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Grillenzirpen, Wasserrauschen
Motorenger�usch
Danke, Madame. (Frau) Wiedersehen.
Sie sagte: "Gegen�ber dem Kreuz und immer den steilen Weg entlang."
Lied "Got My Mojo Working"
Kirchenglocken
als Caroline Montez
als Pattie
als Jean
21 N�CHTE MIT PATTIE
als Kamil
Verzeihung, bin ich hier richtig? "Fond in extremis"?
"Fount estremiero"!
Auf Okzitanisch "versteckte Quelle", die ist hinter Ihnen.
(Jean-Marc) Sind Sie Isabelles Tochter? Ja.
Im Rathaus hie� es, Sie kommen.
Wir fragten uns schon, wo Sie sind. Ich bin Jean-Marc.
Roland. - Hallo.
Paulo. - Hallo.
Ich wollte gestern kommen, aber die Reise war abenteuerlich.
Ich komme aus dem Urlaub, Balearen.
Unten im Tal lief mir ein Reh ins Auto.
Ich musste trampen, ohne Handyempfang.
Gibt es eine Werkstatt?
Nein, aber das kriegen wir hin.
Verzeihen Sie den Empfang, wir brauchten eine Abk�hlung.
Wir haben aus dem Schlafzimmer eine "K�hlkammer" gemacht f�r Ihre Mutter.
Im ersten Stock.
Eine "K�hlkammer"?
(Jean-Marc) Wenn's so hei� ist wie heute, geht das schnell.
Gut... erster Stock? (Jean-Marc) Ja. Gegen�ber der Treppe.
(Jean-Marc) Meine Schwester Pattie ist oben.
Grillenzirpen
Drau�en h�rt man leise die M�nner reden
Wiederholtes Spr�hger�usch
Ventilatorger�usch, Spr�hger�usche
Guten Tag.
Ventilatorger�usche, Spr�hger�usche
Hallo? Schrecklaut
Hab ich mich erschrocken.
Sie seufzt
Tut mir leid. Ich bin Caroline, Isabelles Tochter. Pattie.
Entschuldige, ich war abwesend und mit dem Ventilator h�re ich nichts.
Ventilatorger�usch
Ich muss dann auch weitermachen und noch nebenan putzen. Okay.
Vielen Dank.
Leise knarrendes Ger�usch des Holzbodens
Knarren des Holzbodens
Pattie �chzt
Erschrockener Atmer Stimmt was nicht mit dem Zimmer?
Ich musste improvisieren. Nein, alles gut.
Ich sehe nur zum ersten Mal einen Toten... eine Tote.
Wohnen viele im Haus?
Nein. Mein Bruder und die Handwerker, wenn sie hier arbeiten.
Und deine Mutter kam manchmal vorbei.
Ich machte hier sauber, wir a�en oft zusammen.
Komm, ich zeige dir alles, ja?
Komisch, all die gro�en Zimmer.
Dabei war sie gar kein... Familienmensch.
Sie arbeitete viel, oder? Vor allem reiste sie viel.
Ja, allerdings. Zaza liebte das Reisen.
Zaza? So nannten wir sie. Oder "die Anw�ltin", das fand sie lustig.
Sie sagte, sie habe ihre Kindheit in der Gegend verbracht?
Ihr gefiel es hier. Schon m�glich.
Wissen Sie, ich kannte meine Mutter kaum.
Das w�re wohl am besten f�r dich.
Sie taufte es "Schreibzimmer", warum auch immer.
Bisher hat niemand hier geschlafen.
Atmer
Da ist sogar ein kleiner Hammam, unter dem Turm.
Ein Hammam?
Ja, genau. Das Reisen hat sie gepr�gt.
Leises H�mmern von drau�en
Oder die Reisebekanntschaften... Ja.
Jedenfalls vielen Dank... Pattie? Pattie.
Meine Mutter hat nichts verf�gt. Ich habe ewig nichts von ihr geh�rt.
Sie wird auf Vorschlag des B�rgermeisters im Dorf begraben.
Morgen um 3. Wir sind da.
Dann verkaufe ich das Haus.
Hier, der Totenschein. Der Arzt ist gleich gekommen, vorgestern.
"Herzinfarkt". Hat man mir auch gesagt. Beim Mittagsschlaf. Im Bett.
Langsame E-Gitarren-Musik, Titelthema
Hallo? Manuel?
Hallo? H�rst du mich?
Ich bin angekommen, ja.
Ich bin gut angekommen! Hallo?
(laut) Hallo?
Dieses Schei�netz! Hier gibt es kein Handynetz.
Ich habe kein Telefon im Haus gefunden.
Es gibt kein Festnetz, Zaza wollte keins.
Kommst du zum Abendessen? Wir bringen dich zur�ck.
Wenn du allein sein willst, verstehe ich das.
In Ordnung. Und was bringe ich mit?
Ah... den Wein.
Den lassen wir hier. Aha.
Schl�sselklirren
Lautes Ger�usch
Hallo, Andr�.
Hallo!
Er �chzt
(nuschelt durchg�ngig) Soll ich euch mitnehmen? Wir laufen lieber.
Macht einen strammen Hintern. Er lacht laut
Und, wann hast du mal wieder Zeit?
Ich bin sehr besch�ftigt!
Er lacht laut
Der hat ja Energie. Ja, allerdings.
Hast du verstanden, was er sagte? Nein, ich kann's mir denken.
Er ist J�ger. Ich mag keine J�ger. Aber, Mann, ist der... gut im Bett.
Er machte mich auf einem Fest an.
Ich dachte, ich verstehe ihn nicht wegen der Musik.
Ich war auch schon etwas breit.
Ich zog ihn in eine ruhigere Seitenstra�e.
Trotzdem verstand ich immer nur Brocken.
Aber der hat mich unglaublich hei� gemacht.
Und der Typ... merkt alles.
Er griff mir um die Taille... so richtig fest.
Wie ein kleiner Junge grinste er.
Er begann, meine Titten vorsichtig, aber kr�ftig zu streicheln.
Er dr�ckte sich an mich.
Ich f�hlte seinen Schwanz, aber so was von.
Der hatte nur Bermudas an, mit nichts drunter, die kleine Sau.
Ich dachte: "Du fickst mich nicht in 'ner dunklen Seitengasse,
aus dem Alter bin ich raus." Dann sind wir zu mir gefahren.
Der f�hrt wie 'n Verr�ckter.
Der gibt Vollgas. Genauso ist er im Bett.
Perfekter Schwanz, wie ich sie liebe. Wie im Comic, du wei�t schon.
Ja, ich glaube schon.
Ficken ist sein Ding. Er beherrscht sich, aber kommt auf seine Kosten.
Nur mit dem Schwanz, kein Getue.
Ich war sowieso schon echt feucht.
Er fand sofort den richtigen Rhythmus. Von selbst.
Er besorgte es mir, obwohl er besoffen war.
Er genoss es und ich hatte so was nie erlebt.
Er schob ihn so lange in mir vor und zur�ck... ich triefte schon.
Pl�tzlich h�lt er inne, dreht mich um und nimmt mich von hinten.
Ohne zu fragen. Ich wollte es ja, der merkt alles.
Das Klatschen seiner Eier gegen meine Muschi...
Ich lie� los, er auch, paff, lagen wir auf der Erde.
Da sind wir beide explodiert, so was von.
St�hnt
Morgens war ich wieder n�chtern, verstand ihn aber immer noch nicht.
Ich wollte nur eins: sofort noch mal.
Das ging wochenlang so. Der machte mich so geil.
Ich dachte an nichts anderes mehr. Aber so was f�hrt zu nichts.
Das ist 'ne echt harte Droge.
Ich will das nicht mehr, ich verzichte, ehrlich.
Hey, hier geht's lang. Kommst du?
Hallo?
Ruhige Musik mit Gesang, Messerwetzen
Metallgeklapper
Gott, was ist das? Ich hasse so was!
Das Reh, das sie plattgemacht hat.
Der wird ausgenommen und zerlegt, ein sch�ner Bock, sicher 25 Kilo.
(Jean-Marc) Wir haben dein Auto geholt. Morgen beheben wir das.
Ich mache Ihnen nur Umst�nde.
Machen wir doch gern.
Die Arbeiten am Haus sind so gut wie abgeschlossen.
Zaza hat f�r Juli bezahlt und einen Vorschuss f�r August.
Wir schulden dir ein paar Tage. Sag, wenn wir kommen sollen.
Danke, ich fahre morgen nach Paris zur�ck.
Nach der Beerdigung. Ich habe eine Todesanzeige aufgegeben.
Ich kenne ihre Freunde nicht. Ich wei� nicht, wer kommt.
Vielleicht will einer das Haus. Bestimmt. Da passen 17 Leute rein.
17? Klar.
(Mann) Was redest du da?
Tag. Guten Tag.
Hallo.
Hallo. - (Mann) So ein Quatsch.
Wollt ihr schon weg? Habt ihr gegessen? Nein, dort.
Das ist Caroline, Zazas Tochter. Kamil, mein Sohn.
Hallo. Hallo.
Setz dich. Dreh ihnen den R�cken zu.
Willst du was trinken? Ja.
Wie findest du den Wein?
Ich hatte erst einen Schluck. Nicht drauf geachtet.
Ach so, ja, verstehe.
Der Winzer ist ein Freund von mir. Alain.
Doch, schmeckt gut.
Ja. Genau wie er.
