Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Hier könnte deine Werbung stehen! Kontaktiere noch heute www.SubtitleDB.org
Im Jahre des Herrn 1827
bildeten große Teile Ostafrikas ein gewaltiges Imperium,
das einem einzigen Mann gehorchte:
Shaka Zulu.
Nur ein mächtiges Königreich verhinderte, dass Shaka...
der unbestrittene Herr über Afrika war: Das Reich Ngoros vom Stamm der Massani.
Wie immer, bevor er den Krieg erklärte,
schickte Shaka einen Botschafter mit einem Ultimatum.
Würde Ngoro die Vorherrschaft der Zulu anerkennen,
könnten beide Völker in Frieden miteinander leben.
Friede?
Geh zurück und sag deinem König Shaka,
er hat Ngoros Machthunger gehörig unterschätzt.
Geh zurück und sag ihm das.
Jetzt komm näher.
Ich kann mich auch...
zwingender ausdrücken.
Leider
neigen Botschafter bisweilen dazu,
ihren Kopf zu verlieren.
Ich heiße Fynn, aber auf Zulu nennt man mich Umbuyaze, den "Heiler",
denn ich befasse mich mit Arzneien für Körper und Seele.
Zwei Jahre lang war mein Auftrag, die Taten jener aufzuzeichnen,
die das Leben auf diesem Kontinent für immer verändern sollten.
Ich und fünf andere Männer, die mein ungewöhnliches Los teilten,
waren als Gesandte von König George hierher gekommen.
Aus Angst vor Shakas wachsender Vorherrschaft
war unser guter König darauf bedacht, sich mit dem edlen Wilden zu einigen,
um Englands Kolonien zu schützen.
Doch wir, die wir gekommen waren, um unsere Lebensweise zu verteidigen,
ließen uns von einer anderen bezaubern.
Wir fühlten uns vom Glanz dieser Macht angezogen wie Motten vom Licht.
Tom Holdstead...
Attila...
John Cane...
Isaacs...
Captain Farewell, den die Zulu Febana nannten...
und ich.
Trinken Sie, Fynn,
und danken Sie dem Herrgott, dass es nicht Ihr eigenes Blut ist.
Die Zeit ist gekommen,
Ngoros Überheblichkeit die Flügel zu stutzen.
Nach dem Sieg in dieser Schlacht werde ich allein Herr über Afrika sein.
Alles Land zwischen den Flüssen wird meinen Rindern als Weide dienen.
Dann, Febana...
werden wir auf deinem Vogel mit den weißen Flügeln
zu deinem König fliegen,
von dem du sagst, er sei mein Bruder.
Sie waren Götter, er und seine Königin,
in einem Land, wo der Geist zum Ungeheuerlichen und Erhabenen neigt.
Worte reichen nicht aus, um die Massen zu beschreiben,
die sich vor ihnen zu Boden warfen.
Und die unheimliche Stille,
die nur das Klirren von Shakas Elfenbeinschmuck unterbrach.
Wie töricht von uns, zu glauben,
wir könnten unseren Verstand mit Afrikas König der Könige messen.
Captain Prentice!
Warten Sie!
Captain Prentice, ich habe Ihnen heute Morgen eine Nachricht gesandt.
Wegen meiner Überfahrt zur Wilden Küste Ostafrikas.
Farewell heiße ich, Katherine Farewell.
Bitte! Ich bin um die halbe Welt gereist, um mit Ihnen zu sprechen!
Sie könnten wenigstens etwas zivilisierter sein.
Verzeihung, Mrs. Farewell.
Ich werde so zivilisiert sein, wie ich kann.
Nein. - Nein?
Was soll das heißen? Wieso nein?
Suchen Sie sich ein anderes Schiff.
Es gibt kein anderes Schiff.
Unmöglich.
Captain Prentice, hören Sie zu.
Falls es um Geld geht, ich bin eine vermögende Frau.
Das glaube ich gern.
Eine Frage, Mrs. Farewell.
Was hat eine vermögende Frau an dieser gottverlassenen Küste zu suchen?
Verkaufen Sie etwa Bibeln? - "Miss" Farewell, bitte.
Nein, meine Mission hat nichts mit Religion zu tun.
Es geht um meinen Vater.
Captain Francis Farewell, von der Königlichen Marine.
