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Original subtitles

Niemand hat mir je gesagt, dass sich Trauer wie Angst anfühlt. - C.S. Lewis

- Ich kann morgen nicht mitkommen. - Was? Wieso nicht?

Hab Hausarrest. Auf unbestimmte Zeit.

Wieso hast du Hausarrest?

Meine Mom hat die Bücher gefunden und ist ausgerastet.

Ich musste sie zurückbringen.

Ich glaube, sie hätte lieber Gras,

als Bücher über Ashley Falls bei mir gefunden.

- Echt bescheuert. - Ja, und weiter?

Ich habe sie zurückgebracht.

Sie hat mich zur Bibliothek gefahren, um sicherzugehen.

- Sie war wütend. Und wie! - Also, hör zu...

Ich denke, meine Theorie ist richtig.

Du hast jeden Tag neue Theorien zu dem Haus.

Wir suchen an den falschen Plätzen.

Die Stadtgrenzen ändern sich nicht nur. Sie schrumpfen.

- Woher weißt du das? - Na, das hat mit dem Stromnetz...

Warte mal!

Komm rein!

Ich sagte, komm rein.

Ashley? Ich dachte, deine Eltern sind mit deinem Bruder im College?

Ash?

Ash!

Herrgott, Ash...

Hör auf, mir Angst zu machen. Das wird einer von Jesses Späßen sein.

Bist du sicher? Soll ich jemanden anrufen?

Nein, es...

ist okay.

Es ist niemand hier.

Komm lieber rüber.

Nein, ist schon gut.

Natalie?

Es ist schön. Und definitiv besser als das letzte Objekt Bonnie.

Ich habe Ihnen das letzte Objekt nur gezeigt,

um es Ihnen auszureden, weil ich wusste, Sie würden weiter fragen.

Sie kennen uns gut.

Nun, dieses Objekt gibt es für denselben Preis und hat mehr Platz.

Ist doch unmöglich. Klingt nach Vorbelastung. Oder?

Könnte schon sein.

Aber es ist auf dem Markt seit etwa drei Jahren.

Da ist der Verkäufer motiviert.

- Wo ist Isabell? - Ich denke, im Auto.

Mach dir keine Sorgen um deine Schwester.

Alles ist besser als ein Zimmer im Wohnheim.

Und dieses Haus hätte definitiv genügend Platz für Isabell.

Sie soll doch bei Ihnen wohnen? War doch der Plan?

Ja, zumindest im ersten Semester.

Und ich kriege endlich mein Klavier.

Hey, Izzy, was denkst du?

- Und Glückwunsch zum Stipendium. - Danke, Bonnie.

- Ich bin sicher, deine Mutter wäre stolz. - Und wie.

Dieses Objekt hätte richtig Platz für deine Kunst.

Das machst du doch, oder?

Kunst?

Sie hat ein Kunststipendium.

Also...

KAPITEL EINS: CHUCK

Es gibt mindestens zwei undichte Stellen im Hauptschlafzimmer.

Das tropft bis ins Erdgeschoss.

- Ich stehe jetzt im Wohnzimmer davor. - Im Wohnzimmer? Wie schlimm ist es?

Ein Dilemma, Bonnie.

Ich schicke Ihnen nachher jemanden, der sich das ansieht.

Meinen Sie nicht, ein Klempner könnte helfen?

- Was? - Alte Rohre sind oft undicht.

Das Dach, ich bin mir sicher. Das Dach war als neu gelistet, oder?

- Das stimmt. Waren Sie in Marias Studio? - Nein, ich checke Marias Studio jetzt.

Ich rufe zurück.

Ich zeige euch für diese Probleme einen einfachen Trick.

Aber erst kommt mein Mann mit seiner üblichen Unterbrechung.

Tut mir leid, ich suche nach weiteren Lecks.

- Ich wollte euch nicht stören. - Ist schon gut.

Wir hatten ein paar böse Lecks durch den Sturm letzte Nacht.

Ich denke, mein Studio wurde verschont.

Ich dachte, du hast Martha in den Ruhestand geschickt.

Ich liebe Martha.

Sie ist schließlich aus meinem ersten Studio in New York.

Sicher, sie hatte bessere Tage.

- Sie ist so gut gewartet wie unser Dach. - Ich hab's ja verstanden.

Du magst Martha nicht. Und jetzt raus hier.

Guten Tag.

Hey, sind Sie mein Nachbar?

Jawohl.

Ich dachte, dieses Haus bleibt für immer auf dem Markt.

- Ich bin Larry. - Ich bin Chuck.

Ich dachte, das ist eine Geisterstadt. Ich kenne niemanden hier.

Wir haben zur Einweihung ein paar Probleme.

Ja? Welche denn?

Nach dem Unwetter letzte Nacht regnet es durch, in fast allen Räumen.

Ja, das passiert in diesen alten Häusern.

Ich hoffe, Ihr alter Nachbar zahlt unsere Regressansprüche.

Er sagte, das Dach sei neu. Es ist definitiv nicht neu.

Tut mir echt leid.

Aber auf Regress sollten Sie nicht hoffen.

Wieso nicht?

Na, der Vorbesitzer hat sich umgebracht, Chuck.

Wussten Sie das nicht?

Sie hatten recht mit dem Dach.

Der Verkäufer hat es vor drei Jahren als "neu" angegeben.

- Haben Sie die Bilder eingeschickt? - Ja.

Ich war da oben, und das Dach ist nicht neu.

Wie konnte das der Gutachter übersehen?

Aber keine Sorge, ich werde das regeln.

Danke.

Und nicht vergessen, Sie schulden mir nächste Woche ein Testimonial,

in dem Sie sagen, wie toll Bonnie Davis Realty ist.

Chuck? Sind Sie noch dran?

Ja, hört sich gut an. Wir hören uns morgen.

Okay, bis dann.

Hey, Schatz!

Maria!

