beim Kreditschutz als zahlungsunf�hig erkl�rt worden.

Kein Wunder, dass sie sofort an Schmerzensgeld denkt.

Danach noch der Streit mit dem Vater.

Auch ums Geld.

Ja, ja, ja.

Der Papa hat sein Lebtag lang hart gearbeitet.

Viel hat er nicht g'habt von seinem Ruhestand.

Die Herzensgeschichte. Dann der erste Schlaganfall.

Kennen Sie den Fu�pfleger Ivica Djuric?

Ich dachte, der Papa hatte immer eine Fu�pflegerin?

Also nein.

* Handy *

* Handy *

Die spinnt ja. Soweit kommt's noch.

Sie k�nnen gern telefonieren.

* T�r *

Da hat's einen Streit gegeben zwischen Ihrem Vater und dem Ivica.

Sagt Ihnen dieses Foto was?

K�nnen S' das lesen?

Mein Serbisch ist urschlecht.

Lesen - keine Chance.

* Handy *

* Handy *

* Handy *

* Handy *

* Handy *

* Handy *

Ihr Vater ist aus Novi Sad.

Ja.

Aber das kenn ich nur als Kind vom Urlaub.

Wir hatten da als Familie nie wirklich einen Bezug dazu.

Die Mama war �sterreicherin.

Wissen Sie, ob Ihr Vater im Krieg gedient hat?

Nein.

Ich hab ein, zwei Mal gefragt.

Aber da war nix.

Nur ...

.. eine Wand des Schweigens.

Ja. Genau.

Dann hab ich's aufgegeben.

Sie haben Ihren Vater des �fteren am Badetag besucht,

wo er die meiste Zeit nicht im Zimmer war.

Da konnt ich in Ruhe aufr�umen.

Das Personal ist ziemlich schlampig.

Haben Sie irgendwas Bestimmtes gesucht?

Nein.

Und der Feueralarm hat Sie nicht gest�rt?

Doch. Aber da war ich schon fertig.

Und was haben Sie gefunden?

Nichts.

Und dann?

Das hab ich Ihnen doch schon letztes Mal gesagt.

Dann bin ich gegangen, noch w�hrend dem Alarm.

Die Nachbarin.

Ah, wie hei�t sie noch einmal?

Die Frau Anna.

Die mit der F�hnfrisur?

Ja, ja, genau die!

Mit der bin ich im Dunkeln zusammengesto�en.

Die kann das best�tigen.

Eine vegane B�ckerei.

Kommt die gut an?

Ja. In einer halben Stunde ist hier die H�lle los. Sto�zeit.

Komm ich gar nimmer nach.

Also finanziell haben Sie keine Sorgen?

Nein. Das Gesch�ft l�uft super.

* Handy *

* Handy *

Warum stehen Sie dann

auf der schwarzen Liste vom Kreditschutzverband?

Weil ich ein paar Handyrechnungen nicht gezahlt hab.

Ja, wenn der Vater ins Spital kommt und dann ins Heim,

dann hat man echt andere Sorgen.

Was ist eigentlich euer Problem?

Dass ich eine Frau bin?

Oder eine Veganerin?

Irgendwer macht dieser Frau Stress.

Du meinst, weil ihr Handy die ganze Zeit gebrummt hat?

Da, schau!

So viel zum Thema Sto�zeit.

Mhm.

* Musik *

Puh.

Heast, wo will die hin?

Auch noch in dem Tempo.

* Hupen *

I glaub, die hat uns bemerkt.

Naa, die f�hrt immer so.

Aufpassen!

Ich hab Gr�n.

Da gibt's nur Puffs und Autowerkst�tten.

Entweder sie f�hrt zum Service oder ...

Da! Da! Da! Schau!

* Schreie *

Verschwind!

Ah!

He! Bist deppert!

Lass los!

Lass mich in Ruh!

Ah!

Hey! Hey!

Hey! H�r auf! H�r auf!

Aufh�ren, hab i g'sagt!

Hallo!

Hey! Was l�uft denn da ab, heast?

Hallo!

Aufh�ren! H�r auf jetzt!

