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BASIEREND AUF EINER WAHREN GESCHICHTE
Die aktuellen Nachrichten aus der ganzen Welt:
Die Olympischen Spiele des Jahres 1924 in Paris sind Geschichte.
Eric Liddell, der Brite, der sich über 400 Meter die Goldmedaille geschnappt hat,
hat seine Chance bekommen, den amerikanischen Traum zu leben.
Doch der berühmte Sportler hat trotz mehrfacher Angebote
von Dutzenden amerikanischer Marken aus- nahmslos alle freundlich dankend abgelehnt.
Er hat sich der Londoner Missionsgesellschaft angeschlossen
und ist zurück nach China gegangen, wo er die Liebe seines Lebens,
die Krankenschwester Florence Mackenzie, heiratete.
Das Paar will dort eine Familie gründen, er wird unterrichten
und sich einem produktiven Leben widmen.
Für Mr. Liddell erwachsen daraus, anderen Hilfe und Hoffnung zuteil werden zu lassen,
alle Reichtümer, die er braucht.
Mit ein bisschen Glück begegnet man im Leben jemandem,
durch den man selbst zu einem besseren, würdigeren Menschen wird.
Ich hatte dieses Glück vor vielen Jahren,
als ich den "Fliegenden Schotten" kennenlernte.
Sein Name war Eric Liddell.
NEUN JAHRE ZUVOR
Die ganze Welt hatte ihn kennengelernt, als er sich geweigert hatte,
zum 100-Meter-Rennen anzutreten, weil es an einem Sonntag angesetzt war.
Diesen Tag reservierte er für Zeit,
die er mit seiner Familie mit Spiel und Freude verbrachte,
und Dank sagte für all die Segnungen, die ihnen zuteil geworden waren.
Im Glanz des Sieges wurde er berühmt als ein Mann,
der für seine Prinzipien steht.
Aber für ihn war es gar keine so große Geste.
Nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hatte, kehrte er nach China zurück
und unterrichtete dort Chemie, Englisch und Sport.
TIANJIN, JULI 1937
Die vielen Jahre, die China und Japan einander bekämpften,
hatten uns nach und nach aller Freude beraubt
und großes Leid über unser Volk gebracht.
Die Soldaten!
Halt!
Anhalten! Hier können Sie nicht durch.
- Wohin wollen Sie? - Nach Tianjin.
Nein, die Japaner kommen, fahren Sie wieder zurück!
Kommen Sie, lassen Sie uns noch mal durch!
Die Japaner sind doch noch nicht hier.
Noch nicht! Aber sie kommen!
Bitte, Entschuldigung, hören Sie.
Das ist Herr Professor Liddell. Er leistet sehr wichtige Arbeit.
Und er weiß Ihre Unterstützung zu schätzen. Vielen Dank.
- Ja, ja. - Danke.
Fahren Sie schon!
- Danke - Ja,danke!
Ich war in Armut aufgewachsen, aber ich hatte meine Methoden.
Und immer wenn es nötig war, habe ich irgendwie einen Weg gefunden.
Professor Liddell nannte mich bei meinem Namen, Xu Niu,
er bezahlte mich dafür, ihn zu den armen Kindern zu fahren, die er unterrichtete.
- Da kommt er. Da kommt er! - Hallo! Wie geht's? Hallo!
- Hallo! - Wir haben schon auf Sie gewartet!
- Geht's euch gut? Komm her. - Fangen wir jetzt an?
Ich dachte schon, Sie würden gar nicht kommen.
Na los. Hopp, hopp, hinsetzen! Ruhe bitte!
Setzt euch.
- P wie Peter. K wie Katze. - Katze?
Bang-Bang'? Bang-Bang'?
Professor Liddell, Song Tianjia ist noch nicht da.
Er hat gesagt, seine Birnen sind reif, und er wollte Ihnen welche herholen.
Professor Liddell!
Professor Liddell, da ist Song Tianjia.
Professor Liddell! Hier bin ich!
- Professor Liddell! - Nein!
Song!
Song!
Song!
- Song! - Nein! Nicht!
Als Junge bin ich höchstens mal vor einem Hornissennest weggelaufen
oder vor einem Mann, der mich ins Gefängnis stecken wollte.
Aber mit Mister Li bin ich gelaufen. Durch das Laufen fand er Frieden.
Doch an diesem Tag erschreckte mich seine Furchtlosigkeit, denn er lief,
um Frieden zu finden, während um ihn herum ein Krieg eskalierte.
