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(Wache 1) Ist das der Nikolaus?
(Wache 2) Wer denn sonst? Los runter!
Und? - Vielleicht war er es doch nicht?
Los hinterher! Den schnappen wir uns!
Ho, ho, ho.
(Kind 1) Kommt heute der Nikolaus?
(Kind 2) Klar kommt der heute.
(Mutter) Pst, Kinder.
(Vater) Seid leise und esst.
* Schaf blökt *
(lacht gehässig) Da haben wir dich ja.
(Tetrich) Habt ihr ihn? -(Wache 1) Jawohl, mein Herr.
Auf frischer Tat ertappt.
Endlich.
Hast du mir nichts zu sagen?
Vielleicht wusstest du es nicht.
Aber in meinem Reich wird kein Weihnachten gefeiert.
Es gibt keinen Advent, keine Geschenke, keinen Weihnachtsbaum.
Nicht mal einen Tannenzweig! verstanden?
Alle meine Untergebenen halten sich daran.
Nur du. Du musst jeden 6. Dezember
herumschleichen und arme Kinder beschenken.
Aber das ist jetzt vorbei!
Herrgott!
Wie siehst du denn aus?
Jetzt versteh ich, warum der Nikolaus sich niemandem zeigt:
Er ist hässlich wie die Nacht.
* Gelächter *
(leise) Ich bin nicht Nikolaus.
Hast du etwas gesagt, hässlicher Vogel?
Ich bin nicht Nikolaus.
Sondern?
Sein Knecht, Ruprecht.
Und ich tue all das, was er mir befiehlt.
Nun, dann kannst du mir sicher sagen, wo ich ihn finde.
Selbst wenn ich es könnte...
Ich würd's gewiss nicht tun.
Was fällt dir ein? - Ihr habt an falscher Stelle gesucht.
Wärt ihr nicht so dumm gewesen...
ihr hättet ihn gefunden.
Aber, dann wird dein Herr doch sicher nach dir suchen?
Werft ihn ins Verlies!
Bis der Nikolaus hier auftaucht.
Nein! Nein! Nein!
Der kommt nie wieder raus.
Macht Licht an!
Bitte nicht! Bitte!
Lasst mich raus.
Hier ist es dunkel.
Hier ist es so dunkel.
* Schnarchen *
(Lilli) Hektor?
Hektor?
Hey, hey, hey. Was soll denn das?
Ist das eine Art, einen stolzen Drachen anzufassen?
Warum hat sich der stolze Drache in der hintersten Ecke verkrochen?
Weil vielleicht sonst das böse Staubsaugermonster
mich fastofax verschluckt hätte.
Und Rückenschmerzen hab ich, Lilli.
Warum muss ich immer unter dem Bett schlafen?
Und nicht in einem warmen,
kuscheligen Drachenbett?
Ich brauche einen Zauberspruch.
Fürs Zimmer aufräumen.
Hey! - Lilli, du weißt genau,
dass man das Hexenbuch für so etwas nicht missbrauchen darf.
Ja, ja. Aber ich muss jetzt zur Theater-AG.
Und Oma schläft ab heute für ein paar Tage hier.
Was? Und wie soll ich dann das Hexenbuch bewachen?
Wir ziehen nach unten zu Leon.
Oh nein! Nicht wieder auf den staubigen Schrank.
Gut, dann räumst du jetzt auf und ich geh los.
Äh, was, wer, ich? Ich bin immerhin der tapfere Hüter
des Hexenbuchs und kein Aufräumdrache.
Mama?
Warum muss Oma immer bei mir schlafen?
Weil ich in mein Hochbett niemanden reinlasse.
Du bist so ein Blödmann. -(Mama) Lilli!
Lilli! Dein Zimmer ist doch viel schöner für Oma.
Ja, aber nicht nur für Oma.
Beeilst du dich heute etwas?
Du weißt, der Nikolaus kommt.
Und kaum ist er weg, kommt Oma.
Was für ein Zufall.
Ist das so?
Ja, das ist so.
Deshalb bekomme ich auch nicht das Kaninchen,
das ich mir so vom Nikolaus wünsche.
Ich glaube, der Nikolaus weiß von Leons Allergie.
Boah, Mama. Immer nur Leon, Leon, Leon!
(Frau Schnabel) Setzt euch. Liebe Theater-AG,
unseren Referendar, Herrn Reipolt,
kennt ihr schon aus dem Unterricht.
Und er wird dieses Jahr
unser Weihnachtsstück mit euch einüben.
Hallo.
Ich liebe das Theater, und ich würde gern...
Hi, Layla. - Bist ja fast pünktlich.
(Reipolt) Indem wir viele alte Weihnachtsgeschichten zu etwas Neuem
und Tollem verarbeiten. Habt Ihr Lust?
(alle) Ja:
Dann übergebe ich an Herrn Reipolt.
Ich wünsche euch viel Spaß. - Danke, Frau Schnabel.
Jetzt lasst uns mal hier so einen Kreis machen, oder?
Dass wir alle so im Kreis sitzen.
Ja, prima. Das ist gut so, ja.
Ich schlage vor, dass wir uns in der AG alle duzen.
Also ich bin Richard. Ja? - Ja.
Wer glaubt, dass der Weihnachtsmann ihm Geschenke bringt?
(alle) Ich! Ich! Ich!
Sehr gut. Was Lilli, du etwa nicht?
Hast du was angestellt?
Nein, aber...
Der Weihnachtsmann ist nur eine Erfindung für kleine Kinder.
Ah, okay.
Mal sehen. Wer mag das hier wohl sein?
Der Nikolaus. - Der Weihnachtsmann.
Ja, ist gar nicht so einfach, oder?
Magst du bis zum nächsten Mal herausfinden,
wer der Mann mit der Mütze eigentlich ist?
Ich? - Ja, gern.
Vielleicht findest du ein Kostüm und möchtest ihn spielen?
Ja, klar.
(Reipolt) Gut.
Und wer ist der Mann daneben?
Das ist Knecht Ruprecht. Hast du Lust, ihn zu spielen?
Ja, warum nicht? - Gut.
Hat der nicht früher die Kinder bestraft?
Ja, das sagt man. Hast du Angst?
Nein, den gibt's ja nicht wirklich.
Gut, wir haben jetzt zwei Rollen.
Es gibt noch weitere Rollen.
Woran denkt ihr, wenn ihr an Weihnachten denkt?
Was für Figuren gibt's da?
Maria und Josef. - Maria und Josef.
Die Könige. - Die heiligen drei Könige, ja.
Knecht Ruprecht. Passt irgendwie zu dir.
(Reipolt) Was gibt es noch? - Lebkuchen!
Warum machst du eigentlich beim Weihnachtsstück mit?
Bist du nicht muslimisch?
Warum? Ich spiel gern Theater.
Und ich dachte, du machst nur gerne Hausaufgaben.
Es freut mich, dass sich Nikolaus
und Ruprecht bereits so gut verstehen.
Hallo! Ich bin wieder da.
Super, Lilli.
* Klopfen *
Der Nikolaus! - Warte, warte, warte, Leon.
Ich mach schon auf.
Hallo. - So...
Dann musst du wohl der kleine Leon sein?
Nein, ich bin Lilli.
(mit hoher Stimme) Oh. Ich meine: (tief) Oh.
Komm doch rein.
Dann bist du Leon?
Ähm, ich bin hier.
(mit hoher Stimme) Oh. - Schau mal, Nikolaus, du kannst dich
auf den Sessel setzen, ja? - Vielen Dank.
Ich halte das mal. - Danke.
Dann werde ich mal in meinem Buch nachlesen
ob du dieses Jahr auch recht artig gewesen bist.
Hier.
Hausaufgaben meistens gemacht.
