All language subtitles for Die.Stunde.der.harten.Maenner.1964.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Die Stunde der harten Männer (1964) dTV - MDR - 15. Juni 2013

Zeus! Was willst du, Vater? Das ist ein Scheideweg, Herkules.

Das sehe ich selbst, Vater. Hier musst du wählen.

Links ist der Pfad der Tugend, rechts ist der Pfad des Vergnügens.

Ich verstehe, Vater! Ich nehme den rechten.

Herkules, die Tugend liegt links! Wähle ich oder wählst du?

Bisher lief ich der Tugend nach. Jetzt will ich Vergnügen!

Im Königreich Lydien soll es hübsche Mädchen geben.

Ich warne dich. Wenn du Probleme bekommst, musst du sie allein lösen.

Bei Frauen brauche ich deine Hilfe sowieso nicht.

Danke für die Warnung! Sei mir nicht böse!

Du wirst schon sehen, wie weit du kommst, Herkules!

* Liebliche Musik *

Gehen wir endlich ins Wasser? - Nein, wir müssen noch warten.

Weiß eine, wo Omphale steckt? - Sie ging zu dem Felsen dort.

Sie wollte wohl lieber allein sein.

Omphale, wo bist du?

Sie kommt sicher nach. Kommt ihr mit ins Wasser?

Klar! Es ist heiß.

Omphale! Omphale! - Ja doch, Kinder!

Was ist? Hast du keine Lust? - Doch, ich komme schon.

Kommt! Wir schwimmen los. - Schwimmt aber nicht so weit raus!

* Die Frauen lachen und albern herum. *

* Sie lacht vergnügt vor sich hin. *

Ach!

Omphale, sei vorsichtig und schwimm nicht so weit raus!

Das ist gefährlich!

Omphale! - Omphale!

Wir müssen ihr helfen! - Beeilt euch!

* Spannende Musik *

Ein Mann hat sie gerettet. - Den Göttern sei Dank!

* Liebliche Musik *

Danke, Fremder! Dich schickten die Götter zu uns.

Ohne dich wäre sie ertrunken. - Unsere Königin wird dich belohnen.

Die Königin von Lydien? Omphale ist ihre Tochter.

Stehen bleiben! Nehmt ihn fest!

Lasst ihn nicht entkommen!

Schneidet ihm den Weg ab!

Hierher!

Stopp! Das hat keinen Zweck. - Bleib stehen!

Hilf mir! Sie wollen mich verhaften. Das habe ich selbst angeordnet.

Warum? Ich habe nichts verbrochen. Das sagst du.

Poseidon hat den Sturm entfacht. Na und?

Es gingen schon viele Schiffe unter. Du hättest das Gold retten müssen.

Du bist Seemann. Das Gold lag im Kielraum.

Die Sturmwellen haben uns alle über Bord gespült.

Du wiederholst dich. Jetzt liegt das Gold im Wasser vor dem Hafen.

Immer wenn ich aufs Meer sehe, fällt mir das Gold ein. Das ärgert mich.

Übergebt ihn dem Henker! Schluss jetzt! Sonst werde ich noch weich.

Wachen!

Muss es unbedingt sein?

Durch meinen Tod kommt das Gold nicht nach oben. Lass mich leben!

Weg mit ihm! Er macht mich nervös. Tot nütze ich dir nichts.

* Fanfarenklänge *

Ach! Sind wir fertig für heute?

Die Abgesandten des Königs von Knidos erwarten eine Antwort.

Omphale will nichts davon wissen. Du bist viel zu nachgiebig.

Omphale kann nicht jeden Bewerber abweisen.

Ein Bündnis mit dem König von Knidos wäre gut für uns.

Das gebe ich zu.

Die wilden Gebirgsstämme sind für Lydien eine Bedrohung.

Irgendwann greift Lykos uns an und dann garantiere ich für nichts.

Was ist da los? Warum sitzt Omphale bei diesem Mann auf dem Pferd?

Ach!

Bist du Nemea, die Königin von Lydien?

Ja. Lass mich runter! Deinen Auftritt hattest du.

Was soll das? Ich zog dich aus dem Wasser.

Du hast mich gerettet. Danke! Lass mich endlich runter!

Meine Mutter belohnt dich.

Omphale, wovor hat er dich gerettet? Rede schon!

Frag ihn! Er sagt, er sei Herkules.

Herkules? Wenn es stimmt.

Bist du wirklich der echte Herkules? Ja, der Sohn von Zeus und Alkmene!

Du hast Omphale gerettet. Danke! Du bringst mich in Verlegenheit.

Nur ich muss auf die Knie fallen. Du?

Das macht man, wenn man um die Hand der Tochter anhält.

Ich möchte Omphale heiraten. Der auch!

Was heißt das? "Der auch?" Es meldeten sich viele Bewerber.

Gut, dass du alle abgewiesen hast. Sie verdient einen würdigen Mann:

Herkules, einen Halbgott!

Du hast recht. Das ist ein Glück für sie.

Aber vielleicht verdient sie das nicht. Sie ist nur eine Prinzessin.

Aber ein Held verdient eine Königin.

Danke zu Gunsten deiner Tochter ab! Mutterliebe kann alles.

Ja, aber ich dachte...

Nemea ist uneigennützig, aber du willst Omphale.

Ja.

Herkules ist in dich verschossen. - Er sah mich heute zu ersten Mal.

Es traf ihn wie einen Blitz! - Als Sohn des Zeus kennt er das.

Hört auf damit! Die Liebe ist eine ernste Sache.

Ja. Herkules lacht nie.

Jetzt habe ich genug. Verschwindet! Raus mit euch! Geht endlich!

Inor!

Da steckt bestimmt mein Vater dahinter.

Er gönnt mir kein Vergnügen. Deshalb ließ er mich in Omphale verlieben.

