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Vielen Dank.
Wo bleibst du? Die Leute wollen ihre Geschenke ausbrechen.
Ich kann leider nicht mehr feiern.
Du hast doch Julka vor Ort, ne? Naja, mir ist was dazwischen gekommen.
Entschuldige mich bitte. Hier, ich muss los.
Wohin?
Jetzt sag doch mal, woher. Ich erklär's dir in anderem Auge.
Sehr witzig.
So, Freunde, es geht los.
Fenster auf!
Welche Idee war das?
Ja, Mensch, Roland, jetzt steig doch erstmal aus.
Das Foto. Welche Idee?
Eure? Nein, wir dachten, wir hatten gehofft, dass Michael... Was hätte
für einen Grund, sein fast 50 Jahre altes Foto zu schicken? Der ist hier
Schulleiter. Das weiß ich.
Aber ist das ein Grund, so was hier rumzuschicken?
Wir haben uns jedenfalls gefreut, euch alle mal wiederzusehen. Ach ja?
Lene, Stefan.
Ich fahre.
Ich habe das unter Kontrolle.
Ich werde schon keinen epileptischen Anfall am Steuer bekommen.
Ich habe das unter Kontrolle.
Das müssen Sie endlich schlares erzählen.
Ist hier überhaupt noch unser Zuständigkeitsbereich?
Nein, aber die Kollegen in Flensburg haben uns um Hilfe gebeten.
Morgen.
Herr Borowski.
Ja? Einig sind.
Mordkommission Flensburg.
Ich war mal bei Ihnen im Seminar.
Das war fantastisch.
Wirklich, das sage ich nicht nur so.
Ja, ich erinnere mich. Wie, erinnert sich?
An mich?
Ja, im Seminar in Flensburg.
Hallo. Hey. Hallo, Sarah Brandt.
Sie haben echt Glück. Sie arbeiten mit einer KfW zusammen.
Ja.
Ich muss euch sagen, das ist mein erster Mord.
Also, für den ich verantwortlich bin.
Ich hoffe, ich kann was lernen.
Also mit Sicherheit.
Erst dachte ich, shit, ausgerechnet jetzt ist mein Chef im Ausland. Aber
Mann, ich ermittle mit Borowski.
Ja, wollen wir da mal anfangen?
Klar, natürlich.
Das Opfer heißt Michael Eckart.
Er war Schulleiter hier.
Gerade als der Festzug auf die Schule zukam, kam er brennend da oben raus. Das
wurde für den Fest gefeiert.
Und was ist das für ein Fest?
Das Skandinavische Fest zur Sonnenwende.
das wir jedes Jahr am 13.
Dezember feiern.
Lucia war eine heilige Danke, die den Armen Hoffnung und Licht in ihr Leben
brachte. Sie trug die Kerzen auf den Kopf, um die Hände frei zu haben.
Deshalb machen wir heute noch diese Umzüge mit Kerzen.
Überall, in Schulen, in Kindergärten und Firmen. Das bedeutet sehr viel für uns
denen und auch für die Kinder hier.
Sind die schweren Brandverletzungen die Todesursache?
Laut Gerichtsmedizin hat er Verbrennungen im zweiten, dritten und
auf über 35 % seiner Körperoberfläche.
Das führt zum hypovolumischen Schock.
Hypovolumisch?
Sein Kreislauf ist zusammengebrochen.
Die Verbrennungen am Rücken sind weniger stark.
Er war mit einer brennbaren Substanz eingeschmiert.
Vielleicht ist er...
nicht an seinem Rücken angekommen.
Sie meinen, er könnte sich selber angezündet haben?
Sie leiden ja mit Leuten, aber ausschließen würde ich das nie.
Brauchen wir Licht?
Vielleicht nicht.
Er kam scheinbar aus seinem Büro, die letzte Tür.
Also, Ich glaube nicht an den Suizid.
Sonst hätte er sich doch direkt vor den Eltern und Schülern angezündet.
Ja, mach mal weiter. Klaus, was machst du denn hier?
Du nennst mir das Wort auf den Mund.
Hier sind Sie doch zuständig, Vereinigten.
Ich hatte Sie aber um Unterstützung aus Kiel gebeten. Ja, ja, ich dachte, Sie
meinten es nicht.
Willst du mich nicht hierher holen?
Quatsch. Aber wir haben in Kiel wirklich genug zu tun. So geht es einfach nicht.
Was machst du hier?
Ich war eingeladen, hatte ich dir doch gesagt.
In die dänische Schule. Zum Lucia -Fest. Ja, der Schulleiter war ein
Kindheitsfreund von mir.
Roland? Komm mal bitte.
Hier.
Entschuldigung.
Reiniger?
Was ist los mit dir? Was meinst du?
Du kanntest den Toten.
Und du willst nicht, dass wir hier ermitteln. Blödsinn.
Kindheitsfreund einsehen.
Gibt mir nicht besonders gut.
Kannst du dir das vorstellen?
Gut,
weiter. Eckerts Sekretärin stand unter Schock, aber jetzt ist sie
vernehmungsfähig. Bin gleich wieder bei euch. Einverstanden.
Fragen wir sie, ob es Konflikte gab mit den Schülern, mit den Eltern,
Schulverwalt oder so.
Okay.
Also gut, ich zeige euch das Büro.
Seid ihr durch hier? Ja.
Extreme Abnutzungserscheinungen.
Einwirkung von Hitze.
Brennpasta. Hast du mit Michael Eckert vorher noch sprechen können? Nein, ich
war ja bei der Lichterprozession.
Die Armlehnen sind verzogen.
Vielleicht wegen der Hitze.
Ja.
Was ist das da?
Schau sie mal.
Der Rest eines Kabelbinders.
Vielleicht hat der Mörder Michael Eckert hier auf seinem Stuhl fesselt, bevor er
ihn dann mit der Brennpaste eingerieben hat.
Deshalb kaum Verbrennungen am Rücken.
Aha.
Und von hier hätte den Festzug dehnen können.
Er hat auf den Festzug gewartet.
Und als er kam, da hat er ihn angezündet, die Kabel durchgeschnitten.
Er konnte davon ausgehen, dass der Mann um sein Leben rennt, irgendwo hin, wo
Leute sind, zu dem Festzug.
Da wollte er ihn haben.
Als Zeichen.
Wer? Roland, wer sollte ihn brennen sehen?
Vielleicht haben wir schon was zum Täter.
Michael Eckert hatte heute Abend einen Termin. Ein Elterngespräch.
Wollen Sie mal mitkommen?
Ein Ehepaar Schafe auf Braunschweig wollte unbedingt einen Termin. Heute.
