All language subtitles for inspector_borowski_s01e06

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Original subtitles

Untertitelung. BR 2018

Propaganda ist positiv.

Männliche Person, kein Leben. Danke.

Nach Hause.

Jawohl, Herr Minister.

Natürlich, wenn ein Politiker sich daneben benimmt, ist das eine Sache.

wenn die Medien auch noch auf allen Kanälen nur noch darüber berichten, das

verzerrt die Wahrnehmung. Dann lassen Sie es mich vielleicht so

Weniger Transparenz bei Politikern, damit sie dennoch als Vorbild dienen

Es geht um Augenmaß, Frau Jahn.

Entschuldigen Sie bitte, mein Augenmaß sagt mir, dass es jetzt an der Zeit ist,

bevor wir gleich nochmal in eine letzte Gesprächsrunde kommen, Tom Guru im

Studio der Tagesthemen zu begrüßen.

Guten Abend, Ulla Jahn.

Ich höre.

Äh, ja, ja, gibt's.

Muss ich jetzt?

Gut, ich komme.

Was ist das denn?

Das ist ein Franz, Herr Kommissar. In der Küche, das ist ja sowas von... Da

wirst du mich doch fragen können.

Das ist also der Dank dafür, dass ich stundenlang am Herd stehe.

Du bist ja eine halbe Stunde hier, das ist meine Wohnung. Und ich bin dein

Vorgesetzter, also Ruhe jetzt.

Ja, und nicht zuletzt berichten wir dann noch aus Kiel, wo heute Abend

zunächst Einwohner wegen Explosionsgefahr evakuiert werden

Notfall entfugte sich dann aber als mutmaßliche Selbstmord -Tagödie.

Der Kieler Romanautor und Unternehmer Dirk Sauerland wurde laut der Kieler

Polizei auf seiner Jagd tot aufgefreut. Das alles wie immer in wenigen Minuten

in den Tagesthemen.

Dirk Sauerland, das ist doch der Ex -Mann von Ulla Jan.

Klaus!

Ulla Jan?

Hören Sie mich?

Ulla Jan?

Danke, Tom Burow.

Ich bedanke mich bei meinen Gästen hier im Studio und würde mich freuen, wenn

Sie auch nächste Woche wieder zuschalten.

Bleiben Sie gesund.

Guten Abend.

Ich liebe es, wenn Menschen in Eingängen stehen bleiben.

Auch schönen Abend. Sie waren schon im Bett.

Dirk Sauerland, Autor, Manager und Segler. Im Tod.

Haben Sie mal was von ihm gelesen?

Ich stehe nicht so auf Krimis.

Abschiedsbrief? Nicht hier.

Guten Abend, Herr Klee. Was haben wir?

Alle Hähne am Herd sind aufgedreht.

Ich kann froh sein, dass das Schiff nicht in die Luft gegangen ist.

Es sah jetzt nach einem Selbstmord aus, aber...

Die Flasche lag hier neben dem Kopf.

Und am Kinn war dann ein Atom. Vielleicht ist er auf die Flasche

Oder damit erschlagen worden. Der Tester mit seiner Flasche, an dem Stift da,

und den Herknöpfen gibt es keinerlei.

Vielleicht sind die ja abgewischt worden.

Entschuldigung, ich bin ja kein Azubi.

Was ist denn das da?

Ich sehe sie mir an.

Warum?

Todeszeit zwischen 17 und 18 Uhr. Schöne Grüße übrigens auch zur Rechtsmedizin.

Danke. Das Hämatom am Kinn passt zur Weinflasche und das Gehirn wurde gegen

Schädeldecke geschleudert. Er war vermutlich sofort K .O.

2 ,6 Promille. Holla! Hat ihr das Gas angedreht? In dem Zustand? Wenn wir das

nur wüssten.

Suizid ist jedenfalls möglich, aber nicht zwingend.

Herr Sauland lebt allein und es gibt auch keine direkten Angehörigen. Aber

schaue nachher bei seiner Firma vorbei.

Saulands Marine System.

Minister? Herr von Treunau, wieso... Was machen Sie hier?

Ich bin... Ich war ein Freund von Herrn Sauerland.

Aha. Und Sie sind jetzt hier Westwegen?

Sie wollen sich sicher umschauen.

Hat er jetzt meine Frage beantwortet?

Politiker.

Ich musste die ganze Nacht an Sie denken, Sie.

Warum hat er sonst...

Sie

sind mit Herrn Sauerland gesegelt.

Da brauche ich Ihre Fingerabdrücke. Johann!

Wieso das?

Wahrscheinlich sind die überall auf dem Boot.

Die müssen wir identifizieren.

Ich muss zur Fraktionssitzung.

Danke, dass Sie warten.

Und jetzt die andere Hand, bitte.

Was war in seinem Rechner?

War aus, aber noch warm.

Ich habe ihn nur ausgeschaltet. Er war an, als ich kam.

Ja, ich hatte das Gefühl, dass Fremde hier im Haus waren.

Ach. Und fehlt irgendwas?

Hören Sie, Dirk fühlte sich in letzter Zeit verfolgt.

Bedroht.

Von wem bedroht?

Das weiß ich nicht. Er war in Genf letzte Woche und da muss was passiert

Danach war er unruhig, nervös.

Genf?

Was hat er erzählt?

Konkret? Keine Details, nur dass es dabei um sein Buchprojekt ging.