Klirren der Eisw�rfel
Ich trinke den immer so, nicht wundern.
Mm.
�brigens trinke ich nur Wein.
Auf den Festen gibt es meist keinen. Darum bringe ich meinen eigenen mit.
Zwei Flaschen habe ich mit: eine mit Wein, die andere mit Eiswasser.
Durch die Sommerhitze l�st sich das Eis auf
und ich habe den ganzen Abend kaltes Wasser.
Einmal hatte ich vorher so viel getrunken,
dass ich versehentlich nur Wasser mitnahm.
Als ich da war, kam ein Typ auf mich zu.
Sah aus wie 'n Rocker. Nicht mehr der J�ngste, aber s��.
Er sagt zu mir: "Komm mit, ich wei�, was du brauchst."
Ich fand ihn sympathisch. Au�erdem kann ich mich wehren.
Ich gehe nie ohne Schere und Messer aus, hier.
Da ich nicht fahre, lasse ich mich heimbringen.
Ist mal 'n One-Night-Stand dabei, aber oft Idioten.
Ich passe auf. Die Schere ist, falls das Messer nicht aufgeht.
Bei Alain brauchte ich nur den Korkenzieher vom Messer.
(glucksend) Na ja...
Am Auto machte er den Kofferraum auf. Was war drin? 'ne Kiste Wein.
Ohne Wein f�hrt der gar nicht los.
Er erz�hlt von seinen Weinst�cken.
S��. Er war ganz euphorisch, gab mir K�sschen wie ein kleiner Bengel.
Sie kichert
K�ssen musste ich ihm erst beibringen. Tat ich gern.
Als ob er das erste Mal k�sste, das hat mich so erregt.
So war ich mit 15. Ich griff ihm ans Gem�cht.
Er war gut best�ckt. Noch nichts hart, aber bestimmt bald.
Mir wurde schon ganz hei�, Zeit f�rs Vorspiel.
Ich schleppe ihn auf den Bouleplatz und fange an ihn zu lecken.
Und? Gar nichts.
Und das, obwohl ich ein Naturtalent bin. Zumindest sagen das die M�nner.
Was nun?
Ich schiebe meine Hand unter sein Hemd nach dem Motto:
"Fangen wir noch mal bei Null an."
Als ich seine Brustwarze ber�hre, wird sein Stab hart wie Stahl.
Ich dachte: "Super, komme ich doch auf meine Kosten."
Ich packe seinen Schwanz, der Hammer! Normal, aber m�chtig.
Ich hole ein Kondom aus meiner Tasche...
Schon wieder schlaff.
Pattie lacht
Dieser verdammte Alain, ich liebe ihn.
Er nervt, ist aber ein Schatz. Den muss man austricksen.
Aber wieso erz�hlen Sie mir... erz�hlst du mir das alles?
Damit du wei�t, woher der Wein ist.
Genussvoller Trinklaut
Mmh.
Wieso gibt es denn drei Dorffeste? Es ist doch nur ein Dorf.
(Jean-Marc) Es ist kein richtiges Dorf. Es sind mehrere Weiler.
Das erste Fest ist in dem, der am weitesten weg ist.
Die zwei danach finden im Hauptweiler statt, der ist am n�chsten dran.
(Roland) Genau. Aha.
Dann ist die Musik von deinem Haus aus zu h�ren.
(Roland) Man muss seine Kr�fte gut einteilen,
damit man beim letzten Fest noch fit ist.
Mal ist das erste, mal das zweite oder dritte am besten.
Am besten ist es mit einem Gewitter �ber dem Tal.
Du h�rst es donnern, immer wieder, und dann: nichts.
Das sorgt f�r eine noch prickelndere Atmosph�re.
(Paulo) Da tanzen sogar die Pariserinnen. - (Jean-Marc) Genau.
Ja, ist bestimmt sch�n, so ein Dorffest.
Grillenzirpen, Tanzmusik
Schritte
Grillenzirpen, Tanzmusik aus der Ferne
Kommst du mit oder setzen wir dich ab?
Ich bin m�de und m�chte nach Hause. Danke f�r alles.
Gut, wir bringen dich.
Na los.
Hupen
Grillenzirpen, sehr leise Tanzmusik aus der Ferne
Metallenes Ger�usch, Schl�sselklirren
Lautes T�rger�usch
Lichtschalter-Ger�usche
Schl�ssel-Ger�usch
Schlaf gut, Maman.
Bedrohlicher Basston
Ventilator- und Lichtschalter-Ger�usch
Bedrohlicher Basston
Das gibt's ja wohl nicht.
Ungl�ubiges, k�nstliches Lachen
Lachen, bedrohlicher Basston
Leicht hysterisches Lachen
Das kann nicht sein, das ist ein Witz!
Leises Lachen
Bedrohlicher Basston
Bedrohlicher Basston, einsetzende spannungsvolle Musik
Maman?
Grillenzirpen, Titelthema
Vogelrufe
Basston
Sie atmet hastig
Titelthema
Sie atmet h�rbar
Wo bin ich hier blo� gelandet?
Selbst tot nervst du mich noch mit deinen Eskapaden.
(fl�stert) Stimmt's, Maman?
Vogelzwitschern
Sie atmet h�rbar
Dynamische E-Gitarrenmusik
Sie klopft
Pattie?
Ach... Hallo, Martine.
Caroline. Ach, klar.
Ich kann mir keine Namen merken. Entschuldige, Caroline.
Ich bin gerade erst gekommen. Halb verdurstet, ich musste zu Fu� gehen.
Kaffee? Nein, sp�ter.
Maman ist verschwunden. Die Leiche von Isabelle, Zaza, ist weg.
Als ich gestern Abend kam, war sie nicht mehr da. Im Ernst?
Ach, du Schei�e. Wie kommt das denn?
Diese Nacht war eh seltsam. Mir ist was Merkw�rdiges passiert,
schon fast mystisch, wie ein Traum, von Zaza.
Echt irre... Aber wir gehen jetzt telefonieren, ich erz�hle sp�ter.
Wind
Da ist die Stelle. Hier hast du Netz.
Die Leichenbestatter pennen sicher noch.
Die Bullen sind eh zu nichts nutze.
Und welche Nummer w�hle ich? 16? 18?
Die von der Gendarmerie: 17. Okay, mache ich.
Hallo? Ist da die Polizei?
Die Gendarmerie, meine ich ja.
Meinen Namen? Caroline Montez.
Ja, also, es geht um eine...
eine...
(unsicher) Vermisstenanzeige?
Gewaltsam? Nein, gar nicht, nein.
Also, die vermisste Person ist...
Die Leiche meiner Mutter ist verschwunden.
Ich bin 42, wieso fragen Sie?
Was? Nein! Ich mache keinen Spa�.
Ich... (verwundert) Wo ich wohne?
Bei meiner Mutter, aber...
Die Adresse? Ja, Fond in extremis.
Auf Okzitanisch? Habe ich vergessen. (fl�sternd) Fount estremiero.
Ach ja: Fount estremiero.
In zwei Stunden? Ja, ist gut.
Nein, nein, ich gehe nicht weg. Und ich fasse nichts an. Bis dann.
Die Polizei kommt nachher. Die Gendarmen. Gehen wir?
Ich bringe dich auf andere Gedanken.
Ich war nicht wie sonst,
machte mir Vorw�rfe, da du allein warst mit Zaza.
Ich dachte: "Ich gehe heim, solange ich noch fit bin."
Obwohl ich eine nette Begegnung hatte: braunhaarig, um die 50.
Ein Spanier mit Zigarre. Sein Name ist Jes�s.
Krass: mit Jesus schlafen. Aber mir war nicht danach.
Ich liebe Sex, aber wenn ich keine Lust hab...
Also hab ich die Bar verlassen... und Jesus.
Dann suchte ich die Jungs. Sch�n hier, was?
Die waren weg.
Ich gucke, ob einer von ihnen im Wagen schl�ft, und was sehe ich?
Jean-Marc und Paulo v�geln auf der R�ckbank eine Pariserin.
Bei so was st�re ich nicht.
Es war eine laue, helle Nacht. Ich hatte Lust, zur�ck zu laufen.
Rauschen des Bachs, Vogelgezwitscher
Aber nicht gucken.
Ja, gut.
Bei Frauen bin ich echt verklemmt.
Bei Sexpartnern gar nicht.
Vielleicht weil ich zu geil auf die bin.
Keine Ahnung... Mit M�nnern mache ich's wie im Porno,
komme gleich zur Sache, beim ersten Treffen.
Am liebsten bei voller Beleuchtung. Ich mag es,
wenn man alles von sich zeigt und sieht, das macht mich an.
Jauchz-Laute von Pattie
Seufz- und Jauchz-Laute
Laute und Lacher von Pattie
Leisere Laute
Pattie st��t einen Seufzer aus
Ich hatte gestern zu nichts Lust, nur zum Spazierengehen.
Irgendwas zwang mich richtig zum Gehen. Seltsam.
Gut, ich war stockbesoffen.
Erst kam ich mir vor wie Bambi,
dann wie eins der sieben Gei�lein, in den Bergen ganz allein.
Ich war v�llig verloren.
Ich wusste nicht, was ich da zu suchen hatte.
Und auf einmal kam ich an so eine gro�e Lichtung.
Ich stand da und sah mich um... da waren �berall Pilze.
Ganz komische, die sahen aus wie Schw�nze.
Ich schw�r's dir. Und ich kenne mich aus mit Pilzen.
