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Untertitelung des ZDF, 2020
Entschuldigung, können Sie die Kiste bitte woanders hinstellen?
Moinlo, was sagt der Rotzanger dabei?
Nein, das ist im Auto, fangt hinten, links.
Was passiert um Gottes willen? Sagen Sie doch was.
Sie... Was... Was meinen Sie denn?
Hilfe!
Hilfe!
Sie... Ich bin gleich wieder bei Ihnen.
Einen Augenblick. Ich hole schnell Hilfe.
Sag mal, musst du die Akten da so in den Karton reinschmeißen? Ich aufräume halt
das eben mit Schwung.
Und wie lange setzt du, wird das noch dauern?
Bis ich fertig bin.
Dann geht's vielleicht ein bisschen präziser, so zwei Jahre, drei Jahre.
Dann steht der Karton ja immer noch da.
Ich räum's eh gleich weg.
Ja, es kann aber noch so zwei, drei Jahre dauern.
Und,
was macht der Rohrbruch in deiner Küche?
Ich nehme an, die Handwerker sind gerade dabei, ihn zu vergrößern.
Brandner Mordkommission?
Ja.
Und wer?
Tag, Herr Doktor. Und? Wie ist sie gestorben?
Höchstwahrscheinlich an einem Hirnödem.
Die Tote weist eine Rissquetschwunde auf dem Schädeldach auf.
Das wäre an sich nicht tödlich.
Wenn sie an einem Hirnödem gestorben ist, dann müsste sie einen Schädelbruch
haben, oder? Ja, und zwar an der Schädelbasis.
Denn die Basis ist weniger widerstandsfähig als das Schädeldach.
Wenn ein Blutgefäß durch einen Knochensplitter verletzt wird, kommt es
epiduralen Hämatom. Und dafür würde auch sprechen, dass sie bei ihrer Auffindung
noch gelebt hat.
Eine Passantin hat dann die Rettung verständigt, aber der Notarzt konnte nur
mehr den Tod der jungen Frau feststellen.
Gibt es irgendwelche Anzeichen auf ein Sexualverbrechen? Nein, nach äußeren
Anzeichen nicht. Nein.
Alex, einen Raubmord können wir ausschließen. Das hat die
gefunden.
Schlüssel, keine Papiere, Schmuck, Geld.
Sag mal, der Schlüssel, der hat einen Firmenaufdruck.
Und auf der anderen Seite eine Nummer.
Der Höller soll sich bitte drum kümmern.
Da ist noch etwas.
Die Verletzungen stammen mit ziemlicher Sicherheit von einem stumpfen
Gegenstand. Die Herren von der Spurensicherung sollen sich nach
also etwa ab 7 cm Durchmesser, umschauen.
Kein Sexualdelikt, kein Raubmord.
Der Täter hat sein Opfer schwer verletzt und dann hier liegen gelassen.
Die Tatwaffe hat er vermutlich auch erst hier ausgesucht.
Das würde bedeuten, dass er ziemlich überstürzt und mit großem Risiko
vorgegangen ist.
Die Dame dort mit dem Kinderwagen hat die Leiche gefunden.
Tag. Mein Name ist Brandner. Sie haben die junge Frau gefunden? Ja.
Sie hat noch gelebt. Da habe ich die Rettung angerufen. Hat sie noch
gesagt? Sie hat zweimal sie gesagt.
Na,
wo warst denn du so lang?
Ich war bis jetzt am Tatort.
Immerhin haben wir die Tatwaffe gefunden, einen großen Ast.
Hast du was über den Schlüssel rausgefunden?
Ja, leider noch nicht.
Das ist aber wichtig.
Der Schlüssel ist unser einziger Anhaltspunkt, um die Tote zu
Ja, ich habe vorher bei der Erzeugerfirma angerufen, aber da war
mit der Nachtwächter am Apparat.
Ja, das ist ein bisschen wenig.
Ich habe auch den Chef angerufen, aber der ist in der Oper.
Jedenfalls ruft er mich gleich an, wenn er nach Hause kommt.
