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Zulu
Anfang
Der 60er Jahre bestiegen wir in Bagdad den legendären
Orient Express und fuhren in die Schweiz.
Das Heimatland meiner Mutter.
Mein Vater war Kommunist und musste um sein Leben fürchten.
Daher beschloss meine Eltern, den Irak zu verlassen,
bis sich die politische Lage verbessern würde.
Wir fuhren mit dem Zug in die Schweiz.
Unglaublich.
Heute riskieren Migranten ihr Leben,
um nach Europa zu kommen.
Meine Geschwister und ich wussten nichts von all dem.
Wir
In Zürich ankommen, war uns nicht bewusst,
dass wir nun Flüchtlinge waren.
Es wäre uns auch egal gewesen, denn zum ersten Mal sahen wir
Schnee.
Ich hatte es mir nicht so schön vorgestellt.
Zur gleichen Zeit wie wir,
brauchen Hunderttausende von Menschen aus dem Süden in den
industrialisierten Norden Europas auf.
Damals kamen die meisten aus den südlichen
Provinzen Italiens und
Spaniens.
Schon damals interessierten sich Filmemacher wie mein
Tessiner Kollege Willi Herrmann für diese Menschen.
Auch ich war neugierig auf ihre Geschichten.
Ich einen Job,
um mir und auch Familie.
Ich hatte dann zwei Optionen.
Eine Option war,
mein Zio in Turin, und eine andere Option war,
mein Zio hier in der.
Er sagte mir, dass dort brauchen.
Ich bin ein Kind von Agri-Kulturen,
wir hatten Terrain, die wir nicht lassen.
Wir mussten arbeiten.
Wir hatten schon paar Debit,
und die Debit mussten bezahlen.
Ich traf Cosimo im Ristorante Cooperativa in Winterthur
das Anfang des 20.
Jahrhunderts von italienischen Arbeitern und Arbeiterinnen
gegründet wurde.
Rosanna Ambrosi ist mir seit meiner als politische
Aktivistin bekannt.
Sie kam mit ihrem Mann Leonardo Zanier nach Zürich.
Auch er wurde eine bekannte Persönlichkeit.
Ich bin in Zürich und mit einem
libertarischen.
Für die Italiener das Ausland immer eine Abenteuer weil sie
damals Ausland.
Raffi ist ein ehemaliger Türkei-Arbeiter.
Wir kennen uns seit der Zeit in der Gewerkschaftsjugend.
Als wir nach Zürich, wir Trump.
Vor uns war eine Kopie von Zwizern.
Sie haben in Italien.
Als wir rausgekommen sind,
sich noch mit vielen Zauberzögen.
Mit einem Ton von Husten und Verrückung.
Er hat sich in Zürich
mit.
Aber In der Nacht sah es aus wie eine Stregas.
Es so dunkel,, war so kalt, war.
Wir mussten in einem Schalett.
Es sah aus wir in einem Bosch.
Es kamen
Nicht nur Menschen aus Italien.
Viele kamen auch aus Spanien.
Zu dieser Zeit eine faschistische Diktatur unter
General Franco.
Die Frau war Frankreichs. Sie konnte nicht arbeiten.
hatte Arbeit.
Ich in, zu, um zu, was, um alles,
aber nicht zu.
Ich hatte zwei Brüder hier.
Enrico lebt in Rom und betreibt eine Gelateria mit seiner
Frau.
Er verkauft nicht einfach Eis,
sondern hat auch eine Bibliothek
Eingerichtet.
So wurde die Gelateria zum Treffpunkt für die Leute seiner
Nachbarschaft.
Enrico kam als illegales Kind in die Schweiz.
War sehr spät, wenn wir kamen.
Sie haben in dieses Apartment.
Es ein einziges, aber es gab auch kein Wagen.
Als ich da war schaute meine Mutter und sagte mir,
dass heute hier und nicht reden spielen nicht
der Fenster, und Rumor
Ich versuchte, die Frontierkarte die Maschine.
Ich war im Portemonnaie.
Auch Katja kam als Kind illegal in die Schweiz.
Erst nach drei Jahren im Versteck durfte sie zur Schule
gehen.
Den ersten Film über diesen sog.
Gastarbeiter machte der Schweizer Filmemacher Alexander
Seiler zusammen mit Jun Kovac und Rob Knant.
Aber niemand empfängt seine Gäste
so abweisend wie die Schweizer.
Diese erniedrigende Prozedur wurde über Jahrzehnte
durchgeführt.
Wir sind in Chiasso.
Wir haben alles gespült, es fast nüchtern.
Wir haben eine Regenografie.
Das war wie ein Numer.
Wir sind der gekommen Wir,
was wir.
Wenn er das erste Mal kommt und der Arzt sagt,
dass die nicht gut, dann muss er am gleichen Tag.
Dann muss er Land zahlen.
Es ist wie in einem Mähle.
Du schaust nur die Beste.
Die anderen drei Karten sagen, dass nicht interessiert.
Ich Hatte Glück.
Als Kind musste ich keine solchen
Untersuchungen über mich ergehen
Lassen.
Doch die Demütigung kannte ich,
wenn wir unsere Aufenthaltsbewilligung bei der fremden
Polizei verlängern
Mussten.
Für meine Mutter war es noch schlimmer.
Sie war ja geborene
Schweizerin.
Denn damals verloren Schweizerinnen ihren Pass,
wenn sie einen Ausländer heirateten.
So mussten wir zur fremden Polizei.
Auch andere machten diese Erfahrung, wie z.B. Giuseppe.
Das alte Stadion der Polizisten im Kanton di Berna.
Hier drüben gab eine große Sala.
Du musstest nach einem Girello, wo du ein Nummer.
Du musstest davor Es durfte einige Stunden.
Es war ein halbes Tag.
Auf 1. Piano, in einer Stanz aus Qualität. haben eine Frage.
Warum sitzt ihr da? Was macht ihr da? Wo arbeitet ihr?
Wie viele Zimmer habt ihr in der? Was verdient ihr?
Das war eine Umjahktion.
Wir zogen in eine neue Genossenschaftswohnung,
die von den Gewerkschaften gebaut wurde.
In einem Arbeitervorort von
Zürich.
Hier hörte ich mit meinen Geschwistern im Radio zum 1. Mal
einen italienischen Song.
Dieses Lied wurde ständig rauf und runter
Gespielt.
Rocco Granata war ein italienischer Minenarbeiter,
der in Belgien lebte.
Das war der Moment, als ich mich in die italienische Kultur
Verliebte.
Direkt neben dem Militärflugplatz ging ich in eine neu
gebaute Schule.
Und bei der Eröffnungsfeier verkleidete ich mich als
Araber.
In meiner Klasse war ich der einzige Ausländer.
Und so musste ich schnell diese seltsame Sprache lernen.
Schweizerdeutsch.
Eines Tages kam ein italienischer Junge zur Schule.
Ich mochte ihn gleich,
weil er südländisch aussah wie ich.
Doch dann gaben ihm meine Schulkameraden eine
Abreibung.
Sah ich diesen italienischen Buben nie wieder.
Ich
Fühle mich heute noch schuldig dass ich ihm
damals nicht geholfen
Habe.
Ich selbst wollte von nun an unsichtbar werden.
In der Klasse war ich die einzige Italienerin.
Ich fühlte mich wie ein Extraterreste.
Als ob jemand von der Erde.
Ich verstehe natürlich nicht was sie haben.
Aber ich verstehe, wie sie das gesagt haben.
Wie sie schreien.
Das waren sicherlich keine Komplimente.
Adriana kam mit ihren Eltern in die Schweiz.
Ich traf sie in ihrer alten Schule in Napoli.
Der Meister sagte, dass nicht gut.
möchte dass meine Tochter neben diesem Kind.
Die Schweiz interessierte sich nicht für das Wohleigen
dieser Kinder.
Aber in Italien war es ein Thema.
Es wäre besser, in Italien. Warum?
Ich weiß Es.
Meine Eltern sind weggegangen.
sind emigriert, weil sie die Hoffnung,
eine bessere zu als die sie im Land.
Nur wegen Finanzamtes.
In diesen Jahren waren sehr verletzt. In absoluter Poverty.
Es gab kein Geld, es gab nichts.
gab Elektrizität, keine Wasser.
Es gab kein Kabinett in den Häusern. Wir einen Höhepunkt.
Im gleichen Dorf in Apulien, wo Adriana herkommt,
lebt auch Assuntamele.
Mein Vater sagte mir dass nicht mehr die Schule.
Ich in die Kampagne, ich mit den anderen.
Mein Vater war Einwanderer.
Einwanderer sind die, die auf der Erde.
Aber wenn die Zeit nicht,
dann sie keine Arbeit.
Also müssen an den Tag.
Wir schon 10 12 Jahre alt. gingen arbeiten.
Wir hart.
Wir haben für gearbeitet, vielleicht.
1963 kam Giuseppe in die Schweiz und arbeitete bis zur
Pension in einer
Maschinenfabrik.
Toni Ricciardi ist im Parlament Repräsentant für
italienische Migranten in Europa.
Toni wuchs mit seinen Eltern in einer
Schweizer Industriestadt
Auf.
Er hat mehrere Bücher über die italienische Migration in
Europa geschrieben.