Ja, das hab ich. - Gut.
Ameisen mit Schokolade gefüttert.
Gut.
Regenwürmer in Lillis Bett versteckt?
Es war draußen so kalt.
Dann steck sie in dein Bett.
Das war nicht so nett, aber wohl gut gemeint.
Dann habe ich bestimmt auch ein Geschenk
für dich dabei.
Etwas dunkel hier, schau du mal nach.
Das ist für Lilli.
Lilli, dann komm mal zu mir.
Du scheinst dann ja auch recht artig gewesen zu sein.
Danke, Oma. Ähm...
Oh Mann, da freu ich mich aber.
(Nikolaus) Und das hier habe ich dann
für dich, lieber Leon.
Danke.
Krass, das hab ich mir so gewünscht.
Das habe ich gehört.
Wow, ein Teleskop.
Das ist ja cool.
* Roboterstimme *
Dann werde ich mich wohl wieder auf den Weg machen.
Dankeschön, lieber Nikolaus.
Auf Wiedersehen, liebe Kinderlein.
Auf Wiedersehen, lieber Nikolaus.
(Mama) Tschüss. - Ja, bis ganz bald.
Mist.
Mann, Leon!
Du bist voll die Plage! - Das war doch keine Absicht.
Dann soll er eben aufpassen.
Lilli.
* Schnarchen *
(stammelt) Lilli.
Melde alles in Unordnung.
Bei dir alles in Ordnung?
Ich hab die Nase voll von diesem Theater.
Von mir aus kann Weihnachten ausfallen.
Ich weiß ja, du bist die Superhexe, aber auf Weihnachten verzichten?
Das wäre ein Schokoausfall Stufe 10.
Und warum das Ganze?
Weil sich immer nur alles um Leon dreht!.
Hm...
Da fällt mir was ein.
Ich könnte doch mit Hilfe des Hexenbuchs
diesen Knecht Ruprecht herbeizaubern.
(stottert) Was?
Knecht Ruprecht?
Hart. Stopp. Momente.
Ist das nicht der Ruprecht, der Kinderbestrafer?
Genau. Ich finde, Leon könnte eine Lektion vertragen.
Nur ein ganz kleiner, heilsamer Schreck.
Lilli. Es ist absolut, völlig, total verboten und gefährlich
das Hexenbuch für solchen Unsinn einzusetzen.
Das heißt, es geht, oder?
Das ist eine wirklich sehr, ganz schlechte, nicht gute Idee.
Da: Herbeizauber.
Nur benutzen, wer auch den Hinfortzauber beherrscht.
Dann kann ja nichts passieren.
(erschrocken) Da kann alles Mögliche passieren!
Ach, sei kein Spielverderber.
Hier, zur Sicherheit der Hinfortzauber. Los geht's...
Halt. Stopp. Nein, tu das nicht.
Bitte, bitte, bitte.
* Hektar wimmert *
Tractare artis magicas,
Ruprecht nunc praesentias!
Ja, wo bin ich?
* Pupsgeräusch *
(Berliner Dialekt) Watn dat fürn Scheiß?
Ich habe es ja gleich gesagt.
Ihr heißt also alle Ruprecht.
Ja. - Ruprecht, ja.
Tut mir Leid.
Tractare revertas!
Das war so dermaßen klar, dass das schiefgeht.
Ach, Hektor. (lacht) Das war doch lustig.
Lustig?
Wenn ich mir direkt den Nikolaus und seinen Begleiter wünsche?
Magische Wesen sind sehr eigensinnig.
Die lassen sich nicht so hopp, hopp durch die Gegend zaubern.
Na dann, eben nur seinen Begleiter.
Nein.
Tractare de Nikolausius
nunc praesentias!
Klappt nicht. Ist wohl auch ein magisches Wesen. Dann eben nicht.
Da... ist er.
Zauber den Rupknecht sofort wieder weg.
Was?
Wie bin ich hierher geraten?
Seid Ihr ein Trugbild?
Hallo Ruprecht.
Ich heiße Lilli. Ich habe dich hergezaubert.
Ihr müsst eine mächtige Hexe sein.
Eher eine unvorsichtige, dumme Hexe.
Wieso habt Ihr mich hierher geholt? In dieses...
bunte Reich?
Ich wollte den Mann treffen, der die Kinder bestraft.
Nikolaus ist ein werter Freund, ein guter Mann.
Er hat noch nie Kinder gezüchtigt.
Und du?
Könntest du meinem Bruder einen Schreck einjagen?
Derlei Dinge tue ich schon lange nicht mehr.
Ich beschenke Kinder.
Du? Ich dachte der Nikolaus verteilt die Geschenke.
Ich helfe ihm.
Wenn ich mir jetzt etwas wünsche, könntest du das auch erfüllen?
Natürlich.
Ich bin Euch zu Dank verpflichtet.
Ihr habt mich aus dem Kerker befreit.
Cool.
"Cool?" - Krass, super, mega... Du weißt schon.
Ihr seid eine Hexe, wenn Ihr Euch was wünscht,
warum zaubert Ihr nicht herbei, was Ihr begehrt?
Weil dann jeder merkt, dass sie eine Hexe ist,
was auf keinen Fall, niente passieren darf.
Ja, und das ist eben nicht dasselbe.
Es ist viel schöner, wenn jemand anderes sich Gedanken macht,
was man toll findet.
Was wünscht Ihr Euch denn?
Ich hätte so gern ein Haustier.
Ein Haustier? In diesem Haus?
Nein, kein Huhn.
Möchtest du etwas Größeres? Ein Kalb oder ein Fohlen?
Nein, die können doch hier...
Die können doch hier gar nicht leben.
Aber ein Kaninchen, das wäre toll.
Ein Kaninchen.
Wenn's weiter nichts ist.
* Hektor schnaubt angeekelt *
Kann ich sicher sein, dass Ihr Euch tadellos benehmt?
(Mama) Lilli? Oma ist da, kommst du?
Ja, ich komm gleich.
Dann sollt ihr es haben.
(Leon) Oma, weißt du, wer hier war?
Danke. Das ist ja fantastisch.
* Hektar schnaubt *
(Oma) Wo ist Lilli? -(Leon) Ich glaube, in ihrem Zimmer.
Mist, wir müssen hier raus. -(Hektor) Herr Knecht?
Kann ich mir auch was wünschen?
Natürlich nicht, Kreatur.
Kreatur? Ich bin eine Drachenkreation.
Rein jetzt! - Ja, okay.
Hopp! Türen schließen.
(Hektor) Tische hochklappen. Anschnallen. Ready to Rucksack.
(Hektor) Und Abflug.
(Oma) Lilli?
Okay, los jetzt.
(Oma) Lilli?
Zu spät. Oma ist fast hier.
Oma? Ist das nicht... - Meine Großmutter.
Ruprecht, du bleibst hier. Hektor, du bleibst in Deckung.
Hallo Oma. - Hallo, Lilli.
Wie schön, dich zu sehen.
Wir haben uns doch schon gesehen.
Ja, haben wir?
Ja. Wollen wir schon mal runtergehen?
Guten Abend, Großmutter.
Ja, wo kommen Sie denn her?
Aus dem Gemach da. - Ich komm gleich, Ruprecht.
Ich kann leider nicht länger verweilen.
Ich muss Nikolaus finden, werte Lilli.
Lilli, wer ist denn das?
Knecht Ruprecht. - Bitte?
Aus der Theater-AG. Er musste etwas abholen.
Ich muss jetzt auch los.
Mach's dir gemütlich. Ich bin ganz schnell wieder da.
Mümmelmann.
(Hektor) Au. Aua!
Geht's vielleicht auch ein wenig vorsichtiger?
Tut mir leid.
