All language subtitles for Circeo.S01E04.Episodio.04.1080p.WEBMux.ITA.E-AC3.ODINO

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal) Download
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

DIE SERIE BERUHT AUF WAHREN BEGEBENHEITEN.

ZU NARRATIVEN ZWECKEN WURDEN TEILE GEÄNDERT.

ÄHNLICHKEITEN SIND ZUFÄLLIG.

CIRCEO, 8. JULI 1976

Teresa.

Worauf warten wir?

Ich weiß nicht, jemand hat Verspätung.

Was ist?

Mein Gott, sie sind es.

- Du sagtest, die wären nicht dabei. - Sie haben es sich anders überlegt.

Was?

He, Donatella.

Beine hoch.

Ich will nicht rein, wenn sie da sind.

Ich will gehen.

Heute ist ein Tag, an dem wir dich brauchen.

Mir geht es eben nicht gut.

Ist das verboten?

- Kann man da nichts machen? - Leider nicht.

Hier, trink einen Schluck davon.

Soll das ein Witz sein?

- Um die Uhrzeit? - Sie braucht ihn jetzt.

Komm, Mama.

Komm, das reicht jetzt. Stopp.

Danke.

Ich glaube, genau das wollen sie. Dass du da nicht reingehst.

Du bist stärker als sie.

Und genau da drinnen hast du das bewiesen.

- Ich begleite dich, okay? - Nein, Sie dürfen nicht rein.

- Na, gut - Liebes...

Gut, können wir anfangen?

Heute, am 8. Juli 1976, sind wir hier,

um mit der Verhandlung

gegen Giovanni Guido, Angelo Izzo und Andrea Ghira fortzufahren.

Zur Information: Die Türen der Villa waren verschlossen.

Auf Anordnung des Richters wurden die Siegel entfernt

und die Türen geöffnet.

Die Angeklagten Giovanni Guido und Angelo Izzo sind anwesend.

Herr Vorsitzender, ich bestätige meine früheren Aussagen.

Aber ich weise darauf hin,

dass die dritte Person nicht Andrea Ghira war.

Verzeihen Sie, in Ihren Aussagen sprachen Sie von Herrn Ghira.

- Wie kommt das? - Die Presse hat mich beeinflusst.

Aber ich will keinen Unschuldigen belasten.

- Ghira war nicht da. - Was soll das?

Er spielte den Chef des Clans aus Marseille.

Lass sie reden.

Und wer war dann der Dritte,

wenn nicht Herr Ghira?

Ich will den Namen nicht verraten.

Angeklagter Izzo, können Sie uns den Namen der dritten Person nennen?

Ich kann nur sagen, dass es nicht Andrea Ghira war.

Herr Vorsitzender, ich will keine Namen nennen.

Ich glaube an Freundschaft.

Warum machen sie das? Was bringt ihnen das?

Irgendjemand aufseiten Ghiras versprach ihnen etwas

oder drohte ihnen.

Oder noch simpler: Es ist eine Frage dummer Kameradschaft.

Sie wollen nicht als Verräter dastehen.

Ja, das ist schlimmer für sie,

als eine Frau zu vergewaltigen und zu ermorden.

Klar.

Am Ende wird die Anklage gegen Ghira doch fallengelassen.

Das darf nicht sein.

Und Sie trugen die Leiche von Frau Lopez in den Kofferraum.

Nein, das war ich nicht.

Haben nicht Sie die Frauen getragen?

Nein.

Ich habe nur Frau Colasanti getragen.

Ich wusste nicht, dass Frau Lopez tot war.

Wer hat Frau Lopez dann transportiert?

Andrea Ghira, vermute ich. Nein, ich meinte, die dritte Person.

Es war der Dritte.

So, und Sie dürfen jetzt gehen. Danke.

Ihr habt mich vorhin reingelassen.

Saverio Conti.

Marcella. Marcella Fani. Erinnerst du dich?

- Wir waren im gleichen Kurs. - Klar erinnere ich mich.

Ich dachte, du würdest mich nicht erkennen.

Ich habe dich aus den Augen verloren. Du machst jetzt Fotos.

Ja, genau.