Ein anständiges Mädchen, Prinzessin einer alten Dynastie!

Ja. Wir müssen feststellen, wie Omphale darüber denkt.

Sie wird überglücklich sein. Der Sohn des Zeus fragt nicht ständig an.

Du kennst sie doch. Aber Herkules kann uns sehr nützen.

Dann müssen wir uns um die Bergstämme keine Sorgen mehr machen.

* Leidenschaftliche Musik *

Wie konntest du hierher gelangen? Hier wird alles streng bewacht.

Dein Kommen war sehr leichtsinnig.

Verschwinde wieder! Wenn die Wachen dich erwischen, hast du Pech.

Deine Augen sind gefährlicher für mich als die Schwerter eurer Krieger.

Das ist ein Unterschied!

Warum macht man uns beiden das Leben so schwer?

Dein Vater könnte vernünftiger sein.

Die Bergstämme werden sich deiner Mutter nie unterwerfen.

Was erwartest du von Mutter? Soll sie sich deinem Vater unterwerfen?

Nein. Aber dein Vater tötete meinen Großvater.

Dein Großvater tötete meinen. - Omphale, komm runter!

Kakos? Kakos?

Ja, jetzt weiß ich es wieder!

Das war ein mieser Anfänger ohne Format!

Er stahl mir zwei Stiere der Herde, die ich Geryon geklaut hatte.

Dein zehntes Abenteuer! Genau!

Kakos war in einer Grotte versteckt. Da hob ich den Felsen von oben ab.

Was gibt es? Das Biest will einfach nicht kommen.

Setze dich durch! Als Mutter und als Königin!

Das schaffe ich nicht. Oh, verehrter Herkules!

Geruht deine Tochter zu erscheinen? Nein, noch nicht!

Warum nicht? Mich lässt man nicht warten.

Ihr kennt euch kaum. Hab Geduld! Und ich kenne dich auch kaum.

Meine Taten sind bekannt in ganz Hellas.

Gewiss! Die Kinder müssen sie sogar in der Schule lernen.

Was soll das heißen?

Ich gebe Omphale keinem Fremden. Was ist, wenn du nicht Herkules bist?

Du bist eine Frau. Sonst würde ich Genugtuung von dir fordern.

Aber meinetwegen!

Ich werde dir von meinem Vater bestätigen lassen, wer ich bin.

Zeus glaubst du hoffentlich.

Zeus, mein Vater! Beweise ihnen, dass ich dein Sohn bin!

Vorsicht! Gleich blitzt es.

Zeus, hast du gehört? Sie glauben mir nicht.

Was ist? Kein Blitz?

Zeus, antworte doch!

Zeus! Was ist denn da los? Zeus!

Ich blöder Hammel! Jetzt fällt es mir wieder ein.

Er sagte, ich soll ihn nicht um Hilfe rufen.

Verzeih mir! Aber Nemea hat völlig recht.

Jeder kann sagen, er sei Herkules. Eben!

Ich kann euch einen Beweis meiner Kraft liefern.

Soll ich diese Säule umstürzen? Oder den ganzen Palast?

Nein, das wäre nicht das Richtige. Ganz ruhig!

Beweise deine Stärke doch an etwas Nützlichem!

Das würde mir gefallen. Warum nicht?

Was soll er tun? Das Schiff heben! Das Goldschiff!

Ja, das Schiff!

Kannst du ein gesunkenes Schiff bergen?

Ein Schiff? Ja.

* Fanfarenklänge *

Vorwärts! Legt euch in die Riemen! Alle zugleich! Hau ruck! Hau ruck!

* Fanfarenklänge *

Halt!

Hier ist es untergegangen.

Die Klippen sind bei Hochwasser und Stürmen nicht zu sehen.

Ich springe rein. Gebt mir ein Tau!

Wir befestigen am anderen Ende ein dickeres Seil und rudern zum Felsen.

Also dann! Viel Glück!

Hoffentlich schafft er es. - Und wenn er ertrinkt?

Nein. Er ist Zeus' Sohn! - Aber Poseidon kann wütend sein.

Gebieterin, er sprang ins Wasser.

Ah! Komm! Sieh zu, wie Herkules das Schiff aus dem Wasser zieht!

Ich denke nicht daran, ihn zu heiraten.

Jetzt hör mal zu!

Du fügst dich zum ersten Mal in deinem Leben meinen Wünschen!

Der junge Mann ist immerhin der Sohn des Zeus.

Außerdem ist er elegant, schön und stark.

Wenn er dir gefällt, heirate ihn selbst!

Dieses Kind ist unmöglich!

* Sie kichern. *

Wo ist er denn? Ich sehe ihn gar nicht.

Er ist unten auf dem Meeresgrund. Ach so! Da!

* Unheimliche Geräusche *

* Unheimliche Musik *

Er ist wieder aufgetaucht! Ah, ja!

So ein Jammer! Omphale!

* Spannende Musik *

* Spannende Musik *

* Beschwingte Musik *

* Fanfarenklänge *

Geschafft! - Ein toller Mann! Er hat Kraft.

Hast du das gesehen? Ja, ich habe es gesehen. Na und?

Welcher andere Mann hätte so was für dich gemacht?

Ist das ein Kunststück? Schließlich ist er der Sohn des Zeus.

Du heiratest Herkules oder gar nicht!

Ich will nicht heiraten. Ich denke nicht daran!

Göre!

Glaubt ihr, dass ich Herkules bin. Du hast mir das Leben gerettet.

Wieso? Ohne dich hätte man mich getötet.

Wegen des alten Kahns? Selbst wenn ein Schatz an Bord...

Es ist einer an Bord. Nur ein kleiner Spargroschen!

Warum blieb der Schatz nicht unten?

Wer sagt ihm jetzt, dass Omphale nicht daran denkt, ihn zu heiraten?

