All language subtitles for horror_vacui_1984_tmdb-259302

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Original subtitles

Meine Damen und Herren, um zum Schluss noch

einmal zusammenzufassen. Wie Sie wissen, gibt es antriebsschwache und

starke Menschen.

Aus der Geschichte kennen wir psychopathische Führerpersönlichkeiten,

die Massen nicht nur unter Zwang, sondern freiwillig und mit großer

Begeisterung.

unterworfen haben.

Es scheint, als seien die schwachen Menschen dazu geboren, den

Starken den Weg zu ebnen.

Idealisierungs - und Identifizierungsprozesse spielen dabei

Ich bedanke mich.

Toll, Hannes, dass du mich mitgenommen hast.

Ich war noch nie in der Vorlesung gewesen, weißt du?

Sag mal, interessiert dich das nicht?

Ich denke, du hast in einem Monat Examen.

Ach, ich brauche hier bloß den Schein.

Der Kutowski ist so ein typischer alter Nazi -Professor.

Der möchte jede psychische Krankheit am liebsten mit einer Gehirnoperation aus

der Welt schaffen.

Mich hat die Vorlesung ungeheuer fasziniert.

Ich habe selten einen Menschen gesehen mit so viel Ausstrahlung.

Hast du mal seine Augen und seine Hände gesehen?

Ich muss ihn unbedingt malen.

Sag mal, wenn dir Kutowski so gefällt,

dann bringe ich dich mal in sein Privatmuseum.

Eine kleine Schocktherapie.

Die Galerie für abnormes Verhalten.

Anstatt sich nämlich mal über die gesellschaftlichen Ursachen von

Gedanken zu machen, stellt er hier lieber alle möglichen Perversionen aus.

Dieser 14 -Jährige hat seine Mutter zerdückelt und verspeist.

Die junge Frau schiebt ihre Neugeborenen immer in den Wackofen.

Und er hier hat sich selbst verstümmelt, hat sich Arme und Beine abgesägt.

Und hier die sehr milchischen Zwillinge, die an Magersucht leiden.

Oh mein Gott, ich kann überhaupt nicht verstehen, dass du so gefühllos darüber

reden kannst.

Manchmal denke ich, du bist ein eiskalter Typ.

Das geht überhaupt nicht anders.

Als Arzt musst du sachlich sein und distanziert, wenn du Krankheiten

willst.

Du meinst, ich kann ein paar Skizzen machen?

Ich hab solche Bilder noch nie gesehen.

Klar, wird Zeit, dass du dich mit der Realität mal auseinandersetzt.

Ich zum Beispiel muss jetzt Taxi fahren, Geld verdienen.

Und das ist nicht zu sehr gruselig.

Mein lieber Hannes, wenn Sie ins Kabarett kommen wollen, schenke ich

Karten.

Eine für Sie und eine für Ihren Freund.

Ich hoffe, dass Sie heute Abend kommen werden.

Hallo, Frank.

Hast du gekocht?

Pissduppe.

Mein Lieblingsgericht.

Mir ist der Appetit gründlich vergangen.

Die ganzen Grausamkeiten aus dem Museum verfolgen mich immer noch.

Du machst auch immer so ernste Sachen.

Mal doch mal was Fröhliches.

Ich meine, so hässlich, wie du die Welt darstellst, ist sie auch wieder nicht.

Übrigens, weißt du, wen ich gefahren habe heute?

Diese Sekten -Tante.

Wen hättest du gefahren?

Adam C.

Behängt wie ein gut geschmückter Christbaum -Daddy aus.

Steck in mein Taxi.

Johann.

Kleines, fettes, bemaltes Monster.

Quatsch. Doch, es war so. Sah widerlich aus.

Weißt du, das ist eine total faszinierende Frau.

Ich habe schon unheimlich viel von der gehört.

Sie hat mir zwei Karten geschenkt.

Für die Show heute Nacht.

Mein lieber Hannes, für Sie und Ihren Freund.

Sag mal, woher wussten die deinen Namen?

Aber ich habe keine Lust. Ich bin müde. Ach, komm.

Das ist ein ganz exklusiver Laden.

Und? Da kommst du normalerweise, da kommen so ganz wenige Leute rein.

Und dann auch nur nach Voranmeldung. Und?

Ach, komm. Wenn wir jetzt schon mal zwei Freikarten haben.

Lass mich doch in Ruhe.

Hey.

Meine Damen und Herren, wieder einmal begrüße ich Sie

herzlich in meinem magischen Kabarett.

Heute werde ich ein ungeheures Experiment machen.

So ein Quatsch. Ich komme mir vor wie in einer Geisterbahn.

Sei doch mal ruhig.

Ich werde einen von Ihnen

in die höchsten geistigen Sphären führen.

Ich werde ihn in den Todeszustand versetzen.

Wer von Ihnen will freiwillig auf die Bühne kommen?

Wer möchte in die Zukunft sehen?

Fürchten Sie sich nicht.

Sie werden keinen Gesundheitsschaden erleiden.

Genauso lebendig, wie Sie in diese Räume gekommen sind, werden Sie sie auch

verlassen. Soll ich es machen?

Das ist doch nur ein fauler Trick.

Feigling, wenn es nur ein fauler Trick ist, dann kann ja auch nichts passieren.

Mach dich ruhig lächerlich.

Junger Mann, hören Sie auf Ihre eigene Stimme.

Vertrauen Sie sich selbst.

Ihr Freund wird Sie einige Minuten entbehren können.

Kommen Sie.

Ängstige dich nicht.

Du musst den Tod nicht fürchten.

Er ist der Höhepunkt

unseres

Lebens.

Und ich verschaffe dir diesen Genuss im Voraus.

Es wird dich wie ein Blitz.

Dein Herz

schlägt nicht mehr.

Dein Blut.

fließt nicht mehr.

Und dein Atem vergeht.

Und nun, im Zustand des Todes, wirst du

fähig sein, dein Schicksal vorauszusehen.