Er hat unter Admiral Hoste in den Napoleonischen Kriegen gedient.
Zweimal ausgezeichnet. - Tatsächlich? Ich war auch im Krieg.
Mit Nelson bei Trafalgar.
Ich war einer der letzten kanadischen Loyalisten,
mit dem Bestreben, dem Imperium seiner Majestät zu dienen.
Auch ich wurde für meinen dummen Eifer ausgezeichnet.
Eine französische Kugel. Sie hat mein Herz nur knapp verfehlt.
Ihr Vater, sagten Sie? - Er wird vermisst, seit zwei Jahren.
1825 wurde er an die Küste entsandt. - Entsandt?
Eigentlich ging er freiwillig, als Botschafter der Krone.
So ein Narr!
"Dickkopf" ist mir lieber. Von Natur aus.
Das vererbt sich. - Jemand musste handeln.
Die Stämme dehnten sich ungezügelt aus. Unsere Kolonien waren ohne Schutz.
Ein mutiger Mann war gefragt, um ein Bündnis mit ihrem König auszuhandeln.
Mit welchem König denn?
Sein Name ist Shaka, Shaka Zulu.
Shaka Zulu? - Haben Sie von ihm gehört?
Der Dschingis Khan von Afrika.
Sein Reich ist zweimal so groß wie Europa.
Das sind keine Stämme, das ist eine Kriegsmaschinerie,
die grausamste, die die Welt je sah.
Vergeuden Sie nicht Zeit und Geld.
Er wird nicht vermisst.
Er ist tot. Schon lange.
Gott sei ihm gnädig. Guten Tag.
Um die Ereignisse des denkwürdigen Winters 1827 zu erzählen,
beginne ich mit dem Aufbruch zu diesem gewaltigen Feldzug,
dem letzten von sechs, die wir in Shakas Reihen ausfochten.
Es ging um den Stolz des mächtigsten Imperiums der Welt.
Es ging um die Ehre seines Königs, seiner prunkvollen Königin,
und ihrer nubischen Tochter, Pampata.
Schließlich sei noch gesagt:
Diejenigen von uns, die ihn überlebten,
erinnern sich nur mit Schaudern an ihn.
Steuermann, beidrehen!
Hart Steuerbord!
Jawohl, Sir, wir halten Kurs.
Kappen Sie das Tau!
Kappen... kappen!
Unser glorreicher Vogel mit den weißen Flügeln.
Wissen Sie, was ich denke, Francis? Über uns und die Kolonien?
Nein, Fynn, was denken Sie?
Die Sache bleibt dieselbe.
Selbst wenn Sie Shaka ein Bündnis mit unserer Krone abnötigen,
wissen Sie so gut wie ich, dass König George keinen Frieden will,
sondern nur das größte Stück vom Kuchen Afrika.
Das wird auch Shaka merken, früher oder später.
Warum seid ihr Iren bloß so verzagt?
Sie sind als Heilkundiger hier, nicht als politischer Experte.
Denken Sie daran.
Guten Morgen, Miss Farewell. - Mein Vater lebt!
Morgen, Miss Farewell. - Er ist nur gestrandet, ganz sicher.
Jeremy!
Er würde nie sterben, ohne dass man es erfährt. Das ist nicht seine Art.
Sterben ist kein Charakterfehler, sondern eine unerbittliche Tatsache.
Besonders in der Nähe von jemandem wie Shaka.
Schon zurück?
Die entlegenen Stämme des Zulu-Reiches sagen,
Shaka verwendet einen Baumstamm, der Feuer spuckt.
Erneuern Sie das Großfall, Hawkins. - Ja, Sir.
Eine Kanone, Captain Prentice!
Shaka selbst würde so eine Waffe nie verwenden.
Bei den Zulu gilt es als unehrenhaft, aus der Ferne zu töten.
Doch den Weißen erlaubt Shaka, die Waffe für ihn einzusetzen.
Woher wissen Sie das?
Ich weiß es eben. Mein Vater hat mich zur Logik erzogen.
Eins zu null für Sie.
Das mit der Kanone kann stimmen, nur heißt es nicht, dass Ihr Vater lebt.
Er hatte eine Crew. Jeder von denen... - Unsinn! Ich kenne diese Männer.
Nach dem Tod meines Vaters wäre keiner von ihnen bei Shaka geblieben.
