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Das Leben ist wie eine Krimi -Serie.
Manchmal ist es ganz anders, als man denkt.
Tato mit Manoir.
Es ist soweit, der König kommt.
Um 14 Uhr wird der britische Monarch in Berlin. Heute kommt der König nach
Berlin. 14 Uhr ist es soweit, dann soll der König in Berlin sein. Mit Spannung
erwartet die Hauptstadt den Besuch des Königs.
Ja, okay.
Lisa?
Hallo?
Hast du schafft mir die Ehre?
Na klar, kannst du mit mir rechnen. Ja?
Morgen.
Weghorst war bis vor kurzem Abgeordneter.
Ja, genau. Jürgen Weghorst.
Wenn das durchsickert, ist mir die Hölle los.
Wir brauchen eine Nachrichtensperre.
Wenigstens für ein paar Stunden.
Und ich brauche bitte dringend ein paar mehr Leute im Zivil.
Damit finde ich noch mehr Aufmerksamkeit.
Bleibe ich dann ran?
Ja.
Sieht das an, wenn Sie berufen haben. Ja, danke. Okay.
Frau Vertagen, schön, dass Sie hier sind.
Äh, nein, das kann ich nicht auswiesen.
Im Moment können wir hier gar nichts auswiesen, außer einen Unfall.
Ja, wir gehen von einem Scharfschützen aus.
Äh, Kollege, entschuldige.
Das mit dem Sichtschuss, das muss ein bisschen schneller gehen. Ja, bitte.
Ja, ich bin wieder da. Ja, ja.
Ja, natürlich.
Was machen wir denn mit den Medien?
Es sind schon zwei Fotografen da.
In Ordnung. Wissen wir schon was zum Kaliber?
Nicht viel. Ziemlich groß jedenfalls.
Irgendwas zum Theater?
Niemand hat irgendwas gesehen. Die Kost ist einfach umgefallen.
In seinem Kalender steht ein Termin um 10 .30 Uhr mit einem gewissen V -Punkt
Volkmar. Malik soll das mal checken.
Die Inselnatoren möchten, dass wir eine Terrallage ausschließen, wegen dem
Besuch des Königs.
Vielleicht lässt er uns erstmal unsere Arbeit machen.
Hab ich ja auch gesagt.
Ein bisschen netter vielleicht.
Der Rucksack hat alles abgefangen.
Habt ihr keine Blutspritzer?
Wir brauchen die Aufnahmen aller Kameras hier aus dem Umfeld. Vielleicht sehen
wir dann, wie er getroffen wurde oder von wo.
Der Schütze muss weit weggestanden haben und vor allem weit oben.
Ikos ist von hier gekommen.
Die Zeuge sagt, sie hat telefoniert und ist hier stehen geblieben und... Bang!
Tja, da gibt es aber eine Menge Möglichkeiten.
Der Rucksack hat doch nicht alles abgefahren.
Wenn Sie mal Weghorst sind.
Und, kann alles schon vermessen?
Der Winkel zwischen Eintritts - und Austrittsrunde beträgt zwischen 6 und 8
Grad.
Eins von den Dächern da drüben.
Ich nehme das hintere Gebäude. Sie das vordere. Okay?
Bitte rauskriegen, ob die funktioniert und ob die Bilder aufgezeichnet werden.
Hallo?
Polizei!
Ist da jemand?
Alles Gute.
Diese Rauchbombe, sollte das eine Warnung sein?
Die Spursicherung hat noch zwei von diesen Dingern gefunden. So
dass alle Zugänge zum Dach abgesichert waren.
Er wollte verhindern, dass er da oben erwischt wird.
Der Täter kannte Weghoffs tägliche Routine, seinen üblichen Gang zum Büro.
wirkt präzise geplant.
Das war ein Profi.
Malik, gibt es irgendwas aus dem Umfeld des Opfers? Irgendwelche Anzeichen für
eine Gefährdung?
Die Kollegen sind dran, konnten aber bisher nur mit der Ehefrau sprechen.
Irgendwas. Sie hat die Nachricht nicht gut verkraftet, liegt im Krankenhaus.
Aber bevor sie umgekippt ist, hat sie was Interessantes gesagt.
Sie meinte wohl sowas wie, heute war der Tag, an dem er in die Offensive gehen
wollte. Ah.
Vekos galt lange als Riesenpalent und zukünftiger Star bei den
War aber auch umstritten.
Ah ja, wegen der Noviko -Affäre.
Für Lebensmittelgeschichte bei der Bundeswehr. Genau.
Ist von allen Ämtern zurückgetreten.
Hat Novikon einen Großauftrag des Verteidigungsministeriums verkauft?
Vielleicht ist mehr Geld geflossen, vielleicht noch nicht.
Jedenfalls wollte die Partei ihn loswerden.
Zuletzt war er nur noch einfaches Mitglied. Dann hat er sich
paar Feinde in seinen eigenen Reihen gemacht.
Na, der galt als Risiko.
Herr Malik, die Offensive, von der seine Frau spricht, gibt es da schon was in
den Medien?
Bisher nix.
So ein Karrieretyp.
Der tritt doch nicht freiwillig zurück.
Vielleicht ist er gezwungen worden.
Vielleicht war er nur ein Bauernopfer.
Vielleicht hat er gedroht, Parteikollegen zu kompromittieren.
Malik, der Termin in seinem Notizbuch. Wissen wir denn schon, wer dieser V.
Volkmar ist?
Ja.
Ah.
Vincent Volkmar.
Politreporter bei Der Tag.
Aha.
Danke, Malik. Muss ein Interviewtermin gewesen sein.
Weghorst wollte auf bestimmte Fragen gar nicht antworten.
Keine Fragen zu UA, das steht jedenfalls in seinem Kalender.
Wenn er die Bedingungen so diktieren kann, dann muss er doch irgendwas zum
Anbieten haben, irgendwas Heikles, was Wirbel machen könnte.
Was war denn sein Fachgebiet?
Landwirtschaft und Entwicklungshilfe.
Aktuell war er als Berater für den Verband der Lebensmittelwirtschaft
Zu langweilig für einen Mord? Na, das kommt darauf an, wem er hätte gefährlich
werden können.
Wenn es hier ein politisches Motiv gibt, dann könnte das ein Fall für den
Generalbundesanwalt werden.
Und das könnte auch bedeuten, dass Leute mit viel Einfluss involviert sind.
Angst, beim Joggen erschossen zu werden?
Nee. Aber es könnte Versuche geben, unsere Arbeit zu behindern.
Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie gejoggt.
Und ich habe auch nicht vor, damit anzufangen.
Stimmt's, Malik?
Ich auch nicht.
Mit Spannung erwartet die Hauptstadt den Besuch des Königs. Ja, da hat er ein
volles Programm. Auf Charles Terminplan stehen unter anderem ein Konzert im
Berliner Dom. Der regierende Bürgermeister und der Bundespräsident
Charles III.
mit militärischen Ehren vor dem Brandenburger Tor empfangen.
Keiner zu Hause?
Guten Tag. Guten Tag. Frau Menzel? Was kann ich für Sie tun? Susanne Bonner,
LKA.
Was genau ist denn passiert?
Er wurde erschossen.
Kann ich Ihnen helfen?
Warum nicht?
Ich kann es noch gar nicht glauben.
Ja. Gab es irgendwelche Anzeichen für sowas?
Hat er Sorge geäußert oder Angst?
Es gab einige Leute, die wütend auf ihn waren, aber die bringen ihn doch nicht
um. Und Ihnen ist nichts aufgefallen?
Gar nichts?
Nein, mir ist nichts aufgefallen.
Was macht Ihr Verband eigentlich genau?
Wir bündeln die öffentliche Kommunikation für die
es um politische Themen oder Gesetzesentwürfe geht.
