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Original subtitles

Anno 1631.

Der Schwarze Tod wütet in der Region.

Die Pestärzte, die gefürchteten Vogelmänner,

durchstreifen die Straßen, um den Tod aufzuhalten,

und sammeln die Kranken ein,

um sie zu einer Kapelle weit weg vom Dorf zu bringen.

Und dort angekommen, sich mit ihnen einzumauern.

Mama.

Mama, Mama.

Mama, meine Puppe, Mama.

-Mama, meine Puppe, Mama. -Usoa.

-Usoa. -Mama, Mama.

Ja, verehrte Zuschauer. Im Lauf der Jahrhunderte wurden die Kapelle

und die kleine Usoa vergessen.

Nur eines Tages kam ein Medium in die Stadt.

Ja, sie kam in die Stadt und behauptete,

dass sie ein kleines Mädchen ganz deutlich weinen hören könne.

Ja, es war Ivana Peralta.

Lorem ipsum, rosa, rosae, rosaum.

Ich kann es fühlen.

Ein großer Schmerz und viel Traurigkeit, verbirgt sich,

ja, sie verbirgt sich genau hinter diesen Mauern.

Und sie erzählte den Menschen, dass dies der Geist der kleinen Usoa wäre.

Die traurig über den Verlust ihrer alten Stoffpuppe sei.

Und seitdem reißen wir jedes Jahr

und zwar am 29. Oktober diese Mauer hier hinter uns ein.

Und dann bleibt die Kapelle für ganze fünf Tage geöffnet.

Die Leute bringen unserem kleinen Geist dann Geschenke

und versuchen auf diese Weise, ihren Schmerz ein wenig zu lindern.

Aber Vorsicht.

Denn die kleine Usoa ist nicht ganz alleine in dieser Kapelle.

Und so lange die Kapelle geöffnet ist,

werden sich ebenfalls die Geister der Vogelmänner zeigen,

um wie einst diejenigen zu finden,

die vom Tod gezeichnet sind, um sie in die Kapelle zu bringen

und dann für immer einzumauern.

Vier Tage. Wir haben keine Zeit mehr.

-Hallo Emma. -Hallo.

Jetzt sieh mich nicht so an.

Sie hat versprochen, es mir beizubringen.

Hallo?

Senora Peralta?

Es ist soweit. Sie haben die Kapelle geöffnet.

Wir können jetzt mit Usoa reden.

Sie können es mir jetzt beibringen.

Hallo? Señora Peralta?

Hallo? Señora Peralta?

Hilfe.

Es muss jemand kommen. Hilfe, Hilfe.

Keine Angst, es ist nicht ansteckend.

Bitte keine Handys.

Seid einfach aufgeschlossen.

Habt kein Misstrauen und keine Angst.

Die Geister könnten sonst verärgert sein.

Ach ja? Und was kann passieren?

Nichts Gutes.

Bitte reicht euch jetzt eure Hände.

Und ganz gleich, was auch geschieht, unterbrecht nicht den Kreis.

Äh, eine kurze Frage. Wofür ist der Kompass da?

Er signalisiert die Anwesenheit eines Wesens.

Paco.

Mama.

ich kann mich nicht konzentrieren.

Sobald das Portal geöffnet ist, kann jeder teilnehmen.

Bist du Freund oder Feind?

Ah, wieso sind das hier eigentlich künstliche Kerzen?

Das ist, weil ich Feuer hasse.

Mama, sie kriegt keinen Penny von dir.

Vielleicht ja ein andermal.

Oh, natürlich, gar kein Problem.

CAROLINA PERALTA MEDIUM UND SPIRITUALISTIN

Mutter?

29. Oktober, die verdammte Kapelle.

Sie haben vier neue Nachrichten. Nachricht Nummer eins.

Hier ist Enrique Marat.

Ich rufe an, um die Sitzung am Montag abzusagen.

Nachricht Nummer zwei.

Hallo Carol, meine Liebe.

Hier ist deine Vermieterin. Scheint so, als hättest du mal wieder Probleme,

die Miete zu zahlen, hm? Ruf mich mal zurück.

Nachricht Nummer drei.

Guten Tag, ich bin von der Polizei in Arantzarri. Ich bitte um einen Rückruf.

Ja?

Ja, hallo, hier ist Carolina Peralta. Du hast mich angerufen.

Ah, ja, richtig, guten Abend.

Ich bin's, Jon Elorza, hier vor Ort verantwortlich.

Ich fürchte, ich habe keine guten Nachrichten für dich.

Deine Mutter ist heute Abend verstorben, es sieht nach einem Herzinfarkt aus.

Hast du in den letzten Tagen mit ihr gesprochen?

Ähm, sie hat einige Male versucht, mich zu erreichen.

Sie ruft mich immer in dieser Zeit an,

aber es ist... Wir haben seit Jahren nicht gesprochen.

Sie kommt in die Rechtsmedizin, nur Routine.

Morgen kann sie dann abgeholt werden. Mein herzliches Beileid.

Nachricht Nummer vier.

Carol. Du gehst nicht mehr ans Telefon.

Es ist sehr wichtig.

Sieh nur, welches Ende sie gefunden hat.

Nicht zu glauben.

Ich habe dir ein paar Kroketten gemacht, die du so magst.

Du wirst sehen, dann geht es dir besser.

Ja, ist gut.

Du hast aber eine liebe Großmutter.

Sie ist eine Nachbarin. Ich habe keine Großmutter.

Gut, wir sind dann soweit. Und ihr?

Wird das noch sehr lange dauern?

