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Tommy, es ist echt früh.
Es geht um Valerie.
Interessiert mich nicht.
Emily, wir müssen reden.
-Über was? -Persönlich.
Sie wurde letzte Nacht auf einer Bahnhofstoilette gefunden.
Tut mir leid.
Was ist mit ihr passiert?
Ich vermute Überdosis.
Wurde ein Drogentest gemacht?
Noch nicht.
Hey.
Danke.
Das fühlt sich einfach falsch an.
Manchmal stoßen solche Dinge Menschen wie ihr eben zu.
Nein, nein, nein.
Kannst du bitte einen Drogentest veranlassen?
Das könnte eine Weile dauern. Sie hat nicht wirklich Vorrang.
Tom. Sie sagte mir, dass jemand hinter ihr her sei.
Jemand hat sie umgebracht. Ich fühle es.
Gib ihr verdammt noch mal Vorrang.
Ok. Ok.
Es war ein langer Weg.
Vom Alkohol loszukommen.
Meine Approbation zurückzuerlangen.
Es war eine Reise. Eine ziemlich brutale, ehrlich gesagt.
Aber dass ich diese Woche in der Erstaufnahme helfen konnte,
fühlte sich wie eine Heimkehr an.
Ich bin bereit, wieder Chirurg zu sein.
Sie haben in den letzten sechs Monaten große Fortschritte gemacht.
Jeder in der Notaufnahme weiß das.
Leider können wir Ihnen im Moment keine Stelle anbieten.
Sie halfen mir bei meiner Approbation. Ich dachte, sie stünden hinter mir.
Das ist kein "nein", Jack. Eher ein "nicht jetzt".
Ok. Danke für Ihre Zeit.
Hey.
Schon irgendwelche Spuren?
Im Laufe der letzten drei Monate haben 48 Leute aus der Umgebung Boston
Imbusaufsätze wie den gekauft, der im Bundesgebäude gefunden wurde.
Es kann also noch ewig dauern, bis wir einen Verdächtigen finden?
Julianne kann uns die Zeit verkürzen.
Ja. Unser Einzeltäter ist akribisch und will seine Spuren verwischen.
Die meisten auf der Liste zahlten mit Kreditkarte. Er hätte bar gezahlt.
Damit bleiben noch sieben Verdächtige.
Wir besorgen die Überwachungsaufnahmen für deren Identifizierung.
Er ließ einen Tatgegenstand zurück, das zeugt nicht gerade von akribisch.
Im Eifer des Gefechts würden wir alle unüberlegte Entscheidungen treffen.
Ok.
Miles Deleon war mein Fehler.
Machen Sie jetzt keine weiteren.
EINLADUNG ZU GEDENKFEIERLICHKEITEN DER OPFER DES KATASTROPHENSCHUTZES
MITARBEITER UND FREUNDE SONNTAG, 28. OKTOBER 2018
Ich hab die letzten fünf Tage drei Stunden geschlafen.
Die Leichen stapeln sich bei mir,
und Ihr beide wollt einen Drogentest für ein x-beliebiges Überdosis-Opfer?
Danke hierfür, Sophia.
-Warum der Aufriss, Tommy? -Darum.
-Bitte sehr. -Danke.
Todesursache: Fentanyl-Vergiftung.
Fentanyl. Wie hoch war die Dosis?
So hoch, dass keine Zugabe an Naloxon sie noch hätte retten können.
Warum sollte sie so viel einnehmen?
Mein Job ist es nicht, nach dem "Warum" zu fragen.
Fentanyl hat Marco Rivera umgebracht, dieses Gangmitglied.
Waren es Pillen oder ein Pflaster?
Wir fanden einen Einstich am Hals.
Müsste ich raten, würde ich sagen, es wurde auf die Art verabreicht.
Wie bei Rivera.
Gibt es noch was?
Das war nur der Routine-Test. Der Untersuchungsbericht muss warten.
Ich glaube kaum, dass wir viel finden. So viel Fentanyl ist mehr als genug.
Das verwischt sämtliche Anhaltspunkte.
Verstehe. Danke, Sophia.
Man spritzt sich doch nicht selbst in den Hals.
Nur die richtig harten Junkies, und solche Fälle
haben viele andere Einstichstellen.
Worüber habt ihr in deiner Wohnung gesprochen?
Sie faselte ständig was von "denen".
Sie sagte, "die" sind hinter ihr her, und werden sie finden.
Glaubst du, zwischen den beiden besteht eine Verbindung?
