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Die sagen, in Berlin fällt keine Bombe mehr her. Sieht doch gleich aus, der
Führer, was? Und was der Mann arbeitet, die ist nachtdurch. Wenn die anderen nur
an ihren Falten warten.
Na, meine Gott, das hat ja keine Gegner. Was sind das für Leute auf der anderen
Seite?
Stalin, Schaffel, Roosevelt.
Was dann?
Wenn einen diese Augen so durchdringend anschauen? Brauche ich jedes Mal eine
innere Spülung. Ab dafür zu Otto.
Herr Hitler von Stetten. Herr Hitler, Herr Harrer.
Was hat denn Bauchwitz heute Abend gehabt? Der war so nervös.
Irgendwas ist los. Wird Johannsdienst schon Erkundigungen ein? Herr Hitler,
General.
Na, was machen wir mit dem angebrochenen Abend?
Wollen wir auch zusammen auf ein Schnäpschen?
Kurianke! Tut mir leid, Wuppenführer.
Ich hab noch eine kleine Feier bei Otto für Eilers.
Wir haben sich wieder was angehängt. Ah, Kommodor Eilers, den hätte ich auch
ganz gern begrüßt.
Wollen wir mitnehmen?
Meine Witze sind ja sowieso schon bekannt.
Sind ja alle bei seinem Chef in meinen Personalakten eingetragen. Ich bitte
nichts ist eingetragen. Wir haben doch Sinn für Humor. Das war Walter Himmler,
kommen Sie mal rum.
Ja, wir sind komplett.
Das Auswärtige Amt hat sich da drüben geklemmt.
Naja, also ich bin motorisiert.
Lötje an, los, renn!
Was war denn da los?
Ringelfis, zwei Vierer!
Dicke Luft bei Moskau, was? Ja, soviel ich rauskriegen konnte. In Russland
es mächtig an zu frieren. General von Bock hat kalte Füße bekommen.
Er soll an der Strippe gerufen haben, entweder zurück oder keine weitere
Verantwortung und so weiter und so weiter.
132 .000 Bruttoregistertonnen im Kampf um England versenkt.
Sondermeldung, Sondermeldung.
Glauben Sie nicht, dass was passieren kann? Ich meine etwas Entscheidendes.
schon passiert.
Sie meinen der zunehmende Materialverbrauch? Ich meine Russland.
strategisch gesprochen, wenn wir Russland erledigt haben... Haben wir
nicht, Herr vom Flunk.
Ich verstehe zwar nichts von Strategie, ich weiß nur, was der Laden kostet. Vom
Standpunkt der Luftwaffe aus.
Glauben Sie, dass wir mit unserer Produktion nicht nachkommen können? Weiß
nicht, was die anderen in ein bis zwei Jahren aufbringen können. Und wir? Wir
müssen Bomber bauen statt Jäger. Nee, General, da überschätzen Sie die
Produktionskraft der westlichen Demokratien. Die sind doch psychologisch
unterhöht.
Ja, da müssten aber denn doch bei Zeiten geeignete Maßnahmen getroffen werden.
Naja, vielleicht weist das Auswärtige Amt mal wieder rein.
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach gäbe es noch einen politischen Ausweg, falls
ein militärischer Vollsieg zur Zeit nicht erreicht werden kann. Vor allen
Amerika raushalten. Ja, wann abblasen, dann irgendwie separat Frieden mit
Russland und Kompromisslösung mit London.
Marke Ribbentrop, 1941er Spätlese.
Amaniak für Harris.
Er fängt ja immer mit einem doppelten Amaniak an.
Herr Detlef, François, wo steckt ihr denn?
Hier ist doch gar nichts los.
Was soll ich denn drüben mit den drei Neuen machen, wo heute Reichstag war?
Harald hat uns ausdrücklich für seine Gesellschaft abkommandiert.
Warst du an mich von wem zuverlässig? Aber die ganze Bude ist voll großer
Ach, exaltiere dir nicht, Otto.
Sei ein guter Bubi. Gib Hans ein Küsschen.
In anderen Zeiten würde ich euch aus der Stelle hinauswerfen. In anderen Zeiten?
Herr General!
Herr Otto!
Herr Generaldirektor, Herr Baron, Herr Hauptmann, ganz große Ehre, Herr
Ja, bitte?
Alles vorbereitet.
Der Hummer ist schon erholt.
Detlef, doppelten Armerjagd. Voilà.
Aufnahme. Herr General.
Bitte, Herr General. Bitte, Chef, vorher einen Blick auf das Arrangement werfen
wollen. Das sieht ja ganz manierlich aus.
Passt doch wie in guten alten Zeiten.
Bei uns immer gute Zeiten, Herr General.
Alt oder neu, wir ändern uns nicht.
Das ist ein schönes Wort für das Poesiealbum.
Wir ändern uns nicht, was, Dicker?
Und legt der Bauch auf Falten, wir bleiben doch die Alten.
Was ist das für ein komischer Draht da am Fenster?
Was ist das für ein Draht?
Warum fahren Sie mich denn?
Da läuft der Draht ja weiter, ne?
Ach so, da ist das Radio geerdet.
Der Draht ist vom Radio, natürlich.
Von wegen drahtlos.
Drahtfunk von wegen Luftlage, Herr General.
Jetzt fang ich auch schon an, nervös zu werden.
Um elf keine Anflüge.
Na, Damen und Herren, Feind!
Wo stehen die Roten?
Oh!
Ich ruf mal schnell an, dass die Kinder endlich kommen.
Sagen Sie am Helden von Schwiegersohn, er soll ein bisschen Dalli machen.
Sonst fressen wir hier alles auf.
Alle?
Oh, Papa, ja.
Ja, ja, wir kommen gleich.
Ja, mache ich.
Wir sollen ganz schnell kommen.
Ganz schnell.
Müssen wir da wirklich hingehen?
Natürlich.
Harald hat solchen Spaß an solchen Feten.
Aber wir bleiben nicht lange, nein?
Weißt du, Anne, das Schlimmste ist das Wegsein von zu Hause, von dir und von
beiden Fatzen.
An den Diensten, an die Kämpfe hat man sich ja langsam gewöhnt, aber auf die
Dauer... Es ist ja nicht für die Dauer.
Es geht ja vorüber.
Jetzt muss es sein.
Tja, jetzt muss es sein.
Und wir wissen ja auch wofür.
Na, komm, Haras, warte.
Och, jetzt habe ich das vergessen. Dann muss ich es eben morgen kleben.
Bist du fertig?
In fünf Minuten.
Du, ob es da heute Abend eine Verlobung gibt?
Na, Hartmännchen, warum bist du denn so stumm?
Ich bin noch nicht ganz hier.
Gestern Abend noch über London und jetzt... Es geht alles so schnell.
Und denk mal nicht mehr dran, Kleiner. Ich hab dir deine Fronterlebnisse für
deine Memoiren auf und sei ein bisschen vergnügt. Jetzt bist du in Berlin und
heute Abend sind wir bei Otto.
Guck mal, ohne Träger.
Was willst du mit deinem Urlaub anfangen? Hast du schon Pläne?
Ich wollte meinen Urlaub irgendwo auf dem Lande verbringen. In den Bergen.
Ich dachte, wir könnten... Du meinst Garmisch oder so?
Ist doch überhaupt nichts mehr los. Alles Lazarette.
Laufen so rum mit Gesichtern wie beim Staatsbegräbnis. Nee, nee. Leben kann
bloß noch in Berlin. Mach mal zu.
Mit Baron Pflunk?
Hartmännchen. Baron Pflunk ist ein kleiner Mann im Auswärtchenamt. Nee, da
müssen ganz andere kommen.
Sag mal, Pötzchen, wie sprichst du eigentlich?
Du bist so...
Wie kann man denn in einer solchen Zeit... Du verstehst von dieser Zeit
überhaupt nichts. Das ist es ja.
Schau dir Eilers an. Der ist richtig. Der ist was geworden.
Der weiß, dass man sich jetzt dran halten muss.
Wenn erst wieder Frieden ist.
Glaubst du denn, Eilers kämpft, weil er was werden will?
Er ist Soldat und er kämpft für Deutschland.
Hartmännchen, also manchmal bist du direkt... Na,
ihr beiden?
Seid ihr endlich fertig?
Friede! Du siehst ja himmlisch aus.
Leise. Die Kinder sind doch schon eingeschlafen.
Also ich kann die kleinen Mädchen verstehen, die die Postkarten mit deinem
draufkaufen.
Kommst du?
Geht nur schon vor.
Ist er dir böse?
Das ist ja so komisch.
Na komm doch mit, Junge.
Ich hol noch die Kameraden ab, die sind in der Fledermaus -Premiere im Metropol
-Theater.
Zu!
Kaffee haben!
Frau Geist allein.
Ja, Frau Geist allein.
Bitte, bitte.
Du musst ja einen Kunden.
Wieder auf. Du, meine ich. Du warst umwerfend.
In der kleinen Runde. Ja, du, wir machen was zusammen. Du wirst ganz groß.
Auf, alle noch einmal.
Ohne uns. Wir müssen zum Reichskonsul zu Otto. Bis nachher bei mir. Aber Julia,
ich bitte dich.
Na los doch, alle.
Jetzt machst du es dir nicht aus. Jetzt, aber wir müssen doch. Jetzt glaube ich,
es wird wichtig.
Jenny! Wie siehst du denn aus?
Hat Zeit, dass ich hierher gekommen bin.
Zieh dich was um, ja?
Was mit Rosenfeld?
Ich habe sie nun aus Buchenwald rausgeladen.
Es liegt hier im Polizeikrankenhaus.
Bilder der Straße.
Sie haben ihn ganz kaputt gemacht.
Aber er ist noch wenigstens hier.
Er ist mit einem Treffpartner nach Polen.
Das ist bei uns der siebte Schackengast.
Mensch, Berlin, öfter müssen wir Urlaub haben, was? Ich sag dir doch, es hat
verdäumt. Komm schnell, ich hab eine Tasche für uns gekriegt.
Erst muss ich ein Bier haben.
Halt, junge Dame.
Noch nicht trinken.
Dann reiße ich ja den Kelch von den Lippen, François, nachfüllen.
Also, ohne weitere Schwundlisten, aber von Hersten.
Ich trinke auf Friedrich Eilert, den ersten brillanten Träger der Kampfliga.
Brot.
Brot.
Gratuliere, Kamerad. Danke.
Komm mir vor wie ein Krieger, denk mal.
Willst du auch.
Sag du zu mir, Friedrich.
Glückwunsch, Alice.
Bravo.
Wäre es mir noch lieber, wenn der Jäger geblieben wäre.
Angriff ist nun mal die beste Verteidigung.
Auf General Haas.
Ich darf mir wohl erlauben.
Auf den Führer.
Prost mit dem leeren Glas. Der Führer ist abstinent.
Ein Glas Milch der frommen Denkungsart.
Das genügt, wenn ich mir die Schnauze verbrenne. Verzeihung, Herr General.
Ich kann auf meinen Schwiegersohn wirklich stolz sein.