- Wie spät ist es? - Sehr früh, aber sieh mal raus.

Mein Gott...

Sie ist nicht hier!

Wie zur Hölle kommt sie da raus. Hast du sie da rausgestellt?!

Traust du mir das zu?

Nein, aber sie wird da auch nicht selbst rausmarschiert sein.

Was ist denn los?

Was machst du denn hier Martha?

Hey, was geht denn ab so früh?

Hey, Larry. Ich denke, dieses Ding will mir eins auswischen.

Du weißt nicht, wie es hierherkommt?

Ich vermute, meine kleine Schwester entwickelt einen Sinn für dunklen Humor.

Wie geht es Isabell?

Ich meine mental? Wenn ich so fragen darf?

Wieso fragst du mich das?

Ich weiß das von eurer Mutter.

Mit dem Autounfall. Maria erzählte mir die ganze Geschichte.

Tut mir sehr leid.

In dieser Stadt hatten wir schon viele...

Suizide.

Menschen wie sie, mit Depressionen, scheinen besonders anfällig dafür...

zu sein.

Warte, "wie sie"?

Ihr müsst gut auf Isabell aufpassen.

Sie verärgert schnell mal Menschen.

Isabell.

Warte mal. Das war's?

Mehr sagst du nicht dazu?

Wir haben eine wunderbare Bücherei.

Informiere dich mal über die Geschichte der Stadt.

Freunde des Gärtnerns sind willkommen.

Gärtnern?

Tu das nicht.

Wie bitte?

Tu das nicht.

Geht's dir gut?

Wie ist dein Name?

Ashley.

Soll ich jemanden anrufen, Ashley?

Nein.

Glaub mir. Leg die Bücher zurück und geh.

Tu es nicht.

- Hör zu... - Das ist real.

Das ist alles real.

Such nicht danach, sondern verlass einfach diese Stadt.

Sie suchen nach der Forest Road?

Nach was?

Wer immer sich diese alten Archivbücher ausleiht,

denkt, er findet die Forest Road.

Die findet man nicht.

Nein, nie davon gehört.

DAS STROMNETZ DES TIOGA COUNTY

Übrigens, da hinten sitzt ein junges Mädchen,

das irgendwie verstört zu sein scheint.

Außerdem denke ich, jemand hat einen Stapel Bücher

in der Mitte des Ganges der Kunstabteilung liegen lassen.

Ich mache das.

Bitte.

Danke.

FREUNDE DES GÄRTNERNS

Oben: gezeichnete Darstellung der Tragödie im Stadtrat 1980

...Das war das letzte Mal, dass sie lebend gesehen wurden.

- Olivia. - Hi, Mr. Wilson.

Komm doch rein. Meine erste Schülerin im neuen Haus.

Ich nehme deine Jacke.

Setz dich doch.

Was soll ich tun?

Eine Tonleiter vielleicht? Sagen wir die C-Dur.

Also starten wir mit den Basics. Okay?

Keine Sorge, ich unterrichte alle Niveaus.

- Möchtest du Wasser? - Wasser wäre toll.

Ist gleich da.

Es ist schon erfrischend, jemanden wie dich zu unterrichten.

Nicht wie die Kids in meiner Klasse,

die denken, dass sie schon alles über Musik wissen.

Ich denke, das wird gut werden.

Na, du hast doch ein paar Fähigkeiten.

Wieso warst...

Da ist eine Frau am Piano.

Eine Frau?

Ich sollte jetzt gehen.

Warte... Warte, Olivia. Was ist passiert?

Sie hat da gespielt.

Ich konnte ihr Gesicht nicht sehen.

Und ich wollte es nicht sehen.

...vor der Zeit des Internets. Und wenn es Aufzeichnungen gab,

hat die Stadt sie sicher schon lange vernichtet.

Stimmt. Das passierte ja 1980.

Hey, Chuck.

- Da bist du ja. - Maria ist nicht in der Stadt.

Und ich dachte, ich sehe mal vorbei bei den Freunden des Gärtnerns.

Schützt ihr den Garten vor der Gestapo?

Wir besprechen hier Themen,

über die viele Bürger doch lieber nicht sprechen möchten.

War sie da?

Wer ist "sie"?

Na komm. Setz dich doch.

Danke an alle, die heute gekommen sind.

Diesmal blieben mehr Stühle leer.

Und ich verstehe das.

Man redet nicht leicht darüber.

Ich wünschte mir manchmal eher ein Suchtproblem.

Aber wir haben "sie".

Wir wissen doch, warum die anderen nicht auftauchen.

Aus Angst. Ich sage euch...

noch ein Suizid und alle verstecken sich wieder.

Fühlt sich wieder an wie 1980.

Da warst du noch nicht hier.

So schlimm ist es noch nicht.

Ich weiß nicht. Die Bücher sind wieder aufgetaucht.

Irgendwas ist im Gange.

Jahrelang kein Suizid, und jetzt dieses junge Ding, Ashley.

Ich habe so das Gefühl, dass es eine neue Welle gibt.

Jetzt lasst uns hier keine Panik schüren. Okay?

Jedenfalls, Chuck ist neu in der Stadt.

Oh, sorry.

Hallo.

Du fragst dich sicher, was wir bei diesen Treffen machen.

Jeder hier ist in irgendeiner Weise von ihr betroffen.

Sei es durch den Selbstmord eines geliebten Menschen,

oder er wird irgendwie von ihr terrorisiert.

Durch einen verlorenen geliebten Menschen oder durch sentimentale Gegenstände.

Manchmal auch durch Träume.

Träume sind das Schlimmste. Immerzu.

Ich will mein Haus verkaufen. Und wenn ich ehrlich bin...

bin ich so weit, dass ich die Hypothek verfallen lasse.

Scheiß drauf.

Soweit ich weiß, wollten Ashleys Eltern

ihr Haus verkaufen, als es bei ihr losging.