Sprich klar und deutlich.

Ich sehe meinen Körper

voller kleiner Geschwüre.

Ich habe nicht mehr lange zu leben.

Machen Sie Schluss damit.

Wecken Sie ihn sofort auf.

Wach auf, Frank.

Und lebe.

Lebe bis zu deinem wahren Ende.

Was ist los?

Hannes!

Was darfst du mich so an?

Lass uns gehen, komm.

Komm, lass uns sofort hier weggehen.

Komm.

Wir gehen weg.

Frank!

Dein Schicksal sieht nicht gut aus.

Aber du kannst es ändern, wenn du willst.

Und ich...

Werde dir mit meiner Therapie vom optimalen Optimismus helfen.

Hör nicht drauf, komm.

Frank, komm in die Gruppe.

Dann wirst du wieder gesund und fröhlich werden.

Ich warte auf dich.

Krebs und Quatsch.

Du bist kerngesund.

Ich nehme dich morgen mit in die Uniklinik und lass dich untersuchen.

Was ist denn jetzt los?

Ach du, mit deiner Wissenschaft, mit deiner Logik.

Was verstehst du denn von meiner Seele?

Du bist völlig vernagelt, was?

Was hat denn das mit Seele zu tun?

Die hat dir den letzten Acht verstanden und aus dem Hirn geblasen, die alte

Hexe. Sprich nicht so über sie.

Sie hat mir die Augen geöffnet.

Sie hat mir gezeigt, dass ich mein Leben verändern muss, um gesund zu werden.

Ich muss in diese Gruppe.

So wie du vor zwei Jahren musstest in die Männergruppe. Vor einem Jahr

du diesem Maharaja hinterherlaufen.

Und jetzt musst du dich dieser aufgetagelten Oma zu Füßen legen.

Sag mal, Frank, du weißt einfach nicht, was du willst.

Was verstehst du denn von Magie?

Du denkst doch nur an dich.

Alles soll nach deiner Pfeife tanzen.

Du bist doch allein überhaupt nicht lebensfähig.

Seit fünf Jahren laufe ich hinter dir her, wisch dir den Arsch ab bei jeder

Gelegenheit. Glaubst du, das macht mir Spaß?

Weißt du was?

Wenn du hier bleibst, dann bist du mich los.

Und dann kannst du gucken, wann ich auf dir werde. Du hast mich nie geliebt.

Die Arie wieder.

Die ist eine Frau, die mich versteht.

Ich weiß, dass sie mich heilen kann und glücklich machen kann.

Das wissen wir ja nun, dass du auf alte Mütter stehst.

Komm,

wir fahren nach Hause.

Du legst dich ins Bett.

Ich mach dir einen Tee.

Hannes, wenn du mich wirklich liebst, dann lass mich.

Ich muss hierbleiben.

Es ist meine einzige Chance.

Wird von dem, was du davon hast.

Mutter, Madame.

Mutter, Madame.

Glaubst du ihr?

Vertraust du dir?

Glaubst du ihr?

Wer lehrt uns wieder singen und lachen?

Wer kann uns den Frieden schaffen?

Mutter, Madame Mutter,

Madame

Glaubst du ihr, vertraust du dir?

Glaubst du dir, vertraust du ihr?

Wer lehrt uns lieben und geben?

Wer schenkt uns ein neues Leben?

Mutter, Madame.

Glaubst du ihr?

Vertraust du dir?

Glaubst du dir?

Vertraust du ihr?

Freunde, ich habe euch ein neues Mitglied für unsere glückliche Gemeinde

mitgebracht.

Frank, komm näher, Frank.

Er heißt Frank.

Seid gut zu ihm.

Umhüllt ihn mit eurer Liebe und eurer Wärme.

Erinnert euch daran, wie euch zumute war, als ihr aus der Isolation und der

Kälte zu mir gekommen seid.

Frank, geh zu ihnen.

Geh. Willkommen.

Vergiss deinen trotzlosen Alter, Frank.

Komm, gib mir deine Jacke, Frank. Komm her.

Wir sind hier eine richtige glückliche Familie.

Frank, lass mich deine mütterliche Freundin sein.

Entspann dich, entspann dich.

alte Umgebung völlig ablehnen.

Er darf keine Gefühle mehr für seinen Vater, für seine Mutter, für seinen

Liebhaber oder seinen Freund haben.

Mich muss er lieben.

Mich ganz allein.

Mary, sie lieben dich doch. Sie lieben dich alle.

Da bin ich mir nicht so sicher.

Manchmal frage ich mich, was du wirklich für mich fühlst.

Aber Mary, wie kannst du sowas sagen? Ich liebe dich doch.

Ich liebe dich doch.

Nur wer mir Treue geben ist, wird das ewige Leben haben.

Um Massen zu gewinnen.

Muss man möglichst einfaches in möglichst einfacher Form

wiederholen. Hat das nicht der große Diktator gesagt?

Adolf Hitler?

Und wenn schon.

Wenn ich es sage, ist es ein neuer Gedanke.

Kann ich nicht auch ein bisschen von der Torte haben?

Wie bitte? Ich möchte auch was von der Torte haben.

Du gibst mir nie etwas.

Du weißt ganz genau, dass es dir nicht bekommt.

Hier.

Karotten sind gesund.

Hier sollen sich die Triebe aus aller Welt, die an Madame gerichtet sind.

Wir unterteilen sie in verschiedene Sparten. Also hier haben wir zum

die seelischen Probleme. Angst, Depression, Melancholie.

Und hier die sexuellen Störungen.

Und welche auch sind die sexuellen Störungen?

Potenzschwierigkeiten, Perversionen aller Art, Orgasmusprobleme.

Wie geht es euch beiden?

Gut, es ist nur unheimlich kalt heute, aber die Heizung ist ausgefallen. Ihr

seid aber trotzdem optimistisch, oder?

Kommst du bitte?