Ich lie� mich ins Gras fallen. Das war so sch�n weich,
lang und glatt, wie gek�mmt, wie die Haare einer Puppe.
Ich weinte, ich wei� nicht, wie lang. Ich konnte nicht aufh�ren.
Ich habe alles aus mir raus geweint.
Hinterher war ich wie gereinigt.
Ich stand wieder auf. Und da...
Ich schw�r's dir, nur zehn Meter entfernt stand wer?
Zaza.
So wie eine Erscheinung. Sie hat mich angesehen und gel�chelt.
Ich wollte mit ihr sprechen: ging nicht, wie in einem Albtraum.
Und pl�tzlich, da... schwand sie dahin.
Sie ist verschwunden. Was das wohl bedeutet?
War das wirklich eine Erscheinung oder... Eindeutig.
Sie war durchsichtig und schwebte. So 'ne Art Halluzination.
Und wei�t du...
Es ist fast, als h�tte Zaza auf dich gewartet, um von uns zu gehen.
Rauschen des Bachs, Vogelgezwitscher
Erz�hlst du eigentlich jedem deine Geschichten oder nur mir?
Das mache ich nach Gef�hl. Bei dir f�hlt sich's gut an.
Wie war's bei meiner Mutter?
Ob ich ihr meine "Dorffest-Abenteuer" erz�hlte?
Ja, sie hat alles zu h�ren gekriegt.
Das brachte sie zum Lachen.
Hat sie dir auch ihre Geschichten erz�hlt? Ja, manchmal.
Nicht, dass ich die h�ren will.
Ich wei�, meine Mutter war sehr... abenteuerlustig. Ja.
Obwohl, ich w�rde eher sagen, freiz�gig.
Aber sie war echt nett. Das war sie wirklich.
Und wir hatten viel Spa�.
Leises Lachen
Sie sagte, wir sollten ein Buch schreiben,
so viele Geschichten w�ren es.
Sie wusste auch schon den Titel: "21 N�chte mit Pattie".
Wie... Wieso denn gerade 21?
Wei�t du das nicht? Das ist die beste Karte im Tarot. Ah.
Pattie lacht
Knipsen eines Fotoapparats
Drau�en kr�ht ein Hahn
(Polizist) Mach auch welche vom Bett.
(Polizist) Wir haben keine Zeit,
die Entscheidung der Staatsanwaltschaft abzuwarten.
Es handelt sich wohl kaum um ein Verschwinden
und eine Leiche ist nicht ewig haltbar.
Ich mache eine Voruntersuchung. Voruntersuchung?
Ich fange an zu ermitteln. Verlassen Sie das Tal nicht.
Kommen Sie am Montag f�r Ihre Aussage.
Vielleicht nur ein Spa�. Aber der Fall gibt R�tsel auf.
Was vermuten Sie?
Es gibt da... mehrere M�glichkeiten.
Vielleicht liegt der Grund in der Familie?
Ohne Tote gibt's nichts zu erben.
Ich habe keine Geschwister, kenne nicht mal meinen Vater.
Da ist der Totenschein, meine Mutter ist tot.
Ohne Leiche entscheidet das Gericht, aber das kann dauern.
Oder ein heimlicher Liebhaber will die Beerdigung ganz f�r sich allein.
Aber davon wissen Sie wahrscheinlich nichts.
Nein, wei� ich nicht.
Darf ich ganz offen sein? (z�gerlich) Ja.
Also... es ist selten... aber das gibt es.
Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Es k�nnte ein Nekrophiler sein.
Die entlocken Bestattungsunternehmen die Infos, die sie ben�tigen.
Ein Liebhaber kann zum Nekrophilen werden.
Unter gewissen Umst�nden.
Er findet sich nicht mit ihrem Tod ab, also isst er sie.
So kann er sie f�r immer bei sich behalten.
Es gibt noch die sexuelle Form.
Liebhaber oder nicht, das ist Nekrophilie.
Verstehen Sie? Ja. Ja, ich denke schon.
Mich irritiert, dass die Leiche weg ist.
Normalerweise agieren Nekrophile im Affekt, vor Ort.
Sie konsumieren und verschwinden, sobald sie satt sind.
Wir haben es eher mit einem Romantiker zu tun.
Das w�re am wahrscheinlichsten:
der Liebhaber, der wusste, wo der Schl�ssel liegt.
Sie verstarb, w�hrend sie schlief? Ja.
Ich befrage noch die Putzfrau. Pattie, ja? Ja.
Und weiter? Ich wei� nicht. Macht nichts.
Ich werde mich unter den radikalen katholischen Splittergruppen umh�ren.
Am 15. August ist Mari� Himmelfahrt.
Da ist ganz sch�n was los.
Hier sagt man: "An Himmelfahrt ist alles wieder gut oder nichts mehr."
(Polizist) Die Jungfrau Maria
bestimmt an dem Tag �ber unser Schicksal.
T�r f�llt ins Schloss
Leiser Skype-Anrufton
(Manuel, spanischer Akzent) Endlich. Alles gut?
Ich muss dich sprechen, ohne die M�dchen.
Hier gibt's kein Telefonnetz.
Warte. Holt mal die Zigaretten aus dem Auto, ja?
(Louise) Ich will sie auch sprechen. - Tut, was ich sage!
Ganz der Spanier, hm?
Katalane.
Was ist los? Mamans Leiche ist verschwunden.
Als ich ankam, habe ich sie noch gesehen.
Ich erkannte sie kaum.
Abends war ich bei Nachbarn, die Maman kannten.
Etwas schr�g, aber nett.
Als ich zur�ckkam, war die Leiche weg. Was redest du? Was?
Sagte ich doch gerade. Die Polizei ermittelt jetzt.
Dann komm her w�hrenddessen. Ich muss Montag aussagen.
(sanft) Und danach komme ich. Ihr fehlt mir.
Die Nachbarn sind wirklich supernett.
Das Haus ist riesig, ich wei� nicht, was sie damit wollte.
Umgeben von W�ldern, wundersch�n. Ja, ja.
Und da l�uft ein Leichendieb herum?
Was sagen die Bullen? Ein aufgel�ster Liebhaber,
der nicht von ihr loskommt. (Manuel) Aufgel�st?
Er kann nicht aufh�ren zu weinen.
(Manuel) Du meinst wohl, das war so ein Flennweib.
(Manuel) Oder was?
Ich mache mir Vorw�rfe.
(Manuel) Ich habe dich unter Druck gesetzt. Reden wir noch mal in Ruhe.
Bitte...
komm bald wieder, ja?
(Manuel) Okay? Ja.
Schritte
Wie ist das Haus der Oma, die wir nicht kennen?
Ja, bitte zeig uns mal das Haus.
(Kinder) Wow! - (Manuel, bewundernd) Ah...
(Louise) Super! - (Nora) Oma ist tot, jetzt kriegen wir es.
�h, wir?
Ja, das stimmt.
Es geh�rt uns allen. Vielleicht kauft es ja auch einer.
Meine Lieben, bis bald. Kusslaut
K�sschen. - K�sschen.
Skype-Auflegton
Sie seufzt
Grillenzirpen, Vogelgezwitscher
Sie atmet tief
Ich finde dich schon, Zaza.
Leitthema mit langsamen Gitarrenkl�ngen
Rauschen der Bl�tter im Wind, Leitthema
Jauchzen
Lachen
Huh!
Sie prustet
Vogelgezwitscher
Sie schnuppert
Laute wie von Bauernhoftieren
Hallo! Ach, hallo.
Hast du gebadet?
�h, ja. Sie lacht verlegen
Der Weg war schattig. Ich dachte, bei der Hitze trockne ich schnell.
Sie schnuppert
�h... Was riecht hier eigentlich so, �h...?
Die Pilze. Wenn die alt werden, stinken sie nach Aas.
Lust auf 'nen Kaffee? Einen Kaffee? �h, jetzt sofort?
Das wird zu sp�t. Ich habe mich verirrt.
Wohnst du da? Nur im Sommer.
Jagst du damit? Nicht wirklich, nur aus Spa�.
Hat mir Zaza zum 18. geschenkt. Ah.
Der Weg da f�hrt zur�ck ins Dorf. Ah... okay. Danke.
Tierlaute
Grillenzirpen, Vogellaute
Monsieur?
Schrecklaut
Guten Tag, Madame.
Ich bin hier doch am Haus von Isabelle Winter? Ja.
Ich war ein Freund von Isabelle.
Aber die Beerdigung wurde verschoben?
Ich bin Caroline, Isabelles Tochter.
Herzliches Beileid, Caroline.
Ich kannte sie nicht sehr gut, wissen Sie.
Ich bin Jean. Hat sie nie von mir erz�hlt?
Nein. Sie hat mir nie irgendwas erz�hlt.
M�chten Sie was trinken? Tee?
Das w�re nett. Aber keine Umst�nde. Ein Glas Wasser?
Schl�sselklirren
Leises Gl�serklirren
Waren Sie schon mal hier? Nein, das ergab sich nie.
Er seufzt
Atmet tief ein
Er seufzt
Das ist wirklich seltsam.
Im Zug zwischen Narbonne und Carcassonne
betrachtete ich die h�gelige Landschaft...
und musste sofort an die Toskana denken.
Die Toskana wiederum erinnert mich an Isabelle.
Sie liebte die Grazie und die Eleganz der Zypressen.
"Die B�ume der Nacht", sagte sie.