Klasse, du hast es da reingeschafft. Hast du Fotos?

Möglich.

Ich habe nur aus Neugierde gefragt.

Ich arbeite bei den TV-Nachrichten, ich brauche keine Fotos.

Marcella, ich bin mit dem Einladen fertig. Gehen wir?

Ja.

Wir könnten ja mal zusammen Abendessen gehen.

Einfach nur so, der guten alten Zeit wegen.

Fahren Sie bitte fort.

Angelo Izzo hat mir wieder den Penis in den Mund geschoben.

Und...

Dann hat er versucht, mich zu entjungfern, aber...

Er schaffte es nicht und ließ von mir.

Weil du mir nicht gefallen hast.

Weil du... zu nichts gut bist.

Deshalb.

Am nächsten Morgen waren sie noch dort.

Sie drohten uns mit der Pistole.

Sie schlugen uns, weil der Wasserhahn kaputt war.

Dann kam Jacques.

Im Krankenhaus zeigten sie mir ein Foto von Andrea Ghira.

Da konnte ich sehen, dass es sich um die gleiche Person handelt.

Er nahm Rosaria mit.

Und...

Giovanni Guido und Angelo Izzo versuchten, mich zu entjungfern.

Da sagte Giovanni Guido:

"Jetzt versuche ich es mit dem Besenstil."

Währenddessen hörte ich Rosaria.

Sie schrie im anderen Zimmer.

Als sie zurückkam, hatte sie Blut zwischen den Beinen.

Dann sagte Jacques, dass sie uns mit Spritzen betäuben mussten,

um uns nach Rom zu bringen.

Ich war auf dem Sofa.

Sie gaben mir drei Spritzen, aber ich schlief nicht ein.

Aber...

Rosaria haben sie nach oben gebracht.

Sie wechselten sich ab.

Ich hörte...

Wassergeräusche.

Und ich hörte, wie jemand röchelte.

Ich fragte Jacques, was da los sei.

Er sah nach, aber als er zurückkam, war er sauer,

weil Rosaria ihm die Hand zerkratzt hatte.

Danach...

Danach legten sie einen Gürtel um meinen Hals und zogen daran.

Sie traten mich.

Und...

G. Guido schlug mich mit der Stange. Und sagte:

"Mann, die will einfach nicht sterben."

Und...

Jacques lachte. Es war alles voller Blut.

Da bin ich fast ihn Ohnmacht gefallen.

Sie gingen weg, um sauber zu machen.

Da schaffte ich es, mich zum Telefon zu schleppen.

Ich wählte die Notrufnummer.

Ich sagte: "Ich bin in Lavinio.

Hilfe. Sie bringen mich um."

Aber...

Da kam Angelo Izzo.

Er gab mir noch mehr Schläge mit der Stange.

Er sagte: "Die erschießen wir einfach."

Und...

Ich ließ mich zu Boden fallen und stellte mich tot.

Dann wickelten sie mich in eine Decke.

Und...

Sie brachten mich...

Sie brachten mich in den Kofferraum.

Und dann... brachten Sie auch Rosaria.

Und Giovanni Guido sagte:

"Ruhe, da sind zwei Tote."

Donatella.

LATINA, 9. JULI 1976

Donatella, es ist spät.

- Du bist nicht angezogen? - Ich komme heute nicht.

- Wieso denn? - Ich schaffe es nicht.

Gut... Wenn es dir besser geht, kannst du nachkommen.

Also, ich gehe. Tschüss.

- Frau Anwältin, guten Tag. - Zwei Fragen...

- Kommt Donatella heute nicht? - Ist es wegen gestern?

Was sagte der Arzt? Kommt Donatella wieder?

Es ist alles in Ordnung. Sie muss sich nur ausruhen.

Heute sind nur die Experten dran. Donatella muss nicht dabei sein.

- Verzeihung. - Aber...

- Warum ist sie nicht da? - Nach gestern war ihr nicht danach.

Verständlich, aber dann muss sie zurückkommen.

- Die verstehen das sonst nicht. - Wer?

- Auf wen muss sie Rücksicht nehmen? - Das weißt du.