Ich traf ihn im ehemaligen italienischen Restaurant
Cooperativo in Zürich.
Italien ist aus der zweiten Weltkrieg
ausgewandert,
sie einem Land und in einem anderen
Land.
Das Land hat die
Krieg.
Italien
War nach dem Krieg in einer existenziellen Krise
Im Kampf gegen das faschistische Regime waren die
Kommunisten unglaublich populär geworden.
Darüber wurden sogar Kommune Pepone.
Zum Wohle der Menschen in einer Kleinstadt mussten sich der
kommunistische Bürgermeister Pepone und der katholische
Priester zusammenraufen.
Die
Alliierten der christlich-demokratischen Region Italiens,
die USA, Frankreich und England,
befürchteten eine Revolution.
Als Angst
vor
Den Kommunisten reagierten die USA mit dem sog.
Marshall Plan.
Das Manpower Committee fungierte als Koordinationsgremium,
um Werkstätige aus Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit in
Länder mit Arbeitskräftemangel zu
Verteilen.
Und die Schweiz beteiligte sich an diesem Plan.
Das Land war vom Krieg verschont geblieben und
die Industrie war noch
Intakt.
Dadurch hatte die Schweiz einen Vorteil gegenüber den
zerstörten Nachkrieg zu
Europa.
So machten die Unternehmer grosse Profite.
Also die Schweiz hat gefragt,
wo wir nehmen, und geht nach Italien
Und Specie nach der Zweiten Weltkrieg,
haben ihn in ein gigantes Kantier,
in es an intensivem wird.
Arbeit und Wettbewerb gestalten sich auf den ganzen
Territory.
Rambo Veri,
die größte Unternehmung der schweizerischen
Maschinenindustrie,
eine der bedeutendsten auf dem Energiesektor
In der. Mein Vater bekam
dort einen Job,
doch sein englischer Ingenieursabschluss wurde nicht
anerkannt.
So begann er als Konstrukteur zu arbeiten.
Manchmal nahm er mich mit.
Ich war beeindruckt von den grossen Hallen, den Maschinen
und der riesigen Kantine auf dem Martinsberg.
Vom Essen war ich nicht so begeistert.
Es gab meist Kartoffeln.
Und in dieser Zeit der grossen Hoffnungen kam auch bald das
Fernsehen.
Da ich keine Freunde hatte, wurde ich zu einem besessenen
TV-Kid.
Eines Tages sah ich einen Schweizer Film, der etwas Neues
Zeigte.
Menschen aus Italien,
die im Arbeiterviertel von Zürich lebten
In dieser Zeit der einzige Schweizer Film,
der sich für die italienische Gemeinschaft interessierte.
Hier ist die Tagesschau.
Ich glaubte an eine fantastische Zukunft voller
Fortschritt.
Und ich war mir sicher,
dass ich eines Tages Astronaut werden würde.
Leider wurde nichts daraus.
Dafür bin ich in einer sogenannten Satellitenstadt
aufgewachsen.
Eine Satellitenstadt in unserem Land,
das hat keine politischen Hintergründe.
Man versteht darunter eine Siedlung,
die nach einem Gesamtplan entworfen. Mir
War nicht bewusst,
dass wir mit unserer modernen Wohnung zu den Glücklichen
gehörten.
Ich War einfach glücklich,
in den Brauchen herumzustrochen.
Überall in der Schweiz bauten die Saisoniers schöne neue
Häuser, durften aber nicht darin wohnen.
machte sie meist in Barocken unter.
Damals besang die engagierte Sängerin Giovanna Marini die
Situation dieser Arbeiter.
Als Aktivistin reiste sie durch Europa,
um die migrantischen Arbeiter und Arbeiterinnen im Kampf für
ein anständiges Leben zu unterstützen.
Ich traf sie in ihrem Haus in der Nähe von Rom.
Was willst du, die italienischen?
Ich habe gesagt, ja, vielleicht.
Ich her und es eine Stimme nahe mich.
Hier sind sie da! Ich habe gesagt, wer ist?
Sie haben gesagt, dass sie nicht hier zu finden.
Sie kommen aus dem Land, nicht hier.
Sie wissen nicht dass wir hier euch sehen.
Azzurico meint, komme von den Saisonieren.
Wie sehen sie? Sie gehen, während sie reden.
Hier ist ein Saisonier sie gehen, während sie reden.
Wir italienisch wir wollen salutieren.
Italienisch, ja, aber von einer anderen Race.
Entschuldigen Sie, Frau, Entschuldigen Sie, Frau.
Entschuldigen Sie sich Frau, Entschuldigen sich Frau,
Entschuldigen Sie Frau.
Buongiorno e buona sera,
ecco ma vello passate.
Grazie e tutta posto,
e meglio che veni andate.
Buongiorno e buona sera, tornate per
Votare Während unserer Dreharbeiten wurden in der Arbeit
stabil.
Ehemalige Baracken besetzt.
Ein Kollektiv besetzt ein Verlassnungsgebäude des
Kantons in Biel.
Sie will im ungenutzten Stadtgebiet neues Leben einhauchen.
Klar. Das war Kollektiv nicht klar.
Lavarci la faccia, lavarci la barba.
pulire le penche,
le penche d'alba.
Ehem, dann war das Toilette. Hier waren Toiletten, genau.
Mettere uno tra l'invi in stando la pasta,
atti pide l'alco e piscina.
Hier haben wir dann diese Toiletten.
Für 60 Personen.
Hier haben wir nur das.
Da kann nicht genau sein. Hier haben wir alles probiert.
In einer Plastik,
ein bisschen das Wetter.
Im Winter, wenn man zum Arbeiten,
wenn es 6 7 Grad ist unter 0, muss man hier rein und kochen.
Die Koche ist immer noch so wie früher.
Die Leute sind nach dem Arbeiten nach gekommen. Das 50.
musste man kochen. Sie mussten selber kochen.
Hier hinten sieht man noch die Schränke, sie hatten.
Eine Person einfach einen Schrank für die privaten
Sachen die sie hatten.
ist unglaublich. Mein Vater kam von 20 auf
Italien.
Er das Leben lang einfach 100 % geschafft Er nicht mehr aus
dem Metzger in der Abpackerei.
Der Ort ist auch in Konfrontation mit ... den
Missständen worüber man diskutieren.
Was ist heute im Asylverfahren immer noch ähnlich oder
gleich?
Jetzt die Möglichkeit zu haben,
diesen Raum selber zu gestalten,
die Geschichte selbst in die Hand zu nehmen,
ist wie ein Boden,
ein von den zentralen Anliegen die wir bei uns beibringen
Die jungen Besetzer wollen das Gebäude als
Erinnerungsstätte bewahren.
Genau hier hat der Filmemacher Alvaro Bizzari die Kehrseite
der Medaille gedreht.
Alvaro kam als Arbeiter in die Schweiz und begann,
als autodidakt Filme zu machen.
So wurde er zu meinem Idol.
La medalla che io rovescio sono cinque frani.
Che è rappresentata dal capitalismo, se tu guardi,
sono i cinque frani.
Che rappresentano il capitale.
E la condizione dei lavoratori emigrati in
Svizzera è di vita e la costruzione.
Es waren schwierige Verhältnisse für die jungen
Arbeiter.
Die unterdrückte Sexualität suchte sich einen Ausweg.
So entdeckte ich als Bub in der Kiosk-Auslage italienische
Magazine mit aufreizenden Frauen.
Faszinierend.
Come fa? Ancora? E sempre tu sei la carte buona.
Chi è qua? Vieni qui!
Dai, vieni qui! Vieni a giocare!
Ich
War zwar noch ein Junge, verstand aber,
dass die Beziehungen zwischen Frau und Mann in Zukunft sehr
kompliziert sein würden.
Im Fernsehen entdeckte ich einen ganz anderen Typ Frau,
Rita Pavone.
Sie war zwar nur 1,50 m gross, haute aber alle aus den
Zocken.
Ein Wunder,
dass die Arbeiter in ihr Wut nicht zum Hammer griffen.
Poi il lavoro si trovava. Mal
Allogge?
Dove? Sonderwohnungen für gesunde seriöse. Italien
Ausgeschlossen.
Italien und Spanier ausgeschlossen.
Außerirdische ausgeschlossen. Außerirdische ausgeschlossen.
Außerirdische ausgeschlossen.
Unter Dem öffentlichen Druck wollte die italienische
Regierung das Migrationsabkommen neu verhandeln.
Doch die Schweiz sperrte sich, wo sie nur konnte.
Sie wollte verhindern, dass Werktätige ihre Frauen,
Männer oder Kinder zu sich in die Schweiz holen durften
Das
Parlament blockierte die Ratifizierung über ein Jahr
Lang.
Der Schweizer Botschafter in Rom warnte,
ohne Abkommen würden die Kommunisten bei den nächsten Wahlen
weitere Fortschritte machen.
Die größten Gegner des Abkommens waren die Gewerkschaften.
Seltsam.
Denn die Löhne der schweizerischen Werktätigen stiegen
aufgrund des Wirtschaftswachstums ununterbrochen.
Und diese Hochkonjunktur war der Migration zu
Verdanken.
