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Ich bin das lebende Beispiel für "besser spät als nie".
Bis vor ein paar Jahren
hatte ich ein stabiles, vorhersehbares und sich schön wiederholendes Leben.
Doch meine Abenteuer in letzter Zeit haben das geändert.
Was steht also als Nächstes für mich an?
Da man mich jetzt als eine Art Reisenden ansieht,
will ich versuchen, meine eigene Bucketlist abzuarbeiten,
bevor ich selbst ins Gras beiße.
Ich habe viel recherchiert,
war offen für Neues...
AMAZONAS-ABENTEUER
Wer geht im Amazonas wandern?
...und habe meine eigene Liste erstellt.
Sehen Sie sich das an.
Willkommen in London!
Ich bin der absolute Tourist.
Das sind mit die großartigsten,
einzigartigsten Reiseerlebnisse, die man überhaupt haben kann.
Nicht falsch verstehen, aber die Fahrt ist schrecklich.
Abgehakt.
- Mein erstes Mal in Irland. - Ich war schon mal hier.
- Ja. Einmal. - Ein-, zweimal.
- Einmal. - Einmal.
Ob sie Teil meines Lebens sein sollten,
ist eine andere Frage.
- Aber ich glaube... - Boah!
...ich bin etwas kühner...
Unglaublich, dass ich echt hier bin.
...und mutiger geworden.
Super gehalten!
Klar arbeite ich gut unter Druck.
Das könnte also meine denkwürdigste Reise werden.
Stand sich mit Prince William betrinken auf der Liste?
- Ganz oben. - Ach ja?
URLAUB WIDER WILLEN MIT EUGENE LEVY
Ich sitze im Wasserflugzeug
und wünschte, es wäre viel größer.
Und wir fliegen über Vancouver, British Columbia, Kanada.
Gibt es einen besser Weg in die Stadt?
Ja, Bus.
Na gut, na gut, es ist... schön.
Auf meinen Abenteuern reiste ich durch die ganze Welt.
Aber meine Bucketlist wäre nicht komplett,
ohne noch etwas von dem Land zu erkunden, das mir am Herzen liegt
und das ich mein Zuhause nenne.
Ja, wir sind hier in meinem Heimatland.
Endlich.
Sehen Sie sich das an. Eine der schöneren Städte auf der Welt.
Einfach spektakulär.
Hier ist man auf dem Wasser
und eine halbe Stunde später oben auf dem Berg Skifahren.
Mit den vielen Waldwegen und dem coolen Stadtleben
verstehe ich, warum dieser Ort für jeden was zu bieten hat.
Sie sollte auf einer Reise-Bucketlist stehen.
Auf meiner steht sie.
KANADA
Ich wohne in Toronto, über 3.000 km östlich von hier.
Aber es ist Vancouver an der Westküste,
was permanent als eine der lebenswertesten Städte der Welt eingestuft wird.
Ich habe 48 Stunden Zeit, den Grund herauszufinden.
Ich war schon lange nicht mehr hier,
aber einige Dinge bleiben halt unvorhersehbar.
Das ist das, woran ich mich erinnere,
als ich vor 25 Jahren das letzte Mal in Vancouver war.
Es regnet.
Aber ist das nicht wunderschön?
Und man kann kilometerweit joggen oder laufen.
Der Stanley Park hat den längsten ununterbrochenen Uferweg der Welt.
Ein netter Spaziergang und dann Donuts oder so.
Wir Kanadier streiten uns etwas darum, welche Seite des Landes besser ist.
Ich befrage also mal
einige Anwohner in einem der beliebtesten Märkte Vancouvers...
- Hey. - Wie geht's?
- Gut. Und Ihnen? - Gut, gut. Wie geht's?
...um den Reiz des Lebens an der Westküste verstehen zu können.
Wir lieben es hier, weil... Die Natur ist so wunderschön.
Ich lebe im Norden in den Bergen
und kann innerhalb von zehn Minuten in Lynn Canyon mit meinem Hund Gassi gehen.
Sie würden also nie an die Ostküste ziehen wollen?