Können wir alle, Papa.
Das ganze deutsche Volk.
Darf man auch mal ran? Aber bitte, Frau Murum. Frau Murum, klingt ja
schrecklich, so formell.
Direkt reaktionär.
Nennen Sie mich doch einfach Pünktchen.
Dankeschön, wie alle, die mich mögen.
Kommt mir ein bisschen Hass bevor, wir kennen uns doch kaum.
Du machst doch der Liebe keinen Sinn, hätte ich beinahe gesagt.
Prost, Harry.
Aber, sagen Sie mal, sind Sie nicht mit Leutnant Hartmann verlobt?
Verlobt? Verlobt ist so ein ekliges Wort. Klingt nach Plüsch, so vor ein
Händchen halten.
Direkt reaktionär. Wer ist eigentlich bei dir noch alles?
Reaktionär. Papa, ich will dir den schönen Abend nicht verderben. Sonst
ich es dir erklären.
Harry versteht mich bestimmt richtig.
Durchaus, mein Freund. Wissen Sie, morgen beim BDM verlobt man sich nicht
Das hält zu lange auf.
Da heiratet man auch gar nicht erst, da hebt man gleich die Geburtenziffer.
Mir wird es mir zu gefährlich.
Wo ist denn mein Geleit?
Hier steckt er.
Darf ich mich dem Glockenverband anschließen?
Danke, Harry. Haben Sie was Neues in Erfahrung gebracht?
Sie meinen?
Ja.
Ich möchte morgen der Sitzung die Stellung nehmen, bevor ich Ihre Meinung
Meine Meinung? Offiziell oder persönlich?
Ich glaube, wir können Vertrauen zueinander haben.
Was passiert denn eigentlich?
Ich verstehe so wenig von Ihren technischen Details.
Machen wir das selber.
Heute Nachmittag wieder eine Meldung. Diesmal aus Dessau.
Zwei Mo 168 von der V -Serie Bruch gemacht.
Bleibt Sturz.
Der vierte oder fünfte Fall liegt hintereinander.
Die Bauaufsicht steht vor einem Rätsel.
Furchtbar. dass bekannt wird, Sie tragen doch die direkte Verantwortung. Na ja,
ich kann doch nicht jeder Stückchen Aluminium persönlich abklopfen und jeder
Stahltrosse zerren.
Ich kann Stichproben machen und die Arbeit der einzelnen Abteilungen
Vielleicht ist es eine Personalfrage.
Haben Sie denn Leute auf deren Gründlichkeit Sie sich wirklich
Sie habe ich.
Sie kennen doch meinen Freund Oderbruch.
Oderbruch? Ah, der oberste Ingenieur im technischen Amt, der die Erprobung
durchführt. Der mit der Hand?
Ja, Kriegskamerad von 1418.
Der hat ein Auge, sage ich Ihnen. Dagegen bin ich ein blinder Hesse.
Dem entgeht nichts.
Das höre ich.
Oder besprechen Sie keine Berufsgeheimnisse? Aber bei uns gibt es
Geheimnisse, Gruppenführer.
Ist doch alles klar wie die Sonne.
Der Generaldirektor lässt die Kisten bauen.
Ich und meine Leute gucken Ihnen mankte Kiemen.
Holzaug ist wachsam.
Commodore und seine Knaben setzen sich rein und furzen da Mitte der Luft herum.
Und wenn Sie genügend Bruttoregistertonnen und Stadtkörtel
haben, dann hängt es Ihnen zum Hals raus.
Dritter Kreuz, meine ich.
Der ganze Trick.
Sozusagen wie beim Zauberkünstler, wo die Kaninchen aus dem Zylinder hopsen.
Ja, genau.
Harris mit der leichten Hand.
Ja, für den gibt es keine Schwierigkeiten.
Apropos Schwierigkeiten.
Haben Sie eine Erklärung für diese merkwürdigen Zwischenfälle mit den neuen
Bombern? Na, ihr beiden Hübschen.
Das werden wir Ihnen nie vergessen, General Harris, dass Sie mir einen
Abend geben.
Und was Sie über ihn gesagt haben, ich meine nicht nur die Anerkennung, ich
meine die Wärme und die Freundschaft.
Ja,
ja, das hast du ganz richtig gesagt. Das hätte ich gar nicht so gekonnt.
Ja, ja, du bist ein richtiger, steifer, alter Halsbock.
Aber ich kenne dich ja.
Du bist mir immer der Liebste gewesen, wenn auch nicht Seuf.
Na komm, du machst doch mal eine Ausnahme, ja?
Prost. Wenn Sie gehört hätten, wie er immer von Ihnen erzählt hat,
eiferschüchtig hätte man werden können.
Harras ist der erste... Nach dem Führer natürlich und dann kommt eine ganze
Weile gar nichts.
Und jetzt haben Sie den ollen Harras in Natura kennengelernt.
Keine Enttäuschung, was?
Gar keine Würde für einen General.
Und dann nicht mal ein Parteigenosse. Prost.
Naja, an der Beziehung denken wir vielleicht ein bisschen verschieden.
Prost. Aber wo es drauf ankommt, da gibt es keine Unterschiede.
Wie geht es denn zu Hause? Was machen die Kinder? Die Kinder? Die wachsen,
Die wachsen und wachsen. Der Klaus ist jetzt schon elf Jahre lang. So ein
richtiger kleiner Pimp. Ich habe auch ein paar Bilder.
Oh, nee, die habe ich im Mantel.
Darf ich die mal holen? Ja, natürlich.
Danke. Tschüss.
Sie hätten die Freude sehen sollen.
Mich hat er gar nicht bemerkt vor lauter Vaterluck.
Schön muss das sein, wenn man heimkommt und Kinder hat.
Ja, wenn man heimkommt.
Was haben Sie denn?
Ach, nichts.
Entschuldigen Sie bitte.
Mir war nur ein Moment.
Hauptmann Pfundmeier und drei Herren vom Kampfgeschwader Eilers.
Meine Herren, ich habe die Ehre, Ihnen zu Ihren Auszeichnungen zu gratulieren
und Sie in unserem kleinen Kreis willkommen zu heißen. Danke, Gehorsamst,
General.
Pfundl, alter Rübensau.
Wie bist du da nicht geworden?
Ja, Harry, alter Distelfink, hätte ich beinahe gesagt.
Darf man denn überhaupt noch du zu dir sagen?
So ein Mordsviech, was du geworden bist. Wir sind nämlich Kameraden vom Ersten
Krieg. Ja, 1718.
Winter 1718 war es, wo es mich am Steißbein erwischt hat.
Da war ich dann UK.
Aber 1923 an der Feldherrnhalle, da war ich wieder dabei.
Hauptmann Hassen, Teufel.
Oberleutnant Wretzke.
Alita Hauptmann.
Leutnant Hartmann.
Schmidt -Lausitz. Ach so, sehen Sie aus.
A la veneur.
Ist ja doch da.
Das ist Baron Flunk. Ich habe dir ja schon von ihm erzählt.
Flunk. Tröster der Witwen und Weisen.
Das heißt, wenn Sie Urlaub haben, mache ich natürlich Ferien. Oder wollen wir
mal alle zusammen bummeln gehen?
Harry muss einen gemütlichen Abend geben in seiner berühmten Propellerbar. Da
soll es zugehen. Tolle Sachen hört man.
Scheint Sie ja wahnsinnig zu interessieren, junge Braut.
Harry, ist es wahr, dass die Serviermädchen nur Feigenblätter tragen
Festivitäten? Ich komme als Serviermädchen, sage ich Ihnen.
Das wäre ein Hochgenuss an einem fleischlosen Tag.
Das ist Hermann.
Der Reichsmarschall ist zu Ihnen gekommen.
Würden Herr General bitte einen Augenblick... Was will er denn von mir?
Frau Kammersängerin Gass möchte Sie sprechen.
Leg deinen Mantel inzwischen ab, ich komme gleich.
Sieh keinen Olli.
Ich muss dich unbedingt noch heute sprechen, Harry.
Was ist denn los?
Nicht hier. Kannst du nicht später zu mir kommen?
Ich bin nur eine Viertelstunde hier. Wo guckst du denn hin? Da muss ich zu Hause
sein. Naja, aber ich hab doch Gäste.
Na, bring sie einfach mit. Das Haus ist sowieso voll.
Premierenfeier, weißt du?
Mal sehen, wenn es nicht zu spät wird.
Harrylein, aber bitte komm, bevor du ganz blau bist, ja? Also bald.
Na endlich, Mensch.
Ist doch schon Zwölfe.
Wieso keine Ausdauer?
Einer der Herren schon Angriff?
Was denn? Mensch, du hast ja schon wieder eine neue Uniform.
Wieso? Habe ich doch schon acht Tage.
Kennen Sie die Herren übrigens?
Das ist Kudritski, Oberbär Otto.
Und das ist Kleinschmidt, Fahrer bei Göring. Mal sehen.
Angenehm.
Oh, warte.
Kälte will in Russland.
Na ja, wenn es so weiter friert, dann kommt zunächst noch Janssen -Hermelin.
Sei vorsichtig mit dem. Wieso?
Wieso? Vor dem hat sogar Hermann Angst.
SD? Jeder zweite hier.
Haben Sie mal einen Fernstecher?
Da drüben fehlt auch zu trinken.
Sind Sie nicht ein bisschen unvorsichtig?
Aber, was soll mir denn groß passieren?
Die Jungs wollen doch den Krieg gewinnen.
Dazu brauchen sie mich.
Nee, nee, Morung, wenn ich nicht mehr sagen kann, was ich mir denke, dann
sich die ganze Schose überhaupt nicht mehr.
Was lohnt sich denn überhaupt?
Sieh mal an, der Morung. Alles der Einfluss von Harald. Wenn Sie früher
müssen, Harald hat sich das Geschäft eingeschminkt.
Sie und ihresgleichen, die den Kerl finanziert haben.
Da war die Börsenkrise, die Pleiten, der politische Wirrwarr, der ganze faule,
knochenlose Liberalismus und man dachte, eine starke Hand, auch nach außen.
Harald Morung.
Die wollen wir doch nicht im Ernst einreden, dass sich bei diesen Brüdern
Illusionen gemacht haben.
Seien wir doch mal ehrlich.
Als die 33 drankamen, haben wir doch ganz genau gewusst, dass ein kleiner
Weltkrieg angerichtet wird.
Aber Luftwaffe ohne mich?
Nee.
Das hätte ich nicht ausgehalten.
Ich bin Flieger.
Und außerdem nirgends auf der Welt hätte man mir diese Möglichkeiten gegeben.
Diese unbegrenzten Mittel, diese Macht.
Dazu könnte man noch viel sagen.
Na eben.
Na, wollen wir mal zum Aufbruch blasen, was? Sie nach Hause?
Nein, nein, keine Angst, wir sind alle noch eingeladen bei der geilen
Premierenfeier.
Was gibt's denn da?
Hauptmann Lütjohann hat einen vorzüglichen Witz gelandet. So, nach
Sie werden lang, Herr General, einen neuen.