Wir sind Interessenvertreter.
Lobbyisten, oder?
Man kann sie buchen, mit allem drum und dran, wenn man Politiker beeinflussen
will. Oder Politikerin, natürlich.
Wir überzeugen.
Mit Argumenten und fundierten Informationen.
Ja, absolut.
Genau. Was hat denn der Jürgen Weckos hier für Sie gemacht?
Was waren seine Aufgaben?
Jürgen hatte jede Menge Erfahrung auf dem politischen Parkett. Und er hatte
hervorragende Kontakte.
Eine der größten Supermarktketten Deutschlands sitzt in seinem ehemaligen
Wahlkreis. Die Nuveco, oder?
Stimmt das eigentlich, dass er sich hat kaufen lassen?
Jürgen hat einen Fehler gemacht.
Aber er hat kein Geld angenommen.
Ach so. Er wollte etwas für die Leute in seinem Wahlkreis. Okay, das habe ich
verstanden.
Jürgen hat alles richtig gemacht.
Irgendjemand scheint das anders zu sehen, oder? Sonst wäre er, glaube ich,
am Leben.
Sie müssen mir ja nicht glauben.
Aber ich werde mich jetzt nicht von ihm distanzieren. Sorry.
Die einzige Reibungsfläche, die wir miteinander hatten, war die Tatsache,
er zurück in die Politik wollte.
Da war ich strikt dagegen.
Aber er hat seine Zukunft schon mal dort gesehen.
Er wollte Sie verlassen?
Möglicherweise, ja.
Wir waren immer sehr offen miteinander.
Alex, was ist denn?
Die Herrschaften hatten Informationen erbeten zu Jürgens Tätigkeiten in seiner
heutigen Tagesplanung.
Dankeschön.
Und dann die Informationen unserer Partner.
Sorry, Verschwiegenheitsverpflichtung. Das müssen wir prüfen. Danke, Alex, das
war alles.
Das ist ja in Ordnung. Wir müssen die Durchsuchung Ihrer Räumlichkeiten von
Staatsanwaltschaft auch erst prüfen lassen.
Das ist leider bei uns ein normaler Vorgang. Ich muss erst mit unserer
Rechtsabteilung sprechen, auch was Befragungen unserer Mitarbeitenden
Ich habe jetzt ein dringendes Telefonat. Lassen Sie sich vorne einen Termin
geben.
Eine wunderschöne Aussicht haben Sie hier.
Übrigens, sagt Ihnen der Name Vincent Volkmar etwas?
Nein, tut mir leid.
Dankeschön. Wiedersehen.
Wiedersehen. Vielen Dank schön.
Also irgendwie finde ich das Gefühl nicht los, dass die Reibungsfläche
den beiden noch ein bisschen größer war, wenn es so gibt.
Erst so aufgewühlt und dann wird die unten knallhart rauert, wenn es spannend
wird.
Wo will denn der hin?
Was war denn in den Ordnern drin, was wir nicht sehen durften?
Sie haben doch gehört, was meine Chefin gesagt hat. Von der
Verschwiegenheitsverpflichtung? Wir wollen hier keinen Zeitungsartikel über
Ihren Verein schreiben. Es geht hier um Mord.
Aber wir können Sie auch vorladen lassen.
Ist Ihnen das lieber?
Sie wollten doch wissen, wer Vincent Volkmar ist.
Das ist ein Journalist von Tag. Das wissen wir.
Und? Weiter?
Jürgen wollte ein großes Interview geben. Der Tag, an dem er in die
gehen wollte.
Frau Menzel und er haben sich deswegen gestritten von gestern. Sie wollte, dass
er das Interview absagt.
Und? Er wollte nicht.
Er wollte über die Korruptionsaffäre sprechen.
Nur wie kurz?
Nein, nein, nein, es ging um die Sache in Kabul.
Afghanistan?
Er wurde für den Tod von Ortskräften verantwortlich gemacht.
Wie? Wie wieder?
Jürgen ist dort gewesen, als das Chaos ausgebrochen ist. Moment, reden wir
vom NATO -Abzug 2021?
Er war dort wegen eines Projekts des Pivot -Clubs. Das ist quasi der
internationale Arm unseres Verbands.
Sie denken, sein Tod hat was mit Afghanistan zu tun?
Er wurde bedroht.
Von wem denn?
Eine afghanische Frau von dieser Fluchthilfeorganisation Rescue Plan.
Sie hat ihn mit dem Tod gedroht.
Diese Frau war aus der Sicht verrückt.
Barak.
Ja, keine Ahnung.
Sie sind sicher, dass sie ihn ganz konkret bedroht hat?
Also hier.
Soraya Barak sei.
Ist sie das?
Ja, genau. Und sie war...
Es gibt ein Video davon.
Entschuldigung, haben Sie einen Moment?
Entschuldigung.
Entschuldigung, haben Sie einen Moment?
Wussten Sie, dass in Afghanistan tausende Ortskräfte um ihr Leben
mussten, weil die deutsche Bundesregierung ihre Versprechungen
Diese Menschen und ihre Familien wurden nicht nur in Stich gelassen, sondern es
wurden überhaupt keine Maßnahmen für ihre Sicherheit getroffen.
Wir möchten gerne mit Ihrer Unterstützung vor dem Europäischen
Menschenrechte erwirken, dass die Bundesregierung ihre Verantwortung...
nicht deswegen hier. Nein, wir sind wegen Jürgen Weghorst hier.
Ich habe bereits alles dazu gesagt. Ich musste mich nicht weiter äußern.
Jürgen Weghorst ist heute ermordet worden.
Der Website Ihrer Organisation entnehmen wir, dass Sie Richterin in Afghanistan
waren. Da steht auch, dass ich meinen Master in Cambridge gemacht habe.
Ja. Sie haben Weghorst scharf angegriffen. Sie haben ihn öffentlich
verantwortlich für den Tod von Ortskräften und ihren Familien zu sein.
können Sie sicher belegen, oder?
Er und seine Leute waren nur in Afghanistan, um werbewirksame Fotos mit
armen Kindern zu machen.
Es ging doch um eine Spendeaktion des Pivot Clubs.
Ging es denn nicht um ein karitatives Engagement?
Diese Reise war ein Witz.
Und als es gefährlich wurde, haben sie die Evakuierung der Ortskräfte
missbraucht, um selber schneller wegzukommen.
Die Menschen wurden einfach zurückgelassen.
Haben Sie eine Ahnung, was diese Familien erleiden mussten? Uns
allem, ob diese Reise nun Grund sein könnte, Vekos zu ermorden.
Ich habe Richter und Staatsanwälte in Kabul ausgebildet, in Auftrag der
Bundesrepublik. Ich weiß ganz genau, was es bedeutet, in einem Land ohne
Rechtsstaatlichkeit zu leben.
Was für eine Spirale aus Hass entsteht, wenn Menschen ohne Anhörung und ohne
Verfahren umgebracht werden.
Aber jetzt sind Sie ja hier.
Und jetzt hören wir Sie an.
Sie unterstellen mir hier ein Verbrechen, mit dem ich nichts zu tun
Wörtlich übersetzt sagen sie, möge ein langsamer und schmerzhafter Tod dich
heimsuchen für das, was du getan hast.
Genau genommen sage ich, mögest du für deine Sünden sterben.
Jedenfalls hat er sie angezeigt.
Wegen Verleumdung und wegen Bedrohung.
Was ist mit dem Umfeld ihrer Organisation?
Refuge Plan.
Wir informieren die deutsche Öffentlichkeit über die Versagen der
Bundesregierung. Ich persönlich habe vor dem Afghanistan -Untersuchungsausschuss
ausgesagt. Gibt es im Umfeld Ihrer Organisation radikale Aktivisten, die zu
seiner Tat in der Lage wären?
