All language subtitles for Mike & Nisha [15409151].deu

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Original subtitles

.

(Dramatische Musik)

(Dynamische Musik)

(Die Musik endet.)

Frau Levarin, bleiben Sie stehen!

Herr Schaub, das hat doch keinen Sinn!

(Angespannte Musik)

(Motorstarten)

Wo wollen die denn hin?

(Bewegte Musik)

(Die Musik verklingt. Vogelzwitschern.)

Letzte Chance.

(Angespanntes Einatmen)

Das da vorne ist es. (Maunzen)

(Der Motor stoppt, klagendes Maunzen.)

Meinst du nicht, wir sollten unseren Besuch auf später verschieben?

Nach ihrem Urlaub.

Besser ist, wir bringen es hinter uns, oder?

(Hohes Miauen)

(Resigniertes Ausatmen, Motorstarten)

(Protestmiauen)

(Motor stoppt, Handbremse.)

(Lautes Vogelzwitschern)

(Gefühlvolle Streichmusik)

(Knistern, Knacken)

Schau an, was Neues.

Der Bub bringt ein Mädel mit.

Ob das wohl gut geht?

(Die Musik verklingt, Ticken.)

(Durchdringendes Klingeln)

(Angespannte Töne)

Hallo. Du bist also Michaels wohlgehütetes Geheimnis.

Freut mich, Sie kennenzulernen.

Danke sehr.

Das ist ja ...

(Freudig-hingerissener Laut)

Ich wollte schon immer ... eine Katze.

Hat mir Mike verraten.

(Hoffnungsfroher Klang, Vogelzwitschern)

Mein Mann ist leider ... - Die ist antiallergisch.

Ja?

(erleichtert:) Also dann ...

Oh! Die Überraschung ist gelungen. Na, du?

Kommt doch erst mal rein.

(Maunzen, glückliches Kichern)

(Hallende Schritte)

(Fernes Maunzen)

Schaub. Du bist die ... - Nisha.

Schau mal ...

(Maunzen)

... was uns Michaels Freundin mitgebracht hat.

Eine Anti-Allergiker-Katze. Ja! - So was gibt es?

Ja, offenbar. (Kichern, Maunzen)

Ah! Setzt euch, ihr seid bestimmt hungrig.

(Maunzen) Ja, komm. Na!

Michael, hilf deiner Mutter. Du nicht.

Michael hat noch gar nicht viel von dir erzählt.

Wo habt ihr euch denn kennengelernt?

(Spechtklopfen)

Mh ... Mir sind Mikes Graffitis im Internet aufgefallen.

Seine Schmierereien?

Also, ich finde, er hat Talent.

Bist ... Bist du künstlerisch auch aktiv?

Nein, ich liebe seine Kunst, engagiere mich aber lieber karitativ.

Ah, und wo und wie? - In der Suppenküche.

Das finde ich toll, sich so zu engagieren für andere.

(Leises Lachen)

Und beruflich, engagierst du dich da auch?

Ich bin Ernährungsberaterin in einer Diabetespraxis.

Mh, da kann ich mir ja mal ein paar Tipps von dir geben lassen.

Ach, sind Sie Diabetikerin? Das hast du mir ja gar nicht gesagt.

Ist sie ja auch nicht.

Deine Eltern, was arbeiten die?

Momon hat in einem Finanzamt gearbeitet.

Und meinen Vater habe ich nie kennengelernt.

Finanzamt? Genau wie Gustav.

Wie heißt sie denn?

(Angespannte Musik)

Shirin?

Nevarin?

Aus Teheran?

Sagt mir nichts.

Gustav ist letztes Jahr in Frührente gegangen.

Und deine Mutter arbeitet noch?

Sie ist letztes Weihnachten gestorben. Krebs.

Oh Gott. Mein Beileid.

Wie alt war sie denn?

Zu jung. Sie wurde 45.

Michael hat dir sicher gesagt, dass wir heute Nacht in die Ferien fahren.

War mir sowieso nicht recht, noch ein großes Kennenlernen reinzuschieben.

Gustav, aber wieso denn? Ist doch schon alles gepackt.

Silberhochzeit. - Gutes Stichwort.

(Räuspern)

Wir ... wollten euch nämlich noch was mitteilen.

Michael.

Lass doch. Was hast du auf dem Herzen, Michael?

Wir werden heiraten.

Aber ... Aber ihr kennt euch doch kaum.

Ist das wieder eine deiner Flausen?

Wieso denn so schnell?

(Spechtklopfen)

Ihr werdet Großeltern.

Ha! Ah ... Michael, verbau dir doch nicht dein ganzes Leben.

Ich denke, du gehst jetzt besser.

Ich möchte, dass du jetzt sofort gehst.

Ja, aber das macht das Kind ja auch nicht weg.

Und das von dir, die jahrelang noch versucht hat, ein Kind zu bekommen?

Michael! Es reicht jetzt!

Gustav! - Ah!

Fass sie nicht an!

(drohend:) Du, halt dich da raus!

Michael, bitte sei du vernünftig.

So vernünftig wie Papa?

Also ...

(Angespannte Musik)

Ich warne dich.

Spiel hier nicht den starken Maxe!

Na, was ist hier eigentlich los?

Frag deinen Mann! - Vorsicht, Fräulein!

Halt dich mit deinem dummen Gequatsche zurück!

(Zirpen, Vogelzwitschern)

(Gustav, fern:) Ihr verfluchten Wirtschaftsflüchtlinge,

ihr seid doch nichts als übrig gebliebener Schrott von 1979.

Abfall, der sich hier eingenistet hat und unser Leben beschmutzt

und unsere Ruhe stört!

(Fernes, unverständliches Gebrüll)

(Mühsam beherrschtes Atmen)

(Aufgeregte Stimmen, bewegte klassische Musik)

Und ihr zwei werdet euch auch nicht mehr wiedersehen!

Verstanden?

Schluss mit dem Affenzirkus!

Und basta!

Das kannst du nicht verhindern. - Und wie ich das kann!

Ich lasse mir von dir meine Familie nicht zerstören!

Raus jetzt hier!

Und dieses Vieh ... - Nein.

... kommt auch weg! (Maunzen)

(Fauchen)

(Eilige Streichmelodie)

Fritz! Beute. Na los, such die Katze.

Ja, komm her. (Spechtklopfen)

Ja. Ja, braver Hund.

(Hecheln)

Ja, braver Hund.

Verfluchte Katze!

Du solltest dich schämen, du Nichtsnutz,

mir so was wie die ins Haus zu schleppen!

Aber zu mehr hat's bei dir eh nie gereicht. Du permanente Null!

Bis wir aus den Ferien zurück sind, ist dieses Kind abgetrieben!

Verstanden? Es gibt eh zu viele davon!

Wie bitte?

Nicht jeder Idiot sollte Kinder kriegen,

und am allerwenigsten du mit dem da!

Lass mir mein Kind nicht wegmachen!

Und wer hier der Idiot ist,

das solltest du dich mal lieber selbst fragen! Ah!

(Schluchzen, fassungsloses Keuchen)

Aah!

Bist du wahnsinnig!

(Aufgebrachte Stimmen von fern)

Hast du das gehört, Mutti?

Der Schrei von der Emmi.

(Angespannter Ton)

Das ist doch nicht normal, dass die so schreit.