Die Verhandlung gehört allen Frauen. Donatella trägt eine Verantwortung.

- Sie ist noch ein Mädchen. - Du nicht.

Du musst sie führen. Du musst deinen Beitrag leisten.

Es ist unangenehm? Da muss sie durch.

Wir setzen alles auf diesen Fall.

Bist du sicher, dass du die Richtige für die Sache bist?

Guten Tag.

Es gilt anzumerken,

dass die niedrige Ausprägung der Leichenstarre

dem anfänglichen Zersetzungsprozess zuzuschreiben ist,

was an den Temperaturen liegt.

Aber es liegt auch daran...

Zum Glück ist Donatella nicht da.

Die reden seit zwei Stunden über Rosarias Leiche. Unerträglich.

- Außerdem gilt es anzumerken... - Das ist ihre Strategie.

Sie wollen beweisen, dass sie im Kofferraum starb.

Wie schaffen es diese Leute, auf ihrer Seite zu sein?

Und wenn A. Izzo und G. Guido auf Sie zugekommen wären?

Hätten wir den Fall übernommen?

Sie wären nie zu mir gekommen.

Nie.

Man sieht selten Mädchen, die alleine in den Urlaub fahren.

Ich hatte Ferien. Ich habe keinen Freund.

Hätte ich mit meiner Mutter Urlaub machen sollen?

- Besser, als keinen Urlaub. - Du hast das richtig gemacht.

- Man lernt ja Leute kennen, nicht? - Ja, genau.

- Das ist eine Freundin von mir. - Sie soll sich zu uns setzen.

- Ich lade euch ein. - Nein... ich muss gehen.

Entschuldige.

Danke dir.

Ich weiß nicht mal, wie du heißt.

Ich mache mir Sorgen und du sitzt mit einem Idioten im Café.

Er ist kein Idiot.

Wenn dich jemand fotografiert hätte? Das können wir uns nicht erlauben.

Du kannst nicht "die vom Circeo" sein und in Cafés abhängen.

Ich will nicht "die vom Circeo" sein.

Ich will zurück nach Rom, nach Hause, zu meiner Mutter.

Ich werde nicht mehr in Cafés gehen,

man wird mich bis Weihnachten nirgendwo sehen.

Aber zum Gericht will ich nicht mehr.

Das geht nicht, Donatella.

Die beiden machen doch auch, was sie wollen.

Sie reden Stuss.

Ich habe eine Aussage gemacht, ich habe Anwälte. Du bist da.

Wozu bist du sonst da?

Ich gehe in mein Zimmer.

- Donatella. - Mama.

Es ist wunderschön hier. Wirklich.

Euch geht es hier doch gut?

Es ist so friedlich.

Ich gehe kurz aufs Zimmer.

Das sind unsere.

Glaubst du, dass ich mich von Mama trösten lasse

und vergesse, was ich gestern gesagt habe?

- Deshalb hast du sie kommen lassen. - Ja, klar.

Du wolltest nach Hause. Jetzt ist dein Zuhause hier.

Um zu gewinnen, brauche ich dich.

Denn du bist die Verhandlung.

Ihre Anwälte können sagen, was sie wollen.

Aber neben dir verblasst alles.

Du bist die, die sich mit eingeschlagenem Schädel

und gebrochener Nase

tot stellte, um zu überleben.

Und du hast es hierhergeschafft, um es zu erzählen.

Die Aussage in der Villa zu machen, war die Idee von Rosarias Anwältin.

Was sagst du da? Wusstest du das?

Ja, wir haben zugesagt, weil wir wussten, was du erreichen würdest.

Du hast sie fertiggemacht, Donatella.

Du hast die Geschworenen bewegt.

Ich glaube, das gibt uns mehr Chancen, zu gewinnen.

Für mich, Donatella...

Für mich bedeutet "gewinnen" Lebenslang.

Eine niedrigere Strafe wäre eine Niederlage.

Das darf nicht sein.

Wenn sie rauskommen, bringen sie andere Mädchen um.

Sie sagen alles Mögliche, um kein Lebenslang zu kriegen.

Wenn du nicht mehr kommst, freuen sich ihre Anwälte.