Sorry, aber jemand, die sich als Bundestagsabgeordneter ausgibt, macht an
Pforte einen Riesenaufstand.
Wegen Frau Barzell.
Das haben wir sicher Ihnen zu verdanken, oder?
Gut, wir sind beim Umfeld Ihrer Organisation.
Bitte? Wir haben zehntausende Unterstützer in den sozialen Medien.
Abonnenten unseres Newsletters, Spender.
Gut, dann brauchen wir eine Liste.
Wissen Sie was?
Sie sollten sich was schämen.
Frau Barakzai an so einem Ort festzuhalten, das ist eine
Sie sind bitte wer nochmal?
Mara Dardai -Henschel, friedenspolitische Sprecherin der
Bundestag. Racial Profiling verstößt gegen Artikel 3 des Grundgesetzes. Ach
wirklich? Dann wären wir das mal vorher gewusst hätten.
Wir wissen, dass Frau Barakzai ein Alibi hat. Sie wurde von uns lediglich als
Zeugin vernommen.
Ach und eine Zeugin nimmt man mit in dieses... Was auch immer das hier sein
soll? Gefällt Ihnen unser Ausweichquartier etwa nicht?
Wir finden es eigentlich ganz schnucklig.
Finden Sie das irgendwie witzig?
Darf ich mal fragen, warum Sie sich so für Frau Barakzai einsetzen?
Sie hat genug durchgemacht. Aber es dürfte Ihnen doch klar sein, dass Ihr
Auftritt hier als politische Einflussnahme gewertet werden kann.
Und das finden wir nicht so witzig. Außerdem würden wir ganz gerne wissen,
will man uns wohl beeinflussen?
Mit Frau Barakzai verschwenden Sie Ihre Zeit.
Woher wissen Sie das so genau?
Im Gegensatz zu Herrn Weghorst hat sie sich um die Demokratie in diesem Land
verdient gemacht.
Sie finden also...
Er hat es verdient, wollen Sie das sagen, ja? Das will ich ganz bestimmt
Aber es gibt sicher einige Leute, die froh darüber sind, dass er jetzt nichts
mehr sagen kann.
Aber was hätten diese Leute denn von ihm zu befürchten gehabt?
Ich will ihn niemanden beschuldigen. Ja, was jetzt?
Lassen Sie Frau Barak sei bitte in Ruhe.
Ja, wie gesagt, sie ist hier Zeuge und sie kann jederzeit gehen.
Wem hätte Vekos denn gefährlich werden können?
Hm?
Ja, also wenn Sie uns auf etwas hinweisen wollen, dann brauchen wir
bisschen mehr als ein paar kryptische Andeutungen.
Kann ich Ihnen leider nicht geben.
Weil ich mich sonst wegen Geheimnisverrats strafbar mache.
Das gesamte Protokoll passt in einen Ordner?
Ja.
Sehr viel scheint der Untersuchungsausschuss nicht untersucht
Der Afghanistan -Ausschuss?
Ja. Ist das nicht geheim? Das meiste ist eh geschwärzt.
Im Untersuchungsausschuss ging es unter anderem um die Bundeswehrmaschine, mit
der Weckos und seine Delegation ausgeflogen wurden.
Oh. Ja, das ist ja anscheinend eine Liste der Personen, die an der
der Ortskräfte in Kabul beteiligt waren.
Piloten Anja Stegmann, Kalfessier, Koordinator GSG 9. Der hat diese ganze
Aktion koordiniert. GSG 9?
Sie waren auch in Afghanistan?
Jetzt will ich den Überblick verlieren. Was haben wir denn?
Wir haben die Noviko -Affäre.
Wir haben die Afghanistan -Reise.
Wir haben Wegholz -Tätigkeit beim ALV. Wir haben den Pivot -Club.
Machen Sie mal Poesiealbum, ich bin in zwei Stunden wieder da. Ja? Bis gleich.
Aha.
Malik, können Sie das mal alles durcharbeiten?
Ich kümmere mich um diese Pilotin Anja Steckmann.
Würden Sie bitte Ihren Namen nennen? Ja. Und was ist Ihr Job?
Hauptmann Arne Stegmann, Pilot beim 12.
Lufttransportgesparter der deutschen Luftwaffe.
Arne, ja?
Ja. Sie waren 2021 in der Maschine, mit der Jürgen Weghorst evakuiert wurde?
Ich bin die Maschine geflogen.
Wer war noch an Bord? Meine zwei Co -Piloten, einige Fallschirmjäger, der
Sanitätsdienst und die Gruppe vom KSK, das Kommando Spezialkräfte.
Und eigentlich sollten Ortskräfte evakuiert werden, richtig?
Ja. Aber das ist nicht gelungen.
Die Lage war extrem unübersichtlich.
Können Sie das bitte ein bisschen näher erläutern?
Das Zeitfenster war zu knapp. Wir hatten nur 30 Minuten.
Die Ortskräfte waren zu Fuß irgendwo außerhalb des Airports unterwegs.
Keiner wusste, wo die sind.
Wer war denn mit den Ortskräften in Kontakt?
Das KSK und die GSG 9 in der Deutschen Botschaft.
Aha.
Ich war damals Sicherheitschef des deutschen Botschafters in Kabul.
Jeder Abgeordnete, der nach Afghanistan reiste, musste an mir vorbei.
Auch Weckhorst.
Sie sind ihm also persönlich begegnet.
Was war Ihr Eindruck von ihm?
Dass ihn unsere Warnungen nicht interessiert haben?
Er wollte seine Reise nicht abbrechen, selbst als die Amerikaner bereits Not
evakuiert haben.
Das heißt, Sie haben ein Problem mit ihm gehabt?
Jeder hatte ein Problem mit dem.
Und dann? Am Flughafen? Was war da mit Weckhorst?
Wir waren froh, dass wir unter diesen Bedingungen heil runtergekommen sind.
als wir in unserer Parkposition angekommen waren, standen da nur vier
Jürgen Wehkost und seine Delegation.
Wir haben mit 80 Ortskräften und ihren Familien gerechnet.
Was ist denn da passiert?
Rund um den Flughafen herrscht das reine Chaos.
Wehkost und seine Begleiter sind dann nur durch ihre Kontakte zu schnell
durchgekommen. Was für Kontakte?
Nachrichtendienste.
Während wir versucht haben, 80 High -Risk -Ortskräfte auf die Landebahn zu
kriegen, hat Weghorst über das Verteidigungsministerium Druck gemacht.
So richtig Druck, dass die Maschine sofort startet.
Einer der Passagiere hat dann General Haller an die Struppe gekriegt, der
noch in einer Maschine über der Stadt kreiste.
Und der hat dann Befehl gegeben zu starten?
Ja, der Befehl lautete, zu starten und nach Kaschgen zu fliegen. Die Amerikaner
haben danach alles dicht gemacht.
Ich habe mich vor den Amis zum Affen gemacht, um noch eine halbe Stunde zu
kriegen, damit wir die Ortskräfte finden, aber... Bekos hat Ihnen einen
durch die Rechnung gemacht.
Das war natürlich ein Witz, dass wir da eine leere Maschine rausfliegen lassen,
obwohl noch hunderte Leute auf Rettung warten.
Gebäude sicher, zwei Täter überwältigt, Geister befreit.
Gut gemacht, Jungs. Zehn Minuten Pause, dann anfangen wir zur Auswertung.
Von den 80 haben wir meines Wissens nach nur elf nach Deutschland geschafft.
Und der Rest?
Ich brauche eine Liste aller Ortskräfte, die mitfliegen sollten.
Dann müssen Sie sich ans KSK wenden.
