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NACH EINER WAHREN BEGEBENHEIT
8 JAHRE ZUVOR
DISPATCH - OHIOS GRÖSSTE ABO-ZEITUNG 148 JAHRE ZU DIENSTEN
Mami.
Hey, Schätzchen.
Komm sofort zu mir.
- So schick schon fürs Frühstück. - Amina, Frühstück!
Opa!
- Hey... Guten Morgen, Dad. - Lorraine...
Let me be your whiskey
Be rain.
Danke.
- Oh, Vorsicht! - Ja ja...
Oh, du hast deinen besten Freund wiedergefunden.
Ach... Wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat...
Kommt mir irgendwie bekannt vor.
Keine Ahnung, wen du meinst.
- Wie süß. - Amina, willst du Orangensaft?
Daddy!
- Ich dachte, er kommt morgen. - Was ist heute für ein Tag?
- Gott, es ist der 23.. - Scheiße!
Ich hab's bequemerweise vergessen. Bitte verhaften.
Ihren Vater muss sie treffen können.
- Du stehst auf seiner Seite? - Darum geht es nicht.
Deine Tochter soll ihren Daddy kennen.
Ihr habt euch doch früher mal geliebt.
Ja, aber an mir lag's nicht. Er machte ständig Überstunden
und trieb sich mit sonstwem herum.
Ich weiß.
Komm mal gleich her.
Da ist Daddy.
Okay... So, hier.
Daddy!
Hallo, Spätzchen.
10 Uhr, wie versprochen.
- Ich, äh, bringe sie dann um 6. - Okay.
- Sag tschüss. - Bye, Süße. Komm her.
Alles in Ordnung?
- Du wirkst etwas abwesend. - Äh, ja, ja, mir geht's gut.
Ist nur die Arbeit... Mehr nicht.
Okay.
Achtung, deine Hand, Amina.
Hey, was hast du denn da?
Was ist das?
Soll ich dir was vorlesen? Möchtest du? Ja?
Ich lese das hier vor.
Moment...
- "Riky und Rakys Abenteuer begann im Zoo." - Da gibt es auch Dinosaurier.
- In unserer Geschichte jedenfalls. - Ja.
- Gefällt dir dein neues Kostüm? - Ja, Mama.
Ja! Also, was brauchen wir jetzt noch?
Medikamente! Für Opa natürlich.
- Das ist mehr als sonst. - Okay, aber das
- kosten die Medikamente Ihres Vaters. - So viel habe ich noch nie bezahlt.
Hier sind die Unterlagen.
Unser heutiges Sonderangebot! Nutzen Sie die Rabatte von 20 Prozent
und nehmen Sie Ihren Coupon mit zur Kasse.
- K-Kann ich den Filialleiter sprechen? - Das bin ich, Ma'am.
- Wo ist denn Frank? - Er ist in Rente gegangen
und mit seiner Familie nach Boca gezogen.
- Äh, nur einen Moment. - Ja.
Oh, okay, ich weiß jetzt, was passiert ist. Sie haben Recht.
Wir müssen nur ein paar Infos aktualisieren.
Tut mir sehr leid, Ma'am. Zahlen Sie an der Kasse.
Danke.
Mina?
Amina?
Mina?
Amina!
Amina!
Haben Sie meine Tochter gesehen? Sie ist als Dinosaurier verkleidet...
Haben Sie sie gesehen?
Fuck!
Mina! Haben Sie ein kleines Mädchen gesehen? Sie ist erst vier!
Oh Gott... Bitte helft mir!
Oh mein Gott!
Bitte...
- Haben Sie sie gefunden? Wo sind sie? - Jetzt warte...
Was ist hier los?
- Wir tun unser Bestes, um Amina zu finden. - Karim hat sie entführt.
Das weiß ich.
Er hat sich gestern ziemlich seltsam verhalten.
Mina meinte, dass er am Telefon über mich gesprochen hat.
- Er hat das schon angedroht. - Ja.
Wenn dem so ist, dann fragen wir uns nur,
wieso Karim Amina nicht bei einem Besuch einfach dabehalten hat.
- Woher soll ich das wissen? - Fällt Ihnen etwas ein,
das Sie getan haben könnten?
- Das ich getan...? - Verdammt... Das ist nicht ihre Schuld.
- Das meinte ich nicht. - Sie hat gar nichts getan. Geht's noch?
Er will sicher mit ihr nach Hause.
- "Nach Hause"? - Äh, nach Syrien.
- Syrien... - Er hat ständig davon gesprochen.
Dass er sich Arbeit in einem Krankenhaus bei seiner Familie sucht.
Nach unserer Trennung brauchte ich eine einstweilige Verfügung,
damit er sie nicht außer Landes bringt.
Checken Sie alle Flughäfen.
Was? Was ist denn?
Kein Gesetz verbietet einem Elternteil, sein Kind...
Das ist Entführung! Er hat sie entführt!
...sein eigenes Kind ins Ausland zu bringen.
Wenn das der Fall ist, können wir nichts für Sie tun.
Ist jetzt nicht Ihr Ernst. Er...er kann sie einfach entführen?
Soll...soll das jetzt heißen, dass ich meine Tochter verliere?
Wir gehen strikt nach Vorschrift vor.
Wir haben Straßensperren errichtet und kontrollieren alle Fahrzeuge.
Andere Möglichkeiten gibt es momentan...
Welche anderen Möglichkeiten? Was?
Ich meine, er hat doch mein Kind entführt.
Ja, von welchem Flughafen in Ohio gehen Flüge nach Syrien ab?
- Einen Moment, bitte. - Ja...
Du kannst dich nicht vor mir verstecken, ich sehe dich.
- Da bist du ja! - Flüge nach Syrien starten von
Port Columbus via Amsterdam und liegen preislich bei 750 bis 1.000 Dollar.
- Okay, vielen Dank. - Wir waren in Karims Haus.
Es ist leider ausgeräumt.
Nur ein paar Sachen sind noch übrig.
Haben Sie in Port Columbus nachgefragt?
Wir haben sein Auto im Dauerparkbereich gefunden.
Wir checken noch die Passagierlisten, aber er dürfte das Land verlassen haben.
Karim Saleh Taleb.
Nein, sie hat keine Kontaktdaten seiner Familie.