Ich weiß es nicht. Ich vermute es stark.
Sie sagte, sie hätte sich ihr Insulin auf der Straße besorgt.
Dann müssen wir mit Lester sprechen.
Beeilen Sie sich.
Sind Sie hier, um mich rauszulassen?
Valerie sagte, sie hätte sich ihr Insulin von der Straße besorgt.
Ich brauche den Namen des Dealers.
Sie redet nicht mit Ihnen, was?
Sie vertraut Ihnen nicht. Überrascht mich nicht.
Glauben Sie, Sie können mich ersetzen, nur, weil Sie mit ihr verwandt sind?
Nein. Ich beschütze sie. Sie braucht mich.
Warum lassen Sie mich nicht raus, damit ich sie überrede?
Sie ist tot.
Sie ist was?
Sie ist tot.
Jemand hat sie vergiftet.
Nein, nein. Das...
...ergibt keinen Sinn.
Klar, sie ist manchmal 'ne Nervensäge, aber ein guter Mensch.
Wer...
-Wer war der... -Genau das will ich rausfinden,
Lester. Ich brauche den Namen des Dealers.
Wären Sie nicht in ihr Leben getreten, wäre das nie passiert.
Sie haben sie umgebracht! Das ist Ihre Schuld!
Wenn Sie ihren Mörder finden wollen, geben Sie mir den Namen von dem Typen.
Kommen Sie, Lester.
Ich krieg das raus. Sagen Sie mir den Namen.
Sagen Sie ihn mir.
Wer zur Hölle sind Sie?
Lester schickt mich.
Ich soll Valeries Zeug abholen.
-Valerie, ja? -Ja.
Wann kommt sie frei?
In ein paar Tagen.
Wollen Sie ihren Kram so lange behalten?
Nein, ich bringe ihn zu Lester.
Bitte, setzen Sie sich.
Haben Sie zufällig Kokain?
Wie viel wollen Sie?
Keine Ahnung, so 3,5 Gramm.
Kostprobe gefällig?
Ja.
Sechzig Mäuse.
-Was dagegen? -Machen Sie nur.
Haben Sie Fentanyl?
Bei Koks geht's nicht darum, den Spaß zu bremsen.
Jeder Spaß endet auch mal, oder?
Ich hab Heroin mit Fentanyl-Zusatz, aber kein pures Fentanyl.
Kennen Sie jemanden, der das hat?
Den Scheiß gibt's überall. Das kriegen Sie im Internet.
Sowas wie pures Fentanyl gibt's auf der Straße nicht.
Sind Sie da sicher?
Ganz sicher.
Gruppe. Bitte begrüßt unseren Neuzugang, Sophie.
Ich weiß, ihr werdet dafür sorgen, dass sie sich wohlfühlt.
Sophie, gibt es etwas, das du mit uns teilen möchtest?
Irgendetwas?
Heute Morgen ist mein Hamster gestorben.
-Dein Hamster? -Ja.
Tut mir leid, das zu hören.
Sophie, hatte er einen Namen?
Sein Name war Harry.
Harry. Harry, der Hamster.
Meine Großmutter sagte, wir könnten ihn begraben.
-Dr. O. Ich muss auf die Toilette. -Klar doch.
Er sollte zu meinen Eltern, aber meine Oma sagte nein.
Nun, willst du uns dann von deinen Eltern erzählen?
Vielleicht kannst du uns mehr über Harry erzählen.
Flynn.
Alles in Ordnung?
-Georgi, hilfst du ihm mal? -Sie geht nicht auf!
Sie geht nicht auf!
Geht's dir gut?
Flynn! Hör auf damit!
Das reicht! Komm schon! Los.
Tut mir leid, dass ich so aufkreuze, aber du gingst nicht ans Handy.
Ja, ich hab's letzte Nacht nicht aufgeladen.
-Willst du reinkommen? -Nein.
Es gab 'nen Vorfall bei Flynns Gruppe, er hat einen Jungen geschlagen.
Geht es ihm gut?
Es wird schon, denke ich,
aber Dr. Odewale will morgen eine Familiensitzung mit uns abhalten.
Um unserem Sohn zu helfen, Emily.
Ok.
Ich komm hin.
Was du mit deiner eigenen Zeit machst, geht mich nichts an,
aber morgen und zu jeder Zeit, die du mit Flynn verbringst,
bist du besser nüchtern.
Ich bin's, Tommy.
Em.
Em. Ich bin's, Tommy.