Es ist schon spät und das Mädchen muss morgen wieder zur Schule.

Die Hexe hat auch auf sie aufgepasst, oder?

Was erzählst du denn da? Die haben doch kaum miteinander gesprochen.

Edurne, das muss aufhören.

Ich kann nicht weiter wegsehen.

Ich bitte dich, das war doch keine Absicht.

Ich spreche mit ihrer Mutter...

Du kannst jetzt gehen.

Aber erst musst du mir was geben. Die Schlüssel.

Gib schon her.

Hör zu, der Vogelmann, von dem das Mädchen spricht,

hat die tote Frau mitgenommen, um sie in der Kapelle einzumauern.

Edurne, bitte verarsch mich hier nicht.

Komm, jetzt geht’s nach Hause.

Ich werde die Kroketten gleich zu dir rüber bringen. Na los, ich komme gleich.

Und was passiert jetzt?

Ich denke, die bauen da jetzt alles langsam ab

Sieh mal, das Mädchen läuft einfach weg.

BESCHWÖRUNG

Invocatio.

So ähnlich, wie das, was man von der Kapelle erzählt.

Mit den Toten sprechen zu können.

Deo forti in tenebris.

Es ist zu traurig, dass sie ganz allein in dieser Wohnung dahinsiechen musste.

Einen Hund zu haben, mag sicher helfen.

Aber mal ganz ehrlich, das sind doch keine Kinder.

Am Ende sind es doch einfach nur Tiere.

Sei jetzt kein Angsthase, Irati.

Wir haben keine Zeit.

Usoa?

Bist du hier?

Ich kann dich spüren.

Ich bin Emma Martin...

Und ich möchte ein Medium werden.

Ich möchte, dass du mir zeigst, wie ich mit meiner Mutter sprechen kann.

Sie ist sehr krank.

Und du bist der einzige Geist, den ich kenne.

Ich hab auch ein Geschenk.

Deo forti in tenebris venit ad me.

Oh, Scheiße.

Was läuft denn hier?

Keine Ahnung, aber ich wollt's auch nicht rausfinden.

Na komm, dann lass uns doch jetzt gehen.

Falls es noch nicht geschehen ist, denkt dran.

Ein Geschenk und die Präsentation dazu.

Weshalb habe ich mein Geschenk ausgewählt?

Und warum glaube ich, dass es Usoa gefallen wird?

Ihr habt noch drei Tage, bevor die Kapelle geschlossen wird und das Fest vorbei ist.

Bitte nicht vergessen, ihr müsst alle ein Geschenk haben. Habt ihr verstanden?

Ja.

Und nehmt euch in Acht vor den Vogelmännern.

Können Sie Lateinisch?

Nein, wieso fragst du denn?

Weil... wer könnte es denn vielleicht?

Ich fürchte, hier bei uns im Ort kann es noch nicht mal der Pfarrer, Emma.

Vielleicht siehst du lieber mal im Internet nach.

Ich weiß nicht, ob meine Mutter mich morgen gehen lässt.

Echt jetzt? Es ist doch meine Halloween-Party.

Steig ein.

Wieso denn?

Los. Ich fahre dich hin.

Ja, würdest du das machen?

Komm schon.

Beeil dich, ich hab noch viel zu tun.

DER STARKE GOTT DER FINSTERNIS KAM ZU MIR KRÄFTE DER FINSTERNIS, KOMMT ZU MIR

Du wartest hier kurz, hm?

Und nicht weggehen...

Hast du schon was gegessen?

Nein.

Dann kauf dir was, hm?

Die Kleine spinnt, Maider, und schustert sich alles zurecht.

Da kann alles Mögliche passieren.

Es ist schrecklich, was da gestern Abend geschehen ist.

Aber es hätte auch passieren können, als ich da war. Ivana war unsere Nachbarin.

Ja, aber das Problem ist, sie wandert von Nachbar zu Nachbar.

Edurne, die Hexe. Der Verrückte aus der Sozialwohnung.

Asiertxo ist kein Verrückter.

Hast du ihn dir mal genau angesehen?

Aber er kümmert sich um sie.

Ich muss das Sozialamt informieren.

-Nein. -Das ist meine Aufgabe.

Nein, ich möchte, dass sie in ihre Schule gehen kann.

Und weiter in ihrem gewohnten Umfeld bleibt.

Ich werde noch einige Tage hier bleiben müssen.

Sie geht zu meiner Cousine nach Madrid, sollte was sein.

Aber nicht jetzt.

Du weiß doch selbst gut genug, wie das läuft.

Ich möchte auf keinen Fall, dass sie von Einrichtung zu Einrichtung

geschickt wird, während sie die Papiere machen.

Es soll einfach alles normal sein.

Oder ist das zu viel verlangt?

Sie könnte doch auch hier bei ihrer Mutter bleiben.

-Nein. -Verstehst du?

Nein, du verstehst nicht.

Ich hab mich jahrelang um meinen Vater gekümmert

und gesehen, wie er gestorben ist.

Emma soll das nicht auch mit ansehen.

Das kann ich noch tun, um sie zu beschützen. Ihr das ersparen.

Maider.

Ja?

Nein.

Nein.

Nein.

Wir haben einen Herzstillstand in 242.

In nomine...

domini

ut tibi munera vi tenebris.

Du kannst sie nicht mitnehmen.

Nicht, bis ich gelernt habe, mit ihr zu sprechen.

Du kannst rein. Ich warte in der Cafeteria.

Was ist denn, alles gut?

Innehalten wollen wir in unserem Gebet und uns hier und heute

ihrer erinnern.