Du darfst ihn nicht gehen lassen.
Hast du seine Beulenpickel gesehen?
Ja, ich weiß.
Ach Mist!
Wo ist er hin?
(Fahrer) Pass doch auf! - Hey!
Zügel deine... Pferde.
Donnerblitz!
Entschuldigt ein Dutzend Mal meine lange Abwesenheit.
Stellt euch vor, ich wurde eingesperrt,
aber jetzt bin ich zurück, um Euch zu dienen.
Also, mein Herr, wie kann ich helfen?
Nikolaus?
Mein Herr?
Das wollte ich nicht!
Ruprecht.
Oh nein!
(falscher Nikolaus) Na, mein Kind, wie heißt du denn?
Emil. - Emil ist aber ein schöner Name.
Wollen wir mal sehen, was wir für dich haben.
Hier, bitteschön, das ist für dich.
Der letzte Junge hat ein größeres bekommen.
Sei nicht so undankbar, Bube.
Ja, gut. Danke.
Danke, ich mach das schon.
Sicher, Herr, ich bin ja auch nur Euer Knecht.
Nikolaus?
Schon gut. Der nächste bitte.
(Mutter) Jetzt warte mal. - Mama!
Was soll denn das?
Na, mein Kind, wie heißt du denn?
Katie. - Ho, ho, ho, Katie.
Mal sehen, was wir für dich haben.
Seid Ihr sicher? Sie hat ihre Mutter geschlagen
und sich nach vorne gestellt. - Das ist mein Job.
Bitte? - Hau ab. Ich brauche deine Hilfe nicht.
Ihr seid ein Schwindler!
Das ist gar nicht der Nikolaus.
Hier, seht! Alles Lüge!
Ruprecht, nicht!
(Falscher Nikolaus) Schafft mir bitte diesen Mann vom Hals.
Nicht nötig. Das ist nur ein Missverständnis.
Lilli?
Es geht gleich weiter.
Herr Reipolt, ich meine Richard,
ich kann das wirklich alles erklären.
Ihr seid einander bekannt? - Ja, Herr Rei...
Richard ist ein Lehrer an meiner Schule.
Werte Lilli, Ihr habt keine Ahnung,
was dieser Scharlatan sich erlaubt hat.
Lilli, wer ist dieser Typ?
Ruprecht! Der Knecht
des heiligen Mannes, den Ihr hier verspottet.
Was?
Ja, das ist tatsächlich irgendwie so.
Nein, das ist nicht irgendwie so. Das ist so!
Mensch, Lilli.
Du hast mir einen schönen Schrecken eingejagt.
Du beschäftigst dich mit Knecht Ruprecht?
Ja? - Und das ist dein Ergebnis?
Ja, ja. Genau.
Er kam dabei heraus, für das Theaterstück.
Ein Schauspiel? - Ja, über den Nikolaus und dich.
Ihr seid ein Spielmann? Das konnte ich nicht ahnen.
Rennen} Sie machen das gut.
Wollen Sie morgen in unsere Theater-AG kommen
und den Kindern zeigen, wer Ruprecht ist?
(Ruprecht) Ich weiß nicht.
Ich bin Ruprecht, wer soll ich sonst sein,
aber, ja, wenn Ihr das wünscht dann...
Das wäre doch lustig, oder?
Nein, das glaube ich nicht.
Ich würde es nicht zu lustig gestalten.
Ich halte diese Kinder für sehr verwöhnt.
Sie Scherzbold.
(Frau) Weiter bitte. Wie lange dauert das noch?
Gut Ruprecht, ich denke, wir lassen jetzt Herrn Rei...
Richard sein Theaterstück zu Ende aufführen.
Verzeihen Sie mir, dass ich Ihre Kunst unterbrochen habe.
Alles cool.
Entschuldigung. Schöne Weihnachtszeit.
Bis morgen um 17 Uhr im Theatersaal vom Leopold Gymnasium.
Das ist gleich da die Straße rein.
* Räuspern * (mit tiefer Stimme) Der nächste bitte.
Dein Lehrer verkleidet sich als Nikolaus und verteilt Geschenke?
Ja, so wie ein Schauspieler eben.
Was ich nicht begreife, auch wenn das ein Schauspiel ist,
warum werden all diese unartigen Kinder belohnt?
Also du würdest sie doch lieber bestrafen?
Das hätte der Nikolaus nicht gewollt.
Und wenn dir ein kleiner Bruder,
ich meine, ständig auf die Nerven geht,
würdest ihm dann auch keine Lektion erteilen?
Böses kann einen böse machen.
Ich verstehe das, werte Lilli. Mehr als alle anderen.
Aber das ist nicht der rechte Weg.
Und deswegen muss ich den Nikolaus finden.
Wenn man ihn trifft, dann spürt man seine Güte,
und das Herz macht einen richtigen Sprung.
Das klingt schön.
Als wenn es ihn wirklich gibt.
Natürlich gibt es den Nikolaus.
Deshalb muss ich ihn finden, werte Lilli.
Warum guckst du so seltsam?
Wir müssen uns jetzt verabschieden.
Aber wir sehen uns doch morgen in der Schule?
Ja, sicher.
Dann mach's gut, Lilli.
Tractrare artis magicas,
Ruprecht nunc revertas.
Alles unter Kontrolle.
Lilli! Wo warst du? Wir haben uns Sorgen gemacht.
Sorry, ich musste noch was mit der Theater-AG besprechen.
Ah, na gut.
Oma und Leon suchen oben die Spielesammlung.
Willst du mitspielen?
Was? Ja, sicher. Ich geh hoch und helfe ihm.
Ich hab sie gleich.
(Oma) Schön. -(Leon) Warte.
Was macht ihr denn da?
Wir suchen die Spielesammlung.
Ich glaube, die ist da oben auf dem Schrank.
Lass mich das machen. Ich komm da viel leichter...
Das ist nett von dir, Lilli.
Oh, wow!
So, das haben wir gleich.
Lilli. Gott sei Dank. Ich dachte schon, dieser Ruprecht hat dich...
Ich kann keine Spielesammlung sehen.
Dann kann sie nur noch im Kleiderschrank sein.
Warte, Leon. - Lilli, sei vorsichtig.
Vielleicht ist sie doch hier oben.
(flüstert) Ruprecht hab ich weggezaubert. Wo ist die Spielesammlung?
Da ist was drin.
Lass die Tür zu. Da ist nichts.
Lilli, nicht streiten.
Die Spielesammlung ist unter dem Bett.
Hinter 12 Büchern, 7 Socken und 4 leeren Flaschen.
(flüstert) Danke.
Mir fällt ein: Ich weiß, wo die Spielesammlung ist.
(beide) Ja? - In meinem Zimmer.
Geht schon runter, ich bring sie gleich.
Okay. * Leon niest *
Ach Leon, ist das deine Allergie?
Ich weiß nicht. Hat gerade erst angefangen.
Vielleicht ist es von den Rentieren?
Vom Nikolaus. Der war gerade hier.
Hier? In meinem Zimmer?
Ja. Irgendwo muss er ja den Schlitten geparkt haben.
Echt?
Ich glaube, ich habe die Rentiere noch wegreiten gesehen. Komm.
Was ist das denn?
* Kinderstimmen *
Was ist das für ein Gefährt, junger Herr?
Junger Herr?
Das ist Unrecht, Bube!
Das ist Unrecht.
Hey!
Was ist denn los, Alter?
Leg die Edelsteine sofort zurück.
Kümmer dich um deinen Scheiß, du Spinner.
(Ruprecht) Bleib stehen!
* Ruprecht stöhnt auf *
Das...
Das...
Das ist alles Eure Schuld.
Was hat er denn da?