- Daran haben wir nie gedacht. - Klar. Ja.
Ich bin in Montréal geboren.
Ja.
Was wäre der Hauptunterschied zwischen Ost- und Westküste für Sie?
Die Winter in Montréal sind sehr kalt.
- Okay, verstehe. - Hier braucht man nur einen Regenschirm,
- und das reicht aus. - Das ist alles.
- Ja. - Der Unterschied.
REINER AHORNSIRUP
Ich werde hungrig.
- Wie heißen Sie? - Ray.
- Ray. Wie geht's? - Freut mich.
- Fisch ist hier wichtig? - Ja.
- An der Küste. - An der Westküste haben wir
- fünf Lachsarten. - Ja.
- Hier ist eingemachter Lachs. - Warum ist er so dunkel?
Der wird in braunem Zucker und Melasse eingelegt.
- Das mögen die Jüngeren sehr. - Die Jüngeren?
- Das bin ich. Ja. - Wir, oder?
Er hat Hunger.
Er ist angenehm zu kauen.
- Echt gut. - Ja.
- Kommen Sie aus Vancouver? - Wir sind hier geboren.
Was an der Stadt lieben Sie so?
Die Menschen.
- Hat mich sehr gefreut. - Willkommen.
FRISCHES OBST UND GEMÜSE
Ich möchte mich noch umsehen, denn ich bin noch hungrig.
Hat viel Zimtöl.
Was wohl gesund ist?
Okay, sagen Sie nichts.
- Wie geht's? Wie geht's? - Gut, wie geht's?
Echt lustig...
Unglaublich. ...wieder in Kanada zu sein.
Einen Latte, bitte?
- Wie läuft's? Oh gut. - Es läuft derzeit reibungslos.
Mir fällt auf,
dass die Leute im Westen irgendwie freundlicher
und weniger urban sind.
Echt nett.
Ja. Kanada halt.
Mein Zuhause.
Der Zugang zur freien Natur ist hier natürlich echt wichtig.
Um diesen Lebensstil zu erleben, werde ich in West-Vancouver wohnen,
eine Gegend bekannt für ihre natürliche Schönheit.
Schön.
"Willkommen an der Westküste. Viel Spaß."
Ich kann es noch.
Eine tolle Sache an Vancouver ist, dass das schlechte Wetter selten anhält.
Echt ruhig hier draußen.
Man hört nur das sanfte Wellenrauschen.
Das Schöne an der Stadt:
Sie befindet sich zwischen dem hier und den Bergen.
Wenn ich verstehen will, warum diese Stadt
zum Leben attraktiver ist als meine Heimatstadt Toronto,
brauche ich einen Einheimischen, der mich herumführt.
Morgen fahre ich in die Berge, um einen anderen Blickwinkel zu erlangen.
Ich treffe mich 1.200 m über der Stadt mit meinem Fremdenführer Mike.
Die Wahl des Treffpunkts lässt vermuten, dass er nicht gut über mich Bescheid weiß.
Das ist Grouse Mountain.
Ein wahres Paradies für Abenteuerlustige.
Einer Gruppe, der ich nie angehören wollte.
Wenn ich geradeaussehe,
sieht der Boden unter der Gondel...
nicht so weit weg aus.
Aber da runter sollte man nicht schauen.
Das bedeutet den Tod.
Na also. Mensch, ganz einfach.
Ich bin hier nicht in meiner gewohnten Umgebung,
aber es ist wirklich atemberaubend hier oben.
Ich treffe also meinen Fremdenführer Mike.
Keine Ahnung, was er für mich geplant hat.
Aber angeblich ist er...
genau der Richtige, um mir hier in Vancouver alles zu zeigen.
Wäre meine Bucketlist voller Menschen anstatt Plätzen,
stünde diese kanadische Legende drauf.
- Eugene Levy! - Wow!
- Mike! - Willkommen im Westen Kanadas, Kumpel.
- Michael Bublé. Ha! Überraschung. - Hey, ich bin nervös.
Wie sieht mein Haar nach dem Helmtragen aus?