Ich biete Ihnen 200 Sovereigns in Gold.
Nicht gierig werden, Hawkins. Das betrifft das Kolonialamt, nicht uns.
Genau die haben mich geschickt.
Typisch. Die geben ihren eigenen Mann auf.
Deswegen muss ich weitermachen, ich bin eine Farewell!
Wenn Ihr Vater so viel Mut hat wie Sie, ist er vielleicht noch am Leben.
Gut. Ich nehme Sie bis Sansibar mit.
Wenn Sie dann an Bord bleiben wollen,
nehme ich Ihr Geld und lasse Sie an die Wilde Küste eskortieren.
Sollten Sie aber ein anderes Schiff nehmen,
betrachten wir Ihre Überfahrt als eine Art Belohnung für Ihre...
Hartnäckigkeit.
Ein anderes Schiff nehmen? Warum sollte ich?
Nach vier Wochen Marsch über tausend Meilen
erreichten wir endlich die nördliche Grenze von Shakas Reich.
Vor uns lag die Festung König Ngoros,
des grausamen Führers der Massani, der den Zugang zur Sahara bewachte.
Die Aufgabe, die Ereignisse dieser Tage aufzuzeichnen,
ließ mich oft über die Komplexität der menschlichen Seele staunen.
Besonders bei einem Visionär wie Farewell, der mehr als wir alle
an den Wert unserer Mission glaubte.
Doch selbst ihm konnte das Paradox nicht entgehen!
Wir, Englands Botschafter des Friedens, waren zu Söldnern geworden.
Wir führten unser Schwert im Dienste Shakas gegen Feinde, die er bestimmte.
So weit war es gekommen mit unserem Stolz, unserer Torheit...
und unserem Schicksal.
Den Ast aus Glas, gib ihn mir.
Wie weit lag unsere erste Begegnung mit diesem afrikanischen Titan zurück!
Ich weiß noch, dass ich Erregung und Schrecken zugleich empfand.
Etwa wie Marco Polo am Hof des Kublai Khan.
Er soll durch das kleinere Ende blicken.
Kann euer feuerspuckender Baumstamm das zerstören?
Allerdings, Baba.
Geh jetzt.
Sie sind wie Reiher, die kleine Reste vom Rücken des Nashorns stehlen.
Man kann nicht stehlen, was einem umsonst gegeben wird, meine Königin.
Es ist also wahr?
Du willst ihrem König freundschaftlich begegnen?
Hältst du es für einen Fehler?
Mein Ohr sagt meinem Herzen,
dass sie schon bald wie Heuschrecken
ausschwärmen und alles auf ihrem Weg verzehren werden.
Merkst du es nicht?
Sogar deine Zunge tanzt schon nach ihrer Sprache.
Du bist der Herr über Afrika.
Aber sogar deine Macht wird gegen eine solche Plage nichts ausrichten.
Ölen Sie bloß dieses Rad!
Das ist die letzte Schlacht für Shaka.
Im Nu sind wir wieder in London.
Vielleicht kriegen wir alle einen Titel... Sir Nathan?
Sir Nathan... stimmt.
Sir Nathan von York. - Genau.
Werden Titel auch an Ungarn verliehen?
Sir Attila... geht nicht gerade leicht von der Zunge.
Diesen Sieg widme ich dir, meine Königin.
Möge das Blut meines Feindes einen Fluss zu deinen Füßen bilden.
Fertig? - Ja.
Fertig?
Fertig.
Cane! Das Tor!
Cane!
Habe ich getroffen? - Mitten hinein.
Und doch hat es keinen Sinn, im Krieg eines anderen zu sterben.
Genauso wenig, wie im eigenen Krieg zu sterben.
Die Schlacht hatten wir gewonnen, doch der bezwungene König entkam
und brachte Shaka und seine Königin um den wahren Sieg.
Das war es, was kein Mensch jemals tun durfte:
Shaka und seine Königin um den uneingeschränkten Sieg bringen.
Kein Mensch unter der Sonne.
Legt euch ins Zeug, Männer!
Zieht! Zieht!
Schneller.
Gleich steht das Segel. Nur zu.
Der Wind hat gedreht. Wir machen gute Fahrt. Holt das Segel dichter.
Vier Grad nach Steuerbord abfallen. - Jawohl, Sir.
Das ist hübsch. Wie heißt es? - Stumm wie ein Fisch...
unser Jeremy.