Für Lydien muss Omphale sich fügen. Ja, aber es kam alles so plötzlich.

Wir können Herkules noch eine Weile hinhalten.

Sehr schlau! Und wer redet mit ihm? Du?

Ich bestimmt nicht, Majestät! Aber das Orakel!

* Feierliche Musik *

Nein! Was du verlangst, ist glatter Frevel.

Das wissen wir. Das erzählst du uns jedes Mal. Und dann...

Herkules ist der Sohn des Zeus. Ich will seinen Vater nicht verärgern.

Und es ist gegen die Berufsehre! - Eine Sibylle muss gehorchen. Klar?

Warte es ab! Schluss mit der Debatte!

Herkules bekommt Omphale erst, wenn er die Gebirgsstämme verjagt hat.

Bei Zeus! Das bedeutet Krieg! - So einen Helfer brauchen wir.

Mit Herkules räumen wir endgültig mit Lykos und seinen Kumpanen auf.

Der Wille der Götter geschehe!

* Heitere Musik *

* Melancholische Musik *

Ja. Der Wille der Götter ist die einzige Lösung.

Was meinst du damit? - Sie befragt sicher das Orakel.

Das macht sie immer bei wichtigen Entscheidungen.

Und die Worte des Orakels werden von ihr vorher festgelegt.

Kann das Orakel verkünden, dass Zeus diese Hochzeit nicht will?

(Mikron) Das ist möglich!

Aber Herkules lässt seinen Vater reden und tut, was er selbst will.

Kinder müssen ihren Eltern gehorchen. - Das hörte ich schon mal.

Wenn sie Söhne eines Gottes sind!

Wir packen ihn bei seiner schwachen Stelle: bei seinem Ehrgeiz!

Wie meinst du das? - Man muss ihn herausfordern.

Herkules muss vor der Hochzeit den stärksten Mann der Welt besiegen.

Der stärkste Mann der Welt ist doch er.

Nein, Samson ist der stärkste Mann! - Samson?

Ich wisst das nicht, weil ihr ungebildet seid.

Herkules ist schwächer als Samson. - Du bist übergeschnappt.

Hat Herkules schon ein Heer besiegt?

Samson hat es. Ganz allein hat er das Volk der Philister bezwungen.

Nur mit den Kinnbacken eines Esels! - Wieso nur damit?

Er fand nichts anderes. - Aber Herkules ist Zeus' Sohn!

Na und? Samson steht unter dem Schutz eines anderen Gottes.

Leider kenne ich seinen Namen nicht.

Donnerwetter, Mikron! Woher weißt du das alles?

Ich habe in der Schule aufgepasst.

Ihr werdet staunen, wie ich die Sache im Tempel aufziehe.

* Fanfarenklänge *

Wir verehren deine Schwester Astraea.

Als Göttin der Gerechtigkeit sind ihre Orakel sehr weise.

Ganz Hellas holt sich Rat bei ihr. Wir befragen sie immer:

Egal, ob es um Krieg oder Ehe geht. Gut. Hauptsache, es geht schnell.

Gebieterin, ich trage der Göttin deine Wünsche vor.

* Chorgesang *

* Sirenenartiger Chorgesang *

Herkules! Unser Vater Zeus stimmt deiner Vermählung mit Omphale zu.

Ich danke dir, lieber Vater! Und dir auch, Schwesterchen Astraea!

Keine Ursache, lieber Bruder! Aber Zeus stellt eine Bedingung.

Und wehe dir, wenn du ihm nicht gehorchst!

Du musst zuerst mit dem stärksten Mann der Welt kämpfen.

Nur wenn du ihn besiegst, gestattet dir Zeus Omphale zu heiraten.

Mit dem stärksten Mann der Welt?

Ich bin der stärkste Mann der Welt. Soll ich mit mir selbst kämpfen?

Du bist kein Mensch, sondern ein Halbgott.

Der stärkste Mann ist Samson!

Samson? Kennt ihr den Mann? Nein.

Suche ihn! Aber nimm dich vor den Kinnbacken des Esels in Acht!

Diesen Samson zerreiße ich in der Luft!

Wie kamst du auf diesen Samson? - Samson? Wer ist das?

Du hast aus der Statue gesprochen. Ich sagte keinen Ton.

Urplötzlich sah ich nur noch Funken. Dann wurde es dunkel.

Seht ihr? Zeus ist wütend auf uns.

Dann war es... Die Göttin selbst!

Wer sonst? Steigt doch selbst in die Statue!

Wir hatten Glück! Zeus hätte uns mit seinem Blitz erschlagen können.

Dann müssen wir wohl jetzt diesen Samson suchen lassen.

Ja, das Orakel hat es gesagt.

* Feierlicher Chorgesang *

Endlich! Das ist eine Schenke. - Ich bin kurz vor dem Verdursten.

Wir haben erst vor drei Tagen gerastet. Wir haben wenig Zeit.

Komm schon! Herkules will bald Omphale heiraten.

Ich verdanke ihm mein Leben. Müssen wir deshalb verdursten?

Raus!

Raus! Raus!

Raus! So!

Oh!

* Der Mann in der Schenke lacht höhnisch. *

Dreh dich! So ist es schön. Wie ein Kreisel!

Schneller! Jetzt andersrum!

Mit dir ist nichts anzufangen.

Hör auf! Wie soll ich dich bedienen, wenn du mein Personal verprügelst?

Das Essen hat zu lange gedauert. - Du bezahlst auch keine Rechnungen.

Bezahlen? Ich will dieses Wort nicht mal im Scherz hören.

Es tut mir körperlich weh! - Schon gut! Ich sage es nie mehr.

Oh! Nie mehr!

Ist das Samson? Wir wollen es nicht hoffen.

Wir fragen mal? Ist das Samson? Nein. Er heißt Ursus.

Er ist ein entflohener Sklave aus Rom.