Und das war zu spät. Ich meine, egal in welcher finanziellen Situation du bist.

Du musst gehen, wenn's riskant wird. Und bei ihr war's riskant.

Das spielt dabei keine Rolle.

Sie ist wie eine Infektion. Sie bleibt in dir, wenn sie drin ist.

Bitte entschuldigt. Ich weiß gar nichts darüber.

Worüber redet ihr?

Ihr sagt immer "sie". Ich weiß nicht, wer das ist.

Helen Foster.

Wer ist das?

Diese Frau fügt seit vielen Jahrzehnten unserer Stadt Leid zu.

Und darum halten wir unsere Treffen geheim.

Die Leute ertragen keinen offenen Dialog über Helen.

Sie sagen, wir befeuern damit weiter den Mythos von...

Was Blödsinn ist.

Echt Blödsinn. Sie wissen, sie ist da.

Sie wissen nur nicht, wie man sie aufhält.

Weil man sie nicht aufhalten kann.

Doch, wenn man das Haus in der Forest Road findet.

Forrest Road?

825 Forrest Road.

Da soll Helen gelebt haben in den Vierzigern.

Als sie sich umbrachte.

Aber niemand weiß, wo das ist.

- Weil es nicht existiert. - Ach nein, warte...

Hör zu... Das gab es sicher mal. Oder?

Und jetzt nicht mehr. So muss es sein.

Weil es keiner findet. Und ihr habt es alle versucht.

Vergesst nicht, ihr leiht bei mir die Bücher aus.

Nein, niemand hat es gefunden, weil niemand die richtige Stelle kennt.

Falls es die überhaupt gibt.

Es gibt keine Beweise dafür, dass das Haus noch gefunden werden kann.

Hey, alle verlassenen Gebäude dieser Stadt wurden gecheckt.

Wo soll man noch suchen?

Dann hört auf zu suchen. Schon mal daran gedacht?

Wir müssen das Haus finden.

Ist doch klar.

Zerstörst du das Haus, zerstörst du Helen.

Wenn sie dort gestorben ist,

muss ihre Macht über die Stadt auch von dort kommen.

Ganz offensichtlich liegt das Haus außerhalb der heutigen Stadtgrenzen.

Irgendwo da draußen.

Es tut mir leid, aber ich denke, es ist Zeit, das Meeting zu beenden.

- Gehen wir. - Ist sie da?

Wir sind nur vorsichtig.

Scheiße. Ich verschwinde.

Tja, manchmal beendet sie unsere Treffen abrupt.

Das passiert schon mal. Man muss nur auf die Anzeichen achten.

KAPITEL ZWEI: ISABEL

Kunst?

Sie hat ein Kunst-Stipendium.

Also, was sagen Sie?

Nun, mich erstaunt nur der Preis.

Wenn wir da mal nicht ein paar Leichen im Keller finden.

Von Leichen steht nichts im Exposé.

Hören Sie, in dieser Stadt gibt es nur alte Häuser.

Aber mit guter Substanz. Wie Sie es wollten.

Nächsten Monat müssen wir raus.

Also können wir nicht warten.

Ja, die Substanz ist gut.

Also, sollen wir ein Angebot abgeben?

Isabel, was denkst du?!

Ich weiß nicht, ob es so eine gute Idee war,

mit Chuck und Maria in diese kleine Stadt zu ziehen.

Chuck lebt in seiner eigenen Welt.

Unterrichtet. Gibt Klavierstunden.

Maria ist eingespannt mit ihrer Ladeneröffnung und ihrem Livestream.

Seltsamerweise habe ich diese Träume

von meiner Mutter, seit wir hierher gezogen sind.

Und jedes Mal fühlt es sich so real an.

Ich weiß, Dr. Lewis würde sagen,

ich vermisse sie so sehr, und deshalb fühle ich diese Dinge.

Hey, entschuldige, bitte.

- Mit wem hast du gesprochen? - Das hat letztlich Dr. Lewis mir geraten.

Bis ich Freunde gefunden habe.

Ich nehme täglich hier meine Gedanken und Gefühle auf.

Dummes Zeug.

Denkst du, die Therapie hilft?

Ja, Chuck.

Was soll das? Es kostet dich doch nichts.

Ich bin dein Bruder. Ich will nur wissen, ob sie dir hilft.

Wow! Izzi, die sind gut.

Von wann ist das? Sieht aus wie unser Haus.

Das weiß ich nicht mehr. Zwei, drei Jahre in etwa?

Und das?

Bist du das?

Wessen Hand ist das?

Moms?

Ich weiß nicht mehr, warum ich das gemalt habe.

Ich weiß nur noch, es war kurz nachdem du uns verlassen hast.

Das ist doch Unsinn. Ich...

Vielleicht kannst du morgen die Küchensachen mit auspacken?

Um dich abzulenken?

Alles stapeln, so wie Mom es tat? Weißt du noch?

Ja genau, alle Schüsseln und Teller als Pyramide.

- Und auf einem Zettel stand... - Sie stellen sich nicht selbst weg.

Ja.

Geh bald schlafen.

Mom?

Maria!

- Wie spät ist es? - Sehr früh, aber sieh mal raus.

Sie ist nicht hier!

Wie zur Hölle kommt sie da raus. Hast du sie da rausgestellt?!

Traust du mir das zu?

Nein, aber sie wird da auch nicht selbst rausmarschiert sein.

Was ist denn los?

- Meine Schaufensterpuppe. - Was ist damit?

Sie steht draußen im Garten.

Ach ja? Wie kommt sie dahin?

Verdammt, Isabel, jemand hat sie da rausgestellt.

- Und das traust du mir zu? - Keine Ahnung.

Es geht mir nicht um die Puppe.

Aber das Kleid wäre ruiniert gewesen, wenn es geregnet hätte.

Warte, wie "sie"?

Ihr müsst gut auf Isabell aufpassen.

Sie verärgert schnell mal Menschen.