- Okay? - Sieht gut aus.
Aber ganz ehrlich,
genau das hätte ich nach Abnehmen des Helms gesagt.
Ja? Wie nett von dir.
- Du bist unser Fremdenführer. - Ja.
Ich habe tolle Dinge vor,
- wenn du Lust hast. - Okay.
Skifahren. Sie haben echt krasse Pisten hier.
Skifahren. Das... Das... Das mache ich nicht.
- Oben ist eine tolle Seilrutsche. - Ja. Ja.
Du hörst mich wohl nicht.
- Ich mache... eigentlich nichts... - Okay.
...was mich das Leben kostet.
Darum bin ich eher Ostküsten-Typ.
Dort muss man sich wohl nur Sorgen machen, wenn man bei Rot über die Straße läuft.
Schau in beide Richtungen.
- Stimmt wohl. Okay. - So.
Ich glaube, ich hab's.
Am Schneeschuhwandern ist nichts sexy,
das sage ich dir.
Aber laut Michael gibt es den besten Blick auf die Stadt vom Gipfel aus.
Eine harte Wanderung.
Besonders wenn man in dieser Gegend so bekannt ist wie er.
- Gut. Oh, Michael! - Wie geht's?
- Hi! - Hi!
Wie geht's? Seid vorsichtig.
Ein Meet-and-Greet. Wo immer ich bin... Total toll.
Mein Opa sagte immer: "Genieße es, Sonnenschein.
Irgendwann ist es ihnen egal."
Wie oft bist du hier?
Immer Weihnachten mit den Kindern und der Familie.
Ich verliebte mich in eine wunderschöne Frau aus Argentinien.
- Ja. - Das erste Mal,
dass sie Schnee sahen, war also hier.
- Vermisst deine Frau Argentinien? - Ja.
Lustig ist, als ich ihr sagte:
"Ich liebe Argentinien, aber es ist recht gefährlich.
Man kann dort erschossen werden."
Und sie antwortete... Sie sagte: "Oh ja?
Kanada ist so langweilig, dass man sich hier erschießen will."
Doch Michael verbrachte sein ganzes Leben hier.
Seine Kinder gehen sogar auf seine ehemalige Schule.
Das sagt viel über die Anziehungskraft des Lebens an der Westküste aus.
Keine Ahnung, warum die Westküste so eine starke Haltung
- gegenüber der Ostküste hat. - Ja.
Und der Ostküste
- scheint die Westküste egal zu sein. - Ihr...
Wir nennen euch: "Zentrum des Universums."
Sind wir das nicht?
Oh mein Gott. Oh Gott.
Hey, weißt du, was?
Machen wir einen Ost-West-Wettkampf?
- Die Stange. Da. - Ja.
Wer am nächsten kommt oder sie trifft.
- Für den Stolz des Westens. - Abgemacht.
Die Kamera macht mir Sorgen.
Uh! Sehr knapp.
Bublé, Alter.
Oh Gott.
- Wow. - Tut mir leid.
Genau in...
Du warst ohne Sorge.
- Oje. - Er verliert ein Auge.
Das ist für dich.
Wow!
- Ja! - Krass.
- Aber das war echt ein großer Schneeball. - Weiß ich.
So groß!
- Ich hab den Kameramann gekillt. - Nein, nein.
- Meine Arme sind jetzt schwer. - Das ist gut. Deine Arme?
- Denk an sein Auge. - Er ist ein... Tut mir so leid.
Seine Helden zu treffen, ist immer etwas beängstigend.
Wir sind mit seinen Serien und Filmen aufgewachsen.
Als Kanadier ist man stolz.
Bei solchen Dingen gibt man an und sagt: "Wir sind Kanadier.
Wir haben Eugene Levy und Celine."
So cool.
Sieh dir das an. Hey, wie geht's, Sir?
- Oh, sieh! - Das wollte ich dir zeigen.
- Beeindruckend, oder, Kumpel? - Atemberaubend.
Wir gehen seit 30 Minuten.
- Ja. - Die Fahrt von Downtown
- war 20 Minuten? - War nicht schlecht.