Zu Beginn des Sommers hatte sie gesagt:
"Wenn du im August hier bist, besuch mich: 'la Montagne noire'."
Also rief ich sie an, aber es ging nie jemand ran.
Und da sie mir keine genaue Adresse gegeben hatte...
Ich war im Geiste woanders,
als der Zug in einen winzigen Bahnhof einlief.
Der Mann neben mir stieg aus
und �berlie� mir seine Zeitung, "Le Monde".
Der Zug f�hrt weiter...
Ich bl�ttere die Zeitung durch und sto�e auf ihren Namen.
Da stand er, in einer Todesanzeige: Isabelle Winter.
Das Blut gefror mir in den Adern.
Und pl�tzlich war die Landschaft eine ganz andere.
Vorbei die Toskana.
Ich war wie erstarrt und konnte es nicht fassen.
Die Beerdigung sollte am Nachmittag stattfinden in Castans.
Ich musste es einfach wissen.
Also mietete ich diesen Roller und kam direkt hierher.
Sind Sie Schriftsteller? Ein Zimmer hat Maman "Schreibzimmer" genannt.
Vielleicht hatte sie es ja Ihnen zugedacht?
H�rbares Schmunzeln wird zu leisem Lachen
Er atmet h�rbar
Ja, ich bin Schriftsteller. Ah...
D�rfte ich Isabelle noch einmal sehen?
�h, wissen Sie...
Ich f�rchte, das geht nicht.
Ich wei� nicht, wie ich es sagen soll, aber...
Verlegenheits-Lachen Sie ist weg.
H�rt sich komisch an, ich wei�, aber so ist es.
Ich meine, ihre... die Leiche von Maman, Isabelle, ist...
Sie ist verschwunden.
Ja, ich wei�, das ist... verr�ckt, das ist, �h...
...unglaublich.
(st�hnend) Oh...
Wie ist denn so etwas m�glich?
Darf ich mal sehen?
T�rger�usch
Nichts anfassen, ja?
Hier hat sie gelegen.
Und die Polizei war hier? Ja.
Was sagen die denn?
Ein heimlicher Liebhaber, der nicht von ihr loskommt.
Ist das nicht ein bisschen an den Haaren herbeigezogen?
Er atmet tief und h�rbar
Er seufzt tief
Mein Gott...
Er atmet tief aus
(ungl�ubig) Ein makabarer Scherz.
(bebend) Ein Verr�ckter? Ist ja furchtbar.
Leise einsetzende langsame Musik
Titelthema, spannungsvoll
Haben die Gendarmen schon alles durchsucht? Ja.
So ein gro�es Haus f�r jemanden, der so viel reiste wie sie.
Es war ihr sicherer Hafen.
Eine Insel. Hier konnte sie niemand sehen.
"Isabelle, die Geheimnisvolle", selbst nach ihrem Tod.
Als wolle sie uns auffordern, ihr zu folgen, immer weiter und weiter...
Hallo!
D�rfen wir in den Pool? Sonst durften wir das.
Ja, aber sicher, Camille.
Kamil. Das ist arabisch.
Ach so, entschuldige, Kamil.
Das ist Patties Sohn.
Sie k�mmerte sich um das Haus, wenn Isabelle weg war.
Wohnen Sie ganz allein in dem Haus? Ja.
Macht Ihnen das keine Angst?
Nein.
Ich habe ja nette Leute um mich herum.
Wenn Sie wollen, bleibe ich ein, zwei Tage, bis alles gekl�rt ist.
Ich h�nge... hing sehr an Isabelle.
Ehrlich gesagt fiele es mir schwer, schon wieder abzureisen.
Sicher, das verstehe ich.
Ich wohne im Schriftstellerzimmer, aber wir finden eins.
Ein Divan reicht mir. Ich sehe nach.
Ich st�re Sie auch nicht.
(M�dchen) Aber nicht reinpinkeln. Es lacht
(Junge) Die darf nicht nass werden. - (M�dchen) Dahin.
(M�dchen) Rein? - (Junge 1) Hast du was zu trinken?
(Junge 2) Ich will auch einen Pool. - (M�dchen) Ja, bei der Hitze.
(Junge 1) Ne, das ist schon warm. Gib mal den iPod.
(Junge 1) Hast du Trinken? - (M�dchen) Klar.
(M�dchen) Kriege ich auch einen Schluck?
(Junge) Nix. - (M�dchen) Sei nicht so, gib mir was.
Sie st�hnt leicht
Aha, Jean... Jean...
Jean, und weiter?
Jean Genet bestimmt nicht, der ist tot. Jean Giono auch...
Jean Cocteau? Auch tot.
Jean-Jacques Rousseau war noch fr�her.
J. M. G. Le Cl�zio: tot.
Oder?
Von wegen, der lebt.
Le Cl�zio.
"Die materielle Ekstase".
"F�r Isabelle. Jean Marie Gustave Le Cl�zio im M�rz 1971."
Laut des Erstaunens
(leise von drau�en) Caroline ist im Haus.
(Jean-Marc) Bist du ihr Vater? Nein, ein Freund ihrer Mutter. Jean.
(Jean-Marc) Jean-Marc. Kommst du f�r die Beerdigung?
Ja. Obwohl es eher ein Zufall war.
(Jean-Marc) Dann wei�t du es schon? Ja. Sie meinen...
(Jean-Marc) Dass Zaza entf�hrt wurde.
Zaza? (Jean-Marc) Isabelle.
Entf�hrt, sagen Sie? (Jean-Marc) Ja, sicher.
(Jean-Marc) Oder meinen Sie,
'ne Tote verschwindet durch 'ne abgeschlossene T�r? Nat�rlich nicht.
Sie seufzt
(von drau�en) Wohl jemand, den sie kannte.
(Jean-Marc, von drau�en) Jemand wie du und ich.
Jean.
Le Cl�zio.
(Jean-Marc) ... bevor das Gewitter kommt.
(lachend) Von wegen.
Dynamisches, rockiges Lied mit Gesang
(Junge) Guckt mal, k�nnt ihr das? Gel�chter
(M�dchen) Was soll das denn?
H�tte ich das gewusst, h�tte ich ihn am Bahnhof abgeholt.
Zaza hatte nie Besuch, auch nicht von Verwandten. Wundert mich nicht.
Kennst du ihn? Sein Name ist Jean.
Jean? �hm, nein, sagt mir nichts.
Und mit Nachnamen? Sagte er nicht.
Will wohl anonym bleiben. Er ist Autor.
Ist er ber�hmt? Schon m�glich.
Wie sieht er aus? Als er jung war, war er bestimmt sch�n.
Und Charme hat er.
Er bleibt ein paar Tage. Das mit der Leiche hat ihn mitgenommen.
Waren die Gendarmen bei dir? Ich war keine Hilfe f�r die.
Ich war total fertig, als die kamen.
Sie lacht Andr� war zum Gl�ck gerade weg.
Andr�... der J�ger? Ja.
Ich denke, den triffst du nicht mehr? Ja, aber was soll ich machen?
Er hat mich einfach �berrumpelt.
Ich machte gerade das Rehragout.
Er wei�, dass er nicht mehr kommen soll, ich war auch sauer.
Er fing an zu quatschen.
Er komme mich ja nur abholen zum Boule-Spielen.
Idiot, der merkt das nicht mal. Ich musste lachen und es war vorbei.
Ich stand in der K�che, schwitzte leicht, der Dampf, meine Sch�rze...
Ich trage im Haus nie Slips, wenn es so hei� ist, das wei� er.
Au�erdem hat er einen so langen "Zauberstab".
Da reicht es, den Arsch hinzuhalten, und ab geht's.
Ich wei� nicht wieso, aber ich kam nicht.
Gar nicht, null. Kenne ich gar nicht.
Zum ersten Mal...
hab ich's vorget�uscht.
Ich wusste gleich, irgendwas war anders.
Aber das habe ich nicht erwartet.
Vielleicht brauchst du endlich Liebe?
Liebe? Ach, n�... Nein, danke.
Sklaverei. Beim Sex wei�t du, was dich in den 7. Himmel schie�t:
der richtige Schwanz.
Liebe macht dich abh�ngig und du wei�t nicht wovon.
Gut, ich bin s�chtig nach Schw�nzen.
Aber das st�rt mich immer erst danach. Und ich mache Pausen.
In der Liebe machst du's st�ndig, anfangs.
Dann ist die Luft raus, du hast nur noch Probleme.
Oder der Typ verl�sst dich. Eifersucht ist schrecklich.
Der Letzte, in den ich verliebt war, ist Kamils Vater.
Ein Musiker aus Marokko.
Er wollte wieder in die Heimat.
F�r mich kam das nicht infrage. Keine Bar... keine Pattie.
Ich muss erst gar nichts vort�uschen.
Was sagst du?
Ich habe keine Lust auf Sex.
Weder mit meinem Mann, obwohl er genau zu mir passt...
noch mit sonst wem.
Und zwar schon seit Jahren.
Seit der Geburt unserer M�dchen.
Vielleicht war es schon immer so.
Als sei ich frigide.
So f�hle ich mich.
Streichelst du dich manchmal? Ansatz eines Lachens
Hast du erotische Tr�ume? (drucksend) Nicht oft.
Und �ngste? Ja.
Ich tr�ume oft, dass man mich entf�hrt. Und sind das Typen?
Ich glaube schon, ja.
Irgendwelche Schatten. Kaum zu erkennen.