Sie ziehen hierher und wollen ihren Sohn hier anmelden.
Sie konnten angeblich nicht heute aufs Brandschweig kommen.
Der Termin wurde per E -Mail aufgemacht. Ich war mit einer Truppe aufgerannt.
War das eh ein paar Schafe aus Dänisch?
Nein, Deutsche.
Und warum gibt es überhaupt eine dänische Schule?
Weil es hier eine dänische Minderheit gibt, Frau Brand.
Hier, ich zeige es Ihnen.
Früher war das hier das Herzogtum Schleswig. Da haben Deutsche und Däne
zusammengelebt. 1920 wurde hier die Grenze gezogen.
Seitdem gibt es die dänische Minderheit in Deutschland.
Ich lasse mal die Karte hier zurück, wenn wir die IP -Adresse eingerichtet
haben. Das mache ich selber. Geht am schnellsten.
Und du?
Wie kommst du hierher?
Wie kommst du hierher? Wer hat dich eingeladen? Warum bist du hier?
Sprich mit mir. Ja, warum bin ich hier? Ich habe eine Einladung bekommen.
Schaust du dir an?
Vielleicht von Michael, keine Ahnung.
Ein Kindheitsfoto.
Daher sind Sie, das Kind, oder? Ja, das bin ich, das war Michael und das waren
Freunde. Hast du noch Kontakt zu denen?
Ach, das ist doch alles ewig her.
Seit meine Eltern verstorben sind, war ich nicht mehr hier.
Frau Pankow, haben Sie was gefunden?
Was ist mit dem Kaffee?
Äh, die Handynummer ist tot.
Es könnte eine Prepaid -Karte gewesen sein.
Die Adresse in Braunschweig gibt es nicht. Und die E -Mails wurden aus einem
Internetcafé hier in Schleswig verschickt.
Wir können Michael Eckerts Sohn nicht finden.
Hat er einen Sohn?
Er hat letztes Jahr wieder geheiratet.
Die Frau hat einen Sohn mit in die Ehe gebracht.
Martin.
Wie alt ist der Junge?
Zehn.
Vielleicht ist er mit seinem richtigen Vater unterwegs.
Und jetzt?
Sie leiten die Ermittlungen.
Wir müssen den Sohn und den Vater finden.
Gut, dann finden wir die beiden.
Und ich suche die Schafers weiter.
Moment, lassen Sie mal die Einladung her.
Ich gebe Sie dann zur Untersuchung an die Kriminaltechnik weiter.
Ja, was geht denn?
Ja, sicher, hier.
Haben Sie Probleme mit Ihrem Chef?
Normalerweise nicht.
Frau Brandt, wenn Sie mir einen Gefallen tun.
Eine kleine Recherche.
Ja, worum geht es denn?
Ich suche eine alte Kindheitsfreundin.
Ich muss wissen, wo sie heute lebt.
Anja. Anja Jürgensen. Ist sie auch auf dem Foto?
Es ist 9 .00 Uhr.
Was gibt's zu gucken?
Jan Melcher?
Und Sie?
Einig sind, Kripo Flensburg.
Das ist mein Kollege Borowski.
Aha, ach so.
Was ist denn los?
Mein Sohn und ich haben schon drei Krankenwagen gesehen.
Ja, haben Sie denn nichts gehört?
Ja, in einem Kino. Jetzt irgendwo Großalarm, oder was?
An der dänischen Schule.
Oh.
Habe ich dir gesagt, Martin? Ja.
Hab ich dir gesagt, da passiert noch mal was?
Wie viel Opfer?
Ein Mann ist zu einer Brandverletzung erlegen.
Michael Eckhardt.
Michael?
Bei dieser dänischen Feier, oder was?
Mit den Kerzen?
Ist heftig, oder?
Für dich?
Geh mal rein.
Martin?
So,
mal Mama anrufen.
Komm.
Ruf mal Mama an.
Sie ist gerade hier eingezogen.
Nö, letztes Jahr.
Nach der Trennung von Ihrer Frau?
Ja, mir ging es danach nicht so gut.
Meinen Job verloren.
Ich dachte, ich kann ja auch meiner Familie helfen.
Bis ich Martin wenigstens... Ist nicht da.
Was wollen Sie eigentlich hier?
Martin hätte doch auch bei Ihnen bleiben können.
Ein Erwachsener ist ja da, auch vom Bissengeld, das meinen Sie.
Hey, hey Martin, Mann!
Ich würde mich gerne mit Ihrem Sohn unterhalten. In Ordnung?
Ja, Moment.
Es könnte sein, dass Ihnen das ein bisschen fertig macht.
Ich weiß, dass es verharrt ist.
Was meinten Sie mit Ihrer Bemerkung, da passiert noch mal was?
Na, wegen der dänischen Schule.
Was haben Sie für ein Problem damit? Ich habe gar kein Problem damit, wenn Dänen
auf dänische Schulen gehen.
Aber es haben deutsche Kinder da zu suchen.
Ist doch klar, dass das schwierig ist für die.
Das sehe ich doch in meinem eigenen Sohn.
Die drehen die Kinder da um.
Haben Sie Angst, Ihren Sohn zu verlieren?
Nur weil er eine neue Sprache lernt?
Soll ich jubeln, weil mein Sohn Däne wird?
Klar, wir haben was zu bieten da. Hat sich meine Frau auch gedacht.
Ich werde nicht lange gefackelt, als Michael ankam.
Volkreicher Kuhleiter.
Martin? Was dagegen, wenn ich mich ein bisschen umschaue?
schnell fährst, fliegst du raus.
Ja.
Das stimmt.
Ist das die alte Bahn von deinem Vater?
In Kiel hatte er eine echte Kartbahn.
Ist Johanna sie im Kino?
Ja.
Gartensinn?
Super Film.
Können Sie analysieren?
Habe ich die Färbe abgerissen?
Schön. Haben Sie einen Grein?
Hast du mitbekommen, worüber wir gesprochen haben, als er in dein Zimmer
Da ging es um Geld.
Jog mich nicht.
Geld interessiert dich nicht.
Und dein Vater?
Mein Vater hat keine Geldprobleme.
Deine Mutter hatte ja einen erfolgreichen Mann geheiratet.
Juckt mich auch nicht.
Und dass du tot bist?
Juckt dich nicht?
Ich möchte gerne Ihre Warnpaste mitnehmen.
Wenn Sie nichts dagegen haben.
Hat er nicht.
Nö.
Ich glaube, wir Dänen würden nur an Alkohol und Sex denken. Wir hätten alle
Geld.