Ihre Zeit mit uns und unsere Zeit mit ihr.

-Innehalten wollen wir... -Mein aufrichtiges Beileid.

Ihre Mutter war eine gute Frau.

Sie hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen ist.

Ja. Ich vermute mal, dass sie hier jedes Jahr eine ihrer Vorstellungen hatte.

Sie sind doch in ihre Fußstapfen getreten.

Und ich hab mich gefragt, ob Sie ihren Platz bei dem Fest übernehmen würden?

Ich wollte heute abreisen.

Selbstverständlich wird die Gemeinde all Ihre Kosten übernehmen.

Ich mache es gern. Bitte entschuldigen Sie mich jetzt.

Und so bitten wir dich im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Ein Vogelmann war hinter mir her.

Das war sicher gruselig.

Waren auch Würmer da?

Was macht denn meine alte Freundin hier?

Sollte sie nicht ein Geschenk für Usoa sein?

Ich habe dich vermisst.

Ich vermisse dich doch auch so sehr.

Und wieso kommst du dann nicht mit nach Hause?

-Emma... -Was?

Darüber haben wir doch schon gesprochen.

Ich kann mich um dich kümmern.

Dann können wir zusammen sein.

Schon, aber das gehört nicht zu deinen Aufgaben.

Außerdem geht es mir hier gut.

Du musst schön in die Schule gehen.

Dort mit deinen Freunden spielen und deine Hausaufgaben erledigen.

Dann kann ich aber öfter herkommen und dich besuchen.

Oder willst du mich nicht sehen?

Hast mich erwischt.

Es ist, weil du zu viel rumfurzt, genau so ist es doch, oder?

Das Kopftuch steht dir gut.

Sieht gut aus, oder?

Die Öffnung der Kapelle hast du jetzt verpasst.

Ja, ich weiß, mein Schatz.

Du hattest versprochen, da zu sein.

Ich weiß.

Kommst du denn mit mir zur Schließung?

Ich werde es versuchen.

Willst du von gestern Abend erzählen?

Das war gruselig, oder?

Edurne hat mir Kroketten gemacht.

Emma. Du solltest tun, was Edurne und die anderen dir sagen, hörst du?

Weil, sonst bringt man dich weit weg von hier.

Und benimm dich ordentlich. Verstanden?

Versprich mir das.

Mit dem kleinen Finger.

Ja, mach ich.

Mama.

Für wen sind die?

Die sind nicht für dich. Ich bin gleich zurück.

Ich hab hier die Schlüssel.

Eine Nachbarin hatte sie, Maider San Martin.

Sie hat deiner Mutter manchmal geholfen.

Wahrscheinlich erinnerst du dich nicht, aber wir gingen zusammen zur Schule.

Stimmt, ihr seht hier alle gleich aus.

Na ja, gut.

Mein herzliches Beileid noch mal.

Danke, diese Lücke ist kaum zu schließen.

Guten Tag.

Hallo.

Hallo.

Bist du die Tochter von Señora Peralta?

Ich kann dir leider nichts über Usoa erzählen.

Woher weißt du, dass es um Usoa geht?

Ich bin ein Medium.

Ich will auch ein Medium werden.

Viel Erfolg wünsche ich.

Und jetzt geh und spiel mit deinen Freunden.

Ich hab keine Freunde. Nur Irati.

Woran das wohl liegt?

Sag mal, läufst du eigentlich immer so schnell?

Nur, wenn ich verfolgt werde.

Wenn du zur Kapelle gehst, dann komme ich mit.

Hör zu, ich meine es nicht böse, aber ich mag keine Kinder.

Ich auch nicht. Wir können ja Freunde sein.

Musst du nicht vielleicht Kühe melken oder solche Dinge, hm?

Deine Mutter hat versprochen, dass sie mir zeigt, wie man ein Medium wird,

als die Kapelle geöffnet wurde.

Also nichts wie hin. Sie war besonders gut darin ihre Versprechen zu halten.

Emma San Martin. Was hab ich dir gesagt?

-Solltest du nicht im Auto warten? -Ja, Entschuldigung.

ZU VERKAUFEN

Mama, Mama, es ist riesig.

Und ich kann Kühe von meinem Fenster aus sehen.

Ich glaub, ich muss dich nicht fragen, ob dir das Haus gefällt. Mir gefällt es auch.

Erst recht, weil ich die Geschichte der Kapelle kenne.

Du meinst Gespenster?

Nein, Geister, Carol. Echos von Menschen, die in Traumata gefangen sind.

Du hast gesagt, es wäre gefährlich.

Nur, wenn du dazu veranlagt bist,

deine Gefühle nicht unter Kontrolle haben zu können.

Du musst also nichts befürchten.

Du hast gesagt, dass du damit aufhören würdest. Du hast es mir versprochen.

Oh, Carol, du musst das verstehen lernen.

Meine Gabe kann ihnen helfen.

Aber wenn du es nicht kannst. Und es gefährlich ist...

Dann versprichst du mir, dass du aufhörst...

Bitte versprich es.

Ich verspreche es.

Aber dieses Mal wird es anders sein, vertrau mir.

Ja, und es war anders.

Jetzt mecker nicht rum.

Wenn Usoa uns von hier aus hören soll, dann müssen wir das Fenster offen lassen.

In Domine Domine ut tibi munera vi tenebris

Mama!

Emma?

Was ist los?

Emma? Was ist passiert?

Alles okay?

Ja, mir geht’s gut.

Und das da?

Weiß nicht. War wohl der Wind.

Ist ja unheimlich.

Asier?