- Radiologie. - Tut mir leid, ich verstehe nicht.
WÖRTERBUCH ENGLISCH - ARABISCH
Er sagte, sein Vater wohnt in Riad, in Saudi-Arabien,
aber dort ist er nirgendwo gemeldet.
Radiologie? Röntgen?
Sie ist nie dort gewesen und die waren nie bei uns.
Tut mir leid, diesen Name finde ich hier nicht.
- Okay. - Keine Ahnung. Sie sind doch Anwalt,
kennen Sie keinen Privatdetektiv oder so?
Ich mag Ihre Einstellung auch nicht.
Oh Gott.
IHR KONTOAUSZUG TELEFONRECHNUNG 1.105 DOLLAR
Als Karim Amina ins Ausland gebracht hat, galt das nicht als Verbrechen.
Ist das nicht unfassbar?
Ich habe keinen Kontakt mehr zu meiner Kleinen seit...
über zwei Jahren.
HOLT AMINA ZURÜCK
Und jeder Tag, an dem ich sie nicht sehen kann,
ist wie ein Stich ins Herz.
Dank eurer unglaublichen Großzügigkeit
kann ich jetzt nach Washington reisen.
Dort werde ich an jede Tür klopfen und mit jedem Anzugträger reden.
Ich werde alles tun, um meine Kleine wiederzufinden. Ich werde nicht ruhen,
bis sie wieder zu Hause ist - wo sie hingehört.
Meine Mom hat mich verlassen. Ich werde mein Kind nicht im Stich lassen.
Okay...
Ich will dich nicht verlassen.
Nein, hör auf damit.
Ja, du ziehst das durch, so wie ich's dir beigebracht habe.
Ja.
Ich liebe dich.
WASHINGTON D.C. AMINA SEIT 32 MONATEN VERMISST
- Bitte... - Nennen Sie mir Ihr Anliegen.
- Ich will einen Senatsbeschluss. - Eine Befürwortung Ihres Gouverneurs,
- dann kommen Sie wieder. - Sie blockieren die Tür.
Moment mal, ich habe das Recht, hier zu stehen.
Sie kriegen einen Termin innerhalb von sechs Monaten.
Sechs Monate? Da warte ich.
Ma'am.
Äh, sprechen Sie Englisch?
Ich kann die Unterschrift auf meinem Röntgenbild nicht lesen.
Die meisten Entführungen in diesem Land gehen auf das Konto von Eltern.
Ich glaube, da steht "Karim Taleb".
Letztes Jahr wurden über 25.000 Kinder von einem Elternteil entführt
und nichts wird unternommen.
Hier arbeitet niemand, der so heißt.
Okay. Trotzdem vielen Dank.
Mara Danning ist wieder in Washington, um in einen Hungerstreik zu treten,
gemeinsam mit der Protestgruppe, die sie nach dem Verschwinden Ihrer Tochter
vor vier Jahren gegründet hat.
MUTTER AUS OHIO PROTESTIERT WEGEN VERSCHWUNDENER TOCHTER
HELFEN SIE MIR, SIE ZU FINDEN
ICH WILL MEINE TOCHTER WIEDERHABEN!
Darf ich mich setzen?
- Kann ich Ihnen irgendwie helfen? - Nein.
Aber ich kann vielleicht Ihnen helfen.
Hören Sie, Cowboy, ich will einfach nur allein sein, okay?
Ich spüre vermisste Kinder auf.
ENTFÜHRTER SOHN NACH 5 JAHREN ZURÜCK BEI SEINER MUTTER
Sie waren das?
Ist das legal?
So legal wie eine Entführung.
- Ich bin pleite, daher... - Ich weiß.
Behalten Sie's.
Ich möchte Ihnen einen Vorschlag machen: Arbeiten Sie für mich.
Helfen Sie mir, die Kinder anderer Leute zu finden - dann suche ich nach Ihrem.
Ziemlich gut bezahlt ist es auch.
Rufen Sie mich an.
VERMISST SEIT DEM 13. JULI
Mara, das ist Carl, unser Sprachengenie. Er kann alles, was ich nicht kann.
- Er ist mein Stellvertreter. - Der Einzige hier.
Richtig.
- Freut mich. - Danke für Ihren Anruf.
Das ist noch kein Ja.
Okay.
Hier, für Sie.
Hey, das ist was Gutes. Ich habe überall im Nahen Osten Kontakte.
Wir finden sie, bald.
Amina ist verschwunden seit vier Jahren, 86 Tagen und vier Stunden.
- Wann haben Sie das letzte Mal gegessen? - Vor neun Tagen.
Hier.
Ich kann nicht.
Wir sind Ihre beste Option, Mara.
Alles in Ordnung?
Hier.
Wieso wollen Sie mich haben?
- Ich habe nur als Schneiderin gearbeitet. - Nun, um ganz ehrlich zu sein:
- Wir brauchen eine Frau im Team. - Sie wirken weniger verdächtig.
Und Sie sind tough.
Das hier wäre mal 'n Anfang.
Für die Behandlung Ihres Vaters.
Bereit für Ihren ersten Fall? Kommen Sie mit.
Kommen Sie.
Das hier ist Maya.
Und das ist ihr Sohn, JD.
Sein Vater war kaum da, bis er eines Tages beschlossen hat:
"Ich will mein Kind wiederhaben."
Er schlägt sie halbtot und nimmt das Kind mit nach Mexiko.
Ich brauche mehr Infos, sie verschweigt uns irgendwas.
Wahrscheinlich hat sie Angst.
Natürlich hat sie Angst. Also echt, das würde 'n Blinder mit Krückstock erkennen.
Niemand weiß besser als Sie, wie sich das anfühlt, Mara.
Er hat gesagt, Sie könnten ihn zurückbringen. Ist das wahr?
Bitte, ich will nur, dass er bei mir ist.
Ich kann nicht schlafen, ich kriege keine Luft.
Wir werden versuchen, ihn zurückzuholen.
Aber könnten Sie mir erst etwas von Ihrem Sohn erzählen?
Er ist zartbesaitet, wissen Sie?
Er kann stundenlang Bilder malen und...
mag Tiere sehr gern.
- Welche Rolle spiele ich dabei? - Sie sollen das Kind beruhigen,
bis es wieder bei der Klientin ist.