Vor allem heute, wo der Staatsanwalt die Anklage formuliert

und eine Strafe fordert.

Es stimmt, du bist "die vom Circeo".

Aber du bist auch sie.

Du hast Dinge erlebt, die jeden fertiggemacht hätten.

Aber sieh dich an.

Du bist voller Leben.

LATINA, 21. JULI 1976

- Hallo. - Hallo.

Rosaria und Donatella

sind halb Paria halb Gegenstand.

Ein Gegenstand, den man benutzt.

den man tötet, um ungestraft davonzukommen.

Sie wollen uns glauben machen, dass sie sie betäuben wollten.

Dazu hätten sie sie knebeln oder fesseln können.

Aber sie malträtierten sie

mit Stöcken, Pistolen, Tritten und Schlägen,

und mit einem Gürtel um den Hals.

Man wird sagen:

Wenn sie sie töten wollten,

warum spritzten sie ihnen Betäubungsmittel?

Herr Vorsitzender, wer, außer den Angeklagten,

sagt, dass es sich um Betäubungsmittel handelte?

Ich vermute, dass es Vitamin B12 war.

Es hinterlässt keine Spuren,

und hohe Dosen verursachen den Tod durch anaphylaktischen Schock.

Denken Sie an die Konzentrationslager der Nazis.

Herr Izzo sagt: "Hätten wir sie töten wollen,

hätten wir sie erschossen."

Aber Waffen haben den Nachteil, dass sie viel Krach machen.

Wenn sie sie betäuben und befreien wollten,

warum haben sie sie nackt weggebracht?

Warum ließen sie das Auto auf der Straße?

Erst befürchten sie, dass die Mädchen um Hilfe rufen könnten,

und dann lassen sie sie Stunden allein?

Nein.

Sie wussten, dass die Mädchen tot waren.

Dass beide schon tot waren,

als sie vom Circeo wegfuhren.

Herr Vorsitzender, es gibt keine mildernden Umstände.

Ich kann nur eines sagen: Lebenslang.

Lebenslang für Herrn Izzo. Lebenslang für Herrn Ghira.

Lebenslang für Herrn Guido.

Danke.

- Heute wart ihr wirklich sehr gut. - Danke.

Morgen versuchen sie es mit mildernden Umständen.

- Benehmt euch. - Siehst du, Donatella ist wichtig.

Du hast deine Pflicht getan, sehr gut sogar.

Ich weiß nicht, ob es für sie gut ist.

Teresa, im Moment ist es sicher schwer für sie, das zu ertragen.

Aber stell dir vor, die kriegen kein Lebenslang.

Dann geht es ihr richtig schlecht.

Das ist Saverio.

- Und dein Nachname? - Conti. Saverio Conti. Freut mich.

Du hast die Fotos vom Kofferraum gemacht.

Und dann auch in der Klinik.

Ja, leider habe ich einen Termin. Ich muss gehen.

Tschüss, schöne Frau.

Frau Anwältin.

Der ist nur nett, weil er was will. Pass auf.

- Ich finde ihn nett. - Nett zu sein, ist sein Job.

Er macht es gut.

Wir feiern heute Nacht am Strand. Willst du auch kommen?

Ich weiß nicht, ob ich darf.

Jedes Kind Jede Frau wird frei sein

Schluss jetzt mit Politik.

- Pink Floyd, "Wish you were here". - Wir kennen den Songtext nicht.

- Ich schon. - Ich kenne gerade mal den Refrain.

- Und Battisti? - Vergiss es.

Nicht Battisti, merkst du nicht, wie er über Frauen spricht?

Weiß nicht, mir gefallen seine Lieder.

"Margherita"?

- Ja, "Margherita". - Wie geht das gleich?

Ich kann nicht stillhalten

Tatenlos dasitzen

Es gibt so viel zu tun

Vor dem morgigen Tag

Und wenn sie schon schläft

Kann ich nicht ruhen

Wenn sie morgen aufwacht

Soll sie mich nie mehr vergessen

Diese lange Nacht

Soll nicht dunkler sein als schwarz

Scheine, schöner Mond

Und erleuchte den ganzen Himmel

Was machst du da?