Das Faktum hier ist, dass trotz dieser vielen Arbeit alle Leute so freundlich

und fröhlich reinschauen.

Weißt du, für viele ist das eine Art Therapie.

Draußen wussten sie nicht, wozu und für wen.

Hier wissen sie es, für Madame.

Und das gibt Kraft und Freude.

Wir arbeiten flott hier und trotzdem...

Ja, das spürt man.

Ja, ja, verstehe.

Ja, wenn das so ist, lassen Sie sich am besten von Madame C. persönlich beraten.

Ja, da müssen Sie in die magische Kabine kommen und da wird Madame C.

persönlich beraten können. Und wenn das notwendig ist, können Sie auch an diese

Therapiegruppe teilnehmen.

Ja.

Ja, diese Therapiegruppe, die lehrt einem die optimale Optimismus.

Und dieser optimale Optimismus, wenn man es hat, das lehrt alle Probleme.

Ja, dann werden alle Probleme, wie Sie es vorhin beschrieben haben, solche

Probleme werden unwichtig.

Nur die optimale Optimismus und die Liebe zu einer Dame werden einem

Das wird zu dem Mittelpunkt des Lebens.

Mary, Mary, wach auf, Dr.

Rigolai kommt.

Der Bundesabgeordnete Dr.

Rigolai. Mach bitte auf, Mary.

Und mach dich ein bisschen schön für ihn.

Ich muss hier alles sauber machen.

Es ist alles so staubig hier.

Hast du alles?

Oh nein, Mary. Ich muss noch alles einkaufen. Kein Tee, kein Kaffee.

Nichts ist da, kein Cognac, gar nichts, kein Zucker, alles habe ich vergessen.

Vergiss nicht, zum Tee frische Milch zu kaufen.

Englischer Tee wird immer mit frischer Milch getrunken und beeiligt.

Soll ich Gebäck auch holen?

Nein, der ist sowieso schon zu fett.

Und was macht dein magischer Tisch?

Mein magischer Tisch?

Was geht dich das an?

Reguleinchen, um Gottes Willen, was ist denn passiert?

Warum sind Sie so schlank geworden?

Madame, das ganze Unglück, alles, was Sie vorausgesehen haben, ist

Ich bin völlig abgemagert. Sie müssen mir helfen.

Sehen Sie, sehen Sie, das kommt davon, dass Sie nicht zu meinem

Regenerationskurs gekommen sind.

Friedrich, serviere.

Meine Damen, ich bin völlig verzweifelt. Ich bin umzingelt. Ich jage von einer

politischen Veranstaltung zur anderen.

Seniorenpartys, dieser Geruch von Pisse und Medizin. Alle reden davon, schafft

die Raketen ab und Frieden auf Erden. Ich sage Ihnen, schaffen Sie die

Seniorenpartys ab und Sie leisten ein Jahrhundertwerk.

Junioren -Diskurs. Ich quetsche mich in enge Jeans rein, dass mir fast die Eier

wegfliegen, nur um drei Wählerstimmen zu kriegen. Ich esse Grünkohl mit der

Industrie, lasse einen Furz nach dem anderen wegen der Parteispenden. Ich

entblöde mich nicht, dreimal am Tag Babys zu küssen und nach Feierabend vor

Kamin schlage ich Frau und Kind.

Nur zur Entspannung, wissen Sie, nur zur reinen Entspannung. Aber dann, was rede

ich? Wir stehen kurz vor der Wahl.

Mein Gegenkandidat ruft dreimal Kuckuck und die Frauen rennen hinter ihm her.

Arrangieren Sie eine Affäre. Stellen Sie ihn in den Mittelpunkt einer

Bordellrazzia. Eine ausgezeichnete Idee. Darauf müssen wir trinken, Doktorchen.

Madame, ich weiß nicht mehr weiter.

Ich weiß nicht, was ich ohne Sie tun soll. Ich möchte wirken wie Travolta und

Kennedy.

Madame, geben Sie mir Charisma.

Das werde ich tun. Das fällt mir nicht schwer, Doktorchen.

Aber ich habe auch Wünsche, Doktorchen.

Ich brauche die Presse.

Und ich brauche das Fernsehen.

Und vor allen Dingen brauche ich viel Geld.

Siehst du, es ist so wunderbar.

Seitdem ich bei euch bin, fühle ich mich viel glücklicher und geborgener.

Nur manchmal spüre ich, dass ich noch so egoistisch und unvollkommen bin.

Meint ihr denn, dass ich eine Chance habe, wirklich gesund zu werden?

Klar.

Du, ich hatte als Kind immer starke Herzbeschwerden.

Und... Die Erwachsenen haben immer Rücksicht drauf genommen und haben mich

verhätschelt und verwöhnt, bis ich so ihr richtig kleiner Wonneproppen war.

Als ich dann erwachsen wurde, da gingen die Schwierigkeiten richtig los. Da

hatte ich so viel Hemmung, dass ich in jedem Beruf gescheitert bin.

Und meine Angst hat mich total gelähmt.

Und dann irgendwann habe ich Madame getroffen und die hat mir eine Chance

gegeben und hat gesagt, du, ich heile dich.

Das habe ich dann gemacht.

Und wie es mir jetzt geht, siehst du ja selber. Ich bin voller Tatendrang und

topfit.

Bevor ich herkam, war ich psychisch sehr krank.

Ich habe immer einen fürchterlichen Hass gegen andere gehabt.

Und manchmal wollte ich mich sogar selbst töten.

Und die wollten mich in eine Anstalt stecken.

Und da habe ich Madame getroffen.

Und sie hat mir gesagt...

Anstatt in die Ehrenanstalt, kommt zu mir.

Und hier habe ich richtig lieben gelernt.

Und Madame hat mich sogar zum Oberwächter gemacht.

So, und jetzt wieder an die Arbeit.

Die Kollektion von Madames magische Boutique muss fertig werden.

Was machst du hier?

Was willst du mit meinem Geld?