Ah, die Oper.
Das wäre schön.
Was?
Kunstgenuss? Nein.
Schlafen.
Das sind Anhaftungen von blauer Farbe an Ihren Haaren.
Könnten das Rückstände von einer ehemaligen Haarpfahl sein?
Nein, nein, nein. Ich habe die gleichen Farbpartikel auch in den Poren anderer
Körperstellen gefunden.
Konnten Sie feststellen, was für eine Art von Farbe das ist?
Kobaltblau. Wird in der Kunstmalerei verwendet und ist nur sehr schwer
abzuwaschen.
Die Verteilung der Farbe lässt darauf schließen, dass sie mit einer Sprühdose
oder noch wahrscheinlicher mit einem Luftpinsel gearbeitet hat. Ja, das
so gewesen sein.
Übrigens habe ich bei der Obduktion festgestellt, dass die Tote einen extrem
dünnen Schädelknochen hat.
Wollen Sie damit sagen, dass der Täter es vielleicht gar nicht umbringt,
nur betäuben wollte?
Wäre gut möglich.
Könnte doch ein schwieriger Fall werden.
Wir haben die ganzen üblichen Gegenstände bei ihr gefunden.
Geld, Schmuck und so weiter.
Vielleicht hat der Täter irgendetwas mitgenommen, von dem wir gar nichts
Aber was?
Entschuldigung.
Brandner? Servus, Peter. Hast du schon etwas über diesen Schlüssel?
Von einem Spind. Und was für ein Spind?
Aha. Und an wie viele Hochschulen sind diese Spinde ausgeliefert worden?
Puh.
Warte mal, vielleicht hilft uns das weiter. Hast du da auch Kunsthochschulen
deiner Liste?
Und in Wien?
Nur eine?
Sehr gut.
Unser Opfer hat nämlich Spuren von Kobaltblau überall am Körper.
Na also, das ist doch schon ein Anhaltspunkt.
Gerne. Mundschutz?
Komm.
Zahnbürste und Waschzeug fehlt.
Sie hat sich einen Kaffee gemacht.
Ja, aber getrunken hat sie nicht.
Dabei hat sie die Tafel schon hergerichtet.
Zumal sie ihre Wohnung überstürzt verlassen.
Vielleicht hat sie vor irgendetwas Angst gehabt und hat woanders übernachtet.
Guten Tag, wir suchen die Gerda Klimek. Ist sie da?
Brandner Kriminalpolizei, das ist mein Kollege Böck.
Polizei? Was hat denn die Frau Klimek mit der Polizei zu tun?
Sie hat auf unser Baby aufgepasst. Wo ist sie?
Kommen Sie doch erstmal herein.
Wir klären dann alles hier.
Mein Name ist Klaus Eben und das ist meine Frau Sonja.
Ich bin Fernfahrer. Ich habe vorgestern in Innsbruck einen Unfall gehabt.
Und da ist sie zu mir ins Spital gefahren. Deshalb habe ich den
angerufen und die haben uns Gerda Klimek geschickt. Sie hätte bei uns in der
Wohnung auf die Sandra aufpassen sollen, aber da war sie nicht. Keine Nachricht,
nicht? Ja, und nachdem sie sich am Telefon gemeldet hat, haben wir halt
hergefahren.
Wo ist mein Baby?
Tut mir leid, wir haben Frau Klimek tot in einer Grünanlage aufgefunden.
Baby war keins dabei.
Wie bitte?
Was soll das heißen?
Die Frau Klimek ist tot.
Aber wo ist die Sandra?
Wo ist die Sandra?
Es tut mir sehr leid.
Aber es deutet nichts darauf hin, dass sie ein Kind bei sich hatte.
Aber das verstehe ich nicht.
Unser Kind kann doch nicht verschwunden sein.
Klaus?
Die Sandra?
Mein Gott, es muss doch irgendwas passieren.
Das gibt's doch nicht. So ein Kind kann doch nicht einfach verschwinden.