(Emmi:) Ruf die Polizei!

Das bringt dich ins Gefängnis! Ins Zuchthaus!

Glaub mir, Mutti, da stimmt was nicht.

(weinend:) Nein, Gustav!

Gustav, nein!

Nein, Gustav!

Aaah!

(Unwirklich, getragene Klänge, Vogellaute)

(Dumpf hallende Schläge)

Medizin für dich. Likörchen für mich.

(Intensives Vogelzwitschern)

(Erleichtertes Ausatmen)

(Vibrierende Klänge, Vogelkrächzen)

(Durchdringender, hoher Ton)

(Düstere Musik)

(Die Musik verklingt.)

(Hecheln)

Guten Abend. Wagner.

Gerlinde Wagner, Emil-Nolde-Ring 43, Frankenthal.

(Bewegte Streichmusik im Hintergrund)

Ich glaube, bei meinen Nachbarn stimmt was nicht.

Können Sie jemanden vorbeischicken?

(Käuzchenschrei)

Was nicht stimmt? Nix stimmt!

Da sind Schreie zu hören.

Und Gepolter, als ob eine Sau geschlachtet wird.

Papperlapapp, normalerweise sind das ruhige, anständige Leute.

Jetzt schicken Sie schon jemanden vorbei,

bevor hier noch ein Mord geschieht.

(Ächzen)

Den hab ich ihm geschnitzt.

Ich wusste überhaupt nicht, dass er ihn trägt.

Als ich ihm den schenkte, fand er ihn nur kindisch und doof.

(Vogellaute von draußen)

(Kurzes Ächzen)

Und jetzt?

Müssen sie weg.

(Angespannte Musik)

Ich wollte schon immer einen Gartenteich.

Ernsthaft?

Und das Wohnmobil?

Hier weiß doch jeder, dass deine Eltern in den Urlaub wollten.

(Klirren, Hecheln)

Braver Hund, braver Hund.

Miez, Miez, Miez, Miez. Ja, ja, wo bist du?

Ja, ja, ja. - Suchst du die vielleicht?

Sie Bastard.

Das brauchst du ja jetzt nicht mehr.

(Düster-angespannte Musik)

Du kranker Typ, ey.

(Grillenzirpen)

(Käuzchenschreie)

(Klacken)

♪ Hello, darkness, my old friend.

♪ I've come to talk with you again.

♪ Because a vision softly creeping

♪ left its seeds while I was sleeping.

♪ And the ... (Klicken)

(Rumpeln, Quietschen)

(Rascheln)

(Motorsurren, Zirpen)

♪ Hello, darkness, my old friend.

♪ I've come to talk with you again.

♪ Because a vision softly creeping ...

(Hallend-verstörende Klänge übertönen die Musik.)

(Durchdringender Ton bricht ab.)

(Schluchzen, Schniefen, monotone Tonfolge)

(Die Tonfolge wird lauter.)

Bonsoir, monsieur.

Vous êtes seul? - Mhm.

Vous êtes en route depuis longtemps? - Mhm.

Si tard?

Hat man wenigstens keinen Stau.

Bon. Allez.

(Die Musik wird eindringlicher.)

(Klingel)

(Erneutes Klingeln)

(Türöffnen)

(Polizistin:) Guten Abend.

(Polizist:) Haben Sie die Polizei gerufen?

Ich habe schreckliche Schreie gehört.

Ja, jetzt hör ich auch nichts mehr.

Gegen Stille haben wir für gewöhnlich nichts einzuwenden.

In diesem Land muss immer etwas passieren, bevor etwas passiert.

Haben Sie vielleicht ein Gläschen zu viel getrunken?

Ich bin hier zu Hause.

Oder was meinen Sie?

(Polizist:) Wo kamen die Schreie denn her?

Diese schrecklichen Schreie, das hab ich noch nie bei denen gehört.

Heutzutage haben die Leute ziemlich gute Tonanlagen.

Haben Sie schon mal was von einer Soundbar gehört?

Wir schauen uns das mal an. Danke Ihnen.

(Verkehrsrauschen)

(Hallende, geisterhafte Musik)

(Klingeln)

(Wabernde Musik)

(Hallende, sphärische Musik)

(Handyklingeln)

Ja?

(Nisha:) "Die Polizei hat gerade hier geklingelt."

Hast du aufgemacht? - Natürlich nicht.

"Wo sind sie jetzt?"

Ich glaub, bei deinem Nachbarn.

"Die haben mich an der Grenze angehalten."

Ich kann da jetzt nicht gleich wieder rüber.

Ich muss den Schichtwechsel abwarten.

"Bitte komm so schnell du kannst." - Ich versuch's.

Mach einfach nicht auf. Sicher ist sicher.

Hat ... alles geklappt?

(Ernste Musik)

Natürlich, Schatz.

(Hallender, gepresster Gesang)

(Plätschern)

Aaaah!

(Die Musik wird kraftvoller.)

(Hallende verstörende Musik, Trommelrhythmus)

(Die Musik wird ruhiger.)

(Schlüsselklimpern)

(Langsame, wabernde Klänge)

(Die Musik verklingt.)

Morgen.

Morgen.

(Ausatmen)

Brauchst du Hilfe beim Fahrradknacken?

Oder soll ich die Polizei rufen?

Das Schloss klemmt.

Kann sich nur noch um Stunden handeln.

Ja?

(Frustriertes Brummen)

Wie wär's damit?

(lachend:) Gute Idee.

Bis gleich. Ich geh schon mal duschen. - Ja.

(Angespannte Klänge)

(Plätschern)

Also, die Frau lässt sich einfach nicht abwimmeln.

Sie hat gestern Abend schon die Streife gerufen, angeblich,

weil ihre Nachbarn sich gestritten haben.

Die Streife vor Ort hat überhaupt nichts festgestellt.

Nur, dass die Frau vielleicht ein, zwei gebechert hat.

Schick sie mal rein.

Kommen Sie.

Guten Tag.

Kaffee? - Gern. Mit Milch und Zucker, bitte.

Was können wir denn für Sie tun?

Ich bin wegen meiner Nachbarn hier.

Aber Sie wissen schon, dass Sie hier bei der Mordkommission sind?

Die Streife gestern hat ja nichts unternommen.

Was hätte die Streife - bitte schön -

denn Ihrer Meinung nach unternehmen sollen?

Heiß.

Rausfinden, was das für Schreie waren.

Schreie?

Ich krieg 'ne Gänsehaut, wenn ich daran denke.

So was hab ich in meinem Leben noch nie so gehört.

(Kichern, Bellen, Vogelzwitschern)

(Ferne Kinderstimmen)

Wir müssen die Handschuhe verbrennen.

Beim Geruch von verbranntem Plastik regen sich sofort die Nachbarn auf.

Ich hab sie mit unseren Klamotten in die Wäsche getan.

Danach vergraben wir den ganzen Scheiß.

(Seufzen)

Hat die Schreie außer Ihnen noch jemand gehört?

(Ferne Sirene)

Meinen Sie etwa, ich bin verrückt?

Natürlich nicht. Wir wollen nur die Situation verstehen.

Na, Ramthor, dem entgeht schon mal nichts.

Ramthor?

Ein anderer Nachbar, der stand dann auch gleich wieder auf seinem Posten.

Auf seinem Posten?