Er kann nicht reden, nur mit seiner Fiedel.
Er ist aber sehr beredt, Mr. Hawkins.
Damit werden die Wilden gefesselt.
Die sich nicht...
abfinden können mit ihrem Schicksal.
Ein paar davon gibt's auf jeder Fahrt. Überlebt hat aber noch keiner.
Eine Art... naive Angst frisst sie von innen auf.
Rasmussen heiße ich.
Einfach nur Rasmussen.
Wir pflegen keine Förmlichkeiten. Nicht die geringsten.
"Die Wilden", sagen Sie?
Was heißt wild? - Hat der Captain nichts gesagt?
Das sieht ihm ähnlich. So was von ungesellig.
Was für Tiere befördern Sie?
Irgendwie treffend ausgedrückt. Diese Schwarzen sind Tiere.
Ich fürchte, ich kann Ihnen nicht folgen, Mr. Rasmussen.
Bantu... Neger.
Da kommen die Männer hin,
hier die Frauen,
oben die Kinder.
Barmherziger Gott.
Herein.
Warum haben Sie mir den Zweck dieser Fahrt verschwiegen?
Wer könnte Ihnen schon etwas Unerfreuliches sagen?
Aber Sklaven? Dazu hielt ich Sie nicht fähig.
Woher wollen Sie wissen, wozu ich fähig bin?
Welch dunkles Begehren mein Tun, meine Leidenschaft und meine Torheiten leitet?
Woher wollen Sie das wissen? Und warum, in Gottes Namen?
Ja, warum.
Es ist unverzeihlich von der Regierung, mir ein Sklavenschiff zuzuweisen.
Sie verurteilen mich, weil ich Fleisch und Blut gegen klingende Münze tausche.
Doch ist es nicht genau das, was König George in allen Kriegen getan hat?
Trafalgar, Lissa, Cattaro.
Hat er nicht Männer wie mich und Ihren Vater für dieselbe Münze verkauft?
Sie beflecken die Ehre der Männer, die für ihr Vaterland gestorben sind.
Der Tod hat nichts Ehrenhaftes. Er führt nur in ein dunkles Grab.
Der Held vom Montag ist am Dienstag der Verräter.
Die ganze Welt ist ein Sklavenschiff.
Seit der Erkenntnis, dass man Menschen verkaufen kann.
Entscheidend ist nur: Wer ist am Ruder und wer im Frachtraum?
Wie gesagt, können Sie in Sansibar von Bord gehen.
So wird Ihr Gemüt nicht vom Anblick meiner Fracht vergiftet.
Das werde ich tun.
Getreu seiner Überzeugung, niemals einen Feind zurückzulassen,
brachen Shaka und eine Handvoll Krieger auf mit dem Ziel,
Ngoro, den König der Massani, zu finden und ihn zu seinen Vorfahren zu schicken.
Mit ihm gingen Farewell, Holdstead und Isaacs.
Ich sollte in die Festung der Zulu zurückkehren
und der Königin zur Verfügung stehen.
Da sie zu Schlaganfällen neigte, war sie auf meine Arzneien angewiesen.
Dennoch fühlte ich mich seltsam, allein dorthin zurückzukehren,
als einziger Vertreter unserer Kultur,
als Unterpfand des Glücks.
Auch Pampata begleitete ihren Vater.
Zur Nachfolgerin Shakas ausersehen,
musste sie in Staatsangelegenheiten und Fragen der Ehre unterwiesen werden.
Und Ngoro zur Strecke zu bringen, war durchaus eine Frage der Ehre.
Seinem boshaften Wesen getreu, übte König Ngoro noch größeren Verrat.
Wie Judas verkaufte er den König der Könige
an den Hohepriester der Sklaverei, einen Amerikaner namens Cowley.
Niemand darf wissen, dass der Gefangene König Shaka ist.
Alle, die ihn begleiten, müssen sterben. Alle außer Shaka.
Warum zum Teufel sollte ich gute Ware töten?
Frag deinen Neger!
Shakas Macht reicht über ganz Afrika.
Wenn sich herumspricht, dass er hier gefangen ist,
würden seine Leute ihn befreien und alle töten.
Alle von uns.
Ich sehe Cowley als ekelhafte Made,
die sich an den Müllhaufen Afrikas labte, von Quelimane bis Sansibar.