Sie wirken glaubwürdig, alles erscheint so normal.
Ich spiele also die Mutter.
Genau. Wir gehen noch mal alles durch, Schritt für Schritt.
Die Zielperson zu finden ist schwer genug. Danach muss sie
- über die Grenze mit falschen Papieren. - Und wie?
Von Mexiko nach Arizona geht das leicht.
COLIMA, MEXIKO AMINA SEIT 54 MONATEN VERMISST
Es gibt viele streunende Hunde in Mexiko.
Hey... Alles gut.
- Los jetzt, Kinder. Wir gehen, JD, komm. - Wir sind spät dran.
- Na dann. Okay, es geht los. - Hm?
Los.
Sie beobachten ihn.
Scheiße...
Wir sind drin.
Moment mal! Hey, warten Sie.
- Scheiße. - Was?
Der Unterricht ist ausgefallen.
Mist, unser Zeitfenster ist zu.
Wir müssen improvisieren.
- Hey, sind Sie bereit? - Wir können's doch nicht hier machen.
Willst du mit ihm spielen?
Was ist das?
- Nein! Papa! Papa! - Festhalten! Festhalten!
- Papa! Papa! - Festhalten!
- Papa! Papa! - Los, festhalten!
- Papa! Papa! - Na los!
- Papa! - Los!
Was machen Sie denn? Los! Los!
- Los jetzt, los! - Komm mit, keine Angst! Komm mit!
Verdammt, wo ist mein Sohn?
Hey, was glotzt ihr so? Geht's noch?
- Verschwindet! - Fuck!
Ich will dir nicht wehtun, okay? Ich bringe dich nach Hause, zu deiner Mom.
Zu Mama. Möchtest du das?
Brav. Gib mir die Hand.
Scheiße!
Da sind sie, ich sehe sie! Hier lang!
Oh, tut mir leid!
Oh, wow! Hey!
Da lang, da lang!
- Da entlang, kommt! - Los, Leute!
Schnell!
Los, schnell, schnell! Kommt!
Los, fahr, fahr, fahr!
Hey, wir wollen nur...
Okay.
Braver Junge.
Okay, sie ist da.
Warten Sie hier, erst muss sie bezahlen.
- Im Ernst jetzt? - Erst das Geschäft.
- Noch zwei Minuten, versprochen. - Das war's.
- Ich bin Ihnen so dankbar. - Natürlich, ist doch klar.
- Darf ich? - Er wartet.
Danke.
Oh mein Gott!
Oh mein Gott!
Oh mein Gott...
Das Gleiche wie sie, bitte.
Hey.
Wie geht's?
Ihr Anteil.
- Danke. - Wow. Das ist...
Das verdiene ich nicht mal in 'nem halben Jahr.
Das ist nur ein Bruchteil dessen, was ich für Amina brauche.
Wir haben hier etwas Gutes getan. Das wissen Sie, oder?
Ich komme mir vor wie eine Söldnerin.
Wir gehen Risiken ein, das muss bezahlt werden.
- Sie war verzweifelt. - Aber sie hat das Geld aufgetrieben.
Das ist doch gut, oder?
- Ich könnte mir das nie leisten. - Das müssen Sie auch nicht.
Genau, "quid pro quo". Weil ich eine Gegenleistung erbringe.
- Am Ende ja. - Wie lange wird das so gehen?
Manchmal läuft's auch wie geschmiert. Man findet das Kind,
man findet einen Ansatzpunkt. Wie am Schnürchen.
Aber nicht bei mir. Nicht bei Amina.
Nun, Ihr Ex ist ziemlich gut darin, seine Spuren zu verwischen.
aber das wissen Sie. Sie suchen ihn schon viel länger als ich.
- Sie selber haben keine Kinder, oder? - Nein.
Und...
wieso tun Sie das dann?
Nun, ich hatte bei den Marines aufgehört, Panama City Beach.
Ich war ziemlich ausgelaugt und deshalb nicht anderweitig einsetzbar.
Eines Tages war ich beim Veteranenzentrum, auf der Suche nach Arbeit,
als ein Typ zu mir kam und von einer dieser Washington-Moms erzählte,
die ihr entführtes Kind wiederhaben wollte - gegen richtig viel Geld.
Wie sich dann herausstellte, kann ich das echt gut.
Ich hatte damit eine Bestimmung.
Gefolgt von einer eigenen Firma und der Einstellung von Carl.
Der Rest ist Geschichte.
Ist auch mal was schiefgelaufen?
Reden wir jetzt nicht darüber, okay?
Heute war ein guter Tag.
Auf Ihre Zukunft.
- Schottland? - Die Großmutter hat ausgesagt,
- dass der Stiefvater gewalttätig ist. - Ja, er ist vorbestraft,
aber wird auf Geschäftsreise sein, wenn wir in Edinburgh das Kind schnappen.
WIEDERGEFUNDEN
Okay.
STRENG GEHEIM
- Kann ich Ihnen helfen? - Ja, hi.
Wo bekomme ich denn bitte eine Liste aller Krankenhäuser im Libanon her?
Wir haben einen neuen Fall, dringend.
Albanien.
Da geht's momentan heiß her, das reinste Chaos.
Chaos ist eine gute Tarnung.
- Wo sind die restlichen Infos? - Mehr habe ich nicht.
ALBANIEN AMINA SEIT 65 MONATEN VERMISST
Hier muss es sein.
- Kann ich Ihnen helfen? - Da.
- Wir sind wegen der Fenster hier. - Nein, das stört jetzt zu sehr.
Mara, schnapp sie dir. Los!
- Komm! - Aria?
Ja.
- Komm mit, mein Schatz. - Los, los!
Kommt, weg hier, los!
Wo ist meine Mama?
- Zusammenbleiben! - Los, los!
- Mama! - Hier entlang!
- Bleiben Sie stehen, verdammt! - Hey, hey, hey!
Bleibt, wo ihr seid!
- Lassen Sie das Kind los! - Mama!
Lassen Sie sie los!
- Hey! - Aufhören!
Loslassen, hey!
Weg da, weg da!
- Hey! Schnell raus hier! - Nein! Loslassen! Loslassen!
- An die Wand! - Zurück, zurück! Wird's bald!
Loslassen!
- Zurück! Zurück! - Los jetzt, weg hier!