Isabell.

Warte mal. Das war's?

Mehr sagst du nicht dazu?

Informiere dich mal über die Geschichte der Stadt.

Wir haben eine wunderbare Bücherei.

Freunde des Gärtnerns sind willkommen.

Was denkst du dir eigentlich?

Denkst du, das würde ich Maria antun?

Chuck!

Das war ich nicht.

Wo warst du?

Maria ist nicht in der Stadt und du gehst nicht ans Telefon.

Wo warst du, Chuck?

Na ja...

Larry und ich waren was trinken nach diesem Gartenfreunde-Treffen.

Wieso? Stimmt etwas nicht?

Keine Ahnung. Hier ist es irgendwie eigenartig.

Ich kann es nicht erklären.

Und dann dieses Mädchen an meiner Schule.

Ihr Name ist Ashley.

Sie hat sich gestern umgebracht.

Geht's dir gut?

Ich denke nicht.

Es passieren Dinge, von denen ich nicht weiß,

ob sie Einbildung oder real sind.

Ein Freund in der Schule, sein Name ist Luke...

sagte mir, es gäbe in dieser Stadt etwas,

dass die Menschen beeinflusst?

Hast du davon gehört?

Nein.

Hattest du jemals Selbstmordgedanken?

Mein Herz...

Mein Herz tut oft weh...

wie physischer Schmerz.

Ich hasse dieses Gefühl.

Verschreibt dir dein Therapeut nicht irgendwas?

Da muss es doch Pillen geben, die dir helfen.

Ich kann nicht verstehen, wieso du denkst, ich brauche Medikamente.

Okay, keine Pillen.

Doch, geh zu der Therapie.

Hör auf mit deinen Selbstvorwürfen wegen Mom.

Das ist ein Loch, in das du nicht fallen sollst.

Mom würde dir nie die Schuld geben.

Selbst die Polizei sagt, es war niemandes Schuld.

Es war ein Autounfall.

Zufällige Tragödien passieren immer wieder.

Und die Scheiße ist, dass es diesmal uns passiert ist.

Es passierte nicht uns, es passierte mir.

Ich habe sie auch verloren.

Das war für dich vor langer Zeit.

Ich sehe ein, dass ich nicht sehr oft von mir hören lassen habe.

Nicht sehr oft?

Deine Frau wusste gar nichts von einer Schwester.

Hi.

Ist Isabel daheim?

Ich bin hier.

- Sehr erfreut, Mr Wilson. - Das ist mein Bruder, Chuck.

- Chuck, das ist Luke von der Schule. - Okay.

Auch sehr erfreut. Da lehre ich nächstes Semester.

- Klar, Musikgeschichte. - Du schreibst dich ein?

- Vielleicht. - Los komm, wir gehen hoch.

Okay.

Lass die Tür...

Sorry, lass mich das schnell wegräumen.

Hast du die gemalt?

Ja.

Du hast mir gestern nicht geantwortet.

Auf was denn?

- Hast du etwas gesehen? - Gab es etwas zu sehen?

In dieser Stadt? Ja.

Die Menschen, die Fragen stellen, haben normalerweise was gesehen.

Chuck war auf einem Meeting. Gärtnernde Menschen...

Freunde des Gärtnerns. Ja.

Sie fliegen lieber unterm Radar und nutzen diesen Namen öffentlich.

Aber jeder Mensch hier weiß, sie reden nicht übers Gärtnern.

Worüber sprechen sie denn?

Es gibt Gerüchte, dass es in dieser Stadt schon immer spukt

Habe ich dir von der Bücherei erzählt?

Okay, also vor Jahren hat sich jemand in der Bücherei erhängt.

Und er benutzte einen Stapel Bücher dazu.

Das Unheimliche ist, dass Büchereinutzer

dieselben Bücher als Stapel immer wieder in diesem Gang finden.

Sie haben die Bücher weggeschmissen

und trotzdem taucht dieser Stapel immer wieder auf.

Hey! Sorry, tut mir leid.

Warst du in meinem Studio?

Nein. Wieso?

Gar nichts. Es ist gar nichts.

Tut mir leid. Schön, dich kennenzulernen.

- Deine Schwester? - Angeheiratet.

- Was steckt dahinter? - Gut. Also...

Das alles hat mit einer Frau zu tun, die hier vor einem halben Jahrhundert lebte.

Helen Foster.

Ihre Tochter wurde an der Schule gemobbt. Und zwar fies. Richtig fies.

Und niemand hat was unternommen.

Helen schrieb an die Schule. Sie schrieb an die Familien der Kinder.

Dutzende Briefe. Doch es hörte einfach nicht auf.

Ihre Tochter beging Selbstmord.

Helen fiel in ein Loch.

Verlor den Job und beinahe ihr Haus.

Und dann tötete sie die Eltern der Rüpel und die Rüpel auch.

Und schließlich auch sich selbst.

Sie steckte sich eine Schrotflinte in den Mund und "bumm".

Wo ist ihr Haus?

Niemand weiß das. Nur eine Adresse.

825 Forest Road.

Aber diese Adresse existiert auf keiner Karte.

Hat niemand versucht, das Haus zu finden?

Oh doch, aber was an alten Stadtplänen überhaupt existiert,

ist versiegelt seit den 50ern.

Einmal wollte der Stadtrat darüber abstimmen, die Dokumente freizugeben.

Um alles über den Standort von Helens Haus freizugeben.

Aber dazu kam es nicht.

1980 war das.

Ja.

Niemand weiß, was an diesem Tag passiert ist.

Der Raum war verschlossen, als sie begannen.

Man konnte nur die Mitglieder des Stadtrates sehen und noch eine Frau,

die dort saß.

Helen Foster.

Ich glaube nicht, dass das hier so wird, wie ich dachte.

Diese Träume.

So schlimme Träume habe ich erst, seit ich hierher gezogen bin.

Und so real.