Doch selbst Cowley sollte ein Werkzeug der Vorsehung werden,
ein Beweis für die Hand Gottes in den Angelegenheiten der Welt...
und der Unterwelt.
Land in Sicht! Sansibar!
Mehr Mann aufs Vorderdeck!
Die Luken öffnen!
Setzt das Toppsegel!
Die Ebbe kommt, Sir. Wir sollten rechtzeitig auslaufen.
Bringen Sie Miss Farewells Gepäck an Land?
Mit Vergnügen.
Jeremy, behalten Sie die Fracht im Auge.
Sie sind der ungehobeltste Mann, der mir je begegnet ist.
Sie würden mich einfach gehen lassen?
Ich hatte den Eindruck, dass Sie nichts lieber wollten.
In diesem Dreckloch zurückbleiben? Als müsste ich Ihr Leben führen!
Was soll ich hier tun? Den Hafen nach einem Schiff durchstreifen,
wie ein Köter, der nach Essbarem sucht?
Keine Ahnung, was Sie von mir erwarten.
Weiblichen Erwartungen bin ich immer ausgewichen.
Offenbar mit Erfolg.
Wenn Sie meinen, ich lasse mich durch die Infamie an Bord entmutigen,
irren Sie sich, Captain.
Mr. Hawkins, bringen Sie bitte mein Gepäck in die Kabine zurück.
Captain Prentice?
Warum sind Sie auf diesem Schiff geblieben?
Was suchen Sie eigentlich?
Ihren Vater, ich weiß. Aber es steckt mehr dahinter, oder?
Sie haben getrunken. Ich komme wieder, wenn Sie mir besser gesinnt sind.
Wohnt etwa Düsterkeit in Ihrem Herzen? Ihre Welt langweilt Sie, nicht wahr?
Sie möchten wissen, was Ihr Vater entdeckt hat, das ihn so lang fernhält.
Also glauben Sie, dass er noch lebt.
Was würde das ändern? Er wäre längst gestorben für die Welt, die er kannte.
Das Zuhause, in das... - Es gibt kein Zuhause.
Meine Mutter starb, als ich ganz jung war.
Wir haben nur noch einander und ich liebe ihn von ganzem Herzen.
Entschuldigen Sie mich.
Er hat sicher die Seite gewechselt.
Die Kanone, wissen Sie noch?
Ihr Vater kämpft in Shakas Reihen. Schlacht für Schlacht.
Das geht über Pflichterfüllung hinaus. So ist das in Afrika.
Dort bröckeln die Mauern zwischen Einbildung und Realität.
Rechtfertigen Sie damit den Verlust Ihrer eigenen Seele?
Wenn das, was ich tue, Unrecht ist, glauben Sie an eine Gesellschaft,
in der die Schwäche des einen nicht die Stärke des anderen auf den Plan ruft.
Können Sie sich eine solche Welt nicht vorstellen?
Ich konnte es... früher.
Wann?
Als ich noch Kind war.
In den paar Jahren, als ich jung sein durfte.
Auch ich glaubte an die Magie, die Menschen richtig handeln lässt.
Deshalb ging ich auf die Akademie, nach Portsmouth...
und in den Krieg nach Übersee.
Ich glaubte so fest an daran. Zum Glück währte die Naivität nur kurz.
Mit 16 hatte ich mehr Männer getötet, als ich zählen konnte.
Eines Tages...
verlieh man mir einen Orden...
für all die Männer, die ich ermordet hatte...
und ich fühlte eine seltsame Woge der Erleichterung...
als wäre mir eine schwere Last von den Schultern genommen.
Es machte alles...
leichter.
Was, alles?
Aufhören zu denken...
zu fühlen.
Ohne eine lebendige Seele sind Gott und der Teufel eins.
Meine Kundschafter sagen, Ngoro wird von vier Männern begleitet,
unter ihnen ein Weißer. Kaum einen Tagesmarsch entfernt.
Farewell.
Ist der Himmel im Land eures Königs George auch so schön?
Nicht ganz, Baba.
Ihr seht Sterne, die wir nicht sehen.
Und wir solche, die ihr nicht seht. - Erstaunlich.
Wohin wir auch schauen, nach unten...
nach oben...
sind unsere Völker verschieden.
Und doch wollt ihr, dass wir uns näher kommen.