Ja, was denn?

Ich habe einen Zahn verloren.

Wie denn das? Lass mal sehen.

Keine Ahnung. Er hat einfach gewackelt

Wird jetzt auch die Zahnfee zu mir kommen?

Na klar.

Leg ihn unter dein Kissen, sie wird dir bestimmt was bringen.

Ich werde das nicht alleine schaffen.

Wer ist da? Lass diese Spielchen, hörst du?

Ich sehe dich doch.

Was soll das?

Ich hab dich gesehen und bin hinterher gekommen.

Es ist sehr spät, geh nach Hause.

Den hab ich von Usoa.

Den hat dir wer gegeben?

Usoa.

Hat meine Mutter dir das erzählt?

Usoa will, dass du mir hilfst, ein Medium zu werden.

Ich kann das.

Verschon mich damit.

Kannst du es mir bitte beibringen?

Du gehst jetzt sofort nach Hause.

Oder ich rufe deine Mutter an.

Sag mal, wieso stehst du da so blöd?

Ich habe Hunger.

Du hast noch nichts gegessen?

Hol dir was kleines aus der Küche. Ich koche später noch was.

Hast du dich verbrannt?

Es war Usoa, richtig? Sieh mal, deine Hand.

Nein, da ist noch etwas anderes. Diese Kapelle, sie sind gefangen.

So etwas habe ich noch nie gespürt

Es war meine Schuld, ich hatte meine Gefühle nicht unter Kontrolle.

Ich muss noch mal hin.

Genau jetzt?

In drei Tagen wird die Kapelle geschlossen.

Wenn ich jetzt nicht gehe, muss ich ein Jahr warten,

um mit ihr zu sprechen. Es bleibt keine Zeit.

Mama, du hattest doch versprochen...

Hör auf, das verstehst du noch nicht.

Ich hab diese Gabe.

Hör also bitte auf, so egoistisch zu sein.

Carol. Carol.

Tu mir das jetzt bitte nicht an.

GEFAHR, ES IST DAS MÄDCHEN

Das ist mir doch egal, du bist jetzt dran.

Hey, guck mal, wer da kommt.

Na und, dann soll sie doch herkommen.

-Findest du das witzig? -Ach, lass das.

Jetzt kommt sie her.

Los, schneller, schneller.

Was willst du?

Findet heute eure Halloween-Party statt?

Tut mir leid, aber meine Mutter muss die anderen Mütter um Erlaubnis fragen.

Und da deine nicht da ist...

Los, gehen wir.

Willst du damit Usoa beschwören? Das ist doch Quatsch.

Nein, ist es nicht.

Nur totale Idioten glauben das.

Ich würd sagen, ihr seid die Idioten.

-Los, gib sie schon her. -Nein. Gib sie mir wieder.

-Hier, fang auf. -Hört jetzt auf damit.

-Warte, hier... -Hört auf und gebt sie mir zurück.

Gib sie zurück. Gib mir Irati zurück.

Du schon wieder.

Was soll das hier werden?

Was ist passiert?

Sie haben mir Irati weggenommen und ich will sie wieder haben.

Wer? Ganz ruhig.

Ganz ruhig. Du beruhigst dich jetzt.

Und bleib da.

Die Eltern sind hier die Bestimmer, hm.

Los.

Besser jetzt?

Sie wollten sie mir wegnehmen.

Na ja, so hässlich, wie sie ist.

Sie ist meine Freundin.

Auch, wenn sie hässlich und einäugig ist wie du.

Geschieht mir recht, weil ich dich nicht beachtet habe.

Kann ich dich mal was fragen?

Stört's dich, dass dich die Leute so ansehen?

Es ist nicht so wichtig was die Menschen denken.

Vor allem diese Hinterwäldler.

Es stört dich also nicht.

Nein.

Kann ich dich auch mal was fragen?

Wieso bist du so besessen von Usoa?

Ich kann ihr bei etwas helfen. Ich kann so was.

Und weiter?

Ist da noch was?

Ja, da gibt es noch eine Sache. Sie muss mir helfen.

Noch zwei Tage bis zur Schließung.

Carolina Peralta wird sich in der Kapelle von Usoa verabschieden.

Zwei Tage noch.

Ich würde nicht so sehr auf ihre Hilfe vertrauen.

Warum ließ ihre Mutter zu dass sie mitgenommen wurde?

Hat sie sie nicht geliebt?

Weiß nicht.

Vielleicht war es nicht genug.

Emma. Oh Gott, ich hab dich schon gesucht.

Ich muss jetzt gehen.

Emma, Emma, Emma.

Emma. Emma.

Emma.

Sei vorsichtig, hörst du?

Spiel nicht mit dem Feuer, mit Messern

und mit irgendetwas anderem, wie man es Kindern so sagt.

Wenn du diese Gabe hast, kann es sehr gefährlich sein.

Ich weiß. Deshalb brauche ich auch Hilfe.

Meine Güte, dieses Mädchen.

Solltest du nicht auf mich warten? Ich habe mir richtig Sorgen gemacht.

Entschuldigung.

Was wollte die Frau von dir?

Gar nichts.

Carol. Carol.

Um Himmels Willen. Öffne die Tür.

Schatz, ich bitte dich.

Fahr jetzt los, Papa.

Verdammt. Jetzt mach schon.

Sollten wir nicht anhalten?

Je schneller wir von dieser Verrückten weg sind, umso besser.

Ach, du weißt doch, wie die Mädchen so sind.

-Bitte. Bitte. Bitte. Bitte. -Das ist gar kein Problem.