Meist von meiner Mutter.

In einem Traum stand ich mal da, und sie war in der Küche.

Und stand nur da.

Ich sprach sie an.

Sie antwortet nicht. Sie hat nur gestarrt.

Dann hat sie laut geschrien.

Dieser markerschütternde Schrei.

Ich habe den nur einmal gehört.

Kurz bevor sie starb.

Danke, dass du mitgekommen bist. Ich wäre nicht gerne allein hergegangen.

Aber nein, das wird ein Spaß. Gehen wir rein?

Gefällt dir hier etwas?

Sehr viele gute Sachen hier.

Ich liebe es, wenn Bilder etwas verbergen.

Das man erst bemerkt, wenn man sie richtig lange ansieht.

Was?

Nichts, es ist nur... Genau das sagt Chuck über Musik.

Dass man erst nach längerer Zeit Hören herausfindet,

was sich in ihr wirklich verbirgt.

- Sag mal, willst du was trinken? - Gern.

- Sprudelwasser, wenn Sie haben. - Zwei.

Sehr gern.

War das hier Chucks Idee?

Nein, eigentlich war das meine.

Danke.

Na ja, ich dachte, du magst mich nicht.

Wieso denkst du das?

Komm schon...

Ihr wart zufrieden mit dem Leben in der Stadt.

Dem Apartment.

Dann komme ich, ganz plötzlich,

wirble alles um, und ihr seid in der Vorstadt.

Hör zu...

Ich habe eine Schwester. Sie lebt am andern Ende des Landes.

Und wir sehen uns nur immer über meinen Nähblog.

Na ja, sie sieht mich.

Aber wir sind nicht...

Sie hat niemals verstanden, was ich als Kind durchgestanden habe.

Was meinst du?

Nun, ich habe eine bipolare Störung.

Es gibt Medikamente, die das in Schach halten für mich.

Das wusste ich nicht.

Na klar, darüber reden Chuck und ich niemals.

Na ja...

Ich hatte zwei Anfälle, seit wir uns kennen.

Er fand mich einmal mitten in der Nacht...

mit geschwollenen Augen und blutiger Nase.

Ich stand in unserem Haus und wusste nicht mehr, wo ich war.

- Warst du okay? - Irgendwann ja.

Versteh mich nicht falsch, Chuck ist wirklich hilfsbereit.

Er versteht es nur nicht.

Er versteht einfach nichts, was er nicht physisch reparieren kann.

Was du jetzt gerade durchmachst...

das kenne ich. Das wollte ich sagen.

Liebes, komm, lass uns gehen.

Achtung an alle. Die Galerie wird geschlossen.

Bitte gehen Sie geordnet zum Ausgang.

Lass uns gehen.

Es wird schlimmer. Jede Nacht.

Ich will dort weg.

Okay, also auf dem Campus wäre gut, oder?

- Was? - Es ist Chuck.

Er ging weg, als ich klein war, und ich hasste ihn dafür.

Und jetzt will ich weggehen, wo wir gerade wieder eine Familie werden können.

Okay, und was willst du tun?

Ehrlich? Die Forrest Road finden.

- Du bist nicht die Erste. - Chuck hat stapelweise Bücher.

- Vielleicht helfen die dabei. - Die hat jeder ausprobiert.

- Vielleicht hilfst du mir? - Nein.

- Nein? - Nein, ich will nicht involviert werden.

Wieso?

Hör zu, manche Leute glauben, Ashley hätte die Forest Road gesucht.

Und?

Wenn sie sie gefunden hat?

Ihre Freundin sagte, dass seltsame Sachen vor ihrem Suizid passiert sind.

Vielleicht, weil sie Forrest Road gefunden hat?

Ehrlich jetzt?

Was weiß ich? Niemand weiß es. Das ist der Punkt.

Ich gehe dieses Risiko nicht ein.

Ich gehe nicht unter Leitern, ich öffne keine Schirme im Haus,

und ich suche nicht die Forrest Road. Niemals.

Dann finde nur heraus, was Ashley getan hat.

- Was sie gefunden hat. - Hörst du nicht zu?

- Chuck, was ist? - Könntest du schnell nach Hause kommen?

Ja, kann ich machen. Ist alles okay?

Ich denke, soweit ja. Es sollte nur jemand bei Maria sein.

- Was ist mit ihr? - Nichts weiter.

Sie hat sich erschreckt. Kannst du das tun?

Ja, ich brauche zehn Minuten. Bin gleich da.

- Was ist? - Ich muss los. Wir telefonieren.

Was ist denn los?

Alles klar, Maria?

Alles ist gut. Du kannst packen. Ich bin bald wieder da.

Suchst du Helen Fosters Haus?

Wer ist Helen Foster?

Hey...

Darf ich?

Ja.

- Du gehst weg? - Ja.

Morgen. Auf den Campus.

Chuck will, dass ich gehe. Nach dem mit Maria.

Einfach so.

Aus seinem Leben.

Wie geht's ihr?

Nicht gut. Sie werden auch wieder wegziehen.

- Wo wollen sie hin? - Keine Ahnung.

Chuck hält uns hin. Er denkt, er findet sie.

Nun, darüber wollte ich mit dir reden.

Ja?

Ja.

Oh, ich...

Ich traf deine Mom.

Hier sieht sie etwas anders aus.

Nette Frau.

Was hast du gesagt?

Deine Mom. Das ist sie doch?

Sie hat mich reingelassen.

- Das ist nicht witzig. - Wieso witzig?

Meine Mom ist tot, Luke.

Sie starb vor ein paar Monaten bei einem Autounfall.

Du meintest Maria.

Ich...

Wer ist das?

Na, meine Mutter.

Die konntest du nicht sehen.

Verarschst du mich?

Luke...

was hast du gesehen?

Als ich an die Tür geklopft habe, antwortete sie.

Sie sagte, sie wäre deine Mutter. Und ich sagte: Schön, Sie kennenzulernen.