Los jetzt, komm!
Komm schon, schnell!
- Komm! - Na komm schon!
Komm! - Komm, los!
Hey, ab zum Auto!
- Los, los, los! - Wo wollen Sie hin?
Hey, zurück! Zurück! Weg da!
- Nein, bleib hinter mir! Weg da! - Nicht herkommen, zurück!
Bleibt...
- In Deckung! - Weg da!
Los, heb die auf!
- Wag es nicht, mich anzufassen! - Hey! Hey, hey!
Mara!
Lass ihn. Los jetzt, schnell! Wir müssen weg!
- Los, los, los,...! - Komm jetzt!
Fuck!
Wo ist der Transport? Mitch?
- Er hat das Flugzeug abgezogen. - Wer?
Lewis.
Von der CIA? Fuck, warum hast du uns nichts gesagt?
- Die CIA? Was? Wer ist Lewis? - Fuck!
- Hey, die Infos waren nur für Insider. - Insider...
- Hey, hey, hey,...! - Ich bin dein Partner,
- ich muss so was wissen! - Hör auf!
- Was bedeutet das? - Die CIA gibt uns 'nen dreckigen Job.
Der geht schief und sie lässt uns im Stich.
- Stimmt das? Die werden nicht helfen? - Ich denke mir was aus.
- Wir arbeiten doch für Eltern. - Tun wir auch.
Ein Vater will seine Tochter zurück. Wer uns bezahlt, ist unwichtig.
"Ist unwichtig"?
Was wir hier tun und für wen, ist das Einzige, was wichtig ist.
Sieh jetzt zu, wie du uns rauskriegst!
OFFENER FALL
SCHWEIZ AMINA SEIT 71 MONATEN VERMISST
Ich hoffe, du weißt, was du tust.
Ich helfe dabei, Kinder zurückzuholen.
Ist das der beste Weg, Amina zurückzuholen?
Du steckst so viel Energie in dieses Projekt,
da habe ich Sorge, dass
du dein Ziel aus den Augen verlierst.
Hör zu, ich bestimme, welcher Weg am besten ist.
Ich muss Schluss machen. Hab' dich lieb.
Dann 150 Meter und der Veranstaltungsort ist auf der linken Seite.
Jedenfalls glaube ich das, ist nicht ganz klar.
- Ja, Carl macht dort Fotos. - Okay.
Der Haupteingang ist an der Hauptstraße,
aber es gibt noch 'nen Eingang hintenrum, der führt dann durch die Küche.
- Was? - Du bist echt 'n Naturtalent.
Was, wenn wir ihn dem falschen Elternteil geben? Wenn seine Mutter ihm nicht guttut?
Was soll das jetzt?
Ich hätte sie beinahe abgetrieben, Amina,
Und jetzt kann ich nicht ohne sie leben.
Karim traf ich im Krankenhaus, ich hatte Probleme mit meinen Händen und Füßen.
Er hat die Röntgenbilder gemacht. Danach sind wir ein Paar geworden.
Er war freundlich und lustig und hat sich um mich gekümmert.
Mir Sicherheit vermittelt. Ich hatte nie vor, schwanger zu werden.
Ich bin da durchgedreht. Ich habe Karim eine Nachricht hinterlassen
und bin allein in die Klinik gefahren. Als ich die Papiere unterschreiben wollte,
kam Karim angerannt, voller Leidenschaft.
So war das bei allem, was er liebte.
Er sagte: "Wir kriegen das hin, wir schaffen das schon."
Und eine Weile hat es funktioniert.
Dann begann er, sich komisch zu verhalten, kam erst spät nach Hause.
Er wollte, dass ich meinen Job aufgebe.
Und ich habe dann wohl zuviel getrunken.
Du bist da nicht schuld, hast ihn eben nicht richtig gekannt.
Was weißt du, was ich alles für Fehler gemacht habe?
Okay. Eines weiß ich genau:
Die Eltern, die brauchen dich bei diesen Jobs.
Und was ist mit dir?
Brauchst du mich?
Robeson.
Was haben Sie da?
- Und was ist mit Rumänien? - Da bin ich dran.
Petras Vater möchte sie unbedingt wiederhaben.
Sie ist für ihn das Wichtigste auf der Welt.
Ich habe nichts gegen Ihre privaten Fälle,
nur dürfen Sie nicht Ihre Arbeit für die CIA beeinträchtigen.
Okay, aber ich will auch diesen Eltern helfen.
Und bestimmt sind sie Ihnen dafür dankbar. Sie waren aber beim Militär
und sollten deshalb wissen,
dass die Nöte von Hausfrauen und Großeltern nicht ganz so wichtig sind
wie die Sicherheit unseres Landes und seiner Agenten.
Hören Sie auf, meine Aufträge zurückzustellen, Mitchell,
- sonst bekommen Sie keine mehr. - Na gut.
Dann kommt Rumänien ganz oben auf die Liste.
- Und wie läuft es mit Danning? - Gut.
- Sucht sie immer noch ihr Kind? - Natürlich.
Denken Sie daran, die Spur so lange wie möglich kalt zu lassen.
- Warum sagen Sie das? - Karim Taleb ist ein gefährlicher Mann.
- Sie ist ohne ihn besser dran. - Inwiefern gefährlich, Lewis?
Das ist vertraulich.
Sie machen Ihren Job und ich meinen.
- Hi. Sprechen Sie Englisch? - Ja, Ma'am.
Danke. Äh, in Ihrem Krankenhaus liegt ein Patient von mir,
aber ich kann seine Akte nicht entziffern, nur den Namen des Radiologen.
Könnte ich bitte mit ihm sprechen? Sein Name ist Karim Taleb.
Einen Moment, bitte.
Er hat heute keinen Dienst. Möchten Sie ihm eine Nachricht hinterlassen?
- Taleb? - Ja.
T-A-L-E-B.
Wirklich?
Ist er das?
- Ich habe ihn! - Was? Amina...
Oh mein Gott, oh mein Gott...
Komm mit.
Mitch.
Mitchell... Ich habe ihn gefunden.
Karim ist im Libanon.
- Woher weißt du... - Ja. Er arbeitet in einem Krankenhaus,
nicht weit von Beirut. Er arbeitet da schon seit einem Jahr.