Sieht aus wie ein Schokohörnchen.
Man sollte euch allen eine Lektion erteilen.
Lilli, ich glaube wir beide müssen mal miteinander reden.
Ja? Warum denn?
Du bist ja schon ein großes Mädchen. Und ich verstehe,
dass dir Omas kleine Vorstellung nicht mehr so viel bedeutet.
Ist das so, Lilli?
Nein... - Du glaubst nicht mehr an den Nikolaus.
Aber weißt du, für kleinere Kinder wie Leon macht man das so.
Es wäre schön, wenn du ihm das nicht nimmst.
Das hat dir früher auch immer Spaß gemacht, an den Nikolaus zu glauben.
Ja, also...
Ich glaub ja, dass es Nikolaus und Ruprecht gibt, also...
Wieder. - Was?
Ja, ich habe einen von den beiden gesehen.
Du willst mich jetzt auf den Arm nehmen.
Dann kannst du dem Nikolaus noch einen kleinen Wunschbrief
in deine Schuhe stecken wegen dem zerstörten Teleskop.
Oder was anderem, das du dir wünscht.
Ja. Das ist eine gute Idee.
Ich schreibe ihm gleich. - Tu das.
Gute Nacht.
Gute Nacht, Lilli.
Schau nicht so gierig. Das ist meine Notration.
Für dich ist das eh nicht gesund. Halt dich an Gras, Hasenfuß.
Klee, Brennnessel, Möhrchen, so was.
Hey! Wag es nicht.
Na, habt ihr euch schon angefreundet?
Dieses Hoppelding hat überhaupt keine Manieren nicht.
Kuck mal, das hier ist für dich.
Wenn ich nicht da bin, musst du auf ihn achtgeben.
Warum ich?
Weil du der Größere und Vernünftigere bist.
Ja, ich bin extrem vernünftig.
Und schlau und viel, viel größer, fast.
Pass auf, Oma hat mich auf eine Idee gebracht.
Ich schreibe dem Nikolaus einen Brief.
Was? Einen Brief?
* Leon niest *
Lieber Nikolaus,
dein Freund, Knecht Ruprecht,
schenkte mir heute ein Kaninchen.
Das ist das beste Geschenk, das ich je bekommen habe.
* Hektar stöhnt spöttisch *
* Leon niest *
Könntest du außerdem noch...
Leons Allergie wegmachen,
damit ich das Kaninchen behalten kann?
Wie bitte? Mümmelmann soll hier bleiben?
Das wäre doch schön, oder?
(ironisch) Ja, sehr schön.
Liebe Grüße...
PS: Mein kleiner lieber Drache hätte
so gerne ein eigenes, kuscheliges Bett.
Deine Lilli.
* Gerumpel und Glöckchen *
Kannst du da unten die Möhren nicht leise knabbern, du Langohrratte.
Ich krieg kein Auge zu.
Wer ist das?
Jetzt kann ich erst recht nicht mehr schlafen.
* Hektor schnarcht *
Oma?
Lilli? Bist du aus dem Bett gefallen?
Was hast du hier gemacht?
Ich habe etwas aufgeräumt und da ist mir aufgefallen,
dass in deinem Schuh ein Stück Papier steckt.
Ist das etwas Wichtiges?
Kann schon sein. Hast du was damit zu tun?
Aber nein.
Ich mache mal Frühstück.
Liebe Lilli, Allergien kann ich leider nicht wegmachen.
Aber es freut mich sehr, dass du meinen alten Freund Ruprecht getroffen hast.
Weißt du zufällig, wo ich ihn finden kann?
Jedes gute Kind finde ich sofort,
aber Ruprecht suche ich schon seit langer Zeit vergeblich.
Dein Nikolaus.
Merkwürdig.
Den Nikolaus hat es also wirklich gegeben.
Er war Bischof an einem Ort, der heute in der Türkei liegt.
Sehr schön, Layla.
Und was ist mit dem Weihnachtsmann?
Der Weihnachtsmann heißt im Englischen Santa Claus,
Das kommt von Saint Claus, Heiliger Nikolaus.
Es ist derselbe Mann.
Der Weihnachtsmann ist eigentlich der Nikolaus?
Ja. Die einen glauben, dass er an Weihnachten kommt
und die anderen, am 6. Dezember.
Und was denkst du?
Er kann nicht kommen. Er ist im 4. Jahrhundert gestorben.
(Ruprecht) Mit Verlaub!
Das ist Unsinn.
Ruprecht!
Das freut mich, dass Sie kommen konnten.
Ich selber war danach noch Jahrhunderte mit ihm unterwegs.
Ich dachte, du bist wieder bei ihm. - Ich hab ihn nicht gefunden
Wir waren doch hier verabredet.
Was ist mit deiner Stirn passiert?
Ach, nichts. -(Reipolt) Kinder!
Das ist der liebe Ruprecht. Lilli hat ihn mir vorgestellt.
Er wird heute über sich und den Nikolaus erzählen.
Ja, das scheint mir auch nötig zu sein.
Ich sehe nur verwöhnte Kinder.
* Gelächter *
Kein Benehmen und kein Maß.
War das zu Ihrer Zeit denn besser? - Ja, sicher.
Da waren die Kinder dankbar schon über'n paar Nüsse.
Ich habe mir was überlegt. Wir machen einen Handel.
Ich glaube, es reicht wirklich, wenn du was von früher erzählst.
Du. Komm mal her.
Na los.
Was ist dein größter Weihnachtswunsch?
In echt jetzt?
Können wir mal kurz draußen reden? - Später.
Was ist dein größter Wunsch?
Du bist doch nicht der Weihnachtsmann.
Aber ich bin sein Freund und Helfer. - Gut.
Ich hätte gern ein ferngesteuertes Auto.
Ich kann dir nur schenken, was ich kenne.
So etwas hier.
Ein kleines gelbes Brett? - Was?
Nein, hier, was auf dem Bild ist.
Du... bist ein Zauberer. - Was?
Du kannst dir dieses Ding selbst herbeizaubern.
Wie die werte Lilli.
Aber...
Das ist nicht dasselbe, nicht wahr?
Nein. - Zeig mal her.
Hier.
Ist das dein Begehr?
Ja, genau.
Wahnsinns Trick. Wo hast du den aufgegabelt?
Du bekommst es zum Heiligabend.
Echt? Was muss ich tun?
Einfach nur artig bleiben.
Ich erwarte Dankbarkeit.
Und, dass du deinen Eltern nichts von dem Handel erzählst.
Okay. Geht klar, Mann.
Sagt mir eure Wünsche.
(alle durcheinander) Ich wünsche mir... ein Handy, Comics. Ein Smartphone.
Ein Pony, einen Teddy, ein Haustier,
einen Hasen, einen Hund, ein Buch, eine E-Gitarre, ein Haustier.
Ihr bekommt alle Heiligabend eure Geschenke.
Wir sehen uns bei der Aufführung.
Was passiert, wenn man nicht artig ist?
Dann wird man natürlich bestraft.
* Gelächter *
Lacht ihr über mich?
Ruprecht, das ist doch nicht dein Ernst?
Doch. Ihr werdet alle bestraft.
Du auch. Ihr alle.
Moment. Sie werden ja hier keine Kinder übers Knie legen?
Nein, das nicht.
Das wäre noch viel zu harmlos.
Das reicht. Verlassen Sie den Raum.
Ruprecht, bitte.
Du hast mir nichts zu sagen. - Los, raus jetzt hier.
Oder ich erzähl, dass ein Irrer rumläuft, der Kinder bedroht.
(Junge) Was soll das jetzt?
* Khmer schreien *
Ja. Das soll euch eine Lehre sein.
Ruprecht, was tust du da?