Nichts. Nichts. 25 Minuten.
Und ungelogen können wir da heute hingehen, zur English Bay,
und mit einem Bier am Strand sitzen.
Die Kids können am Strand Steine und Krebse sammeln,
ein wenig Windsurfen gehen oder so.
- Moment, kann ich dir Kakao anbieten? - Gern.
- Danke. Toll. - Sehr gerne.
Prost, übrigens.
Hier oben zu sein, ist so herrlich. Einfach wunderschön.
Ich amüsiere mich sehr.
Ich schätze wirklich alles, was mich hier umgibt.
Das ist Natur vom Feinsten.
Echt fantastisch.
Wie man so schön sagt: Was hoch steigt, muss auch wieder runterkommen.
Schnell, fliegen, sitzen. Was machen wir?
Das erste Wort, das mir einfällt,
wäre: Rodeln.
Ja! Rodeln.
Schau nach rechts, das ist der Hügel.
- Oh Gott. - Steiler als...
- Oje. - Steiler als du dachtest.
- Michael, der ist steil. - Weiß ich.
Oh mein Gott.
Wie zählen wir?
Tja, da wir Kanadier sind,
könnten wir was für die Franzosen aus Québec tun.
- So: Un, deux, trois. - Für Québec!
Un, deux, trois. Los!
Oje. Oh nein. Sorry!
Oh Gott.
- Wer hat gewonnen? Ich! - Du.
Ich wurde zerstört.
- Lustig, oder? Echt. - Ja, total.
Das ist wohl gefährlicher für mich.
Cocktail und ein Atemgerät wären jetzt toll.
Ich bin überrascht, wie sehr ich diese Wintersportarten genossen habe.
Vielleicht wirkt sich dieser Ort bereits auf mich aus.
Michael findet aber, dass ich noch meine Seemannsbeine finden muss.
Wir müssen aufs Wasser.
Wie cool wäre ein kleines Abenteuer?
- Ein Seeabenteuer. - Ein Seeabenteuer.
Der Pazifik ist fürs Leben hier wichtig,
besonders für Michael, da sein Vater von Beruf Fischer war.
Wir fangen Krebse.
- Krebse? Oh, gut. - Ja.
Schon mal gemacht?
- Nicht, dass ich wüsste. - Okay.
Lecker auf dem Teller, keine... Frage.
Sieh mal.
Wir sind am Deep Cove am östlichen Rand von Vancouver angekommen.
Nur 30 Minuten per Auto vom Berg entfernt.
Oh mein Gott, so schön.
Ich bin oft hier, besonders mit den Kindern.
Wir gehen Paddelboarden oder Windsurfen.
Es gibt kleine Eiscafés und kleine Fish-and-Chips-Läden.
Echt schön.
Wer lebt in Deep Cove?
- Viele Rentner. - Einfach, um
- rauszukommen. - Sieh dir deinen Tag an.
Wachst neben deiner Frau auf. Trinkst leckeren Kaffee.
Spazierst auf den schönen Wanderwegen oder gehst zur Ufermauer.
Sieh mal. Wir sind da.
- Wow, verrückt. - Los?
Los.
- Gut. - Raus und los.
Da ist sie, dort.
Das Schiff mit dem Mast? Das ist unseres.
- Wow. - Ja? Bitte.
Ja, das... schreit Kanada für mich.
Das... du weißt es.
Wir könnten dort drinnen einige Tagen überleben.
- Hey. Paul. Freut mich. - Wie geht's?
Freut mich. Eugene.
Vater und Sohn Dane und Paul sind Fischer
und haben zugestimmt, mich einzuarbeiten und mir leider die Krebse zu zeigen.
Warst du schon mal auf einem Krabben- oder Fischkutter?
Krebs ist mein zweiter Vorname.
- Ach, toll. - Ich...
- Sollen wir? - Los. Okay.
- Hast du Seebeine? - Ich bin fürs Wasser gemacht.
Arr!
Was ich sagen wollte:
Pass auf und pinkel... in die richtige Richtung.