BRITISCHES KONSULAT
Florence reißt Ihnen den Kopf ab.
Und mir meinen wahrscheinlich auch.
Sie würde doch dasselbe tun.
Wir wollen den Menschen hier helfen, wir können nicht weglaufen,
sobald es ein bisschen Ärger gibt.
Ihre Kinder sind auch Menschen, Eric!
Sie sind jung.
Und Florence wird ja da sein.
Lassen Sie mich meine Arbeit zu Ende führen.
Bitte. Tun sie damit etwas Gutes!
- Hab keine Angst, hab keine Angst! - Papi, ich hab Angst!
Sagt mal, wie geht noch mal diese Melodie?
Die, die Mama so gern mag? Könnt ihr mir die singen?
Das macht ihr toll!
Florence.
Gott sei Dank haben sie einen festen Schlaf.
Ich habe versprochen, dem Krankenhaus in Xiaozhang zu helfen,
sie brauchen Medikamente jetzt mehr denn je.
- Und Robins Sohn ist... - Krank, ja, ich weiß.
Und er musste zurück nach England, um ihn zu pflegen.
Aber dein Bruder ist der Arzt, nicht du.
Wir haben jetzt Familie.
Nicht nur Gottes Familie, unsere.
Ich liebe dich, Florence. Absolut und grenzenlos.
Ich weiß, wen ich geheiratet habe.
Jetzt hilf mir beim Packen.
- Komm, Heather! - Xu sieht toll aus, oder?
Na, geh rein.
Xu.
Bitte passen Sie für mich auf ihn auf, okay?
Sie können sich auf mich verlassen.
Ich sorge dafür, dass Eric nichts geschieht.
Vor der Besatzung hatte Mr. Li bei der Londoner Missionsgesellschaft
um einen Urlaub gebeten, um mit seiner Familie nach Kanada zu reisen.
Aber die Bestätigung war noch nicht eingegangen.
Er fühlte sich verpflichtet, denen zu helfen, die Hilfe bedurften,
in guten wie in schlechten Zeiten.
Ich komme nach, sobald ich kann, ja?
Richtet eurer Oma aus, dass es uns allen gut geht!
Du musst ihr zeigen, wie schön du schon schreiben kannst.
Und ich muss den Kindern hier zeigen, wie sie das auch lernen können.
Bitte sieh das nicht als Goldmedaille.
Oh, Florence.
Ich liebe dich.
- Einmal noch umarmen, Kinder! - Wir sehen uns bald wieder.
Ich komme euch ganz bald nach.
Verehrte Herrschaften, alle, die nicht mit uns mitreisen, verlassen bitte das Schiff!
Ich komme bald nach.
- Bis bald! - Bis bald!
Hab euch lieb!
- Du wirst uns fehlen! - Ihr mir auch!
Ich komme bald nach!
Und kümmert euch gut um das Baby, ja? Versprochen?
- Versprochen! - Versprochen?
Auch, nachdem die japanische kaiserliche Armee sein Zuhause gestürmt
und geplündert hatte, blieb Mr. Lis Glaube unerschütterlich,
und er betete für seine Feinde.
Ich hatte andere Gedanken.
Aber ich behielt sie für mich, denn ich hatte inzwischen großen Respekt vor Mr. Li.
Viel Zeit musste vergehen, bevor ich erkennen konnte,
welchen Wert seine Denkweise hatte.
Kommen Sie!
Mr. Li musste sein Zuhause verlassen
und Unterschlupf suchen, zusammen mit den anderen Flüchtlingen,
in der Schule, in der er unterrichtete.
Professor?
Wie geht's?
Hören Sie. Ich habe da was für Sie. Hier.
- Für mich? - Ja, klar. Für Sie.
Danke.
Los, wir gehen laufen! Komm hoch! Hopp!
Los, rauskommen! Wenn wir laufen, wird uns warm!
Rauskommen! Wenn wir laufen, wird uns warm!
Nun, kommt schon, wir wollen alle laufen gehen!
Kommt alle mit, dann wird uns warm!
Kommt mit! Na los, macht schon!
Na los, kommt alle mit! Wir gehen laufen! Los!
Er lief jeden Tag, ohne Ausnahme.
Ich brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass er nicht nur für sich selbst lief,
sondern für uns.
Wo sind denn deine Eltern?
Läufst du mit uns?
Na, komm mit!
Danke.
Also, kommt nach vorn.