Vasco Pedrina, selbst ehemaliger Gewerkschaftschef,
schrieb ein wichtiges Buch über die Diskriminierung der
ausländischen Arbeitskräfte durch die
damaligen Gewerkschaften
Was Für ein Irrtum!
Bereits 1962 war jede fünfte Person ein sogenannter
Ausländer.
Der Migrationsprozess war unumkehrbar geworden.
Doch Die Schweizer Politik wollte diese Realität nicht
ins Auge sehen.
Eine komplizierte Bürokratie voller Schikanen sollte
verhindern, dass sich die Menschen hier niederlassen.
Das Aufenthaltsrecht war an die Arbeit gebunden.
Wer keine Arbeit hatte,
musste das Land verlassen und die Arbeitsstelle musste nach
jeder Saison gewechselt werden
Diese Menschen lebten in ständiger Angst,
abgeschoben zu werden.
Concetto Vecchio, kenn ich durch sein Buch, jagt sie weg.
Darin erzählt er die Geschichte seiner sizilianischen Eltern
in der schweizerischen Provinz.
Diese Sendung lief über 30 Jahre im Schweizer
Fernsehen und auf
Rei.
Jeden Samstagnachmittag schauten 8 Mio.
Menschen una hora per voi und warteten auf eine Botschaft
ihrer Kinder, Eltern und anderen Verwandten.
Wir konnten in den Archiven nur noch diese Szenen finden,
denn Der Rest war schon gelöst.
Was will man Mein Zio und Papa tun nichts.
Nur dass sie in guten Händen
Sind.
In den 80er-Jahren hatte ich eine italienische
Freundin.
Eigenartig.
Erst durch diesen Film erfuhr ich,
dass sie eine ähnliche Geschichte hatte.
Das Neue Abkommen ermöglichte nun theoretisch den
Familiennachzug.
Doch die schweizer Behörden verhinderten mit perfiden Regeln
die Umsetzung.
So musste nachgewiesen werden,
dass man über eine angemessene Unterkunft verfügte.
Das Das war für Arbeitende,
die in Barracken und heruntergekommenen Häusern wohnten,
praktisch unmöglich.
Doch diese Gesetze konnten nicht verhindern,
dass Eltern ihre Kinder trotzdem in die Schweiz mitnahmen.
Sie wurden Schrankkinder genannt,
weil ihre Eltern sie vor der fremden Polizei versteckten,
wenn diese die Unterkunft kontrollierte.
Ich War in der.
Ich der Schule Ich
war immer in
Schule.
der Schule
Ich War
Immer der Schule.
Ich der Schule.
Ich war immer Schule der
Schule der Schule.
immer in. Ich der Schule.
Ich war war immer in war der Ich in der. Ich der Schule.
Ich Schule Ich der Schule.
Ich war der
Ich war der Schule.
Ich war immer. Ich war.
Marina Frigereo setzt sich als Aktivistin und Psychologin
für die Rechte dieser Kinder
Ein.
Nur mit den Objekten und den Aktivitäten die man
zu Hause.
Z.B. hatte keine Erfahrung mit Joggen aus.
Doch die offizielle Schweiz weigert sich seit Jahren diese
Vergangenheit auf zur
Arbeit.
Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren,
sich der Verein Tesoro gebildet.
Doch eine Anfrage an das zuständige Ministerium wurde
Abgelehnt.
Es müssten aber Tausende von Akten mit Anfragen zur
Familienzusammenführung existieren.
Der Historiker Benjamin Kahn hat herausgefunden,
dass diese Akten in vielen Kantonen von der fremden Polizei
vernichtet wurden.
Doch dies sind nicht die einzigen vergessenen
Fakten.
Diese Aufnahmen von der Arbeit am Staudamm von Matmar hat
unser Kameramann am 26.
August vier Tage vor der Katastrophe gemacht.
Riesige Eismassen des Alalin-Gletschers hatten sich gelöst
und waren auf die Baubaracken Kantinen und Werkstätten am
Fusse des Staudammes hinunter gestürzt,
92 Menschen unter sich begraben.
Die Rettungsmannschaften die sofort zur Stelle sind,
müssen bald einsehen,
dass angesichts dieser gewaltigen Naturkatastrophe
Menschenhilfe nichts mehr vermag.
Es wird Tage dauern,
um die unter einer 30 m dicken Eisschicht Begrabenen zu
bergen.
Matmar, die ist die industrielle wenn
man, größer als die Stadion Schweiz.
88 Menschen.
Das Paradox ist, dass wenn es 30 Minuten später,
die Mörder von 600 bis 800, denn gab einen Veränderung.
Sie haben die Baubaracken genau unter dem
Eisschicht, während die Arbeit die wir an der Dicke bleibt
instatt, das ist das Irresponsible.
Man macht den Prozess, den ersten Grad, alle 17 Assolten.
Man geht in Appell,
und Appell werden die 17 Assolzionen,
aber die Familien der Mörder werden von 50%
der Prozessabgaben
Wir wissen,
was passiert ist.
Schuldige weiß nichts.
zahlt immer die Poor.
Arbeitsmigranten.
Schon 100 Jahre zuvor beim Bau des Gotthard-Tunnels,
starben 199 italienische Arbeiter.
Die Toten des Streiks von 1875 nicht mitgezählt.
In Airolo steht immer noch ein Denkmal für diese
Menschen.
Der Verwaltungsvorsitzender betrifft die Entwicklung des
Landes selbst.
Das nicht der Fall von 1865.
Ein paar Wochen vorher Albert Stocker in Zurich das
Anti-Italien.
Albert Stocker, Fabrikant von Schönheitsmitteln in Zürich,
in dieser seiner Wohnung eine neue politische Bewegung ins
Leben gerufen,
für die der Volksmund bereits die nicht schlecht gewählte
Bezeichnung Anti-Italiener-Partei gefunden hat.
Der wichtigste Paketpunkt ist endlich mal das Abstoppen
der Überfremdung der
Schweiz.
Unsere Familie war nun Teil der sog.
Überfremdung geworden.
Ein sehr schweizerischer Begriff,
1904 eingeführt durch einen obskuren
Sozialfürsorger.
In einer Broschüre nutzte er den Begriff, um darzulegen,
dass die Ausländer nicht fähig seien,
sich in die Schweizer Gesellschaft zu
Integrieren.
30 Jahre später übernahmen die Schweizer Faschisten diesen
Begriff.
Einer von ihnen, James Schwarzenbach,
lancierte später ein Komitee gegen diese angebliche
Überfremdung.
Seine Jünger, wie Ulrich Schlürr,
trugen diese rassistischen Parolen weiter.
Sie wollen den Mythos der Verfolgten,
der Leidenden usw.
pflegen. Dabei hat man ...
Ist Kein Mythos.
1931 wurde der Begriff Überfremdung erstmals ins
eikenössische Gesetz zum Aufenthalt von Ausländern
übernommen und wurde dadurch ein offizieller
Begriff. Weil
wir nun effektiv von einer Überfremdung bedroht
sind.
Wir erlaufen Gefahr,
dass wir unsere schweizerische Eigenart und Eigenständigkeit
verlieren, wenn hier die Zahl der Ausländer noch weiter
zunehmen würde.
Sogar der Chef des Wirtschaftsamtes Biga,
Prof. Dr. Holzer, der die Migration in die Schweiz förderte,
benutzte diesen Begriff ohne Bedenken.
Der Begriff etablierte sich in der Gesellschaft und
generierte eine stille
Apartheit.
Das war Restaurant, wo es schön.
Rechts die Schweiz und links die Strenner und.
Einen Tag habe meinen Vater, warum
Es hier so etwas.
Er hat mir entdeckt, wie es in Rum. mir entdeckt.
Er, weil die Hunde sehr schmutzig sind.
Und die Italiener trinken, brüllen,
machen ein bisschen Spaß.
Für diesen Grund gibt hier diesen Kartell.
Wir wissen, dass etwas anderes war.
Es eine Sennokopie für die Italiener
Ich habe keinen Hass, ich muss sagen, leide.
Ich finde, es hat viel drin.
Es hat viele Arten drin erarbeitet.
Wir sind die Südländer, die mit der Messe kommen.
Die Messe ist nicht angebracht. Das
Stereotyp des ausländischen Messerstechers wurde damals
eingeführt und wird bis heute wiederholt.
Die Medien behandelten diese jungen Arbeiter als
Unruhestifter.
Doch erst in den 60er-Jahren waren die Männer in der
Überzahl.
Zuvor waren ausländische Arbeitskräfte hauptsächlich Frauen.
Der erste Dokumentarfilm über den Alltag und die Probleme
der italienischen Migrantinnen realisierte die Filmemacherin
Gertrud Pincus.
Die
Wirtschaftliche Notwendigkeit war sicher einer der
wichtigsten Gründe für die Migration.
Doch in den privaten Fotos kommt meist ein fröhlicher und
abenteuerlicher Ausdruck
Hervor.
Für viele Frauen war die Migration eine Liberation.
Sie eine Form von Emanzipation.
Meine Mutter kam in eine Fabrik sie versteht, wie Arbeit.
wie es, einer Community von Arbeiterinnen Arbeiter zu.
Dann kommst du hierher und findest,
obwohl mein Charakter, aber du die Freiheit.
Es die Möglichkeit, zu und meine finanzielle.