Seltsam.
Die Nation, von der ihr sprecht,
die Frucht unseres Bündnisses,
wer würde sie regieren?
Unser König würde Vertreter schicken.
Die würden mit euch gemeinsam zu Rate sitzen, Gesetze machen,
sich um das Volk kümmern.
Würde dein Volk die Bedürfnisse meines Volkes erkennen?
Wir würden lernen, welche Bedürfnisse der andere hat.
Ich verstehe.
Wie würden wir in dieser Nation leben?
Als Nachbarn. Dorf an Dorf.
Und...
wie wären diese Dörfer angeordnet?
Zulu, Englisch...
Zulu, Englisch, Zulu?
Das Land ist groß, Baba. Platz genug für uns alle.
Ohne Gedränge. - Ohne Gedränge, Febana? Du meinst...
Zulu... Englisch.
Bis unsere Bedürfnisse geklärt sind.
Ich verstehe.
Aber was wäre, Febana,
wenn nach vielen Generationen
die Kinder eurer Kinder die Bedürfnisse meines Volkes noch immer nicht kennten?
Wenn ihre Sterne andere blieben?
Würden sie in das Land zurückkehren, aus dem ihr gekommen seid?
Oder würden sie dieses Land so innig lieben,
dass kein anderes Land ihre Heimat sein könnte?
Was wäre, Febana,
wenn diese Land "ohne Gedränge"
doch zu eng würde?
Welche dieser ungeborenen Kinder würde man dann als Afrikaner bezeichnen?
Deine?
Oder meine?
Gütiger Jesus.
Wir haben einen Gott gefangen.
Gib sie auf, schwarzer Apollo.
Du machst Cyril Cowley zu einem sehr reichen Mann.
Legt ihn in Ketten.
Und im Schutz der Dunkelheit kam das Verhängnis...
für Shaka und seine Königin, die, obwohl Hunderte Meilen entfernt...
die Not ihres Königs durch die Verbundenheit der Liebe teilte.
Shaka.
Und die anderen?
Tot... alle tot.
Shaka?
Arabische Sklavenhändler.
Wo bringen sie ihn hin?
In eure Welt?
Nein, Pampata, in eine andere Welt, jenseits des Großen Ozeans.
Und werden sie ihn... töten?
Nein, das nicht.
Obwohl er den Tod herbeiwünschen wird, stolz wie er ist.
Tom...
wir müssen ihn retten.
Shaka retten?
Francis,
ist es nicht im Interesse unserer Mission, dass Shaka weg ist?
Die einzige Lösung... - Tom! Sie erstaunen mich.
Ich staune über mich selbst.
"Ich bin die Auferstehung und das Leben", spricht der Herr.
"Wer an mich glaubt, auch sei er tot, wird ewig leben."
Amen. - Amen.
Kommt. Wir haben einen langen Ritt vor uns.
Nach dem Tod des jungen Isaacs waren wir nur noch zu dritt.
Während ich praktisch als Gefangener in der Festung blieb,
durchquerten sie das unerforschte Ödland des Sambesi
in Richtung Sansibar, dem Treffpunkt aller Sklavenkarawanen der Region,
dem größten Sklavenmarkt in Afrika.
Sicher hatten Shakas Peiniger ihre Beute dorthin gebracht.
Der Captain hoffte nur, den Zulu-König rechtzeitig abzufangen,
bevor er auf ein portugiesisches Schiff mit Kurs auf Amerika verfrachtet würde.
Captain Prentice!
Lange her. Wie ist das Befinden?
Was kümmert eine Sumpfblüte wie Sie mein Befinden?
Ihr Wohlbefinden.
Ich sehe, Sie befinden sich wohl.
Mehr Abstand, bevor ich Ihnen ein Loch schieße.
Jetzt, wo das geklärt ist...
was haben Sie für mich?
Spitzen-Neger. Erstklassig.
Keine Pocken, keine Ruhr, durch und durch sauber.
Bringt sie an Bord.
Willkommen in der Hölle, Miss Farewell.
Anker aufholen.
Klar Schiff machen.
Jedes Lebewesen, Shaka,
ist entweder Meister oder Opfer seines Schicksals.
Wir lernen entweder zu sterben oder zu töten. Es gibt keinen Mittelweg.
Und was bin ich, Mutter?