Benimmt er sich immer so? Ja. Niemand ist vor ihm sicher.

Dann reizt ihn nicht! Er fängt von allein an. Helft uns!

Das geht leider nicht. Wir haben es eilig.

Keiner hilft einem in der Not. Vorsicht!

Feiglinge! - Soll ich Samson herholen?

Nein, lieber Maciste! Er verlangt kein Geld.

Vielleicht schafft er uns den Kerl vom Hals. Los, mach zu!

* Beschwingte Musik *

* Sie summt vergnügt vor sich hin. *

(von draußen) He! Ist niemand zu Hause?

Was wollt ihr? Die Königin von Lydien schickt uns.

Ich hörte noch nie von ihr. Hier soll Samson wohnen.

Ich bin seine Frau Dalila. Redet! Ich will ihn lieber selbst sprechen.

Moment! Wartet doch!

Wir haben euch etwas mitgebracht. Die Pferde dort drüben!

Sie sind mit Geschenken beladen. - Mit Stoffen, Essenzen, Juwelen!

Und das ist alles für uns? - Ja. Die Königin schickt es euch.

Tretet ein!

Ich rufe ihn sofort.

Samson!

Was willst du? - Hier ist Besuch für dich.

Ich habe jetzt keine Zeit. Spann die Ochsen aus! Dann geht es schneller.

Ich sagte euch gleich, ihr sollt vier anspannen.

Hü, hü!

Sperrt die Augen auf!

Was sagst du dazu?

Sieh mal diesen Stoff hier! Fühl mal, wie weich er ist!

Komm mit und du bekommst 100 Ballen davon!

Gefällt er dir? - So was tragen nur Halbweltdamen.

Die Sitten sind hier strenger als bei euch.

Wie sind die Frauen in Lydien? Was?

Wir haben die schönsten Frauen der Welt.

Der Angeber, der mich herausgefordert hat, soll der Sohn eines Gottes sein.

Er braucht eine Abreibung. Und wir bekommen viel Geld.

Wir könnten unseren Hof erweitern. Wir haben keinen grünen Plan.

Ich weiß. Der Wein ist alle. Gehen wir schlafen!

Morgen musst du früh raus.

Bist du nicht böse, wenn ich mitgehe? - Du bist mein Herr und Gebieter.

Unsere Frauen sind tugendhaft und fügsam. Gute Nacht! Bis morgen!

Gute Nacht! Es bleibt dabei!

Wir holen dich morgen früh ab. Ich bin bestimmt reisefertig.

Auf Wiedersehen! Schlaft gut!

Mach die Tür leise zu! Samson!

Die Tür rutschte mir aus der Hand. - Immer dieselbe Ausrede!

Wenn ich zurück bin, setze ich eine neue Tür ein. Ist doch noch Wein da?

Sie sollten gehen. Iss etwas! Sonst schläfst du schlecht.

Ich habe keinen Hunger.

Was mache ich unterwegs ohne dich? - Was sind das für Töne?

Du bist für mich die einzige Frau der Welt.

Ach! Ich weiß jetzt schon: Du wirst mir in Griechenland sehr fehlen.

Ich würde dich gern mitnehmen, aber was soll dann aus dem Hof werden?

Jedenfalls bleibe ich bestimmt nicht lange fort.

Wenn ich angekommen bin, knöpfe ich mir gleich diesen Herkules vor.

Und dann eile ich wieder zu meinem süßen Frauchen.

* Bedrohliche Musik *

* Hahn kräht. *

Es geht los, Hiob! Wir reisen nach Griechenland.

Da soll es von hübschen Mädchen wimmeln.

Ich habe Dalila nicht satt. O nein! Aber immer nur Dalila... Ah!

Oh!

Was ist los mit mir?

Da stimmt was nicht.

Oh! So ein Biest!

Bist du das gewesen? - Ja. Wer soll es sonst gewesen sein?

In Lydien gibt es schöne Frauen.

Deshalb willst du allein reisen. Du Wüstling!

Samson! Bist du fertig? Samson! Er kommt nicht mit.

Gestern Abend hat er zugesagt. Ja. Aber er änderte seine Meinung.

Warte! Lass mich mit ihm reden! Zwecklos! Und jetzt verschwindet!

Seltsam! Habt ihr das gehört? Was machen wir jetzt?

Wir kehren ohne Samson zurück. Nein. Herkules rettete mich.

Wir können Samson nicht entführen. Moment! Ich habe eine Idee.

Erinnert ihr euch an den Raufbold in der Schenke? An Ursus?

* Sie singt und tanzt für Ursus. *

Ein bisschen graziöser!

Ach! Eleganter!

* Gesang und Tanz *

Dieses Ragout schmeckt dir bestimmt.

Saufraß!

Ich bin hier die Köchin. - Du sollst tanzen!

Ja, sofort! Lalala, lalala... - Wein her!

Wo bleibt der Wein?

Hier! Das ist der allerbeste! - Igitt! Pfui Teufel! Na los, tanze!

Du, sing endlich was Fröhliches! - Ich kenne nur diese Melodie.

Du willst also nicht singen!

Auch wenn du mich in Stücke schlägst, ich kenne kein anderes Lied.

Dann brauche ich einen anderen Sänger!

Er scheint noch da zu sein. Dann geh rein!

Nach dir!

Was? Nein! - Doch!

Nein, das kommt nicht in Frage! Einen Stier spiele ich nicht.

Du verstehst mich falsch. Du sollst Lydia sein. Der Junge ist der Stier.

Nein! Mein Herr, rettet mich vor ihm! Er denkt, er wäre im Zirkus.

Wer ist das? Was willst du hier? Das sind 100 Goldstücke. Fang!

Lass uns ein Geschäft machen! Tatsächlich! Echtes Gold!

Und dafür soll ich etwas tun? Genau!

Irrtum! Das Gold habe ich bereits.