Was tust du hier?
Es gibt eine dritte Leiche.
Nathan Farley.
Kam auf dieselbe Art um, wie Marco und deine Mutter.
Wart mal, Farley, ist der nicht ein Staatsanwalt?
Das war er. Jetzt ist er platt.
Und das FBI hat Interesse.
-Wurde dir der Fall entzogen? -Ja.
Scheiße!
-Na schön. Was tun wir jetzt? -Nichts.
Ich darf diesen Fall nicht mehr anrühren.
Die Polizei von Boston hat ihn ans FBI weitergereicht.
Und? Dann arbeiten wir eben alleine daran,
-so wie immer. -Nein. Du darfst da nicht ran.
-Wieso? -Weil sie dann herausfinden,
-dass sie deine Mutter ist. -Nein. Nein.
-Ihr Name ist McNair, nicht Chandris. -Hör mir zu.
McNair. Sie hieß nicht mehr Chandris, seit ich geboren wurde.
-Die kommen nie auf mich. -Na gut, vielleicht.
Ich werde trotzdem keine unerlaubten Ermittlungen anstellen.
-Ich kann nicht. -Komm schon.
Du hast mir bei den Barrett-Haus-Akten geholfen.
-Das war... -Du hast mir bei Shens Akten geholfen.
Das war ein geschlossener Fall.
Das hier ist eine laufende Ermittlung.
Hör mir zu, das gehört jetzt dem FBI.
-Ich kann nichts tun. -Ok.
Schon gut. Ich verstehe.
Es hat mich etwas überrascht, was Flynn in der Gruppe getan hat.
-Er machte enorme Fortschritte. -Das dachten wir auch.
VERÄNDERUNG
Manchmal wird ein gewalttätiger Ausbruch wie der von Flynn begleitet
von weiteren Anzeichen zuhause.
Reizbarkeit. Nachtangst.
Zurückgezogenheit.
Er wirkte normal.
-Mr. Durand? -Ich war nicht allzu oft anwesend.
Er ist sehr beschäftigt auf Arbeit, seit den Terroranschlägen.
Natürlich.
Kein Elternteil kann immer zu 100 % anwesend sein.
Glücklicherweise hat Flynn ja drei. Emily?
Fällt Ihnen dazu was ein?
Er hat ins Bett gemacht. In der Nacht vor dem Anschlag.
Warum hast du uns das verheimlicht?
Ich wollte ihn nicht blamieren.
Wir hätten ihm nichts gesagt.
-Das hättest du gleich sagen sollen. -Schon gut. Darum sind wir hier.
Um sicherzugehen, dass alle, die Flynn unterstützen, an einem Strang ziehen.
Noch etwas?
Nein.
-Bleiben Sie in Kontakt. -Danke.
Danke.
-Danke. -Muss ziemlich hart sein,
mit all dem umzugehen, und jetzt auch noch der Anschlag.
Ja. Mein härtester Fall seit...
...na ja, dir.
Und jetzt noch dieser Fall mit dem Serienkiller.
Es hört einfach nicht auf, was?
Ja. Der Neue, Cal, wurde damit betraut.
Woher weißt du das?
Tommy arbeitete an dem Fall, bevor das FBI übernommen hat.
Tommy Gibbs?
Habt ihr zwei was miteinander?
Ja. Schon seit ein paar Monaten.
Das hast du nie erwähnt.
Ich sag's dir halt jetzt.
Der Fall ist nur sonderbar irgendwie.
Weißt du? Da passt nichts zusammen.
Du weißt, ich darf zu einer laufenden FBI-Ermittlung nichts preisgeben, Em.
Danke.
Wir beobachten ihn für zwei Wochen und wenn die Bettnässerei
weiter anhält, dann...
Hörst du überhaupt zu?
Ich hab einen Durchbruch in dem Fall. Ich muss los.
Natürlich musst du das. Danke, dass du dich herbemüht hast.
Ich tu mein Bestes. Weißt du das? Oder hast du die Rolle
der verständnisvollen Frau nur dort drin abgezogen?
Scheiße. Tut mir leid.
Ich muss zurück.
Wir sprechen heut Abend.
Ok.
Tut mir leid.
Nein, nein, nein.
War das ein Tor? War der drin?
-Der war drin. -Nein, nein.
Der schon.
-Hey. -Hi.
-Wie war eure Spritztour? -Gut.
Zieh nicht so ein Gesicht. Es war gut. Flynn durfte mit der Sirene spielen,
er war weniger beeindruckt, als ich erwartet hätte.