Gut.
Eine letzte Frage.
Sagt Ihnen der Name Soraya Barakzai etwas?
Also wie gesagt, die Liste muss vom KSK freigegeben werden.
Ich stand auf Ihrer Passagierliste.
Ich danke sehr für das Gespräch.
Danke. Gerne.
Okay, was wissen wir bis jetzt?
In Kabul bricht Chaos aus, aber Wegholz ist noch voll im PR -Modus.
Als die Taliban vorrücken, kriegen er und seine Begleiter Panik und fahren zum
Flughafen.
Und diese Gruppe, die steigt in das letzte Flugzeug, das in der Nacht noch
abfliegt. Und diese Herrschaften erzwingen dann den sofortigen Start.
Genau.
Was wissen wir über Soraya Barakzai?
Die war ja bei den Ortsgriffen in Afghanistan, bei den Deutschen.
Und dann kommt sie im November 22, kommt sie nach Deutschland, stellt Antrag auf
Asyl, kriegt auch Asyl und lernt in dieser Zeit diese Politikerin von den
Linken, diese Mara Dardai Henschel kennen, die sich für die
Ortskräfte einsetzt und eben Frau Bargsei dazu bringt, vor dem
Untersuchungsausschuss auszusagen.
Da tritt sie als Zeugin auf, aber wie kostmoralisches Fehlverhalten hat
überhaupt keine Konsequenzen.
Da fühlt sie sich verarscht.
Aber lässt sie ihn deswegen umbringen?
Der Asylantrag von Soraya Barakzai, wo ist denn der?
Nancy, der Asylantrag von Soraya Barakzai, wo ist denn der hin?
Den habe ich im System.
Ach echt?
Zeig mal.
Scroll mal runter.
Was brauchst du? Ganz unten.
Weiter, weiter, weiter, weiter, weiter.
Angaben zum Fluchtgrund.
Da.
Ihre Kinder sind von den Kaliban ermordet worden.
Oh Gott, das ist ja furchtbar.
Deshalb dieser Ausbruch in dem Video.
Die will Rache.
Aber wen hat sie beauftragt?
Für die Kinder.
Zu wem hat die Kontakt?
Hat sie Zugang zu Waffen oder kennt sie Leute mit militärischer Ausbildung?
Vielleicht ehemalige Soldaten der afghanischen Armee.
Ich kümmere mich mal um die Überwachung von Frau Barakay.
Warum Weghorst?
Warum gerade er?
Warum nicht einer von den drei anderen?
Was Abwegigeres als Afghanistan ist Ihnen nicht eingefallen.
Frau Tagavi?
Die Nerven liegen ohnehin schon blank wegen Weghorst und dem Staatsbesuch und
jetzt schrecken Sie noch das Verteidigungsministerium auf.
Wo ist dieser Ordner?
Um was geht's denn hier?
Sagt Ihnen der Name Dr. Lotte Berger etwas?
Die Leiterin des Staats, der Insenatorin, sie hat gerade ziemlich
angerufen. Da hat wohl jemand Angst, dass wir was rausfinden könnten, oder?
Haben Sie eine Vorstellung, was das für unser Ermittlungsverfahren bedeutet,
wenn Sie sich illegal geheime Informationen verschaffen?
Sie hätten diesen Ordner nicht annehmen dürfen.
Jeder halbgare Pflichtverteidiger haut uns das noch in der Prozessvorbereitung
um die Ohren.
Die Innensenatorin will wissen, ob die Tat politisch motiviert war. Ob der
Staatsbesuch gefährdet ist.
Wir haben die Briten informiert, dass es einen Vorfall gab. Die machen ihre
Entscheidung auch von ihrer Einschätzung abhängig.
Im Moment können wir noch nichts Definitives sagen. Aber das sieht ja nun
wirklich nicht so aus, als gäbe es irgendeine Gefahr für den König.
Gut.
Immerhin etwas.
Ich hoffe, Sie haben eine gute Erklärung für mich parat, wenn ich gefragt werde,
warum Sie sich mit dem Untersuchungsausschuss befassen.
Ja. Hier.
Es geht um Soraya Barakzai, afghanische Staatsbürgerin. Sie hat Weghorst bedroht
und sie hat ein Motiv.
Bitte.
Sowohl die Innensenatorin als auch die Bundesanwaltschaft wissen, dass wir
niemanden besseren haben als Sie.
Verspielen Sie das Vertrauen in Elke, bitte nicht.
Immerhin hat die Staatsanwältin die Überwachung von Frau Barakzai einfach so
durchgewogen. Frau Barakzai hat aber nichts mit dem Auftritt von unserer
Staatsanwältin zu tun.
Da haben andere ihre Finger im Spiel. Malik, haben Sie diesen Journalisten
erreicht? Vincent Volkmar?
Nee, die Assistentin wirkt mich schon den ganzen Tag ab. Versuchen Sie es
nochmal, bleiben Sie dran.
Weghorst will ein Comeback.
Der will sich wieder ins Gespräch bringen mit diesem Interview.
Natürlich will er diese Afghanistan -Vorwürfe und die Noviko -Affäre des
werden. Nur, um sich zu entlasten, muss er jemanden anderen belasten.
Das heißt, Sie glauben nicht, dass Frau Barak selber es damit zu tun hat?
Wahrscheinlich schon.
Andererseits, wenn da eine persönliche Karriere dranhängt, oder sogar ein
Verband, wie bei Frau Menzel, dann kann so eine öffentliche Anschuldigung schon
ganz schön gefährlich werden.
Ich frage mich, wen er belasten wollte.
Die beiden anderen, die mit Lekos und Menzel im Flieger saßen.
Was wissen wir über die?
Elisabeth Alvarez, Geschäftsführerin einer Agentur für Government Relations.
Sie hat die Afghanistan -Reise für den Pivo -Club organisiert.
Und Arvid Wittek, Jurist und ehemaliger Koordinator für Nachrichtendienste im
Kanzleramt.
arbeitet inzwischen für eine Wirtschaftsschutzkanzlei namens Wilhelm
die auch für den Pivot Club tätig ist.
Pivot? Pivot?
Dieser ominöse Club, das ist der Dreh - und Angelpunkt.
Pivot bedeutet genau das. Im Zentrum, im Mittelpunkt. Und um 13 Uhr findet im
Pivot Club ein Lunch statt.
Super. Wie sieht's aus?
Hm? Bisschen Hunger? Kommen Sie mit?
Nee, machen Sie das mal.
Ich räume hier inzwischen ein bisschen auf, ja?
Und alle sind sauber? Ja, alle haben Alibis oder sind gerade nicht in Berlin.
Und keiner von denen war in seinem früheren Leben mal bei der Polizei oder
Militär? Ich kann es gerne nochmal checken, aber... Ich melde mich später
nochmal. Danke. Ja, ciao.
Elisabeth Albares, freut mich sehr.
Robert Caro, LKA.
Sie wissen Bescheid, oder?
Ja. Wir stehen alle noch unter Schock.
Offenbar kein Grund, dem Mittagessen abzusagen.
Naja, einige Gäste sind extra aus dem Ausland angereist. Wie gut kannten Sie
Jürgen Weghorst?
Hören Sie, es tut mir wirklich leid, aber unsere Veranstaltung geht gleich
Und für den Vortrag und das Essen sind Sie leider nicht eingeplant. Aber wenn
Sie möchten, können Sie gerne bleiben. Vielleicht auf einer Beretti.
In einer halben Stunde hätte ich etwa zehn Minuten Zeit, ja?
Frau Dr.
Berger vom Innensenat, ist sie auch hier?
Wir reden später, okay?
Nehmen Sie sich gerne ein Drink.
Ein Drink, bitte.