Ja. Aber wenn du etwas machst, bekommst du doppelt so viel.

Zuerst den Beutel her! Nein! Den musst du dir verdienen.

Maciste, da unten liegt die Schenke. - Ich breche ihm die Knochen! Komm!

Aber sei vorsichtig! Das sagtest du schon mal.

Aber Samson ist ein Bulle. Er darf nicht böse werden.

Sei unbesorgt! Ich überliste ihn.

Mach es gut! Hü!

Was ist? Er macht mit. Hoffentlich klappt es.

Danke! Du hast uns erlöst. Danke!

Wo ist der verdammte Kerl? Ich bringe ihm Manieren bei.

Du kamst umsonst her. - Umsonst?

Ursus ritt fort. Das verdanke ich diesem Herrn.

Dann gehe ich wieder. - Nein. Trink etwas!

Aber ich kam aus freien Stücken!

Hast du Ursus gewarnt? He!

Hast du Ursus gewarnt? Ich riet ihm zur größten Vorsicht!

Kannst du nicht anklopfen? Samson!

Bist du Samson! - Ja.

* Dalila kreischt. *

Samson!

Samson! Samson! Ach!

* Sie weint. *

Danke, Maciste! - Keine Ursache!

Dauert das Gehämmer noch lange? - Verzeihung! Maciste hilft uns.

Ohne seine Hilfe bräuchten wir über ein Jahr.

Danke!

Fertig! Ursus ist zwar weg. Trotzdem machte ich mich nützlich.

Fein! - Jetzt gehe ich.

Iss zuerst etwas! - Nein.

Wenn ihr mich braucht, ruft mich! - Gut. Vielen Dank!

Er ist sehr selbstlos.

Komm wieder! - Gern!

Los!

Wo bin ich? - In den besten Händen!

Da! - Gütiger Himmel!

Da habt ihr ihn.

Oh! Mein schöner Tisch! Keine Angst! Ursus gehört zu uns.

Zufrieden? Ist er tot?

Nein. Ich habe ihn nur gestreichelt. Wirtin, einen Eimer Wasser!

Warte! Wenn er aufwacht, wird es gefährlich. Das ist Samson!

Na und? - Er ist der stärkste Mann.

Was? Das Würstchen? Glaub uns! Wir wissen es von Zeus.

Was nun? Soll ich gießen? Soll sie gießen?

Schnell! Reite Maciste nach! Ursus ist wieder da.

Beeil dich! Sonst gibt es eine Katastrophe.

Nein, das ist nicht möglich. Ich glaube es nicht.

Meine Kraft liegt in den Haaren. Blödsinn!

Ich bin schwach ohne mein langes Haar.

Ich bin hilflos. Probieren wir es? - Nein!

Glaubt mir! Was soll ich jetzt in Lydien? Ich will wieder nach Hause.

Was meint ihr? Das ist eine Ausrede.

Sonst würde jeder beim Friseur seine Kraft verlieren.

Tja! Das werden wir feststellen.

Hör zu, Ursus? Willst du noch einen Beutel Gold verdienen?

Ich werde noch ein Kapitalist.

Nimm ihn dir vor! Mal sehen, ob er wirklich kraftlos ist!

Verstanden? Gut. Abgemacht!

Danke Dalila, dass sie mir die Haare abgeschnitten hat!

Blödsinn! Du bist ein Feigling! Weiter nichts! Ein Bähler! Bäh!

Wenn mir die Haare nachgewachsen sind, stopfe ich dir dein Großmaul!

Bei Zeus! Er reagiert nicht. Du willst der stärkste Mann sein?

Ein Waschlappen bist du. Und mir sind Waschlappen zuwider!

So!

Weißt du, was wir jetzt machen?

Samson!

Da habt ihr es.

Und raus!

Wo ist er? Wo ist Ursus? - O Maciste! Da steht er!

Hast du ihn verprügelt? - Ja. Stört es dich?

Du wirst dich sofort entschuldigen. Du sollst dich entschuldigen!

Was!

Entschuldige dich!

Das sollen die beiden allein klären.

Ich setze 50 auf Ursus! 30 auf Maciste!

Oh!

Meine Schinken!

Moment! Gestattest du? - Bitte sehr!

Weiter!

Samson läuft weg!

Halt! Halt!

Halt! - Mist!

Steh auf!

* Die beiden Kämpfer stöhnen und husten. *

Dann bewirfst du die Wand mit Mörtel! - Jawohl, Chef!

Maciste, komm mal bitte her!

Nimm Platz!

Samson meint, du sollst mitkommen und gegen Herkules kämpfen.

Ich? - Du bist der Stärkste!

Nein. Bald sind deine Haare wieder nachgewachsen.

Ich nehme Haarwuchsmittel.

Und Herkules soll mit der Heirat mit Omphale warten? Nein!

Ohne ihn wäre ich einen Kopf kürzer. Ja, aber...

Du kämpfst gegen Herkules! Aber woher nehme ich die Kraft?

Du verlierst und Herkules heiratet Omphale. Du kommst als Reserve mit.

Von Samsons Haaren erfährt niemand. Natürlich!

Schwört! Ich schwöre! Ich sage nichts.

Was hast du damit zu tun? - Ich komme auch mit.

Mach weiter! - Ja, aber ich komme mit.

Ich muss meinem Orakel gehorchen. - Orakel sind Mode in Griechenland.

Mein Orakel ist in Rom und sagte zu mir:

"Ursus, eines Tages besiegt dich ein Stärkerer und wird dein Herr sein."

"Diesem Mann darfst du nicht von der Seite weichen."

Folgt er uns? - Ich sehe ihn nicht mehr.

Irrtum! Da ist er. Jetzt habe ich die Nase voll!

Hau ab! Wir wollen dich nicht dabei haben. Verschwinde! Lauf!