Das geht vorbei.
Gut.
Wo ist der Schreiberling?
60, gut aussehend, der geh�rt mir.
Lachen
Gibt auch versaute Intellektuelle.
Jedenfalls... sollte ich das Genre wechseln.
Atmer
Ich hole ihn gleich, ich glaube, er schl�ft.
(Alain) Hey!
Flaschenklirren
Hallo, Pattie. Hallo, Jungs!
Alain. Caroline lacht verlegen
Hallo.
Tag. Hallo.
Na, alles gut, Charlie? (Charlie) Ich hab's im R�cken...
(Alain, leise) Hat es die Jugend nicht gut? Den ganzen Tag am Pool.
"Meine Schwester, mein Kind...
Denk dir, wie lind w�r es, dorthin zu entweichen.
Liebend nur seh'n...
(br�chige Stimme) Liebend vergeh'n...
in L�ndern, die dir gleichen."
Setzt an
"Der Sonnen feucht..." (laut) Jean?
Wir... essen jetzt!
(ungehalten) Ich komme!
(Alain) So guten Wein findest du zu dem Preis nie. Probier.
(Paulo) Wenig. - (Alain) Na?
(M�dchen 1) Wasser? - (Alain) Gut.
(alle anerkennend) Ah!
(Charlie) Was hat sie da gezaubert?
Hopp! (freudig) Ah!
�hm, Jean! (Jean-Marc) Hallo, Jean.
(alle) Hallo! Hallo zusammen.
(Paulo) Ein Freund von Zaza.
(Alain) Nie gesehen.
Ich bin Pattie.
Ah, freut mich.
Danke, f�r mich nicht.
Wasser?
Vielen Dank. Etwas Ragout?
Nein. Ich nehme nur eine Kartoffel. Ich bin Vegetarier.
Und appetitlos.
Gespr�che im Hintergrund
Er seufzt
Caroline?
Angestrengter Laut
Danke.
Wir m�ssen herausfinden, wo Isabelle ist! Wei� keiner was? Unfassbar!
Hm.
Da macht so ein Dreckskerl gerade...
Gerade was?
Ein Liebhaber kam nicht von ihr los laut den Gendarmen. Was wissen die?
Vielleicht ein Nekrophiler. Verzeihen Sie, Caroline,
aber anders als Vampire gibt es diese Monster.
Das sagt der Gendarm auch. Was sind Nekro... wie hei�t das?
Verr�ckte, die nur mit Leichen Sex haben.
Oh, wie kann man nur...
Sich an dem Leichnam einer Frau schamlos zu befriedigen,
das macht mich krank!
(br�llt) Das macht mich wahnsinnig!
Na...
Er atmet h�rbar
Pfeifen
Er seufzt
Ich find's schmeichelhaft, nach dem Tod noch begehrt zu werden.
Vielleicht w�rde ich mir das gar w�nschen.
Jedenfalls verstehe ich diesen Nekro-Dingsda.
Zaza war sch�n, der h�tte sich nie getraut, sie anzusprechen.
Der dachte: "Das ist meine Chance!"
Manche geben ihren K�rper der Wissenschaft.
Ich lieber einem sch�nen Mann. Typisch deine Schwester.
(Jean-Marc) Die lass mal. Im Grunde sind Nekrophile Romantiker.
Eine tote Prinzessin.
Um mich zum Leben zu erwecken, muss er mehr k�nnen als k�ssen.
Allgemeines Gel�chter
Sie sind romantisch, glaube ich. Hm. Wer wei�...
M�dchen lacht
Vielleicht, weil ich schon halb tot bin. So wirken Sie nicht.
Erkl�re ich dir sp�ter.
Jedenfalls haben Sie einen gro�z�gigen, weiten Horizont.
Den braucht man auch,
um diese Form der ultimativen, schlimmsten Perversion zu begreifen.
Einen freien Geist wie den Ihren trifft man nur allzu selten.
Egal, wo sie ist: Zaza ist gl�cklich, ganz sicher.
"Wo sie ist"? Sie meinen, "wer bei ihr ist"?
Bei Gott! Ich mag gar nicht daran denken!
(sanft) Nicht eifers�chtig sein.
Wer, ich? Jedenfalls... sollte der "Nekro-Typ" noch in der Gegend sein,
schnappe ich ihn mir. Die Spinner fliegen auf mich, alle.
Romantiker und Perverslinge.
Zaza ist am K�cheln, wie in "Kannibalen 3".
Allgemeines Gel�chter
Einsetzende Musik aus der Ferne
(Alain) Das Fest f�ngt an!
Musik, Gel�chter, Unterhaltungen
Erst spielen sie Musik f�r die Alten, toll.
Bist du ein guter T�nzer? Allerdings!
Genau, man muss das Leben genie�en.
Der ist n�mlich gut, der Wein. Alain macht ihn.
Gel�chter, Unterhaltungen
(Paulo) Bin zu alt. - (Jean-Marc) Die Alten gehen.
Deine Musik. (Alain) Bin zu betrunken.
Ich find's gut. (Jean-Marc) Zu modern f�r uns.
Sie waren nicht nur mit meiner Mutter befreundet,
mit Isabelle, stimmt's?
Kann ich darauf vertrauen, dass meine Antwort unter uns bleibt? Ja.
Ja, wir hatten ein Verh�ltnis.
Wir sahen uns nicht oft, ich war damals viel unterwegs. Maman auch.
Ich wuchs bei den Gro�eltern auf.
Ohne Mutter, oder so gut wie.
Und ohne Vater. Ich war nicht gewollt.
Das habe ich nicht gewusst.
Isabelle sprach nie �ber ihr anderes Leben.
Wenn wir uns trafen, lebten wir...
im Moment, voll und ganz.
Tanzmusik, Stimmen im Hintergrund
Entschuldigung.
Hat man Ihnen mal gesagt, dass Sie �hnlichkeit haben mit Le Cl�zio?
(Mann) ...extra ein neues Kleid gekauft.
Heute Abend w�re ich lieber ein Mann wie jeder andere auch. Ah!
Gesang im Hintergrund
Verzeihen Sie, dass ich mich so aufgeregt habe vorhin.
Aber... wir m�ssen Isabelle unbedingt finden, und zwar schnell.
Aber nat�rlich.
Gesang im Hintergrund
Musik und lauter Gesang
Na los, auf geht's, ihr beiden.
Anfeuerndes Klatschen
Oje, ich wei� nicht... Die machen nur Spa�.
Ich wei�, aber... Ich verzichte heute.
Ich bin m�de, ich gehe zu mir.
Ich verstehe. Ich begleite Sie. Danke, nicht n�tig.
Sicher? Glauben Sie mir.
Los, Jean. Suchen wir nach dem Monster?
Musik und Gesang
Jubel
Neues Tanzlied
Tanzlied
Sie wollen schon gehen?
Es f�ngt doch gerade erst an.
Darf ich Sie einladen? Danke, aber ich werde erwartet.
Der Gl�ckliche.
Tanzmusik
Schl�sselklirren
Skype-Anrufton
Laute Ger�usche Manuel!
(Manuel) Na? R�tsel gel�st? Was ist nun mit deiner Mutter?
Wir wissen noch nichts. Wie geht's den M�dchen?
(Manuel) Gut, die sind hier. - (Nora, Louise) Hallo, Maman!
Na, ihr? (Manuel) Wann kommst du nun?
Montag, nachdem ich bei der Polizei war. Das hoffe ich. Fahr vorsichtig.
Warte kurz...
Sieh mal hier.
Na, wer ist das?
Kann ich nicht erkennen. Wer?
Le Cl�zio! Der Autor! Der wohnt hier bei mir. Also...
Es ist so laut hier, ich verstehe kaum was. Le Cl�zio! Der Autor.
Der ist heute gekommen. Er und Maman waren verliebt.
Hey, Caroline... komm mal wieder runter.
(Manuel) Bist du betrunken? Etwas, aber das hat damit nichts zu tun.
Maman ist ihm '71 begegnet, ein Jahr danach kam ich, unglaublich.
Heute Nachmittag sagst du, die Leiche deiner Mutter ist weg,
und nun erz�hlst du mir, dein Vater ist der ber�hmte Le Cl�zio? Nein!
Manuel st�hnt
(Manuel) Also ehrlich, Caroline. Wo bist du denn?
He? Sag schon.
(Manuel) Ist wer bei dir? - (Louise) Papa!
Geh bitte schlafen, ja?
(Manuel) Das ist das Beste. Okay? Wir reden morgen dar�ber.
(Manuel) Da geht's dir besser. Du bist so bescheuert!
Leise Musik aus der Ferne
Ist doch unglaublich.
Musik und Gesang t�nen herein
Vogelrufe
(br�llt panisch) Maman!
Sie st�hnt
Titelthema setzt ein
Grillenzirpen
(laut) Jean?
Weiter Titelthema
Laut des Erstaunens Es gibt den "Phallus impudicus"!
Die Pilzart aus der Familie der gemeinen Stinkmorchel
bildet im Anfangsstadium eine eif�rmige Knolle.
Fruchtk�rper in Mitteleuropa von Fr�hsommer bis Herbst.
Motorenger�usch
Morgen. Morgen, Kamil.
�h, Pool? Nein, See.
�h, See?
Pattie bat mich, dich abzuholen.
Hier ist ein See? Brauche ich das Auto?
Nein, ich nehme dich mit.
Zu zweit, da drauf? Na klar.