Also, was mich betrifft, hatte er recht.
Bis auf den letzten Punkt.
War nicht so ernst gemeint, ich trinke gar nicht so viel.
Jedenfalls denkt er, dass Eckart ihn überlegen war.
Finanziell und sexuell.
Warum soll er ihn dann öffentlich verbrennen?
Und wie soll er den ganzen Aufwand betrieben haben, wenn sein Sohn auch
dabei war?
Ich glaube, dieser Sohn, der hat vor irgendwas Angst.
Dass sein Vater was mit der Sache zu tun haben könnte?
Ich weiß es nicht.
Es ist nicht so einfach.
Ich finde sie jetzt nicht auf die Schnelle.
Vielleicht hat sie geheiratet und lebt im Ausland.
Wenn Sie mir etwas mehr Zeit geben.
Gut.
dann probieren wir jetzt mal was anderes.
Stefan und Lene Bente.
Nur mit Tee.
Das war einfach. Wir sind Weg vier.
Gut, das ist nicht weit von hier, dann fahren wir jetzt dahin.
Ja, kommen Sie.
Entschuldigung, wenn ich frage, aber wenn es doch so dringend ist.
Ich muss eine Sache wissen. Ich will, dass meine Freunde selber fragen, bevor
die Polizei alte Wunden aufgreift.
Alte Wunden?
Es gab schon mal einen Brand. Das ist lange her. Wir waren Kinder. Ich erkläre
es Ihnen im Auto.
Was stehen Sie hier noch rum? Na los!
Verdammter Mist, so eine Scheiße.
Ach.
Schlimm? Nee, aber würden Sie bitte fahren. Ich bin einfach gerade so
Ich? Ja, wer denn sonst?
Sie sehen doch, dass es mir nicht gut geht.
Na los jetzt.
Meine Leute.
Alle haben die Nase gerümmelt.
Natürlich.
Ich hatte nie was mit der dänischen Minderheit zu tun, bevor ich Michael
kennengelernt habe.
Und ihr? Es ist wie eine zweite Heimat.
Timmy. Führer.
Herr Borowski.
Herr Borowski?
Herr Borowski.
Guten Morgen.
Sie könnten jetzt zu Frau Brandt.
Wie geht es Herrn Schlawitz?
Tut mir leid, aber Sie sind kein Angehöriger.
Ich bin ihm näher als seine Angehörigen. Das können Sie mir glauben.
Also gut.
Ich fürchte, es werden weitere Operationen nötig sein.
Die Splitterfraktur im Oberschenkel hat mehrere Gefäße zerstört.
Wir konnten die Blutungen zwar stoppen, aber der Blutverlust ist doch sehr hoch.
Die Fraktur selbst müssen wir in mehreren Schritten operieren.
Aber das Besorgniserregende ist, dass eine gebrochene Rippe seinen rechten
Lungenflügel verletzt hat.
Besteht Lebensgefahr?
Nein, er kommt durch.
Wann kann ich denn mit ihm sprechen?
Das wird noch einige Zeit dauern.
Frau Brandt liegt auf Zimmer 278.
Der Name ist Anja Jürgensen.
Genau, danke.
Herr Borowski, wir müssen zu Stefan in den Event fahren.
Schlad hat irgendwas von einem Feuer erzählt.
Es geht um die Kinder, die auf dem Foto waren.
Den Rest erzähle ich Ihnen unterwegs.
Kommen Sie.
Geht es Ihnen gut, Frau Borowski?
Ja.
Das erste Mal, dass wir eigentlich so ein paar Tage hierbleiben.
Das ist Quatsch. Ich bin okay.
Wie geht es Schlad? Ist es schlimm?
Der hat sich alles Mögliche gebrochen. Und dann hat er noch einen Lungengriff.
Die werden ihn noch mal operieren müssen.
Aber er ist nicht in Lebensgefahr.
Wo wolltet ihr beiden eigentlich hin?
Er wollte zu Freunden.
Den Bens eben.
Ein dänisches Ehepaar, das auf dem Lucia -Fest war.
Irgendwas muss geschehen sein, als sie Kinder waren.
Ein Brand, bei dem sie wohl dabei waren. Ein Brand in schladets Kindheit? Ja.
Und das letzte Kind auf dem Foto heißt Anja Jürgensen. Aber ich konnte sie noch
nicht ausfindig machen.
Kommen Sie jetzt.
Sie werden nach Kiel zurückfahren und Urlaub beantragen, bis dieser Unfall
aufgeklärt ist.
Sie glauben, dass ich gefahren bin und dass ich einen epileptischen Anfall
und schuld bin an dem... Wir sind nicht schuldig! Nein!
Schlag es... saß am Steuer und hat sich verfolgt gefühlt von so einem schwarzen
Sportwagen. Na und? Wie na und?
Sie zweifeln gerade an meiner Glaubwürdigkeit.
Wenn Sie es gesagt haben, dann macht das doch keinen Unterschied.
Er hätte einfach nicht fahren dürfen zu diesem Zeitpunkt.
Und Sie dürfen überhaupt nie Auto fahren.
Also wie man es dreht und wendet, dieser Unfall ist ein Problem für Sie. Ich
glaube, das Problem liegt bei Ihnen.
Sie fühlen sich ausgeschlossen, weil Ihr alter Kumpel Schladitz mir mehr
vertraut hat als Ihnen.
Ist doch so, oder?
Okay, eine ganz einfache Frage.
Glauben Sie mir, dass ich nicht gefahren bin.
Wie ich Ihnen schon gesagt habe, das gehört nicht zur Sache. Sie weichen mir
aus!
Vertrauen Sie mir.
Gut, dann fahre ich nach Kiel zurück.
Aber ich möchte vorher noch die Benz aufsuchen. Ich möchte wissen, warum
da hin wollte.
Ist das in Ordnung?
Und Herr Borowski?
Es ist hart, dem Vertrauen zu ziehen.
Ich kann es schon alle verstehen.
Vor mir müsste irgendein See kommen.
Was ist denn hier so?
Brand.
Hallo? Sind wir zu Hause?
Wir haben Leichen gefunden im wirken Weg hier bei Belsen.
Ja, Kaffee und Süßigkeiten.
Er ist erschrocken worden.
Gut.
Kalt und feucht. Der liegt hier schon die ganze Nacht.
Haben Sie die Kollegen informiert?
Ja, schon unterwegs.
Der Mann ist hier weggelaufen.
Hier entlang, vielleicht wollte er zu den Nachbarn.
Wann glauben Sie, ist das hier passiert?