Wann haben Sie denn die besagten Nachbarn zuletzt gesehen?

Vor den Schreien?

Äh ... Gestern, tagsüber.

Später kam dann der Junior mit einem unbekannten Mädchen nach Hause.

Und da gab's dann Streit.

Streiten sich die Nachbarn öfter?

Nein.

Allenfalls der Gustav mit dem Ramthor.

Der wohnt nämlich neben den Schaubs.

Was ist denn mit dem?

Der ... ist selbst ein Fall für sich.

Also, die beiden streiten oft.

Da wird dann auch schon mal gebrüllt. Sie verstehen schon, Männer.

Aber nicht solche Schreie.

Können Sie das ein bisschen präzisieren?

Egal. Jeder spinnt eben auf seine Weise.

Geht es auch konkreter?

Man könnte meinen, es gäbe die Stasi noch.

Wenn es sie hier jemals gegeben hätte.

Der Ramthor führt halt Buch über alles und jeden.

Da muss nur mal sein Fritz ein paarmal an die falsche Stelle kacken

und der Gustav ihm ein paar Schlaftabletten verfüttern.

Dann war es das mit der friedlichen Nachbarschaft.

Dem armen Hund musste der Magen ausgepumpt werden.

1.500 Euro für den Tierarzt.

Da kann ich einen gewissen Unmut bei Erwin schon verstehen. - Unmut?

Den Schaubs macht so eine Summe nichts aus. Die sind etepetete.

Die stehen finanziell gut da.

Bei Erwin ... also bei Ramthor, da sieht das anders aus.

Da kommt schon mal Neid auf. - Bei Ihnen auch?

Hören Sie ... (Räuspern)

Die Schreie waren richtig unheimlich.

Das habe ich in 30 Jahren Ludwigshafen nicht erlebt.

Da darf man schon mal zur Polizei gehen, oder?

Boah, Sodbrennen. Ich vertrage einfach keinen Kaffee.

Ich muss jetzt auch los.

Ich kann Mutti nicht so lange alleinlassen.

Und dann geht mich das ja auch alles hier nichts an. Nicht wahr?

Morgen.

(Angespannte Musik, Vogelkeckern)

Was soll denn das werden?

Nach was sieht es denn aus?

Gustav hat sich schon immer einen Teich mit Fischen gewünscht.

Ach, ist er plötzlich ein Tierfreund geworden?

Solange sie ihm nicht vor die Füße kacken.

Und wo ist er denn eigentlich, der Herr Papa?

Sind gestern Nacht in den Urlaub gefahren.

(Insektensummen) Ja, wer sich's leisten kann.

Und du? Gekommen, um heimisch zu werden? Ja?

Geht Sie das was an?

Du bist nicht von hier.

Born and bred.

Ich spreche Deutsch.

Geboren und aufgewachsen.

Sie erinnert mich an jemanden.

Ich glaub nicht, dass wir uns irgendwo schon mal gesehen haben.

Ja, ihr seht ja auch alle gleich aus. - Wer, ihr?

Fremde, Ausländer, Migranten.

Erwin, aus welchem Jahrhundert stammst du?

Aus dem richtigen. - (Nisha:) Kommst du?

(Klappernde Klänge)

(Mara:) Also, 1954 geboren, ledig, gilt als erklärter Selbstverwalter.

Also so was wie Reichsbürger, nur nicht ganz so schlimm.

Ehemaliger Kfz-Schlosser, verrentet, zuletzt arbeitslos.

Jagdschein und Gewehr wurden ihm letztes Jahr amtlich entzogen.

Gab's dafür einen besonderen Grund?

Ja, er ist mehrmals öffentlich auffällig geworden.

Es gab eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch von ...

Gustav Schaub.

Jetzt wird's tatsächlich langsam interessant.

Ja, und aus dem Protokoll von der gestrigen Streife geht auch hervor,

dass zumindest bei Erwin Ramthor jemand im Haus gewesen sein muss.

Nico, spielst du noch mit, oder?

Für einen Verdacht auf ein Kapitalverbrechen

reicht das ja jetzt noch nicht.

Aber es klingt schon so, als sollten wir uns das mal genauer anschauen.

Die müssen weg.

(Fernes Bellen)

(Klingeln)

(Erneutes Klingeln)

(Wiederholtes, kurzes Zischen)

Guten Tag.

Guten Tag.

Bei Ihnen ging es letzte Nacht laut zu?

Also, die angerufene Streife hat niemanden angetroffen.

Ah, Entschuldigung, Stern. Kripo Ludwigshafen,

das ist meine Kollegin Frau Odenthal.

Äh ...

Ist was passiert?

Das würden wir gern von Ihnen wissen.

Wollen wir drinnen weiterreden?

Wozu?

(Tschilpen)

Danke.

Wonach riecht es denn hier?

(Abwartende Klänge)

Sie meinen die Aerosole meiner Sprühdosen?

Ich male meinen Eltern gerade ein Bild.

Silberhochzeit, wird eine Überraschung.

Sind Sie gerade allein?

Meine Eltern sind gestern Nacht in den Urlaub gefahren.

Aha. Wohin ging es denn?

(Spechtklopfen)

Wenn sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind, lassen sie sich gern treiben.

Kein grobes Ziel, kein Lieblingsort, irgendeine Richtung?

Hat Ramthor Sie geschickt?

Wie kommen Sie darauf?

Einfach so. Papa hat ständig Stress mit dem.

Irgendwann ließ er den Kontrollfreak

nicht mehr an seinem Oldtimer schrauben.

Obwohl Herr Ramthor Kfz-Mechaniker ist.

Ist doch komisch für einen pensionierten Finanzbeamten.

Billiger geht's ja nun wirklich nicht, oder?

Was weiß ich, was Papa an ihm nervt.

Mir geht er jedenfalls auf den Sack. - Dürfen Sie das denn alles fragen?

Das ist doch unsere Privatsache.

Nicht ganz. Frau ... - Nisha Nevarin.

Ich bin die Verlobte von Herrn Schaub.

Jemand hat sich wohl gestern Nacht Sorgen gemacht.

Also doch der liebe Nachbar.

Haben sich Ihre Eltern schon bei Ihnen gemeldet?

Bei uns in der Familie gilt, solange es keinen Anruf gibt,

ist auch nichts passiert.

Das nenne ich Vertrauen.

Berufsbedingt vertreten wir da allerdings eine andere Meinung.

Können wir die Handynummer Ihrer Eltern haben, bitte?

(Fernes Bellen)

(Mehrstimmiges Bellen)

Die haben nur eins und das ist wahrscheinlich abgeschaltet.

Machen die immer so im Urlaub.

Danke. Wo arbeiten Sie?

Im Hotel Kurpfalz an der Rezeption.

Und Sie? - Diabetespraxis Rittner.

Sieht gar nicht nach Kontrolletti aus.

(Vogelzwitschern)

Wenn man mit dem eigenen Leben überfordert ist,

konzentriert man sich eben gern auf andere.

Ist das so?

Waren Sie denn bei der Abreise Ihrer Eltern anwesend?

Ja.

Und Sie?

Ja oder nein? - Ja.

Gab es Streit vor der Abreise?

Die beiden sind vor einer längeren Reise immer sehr aufgeregt.

Ich glaube, das reicht jetzt. Oder?