Entschuldige, Hannes, aber ich brauche Geld.

Ich muss mindestens 6000 Mark auftreiben, damit Madame die

erhalten kann.

Sag mal, du hast doch wohl einen Knall da mal.

Du bist wochenlang weggeblieben, hast dich nicht ein einziges Mal gemeldet.

Ich bin fast gestorben vor Angst.

Frank, Frank, ich liebe dich, bleib doch hier bei mir.

Unsere Beziehung ist doch schon seit langem kaputt.

Das weißt du genauso gut wie ich.

Ach, ich bin nervös, ja.

Steh kurz vorm Examen.

Wenn ich die Uni hinter mir hab, dann hab ich auch wieder mehr Zeit für dich.

Du hast mich nur belogen und betrogen.

Wer ist denn in letzter Zeit immer in die Parks und in die Sauen gerannt, hä?

Von hier nimmst du nichts mit.

Ja, los.

Das Geld für deine Madame kannst du ja auch im Strich verdienen.

Ja, hau schon ab!

Du bist noch nicht weg!

Geht mir alles auf die Nerven.

Du musst ja noch deine Kassette besprechen für die Kranken.

Ach ja.

Wohlige Wärme.

durchfließt ihren Körper.

Die Energie des optimalen Optimismus wird ihnen alle ihre Wünsche erfüllen.

So, das war's.

Friedrich, erinnerst du dich noch an unser erstes großes Experiment?

Ich halte Krebs.

Meine Damen und Herren, ich werde alle Leiden und Krankheiten heilen.

Wer von Ihnen hat Krebs?

Ich wurde ich.

Schließe deine Augen, meine Tochter, und vertraue mir.

Effektvoll richtete ich meinen Blick zum Himmel.

Dann zauberte ich aus meinem Ärmel ein Leberpäckchen und

zeigte es der erstaunten Menge.

Dieses blutige Geschwür, diesen Krebs.

Habe ich aus dem Leib des jungen Mädchens gerissen, rief ich.

Tosen der Applaus.

Ein langer Weg, Friedrich.

Von damals bis zum magischen Kabarett.

Heute beginnt die Woche der strengen Gefühle.

Madame gibt sich die Ehre, einige von uns auszuzeichnen und andere zu

Dich von Katzi gelobt?

Weil du als selbstloser Diener ihre Suche nach der Wahrheit besonders

unterstützt.

Kannst du mir die Gründe nennen, warum diese Leute hier bestraft werden?

Komm, zeig's dir.

Er?

Er hat parfümiertes Shampoo benutzt.

Ja, das ist aber noch lange kein Grund, ihn so zu bestrafen.

Es neutralisiert Madams Fähigkeit zu meditieren.

Sie, sie hat heimlich mehrmals Currywurst mit Pommes frites gegessen.

Und wie du weißt, ist richtiges Essen einer der Grundpfeiler des optimalen

Optimismus.

Der am Strick hat morgens nicht gebetet.

Und die da schäden sich auf der Straße Leute anzusprechen.

Der hat seine Toilettenzeit nicht eingehalten.

Er ging viermal heimlich aufs Klo.

Mein

lieber

Hausner, Sie sind ein großes wissenschaftliches Talent.

Sie haben eine ausgezeichnete Examen.

Arbeit geschrieben.

Ich weiß nicht, ob ich mich über Ihr Lob freuen soll.

Sie haben doch vor zwei Wochen über psychopathische Führerpersönlichkeiten

gelesen. Aber das ist für Sie nur ein Gedankenspiel. Ohne jede praktische

Konsequenz.

Und über das, was wirklich passiert, heute hier in Berlin, darüber schweigen

Sie.

Wer schweigt?

Wozu?

Zum Beispiel diese grünen Optimisten.

Diese Madame C. ist eine Verbrecherin.

Die macht die Menschen von sich abhängig, um an ihr Geld ranzukommen.

schickt ihre Mädchen auf den Strich und die Männer...

Ein Freund von mir, Frank, lebt

jetzt bei dieser Sekte.

Läuft den Grün rum.

Sind vergeistigt.

Ist sogar bei mir eingebrochen. Wollte mein Geld dieser Madame in den Haken

schmeißen.

Helfen Sie doch, Professor.

Sie haben Einfluss. Auf Sie hört man vielleicht.

Entlarven Sie diesen Schwindel.

Diese Madame behauptet sogar, sie könnte Leute in den Zustand des Todes

versetzen. Sie machen sehr gute Werbung für diese Madame.

Aber ich mache Ihnen einen Vorschlag.

Morgen werden wir zusammen ins Kabarett gehen.

Dann werde ich mir diese Dame mal ein bisschen näher ansehen.

Ja. Vielen Dank.

Meine Freunde!

Meine Freunde! Ich komme in Vertretung von Madame.

Madame kann leider nicht kommen.

Sie hat Migräne. Ach du Scheiße. Aber das macht nichts.

Ich werde auch ohne Madame euch die Körperübungen vorführen können.

Ich werde nun euch die Körperübungen vormachen und ihr werdet sie nah machen.

Und du steck dein Hintermeer ein!

Und du die Zähne ein davor!

Heinrich!

Auf und etwas zurück!

Nun beschimpft euch ihr Weiber!

Seid Zeit, dass ihr Schlampen seid und dass ihr Madame nicht genug gilt.

Du stödelst mich an. Ich kann dich hier nicht mehr ertragen. Verstehst du?

Geile Sau.

Leck mich am Arsch. Was hast du gesagt?

Geile Sau. Kleine Ratte, du.

Du bist eine eindeutige Pute.

Fühl dich schön. Du bist ja auch machbar.

... ... ... ... ... ...

und schlagen.

Du spinnst wohl!

Wie spätst du dich vor? Röckeberger!

Kleines Dreckspäckchen!

Sind Sie angemeldet?