Rekapituliere kurz.
Ein Mann steht vorm Arzt. Aus dem Mund hängt ihm eine Strippe.
So eine Art Litze.
Sagt der Arzt, was ist mit Ihnen los, Mann? Sagt der Mann, ganz dumme Sache,
Herr Doktor.
War gestern auf einer offiziellen Einladung. Da habe ich aus Versehen das
Brötchen erwischt, wo das Mikrofon drin war.
Na,
war was Besonderes bei Osso?
Vielleicht ein Gespräch mit Mo.
Ich habe mir ein Zeichen gemacht.
Ne, das Ganze.
Ach weh.
Da ist was kaputt gegangen.
Da ist ja auch kein Korkenzieher da, nicht?
Das war er nämlich immer da, nicht?
Der Korkenzieher hängt hier, wie immer, mein Schatz.
Du warst eben lange nicht mehr da.
Entschuldige.
Weißt du, ich habe so viel um die Ohren.
Es wird jetzt wieder anders.
Habt ihr eigentlich genug zu essen, oder soll ich euch den Koryanke mal wieder
schicken? Na, ihr habt ja jetzt vor drei Wochen vorgesorgt.
Wie mache ich?
Bist du ein jammerter Kerl?
Wie reiner Alkohol. Sag mal, du wolltest ja mit mir sprechen. Was ist denn?
Jenny war eben da.
Bist du was mit Rosenfeld? Ja.
Und du bist der Einzige, der helfen kann.
Na, meine Herren.
Wollen wir die geschlossene Formation nicht auflösen?
Na, Hauptmann, wie wär's dann mit der kleinen Geländeübung? Ja, gern. Na,
so. Nur eine Sau.
Wie meint der Tag? Ich mein, die Sau, die wo ich hab, nicht wahr?
Den ersten Abend in Berlin und schon Damen vom Theater.
Also sowas nenne ich eine Sau.
Darf ich aber nochmal schweigen?
Jenny kennt den Chef aus dem Polizeikartenhaus. Der schreibt Leute
sie nachts abholen. Im Sarg.
Das kostet 10 .000. Die haben wir schon zusammen.
Sie will versuchen, mit Rosenfeld ins Ausland zu kommen.
Na klar, dann ist die weg.
Aber wie kommen Sie denn über die Gänze?
Jenny hat doch mal bei dir fliegen gelernt.
Ja, das ist eine Möglichkeit.
Das muss ja nachts sein. Wird sie denn das können?
Für ihn wird sie alles können.
Äh, Koyanka!
Hier, mal reinkommen.
Ach, hier sind Sie. Ich habe Sie nämlich schon im ganzen Haus gesucht. Ich will
endlich mal mit Ihnen tanzen.
Ich werde gleich nachkommen.
Verzeihen Sie, ich glaube, ich habe gestört.
Ja, wie ist es da?
Zu trinken ist auch nichts mehr da.
Bis nachher.
Ja, Nulli.
Sie erinnern sich doch an Professor Rosenfeld in Dierungen.
Der Sie damals wieder zurecht gepflegt hat, als ich Sie am Baum gefahren habe.
Genau.
Sie erinnern sich doch auch an seine Frau, die damals bei uns fliegen
hat. Eine reizende Person, ja.
So eine blonde Schnauze.
Sie holen die beiden Herrschaften morgen ab.
Wo? Hier.
Wann? Morgen Nacht.
Morgen Nacht, 10 Uhr.
Für den Professor bringen Sie mit Militärmantel und alte Mütze von mir.
Für die junge Frau halten Oberohr und Fliegerhaube.
Schnauze.
Guckst du dein Glas?
Ein Mädchen?
Sind ja genügend da.
Bestimmt. Ich weiß nicht, ich habe nur einen einzigen Blick mit dir gewechselt.
Aber das war, du, das war in all dem Betrieb und Gerede wie eine helle, klare
Glocke. Also es hat mal wieder geklingelt. Aber...
Ja. Die sah aus wie... Warte mal, wie ein Wein schmeckt so.
Wählende Sonnenuhr.
Wenn man ihn an einem schönen Sonntagmorgen trinkt.
Was war es denn für ein Jahrgang?
Der allerbeste.
21.
Höchstens. Da kann man nur ganz fromm Prosit sagen und wohlbekommen. Aber wie
kommst du denn auf die Idee, dass sie hier sein könnte?
Ich stand doch mit dir im Gang bei Otto.
Ach, du meinst Ditto.
Dittulein, komm mal her.
Darf ich dir Herrn Harras vorstellen?
Das ist meine kleine Nichte Ditto.
Sie wohnt seit sechs Wochen bei mir.
Aber du kommst ja so selten. Meine Schwester wollte sie erst gar nicht nach
Berlin lassen. Sie sagt, es sei zu gefährlich.
Das Kind ist nämlich erst 21.
Aber ich habe ihr fest versprochen, sehr gut auf sie aufzupassen.
Harrilein.
Hör' sie mal.
Haben Sie das alles gehört?
Das mit der Glocke und der wählenden Sonnenuhr am Sonntagmorgen?
Ja.
Sie lachen gar nicht?
Nein.
Ach so.
Auch weil Sie denken, der alte Herr steht unter Denkmalschutz.
Man muss Respekt vor ihm haben.
Wollen wir nicht lieber tanzen?
Und wem sind die Weidchen?
Von Tante Olli.
Na, ist gut.
Jetzt haben Sie den ollen Harers in der Tour kennengelernt.
Keine Enttäuschung, was?
Gar keine Würde beim General.
Und dann nicht mal ein paar Teilgenossen.
Immer dasselbe.
Zaufen, meckern, hintern, weibern her.
Scheißkerl. Soll ich die Platte aufheben? Ja, auf alle Fälle. Man kann
wissen.
Wieso ist das eigentlich dieser Gruppenführer? Ja,
das ist mir auch schon aufgefallen.
Soll ich Ihnen auf jeden Fall den Personal ab Schmidt -Lausitz mal
Schmidt -Lausitz?
Ganz großes Tier bei Himmler.
Wahrscheinlich Sonderauftrag. Ich höre, Herr Schmidt.
Nicht gern, aber ich höre.
General Harris, Sie machen, wenn ich so sagen darf, einen entscheidenden Fehler.
Sie erkennen nicht, wer Ihre wahren Freunde sind.
Im Allgemeinen habe ich einen lausitzguten Riecher.
Ich weiß, ich bin Ihnen nicht sympathisch. Was werden Sie verwenden,
Gruppenführer? Nicht so leicht, um ehrlich zu sein.
Ich bin nämlich wirklich Ihr Freund.
Sie wollen sagen, Sie haben den Sonderauftrag, mein Freund zu sein.
In diesem Fall decken sich Auftrag und Empfindung.
Ich kann Ihnen die Pfeilchen leider nicht verehren.
Die habe ich nämlich selber geschenkt gekriegt.
Naja, vielleicht gelingt es mir doch, dass Sie mir einen Augenblick ernsthaft
zuhören.
Bitte?
Die allgemeine Unordnung in der Flugzeugproduktion ist so weit gediehen,
möglich ist, anlässlich einiger Betriebsunfälle von Sabotage zu
offensichtlich, dass die ganze Maschinerie nicht so läuft, wie sie
und könnte.
Wieso?
Und jetzt wollen Sie uns in aller Freundschaft die Ventile einschleifen,
Und das technische Amt, also Sie, sind für die ganze Sache verantwortlich.
Aber jetzt kommt das Interessante für Sie.
Wir sind der Meinung, dass Sie nicht schuld daran sind.
Im Gegensatz zu Ihren großen Freunden, die vielleicht eines Tages diesen feinen
Unterschied nicht machen werden.
Ich weiß, Sie mögen den Parteibetrieb nicht. Ich weiß aber auch...
dass Ihnen die Monokelfritzen vom Generalstaat noch viel weniger
sind. Sie verabscheuen Konventionen.
Sie sind volkstümlich.
Sie haben das Zeug zum Volksgeneral.
Haras.
Kommen Sie zu uns.
Bei uns wird die Luftwaffe wieder zu dem, was sie war.
Und mehr.
Bei uns ist Ordnung, Macht, Zukunft.
Und kommen Sie jetzt.
Warten Sie doch nicht, bis man sie uns eines Tages ausliefert.
Verzeihung.
Der geradezu nicht -arische Kunstmaler Max Liebermann, Jutta Holler -Berliner,
der gab betreffenden Witzes in großem Maße teilhaftig, hat einmal den
Satz geprägt, kann ja nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.
Entschuldigung, ich verstehe den Zusammenhang nicht.
Na ja, wenn ich den Satz auf mich anwenden wollte, müsste ich natürlich
Essen trinken sagen. Aber kotzen bleibt auf jeden Fall. Prost, Herr
Gruppenführer. Sehr komisch. Wer hat Angst vor dem bösen Meufel, dem Meufel?
Entschuldigung, ich habe Frühdienst. Gute Nacht.
Herr Littler!
Bitte kommen wir.
Ja?
Ja.
Ja.
Gut, ich werde Göring informieren, damit Sie gedeckt sind.
Sabotage ist natürlich Motivierung genug.
Ich übernehme die Verantwortung, Reichsführer.
Ich danke.
Herr Littler.
Reichssicherheitshauptamt. Schmidt -Lausitz.
Leitstelle Prinz -Albrecht -Straße. Zernig.
Na? B -29 -06.
B -29 -06, Zernig.
Gruppenführer?
Sehr wohl, Gruppenführer.
General abholen. Ohne Aufsehen. Da sollen wir die Hand mal vormachen.
Geh weg!
Licht aus!
Mancher lernt es nie. Ist doch Krieg!
Licht aus!
Was machen Sie denn da?
Was wieseln Sie denn da so rum?
Deshalb können Sie ab und zu ein freundliches Wort an mich richten.
In aller Eile.
Wissen Sie, wenn man Kaffee kocht, dann muss man sich konzentrieren.
Sonst schmeckt er nämlich nicht.
So.
Jetzt muss er ziehen.
Und dann wird er umgerührt und mit kaltem Wasser abgeschreckt.
Und dann serviert.
Von wem ist denn das Rezept?
Von Tante Olli.
Und wann tut Tante Olli den Kaffee rein?
Na, jetzt werde ich mal versuchen, mich zu konzentrieren.
So.
Danke.
Danke.
Jetzt müssen Sie erst wieder kochen.
Wo wollen Sie denn hin?
In Ventan de Olicon.
Und nun zu seinem lebensgefreiten Leisegang vom Paikussee, der seit drei
keinen Heimaturlaub gehabt hat. Zur Geburt eines kräftigen Stammhalters. Wie
wunderbarer Kaffee, liebe Hühnermann.
So schaue man gleich, wenn auch mit Winterwende schneit.
Was macht ihr denn da?
Großes Wunsch von der Generalin im kleinsten Kreis. Achtung, Achtung, wir
eine Sondermeldung durch.
Der Kaffee ist fertig.
Ich habe da neulich ein Oder -Buch geschrieben.
Glücklich, dass ich kämpfen darf.