Der Täter bedroht sie mit der Schrotflinte, wenn sie hier verbrennen.
Der Mann kann fliehen und wird dort gestorbt.
Wann glauben Sie, ist das hier passiert?
Die Immunheiltechniker werden es genau herausfinden.
Aber warum, P?
Sie machen mich verantwortlich, oder?
Weil ich auf Schleides Anweisungen reagiert habe.
Was soll ich denn tun?
Mich informieren.
Sie fahren nicht nach Kiel.
Das heißt, dass ich... Das soll heißen, dass ich jeden hier brauche im
Augenblick. Und Sie brauchen was Neues zum Anziehen.
Warum hast du nicht mit mir geredet?
Traust du mich nicht mehr?
Wir müssen uns vertrauen, solange wir zusammenarbeiten.
Wussten Sie, dass ich hier bin?
Wusste ich gar nicht. Ich wollte zu Schladis.
Er ist morgen wieder anspruchsbar. Morgen Abend sagen die Ärzte.
Ich hoffe, dass er dann mit uns zusammenarbeitet.
Aber Rossi, ich glaube wirklich nicht, dass es dich gegenseitig wird.
Schladis muss irgendeinen anderen Grund gehabt haben, uns nicht einzuweihen.
Entschuldigung, ich möchte jetzt bitte sofort zu meinem Vater gelassen werden.
Mir tut es auch sehr leid. Sie haben Anweisungen. Ja, schön von dir. Ich
meine... Susanne, hallo.
Vielleicht kannst du mal mit ihm reden.
Ja, das ist meine Kollegin Frau Brandt. Ja, Frau Schlanz.
Frau Schlanz, ich bin getroffen.
Sag mal, bist du gerade aus Frankfurt?
Ja, meine Schwester kommt auch gleich.
Und deine Mutter?
Die können wir jetzt gerade nicht erreichen.
Mit ihrem...
Freund oder was weiß ich.
Urlaub.
Sag mal, Susanne, vielleicht kannst du uns helfen.
Hat dein Vater mal was von einem Brand erzählt in seiner Kindheit?
Also, wüsste ich im Moment nicht. Aber ich kann gern nochmal mit meiner
Schwester drüber reden.
Das sind die Kollegen aus Frankfurt.
So, ich habe mal ein ganz grobes vorläufiges Täterprofil erstellt.
Folgendes ist doch denkbar.
Wir suchen einen Mann zwischen 40 und 60 Jahren.
Stadep hat von einem Brand erzählt in seiner Kindheit. Deshalb glaube ich
dass der Täter sehr viel jünger ist.
Allerdings bedarf es einer großen physischen Kraft, diese Taten zu
Deshalb glaube ich auch nicht, dass er sehr viel älter ist.
Er geht sehr planvoll vor. Das spricht für eine hohe Intelligenz.
Es könnte ein Akademiker sein. Auf jeden Fall würde er sich für komplexere
Aufgaben qualifizieren.
Er ist zu extremer Gewalt fähig und auch bereit zu Grausamkeit.
Stefan Bent wurde mit einem Schrotgewehr erschossen, das der Täter mitgebracht
haben muss.
Es könnte sich also um einen Jäger handeln.
Auf jeden Fall besteht eine Verbindung zu den Kindern hier auf diesem Foto.
Drei sind schon tot.
Roland Schladez liegt im Krankenhaus.
Und von dem fünften Kind wissen wir nur den Namen Anja Jürgen. Ich gehe davon
aus, dass diese beiden in einer akuten Bedrohungssituation sind.
Schladez hat Polizeischutz.
Und was ist mit dem Brand in Schladez' Kindheit?
Ja, ich habe aber der örtlichen Zeitung angerufen. Ich dachte, wir schauen mal
im Archiv. Habt ihr was von einer Archivbecherche gesagt?
Ja, in ihrem Seminar.
Aber wenn Sie was Besseres wissen, Sie sind der Meister.
Sie leiten ohnehin die Ermittlungen, bitte.
Sie sollten diesen Fall leiten. Ehrlich.
Dann kümmern Sie sich bitte um das Umfeld von Lene und Stefan Held.
Sie, Frau Franz, suchen Andrea Jürgensen.
Soll ich mit der Suche an die Presse?
Wenn wir sie öffentlich suchen lassen, dann helfen wir dem Täter, sie zu
In Ordnung, wir gehen ins Archiv.
Gesundheit.
Hier ist eine Serie von
Brandanschlägen im Herbst 66.
Ah, das hatte ich vorhin schon. Der Titel wurde Februar 67.
15. Dezember 1964.
Aussiedlerfamilie kommt bei Brandt ums Leben.
15. Dezember?
Ja.
Der Brandt hat in der Nacht stattgefunden.
Die Familie wurde im Schlaf überrascht.
Das ist am 15. Dezember in der Zeitung steht. Dann war der Brandt in der Nacht
vom 13.
auf den 14.
Dezember. Die Nacht der Flottierfeste.
Ist das der Brandt und schlattet weiter?
Das ist möglich.
Auf dem Flottierfest steht ja nichts.
Zwei Tage später, Polizei schließt Fremdverschuldung aus.
Kochen über offenem Feuer als andere Sache ermittelt.
Und dann wurde die Familie im Schlaf überragt?
Müssten sie schnell ins Bett gegangen sein.
Wer hat denn damals die Ermittlung geleitet?
Der Brandermittler hieß Luth.
Einig sein, Mordkommission Flensburg. Borowski?
Ach, Regen.
Was kann ich für Sie tun?
Im 1964, da haben Sie, Herr Luth, Ermittlungen geführt nach einem Brand.
Bei diesem Brand war eine ganze Flüchtlingsfamilie ums Leben gekommen.
Eine Flüchtlingsfamilie aus Pommern.
Wo sind Sie rein?
Ja, ich erinnere mich.
Dunkel. Der Brand.
Eine Tragödie.
Eine Tragödie?
Sie hatten einen häuslichen Unfall als Brandursache ermittelt. Da gab es ja
nichts zu ermitteln.
Die Sache war eindeutig.
Wie können Sie sich nach einem halben Jahrhundert so sicher sein?
Ich bin nicht senil, junge Frau.
Dann erinnern Sie sich vielleicht an die Familie, die damals ums Leben gekommen
ist. Komm, die Familie lebte sehr zurückgezogen.
Nahm am Gemeinschaftsleben wenig teil.
Da fühlte sich die Familie in der Gemeinde nicht wohl?
Unsinn. Die Leute haben ja schon 20 Jahre hier gewohnt.