Abgew�rgtes Anlassger�usch
Gut, warum nicht?
Lautes Motorger�usch
Hast du Jean gesehen? Nein.
Dann lasse ich die T�r offen.
Leises Motorenger�usch
Einsetzende Musik
Du warst nicht beim Fest. Ich war m�de und das mit meiner Mutter...
Ich denke, es passiert was, sobald ich ausgehe.
Drinnen habe ich Angst, nichts passiert.
War's denn gut, das Fest? Ja, geil!
Kommst du heute?
Ich w�rde gern, aber wenn ich ausgehe... Hab's geh�rt!
Gut, �hm, danke.
Pattie ist sicher an der Bar.
Dann gehe ich am besten da lang? Genau.
(Frau, entfernt) Wusste ich nicht.
(Jean-Marc) Er bringt dir Wein. Samstag?
(Frau) Gern. Gr�� ihn mal. - Mache ich. - (Frau) Okay.
Hallo, Caroline! Hallo! Hast du Pattie gesehen? (Jean-Marc) Ne.
Und Jean? Auch nicht, tut mir leid.
Motorradger�usch
Tag, Madame Montez!
(�berrascht) Ah, Brigadier?
Capitaine.
Hat niemand was anger�hrt? Nein, niemand.
Atmer, Schniefer
Hatten Sie Besuch von einem, �h... blonden Mann,
um die 60, passables Aussehen?
Der kam gestern an, er kommt zur Beerdigung meiner Mutter.
Da die noch nicht stattfindet...
fragte er in der Stadtverwaltung nach dem Haus.
Ja, aber wissen Sie, wer das wohl ist?
Le Cl�zio, der Autor.
Er lacht Nein, das ist mir neu.
Er will lieber anonym bleiben. Er kennt Maman seit '71.
Sie hat ihm ein Zimmer gewidmet, mit einem Regal mit seinen B�chern.
(Polizist) Le Cl�zio?
Der Nobelpreis f�r Literatur 2008?
(Polizist) Perfekt. Das ist unser Mann. Entschuldigen Sie.
Ich bezweifle, dass dieser Monsieur ber�hmt und Schriftsteller ist.
Er entspricht der Beschreibung eines Verd�chtigen,
der durch Nekrophilie auffiel in der Savoie
und zuletzt unweit von hier.
Sie lacht ungl�ubig
Le Cl�zio und nekrophil? Das glauben Sie ja selbst nicht.
Den Zeugenaussagen nach nahm er jedes Mal eine andere Identit�t an.
Vielleicht inspirierten Sie ihn ja zu der des Autors?
Unbewusst. Solche Personen sind gerissen. Es gelingt ihnen,
sich in noch so private Beerdigungs- gesellschaften einzuschleichen,
unglaublich.
Nein, was mich bedr�ckt, das ist...
Ja? Das ist...?
Er ist einen Tag zu sp�t dran.
Die Leiche Ihrer Mutter verschwand vorgestern. Er kam gestern an.
Ja, jetzt haben Sie ein Problem.
Allerdings.
Sie schmunzelt h�rbar
(Polizist) Er hat das Profil des T�ters, den wir suchen...
aber er ist es nicht.
Er ist aber auch nicht Le Cl�zio.
(Polizist) Trotzdem.
Sollten Sie auf ihn treffen...
seien Sie vorsichtig.
(Polizist) Ich bleibe in der Gegend.
Gleich kommt die Caniden-Staffel. Was? Die Hunde.
(Polizist) Und dann die Taucher.
Sie wurde versenkt? Sie war doch schon tot.
(Polizist) Es gibt nichts Besseres als den Grund eines Sees
f�r einen Entf�hrer, um seine DNA-Spuren verschwinden zu lassen.
Und Sie?
Irgendwas Neues zum heimlichen Liebhaber?
Sie meinen, ob sich jemand gemeldet hat? Mhm.
Nein, nichts.
(hastig) Gut, dann, �hm... viel Erfolg.
(Polizist) Bis bald!
Einsetzendes Titelthema
Maman?
(eindringlich) Pattie?
(schreit) Pattie!
(schreit) Capitaine!
Caroline!
(erleichtert) Oh... Pattie.
Hast du mich erschreckt! Ich dachte, du bist tot. Tot?
(belustigt) Warum sollte ich tot sein? Ja, stimmt... Entschuldige.
Ich habe nur gebadet. Dann bin ich einfach eingepennt.
Habe heute Nacht kaum geschlafen.
Kamil hat mich gebracht. Du willst mich sprechen? Kamil?
Wir haben uns noch nicht gesehen.
Und Jean? Hast du... den gesehen? Jean? Der ist bestimmt nicht weit.
Wir haben die Nacht hier ausklingen lassen, hier am Ufer.
Ich wei� nicht, ob er sich erinnert. (lachend) Der war komplett dicht.
Caroline? Ja? Ich muss verr�ckt sein, ich hab ihn fast vergewaltigt.
Anders kann man das echt nicht nennen.
Als ich ihm einen geblasen habe... Selbst sein Schwanz ist elegant.
Er faselte was von �gyptischen K�nigen,
keine Ahnung warum, aber der Hammer war hart.
Seine Eichel pulsierte in meinem Mund.
Der dachte wohl, das sei 'ne ganz junge M�se.
Pattie! Jean ist ein ber�hmter Autor.
Wei� ich doch. Mich auf ihn setzen wollte ich nicht.
Ich hatte Angst, er kommt zu sich und sieht mich.
Er sah stammelnd in die Sterne, w�hrend ich ihn lutschte, g�ttlich.
Ich h�tte immer so weitermachen k�nnen.
Als ich seine Eier streichelte, fing er an zu singen.
Ich wollte nur eins: ihm einen blasen, wie er's nie hatte.
Hier am See. Es gibt nichts Erregenderes.
Das hatte so was Verbotenes. Sein Typ bin ich ja nicht.
Ich konnte nicht mehr. Hoch den Rock, zwischen die Beine.
Seine Stange im Mund streichelte ich mich.
Meine Lustgrotte war so nass, alle Winde Spaniens taten not.
Alle Winde Spaniens? Aber ich sollte mich nicht zu fr�h freuen.
Bei dem hab ich sicher keine Chance.
Als er noch n�chtern war, haben wir viel geredet an der Bar.
Er sagte, er sei verliebt in Zaza. Noch mehr, seit ihre Leiche weg ist.
Er hat mich total ausgefragt �ber sie
und erz�hlt, er habe sie seit Jahren nicht gesehen.
Irgendwann fragte ich mich, ob er sie �berhaupt kannte.
Der wollte nur, dass du erz�hlst.
Autoren lassen sich oft inspirieren. Ich wei�.
Er meinte, ihn habe ger�hrt, was ich zu diesen "Nekro-Dingern" sagte.
Ich war �berrascht, wie gut er sich in den Typen hineinversetzen konnte.
Die sind z�rtlicher, als man denkt, aber auch einsam, gezwungenerma�en.
Ja, genau.
Er sagte:
"Es gibt keine tragischere und damit gr��ere Befriedigung als die,
die man empfindet, wenn die Geliebte zugleich abwesend und anwesend ist."
Oder so.
Wenn man's genau nimmt, mache ich's auch allein.
Glaubst du, er ist einer? Ein was?
Nekrophiler. Pattie, was redest du denn da?
Du hast ihn inspiriert zu einer neuen Geschichte.
Das kommt sicher im n�chsten Roman vor. Alles ist m�glich beim Sex.
Du musst nur den Richtigen treffen. Vorlieben �ndern sich. Ich...
Gestern wollte ich nicht, dass er mich wild h�mmert.
H�r auf! Ihr kotzt mich an
mit euren Bettgeschichten!
Aline, ist doch nichts Schlimmes. Caroline!
Schei�e. Mir reicht's! Entschuldige, Caroline.
Aber ich meine... Gut, dann bis nachher, Caroline, ja?
Wir kommen vorbei!
Dann essen wir die Ragout-Reste und gehen zum Fest!
Leises Grillenzirpen und Geschirrklappern
(laut) Jean?
Weg da! Kscht!
Klatschen, bedrohlicher Basston Kscht!
Katzenlaut, Miauen
Wo willst du hin?
Bedrohlicher Basston
Einsetzende langsame Musik
Atmet hastig
Schrei des Entsetzens
Bedrohlicher Basston
Katze schnurrt
Atmet hastig
Bedrohlicher Basston
Atmet tief
Spannungsvoller Basston
Leitthema setzt ein
(schreit) Ist da jemand?
Leises Donnergrollen
(schreit) Macht das Spa�?
Basston
Titelthema
(schreit) Hattest du deinen Spa�?
Das war's n�mlich.
Keine Eskapaden mehr... Maman!
(br�llt) Maman!
Basston
Donnergrollen
Vogellaute
Basston
Leises Donnergrollen
Titelthema
Basston
T�rger�usche
Leises Donnergrollen (leise) Entschuldige, ich...
Basston
Sie atmet h�rbar
(fl�stert) Hier kannst du nicht bleiben.
Sie atmet h�rbar
Sie atmet tief ein
Sie �chzt leise
Sie atmet hastig
Lauteres Donnergrollen drau�en
(angestrengt) Los! Sie �chzt
Sie br�llt
Sie st�hnt und �chzt
Sie atmet tief, angestrengter Laut
Angestrengter Laut
Sie �chzt
Sie atmet schwer
Gelenkknacken
Sie �chzt, Gelenkknacken
Kein leichtes M�dchen...