So
eine
Bauart habe ich schon mal gesehen.
Wenn die Taliban keinen Springstoff mehr hatten, haben sie so ähnliche Dinge
verteilt. Manche waren scharf, manche nicht.
Ziemlich tricky.
Aber eine Rauchbombe, soll das ein Witz sein?
Ja, kannst du das mal deinen Spezialisten zeigen?
Warum schickst du das nicht in euer Labor?
Weil die so langsam sind, deshalb frage ich ja dich.
Bekennerschreiben oder sowas gab es nicht?
Ist auf jeden Fall nicht Islamisten -Style, eher Agenten -Style. Aber schwer
sagen. Noch eine Frage.
Kennst du diese Frau, Soraya Barakzai, Afghanin? Die könnte was damit zu tun
haben.
Hältst du das für denkbar, dass jemand von den Geflüchteten hier in Berlin
technisch und organisatorisch zu sowas in der Lage ist?
Schachschütze meinst du?
Ich höre mich mal um, aber kann nichts versprechen.
Wann kommst du eigentlich wieder zurück an die Akademie?
Langweiliger da, ohne dich.
Na, das freut mich ja.
Ich schaue, was ich zu dieser Soria finden kann.
Ja. Dank dir. Pass auf dich auf. Und danke.
Hey, Susanne!
Ja? Diese orange Farbe an der Handgranate.
Genauso haben die Deutschen ihre Übungsgranaten in Masar -e -Sherif
Die Deutschen?
Danke. Ja?
Wie läuft die Überwachung von der Barak -Saal? Bisher kein Hinweis auf eine
Beteiligung. Sie versucht allerdings, ständig jemanden zu erreichen.
Malik kümmert sich um die Identifikation der Rufnummer.
Mein Kontakt... Beim BKA sagt, so eine orange Markierung hat er in Masar al
-Sharif schon mal an einer Übungsgranate gesehen.
Echt? Bei Spezialeinheiten der Bundeswehr.
Bundeswehr Afghanistan.
Der Tag, an dem man in die Offensive gehen wollte, das ist doch kein Zufall,
oder? Weil Offensive so militärisch klingt.
Hören Sie mich?
Hören Sie mich?
Hier bleiben, ja? Wir brauchen eine Notarzt! Schnell!
Notarzt!
Schau mich an! Schau mich an!
Bleib hier! Hey! Bleib hier!
Fels zudrücken!
Ganz fest!
Fels zudrücken!
Arvid Wittek ist der einzige aus der Afghanistan -Delegation, der nicht hier
war. Das MEK soll ihn und Ulrike Menzel sofort in Schutzgewahrsam nehmen.
Nein, die ist nicht mehr hier.
Keine Ahnung, ich weiß es nicht, wo die ist. Ja, okay?
Danke.
Ja, danke.
So eine Scheiße!
Der Besuch des Königs wurde abgesagt.
Spezialmunition aus Militärbeständen.
An sowas kommt man nicht so leicht ran.
Die eine Kugel zerfetzt die Halsschlaghalle, die andere geht voll
war doch kein Profi.
Vielleicht wurde er gestört.
Vielleicht gibt es ein Zeugen.
Vielleicht, vielleicht, vielleicht.
Dieser Scheißkerl bringt sie direkt vor unsere Augen um und wir wissen nichts
über ihn.
Zwei Zentimeter bei der Rechte, sie wäre noch am Leben.
So eine Scheiße, echt.
Versprochen, aber noch nichts geschickt. Muss erst der militärische
Abschirmdienst prüfen. Ihnen ist aber schon klar, dass wir hier zwei Morde
innerhalb von sechs Stunden haben, oder?
Malik. Dieser Volkmar vom Tag hat sich gemeldet.
Wollt ihr noch mit ihm sprechen?
Das ist im Moment nicht relevant.
Es gibt übrigens juristischen Ärger wegen dem Protokoll vom
Untersuchungsausschuss. Dann kümmere ich mich um die Familie von Frau Alvarez.
Die Tochter lebt anscheinend beim Vater in der Schweiz.
Himmel, Herrgott.
Nicht du mal.
Ihr habt eine Anzeige auf dem Tisch.
Sag das nochmal.
Ja, leider.
Ulrike Menzel wehrt sich gegen den Polizeischutz.
Sie hat sich Rechtsbeistand besorgt. Eine renommierte internationale Kanzlei.
Die haben Anzeige gegen euch erstattet, wegen gleich mehrerer Dienstvergehen.
Oh Gott.
Hat für die Nächste ich nicht den Schutz abnehmen lassen? Was ist denn los mit
dieser Frau?
Sie hat doch einen Dachschaden, ihr Alte.
Da wird jemand vor Ihren Augen erschossen.
Und wir haben nichts Besseres zu tun, als uns anzuzeigen?
Unsere Arbeit zu behindern?
Der Anruf bei der Inselnation, mal doch auf Sie, oder?
Da klebt noch Blut an Ihrer Bluse.
Manuela Reichert, die Anwältin von Frau Menzel.
Und Sie sind?
Susanne Bonar.
Frau Menzel, Sie sind in Lebensgefahr.
Die Attentate auf Herrn Weghorst und Frau Alvarez.
stehen vermutlich im Zusammenhang mit Ihrer Afghanistan -Reise.
So wie ich das sehe, haben Sie parlamentarisches Recht verletzt, um
Mandantin mit fragwürdigen Methoden unter Druck zu setzen.
Genau. Und ja, wir haben Anzeige erstattet. Aber wen wollen Sie denn
mit Ihrem Schmierentheater?
Die Demokratie, Herr Caro.
Genau. Frau Menzel, Sie haben Angst, ja.
Ich weiß nicht wovor, Sie reden ja nicht mit uns.
Aber leider schützen Sie damit nur einen, und das ist der Mörder Ihrer
Frau Bonat?
Herr Caro, danke für Ihr Kommen.
Wir werden für die Sicherheit von Frau Menzel sorgen.
Ach so, ja?
Sehen Sie lieber drauf, ja?
Was Sie und Ihr Verein hinter den Kulissen für schmutzige Deals
der Politik Gesetzestexte zu diktieren, ist mir scheißegal.
Wir sind von der Mordkommission. Und wir müssen einen Mörder finden, auf dessen
Abschlussliste Sie die Nächste sind.
Frau Menzel.
Bitte lassen Sie meine Mandanten... Frau Menzel.
Sie setzen Ihr Leben aufs Spiel.
Es kann heute Abend schon vorbei sein.
Ich weiß nicht, ob es das wert ist.
Sie haben recht.
Ich habe meine Kontakte spielen lassen, damit Ihnen das Ausschussprotokoll
wieder abgenommen wird.
Ich habe ja davon abgeraten.
Ich will einfach nicht, dass diese verdammte Reise und alles, was da
wieder aufgerollt wird.
Aber genau wie Sie will ich, dass diese fürchterlichen Taten aufgeklärt werden.
Wissen Sie was? Ich glaube Ihnen kein Wort.
Wenn Sie uns zusichern, dass Ihre Ermittlungen ausschließlich die Morde an
Alvarez und an Herrn Weghorst betreffen, dann... Dann was?
Wenn Sie die Möglichkeit haben, uns das Protokoll zu entziehen...
Da haben Sie doch sicher auch die Möglichkeit, uns Zugang zu verschaffen.
zwar zum ungeschwärzten Original.
Ich muss sehen, was ich tun kann. Moment, Moment. Bevor wir sowas
können wir uns darauf einigen, dass eine Durchsuchung vom Tisch ist?
In unserer Zuständigkeit sehe ich dafür momentan jedenfalls keine Notwendigkeit.
Ob wir allerdings die Staatsanwaltschaft darüber informieren, dass sie versucht
haben, Ermittlungen zu beeinflussen, das entscheiden wir noch.