Emma. Komm zu uns.

Wie auch immer, vielen Dank. Ich werde es ihrer Mutter sagen.

Ja, aber natürlich.

Dafür sind Nachbarn doch schließlich da, oder?

Richtig...

Und wir zwei beiden reden später noch.

Na gut.

Willkommen, Emma. Gib mir deine Sachen.

Danke.

Ich sag den Mädchen, dass sie dir oben Platz machen sollen.

Es wird dir gefallen, du wirst sehen.

Meine Mutter sagt, dass es Usoas Schuld war,

dass sich ihre Tochter verbrannt hat.

Stimmt, deshalb hat sie ihre Mutter auch verlassen.

Alle Hexen werden verbrannt.

Ist alles in Ordnung bei euch?

Ja, Mama.

Gut, dann hole ich euch was zu knabbern.

Ja, gut.

Gut, mit wem könnten wir jetzt sprechen?

Vielleicht mit Rosalie?

Nein, sie muss doch tot sein, du Dummerchen.

Es geht nur mit Usoa.

Die Augen sind geschlossen wie auf der Zeichnung.

Vos Es infinitum

Et mansi apud

Nos

intelectus

sentire prius.

Usoa?

Bist du hier?

Nicht rennen, nicht rennen.

Was ist passiert?

Schon wieder.

Ich hab mich verbrannt.

Kleines? Was machst du?

Emma?

Emma?

Emma?

Was ist denn passiert? Alles gut?

Ja, wir haben gespielt.

Ich muss mal.

Das ist gut, das sind Emotionen.

Und das bedeutet, dass es geheimnisvolle Männer gibt,

die näher sind, als ihr denkt.

Ihr solltet keinen Moment zögern und sie euch schnappen.

-Einen Whiskey. -Entschuldigung.

Nein, Chacoli. Und davon ordentlich.

Dein Büro hast du jetzt hierher verlegt, hm?

Du warst schon immer neugierig, deshalb bist du Polizist.

Ich dachte, an Leute wie mich erinnerst du dich gar nicht.

Du gehst also zur Schließung der Kapelle. Was wirst du dort tun?

Eine Show abziehen. Ja, das werde ich tun.

Die Tradition der Familie...

Vielen Dank.

Jetzt sieh mich nicht so an.

Nur so können wir Peraltas unseren Lebensunterhalt verdienen.

Mal sehen, ob ich dich noch verhaften muss.

Ich mache doch nichts Unrechtes. Das wurde mir geschenkt.

Ist das so?

Ja, das Wissen um den Geist eines Jeden, denn wir alle besitzen einen.

Ja? Wie ist denn meiner?

Gutmütig, würde ich sagen.

Und verwitwet.

Du versteckst dich hinter deiner Arbeit und deinen Freunden.

Du hältst es nicht aus, allein zu sein.

Die gehörten meinen Eltern.

Jetzt machst du es mir aber schwer.

Du lebst auch nur für die Arbeit.

Ich hab den Eindruck

bei dir läuft es zurzeit nicht so gut. Du glaubst nicht dran.

Es ist schon lange nicht mehr so wie früher. Keiner glaubt noch irgendwas.

Du erst recht.

Als Kind auch nicht.

Ein richtig guter Beobachter bist du auch noch.

Ich bin Polizist.

Und kann auch gut aus Händen lesen.

Deine Mutter hat dran geglaubt, oder?

Sei nicht naiv.

Sie kam nicht mehr zum Fest.

Aber wir sahen sie in den Tagen jeden Abend auf dem Weg zur Kapelle.

Wir fanden sie dort manchmal auch ohnmächtig

Was soll das, wenn sie nicht glaubte?

Meine Mutter.

Wer weiß schon, was ihr durch den Kopf ging.

Mama.

Wir haben keine Zeit mehr....

Ich brauche ein Messer.

Warst du seit früher jemals wieder dort?

In der Kapelle?

Seitdem ich selbst aussehe wie eine Hexe? Nein.

Nein, ganz sicher nicht.

Lieber veranstalte ich hier irgendwas vor diesen ganzen Leuten, als das.

Mal sehen, vielleicht bekomme ich noch einen Anfall und mache eine Show.

Na los. Ich bring dich.

Ich pass schon auf mich auf. Keine Sorge.

Ach, ah... Ähm, meine Nachbarin, so ein kleines, nerviges Mädchen.

Ja, was ist mit Emma?

Ja, ganz genau...

Was ist los mit ihr?

Sie hat deine Mutter gefunden.

Sie hat 'nen riesen Schreck bekommen. Hat sie was gesagt?

Nein.

Gute Nacht.

Ja, gute Nacht.

Als ob ich nicht den Mut hätte.

Jetzt oder nie.

Emma.

Was machst du? Was tust du?

Was tust du da?

Ich will mit Usoa reden.

Bist du verrückt?

Du hättest dich fast geschnitten.

Gehen wir.

Na los.

Wie hast du das gemacht, kam das von dir?

Nein.

Dann hat es dir jemand gezeigt?

Nein, ich weiß es nicht.

Wer war es?

Ich weiß nicht, es war bei einer Geisterbeschwörung.

Ich hab die Schnitte gesehen. Also lüg mich nicht an.

Aber ich lüge nicht. Es passiert immer etwas, wenn ich es versuche.

Welche Flausen hat dir meine Mutter nur in den Kopf gesetzt?

Deine Mutter wollte mir nur helfen.

Sie hat dich allein gelassen. Aber sie war sehr nett zu mir.

Den Bären hast du von ihr bekommen?