Trinkst du ohne mich ein Bier?

Willst du eins?

Ich warte auf Donatella.

Sie ist mit den anderen am Strand.

Gehst du nicht hin? Oder haben sie dich auch weggeschickt?

Nimm es nicht persönlich. Bei deinem Job ist das kein Wunder.

Die Fotos haben Donatella gut gefallen.

Das war nett von dir.

Ich wollte nicht in Versuchung geraten.

Daher wollte ich sie schnell loswerden.

Okay, Mädels. Gehen wir baden?

Gehen wir baden.

Nein, ich will nicht.

Los, komm.

Alles okay? Du kannst dich entspannen.

Nein... ich habe nur keine Lust.

Wie bist du zu dem Job gekommen?

Ich wollte eigentlich Journalist werden.

Ja. Aber ich hatte den Fotoapparat.

Damals konnte man in Rom gut verdienen, wenn man was draufhatte.

Es waren viele bekannte Leute unterwegs.

Alle träumten vom Dolce Vita. Auch ich.

Ich fiel durchs Examen. Und ich probierte es nicht noch mal.

Jetzt verdient man nichts mehr.

In den Straßen wird geschossen und gekämpft.

Die Leute haben Angst und sind wütend.

So wie du.

Ich bin nicht wütend.

Ich glaube, in dir drin ist eine ständige Wut.

Woher willst du das wissen?

Ich sehe dich an, schon eine Weile.

Wir müssen nicht darüber reden.

- Ich habe andere Themen. - Hoffentlich.

Du hast keinen Freund?

Ich bin nicht interessiert, ich frage nur so.

Und du?

Hast du jemanden?

Bist du interessiert?

Natürlich nicht.

Donatella.

Warte.

Entschuldige mich. Tschüss.

Tschüss.

Heute Morgen werden 179 Menschen, die in Seveso

in der Nähe des Chemiekonzerns wohnen,

ihre Wohnungen verlassen müssen, weil das Gebiet evakuiert...

Jetzt geh schon ran.

Das giftige Gas hat schon mehrere Tiere getötet...

- Wen rufst du an? - Gioia.

Sie ist bei ihren Eltern in Meda.

Aber es geht keiner ran.

Ich mache mir Sorgen.

Der Unfall in der Fabrik scheint schlimm zu sein.

Erklärst du mir, was heute passiert?

Der Staatsanwalt will Lebenslang, oder?

Was sind diese mildernden Umstände?

Das sind Umstände, die ihre Tat weniger schlimm machen.

Wie "weniger schlimm"?

Wenn sie es nicht freiwillig taten.

Was heißt das?

Dass es nicht ihre Absicht war.

Andrea Ghira ist nicht gewalttätig.

Die Körperverletzungen, die man ihm früher angelastet hat,

waren Prügeleien unter Schülern.

Er ist flüchtig, weil er der Justiz misstraut.

Aber an dem Tag war er nicht am Circeo.

Sie sind noch Kinder, die von der Familie entfremdet sind.

Das sind anständige Jungs.

Aber sie leben in ihrer Fantasiewelt mit einem Gangsterboss,

in der entführt und vergewaltigt wird.

Das sind die Protagonisten.

Eine Gruppe und ihr Boss.

Aber es gilt zu prüfen,

ob sie vorsätzlich Mord begehen wollten.

Gianni Guido hört auf Angelo Izzo.

Er hat nichts getan.

Das Bad im oberen Stockwerk,

wo Frau Lopez angeblich ermordet wurde,

ist klein.

Bei drei Personen muss man die Tür schließen.

Bei geschlossener Tür konnte Donatella

Rosarias Röcheln nicht gehört haben.

Ich kann Rosarias Röcheln jetzt noch hören.

Willst du dich betrinken?

- Du kannst mir gern helfen. - Gut.

Ich meinte, du könntest mir noch eins holen.

Sie versuchen alles:

Donatella konnte nicht richtig hören.

Ghira war nicht dabei.

Guido ist ein guter Junge. Es war nicht ihre Absicht

Sie machen, was sie wollen, und sagen irgendwas.

Warum glauben Männer, das Recht zu haben, so was zu tun?