* Feierlicher Chorgesang *

Schmeckt euch der lydische Käse?

Hier! Herkules ist ganz wild darauf. Der Arme ist nicht satt zu kriegen.

Kein Wunder! Er leistet schwere Arbeit.

Was für eine Arbeit? - Die Mauern!

Zuerst riss er die alten Stadtmauern ab, dann baute er doppelt so hohe.

Herkules macht sich gern nützlich. Diesmal war er nicht erfreut.

Nemea will, dass er für Samson in Form bleibt.

Die halbe Stadt baute er um. Ich will nicht in seiner Haut stecken.

In der Haut von Herkules? - Nein, in Samsons Haut.

Herkules ist sauer auf ihn, weil er immer noch nicht da ist.

Sei ruhig! Er kann jeden Moment platzen.

Hallo! Wo willst du denn hin? Bleib hier!

Samson! Lauf nicht weg! Samson!

Samson, was soll der Unsinn?

Warum habt ihr nicht gesagt, dass das Samson ist?

Herkules! Herkules, Samson ist da.

Wo ist er? Ich erledige den Fall. Er frühstückt.

Willst du dich mitten auf der Straße prügeln wie ein Prolet?

Warum nicht?

Warte noch bis heute Abend! Na gut!

Ach!

Was gibt es?

Inor redet mit seinem Vater. Gedulde dich bis heute Abend!

* Bedrohliche Musik *

Vorwärts!

Los!

* Er lacht. *

* Er lacht. *

* Fanfaren kündigen jemanden an. *

Na, mein Junge! Endlich bist du da. Wir haben nur auf dich gewartet.

Ich muss sofort mit dir sprechen. - Das ist Diomira.

Ihre Krieger halten mit unseren Wettkämpfe ab.

Höre mich an... - Diomira und ich haben ein Bündnis.

Das bedeutet Krieg! Krieg gegen Nemea!

Wir greifen die Lydier an, sobald die Hochzeit vorüber ist!

Was für eine Hochzeit? - Ja, richtig!

Das habe ich dir noch nicht gesagt. Das war Diomiras Bedingung.

So vereinigen wir unsere Stämme. Sie ist jung, gesund und robust.

Ich sagte sofort ja.

Gut. Ich finde auch, dass du wieder heiraten musst.

* Er lacht lauthals. *

Wieso ich? Du heiratest Diomira.

Ich? - Klar! Ich gab ihr schon mein Wort.

Ich verstehe.

Ich werdet heute Nacht heiraten. Noch, bevor die Sonne aufgeht.

Und dann treten wir zum Angriff an! Dann ist es aus mit Lydien!

Wir brennen alles nieder und zerstören alles!

Wo willst du hin? - Ich ziehe mich um.

Wohin willst du? - Mich umziehen!

* Er lacht. *

Denk daran, dass du den Jungen an der Kandare hältst!

Wenn ihr verheiratet seid.

Man sagte mir, dass er heimlich badet.

Nein! Nein, nein und noch mal nein!

Für wen haltet ihr mich? Ich bin Herkules. Vergesst das nicht!

Ich mache keinen fingierten Kampf! Schon gut! Schrei nicht so!

Niemand darf von Samsons Schwäche wissen. Das wäre blamabel.

Ich hätte ihm auch mit Kraft die Flötentöne beigebracht.

Langsam! Der arme Kerl kam nur mit, um dir einen Gefallen zu tun.

Aber für das viele Geld muss er gebrochene Knochen in Kauf nehmen.

Schluss jetzt! Das war mein letztes Wort. Er soll nicht auskneifen!

Ich erwische ihn und beweise, wer der Stärkste ist! Nämlich ich!

* Traurige Musik *

Da ist nichts zu machen. Das kann man ihm nicht antun.

Was kann ich tun? Ihr habt gehört, was Herkules gesagt hat.

Aber das hat mit einem Kampf nichts mehr zu tun.

Jetzt können wir nicht mehr zurück. Warten wir doch erst mal ab!

* Ursus lacht. *

Wie sieht es aus? Gut. Herkules ist einverstanden.

Und er schlägt nicht richtig zu. - Ein paar Kinnhaken bekommst du.

Du musst dir die Gage verdienen. - Ja, für das Doppelte!

Eine einmalige Veranstaltung!

Die stärksten Männer der Welt sind an meinem Hof.

Muskeln sind gut, Ideen sind besser! - Sie ist wieder geistreich.

Bezauberndes Kleid! Das finde ich auch.

Aus welchem Salon?

Keine Ahnung! Meine Frau verrät mir den Schneider nicht.

Ein bisschen gewagt! Ja, ein bisschen gewagt.

Ach, hätte ich noch meine Haare!

Denk lieber an den Kampf! - Das machte ich eben.

Schmeckt es? Es ist sehr gemütlich hier.

Ja.

Wie kannst du bei so hübschen Mädchen ans Heiraten denken? Wahnsinn!

Die Kleine war nicht übel. Aber ich bin für schüchterne Mädchen.

Mein Typ ist Omphale.

Das Meer wogte! Der Sturm riss die Segel in Fetzen.

Und was hatte ich? Ich hatte eine fabelhafte Idee.

Wir kappten alle Taue, sprangen über Bord und schwammen an Land.

Dein Kleid ist ein Skandal!

Lege einen Schal um die Schultern! - Ah, dass du das siehst!

Das ist mein einziges. Lass mir ein neues machen!

Dafür brauche ich eine neue Steuer. - Sonst komme ich bald nackt!

Wie normale Steuerzahler! Kaue nicht an den Nägeln!

Hicks! Hicks!

Samson, bist du verheiratet? Leider. Mit Haut und Haaren.

Schade!

* Er lallt. *

Wollen wir nicht endlich mit dem Kampf anfangen?

Doch! Wir fangen sofort an. Gib das Zeichen, Herrin!