Und sag nicht, er ist von Usoa. Ich schwöre dir, dann werde ich schreien.

Ich warne dich.

Ich hab gelogen.

Als ich sie gefunden hab, da war sie tot.

Und in ihren Händen hielt sie...

Hielt sie was?

Den Bären.

Ich hab gedacht, dass wenn ich dir erzähle,

dass ich ihn von Usoa bekommen habe.

Dann würdest du an meine Gabe glauben.

Bitte hilf mir, es ist nur noch ein Tag Zeit.

Wir gehen jetzt nach Haus.

Es ist hier.

Und du lügst mich auch nicht an?

Nein. Tu ich nicht.

Das ist das Haus einer Schulfreundin. Ich habe die Tür offen gelassen.

Ich hoffe, sie hat keine Katze.

Hilf mir bitte...

Es ist ziemlich gefährlich.

Also, na gut. Ich werde dir helfen. Aber du lügst mich nicht mehr an.

Und komm nicht auf die Idee irgendwas alleine zu machen und wegzurennen.

Ah, ah, ah, ah. Ab ins Bett. Lauf schon.

Und leg dir was auf die Wunde.

Verdammte Scheiße.

...weiß nicht, es tut mir so leid.

Emma. Was ist denn los?

Wo warst du, huh?

Was ist das denn? Meine Güte.

Emma.

Mach dir keine Sorgen, Mama.

Nachricht Nummer vier.

Carol. Du gehst gar nicht mehr ans Telefon.

Aber es ist wichtig.

Dieses Mädchen hat die Gabe. Mir geht es nicht sehr gut.

Sie, ja, sie könnte Usoa vielleicht helfen.

Ja, und dem Ganzen ein Ende bereiten.

Du musst kommen.

Du musst es mit deinen eigenen Augen sehen.

Du hast mir nie geglaubt, aber jetzt wirst du es.

Ruf mich bitte an, mein Schatz. Ich brauche dich.

Ich wollte mich nicht einfach rausschleichen...

Das tu ich nicht wieder.

Emma...

Ich muss dir etwas sagen.

Es stört mich nicht, wenn du nicht zur Schließung der Kapelle kommst.

Das ist es nicht, mein Schatz.

Morgen kommen ein paar Leute, die dich kennen lernen möchten.

Wieso denn? Ich sagte doch, dass ich mich gut benehme. Das schwöre ich.

Darum geht’s nicht.

Es wird jemand auf dich aufpassen müssen.

-Ich kann... -Ja, weil du sterben wirst.

Ich weiß.

Mein Schätzchen.

Ich werde immer brav sein.

Wirklich. Ich will mit niemandem gehen.

Sei nicht böse.

Nein, sie dürfen mich nicht mitnehmen. Ich hab doch so viel zu lernen.

Mein Schatz.

-Du wirst auch zur Schule gehen. -Aber Mama, ich habe doch diese Gabe.

Ich brauche noch ein bisschen Zeit.

Beruhig dich jetzt wieder.

Mama, ich würde dann mit dir reden können. Sag ihnen, dass ich hier bleiben muss.

-Emma, du beruhigst dich jetzt bitte. -Du musst ihnen das sagen.

Und tust du es nicht dann liebst du mich nicht mehr.

Du Lügnerin. Du hast versprochen, dass du immer bei mir sein wirst.

Und dass wir immer zusammen sein werden.

Mama?

Hilfe. Hilfe. Hilfe.

Hör mir jetzt genau zu.

Diese Angst... ich meine, deine Wut, und der Schmerz

sind Feinde der Gabe und wenden sich gegen dich.

Du musst Ruhe bewahren. Und auch Frieden.

Oder es könnte sehr gefährlich werden.

Sobald sich diese Tür öffnet, wissen wir nicht, wer hereinkommt.

Die, die zurückbleiben, sind nur noch ein Schatten.

Ein Schatten?

Richtig, ein Echo dessen, was sie einmal waren.

Gefangen im Trauma und an diese Kapelle gefesselt.

Usoa zum Beispiel fragt nach ihrer Puppe.

Die Vogelmänner gehen auf die Suche nach Seelen,

die ebenfalls in diesem ewigen Kreislauf gefangen sind.

Und wie können wir ihnen helfen?

Zunächst einmal muss man sich in die Lage des anderen versetzen.

Und dann muss man glauben wollen.

-Glauben? -Ganz genau.

Das Problem ist, dass niemand mehr glaubt.

Nicht mal mehr die Kinder. Und das zerstört die Magie.

GLAUBEN

Ich mach dir die Kroketten warm.

Du wirst sehen, die sind lecker.

Ich will keine Kroketten mehr essen.

Sag das nicht so laut. Sie ist stolz auf ihre Kroketten.

Ich habe deinen Koffer gepackt.

Sieh mal nach, ob du noch etwas anderes mitnehmen möchtest.

Na los.

Wenn du noch was brauchst, ich bin ja Zuhause.

Ich werde nicht weinen.

Ich bin ja kein Baby.

Was tust du hier?

Was denkst du denn?

Wow.

Wofür sind die denn?

Die Kompasse?

Wenn du die Gabe hast, werden sie uns vor der Anwesenheit der Geister warnen.

-Auch, wenn es nur ein Echo ist. -Ein Echo?

Ja, die Zurückgebliebenen sind nur Echos, gefangen in einem Trauma.

Also gut.

Okay, jetzt musst du dich einfach entspannen.

Lass alle Gedanken aus deinem Kopf.

Einmal Vorsicht.

Du versuchst einfach alles zu spüren, was um dich herum geschieht.