Eisensulfid.
Säure.
Riech mal!
Gar nicht mal schlecht.
- Ich will auch mal kosten. - Bitte.
Er hat den Zeigefinger reingestippt, aber seinen kleinen Finger abgeleckt.
Onkel Li! Ich habe einen Brief für Sie!
Ich habe einen Brief für Sie!
Hallo Kleine, oh, ja.
Ja. Alles ist gut. Ja.
Oh ja, hm?
Was hast du denn da?
Maureen.
Ist das dein Baby?
Wann kannst du denn dein Baby mal sehen?
Bald.
Ich hoffe, sehr bald.
Ich vermisse meinen Papa und meine Mama auch.
Komm mal her.
- Das sind Sie auf dem Bild! - Ah ja, das bin ich.
Bevor die Haare nach hinten gewandert sind.
Wo hast du das denn gefunden?
Ich habe meine Methoden. Habe ich vor langer Zeit gefunden, ist für Sie.
- Danke. Vielen Dank. - Für Sie.
Könntest du mir helfen, ein Waisenhaus für ihn zu finden?
Xiao Shitou? Kannst du arbeiten?
Na dann. Von jetzt an bleibst du hier bei mir.
Du hilfst mir, das Auto zu waschen. Und bei anderen Sachen.
Ich will aber nicht zu dir, ich will lieber bei Onkel Li sein.
Du kannst nicht bei Onkel Li bleiben, er ist kein Chinese, ich schon.
Onkel Li hat gesagt, er ist auch Chinese!
So ein Blödsinn, das ist er nicht!
Sieh ihn dir doch an, er sieht ganz anders aus als wir!
Na ja, ich wurde hier geboren, macht mich das nicht irgendwie auch zum Chinesen?
Oder meinst du nicht?
Sehr gut, sehr gut. Ab jetzt sitzt du da,
bei uns am Tisch, du gehörst zur Familie!
Wenn Mr. Liddell nicht wäre, würde keiner von uns hier sitzen.
Egal, ob Chinese oder nicht, wir sind alle eine Familie.
Ich lebe schon mein halbes Leben hier.
Also lasst mich mit euch anstoßen, meine Freunde.
Mit dem Lieblingsgetränk meiner anderen Heimat.
- Ja, trinken wir Tee! - Auf China!
- Zum Wohl! - Zum Wohl!
Das war heiß!
- Fangt an, fangt an! Es wird kalt! - Guten Appetit.
- Guten Appetit. - Ja,danke.
Erinnerst du dich an meinen Bruder Robin?
Er war als Arzt in Xiaozhang.
Bevor er heimreiste, fragte er, ob ich Medikamente
für das Krankenhaus dort beschaffen kann.
Nein. Ihr Vater hat Ihnen die geschenkt
Aber etwas anderes habe ich nicht.
Er hätte sich gefreut, wenn sie jemandem hilft.
Nein, das ist es nicht wert.
Bitte! Ich hoffe, sie ist genug wert.
Es ist eine lange Liste.
Ausweis zeigen!
Aussteigen!
Oh nein.
Lass mich das machen.
Na, wird's bald?
Haltet ihn auf!
Stehen bleiben!
- Hey! Passen Sie doch auf! - Es tut mir Ieid! Tut mir Ieid.
Eric Liddell.
Der Olympia-Sprinter.
- Wieso sind Sie in China? - Ich unterrichte, ich bin Lehrer.
Fahren Sie!
Danke.
- Danke. - Los!
Fahren Sie!
Wir haben den Flüchtling erwischt.
Im Lauf der Monate erlebten wir viele brenzlige Situationen
mit den japanischen Soldaten.
Das Leben war voller Gefahr, und wir standen oft im Kreuzfeuer
der einander bekämpfenden Armeen.
Aber dank Erics Entschlossenheit, denen zu helfen, die Hilfe brauchten,
und meiner Verbindungen zum Untergrund, fanden wir immer einen Weg,
unsere Ziele zu erreichen.
KRAN KEN HAUS XIAOZHANG
Die Medikamente sind da!
Das war doch gar nicht so schlimm.
Wir haben Sie schon erwartet! Wir müssen uns beeilen.
Schnell, schnell, schnell, komm! Da lang.
- Schnell, aber vorsichtig! - Eric, können Sie mal kommen?
Einer unserer Patienten liegt im Sterben und möchte beten.
Natürlich. Ich komme.
Du bist Olympia-Sprinter. Los, wir rennen um die Wette!