Ich denke, das reicht, um sich einzufügen. Haben ja andere Flüchtlinge
geschafft. Wir hatten es hier ausgeschlossen, dass man einer
das Dach über dem Kopf angezündet hat.
Wie lange sind Sie bei der Polizei?
Drei Jahre.
Drei.
Ich war ein bisschen länger dabei.
Es war keine Brandstiftung.
Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis.
Das war merkwürdig, was?
Ja, natürlich hat der Kollege uns nicht alles erzählt.
Was halten Sie von seiner Bemerkung über die Flüchtlinge?
Es gab nach dem Krieg Probleme zwischen Flüchtlingen und den Leuten im
Südschloss.
Die dänische Minderheit hat damals großen Zulauf von Deutschen gekriegt.
Die Deutschen dachten, vielleicht kriegen sie die Flüchtlinge von ihren
wenn es jetzt schließlich dänisch wird.
Also gab es weniger Probleme zwischen den Deutschen und Dänen als mit den
Flüchtlingen. So hat es meine Oma erzählt.
Frau Brandt, was machen Sie denn da?
Ich habe einiges über Anja Jürgensen herausgefunden. Sie hat in Dänemark
Biochemie studiert, war in psychiatrischer Behandlung und wurde
zurückgeschickt. Warum war sie in Behandlung?
Das weiß ich nicht. Die Einrichtung gibt es nicht mehr.
Und nach ihrer Rückkehr nach Deutschland?
Die Eltern sind gestorben und sie lebt scheinbar hier in der Gegend, aber ohne
festen Wohnsitz.
Sie kämen als Täter in die Frage.
Ja, oder als nächstes Opfer.
Alles gut.
Schreiben wir sie zur Fahndung aus.
Gute Arbeit, Frau Brandt.
Ja, gute Arbeit.
Hört mal her, es gibt eine neue Situation.
Wir suchen Anne Jürgensen. Sie ist dringend tatverdächtig.
Bochowski, schauen Sie mal.
Sie haben die Liste von Michael Eckert aus der Schule. Da stimmt was nicht.
Irgendjemand liest seine E -Mails.
Wer kannte noch die Passwörter Ihres Mannes?
Ich.
Aber ich habe seine E -Mails nicht gelesen.
Nie.
Und Sie haben auch kein Passwort weitergegeben.
Natürlich nicht.
Wirklich nicht.
Können wir mal den Computer Ihres Mannes anschauen?
Lange hast du den Computer schon?
Ja, oder so.
Hier ist keine Datei älter als zwei Tage.
Echt? Ja, echt.
Ist das alles gelöscht?
Was wollten Sie mit den Passwörtern?
Die scheiß Passwörter.
Hey, das ist doch scheißegal.
Das kannst du doch der Polizei erzählen. Das macht mir nichts, das ist nicht
wichtig. Du musst deinen Vater nicht verraten.
Hey, und dann denkst du, dass ich was mit Michael zu tun habe? Mit seinem Tod?
So Quatsch.
Denken Sie das auch?
Das ist Quatsch.
Bin ich dein Vater?
Was kommt mir an Sorgen?
Ich habe
dich
so groß gehalten.
Und ihr Sohn zerreißt es gerade.
Wenn ich gewusst hätte, dass Michael plötzlich in Flammen steht, hätte ich
darauf nichts eingelassen. Da hätte ich Martin ja nie reingezogen.
Warum haben Sie ihn dann beauftragt, die Passwörter zu beschaffen?
Ich habe keine Ahnung.
Doch, klar, ja.
Ich bin dafür bezahlt worden.
Gut.
Aber ich habe keine Ahnung, warum.
Das ist so. Ich habe keine Ahnung, was der Typ damit wollte.
Welcher Typ?
Hat für eine Detektei gearbeitet.
Der kam zu mir, der wusste, dass ich ein Problem mit Michael habe und dachte
sich, vielleicht hätte ich nichts dagegen, wenn Michael auch ein paar
kriegt.
Welches Zimmer hat noch eine? Zimmer 8.
Oskarowski, komm rein.
Entschuldigung, das wird nur störend. Ich wollte nur sagen, dass wir beide
morgen früh nach Kopenhagen müssen.
Komm mal rein, dann kannst du es mir jetzt lernen.
Es gibt keinen Stuhl.
Eckarts E -Mails wurden im Auftrag eines dänischen Geschäftsmannes mitgelesen.
Quisco ist sein Name und er möchte das Gelände neben der dänischen Schule
nutzen. Michael Eckart wollte ihm wohl einen Strich durch die Rechnung machen.
Okay, was sagt Obenhof?
Hm, was, wer?
Hi,
Ola, ist das du?
Ja, was glaubst du, wer ist das?
Kalt, ganz kalt.
Ja, wer steht mit mir zusammen?
Klaus Borowski.
Nein, Panzer Borowski, den ich dir erzählt habe.
Was für ein Träumer.
Ich war nur gerade in Gedanken.
Nein, Ule.
Mein Ex in Aberrade.
Tut mir einen kleinen Gefallen und denkt, er kriegt von mir gleich alles.
Aber er meldet mir die Unterlagen, die wir brauchen. Dann können wir Crisco
morgen vernehmen.
Danke. Auf mich können Sie sich verlassen. Ich gebe immer alles.
Das müssen Sie nicht.
Was? Sie müssen nicht immer alles geben.
Wir übernachten in verschiedenen Zimmern.
Hey, so war das nicht gemeint.
Was denkst du von mir?
Ich weiß, dass ich gehört habe. Ich kann doch nicht mit Borowski in die Kiste.
Nein.
Gut.
Ja, dann war das ein Missverständnis.
Gute Nacht.
Gute Nacht.
Oh Gott.
Oh Gott.
Ich kann die Horoskop vorlesen.
Was sind Sie denn?
Nein, danke. Bitte. Ich weiß.
Fische. Sehr sensibel.
Sie finden sich bei den Dänen, oder?
Doch da vorne, nach der Brücke.
Löwe?
Löwe.
Ja, so ist das heute in Europa. Man sieht gar nicht mehr, wo die Grenzen
Aber man hört es.
Dänemark. Super Asphalt.
Jetzt Ihr Horoskop, lieber.
Jetzt können Sie dafür sorgen, dass die letzten Missverständnisse nicht zu einem
Dauerzustand werden.
Kommen Sie bitte hier herein. Der Herr Kniesbord, gleich ist sie da.
Möchten Sie etwas trinken?
Trinken, danke.
Nein, nein, das ist für mich.
Das ist doch die dänische Schule.
Und was?
Die planen einen riesigen Jachthafen.
Ja, aber jetzt habe ich auch schon den Grund, sie zu verkleiden für ihre Reise.