Das passiert jedem, der sich nicht an die Abmachung hält.
Wer ist dieser Typ, Lilli?
Wo ist unser Lehrer? Du musst ihn zurückholen.
Nichts muss ich.
Selber schuld.
Spielt sich hier so auf.
Aber, jetzt ist er weg.
* lacht gehässig *
(Schüler) Was war das? Habt ihr gesehen?
Ruprecht warte!
Wo ist Herr Reipold?
Du musst ihn zurückholen.
Das liegt nicht in meiner Macht.
In wessen denn?
Ich habe doch gesagt, ich muss den Nikolaus finden.
Aber du musst in deine Zeit zurück.
Was?
Da ist es doch viel zu dunkel.
Du lässt mir keine andere Wahl.
Tractare artis magicas,
Ruprecht nunc revertas!
Mist. Warum klappt das nicht?
Hast du eine Ahnung, was für ein Wesen ich bin?
Dachtest du, man kann mich hin- und wegzaubern?
Ich verstehe das nicht.
Warum bist du auf einmal so...
So böse?
Bevor ich Nikolaus kannte, haben mich alle verspottet.
Wegen meines Aussehens.
Da war ich böse.
Dann hat er mir gezeigt, was richtig ist.
Es ist alles genau wie früher.
Oh. Mist!
Lilli! Wo ist Herr Reipolt?
Seid ihr darauf reingefallen?
Das ist doch nur ein Teil der Vorstellung.
(Lilli) Hallo, bin da.
Kommst du bitte mal. - Wieso?
Lilli!
Kannst du mir sagen, was das da ist?
Äh...
Weiß nicht. Rentier-Kot?
Das ist total egoistisch von dir.
Weißt du das? - Was denn?
Das sind Kaninchen-Köttel.
Du hast ein Kaninchen gekauft, oder?
Nein, das hab ich nicht.
Du bringst das Tier sofort zurück.
Ich hab kein Kaninchen gekauft.
Dann weiß ich auch nicht. Was ist es dann?
Also, ich geh dann mal Hausaufgaben machen.
(Hektor) Ha! Weicht zurück, ihr Blechbüchsen.
Ihr habt keine Chance.
Ich bin Hektor, der größte Drachenretter aller Zeiten.
Du hast nicht auf Mümmelmann aufgepasst.
Der feine Herr Mümmelmann hört nicht auf mich.
Der mümmelt hier was er will.
Außerdem krieg ich ganz schlecht Luft.
Ich glaube, ich hab mich bei Leons Allergie angesteckt.
Hektor. Allergien sind nicht ansteckend.
Nein? - Nein.
Aber, ich sitze grad ganz schön in der Tinte.
Ruprecht war in der Theater-AG.
Was? Ich dachte du hast ihn längst zurückgezaubert?
Nein und...
Kann es sein, dass ich ihn nicht wegzaubern kann, wenn er nicht will?
Ich hab's dir gesagt. Hörner auf der Stirn.
Nun komm, uns wird schon etwas einfallen.
(Hektor) Aber auf mich hört ja keiner.
Unterweltwesen sind wie Schokoladenflecken.
Was?
Ja, die gehen ganz schlecht weg.
Mhm!
Wenn er doch nur irgendwie den Nikolaus bei uns finden könnte.
Ich glaube, der hat einen guten Einfluss auf ihn.
Ha! Nikolaus.
Habe ich ganz vergessen. Ich hab ihn gesehen.
Den Nikolaus? - Ja!
Hast du nicht in deine Stiefel geschaut?
Doch. Es war ein Brief darin.
Ich war mir nicht sicher, ob der nicht von Oma ist.
Denkst du, ich kann eine Oma nicht vom Nikolaus unterscheiden?
Ich sah ihn hereinkommen. Leise, wie ein Geist.
Nur viel dicker.
Dann...
Dann muss ich ihm antworten.
Ich muss ihm sagen, er muss kommen, um Ruprecht zu holen.
* Stimmengewirr *
Bei dir hab ich gehofft, dass wir uns wiedertreffen.
Papa. Können wir nicht auch mal Weihnachten oder Nikolaus feiern,
wie alle anderen in meiner Klasse?
Wir sind nun mal keine Christen.
Aber auch keine strengen Muslime.
Aha. Wer sagt das?
Mama. - Tatsächlich?
Sagt sie das?
Wie wär's, wenn wir uns eine schöne Zeit machen?
Wäre das nicht eine gute Idee?
Und was hat das mit Weihnachten oder Nikolaus zu tun?
Na ja. Ein netter bärtiger Mann,
der mit seinem Helfer Geschenke an Bedürftige verteilt.
Ist doch 'ne gute Idee.
Das stimmt.
Ja,und?
Naja. Bei uns heißen die Hizir und llyas.
Und wir feiern das im Frühjahr.
(Layla) Aber der Ruprecht war heute bei uns in der Schule.
Er will uns Geschenke machen.
Jetzt ist aber Schluss.
Die nimmst du auf jeden Fall nicht an.
Wieso nicht? Ihr schenkt mir ja nichts!
Du gehst jetzt erst mal in dein Zimmer. Los!
Layla, Schatz. Musst du nicht Hausaufgaben machen?
Ja. - Also dann.
Geschenke!
Warum bist du so streng?
Ruprecht? Was machst du da?
Schmeckt wirklich seltsam, dein Kräutertrunk.
Das ist ein Aquarium!
Du hast die Abmachung gebrochen.
Was? - Du hast unseren Handel erwähnt.
Dafür werde ich dich bestrafen.
Du wolltest artig sein.
Na, warte.
Mach das Licht an. - Du hast es kaputt gemacht.
Dann zünde ein anderes an. Sofort.
Dann fängst du mich nur.
Nein, ich gelobe, deine Untat zu vergessen.
Glaubst du, darauf falle ich rein?
Ich flehe dich an, werte Layla.
Bitte!
Wie hast du das gemacht? - Was denn?
Dieses Licht da zu entzünden, von da?
Einfach so? - Ja.
Das ist ja wunderbar.
Das reicht.
Ich bin dir sehr dankbar für das Geheimnis.
Ich verzeih dir deine Schwatzhaftigkeit.
Sag mal,
nennt man dich eigentlich auch llyas?
Hyas?
Nicht in dieser Gegend.
* Hektor schnarcht *
Lilli.
Lilli.
Lilli.
Lilli. Da war er wieder. - Wer?
Der Nikolaus. - Was?
Er hat deine Stiefel gesucht.
Der wollte bestimmt auf den Brief antworten.
Aber meine Schuhe stehen draußen.
Mist. Oh nein, Mümmelmann.
Was hast du getan.
Siehst du. Da haben wir den Pickelsalat.
Er hat deinen Bruder verpustelt und sich ein kuscheliges Bett erschlichen.
Ein Bett, in dem Drachen
nie schlafen dürfen.
Sei nicht so eifersüchtig, Hektor.
Ein Kaninchen?
Ja, ähm...
Morgen, Leon.
Es tut mir leid. Zeig mal deine Wange.
Das ist voll süß.
Ja, das ist es.
Hat Ruprecht dir das geschenkt?
Ja. Woher weißt du das?
Er war auch bei uns.
Was? Habt ihr auch das Geschäft mit ihm gemacht?
Ich krieg ein neues Skateboard.
Mist! Du weißt, dass du jetzt absolut artig sein musst?
Ach, was soll denn schon passieren?
Das ist kein Spaß, Leon. Er bestraft einen sonst.
Versteck dich.
Oma? 'Ja?
Wo ist denn deine Gehhilfe?
Hab ich vergessen.
Heute ist es irgendwie nicht so schlimm.
Ja, Lilli. Wo kommt das Kaninchen her?
Leon, wie siehst du denn aus?