Wie bitte? In meinem Alter?
Komm! Na komm!
Komm!
Das Zeug ist schwer!
Das Buch!
KRIEG! ANGRIFF AUF PEARL HARBOR
Sprich mir nach.
- Ich, Hugh... - Ich, Hugh...
Nehme dich, Catherine, zur mir angetrauten Frau.
Nehme dich, Catherine, zur mir angetrauten Frau.
Zu lieben und zu ehren alle Tage meines Lebens.
Zu lieben und zu ehren alle Tage meines Lebens.
In guten und schlechten Zeiten.
In guten und schlechten Zeiten.
In Reichtum und Armut...
Aus dem Weg! Keiner verlässt den Raum!
Bitte, das ist ein Haus Gottes, können wir bitte die Hochzeit...
Seien Sie still.
Sie haben kein Recht, hier zu sein. Können wir bitte...
Unser Kaiser von Japan beschenkt Sie alle mit einer neuen Unterkunft.
Sie haben kein Recht dazu, Captain.
Wir sind im Krieg.
Onkel Niu! Onkel Niu!
- Xiao Shitou, was ist denn? - Ich suche Onkel Niu!
- Onkel Niu! - Was ist? Hol erst mal Luft!
Onkel Li! Die japanischen Soldaten haben ihn geholt!
- Was? Wo? - Aus der Kirche!
Warte! Onkel Niu!
Warte auf mich! Onkel Niu! Warte! Onkel Niu!
Warte auf mich! Warte doch!
Warte auf mich!
Du dummer Junge! Wieso bist du mir hinterhergelaufen, warum?
Warum?
Guck dir deine Beine an!
Du dummer Junge!
INTERNIERUNGSLAGER WEIHSIEN
HOF DES GLÜCKLICHEN WEGES
Achtung! Achtung!
Sie sind hier dank der Großzügigkeit des Kaisers von Japan.
Für heute sind Sie alle noch am Leben.
In diesem Lager stehen Sie unter dem Schutz des Kaisers.
Sie sind in Sicherheit vor den Gefahren des Krieges.
Aber Sie stehen auch unter strikter Kontrolle.
Abgesehen von denjenigen, die Familie haben,
werden Sie nach Geschlechtern getrennt.
Jeder Fluchtversuch wird bestraft.
Weiter.
Nein, nein, wir sind verheiratet, wir müssen da lang!
- Sie geht hierher. - Nein, wir sind verheiratet.
Wir müssen da lang! Nein, halt! Ihr könnt uns nicht trennen!
Wir sind verheiratet! Halt!
Ruhe!
Was ist hier los?
Catherine ist meine Frau! Lassen Sie uns zusammenbleiben!
- Können Sie das beweisen? - Sie wissen es!
Sie waren da, bei der Hochzeit!
Nein.
Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Japans Kaiser ist hier Gott!
Wir dienen keinen falschen Göttern! Bitte!
Weitermachen!
Hey, du bist doch so groß, willst du mein Bett?
Wir überstehen das schon, keine Angst!
- Hey, Doc! - David, hey.
Ich glaube, die hier steht Ihnen besser als mir.
- Danke. - Gern.
- Hier, hier! Süßkartoffel! - Ich vermisse Onkel Li!
Wir müssen erst essen, dann können wir Onkel Li suchen gehen.
Das will ich nicht!
Was machst du denn da?
Guck dir das an, die können wir jetzt nicht mehr essen!
Wieso heulst du?
Was ist mit dir?
Hör auf, sonst bleibst du hier!
Lass mich nicht allein hier, ich höre auch auf zu weinen.
Siehst du?
Nein!
Aufstehen! Aufstehen!
Wer ist Eric Liddell?
Wer?
Ich!
Aufstehen!
Mitkommen!
- Hey! Hey! - Was soll das? Wo bringen sie ihn hin?
Vorwärts. Na los, vorwärts!
Unser Kommandant will ein Rennen mit Ihnen.
Was, ein Rennen?
- Und trainieren. - Achtung!
Ich will ein faires Rennen.
Lassen Sie uns frei, dann laufe ich.
Sie haben keine Wahl.
Das haben wir gefunden.
Xiao Shitou und ich hatten viele Tage gesucht, bis wir das Lager endlich fanden.
Es war jetzt ein Gefängnis.
Und es war das Abschreckendste, was ich je gesehen habe.