Hast du verstanden?

Atme durch die Nase. Die Hände so. Du atmest langsam durch die Nase ein.

Und durch den Mund dann wieder aus.

Versuche, die Dunkelheit in deinen Geist eindringen zu lassen.

Wird es gefährlich sein?

Sei ruhig, du musst keine Angst haben.

Ich stehe hinter dir. Jetzt atme...

durch den Mund.

Ich stehe direkt hinter dir.

Ich organisiere die Suche.

Das Krankenhaus habe ich angerufen, falls sie dort auftaucht.

Und ich brauche jemanden hier, falls sie zurückkommt.

Ich bin hier.

-Ich komme mit. -Dann los.

Emma, deine Füße.

Ja, gut. Entschuldigung.

Es ist wichtig, dass du ganz ruhig bist.

Jeder Gedanke, der sich dir zeigt, schmeiß ihn raus.

Bis auf die Dunkelheit.

Wieso passiert denn nichts?

Verdammt.

Mach das wieder ab.

Hab ich was falsch gemacht?

Nein, du hast alles toll gemacht. Es liegt an mir.

Ich wollte glauben wie du. Aber es ist eine Lüge.

Keine Gabe, keine Geister, einfach gar nichts.

Es gibt sie nicht.

Das verstehe ich nicht. Du bist doch ein Medium.

Du hast doch diese Gabe.

Nein, das stimmt alles nicht.

Aber deine Mutter war doch ein Medium.

Und du hast dich verbrannt.

Meine Mutter musste Geld verdienen, genau wie ich.

Aber sie sagte, ich hätte die Gabe.

Hör zu. Meine Mutter war immer sehr viel alleine. Viele Jahre.

Sie hat fast nie mit jemandem gesprochen, auch mit mir nicht.

Ich weiß nicht, warum sie dir das gesagt hat. Sie war krank.

Das finde ich schade.

Ich hab mich auch verbrannt, und die Vogelmänner gesehen.

Wenn jemand traurig ist, bildet er sich Dinge ein.

Und tut auch Dinge,

die er eigentlich nicht tun sollte.

Du bist eine Lügnerin.

Emma.

Emma.

Warte, Emma.

Emma, bleib stehen.

Scheiße. Emma!

Emma, Emma. Emma, bleib stehen.

Bitte bleib stehen.

Bitte. Ich bitte dich.

Ich bringe dich nach Hause.

Du verstehst das nicht.

Diese Gabe ist die einzige Möglichkeit für sie, bei mir zu bleiben.

Wer?

Und wieso?

Meine Mama.

Sie wird bald sterben.

Das ist nicht schön. Es tut mir leid, Emma.

Und ich... Ich will doch so gerne mit ihr sprechen.

Das verstehe ich, Emma.

Aber nicht ich oder so etwas wie eine falsche Gabe

können dir wirklich helfen.

Emma.

Emma.

Schon wieder. Was hast du dir nur dabei gedacht?

Los, komm zu mir.

Du hast uns einen Schrecken eingejagt.

Sie war bei mir.

Komm. Wir gehen.

Es war nicht ihre Schuld.

Ich hatte sie gesucht.

Warum hast du nichts gesagt? Was hast du dir dabei gedacht?

Sie will ein Medium werden.

Und ich dachte, sie könnte es.

Du? Du glaubst doch an gar nichts. Ist dir klar, was sie gerade durchmacht?

Halt dich ab sofort von ihr fern.

Verstanden?

Komm nicht in ihre Nähe.

Ich habe mich geirrt.

Ich hasse dich, ich hasse dich.

Lagrima.

Ich wollte dich nicht verschenken, sie war es.

Usoa.

Es gibt dich gar nicht.

Wenn es gefährlich ist...

Du hast es versprochen.

Mama.

Mama. Mama. Mama!

Carol. Carol, was hast du nur getan?

Hallo.

Du bist Emma, richtig?

Und deine Puppe, wie heißt die?

Irati.

Ich bin so ein Idiot.

Heute ist der Tag der Schließung.

Alles zur Kapelle, los geht’s. Heute schließen sie die Kapelle.

Das mit deiner Mutter tut mir sehr leid.

Bitte entschuldige, ich wollte nicht stören...

Danke, dass du dich um sie gekümmert hast.

Sie war eine schwierige Frau.

Warum bist du zu mir gekommen?

Wegen Emma...

Sie will ein Medium werden.

Sie mag die Geschichte von Usoa so gern.

Aber darum geht's nicht.

Sie möchte lernen, mit den Toten zu sprechen.

Du...

hast ein sehr kluges Mädchen.

Sie leidet sehr.

Ich gebe den Menschen ungern Ratschläge.

Aber ich sollte ihr helfen, mit ihrer Mutter sprechen zu können.

Und das bin ich ihr schuldig...

Ja, das schulde ich ihr.

Als du noch jünger warst, hast du da jemals was mit einem Ouija-Brett gemacht?

Das Allerwichtigste dabei war immer

sich zu verabschieden.

Das war sehr wichtig.

Verabschiede dich von Emma.

Carol.

Deine Mutter hat immerzu von dir geredet.

Ich gehe jetzt.

Alles klar.

Du brauchst nicht zu weinen, es wird schon alles wieder gut, hörst du?

Steig ein.

Halt. Wartet noch! Wartet noch kurz!

SCHLIESSUNG DER KAPELLE

Mist, sie hat ihr Meinung geändert.

Sie kommt nicht. Was ist mit den Leuten vom Fernsehen?

Ihr müsst euch etwas beeilen. Der Außenbereich muss zugemauert werden.