Nein, aber ich bin mit Professor Kutowski hier verabredet. Professor

hat gerade angerufen. Er lässt Ihnen mitteilen, dass er heute Abend leider

verhindert ist. Er musste plötzlich zu einer unerwarteten Dienstreise in die

Schweiz aufbrechen.

Ach, er hat angerufen.

Könnte ich vielleicht Frank sprechen?

Der arbeitet hier.

Neu in der Gruppe.

Neue Mitglieder dürfen in den ersten drei Monaten keinen Besuch anfangen.

Sie können ihn schreiben.

Er wird sich dann sicher mit Ihnen in Verbindung setzen.

Guten Abend.

Aber ich... Du katz das Schwein, du.

Über die Mauer.

Haben mich nicht weingelassen, Orm. Ach, die Faschistenschweine.

Wir sind keine Faschisten, merkt ihr das?

Wir sind freiwillig hier, verstehst du?

Frank, bitte komm zurück zu mir.

Nein, Erhard, die Zeiten sind vorbei.

Ich habe genug Zeit gehabt, um über unsere Beziehung nachzudenken. Du hast

nur aufgenutzt.

Quatsch. Du hast mich nur rumkommandiert und mich als Dummchen behandelt.

Ja, und was machen wir hier mit dir?

Hier werde ich verfolgen, verstehst du?

Ich weiß, dass ich hier ein höheres Bewusstsein erreichen kann.

Ist das dein höheres Bewusstsein, Frank?

Fass mich nicht an.

Ja.

Ja, Hannes, ich bin freiwillig hier.

Ich weiß, dass ich erst mein Ego und meine Eitelkeit aufgeben muss, um mit

anderen Menschen zusammenleben zu können.

Ich finde nichts Schlechtes dabei, Madame's Klo zu putzen.

Ich bin neu hier.

Und es ist total richtig, dass ich das mache.

Frank, ich vermisse dich so.

Ich bin so alleine, seit du weg bist, Frank.

Bitte komm zu mir zurück.

Geh, Hannes.

Weißt du denn nicht, dass die dich hier nur fertig machen wollen?

Dass die nur dein Geld wollen.

Dass die dich hier psychisch zerstören.

Du sollst gehen, Hannes. Ich will dich nie wiedersehen.

Aber ich will dich wiedersehen.

Und ich werde dich hier rausholen.

Ob du das willst oder nicht.

Guten Tag, meine lieben Freunde.

Überraschenderweise haben wir heute Besuch bekommen von einer bekannten

Journalistin einer ganz großen Zeitung.

Sie möchte euch ein paar

kritische Fragen stellen.

Sprecht ganz offen zu ihr.

Und nehmt sie auf, wenn auch nur für eine Weile in eurem Leben.

Ich muss jetzt leider gehen.

Tja, also zuerst einmal möchte ich mich bedanken. Und zwar dafür, dass ihr

euch bereit erklärt habt, mir auf meine neugierigen und vielleicht auch manchmal

etwas indiskreten Fragen offen und, wie ich hoffe, ehrlich eine Antwort zu

geben.

Wer von euch ist Karin Lura?

Karin.

Deine Eltern haben berichtet, du würdest hier gegen deinen Willen beteiligt

sein.

Und sie haben auch erzählt, du hättest versucht, Kontakt mit ihnen aufzunehmen.

Und du habest weinend von Strafen berichtet.

Sie lügen.

Sie verstehen nicht, dass mich ihr Geld nicht glücklich macht.

Sie beuten Menschen in den Fabriken aus.

Ich möchte nicht so krank werden wie Sie. Sie sind nur reich geworden durch

Irgendandere. Aber Madame, Madame hat uns die Augen geöffnet.

Persönlicher Reichtum macht einfach krank.

Stimmt es, dass Sie alle euren persönlichen Besitz weggegeben habt?

Euch interessieren doch nur Äußerlichkeiten und euer persönlicher

fragen Sie uns nicht?

was uns glücklich macht.

Tiefes seelisches Empfinden, Erleuchtung und das Wissen um die Wahrheit.

Ihr werdet also nicht gequält oder geschlagen.

Draußen in ihrer Welt, da gibt es Grausamkeit und Missgunst und Kinder

misshandelt. Die Menschen hassen sich.

Und bekämpfen sich und Kriege werden vorbereitet.

Und wir, wir leben hier für unsere schönen Gefühle.

Und wie stellt ihr euch das vor?

Komm doch zu uns.

Ja. Komm zu uns, Madame.

Ja.

Komm zu uns.

Ja, genau.

Komm zu uns.

Bleib bei uns.

Komm. Ja.

Ja.

Du bist eine sehr schöne, starke Frau. Ja.

Frank,

Frank.

Frank, ich will dich warnen.

Hau ab hier. Hau ab, bevor es zu spät ist. Warum denn?

Frank, ich war genauso blauäugig wie du.

Das inszenierte Glück, das kotzt mich an. Ich will weg hier und ich kann nicht

mehr. Aber du kannst doch.

Wir sind doch freiwillig hier.

Du kannst doch jederzeit gehen.

Du hast keine Ahnung.

Du wirst hier festgehalten. Und außerdem, was sollte ich denn anfangen

Ich gehe mir gar nicht mehr zurecht. Ich könnte mich nicht mehr behaupten.

Ich bin zum Handelmann gemacht worden hier, ohne dass ich es gemerkt habe.

Du bist verwirrt.

Sprich mit Madame.

Sie wird dir helfen, garantiert.

Madame, ja?

Dieses glitzernde Glücksmonster.

Du kannst ihn vergessen.

Ich bin zufrieden und glücklich hier, verstehst du?

Wie lange noch?

Du wirst schon noch sehen.

Sie will dich nur bespitzeln.

Jeder hier weiß, dass er ein Spion ist.

Sie will dich nur antesten, ob du Madame liebst oder nicht, Frank.

Guten Morgen, liebe Freunde.

Guten Morgen, Madame.

Wie am jeden Ersten des Monats komme ich auch heute zu euch, um mit euch

zusammen eure Sexprobleme zu lösen.