Ich wusste sofort, dass ich die Methoden meiner Vergangenheit brauchen würde,
wenn ich meinem Freund helfen wollte.
Onkel Li!
Shitou! Bleib hier! Warte!
Es sind überall Soldaten.
Ein vorzeitiges Weihnachten, Dr. Hubbard!
- Vielen Dank! - Das ist wirklich klasse!
Okay, einfach den Flur runter!
Nimm das Licht!
Viel Glück.
Du hast mir so gefehlt!
- Gott, hast du mir gefehlt! - Du hast mir auch gefehlt!
Wie siehst du aus?
Ich habe versucht, mich zu rasieren.
Du hättest nicht hierbleiben sollen.
Hey, hey, hey. Nein, nein, nein. Nein. Nein.
Es ist alles gut. Hier...
Das habe ich dir gemacht. Diesmal ohne Diamant.
Wo du bist, bin auch ich, für immer.
Wir kommen, wir kommen.
- Na los! - Sie geht ja, okay?
Hier ist ein großer Berg.
Seht ihr das kleine Lamm, es hat sich verlaufen,
und wir singen das Lied, damit das Lamm nach Hause findet.
Neunundneunzig der Schafe lagen schon auf des Himmels Weide dort.
Doch eins war fern und gar weit entflohn, ja weit von dem Hirten fort.
Fröhlicher, damit es nach Hause kommt!
Neunundneunzig der Schafe lagen schon auf des Himmels Weide dort.
Doch eins war fern und gar weit entflohn, ja weit von dem Hirten fort.
Die Bäume wandeln das Kohlendioxid um.
Kohlendioxid, CO zwei. In Sauerstoff.
Dieser Vorgang heißt Fotosynthese. Darüber haben wir schon gesprochen.
Und jetzt eine Frage: Woher kriegt der Baum sein Wasser?
Die Wurzeln, ja, die Wurzeln. Stopp!
Es ist jedes Mal dasselbe.
Sie nehmen das viel zu ernst.
Das Rennen gegen Liddell wird morgen stattfinden.
Du schaffst das!
Viel Glück!
Eric, du wirst gewinnen!
Eric! Eric! Eric! Eric!
Eric! Eric! Eric! Eric!
Fertig!
Eric! Eric! Eric!
Eric! Eric!
Verdammt!
Nein! Das ist unfair!
Ich sagte, das ist unfair!
Gutes Rennen.
Er ist halb verhungert!
Nehmen Sie das weg!
Sie hatten schon gewonnen, als Japan in China einmarschiert ist!
Aufhören, er liegt doch schon am Boden!
Was, stimmt das? Sie haben das Essen nicht gegessen?
Wir alle danken Ihnen.
Sie wagen es, uns zu betrügen?
Wir haben Ihnen genug gutes Essen gegeben!
Sie sind es nicht wert, diese Schuhe zu tragen!
Sie sind es nicht wert!
Genug!
Schaffen Sie ihn weg!
Li.
Eric.
Xu Niu? Wie kommst du hierher?
Sie werden dich töten, wenn sie dich finden.
Wie kommst du hierher?
Sie wissen doch, ich hab meine Methoden.
Deine Methoden.
Hier.
- Und etwas zu essen. - David braucht Wasser.
Ich habe etwas für Sie.
Eric. Sie verärgern die Japaner.
Sie töten Sie, wenn Sie nicht aufhören.
Wir müssen Sie hier rausschaffen.
Was bleibt dann den anderen?
Hoffnung!
Was haben sie denn ohne Sie?
Danke.
Danke.
- Los, raus! Raus! - Rauskommen!
Hoch!
Na los, hoch! Hoch! Los!
Willkommen zurück!
- Ihr habt's geschafft! - Ihr habt's denen gezeigt!
- Gott schütze euch! - Sie haben euch nicht untergekriegt!
Ihr seid unsere Helden!
Willkommen zurück, meine Herren! Setzen Sie sich, David, geht's?
Okay, Eric, Eric!
Wie fühlen Sie sich? Sie sind wieder hier, Sie sind zurück.
Ist etwas gebrochen?
Irgendwas, das ich wissen müsste? Okay. Sicher?
Sie müssen viel trinken. Schauen wir uns das Auge mal an!
Okay.
Hier.
Halt! Du bleibst da! Na los!
Diese Plagegeister! Furchtbar!
Ich höre, die Japaner verlieren immer mehr Schlachten im Krieg.
Das ist das zweite Mal, dass der Laster mit dem Essen nicht kommt.