Was machen Sie denn da?

So, und jetzt das Ganze noch einmal von vorne. Und zwar alles!

Die ist wahnsinnig.

Tritt dem armen Erkan in die Eier und st�rt mich bei der Arbeit.

Ich lass mich doch nicht erpressen!

Erpressen? Ich dich? Du willst was von mir, okay?

Ihr Vater ist Stammkunde.

Gib mir sofort den Schmuck von meiner Mutter!

Moment! Ich bin mit den Klunkern bezahlt worden f�r harte Arbeit.

Also, hart war wenig, aber ...

Wenn sie das Zeug haben will, muss ich Geld sehen.

Ich hab vorhin ein faires Angebot geschickt.

2000 Euro?!

2000 Euro? Ist das viel, ist das wenig?

Das hat mein Vater nie und nimmer konsumiert.

Schatzi, ich kenn mich aus, der Schmuck ist viel mehr wert.

Der Schmuck schon. Aber du nicht!

Spinnst du?

So! Jetzt is' aber gut!

Das Geld f�rn Papa hab ich beim Bankomaten geholt.

Bis ich draufgekommen bin, wof�r er's ausgibt.

Wie haben Sie die Ramona gefunden?

Die macht Hausbesuche.

Im Altersheim.

Dann haben Sie begonnen, ihn finanziell k�rzer zu halten?

Ich wollt verhindern, dass er sein Geld durchbringt.

Worauf er die Ramona mit dem Schmuck Ihrer Mutter bezahlt?

Den die Mama mir geben wollte, wenn ich heirate.

Das war ausgemacht.

Dann gibt er ihn so einer Sexarbeiterin.

Er hat's mir angedroht.

Aber so was nimmt man doch nicht ernst.

War das der Schmuck, den Sie in seinem Zimmer gesucht haben?

Ja. Jetzt liegen die goldenen Ohrringe von meiner Mama

in so einen schei� Laufhaus!

Die Ramona hat bis jetzt nicht gewusst,

dass Ihr Vater tot ist, Linda.

Und sie w�r mit 300 Euro einverstanden.

Ist das okay f�r Sie?

Ja.

Ja. Danke!

Ich bring sie rein.

Moment, Frau Filipovic!

Das Durcheinander mit Feueralarm und Stromausfall,

das war eine sehr gute Gelegenheit.

Sie haben kein Alibi.

Und Ihr Vater hat Ihnen nur Probleme gemacht.

Deshalb bring ich ihn um?

Einfach so?

Klar hat er mich zur Wei�glut getrieben.

Das tun Eltern.

Aber ...

Sie haben ihn ins Heim gebracht.

Mein Vater hat das verstanden.

Ich hab die verdammte B�ckerei.

Und trotzdem war ich mindestens ein Mal die Woche bei ihm.

Hab die W�sche sortiert, hab das Zimmer aufger�umt.

Dass wir gestritten haben, bevor er gestorben ist, ja - fuck!

Das hei�t nicht, dass ich f�rn Papa nichts empfunden hab.

Ganz im Gegenteil.

Wer ist f�r den Krankenakt zust�ndig bei euch?

Jeder schreibt da rein. - Was, Sie auch?

Ja, aber nur Allgemeines. Wundpflege, Stuhlgang und so.

Wenn's um was Kompliziertes geht oder um Medikamente,

schreiben das die �rzte oder die Diplomierten.

Wie Ihre Kollegin Patricia.

Ja. Im Akt sieht man eh, wer den Eintrag g'macht hat.

Jetzt bist wieder fesch! Gell?

Hilft die Patricia noch im 2. Stock aus?

Ja, die lasst sich zu allem einteilen.

Als ob wir hier nicht genug Arbeit h�tten.

Christliche N�chstenliebe. - Die kann man �bertreiben.

Wenn die Patricia ins Burnout geht, wer darf das ausbaden?

Sie haben keine Angst vorm Burnout?

Naa. Ich lass mi ned zu allem einteilen. Und i steck's besser weg.

Inwiefern?

Schrebergarten. Der Meinige und i haben einen in Gro�jedlersdorf.