Gehen Sie bitte weiter, Herr Wittek.
Danke. Helfen Sie mir mal darüber ab.
Ich glaube, ich weiß, von wo er geschossen hat.
Ihr habt noch ein kleines Stück nach rechts.
Ja.
So schnell kriegt man normalerweise keinen Zugriff auf die
Da müssen Sie schon ein paar besondere Freunde haben da oben.
Die Bedingungen waren optimal.
So kaum Wind.
Kurze Distanz, unbewegtes Ziel.
Ein guter Schütze hätte sauber treffen müssen.
Sie glauben, das war jemand, der sowas noch nie gemacht hat?
Na ja, ein Profi hätte aufs Herz gezielt, ne?
Vielleicht war er bemühtet. Er muss viele Stunden hier verbracht haben.
Wieso? Weil die britischen Sicherheitskräfte das Gebäude schon
abgeriegelt haben. Deswegen King Charles.
Gestern schon?
Dann sind es vielleicht zwei Täter.
Zwei Täter, die im Team arbeiten und unabhängig voneinander agieren.
Danke.
Caro, wenn Sie das hören, rufen Sie mich an.
Es sind zwei Täter.
Such mich zurück, ja? Such mich zurück!
Wie zum Teufel hat dieser Kerl es geschafft, unentdeckt zu entkommen?
Da oben sind überall Kameras. Alle Türen werden überwacht.
Vielleicht ist er geklettert oder hat sich abgeseilt.
Ach, Quatsch.
Das MEK war zehn Minuten nach den Schüssen da. Es hat niemand irgendwas
Oh, stopp.
Moment. Spulen Sie bitte zurück.
Der Erste, der runtergegangen ist, den möchte ich noch mal sehen.
Ja.
Halt.
Können Sie den ein bisschen größer machen?
Na klar.
Vier sind hochgekommen, fünf sind wieder runtergegangen.
Man hatte sich beim Hochkommen als Sicherheitsmann getarnt und beim
als... Als Polizist. Ja, genau. Was ist denn das jetzt? Jetzt nicht.
Das ist die Identifikation der Rufnummer, die Frau Baxay heute mehrfach
angerufen hat. Entschuldigung, ja.
Ein gewisser Stefan Unge.
Caro! Der Kommandant der KSK -Gruppe im Flugzeug hatte eine Beziehung zu Soraya
Barakzai. Eine Liebesbeziehung. Und jetzt raten Sie mal, was er beim KSK
hat. Der war Scharfschütze? Genau.
Unser Mann heißt Stefan. Stefan Unge?
Woher wissen Sie das?
Soraya Barakzai hat heute mehrfach versucht, Stefan Unge zu kontaktieren.
Wie sind Sie auf den Mann gekommen?
Unge hat selbst vor dem Ausschuss ausgesagt.
Und Weghorst hat ihn zum Sündenbock gemacht.
Hat ihm vorgeworfen, bei dem Einsatz in Kabul operative Fehler gemacht zu haben,
wegen seiner privaten Beziehung zu Soraya Barakzai.
Es war wohl ein Schock für Unge, Soraya im Ausschuss wiederzusehen.
Hat wahrscheinlich gedacht, sie wäre tot.
Und dann steht sie plötzlich vor ihm. In Deutschland.
Erst in der Anhörung erfährt er, dass ihre beiden Kinder tot sind.
Sie blockt seine Kontaktversuche ab und dann macht Weghorst ihn vor dem
Ausschuss auch noch für den Tod der Kinder mitverantwortlich.
Da hat es bei ihm Klick gemacht.
Dann ist der zweite Täter vermutlich ein Kamerad von Unge.
Da können Sie recht haben.
Ich kümmere mich um die Verhandlung nach Stefan Unge.
Okay.
Ich lasse Soraya Barakzai verhaften.
Habi! Habi!
Ja.
Ja, ja, gut.
Frau Barak sei es gerade verhaftet worden. Hat keinen Widerstand geleistet.
Das ist doch gut. Sehr gut.
Danke. Gute Arbeit.
Ja, Karo hier, was gibt's?
Was?
Okay,
danke.
Was denn?
So eine Chance!
Was denn?
Er ist mit der Kette erschossen worden. Vor seinem Haus. Jetzt ist er auch tot.
Unge?
Die Identität ist noch nicht geklärt, aber es ist nicht Stefan Unge.
Und woher wissen Sie das?
Der Mann hat nur einen Arm.
Wie bitte?
Das ist eigentlich ein Ex -Soldat, der im Kampf schwer verwundet worden ist.
Das ist der zweite Täter.
Deswegen hat er auch nicht sauber getroffen. Er ist körperlich
Ulrike Menzel, die ist die nächste.
Ich fahre sofort hin. Gut, machen Sie das.
Ich versuche aus Frau Barakzai was rauszukriegen.
Gut. Viel Glück.
Noch nichts Neues wegen Unge.
Soll Frau Barakzai erkennungsdienstlich erfasst werden?
Nein, bitte sofort zur Vernehmung.
Entschuldigung, tut mir leid.
Alles gut.
Wir gehen davon aus, dass jemand, den Sie kennen, hinter den drei
Tötungsdelikten steckt, die heute verübt wurden.
Stefan Unger.
Er ist immer noch da draußen.
Warum tut er das?
Wussten Sie, was er vorhat?
Ich kenne niemanden mit diesem Namen.
Erzählen Sie mir mal, wie Sie ihn kennengelernt haben.
Erzählen Sie mir das.
Sie lieben ihn.
Jemand hat sich in die Luft gesprengt.
Vor der Schule.
Mein Sohn hat einen Metallesplitter abbekommen und die Deutschen haben ihn
versorgt.
Stefan hat ihn ins Feldkrankenhaus gebracht.
Er war sehr freundlich zu uns.
Der Rest ist privat.
Okay.
Wann hatten Sie den letzten Kontakt zu ihm?
2021, das war kurz nach dem Tumult am Flughafen.
Es war ein kurzes Telefonat, weil wir abgeholt wurden.
Ich musste mit meinen Kindern untertauchen und er hat uns Adressen von
Houses genannt.
Kontakte zu Verbindungsleuten.
Er hat nicht selbst versucht, sie da rauszuholen.
Er hätte alleine nichts ausrichten können. Er war in Deutschland.
Seine Armee hat Afghanistan verlassen.
Und dann hatten sie keinen Kontakt mehr.
Trotz allem, was sie erlebt haben, was ihnen passiert ist. Er hat viel für sie
riskiert. Gegen Vorschriften verstoßen. Er wollte sie und ihre Kinder wirklich
retten. Er wollte mit uns leben.
Ich habe keine Ahnung, warum er das tut, auch wenn Sie das denken.
Ach, Sie wissen also, dass er es ist.
Stefan Unge, ist das sicher?
Das ist ein Elite -Soldat.
Zu jemandem ist es gewohnt, allein im feindlichen Gebiet zu operieren. Dafür
er ausgebildet und trainiert worden.
Unge hat das nicht alleine durchgezogen. Es gab einen Komplizen.
Ein zweiter Schütze?
Der ist inzwischen tot.
Wahrscheinlich ein ehemaliger Kamerad.
Wie wird Unge wohl auf den Tod seines Partners reagieren?
Er wird seine Mission durchziehen, ohne zu zögern.
Wenn es ein weiteres Ziel gibt, müssen sie davon ausgehen, dass es bereits
observiert. Ich bin gerade unterwegs dahin.
Er wird sich zum Nutze machen, dass sie überall eine potenzielle Gefahr vermuten
und sehr wahrscheinlich genau in die falsche Richtung sehen.
Die Taliban haben...
Die gesamte Stadt durchkämmt.