Sie sagte, du bist oben im Zimmer und sie sieht dann später nach dir.

Hey, tut mir leid.

Ich habe mich wohl geirrt.

Vielleicht habe ich mich geirrt. Ich muss gehen.

Isabel...

- Maria? - Isabel, ich bin's, Mommy.

Das Geschirr stellt sich nicht selbst weg.

Wo bist du, Schatz?

Willst du nicht sehen, was du mir angetan hast?

Isabel!

Wohin gehst du?!

KAPITEL DREI: MARIA

Dieses Objekt hätte richtig Platz für deine Kunst.

Das machst du doch, oder?

Kunst?

Sie hat ein Kunststipendium.

Also, was denken Sie?

Nun, mich erstaunt nur der Preis.

Wenn wir da mal nicht ein paar Leichen im Keller finden.

Von Leichen steht nichts im Exposé.

Hören Sie, in dieser Stadt gibt es nur alte Häuser.

Aber mit guter Substanz. Wie Sie es wollten.

Nächsten Monat müssen wir raus.

Also können wir nicht warten.

Ja, die Substanz ist gut.

Also, sollen wir ein Angebot abgeben?

Ja, ich bin morgen in der Stadt. Dann können wir reden.

Ja, super. Und hast du das Stoffmuster mit den Blumen?

- Ja. - Gut. Wir sehen uns dann morgen.

- Okay, ich muss los. - Gute Fahrt.

Bye.

Gibt es einen Grund,

warum du dich auf einmal so sehr für die Ashland Falls interessiert?

Es klingt blöd, wenn ich darüber rede.

Seit wann sagst du was nicht, weil es blöd klingt?

- Essen wir heute Pizza? - Gut. Ruf Isabel an.

Klar.

Hey, was hältst du von Pizza?

Okay.

Was?

Sie sagte nur "okay" und legte auf.

Die ersten Monate Therapie sind meist hart.

So war's auch bei mir in ihrem Alter.

- Bei dir war das was anderes. - Wieso?

Bei dir war's eine Krankheit. Und dagegen half eine Medizin.

Das ist nicht leicht für sie. Du weißt das.

- Ich denke nur, dass Therapien... - ...Schwindel sind.

Ja, ich weiß, was du meinst.

Das ist deine Meinung, behalt sie für dich.

Sie ist aber gefahren.

Du musst verstehen, wie schwer sie damit lebt.

Hier ist es natürlich anders als in der Stadt.

Aber mir geht's gut.

Ich kenne diesen Ton, Maria. Dir geht's nicht gut.

Du gehörst in die Stadt.

Das Leben auf dem Land ist nicht dein Stil.

Und dann mit einem Teenager. Wie läuft's denn mit der Schwester?

Keine Ahnung, Allie.

Ich meine, wir sind froh, dass wir ihr helfen konnten.

- Ich weiß nicht, ob ich das aushalte. - Das meinte ich.

- Chuck verlangt eine Menge von dir. - Ja, schon.

Nun, wir müssen abwarten wie Chuck die Schule gefällt.

Wenn ja, stecke ich fest hier.

- Du, wir müssen los. - Ja, okay. Grüß Mom schön, ja?

- Mache ich. - Liebe dich.

Liebe dich.

- Allie lässt grüßen. - Grüß sie zurück.

- Was Interessantes? - Merkwürdig eigentlich.

Ja? Was denn?

Erst mal der übliche Stadtgeschichtskram.

Begann als Kohlestadt, bla, bla, bla...

Und dann hier... 1953.

Die Stadt ändert willkürlich alle Straßennamen

und zieht die Grenzen neu.

- Wieso das denn? - Weiß ich nicht.

Und das hier...

Dieses Haus war mal...

Rose Lane Nr. 15.

Rose Lane, gefällt mir. Kriegen wir das wieder?

So mit Rose am Briefkasten, meinst du?

Und wie findest du...

Wie finde ich was?

"Die stellen sich nicht selbst weg."

Was machst du?

Ich räume den Geschirrstapel hier weg.

Hey, könntest du Isabel sagen, sie soll ihr Küchenzeug wegräumen?

Das ist kein Wohnheim.

- Okay. - Ich muss los.

- Wünsch mir Glück. - Musst du jetzt schon gehen?

Ja, ich habe ein Geschäft, und das braucht mich manchmal.

Dann lass dein Handy an und fahre vorsichtig.

- Ich sehe dich morgen. Liebe dich. - Liebe dich.

Familien und Freunde einer ganzen Schule trauern heute

um den tragischen Tod von Ashley Stork aus der Gegend von Ashland Falls.

Ihre Leiche wurde heute gefunden. Es war offenbar Selbstmord.

Es ist einfach eine schreckliche Tragödie.

Eine weitere für Ashland Falls. Diese Stadt kommt einfach nicht zur Ruhe.

Ja, aber Ashland hat ein Problem, über das wir...

- Hallo? - Hey, Maria. Alles klar?

- Hey, Riley, was geht ab? - Bist du schon unterwegs?

Hier wird schon wieder über unsere Standplatzierung diskutiert.

Natürlich. Ich brauche zwei Stunden in die Stadt.

- Lass uns nicht verlegen. - Okay, ich versuche es.

Das geht in Ashland schon seit Jahrzehnten so.

Erinnern Sie sich, als 1980 der gesamte Stadtrat tot aufgefunden wurde,

als er die Bücher über die Geschichte der Stadt öffnen wollte?

Erklären Sie das mal.

EINFÄDELN MIT MARIA

Hallo, ihr Lieben.

Danke für euer Verständnis für den späten Start.

Es war ein langer Weg aus der Stadt.

Aber die Messe war toll.

Trotz anfänglicher administrativer Hick Hacks.

Aber denkt nur, das ist so toll, der Verkauf lief riesig.

Inklusive des Abendkleides, das wir zusammen genäht haben.