-Weil ich keine fünf mehr bin. -Oh, na gut.
Bis bald.
-Wir sehen uns im Auto. -Cool.
-Danke, dass du ihn mitgenommen hast. -War mir ein Vergnügen.
Er ist ein guter Junge.
Alles in Ordnung?
Weißt du, wie es ist, alles zu geben, und trotzdem irgendwie zu versagen?
Schon. Ja.
Ja.
-Ja. Tut mir leid. -Schon gut.
-Danke. Wir sehen uns. -Ok.
Bis bald.
-Was ist los? -Wir haben ihn.
Im Ernst? Zeigen Sie mir alles.
Das ist unser Mann?
Er bezahlt bar und versteckt sich unter 'ner Mütze. Will anonym bleiben.
Eine Sache, die er nicht verbergen konnte.
Ja, mal sehen.
-Erkennen Sie das? -Die Gadsden-Flagge.
Die hier trägt das Design der Patriotic Guardians.
Miliz-Training mit der Bruderschaft!
Die Patriotic Guardians beziehen ihre Mitglieder
aus aktiven und ehemaligen Polizei- und Militärkräften.
Sie sind gebildet, diszipliniert und eines solchen Gasangriffs fähig.
Deren neueste Verschwörungstheorie sind die Lager der Katastrophenhilfe.
Die Mitglieder sind anonym, aber Canto konnte ihren Anführer identifzieren.
Colin Spencer.
Könnte Spencer für den Angriff verantwortlich sein?
Er trägt keine Gadsden-Tätowierung, aber er weiß sicher, wer das tut.
Gut, wir quetschen Spencer also aus,
bringen ihn dazu, uns Namen zu geben und finden unsere Terroristen.
Ich kontaktiere SWAT, dann sitzt er in einer Stunde hier.
Na dann los.
Derek. Hey, wie geht's?
Emily Byrne, ist ja nicht zu fassen.
Ihr seid sicher überfordert bei allem, was gerade so los ist.
Ich würde gerne helfen, wo ich kann.
Ich würde dich im Handumdrehen zurückholen.
Ruf mich morgen an, wir besprechen das.
Nowiki, Sie werden entlassen.
Aufwachen, Sie kommen hier raus.
Na los, gehen wir.
Ich begreif das nicht. Irgendwer hat meine Gebühren bezahlt. Wer?
Was soll's. Ist wohl Ihr Glückstag.
Na schön.
Na, wenn das nicht der Sensenmann ist.
Sie müssen die Stadt verlassen.
Hier ist Bargeld und ein Wegwerfhandy, falls ich Sie erreichen muss.
Wenn FBI oder Polizei Sie finden, dann kennen Sie mich nicht.
Ebensowenig wie Valerie das tat.
Wenn Sie den Bastard finden, der das getan hat...
...wird er bezahlen.
Ich versprech's.
Machen Sie's gut, Lester.
Wir brauchen das nicht.
Ich bin wirklich froh, dich zu sehen,
und ich kann definitiv dein Köpfchen gebrauchen.
Bist du sicher, dass du bereit bist?
Ja, ich mein, ich kann nicht einfach nur zugucken,
bei all dem, was gerade vor sich geht.
Nun ja, ich will's nicht schönreden.
Es ist sicher seltsam für dich, dass du zurückkommst.
Einige der Leute hier waren hinter dir her.
Ich weiß, dass ich nur dank dir
und unserer Freundschaft eine Chance habe.
Und ich weiß zu schätzen, dass du gesagt hast, die Tür stünde offen.
Ja, das war davor.
Mein politisches Kapital ist diese Tage knapp bemessen.
Ich verstehe.
Das hier fällt nicht auf dich zurück. Versprochen.
Ich springe gerne dort ein, wo ich am nützlichsten wäre.
Bestens.
Nach dem Angriff auf das Bundesgebäude brauchen wir jede erdenkliche Hilfe.
-Soll ich bei dem Fall aufspringen? -Nein. Sowas liegt dir nicht.
Was liegt mir denn?
-Wir haben einen Entführungsfall. -Den lieber nicht.
Ja. Verstanden.
Darf ich einen Wunsch äußern?
Der Fentanyl-Fall.
Ok. Wieso?
Ich hab das in den Nachrichten verfolgt,
und ich glaube, das wäre genau das Richtige für mich.
Cal, du bekommst Verstärkung bei dem Fentanyl-Fall.