So, bitte sch�n!

Im Akt steht, der Herr Danijel hat �ber Schmerzen geklagt.

Ja, vor ein paar Wochen.

Deswegen is ja die Patricia mit ihm zum Arzt.

Die is sehr dahinter, dass alle die notwendigen Medikamente kriegen.

Und so richtig fit war er nimmer, der Herr Danijel.

War er fit f�r den Besuch von Prostituierten?

"Sex-Arbeiterinnen" hei�t das. Und ja, daf�r hat's noch gereicht.

Sie best�tigen, dass er Besuch von einer Sexarbeiterin hatte?

Ja. Ramona war ab und zu bei ihm.

Aber nicht am Todestag. Sonst h�tt ich's erw�hnt.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Was meinen S'?

Herr Horst, bitte!

In unserem Heim hat jeder sein eigenes Zimmer mit Schl�ssel.

G�ste sind G�ste. Wurscht, ob sie bezahlt werden.

Und das ist erlaubt?

Das ist kein Gef�ngnis. �ltere Leute haben auch Bed�rfnisse, oder?

Und da gibt's nie Probleme?

Nein.

Mit den Sexarbeiterinnen nicht.

Nur mit den Angeh�rigen. Die sehen das ned so gern.

Verzeihen Sie bitte, aber das hab ich komplett vergessen!

Beim Stromausfall bin ich kurz aus meinem Zimmer, schauen, was los ist.

Und da bin ich im Finsteren mit der Tochter vom Danijel zusammengesto�en.

Ich hoffe, die kriegt keine Probleme deswegen?

Machen Sie sich keine Sorgen!

Da schau her, die Polizei! Darf's heut eine kleine Revanche sein?

Naa, Herr Fritz. Heute nicht. Danke.

Angst vorm Bummerl?

Ich sag Ihnen was, Herr Fritz:

Pech im Spiel ...

Gl�ck in der Ermittlung!

Zum Gl�ck hat der Arzt verhindert,

dass der Filipovic noch mehr Fizedin kriegt.

Mehr ... was?

Fizedin ist ein Benzodiazepin. Ein starkes Beruhigungsmittel.

Die Pflegerin wollte f�r den - damals noch nicht - Toten eine h�here Dosis.

Der Arzt hat das abgelehnt.

Aha, warum?

Eine h�here Dosis kann schwere Folgen haben.

Gesunde j�ngere Menschen haben Nebenwirkungen oder werden abh�ngig.

Alte Menschen kannst du mit Benzodiazepinen schnell umbringen.

War das ned eine Methode von den Todesschwestern in Lainz?

Die haben Rohypnol verwendet, unter anderem - auch ein Benzodiazepin.

In den Befunden steht davon nix.

Wenn man wei�, was man sucht ... - Bis wann?

Bis morgen. - Spannend!

Was w�re, wenn der der Danijel gar nicht �ber Schmerzen geklagt h�tte?

Und Patricia das nur erfunden hat?

Jetzt wird's unwissenschaftlich. Ihr entschuldigts mich!

Todesengel nehmen die Patienten, die am meisten Arbeit machen.

Der Danijel - viel Arbeit, bissige Kommentare f�rs Personal.

Schwester Patricia will's zuerst mit Medikamenten versuchen.

Die werden nicht bewilligt, und sie ertr�nkt ihn.

Schwachsinn!

Ja.

Ich bin nur vom Zehn-Meter-Brettl g'sprungen,

weil sie vorher g'sprungen is.

Die Sandra war die coolste Frau im ganzen Freibad.

Und ich war schwer verliebt.

Dann der erste Kuss und alles, was dazugeh�rt.

Du machst dir Sorgen um sie.

Wenn die Patricia dieser Todesengel ist,

dann passt die Sandra genauso ins Opferprofil wie der alte Danijel.

Und ihr Zustand verschlechtert sich schnell und hoffnungslos.

Wegen diesem ALS?

Bei der Amyothropen Lateral-Sklerose hast du nach der Diagnose

durchschnittlich noch drei Jahre.

Und du meinst, Patricia k�nnt sich als Erl�serin f�hlen?