Eine Frau wird liberiert, wenn sie finanzielle.
Meine Mutter war eine unglaubliche sehr.
machte drei Arbeiten.
Sie arbeitete als Latz-Helveger beim Montage.
Wir waren nahe, am Mittwoch kam noch zu,
um Minestrinien oder Eier.
Sie kam wieder zum Arbeiten.
Am Abend, sofort nach dem Arbeiten, ging zur Schule,
um die Schulen.
Dann kam sie, um die Abendessen.
Und einen Zeitpunkt nach der Abendessen
machte sie nachträglich den Tage-Sanzeiger in Zurich.
Das unglaublich. Außerdem die Hause immer perfekt kümmer.
Mein Vater konnte, das Wasser. Er hat alles gemacht.
Wenn man sich sparen, gab es keine Möglichkeit,
große Dinge.
Also, am besten eine Strecke am Lake.
Das war der Luxus, den man ermöglicht hat.
Als ich arbeitete,
mein Sohn mit der anderen Frau bis um 5 Uhr.
Nach 5 Uhr trug der Papa, er machte was zu essen,
und Männer haben gearbeitet.
Für meinen Mann, wenn ein Sizilian,
zu und zu kümmern.
Das ein Tabu kaputt. Das Tabu.
Das war ein Italiener der kümmern.
Und dann ein Sizilian.
1967, in Olten,
widmete die Kolonie Libere den Anliegen der Migrantinnen
einen ersten Kongress.
Doch der nächste Kongress fand erst 1975 statt,
organisiert durch christliche Kreise,
gewerkschaftliche Aktivistinnen und den Kolonien Libere.
Ich war selbst erstaunt,
dass fast 200 Leute,
also grossmehrheitliche Frauen, an diese Tage gekommen sind.
Auch wenn man sich sprachlich nicht Wort für Wort verstanden
hat, hat man trotzdem eine Verbundenheit und eine
Solidarität gespürt.
Das ist jetzt bald 50 Jahre her.
Aber das habe ich nie mehr vergessen.
Die Frauen forderten Lohngleichheit,
Abschaffung der Akkordarbeit,
eine Arbeitslosenversicherung,
Unterstützung durch die Gewerkschaften, Mutterschaftsurlaub,
Abschaffung des Saisonierstatuts,
Krippen und Mitsprache in den Schulen und vieles mehr.
Wir dachten, wir mit diesen Gruppen weitergehen.
Es paar Interesse, aber waren zu wenige Interesse,
und zu wenige die Zeit.
Denn die Männer tun nichts.
Das Manifest hatte leider keine grossen Auswirkungen.
Denn die offizielle Schweiz propagierte immer noch ein
Frauenbild wie in den
60ern.
Die So musste in 3 Viertelstunden ein Puppenkleidchen genäht
werden.
Eine halbe Stunde stand zur Verfügung, um Ergschnäppstets
Zuzubereiten.
Die Schweiz steckte in ihrer konservativen Haltung fest.
Aber wir jungen Menschen gingen nicht mehr an die
Militärberaten.
Denn die Zeiten änderten sich.
An Unserer Schule tauchte ein Flyer auf,
der eine neue Ära versprach.
Ich Schaute in der Schule lieber aus dem Fenster
Und war der entscheidende Moment der Schweizer Geschichte.
Dort haben die Schweizer
Und in der Freizeit hörte ich ein holländisches
Piratenradio.
Sitz ab!
So, als Strafzüge müssen Sie bis morgen einen Aufsatz über
den Willenthal.
Gerne hätte ich mich diesen verrückten jungen Menschen
angeschlossen.
Die Euphorie ließ beinahe die brutalen Kriege vergessen.
Als der Sechs-Tage-Krieg ausbrach,
wurden meine Schwestern und ich von den Schulkameraden
verprügelt.
waren nun keine Jinken mehr, sondern fiese Araber.
Böse Leute, welche das kleine Israel bekriegten.
Doch mein Vater erzählte mir,
dass Israel als Erstes Ägypten,
Jordanien und Syrien attackiert
Hatte.
Es war nicht der einzige Krieg im Fernsehen.
Der Vietnamkrieg war von nun an Tagesgespräch.
Unsere Lehrerin erzählte uns,
dass die Amerikaner dem vietnamesischen Volk den Frieden
bringen würden.
Doch im Fernsehen sah ich wie Bauerndörfer bombardiert und
einfache Menschen von Soldaten erschossen wurden.
Vietnamkrieg erschütterte die Jugend in der ganzen Welt.
In den USA kämpften die Schwarzen Amerikaner für
Bürgerrechte.
Zum Ersten Mal hörte ich den Begriff internationale
Solidarität.
In meinem Zimmer hängte ich das Flugblatt einer
revolutionären Gruppe
Auf.
Und in der Sekundarschule gründeten wir eine revolutionäre
Gruppe.
Auch in Zürich revoltierte die Jugend.
Der einzige Film darüber ist von Jörg
Haßler.
Die Bilder im Fernsehen von den Aufständen im Mai 1968 in
Paris sind unvergesslich.
Schon bald war ich fasziniert von den revolutionären
Bewegungen in Italien.
Dort rebellierten die jungen Arbeiter aus dem Süden und
wollten sich nicht mehr dem Fabriksystem in Mailand und
Turin unterwerfen.
Zu Beginn meiner Schriftsetzerlehre drückte mir der Ableger
einer revolutionären italienischen Gruppe ein Flugblatt
in die Hand.
Zu meiner Verblüffung forderten sie die Abschaffung der
Arbeit.
Kopf der Gruppe war der Tessiner Giorgio Bellini.
Wir Sind in Zürich.
Hier haben unsere Arbeit.
Der Boss der Balli hat uns,
dass wir die Fabrik Ich bin in Zürich.
Andere Basilea. Andere Geneva.
Wir haben bisschen auf die Blitzkarte,
um etwas zu organisieren.
Vor allem mit den italienischen.
Marina Berta war ebenfalls Mitglied dieser
Tessiner Gruppe.
Sie zog nach Zürich,
wo ich sie in meiner Jugend kennenlernte.
Wir haben uns,
wir mit den Arbeiter etwas,
in Zürich.
Denn Zürich gibt es die Industrie.
Es sah aus als es fertiles,
ein etwas
revolutionäreres.
Ich habe mich, in Bromboveri.
Vor allem, um politische Aktivitäten innerhalb der Fabrik.
Was wollte ich sagen? Wir eine Netzung kreieren.
einen Gruppen-Komitee kreieren,
um die Terminologie von damals.
Die Läufe der Studenten waren die Läufe der Studenten
mit den Arbeiterinnen Arbeiterinnen.
Wir wollten,
dass an Arbeiterinnen Das die
grundlegende.
Die Arbeiterinnen und,
vor allem aus dem Süden der Italien aus dem Meridion
arbeiteten, Turin, in der Fiat,
vor allem in der Montage.
Der Arbeiter-Bereich war sicherlich kritisch von der
Arbeiter, von italienischen Kommunisten Tradition,
entgegnet und entgegnet von der Ethik des Arbeits.
Während wir kritischer,
wir auch den Arbeit, gegen die kapitalistische des Arbeits,
aber wirklich gegen Arbeit.
In der war z.B. das Kommunistische das Parti des Arbeits.
Ich versuchte, ein guter Arbeiter,
mit vielen Schwierigkeiten.
Ich hatte die Erinnerung,
dass ich am ersten Tag.
Ich erinnere mich, dass einem bestimmten Zeitpunkt eine
Reunion Wir haben einen Arbeiter von der
Brambovieri, der hierhergekommen ist und ihn natürlich
ausgebildet.
Drei Monate später wurde Christian aus der Fabrik
Geschmissen.
Trotzdem machte er Karriere.
Er ist Professor für Politische Ökonomie geworden.
Aber ich stelle ihn mir immer noch vor, wie er versucht,
die Arbeiter von der Revolution zu überzeugen.
Wie in meinem Lieblingsfilm aus jener Zeit.
Dieser Film wurde an einem Festival gezeigt,
an dem auch Alvaro eingeladen war.
Doch er hatte seinen Film im Amateurformat gedreht.
Ich war dort, mit meinem Projektor.
Ich ging in der in die Sala. Da eine grosse Sala.
Ich war die Projektionkabine.
Da war Schirm.
Ich ging in die,
auf einem kleinen Tisch.
Und die Projektoren probierten, ob es hier aus gut.
Nein hier aus ging weiter.
Wir haben die Probe, bis es dann Projektionzeit.
Der Arbeiterfilmermacher traf dort zwei berühmte Menschen.
Das Elio Petri und Gianmaria Volonté.
Volonté war nicht nur Schauspieler,
sondern auch linker Aktivist.
Er kaufte eine Kopie von Alvaros Film und zeigte ihn in ganz
Italien.
Alvaro lebt heute mit seiner Schweizer Frau in Pistoia und
filmt immer noch jeden Tag.
Alvaro war durch seine Tätigkeit eng mit der Colonie Libere
Verbunden.
Und dank der finanziellen Hilfe produzierte er auch seine
Filme.
Die Soziologin Morena Lababa schrieb eine Arbeit über die
Filmclubs der Colonie Libere.