Sie atmet tief ein
Langsames Poplied
Kommen die noch?
Sie seufzt
Esslaute
Mmh.
(mit vollem Mund) Mann, schmeckt das gut.
Sie seufzt
Na, wer von euch war spazieren mit Zaza?
(lachend) Pattie?
Jean?
Alain?
Kamil.
Du magst reife Frauen, he, Kamil?
Sie brachte dich zum Tr�umen, und wie.
Du konntest es nie erwarten, dass sie herkommt...
...gingst immer extra an den Pool, wenn sie im Garten war.
Sie sah zu dir hin, beobachtete dich, hm?
Du wusstest, wie sehr sie die M�nner liebte.
Warum nicht auch junge wie dich?
Sie atmet h�rbar
Du wirst oft vorm Einschlafen von ihr getr�umt haben,
dir vorgestellt, wie sie zu dir kam, in der Nacht in deinen Wohnwagen.
Vielleicht sahst du sie auch mal am Fluss.
Sie hat da gebadet, nackt.
Aber sie ist gestorben.
Du siehst sie da auf ihrem Totenbett.
Und da trifft es dich wie der Blitz.
Noch nie hast du sie so gewollt.
Hast du sie anger�hrt?
Gestreichelt?
Oder vielleicht gek�sst?
Dann kam ich hier an.
Dumm gelaufen. Alles war zu Ende.
Dann, du wei�t gar nicht warum,
bist du ins Haus gelaufen und hast sie entf�hrt.
Du trugst sie in deinen Wohnwagen oder eine Waldh�tte.
Zum ersten Mal konntest du �ber eine Frau verf�gen.
Aber du brachtest sie wieder her.
Und zwar vorhin, zwischen zwei Fahrten zum See.
Weil ich bei dir in der N�he baden war,
bei deinem Wohnwagen,
und du mich gesehen hast.
Gestern, als wir uns in die Augen sahen, wurde dir klar...
dass ich dir alles schenken kann, was sie zu geben gehabt h�tte.
Ich bin auch eine reife Frau.
Und ich lebe.
Sie atmet tief
Ich habe deinen Steifen gesp�rt, vorhin auf dem Roller.
(fl�sternd) Das hat mir gefallen.
Sie atmet tief
Sie atmet seufzend aus
Erschrockener Schrei
Sie schnieft und seufzt
Sie st�hnt
Sie lacht leise
Grillenzirpen, Vogelgezwitscher
Erschrockener Atmer
Schmunzelt h�rbar
Sie seufzt
Vogelrufe
Tanzmusik setzt ein in der Ferne
Ich gehe jetzt.
(triumphierend) Zum Dorffest.
Tut mir leid, du musst drau�en bleiben...
Schl�sselklirren
Laute Tanzmusik und Gesang
Guten Abend. 'n Abend.
(Mann in Rot) Hast du's gesagt?
Ich dachte: "Was f�r 'ne bl�de Anmache!"
Hallo, ich w�rde gern was trinken. (Barkeeper) Hallo. Einen Muscat.
(Barkeeper) Eine Sekunde. Ich warte.
Schnelleres Tanzlied nach Disco-Art
(genuschelt) Stimmt was nicht? Alles gut, hallo.
Haben Sie Pattie gesehen? Pattie? Papi, papo!
Lacht heftig
Sie lacht h�flich
Tanzen? Sie lacht verlegen
Wei� nicht.
Er macht ermunternde Laute
Ermunternde Laute, sie lacht
Jaa! Hey! Na gut, okay...
Lied endet, langsameres Lied setzt ei�, Andre lacht
Sie lacht verlegen
Er pfeift
Er zieht die Nase hoch, sie lacht
Sie lacht verlegen
Er lacht leise, sie gluckst leise mit
Meine Mutter und Sie, waren Sie auch befreundet? Ja, Bombe.
Aber, Sie haben nicht, �h...?
Nein?
(genuschelt) Kommst du mit hinter die Mauer? Bum-bum!
Beide lachen
Ich soll mitkommen f�r 'nen Quickie?
Ja! Hab Arsch gesehen von dir, mmh, mmh!
Sie haben meinen Arsch gesehen und der gef�llt Ihnen? Ja! Gehen?
Hey, Baby, hey. Kusslaut
"Inkonnito". - (Mann 1) Jean, Bier? - (Mann 2) Beim Tanzen?
(fl�stert) Gehen wir? Er macht begehrliche Laute
Nein.
Nein. Sie lacht
Nein, wirklich... heute Nacht wird das nichts, Andr�.
Ich muss mich um meine Mutter k�mmern.
Sicher? Entschuldige. Ja, sicher.
Okay, verstanden. Sp�ter.
Sp�ter, Andr�. Ja, genau, in Ordnung.
Ehrlich? Ja.
Okay, alles klar.
Au!
Einen dreifachen Muscat, bitte. (Barkeeper) Bitte sehr.
Sie lacht
Guten Abend, Capitaine. Heute inkognito?
Ein Gendarm arbeitet nur in Uniform. Heute bin ich Pierre.
Also, Madame Montez. Auf Festen Caroline.
�hm, einen Muscat, Pierre? Aber gerne.
Noch einen Muscat, bitte. Ja.
Danke. (leise) Ja.
Na, dann.
Wollen... Sie mir was erz�hlen?
Ich, was erz�hlen? Wei� nicht.
Langsameres St�ck
Wollen wir tanzen?
Okay.
Na los. Raus damit.
Was haben Sie gesehen?
Oder besser gesagt... was sehen Sie?
Sie meinen jetzt, auf dem Fest? Mhm.
Ich sehe eine Lichtung, nicht weit vom Fluss.
Und einen jungen Mann.
Ist es der... heimliche Liebhaber?
Der, den wir suchen?
Der die Beerdigung ganz f�r sich allein haben wollte?
Die Leiche meiner Mutter ist nicht auf der Lichtung.
Oder nicht mehr.
Sie ist wieder bei mir im Haus, unversehrt.
Atmer
Dann stimmte meine erste Vermutung.
Schon m�glich.
Ich m�chte, dass Sie die Ermittlungen abschlie�en.
Ist mir egal, was mit ihr passiert ist
oder ihrem K�rper, den sie schon verlassen hatte.
Das verstehe ich.
Der Justiz w�re das auch recht.
Solche F�lle werden tabuisiert, die Strafen sind lachhaft.
Hm.
Ich schlie�e die Akte. Jetzt und hier.
Vielen Dank.
Dann beerdige ich sie morgen. Ich komme auch.
Darf ich mal ganz offen sein?
Ich glaube ja, Ihre Mutter ist von selbst in den Wald gegangen
und wieder zur�ckgekommen.
Aber das ist unm�glich, sie... Ja.
Das werden die Leute aber denken.
Ach, gibt es was Neues von Le Cl�zio? Nein, noch nicht.
Behalten Sie den bis zur Beerdigung.
Was ist das? (fl�stert) Das Loch...
Ich meine, die Grabst�tte Ihrer Mutter wird abgeh�rt.
Hier ist alles drauf. Staunender Atmer
Dann bis morgen, Caroline.
Ich war 8 Jahre alt.
Eines Abends war ich allein in meinem Zimmer.
Ich hatte Angst, das Haus war erf�llt
vom mysteri�sen Gefl�ster fremder Stimmen, die kamen und gingen.
Ich sp�rte, es hatte mit der Krankheit meiner Mutter zu tun.
Vor allem sp�rte ich, dass man mich vergessen hatte.
Ich wei� nicht, warum ich mich nicht traute, Licht anzumachen.
Da sa� ich im Dunkeln, stumm und voller Angst.
Ich langweilte mich.
Um mich zu tr�sten und abzulenken, kn�pfte ich meine Hose auf
und ber�hrte das Ding, das mir fortan Gesellschaft leistete.
Ich wei� nicht mehr, wie meine Hand die richtigen Bewegungen erlernte,
jedenfalls wurde ich von einem Strudel der Lust erfasst,
dem ich nie wieder entrissen werden wollte.
Er atmet tief
Meine Bewegungen wurden schneller, meine Wollust st�rker,
aber als es wie eine hei�e Welle zwischen meinen Lenden aufstieg
und mich �berfluten wollte, hallten forsche Schritte im Flur.
Die T�r flog auf, das Licht ging an.
Da stand meine Gro�mutter und sagte:
"Mein armes Kind, deine Mutter ist tot."
Dann nahm sie meine Hand und zog mich energisch mit sich.
Ich trug einen Matrosenanzug. Zum Gl�ck war die Jacke so lang,
dass sie meinen offenen Hosenschlitz verdeckte.
Im halbdunklen Zimmer meiner Mutter befanden sich viele Leute.
Ich erkannte meinen Vater, der an ihrem Bett kniete...
und weinte.
Meine Mutter hingegen h�tte ich kaum wiedererkannt
in dieser Frau, die mir so viel sch�ner und gr��er,
so viel j�nger vorkam, aber auch...
so viel majest�tischer, als sie es jemals gewesen war.
Gro�mutter sagte mit tr�nenerstickter Stimme:
"Gib deiner Mutter einen letzten Kuss", und schob mich an ihr Bett.
Also beugte ich mich �ber diese wunderbare Frau.
Da lag sie, in ihren schneewei�en Laken...
Ich dr�ckte meine Lippen auf ihr wachsbleiches Gesicht...
und legte die kleinen Arme fest um ihre Schultern.