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Wir können auch Deutsch sprechen, wenn Ihnen das lieb ist.
Das geht doch.
Wir wussten, dass wir heute hierher kommen.
Dieser Detektiv hat mich informiert.
Ich habe ihn aus reinen geschäftlichen Gründen beauftragt. Was für
Gründe?
Das Hafenprojekt.
Ich investiere in der Nachbarschaft der dänischen Schule.
Herr Eckert hatte ein paar Einwände dagegen.
Was denn für Einwände?
Sie kennen die Sportanlage der Schule?
Ja. Das Grundstück hat meiner Familie gehört.
Ja, und ich habe es der Schule zur Verfügung gestellt.
Und wo ist das Problem?
Das frage ich mich auch.
Also ich hatte nie eines.
Herr Eckert hat sich daran gestoßen, dass ich im Gegenzug das Grundstück auf
anderen Seite der Schule bekommen habe.
Sieht so aus, als hätten Sie da ein gutes Geschäft gemacht.
Ist das verboten?
Klingt nicht ganz so edel, wie eine Schule eine Sportanlage zu ermöglichen.
Vielleicht hat das Herrn Eckert missfallen, dass Sie am Ende mehr
als seine Schüler.
Ich weiß nicht, was Herr Eckert für ein Problem hatte.
Das ist genau das, was ich herausfinden wollte. Indem Sie seine private Kost und
den Zahn ausspionieren lassen. Ich habe eine Detektei beauftragt, Informationen
einzuholen. Also ich habe weder schriftlich noch mündlich jemals
Maßnahmen in Auftrag gegeben.
Und sollten Sie dazu noch Fragen haben, darf ich Sie an meinen Anwalt verweisen.
Der sitzt zwei Türen weiter.
Kennen Sie diese beiden Personen?
Nein.
Glauben Sie wirklich, ich würde Menschen anzünden?
Warum sollte ich das tun?
Aus geschäftlichen Gründen?
Hatten Sie mit diesem Personen geschäftlichen Kontakt?
Nein, ich kenne es überhaupt nicht.
Ich lebe in Dänemark, nicht in Deutschland.
Geschäftlich hatte ich nur mit Herrn Egger zu tun. Und das auch noch mal.
Wenn es schnell geht. Ich habe Termine.
Was ist mit Ihrem Auge passiert?
Das ist eine Verletzung aus der Kindheit.
Bin ich eine super Idee, so eine Klappe.
Ich wollte fragen,
Ich denke, wir sind fertig.
Gute Heimreise.
Was? Was
war
denn das gerade?
Es ging um die Blumen. Es war ein Brett dabei. Mir hat das irgendwie nicht
gefallen. Ihre Frage gerade eben, die hat mir gut gefallen.
Er war auf uns vorbereitet.
Also, dass sie in den Schatten lässt, dafür gibt es einen Grund. Aber dass sie
ihn öffentlich verbrennen lässt... Und erst recht keinen Grund, das Ehepaar
umzubringen.
Aber es hat ihn überhaupt nicht überrascht, dass sie die Fotos vorgelegt
Er hat sich die Antwort schon zurechtgelegt und immer betont, dass er
geschäftlich mit Eckart zu tun hatte.
Vielleicht kennen wir einfach sein wahres Motiv noch nicht.
Wenn er mit dem Morden zu tun hat, muss es einen ganz anderen Grund haben.
Nichts Geschäftliches.
Entschuldigung?
Hallo?
Hallo,
Kollegen.
Ich höre von Herrn Schladez, dürfen Sie ihn?
Ansonsten nur aus dem Bild des Fachpersonals.
Hallo, Entschuldigung. Ja bitte?
Ich wollte mich bei Ihnen melden.
Welche Angelegenheit? Ich glaube, Sie suchen mich.
Wie ist Ihr Name bitte?
Anja Jürgensen. Haben Sie mal einen Ausweis zur Hand?
Wo wohnen Sie zurzeit, Frau Jürgensen?
Ich suche mir gerade was Neues hier in der Gegend.
Danke. Wo haben Sie bisher gewohnt?
Hat mir ja alles nicht gefallen.
Sie haben keinen festen Grund.
Ich habe Freunde.
Haben Sie viele Freunde hier in der Gegend?
Nein, nicht mehr.
Erinnern Sie sich an Ihre Freunde Lene und Stefan Bent und Michael Eckhardt?
Deswegen bin ich ja hier.
Ich hatte das gelesen von Michael und Stefan und Lene.
Das ist so schrecklich.
Und Roland Schladez?
Roland, ja.
Natürlich.
Er hatte einen Unfall.
Er war auf dem Weg zu Stefan und Lena Bent. Aber eigentlich wollte er zu
er hat sie nur nicht gefunden.
Was wollte er denn bei mir?
Sag sie es mir.
Ich dachte, der hätte mich längst vergessen.
Er hat von einem Brand gesprochen.
Er hat es nicht vergessen.
Kennen Sie das, wenn man alte Fotos anschaut? Meine Eltern hatten so viele
Fotos. Man sieht sich selbst als Kind, aber man sieht einen anderen Menschen,
nicht sich selbst. Irgendein Kind, das Dinge erlebt hat, schöne Dinge und
schreckliche Dinge.
Aber das Kind hat sie erlebt, nicht man selbst.
Dieses Kind, das sie mal waren, was hat das erlebt?
Das war Lene's Idee und Stefan.
Die beiden hatten immer die Ideen und Michael hat es dann gemacht.
Der konnte so viel, der hat immer... Und Roland war auch dabei, weil er in Lene
verliebt war.
Wir haben das Haus angezündet.
Und das sind die Kinder, die bei dem Brand dabei waren?
Ich war im Haus.
Ich wollte ihnen helfen, die armen Leute.
Es war schon überall Feuer. Die Decke war schon eingestürzt. Die kam nicht
raus.
Sie sind ins brennende Haus gegangen?
Nur noch der Junge.
Was für ein Junge?
Der kleine Pommernjunge, den habe ich rausgekriegt.
Der Pommernjunge?
Gehörte der zur Familie?
Haben sie ihn gerettet? Hat er überlebt?
Nur der Junge hat es geschafft, die Eltern nicht.
Was war das für ein Junge?
Was ist aus ihm geworden?
Weiß ich nicht.
Wenn Sie als Kinder den Brand gelegt haben, warum hat dann die Polizei einen
Unfall ermittelt?
Der Brandermittler blut.
Vielleicht wollte er nicht, dass die Wahrheit rauskommt.
Warum?
Wo ist denn Frau Einigten?