Gut. Wir dürfen ja sicher wiederkommen,

wenn wir noch ein paar mehr Fragen hätten, oder?

Wir finden allein raus.

(Rhythmische, wabernde Musik)

Was denkst du?

So ein schönes Paar.

So unschuldig ... und so nervös.

Hier scheint sich jemand überhaupt nicht

um die Meinung seiner Nachbarn zu scheren.

(Vogelzwitschern)

(Klopfen)

Herr Ramthor? Machen Sie bitte die Tür auf?

Guten Tag, Kriminalpolizei Ludwigshafen. Odenthal.

Bitte verlassen Sie sofort mein Grundstück.

Sonst? Rufen Sie die Polizei?

Wir sind gar nicht wegen Ihnen hier, Herr Ramthor.

Es geht um Ihre Nachbarn.

Nur, wenn Sie dieses Grundstück

als selbstverwaltetes Hoheitsgebiet anerkennen.

Ungern.

Ausnahmsweise, weil Sie es sind.

Und weil die Sonne so schön scheint heute.

(Intensives Vogelzwitschern)

Danke.

(Angespannte Musik)

(Klappern)

Was machst du?

Deine Mutter braucht sie nicht mehr.

Und wenn die Polizei noch mal auftaucht,

dann fehlt die Hälfte oder was?

(Heftiges Atmen)

Tut mir leid.

Von wegen euer Nachbar ist harmlos.

Der hat uns die Polizei auf den Hals gehetzt.

Was willst du machen? Willst du ihn auch noch umbringen?

(Unbehagliche Musik)

Was schlägst du vor?

Wir machen so weiter wie bisher. Alles andere macht keinen Sinn.

(Pulsierende, unbehagliche Musik, aufgewühltes Atmen)

Ich wollte niemanden umbringen.

Gustav und ich, wir kennen uns schon sehr lange.

Da ist ein Auf und Ab völlig normal.

In der letzten Zeit war es eher ein Ab, oder?

(Hecheln)

Ein Streit muss sehr laut gewesen sein,

wenn Sie den hier mitbekommen haben wollen.

Wer hat denn was von einem Streit gesagt?

Wasser, Stromverbrauch, Gewicht, Zuckerwerte, Stuhlgang.

Ich führe eben gern Buch.

Auch über andere?

Über die am allerliebsten.

Das ist ja wie eine analoge Tracking-App.

Herr Ramthor, Chapeau, Sie sind Ihrer Zeit voraus.

Kann ich das mitnehmen? - Auf gar keinen Fall.

Sie kriegen das natürlich wieder, keine Frage.

So, jetzt aber raus hier. Und zwar sofort.

Wenn Sie einen Hausdurchsuchungs- beschluss vermeiden wollen,

rate ich Ihnen, mit uns zu kooperieren.

(Kuckucksuhr schlägt und ruft.)

Die da ist gestern in meinem Garten gelandet.

Genau um 21.12 Uhr.

Gegen Mitternacht hat dann die kleine Kulleraugenschönheit

nach ihr gesucht.

Wollte sie aber nicht mehr zurück in dem Zustand.

Das war mein Fritz.

Der apportiert gern.

(Hecheln)

Was kriege ich denn dafür?

Mir ist letztes Jahr

die alte Kriegswaffe von meinem Vater konfisziert worden.

Die hat einen hohen emotionalen Wert für mich.

Unterschlagung von Beweismitteln, wie in diesem Fall,

ist ein ernsthafteres Vergehen als unerlaubter Waffenbesitz.

Macht sich nicht gut in Ihrer Akte.

Diebstahl und Hausfriedensbruch auch nicht in Ihrer.

Ich denke, wir gehen von gegenseitigem Einverständnis aus.

Auf Wiedersehen.

(Verkehrslärm, ferne Sirene)

Arme Katze.

Die geht bitte in die KTU.

Zusammen mit der DNA-Probe von Ramthor.

Gut, Nico lässt das Handy der Eltern bereits orten.

Da seid ihr endlich.

Also, das letzte Funksignal der registrierten Nummer

war gestern Abend in Frankenthal.

Ganz ehrlich, wer fährt denn in den Urlaub

und schaltet dann sein Handy aus?

Kein Millennial jedenfalls.

Hast du dich über Michael Schaub und Nisha Nevarin schlau gemacht?

Ja, sie ist so der Typ engagiert,

eher Typ extrovertiert und social activist.

Also Suppenküche, Blutspenderin und so.

Und sie wurde neulich beim Ladendiebstahl erwischt.

Ach, wo denn? - Im Kaufhaus in der Kinderabteilung.

Und ich hab auch mal das Hochzeitsdatum der Eltern gecheckt.

Das soll ja eine Silberhochzeitsreise sein.

Und die war auch vor zwei Monaten.

Und dabei ist beim Standesamt ein Termin

auf den Namen Schaub-Nevarin aufgetaucht.

Wann? - Übermorgen.

Während die Eltern im Urlaub sind?

Mit denen stimmt was nicht.

Was haben die beiden zu vertuschen?

Siehst du, lieber Nico, spätestens jetzt haben wir den Sachverhalt

von zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkten.

Die Verkettung der Ungereimtheiten macht es aus, ja:

der Streit, panische Schreie,

Eltern, die spurlos in den Urlaub verschwinden

und den nervösen Sohn, der ...

Über den hab ich mich auch schon mal schlau gemacht. - Sehr gut.

Er tritt auf Social Media vor allem als Sprayer auf. - Ja, zeig mal.

Hier. Da muss man sich jetzt einloggen, wenn man mehr sehen will.

Haben wir dafür nicht irgendwelche Fake-Accounts?

Ah, jo. Wen wollen S' denn haben? - Altersgerecht.

(Rascheln, er brummelt vor sich hin.)

Linda Laubinger?

Mhm. Identitäten kann Frau nie genug haben.

Wer ist das denn? - Kollegin aus dem IT.

Nice.

Einen Folienteich kriegt wirklich jeder hin.

Loch graben, Folie auslegen, Wasser rein,

bisschen Uferbepflanzung und fertig ist der Gartenteich.

Gibt's fertige Sets?

Wir haben alles da, ich stelle Ihnen gerne was zusammen.

Und Fische? - Das haben wir leider nicht.

Bekommen Sie in dem Aquaristikladen gegenüber dem Parkplatz im Hinterhof.

Und Spraydosen, Wandfarben? - Gang 03. 'Tschuldigung.

Cool, oder? - Hm?

Kennst du die? - Noch nicht.

Keinen weiteren Beef jetzt.

Michael Schaub hat gepostet.

(Fernes Telefonklingeln)

"Update von den Daheimgebliebenen. Der Teich hält."

"Und speziell an Papi und Mami: Meldet euch mal."

"Es gibt Leute hier, die vermissen euch."

"Mhm. Mike zum Beispiel."

"Ja, und nicht nur ich. Die hier freuen sich auch schon auf ...

Wie findet Linda Laubinger das?

Ähm ... im Zweifel süß?

Die Frage ist doch auch, wie Nisha das Ganze findet.

Also, vielleicht sollte man da ... noch mal nachgucken oder so.

Das kann nicht schaden. Übernimmst du das? - Ja.

Wir müssen noch mehr über die beiden in Erfahrung bringen,

bevor wir sie uns wieder vornehmen.