Glaubt mir, ich denke Tag und Nacht an euch.

Ich bin so besorgt um euer Glück.

Das Mysterium der Liebe könnt ihr noch nicht verstehen.

Ich werde euch dabei helfen.

Josef, Karin, ihr liebt euch sehr, nicht wahr?

Das ist auch der Grund, weswegen ich Josef einer anderen Pacht darin zuführen

muss. Aber gerade hier... Ja, ja.

Es ist gut für euch.

Es wird eure Liebe füreinander vertiefen.

Komm, Jule.

Gudrun.

Gudrun wird jetzt für einen Monat deine neue Partnerin sein.

Geht. Aber Madame, ich...

Geht.

Mein Kleiner.

Was ist los?

Warum hast du keine Partnerin?

Ich bin so schüchtern.

Schüchtern?

Nein, das darf nicht sein. Das müssen wir gleich ändern.

Kommt her, meine Täubchen.

Greift ihn euch.

Lehrt ihm die Liebe.

Frank, Liebling.

Madame. Heute darfst du dir etwas wünschen.

Madame.

Ich würde gerne mit dem Chris schlafen.

Frank.

Du bist noch immer homosexuell?

Aber ich finde nichts Unnatürliches daran.

Ich liebe halt Männer.

Aber Frank.

Frank, du bist krank. Wie kann man nur so egoistisch sein?

Madame, aber ich bin doch gar nicht egoistisch.

Denk an die nächste Generation, Frank.

Ich fürchte, die Gruppe wird dich liebevoll bestrafen müssen.

Lächeln zur Masche wird.

Das Gruselkabinett einer abgefeimten Salondame zieht immer mehr

Söhne und Töchter aus gutem Hause in ihren Bann.

Ihre Heilslehre vom optimalen Optimismus wäre lächerlich,

wenn sie nicht so gefährlich wäre.

Diese uns verschämte Person!

Dies wird Ihr letzter Artikel sein.

Ich werde das Handwerk lehnen. Ich kenne den Chefredakteur Ihrer Zeitung.

Lies weiter.

Sie spricht von Harmonie und meint aber willenlose Hingabe.

Ihre Anhänger müssen jeden Besitz abgeben. Ich fragte die Jünger der

ob sie geschlagen würden, erpresst, bedroht. Keine Antwort, nur ein Lächeln,

Lächeln, Lächeln.

Denn in diesem Lächeln der Kinder mischen sich die Tränen verzweifelter

Brüdern und Schwestern, die ihren Liebsten verloren haben.

Friedrich, Friedrich, ich habe eine wundervolle Idee.

Wie wir sie fertig machen können, weißt du?

Und du, mein Schätzchen, lass mir dabei helfen.

Wie kann ich denn das?

Du wirst sie nicht verliebt machen.

Sie muss einfach verrückt nach dir sein.

Aber du weißt doch, ich liebe nur dich.

Ja, ja, natürlich liebst du mich. Aber du musst sie einfach verrückt nach dir

machen, Friedrich.

Ach, das kann ich doch nicht. Ich liebe doch nur dich.

Natürlich kannst du das.

Natürlich kannst du das. Natürlich kannst du das.

Natürlich. Friedrich, nicht doch, Friedrich. Nicht doch. Konzentrier dich

deine Aufgabe.

Friedrich!

Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe ist so leuchtlich.

Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe bist das Herz der

Debris.

In einer Nacht in Monte Carlo, im dunklen Park

am Spielcasino.

nahm ich in Arm den Taten Carlo, den lebenshungrigen Albi.

In schwüler Nacht unter den Sternen erzählte mir ein süßer Mund,

dass Albinus, der Jungsterben, ließ der Hals schmerzen.

Hat Ihnen mein Gesang gefallen?

Ganz ausgezeichnet. Ich habe nur für Sie gesungen.

Danke, danke.

Also wenn ich ehrlich bin, muss ich Ihnen ja was gestehen. Ich bin hier

ohne Erwartungen hergekommen.

Wirklich. Und ich bin ganz überrascht, was für eine faszinierende Stimme Sie

haben.

Ich überlege, ob man nicht irgendwas für Sie tun könnte. Ich sollte vielleicht

mal meine Beziehung spielen lassen. Ich habe eine ganze Menge Verbindungen zum

Beispiel zu Schallplattenproduktionen.

Und da würden Sie wirklich was für mich tun? Ja.

Das wäre ja wunderbar.

Sie haben übrigens ganz gezaubernde Augen, was ich feststellen kann.

Danke schön. Ich finde Sie sowieso sehr hübsch.

Sagen Sie, meinen Sie nicht, dass Madame C.

es nicht so gerne sehen könnte? Oh ja, Sie haben vollkommen recht.

Ich glaube, es wäre besser, wir würden auf die Terrasse gehen. Ich glaube, wir

werden es so machen.

Ich kenne eine Menge Männer.

Naja, und die meisten, die ich kenne, die sind eben so, naja, so maskuline

Männer, die ich eigentlich nicht so furchtbar gern habe. Also so ein Mann,

ich leiden mag, der muss schon so ein, naja, so wie Sie, wissen Sie, so sanft

und zärtlich und weich und, naja, eben so ein sensibler,

sensibler, sensitiver Mann.

Sie sind eine starke Frau.

Sie tragen so viel Persönlichkeit in sich.

Deswegen müssen Sie mir hier raushelfen.

Madame C. will mich vernichten.

Sie ist ein Scheusal, eine Teufelin.

Darüber würden Sie mir unbedingt mehr erzählen. Sie benutzt mich als Werkzeug.

Erzählen Sie mir mehr, erzählen Sie mir mehr. Ich kann Ihnen hier nicht viel

erzählen. Wir müssen uns irgendwo treffen.

In der Eile warten Sie. Ja, morgen. Morgen um Mitternacht. Um Mitternacht an

Taxistand in der Hasenheide. Einverstanden?

Gut, ich werde da.