Für dich, für die Kinder und für eine bessere Zukunft.
Ja, und drüben gibt es Kaffee.
Drüben.
Sag doch mal, wo ist denn eigentlich der Cognac hingekommen?
Das ist wirklich ein reizender Arzt. War ein bisschen bunt, ne?
Was steht denn da draußen?
Lord St. Hartmann ging da eben hinauf.
Na, Kerl, ist der im Dienst auch so duckmäuserig? Na, ganz im Gegenteil.
Immer vorher ran, immer freiwillig, aber immer sehr ernst.
Manchmal könnte man denken, dem ist das Leben überhaupt nicht wert.
Das soll ich gar nicht kennen.
Wird noch ein Artmann?
Herr General?
Entschuldigt.
Was ist denn mit Ihnen los?
Nichts, Herr General.
Na?
Stehen Sie mal bequem, klappen Sie Ihr Innenleben auf.
So der Punkt.
Oder Liebeskummer.
Na also.
Also was ist denn mit der kleinen Mauer rum? Es ist aus, Herr General. Wir
werden uns nicht verloben.
Ach.
Warum nicht?
Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wegen... Es ist da etwas mit meinem
Eine meiner Urgroßmütter scheint aus dem Ausland gekommen zu sein.
Ach, da sind Sie wohl nicht ganz arisch, was? Man hat das oft in rheinischen
Familien. Jedenfalls sind die Papiere nicht aufzufinden.
Ja, dann begreife ich es natürlich von morgen.
Da sind Sie ja ein Mensch zweiter Ordnung.
Da können Sie ja keine Parteikarriere machen.
Nein, Herr General.
Schrecklich. Diese alten, verpanschten, rheinischen Familien.
Stellen Sie sich doch bloß mal Ihre womögliche Ahnenreihe vor.
Da war ein römischer Feldherr, ein schwarzer Kerl.
Der hat einem blonden Mädchen... Latein beigemacht. Dann kamen jüdische
Gewürzhändler in die Familie.
Es war ein ernster Mensch, der schon vor der Heirat Christ geworden und hat die
katholische Haustradition begründet.
Dann kam ein griechischer Arzt dazu, ein keltischer Legionär, ein graubelnder
Landknecht, ein schwedischer Reiter und ein französischer Schauspieler, ein
bülmischer Musikant.
Und der Goethe, der kam aus dem selben Topf. Und der Beethoven.
Und der Gutenberg.
Und der Matthias Brünewald.
Und so weiter und so weiter.
Das waren die Besten, mein Lieber.
Vom Rhein sein.
Das heißt, vom Abendland.
Das ist natürlicher Adel.
Das ist Rasse.
Seien Sie stolz drauf, Lord Badman.
Hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter auf den Abtritt.
Das kann ich, Fräulein Morung, niemals begreiflich machen.
Weil Sie eine dumme Gans sind.
Herr General.
Seien Sie doch froh, dass Sie so schnäppellos sind.
Sie ist doch keine Briefmarke wert.
Diesen Spaß für acht Tage Urlaub.
Bestenfalls.
Ach, junge Menschenskind.
Ich wollte dich doch nicht kränken.
Es war ja nur so rausgerutscht aus Wut.
Haben Sie nicht so gemeint?
Doch, Herr General, Sie haben es so gemeint.
Und Sie haben recht.
Na, dann pass mal auf, mein Junge.
Jetzt holen wir uns eine anständige Pulle und reden mal ganz nett danach.
Bitte hier draußen bleiben zu dürfen.
Wo wohnst denn du?
Bei Eilers, aber dahin möchte ich jetzt nicht mehr zurück.
Ich gehe in eine Wehrmachtsunterkunft.
Kojanke! Hier!
General!
Bringen Sie Leutnant Hartmann in meine Wohnung und sorgen Sie dafür, dass er
sofort schläft.
Will, General.
Was willst du denn in Oligas Schlafzimmer, Kleiner? Leider nur
Ministerium so kommt.
Die ruft doch mal durch.
Suchst du überall, Harry?
Eine gewisse Musik macht mich immer so.
Bei mir ganz im Gegenteil.
Von morgen.
Was wir so gerne unter freier Ferne denken nur an sie.
Wovon kann der ganze Mensch uns träumen?
Er träumt von nächsten Wiedersehen.
Unter den verschwiegenen Waldesräumen, wo steht...
Luftwaffenurlaube sind aufgehoben.
Die Herren vom Geschwader Eilert melden sich marschbereit um 8 .30 Uhr im
Luftgau -Kommando und gehen zur Heeresgruppe Smolensk.
Nach Russland.
Wann sehen wir uns?
Ich weiß nicht.
Aber ich?
In einer Stunde schläft Tante Olli.
Dann stehe ich da unten an der Ecke mit meinem kleinen Sportwagen.
Und in einer weiteren Stunde frühstücken wir beide in Rheinsberg.
Preußisch sentimental.
Oder wollen Sie mich lieber abholen damit?
In einer Stunde sind Sie nüchtern und haben alles vergessen. Das ist
ganz gut so.
Wenn du glaubst, dass ich auch nur ein einziges Wort von dem vergessen werde.
Was wir beide heute Nacht gesprochen haben.
Beziehungsweise, was wir nicht gesprochen haben.
Nicht.
Ich glaube es nicht.
Ist noch niemand auf die Idee gekommen, Ihnen eine neue Uhr zu schenken?
Doch, doch, doch.
Jede bessere Dame.
Aber ich habe keinen Bedarf.
Das ist wohl das einzige Stück, von dem ich mich nie trennen werde.
Ach.
Woher haben Sie sie denn?
Sie hat mir mal jemand gegeben.
Der erste, den ich abgeschossen habe.
Adenwald 1916.
Ich war bei ihm, wie er starb.
Souvenir, sagt er, und schenkt mir die Uhr.
Dabei grinst er und braucht eine Zigarette.
Und von da ab wusste ich, dass mir nichts passieren wird, solange ich die
habe.
Das ist natürlich alles Unsinn, Aberglauben. Und da kommt der Koyanke.
Also wie war's verabredet?
In einer Stunde?
Wenn Sie Zeit haben, kommen Sie mal ins Theater.
Abgemacht. Grüße an Tante Olli.
Und schlafen Sie gut.
Was ist denn los? Neue Meldung? Oh, abkönigst alle links rein. Wieso denn?
will nach Hause. Du kannst nicht nach Hause. Du sollst verhaftet werden.
Ach, der Hund. Ich weiß es nicht. Ich habe jemanden in der Prinz -Albrecht
-Straße.
Einen Grund finden die immer, wenn die wollen. Besonders bei dir, leider.
Ich streite dich ja ja nicht ab.
Aber zwischen Wollen und Können ist eben ein kleiner Unterschied.
Immerhin bin ich General Luftzeugmeister in drei Teufelsnamen.
Außerdem glaube ich nicht, gerade nach heute Nacht nicht, dass die überhaupt
wollen. Ich kann dir nur eins raten, ruf Hermann an. Ach du, immer mit deinem
Hermann. Jürgen scheint für dich eine Art Kaiser Franz Josef im weißen Rössel
sein. Ich mache mich ja lächerlich. Sondern, glaube ich, habe Angst.
Ganz egal, was er glaubt, Hauptsache, dass er was unternimmt, ehe sie dich
haben.
Korianke, was fährst du uns denn hier mangelnden Kiefern rum?
Umdrehen, ich will nach Hause, habe ich gesagt.
Lass mich einfach von deinen schlechten Nerven nicht nervös machen.
Ich habe keine schlechten Nerven, weiß Gott nicht.
Nur es regt mich auf, dass immer wieder alles, was man unternimmt, an dieser
Wand von Leichtsinn und Dummheit abprallt. Hör auf oder steig aus.
Koryanka halten Sie bitte.
Karl, nun nimm doch Vernunft an.
So will er es gern vernünftigen.
Und uns doch lieber schnauze nach Hause.
Du alter Saufkopf, nur machen wir das, wenn du kommst.
Ist doch keine Art für einen Familienvater, jede Nacht durchzumachen.
keine Zeit, Herr General. Ich muss mal fotografieren lassen. Na nun.
Meine Frau verjährt sonst ganz wenig Aussehen.
Ach, Koyannoli, wir müssen uns ändern.
Nach Ihnen, Herr General. Ohne mit dem Wimpern zu zucken. Schnauze.
Jetzt ist er in der Wohnung, Hopf.
Ja, nein.
War noch Offizier im Waren, aber der ist kurz vor Haarenplatz ausgestiegen.
Guten Morgen, Hartmann.
Gut geschlafen?
Ich mache uns Frühstück.
Das Badezimmer ist da.
Wir haben es nämlich eilig.
Sie müssen 8 .30 Uhr marschbereit sein.
Alle Urlaube sind aufgehoben. Zurück an die Front?
Ja, zwar nach Russland. Tut mir leid, mein Junge.
Gott sei Dank.
Was war das?
Was haben Sie da eben gesagt?
Gott sei Dank, Herr General.
Was meinen Sie damit?
Ich meine, ich bin gerne draußen bei den Kameraden.
Weg mit der Tarnung, Hartmann.
Ich will wissen, was Sie sich mit diesem Gott sei Dank gedacht haben.
Na?
Wird's bald.
Ich habe mir gedacht, wenn ich auch für das Leben nicht tauglich bin, zum
Sterbenrechtsbestimmten.
Hör mal zu, mein Junge.
Ich bin selbst ein alter Soldat.
Ich verstehe was von dem Geschäft und ich sage dir, jeder, der was wert sein
soll, da draußen oder überall, der muss die Hoffnung haben, durchzukommen.
Und den Willen.
Sag mal, freust du dich denn gar nicht darauf, wieder zu Hause zu sein, wenn
dieser Scheißkrieg einmal vorbei ist?
Ich habe nie ein richtiges Zuhause gehabt, bis ich zur Hitlerjugend kam.
Meine Heimat war das Schulungslager.
Und dann...
Meine Staffel.
Hören Sie mir zu, Hartmann.
Sie sind jung, aber Sie wissen es nicht.
Vor Ihnen liegt das Leben, aber Sie wissen ja, was das Leben ist.
Und diese Welt ist wunderbar, glauben Sie mir.
Wir Menschen tun zwar sehr viel, um sie zu versauen, und wir haben auch einen
gewissen Erfolg damit, aber wir kommen nicht auf gegen das ursprüngliche
Konzept. Und das Konzept ist gut.
Ich weiß nicht, was sein Sinn ist, aber in unseren besten... Stunden haben wir
manchmal eine Ahnung davon.
Komm wieder, Junge.
Dann wirst du nicht mehr an den Tod denken.
Dann wirst du dir wünschen, zu leben.
Lange zu leben.
Und alt zu werden.
So wie ich es mir wünsche.
Soll ich aufmachen? Das mache ich schon selber.
Kennen Sie den Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland?
Wenn es in der Schweiz um diese Tageszeit klingelt, ist es der
Fahren wir nach Rheinsberg?
Ich habe jetzt beinahe gedacht, dass Sie lachen würden.