- Manche Männer. - Viele Männer.

Weißt du, wie viele Frauen ich kenne,

die missbraucht oder belästigt wurden?

Die Opfer von Sexualmissbrauch waren?

Dir ist so etwas passiert, nicht?

Darum bist du so wütend.

Es ist kein Liebeskummer. Man hat dir etwas angetan.

- Sorry, es geht mich nichts an. - Es ist nicht mir passiert.

Mein Vater und mein Onkel

haben ein Möbelgeschäft in der Via Piave.

Komischerweise hatten sie immer junge, hübsche Verkäuferinnen.

Sie haben es bei allen probiert.

Und sie waren nicht in der Position, nein zu sagen.

Und ich...

Mit zehn Jahren verstand ich so was nicht.

Wenn es nicht den Riesenskandal gegeben hätte,

hätte ich nichts gemerkt.

Da war dieses Mädchen, Tiziana.

Sie war schwanger von meinem Vater.

Er zwang sie zur Abtreibung.

Aber sie geriet in die falschen Hände.

Meine Eltern stritten sich ständig.

Aber nach einigen Monaten lebte meine Mutter ihr normales Leben.

Sie hat alles akzeptiert,

um das Ansehen ihrer bürgerlichen Familie zu wahren.

Ich wusste, dass du aus gutem Hause kommst.

Gioia.

Hier, nimm.

Gioia. Wo warst du denn? Ich habe dich so oft angerufen.

- Nein, nein, nein. - Doch, du kannst trinken.

Ich lasse dich nicht nach Rom zurückfahren.

Du schläfst bei mir im Hotel.

Danke.

Und, wie läuft es?

- Guten Appetit. - Danke.

Ich weiß auch nicht.

Sie haben so lächerliche Ausreden,

dass ich Angst habe, dass man ihnen glaubt.

- Inwiefern? - Sie pochen auf mildernde Umstände.

Das heißt, sie haben es nicht mit Absicht getan.

Nein, nicht ganz.

Nein, aber dadurch gibt man ihnen etwas Recht.

Und am Ende haben die Mädchen es auch etwas herausgefordert.

Ach, komm. So wird es nicht kommen. Die Dinge ändern sich.

Ihr seid jeden Tag in der Presse.

Man hat nie so sehr über Frauenrechte geredet.

Hoffen wir es.

Und du?

Erzähl mir von Seveso. Wie geht es deiner Mutter?

Wie geht es ihr?

Es war nicht klar, was sie hatte.

Ihre Haut und ihre Augen brannten, sie hatte Atembeschwerden.

Dann ging das bei meinem Vater auch los und bei Nachbarn.

Und dann kam heraus, dass es Dioxin aus der Fabrik war.

Wir haben es tagelang eingeatmet.

Was für Arschlöcher. Die dachten, die könnten das verheimlichen?

Wie geht es dir?

Hallo, Saverio.

Saverio ist da.

Wenn du sie kennst, können wir sie grüßen.

Nein, lassen wir sie wenigstens am Abend in Ruhe.

Aber... war der vorhin nicht im Hotel?

Sag mir nicht, dass dir einer gefällt.

Sagte ich doch.

Aber... Ach, was... Nein.

Nein.

Der ist doof. Ich rede mit ihm, weil er im gleichen Hotel ist.

Seit wann redest du mit Idioten? Nur so aus Neugierde.

- Ist er mit ihr zusammen? - Woher soll ich das wissen?

Es ist mir egal.

Warum lachst du?

Es interessiert mich nicht.

Es interessiert sie nicht.

Nein, ich...

Hört auf...

- Er sieht aber gut aus. Echt. - Ja.

Du schläfst noch nicht?

Du denkst noch an ihn, was?

Ja, klar.

Ich denke an morgen.

Ja, klar.

Gute Nacht.

Wir sind für Rosaria und Donatella hier.

LATINA, 28. JULI 1976

Aber nicht nur.

Wir sind auch hier, um zu fragen, was wir

bei Frauen und Männern verteidigen wollen.

Das sind Männer, die vergewaltigen und verprügeln

und den Schaden mit Geld wiedergutmachen wollen.