Und seht euch das an...

Ich habe noch einen großen Teil im Auto.

Allie, wie du siehst, gibt es jetzt mehr als genug Material...

für Brautjungfern-Kleider.

So, diese Messen sind wirklich gut.

Man findet Materialien dort, die sonst kaum zu bekommen sind.

Da wären zum Beispiel importierte Fabrikate oder...

Entschuldigt mich eine Minute.

Hey! Sorry, tut mir leid.

Warst du in meinem Studio?

Nein. Wieso?

Gar nichts. Es ist gar nichts.

Tut mir leid. Schön, dich kennenzulernen.

Hi, das tut mir jetzt leid.

Okay, wo waren wir?

- Wir sind wieder da. - Hey.

Wie war die Galerie?

Na ja, doch interessant.

Was? Nicht zu vergleichen mit Stadtkunst?

Doch, sehr talentierte Künstler. Ich bin kein Kunstsnob.

Es ist eine schräge Sache passiert.

- Was denn? - Tja, das war schon komisch.

Noch während wir standen und uns die Bilder angesehen haben,

da hieß es, wir müssten schnell raus. Als wäre da eine Bombe.

Und wieso?

Sie haben einige Bilder abgedeckt, während wir gingen.

Das war dann die Nacht in der Stadt.

Und mehr gab es hier nicht, also sind wir heim.

Verstehe.

Wir leben nicht mehr im Zentrum der Kultur.

Das sage ich doch nicht.

Es ist schwer, mit Isabel etwas zu unternehmen.

Ich meine, dass es überhaupt eine Galerie gibt hier.

Und jetzt ist sie zu.

Ach, na ja...

Wie war sie?

Kann ich nicht sagen.

Ich bin nur zufällig ihre angeheiratete Schwägerin,

die vor drei Monaten noch gar nicht wusste, dass es sie gibt, also...

Ich kann doch nicht wissen, was normal bei ihr ist.

Ich habe mit ihr nicht länger gelebt als etwa zehn Jahre.

Ich bin für sie eher ein Fremder als ein Bruder.

Deshalb ist sie ja hier.

Hallo, ihr Lieben. Ich...

Tut mir leid, es waren hektische Tage.

Es ist kalt hier im Haus.

Obwohl die Temperaturen noch recht warm sind in Ashley Falls.

Aber das erinnert mich, bald wird es sehr kalt

und wir machen also jetzt warme Pullis für uns,

was, glaube ich, sehr viel Spaß macht.

Stricken als solches ist etwas komplizierter, als zu nähen.

Aber mir macht es mehr Spaß, weil es viel mehr Designs hergibt.

Da denke ich an Weihnachts-Pullis, Halloween Pullis.

Ihr könnt euch da austoben und viel Fantasie zeigen.

Im letzten Jahr bekam Chuck einen "Stirb langsam" Pulli.

Weil das sein Lieblings-Weihnachtsfilm ist.

Meine Schwester Allison ruft mich an.

Allison verfolgt regelmäßig meinen Blog.

Ich weiß nicht, wieso sie anruft, wenn sie weiß, dass ich live bin.

Allie, wenn es warten kann, ruf an in 30 Minuten. Danke.

Jedenfalls, wieso für Chuck ein Film über Terroristen ein Weihnachtsfilm ist?

Aber was ich sagen wollte, ist...

Nun, ihr könnt unglaublich viel machen, wenn ihr die Basics der Pullis...

Tut mir leid. Ich telefoniere wirklich gerne.

Jetzt nervt es mich.

Allie, wenn es um die Brautjungfern-Kleider geht,

keine Sorge.

Ich habe alles im Griff. Siehst du?

Du bereitest das Essen vor, okay?

Hey...

Claire, was ist denn los?

"Du musst aus dem Haus raus."

Okay...

Claire, ich melde mich dann nach der Show, denke ich.

Also, die Basics von Pullis sind...

Ist das hier ein Scherz?

Ich könnte uns für kurze Zeit im Campus unterbringen.

Wir werden Mühe haben, dieses Haus zu verkaufen.

Nimmst du die Pillen?

Ja.

Okay.

Na ja, das letzte Mal, als so was passierte...

Tausend Menschen sahen das, Chuck.

Ich weiß, was immer sie sahen...

Ich hole uns raus hier bis morgen, wenn du willst.

Oder vielleicht heute Nacht.

Doch ich brauche etwas Zeit.

Es war ein Fehler.

Wir hätten nie die Stadt verlassen dürfen.

Isabel wäre ebenso im Wohnheim klargekommen.

- Nein, sie brauchte doch... - Du brauchtest...

Du brauchtest nur deine Absolution.

Das ist dein Weg, den du wählst bei Problemen.

Du hättest das hier nie tun müssen.

Wir hätten das nie tun sollen!

Maria...

- Ich bringe das in Ordnung. - Verdammt!

Was ist denn los?

Alles klar, Maria?

Alles ist gut. Du kannst packen. Ich bin bald wieder da.

Suchst du Helen Fosters Haus?

Wer ist Helen Foster?

Chuck will, dass ich gehe. Nach dem mit Maria.

Einfach so.

Aus seinem Leben.

Wie geht's ihr?

Nicht gut. Sie werden auch wieder wegziehen.

Hallo, Maria.

Isabel...

Komm runter, Schatz, und rede mit deiner Mutter.

Ich weiß, dass du da bist, Maria.

Hey, tut mir leid.

Ich habe mich wohl geirrt.

Vielleicht habe ich mich geirrt. Ich muss gehen.

Isabel...

Maria?

Das Geschirr stellt sich nicht selbst weg.

Wo bist du, Schatz?

Willst du nicht sehen, was du mir angetan hast?

Wohin gehst du?!

Isabel? Isabel?!

- Wo ist sie? - Ich weiß nicht.

- Wo ist sie? - Ich weiß nicht. Geht es dir gut?

Bist du okay?

Okay.