Ist nicht so schlimm. Bitte nicht Mama sagen.
Mh-mh. Mach ich nicht.
Die Rentierallergie hat dich wirklich sehr erwischt, was.
Komm mal mit. Ich hab eine gute Salbe.
Das war knapp.
Und? Noch keine Antwort vom Nikolaus?
Nein. Er hat nur den Brief mitgenommen.
Aber darauf kann ich nicht warten.
Ich hab dem Nikolaus geschrieben,
dass Ruprecht Heiligabend zum Theaterstück auf den Markt kommt.
Aber ich muss jetzt was unternehmen.
Ja, sofort. Unbedingt, jetzt gleich. Aber was?
Ich muss es mit dem Hexensprung versuchen.
Aber dazu brauchst du doch etwas aus seiner Zeit, und das hast du nicht.
Doch. Ihn und seine Kleidung.
Wenn ich ihn ganz doll festhalte,
müsste ich mit ihm dahin springen können, wo er hergekommen ist.
Du meinst, zurück ins Mittelalter?
Das könnte klappen.
(Hektor) Vielleicht.
Sind das Schlittenspuren?
Erlebt.
Der Nikolaus lebt.
Nein!
Lilli, du hast Besuch.
Na, dann... Viel Spaß.
Ich will wissen, wer dieser Ruprecht-Typ ist?
Das kann ich dir nicht sagen.
Hey, was soll das?
Ich muss sicher sein, dass er nicht herkommt.
Er hat Angst im Dunkeln.
Ruprecht hat Angst im Dunkeln?
Lilli, der ist voll gefährlich.
Was ist denn passiert?
Er wollte mich einsacken, wie Herrn Reipolt.
Nur, weil ich die blöde Abmachung erwähnt habe.
Du meinst...
Er kriegt das irgendwie mit,
wenn man sich nicht an die Regeln hält?
Ja! Er ist durch mein Fenster eingestiegen,
hat mein Aquarium getrunken und meine Lampe zerstört.
Das ist doch kein Theater mehr, Lilli.
Hier stimmt doch etwas nicht.
Es tut mir Leid, Layla.
Ich kann dir nicht mehr sagen. - Was hab ich dir denn getan?
Ist es, weil ich Hausaufgaben mache, pünktlich bin
und keine tausend Armbänder trage?
Nein. Das ist es nicht.
Oder, weil ich keine deutschen Eltern habe?
Nein. Auf gar keinen Fall. - Was ist es dann?
Vielleicht...
Muss ich es dir sagen.
Ich weiß eben nur nicht, wie.
Ich hab ihn her... -(Hektor) Nein.
Pst. Nicht!
Igitt! Was ist denn das?
Hektor!
Es ist so... - Du darfst ihr nie erzählen,
dass du eine Hexe bist.
Was? - Das hast du ja jetzt übernommen.
Ich? Ich würde niemals, gar nie nicht jemand sagen,
dass du eine Hexe bist.
Du hast einen sprechenden Drachen?
Ja, er passt normalerweise
auf mein Hexenbuch auf. - Ein Hexenbuch?
Du musst ihr sofort den Kuss des Vergessens geben.
Einen Kuss? Auf keinen Fall! -(Hektor) Ja.
Ich verstehe das nicht.
Es ist meine Schuld. Was Ruprecht da bei dir angestellt hat.
Ich hab ihn hergezaubert.
Und jetzt krieg ich ihn nicht wieder in seine Zeit zurück.
Du bist wirklich eine Hexe?
Ja, und ich könnte wirklich deine Hilfe gebrauchen.
(Hektor) Hallo? Du bist eine Geheimhexe.
Lilli, ich sag nur: Kuss des Vergessens. Hexenbuch Seite 300.
Hektor. Fünf Minuten Drachenpause. Bitte.
Ich habe einen Plan.
Wir müssen Ruprecht in den Theatersaal locken.
Warum dahin?
Da kann man es mit einem Schlag schön dunkel machen.
Und wie kriegen wir ihn dahin?
Indem wir gegen seine Regeln verstoßen.
Und uns richtig unartig benehmen.
Kriegst du das hin?
Ich versuch's.
Ich hab zur Sicherheit noch Zaubersprüche dabei.
Komm schnell.
* Stimmengewirr *
(Frau Schnabel) Ich mach das. Ihr Könige, geht rüber.
Ins Morgenland, ja?
Frau Schnabel? - Ja?
Hab ich Ihnen schon von Knecht Ruprecht erzählt?
Nein, aber wir machen Krippenspiel, kein neues Stück.
Herr Reipolt ist ja leider krank.
Nein, er ist nicht krank.
Knecht Ruprecht hat mit uns ein Geschäft gemacht
und Herrn Reipolt weggezaubert.
Was redest du da, Layla?
Ruprecht? Ruprecht? Hast du gehört?
Ich hab wieder von dir erzählt.
Was guckt ihr so? Habt ihr noch nie ein unartiges Mädchen gesehen?
Layla!
Wir müssen noch unartiger sein. Gehst du zum Licht?
Okay, aber ich kam gerade in Fahrt.
Lilli! Lässt du die Kerze bitte am Kranz?
Nein. Die brauche ich für den Hexensprung.
Was? Ihr zeigt euch heute alle von der schlechtesten Seite.
Ich weiß. Das ist Absicht. - Wie bitte?
Also...
Tractare artis...
Unen„ * Gezwitscher *
* Gelächter *
Entschuldigung, das hat nicht ganz geklappt.
Sie sollten ganz zum Vogel werden.
* Gezwitscher *
* Gezwitscher *
Ich kann Sie irgendwie nicht richtig verstehen,
könnten Sie das noch mal wiederholen?
* Gezwitscher *
Tractare artis...
Geht es Ihnen nicht gut, Frau Schnabel?
Das Lachen wird euch noch vergehen.
Layla! Licht aus!
Lilli, du hast das Geschenk nicht verdient.
Layla, schnell! * Gezwitscher *
Was?
Tractare artis magicas...
Das ist Schulgelände.
Zutritt nur für Erziehungsberechtigte.
Das bin ich doch länger als Sie.
Mist.
(Ruprecht) Macht das Licht an. -(Lilli) Vergiss es!
(Ruprecht) Lass mich los! - Layla!
Lass mich los!
Wo bin ich? - Layla?
Ja?
Ist Ruprecht bei dir?
Keine Ahnung.
Moment!
Ich habe doch noch die Kerze vom Adventskranz.
Ich hab hier ein Stück Stoff von seinem Ärmel in der Hand.
Ich wollte ihn aufhalten,
aber da hab ich wohl dich erwischt.
Mist. Er ist nicht hier.
Merkwürdig.
Jetzt versteht man, warum er nicht ins Mittelalter zurückwollte.
Lass uns schnell wieder zurück. - Nein.
Wir müssen herausfinden, warum er eingesperrt war.
Du meinst, wenn wir ihn aus dem Kerker holen,
geht er freiwillig in seine Zeit zurück?
Ja.
Nur...
Wie kommen wir hier raus?
Kannst du nicht was zaubern? Ich meine,
keine Vogelstimme, was Nützliches.
Ich hab nur ein paar Tiere, in die ich dich verwandeln könnte,
aber bei Frau Schnabel hat's nicht gut funktioniert.
Na, toll.
Mit dem alten Weihnachtsbaum hier, könnte es klappen.
Na, klar!
Diese Mist-Gören.
Mit mir nicht.
Alles gut? - Geht schon.
Ich hab's geschafft.
Wer bist denn du?
Ich bin Lilli.
Geh sofort rein. Du bist eine Gefangene.
Mich hat aber niemand gefangen genommen,
wie kann ich denn da eine Gefangene sein?