- Bist du sicher? - Gott, Mitch. Weißt du,
wie viele Krankenhäuser in Syrien und den angrenzenden Ländern ich angerufen habe?
Hunderte. Und plötzlich, einfach so, taucht er nun auf -
unter seinem richtigen Namen.
Darum geht's hier also, hm? Du kommst her, benutzt mich...
Nein. So eine heiße Spur
- hatte ich noch nie. - Klar.
- Ich will da hin! - Was habe ich immer gesagt?
- Denk doch erst mal nach! - Schrei mich nicht so an!
Das hat endlich mal Hand und Fuß, für mich!
Okay, tut mir leid, ich...
Du hast recht.
Es ist eine gute Spur, aber du wirst da sicher nicht alleine hinfahren.
Zum richtigen Zeitpunkt machen wir das wie sonst auch:
- geplant und durchdacht. - Und wann ist der richtige Zeitpunkt,
Mitch? Denn das hast du schon oft gesagt.
Der richtige Zeitpunkt ist jetzt. Wir müssen da sofort hin.
- Ist der Job in Beirut noch aktuell? - Nein, der Job in Beirut ist zu riskant.
Sag ihn doch zu, dann bezahlt dich der Kunde dafür und wir kommen da rein!
Bitte.
Also, wie's aussieht, befinden sich hier die Ausgänge.
Und der Lieferanteneingang. Da können wir am besten die Security umgehen.
Klar, aber wir haben nur eine Einladung, also muss ich das machen.
Aber im Notfall musst du da alleine rauskommen.
- Ja, wäre nicht das erste Mal. - Nein... Das gefällt mir nicht.
- Was? - Ist nicht dein Ernst.
Das ist das perfekte Setting und höchste Angebot, was wir je hatten.
Der Libanon ist immer noch instabil.
Beirut wird vom Militär kontrolliert und diese Leute haben privaten Wachschutz.
Ich muss uns da rausholen, wenn irgendwas passiert.
- Für mich geht das nicht. - Nein, ich komme da vielleicht
- nie mehr hin. - Wir finden einen anderen Weg.
Es ist acht Jahre her. Acht verfluchte Jahre!
Wie lange, glaubst du, kann ich noch warten?
Herrgott nochmal!
- Fuck, was war das? - Ich hab's gesagt. Das ist nichts,
- zu gefährlich. - Gefährlicher als die Kinder
- reicher Staatsmänner wegzunehmen? - Sie sollte den Libanon besser vergessen.
Ist das dein Ernst? Sie hat diese ganzen Jobs durchgezogen,
weil du versprochen hast, dass ein Job ihr Kind sein wird.
Stell dir das mal vor, Mitch, eine Mutter zu haben, die dich so liebt.
Ich wäre dann ganz sicher nicht hier gelandet.
Komm schon, Mann. Hilf uns, die Aktion vorzubereiten.
Dann fahren wir dorthin, erledigen es, wie immer,
und versuchen danach, ihre Tochter zurückzubekommen.
Okay?
Komm schon, Mann, wir schaffen das.
Okay.
- Wir machen's. - Was?
Du musst dich in dem Haus blind auskennen, jedes Zimmer, jeden Ausgang.
Und wir halten uns an die Regeln. Meine Regeln, okay?
Ja.
- Ja. - Danke.
Okay.
Ist für dich.
Ich habe so lange wie möglich auf Amina gewartet.
Als deine Mutter uns verließ, weißt du noch?
Ich wusste nicht, ob wir beide das hinbekommen würden.
Du warst noch so klein, ich erinnere mich.
Wir sind zusammen in den Park gegangen,
du bist rauf auf das Klettergerüst
- und dann runtergefallen. - Ja, auf meine Zähne.
Und da war eine Frau, die kam...
angerannt und sagte:
"Wo ist deine Mutter?" Und du sagtest:
"Meine Mom ist weg, aber mein Dad ist hier.
Und es geht uns gut."
Und da wusste ich, dass es dir immer gutgehen wird.
- Du musst für mich stark bleiben, Mara. - Nein. Dad, bitte nicht...
Sag ihr, wie sehr ich sie liebe.
Hey, Dad...
Ich muss mich jetzt ausruhen.
Ja.
LIBANON AMINA SEIT 96 MONATEN VERMISST
Los, jetzt komm doch!
Alles okay?
- Hi! Mama! - Wer bist du,
- wo hast du Soraya versteckt? - Hey!
Bist du groß geworden! Na komm her. Ist deine Mom da?
Ja.
- Dasia! - Ich komme ja gleich, wir haben Besuch!
Wie schön, dich zu sehen!
- Oh, ist lange her! - Viel zu lange, Dasia.
- Das ist Mara. - Hi!
- Hi. - Hi... Soraya,
- geh und hol den Tee, bitte. - Mach ich...
- Hier hat sich nichts verändert, hm? - Nein.
Manchmal geht's hier zu wie im Zoo. Ich hoffe, das stört Sie nicht,
- aber Sie schlafen im Wohnzimmer. - Oh nein.
Ich wollte Sie von den Männern trennen.
- Das ist sehr nett von Ihnen, danke. - Na dann, kommen Sie.
Robeson hat mir gesagt, dass Ihr Ex-Mann hier lebt.
- Ist es okay, wenn wir über ihn sprechen? - Ja, natürlich.
- Für Sie. - Oh, danke. Danke.
Bitte.
- Sie ist wunderbar. - Sie werden so schnell groß.
Wissen Sie, wo Ihr Ex arbeitet?
Äh, in einem Krankenhaus am Rande der Stadt, denke ich.
Aber i-ich weiß nicht, wo er wohnt.
Ich fahre Sie morgen hin.
Vielleicht finden wir ja was heraus.
Hi.
Ich glaube, ich stehe endlich unter demselben Fleckchen Himmel wie sie.
Ja..
Okay, du fühlst dich ihr jetzt nahe.
Aber du musst dich zuerst auf unseren Job konzentrieren, okay?
Ich weiß.
Er hatte nur einen befristeten Vertrag.
Er ist nicht mehr hier.
Hey, das ist ein Prozess.
Er ist in der Stadt.
Wir werden ihn finden.
- Kannst du dich darin bewegen? - Ich denke schon.
Ja.
Okay. Keine Heldentaten heute Abend.