Die ist gerade raus.
Guten Tag!
Ich gehe mal davon aus, dass Sie einen Jagdschein besitzen.
Haben Sie auch ein Schrotgewehr?
Suchen Sie Wildhauer oder Mörder?
Im Augenblick suchen wir nach den Leuten, die die wahre Ursache für den
Luzierfest 64 vertuschen wollten.
Auch die alte Geschichte?
Könnten Sie bitte die Waffe wegstellen?
Diese Waffe? Ja, diese Waffe.
Das macht Sie generös. Ja, und wenn Sie so grinsen, wird das nicht besser.
Bekannten Sie die Familie Schlades?
Sicher. Und die Benz?
Auch.
Einflussreiche Leute.
Politiker. Hat man sie damals aufgefordert, die wahre Brandwurzel zu
Weil niemand wissen sollte, dass eine Gruppe von Kindern das Haus der
Flüchtlingsfamilie in Brand gesetzt hat.
Haben die Kinder damals den Hass ihrer Eltern in die Tat umgesetzt?
Blödsinn. Was für ein Hass denn?
Tja, den Hass auf Flüchtlinge.
Nach dem Krieg wollten viele Flüchtlinge am liebsten Däne werden, damit die
Landwirte nicht an die Kriegsflüchtlinge verlieren.
Was wissen Sie, Herr Luth?
Nach dem Krieg, ja.
Aber nicht in den 60ern. Da gab es diesen Hass nicht mehr.
Die Familie Schladitz stammt selbst aus dem Osten. Und der kleine Roland hat
selbstverständlich auch mit Dänenkindern gespielt.
Nur diese eine Familie meinte immer noch, sie müsste sich abgrenzen. Deshalb
haben die Kinder Ihnen das Haus angezündet?
Die Kinder wollten der Familie das Lucia festbringen.
Sie haben Kerzen vor die Tür gestellt.
Es waren keine Brandstifter und die wollten niemanden umbringen.
Deutsche Kinder, dänische Kinder, schlesische Kinder, die haben überhaupt
niemanden gehasst.
Es war ein tragischer Unfall.
Waren wir Ihnen klar, dass die Lucia -Kerzen der Kinder den Brand verursacht
haben? Es waren Kinder.
Ich habe entschieden, dass es ein Unfall war und ich habe das als offizielle
Version herausgegeben.
Wir waren alle froh, dass die alten Gräben zugeschüttet waren.
Dass endlich Frieden herrschte in der Gemeinde.
Den wollten wir bewahren.
Ich habe das für die ganze Gemeinde getan.
Das war's.
Eine Frage habe ich noch.
Bitte.
Hat ein Kind dieser Familie überlebt?
Ja.
Wissen Sie, was auf dem Kind geworden ist?
Ja, der Junge war, wie alt wird er gewesen sein? Um die drei.
Dem ist es gelungen, aus den brennenden Trümmern zu krabbeln.
Verletzt, aber er hat überlebt.
Er ist adaptiert worden.
Von dem Dänen, dem der Hof gehörte, auf dem die Familie gelebt hat.
Der Junge ist von dem dänischen Hofbesitzer adaptiert worden?
Daran sehen Sie ja, dass es keinen Hass mehr gab.
Es war ein sehr großzügiger Mann, der Däne.
Er wollte, dass das Kind es gut hat.
Kennen Sie den Namen dieses Mannes?
Nach dem Brand ist er nach Dänemark gegangen.
Ich nehme an, der Junge wird dort aufgewachsen sein.
Danke.
Vielen Dank, Herr Luth.
Das kann ja nicht so schwer sein, den Namen des Hofbesitzers herauszufinden.
Wo lag dieser Hof eigentlich?
Nicht aus.
Hier war mal früher ein kleiner Weg.
Und da müsste der Hof gewesen sein, wo heute... Das gibt's doch nicht. Da, wo
heute die Schule ist?
Nicht ganz.
Wo die Sportanlage ist.
Das hier ist doch die Sportanlage, für die Kiesgat sein Gelände zur Verfügung
gestellt hat. Ja.
Das heißt, dass das Gelände und der Hof Quiskards Vater gehört haben.
Ja, und er ist doch Quiskard.
Quiskard ist dieses adoptierte Flüchtlingskind.
Er verbrennt sie, so wie seine Familie verbrannt wurde.
Aber wir können es ihm nicht beweisen.
Und er ist in Dänemark.
Ich rufe ihn ab und an an, bitte die Kollegin Quiskard zu observieren.
Oder? Herr Schladez ist gerade erst wieder zu sich gekommen.
Gut, dann kann ich ja jetzt mit ihm sprechen.
Aber einen kleinen Moment, ich muss einmal schauen, wie es ihm geht.
Ich habe halt gesagt, wo ich hin wollte.
Zu Stefan und Lene Welt.
Wir waren am nächsten Morgen dort.
Da waren sie bereits tot.
Ja, deswegen.
Das habe ich... Das habe ich wirklich nicht gern.
Sonst hätte ich dich natürlich... Sonst hättest du es mir gesagt.
Wenn du wusstest, dass der Maler weitermacht.
Hallo. Geht es besser?
Oh.
Dänemark meldet, dass Quiskard gerade über die Grenze nach Deutschland
ist. Er ist in Richtung Schleswig unterwegs.
Fügen Sie an, M .I .K. los.
Sie sollen sich hinten dranhängen.
Aber noch etwas.
Ich brauche den Arzt hier.
Wer ist Quiskard?
Das ist der Junge, der damals den Brand überlebt hat. Ich glaube, er kommt
hierher, um dich zu töten.
Hast du irgendwelche Beweise dafür?
Ja. Slavitz muss verlegt werden.
Am Bercht nach Kiel ins Bundeswehrkrankenhaus.
Wann? Jetzt.
Ich höre, der ist hier in akuter Gefahr.
Geht überhaupt nicht. Für so einen Transport ist er viel zu schwach. Raus.
Hast du Beweise gegen Milgard?
Äh, noch nicht.
Warten Sie bitte einen Moment.
Runan, noch eine Sache.
Wer hat den Unfall verursacht?
Du oder Sarah Bond?
Ich.
Sie wollte nicht fahren, weil sie es dir versprochen hat.
Okay.
Klaus.
Wegen ihrer Epilepsie.
Der Mikra hat mich an Quiesgarten angehängt.
Holen Sie bitte Frau Brandt. Und wir brauchen einen freiwilligen Beamten als
Dube für Schladitz.
Jochen? Den rechten.
Ich habe gesagt freiwillig.
Ich frage ihn so, dass er ihn nicht ablehnen kann.