Es begann mit der Formation von
Ciné-Club,
die Ciné-Club,
die die Kompetenzen,
um die Struktur des Films,
die Mechanismen der Manipulation und zusammen
ein Diskurs und eine Vision von Cinema
und Gesellschaft zu.
Man versteht, dass sie einen enormen
und die Schweizerinnen und Schweizer
Auch dieser schwarze Film wurde in den Filmclubs gezeigt.
Ein Abbau des Ausländerbestands auf
500'000 bis Ende
1972 sei
realisierbar und stelle das Minimum dar.
Einfach gesagt,
Schwarzenbach wollte uns Ausländer alle loswerden.
Es ging völlig vergessen,
dass er in den 30er Jahren mit den faschistischen
Organisationen in der Schweiz verbandelt war.
Aber
Wie stupide diese Argumente sind,
möchte ich aus dem hervorheben,
dass ich keinen Rassenunterschied sehe zwischen einem
Italiener, einem Franzosen und einem Schweizer.
Also kann man unmöglich davon Rassismus reden,
dann müsste es ja nicht um Neger
Handeln oder um Araber oder ich weiss nicht um
Was.
Schwarzenbach wollte zeigen,
dass er kein Rassist sei und dass er nichts gegen Italiener
Habe.
Außer gegen diejenigen aus Süditalien.
Also lud er dem bekannten Schriftsteller Saru Maritta zu
einem Gespräch ein.
Ihm war nicht bewusst,
dass Saru als junger Arbeiter aus Sizilien in
die Schweiz kam.
An einem bestimmten Punkt sagt mir wenn der Gespräch,
dass ihr sehr gut habe, dass uns sehr gut,
so müssen es Menschen.
Und das sind die Leute Süden,
die ich nicht und die alle gehen.
Die kommen aus den extremen Süden, die er nicht verstanden.
Aus jeder Ecke schlug uns Feindseligkeit und Hass
Entgegen.
Italienische Arbeiter waren schon seit Langem Aggressionen
und Gewalt ausgesetzt.
Ein Mordfall wurde in Italien sogar
Verfilmt.
Alfredo Zardini wurde am 20.
März 1973 in Zürich getötet.
Ein Anhänger der Schwarzenbach-Bewegung kügelte ihn zu Tode.
Niemand kam ihm zu Hilfe,
als er verletzt auf dem Trottoir lag.
Zardinis Tod löste Entsetzen aus.
In Rom debattierte das Parlament über das Verbrechen.
Und in der Schweiz wurden aus Protest
Baustellen und Fabriken
Bestreikt.
Doch in der Schweizer Presse wurde der Fall nicht gross
behandelt.
Im Gegenteil,
die Stimmung wurde in den Medien immer mehr angeheizt.
Ich Bin alle Menschen gleiche als Sie.
Ich bin ein berühmter Mann und arbeite als
Hilfsarbeiter in der Schweiz.
Wissen Sie warum? Jetzt habe ich nichts von Menschen.
Aber wir sind Nationen.
bist Schweizer, bist Sonderlander du bist Deutsch.
Schauen Sie, ich hier ein paar italienische Eltern.
Sie haben schon drei Kinder. In Monat 500 Franken.
Oder täglich im Migromarkt ein paar Tage Das nicht wahr.
Das kann ich Ihnen alle zeigen Nein. Sie gesund.
Sie sind gut zu arbeiten. Nein.
Die Spanier haben eine Detaktoristelle.
Aber die Spanier haben mehr Freiheit als wir.
brauchen ein Wort zufrieden. Mehr Freiheit als wir.
Nationen scheinen viel zu oft bei Ihnen Nationen sind da.
Sie dürfen sie aber nicht so oft gebrauchen.
Wir leben in Europa und nicht in einer Nation. Aber sie da.
Und Europa gehört auch zur Schweiz.
Die Situation war so angespannt,
dass es bei Schwarzenbachs Veranstaltungen
Zuschlägereien kam.
Was denken
Sie von dieser Sache?
Wir, dass die Kontingente das weiter machen.
Denn viele Arbeiten wollen die Schweizer nicht wissen.
Die Presse bringt täglich Meldungen von Episoden,
nationalistischer oder rassistischer Prägung.,
die Befürworter der Initiative...
Der Gewerkschaftsführer dieser Zeit,
der Tessiner Ezio Canonica,
stellte sich klar gegen die Schwarzenbach-Initiative.
Und das,
obwohl sich Großteil der Gewerkschaften auf die Seite
Schwarzenbachs gestellt hatten.
Herr Schwarzenbach ist kein freunder Arbeiter.
Er ist kein Arbeitervertreter.
Er war schon immer ein stocktreaktionärer
rechtsextremer Bürger.
Was Bezweckt Herr Schwarzenbach mit seiner
Initiative?
Ich erinnere, dass wir alle sehr nervös
Ich habe den Tag beendet.
Ich bin mit einem Kollegen eine Bier.
Dann kamen die Italiener.
Sie mich, ob Italiener. Ich ja.
Aber wisst,
dass wenn diese Votation am
nächsten Montag, niemand arbeiten?
Ich sagte, na klar.
Niemand hätte arbeiten.
Unsere Köpfe wussten das.
Sie sahen, dass sie sehr interessiert waren.
hatten Angst.
Zu dieser Zeit war das Frauensstimmrecht noch nicht
eingeführt.
Nur Männern war es erlaubt, abzustimmen.
Sieben Kantone nahmen die Initiative an,
die übrigen verwarfen.
Die Abstimmung war ein Schock für uns Ausländer.
Fast jeder zweite Schweizer Stimme wollte, dass wir gehen.
Alvaro inszenierte in seinem Film eine kleine Demonstration
gegen die Ungerechtigkeiten.
Diese Szene wurde zum Auslöser für eine echte grosse
Demonstration in Bern.
Alvaro filmte diese erneut und verwendete sie für die
Endfassung seines Filmes.
Mario War damals ein
Aktivist der kommunistischen Partei Italiens und einer der
Leute, welche die Demonstration mit organisiert
Hatten.
Ich War 16 Jahre alt,
als ich an diese Demonstration ging.
Ich dachte,
jetzt würde eine große Menschenrechtsbewegung entstehen.
Mario lebt wieder in Apulien.
Als ich fragte,
warum die Kommunisten damals sich nicht vermehrt auf die
Menschenrechte konzentriert hätten,
wusste er keine Antwort.
Schade, dass die italienischen Kommunisten ihre Mitglieder
in der Schweiz hauptsächlich für die Wahlen in Italien
mobilisierten.
Wie in diesem Film von Peter Ammann.
Aber ich habe grossen Respekt vor den linken Aktivisten und
Aktivistinnen jener Zeit,
denn sie halfen tagtäglich ihren Kolleginnen und Kolleginnen
im Umgang mit den Behörden.
1971 begann ich meine Lehre als Schriftsetzer in einer
grossen Druckerei.
Damals waren alle Druckereien im italienischen
Arbeiterquartier
Zürichs.
Dort waren auch die Gewerkschaftszentralen und mittendrin
das berühmte Ristorante Cooperativo,
das Zentrum der italienischen Migration.
Seit 100 Jahren waren auch alle wichtigen Personen aus den
linken Parteien und den Gewerkschaften dort anzutreffen.
Und nach der Arbeit war ich ja auch meist dort zu finden.
Das Italienische Essen war einfach und
Günstig.
Dort lernte ich auch die Kolleginnen und aus der
Gewerkschaftsjugend kennen.
Und durch sie lernte ich sogar die Schweizer Berge
Lieben.
Denn wir gingen oft auf Bergtouren in die Häuser der
Natur, Freunde.
Ja, ich komme ja.
Komm, ihr lahmen Socken.
Hey, das habe ich mir auch nicht so toll vorgestellt.
Ist ja irrsinnig hier oben.
Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen.
Nämlich, dass sich vieles ändern lässt.
Bloß nicht die Menschen.
Schrotzki verabschiedet alle,
denen die ideologische Verabschiedung ist.
Alle, denen es den Schutz Marxismus.
Es geht um Hegemonie.
Die Erwachsenheit des kulturellen kommt vor der Erhöhung des
politischen Fortschritts.
Wir Studierten gemeinsam die Geschichte der
Arbeiterklasse und stritten leidenschaftlich über die
verschiedenen Marxistischen
Theorien.
Auch Wenn wir uns immer stritten,
steckten wir immer zusammen.
Ich fühlte mich aufgehoben,
obwohl mir als Ausländer verboten war,
mich politisch zu betätigen.
Und Ich musste mich in Acht nehmen vor den
Polizeispitzeln.
Der Freund meiner Schwester war Deutscher und wurde des
Landes verwiesen, weil er an den Demos
Teilnahm.
Später kam heraus,
dass über 900'000 Menschen in der Schweiz bespitzelt wurden.
Die Hälfte davon Migranten und Migrantinnen.
Jahre Später schickte mir jemand anonym die Kopie
meiner Akte der Bundespolizei zu.
Die alten Gewerkschaftsleute waren nun in der Minderheit.
Doch die meisten beigerten sie weiterhin,
sich gegenüber den ausländischen Arbeitern zu öffnen.