Okay.

Was ist mit deinem Gesicht?

Was meinst du?

- Du blutest. - Was?

Hier...

KAPITEL VIER: FORREST ROAD

Ich hab's getan.

- Du hast es getan? - Was ist los?

Wir müssen reden.

Alle sind besessen von Straßenkarten.

Ob nun in Büchern oder den verschlossenen Akten der Verwaltung.

Niemand kam auf die Karten der Infrastruktur, aber Ashley schon.

Was meinst du?

Das war echt brillant.

Sie fand heraus, dass um 1900 diese kleine Kohlestadt fast elektrifiziert war.

Und sie folgte nicht den Straßen.

Sie fand heraus, wonach wir wirklich suchen sollten.

Dem Stromnetz.

Genau.

Das hat die Stadt nie unter Verschluss gehalten.

Die Bücherei ist voll mit Büchern der Stadtinfrastruktur.

Und in einem Buch gibt es sogar eine genaue Karte mit dem Netzplan von 1923.

Wo soll ich suchen?

Legt man alte und neue Karte nebeneinander,

sieht man, dass die Stadt kleiner wurde.

Genau hier.

Die Stromleitungen gehen hier weiter.

Aber heute ist niemand mehr dort.

Wohin gehen sie wohl?

Da war die Forest Road.

- Ich nehme das mit. - Wie? Sie fahren da hin?

- Ich fahre mit dir. - Izz...

Hey, Chuck, bereit fürs Filmen?

Sie haben mich vergessen.

Wir filmen das Testimoniel heute. Wir hatten doch einen Termin.

Das ist heute wirklich sehr schlecht. Maria fühlt sich nicht wohl und...

Hören Sie...

Ich sehe durchaus ein, dass Sie Probleme hatten.

Der Kerl kostet mich einen Haufen und die Umbuchung noch viel mehr.

- Geben Sie mir 30 Minuten. - Ich kann das.

Hey, Schatz, wie geht's dir?

Niemals besser. Du hast Besseres zu tun.

Ich bin sowieso vor der Kamera besser.

- Ganz sicher? Bist du okay? - Ja.

Du suchst doch die Forest Road.

Fangen wir an.

Ich würde sagen, Sie setzen sich hier hin.

Ich weiß nicht, lieber dort hin.

Hey, eine letzte Bitte.

Kannst du hier bei Maria bleiben, bis wir zurück sind.

Ich dachte schon, ich soll mitkommen.

- Danke für alles. - Danke mir, wenn ihr es gefunden habt.

Kannst du ein bisschen näher ranzoomen.

Weiter... So, das ist gut.

Nein, so geht das nicht.

Bring es raus, immer weiter...

Okay, mal sehen, wie es jetzt wirkt.

Und wie wäre es damit?

Ja, okay.

Zoomen... Noch ein bisschen.

So ist es gut. Toll.

So, Maria, bitte stellen Sie sich der Kamera vor.

Ich bin Maria.

Und der Nachname?

Ich bin Maria.

Okay, fein.

Sagen Sie der Kamera, was denken Sie über mich und Bonnie Davis Realty.

Was machen wir, wenn es das Haus ist?

Verbrennen, bis auf die verdammten Grundmauern.

Wir hätten jemanden anrufen sollen.

Hör zu, Izzy, ich finde dieses Haus.

Wenn du nicht mitkommen willst, ist das okay. Das verstehe ich.

Weiter, Maria.

Ich merkte, dass etwas nicht in Ordnung war...

als meine Tochter aus der Schule kam und weinte.

Verzeihung, Maria, reden Sie darüber, wie Sie auf uns gekommen sind?

Sie wollen wissen, wie ich...

Wie kamen Sie auf Bonnie Davis Realty?

- Izzy... - Und Tochter?

Sie meinten Schwägerin, oder?

- Was sagte ich? - Sie sagten Tochter.

Ich denke, das ist sie mittlerweile für sie und Chuck.

Dann noch mal von vorn.

Erst war das Weinen, dann kam Blut.

Ich fand plötzlich Blutstropfen im Waschbecken.

Das ist ihr Haus.

Das muss es sein.

Traurig.

Was war da bloß los, ich meine...

Sie hat sich ja wohl zur Genüge gerächt.

Wo wollen wir anfangen?

Wir suchen nach Beweisen, dass das ihr Haus ist.

Ich musste doch etwas tun.

Ich musste sie wissen lassen,

dass dieses Verhalten mehr als abscheulich war.

Ich war erst sehr höflich zu der Familie Clark.

Sehr, sehr höflich.

Ich wollte niemanden verletzen.

Ich schrieb Briefe, die genau beschrieben,

was sie meiner Tochter antaten.

Und ich dachte, das hört jetzt auf.

Das hoffte ich.

Doch es wurde schlimmer.

Die Schule hat versprochen, was zu unternehmen.

Doch sie taten nichts.

Ich ging dann zur Stadtverwaltung.

Die wollten mich nicht mal sehen.

Ich schrieb so viele Briefe.

Sie haben nicht geantwortet.

Ich war auch bei ihnen.

Gar nichts.

Gar nichts!

Liebe Frau und Herr Clarke, ich schreibe Ihnen erneut wegen meiner Tochter Mary.

Mary wurde wiederholt von Ihrem Kind und anderen belästigt.

Ich möchte darum bitten, dass dieses Verhalten sofort aufhört.

Herzlichst Helen Forster

Ihr Haus war früher Rose Lane Nr. 15.

Izzy!

Izzy, Izzy!

Wir müssen sofort zurück! Izzy!

Izzy...

Maria?

Ich merkte erst, dass irgend etwas nicht in Ordnung war...

als meine Tochter weinend aus der Schule kam.

Wer ist deine Tochter?

Mary.

Und wo ist Mary?

Tot!

Lasst mich raus!

Izzy...

Es tut mir so leid.

Sie ist hier.

Chuck...

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