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Du wurdest gerne vor cler Liebe wegrennen, Sylvia.
Aber selbst am Ende der Welt kénntest du unserer Liebe nicht entkommen.
Wéhrend der Entstehung der ersten beiden Emmanue//eLTei Ie. . .
war ich noch sehr jung und wohnte in einer Kleinstadt im County of San Diego.
Ich hatte die Highschool abgeschlossen und begann mein Co||ege—Studium.
Zudem war ich damals noch Jungfrau.
Ahnlich wie ich war Emmanuelle jung, jungfréulich...
wenn auch etwas ‘cilter, in ihren Zwanzigern.
Fur mich war es jedoch eine grundlegende Erfahrung...
Emmanuelle bei der Entdeckung ihrer Sexualitét zu beobachten.
Dadurch konnte ich meine Sinnlichkeit erforschen.
Das waren sehr wichtige Filme meiner Jugend.
Ja, behutsam.
Entkleide behutsam diesen Kérper, der bald dir gehéren wird.
Ich hatte zwei Drehtage bei Emmanuelle 4 und bin in zwei verschiedenen Szenen zu sehen.
An Regieanweisungen kann ich mich nicht erinnern...
nur das, was im Drehbuch stand.
Meinen ersten Auftritt filmten wir an meinem zweiten Drehtag.
Die Szene kommt nach zwei bis vier Minuten.
Emmanuelle betritt eine Villa in Larchmont, Los Angeles...
einer bewachten Wohnanlage mit herrlichen, alten Hausern.
Ich bin dort einer der tanzenden Partygaste.
Ich tanze dort mit dem Regisseur, dem Franzosen Francis Leroi.
Ich trage ein schwarzes Kleid und einen schwarzen Hut mit Schleier.
Das war ein groBer Spal3. Und ich weiB noch...
der beruhmte Boxer Muhammad Ali...
wohnte direkt neben der von uns gemieteten Villa.
Morgens kam er im Bademantel raus, um die Zeitung zu holen...
und war fasziniert von all den Leuten in Abendrobe und ihren Limousinen.
Er stand dann eine Weile da und beobachtete den Dreh.
Mein zweiter Auftritt folgt nach zirka 15 Minuten in einer Fantasy—Montage.
Sylvia lehrt mich darin, wie man einen Mann kijsst und berijhrt.
Das erschien mir recht albern und passte fur mich nicht zum Film.
Ich befolgte aber das Skript.
Das gefallt mir.
Es ist wirklich angenehm.
Wie bringen wir ihn jetzt zum Laufen?
Nach den ersten beiden Teilen war Sylvia Kristel fur mich ein Idol.
Ich hatte mich sehr gefreut, sie zu treffen.
Die ersten beiden Filme hatte ich geliebt...
und die Rolle im vierten Teil war eine grol3e Sache fur mich.
Ich freute mich darauf, sie zu treffen...
und war enttauscht und ijberrascht, dass sie am Set eher auf Distanz ging.
So weit ich mich erinnere, hat man sie isoliert.
Sie hat mit niemandem interagiert, und war nicht sehr freundlich.
Ich habe nie Zeit mit ihr verbracht...
wie ich es mir mit meinem Idol gewiinscht hatte.
Spater fand ich heraus, dass ihr Privatleben zu dieser Zeit sehr turbulent war.
Sie war kokain— und alkoholabhangig, was eine Erklarung dafijr ware.
Ich war sehr traurig, als ich las, dass sie mit 60 an Lungenkrebs gestorben war.
Sie hat ihr ganzes Leben viel geraucht, was vermutlich der Grund dafijr war.
Jungs sind wie Teig.
Du weil3t schon, zum Brotbacken.
Mit der richtigen Technik steht er sehr schnell.
— Nein. — Mia habe ich nie getroffen.
Sie war in keiner der Szenen, die ich mit Sylvia drehte.
Ich vermutete, dass man ihre Szenen zuerst gedreht hatte...
und meine Szenen mit Sylvia gegen Ende gefilmt wurden.
Mia war aber in keiner davon zu sehen.
Berijhre ihn zart.
Es gibt keinen Grund, grob zu sein.
Deine zarten Bewegungen werden einen Rhythmus einleiten.
Ich ging 1980 mit dem Ziel nach Hollywood, in groBen Hol|ywood—Filmen mitzuspielen.
Damals war ich noch keine ,,Horror—Scream—Queen”.
Dazu kam es erst 1987/88.