Glauben Sie mir, wir werden alles tun, um Ihr Baby zu finden.
Danke, Kollege.
Also die Geschichte mit dem Unfall in Tirol und dem Spitalsaufenthalt von
Ebner, die stimmt.
Die Fahndung nach dem Kind und dem Kinderwagen ist auch schon heraus.
Eine Babysitterin geht mit einem drei Wochen alten Mädchen spazieren. Sie wird
niedergeschlagen und stirbt.
Aber laut Dr. Graf hat es mit größter Wahrscheinlichkeit keine Tötungsabsicht
gegeben.
Das Kind ist verschwunden und bis jetzt gibt es keine Lösegeldforderung.
Im Umfeld der Familie Ebner scheint es auch kein Motiv zu geben.
Nach Aussage der Zeugin hat das Opfer noch zweimal sie gesagt.
Wenn wir von diesen Informationen ausgehen, dann hat eine Frau die Tat
und das Baby geraubt.
Und das Motiv ist
wahrscheinlich, dass sie selber keine
Kinder bekommen kann.
Jemand hat uns gesagt, wir hätten noch ein paar Fragen.
Waren Sie in letzter Zeit auch hier?
Ja, es gibt ja sonst nichts hier in der Gegend.
Alle, die kleine Kinder haben, gehen hier spazieren.
Ist Ihnen hier vielleicht in letzter Zeit eine Frau aufgefallen, die kein
bei sich hat und sich irgendwie auffällig benommen hat?
Nein.
Warten Sie.
Vor ein paar Tagen hat mich eine Frau angesprochen.
Sie war schwanger und wollte wissen, wie alt mein Baby ist.
Ich habe ihr sogar erlaubt, mein Baby zu halten.
Aber wie ich gesagt habe, dass es ein Bub ist?
Hat sie auf einmal das Interesse verloren?
Falls Sie noch etwas einfüttern, rufen Sie mich bitte an.
Vergehen Sie mal!
Entschuldigung, woher haben Sie diesen Kinderwagen?
Den? Den habe ich drüben in der Grünanlage in einem Gebüsch gefunden.
Aha.
Ich muss Sie bitten, mit mir zu kommen.
Wie bitte?
Unten steht ein Funkstraßenwagen. Der wird Sie nach Hause bringen.
Okay. Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen.
Ich dachte,
wir haben Sie. Ich konnte nicht wissen, dass das Baby ein Bub ist.
Naja.
Wenigstens der Kinderwagen ist der richtige.
Also, die Täterin hat offenbar nur das Baby mitgenommen, aber alles andere
zurückgelassen. Den Kinderwagen hat sie wahrscheinlich nicht mitgenommen, damit
wir ihn und somit sie nicht finden können. Aber die anderen Sachen hätte
doch mitnehmen können.
Jetzt, wie sie mit einem Kinderwagen unterwegs ist, den wir nicht kennen,
es schwer sein, die zu finden.
Okay, ich fahre jetzt in dieses Therapiezentrum zu der Frau, die vor
Monaten versucht hat, ein Baby zu stehlen.
Was verspricht sie dir davon?
Ich möchte versuchen, rauszubekommen, wie so eine Frau fühlt und denkt und,
möglich, wie sie handelt.
Bis später.
Es geht ihr aber schon viel besser.
Gestern hat sie zu einer Patientin gesagt, dass das nicht der richtige Weg
so zu einem Kind zu kommen.
Sagen Sie, dass sie mit mir darüber reden wird?
Keine Ahnung.
Das müssen sie schon selbst herausfinden.
Bist du auch was haben?
Du
wirst
gehütet werden.
Danke.
Ja.
Er ist weg.
Und ich, Alex.
Sie können ruhig mit ihm spielen.
Danke.
Suchen Sie jemanden?
Ja. Wie?
Wie? Ich bräuchte nämlich Ihre Hilfe.
Und?
Ich bin auf der Suche nach einem verschwundenen Baby.
Ein Baby ist verschwunden? Ich habe kein Baby. Ich bin ganz allein. Ich habe
kein Baby.