- Fischen wir. - Ja. Los.
Fischen wir!
Seine Familie ist seit Ewigkeiten mit dem Meer verbunden...
Ich glaube, dort springt was.
...also dachte Michael, dass es auch seine Bestimmung war.
Schon lustig, denn es war so ein wichtiger Teil
- nicht nur meines Lebens... - Ja.
Sohn eines Fischers,
der der Sohn eines Fischers war, der der Sohn eines Einwanderers war,
der Schiffbauer war.
Also alles, was ich bis zu meinem 21. Lebensjahr kannte, war:
"Das wirst du auch tun."
Ich verbrachte fast mein ganzes Leben hier.
Aber jetzt nicht mehr.
Jetzt nicht mehr. Nein.
- Was hat dein Dad gemacht? - Meiner war ein Arbeitstier.
Er arbeitete in einer Autoteile-Fabrik. Sie haben Kupplungen neu gebaut.
Okay. Und was hast du als Kind gedacht?
- Ich hatte dort einen Sommerjob. - Okay.
Ich liebte es dort, den Geruch.
Ich arbeitete am Fließband und baute die Kupplung zusammen.
Und ich fühlte mich mies...
Die Schrauben gingen nicht gerade rein.
Sie waren etwas schief.
Ich häufte sie an, damit es niemand merkt.
Als du älter wurdest und wusstest: "Okay, ich bin Künstler",
was hat er dazu gesagt?
Es war immer: "Ein schönes Hobby."
Ja.
"Aber womit verdienst du dein Geld?"
In Hamilton, Ontario, in den 60ern wählte niemand die Schauspielerei.
- Ja. - Es...
- Passierte nicht. - Ja.
Es ging um den Schulabschluss, dann studieren.
Mach nicht dieselben Fehler wie ich.
Ich ging studieren, brach zweimal ab, und das war ein Desaster.
Das war furchtbar.
Okay, studieren und die Herstellungen von Kupplungen waren eher nichts für mich.
Keine Ahnung, ob Krebse fangen besser laufen wird,
aber wir versuchen es mal.
Was fangen wir?
Das sind BC Pazifische Taschenkrebse.
- Die besten. - Ja.
Sie sind groß, temperamentvoll, sie sind...
Temperamentvoll?
- Oh ja. - Genau.
Vorsicht und Handschuhe anziehen.
Sie sind fiese kleine Viecher, aber schmecken gut.
Meine Finger bestimmt auch... den Krebsen.
Also, wir sind nah dran. Noch fünf Minuten, und,
wir spielen das altbewährte Crab-off.
- Crab-off? - Wer am meisten fängt, gewinnt.
- Kleiner Wettbewerb? - Genau.
Ich messe mich nicht mit anderen,
aber wenn wir so was machen, bin ich dabei.
Ganz toll von dir.
- Ostküste gegen Westküste... - Du...
- Ostküste gegen Westküste. - Los.
Okay, wer will anfangen?
Eins, zwei, drei.
- Du gewinnst. - Gut. Du zuerst.
Krebsfallen müssen 24 Stunden im Wasser sein,
also holen wir die Netze von gestern ein.
Ich weiß nicht. Das fühlt sich etwas leicht an, Paul.
Oh, es wird schwerer.
- Ich kann sie sehen. - Oh ja.
- Wow, groß. - So viele, Paul.
- Mensch. - So viele.
- Sind die groß. - Hab sie.
Nicht der... Toll.
- Schaut, da unten... - Ja.
...sieht man, dass er männlich ist.
Nur die größten sind gut genug.
Cool, oder?
Man misst vom einem Rand bis zum anderen.
- Der bleibt. Das... Oder? - Der bleibt.
Genau... Perfekt.
Zwei Männchen.
- Zwei? - Da rein.
- Da, noch einer... Toll. - Ja.
Fünf, sechs, sieben.
Sieben... sieben für dich.
Zeit, dass ich mich anstrenge
und zeige, dass ich mehr fangen kann als Michael.
Das wird sehr schwer.
Lustig, es ist viel einfacher, wenn es jemand anders macht.