Studenten, Jugendorganisationen und Fremdarbeiter,
ein Knömel der Nicht-Integrierten,
bildete die letzte und weitaus grösste Gruppe.
einzige Gruppe, die sich auf ihren Spruchbändern für die
Fremdarbeiter engagierte.
Da die italienischen Werktätigen weder vom Staat noch von
den Gewerkschaften unterstützt wurden, begannen sie,
die Sache in die eigenen Hände zu nehmen.
Luigi ist einer der wichtigen Menschen in der Kolonie Libere
in Winterthur und arbeitete in der Maschinenfabrik Sulzer.
Als seine Kinder in die Schule kamen,
gründete er ein Elternkomitee.
Kinder, nicht die Sprache,
wurden als
Nicht-Integrierte.
Das hat uns schon beigetragen.
Deswegen sind gemeinsam im Elternkomitee und sprechen mit
den Schweizer Autoritäten.
Da die Kolonie auch das Zentrum Schule Familie
hatte, zwei Psychologen,
und wir waren nicht mit den Psychologen
Schule, gingen wir im Zentrum Schule Familie,
um eine zweite Meinung.
Ich bin viele viele Male in die gegangen,
mit vielen anderen Systemen und v.a.
mit einem Veränderung der Mentalität. Diese sind nicht dumm.
Sie haben schulistische und linguistische.
An der Diskriminierung von Migranten-Kindern hatte sich
auch nach Jahrzehnten nichts geändert.
Ich erinnere mich an die Berufsberatung in Düsseldorf.
Es hat ja so viele Schweizer Kinder,
so gut zeichnet, wie du.,
stell dir vor.
Es gab einen anderen moment, der bisschen dramatisch.
war zwischen der 4. 6. Elementar Dort gab viele Kinder,
Migranten, quasi alle Italiener.
Es war normal und klar,
dass keiner von uns nach dem
Gymnasium.
Vanias Eltern kamen aus den Abruzzen.
Sie wuchs in Anzöcher-Arbeit-Quartier
Auf.
Heute ist Vania die Präsidentin der UNIA,
der grössten schwarze Gewerkschaft.
Davon habe ich es nicht geschafft.
Die Lehrerin sagte mir, dass sie schon wusste,
dass ich das nicht schaffe.
Das hat mir aber wieder einen Kick gegeben.
das Gefühl, ich würde es dir zeigen. Ich dann in Säcken.
Nach zwei Jahren Säcke mache ich die Aufnahmeprüfung für das
Gymnasium Das habe ich dann auch so gemacht.
Die italienischen Arbeiter und Arbeiterinnen begannen
schon in den frühen 60er-Jahren, selbst zu organisieren.
Ihre Zentren finden sich auch heute oft noch in Barracken
oder leeren industriellen
Gebäuden.
Viele dieser Zentren existieren nicht mehr.
Etliche haben sich gewandelt und wurden privatisiert.
Doch im Vorort, wo ich aufgewachsen war,
existiert die Baracke der Kolonie Libere immer
Noch.
Hier sind in Dübendorf,
im Zentrum unserer Kolonie Libere.
Viele nennen sie Barracca wir nennen sie
Pavione.
Das schön.
Ich war auch in der Kolonie.
Dann habe ich auch im Kommitato Genitori,
weil die Kolonien damals sehr
florent.
Es gab viele Schriften.
Sie hatten auch eine Kasse Malati.
Ich wollte von Margarita wissen,
weshalb es die Kolonie Libere in Dübendorf immer noch
Gibt.
Es ist Erfolg, dass wir hier,
auch weil wir alle.
Wer hierher, von allen Nationalitäten.
In Lausanne,
einem der letzten grossen Zentren der Kolonie Libere,
traf ich wieder Morena Labarba.
Sie schrieb ebenso ein exzellentes Buch über die
Selbstorganisation der italienischen Migration.
Hier gibt eine Fußball-Squadra.
Hier gibt es Karten.
Es Weltall, ein Weltall, Erfahrungen,
die Geschichte, die Kompetenzen, die Kompetenzen,
wie die Gesellschaft, wie die,
wie die Solidarität.
Und dann habe verstanden, dass vieles von Leonardo Zanier,
dank dieser unglaublichen.
Leonardo Zanier, der Ex-Ehemann von Rosanna Ambrosi,
war tatsächlich ein Brückenbauer.
Und viele Projekte für die italienische Gemeinschaft wurden
von ihm initiiert.
Eine Nacht waren wir im Kooperativ Und
wir diskutierten darüber.
Die italienischen Immigranten nicht beteiligt mit
dem Studium, sondern mit dem Geberbeschule.
Und Leo Zanier sagte, ich das Geberbeschule.
Marco stand damals auf der Seite von Leonardo.
Und so ist diese unglaubliche Geschichte,
das Recht auf die Formation.
Du hast das auf die Formation während deiner ganzen Leben.
Formation, um eine
bessere dekoratere.
ECAP wurde zur Erfolgsgeschichte.
Sie ist inzwischen die zweitgrösste Schule für
Erwachsenenbildung in der Schweiz.
Im Gegensatz dazu musste das legendäre Ristorante
Cooperativo nach 118 Jahren schliessen.
Das ist ein kollektives Patrimonium.
Mit dem Gold, mit dir, Andrea,
und ich,
sicherlich das tiefste, das mir sagt,
dass wir heute hier nicht in einem Abschied,
sondern in einem Aufwuchs.
Die Schwarzenbach-Initiative hatte einen Vorteil.
Endlich kam es in wichtigen Gewerkschaften zu Diskussionen
über die Ausgrenzung der ausländischen Kolleginnen und.
Zum Beispiel gerade in den Druckereien.
Es hätte einen allgemeinen Arbeitsvertrag für die
Fachleute gegeben.
Sehr fortschrittlich.
Für die Hilfskräfte ist es extrem mies gewesen.
Aber in Allgemeinen und Gewerkschaften
sehr sehr wenig gemacht für Migranten.
Die konservativen sahen die
Migranten als Konkurrenten auf Arbeitsmarkt.
Das Ergebnis dieser konservativen
war, dass sich die Xenophobie
das Erleichterung der Schwarzenbach-Initiative.
Die progressistischen in den Syndikaten, oder mehr offen,
wie Ezio Canonica, haben gemerkt, dass man mehr
so.
Zum Glück waren es einige
Syndikalschef die verstanden haben,
dass die Migranten eine größere Klasse
der operarischen.
Sie haben die Syndikate
Eröffnet Anfang der 70er Jahre verblasste der Geist
von 68.
Eine Studie des Club
of Rome postulierte die Endlichkeit der planetaren
Ressourcen.
Vielen wurde zum ersten Mal bewusst,
dass die Idee des materiellen Fortschritts zu einem Ende
kommen wird,
weil der Reichtum unseres Systems auf fossilen
Energieträgern beruht.
Dies zeigte sich bei der sog.
Ölkrise, als die erdölproduzierenden Staaten mehr Anteile am
Profit der westlichen Länder einforderten.
Die Verantwortlichen für die darauffolgende Wirtschaftskrise
waren schnell gefunden.
Komisch gekleidete arabische
Ölscheichs.
Und ich mutierte endgültig vom Cing zum bösen Araber oder
wahlweise zum arabischen Terroristen.
Die Krise führte tatsächlich dazu,
dass immer mehr Betriebe schliessen mussten.
Schon während meiner Lehrzeit schlossen die ersten
Druckereien und die Gewerkschaft reagierte.
Im Biel kam es zum ersten grossen Streik seit Langem.
Das
Wirtschaftswunder war nun engkültig vorbei,
350'000 ausländische Arbeiter und Arbeiterinnen wurden
entlassen und die Schweiz exportierte die Arbeitslosen
zurück in ihre Herkunftsländer.
Neben der Umweltbewegung wurde auch die feministische
Bewegung immer stärker und forderte eine Reflexion der
männlichen Politik.
Viele Meiner italienischen Freunde gingen zurück nach
Italien,
einige zu meinem Leidwesen in dem bewaffneten Untergrund.
Überall rückte das Individuum und sein Verlangen ins Zentrum
und mit ihm der Triumph des Marktes,
des Wettbewerbs und des Konsums.
In der zweiten Hälfte der 70er Jahre begannen sich die
Organisationen der radikalen Linken aufzulösen.
Punkt dieses Prozesses war für mich der Marsch der 40'000 in
Turin,
ein Ausdruck der Entfremdung der Arbeiter von den radikalen
linken Ideen.
Werktätige kämpften nun um ihren Arbeitsplatz am Fliesband.
Doch der Massenarbeiter,
Protagonist der Kämpfe der 60er und 70er Jahre,
wurde schlussendlich durch die kapitalistische Umformung
abgeschafft.
Auch
Mein Beruf existierte nicht mehr. Wenn ich gewusst hätte,
Wie das herauskommt,
Dann wäre ich nie auf diesem Beruf geblieben. Jetzt
Gesehen würde ich es nicht mehr machen, Schriftsetzer.
Wir einfach keine Chance, wir sind verschossen. Ist vorbei.
Damals gab es keine obligatorischen Arbeitslosenkasse,
also musste ich mich als Tagelöhner verdienen.
Mein Familienname, Jamal El-Din,
war dabei nicht sehr hilfreich und ohne Schweizer Pass
verdiente ich fast die Hälfte weniger Lohn als alle anderen.