Emily Byrne. Sie kommt gleich rüber.
Dein Partner ist Cal Isaac.
Du weißt, wo du hinmusst.
Ja.
Schön, dass du zurück bist, Em.
Ist toll, wieder hier zu sein.
-Byrne. -Hi.
-Cal Isaac. Wie geht's? -Gut.
Wilkommen. Nun...
Colin Spencer. Anführer der Patriotic Guardians.
Special Agent Durand, FBI.
-Ich hab ein paar Fragen an Sie. -Anwalt.
Anwalt.
Anwalt.
Die Befragung läuft schon Stunden.
Jede Minute, die er schweigt,
gibt den Terroristen die Chance, einen weiteren Anschlag durchzuführen.
Jeder gibt mal nach. Wir müssen nur den richtigen Druck ausüben.
Lebenslänglich für Beihilfe zum Massenmord wäre Druck genug.
Ihm geht es nur um Anerkennung seitens der Patriotic Guardians.
-Wo ist mein Anwalt? -Ist nicht nötig.
-Sie dürfen gehen. -Was, das war's?
Ich hab nichts gegen Sie in der Hand. Und Sie sprechen nicht.
Sie gewinnen.
Wir spazieren zusammen da raus,
die Presse wartet schon.
Ich klopf Ihnen auf die Schulter, danke Ihnen für die Kooperation,
-und schicke Sie Ihres Weges. -Aber ich hab Ihnen nichts gesagt.
Das werden Ihre Kollegen bei den Guardians anders sehen,
wenn ich der Presse sage, dass Sie alle preisgegeben haben.
Denken Sie, die glauben ein paar korrupten Bundesbeamten?
Sie wissen besser als ich,
dass etwas Verwirrung und Angst viel bewirken kann.
Wenn die auch nur argwöhnen sollten, dass Sie sie verpfiffen haben,
sind Sie die längste Zeit deren Anführer gewesen.
Oder wir machen das unter uns aus.
Hey.
-Mike. -Tommy.
Hey.
-Hey. -Hab dich vermisst.
Wieso soll ich die Anklagen gegen Lester Nowicki fallenlassen?
Ich dachte einfach, er ist schon genug bestraft worden.
-Dieser Typ? -Ja.
Nein, warte, Tom. Ich...
Ich musste...
Ich musste ein paar ungelöste Dinge klären.
Ungelöste Dinge? Zum Beispiel?
Ich bin wieder beim FBI.
-Dann ist das wohl dein letzter Drink. -Warte. Wieso sagst du sowas?
Du hast das FBI, du brauchst mich nicht mehr.
-Darum geht es hier nicht. -Worum dann?
Sag's mir. Bei all der Zeit zusammen, worum geht's hier?
Verstehe.
Schon klar.
Vergiss es.
Wenn Sie mich hören, geben Sie Daumen hoch, Enrique.
Geben Sie Daumen hoch, wenn Sie mich hören können.
So ist gut. Halten Sie durch.
Er hat Atemnot.
Intubation?
Sein Kiefer ist gebrochen. Geht nicht.
Er braucht 'nen Luftröhrenschnitt. Wie weit noch?
-Acht Minuten. -Er hat keine acht Minuten.
Halt an.
-Im Ernst jetzt? -Sofort. Anhalten.
Stell ihn ruhig.
-Hol mir das Tracheo-Kit. -Bist du sicher?
-Du weißt, wir dürfen nicht... -Mach schon.
Er ist in Ordnung. Fahr.
Gute Arbeit, Cowboy.
Wie läuft's?
Dr. Mandel? Sie wollten mich sprechen, Sir.
Nach der Sache mit Enrique Zamacona war das nötig, ja.
Geht es Enrique gut?
Er erholt sich.
Wir müssen darüber sprechen, was Sie mit ihm gemacht haben.
Ich hab getan, was jeder Arzt in meiner Situation getan hätte.
Da liegt das Problem. Sie sind kein Chirurg mehr.
Rettungssanitäter sind nicht befugt, einen Luftröhrenschnitt durchzuführen.
Das war ein schwerer Regelverstoß.
Ich belasse es bei einer Verwarnung.
Verwarnung?
Wenn ich nicht eingegriffen hätte, hätte er sterben können.
-Hätten Sie das vermasselt... -Ich hab's aber nicht...
Wenn ja, hätte das Krankenhaus dafür haften müssen.
Geschieht das noch mal, können Sie die Chirurgie vergessen.