Vorsicht, ich komme jetzt.

Mama?

Es tut mir leid. Es tut mir so leid.

Es tut mir so leid, es tut mir leid.

Nein, ich wollte dich nicht wegschicken.

Ich wollte dich doch nur vor all diesen Dingen beschützen.

Damit du mich so nicht siehst.

Und ich liebe dich über alles.

Nein, Mama.

Ich werde immer da sein.

An deiner Seite.

Was auch immer passiert, ja?

Das weißt du doch, oder?

Ich habe es nicht lernen können.

Mama.

Es tut mir so leid.

Warte, keine Angst. Ja?

Herzstillstand, Herzstillstand in 214.

Sie werden sie einmauern.

Nein, nehmt sie nicht mit.

Mama.

Mama.

Nein. Mama, nein, Mama. Mama, nein, Mama. Mama, Mama.

Mama, Hilfe.

Für einen Moment habe ich gedacht, es wäre wahr.

Ich hab die Menschen immer nur getäuscht. Und am Ende

bin ich die Leichtgläubigste.

Mama?

Hallo?

Mama? Mama, bist du hier?

Mama, bitte sprich mit mir.

Mama? Bist du das?

Hilfe, Hilfe, ihr müsst mir helfen.

Mama, ihr müsst mir helfen.

Mama. Mama. Mama. Mama. Mama!

Aber ich war echt.

Und ich hab dich gebraucht.

Ja, ich habe dich gebraucht.

Jon, bist du bei Emma?

So eine Scheiße.

Jon? Ich glaube, sie ist in der Kapelle.

Ich sehe Rauch.

Woher ich das weiß? Ich sehe Rauch.

Schnell, beeil dich.

Emma.

Emma.

Emma!

Emma, ganz ruhig.

Carol? Ich bin hier.

Ich hol dich da raus.

Emma, ich werd dich da rausholen.

Komm hierher.

Komm zu mir, du könntest ersticken.

Das kann ich nicht machen. Meine Mama ist vielleicht noch hier.

-Erzähl nicht so einen Quatsch. -Sie haben sie mitgenommen.

-Aber es brennt alles. -Ich habe doch die Gabe.

-Ich habe das Feuer gemacht. -Emma, ich bitte dich.

Es ist aber wahr.

-Emma! -Du musst mir glauben.

Hilf mir bitte, ich habe Angst.

Bleib ganz ruhig, Emma.

Ich glaube dir, hast du gehört?

Ich lass dich nicht allein.

Bitte denk jetzt an gar nichts.

Nur die Dunkelheit. Und deine Atmung.

Nimm meine Hand.

Ich bitte dich, Emma. Glaube.

Ich bin bei dir.

Glaube.

Mama?

Mama?

Mama?

Mama?

Mama?

Mama?

Usoa?

Emma, bleib ganz ruhig!

Ich hol dich raus.

Mama.

Mama?

Mama.

Mama.

Mama.

Mama. Mama?

Bist du Usoa?

-Mama? -Hast du meine Mama gesehen?

Mama?

Mama?

Mama?

Mama?

Señora Peralta?

Was glaubst du hier zu finden?

Meine Mama ist nicht hier, oder?

Ihr habt sie nicht mitgebracht?

Sie ist gestorben nach der Schließung.

-Oder? -Wir wollen dich hier nicht haben.

Verschwinde sofort.

Du bist alles, was mir von ihr geblieben ist.

Ich liebe dich, Mama. Du wirst immer bei mir sein.

Weine nicht.

Deine Mama konnte leider nichts tun.

Weißt du, ich vermisse meine Mama ja auch.

Aber es ist... deine Mama und auch meine sind nicht hier.

Sie sind hier.

Hier im Herzen.

Hier, bitte. Sie wird dir Gesellschaft leisten.

Mama.

Auf Wiedersehen, Usoa.

Emma, Emma, Emma!

Und nun wirst du uns wieder verlassen.

Emma.

Emma?

Nein. Nein. Emma. Emma,

Emma, Emma, Emma.

Geht es dir gut, kannst du atmen?

-Emma? -Usoa ist gegangen.

-Usoa ist gegangen. -Gut, lass uns gehen.

Halt dich an mir fest.

-Steh auf, Emma. -Nein.

-Doch, Emma. -Nein.

Die Vogelmänner, diese Leute, sie sind dort alle gefangen.

Deine Mutter ist auch da.

Sie versucht dich zu retten,

sie hat auch den Bären.

Die Geschichte, sie ist wahr.

Die Toten...

Ja, während die Kapelle geöffnet ist,

bleiben sie dort gefangen.

Und gefangen im Trauma.

Sie sind gebunden an die Kapelle.

An diese Kapelle.

Wir werden jetzt was tun, Emma.

Du lässt jetzt all deine Angst, all deine Wut und all deine Trauer los.

Mach das jetzt. Und jetzt schließt du deine Augen ganz fest.

Ja, schließ deine Augen ganz fest Ganz fest.

Vertrau mir.

Und dann lass diese Kapelle niederbrennen.

Und befreie sie.

-Emma. -Wir sind hier.

Carol.

Warte noch. Noch einen kurzen Moment.

Emma. Komm her.

Carol, verdammt, jetzt kommt schon.

Ich heb dich raus. Komm.

Carol. Jetzt kommt schon.

Alles okay?

Es hat funktioniert. Sie sind jetzt frei.

Auf Wiedersehen, Mama.

Alles Gute.

Was war das denn jetzt?

Kommt.

Los, kommt. Bevor sie uns sehen.

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