Schnapp dir das Kind und verschwinde.
Sei vorsichtig, Mara.
Danke schön.
- Sind Sie von der Botschaft? - Oh Gott, nein, scheiß Politik.
Finanzbranche.
Hervorragend.
Bitte geben Sie mir Bescheid, wenn ich Sie anderen Gästen vorstellen soll.
Das ist sehr nett von Ihnen. Äh, können Sie zunächst bitte sagen,
- wo hier die Toilette ist? - Den Gang entlang.
Danke. Oh.
Shukran jazilan.
Ich bringe Salma ihren Tee.
Hallo, Salma. Ich bin eine Freundin deiner Mutter.
- Aber ich will nicht zu Mama. - Wo willst du hin?
- Ich sehe mal nach Salma. - Ja, gut...
Komm, sei ein braves Mädchen.
Okay, wir gehen, na komm.
Alles wird gut.
Was machen Sie mit meiner Tochter?
- Ich werde ihr nichts antun. - Aber Sie wollen sie mir wegnehmen?
Salma, meine Süße, komm her zu mir.
Nicht.
Salma, komm zu mir.
Salma.
Oh mein Gott.
Ist sie das?
- Alles okay? - Fahr!
Ich seh' sie, festhalten!
Ich hab' dich, Süße.
- Los, runter! - Ich hab' dich!
Köpfe runter!
- Einbahnstraße, pass auf! - Shit.
Was war da los?
Mara, erzählst du's uns?
Braves Mädchen.
So ist's gut.
Bist 'n braves Mädchen.
Okay, ist okay.
Er ist da.
Bleibe ich bei Papa?
Natürlich.
Hier, wie vereinbart. Vielen Dank.
Es war ein Unfall, Mara.
Jetzt kann ich nicht mehr Amina suchen, oder?
Okay, ich sehe jetzt mal zu, wie wir nach Hause kommen.
- Ich komme mit. - Nein. Es ist nicht sicher.
Bleib hier im Hotel. Ich will erst rausfinden, ob die Luft rein ist.
Wer ist da?
- Dasia. - Es ist Dasia.
- Dasia! - Okay, okay, okay. Hey.
- Hey. - Hey.
- Sie sollten nicht hier sein. - Ich habe eine Spur.
Zu wem?
Zu Amina.
- Nein... - Los jetzt.
- Wir warten auf Robeson. - Nein. Die Spur ist nicht ewig heiß.
- Ich gehe alleine. - Nein. Du hast ihn gehört.
Nur ein paar Stunden, höchstens. Dann haben wir wenigstens Infos.
Scheiße.
Sie warten lieber hier.
- Rein und raus, okay? - Ja, ich weiß.
- Was machen Sie denn hier? - Das ist mein Gebiet.
Die weitaus wichtigere Frage lautet: Was zum Teufel machen Sie hier,
anstatt in Rumänien zu sein, wie ich es Ihnen befohlen hatte?
Und im Zentrum des Ganzen steht Denning,
die unsere Rückholaktion mit einem Blutbad gefährdet hat.
Eine Frau, die hier nichts verloren hat und Gefahr läuft,
meine Arbeit der letzten acht Jahre zu zerstören.
Eine Frau, die uns da rein- und rausgebracht hat.
- Ist das so? - Ja.
Und Sie mussten diesen Job in Beirut annehmen.
Sie geht mit ihrer jüngsten Enkelin zur Schule.
Wo? Haben Sie Amina gesehen?
Ein Mal. Sie denkt, dass Amina ganz schön rebellisch ist.
Oh, ach ja? Das, das ist gut.
- Um wie viel Uhr ist die Schule aus? - Um 15 Uhr.
- Okay, und bekomme ich die Adresse? - Robeson, noch mal zum Mitschreiben,
da Sie's wohl nicht verstanden haben. Es ist in meinem gesteigerten Interesse,
was somit auch für Sie gilt, dass sie Karim Taleb nicht aufspürt.
Sie haben mich gebeten, Karim nicht weiterzuverfolgen, okay.
Aber wenn ich eine Mutter von ihrer Tochter fernhalten soll,
dann sagen Sie mir sofort, was für eine Scheiße hier abgeht.
Was wissen Sie über das Leben Ihres Mannes hier?
Äh, gar nichts, wieso?
- Warum fragen Sie das? - Es ist spät, ich muss gehen.
Warum? Warten Sie.
Sie muss gehen.
- Moment. Geben Sie ihr bitte die Adresse. - Ich kann nicht.
Bitte, bitte... Als Mutter.
Als Mutter rät sie Ihnen, Ihre Tochter zu besuchen,
sich zu vergewissern, dass es ihr gut geht, und dann zu gehen.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
Viel Glück.
Zur Schule müssen Sie alleine, meine Familie gerät sonst in Schwierigkeiten.
Nein, nein, das ist doch klar.
Sie haben mir in ein paar Tagen mehr geholfen als die Leute zu Hause in Jahren.
Gehen Sie.
- Ich musste sie wegen Ihnen anlügen. - Nein.
Es ist keine Lüge, etwas zu verschweigen.
- Fick dich! - Ich habe Sie zu ihr geschickt,
damit Sie ihr die Chance geben konnten, sich irgendwo einzubringen, richtig?
- Um sie abzulenken. - Um ihrem Leben Sinn zu geben.
- Und nun sind Sie hier mit ihr. - Sie benutzen mich.
Sie müssen sie überzeugen, dass ihre Hinweise falsch sind,
und sie dann sofort hier rausschaffen.
- Und wenn nicht? - Dann kann ich nicht zusichern,
dass sie und ihre Familie sicher sind.
- Vor Ihnen. - Vor wem auch immer.
Ihre Verzweiflung macht die ganze Situation instabil.
Und dann kommen Menschen zu Schaden. Wollen Sie echt dafür verantwortlich sein?
Sie müssen jetzt Ihrem Land dienen, nicht ihr.
Ich weiß, dass Sie das verstehen.
Und gehen Sie nie wieder so auf mich los.
Da, da, da...
Wirkt gut bewacht. Schwere Tore, Wachleute, Sicherheitskameras.
Kein Hintereingang.
Die Schule ist seit 10 Minuten aus.
So ist jetzt ihr Leben?
Hey.
Was?
Ist sie das?