Spass.
Ich weiß, dass du hier allein bist.
Ich will gar nicht allein sein.
Frau Woll.
Schauen Sie mal.
Das Einzige, was am Tatort gefunden wurde, war ein leerer Kinderwagen und
Sachen hier.
Sie sind von der Polizei.
Ja.
Ja.
Wir beide sind hier.
Das Baby ist mit kindlicher Sicherheit von einer Frau entführt worden.
Warum glauben Sie, hat sie diese Sachen am Tatort zurückgelassen?
Warum soll ich das wissen?
Sie waren doch immer in einer ähnlichen Situation.
Was wissen Sie denn schon? Gar nichts wissen Sie, gar nichts.
Frau Walsch, bitte helfen Sie mir.
Bitte.
Die Frau braucht die Sachen nicht.
Ich habe auch alles neu gekauft für das Baby.
Aber nur das Schönste und das Teuerste.
Was zum Beispiel?
Ola.
War für zwei, drei Jahre im Voraus.
Und warum?
Da willst du wieder mit dem Rex spielen?
Ja, natürlich.
Jetzt ist bereits ein ganzer Tag vergangen und ihr wisst immer noch
unser Baby ist.
Warum gebt ihr das Foto nicht in die Zeitung? Vielleicht hat es wer gesehen.
Das haben wir mit Absicht nicht getan.
Wenn die Täterin in die Enge getrieben wird, könnte es sein, dass sie sich und
dem Baby etwas antut.
Aber wir können doch nicht hier einfach so sitzen und warten.
Sie haben bis jetzt nicht erreicht, nicht?
Frau Ebner, glauben Sie mir, wir tun alles, was wir können, um Ihr Kind zu
finden.
Es wäre falsch, jetzt die Nerven zu verlieren.
Ich will mein Kind.
Ich will mein Kind zurück.
Das sind doch alles Ausreden.
Weiß du wie viel Fischlein?
Schlaf, mein Kleines.
Ich bin hier bei dir.
Immer.
Immer bleiben wir zusammen.
Können Sie noch ein bisschen trauriger schauen?
Danke. Das war's.
Für Sie.
Was? Nicht mal der Tod ist im Sand.
Bitte stecken Sie das Geld weg.
Gut.
Also, schönen Tag noch.
Ich weiß nicht, ob das richtig ist, was wir da machen.
Ich weiß auch nicht.
Aber irgendwas müssen wir doch tun.
Die Zeitung bringt heute Abend das Bild und setzt da Belohnung auf. Wenn die
Polizei schon nichts tut... Komm.
Ja,
Frau Oswald.
Grüß Gott.
Ja, da ist es ja, das Baby.
Wann haben Sie es denn bekommen?
Ich habe ja gar nicht gemerkt, dass sie weg war. Ich war nur zwei Tage im
Spital. Es ist alles ohne Komplikationen verlaufen. Mein Gott, ist das ein süßes
Baby. Was ist es denn?
Nur komm her zu mir.
Es ist natürlich ein Mädchen.
Die Kleine ist aber sehr groß.
Ich war auch so groß bei meiner Geburt. Noch viel größer. Na, da wird sich der
Vater von der Kleinen freuen.
Ist er denn nicht einmal jetzt von seiner Arbeit im Ausland abkömmlich?
Ich meine, so eine Geburt ist doch etwas...
Wir haben uns getrennt.
Das ist ja furchtbar. Finden Sie?
Ein Kind braucht doch erst einmal seine Mutter und die hat es ja jetzt.
Na ja, das schon.
Ja, trotzdem.
Eine große Freude.
Wo Sie doch so lange geglaubt haben, dass Sie gar keine Kinder bekommen
Ich habe mich behandeln lassen.
Ein schöner Kindergarten.
Es ist der schönste, den es gab.
Meinem Kind soll es einmal besser gehen als vielen anderen.
Wie viele Geschäfte für Kinderausstattung hat der Höllerer denn
Vier.