Sie hat die Sandra letztens gefragt, ob sie eine h�here Dosis will.

Warum haben Sie uns die Seite 33 nicht gegeben?

Und erz�hlen S' uns bitte nicht, dass das ein Versehen war!

Was wollten Sie geheim halten?

Dass der Arzt Ihnen fast auf die Schliche gekommen w�r?

Dass die h�here Dosis Fidezin ... - .. t�dlich gewesen w�re?

Haben Sie andere Patienten auch so behandelt?

Ich hab ihn nur auf Entzug gesetzt!

Na klar!

Sie nimmt das Beruhigungsmittel selber!

Ich hab vorher auf der Intensivstation gearbeitet.

Seither halt ich's ohne Beruhigungsmittel nicht mehr aus.

Warum arbeiten Sie dann �berhaupt noch in der Pflege?

Meine Eltern wohnen ein paar Tausend Kilometer weit weg.

Sie m�ssen selber gepflegt werden. Die brauchen das Geld!

Und dass Sie Medikamente von den Patienten abzweigen,

ist niemandem aufgefallen?

Ich ... ich hab einen Weg gefunden.

Warum haben Sie den Herrn Danijel im Bad ertr�nkt?

Das war doch ein wichtiger Drogenlieferant.

Ich hab das nicht getan!

Seit er tot ist, geht's mir erst so richtig schlecht!

Warum?

Weil der Herr Danijel Ihre einzige Quelle war?

Wo waren Sie denn beim Feueralarm?

Sie sind doch keine f�nfzehn Minuten auf dem WC gesessen!

Ich hab mich eingesperrt.

Im Personalraum.

Der Horst hat geklopft, aber ich hab's ignoriert.

Weil Sie das Fizedin abgezweigt haben.

Zeigen S' uns, wie!

Das ist nur Traubenzucker.

Sie haben's ausgetauscht.

Alter Junkie-Trick.

Was ist mit dem Fizedin passiert?

Geschnupft!

Warum wollten Sie die Dosis erh�hen?

Hat das nicht mehr gereicht?

Nicht f�r zwei.

Der Herr Danijel hat von seinem eigenen Medikament nichts bekommen?

Ich ...

Ich ... ich wollt ...

Alten- und Krankenpflege ist ein extremer Job.

Ich glaub, es gibt nix H�rteres.

Doch. Arbeiten gehen und zus�tzlich daheim jemand pflegen.

Stimmt. Entweder du beutest dich selber aus,

um deine Angeh�rigen zu Hause zu behalten.

Oder du hast ein schlechtes Ge- wissen, weil du sie ins Heim gibst.

Du kannst nie gewinnen. - Du hast immer das Bummerl.

Das is mir erspart 'blieben, das Bummerl.

Na sag's!

Als ich die Sandra im Heim gesehen hab, war ich erleichtert.

Ich war erleichtert, dass wir nicht zusammengekommen sind.

Dass es nicht ich bin, der sie jetzt pflegen muss.

Wenn ihr zusammen w�rt, t�test du jetzt alles f�r sie. Alles.

Ich hab noch nicht herausgefunden,

wo das Foto mit Danijel Filipovic gemacht worden ist.

Aber das Wort auf der R�ckseite hei�t "Elektriker".

Was ist das?

Ein Phasenpr�fer aus seiner Jackentasche.

Was stand im Akt als Beruf?

Haustechniker.

Ned weit weg von Elektriker.

Und die Gewehre an der Wand sind Zastava M70.

Das war DIE Infanteriewaffe in allen Jugoslawien-Kriegen.

Den Jugoslawien-Krieg hat der Kurti erw�hnt.

Im Zusammenhang mit dem Danijel und dem ...

W�nsche Ihnen einen wundersch�nen Tag, liebe Frau Irma!

Vielen Dank!

Danke sch�n!

Und, was kann ich f�r Sie tun?

K�nnen Sie das zuordnen?

Nein.

Sie wissen nicht, wo das ist?

Nein.

Aber das hier k�nnen Sie lesen?

Ja, da steht "Elektriker".