Amina!
Wie war's in der Schule?
Papa!
Hey, hey, hey, die sehen dich! Mach die Tür zu.
Wir sind ohne Plan. Wenn du nun was tust, verrätst du uns und ruinierst alles.
Verdeck dein Gesicht.
Nein! Hey! Hey! Fuck...
Du bist in Sicherheit. Ich bin deine Mutter.
Mina! Amina!
Schon gut...
- Verdammt, was machst du da? - Los, nimm sie! Nimm sie und ab zum Auto!
- Komm! - Mina!
Vorsichtig! Sei vorsichtig!
- Versuch, sie zu beruhigen. Beruhige sie. - Nein, nein, nein,...
Komm schon! Verdammt...
- Hey, Mara, mach schon! - Ist schon gut, ist gut.
Niemand wird dir was tun, okay?
Fuck! Komm schon!
Ich bin deine Mutter.
- Was heißt das? - Keine Ahnung. Echt!
Amina!
- Was machst du da, Carl? - Papa! Papa!
- Carl, fahr los! - Okay. Komm schon, komm schon, komm schon!
Verdammt, jetzt komm schon! Spring an! Okay, jetzt, na endlich.
Komm!
- Nein, nein. Sie kann hier nicht bleiben. - Mach auf, mach auf!...
Nur bis es sich gelegt hat.
Schon gut, schon gut, hier lang. Spricht sie Englisch? Ich weiß es nicht.
Hallo Amina, ich bin Dasia.
Du bist hier sicher, niemand wird dir etwas antun.
Sie hat dich sehr lange gesucht, acht Jahre.
Seit dich dein Vater aus Amerika hergeholt hat.
Sagen Sie ihr, ich liebe sie. Und dass sie nie hätte herkommen dürfen.
Ich habe es nicht gewusst und ich...ich konnte sie nicht finden.
Und ich, ich will sie nur nach Amerika zurückbringen,
um ihre Mom zu sein. Um deine Mom zu sein.
Sie ist deine Mutter. Sie ist deine Mutter, Amina.
Ich habe keine Mutter. Meine Mutter ist tot.
Was?
Sie sagt: "Ich habe keine Mutter. Meine Mutter ist tot."
Was ist hier los?
- Was zur Hölle!? - Es ist nicht so, wie es aussieht.
- Wirklich? - Wir hatte keine Wahl.
Oh Gott...
Wir müssen hier weg.
Fuck...
Amina. Amina, du musst mitkommen.
Amina, jetzt beruhige dich. Es geht nicht anders.
Hier, für Sie.
Sie hätten es besser wissen müssen.
Das war der falsche Weg.
Also, äh, Carl meinte eben, du kannst gut Englisch.
Du bist stur, hm?
Das scheinst du wohl von mir zu haben.
Aber vielleicht täuscht er sich auch.
Ich bin in der Schule die Beste in Englisch.
Du warst schon immer superschlau, Mina.
- Amina. - Amina, entschuldige.
Oh, äh,
ich nehme den überallhin mit, seitdem du weg bist.
Und auch...
Äh... Das sind wir beide.
Das war an deinem vierten Geburtstag.
Und jetzt...bist du viel älter.
Hast du irgendwelche Hobbys?
- Schwimmst du noch gerne? - Wir haben einen Pool.
- Wow, echt? Habt ihr? - Ich schwimme in der Mannschaft.
- Ich bin... Wie heißt das? - Oh, Kapitän?
- Kapitän. - Wow.
Weißt du, äh, ich habe dir Schwimmen beigebracht.
Zu Hause am See, mit deinem Opa.
- Ich habe hier meinen Jaddy. - Deinen "Jaddy", nennst du ihn so?
Wo ist er?
Er ist tot. Äh, er war sehr lange krank,
aber ich soll dir von ihm ausrichten, dass er dich...sehr, sehr lieb hatte.
- Du hättest warten sollen. - Ich bin's aber leid zu warten.
- Und hatte die eine Chance. - Du bist rücksichtslos.
Ich bin ihre Mutter!
Ich habe sie gesehen, verstehst du?
Nach so langer Zeit.
Ich habe mir das so lange vorgestellt.
Mein Herz, Mitchell... Ich konnte nicht warten.
Mitch, sie hasst mich.
Ich habe mir vorgestellt, wie sie mir um den Hals fällt,
aber jetzt sieht sie mich an, als wäre ich ein verdammtes Monster.
Wie kommen wir aus dem Land raus?
Amina muss wieder zurück zu Karim.
- Ist das ein Witz? - Ich kriege sie hier nicht raus.
Wir sind sonst alle in Gefahr.
Warum? Was ist passiert?
- Du musst mir vertrauen. - Äh, was, vertrauen?
- Ja. - Nachdem ich das geschafft habe,
wobei mir niemand helfen wollte, sagst du mir, sie soll wieder zurück?
Verdammt, was ist hier los?
- Lass mich... - Wenn du mich übergehst, töte ich dich.
Wenn du sie anrührst, mach' ich dich fertig!
- Hör auf. Hör auf! - Was ist los?
- Sag's mir! - Verdammt...
Karim hat Kontakt zu den Muslimbrüdern.
- So, jetzt weißt du's. - Was?
Er ist anscheinend von Verwandten gezwungen worden, Geld für sie zu waschen.
Und dann hat ihn die CIA erwischt.
Was, die CIA wusste davon?
Mara, wir nehmen nur Aufträge entgegen.
Mein Kontakt Lewis hat mir erzählt, dass Karim einen Deal mit der CIA hat,
als Informant.
Er arbeitet für sie.
Im Gegenzug lassen sie ihm Amina.
- Lewis hat die beiden hierher übersiedelt. - Oh Gott.
Tut mir leid, ich hab's eben erst erfahren.
Das erklärt alles.
Er behinderte meine Suche in Washington. Und du solltest mich von ihr fernhalten.
Ja.
Okay, die Muslimbrüder.
Ich dachte, er hätte Affären.
Wenn wir sie nicht zurück- und dich hier rausbringen,
wäre er wohl zu allem fähig.
- Bitte hör auf... - Lass mich!
Du hast mich für dich arbeiten lassen,
du hattest Sex mit mir...
Es tut mir leid, okay?
Und was wirst du jetzt tun, Mitch?