Zum Herrschen geboren, mein Sohn.
Durch diese Übung bleiben sie gelenkig.
Lahme und Schwache bringen uns nichts ein in Amerika.
Ich verfahre, wie es mir obliegt.
Und Barmherzigkeit, Captain, obliegt Ihnen die nicht?
Es gibt Kinder an Bord, ein junges Mädchen, kaum älter als 13.
Was soll ich denn tun?
Ihr Los erträglicher machen.
Komm, du bist dran.
Mach schon.
Fertig.
Den Nächsten, runter mit ihm.
Jetzt das Mädchen. - Nicht die Kinder!
Es sind nicht viele. Sie brauchen ein Brandzeichen.
Tom, wie viele Kinder haben Sie selbst?
Ich? Fünf, soviel ich weiß.
Wie halten Sie sie auseinander? Mit einem Brandzeichen?
Nein, Sir, sie haben Namen. Aber sie sind auch keine Fracht!
Rasmussen, fragen Sie das Mädchen, wie sie heißt.
Malewa, Sir.
Notieren Sie im Hauptbuch, dass das Mädchen Malewa zur Defiance gehört,
und verfahren Sie mit den anderen Kindern genauso.
Meine Herren,
in diesem Alter bringen sie ohne Narben weit mehr ein.
Jawohl, Sir.
Ahoi, Defiance!
Guten Tag, Captain.
Lust auf 'nen richtigen Handel?
Diesmal nicht, Cowley. Wir sind voll. - Im Ernst?
Dann ist wohl kein Platz mehr, nicht mal für ihn.
Ihr tut, als hättet ihr ein Gespenst gesehen. Er ist echt, keine Sorge.
Ich will mich nicht aufdrängen.
Der Fluss ist groß, jede Menge Schiffe.
Probier ich's eben beim nächsten.
Na gut. Ich seh ihn mir genauer an.
Hawkins, holen Sie ihn an Bord.
Er kann nicht schwimmen. - Jawohl, Sir.
Offensichtlich sind Sie die erste weiße Frau, die er sieht.
Alle weiteren sind jetzt wohl eine Enttäuschung.
Klar zum Segelsetzen!
Der Elfenbeinschmuck sprach Bände und Farango ließ sich leicht überreden,
von Shakas trauriger Gefangenschaft an Bord der Defiance zu berichten.
Farewell musste nun unbedingt Mungos Schiff abfangen,
doch dazu brauchte er einen Segler, der schneller war als die Defiance.
Eine kurze Umfrage unter den Einheimischen ergab:
Das einzig solche Schiff in Sansibar gehörte dem Sultan selbst,
einem scharfsinnigen Mann, der nicht zu wahllosen Wohltaten neigte,
schon gar nicht für die Briten.
Es brauchte Farewells ganze Überzeugungskraft,
um sich von dem mächtigen Araber den kostbaren Schoner auszuleihen.
Doch Francis machte sich wie üblich mit unbeugsamem Vertrauen ans Werk.
Tee?
Sie sprechen die Sprache des Korans?
Ich war eine Zeitlang im Kolonialamt in Kairo beschäftigt.
Seine Majestät war vom Expansionsdrang der Ottomanen etwas beunruhigt.
Mir oblag es, Englands Handelsrouten in den Sudan zu schützen.
Taten Sie das? - Wenn dem so wäre,
würden Eure Exzellenz nicht so üppig hier an der Ostküste Afrikas leben.
Die Ottomanen erwiesen sich als sehr kühn.
Ganz wie die Briten.
Sie selbst zum Beispiel. Sie sind an meinen Wachen vorbeigekommen.
Viele unerschrockene Männer mussten bei diesem Versuch ihr Leben lassen.
Wer sind Sie und was wollen Sie?
Captain...? - Farewell.
Francis George Farewell.
Kennen Sie Shaka Zulu, Exzellenz?
Diesen Barbaren? Natürlich!
Zur Zeit befindet sich dieser Barbar als Gefangener
auf einem portugiesischen Sklavenschiff mit Kurs auf Amerika.
Soviel ich weiß,
wurde er keine Tagesreise von Ihrem Sultanat entfernt gefangen genommen.
Von Arabern, Ihrem eigenen Volk.
In allen Kulturen gibt es schwarze Schafe.
Nur dadurch erhält Mitleid seinen Wert.