Nur noch 60 Meter.
- Oh nein! - Wow. Seht mal.
Sieht voll aus.
Fass hier an.
Du musst... Hier, von hinten.
Da. So tut er dir nicht weh.
- Kann er nicht? - Nein...
Wow!
Er hat mir in den Finger gezwickt.
- Ich sechs, Michael sieben. - Ja.
- Das ist Michaels... - Wir zählen doch?
- Ist es... 2:1 Bublé. - Michael hat gewonnen.
- Danke, Paul. - Gern.
Danke, Kumpel. Vielen Dank.
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sie von mir als Fischer...
...beeindruckt waren.
Dafür respektiere ich sie.
Ganz ehrlich, das war das letzte Mal, dass ich einen Krebs anfasse.
Okay? Denn ich... ich, also... Kein Handschuh ist dick genug.
Aber mein Bucketlist-Motto ist: "Alles einmal versuchen",
denn wer weiß, wann man dazu noch mal die Chance erhält,
besonders in meinem Alter.
Zurück nach Burnaby, British Columbia, zum Krebsekochen.
Das war toll. Die Jungs waren so nett.
Stimmt, es macht immer Spaß, tolle Leute kennenzulernen.
Das macht meine Reise so besonders.
Gab es einen Ort, der dich erstens überraschte
oder einen, wo du dachtest: "Gott, diese Leute sind toll."?
- Ich würde sagen, Louisiana dieses Jahr. - Oh ja?
Sie waren so unglaublich freundlich.
- Ja. - So offen.
Die Gespräche waren toll, aber solch gutmütige Menschen.
Ich glaube, Menschen allgemein sind gut.
- Wir leben alle nur einmal. - Ja.
- Alle versuchen, halt ihr Leben zu leben. - Ja.
Hier ist eine Frage, die ich meinem Großvater
und Vater oft stellte...
Wenn ich dir Wahrheitsmittel spritze und frage...
- Ja. Ja. - ..."Eugene Levy, wie alt bist du?"
- Ja. - Was antwortest du dann?
Ich werde 62.
- Echt? - Ja.
So fühlst du dich... als...
Ich fühle mich nicht so alt, wie ich bin,
aber wenn man sich die Zahl ansieht
und man die sieht, auf die man sich zubewegt...
- Ja. - Oder?
- Ja, für dich ist das... - Das wäre 80.
- Ja, ja, verstehe. - Also...
Ich... wenn man die Zahl sieht...
...da kommt man nicht drum herum. Man ist alt.
- Man ist alt. - Ja.
- Aber so fühle ich mich nicht. - Ja.
Und ich sitze hier mit dir und denke nicht, du bist so alt.
Ich fühle mich... Ich fühle mich gut.
Es gibt viel, das ich machen und nicht machen kann.
Und viel vom Letzteren ist, weil ich nicht will, aber...
Michael lud mich in das Haus ein, das er 2018 gebaut hat.
Okay, komm rein. Willkommen zu Hause.
Ja.
Hier schaffen wir Erinnerungen, Kumpel.
Sag nicht: "Es ist nicht groß, aber ich nenne es mein Zuhause."
Ist es so?
- Hilfst du mir damit? - Nein.
Die bewegen sich noch.
Stimmt...
- Ich fing an... - Nein, nein, nein.
- Ich... - Michael.
Einfach so.
Fertig. Ganz schmerzlos.
- Oh, hab ich gespürt. - Okay?
Oje, das ist wie bei Hannibal Lecter oder so.
Einfach...
Krebse und... Ich wollte dazu einen Chianti servieren.
- Okay. - Okay.
- Gekochtes Wasser. - Ja.
- Eugene, nimmst du einen? - Ja, werde ich.
Zusammen.
Genau so.
- Luisana! - Ja?
- Hast du Eis? - Ja, habe ich.
- Eugene, meine Frau Luisana. - Deine...
- Obwohl es stinkt. - Luisana!
- Wie geht's? Gut. - Wie geht's?
- Danke, dass es jetzt im Haus sehr... - Gut.