Und sagt Ihnen das was?

Waren Sie Soldat im Jugoslawien-Krieg?

Herr Djuric, die Verdachtslage gegen Sie is ned ohne.

Der Streit mit dem Herrn Danijel, Ihre Vorstrafen ...

Waren S' im Krieg oder ned?

Ich muss die n�chste Kundin drannehmen.

Vielleicht kann die warten?

Sie k�nnen uns aber auch gern auf die Dienststelle begleiten.

Okay!

Wir reden hier.

Ich geb der Dame schnell Bescheid.

Bitte.

Na Schei�dreck!

Hey!

Aa!!

Achtung!

Fu�pfleger sind halt ... - .. gut zu Fu�. Hab i g'merkt.

Ich hab dem Kurtl ein Ultimatum gestellt.

Wenn der Super-Ivica nicht in einer Stund in seinem B�ro ist,

wird er zur Fahndung ausg'schrieben.

Fahndung nach dem Ivica? Der ist ... - .. so ein Netter! Wiss'ma schon!

Du hast aber kein gro�es Vertrauen g'habt, dass ich ihn erwisch.

Sie haben ihn also vom Zehn-Meter- Turm runtergesto�en? Respekt!

Er sagt, dass er selber gesprungen ist, um mich zu beeindrucken.

Und - hat's funktioniert?

Zuerst schon.

Aber sie hat sich dann f�r Paris entschieden.

Paris in den Achtzigern! Toll! Was haben Sie da g'macht?

Ich war Friseurin.

Und Stylistin bei Modeschauen.

Toll! Um nicht zu sagen "oh la la".

Zu der Zeit hat's der Moritz grad auf die Polizeischule geschafft.

Die Sandra war immer ein Ausnahmetalent, gell?

Ma, du alter Charmeur.

Jetzt kann ich nicht einmal mehr mich selber frisieren.

Die Frisur, ist im Heim sehr wichtig.

Da k�nnts ihr jeden fragen da. Gibt ja sonst ned viel zu tun.

Nicht mit dem Ivica spielen!

Wenn der ned bald beim Kurti is ...

Wann war der Stromausfall genau?

13 Uhr 50, laut Horst.

Na bitte! Exakt genau der Zeitpunkt!

Da, schau! Exakt der Zeitpunkt!

Und hier der Impact.

Okay. I geh zum Kreindl, du zum Kurti.

Naa, sicher ned.

Schere, Stein, Papier!

Geh bitte!

Ja, dem Ivica f�llt es schwer, �ber seine Vergangenheit zu reden.

Kurtl, bitte. Die Nummer hast bei der Bibi schon ab'zogen.

Ja, so geht's vielen nach traumatischen Kriegserlebnissen.

Das ist kein Grund davonzulaufen!

Du hast ihm mit Verhaftung gedroht! Auf nix hinauf!

Naa! Ich hab ihm einen Ortswechsel angeboten und ihn gefragt, ob er ...

Okay, gut. Geschenkt. Aber kann ich jetzt mit ihm reden?

Lieber Herr Djuric!

Hatte der Streit mit dem Verstorbenen

irgendwas mit dem Jugoslawien-Krieg zu tun?

Ja und nein.

Was? Ja und nein? Was hei�t das?!

Moritz, bitte!

Was hei�t das jetzt, bitte? Also?

Na komm!

Der Danijel hat schnell mitgekriegt, dass ich Serbe bin. So wie er.

Ah!

Und das war ein Problem f�r Sie?

Ja, ein gro�es.

Er hat n�mlich beschlossen, ich bin sein bester Freund.

Und er kann mir bei der Fu�pflege alles M�gliche erz�hlen:

Wie schwul der Horst ist, wie dumm die Patricia,

wie anstrengend seine Tochter.

Und dann nat�rlich der Krieg:

Kameradschaft, Zusammenhalt, dieser ganze Schei�.

Bis es mir gereicht hat.

Und dann habts ihr g'stritten?

Nein!

Ich hab ihm die Wahrheit gesagt:

Dass der Krieg in Jugoslawien ein Wahnsinn war.