Eines Tages erhielt ich einen Tagesjob,
der mich mit Horror erfüllte.
Ich Musste in einer ehemaligen Druckerei alte
Setzkästen zerstören.
Ich war nicht nur arbeitslos,
auch meine Einbürgerung war zum Stillstand gekommen.
Zu gleichen Zeit kam der Film Die Schweizer Macher von Rolf
Lisse in die Kinos.
Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich
Wäre mir froh, Sie uns präzise Angaben machen könnten.,
so ein Bürgerrecht ist schwierig für ganze Leben.
Tja, im Rechnen waren Sie anscheinend keine Schiene.
Haben Sie irgendwie ein Abschlusszeugnis oder Berufsausweis?
Ich tanze. Tanzen ist mein Beruf, das habe ich gelernt.
Und am Tag? Haben wir Training und Proben.
Wie sehen Sie so Ihre Zukunft?
Wie meinen Sie? Ein Kind.
Ein Kind?
In meinem Beruf habe ich nicht einmal Zeit,
darüber nachzudenken.
Das ich Ihnen empfehlen. Eine Familie, ein Zuhause.
Jeder braucht eine gewisse Sicherheit im Leben.
Besonders Sie als Frau. Ja,
Vielleicht haben Sie recht.
Sie waren also drei Jahre in Lausanne.
Und dann Sie auf Zürich an die Bergstrasse
Jawohl, für zwei Jahre.
Haben Sie sich da wohlgefühlt?
Sehr. Wieso meinen Sie?
Wir es nicht gegeben. Wir die Leute so viel umgezogen.
Das Umgezogenen das hätte jeder wissen müssen er hingehört.
Also Erfischt dann bis morgen.
Schweizer werden ist sicher nicht einfach.
Die ganze Einbürgerungsprozedur hat in diesem Fall 3,5
Jahre gedauert.
Und so muss man vorgehen, wenn man.B.
im Kanton Zürich Schweizer werden.
Obgleich ich hier aufgewachsen war, zur Schule ging,
und perfekt Schweizerdeutsch sprach und die Kultur des
Landes kannte,
musste ich mich für die Einbürgerung einer komplizierten
Prozedur unterwerfen.
Dabei hatte ich die Chance,
mein Anliegen dem Regierungsrat zu unterbreiten.
Er war ein Sozialdemokrat alter Schule.
Zweitens heisst das Anpassen,
dass Sie geselligsmässig einem Durchschnittsschweizer
entsprechen. Erster
Schritt. Der Bewerber
schreibt Gesuch um die eidg.
Einbürgerungsbewilligung ans eidg.
Justizpolizeidepartement nach Bern. Zweiter Schritt.
Gesuch kommt zum Kanton. Dritter Schritt.
Kantonspolizei macht Erhebungen. Vierter Schritt.
Kanton schickt Unterlagen der Gemeinde, z.B.
der Stadt Zürich, zur Stellungnahme. Fünfter Schritt.
Kanton leitet die Akten dem Bund weiter mit positiven oder
negativen Anträge auf Einbürgerung.
Nächster Schritt. Bund stellt eidg.
Einbürgerungsbewilligung aus und stellt seine
Emissionsteller zu.
Ähm excusez, können Sie mir sagen,
zum Regierungsrat Bachmann... Das ist
Gar kein Problem.
Da kannst du da durch, oder auch da durch,
Oder dort.
Adieu.
Grüezi, Herr Regierungsrat. Sitzen Sie sich.
So, dann wollen wir malen.
Nein, nein,. Das geht so nicht.
Der Regierungsrat wusste zu meinem Erstaunen viele Details
aus meinem bisher kurzen Leben.
Er fragte mich, weshalb ich in der Gewerkschaftsjugend war,
weshalb ich einen Lehrlingsstreik mitorganisiert hatte,
weshalb ich in der Sekundarschule eine revolutionäre
Jugendgruppe mitgegründet hatte,
weshalb ich in dieser und jener Demonstration dabei gewesen
war usw.
Ja, ich weiss noch nicht,
Was Ich dazu sagen.
Sie sind sich im Klaren, dass Sie
so niemals einbürgeret werden.
Das sind alles staatsgefälligende Aktivitäten.
Ich empfehle Ihnen,
sich aus den linken Verwirrungen zurückzuziehen.
So werde ich dazu nie eine Chance über Einbürgerin
Haben.
Ich
War wütend, änderte aber nicht meine Ansichten.
Mit
Freunden zog ich in eine billige Wohnung im italienischen
Arbeiterquartier.
Uns war nicht bewusst,
dass durch die Ausweisung tausender südländischer
Arbeitskräfte es zum Leerstand von alten Wohnungen gekommen
war und wir davon profitierten.
Mit uns kamen auch prostituierte Zuhälter,
Studenten und Künstler und auch die ersten
Menschen aus anderen
Kontinenten.
Zum Glück gab es damals an jeder Ecke einen Kino.
Die Filme liefen alle auf Italienisch, egal wo sie herkamen,
Kung-Fu oder Spaghetti-Wüster.
In verrauchten Zählen konnte man für ein Ticket zwei Filme
anschauen.
Und so lernte ich Italienisch.
Italienita war plötzlich cool.
Italienische Restaurants wurden zu Beliebten
ausgeordnet.
Und die Kinder der italienischen Arbeitereltern wurden mit
ihrem Stil Vorbilder für die Jungen.
Italienische Mode war nun schick.
Und in dieser Zeit startete auch Adriana ihre Karriere als
Modemacherin.
Und in den Clubs tanzten nun die jungen Menschen in der
Schweiz zu italienischer Disco-Musik.
Die ehemaligen Industriekomplexe sind nun voll mit
internationalen Dienstleistungsfirmen.
Doch die Langstrasse, die mittendurchs Quartier verläuft,
ist die heimliche Hauptstrasse des Little Italy der Schweiz
geworden.
Von den alten Treffpunkten der migrantischen Arbeitenden ist
nur noch das Punto Encuentro übrig geblieben.
Vor Jahrzehnten durch Kucki,
ihren Mann und anderen spanischen Ex-Kommunisten gegründet,
ist es zum Treffpunkt von Menschen aus aller Welt geworden.
Und wenn Italien wieder mal im Fussball gewinnt,
kommen sie alle an die Langstrasse zum Feiern.
Aber die Mission Katholica gibt es immer noch.
Und die jungen Italiener und Italienerinnen heiraten alle
immer noch in derselben
Kirche.
Hier leben nun Menschen aus allen möglichen
Ländern, wie z.B.
Abu Bakr,
der als minderjähriger afghanischer Flüchtling in die
Schweiz kam und bei Welcome
to School seinen Schulabschluss gemacht hat.
Heute unterrichtet er jugendlichen Geflüchteten
Sport.
Inzwischen gibt es überall Dönerbuten.
Doch erfolgreiche migrantische Gastronomen aus der
Türkei, Kurdistan
Und
Palästina machen auf Italienita.
Wenn Wir nach Rapperswil am Sonntag,
haben alle Rapperswil geschlossen.
Italiener, weder verheiratet noch verheiratet,
die am Sonntag Rapperswil Die Schweizer waren
drinnen und sagten, ha ha, die Italiener,
was machen sie auf Strecke?
Sie waren drinnen.
Jetzt gehst Rapperswil auf dem langen Lager.
Alle sind draußen.
Die Tafeln, die Säde kommen ins Lager.
Es gibt die Palme, die Oleander, die Oliven.
Alle draußen.
Auch im Winter, man Gelatine, das in Italien nicht.
Im Winter mit den Säden,
die kalt sind gelockt sind aber die draußen.
Das ist unsere Kultur. Das haben uns.
Es ist schön, die Kulturen.
Ich sagte zu Skapa, dass wir ein Büro über die Küche.
Letztlich wurde ich eingeladen und sie haben die Spaghetti
für mehr als 20 Minuten.
Das ist alles wie Kohle.
Wir sagen den Schweizer, wie die Spaghetti.
Ich habe erklärt, was die Zähne.
Wir haben die Spaghetti buch.
Was bedeutet die Zähne Das dass das die Zähne.
Wenn man die Spaghetti trinkt,
Zähnchen den Spaghetti unter
Der. Das ist
wunderschön.
Es auch eine große Lektion für uns in Italien.
Die Geschichten haben ein glückliches.
Aber das kostet einen teuren Preis.
Eine Sache die mich beeindruckt, ist,
dass viele von diesen Generationen nicht wollen erzählen,
wie diese Geschichte begonnen hat.
Es gibt zu Elemente von
Doloren.
1980 kam es zur Abstimmung über die sog.
Miteinander-Initiative.
Diese wollte das Saisonier-Gesetz abschaffen und den
Familiennachzug endgültig
Ermöglichen.
Die Initiative wurde mit 84% Einstimmen
Abgelehnt.
Lassen wir es sein.
Wir jungen Menschen hatten die Schnauze voll von diesen
Spiessen und es kam zum Abstand.
Endlich hatte ich einen Schweizer Pass.
Meine Mutter hatte sich scheiden lassen und einen Schweizer
geheiratet.
So hatte ich das Glück,
einen administrativen Akt Bürger von Wollenschwil im Kanton
Aargau zu werden.