...stinkt, und nicht auf gute Art.
Der Geruch stört mich nicht, aber das zu sehen war hart.
Da. Das wird toll.
Luisana, isst du Krebse?
- Nein. Keine Krebse. - Gar nicht?
- Sehr heiß. - Sollte es nicht abkühlen?
- Bis später. - Hat mich gefreut.
- Oh Gott. - Gut.
- Los. - Bist du verrückt?
Nein. Es sollte einmal wegen dir schnell gehen.
Jetzt...
- Wow. Ja. - Gut, oder?
- Sag: "Hi, Eugene." - Hi, Süße. Wer ist das?
- Das ist Vida. - Vida?
Und Vida ist die Liebe meines...
- Lebens. - Genau.
Und hier.
Oh, lecker?
Hey. Danke, dass du mit hergekommen bist.
Es hat viel Spaß gemacht, aber das war es noch nicht.
Als wir in den Keller gehen, werde ich etwas nervös.
Ich weiß, dass Vancouver extrem sportlich ist,
und Michael ist ein wenig ehrgeizig.
Okay, Eugene.
Ja, Sir.
- Machst du Witze? - Ja. Gar nicht.
Der Traum aller Kinder hier.
Dein Hobbyraum?
Ja. Eigentlich nutze ich ihn, um die Krebse zu kühlen.
Oh mein Gott.
Sekunde, ich muss nur schnell durchatmen.
Wir werfen eine Münze,
Kopf: Du schießt. Zahl: Du gehst ins Tor.
- Okay? - Ja.
- Okay. Was nimmst du? - Kopf.
Es ist meine Wenigkeit
gegen einen Mann mit einem Eishockeyfeld in seinem Keller.
Sollte ich allerdings verlieren, kann ich es auf den Heimvorteil schieben...
Ostküste steht bereit.
...und darauf, dass ich bald 80 werde.
Dann zeig mal.
Westküste gegen Ostküste.
Leg los.
- Fünf Schuss. - Zeig es mir.
Super gehalten! 0:1.
Nummer zwei.
Nein.
1:1.
Gehalten!
- Gott! - Ja, Baby! So!
Es steht 2:1. Treffe ich den nächsten nicht, gewinnst du.
- Bereit? - Moment.
- Super gehalten! - Brillant!
Du hast die Ostküste stolz gemacht. Sieh mal.
Das war toll.
- Hab dich lieb. Danke. - Michael, mein Gott.
Das war so toll.
- Nummer eins, Eugene Levy. - Hey!
Danke.
Gut.
Vancouver durch Michaels Augen zu sehen, war etwas Besonderes.
Aber es wird bald Zeit, nach Hause zu fahren.
Wir treffen uns später auf einen Abschiedsdrink,
wenn er mit Aufräumen fertig ist...
So habe ich Zeit, Vancouver nachts zu erkunden.
Ich bin ein Stadtmensch. Da erwache ich sozusagen zum Leben.
Das gibt mir Kraft.
Ich muss sagen, dass es hier anders aussieht,
als ich es von vor 25 Jahren in Erinnerung habe.
Es wirkt sehr aktiv und sehr lebendig.
Ich erinnere mich, dass es damals nicht viel Nachtleben gab,
aber jetzt pulsiert es hier.
In Gastown, dem ältesten Stadtteil, gibt es jetzt Restaurants und Nachtclubs.
Und es ist der perfekte Ort, um etwas Dampf abzulassen.
Das hier ist die berühmte Dampfuhr.
Ich glaube, alle 15 Minuten hört man eine Pfeife.
Sie zeigt die Zeit an und macht gleichzeitig Tee.
Toll, oder?
Das ist... Das...
Es hätte mit... enden sollen. Hat es aber nicht.
Egal, hoffentlich ist mein Tee fertig.
Sie sieht vielleicht viktorianisch aus, ist aber nur etwas jünger als Michael.
Wenngleich er schon ein paar Melodien mehr kennt.
Zum Abschluss durch seine Lieblingsstadt
nimmt er mich mit an einen Ort, der für ihn besonders ist.