Sie fordern mildernde Umstände,

weil sie es sich finanziell leisten können.

Herr Vorsitzender, sehr geehrte Geschworenen,

wir bitten Sie,

den Antrag der Verteidigung auf mildernde Umstände abzulehnen.

Und wir bitten Sie ferner,

in Donatellas Interesse und fürs ganze Land,

im Namen der Werte, die wir hier vertreten,

im Namen aller Frauen

und im Namen der Bürger aus jeglichen Schichten,

die Angeklagten aus der Gesellschaft zu verbannen

und sie als Abfall der Menschheit zu betrachten.

Eine abschreckende Strafe ist hier besonders wichtig,

wie der Staatsanwalt es auch forderte.

Herr Mangia nutzt sein Recht auf Gegendarstellung.

Danke, Herr Vorsitzender.

- Den kann ich gar nicht leiden. - Den kann keiner leiden.

"Verbrechen am Circeo..."

Denk dran, er ist ein Provokateur.

"...Verbrechen der Oberschicht."

Nein.

Ihr habt euch getäuscht.

Es ist ein gewöhnliches Verbrechen,

zu dem es beim Treffen zwischen zwei Mädchen und zwei Jungen kommt.

Sie teilen sich einen Leidensweg.

Es fängt auf der Via Pontina an.

Dort sieht man viele Straßenschilder nach Latina, San Felice Circeo...

Fräulein Colasanti sagt, sie habe sie nicht gesehen.

Wer kann ausschließen, dass die arme Rosaria Lopez sie sah?

Nein, sie hat keine Straßenschilder gesehen.

Verzeihung. Gegen Donatella sage ich nichts.

Sie ist so etwas wie die Frau Cäsars. Sie darf alles sagen.

Ruhe.

Wir werden nicht sagen, dass es unvorsichtig von ihr war,

mit Fremden mitzugehen.

Wir werden nicht sagen,

dass das alles nicht passiert wäre,

wenn die Familie besser auf sie aufgepasst hätte.

Ruhe.

Männer lügen, um gut anzukommen.

Das ist keine Gewalt.

Es war ein Dialog.

Die Mädchen sind freiwillig mit ihnen mit.

Sie kamen sich auch näher.

Deshalb machte Rosaria, was sie machte.

Aber sie ist tot.

Sie ist tot. Sie ist tot!

Rosaria ist tot.

Und ihr bringt sie zum zweiten Mal um.

Ruhe!

Ruhe!

Die Sitzung wird vertagt.

Hände weg von Frauen!

Hände weg von Frauen!

Hände weg von Frauen!

Ihr wart so mutig, nicht...

Wir mussten es sein.

Ganz ruhig.

- Habe ich alles vermasselt? - Aber nein.

Wir sind so weit gekommen.

Jetzt blasen sie die Verhandlung ab, weil zu viel Unruhe herrscht und so.

Wenn es so ist, kümmern wir uns darum.

Aber was macht ihr dann?

Dann müssen wir woanders von vorn anfangen.

Wann werden wir es erfahren?

- Ich weiß nicht, hoffentlich bald. - Hier zu warten, bringt nichts.

Fahren wir eine Runde Vespa? Dann denkst du nicht daran.

Nur eine kleine Runde. Wir fahren nur ums Gebäude.

- Soll ich dir das Fahren beibringen? - Nein, das nicht.

Erst der Cognac, jetzt das. Das ist zu viel.

Mama...

Deine Mutter hat recht. Ich bringe ihr das Fahren nicht bei.

Wir drehen nur eine Runde. Gehen wir.

Deine Anwaltskollegen von der Zivilpartei sind aber nett.

- Warum? - Weil du hier allein Wache stehst.

Draußen geht wenigstens ein bisschen Wind.

Ich bin die Jüngste, das ist normal.

Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Wassereis wäre jetzt besser als Kaffee.

Wassereis!

Hast du Schwangerschaftsgelüste?

Entschuldige.

Ich wollte dich nicht verletzen.

Mach dir keine Sorgen, du wirst schon noch schwanger.

Ich bin schwanger.

Was?

Aber seit wann denn?

Ich fand es bei meinen Eltern heraus, daher bin ich zurückgekommen.