Vielen Dank.

Hausner ist mein Name. Guten Morgen.

Ich habe Ihren Artikel gelesen über die OO -Sekte.

Und mein Freund ist in diese Sekte eingetreten.

Ich würde Sie gerne besprechen.

Ja?

Morgen um zwölf?

Gerne. Ich hole Sie ab.

Vielen Dank.

Ich habe herausgefunden, dass die Tochter unseres Polizeipräsidenten

der Sekte ist.

Sowas lässt sich natürlich auf Dauer nicht totschweigen.

Und umso eher können wir mit der Hilfe der Polizei rechnen.

Und es stimmt, dass Madame T. geheime Konten hat in der Schweiz?

Und Willen in Spanien und Florida?

Nicht nur das.

Ihr gehört ein riesiger Konzern für Verhütungsmittel in Belgien. Und vieles

mehr. Sie geht ungeheuer brutal vor, wenn es um ihren Besitz geht.

Alle Mitglieder müssen der Sekte allen Besitz vermachen und sie stiftet sogar

die Reichen zu Betrügereien an, um schneller an das Erbe zu geraten.

Der Kreis liegt sich zwar enger, aber sie ist ungeheuer gefährlich.

Man vermutet, dass sie Waffen besitzt und dass sie die Mitglieder militärisch

ausbildet.

Sagen Sie, wollen Sie diesen Kerl wirklich alleine treffen hier in der

Hasenheide?

Herr Hausner, Sie brauchen sich wirklich keine Sorgen zu machen.

Frauen sind sehr viel stärker als Männer glauben.

Sie liebt Zigaretten an mir auszudrücken.

Ich bin es schon gewohnt, es gibt Schlimmeres.

Gott.

Das ist ja ganz grauenhaft.

Wie ist denn das passiert?

Sie ist eine Amputationsfetischistin. Eine Amputationsfetischistin? Ja.

Warum?

Stimuliert. Sexual stimuliert sie sich daran.

Ach.

Das ist ja ganz, ganz schrecklich.

Aber das ist ja das Grauenhafteste, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe.

Das ist ja ganz entsetzlich. Erzähl mir mehr darüber.

Sie, äh...

tut Bücher nehmen von Medizin.

Und eines Tages hat sie ein Buch von irgendeinem Chirurg, ich weiß nicht von

wem, und da sagt sie zu mir, ich möchte dir so gerne die Zehen abhacken.

Nein. Ja.

Ich habe gemerkt, wie sie einen Topf genommen hat und die Zehen mir abgehackt

hat. Sie sind einzeln reingeplumpst. Nein.

Ich bin so furchtbar.

Erschrocken und habe ich so geekelt davor. Ja, ja, ja. Und dann?

Und dann hat sie sie genäht.

Also die Wunden wieder zugenäht? Die Wunden wieder zugenäht und ich musste

Faden halten.

Oh Gott, das ist ja entsetzlich. Warum hast du dich denn bloß nicht zur Wehr

gesetzt?

Ich habe sie damals geliebt.

Ich hätte alles für sie getan.

Sie hätte mich sogar töten können.

Dann hätte ich sie auch noch geliebt.

Ich war ihr vollkommen hörig.

Ich war vollkommen in ihrem Bann.

Du bist ja auch jetzt noch in ihrem Bann.

Das ist ja ganz schrecklich. Du handelst ja unter Zwang. Hat sie dich

hergeschickt? Hat sie dich dazu angestiftet? Sie hat mich hergeschickt.

sollte mich töten.

Nein.

Mein Gott, wie entsetzlich. Jetzt behalte einen klaren Kopf.

Behalte einen ganz klaren Kopf.

Wir sind verpflichtet, Ihr Imperium zu zerstören. Ich muss Ihr Imperium

zerstören. Ich muss sie vernichten.

Bevor andere Menschen dran glauben müssen.

Ja, aber wir behalten einen klaren Verstand. Erzähl mir jetzt alles. Genau.

kleinste Kleinigkeit über diese Frau. Ich muss unbedingt eine

darüber schreiben.

Hast du alles erledigt, Friedrich?

Gar nichts hast du erledigt.

Rumgehurt hast du mit dieser blonden Kuh.

Betrogen und verraten hast du mich.

Und das nach 30 Jahren.

30 Jahre habe ich sowas wie dich ertragen.

Habe meine Kraft und mein Geld in dich hineingesteckt.

Jetzt wird es aus mit dem optimalen Optimismus.

Offensichtlich ist mir die Gehirnoperation, die ich an dir

misslungen. Ich wollte sie ja ermorden, aber da haben meine Hände verzagt.

Und dann war sie auch so schön und ich war ihr Höring.

Ihre Schönheit hat es mir angetan.

Dr. Regulat.

Ja, ich bin's.

Sie müssen mir helfen.

Madame, ich kann und ich will Ihnen nicht helfen. In den Zeitungen, im

Fernsehen, überall läuft der Trend gegen Sie. Ich bin Politiker, verstehen Sie.

Politiker sind bestechlich, sind korrumpierbar.

Kurz, sie sind vielleicht Nutten, aber sie liegen im Trend, Madame.

Ich betrete kein sinkendes Schiff.

Adieu.

Friedrich, wir werden heute ein großes Fest feiern.

Bereite alles vor.

Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl? Also die Beweise müssen doch endlich

ausreichend sein. Es ist skandalös, dass nichts gegen diese Vorgänge unternommen

wurde. Es ist alles vorbereitet.

Das Gebäude des magischen Kabarets wird Tag und Nacht beobachtet.

Die Polizei hat Erfahrungen mit radikalen Gruppen.

In Berlin ist das nicht die erste Aktion.

Meine geliebten Kinder.

Der Höhepunkt unseres Lehrganges vom optimalen

Optimismus ist da.

Ihr seid vollkommen.

Und jetzt erwartet euch das absolute

Nichts.