Haus für Haus.
Gnadenlos.
Nach dem Abzug war niemand mehr da, der sie hätte aufhalten können.
Unser Safehouse wurde zur Todesfalle.
Sie haben die Türen und Fenster verriegelt und das Haus angezündet.
Meine Kinder hatten keine Chance zu entkommen.
Entschuldigung, mir fehlen ein bisschen die Worte.
Wie konnten Sie das Feuer überleben?
Ich war nicht dort.
Ich habe unsere Flucht vorbereitet. Eine Frau von Rescueplan wollte uns helfen.
Als ich zurückkam, um die Kinder zu holen, war da nur noch eine Ruine.
Sie haben auf mich gewartet, weil sie wussten, dass ich zurückkommen werde, um
meine Kinder zu beerdigen.
Aber ich habe mich versteckt, damit sie mir nicht die Haare abschneiden, damit
sie mich nicht foltern, damit sie mich nicht umbringen.
Ich war nicht dort.
Ich war nicht da, um sie sterben zu sehen, und ich war nicht da, um sie zu
beerdigen.
Wie hielten ihre Kinder?
Ravi und Nusri.
Wie alt sind sie geworden?
Nusri zwölf, Ravi neun.
Sehnen Sie sich nach Rache.
Rache bringt mir meine Kinder nicht zurück.
Wie überlebt man sowas?
Wer sagt, dass ich es überlebt habe?
Ich wollte Ihnen diese Genugtuung nicht schenken, aufzugeben.
Ich wusste, es gibt einen Grund, warum ich noch lebe.
Gerechtigkeit, ausgleichende Gerechtigkeit. Wahrheit.
Die Taliban sind die Mörder, aber der Westen hat ihnen die Opfer ausgeliefert.
Ich will, dass die deutsche Bevölkerung weiß, dass ihre eigene Regierung diese
Menschen ihrem Tod überlassen hat.
Menschen, die an eure Werte glauben.
Oh Gott, ich fürchte, dass es bei diesem Einsatz nicht um Werte ging.
Eher um Interessen.
verlangen. Die Polizei wird diesen Verrückten finden und festnehmen.
Hast du deine Sachen schon gepackt?
Trittst du den Koffer nochmal runter?
Stefan hat nach innen gesucht. Er ist sogar nach Pakistan gereist. Er hat erst
im Untersuchungsausschuss erfahren, dass sie leben.
dass Sie in Berlin sind.
Ich wollte keinen Content.
Gut.
Wir haben hier einen Einzelverbindungsnachweis Ihres Handys.
letzten zwei Monate.
Wir wissen, dass Stefan Unger Sie kontaktiert hat und wir wissen, dass Sie
versucht haben, ihn anzurufen.
22 Mal.
Sagen Sie endlich die Wahrheit.
Ich wollte ihm sagen, dass er...
Keine Schuld daran hat, was mit den Kindern passiert ist.
Ach so.
Aber Jürgen Weghorst schon.
Und Arvid Wittek.
Und Elisabeth Alvarez.
Diese Menschen, die hatten auch Kinder.
Familie.
Freunde.
Sie sind Richterin. Sie haben an den Rechtsstaat geglaubt. Und nicht, dass
mit Blut vergolten wird.
Wussten Sie, was er vorhat? Nein. Nein.
Nein.
Sie dürfen nicht zulassen, dass Stefan noch einen Menschen tötet.
Denn er tut es für Sie.
Ich lasse Sie jetzt ein paar Minuten alleine.
Hallo. Und?
Alles ruhig?
Alles ruhig.
Ich habe zwei Mann auf dem Dach, zwei im Garten und einen bei Frau Menzel drin.
Sie packt noch ihre Sachen.
Das ist doch gut.
Wir haben es hier mit einem Elite -Soldaten zu tun. Das ist wirklich
Wie gesagt, wir haben das im Griff, ja?
Ja, Caro?
Frau Menzel, Volkmar. Vom Tag.
Sie haben versucht, mich zu erreichen.
Herr Volkmar, kann ich Sie später vielleicht zurückrufen?
Ulrike Menzels Team will auspacken. Es geht um Weghorst.
Welche Idee wäre das sein könnte?
Was?
Mit wem haben Sie gesprochen?
Ich wollte ja nicht sagen.
Ein Mann, relativ jung, schätze ich, akzentfreie Aussprache.
Will Sie mich betreffen?
Treffen wo?
Hier in der Tiefgarage, um 8.
Sind Sie denn vor Ort?
Ich dachte nur, Sie wüssten vielleicht... Scheiße, scheiße,
scheiße! Hallo?
Sebastian, wo ist er?
Los!
Ich bin da!
Ich bin da! Ich bin da!
Ich bin da!
Wo ist die Kasse drin?
Verlina, wir haben eine Geile in der Lage.
Flüchtiges Fahrzeug Richtung Stadteinwärts.
Verstanden, oder habt ihr ein Kennzeichen?
Hallo.
Danke, dass Sie so schnell gekommen sind.
Wir brauchen Ihre Hilfe.
Sie müssen Frau Baraksei überzeugen, dass sie mit uns kooperiert.
Ich kann Ihnen im Moment die Details... Haben Sie Einblick erhalten?
In das ungeschwärzte Protokoll? Was hat das jetzt damit zu tun?
Wenn Sie zusagen, dass Sie die Öffentlichkeit über alle relevanten
informieren, dann helfe ich Ihnen.
Entschuldigung, das sind geheime Informationen.
Dann mache ich mich genauso strafbar wie Sie, wenn ich das tue.
Auslegungssache.
Wenn es ermittlungsrelevant ist, nicht.
So finden Sie das vor dem Hintergrund, dass heute drei Menschen ermordet
Nicht zynisch, diesen Erpressungsversuch?
Zynisch?
Ist, was wir mit den Menschen in Afghanistan gemacht haben. Aber das ist
offenbar vollkommen gleichgültig.
Wie allen Beamten.
Ich kann Sie nicht zwingen, uns zu helfen.
Ich hatte irgendwie auf Sie gehofft, wenn es um Menschenleben geht, aber da
ich mich offensichtlich getäuscht.
Warten Sie.
Volkmar, bitte hinterlassen Sie eine Nachricht und Ihre Telefonnummer.
Ich rufe zurück.
Scheiße.
Sag gern.
Caro. Unge hat Ulrike Mentzel als Geisel genommen. Er ist auf der Flucht. Ich
habe ihn verloren.
Aber Vincent Volkmar, der hat sich bei mir gemeldet. Er trifft sich mit
aus Mentzels Team, der ihm Internetinformationen über Weghorst
Das ist Unge.
Ja. Der sucht die Öffentlichkeit. Ja, ganz genau. Und Volkmar soll sein
Sprachrohr werden.
Ja, aber wo sind die verdammt?
Er hat gesagt, er ist in einer Tiefgarage. Nein, warten Sie, er hat
bin in der Tiefgarage.
Vom Lebensmittelverband.
Ja, klar, natürlich.
Um 8 soll es losgehen.
Das habe ich noch.
Was hat er mit Ihnen vereinbart? Ein Interview?
Livestream. Ja, ein Medienereignis. Er meinte, es ist eine Sensation.
Die Vekors -Story.
Ich glaube, dass das Vekors tot ist.
Ist das Ihr Equipment? Ja.
Caro? Dann bauen Sie das mal auf und erklären mir gleich, wie es
Unge will einen Livestream. Er will live auf Sendung gehen.
Seine Abschiedsrede.
Er will sie öffentlich hinrichten und danach vielleicht sich selbst.
MEK und SEK sind schon unterwegs.
Die sind jetzt spätestens 10 Minuten da.