Und dass ich desertiert bin.

Und das hat dem Filipovic nicht gepasst?

"Schwuchtel" hat er mich genannt. Und "Vaterlandsverr�ter".

Er wollte sich die F��e nicht mehr machen lassen von mir.

Dieser Wichser!

Kameradschaft!

Kurac!

Ich erz�hl euch was von Kameradschaft.

Mein bester Freund, Mirko, ...

.. hat die Leiche von seinem Bruder gefunden.

Dem hat der halbe Kopf gefehlt.

Das hat der Mirko nicht gepackt.

Drum hat er sich im Fronturlaub selbst in die Luft gesprengt.

Handgranate an die Brust.

Und paff!

Kann es sein,

dass der Stromausfall irgendwie den Herzschrittmacher beeinflusst hat?

Nein, das geht bei einem ICD nicht.

Aber ein Stromsto� kann schon der Grund f�r die Anomalie gewesen sein.

Was auch immer den Stromausfall ausgel�st hat:

Die Anomalie muss in der Badewanne passiert sein?

Die t�t zur Wunde am Fu� der Leiche passen.

Schaut aus wie eine Brandblase.

Aber die kriegt man ned im lauwarmen Wasser.

Doch!

Zum Beispiel, wenn der Fu� bei einem Stromschlag den Abfluss ber�hrt.

Der ist in Kunststoff-Badewannen der einzige stromleitende Teil.

Hm, Stromschlag.

Jemand will originell sein

und schmei�t einem Elektriker ein eingeschaltetes Ger�t in die Wanne.

Bei den heutigen Sicherheitsstandards ist das fast unm�glich.

Also, dass man daran stirbt.

Au�erdem ...

.. steht im Bericht, dass er ertrunken ist. Ist schon klar.

Aber von der Idee her?

�brigens, der Ermordete hatte kein Benzodiazepin im Blut.

Was immer auch in seinem Akt steht - Fizedin hat er nicht gekriegt.

Danke, wiss'ma schon!

Bitte, Ivica, jetzt sag doch was!

Ich frag Sie jetzt noch einmal:

Haben Sie Danijel Filipovic umgebracht?

Tote hab ich im Krieg genug gesehen.

Hallo!

Entschuldigts!

Das Foto - k�nnen Sie sich das noch einmal anschauen, bitte?

Rudnik Omarska.

Sagt Ihnen das was?

Das kann das Lager sein, von dem der Alte immer geredet hat.

Rudnik Omarska. Dort ist das Foto gemacht worden.

Lager?

Was f�r ein Lager?

In den Jugoslawien-Kriegen wurden die Hallen als Gefangenenlager verwendet.

Man hat dort gefoltert und Tausende Menschen umgebracht.

Der Bericht vom Kriegsverbrecher- Tribunal zum Lager in Omarska,

der ist echt ...

.. gruselig.

Der Danijel Filipovic war dort stationiert.

Das gibt's ja ned! Wer hat den umgebracht?

Vor seinem Tod war der Danijel Filipovic mit der Tochter, Linda,

in seinem Zimmer.

Der Horst holt Danijel ab.

Am Gang treffen sie auf Ivica, mit einer Bewohnerin.

Kurze Auseinandersetzung mit Danijel. Dann geht's weiter ins Badezimmer.

Jetzt Feueralarm!

Um 13 Uhr 46. Das wissen wir fix von der Feuerwehr.

Der Horst geht zum Fritz aufs Zimmer,

weil der immer den Feueralarm ausl�st.

Linda ist, nach eigener Aussage, noch immer im Zimmer ihres Vaters.

Patricia ist im Personalraum.

Und nicht auf der Toilette!

Da.

Und der Ivica ist in seinem Fu�pfleger-Kammerl im 3. Stock.

Das ist unbest�tigt.

Genau.

Der M�rder nutzt das allgemeine Durcheinander, geht ins Bad,

verursacht einen Kurzschluss.

Daraufhin f�llt der Strom aus. Um 13 Uhr 50.

Der Danijel ist aber nicht tot.

Nein! Der sitzt im Hebelift, zappelt und schimpft wie ein Rohrspatz.