Zusammen werden wir dieser Welt, die uns

gefoltert, gequält, gedemütigt hat,

auf Wiedersehen sagen.

Aber fürchtet euch nicht, ihr seid

unsterblich.

Amen.

Und wenn wir dann verscheiden.

Händen zu verlassen.

Alle Personen sollen das Gebäude sofort verlassen mit erhobenen Händen.

Folgen Sie unserem Befehl. Wir geben Ihnen 30 Sekunden Zeit.

Friedrich. Ja.

Du musst jetzt sehr tapfer sein.

Geh und hol eine Flasche Benzin und Streichhölzer.

Um Gottes Willen, du darfst...

Doch, Friedrich, ich werde mich umbringen.

Friedrich, ich will sterben.

Nein, wir werden wieder was Neues aufbauen.

Nein. Ein großes Imperium.

Du wirst es aufbauen.

Du wirst es aufbauen.

Friedrich, ich will sterben.

Ich lasse es nicht zu, dass du stirbst. Du bist der einzige Mensch, der mich so

weit gebracht hat, dass ich überhaupt wieder klar denken kann.

Ich werde mich für dich umbringen.

Ich werde es tun. Ich werde es tun.

Nein. Du kannst es glauben.

Ich werde es tun. Nein, ich werde sterben.

Ich werde sterben. Nein, ich werde sterben. Du musst weiterleben.

Erfülle mir, meine Liebe.

Nein, ich will es nicht erfüllen. Ich weiß, dass du Schiffsbruch erlitten

Dass du nicht mehr richtig auf die Beine kommst, weil man dir nicht helfen will.

Aber wir können wieder neu aufbauen.

Wir? Ja, zusammen sind wir ganz stark.

Ah, der optimale Optimismus scheint dich doch erwischt zu haben.

Hilf mir lieber.

Ey, Hannes, das war alles nur ein Trick gewesen.

Komm.

Mensch, guck nicht so. Stell mir wenigstens mal einen Stuhl hin.

Ich hänge hier schon seit Stunden, Mann.

Hannes.

Komm, schneid ab. Los.

Weißt du, wie lange ich gebraucht habe, um das Ding hier zu bauen?

Ich wollte nicht so sterben wie dir.

Hannes.

Hannes.

Halt mich fest.

Ja, ich halte dich fest.

Und ich lasse dich nie wieder los.

Madame. Madame will mich erwürgen.

Madame spricht zu mir aus dem Jenseits.

Frank.

Frank.

Komm, beruhige dich.

Madame ist tot. Die kann dir nichts mehr tun.

Was? Ich hole dir eine Tablette.

Nein, ich will keine Drogen.

Madame hat uns doch verboten, Drogen zu nehmen.

Du bist krank.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis du dich wieder losgelöst hast von der

ganzen Sache.

Komm.

Morgen bringe ich dich zu Dr. Rudolph. Das ist ein guter Nervenarzt.

Der hat schon vielen Leuten geholfen, die Schwierigkeiten hatten mit Sekten.

habe genug von Therapien.

Hör mal.

Du solltest langsam lernen, vernünftigen Leuten Glauben zu schenken.

Malerei ist auch nichts für dich.

Guck dir den Scheiß doch mal an, den du da machst. Hast du schon ein Bild

verkauft?

Such dir mal einen anständigen Beruf.

Und was von wem ist denn der Brief?

Von deinem neuen Liebhaber?

Quatsch. Professor Kutowski ist zurück aus der Schweiz.

Will mich morgen früh sprechen.

Hausner.

Ich habe die ganze Nacht über Sie nachgedacht.

Wie wäre es, wenn Sie bei mir Ihre Doktorarbeit machen würden?

Ich kann mich beherrschen.

Ich habe unter Ihrer Menschenverachtung lange genug gelitten.

Oho. Sie sind sehr offen, junger Mann.

Das imponiert mir wirklich.

Sie sind ja jetzt auch sehr berühmt.

Die ganzen Zeitungen sind mit Ihnen voll und Ihre Arbeit über die O -Sekte.

Sparen Sie sich Ihren Spott.

Mit Ihrer Hilfe hätte sich diese Tragödie vielleicht vermeiden lassen.

Aber Sie waren ja wohl anderweitig beschäftigt.

Ja, Hauptsache, dass diese Madame tot ist und dass sie keinen Schaden mehr

anrichten kann.

Sind Sie da so sicher?

Madame C.

wird... Ewig leben.

Und immer wird es Meister und Sklaven geben.

Und Starke und Schwächlinge. Das

ist unmöglich. Ich habe selbst ihren verbrannten...

Glauben Sie, dass Madame C sich wirklich hätte verbrennen lassen?

Ich liebe es, mein Geschlecht zu wechseln.

Ich bin ein Mann, der es liebt, Frauenkleider zu tragen.

Und die Rolle der Madame C hat mir großes Vergnügen bereitet.

Für meine wissenschaftliche Arbeit, war es wichtig, nicht nur am Schreibtisch

zu sitzen, sondern auch

praktische Erfahrungen zu sammeln.

wollte herausfinden, wie weit sich Menschen immer noch demütigen lassen,

versklaven, freiwillig unterordnen lassen, bis zum Tod.

Übrigens, ich würde Ihnen das alles nicht erzählen, wenn ich nicht wüsste,

sehr sich Stärke und Macht fasziniert.

Sie sind nicht der Typ, der sich unterordnet, sondern der danach strebt,

auszuüben.

Erfolg macht einsam. Hausner, wollen Sie nicht mein

Assistent werden?

Zur Polizei werde ich gehen.

Nichts werden Sie.

In Deutschland sind Autoritäten immer noch unantastbar.

Und ich habe viele einflussreiche Freunde.

Und was haben Sie?

Nur mich.

Wenn Sie wollen.

Aber jetzt muss ich gehen. Mein Flugzeug wartet.

Ich halte einen Vortrag heute Abend in Zürich.

Wir werden uns wiedersehen.

Da bin ich ganz sicher.

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