Beim Dreh von Emmanuelle 4 im Jahre 1983/84...
verdiente ich mein Geld als Statistin in Filmen.
Aber auch mit Nacktszenen.
Ich lernte schnell, dass man fur Nacktszenen 1.000 Dollar pro Tag bekommt...
fur Statistenrollen aber nur 40 Dollar pro Tag.
Ich war bei mehreren Agenturen, die Frauen speziell fur Nacktszenen vermittelten.
Es war keine Hardcore— und noch nicht mal Softcore—Pornografie.
Ublicherweise wurde ich gesondert gefilmt...
das Madchen in der Dusche oder in der Umkleide.
Manchmal war ich das Korperdouble fijr Schauspielerinnen...
die ihre Brijste oder Hintern nicht zeigen wollten.
Ich habe also viele Nacktszenen gedreht, womit ich keine Probleme hatte.
Als Kind war ich oft am Black's Beach, einem FKK—Strand in San Diego.
So kam ich auch zu Emmanuelle 4.
Ich war einfach eine dieser Schauspielerinnen...
von denen es in den frijhen 80ern nicht viele gab...
die sich auf Nacktszenen einliel3en.
Folge dem Beispiel.
Genau so.
Siehst du?
Das ist gut.
Fur mich sind Nacktszenen keine feministische Angelegenheit.
Ich hab kein Problem mit Nacktheit. Softcore dreh ich nicht wirklich gerne...
obwohl ich Inhalte fur den Playboy—Kanal in den friihen 80ern gedreht habe.
Es ging nie iiber das Beruhren von Mannern oder Frauen hinaus.
Manchmal habe ich einen Mann oder eine Frau gekusst.
Die Grenze zog ich jedoch bei Hardcore. Daran hatte ich keinerlei Interesse.
Ich fiihle mich nackt an einem Filmset nicht unbedingt wohl.
Ich habe kein Problem, nackt zu sein...
aber an einem Filmset ist man umringt von 30 Leuten:
Beleuchtung, Kamera und Action!
Es ist dort nackt nicht so angenehm wie am FKK—Strand in San Diego.
Kijss ihn jetzt.
Vergiss nicht, dass deine Kusse ihm dein Verlangen vermitteln.
Hatte ich Emmanuelle spielen konnen?
Ich habe damals Nacktszenen gedreht, viel Erotik wie fur den Playboy—Kanal.
Ich hatte aber nicht die sprichwortlichen Eier gehabt, um Emmanuelle zu spielen.
Ihre Abenteuerlust und ihren Mut hatte ich wohl nicht vermitteln und darstellen konnen.
Obwohl es schon toll gewesen ware...
zu all den exotischen Orten auf der Welt zu reisen.
Das hatte ich nicht abgelehnt.
Deine Lippen verraten ihm, wie du liebkost werden mochtest.
Deine Lieblingsstellen.
Es hat mich sehr gefreut, ein Teil der Emmanue//eLReihe zu sein.
Es ist eine kleine, eher unbedeutende Rolle.
Ich habe die ersten beiden Teile aber so geliebt...
dass es einfach groBartig war, darin mitzuspielen.
Und Sylvia Kristel zu treffen und mit ihr zu arbeiten.
Die Stellen, die er berijhren soll.
Nach zirka 40 Jahren in dieser Branche habe ich in knapp 200 Filmen mitgespielt.
Die meisten davon waren im Fantasy—, Horror— und Science—Fiction—Genre angesiedelt.
Letztes Jahr zum Beispiel habe ich in 13 Filmen mitgespielt.
Ich habe also standig Arbeit, erweitere aber auch meinen Horizont.
Dieses Jahr werde ich meinen ersten Spielfilm inszenieren.
1988 hatte ich eine Rolle in Beast You! von Empire Pictures, dem heutigen Full Moon.
Es befindet sich ein Remake fur eine neue Generation in Produktion.
Da meine Figur im ersten Teil starb...
kann ich nur als Geist zuruckkehren, was auch so sein wird.
Zudem habe ich das Angebot, hierbei Regie zu fijhren.
Ich bin also sehr erfreut, dass ich derart geschatzt werde.
AuBerdem bin ich Co—Autorin und —Produzentin des Clown—Horrorfilms C/own/ng Around.
Es ist eher eine Horrorkomodie, eine Art Parodie...
mit mir und Eddie Deezen in den Hauptrollen.
Diesen Film drehe ich in Florida...
einen Monat nach meiner Regiearbeit fijr Full Moon.
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