Kann ich da mitkommen? Vier Augen sehen ja mehr als zwei.

Wenn's sein muss.

(Schnaufen, leises Quietschen)

(Nachdenklich-sphärischer Klang)

(Vogellaute)

(Abwartende Klänge)

Hallo, Gerlinde.

Hallo, Erwin.

Na? (Zwitschern)

Na?

Mutti.

Sag mal ... Weißt du was Genaueres

über das, was da vorgestern bei Schaubs los war?

(Zwitschern)

Ich hab nichts mitbekommen.

Danke.

Thä! Tee mit Schuss? - Na und?

(Seufzen)

Ernsthaft? Ich soll doch nicht.

(Langsame, nachdenkliche Musik)

Mutti?

Hast du die Schaubs heute schon gesehen?

Sind doch auf Urlaub.

Schon wieder?

Von mir aus können sie auch ganz wegbleiben.

Erwin.

Gerlinde ...

(Spechtklopfen)

(Rascheln)

(Spechtklopfen)

Ein Fischteich.

(Ächzen)

(Ächzen)

(Angespanntes Trommeln)

(Spechtklopfen)

Jetzt schauen wir mal, Fritz.

(Angespanntes Trommeln)

Guten Tag.

Hallo. - Morgen. Mara Hermann mein Name.

Kriminalpolizei Ludwigshafen. Sie wohnen hier?

Von Anfang an. - Respekt.

Sagt Ihnen der Name Nisha Nevarin etwas? Bewohnerin hier.

Wohnte mit ihrer Mutter hier. - Wohnte?

Die Mutter ist Ende letzten Jahres gestorben.

Aber hier werden öfter Särge rausgetragen.

Wenn man da bei jedem heulen würde ...

Wann haben Sie denn Nisha das letzte Mal gesehen?

Also, meine Kollegin möchte gern wissen,

wann Sie Frau Nevarin das letzte Mal gesehen haben.

Letzte Woche.

Allein? - Mit Freund.

Der schmiert hier manchmal die Wände an.

Ah, Sprayer nennen das übrigens eher "mullern" oder "lacken".

Nico. - Und begreifen sich selber als Künstler.

Nico! - Ist ja auch ganz cool eigentlich, die Katze.

Pfff. - Äh, gibt's hier Hausmeister?

Dortselbst. Erdgeschoss links.

(beide:) Moin. - Moin.

Anscheinend war niemand hier in den letzten paar Tagen.

Gibt's Nachwuchs?

Es ist hoffentlich nichts mit Nisha passiert.

(Fernes Babyweinen)

Hab sogar das Ultraschallbild gesehen.

(Klimperndes Schlaflied)

Sie stehen sich nah?

Na ja, ich kenne Nisha, seit sie geboren ist.

Und ihr Vater?

Hab nie einen gesehen.

Wann haben Sie denn Frau Nevarin das letzte Mal gesprochen?

Als sie mir gesagt hat, dass sie die Wohnung umräumen will

und Hilfe braucht. - Umräumen. Mhm.

Wann war das? - Letzte Woche.

(Mobile spielt "Guter Mond, du gehst so stille".)

Schönes Paar.

Hm? Oh, Mike!

Idyllisch! Ist wirklich was geworden, wer hätte das gedacht?

Aber wie heißt's so schön? Stille Wasser sind tief.

Was wollen Sie denn von uns? Merken Sie nicht, dass Sie uns stressen?

Erwin, was gibt's?

Ich weiß jetzt wieder, an wen du mich erinnerst. An deine Mutter.

Was reden Sie denn da für einen Scheiß? Gehen Sie weg, Sie Ekel!

Lassen Sie mich in Ruhe! - Dafür ist es jetzt zu spät.

(Düsterer Klang)

Auf gute Nachbarschaft.

(leise:) Er weiß es.

Er wird es der Polizei sagen.

Oder uns erpressen.

Alles wird gut.

(Fernes Bellen)

Frau Odenthal, ich glaube, ich habe da was für Sie.

Vielleicht kommen wir doch noch ins Geschäft.

Hi!

Hey!

Was machst du denn da?

Ich dachte, du heiratest die Woche und hast Urlaub?

Ich bin auch gleich wieder weg. Ich habe nur was vergessen.

(Rascheln)

Was gibt's Neues?

Das wollten wir euch eigentlich fragen.

Also, Nishas Wohnung ist komplett auf Kind eingerichtet.

Ihr wart in der Wohnung?

Ihr habt gar keinen Durchsuchungsbeschluss.

Ja, wir mussten den Hausmeister jetzt nicht lang bitten.

Gerichtlich ist von den Eindrücken jedenfalls nichts verwertbar.

Macht doch nicht denselben Quatsch, den ich in eurem Alter gemacht hab.

Okay, also sehr wahrscheinlich ist also, dass Nisha schwanger ist.

(Telefonklingeln) Möglich.

Der Hausmeister hat uns Ultraschallbilder gezeigt.

Die könnten aber gefakt sein oder von einer Freundin geliehen.

Und warum soll sie das tun? - Pathologischer Kinderwunsch?

Würde zur Kleptomanie passen.

Jedenfalls hat er gesagt, sie will umräumen. Vielleicht zieht Mike ein.

Dabei wäre so ein Bungalow in Frankenthal doch viel komfortabler.

Stimmt auch wieder.

Die Kollegen aus Frankreich haben ein Wohnmobil gefunden.

In einer Kiesgrube nahe der Grenze.

Die Fahrgestellnummer passt auf das Wohnmobil von Gustav Schaub.

Ich fahr jetzt hin. Kommst du mit? - Wir fahren zweigleisig.

Ich nehme mir parallel noch mal diesen Ramthor vor.

Erst, wenn wir genügend belastende Indizien haben,

dann konfrontieren wir Michael Schaub und seine Freundin damit.

Du begleitest Johanna, und einer muss hier die Stellung halten.

Nico, du bist kein ausgebildeter Polizist.

(Düstere, wabernde Klänge)

(Trommelrhythmus, Türklingel)

(Hallende, klatschende Klänge)

(Vogelzwitschern, Türöffnen)

Hallo.

Bitte.

Ja, was die Leute wegwerfen heutzutage.

Was sind das für Kleider?

Den meisten geht's halt zu gut.

Schaub?

Ich sag's noch einmal:

Ich kooperiere nur, wenn auch für mich etwas dabei rausspringt.

Ihnen wurde die Waffenbesitzkarte entzogen.

Ich kann Ihnen Ihr Gewehr nicht wiedergeben.

Es bedeutet mir aber sehr viel. - Und was geben Sie mir dafür?

Die Aufzeichnung Ihres Blutdrucks oder Ihres Stuhlgangs vielleicht?

(Hecheln)

Wissen Sie ... Ich war früher gern in der Stadt unterwegs.

Hab viel fotografiert, und neulich nach Ihrem Besuch ...

hab ich mal wieder mein Archiv durchgesehen.

Und dabei bin ich auf Aufnahmen gestoßen,

die Sie sehr interessieren könnten.

Und? Was ist da drauf zu sehen?

So kommen wir nicht ins Geschäft.

Schade.

Ich sage nur Durchsuchungsbeschluss.

So was respektiere ich doch sowieso nicht.

Sind Sie da sicher?

(Hecheln)

Sind Ihre Nachbarn da?