Entschuldige, diese Leine. Aber warum ich jetzt lache? Das hat ja eines Tages
mein kluger Freund Odebroch erkannt.
General Harris, wir müssen Sie einen Augenblick allein sprechen.
Ich glaube, Polizei.
Polizei?
Ich habe eine wichtige Sitzung im Ministerium.
Ich darf Sie nicht telefonieren lassen.
Ist der mit General Harris?
Wer sind Sie denn?
Dorothea Geis.
Sekretärin vom General oder sowas? Nein.
Schauspielerin. Ach so.
Soldbuch?
Urlaubsschein? Ich brauche mich Zivilisten gegenüber nicht auszuweiten.
Staatspolizei.
Was wolltest du eigentlich von General Harris?
Ja, mein Kind.
Keine Pfanne passiert.
Rheinsberg fällt flach für heute.
Muss schnell zu der Besprechung in die Stadt.
Wird nicht lange dauern, aber nachher muss ich ja noch in die Setzung, ne?
Also, vielleicht komme ich abends ins Theater.
Kann ich irgendwas für Sie erledigen?
Bitte nicht.
Ja, Sie könnten meine Uhr zur Reparatur bringen.
Die Dikte in letzter Zeit, so komisch.
Auf bald.
Machen Sie es gut, Hartmann.
Kommen Sie wieder.
Auf Wiedersehen, Herr General.
Sie haben nichts gesehen und nichts gehört.
Sie werden sonst Unannehmlichkeiten haben.
Verstanden?
Meine Herren, bedauere mitteilen zu müssen, dass die heutige Sitzung
auf unbestimmt verschoben werden muss.
Herr General Harris wurde heute Morgen ganz plötzlich zu einer Frontinspektion
abgerufen.
Und was sollen wir mit ihm machen?
Ich meine, welches Ergebnis der Untersuchung wird gewünscht?
In welcher Richtung sollen wir?
Das Ergebnis ist nicht so wichtig.
Es handelt sich vielmehr um eine bestimmte Art von psychologischer
Ah, ich verstehe.
Das glaube ich nicht.
Heute ist der 6. Dezember.
Nikolaus.
Machen Sie sich mal ein paar Notizen.
Also zum Ersten.
Für die Nächsten, sagen wir mal, zehn Tage.
Friedlich, wa? Jetzt, aber weißt du, wie der den ersten Tag da reingetobt hat,
wenn wir drin kamen.
Telefonieren, sagt er, Walter.
Hat keinen Graschen gehabt, wa?
Hey!
Im Namen des Volkes wird der Willi Naumann wegen Sabotage und
Wirkkraftversetzung durch Erschießen zum Tode verurteilt.
Schur! Selbe!
Fertig!
Gib! Ein!
Gib!
Das ist er ja gar nicht.
Heißen Sie... Jolovic?
Wie heißen Sie?
Ach, das ist ja mal ein ganz intelligenter.
Der hat leider fast, dass es hier um den Kopf geht.
So, und nur das kleine Schächtchen vor die Brust, damit jeder gleich weiß, was
die für eine Nummer sind.
Komm in die Stange.
Nur noch Profil.
Guck mal, was ich sage.
Ab dafür ins Album.
So, und nur noch Klavier spielen.
Na nun.
Na nun.
Sagt mal, hat einer von euch beiden vielleicht aus Versehen meine Zigaretten
hier eingesteckt? Wir waren ja ja nicht im Zimmer.
So, na dann mal her mit den Fingerchen.
Links fangen wir an.
Wie finde ich denn das?
Ich war kaum fünf Sekunden draußen.
Das ist ein gelernter.
Bist du selber schuld, die Brüder klauen doch alle.
Politisch oder asozial, ist kein Unterschied.
Schade, dass er die Cognac -Flasche nicht bemerkt hat. Da ist nämlich
-Geist drin.
Dabei hat er gar keine so langen Finger.
Langer Finger ist gut.
Wieso ist das die einzige Unterlage?
Ich habe überall gesucht.
Wir haben hier keinen Akt.
Dann stellen Sie fest, wo der Akt ist und bringen Sie jemanden hin. Gehen Sie
doch weg hier.
Ich muss sowieso jetzt aufs Dienstkreise.
Ich bin gar nicht mehr da.
Ich kann ja nicht endlich etwas geschehen. Ich bin seit einer Ewigkeit
noch nicht ein einziges Mal vernommen worden. Ich habe keine Zeit. Weshalb
Sie denn hier? Das weiß ich doch nicht.
Wie soll ich Ihnen denn helfen, wenn Sie nicht mal sagen wollen, weshalb Sie
hier sind?
Mal die Einlieferung schreiben.
Aber es ist nichts da außer der Paketkarte da. Im ganzen Haus nichts da.
Kein Einlieferungsschein?
Wie haben Sie es denn fertig gebracht, hier überhaupt reinzukommen?
Ich habe ja gewusst, dass das Ganze ein Irrtum ist.
Also bitte, bitte lassen Sie mich doch frei.
Sie sind richtig.
Selbst wenn ich könnte, wie kann ich Ihnen einen Entlassungsschein ausstellen
ohne Einlieferungsschein? Sie sind doch Selbstbeamter gewesen.
Ist der Wagen da?
Steht im Hof.
Ich bin froh, dass ich ein paar Wochen rauskomme aus dem Saft.
Also Post, Lublin, Leitstelle. Ja.
Gruppenführer Schmidt -Lause?
Zannig. Wir wären dann soweit.
General Harrer?
General Harrer ist jung.
Gottes Willen, wie ist denn das passiert? Wie sehen Sie denn aus? Na,
Sie mir doch. Wer ist Ihr Vorgesetzter?
Hauptschampion Zernick.
Zernick!
Ich bin ja aufs Tiefste erschüttert. Ich werde sofort veranlasst.
Es ist und bleibt mir unfassbar.
Ich habe doch natürlich auch geglaubt, dass Sie an der Front waren.
Ja, ich war an der Front.
Wie? Ach so, ja, richtig.
Allerdings gewissermaßen.
Aber... Eines verstehe ich überhaupt nicht, Haas.
Wo waren denn Ihre großen Freunde?
Glauben Sie, dass man in keinem Hall gewusst hat?
Na ja, das ist selbstverständlich.
Die Parole von der Frontinspektion kam ja doch aus dem Luftfahrtministerium.
Sie können selbstverständlich meinen Apparat benutzen, Herr General.
Alles da.
Hier ist auch Ihr Koffer.
Ihre Effekt. Ihr Tascheninhalt.
Geld zählen Sie dann später nach.
Uhr hatten wir keine.
Krawatte, Schnürsenkel. Wollen Sie bitte kritisieren? Lassen Sie das doch, Mann.
Trägt nicht zu dumm, diese ganze Geschichte. Jetzt quatschen Sie nicht,
Sie raus.
Jetzt brechen wir uns noch.
Brett vorm Schädel.
Was haben Sie denn, Harris?
Ist Ihnen nicht gut?
Nein.
Vielleicht die Zigarette.
Sie haben ja lange nicht... Ja, aber lange nicht.
Ich habe keine Bange.
Ich komme schon langsam klar.
Soll ich Ihren Fahrer anrufen? Ach, nein, lieber nicht. Er ist so
Ich spreche lieber selber, mein Lieber.
Und, äh...
Wann sprechen wir?
Bitte?
Ich meine unser Gespräch von damals.
Bei Frau Geis.
Ach ja, richtig.
Wo anschließend Cernik mich abgeholt hat.
Na ja, na ja.
Ich will Sie jetzt nicht drängen.
Ich kann Sie ja jederzeit erreichen.
Ja.
Die nächsten zwei Stunden bin ich im Luftfahrtministerium.
Herr General, zurück von der Front. Ja, ist Herr Mann drin?
Der Reichsmarschall ist in St. Florentin -Werden. Ihr bleibt bitte hin.
Jemand vom Stabel da?
Nur ich. Von Stetten im Haus?
Ja, auf der Sitzung.
Was für eine Sitzung?
Das ist doch eine ganz abenteuerliche Vermutung.
Es kann sich nur um normale Materialermüdung handeln. Also ich
Material ist in Ordnung.
Das alles ist für den Generalstab völlig uninteressant.
Einzige, was uns interessiert, ist die Frage, wann der neue Typ endlich zum
Einsatz kommt.
Wollen Sie die Verantwortung für Abstürze an der Front übernehmen? Denke
nicht daran.
Technischer Amt hat zwei Jahre Zeit gehabt, den neuen Bombertyp zu
Harris verspricht mir seit einem Jahr, alle vier Wochen, dass die Dinger
Göring weiß nun gar nicht mehr, was er am Führer sagen soll.
Dann soll er Ihnen die Wahrheit sagen. Ach, das sagen Sie so, Herr Junge,
vielleicht die Wahrheit.
Mahlzeit, ihr Herren.
Entschuldigen Sie, wenn ich ein bisschen spät dran bin.
Aber Sie sind ja auch ohne mich ans Hübsch auf Touren gekommen.
Vielleicht kann man mal einer kurz zuflüstern, worum es geht, damit ich in
hier mischten Chor mitjodeln kann.
Dabei kamen es unsere Probleme, die in erster Linie Ihre Probleme sind, sich
Ihrem bekannten sonnigen Humor lösen lassen.
Also gut, dann ohne Humor. Nee, nee, nee, lassen Sie mal.
Nee, nee, nicht.
Bei zwei Stühlen setzt man sich so leicht dazwischen.
War ernst gemeint.
Also?
Während Ihrer bedauerlichen Abwesenheit haben sich weitere Zwischenfälle mit dem
neuen Bombertyp ereignet.
Aufgrund der Berichte über Vorbeflüge der einzelnen
Stürze. Hat das technische Amt die Auslieferung der ganzen Serie gestoppt.
war am 11. Ja, am Tag des Kriegseintritts Amerikas.
Ausgerechnet. Was?
Amerika hat uns Krieg erklärt?
Nein.
Wir Amerikaner.
Weiter. Je drei Maschinen aus jedem Lizenzwerk werden zurzeit auf
Erprobungstelle Nord unter meiner persönlichen Aufsicht Tag und Nacht
untersucht. Herr General Leutnant von Stetten hat daraufhin diese Sitzung
verlangt. Bei der allgemeinen Diskussion zwischen Generalstab,
Materialbeschaffung, Produktion und dem Technischen Amt hat Herr Mohrungen in
sichtlicher Erregung, wenn ich diesen Umstand erwähnen darf... Herr Mohrungen,
ich sage es noch einmal.
Es kann sich nur um planmäßige Störungen handeln. Mit einem Wort, um Sabotage.
Wofür, das wissen Sie genauso gut wie ich.
das technische Amt die Verantwortung trägt. Allerdings.
Also ich.
So was sagt mir mein Freund Morung am helllichten Tag mitten ins Gesicht.
Das hätte er vor 14 Tagen noch nicht getan.
Entschuldigen Sie, die Abschweifung ist persönliche. Kann aber ruhig ins
Protokoll. Nein, bitte nicht.