Und ebenso Ihre Stelle als Rettungssanitäter.
Das ist alles.
Ok.
Nimm dich zusammen.
"Ein Haus, das in sich selbst gespalten ist, hat keinen Bestand"
Leichen aus einer bewaldeten Gegend in New Hampshire.
Die Identitäten der Opfer werden anhand der DNA ermittelt.
-Hängt Emily Byrne damit zusammen? -Kein Kommentar.
Miss Byrne wird wegen Mordes an Special Agent Adam Radford gesucht.
Detective Gibbs, was ist mit der Schießerei gestern Nacht?
Stimmt es, dass Byrne verwickelt war und tödlich verwundet wurde?
Du bist zurück, einfach so?
Einfach so, ohne Vorwarnung?
-Ja. Tut mir leid, ich hätte... -Es ist komisch,
dich hier so wiederzusehen.
Ich brauchte eine Routine.
Willkommen.
Danke.
Ich sollte...
-Ich sollte zurück an die Arbeit. -Ja.
-Morgen. -Morgen.
Wie viel weißt du?
-So viel wie in der Zeitung steht. -Verstehe.
Also, drei Leichen. Keine Beweise, keine Zeugen.
Dreimal eine Überdosis Fentanyl.
Seine Handschrift ist konsistent, nur nicht, wie er seine Opfer wählt.
Er bleibt nicht bei einem Geschlecht, einer Altersgruppe oder Rasse.
Valerie McNairs Leiche liegt im Leichenhaus des County General.
Gleich die Straße runter. Wir sollten bei ihr anfangen.
Das ist ihre Akte.
Wir könnten rückwärts vorgehen und mit dem Anwalt anfangen.
Valeries Autopsie ist in einer Stunde. Wir sollten sie uns anschauen.
Die Haut zeigt keine Abschürfungen.
Es gibt eine kleine Tätowierung auf ihrem linken Fußknöchel.
Sie hat außerdem leichten Ausschlag an ihrer linken Schulter
und dem rechten Schlüsselbein.
Stammt das von der Diabetes?
Das ist eher eine Kontaktdermatitis.
Ok.
Geht's dir gut?
Ja, mir geht's gut.
Das ist Tyler Brandon Mills,
einer der Patriotic Guardians, zu dem Colin Spencer uns geführt hat.
Wir glauben, er ist für den Angriff auf das Bundesgebäude verantwortlich.
Ledig, weiß, 28 Jahre alt. Abschluss in Chemie an der UVA.
Danach wollte er der Army beitreten, wurde aber disqualifiziert.
Seit dem Tag des Angriffs
wird Tyler bei seinem Telefonverkaufsjob vermisst.
Und jetzt kommt's: Vor drei Wochen
wurde er von den Patriotic Guardians ausgeschlossen,
weil er mit zwei anderen Mitgliedern heftig aneinandergeriet.
Vielleicht war der Angriff sogar sein Versuch, wieder beizutreten,
eine fehlgeleitete Art, sich bei denen zu beweisen.
Haben wir eine Ahnung, wo er steckt?
Die letzte bekannte Adresse war eine Sackgasse.
Aber wir haben seine Eltern ausfindig gemacht.
Gut. Dann los.
Sie glauben doch nicht ernsthaft,
dass Tyler in einen Terroranschlag verwickelt war?
Ich weiß, das ist schwer, aber wir müssen Sie das fragen.
Hatte er als Kind eine gewalttätige Vergangenheit?
Er hat niemandem je ein Haar gekrümmt.
Als Teenager geriet er hier und da in Ärger.
Wie schlimm genau?
Er schlug einen Rowdy krankenhausreif. Tyler hatte in Notwehr gehandelt.
Das hast du mir nie erzählt.
Warum hab ich ihn wohl in Therapie geschickt? Er brauchte Hilfe.
Du warst damals ständig auf Reisen.
Wir glauben, dass dieser Mann in den Anschlag verwickelt war.
Hat ihr Sohn diese Tätowierung?
Können Sie sich bitte dieses Foto anschauen?
In den letzten paar Monaten hat er hier im Keller
ab und zu übernachtet.
Das letzte Mal sahen wir ihn vor drei Tagen.
Wir müssen Sie hier sofort wegbringen. Kommen Sie mit.
-Wo ist Ihr Keller? -Dort drüben.
-Kommen Sie bei Nachbarn unter? -Sicher.
Wir sollten auf Verstärkung warten.
Untertitel übersetzt von: Hannes Krehan
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