Worauf ihn der M�rder ertr�nkt.

Hau ihn um!

K�nnt jeder g'wesen sein.

Oder jede.

Elektroger�te?

Ja, welche Elektroger�te?

Zahnb�rsten, Haarf�hns, Rasierer.

Sind welche verschwunden seit dem Tod vom Herrn Danijel?

Oder kaputt geworden?

Aufgefallen w�ren mir keine.

Ich hab geglaubt, der Fall ist gel�st. Sie haben die Patricia ...

Dazu kann ich nix sagen.

I darf ned einmal wissen, warum i den Laden allein schupfen muss.

Der Pfleger Horst verl�sst sofort nach dem Stromausfall

das Zimmer vom Herrn Fritz.

Der Ivica war die ganze Zeit ohne Kundschaft im Fu�pfleger-Kammerl.

Zumindest behauptet er das.

Die Linda verl�sst Danijels Zimmer in Richtung Stiegenhaus.

Wo sie am Gang mit der Frau Anna zusammenst��t.

Das is die Frau Anna.

Der Horst kommt zum Sicherungskasten im Keller.

Wo er mit einem Feuerwehrmann redet.

Der Horst schaltet den Strom wieder an, geht zur�ck in den Baderaum.

Wo er den toten Danijel findet.

Um circa 14 Uhr.

Hey!

Moritz, du isst grad den Horst!

Oh, Entschuldigung!

"Das Gl�ck is ein Vogerl."

Wenn's da steht ...

Der Horst war beim Stromausfall beim Herrn Fritz auf dem Zimmer.

Also k�nnen ihn beide nicht verursacht haben.

Die Linda ist im Finsteren der Frau Anna reingelaufen.

Die Frau Anna!

Denkst du, was ich denke?

Ja.

Die perfekte F�hnfrisur, die war aber nur am ersten Tag perfekt.

Danach war sie ein Trauerspiel.

Heut hat sie �berhaupt nur einen Schal herum gehabt.

Aber Moment einmal!

Das kann ja gar ned stimmen.

Wenn die Linda aus ihrem Zimmer kommt und Richtung Treppe geht

und die Frau Anna auch aus ihrem Zimmer kommt,

dann k�nnen die hier ned zusammengesto�en sein.

Das funktioniert nur, wenn Anna aus der Richtung des Badezimmers kommt.

(Oh, sorry. 'tschuldigung!)

(Nix passiert.)

Dann k�nnen sie hier zusammengesto�en sein.

Tja, ich check sie ab.

Naa, aber heut nimmer.

Du fahrst nach Hause zur deiner Jasmina und deiner Kleinen!

Danke!

Morgen!

Morgen!

Unsere Frau Anna hat nach ihrer Hochzeit Ladengruber gehei�en.

Und jetzt haltets euch fest!

Ihr M�dchenname war Ana Begovic, geboren in Prijedor.

Das ist in Bosnien. Keine 23 Kilometer entfernt von Omarska.

Waren im Lager von Omarska auch Frauen interniert?

Ja.

Danke, Meret!

Abgesehen davon, dass Sie Mundharmonika nicht m�gen.

Die Zigaretten, die der Herr Fritz am Zimmer nicht rauchen soll,

kriegt er die von Ihnen?

Frau Anna, w�rden Sie das f�r uns mal abnehmen?

Ihre Frisur ...

.. war so perfekt, ...

.. wie ich Sie das erste Mal gesehen hab.

Wann haben Sie Ihre Haare das letzte Mal gef�hnt?

Kennen Sie den Herrn Danijel schon l�nger?

Vielleicht aus einer Zeit, bevor Sie hier im Heim waren?

Kann das sein, ...

.. dass Sie als Ana Begovic eine Gefangene im Lager Omarska waren, ..

.. wo der Herr Filipovic stationiert war?

"Der Elektriker".

So haben ihn alle genannt.

Er hat Gefangene mit Strom gefoltert.

Ruhig und sachlich, als w�r das eine ganz normale Besch�ftigung.

Nach dem Krieg bin ich weg von Bosnien.