Nee, nee, Morung, wenn Sie Grau spielen, müssen Sie doch rauskommen mit den
Jungs.
Na, meine Herren,
wer von Ihnen braucht denn noch einen schwarzen Mann für seine weiße Weste?
meine, wir sollten diese Frage besser im kleineren Kreise erörtern, ja?
Welche Frage ist denn noch offen?
Ob es nun Sabotage ist oder Fahrlässigkeit, ich muss den Fehler
Und ich werde ihn finden.
Ich trage ja sowieso allein die Verantwortung.
Natürlich nur, wenn es noch erwünscht ist.
Ich hänge nicht an meinem Posten, das wissen Sie ganz genau.
Vielleicht erscheint jemand geeigneter, der nicht überraschend verreisen muss,
wäre ja verständlich.
und der die Verantwortung ohne jeden sonnigen Humor übernimmt.
In diesem Falle steht mein Stuhl gern zu Ihrer Verfügung.
Beziehungsweise zwei um sich dazu. Ach, Verzeihung, ich wiederhole. Aber was
soll denn das vor Ihnen führen? Aber General, ich bitte Sie. Sie sind doch
Einzige. Wenn Sie gehen, melde ich mich an die Verhandlung. Dann weihe auch
bitte, ich bin anfällig. Die Sitzung ist geschlossen.
Oh, Verzeihung.
Ich bin ja heute nicht schlattenscham.
Bitte, Herr von Stetten.
Selbstverständlich.
Danke, meine Herren. Danke Ihnen.
Mahlzeit, meine Herren.
Kommt, Karl.
Ich muss Sie sprechen, Herr Rass.
Bitte.
Ich weiß, Sie verachten mich jetzt.
Aber ich konnte nicht anders.
Ich bin in einer furchtbaren Lage durch Ihre Schuld.
Und hatte einen Teil unseres Gesprächs bei Otto abgehört.
Bei mir war Haussuchung.
Bitte verstehen Sie mich doch. Ich glaube natürlich genauso wenig wie Sie
Sabotage. Aber ich verstehe sehr gut, dass ein Mönch dich retten will. Sie
ja Familie.
Es geht ja nicht nur um mich. Um uns.
Es geht um mehr.
Um Deutschland. Um Europa.
Jetzt über Amerika?
Wir müssen über alle kleinen Bedenken hinaus zusammenstehen, wenn wir noch
irgendetwas retten wollen.
Retten Sie.
Retten Sie fest im Morgen.
Retten Sie vor allem Ihre Aufsichtsratsposten und Ihre Dividenden.
Das sind doch letzten Endes auch Ihre Ideale, die auf dem Fiede stehen. Dann
retten Sie eben auch die.
Mein Gott, wenn ich bloß mal einen einzigen Menschen finden würde, der
dass er nichts anderes retten will als seine Haut.
Das möchte ich nämlich gern.
Ich weiß.
Wir gehen alle vor die Hunde.
Und hat seinen freien Willen mehr.
Seine Ehre.
Eben.
Die haben Sie vergessen bei Ihrer Rettungsaktion.
Mahlzeit morgen. Gehen Sie was essen.
Na, Kleiner?
Hast du die Stellung gehalten?
Was ist denn?
Sprichst du auch nicht mehr mit mir?
Doch, doch. Bin nur momentan so hoch, gerade sprachlos.
Kleine Ladeemmung. Was ist diesmal los? Wie war es denn hier? Irgendeine Flüste
über meine Vergnügungshäuse?
Eisiges Schweigen über dem Nebelmeer.
Keiner wusste was. Mit Ausnahme von Jenem.
Der hat natürlich durch die Erbsensuppe gesehen.
Na komm, Karl.
Machen wir eine Verbindung mit Olivia, ja? Wie geht's?
Ach, diese Sitzung.
Nach jeder Sitzung möchte ich fliegen.
Willst du dich erstmal nach Hause gehen, nicht 24 Stunden ausschlafen?
Nein.
Lassen wir jetzt Bosnien allein.
Dann klappe ich zusammen.
War es schlimm?
Ich erzähle es schon, wenn ich ein bisschen vergessen habe.
Jedenfalls, du bist ein kluges Kind, Karl.
Das nächste Mal höre ich auf dich.
Und wenn du mir sagst, ich soll aus dem Fenster springen.
Ja, Olli.
Gott sei Dank.
Ja, natürlich, wann kannst du denn?
Na, da ist doch mit uns.
Gern. Gut, ja, nun gib mir doch mal Lido.
Schade.
Na ja, also, jetzt, ach so.
Jetzt ist 11 .20 Uhr. Ja, in einer guten Stunde.
Ja?
Ja.
Ja.
Gott, da gibt man doch jetzt keine Gespräche rein.
Was?
Ach so, das ist was anderes.
Ja, ja.
Gruppenführer, ich wollte mich nur schnell mal erkundigen, wie Sie sich
Freut mich.
Sagen Sie, essen wir vielleicht zusammen?
Muss denn das unbedingt schon heute sein?
Ach schön, also gut, sagen wir um drei, ja?
Von mir aus auch um halb drei, ja.
Nee, nee, nee, lieber bei mir.
Bon.
Halb drei, vierzehn Uhr dreißig. Wir können also spitzens um sechzehn Uhr dem
Reichsführer Meldung machen. So oder so.
Meine Herren, ich danke Ihnen.
Was überlegst du denn?
Ich versuche mir vorzustellen, wie du wohl in schwarz aussehen wirst.
Schwarz.
Sehr viel Silber.
Und, äh, Totenkopf.
Das kommt mit, wenn ich bei der SS eine Luftwaffenfiliale einrichte. Du,
Lüttjohann, Kroyanke, lass doch mal meinen Wagen kommen.
Jetzt versuch mal, ohne Witze zu sagen, was los ist.
Am Vorabend meiner Abreise hat der Sonderbeauftragte des Reichsführers,
Gruppenführer Schmidt -Lausitz, mich in ein kleines Gespräch verwickelt.
Jawohl.
Jawohl. Jawohl.
Er ist wieder da.
Er sitzt schon im Ministerium und schreit nach Koryanke.
Aber dann habe ich gesagt, Frau Lenten, also ja, geht es weg, sich um den Sorgen
zu machen. Komm, iss noch schnell was. Jetzt kannst du ja wieder. Ja, jetzt
könnte ich wieder. Aber jetzt kann ich wieder nicht.
Siehst du, der geht es genau wie dir.
Immer wenn sie sich freut, dann heult sie.
Also mach nur Schnuddelchen, ja?
Du bist immer noch wieder los. Na, du lach doch mal.
Das war der Grund für meine Verhaftung. Nicht meine Witze.
Nicht die sogenannte Sabotage.
Sie wollten mich weich kochen.
Sie wollten mir klar machen, dass ich keinen anderen Ausweg mehr habe.
Um halb drei kommt der Kassierer.
Was soll ich tun?
Sei pünktlich.
Was soll ich ihm sagen?
Wenn du willst, sag ja.
Ich denke ja gar nicht dran.
Das habe ich schon mal von dir gehört.
Damals, als Hitler und Göring zu dir kamen, dich ins Ministerium haben
Ich höre dich noch in der edelbaren unserer Ecke.
Olivia war dabei. Ich denke nicht daran. Die Brüder machen Krieg. Ich denke
nicht daran.
Du denkst immer nicht dran, aber du tust es.
Du schüttelst mit dem Kopf und sagst ja.
14 Tage später stand deine Ernennung zum Inspekteur der Jagdflieger im VB.
Das war doch damals ganz was anderes.
Ja, das war der erste Schritt.
Und dann hast du Fuß vor Fuß gesetzt und bist ganz hübsch ins Marschieren
gekommen. Wie, ihr alle?
Nur du warst vorne.
Warum willst du nicht ganz vorne sein?
Ich will damit nur sagen, frag mich nicht, du tust ja doch, was du gerade
willst.
Was ist denn heute mit dir?
Sonst schenkst du mir nach, wenn das Gespräch so weit kommt.
Karl, glaubst du auch an Sabotage?
Entschuldigen. Wärmschreiben.
Dringend.
Hat Kujanke mitgebracht. Vorsichtig beim Öffnen.
Dick zu krummeln.
Was hast du denn, Karl?
Zwölf Maschinen der neuen Säge sind von der Probung noch an die Front gegangen.
Trotz Protest der Bauaufsicht.
Wer hat das veranlasst? Von Schnecken.
Heute früh während der Sitzung. Hinter uns am Rücken. Was hältst du dich denn
auf? Dann trage ihm die Hand vom Generalstab die Verantwortung.
Und wir?
Ruf Hermann an. Wir müssen sofort... Malzeit.
Dann ruf ich ihn an. Malzeit wird ja an. Malzeit, Herr General.
Nehmen Sie lieber keinen Schal mit. Heute ist Wollsammlung.
Hat er sowieso keinen.
Aber für heute Abend haben wir uns keine Sache bei Otto ins Auge gepasst.
Wiedersehen, zwei.
Nur wir, der General, die betreffenden Damen. Nichts Großes, nur Aperitif,
wissen Sie. Sechs Uhr, leichtes Essen, früh zu betten. Kein Applaus.
Ohne mich.
Holzkopf.
Olli!
Olli! Olli!
Olli!
Olli! Olli!
Olli! Olli! Olli!
Olli! Olli! Olli! Olli!
Vielleicht komm du zum Essen. Was soll ich denn anziehen?
Du freust dich ja gar nicht.
Worum freust du dich nicht?
Ich freu mich schrecklich.
Ich bin ganz durcheinander.
Du, ich glaub, wenn die jetzt zur Tür reinkämen, ich fall ihm einfach in
Halten.
Bitte.
Olli, das ist eine Gemeinheit von dir.
Du hast mich ja vor lauter Freuereien nicht zu Wort kommen lassen.
Na, du fall schon.
Sonst fällt er.
Therese, können wir nicht bald essen?
Das hat nicht lange Zeit. Ich habe ja nichts zum Kochen. Das dauert halt lang.
Ich kenne dich doch nur bei Nacht.
Es blendet so. Von dir sehe ich gar nichts.
Ich bin nicht zum Anschauen.
Ich bin eine Radioschönheit.
In der Wochenschau sahst du mal sehr gut aus.
Das muss ja in der Stummfilmzeit gewesen sein.
Nein. Du hast eine Rede gehalten an junge Flieger.
Die haben das so gestrahlt.
Woran denkst du jetzt?
Ich habe kürzlich einem einzelnen jungen Flieger eine Art Rede gehalten.
Ich habe ihm gesagt, dass man über alles hinwegkommen kann, wenn man etwas hat,
worauf man sich freuen kann.
Hätte ich beinahe vergessen.
Wir können gleich essen.
Sag mal, willst du nicht endlich deinen Mantel ausziehen?
Der Rössler war eben da und hat die Fahrkarte gebracht.
17 .30 Uhr, Anhalter Bahnhof.
Ich darf auch nach Wien.
Warum hast du sie angenommen?