Liebe Gäste! Darf ich bitten?

Gleich beginnt der Zweikampf zwischen Herkules und Samson.

Erledige ihn nicht gleich mit dem ersten Schlag!

Halt! Reicht euch die Hand! Ach so!

Bis dann!

Aua! Du!

Aua!

Omphale, wo bist du? Omphale!

Omphale!

Fliehe nicht! Das wäre Wahnsinn.

Ich liebe Inor und heirate Herkules nie.

Das wirst du eines Tages bereuen. - Nie! Leb wohl!

* Samson ächzt und stöhnt. *

* Gelächter *

Omphale ist geflohen!

Nein! Doch!

Und das mit dem Sohn dieses Scheusals, dieses Verräters!

Ruhe! Denk an Herkules!

Weißt du, wie Lykos mich vor 20 Jahren behandelt hat?

Majestät! Feind hört mit! Das ist außerdem unwesentlich.

Was passiert, wenn Herkules erfährt, dass Omphale entführt worden ist?

Ich verstehe nicht! Ja, dann wird er wütend auf die Gebirgsstämme.

Er bekriegt sie und sind alle Sorgen los.

Du hast eine gute Idee.

Ich? - Ja.

Ja.

Teurer Bräutigam, es ist was Schreckliches passiert.

Was? Etwas mit Omphale? Sie wurde entführt! Bleib ruhig!

Was? Aber wir wissen, wo sie ist.

Bei den Gebirgsstämmen! Wir schicken die Truppen hin.

Spart euch das! Um Omphale zurück- zuholen, brauche ich keine Hilfe!

Gebt mir ein Pferd! Was ist los? Wo bleibt mein Pferd?

Das ist die letzte Aufgabe vor der Hochzeit! Bei meinem Vater Zeus!

Jetzt sind meine Mutter und dein Vater hinter uns her.

Ja.

Und wo bleiben wir? - Irgendwo, wo uns niemand findet.

Bist du sicher, dass du es nie bereust?

Nie! Niemals!

Ich liebe dich. Wie sollte ich da etwas bereuen?

Ich liebe dich auch. Nichts auf der Welt wird uns trennen.

Du Lausebengel! Das ist die Quittung für deinen Ungehorsam.

Du bist die Tochter von diesem Weibsstück.

Die Königin von Lydien! Sie wird dir alles heimzahlen.

Ganz wie die Mutter!

Du hast noch mal Glück gehabt.

Wenn wir dich nicht erwischt hätten, hättest du womöglich geheiratet.

Und das will ich immer noch. Ich will Omphale.

Das sagte ich vor 20 Jahren auch über ihre Mutter.

Wir waren damals auch ein heimliches Liebespaar.

Aber Zeus hat mir noch rechtzeitig die Augen geöffnet. Bis heute!

Was willst du? Soll ich fortgehen? - Nein!

* Lykos lacht. *

Inor hat ganz recht. Du bleibst besser hier.

Ich weiß keine andere Lösung, um meinen Sohn glücklich zu machen.

Danke, Vater! - Bitte, mein Junge!

Komm mal her!

Es gibt nur ein Mittel, sich eine Frau aus dem Kopf zu schlagen.

Sie muss vom Erdboden verschwinden. - Was sagst du?

Was hast du vor? Ich habe dich gefragt, was du vorhast!

Ich lasse sie verbrennen und verstreue ihre Asche! Festnehmen!

Das verhindere ich!

Gib auf! Das hat keinen Zweck! Ich tue das alles zu deinem Besten!

Wenn sie stirbt, räche ich mich. Ich erreiche mein Ziel!

Bringt ihn weg!

Wehe, wenn du ihr was antust! Lasst mich los, ihr gemeinen Hunde!

Lasst ihn los! Inor! Lasst ihn doch! Inor!

* Bedrohliche Trommelmusik *

Du Betrüger! Du hast geschworen, dein Sohn wäre in mich verliebt.

Ich liebe Omphale! Auch wenn ihr sie tötet, gehört mein Herz ihr.

Hör nicht auf sein Gefasel! Er ist nicht ganz bei sich. Los! Anzünden!

(Lykos) He, wo willst du hin? Verdammt! Was soll das bedeuten?

Ergreift ihn! Er hat den Verstand verloren!

Inor ist mein Freund! - Packt ihn!

* Kampfgebrüll *

Alarm! Alarm!

* Warnsignal *

Alarm, Alarm! Da kommt Herkules. Hört doch auf!

* Fanfarenklänge *

Was ist hier los?

He! Aufhören! Was soll der Blödsinn?

He! Moment mal! Halt! Ich bin Herkules!

Hört auf! Wo ist Omphale?

Wo ist Omphale?

(Lykos) Dieses Weib ist schuld!

Ich hätte sie gleich umbringen lassen sollen. Ach!

* Die Leute laufen schreiend davon. *

Wo ist Omphale?

(Omphale) Nein, Inor! Nicht! Lasst mich los! Ich will zu ihm.

Wenn du Omphale haben willst, musst du mich zuerst umbringen.

Wenn es weiter nichts ist!

Nein! Bleib hier, Inor!

Wehr dich! Du bekommst sie nie. - Inor!

* Sie weint. *

Herkules! Ich tue, was du verlangst.

Wenn du sein Leben schonst, will ich mich opfern.

Ich bin bereit, dich zu heiraten.

Mich zu heiraten, ist ein Opfer? Wer ist der Kerl?

Ich liebe ihn und ich werde ihn immer lieben!

Nur, wenn er am Leben bleibt, werde ich deine Frau.

Wenn du ihn tötest, will ich auch nicht mehr leben.

Der Sitzungssaal ist auch hin! Nein, der Säulengang des Praxiteles!

Er kostete viel. Wer ersetzt das? Die Steuerzahler!

Hilfe!