Nein, nein, stopp. Die sollen bleiben, wo sie sind. Wenigstens wissen wir
wo er hin will. Wenn er misstrauisch wird, dann fährt er mit der Geisel noch
sonst wo hin.
Robert!
Sie müssen jetzt sich und Volkmar in Sicherheit bringen, ja?
Wir waren heute dreimal zu spät.
Caro! Ach Gott!
Okay.
Aber nur das Wichtigste, ja?
Geben Sie mir Ihr Handy.
Handy, Ton, Kamera.
Ja, Bonar hier. Wir haben eine ganz neue Lage.
Caro ist in der Tiefgarage.
Aussteigen!
Aussteigen!
Aussteigen!
Umdrehen!
Ich wollte...
Sie kriegen es wieder, wenn es so weit ist.
Packen Sie Ihre Sachen zusammen, wir gehen nach oben.
Los, wir gehen vor.
Jetzt, dritter Stock.
Weiter, da ist die Tür.
Weiter.
Schnapp, schnapp, schnapp.
Zurück, zurück zum Auto, zurück.
Zum Auto.
Mit das Auto.
Ja Gott, wir haben am Landeweg gerollt.
Bitte verlassen Sie uns nicht.
Klar, Herr Herrmann.
Wollen Sie die Sache machen?
Wir machen das hier.
Was ist denn jetzt los?
Ganz ruhig. Wir brauchen Ihre Hilfe.
Zeigen Sie uns alle Bilder der Kameras aus der Tiefgarage.
Na los, Mann.
Ja, mach ich auch schon.
Beeilte Sie sich.
Wir gehen gleich zur Schenkung.
Alles klar.
Was haben wir denn für Optionen?
Was verdient ihr eigentlich?
Na, jedenfalls keine guten.
Können Sie die beiden recht unten größer machen?
Oh Gott.
Er schreibt, Unge hat Sprengstoff und Handgranaten.
Ich lasse er durchschüssen, damit Sie mir nicht weglaufen, ja?
Binden Sie das Bein ab, bleiben Sie ruhig, dann ist es halb so schön.
Wir müssen den da rausholen.
Ja, es ist fast unmöglich, ohne ihn und die Geisel zu gefährden. Er hat den Ort
gut gewählt.
Dann schicken Sie mir Frau Barakay.
Scheiße.
Alles okay.
Geht gleich los.
Stream läuft.
Mein Name ist Oberstleutnant Stefan Ungel.
Kommando Spezialkräfte des deutschen Heeres, 1. Kommando Kompanie
Scharfschützenzug.
Ich habe in Afghanistan gedient.
59 meiner Kameraden sind von dort nicht zurückgekehrt.
Wofür sind sie gestorben?
Für nichts.
Denn am 30. Juni 2021 wurde alles, was man uns erzählt hatte, für nichtig
erklärt.
Anstatt für Frieden und Freiheit zu sorgen, haben wir Tausende von Menschen
Verderben geschickt, indem wir sie zurückgelassen haben.
Menschen, die sich auf unser Wort verlassen haben.
Wie wir Soldaten uns auf unser Land.
Heute gibt es Gerechtigkeit für einen neunjährigen Jungen und seine
Schwester.
So, sind Sie jetzt soweit.
Ich würde ihn jetzt anrufen.
Vier deutsche Staatsbürger sind verantwortlich für Ihren Tod. Sie
Sie werden heute zur Rechenschaft gezogen. Versuchen Sie einfach ruhig zu
bleiben. Ruhig atmen.
Ruhig und tief.
Die Urteile gegen Jürgen Weghorst.
Elisabetha Alvarez und Arvid Wittek wurden bereits vollstreckt.
Ihr Tod wird der Öffentlichkeit eine Menge wert sein.
Was macht er da? Befindet sich jetzt gerade hier in meiner Gewalt.
Auch sie wird heute sterben.
Vier Leben, deren Wert mit nichts aufzuwiegen ist.
Vier Leben.
So, Achtung.
Kostbar, einzigartig.
Wie die beiden Kinder, die vier Menschen auf dem Gewissen haben.
Deren Namen aber niemand kennt.
Denn es sind afghanische Kinder und Afghanistan ist weit weg.
Niemand interessiert sich dafür, dass dort getötet und gefoltert wird.
Es werden Menschen gefoltert und getötet, weil sie für uns gearbeitet
Die Namen dieser beiden Kinder waren Ravi und Nusri.
Ihre Mutter war Richterin.
Frau Bonar, wir haben vielleicht nur dieses eine Zeitfenster. Solange wir
Kontakt aufgebaut haben, ist es zu gefährlich.
Man wird später wahrscheinlich behaupten, ich wäre ein Irrer, ein
Aber nicht alle Menschen werden das glauben. Jetzt ist er abgelehnt. Es ist
gefährlich. Wenn wir jetzt nicht reingehen, kann es zu spät sein. Auch
Kollegen. Nein.
Wir Deutschen haben Versprechen gegeben, die wir nicht eingehalten haben.
Wir haben Werte verraten, von denen wir behaupten, dass wir für sie stehen
würden.
Und wir haben wirklich geglaubt, das hätte keine Konsequenzen für uns selber.
Bereit machen.
Machen Sie! Meine Fresse, wir haben keine Zeit. Wir müssen jetzt reagieren.
Sie gehen da runter zur Reihe, ja?
Ja. Hoch.
Mitkommen.
Geben Sie uns jetzt einen Versuch, ja?
Jürgen Weghorst, Elisabeth Alvarez, Arvid Wittek und Ulrike Menzel haben auf
Rollfeld des Flughafens in Kabul ihr Leben über das von Frauen und Kindern
gestellt, die auf Rettung hoffen.
Sie hätten sich später zu ihrer tiefen Schuld bekennen können.
Vor dem Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages.
Wären Sie dort doch nur für einen einzigen Augenblick aufrichtig gewesen.
hätte meine Meinung geändert.
Ich hätte die Lage akzeptiert, so wie sie ist.
Aber Sie haben doch gelogen.
Mehr noch.
Sie haben mit dem Finger auf andere gezeigt.
Wer so handelt, hat den Anspruch darauf verlogen, nach moralischen Grundsätzen
und rechtsstaatlichen Gesetzen beurteilt zu werden.
Wer so handelt, für den geht Auge um Auge, Zahn um Zahn das älteste Gesetz
Welt.
Heute ist der Tag, an dem ich den Horror aus Afghanistan nach Deutschland
bringe. Denn alles, was wir tun, hat Konsequenzen.
So, warten Sie, warten Sie.
Warten Sie, sie ist hier.
Schnauze!
Sie ist hier im Gebäude. Hinter die Kamera, jetzt!
Was glauben Sie, wer da gerade angerufen hat? Auf ihrem Handy!
Ihr einarmiger Kamerad? Hinter die Kamera!
Ihr Partner ist tot, aber Soraya lebt.
Wollen Sie nicht mit ihr reden? Schnauze!
Soraya ist doch der einzige Grund, warum Sie das Ganze hier veranstalten, oder?
Herr Unge, wer sind Sie?
Haltet euch bereit.
Geht ihr über die Zugänge West und Ost.
meine Kinder töten.
Ich erlaube das nicht.
Was machst du da?
Kommen Sie.
Was machst du? Die Leute mussten das hören.
Das war ich den beiden schuldig und dir auch.
Lass ihn los mit.
Wir sterben!
Wir sterben!
So schnell werden Sie mich nicht los.
Wenn ich sowas nochmal mit Ihnen erlebe, dann sind Sie sauberen Arsch versorgt.
Das könnte richtig interessant werden mit Ihnen.
Das Leben ist wie eine Krimiserie.
Manchmal ist es ganz anders, als man denkt.
Dator mit Manuas.
Can't find what you're looking for?
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