Ich habe dem Rössler erst vor einer Stunde wieder gesagt, dass ich nicht mit
fahre. Was soll sie denn in Wien?
Der Rössler hat hier einen fabelhaften Vertrag für die Josefstadt gemacht.
Erstes Fach.
Da kann sie spielen, da ist kein Alarm.
Und überhaupt.
Und überhaupt meinst du mich, oder?
Bei Geith, ja bitte.
Wieder mal die Morungen.
Nein, wir haben leider immer noch nichts von Herrn Harald gehört.
Ach, ich hätte gedacht, er wäre bei Ihnen.
Er ist nämlich wieder da.
Wie erfreulich. Dann brauchen Sie auch nicht mehr so oft bei uns anzurufen,
nicht? Eben.
Soll ich ihn grüßen, falls ich ihn vor Ihnen sehe?
Oh, bitte ja, aber vergessen Sie es bestimmt nicht.
Ich bin nicht vergesslich, gar nicht.
Bitte grüßen Sie auch Ihre liebe Frau Tante und Rosenfeld. Herr Littler.
Wisst ihr, was sie gesagt hat? Ich soll Rosenfels grüßen.
Was weiß denn die von Rosenfels?
Rosenfels wohnt seit damals bei uns.
Ja, wo sollten sie denn hin?
Außerdem haben wir jeden Tag gedacht, du kommst zurück und bringst sie raus.
Das ist ja furchtbar. Das ist doch weiter nichts geschehen bisher.
Nur die kleine Morung hat mal nach dir gefragt und hat sie gesehen.
Ihr Frau, wir kennen.
Kennen wir?
Ja, Therese.
Also bitte, zieh dich aus und ruf Rosenfels.
Seitdem trauen sie sich nämlich kaum aus dem Zimmer. Vor Angst.
Angst.
Überall Angst.
Wenn meine Maschine in Ordnung ist, dann geht es vielleicht heute noch.
Harry, pfleg sie selbst raus.
Und wenn es dir mit dem Mädel ernst ist, nimm sie mit. Und bleib draußen.
In der Schweiz, in Schweden oder sonst wo.
Du hast doch überall Freunde.
Und fang irgendwo ein neues Leben an, ein anständiges.
Olli. Ja.
Ich habe Angst um dich.
Du denkst immer noch, du kannst mit denen da oben spielen. Aber ich sage
die spielen mit dir.
Und um Ditto habe ich auch solche Angst. Wenn du sie erst in das alles
hineinzerfst. Aber Olli, behalt doch die Nerven, Ollitschka.
Ich schaffe das schon.
Mach dir nichts vor, Harry. Du bist nicht mehr so wie früher.
Du weißt zu viel.
Auch von dir.
Und du hast Angst.
Brille ich in Sicherheit.
Was Kneifen? Vor denen?
Vor mir?
Denke ja gar nicht dran.
Dann verfehle ich uns das Kind nach Wien.
Rosenfeld sind nicht da.
Rosenfeld sind nicht da? Sie haben zu Therese gesagt, sie wollen ein Stück
gehen.
Aber sie sind doch noch nie aus dem Haus gegangen.
Wann wollten sie denn zurück?
Das haben sie nicht gesagt.
Sie können nicht weiter. Der Professor hat nicht einmal einen Hut mit.
Na, Therese, was gibt's denn alles?
Gelbe Rüben, Herr General.
Tante Olli wird immer nervöser.
Du sollst mich nach Wien schicken, nicht wahr?
Ja.
Möchtest du mich denn nach Wien schicken?
Nein.
Gott sei Dank.
Du würdest es ja doch nicht tun.
Doch.
Ich würde alles tun, was du sagst, wenn du mich nur nicht fortschickst.
Schneeluft.
Verdammt kalt, was?
Mir ist ganz warm.
Wie wär's denn heute mit Rheinsberg?
Ja.
Ja, ich hab jetzt nur eine kleine Unterredung, so eine Art Ballgeflüster
Feuerwerk. Aber nachher könnten wir uns doch in meinen kleinen Sportwagen setzen
und in die Abendsonne fahren, oder?
Ach ne, wieso?
Bis wir dort sind, ist ja dunkel.
Rheinsberg können wir uns doch auch auf der Rückfahrt anschauen.
In der Morgensonne.
Da kommt Koryanke.
Du, Willi, geh mal am Hagenplatz vorbei.
Da sitzen zwei im Wartehäuschen mit einem Judenstern. Warum sollen sie mit
Erstens dürfen sie nicht und zweitens sind sie tot.
Was gibt es denn hier?
Weitergehen!
Weitergehen!
Wann geht dein Zug?
Um halb sechs.
Fahr nach Wien.
Vielleicht kann ich mitkommen.
Vielleicht kann ich nachkommen.
Fahr nach Wien.
Gut zu haben bis zur Jammer. Na, hoffentlich ist er knirschpünktlich.
Soll ich Kaffee kochen? Ja, ein Lausitz, auch das noch.
Nein, nein, Frau bleibt überhoben auf alle Fälle. Jawohl.
Tach, Herr General.
Tach, Auguste.
Na, was machen Sie denn da?
Versehen Sie, Mahlzeit, Herr General.
Ich habe Ihnen doch versprochen, hier mal Ihre berüchtigte Räuberhöhle
anzusehen, Harry.
Auch ein Armaniak? Müssen wir leider verschieben fahren morgen.
Aber trinken Sie ruhig aus.
Sie finden ja dann raus. Mich entschuldigen Sie wohl.
Ich habe mir vorgenommen, heute ein ernstes Wort mit Ihnen zu sprechen,
Also, Fräulein Mohrung, ich möchte nicht unhöflich sein.
Das bin ich vielleicht.
Warum ruinieren Sie sich, Harry? Haben Sie das nötig?
Was mache ich?
Was geht Sie denn das an?
Ich kann das nicht mit ansehen. Es gibt nicht viele Männer auf der Welt.
Richtige Männer.
Sie sind einer.
Ich kenne Ihren Geschmack leider zu wenig, um zu wissen, ob das ein
ist. Ja, Sie müssten ganz vorne sein. Ganz vorne. Das ist nur dummer Trotz,
Sie nicht mitmachen.
Sie sind doch kein Jude und kein Kommunist.
In einem Jahr könnten Sie der Größte sein. Der Erste hinter dem Führer und
Liquidieren, der Ihnen nicht passt.
Warum greifen Sie nicht zu?
Sagen Sie mal, haben Sie nicht vielleicht ein bisschen Temperatur?
Temperament, Harry.
Und das fehlt Ihnen.
Sie brauchen eine Frau, die Ihnen die Sporen gibt, damit Sie losgehen. Wenn
jemanden brauche, dann suche ich ihn mir alleine.
So, freuen wir uns.
Jetzt haben Sie meine Propellerbar gesehen und sogar mein Schlafzimmer.
geht es mal recht hübsch nach Hause.
Grüßen Sie Ihren armen Vater und sagen Sie ihm, er möchte Ihnen noch ab und zu
zu einer rechtschaffenen Tracht Prügel verhelfen. Herr, ich warne Sie.
Ich lasse mich nicht beiseite schieben. Ich bin vielleicht noch sehr jung, aber
ich weiß genau, was ich will.
Was heißt, dass ich warne Sie?
Ich warne Sie vor Damen, die sich alte Juden im Keller halten, aus
Humanitätsduselei oder was weiß ich weshalb.
Ihnen mögen die vielleicht sehr sympathisch sein, aber es gibt genug
kennen sie, die für sowas überhaupt keinen Humor haben werden.
Herr Pressel.
Warum denn so dramatisch? Wer nicht hören will, muss eben fühlen.
Raus, Kreuze!
Jetzt vergreife ich mich noch an dir.
Schmidt Lausitz?
Hauptmann Lütjahn, Sie möchten bitte...
Verunglückt? Ja.
Mit einer von den Maschinen, die der von Stetten uns rausgehösen hat.
Beim ersten Flug.
Das war gar nicht.
Ich dachte, ich bringe Ihnen die Nachricht lieber selber.
Telefon ist ja heutzutage, wenn ihr durchschossene Öl hat, dann läuft alles
raus.
In der Prinz -Albrecht -Straße.
Wissen Sie es auch schon?
Herr Schmidt -Lausitz ist gemeldet?
Hat dem technischen Amt offiziell seinen Beileid ausgesprochen.
Sehr gerührt.
War er denn nicht hier?
Nee, aber vielleicht kommt er noch.
Du warte hier auf ihn. Ich gehe inzwischen nach Erporung Nord.
Ihre Uhr haben Sie liegen lassen.
Danke.
Wissen die Angehörige schon?
Stettner hat selber angerufen. Mit sehr viel Stolz und Trauer floh um die
Stimmbänder.
Ich hätte ihm gerne einen Arsch getreten.
Wir müssen sofort zu Ihrer Schwester.
Für dich Eilers ist gefallen.
Sie wissen ja, wie gern ich ihn hatte.
Ich habe es den Kindern noch nicht sagen können.
Er wusste wenigstens, wofür er fiel.
Sie wissen, wofür sie ihn hergegeben haben.
Das Beste an diesem bisschen Leben ist doch der Glaube.
Eine Idee, die groß genug ist, um dafür zu sterben.
und in stolzer Trauer die Helden bewandt. Das kommt doch wohl jetzt.
Hören Sie auf mit diesen furchtbaren Phrasen, mit diesen Lügen.
Ich weiß, Sie meinen es gut, aber ich kann das nicht mehr hören. Ich habe
zu viel gelogen, die ganzen schönen Jahre mit Friedrich.
Ich habe nie an das geglaubt, was ihm so groß und heilig war. Ich habe immer
gewusst, es ist erbärmlich und schmutzig.
Aber ich habe es ihm doch nicht sagen können.
Ich habe ihn doch geliebt.
Ich habe immer gehofft, später, wenn dieser wahnsinnige Krieg einmal aus sein
wird, dann kann ich mit ihm sprechen, mit ihm streiten, mit ihm einig
werden. Der hat nie gewusst, dass Sie... Durfte ich ihn denn unsicher machen?
Unglücklich?
Solange er Tag für Tag da draußen seinen Kopf hinhalten muss, ist es doch Krieg.
Er muss doch Soldat sein.
Meine Herren vom Generalstab sind draußen.
Ich danke Ihnen für Ihren Besuch und dass Sie mir zugehört haben.
Ich habe doch sonst nur... Ich danke Ihnen, Anne.
Ich wollte Ihnen helfen und jetzt haben Sie mir geholfen.
Bitte, meine Herren.
Jetzt VL -51.
Er ist eben reingefahren. Ah, Hofrichter!
Original. Schwester Maschine von der verdammten Eilerskiste da?
Drüben, die letzte.
Sturzflug schon geprüft?
Nee, Herr General.
Raum laufen lassen.
Jawohl, Herr General.
Ich will mich nicht um Quartier käuern, Nulli. Ich möchte lieber in der Nähe
bleiben. Ich hol mal Stiko mir in die Ecke, ohne mit der Wimper zu zucken.
Ohne mit der Wimper zu zucken.