Ich habe etwas eingefädelt. Zehn Uhr, Samstagabend.
Zweimal im Monat.
Schneller!
- Na los! - Ich komm schon!
Wir haben nur 30 Minuten.
Ich möchte, dass du heute Nacht bei Onkel Li bleibst, ja?
Und morgen hole ich dich wieder ab, okay?
Das Leben im Gefängnis forderte seinen Preis, auch von den Wachen.
Gut, gut!
Ich habe mit meinen Kontakten im Gefängnis einen Handel gemacht.
Aber trotzdem blieb es sehr gefährlich, denn einige der Wachen
wären niemals bereit gewesen, die Gunst ihres Kaisers zu verschachern.
Zeig her.
- Ist es was Gutes? - Ja, ja.
N, A, großes N, kleines A. Natrium mit Chlorid ergibt das,
was du dir aufs Essen streust. - Salz.
Onkel Li! Onkel Li!
- Onkel Li! - Xiao Shitou!
Komm her! Was für Überraschungen hast du für uns?
- Oh, herrlich! Äpfel! Wunderbar! - Ist das ein Anblick! Vielen Dank!
Xiao Shitou? Möchtest du ein bisschen was über Chemie lernen?
Möchtest du vielleicht lieber Englisch lernen?
Was ist das alles?
Wo kommt das her?
Geschenke für die Insassen aus den umliegenden Dörfern.
- Geschenke? - Ja.
Und uns gehen die Nahrungsmittel aus.
Ich schlage vor, wir schalten den Zaun für nur 30 Minuten ab
und dann wieder an.
Genug!
Und die Blätter ändern ihre Farbe alle Blätter, wenn das Licht
zu dieser Jahreszeit, wenn das Licht...
- Im Herbst... - Fallen sie!
Setz dich hin, Daisy, ich versuche hier zu unterrichten!
Lasst uns eine Pause machen.
Tut mir Ieid. Tut mir Ieid.
- Ist Onkel Li okay? - Ihm geht's nicht so gut.
Warte mal kurz.
Ich würde dir gern was zeigen, komm mal mit.
Komm!
- Das sieht komisch aus. - Das ist ein Klavier.
Wenn wir hier rauskommen, dann spiele ich es dir mal richtig vor, okay?
Hey!
Auf die Knie!
Auf die Knie!
Xu Niu!
Komm mit!
Sag mir Bescheid, wenn jemand kommt.
Bitte! Bitte, du musst mich hier rausholen!
Sieh doch, was sie mit mir machen.
Bitte!
Xu Niu, bitte, du musst mich retten, die töten mich!
Du willst, dass wir ihn rausholen?
Wir würden dafür unser Leben aufs Spiel setzen!
Er könnte jeden Moment sterben, du hast nicht gesehen, wie er aussah!
Wenn wir hier nur rumsitzen und reden, dann ist er garantiert bald tot!
Genug!
Dieses Gespräch ist beendet.
Ich habe eine Idee.
Komm!
Shitou!
Los, rein!
Schnell! Feuer!
Feuer!
Feuer! Feuer!
David Marshall ist geflohen.
Wer hat ihm geholfen, zu entkommen?
- Er! - Jawohl!
- Das können sie nicht tun! - Er ist unschuldig!
Nein! Nein, ich habe gar nichts getan!
- Hören Sie auf damit! - Ich war es nicht, okay?
Warum bestrafen Sie uns?
Sie sollten diese Menschen beschützen, nicht bestrafen!
Es ist Ihre Aufgabe, unseren Freund zu finden!
Bis ich einen Namen höre, werden Sie alle bestraft!
Stecken Sie ihn ins Loch, bis irgendjemand etwas verrät.
Los! Hoch mit dir!
Nachdem David aus dem Gefängnis befreit worden war,
schloss er sich dem Untergrund an.
Er beschaffte und übersetzte Informationen über das
immer weiter schwindende Kriegsglück der Japanen
Nein! Nein! Das dürfen die nicht!
Nein, nein, Catherine, Sie können ihm nicht helfen!
Nein!
Sag uns, wo er ist!
Bitte! Sie haben doch nichts getan!
Haben Sie doch Mitleid!
Sie können doch nicht Unschuldige bestrafen.
Ich flehe sie an, bitte hören Sie auf damit.
Folgen Sie dem Finger.
Mit beiden Augen.
- Das tut hier weh. - Wo, da tut es weh?
Okay.
- Tut das weh? - Weit hinten.