Ausgeflogen.

Wissen Sie auch, wohin?

Sie wissen doch: Nichts ist umsonst.

(Lautes Zwitschern)

(Rhythmische Schläge, Funksprüche)

Merci.

Hallo, Stern, Kripo Ludwigshafen.

Mara Hermann, unsere Kommissarsanwärterin.

Bixente. Enchanté.

Freut mich auch.

Vous êtes nouveau?

Nouvellement transféré.

Alors, à une bonne coopération.

Avec plaisir.

(Räuspern)

Qu'avez-vous pour moi?

Bisher nur die Wohnmobil. - Okay.

Avez-vous trouvé des cadavres, déjà?

Ben non. Unser Team sucht weiträumig.

Mais cette zone est gigantesque.

Est-ce qu'il y a des traces de violence dedans?

Tout est propre. Ein bisschen zu sauber.

Innenraum komplett geputzt. Schränke reisefertig präpariert.

Mais ... c'est un odeur. Es riecht nicht besonders sauber.

Der Fäulnisgeruch ist definitiv Silage. Diese Fäulnis.

Ja, also ... Futter von Nutztieren. So was wie gegärtes Gras, Biomasse.

Äh ... Ich war als Kind immer auf dem Bauernhof.

Da vergisst man so Geruch nicht. - Oui.

Oui. Was ist denn das da?

Motocyclette. Unser Team hat Motorradspuren gefunden. - Okay.

Reifenprofil wird ausgewertet.

Y a-t-il une video de la passage de la frontière?

Unsere Kollegen an die Grenze haben die Wohnmobil kontrolliert, nachts.

Und ... der Fahrer ist ein junger Mann. Phantombild ist unterwegs.

Ein junger Mann?

Nico soll sofort ein Foto von Michael Schaub schicken. - Ja.

Est-ce que vous avez mes coordonnées?

Je vous donne mon numéro.

Ah, oui. - Okay.

Avec plaisir.

(Handyklingeln)

Frau Stern?

Was, ganz allein?

Jaja, selbstverständlich, das mache ich sogar sehr gern.

Aber ich habe noch keinen Dienstausweis.

Okay, natürlich.

Frau Odenthal, es gibt neue Nachrichten aus Frankreich.

(Leise Gespräche, Lachen)

Hunger? - Nein, danke, ich bin im Dienst.

Da darf man nichts essen?

Meistens kommt man nicht dazu.

Wir haben Sie gar nicht nach Ihren Eltern gefragt.

Ja, da gibt es auch nicht viel zu erzählen. Ich bin Waise.

Oh, das tut mir leid. Und seit wann?

Meine Mutter ist kurz nach Weihnachten gestorben,

und meinen Vater hab ich nie kennengelernt. Warum?

Ihre Mutter hat Ihnen nie von Ihrem Vater erzählt?

Wir kamen alleine klar.

Muss schwer für sie gewesen sein. - War es das?

Es gibt Leute, die wirklich Hunger haben.

(Kirchenglocken)

(seufzend:) Der eigentliche Grund meines Besuchs ist,

wir haben das Wohnmobil der Familie Schaub gefunden.

Wurde es gestohlen?

Wir müssen leider von einem Gewaltverbrechen ausgehen.

Das ist ja schrecklich.

Genau. Ich muss Sie daher bitten, mich aufs Revier zu begleiten.

Heute noch? - Ja.

Moin, moin. - Guten Abend. Kann ich helfen?

Michael Schaub von "Spray'n Easy"? Das freut mich total.

Ich bin ein Megafan von deinen Graffitis. Ich darf doch "du" sagen?

Ja, freut mich. Woher wissen Sie, wo ich arbeite?

Ich bin Fan halt.

Und die Eltern sind immer noch im Urlaub?

Ich habe deine Story im Internet gesehen.

Haben die sich mittlerweile gemeldet?

Nee, noch nicht.

Aber machen sie bestimmt noch.

Ja, wird schon nichts passiert sein.

Genau. - Obwohl, heutzutage ...

Entschuldigung, aber wenn Sie kein Gast des Hauses sind,

würde ich Sie bitten, zu gehen.

Nur, wenn Sie mitkommen, Herr Schaub.

Kantinenkarte, Polizeipräsidium Rheinpfalz.

Wollen Sie mich verarschen?

Ja, ich habe noch keinen Dienstausweis,

aber ich arbeite bei der Kripo in der Verwaltung.

Sie sind ... - Johanna Stern, Kripo Ludwigshafen.

Also, ich arbeite für Frau Stern.

Wir haben das Wohnmobil Ihrer Eltern gefunden.

Von ihnen selbst fehlt allerdings jede Spur.

Deshalb würde ich Sie bitten, mich aufs Revier zu begleiten.

Wir haben da noch ein paar offene Fragen an Sie.

Um diese Uhrzeit?

Jetzt. Ihre Freundin wartet da bereits.

Nisha? Warum Nisha? Die kennt meine Eltern kaum.

Keine Sorge, um Mitternacht sind Sie wieder frei.

So wie Aschenputtel.

Ich warte draußen.

(Nachdenkliche Musik)

Ein Liebespaar ...

vom Unstern schwer bedroht,

des traurig-unglücksel'ger Untergang

der Väter Hass aussöhnt in seinem Tod.

Was? Was ist das denn? Shakespeare?

Das hatt'ste mir gar nicht zugetraut, was?

Die KTU hat minimalste Blutspuren

an der Innenseite der Handschuhe nachweisen können.

Und sehr viel Chlor.

Jemand hat sich viel Mühe gegeben, die Spuren zu verwischen.

Die französischen Kollegen haben immer noch keine Leichen gefunden.

Sie durchkämmen nach wie vor das ganze Gebiet.

Aber wer sagt uns, dass die Leichen in Frankreich sind?

Herr Schaub.

Wir müssen mittlerweile leider bei Ihren Eltern

von einem Gewaltverbrechen ausgehen.

Sie und Ihre Freundin sind die Letzten,

die Ihre Eltern lebend gesehen haben.

Das macht Sie automatisch zu Tatverdächtigen.

Wir zeichnen deshalb diese Aussage auf.

Sie haben das Recht auf einen Anwalt.

Wollen Sie einen Verteidiger Ihrer Wahl hinzuziehen?

Wie lange sind Sie und Michael Schaub schon zusammen?

Ich dachte, es geht um Mikes Eltern?

Würden Sie bitte einfach meine Frage beantworten?

Wir kennen uns seit Anfang des Jahres.

Und sind von Anfang an ein Paar.

Ging alles ziemlich schnell.

Michael Schaub, 1. März 2000, ledig. - Noch.

Wir wollen zusammenziehen.

Heiraten Sie deshalb in Abwesenheit Ihrer Schwiegereltern?

Wir hatten Glück, dass jemand kurzfristig abgesprungen ist.

Warum so schnell heiraten?

Worauf warten?

Wir feiern nach, wenn sie zurück sind.

Es ist ja jetzt nur die standesamtliche Trauung.

Das richtige Fest kommt später.

So ein verwaistes Wohnmobil

spricht nicht gerade für eine baldige Rückkehr.

So ist es jedenfalls besprochen.

Waren die Eltern von Michael Schaub

zu irgendeinem Zeitpunkt gegen Ihre Beziehung?

Warum sollten sie? Krass!