Sie haben Schnauze vergessen.
Schnauze.
Was sagst du, du Eilert?
Hab eben nochmal seinen letzten Brief gelesen.
Haben wir uns nichts vorzuwerfen, Karl?
Waren wir nachlässig?
Ich hab ja nicht gewollt, dass die Maschinen an die Front gehen.
Komm mal vor, wie sein Mörder.
Du?
Unser.
Ich muss jetzt wissen, was da los ist.
Zufall oder Absicht, wir müssen das finden. Komm, komm, Kai, lass mich noch
Hellbett aufstechen.
Du,
wir finden es doch, was?
Ich hole die Pläne.
Was war denn mit McLeod?
Er war nicht da.
Was? Das war ihm doch so dringend.
Herr Lütjahn wartet noch auf ihn.
Ich mache dir Kaffee.
Quatsch, Strickmann soll eine Pulle Wein schicken von meiner Sorte.
Was machen denn die da mit dem O -168? Wer soll denn die heute noch fliegen?
Ich.
Du willst die Maschine nicht fliegen. Ich muss rauskriegen, was mit dem Foren
los ist. Rausfliegen wirst du es vielleicht, aber erzählen wirst du es
mehr können. Mach dich doch nicht lächerlich.
Ich habe mein Leben lang lahme Enten eingeflogen. In deinem Zustand, auf
Fall an Gestapo.
Komm, komm, komm, hol die Pläne.
Strickmann soll eine volle Weile reinschicken für den Chef.
Der Herr Leitner möchte den Herrn General sprechen.
Ja, ich weiß nicht, ob das jetzt möglich ist. Dienstsache?
Eigentlich nicht.
Ich bin mit dem Herrn General sehr gut bekannt.
Gestatten Sie? Leutnant Hartmann, Kampfgeschwader Eilert.
Hätten Sie was Näheres hier bei dem Absturz? Nein, ich bin seit 14 Tagen
mehr bei meiner Stadt.
Moment mal, ich werde den General... Moment mal.
Dann lasse ich die Maschine, denn ich fliege. Wie sind wir, Herr Oberst, sind
wir?
Dann fliege ich mit.
Und es weiter, wohin wir einigen.
Wann weißt du, dass das Tremor sich beim Sturzflug selbstständig macht?
Von Anfang an.
Konstruktionsfehler oder?
Konstruktionsfehler. Den du nicht gemeldet hast?
Ja.
Also du? Ja.
zu eurer Verfügung.
Können Sie dem Chef nicht sagen, er soll abhauen? Ich mache die alte
Sportmaschine im Schuppen 35 klar.
Warum sagen Sie denn nichts?
Schuppen 35, sagen Sie ihm das doch!
Wir nehmen die Waffe und die gehen raus.
Im Auftrag des Führers übernimmt das Reichssicherheitshauptamt mit sofortiger
Wirkung die Untersuchung der Unfälle der Flugzeugproduktion.
Der Reichsführer hat mich mit der Durchführung der Aktion beauftragt. So,
jetzt weiß ich wenigstens, welchem Umstand ich hier zu bedanken habe, dass
heute Nachmittag um halb drei nicht in meiner Wohnung erschienen sind.
Unsere Unterredung wurde inzwischen gegenstandlos.
Der Führer wird in Kürze das Oberkommando der Wehrmacht übernehmen.
Damit werden sich automatisch auch in den anderen Wehrmachtsteilen die
Umgruppierungen ergeben, die uns wünschenswert scheinen.
Anzunehmen. Und somit entfällt das Interesse an Ihrer Person.
Irren ist menschlich, sagte der Hahn.
Stieg von der Ente.
Was die Untersuchung angeht, so werden wir sehr schnell zu einem befriedigenden
Ergebnis kommen.
Ich gebe Ihnen eine Frist von zwei Stunden.
Sie werden mir also bis dahin entweder den Schuldigen bringen, Wobei es mir
vollkommen egal ist, ob es sich um Sabotage oder Fahrlässigkeit handelt.
Oder Sie werden diese Erklärung unterschreiben, worin Sie um Enthebung
Ihren Ämtern bitten.
Begründung liegt bei.
Was praktisch an der Selbstbezichtigung gleich kommt.
Richtig.
Damit Sie so oder so den lästigen Mitwisser Ihres kleinen
der Luftwaffe losleihen würden.
Sie wissen, dass ich immer sehr wenig Verständnis für Ihre Art von Humor
habe. Haben Sie noch was Sachliches mitzuteilen?
Wenn ich Ihnen den Schuldigen bringe.
Haben Sie einen Verdacht?
Was ist dann?
Dann?
Das würde natürlich die Situation vollkommen ändern.
So, das würde die ändern.
Das heißt,
was ist noch die Frage?
Ich meine, das wäre doch äußerst merkwürdig, wenn Ihnen jetzt plötzlich
unter Druck das gelingen würde in zwei Stunden, was Ihnen bei allen
Möglichkeiten in zwei Monaten nicht möglich war.
Bravo.
Genau das wollte ich hören.
Bitte? Danke.
Erledigt. Richtig.
Auch für mich erledigt.
Nach Wien, Dresden, über Protektorat, gleich 5, Toplan, medische Abfahrt, 17
Uhr, läuft wegen Luftgefahr sofort aus.
Einschalten und Türen schließen.
Beeilung bitte.
Komm.
habe ich gequält, bis mir der Zufall zu Hilfe kam.
Ein Rad lief rückwärts und das war wie ein Symbol.
Ach, und du meinst, dass du mit diesem einen Rädchen die ganze Entwicklung
zurückdrehen kannst?
Du hast zu denen gehört, die das Rädchen geschmiert haben.
Ich konnte nur bremsen, du hast geölt.
Vielleicht war beides falsch, vielleicht sollte man warten, bis sich die Kerle
selber in den Abgrund gekarrt haben.
Aber ich kann nicht anders.
Das Böse in der Welt lebt nicht durch die, die Böses tun, es lebt durch die,
Böses dulden. Und wir alle, wir haben viel zu lange, viel zu viel geduldet.
Jeder Tag, jeder Tag, den dieser Wahnsinn eher zu Ende ist.
Warum lässt du mich das alles aussprechen? Dein Freund Eilert?
Eilert, du weißt ja gut, dass alle Wertpiloten den Befehl haben,
wenn sich die Maschine nicht fängt.
Wir haben keinen Mann verloren, ich konnte dich alle doch stetten, dieser
verdammte Stetten.
Ich habe alles getan, dass die Maschine nicht an die Front kommt.
Sie waren nicht einsatzfähig.
Sollten es nie werden. Das war ja der Sinn.
Aber Eilers ist tot.
Du darfst mir seinen Tod nicht vorwerfen. Ich mir vielleicht, du nicht.
Dein Zögern, dein Mitmachen, dein Duldnis ist Schuld daran, dass Millionen
Unschuldigen zugrunde gehen.
Ich habe es oft versucht, aber du hast mir nie geantwortet oder nur halb.
Du warst so hoch gestiegen, dass dein Gewissen in den Wolken ging.
Und da habe ich lieber geschwiegen und das war gut so.
Heute habe ich alles gesagt, sagen müssen.
Um mir das Leben zu retten. Und du hast mir endlich eine ganze Antwort gegeben.
Hast mir wortlos die Pistole hingelegt.
Was?
Was habe ich getan?
Mir ist ja alles zuzutrauen.
Die liegt für mich da.
Um Gottes Willen, Harald, verzeih.
Geschenkt, Karl.
Du hast ja recht.
Bei mir weiß ja wirklich niemand mehr, woran er ist. Nicht einmal ich.
100 Gesichter, kein Gesicht.
Das Gesicht verloren, wie die Chinesen sagen.
Niemand ist Feind mehr, niemand ist Freund mehr.
Zwischen den Stühlen.
Nur noch ein Wege.
Am Ende.
Ja, am Ende.
Am Ende von Schwäche und Zweifel, von Zweigheit.
Du, weißt du, was das ist? Genauso war es bei mir. Das ist der Anfang.
Klingt schön, Karl.
Aber bitte keine Osterglocken.
Das ist Goethe, Faust, Poesie.
Wir sind auf einem Flugplatz.
Da draußen, im Dunkeln, zwischen den Fledermäusen des 20.
Jahrhunderts, Steht der Kassierer mit der quittierten Rechnung?
Nein.
Ich muss endlich mal meine Schulden los sein.
Die Schuld.
Ja?
Herr Hartmann, wo kommen Sie denn her? Momentan aus der Kantine sozusagen, Herr
General. Ich habe mir gedacht, wenn ich Ihren Wein bringe, lassen Sie mich rein.
Selbstrichtig.
Was haben Sie sich denn da zugezogen?
Das ist nicht weiter schlimm, Herr General. Damit bin ich eine halbe Nacht
Schwarzen Meer rumgeschwommen.
Ich habe an Sie gedacht dabei.
Ich wollte durchkommen.
Warum?
Fliegen kann ich wahrscheinlich nicht mehr.
Deshalb wollte ich Herrn General fragen, ob Sie mich hier irgendwo vielleicht
verwenden können. Ich verstehe ein bisschen von Technik.
Ich möchte vor allen Dingen in Ihrer Nähe bleiben, wenn ich darf.
Entschuldigen Sie.
Ich glaube, Sie brauchen sich auch nicht mehr über mich zu ärgern. Ich weiß
jetzt, wo es längst geht.
Und wenn ich wieder mal dummes Zeug reden sollte, ich bin auch in Zukunft
jede Ohrfeige dankbar.
Tja, Hartmann, ich bin gerade im Aufbruch.
Es handelt sich um eine ziemlich weite Reise.
Kannst du uns vielleicht brauchen?
Melden Sie sich bei mir, wenn Sie wieder gesund sind.
Danke, Herr Oberstingenieur.
Danke, Herr General.
Es war schön, Sie noch mal zu sehen.
Und wenn ich in irgendein schwarzes Meer fallen sollte, werde ich an dich
denken.
Hartmann, haben Sie eigentlich eine Uhr?
Leider abgesoffen, Herr General.
War ein Geschenk vom Pfützchen.
Aber es muss ungefähr sechs sein.
Nehmen Sie die.
Aber verlieren Sie sie nicht.
Souvenir.
Nehmen Sie wohl.
Komm, Karl, ein Glas.
Soll mir keiner nachsagen, ich hätte hier eine volle Flasche stehen lassen.
Koljonke wartet in Schuppen 35.
Nimm deine Sportmaschine. Fliege in die Schweiz.
Ich denke nicht daran.
Wer auf Erden des Teufels General war und ihm die Bahn gebombt hat, muss ihm
auch Quartier in der Hölle machen.
Leichter Nordwest.
Riecht nach Salzwasser.
Heute kommen sie.
Lasst euch nicht erwischen.
Waffen! Femmig!
Staumann! Siegel!
General! Hierher!
Hierher!
Erfüllung seiner Pflicht, tödlicher Unglück.
Jawohl. Dann brauchen wir es probieren, eine Kampfmaschine.
Schade.
Staatsbegräbnis.
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