- Die Migränen kommen viel öfter. - Gut. Okay.
Stehen Sie mal auf.
Beide Füße.
Setzen Sie sich.
- Mein Gott! - Vorsichtig, vorsichtig!
In mein Bett. Legen Sie ihn in mein Bett.
- Sein Kopf, Achtung! - Wir brauchen warmes Wasser! Und Tücher!
Okay. Hugh?
Können Sie mich hören?
- Wie lange? - Hören Sie mich, wissen Sie, wo Sie sind?
Catherine.
Okay, ich lege Ihnen etwas auf die Stirn.
Okay. Okay. Okay.
Vielleicht nur eine Bronchitis.
Aber wahrscheinlicher ist eine Lungen- entzündung, ziemlich fortgeschritten.
Er braucht Medikamente.
Und zwar schnell. Sonst wird er...
Haben Sie eine Idee?
VORSICHT HOCHSPANNUNG
Kommandant! Eric Liddell möchte mit Ihnen sprechen.
Komm!
Major Kenji, Sie müssen Medikamente bereitstellen für Hugh Johnson.
Wir haben keine Medikamente.
Wir haben nichts zu essen.
Dann bitte ich Sie, dass Sie Ihren Männern sagen, dass sie zulassen sollen,
dass die Sachen reingeschmuggelt werden.
Nichts werden Sie in mein Lager reinschmuggeln!
- Gehen Sie! - Los!
Ich will noch ein Rennen.
Wenn ich gewinne, darf ein Besucher einbringen, was wir brauchen.
Es gab schon ein Rennen, Mr. Liddell. Und ich habe Sie besiegt.
Ich bin absichtlich gefallen.
- Schaffen Sie ihn weg! - Kommen Sie!
Eric Liddell will noch ein Wettrennen mit Ihnen.
Er wartet draußen auf Ihre Antwort.
Wenn wir den Strom abschalten, bringen die Dörfler Essen und Medikamente.
Auch für uns würden sie etwas bringen.
Sie denken, ich werde verlieren?
Mr. Liddell, ich laufe noch mal gegen Sie.
Danke, Major.
Sonntag.
- Eins, zwei, drei, los! - Schneller!
Schneller! Schneller! Schneller!
Schneller! Schneller! Schneller!
- Ich hoffe, ich störe nicht. - Nein, nein, nein, nein.
Ein Gruß vom ganzen Lager.
Eine richtige Mahlzeit, damit Sie Kraft haben für das große Rennen.
Das ist sehr freundlich.
Aber wir alle brauchen Kraft.
Was geschieht mit den Schafen, wenn der Hirte vor Hunger stirbt?
Sie können das Rennen nicht gewinnen.
Sie sollten nicht laufen.
Sie werden sterben.
Ich habe immer gesagt, dass es die Gebete der anderen waren,
die mich zum Sieg trugen.
Geben wir ihnen einen Grund zu beten.
Geben wir ihnen einen Grund zu beten.
Zurück in die Häuser! Los!Los!
Geht zurück!
Los, zurück mit euch!
Ich bin seit zwei Jahren hier, ich wollte nur ein Rennen sehen!
Keine Schuhe?
Man läuft mit seinen Füßen, nicht den Schuhen.
- Lasst uns raus! Wir wollen das sehen! - Ruhe! Ruhe! Sie machen nicht auf.
Lasst uns lieber für ihn beten.
An den Start.
Sie singen.
Fertig!
- Kommandant! Schneller! Ja! - Sie schaffen das! Na los!
Ja!
- Er ist nicht da. - Schau noch mal.
Es ist soweit. Er wird die Medikamente gleich bringen.
- Danke. - Und Sie haben eine Besucherin.
Danke. Vielen Dank.
Catherine!
Heute Abend lassen sie zu, dass du Medikamente kriegst.
- Ich weiß. - Dann bist du bald gesund.
- Du wirst gesund. - Ja.
Sei stark.
Du wirst Vater.
- Was? - Wir dachten, du weißt es.
Du bist schwanger? Komm her!
Sie alter Hengst!
Ganz ruhig! Nicht so schnell!
Sei vorsichtig!
Sie haben dienstfrei.
Weggetreten!
Schnell! Er will den Strom einschalten! Kommen Sie! Er schaltet den Strom ein!
- Er schaltet den Strom ein! - Langsam!
Er wird den Strom einschalten, bevor die Zeit um ist!