Der Psychiater hat mir bestätigt, dass das kein Einzelfall war. Frauen, die
Kinder stehlen, kaufen vorher jede Menge Ausstattung ein.
Auch Sachen, für die die Kinder noch viel zu klein sind.
Es gibt aber ziemlich viele Geschäfte.
die Kinder und Babysachen verkaufen. Ja, aber fällt dir was Besseres ein, wie
wir sie finden könnten?
Leider nein.
Tja, leider nichts Waschendes dabei, aber danke trotzdem.
Bitte gerne. Auf Wiederschauen.
Frau,
die wir suchen, müsste gleich eine größere Menge an Kinderauswürgen
haben. Und wir gehen davon aus, dass Sie die Ware geliefert brauchen. Deshalb
müsste ich auch die Lieferscheine der letzten vier Wochen einsehen, bitte.
Tut mir leid, die sind in dem Lage in Niederösterreich.
Ich müsste sie erst kommen lassen.
Gut, tun Sie das bitte und rufen Sie mich an, sobald Sie da sind. Werde ich
machen. Danke.
Ja, danke.
Wiedersehen.
Schau nur.
So habe ich ausgedehnt, als du in mir warst.
Ein paar Tage vor der Geburt.
Und jetzt?
Bist du da?
Du bist da.
Du bist da.
Du bist da. Du bist da. Ja,
ja, ich bin ja schon still.
Ich... Ich weiß, die Kleine braucht viel Ruhe hier.
Schau nur,
Mutter.
Jetzt habe ich doch noch ein Kind bekommen.
Jetzt bin ich eine richtige Frau.
Da bist du sehr froh, ich weiß.
Ich habe es ja schon immer gewollt, aber... Ja, natürlich.
Ich bin immer für dich da, für dich und...
Für die Kleine.
Schau dir an, was der Vater von dem Baby angerichtet hat.
Scheiße, das hat uns gerade noch gefehlt.
Es geht eine Treibjagd auf Mütter mit Neugeborenen los.
Die Täterin kann sich verstecken.
Dankeschön.
Wie sieht's aus?
Bis jetzt noch nichts.
Guten Morgen, Frau Oswald.
Haben Sie heute schon die Zeitung gelesen?
Nein, was steht denn drin?
Da ist doch eine junge Frau ermordet worden.
Und heute steht drin, dass man ihr ein drei Wochen altes Baby geraubt hat.
Ein Foto von dem Baby ist auch drin.
So.
Kann ich mir die Zeitung mal anschauen?
So, bitte.
Hier ist die Zeitung.
Sehen Sie selbst.
Ich weiß nicht, was Sie meinen.
Sehen Sie sich das Foto an.
Das Baby sieht doch aus wie Ihr Kind.
Das ist doch absurd.
Ich kann keine Ähnlichkeit erkennen.
Außerdem ist Ihr Baby älter als nur ein paar Tage.
So.
Und was wollen Sie jetzt machen?
Ich rufe die Polizei.
Sie sind ja verrückt.
Wenn es Ihr eigenes Kind ist, dann wird es sich doch herausstellen.
Sie werden die Polizei nicht anrufen.
Warum haben Sie das gemacht?
Was soll ich denn gemacht haben?
Was haben Sie denn da?
Niemand nimmt mich dir weg.
Niemand.
Schau dir das einmal an.
Eine Wiege, ein Kinderbett, Kinderwagen unserer Marke, Wickelkommode, Dreirad,
Kinderzimmermöbel und so weiter und so weiter und so weiter.
Vor zehn Tagen eine IWA Oswald, wohnhaft, Altgasse 8.
Sieht nach Flucht aus. Na, kein Wunder bei dem Zeitungsartikel.
Ich muss wieder Not haben.
Danke.
Ich muss weiter.
Hatte sie ein Baby bei sich?
Ja.
Ich schau nochmal runter in die Wohnung.
Warst du schon da?
Schau mal, das dürften Fotos aus ihrer Kindheit sein. Und auf einem steht, wir
haben uns wieder vor Papi in Reichenau versteckt.