Aber es war schon zu spät.

Wozu war es zu spät?

Gioia.

Ich war tagelang dem Dioxin ausgesetzt.

Sämtlichen Studien berichten

von hormonellen Änderungen bei Neugeborenen

mit einer hohen Wahrscheinlichkeit,

dass Babys schwere körperliche und geistige Missbildungen aufzeigen.

Wenn es nur ein Tag gewesen wäre...

Hätten sie gleich Alarm geschlagen und die Dörfer evakuiert.

Ich muss ständig daran denken.

Ich habe es noch nicht mal Alessandro erzählt.

Ich stellte mir immer vor,

wie schön es sein würde, es ihm zu sagen.

Und das hast du für dich behalten und mir nichts gesagt?

Ich wollte es dir nicht vor Ende der Verhandlung sagen. Verzeih mir.

- Donatella. - Gerade rechtzeitig.

Herr Zeppieri, Ihr Antrag.

Ich fordere, dass der Vorfall ins Protokoll aufgenommen wird

und das aggressive Vokabular,

das gegen Herrn Mangia verwendet wurde, aufgeführt wird.

Das ist eine schwerwiegende Störung, wir können nicht wegsehen.

Das ist eine Straftat.

Jetzt reden sie gleich von Fehlprozess.

Herr Vorsitzender, ich stimme dem zu.

Ich möchte Herrn Mangia meine Solidarität aussprechen.

Ich bitte darum,

die Unterlagen zu diesem Vorfall meiner Abteilung zukommen zu lassen.

Wenn eine Straftat vorliegt,

wird sie verfolgt, wie das Gesetz es vorschreibt.

Aber außerhalb dieser Verhandlung.

- Was? - Warte?

Dem Antrag des Staatsanwalts wird stattgegeben.

Die Verhandlung wird morgen fortgeführt.

- Verstanden? - Nein.

Es ist alles gut. Der Staatsanwalt hat sie ausgetrickst.

Es wird wie ein neuer Fall behandelt, unser Prozess geht weiter.

Und das war der letzte Tag der Verhandlung.

Ich mache mir gleich in die Hose.

Ich komme mit dir mit, Mama. Ich will zu Hause schlafen.

Keine Sorge, ich komme morgen.

Auch wenn ich mir in die Hose mache.

Aber bleib schön ruhig.

Schaffst du es allein? Soll ich bleiben.

Nein, geh ruhig. Danke, dass Sie meine Mutter fahren.

Das ist selbstverständlich. Mein Sohn ist mit dem Auto da.

Gehen wir. Er wartet draußen auf uns.

Ich komme gleich.

Ich bin stolz auf dich.

Komm, geh. Sie warten auf dich. Tschüss.

Gehen wir.

Es ist ein heißer Tag in Latina.

Nicht nur wegen der hohen Temperaturen am Juli-Ende,

sondern vor allem wegen der Stimmung am letzten Tag der Verhandlung.

- Hallo. - Hallo.

Es ist warm.

Seit wann stehst du hier?

Schon eine Weile.

Bist du nervös?

Ich kann jetzt nichts mehr machen.

Ich kann nur warten.

Wenn sie die mildernden Umstände akzeptieren,

haben wir nichts erreicht.

Weder bei ihnen,

noch bei ihren Anwälten

oder bei den Leuten, über die sie richten.

Manche habt ihr verändert.

Du hast getan, was du konntest.

Du kannst hier nicht die ganze Nacht warten.

Ich weiß, wie wir uns bis morgen ablenken können.

- Wir fahren Vespa. - Nein.

- Bei Donatella hat es geklappt. - Ja, zu sehr.

Dann machen wir was anderes, was Verrücktes.

Abendessen am Strand.

Oder Jogging am Strand, hm?

Wieder drohten Unruhen im Gerichtssaal

die Verhandlung zum Platzen zu bringen.

Aber nach einem turbulenten Monat im Gericht

sind wir nun am Ende des historischen Prozesses

gegen die Mörder vom Circeo angelangt.

Morgen ist der entscheidende Tag.

Das Gericht wird ein Urteil bekannt geben.

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.