Ich war dort Deutschlehrerin.

So bin ich nach �sterreich und hab mit der Vergangenheit abgeschlossen.

Und dann wird ausgerechnet der Elektriker hier einquartiert!

Direkt neben mir!

Sie haben ihn gleich erkannt?

Nach so langer Zeit?

Nein. Zuerst war ich mir nicht sicher.

Aber dann hat er ...

.. Mundharmonika gespielt.

Wie damals im Lager.

Er hat den Tod verdient!

F�r alle Menschen, die ...

.. ja ...

Frau Anna, auch wenn das schwer ist, aber k�nnten Sie uns bitte ...

Ja.

Ich hab dem Fritz ...

.. Zigaretten ins Zimmer gebracht.

Ich war mir sicher, dass er sie dort raucht und dass der Alarm losgeht.

(Was willst du? Zu mir in die Wanne?)

Ich hab ihn get�tet.

Mit Strom.

So, wie er die Menschen gefoltert und get�tet hat. Dazu steh ich.

Daf�r geh ich gern ins Gef�ngnis.

Moment einmal!

Sie haben ihn ertr�nkt.

Ertr�nkt? Nein! Ich hab ihn ...

Was haben Sie mit dem F�hn gemacht?

Den hab ich im Bad gelassen.

Deswegen haben Sie sich die Haare nicht mehr gewaschen.

Nat�rlich. Sonst h�tten alle bemerkt, dass ich keinen F�hn mehr hab.

Und dem Herrn Horst w�r klargeworden, dass in der Badewanne mein F�hn war.

Kennt sonst noch irgendwer diese Geschichte?

* Klopfen *

Wir sind auf der Suche nach dem F�hn von der Frau Anna.

Ja. Da. In der untersten Lade liegt er drin.

* Klingeln *

Wie dann das Licht aus'gangen is,

war mir klar, dass da was schiefgelaufen ist.

Und dass das Drecksschwein noch lebt.

(Wer ist da? Die Wahnsinnige wollte mich umbringen!)

(* Der Wasserhahn wird aufgedreht. Das Wasser l�uft. *)

(Was machst du da? Was machst du?)

(* Surren *)

(Was machst du da?)

Wissen S', die Anna is eh eine Gute. A gute Frau.

Wie meine Mutter.

Das war auch eine Seele von einem Menschen.

Aber er, mein Vater, das war ein richtiges Drecksschwein.

Der hat sie immer nur g'schlagen. F�r nix und wieder nix.

Wegen jeder Kleinigkeit hat er's gehaut.

Einmal h�tte er sie bald erschlagen.

Hat ihr schon den Arm 'brochen gehabt.

Aber es hat ja keiner was g'sagt damals.

Haben ja alle nur wegg'schaut bei sowas.

Und der Herr, der Danijel, das war die gleiche Dreckssau wie mein Vater.

Und das hab ich ihm ned durchgehen lassen k�nnen. Beim besten Willen ned

Und wenn schon einer das Bummerl hat,

dann ist das diesmal eben der Herr Fritz.

So schaut das aus.

* trauriges Gitarrenspiel *

Also.

Gemma's an.

Danke sehr.

Danke.

Fritz. Fritz.

Fritz!

Fritz! Fritz! Was hast du gemacht? Was, was hast du da gemacht?

Warum hast du mir ...? - Das hast du ned verdient, Anna.

Du hast ned verdient,

dass dir das Monster zum zweiten Mal dein Leben ruiniert.

Du bist a Gute.

* Sie weint. *

Kommen S'. Jetzt gemma.

* trauriges Gitarrenspiel *

Das war's, oder?

Fall gel�st.

Ja.

Abschied war noch nie so unser Ding, gell? Mach's gut, Moritz!

Was machst denn am Wochenende?

Da muss ich erst nachschauen. Im Terminkalender.

Tu das! Ich komm dich besuchen.

Ich bin Zeugin. Wenn er's nicht schafft, dann komm ich.

Das erspar i dir.

Ha! - Naa!

Hast ja nur mehr so wenig. - Genau.

ORF 2025 - untertitel*orf.at

*

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