Das ist mir gleich. Befehl von Graf Tetrich.
Graf Tetrich?
Hat der Ruprecht eingesperrt?
Natürlich, das ist sein Verlies.
Und warum hat er es getan?
Nicht deine Sache, Naseweis! Ab ins Loch!
Tut mir leid, ich muss den Grafen sprechen.
Tractare artis magicas, Custodia mutare in musca!
Ja.
Wo bleibt die nur.
Du kannst jetzt raufkommen.
Ich lass dir ein Seil runter.
(Layla) Super.
Nun hör auf, mich zu bedrohen.
Du hast ja nicht mal einen Stachel.
(Magd) Was haben die Gören hier zu suchen?
Wow.
Los. Schnell.
Tractare artis magicas, Custodia mutare in musca!
* Gezwitscher *
Cool!
Graf Tetrich?
Wer seid ihr? Wachen!
Wir müssen Euch in einer dringenden Sache sprechen.
Kommt nicht näher! Wachen!
Was tragt Ihr für seltsame Kleidung?
Musst du gerade sagen, in deinen Strumpfhosen.
Pst.
Wachen! - Verzeiht.
Aber, darf ich Euch was fragen?
Warum habt Ihr Knecht Ruprecht eingesperrt? - Er brachte Geschenke.
Was? - Wie blöd kann man sein,
dafür jemanden einzusperren.
Layla! Nicht so unhöflich.
Es macht aber Spaß, unartig zu sein. - Nicht hier!
Entschuldigt, Graf Tetrich.
Hättet Ihr die Geschenke lieber von Nikolaus persönlich?
Oder von Euren Eltern?
Meine Eltern gibt's nicht mehr.
Was ist denn passiert?
Es ist drei Jahre her,
dass meine Eltern aufgebrochen sind.
Sie besuchten, wie jedes Jahr zu Weihnachten, Alte und Kranke,
um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen.
Sie haben geholfen.
Wo immer sie konnten.
In jenem Jahr wurde ein schwaches Kind geboren.
Im Land hinter dem Fluss.
Es war ein warmer Winter.
Der Fluss war zugefroren,
aber nicht genug.
Nicht genug, um die Pferde zu tragen.
Eure Eltern...
sind also ertrunken, als sie das Kind besuchen wollten?
Wenn ich Nikolaus gefangen habe,
wird die Erinnerung an die schreckliche Zeit ausgelöscht.
Es ist fürchterlich, was Euch geschehen ist.
Aber Eure Eltern hätten doch ganz sicher nicht gewollt,
dass es nun allen schlechter gehen soll.
Ja, das ist ungerecht.
All die anderen Kinder können doch nichts dafür.
Ich werde aber sicher nicht hier alleine sitzen,
während alle Welt fröhliche Lieder singt.
Packt sie! Werft sie ins Verlies.
Tractare artis... - Ergreift...
* Blöken *
Mist. Klappt wieder nicht ganz. Los!
Ich brauche die Kerze.
Welch weises Versteck.
Danke. Bist du bereit?
Reißt den Vorhang herunter.
Saltos veneficas.
Wo sind sie hin?
Was ist passiert?
Ich versteh das nicht.
Warum ist hier alles anders?
Das sind alles Kinder, die vermisst werden.
Aber wir waren doch nur ein paar Minuten weg?
Das Weihnachts-Theaterstück fällt aus.
Stille Andacht heute um 19 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt.
Kuck mal. Der Adventskalender.
Alle Türchen sind geöffnet.
Kann es sein, dass heute schon Heiligabend ist?
Ich hätte diese Kerze hier nie anzünden dürfen.
Was hat das denn damit zu tun?
Das war die 4. Kerze vom Adventskranz.
Und die brennt erst am 4. Advent.
Aber weil ich sie schon im Verlies angezündet habe,
sind wir viel später zurückgekommen, als wir aufgebrochen sind.
Du meinst, wir waren fast 3 Wochen weg?
Meine armen Eltern.
Und Ruprecht hat wochenlang weiter Kinder eingesackt.
Ich muss nach Hause.
Oh, nein!
Was hab ich getan?
Mama?
Oma?
Seid ihr da?
Leon.
Sieh mal da.
Oh, nein.
Ruprecht hat ihn erwischt.
Und ich bin an allem schuld.
Lilli, bist du das?
Bist du zurück?
Wo warst du denn die ganze Zeit?
Ach, Hektor,
ich bin so dumm gewesen.
(seufzt) Hauptsache, du bist wieder da!
Ja, aber...
Aber all die anderen Kinder nicht, die Ruprecht hat.
Und ich hab ihn hergeholt.
Warum hast du das denn getan?
Ich...
Ich wollte Leon eine Lektion erteilen.
Ich dachte, es sei unfair,
dass er immer beschenkt wird,
obwohl er ständig nur Mist macht.
Und dabei,
hab ich vergessen, worum es in der Weihnachtszeit wirklich geht.
Wie meinst du das?
Worum geht es denn?
Ich hab's verstanden,
als wir bei Tetrich waren.
Es geht doch nur darum,
dass man mit der Familie zusammen ist.
Nicht so einsam wie Graf Tetrich.
Und jetzt...
Jetzt kann niemand mehr Weihnachten feiern,
nur weil ich Ruprecht hergezaubert habe.
Und ohne Nikolaus nicht wieder wegbekomme.
Nikolaus! Eine Drachensekunde.
Bin gleich wieder da.
Er hat dir geantwortet.
Wer?
Der Nikolaus? - Nein, der Mümmelmann.
Klar, der Nikolaus.
Du bekommst Briefe vom Nikolaus?
Liebe Lilli, vielen Dank für deinen Brief.
Ich komme, wie du vorgeschlagen hast, am Weihnachtsfest
zu eurer Vorführung auf den Markt,
wo du mit Ruprecht verabredet bist.
Ich freue mich schon sehr darauf. Dein Nikolaus.
Ja, das ist es.
Hektor! Wenn ich dich nicht hätte.
Das war doch nichts. Ich hab nur die Stellung gehalten.
Ein Drache muss tun, was ein Drache tun muss.
Das ist heute, in 12 Minuten.
(Hektor) Ah, Lilli! - Gut, wir müssen sofort los.
Warte.
Brauchen wir keinen Plan B? Einen Zauberspruch oder so?
Falls dem Nikolaus was dazwischen gekommen ist.
Das hilft bei Ruprecht nicht.
Man kann alles verzaubern,
nur keine magischen Wesen. - Ja.
Ja. Ja. Das ist es!
Ich verzaubere alles andere
außer Ruprecht. Hektor, wo ist das Hexenbuch?
(stotternd) Was hast du denn jetzt wieder vor?
Kennst du den großen Zeitzauber?
Lilli!
Der ist doch nur etwas für ganz große, ausgewachsene Hexen.
Ich habe keine andere Wahl, Hektor.
Was ist denn der große Zeitzauber?
Der hält die ganze Welt an und friert alles ein.
Was?
Das darfst du gar nicht wissen.
(Frau Schnabel) Auch heute, am Heiligabend,
gibt es noch keinen brauchbaren Hinweis dafür,
was hier eigentlich vor sich geht.
Es gibt Berichte über einen Mann mit Hörnern,
der wohl Kinder einfängt. - Es ist schon 19.05 Uhr.
Aber das ist ja eher ein Märchen.
(Hektor) Genau, alles nur erfunden wie Hexen und Drachen.
Oh Gott!
Da ist Ruprecht.
Oh Gott! - Auf wen wartet ihr?
Auf den Weihnachtsmann?
Ich sag euch mal was, den gibt es nicht.
Ich hab ihn überall gesucht.
Der ist weg. Ist verschwunden.
Er hat uns hängen lassen.