Ich atmete ihren bet�renden Duft in mich hinein.
Ein ganz feiner, trockener Geruch, moschusartig...
nach Bl�ttern, Larven und Steinen
str�mte aus den Lippen meiner Mutter.
Und pl�tzlich...
ergriff mich die unterbrochene Lust aufs Neue,
kroch in mein kindliches Fleisch, und zwar so br�sk, ich...
wusste nicht, wie mir geschah.
Ich presste meine H�ften fest an Maman.
Und diesmal durchlief sie mich ganz...
die s��e Welle der Ersch�tterungen.
Endlich konnte ich mich ergie�en, zum ersten Mal in meinem Leben.
"Mein armes Kind", sagte Gro�mutter...
die meine Seufzer falsch interpretiert hatte.
Mann, echt...
Ich habe schon viele Sexgeschichten geh�rt...
und auch erlebt,
aber so was niemals.
Du erz�hlst supergut.
So, als k�mst du aus einem anderen Jahrhundert.
Diese Geschichte war meine.
Ich habe sie noch nie jemandem erz�hlt.
Und... ich habe auch noch nie...
Nein?
Du hast zum ersten Mal mit einer lebendigen... Ja.
Erstaunter Laut Das ist ja Wahnsinn.
F�r mich war das auch ganz neu.
Ich habe mich noch nie tot gestellt beim Bumsen.
Bei Sexphantasien, Porno-Inszenierungen und so,
bin ich echt nicht gut.
Aber hier eben mit dir...
Als ich gesp�rt habe, dass ich gleich komme,
und wusste, ich darf mich nicht bewegen,
nicht mal mit der Wimper zucken... wow.
Da war auf einmal so eine Spannung in meinem Kopf,
als w�rde er gleich explodieren.
Ich habe echt gedacht, ich sterbe.
Tanzmusik in der Ferne
Lautere schnelle Tanzmusik
Musik und Rufe, Funkenger�usche
Ach ne. Tja.
Ich kann aber wieder nicht.
Ein junger Mann erwartet... mich schon.
Am Fluss, in seinem Wohnwagen.
Festmusik ist noch leise zu h�ren, wird ausgeblendet
Neu einsetzendes langsames, leicht unheimliches Titelthema
Vogelrufe in der Ferne
Vogelrufe
Leise Schrittger�usche
Grunzen
Geraschel und Krachen im Unterholz, Grunzen
Vogelrufe
Donnergrollen
Lauter Donner
Tierlaute, Quaken
Lauter Donner
Lachen
Beide lachen laut und ausgelassen
Donnergrollen
Tierlaute
Schritte
Sie seufzt
Ja!
Sie atmet h�rbar
Vogelrufe
Grillenzirpen
Vogelzwitschern
Langsames, rockiges Lied setzt ein
Metallklirren
Wind
Ein Wunder...
Er �chzt
(�chzend) Oh...
Er �chzt
Wo...
...kommst du denn her? Wie hast du uns gefunden?
Das war Zufall. Ich ging spazieren und da wart ihr.
Beide lachen
Was ist das f�r ein Wagen?
Den habe ich gemietet.
Du hast dich nicht gemeldet, da mache ich mir Sorgen.
Er st�hnt
Also, was ist los?
Du gehst mitten in der Nacht spazieren und dann noch im Wald?
Das macht man hier so.
Mm. Er lacht
Verstehe.
Er lacht
Wir haben uns verfahren auf den Landstra�en.
Es ging immer h�her, dann waren wir hier und kamen nicht weiter.
Da haben wir lieber hier �bernachtet.
(Louise) Maman?
Alles gut bei euch? (Nora) Ich will mein Bett...
Musik
EPILOG
Nur kurz wie ein Mittagsschlaf, ja? Damit ihr fit seid f�rs Baden.
Kusslaut (Louise) Bis gleich.
Bis gleich, meine S��en.
Dann fr�hst�cken wir drau�en, ja? (beide) Ja!
Wie alt ist sie denn?
(Junge) Die haben sich erst kennengelernt. Was macht sie?
(M�dchen) Ist sie jung? - (Junge) Ich denke.
Das war super. (Junge) Gib die Kippe.
Laute, fr�hliche Musik
Musik leiser h�rbar
Frau singt franz�sisch zu Gitarrenspiel
Musik und Gesang leise h�rbar
Es riecht nach abgestandener Luft. Weil es unbewohnt ist.
Aber nicht mehr lange. Das Haus wird immer offen sein.
Offen f�r alle Winde, auch die spanischen. Katalonischen meinst du?
Ist aber ganz sch�n gro� hier. Gibt's viele Zimmer?
Ja, aber gerade sind alle besetzt.
Ja? Wieso? Von wem denn?
Freunde von Maman, die zur Beerdigung heute gekommen sind.
Ihre Leiche ist wieder da.
Erz�hle ich dir sp�ter.
Ah. Super.
Dann ist ja alles wieder gut.
Er lacht
Was hast du denn gemacht? H�? Was soll ich denn gemacht haben?
Der sieht doch ganz anders aus.
Was? Finde ich nicht, ich meine, ich glaube nicht.
Jedenfalls habe ich nichts gemacht.
Ist eben hart jetzt, das ist alles.
Du bist ganz anders.
Komm her.
Drau�en rufen leise Leute
Er ist wundersch�n.
Er lacht tonlos
Ein richtig sch�ner Schwanz, wirklich.
Er atmet tief
Und wie weich er ist.
Er lacht
Hatte ich dir gesagt, wie das Haus hei�t? Nein.
(bedeutsam) "Die versteckte Quelle".
"La font secreta", he? Muy bien.
Sie lacht leise
Sie atmet tief ein
Und jetzt nimm mich, mein Liebling.
Rei�verschlussger�usch
Ich bin schon ganz feucht.
Atmer
Du wirst mir deinen neuen L�mmel ganz tief reinstecken.
Sch�n langsam.
Und ganz lange.
Aber nat�rlich, mein Schatz.
"Es hie�, sie sei dem Alkohol verfallen, wie auch den M�nnern.
Singend zog sie von Haus zu Haus, bekam eine Mahlzeit,
eine Flasche oder ein bisschen Geld.
Die sie umschwebenden Ger�chte
reicherte sie mit ihrer eigenen Geschichte an.
Liebe, Leid, Verrat:
Das alles hatte sie erlebt.
Das intensive Gl�ck, wenn zwei K�rper sich vereinen.
Die Bitterkeit der Eifersucht...
Angst vor dem Altern und dem Tod.
In der Dunkelheit des Waldes
gab sie sich ihren Gef�hlen hin
und erschuf eine ganz eigene Art der Sch�nheit."
Fr�hliche Musik leise zu h�ren
Versprichst du, dass du, wenn ich schlafe, nie mehr zu Zaza gehst?
Ich bin so eifers�chtig.
Nein, ich versichere dir, damit ist Schluss.
Daf�r spielst du die Tote viel zu gut.
Sie lacht
Sie seufzt selig
Bl�ser
Erschrockener Atmer
Sieh dir das an.
Da ist sie ja.
Was sagst du da?
Wer denn?
Zaza...
Siehst du sie etwa nicht?
Muss ich mir jetzt Sorgen um dich machen?
Selbst wenn ich mich zu Toten hingezogen f�hle,
an Wiederauferstehung glaube ich nicht.
Leise Bl�ser
Ah...
Typisch Mann. Ihr seht nur das �u�erliche.
F�r die Seele seid ihr blind.
Leise Bl�ser
Beide st�hnen
Dynamische, harmonische Musik
Lachen
(Alain) Hallo, Pattie Hallo, Jungs!
Sie liebte die Grazie und die Eleganz der Zypressen.
"Die B�ume der Nacht", sagte sie.
Vorbei die Toskana.
Vielleicht brauchst du endlich Liebe?
Liebe? Ach, n�... Nein, danke.
(genuschelt) Kommst du mit hinter die Mauer? Bum-bum!
Alle Winde Spaniens taten not.
Ich mag versaute alte Kerle.
Haben Sie Pattie gesehen? (Andr�) Pattie? Papi, papo!
� Andre lacht heftig, Carloline h�flich
� Andre und Caroline lachen
Der dachte wohl, das sei 'ne ganz junge M�se.
Pattie! Jean ist ein ber�hmter Autor.
(Andr�) Bum-bum!
Caroline lacht verlegen, � Andre heftig
Ich soll mitkommen f�r 'nen Quickie?
Ja! Hab Arsch gesehen von dir, mmh, mmh!
Caroline lacht
Caroline jauchzt und st�hnt (Andr�) Gehen?
Caroline jauchzt
(Andr�) Komm!
Caroline st�hnt
Ich stand in der K�che, schwitzte leicht, der Dampf, meine Sch�rze...
(Andr�) Sp�ter. Sp�ter, Andr�, genau, in Ordnung.
Frauke Poolman: Pattie (Karin Viard)
Marion Elskis: Caroline (Isabelle Carr�)
Wolfgang Condrus: Jean (Andr� Dussollier)
Erik Sch�ffler: Manuel (Sergi Lopez)
Martin Lohmann: Pierre (Laurent Poitrenaux)
Deutsche Bearbeitung Hamburger Synchron
Buch und Regie Kira Uecker
Redaktion Birgit K�mper
Untertitelung: Timecode-Filmstudio, Kehl, 2020
Keine Bar... keine Pattie.
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