Warum wütet er so? Weil Omphale nur Inor liebt!

Mein schöner Palast! Die Gästezimmer sind auch kaputt.

Omphale könnte lieben, wen sie will, ohne es ihm zu sagen! Stoppt ihn!

Gute Idee! Aber wer? Gibt es hier keinen Mann? Ach!

Ist kein Mann hier? Hört ihr denn nicht, was sich hier abspielt?

Man soll sich nicht in den Streit zwischen Verliebten einmischen.

Jetzt reicht es mir! Ich zeige es ihm, auch wenn Zeus sein Vater ist!

Du Flegel!

Wo steckt dieser Inor?

Inor? Keine Ahnung! Wer ist das? Den Namen habe ich nie gehört.

Verheiratet ihn mit Omphale!

Wie bitte? Inor soll Omphale heiraten.

Das ist absurd.

Aber du wolltest... Jetzt heiratet sie ein anderer.

Ich will keine Trauerweide zur Frau. So was gibt sich.

Es gibt genug gehörnte Ehemänner im Olymp. Das habe ich nicht nötig.

Wer zwingt mich dazu? Zeus!

Zeus? Erinnere dich an das Orakel!

Zeus sagte: Wenn du Samson besiegst, musst du Omphale heiraten.

Du als sein Sohn kannst ihm den Gehorsam verweigern.

Aber ich nicht! Ich will nicht, dass Zeus meine Stadt zerstört.

Wenn mein Vater wütend ist, ist er schlimmer als ich.

Verdammt noch mal! Daran habe ich nicht mehr gedacht.

Man hat es nicht leicht, wenn man der Sohn eines Gottes ist.

Es tut mir schrecklich leid.

* Omphale weint. *

Hast du es dir wieder überlegt? Was? Nein, nein! Ich nicht!

Aber wir vergaßen das Wichtigste: das Orakel!

* Sie lacht. *

Nanu? Warum lachst du?

Ich kann an der Sache nichts Komisches finden.

Ich muss dir etwas sagen. Aber versprich, nicht böse zu werden!

Was ist los? Schwöre, dass du nicht wütend wirst!

Meinetwegen! Ich schwöre!

Schwöre auch, dass du meiner Mutter nichts sagst!

Ich schwöre, was du willst! Hauptsache, wir kommen weiter.

Also! Du musst wissen: Das Orakel war nicht echt.

Was? Ja, ja! Es war nicht echt.

* Krachen *

Was hat sie ihm jetzt gesagt? Ich weiß nicht.

Was geht hier eigentlich vor? Frag nicht, Alceus!

Wo ist Herkules? Leider ist er hier.

Herkules, alter Junge! Quatsche mich nicht an!

Du! Also du bist es gewesen!

Hiergeblieben! Warte, Bürschchen!

Was hat dir der Arme getan? Halt! Du sollst stehen bleiben!

Beruhig dich! Was willst du denn von ihm?

Mich kriegst du nicht! Frechheit!

Komm sofort runter! Oder ich reiße den Baum aus.

Du hast geschworen, nicht wütend zu werden!

Ich habe nicht geschworen, dass ich ihn verschone! Ich bringe dich um!

Was habe ich ihm denn getan? Omphale hat mir alles gestanden.

Gut. Ich verschone dich. Aber du beichtest sofort alles der Königin.

Aber dann lässt mich Nemea töten. Gut. Dann beichte ich es ihr.

Nein, Herkules!

Ohne die Wahrheit erlaubt sie dir nie, Inor zu heiraten.

Das Orakel könnte es ihr befehlen. Wie willst du das erreichen?

Ich rede an Stelle von Astraea. Aber nur, wenn es dir recht ist!

Ich bin einverstanden. Mich nervt das Durcheinander.

Dann sind wir uns also einig, Herkules.

* Fanfarenklänge *

Herkules ist wankelmütig wie eine Frau. Jetzt will er sie wieder!

Aber warum befragt er noch mal das Orakel?

Aber sie ist doch in Inor verliebt. - Warum will er heiraten?

Von Frauen verstehe ich mehr. Leise!

Inor! O Inor! Vorsicht!

Der Junge hat Mut. - Er ist verliebt.

Hör auf, du Trottel! Du heiratest sie niemals.

Gleich verkündet das Orakel, dass du Omphale heiratest.

Ja, es stimmt. Herkules hilft uns. Mikron sitzt in der Statue.

Wenn ich Kraft hätte, würde ich Inor helfen. So!

Bin ich das gewesen? Ja, dann...

Darüber kann ich nicht lachen! - Meine Haare sind gewachsen!

Verstehst du?

* Fanfaren erklingen. *

Bei Zeus! Der Kerl hat einen Schlag! Na warte! Jetzt geht es rund!

Warum zum Henker werft ihr mich immer ins Wasser?

Aber...

(Zeus) Herkules, das reicht!

Herkules, mach mich nicht böse! Du weißt, was dir dann blüht!

Lass den Blödsinn, Mikron? Wieso? Ich habe nichts gesagt.

Wer ist dann in der Statue? Woher soll ich das wissen?

Zeus! Mein Vater!

Herkules! Mir ist es gleich, ob du der Stärkere bist oder Samson.

Höre endlich auf, den Tempel deiner Schwester Astraea zu zerstören!

Und du, Nemea! Höre meine Entscheidung!

Omphale heiratet Inor! Schließe Frieden mit den Gebirgsstämmen!

Und tut mir den Gefallen und lasst mich endlich in Ruhe!

* Die Menge jubelt. *

* Fanfaren erklingen. *

* Heitere Musik *

Hier muss ich abbiegen. Lebt wohl!

Lasst ihr mich wirklich allein? - Wovor hast du Angst?

Eigentlich vor nichts. Ich denke nur an meine Frau.

* Heroischer Chorgesang *

Untertitel: zeile 21 / Frank H. Richter

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