Ohne Finsternis gäbe es kein Licht.
Nehmen Sie Ihre Kreuzzüge. Das war tiefste Finsternis.
Warum sonst hätten Christen so viele unserer Kinder abgeschlachtet,
zu Ehren eines Propheten, der schuldlos an einen Baum genagelt wurde?
Zum Schutz dieser Schuldlosen bin ich jetzt hier.
Wenn die Zulu erfahren, wie und wo ihr König zum Sklaven gemacht wurde,
werden 150 000 Krieger wie ein Monsunregen über die Küste herfallen.
Sie sind ein Bote des Verderbens, Captain.
Es ist ungesund für einen britischen Offizier,
ungünstiges Kismet zu verbreiten, ohne eine Lösung parat zu haben.
Aber die haben Sie sicher. - Allerdings.
Überlassen Sie mir einen Ihrer Schoner. Mit Besatzung.
Bei günstigem Westwind hole ich die Brigg in wenigen Tagen ein.
Einholen? Ein portugiesisches Sklavenschiff?
Ich kenne diese Männer.
Die verzichten nicht... kampflos auf ihre Fracht.
In diesem Fall schon.
Der Kapitän des Schiffes ist ein Brite, der unter portugiesischer Flagge fährt.
Die Strafe für Briten, die Sklavenhandel treiben, ist der Tod.
Tod durch Erhängen.
Glauben Sie mir, Exzellenz, es wird keinen Kampf geben.
Andererseits...
warum sollten Sie mir glauben? Sehen Sie mich doch an.
Das, mein lieber Captain, ist Ihr überzeugendstes Argument.
Ihr Briten seid ja bekannt für... Understatement.
Tucker, fesseln Sie ihn an den Mast. - Jawohl, Sir.
Holt die anderen rauf!
Na los.
Was singen sie?
Sie bitten ihn, sie zu befreien.
Sie sehen ihn als eine Art Erlöser.
Iss.
Iss.
Sonst stopf ich's dir die Kehle runter.
Seht ihr? Sie tun, was man ihnen sagt. Man muss nur energisch sein.
Energisch, was?
Lassen Sie das. Ich füttere ihn. - Nur zu, Miss Farewell.
Malewa!
Sie blutet!
Das ist die Ruhr. Die verbrutzelt sie von innen.
Ruhr? Das Kind wurde geschlagen und vergewaltigt! Sie verblutet.
Wer war das?
Wer war das?
Er weiß es.
Rasmussen, fragen Sie ihn, wer das Mädchen vergewaltigt hat.
Hawkins, richten Sie die Gräting auf.
Ergreifen Sie Mr. Tucker.
Ich war's nicht, Sir. Er hat doch nichts gesagt, verdammt.
Aber Ihr Gesicht sprach Bände.
Mr. Hawkins, 30 Peitschenhiebe für Mr. Tucker.
Beim nächsten Mal hängt er.
Sie ist tot.
Alles erlogen, Sir. Warum nur ich? Hawkins, du Schwein...
Dank seinem Charme...
wurde Farewell der elegante Schoner des Sultans von Sansibar überlassen.
Mit seinen Gefährten, Holdstead und Pampata,
machte er sich an die Verfolgung der Defiance.
Eilig segelten sie über den Indischen Ozean zur Küste Ostafrikas.
Der Captain wusste, dass nicht viel Zeit blieb.
In ein oder zwei Tagen würde das Sklavenschiff
das Kap der Guten Hoffnung umsegeln und Kurs auf Amerika nehmen.
Die Zeit war knapp.
Ein Dreimaster! Voll getakelt.
Er hat direkten Kurs auf das Kap. Das ist unser Schiff.
Karim, lassen Sie alle Segel setzen.
Bei Sonnenaufgang will ich das Schiff eingeholt haben.
Verzeihung Sir, aber ich habe nachgedacht.
Sollten wir Shaka nicht gehen lassen?
Es gibt wohl kaum ein Bündnis, jetzt, wo er weiß, was wir wirklich sind.
Was wir wirklich sind?
Wir sind Plato, Newton, Shakespeare, Marlowe...
Tausende Jahre an kollektiver Erkenntnis, aufgeklärter Kultur...
Das sind wir...
Bitte bewerte diese Untertitel bei %url% Helfe anderen Usern die besten Untertitel auszuwählen.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.