Ich habe nämlich nicht vor, sie zurückzubringen. Das wissen wir beide.
Entweder hilfst du mir oder du lässt mich gehen.
Wenn das vorbei ist, will ich dich nie mehr sehen.
Bist du bereit?
Hier, verhüllt eure Gesichter.
- Wo sind wir? - Wir kriegen hier Pässe,
damit wir über die Grenze kommen.
Danke fürs schnelle Besorgen.
Hast was gut bei mir. Ich rufe dich aus Damaskus an.
Ist er dein Mann?
Nein.
- Wohnt er in Amerika bei uns? - Nein, wir...
Wir arbeiten nur zusammen, das ist alles.
Hey, möchtest du schaukeln?
Na komm.
Okay, sitzt du?
Gut, ich halte dich fest.
Okay, bereit? Eins, zwei, drei!
Schau mal, ich habe so einen.
Pässe.
Hier sind Amerikaner. Die wollen Ihre Papiere sehen.
Scheiße.
Fuck.
- Was ist los? - Wir nehmen einen anderen Übergang.
Es ist überall so wie hier.
Wo wollen Sie in?
Weiter, weiter. Yalla!
Sind Sie Amerikaner?
Reisen Sie mit jemandem?
- Warte. Verdammt, was machst du da? - Was das Beste für uns ist, Mitch.
Ist schon gut. Komm, mein Schatz.
- Mara... - Sag, was du sagen musst,
damit uns nichts passiert. Ich verliere sie nicht wieder.
- Hey, stehenbleiben! - Lauf, Amina!
Keine Bewegung!
Runter mit der Waffe! Runter damit!
Los! Fahr, nutz die Chance! Fahr!
Wo fahren wir jetzt hin?
Wir versuchen, woanders die Grenze zu überqueren.
Ich habe Hunger.
Hier.
Ich esse nur Gemüse.
Ich habe nichts anderes.
- Ich will wieder nach Hause. - Ich habe doch gesagt:
Wir fahren jetzt nach Hause.
Nicht nach Amerika.
Mir gefällt es hier. Ich mag meine Freunde und mein Zuhause.
Hör zu.
Du wirst in Amerika ganz viele neue Freunde finden.
Aber Jaddy wird nicht da sein.
- Das stimmt, aber... - Wer dann?
Ich, Mina.
Amina.
Amina... Äh, wir beide.
Ich will aber nicht bei dir sein.
Okay, also...das meinst du nicht so.
Ich will zu Papa. Warum nimmst du mich ihm weg?
Setz dich!
Entschuldige, ich wollte dir nicht wehtun. Alles in Ordnung?
Es ist nur...
Du hast keine Ahnung, wie schwer es für mich war.
Und...wie lange es gedauert hat, bis ich dich gefunden habe.
Aber ich war nie weg.
Was?
Ich war nur zu Hause.
Ich habe dich nie gebeten, mich zu suchen.
- Wo willst du hin? - Ist schon gut, ich... Warte, warte hier.
Wo ist sie?
- In Sicherheit. - Bei wem ist sie?
- Einem Freund. - Ich muss sie sehen. Sofort.
Das tut weh, nicht wahr? Acht Jahre Schmerz.
- Wie konntest du nur? - Es tut mir leid.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid, was ich dir alles angetan habe. Ich schwöre, Mara,
ich, ich hatte keine Wahl. Wäre ich geblieben,
hätte ich euch beide in Gefahr gebracht.
Und nun beschützt sie eine der mächtigsten Organisationen.
Ja, die dir geholfen hat, sie zu entführen!
Weißt du überhaupt, wie verrückt das klingt?
Mir und meiner Familie wurde gedroht, falls ich nicht übersiedle.
Ohne sie wäre das nicht gegangen. Und sie sollte ein besseres Leben haben.
Dafür musste ich nur den Mund halten und mitspielen.
Du hast sie mir weggenommen.
Mein kleines Mädchen.
Unser kleines Mädchen.
Komm mir bloß nicht zu nahe!
Es tut mir leid, okay?
- Hast du gewusst, dass ich dich suche? - Sie haben mir immer erzählt,
dass du dein Leben lebst.
Und das hast du geglaubt?
So war's einfach für mich.
Du hast mir das Wichtigste genommen, das ich je hatte.
Du hast mir mein Leben zerstört.
Und du hast ihr noch dazu erzählt, ich sei tot.
Ich...ich kann nicht verstehen, wieso du mich so sehr hasst.
Nein, ich hasse dich nicht...
Halt den Mund! Es ist mir scheißegal, was du denkst, Karim!
Ich schwöre bei Gott, noch ein Wort von dir und du bist tot!
Du hast ja keine Ahnung.
Aber sie ist nicht mehr das kleine Mädchen, das ich verloren habe.
Und sie kennt mich nicht.
Irgendwie...
bin ich wirklich für sie tot, nicht wahr?
Dank dir.
Versprich mir, dass sie bei dir in Sicherheit ist.
Versprich es mir!
Ich verspreche es.
Sie ist in Sicherheit, sie ist glücklich. Sie hat ein gutes Leben.
- Du hast es doch selbst gesehen. - War das irgendwann mal echt,
das mit uns?
Ja. Ich habe dich geliebt, Mara.
Wirklich.
Du sagst jetzt Amina die Wahrheit.
Sag ihr, dass es deine Schuld ist, dass sie keine Mutter hatte,
die immer für sie da war.
Du sagst ihr alles, was ich unternommen habe, um sie zu finden.
Du wirst sie um Verzeihung bitten und dann hilfst du uns,
wieder zueinander zu finden, okay?
Das werde ich.
Das tust du nicht für dich.
Sondern für sie.
Ich weiß, was meine Tochter braucht.
Schon immer.
Amina, es ist alles gut. Komm.
Hey.
Vergiss nicht,
ich habe dich immer geliebt.
Ja?
- Amina! - Papa!
Als Jugendliche flog Amina regelmäßig nach Amerika, um Mara zu besuchen.
20 Jahre lang arbeitete Mara an der Seite von Robeson,
um einige der 1.100 Kinder zurückzuholen,
die jedes Jahr aus den USA verschleppt werden.
Amina wohnt noch immer im Nahen Osten.
NACH EINER WAHREN BEGEBENHEIT
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