Krasse Frage, hm?

Ich bin hier geboren und ich besitze einen deutschen Pass.

Das stellt auch niemand infrage.

Nevarin, ist das der Familienname Ihres Vaters?

Nein, der meiner Momon.

Sie ist Perserin und kam nach dem Putsch von 1979 nach Deutschland.

Alleinerziehend. War sie berufstätig?

Finanzwesen, mittlerer Dienst.

Und wenn Ramthor ein gemeinsames Abendessen

und einen Streit bezeugt haben würde?

Worüber wurde denn gestritten?

Die anstehende Hochzeit.

Nisha hat meinen Eltern eine Katze geschenkt.

Papa war nicht begeistert.

Dann ist alles ein bisschen hochgekocht.

Herr Ramthor hat Gummihandschuhe bei Ihnen gefunden.

Wir gehen davon aus,

dass DNA-Rückstände der mutmaßlichen Täter darauf zu finden sind.

Wir würden diese Spur gerne vollständig auswerten.

Oder vielleicht, weil Ihre Eltern erfahren haben,

dass sie Großeltern werden?

(Klacken)

Wa-Was soll die Frage?

Sind wir jetzt fertig?

Es ist Mitternacht.

Ihr Kollege versprach mir, dass ich dann gehen kann.

Gibt's noch was? - Ja.

Ich würde gern eine DNA-Probe von Ihnen nehmen wollen.

Was dagegen?

(Quietschen)

Mund auf, bitte.

(Sanfte Musik)

(Seufzen)

Warum macht mich dieses Paar so traurig?

Vielleicht weil die beiden ohne diese Tat

ihr ganzes Leben noch vor sich hätten.

Vielleicht aber auch, weil wir bei unserer Suche

nach dem dunklen Geheimnis der beiden

auf eine schreckliche Wahrheit stoßen.

Wenn wir dieses dunkle Geheimnis jemals lüften.

Wir haben nicht eine DNA-Spur zum Abgleich aus der Wohnung

oder aus dem Wohnmobil der Verschwundenen.

Geschweige denn eine brauchbare Blutspur

an den gewaschenen Handschuhen.

Nichts haben wir in den Händen.

Außer einer simplen Behauptung des Mordverdachtes.

Ohne Leichen.

(leise:) Ich weiß.

Der war am Teich. Ist der bescheuert?

Der hat die Handschuhe ausgegraben. Also hat er auch unsere Klamotten.

Der Fettsack will uns erpressen, ganz klar.

Jetzt beruhig dich.

Die haben keine Beweise, die haben keine Leichen,

die können uns gar nichts.

Die wissen, dass ich schwanger bin.

Was, wenn sie den Rest auch wissen?

Warum sollten sie?

Fahr langsamer, bitte.

Mike, bitte!

(Nachdenkliche Musik)

Die Polizei hat nichts gegen uns in der Hand.

Wir schaffen das.

Liebes, morgen ist unser großer Tag.

Wir heiraten. (Sie lacht kurz auf.)

So ein Mord ohne Leichen wird schwer nachzuweisen sein.

Dann wird es halt eben ein Indizienprozess.

Das geht ohne Geständnis und ohne Leiche.

Basiert ausschließlich auf Beweisanzeichen.

Michael Schaub hat auf mich schon im Hotel auffallend nervös gewirkt.

Wie hast du es eigentlich geschafft, dass der mit dir mitkommt?

Ich habe ihm meinen Kantinenausweis gezeigt. - Nee.

(Lachen)

Ich habe ja keinen anderen.

So wird es aber nichts mit dem Beamtenstatus.

Okay, Leute, zurück zum Thema.

Was haben wir?

Also, der nächtliche Grenzbeamte hat,

nachdem wir ihm das Bild geschickt haben,

mit hoher Wahrscheinlichkeit Michael Schaub

als Fahrer des Wohnmobils identifiziert.

Also nicht mit Sicherheit.

Also, checkt morgen Früh noch mal die Handydaten von Michael Schaub.

Vielleicht können wir ihm darüber nachweisen,

dass er vorgestern Abend in Frankreich war,

um das elterliche Wohnmobil zu entsorgen. - Und die Leichen.

Die können überall verscharrt worden sein.

Sogar unter dem frisch angelegten Gartenteich.

Mara, was denkst du?

Das ist gar nicht so wichtig.

Ich habe einfach nur darüber nachgedacht, warum ...

warum das Wohnmobil so stark nach Silage gerochen hat.

Egal. Äh ...

Eine gewollte ungewollte Schwangerschaft

ist doch ein gutes Motiv.

Gewollt ungewollt?

Gewollt von Nisha, ja.

Aber sicher ungewollt von Mikes Eltern.

Der Todgeweihten Liebe-Leid-Verlauf.

(Grillenzirpen)

Was macht dieser Kackbatzen in unserem Garten?

Verpiss dich, du Ranztöle!

Fritz! Komm, bei Fuß!

(Hecheln)

Ja, brav. Und ab nach Hause!

(Seufzen, leises Lachen)

Wenn er mal eine Fährte aufgenommen hat, dann ist er nicht zu stoppen.

Der Fritz nicht und sein Herrchen auch nicht.

Erwin? Was soll die Scheiße hier?

Wonach sucht dein Köter in unserem Garten?

Wir suchen nach Gold, was denn sonst?

Was, bist du jetzt voll schizo, oder was?

Ich glaube, wir sind fündig geworden.

Ihr zwei, ihr seid echt so was von schamlos,

das muss man euch schon lassen.

Aber gut, was macht man nicht alles aus Liebe?

Respekt!

(Zirpen)

Hm?

(Unbehagliche Klänge)

Ja, und jetzt? Was machen wir jetzt damit?

Willst du einen Schnaps?

Ich soll doch nicht.

Schwarz gebrannt.

Schwarz gebrannt.

Vom Herrn Finanzbeamten a.D., gut, da sag ich nicht Nein.

Dann können wir auch gleich über das weitere Vorgehen sprechen.

Na dann. (Unbehagliche Musik)

(Er atmet genussvoll ein.)

Ich soll ja leider nicht.

(leise lachend:) Ach, ihr zwei Süßen.

Kaum ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

Ich bin noch nicht von gestern.

Auch wenn das hier in der Gegend allgemein so gedacht wird.

Ich weiß ganz genau, was hier gespielt wird.

(Angespannte Musik)

Jetzt komm schon.

Meine kleine Kulleraugenschönheit.

Zeig mir, wie gut du bist.

Ein bisschen Liebe schadet doch niemandem.

(Grillenzirpen, angespannte Musik)

Lass sie.

Lass sie. Sie beruhigt sich schon wieder.

(Seufzen)

Man muss sich auch erst aneinander gewöhnen.

Was willst du von uns?

Das werden wir schon noch gemeinsam rausfinden.

(Unbehagliche Klänge)

(Genussvolles Einatmen)

(leise:) Das ist gut.

Oh Gott.

(Dröhnender Donnerschlag)

(Ächzen)

(Hallende, gongartige Schläge, Blubberlaute)

(Stöhnen, gepresste Schmerzlaute)

Du Ranzratte. Reicht dir das an Liebe?

Bin ich dir jetzt gut genug?

(Röcheln, Blubbern)

Du verdammte ... Du ...

(Stöhnen, Röcheln)

(Sie beginnt zittrig zu schluchzen.)