Außerdem gibt es jede Menge Postkarten von Reichenau.
Und ihre Mutter ist auch dort begraben.
Ja, Reichenau, das ist ein typischer Sommerfrischjahrort. Genau.
Das heißt, in dieser Jahreszeit ist da niemand.
Und sie kennt sich gut aus.
Ist doch ein optimales Versteck.
Es geht uns gut, Mutter.
Du brauchst dir keine Sorgen machen. Wirklich nicht.
Ich lass mir die Kleine nicht mitnehmen.
Niemals.
Keiner schlägt sie.
Man schlägt doch so ein kleines Kind nicht.
Kollege, auf jeden Fall sicherstellen.
Das Auto von der Eva Oswald ist in der Nähe von ihrem Wohnhaus gefunden worden.
Mit dem ist sie also nicht unterwegs.
Nach dem Vorfall mit der alten Dame weiß sie, dass sie gesucht wird.
Wahrscheinlich hat sie ein Auto gemietet.
Ausweis. Das ist es.
Frische Blumen.
Sie ist hier.
Frag dich nur wo.
Und? Da gibt's 50 leerstehende Häuser.
Wird uns nichts anderes übrig bleiben, als die alle systematisch abzusuchen?
Hm.
Weg. Wir müssen die Öl -Bilz hin.
Alles klar.
Niemand muss ihn verschuldet haben.
Hier sieht man jeden, der kommt.
Weißt du, mein Kleines, keiner wird uns kriegen.
Es ist nicht so gemütlich, aber ich mache es uns schön, ja?
Da siehst du, jetzt lachst du ja schon.
Warum lachst du denn nicht?
Wahrscheinlich hat sie uns bemerkt und ist davon gefahren. Da ist gerade noch
der Arzt da. Der trifft uns jetzt auch nicht weiter. Aber ich fühle mich gut
in der Gegend. Da drüben sind noch andere schöne Häuser leer.
Geh mal. Komm.
Geh mal.
Niemand nimmt dich in mir.
Niemand.
Niemand.
Halt sie auf, ich fahre hier nach.
Wohin denn zu eilig?
Weg!
Es wird gut, mein Kleines.
Ist ja alles gut.
Was wollen
Sie?
Lassen Sie uns in Ruhe! Bitte seien Sie vorsichtig, Sie könnten abrutschen! Wenn
mir jemand mein Baby wegnehmen will, dann... dann springe ich mit ihm hier
hinunter! Ganz ruhig, Frau Ortswald!
Bist du ganz ruhig!
Frau Oswald, Sie wollen die Kleine doch sicher nicht gefährden, oder?
Also denken Sie einfach an das Kind, nur an das Kind.
Wer sind Sie?
Ich bin nur hier, um Ihnen und dem Baby zu helfen, sonst nicht.
In Ordnung?
Wir brauchen keine Hilfe.
Gut, Frau Oswald, aber bitte tun Sie mir einen Gefallen.
Setzen Sie sich hin!
Nein, nein!
Schauen Sie, Frau Oswald, ich weiß doch, dass Sie das Baby lieben.
Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Sie wollen, dass den
passiert. Also bitte stellen Sie die Tasche hin und lassen Sie uns beide in
über alles reden.
Ich verstehe, dass Sie das Baby haben wollen, Frau Oswald, aber da gibt es
noch seine Mutter, die Tag und Nacht um ihr Kind weint.
Ich bin seine Mutter.
Das ist mein Kind.
Wollen Sie denn immer wieder mit dem Baby püchten?
Ihr Name ist übrigens Sandra.
Nein, sie heißt nicht Sandra.
Sie heißt Maria, wie Mutter.
Ja, natürlich.
Maria.
Das ist ein wunderschöner Name, Frau Oswald.
Glauben Sie mir, wir finden eine Lösung für alles.
Geben Sie sich und dem Baby doch einfach eine Chance.
Beruhigen Sie sich doch.
Weißt du, was du bist?
Ein wahrer Held.
Untertitelung des ZDF,
2020
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