- Einen Drink? - Was hast du?
Einen guten Canadian Ceasar.
- Einen Ceasar. - Sie auch?
Ceasar, bitte.
In dieser Bar... saß ich immer... Hier steht ein Klavier.
Ich saß in der Mitte,
und an einigen Abenden, wenn es voll war, wurde ich engagiert, hier zu singen.
Ich war damals noch jung.
- Wie alt? - Um die 17.
- Noch in der Schule? - Ganz genau.
Ich... Mein Opa war Klempner
und rief Leute in irgendwelchen Bars an und sagte:
"Hey, lasst meinen Enkel rein. Was braucht ihr?
Eure Toiletten sind im Eimer. Ich repariere eure Leitungen."
Er verhandelte. Und sie ließen mich rein,
und die Musiker sagten: "Okay, er darf vier Songs singen."
Okay, dabei gibt es einen... Teil, der mir fremd ist.
- Du hast lokal mit Singen begonnen... - Ja.
- Vor Ort. - ...in den Clubs hier.
Nicht nur.
Auf der Straße. Ich habe alles versucht.
Singende Telegramme.
Für 40 Dollar,
und dafür habe ich einige Songs für den Geburtstag des Ehemanns gesungen.
- Wow. - Ich ging in solche Bars
und sang einige Songs
und sagte: "Happy Birthday!"
Und das jahrelang.
So was gab es bestimmt auch bei dir anfangs, oder?
Das war anders, da ich mit anderen auf der Bühne stand.
- Ja. Ja. Ja. - Ich war nicht allein vorm Mikro.
Klingt gut.
- Singst du was? - Wow.
- Hier... - Doch.
- Will ich singen? - Ja.
Kann ich... Ist das ein Mikrofon?
- Ja. Ja. - Ja?
Hi, Vancouver.
Hallo, hallo.
Hallo, Leute.
Ich bin Michael Bublé und Sänger. Ihr... Seid ihr aus Vancouver?
Ihr habt mich berühmt gemacht. Wisst ihr das eigentlich?
Das ist echt ein sentimentaler und toller Abend für mich.
Heißt bitte mit mir unseren Nationalhelden Mr. Eugene Levy willkommen.
Wow.
Vielen Dank. Danke.
Es ist zu spät, es ist mir peinlich.
Können wir... Was... Keine Ahnung. "Fly Me to the Moon"?
Flieg mich zum Mond
- Um zwischen den Sternen zu spielen - Oh mein Gott.
Lass mich erleben wie der Frühling auf Jupiter und Mars ist
Mit anderen Worten, halt meine Hand
Mit anderen Worten
Baby, küss mich
Erfülle mein Herz mit einem Lied
Und lass mich ewig singen
Du bist alles, nachdem ich mich sehne
Alles, was ich anbete und verehre
Großes Ende, alle!
Mit anderen Worten
Bitte sei aufrichtig
Mit anderen Worten
Mit anderen Worten
Ich liebe
Dich
Meine Damen und Herren, Eugene Levy, Leute!
Danke, Leute.
Ich dachte, bei der Bucketlist ginge es nur um große Dinge,
tolle Abenteuer, einmalige Gelegenheiten...
Und das stimmt manchmal auch.
Aber ich habe auch gemerkt, dass es oft, selbst in den großartigsten Umgebungen,
die kleinen Dinge sind, die einem in Erinnerung bleiben.
Die ruhigen Gespräche,
sich bei unbekannten Dingen wohlzufühlen
und zu lernen, dass man nicht ans Ende der Welt gehen muss,
um etwas Neues zu entdecken.
Unglaublich, dass ich dieser Stimme so nah war.
- Wir sind ein Hit. Du und ich. - Krass.
Frage: Wann kommt die Platte raus?
Etwas für die Bucketlist: Mit Bublé singen.
Abgehakt.
- Vielen Dank. - Meine Güte. Danke.
Mensch, was für ein Tag.
- Vorbei? - Muss nicht sein.
Vielleicht noch einen Drink?
Untertitel von: Britta Noack
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