Ja, das glaube ich ihm gleich.
Du wirst verlegt.
Wir stellen Quiesgarten eine Falle. Ich habe an ihn, an diesen dreijährigen
Jungen gedacht, als dein alter Freund in Flammen stand.
Das war nur so ein Gedanke.
Du hattest...
Du meinst, der kommt jetzt hierher, um mich... Wir können Ihnen ein Schleides
eine OP verlegen. Da haben wir alles, was wir brauchen.
Gut, danke.
Ähm, wie weit ist Griesga? Etwa halbe Stunde von hier entfernt.
Frau Jürgensen, mit den beiden Töchtern kommt hoch in den dritten Stock, in den
anderen Radler rum. Okay, genau.
Ich bin
dabei.
Gut, danke.
Frau Einigsen, zeigen Sie ihm bitte sein Zimmer.
Ich habe mit Roland gesprochen.
Er ist okay, macht euch keine Sorgen.
Wir verlegen ihn innerhalb des Hauses aus Sicherheitsgründen.
Und Sie, Frau Jürgensen, Sie sind im Augenblick auch in Gefahr.
Verstehe ich, wieso?
Nein, nein, machen Sie sich keine Sorgen, wir kümmern uns um Sie. Frau
Kommen Sie.
Kommen Sie bitte mit mir.
Wieso, muss er jetzt nochmal operiert werden, oder was? Nein, nein, nein,
Bitte, ihr geht mit Frau Brandt. Sie wird euch alles erklären.
Ich schicke dir gleich noch
Verstärkung. Okay.
Gut, du bleibst jetzt hier stehen, bis ich was anderes höre.
Niemand kommt jetzt hier mehr rein.
Habt ihr es gesehen?
Vier Kameras.
Anlieferung, Tiefgarage, Eingangsbereich und Ambulanz. Und habt ihr eine
Sensibilisierung? Nicht.
Wo seid ihr denn jetzt?
Letzter Abwart vor dem Krankenhaus.
Die Zielperson biegt jetzt ab.
Er kommt zu euch.
Bitte.
Weißt du von jemand was?
Ja, was ist das?
Das dürfte eigentlich gar keiner mehr sein.
Ja, eigentlich.
Wir sind jetzt da.
Quizgast parkt auf dem Besucherparkplatz.
Es geht los.
Fahr direkt durch in die Tiefgarage.
Überprüft mal die Anlieferung.
Ich komme gleich wieder, ich muss mal.
Danke. Wie nett ist sie.
Ja.
Ein bisschen verrückt auch.
Der Liefereingang ist noch nicht ausgeschlossen.
Wo bleiben die denn?
Weg das mal.
Jo, Brint, wir kommen jetzt runter. Such mal den Hausmeister, damit der den
Zugang aufmacht.
Grießgattes Gebäude.
Zugriff erst auf die Intensivstation.
Guten Abend.
Ich lade jetzt.
Können Sie mir sagen, wo er liegt?
Wir sind jetzt da und überprüfen die Lieferanten.
Hände hoch!
Los,
an die Wand hier!
Ja,
da sind nur die Lieferanten. Wir ziehen uns zurück.
Kann ich da einfach so hingehen?
Ich bin jetzt auf Stadtgrat.
Ich glaube, sie hat in der Hektik ihre Blumen für Papa unten stehen lassen,
oder?
Ich bin jetzt auf der Intensiv.
der Glauben auf Intuition.
Susanne, was machst du denn hier?
Ich wollte nur die Blumen von Frau Jürgensen holen.
Von wem?
Von Frau Jürgensen.
Grießker, schnapp dir das. Ruhe!
Ruhe! Ruhe!
Ruhe! Ruhe! Ruhe! Ruhe! Ruhe! Ruhe!
Ruhe! Ruhe! Ruhe! Ruhe! Ruhe! Ruhe!
Ruhe! Ruhe!
Ruhe!
In den Ofen.
Hey!
Lass dich mal weglaufen, Roland.
Wir sind alle viel zu lang weggelaufen.
Wir haben
einfach weitergelebt. Wie kann das gehen?
Wie kann man einfach weiterleben, als wäre man ein anderer Mensch?
Als wäre man nicht der Mensch, der den Brand gelegt hat.
Was weißt du, was mir geht?
Ich habe das so weitergegeben.
Doch, du hast ein fettes, selbstgefälliges Leben geführt, Roland.
Du hast Kinder gekriegt, Karriere gemacht. Du hast eine Frau geheiratet,
anderen geschlafen.
Wann hättest du denn jemals an den Augenbogen gedacht?
Rie, du hast nie an ihn gedacht.
Ich habe immer an ihn gedacht.
Immer.
Immer, immer.
Und dann wusste ich endlich, dass wir auch brennen müssen.
Dann ist das Gleichgewicht wieder hergestellt.
Ich habe ihm einen Brief geschrieben, er kommt her.
Deshalb bin ich zur Polizei gegangen.
Damit die anderen nicht so leicht davonkommen wie du?
Vielleicht.
Aber vor allem wollte ich wissen, warum niemand hier befasst ist.
Es war vergehend. Es war vergehend.
Verstehst du, niemand wollte...
Jetzt! Warte mal!
Schnell, schreit, schreit!
Ruhig danach!
Da steht, ich bin adoptiert.
Ich habe so etwas immer gespürt.
Aber mein Vater hat es geleugnet.
Er hat mich immer gefragt, woher meine Albträume kommen.
Hier steht, meine Eltern sind verbrannt.
Ja, ich höre.
Einig sind her. Haben Sie mich angerufen?
Ja.
Ich hole gerade Roland ab. Und ich dachte, vielleicht
sehen wir uns kurz.
Ich habe leider einen neuen Fall.
Sie haben so ihren eigenen Stil. Danke. Sie sind süß.
Bis bald.
Ja.
Sie auch.
Sollen wir mal los? Na warte, warte, gleich, gleich, gleich.
Hier war das.
Wir kamen vom Ufer hier rüber.
Da drüben stand das Haus der Familie.
Wir haben es nicht gut gemeint.
Damals.
Diese Familie mochte die Dänen nicht.
Und wir Kinder wollten unbedingt, dass wir das Lucia -Fest auch mit uns
gemeinsam feiern.
Es war nicht bloß ein dummer Kinderstreich damals.
Wir wollten diese Fremden nicht. Das war's.
Sie sollten so sein wie wir.
Ich habe mich so gefühlt. Du weißt nicht, wie das ist, wenn man so etwas
Leben lang mit sich rumträgt.
Es tut mir leid, dass ich dich nicht...
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