Dank dem Schweizer Pass war ich endlich voll dabei.
So, ausziehen.
Schön ausziehen, Fräulein.
Papierli Schweizer. Jetzt schauen wir dich mal
An.
Das ist er der Papierli Schweizer.
Papierli Schweizer.
Er wartet auf seine Spezialbehandlung.
Papierli Schweizer. Papierli Schweizer.
Papierli Schweizer
Doch
Mein alter Traum, Italien auszuwandeln,
ergab keinen Sinn mehr.
Natürlich gab es immer noch das gute Essen,
schöne Städte und herzliche Menschen.
Aber die italienische Gesellschaft hatte sich verändert
Ah, per bacco, ti va male, non c'è il governo.
Io invece gli dico, guarda che sto brindando la champagne.
Auch die Schweiz hatte sich verändert.
Die Kinder der ersten Generation waren nun überall.
Doch die offizielle Schweiz machte ihnen das Leben nicht
einfacher.
Sie waren Protagonisten meines ersten
Dokumentarfilms.
Was Bist denn du für einer? Ich bin Schweizerin.
Ich bin keine Schweizerin.
Bin so halb.
In dieser Zeit übernahmen auch junge Funktionärinnen und
Funktionäre die Gewerkschaften.
1992. Wir wollen nicht nur die Europa der Arbeiten.
Wir auch Wir auch die Europa der sozialen
Dann nach den 90er,
war es wirklich ein Veränder.
Ein epokaler.
Innerhalb des Sindikats.
Die Bewusstheit und die Läufe für die Rechte von allen
Arbeitern, unabhängig von ihrer Origine
Seit ich angefangen habe, das Orientieren,
hat es ein paar Jahre gedauert,
die Aktivisten von diesem
politischen.
Auch weil dieses Orientieren an die
Organisationen Schweiz
die Aktivisten,
mit Schweizer Konservatoren.
Und es brauchte ein bestimmtes Courage
Und das war auch der Moment,
in dem der Sindikator eine
Führungskapazität hat.
dass die Arbeitenden die einen gegen
die anderen.
Das Ist Land,
in die Paradoxe extrem.
Das ist Land, das zuerst ein Referendum,
dem Sindikator
eine Führungskapazität. Die
Ausländerfrage hat die Schweiz zu viel Ausländer.
Woher sollen sie kommen und was sollen sie können?
Sollen kriminelle Ausländer ausgeschafft werden?
Das Thema Einbürgerungen.
Eigentlich ich auch nichts gegen Muslime.
Aber ... Und eigentlich habe ich ganz
sicher nichts gegen Schwarze.
Doch die rassistischen Diskurse dominieren seit Anfang der
80er-Jahre die Medien.
In dieser Zeit änderte sich auch der Begriff Migration
grundlegend.
Damals kamen Zehntausende von politischen Flüchtlingen aus
Sri Lanka in die Schweiz.
Der Begriff Gastarbeiter verschwand und wurde ausgewechselt
durch Asylanten.
Geflüchtete Menschen wurden nun als Bedrohung für die
Schweizer Kultur stilisiert.
Wie schon bei den italienischen Migranten in den 60er Jahren
wurde wieder behauptet, diese Menschen seien Faul,
Messerstecher und würden Schweizer Frauen belästigen.
Auch die Kriegsflüchtlinge aus dem Balkan,
die ein paar Jahre später zu Hunderttausenden in die Schweiz
kamen, wurden in den gleichen Topf geworfen.
Dabei waren sie ein Glücksfall für die Schweizer Wirtschaft.
Weil die Arbeitenden aus Italien,
Spanien und Portugal sozial langsam aufgestiegen waren,
brauchte die Schweiz dringend unqualifizierte Arbeitskräfte
im Billiglohnsektor.
Unter dem Druck der Europäischen Union wurde 2002 endlich
das Saisonier-Statut aufgehoben.
Aber im niedrigen Lohnbereich hat sich für die Arbeitskräfte
von ausserhalb der Europäischen Union nichts zum Positiven
verändert.
Denn die rechtlichen Grundlagen für Aufenthalte von
saisonalen Werktätigen wurde beibehalten.
Unsichtbar arbeiten diese Menschen in der Gastronomie,
der Landwirtschaft und im Kerbreich.
So wurde der Ausdruck Ausländer zum Begriff für Menschen,
die Drecksarbeit verrichten.
Arbeiten, welche die Schweizer nicht mehr machen wollen.
Die anderen Ausländer nennt man nun Experts, wie
Zynisch.
Und die Kinder der Migranten und Migrantinnen
dürfen heute die Schweiz auf der internationalen Bühne
Vertreten.
Sie ist unter den 6 Finalisten für den Deutschen
Buchpreis. Das
Kernthema ist,
verlässt etwas und kommt irgendwo an oder eben nicht an.
Und das betrifft sehr sehr viele Menschen heute.
Als Wir uns von Giuseppe verabschiedeten, dachte ich,
was für eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.
Er hat sie uns im Haus erzählt, das er selbst gebaut
Hat.
Nicht weit von Giuseppe lebte Abu Bakr als Minderjähriger
in einer Flüchtlingsunterkunft.
Wie Damals Giuseppe,
müssen sich viele dieser geflüchteten Menschen vor der
Polizei verstecken und leben unter ähnlichen Bedingungen wie
früher die italienischen Arbeiter.
Die von uns sind Schweizer.
Sie leben ihre Italienität in einer quasi
superiore in Bezug auf diejenigen, jetzt herkommen.
Eine Sache, ich ein bisschen traurig,
die aber muss gesagt,,
dass eine Fette von Italienern die in der,
die in dieser Saison,
heute sind sehr hart in Bezug auf die
Flüchtlinge in Italien.
Sie immer, dass wir unterschiedlich.
Das habe gehört. Wir wurden in einer sehr unterschiedlichen.
Das ist nicht wahr.
Wir gingen zurück nach Apulien.
Viele der migrantischen Werktätigen emigrierten von
Hier.
Die harte Feldarbeit ist geblieben.
Sie werden nun von Migranten aus Afrika und Asien
ausgeführt.
Einer von ihnen wurde zum Anführer einer Revolte.
Ich kenne ihn dank eines Filmes von Milo Rau.
Ich komme an die Station,
sie kommt mich an und bringt mich in einen
absurden Ich bin
schockiert war ein Ghetto.
Es war das erste Mal für mich, so etwas zu.
Es machte eine Impression.
Die Häuser waren aus Plastik Es waren
Baracke.
Als wir in die Wälder kamen,
begann das Inferno.
Die Arbeit war es die Häuser zu.
Es waren 300 Kilo Pomegranate drin.
Die tägliche der war in
Ordnung.
Ich konnte nie
drei,
vier Häuser Tag.
3,50, 4 Häuser, 14 Euro.
Am 4.00, 5.00 Uhr,
am 7.00 8.00 Uhr.
Die Häuser verkaufen uns Panini.
Das kostete 3,50 Euro.
5 Euro für Transport, dann Häuser, die Titel und
so weiter Am 14 Uhr 9 Euro.
Die Pomegranate,
die Protektive Schaffung
die Pflege die Widerstandsrechte, die Pflege,
die
Pflege,,
die
Pflege,
Die Pflege,
Die Pflege, die,
die Pflege Pflege,
Die Pflege, die
Pflege,
die Pflege Pflege, die Pflege die Pflege,
die Pflege, die Pflege,
Pflege
Pflege,
die Pflege Entschuldigung für
Emotionen.
Und also ... ... um zu.
Die Diskriminierung der Arbeiter zu umgehen.
Dazu gibt es nichts mehr zu sagen. Nur
Das.
Eine neue Generation hat vor einigen Jahren begonnen,
sich für den Erhalt dieser einen Erde einzusetzen.
Sie wehren sich zusammen mit ihren Brüdern und Schwestern,
egal welcher Hauptfarbe und Sprache,
gegen Diskriminierung und Rassismus und für die Gleichheit
aller Menschen.
Menschen wohnen. Jealousie von ihren alten Freunden.
Aber das Leben ist ohne hoffnung Wollen sie glauben,
dass Abenteuer nicht schön sein, ohne Gläubigkeit Maria.
Antonio. Alonso. Katia Gibril. Fatima.
Meilin. Dashan. Kofi. Salvatore. Esperanza.
mir als sechs Sekunden,
um die Geschichte der
Sekunden.
Das Leben ist ohne hoffnung.
Es gibt Paradies, zumindest das wir ihnen vorgegeben.
Wenn du keine Paradies,
trafst du dich fährst dein Kali Du lachst,
du hast einen Clash mit deinem Destin.
Du nicht auf dein Morgen aber du triffst auf 20 Wir kommen
mit Tränen, reden nur von Regeln.
Selbst wenn es Griffe, endet.
Zu unbekannten Jungs, wie wir sind,
haben wir uns zwischen Zürich und Genève, weil wir uns
so vorbereiten, wenn wir aufwachen, wenn wir aufwachen.
Wenn
wenn
Wir aufwachen aufwachen wir Aufwachen,
wir aufwachen wir aufwachen wir
Aufwachen
Aufwachen,,
wenn wenn aufwachen wenn wir wenn
wenn aufwachen aufwachen, wenn aufwachen
Aufwachen,
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