(Kieksende Schluchzer) Hey. Hey. Alles wird gut.

Alles wird gut.

(Lautes, hysterisches Weinen)

(Bewegte Musik wird lauter.)

(Schicksalhafte Musik)

Heb du mal hinten an.

(Ächzen)

(Keuchen)

(Die Musik endet.)

(Unheilvolles Brummen)

Was hatte der Unterricht noch für einen Sinn?

In der lateinischen Grammatik ...

(Türschlagen, Bellen)

(Türschlagen)

Jetzt hältst du dich aber mit der Polizei zurück, Gerlindchen.

(Fernes Hupen)

Vielleicht ist es besser so.

Warum sagst du plötzlich so etwas?

Die ganzen Umstände, der Stress.

Was ist, wenn es nicht gesund ist?

(Düstere Musik)

Glaubst du, ich kann kein gesundes Kind auf die Welt bringen?

Das habe ich doch gar nicht gesagt.

Vielleicht ist gerade einfach nicht der richtige Zeitpunkt für so was.

Fängst du jetzt an, mich wie deine Eltern anzuranzen?

Hey, das ist so asi!

(Klackern, sanfte Klänge)

Es tut mir leid.

Ich kann keine Herztöne mehr feststellen.

Das ist in dieser Phase der Schwangerschaft keine Seltenheit.

Das kann leider vorkommen.

Wir müssen eine Ausschabung vornehmen.

Wir behalten Sie eine Nacht hier

und werden diese gleich morgen Früh machen.

Wir heiraten morgen Früh.

Es tut mir leid. Das werden Sie verschieben müssen.

Kann ich ... Kann ich bei Nisha bleiben?

Ja. Ich sage der Schwester Bescheid,

dass sie ein Zimmer für Sie beide richtet, ja?

(Traurige Musik)

(weinend:) Es war alles umsonst.

(Bellen, Streichmusik)

(Seufzen, Vogelzwitschern)

(Anhaltendes Bellen)

Hört der denn heute gar nicht mehr auf?

Erwin!

(Angespannte Musik)

Hast du hier übernachtet?

Morgen.

Moin, moin. - Moin.

Da hat aber jemand gute Laune.

Ich sag nur englische Blankverse.

Und wie der Väter fortgesetzter Groll

erst an dem Grab der Kinder höret auf.

(Leises Lachen)

Apropos Väter und Söhne.

Hat die Handyabfrage des Sohnes was ergeben?

Du hattest recht.

Ich hab hier die Funkzellenabfrage abgeholt.

Stellt sich raus,

Michael Schaub war am mutmaßlichen Tatabend in Frankreich.

Und es gibt eine Gesprächsverbindung zwischen ihm und Nisha Nevarin,

die zur gleichen Zeit im Haus der Eltern war.

Dann war der Sohnemann Schaub nach- weislich das Wohnmobil entsorgen.

Übrigens, wegen dem Wohnmobil.

Ich überleg, ob der Silagegeruch

vielleicht von einer Biogasanlage kommen könnte.

Warte mal, Mara.

Ich bin heute Nacht, weil ich nicht schlafen konnte,

noch mal diese Strecke zum Kieswerk abgefahren.

Erinnerst du dich an die Straßenschilder? - Ja.

Kannst du der Spur mal nachgehen? - Klar.

Okay.

Aber was hat die schwangere Nisha

mit der mutmaßlichen Ermordung ihrer Schwiegereltern zu tun?

Wenn ich's wüsst.

Ich weiß, was wir die ganze Zeit übersehen haben.

Von wegen dunkles Geheimnis und so.

Nico!

Nishas Mutter und Michael Schaubs Vater

haben beide im Finanzwesen gearbeitet.

Jetzt stellt euch mal vor, auf dem gleichen Finanzamt.

Stellt euch vor, die kannten sich.

Und ... hatten was miteinander?

(Seufzen)

Dann sind die beiden Halbgeschwister.

Und ein Paar, das ein gemeinsames Kind erwartet.

Puh.

Laut Paragraf 173 wird Beischlaf unter Verwandten

mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet.

Gustav Schaub wird nicht begeistert gewesen sein.

Vielleicht wusste Emmi gar nicht, dass ihr Mann

noch eine uneheliche Tochter hatte.

Also die Kontoabfrage ergibt:

Michas Vater hat Nishas Mutter Geld überwiesen. Regelmäßig.

Seit Nishas Geburtsjahr.

Nisha und Michael Schaub sind quasi gleich alt.

Das würde bedeuten, dass Gustav Schaub

während der Schwangerschaft von Emmi Schaub eine andere Frau schwängerte.

Ist ja abgebrüht. (Telefonklingeln)

Und wenn Gustav Schaub vor seiner Familie

dieses uneheliche Kind immer verheimlicht hat,

dann hat das ein Riesen-Eskalationspotenzial,

wenn die beiden da auftauchen. - Danke.

Und dann auch noch schwanger.

Gerlinde Wagner, die Nachbarin, hat eben angerufen.

Ramthor liegt zusammengesunken in seinem Garten.

Ihr beide versucht rauszufinden, wo Nisha und Michael Schaub sind.

Es besteht der dringende Tatverdacht der gemeinschaftlichen Ermordung

von Michael Schaubs Eltern. - Heute ist der Tag der Trauung.

Nico, check mal, ob die noch auf dem Standesamt sind.

Und du, Mara, du findest heraus, ob bei einer dieser Biogasanlagen

im Umkreis der Grenze irgendwas Auffälliges vorgefallen ist.

Klar. - Danke.

(Spechtklopfen, anschwellende Musik)

(Handyklingeln)

Mara?

(Vogellaute, angespannte Musik)

Okay.

Ja, alles klar.

Nisha ist ins St. Joseph Krankenhaus eingeliefert worden, letzte Nacht.

(Hecheln)

Wo finden wir Frau Nevarin?

Es ist noch keine Besuchszeit.

Kriminalpolizei, Ludwigshafen. - Moment.

(Angespannte Musik)

Im dritten Stock, Zimmer 310. - Geht doch.

(Die Musik verklingt.)

(Musik setzt wieder ein.)

Herr Schaub?

(Angespannt-gleißende Klänge)

(Sphärische, angespannte Musik)

(Durchatmen)

(Sie beginnt zu lachen.)

(Sie lacht haltlos.)

Was für ein Trip.

(Atemloses Lachen)

Oh mein Gott. Was?

Was für ein Trip.

(Leiser, angespannter Ton, Klopfen)

Bruderherz.

(Hallende, dröhnende Klänge)

(Krähenkrächzen)

(Ernste, wabernde Musik)

(Die Musik wird leiser.)

(Krähenkrächzen, dumpfes Dröhnen)

(Anschwellende Musik)

(Gleißender Klang)

Scheiße. (Seufzen)

(Handyklingeln)

(Seufzen)

Ja, Mara.

Okay, danke.

(Ernste Musik)

Mara hatte recht.

Sie haben pinke Kleidungsfetzen in diesem Gärtank gefunden.

Sie sind höchstwahrscheinlich von Emmi Schaub.

Die Leichen waren in der Biogasanlage.

(Erste, anschwellende Musik)

(Schleifende Klänge)

(Die Musik verklingt.)

(Dynamische Musik)

SWR 2025

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