Gehen Sie hin! Gehen Sie hin! Los!Los!
Tun Sie das nicht!
- Xiao Shitou, geh runter! - Um Himmels willen, komm da runter!
Xiao Shitou, geh runter! Xiao Shitou! Nicht weiter klettern! Runter schnell!
Xiao Shitou! Xiao Shitou, geh runter!
- Xiao Shitou! Nein! - Runter schnell!
Xiao Shitou!
- Nein! Nein! - Nein!
Nein!
Mörder! Ihr seid verdammte Mörder!
- Xiao Shitou! Nein! - Gehen Sie zurück!
- Ihr habt ihn getötet! - Ihr verdammten Mörder!
Gefangene! Wagen Sie es nie wieder, sich gegen den Kaiser aufzulehnen!
Der Junge bleibt sieben Tage dort.
Meine Frau und ich standen die ganze Nacht an diesem Zaun.
Wir beteten und trauerten schweigend um Xiao Shitou,
den liebevollen Jungen, den wir als Sohn angenommen hatten.
Es war schwer für die zu beten, die solche Grausamkeit gezeigt hatten.
Daisy! Daisy, meine Kleine!
Daisy! Daisy!
Komm her, meine Kleine.
Wieso ist Xiao Shitou tot?
Wieso, Papa?
Schatz, da, wo Shitou jetzt ist, hat er Frieden gefunden.
Es tut mir so Ieid für dich.
Weißt du, als deine Mama starb, hat mir das wehgetan.
Aber du warst bei mir und ich habe einen Ort gefunden,
einen ganz besonderen Ort, nur für uns.
Und wo ist dieser Ort?
Diesen Ort musst du selbst finden.
Und du wirst ihn finden, ganz sicher. Du findest ihn für Xiao Shitou.
Und wenn du ihn findest, wirst du wissen, was du tun musst.
Was meinst du?
Der Soldat, der uns gewarnt hat, wurde ins Loch geworfen.
Wir alle waren dankbar für seine Güte und seinen Mut.
Hey. Erlauben Sie? Darf ich?
- Danke. - Ja.
- Danke. - Gerne. Kommen Sie.
Okay.
Gehen Sie an die Stelle, wo ich sage, dass ich zu viel Verantwortung hatte.
- Nach einem Monat Ruhe. - Ging's viel besser.
- Viel besser, ja. - Okay.
Der Kommandant Major Kenji Kurata hat mir versichert,
dass ich bereits Weihnachten zu Hause sein könnte
dank meines Repatriierungsantrags.
Aber Catherine, die vor kurzer Zeit ihren Mann verloren hat,
ist schwanger. Und um ihretwillen und um des Babys willen
habe ich den Kommandanten gebeten, sie an meiner Stelle gehen zu lassen.
Ich weiß, du hättest dasselbe getan.
Unsterbliche Liebe für dich und die Kinder.
Eric.
Komm, lass ihn.
Von Onkel Eric für Sie.
So schwer es auch war, ich habe verstanden, was er zu sagen hatte.
Eric Liddells unerschütterlicher Glaube an das Gute im Menschen
hat die Kälte meiner irdischen Seele aufgebrochen.
Die Nation entschuldigt sich aufrichtig bei seiner Majestät,
wie der Krieg beendet wurde.
Der Staatssekretär verkündet am 11. August...
...die bedingungslose Kapitulation Japans.
- Wir sind frei! Ja! - Der Krieg ist aus!
Wir kommen endlich wieder nach Hause.
Es ist vorbei!
- Es ist vorbei! - Was ist vorbei?
Der Krieg!
Der Krieg ist vorbei! Der Krieg ist vorbei!
MÖGEN SIE SICH ERHEBEN WIE AUF ADLERSSCHWINGEN.
MÖGEN SIE LAUFEN UND KEINE MÜDIGKEIT KENNEN.
DENKMAL FÜR ERIC LIDDELL, WEIFANG, CHINA
In unserer gemeinsamen Zeit hat Eric Liddell mir vieles geschenkt,
was mich zu einem besseren, würdigeren Menschen gemacht hat.
Aber sein größtes Geschenk war das Geschenk der Hoffnung.
ERIC LIDDELL STARB FÜNF MONATE VOR DER JAPANISCHEN KAPITULATIONSERKLÄRUNG
AN EINEM GEHIRNTUMOR. DAS INTERNIERUNGSLAGER WEIHSIEN
WURDE AM 17. AUGUST 1945 BEFREIT.
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