Jeder einzelne von euch
hat sich was zuschulden kommen lassen.
Ich werde euch bestrafen.
Nein, Ruprecht!
Das ist falsch. - Lilli?
Du schon wieder. Du kannst mich nicht aufhalten.
Lilli, beeil dich!
Tractare artis magicas...
tempus... tempus... obi... obriscere!
Ah!
Ein Zeitzauber?
Ihr seid klüger als ich dachte.
Ruprecht, du machst alles falsch. Ich meine...
Sieh dich an, was aus dir geworden ist.
Was aus mir geworden ist?
Das, was ihr verdient habt. - Nein, nicht den Sack!
Ruprecht. Nikolaus wird kommen.
Heute, hierher.
Das glaubt ihr doch selber nicht.
Ihr hässliche Kreatur.
Immerhin hab ich keine Kleiderhaken am Kopf, du Pelzgesicht!
Los, weg hier!
Jetzt seid ihr fällig.
Hier!
Scheiße, er kommt näher.
Wir schaffen das.
Nein. Da lang. Komm.
Komm, Layla!
Schnell!
Komm mit!
Wenn die Zeit still steht, kann der Nikolaus doch auch nicht kommen, oder?
Er ist ein magisches Wesen genau wie Ruprecht.
Wir müssen nur durchhalten, bis er da ist.
Okay.
Was passiert, wenn es nicht gelingt, die Welt jetzt zu verbessern?
Dann bleibt sie für immer eingefroren.
Da kommt Ruprecht.
Okay.
Wo ist er?
Ihr habt eure Strafe redlich verdient.
Wo bleibt der Nikolaus denn?
Seht da!
Ob er das ist?
Wer soll es sonst sein?
Nein, ich geh nicht zu ihm hin.
Sieh, was aus mir geworden ist.
Er wird nicht mögen, was ich getan habe.
Ruprecht, er ist dein Freund.
Vertrau ihm.
Nein. Das war einmal.
Du musst zu ihm, Ruprecht.
Die Einsamkeit macht dich böse.
Es ist wie bei Tetrich, der nicht ertragen kann,
Weihnachten als Einziger allein zu sein.
Tetrich hat mich eingesperrt. Er ist böse.
Nein, er ist nur allein, wie du.
Warum besuchst du ihn nicht mit Nikolaus zusammen?
Was?
Ja. Du hast selbst einmal gesagt, Böses macht einen böse,
aber dann kann Gutes einen auch gut machen, oder?
Und wer soll Tetrich sonst erklären,
warum in seiner Welt Weihnachten gefeiert werden muss?
Damit alle spüren, dass sie nicht alleine sind,
und dass sie geliebt werden. - Ja, genau.
Manchmal klingst du schon so wie er.
Du hast recht. Ich...
Ich muss zu ihm.
Lilli? Glaubst du, die Welt ist jetzt genug verbessert?
Dass die Zeit weiterlaufen kann.
Es fehlen noch ziemlich viele Kinder und...
Moment, Ruprecht.
Was ist mit allen, die du eingesackt hast?
Und die trauernden Eltern? Ich brauche deine Hilfe!
Sie brauchen alle den Kuss des Vergessens.
Und wir müssen Spuren beseitigen und...
Du hast es selbst gesagt, Lilli: Hab Vertrauen.
Was? Wie meinst du das?
Du musst an ihn glauben.
Er macht das?
Er macht das. Er hat es immer gemacht.
Klingt auch nicht verrückter wie der Rest vom Tag.
Ich versuche es. - Hab keine Angst.
Lebt wohl. - Leb wohl.
Tschüss, Ruprecht.
Alles cool. Wir sehen uns wieder.
Wiedersehen, werte Damen.
Lilli, das war das Beste, was ich je erlebt habe.
Ja, es war echt toll, dass du dabei warst.
Und den Rest macht der Nikolaus?
Du hast es selbst gehört.
Hab Vertrauen.
Ups? Was ist denn hier passiert?
Lilli, wie seht ihr denn aus?
Ich weiß auch nicht.
Aber steht euch.
Das sieht nach einem Theaterstück aus.
Ja, genau! Ruprecht ist doch in seine Zeit zurück.
Es ist also, als wäre er nie hier gewesen.
Das ist ja fantastisch.
Das heißt, wir haben die Welt wirklich verbessert.
Und alles könnte weiterlaufen.
Ja, ich denke schon. Wenn ich den Zauber löse.
Danach musst du ihr aber sofort
den Kuss des Vergessens geben, klarofax?
Ich weiß.
Möchtest du ein Freundschaftsarmband?
Gern.
Du bist ganz anders, als ich dachte.
Muss du gerade sagen, du... - Hexe?
Hektor? Hepp.
Rogen
Türen schließen.
Tempus moveri.
War das toll? Hat es dir gefallen?
Ich weiß gar nicht, wie ich hergekommen bin.
Du hast einen kleinen Blackout. Lampenfieber.
Hab ich meinen Text vergessen?
Du? Nein. Du warst perfekt.
Vielleicht wollen wir ja mal was zusammen machen.
Echt? - Ja.
Klar.
Danke schön.
Danke!
Woher hab ich das denn?
Steht dir.
Ja. Es ist schön.
Mama.
Tschüss, Layla. Und frohe Weihnachten.
Leon. - Oh, Lilli!
Hallo! Bin wieder da.
Hallo?
Jemand zu Hause?
Hallo, Layla.
Wow!
Was ist denn hier los?
Wir haben uns gedacht...
Wir machen uns eine schöne Zeit.
Eine schöne Zeit zu Weihnachten.
Wir feiern das Frühjahrsfest einfach zwei Mal.
Habe ich selbst gebacken.
Danke!
* Gesang: Fröhliche Weihnacht *
(alle singen) Weihnachtsduft in jedem Raum.
(alle singen) Fröhliche Weihnacht überall.
(alle singen) Tönet durch die Lüfte froher Schall.
Schau mal, Leon. Das sind alles deine Geschenke.
Krass, voll viel!
Wow.
Lilli, du wunderst dich sicher, dass für dich hier nichts liegt?
Nein. Ich bin nur froh, dass wir alle zusammen Weihnachten feiern.
Ja?
Aber natürlich. Wer wäre das nicht?
Vielleicht möchtest du trotzdem mal kurz draußen im Garten nachsehen.
Im Garten?
Und das ist für mich?
Da steht dein Name drauf.
Ein Kaninchenstall!
Einer für draußen.
Das heißt also, ich darf ein Kaninchen haben?
Ist das nicht zu kalt hier draußen für Kaninchen?
Nein. Kaninchen leben ja im Winter auch im Park draußen.
Mümmelmann!
Mümmelmann?
Ja, das Kaninchen hier im Stall.
Das haben wir doch noch gar nicht gekauft.
Dann muss es wohl jemand anderes gebracht haben.
Und wer?
Na, der Weihnachtsmann!
Ja, wer denn sonst?
Dann müssen wir ja noch ein Kaninchen kaufen,
damit Mümmelmann nicht so alleine ist.
Ja. Auf jeden Fall.
Hektor? Bescherung!
Ein Geschenk? Für mich? Mach es auf, mach es auf.
(kichert aufgeregt) Wie aufregend.
Beeil dich.
Tadaa! - Oh! Ein Bett.
Hab ich dir gebastelt. - Woher wusstest du das?
Danke.
Ist vielleicht doch ein bisschen zu klein.
Warte. Gib mal her.
Ich mach's ein bisschen größer. Das geht ganz leicht.
Aber sonst gefällt's dir, ja?
Hektor?
Schläfst du?
Ja. Dieses Bett ist drachenperfekt.
Danke!
* ausgelassene Feststimmung *
Can't find what you're looking for?
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