Was geht es?

Das weiß ich nicht, das hat er mir nie gesagt. Das ist streng geheim.

Merkwürdig. Ja, fand ich auch, aber so gut.

Kannte ich Herrn Sauerland auch nicht.

Sie haben einen eigenen Schlüssel, immerhin.

Ich muss jetzt wirklich dringend los.

Sie entschuldigen mich bitte.

Herr Minister, Sie haben noch nichts aus diesem Haus mitgenommen, oder?

Nein.

Haben Sie was dagegen, wenn ich Sie durchsuche?

Als Abgeordneter genieße ich Immunität. Das dürfte Ihnen bekannt sein.

In diesem Fall schützt mich das weniger vor der Strafverfolgung als vor einer

noch größeren Verspätung.

Ja, ich muss jetzt wirklich los. Auf Wiedersehen.

Politiker wollen die besten Mauer abgeben. Sie haben ein dickes Fell.

Wenig Kontakt zu ihren Gefühlen und einem vertrauten Umgang mit der

Kein Abschiedsbrief und von Arbeit an einem neuen Buch auch keine Spur. Nicht

mit Genf oder Schweiz.

Und das E -Mail -Archiv wurde auch gelöscht.

Ich könnte es aber dann selber gemacht haben.

Aufräumen vor dem Exodus.

Aber es wurde professionell gelöscht. Bitte in den Kern.

Hoppla.

150 .000 von der Ex -Frau.

Herr Uller, er meint doch bloß... Das sind doch nur zwei verdammte Sendungen

lang aussetzen. Das ist doch kein Weltuntergang.

Aber für den Sonntagabend sind deine Chancen dann nicht besser.

Ach, da habt ihr euch ja wirklich prächtig unterhalten.

Ist es gut, ist es gut, bitte.

Thomas, komm.

Wir sehen uns nachher.

Hallo?

Entschuldigung, haben Sie gerade unser Gespräch belauscht?

Ich dachte es.

Ich bin Kriminalist.

Ach, Sie sind Herr... Borowski, genau.

Freut mich.

Angenehm.

Ähm...

Frau Jan, Sie haben Ihrem Ex -Mann erst vor kurzem Geld überwiesen. Ganze 150

.000 Euro.

In privater Linie.

Glaubst du über Streit? Das ist ein hoher Betrag.

Streit? Nein. Wieso?

Erzählen Sie mir erst einmal, wo Sie gestern waren, nach dem Tag.

Wieso?

Ach so, ja natürlich. Entschuldigung. Ich verfehle. Ich war im Studio. Meine

Radiosendung in Kiel.

Ja, stimmt.

Kulturtalk.

Danach bin ich gleich hierher gefahren. Die Tage sind immer sehr anstrengend, an

denen ich beide Sendungen habe.

Nein.

Doc und ich hatten schon lange keinen Streit mehr.

Früher schon.

Wir waren 16 Jahre lang verheiratet.

Dann kam die Scheidung. Das ist auch schon wieder 8 Jahre her.

Es ist nicht leicht für mich hier.

Ich

sage

Ihnen jetzt etwas, was Sie vermutlich nicht wissen, aber vielleicht ist das

wichtig.

Dirk war schwul.

Woh?

Deswegen haben wir uns getrennt.

Er wollte nicht, dass ich das irgendjemandem sage, das ging nicht für

im Grunde war ich heilfroh. Was meinen Sie, wie sich da die Globalpresse drauf

gekürzt hat, dass wir ein Fest für die geworden sind? Und das hat er auch seit

der Scheidung geheim gehalten?

Ja.

Aber neulich ist er zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass er sein Coming -out

plant, damit sich meine PR -Leute darauf vorbereiten können.

Da hat ja jemand mitgedacht.

Wissen Sie, ob er einen festen Freund hatte?

Er war immer sehr diskret. Nein, das weiß ich nicht.

Als mein Vater, Gott hab ihn selig, vor mehr als 20 Jahren in diesem Stuhl saß,

sagte er zu mir, Karl, ein Minister kann immer nur so gut sein wie

seine Mitarbeiter.

Ich bin also optimistisch.

also der Neue.

Und so wie mein Vater bin auch ich ein Familienmensch.

Und als solcher, als Familie wollen wir uns hier begegnen.

Seite an Seite wollen wir mit vereinten Kräften

gemeinsam uns den Herausforderungen stellen, die sich in Zukunft bieten. Wir

sollten dabei jedoch

immer unser Augenmerk auf die Nachhaltigkeit unserer Politik richten.

Nachhaltigkeit in der Wirtschaft, Nachhaltigkeit in der Wissenschaft und

Forschung und nicht zuletzt natürlich Nachhaltigkeit in der

Infrastruktur unseres Landes Schleswig -Holstein.

Finde ich denn das Büro von Herrn Sauerland?

Einmal die Treppe oben auf der rechten Seite.

Danke.

Dann gab es einen guten Auftrag, militärisch.

Da siehst du mich verausgelernt. Hat uns ein paar Jahre über Wasser gehalten.

Und jetzt?

Na ja.

Herr Sauerland hatte Probleme.

Alkohol. Das war ein ganz lieber Mensch, aber das hat alles kaputt gemacht.

Und Herr Sauerland war gestern hier?

Ja, vormittags kurz.

Er hat 10 .000 Euro im Bar abheben lassen und ist damit weg.

10 .000? Ist das normal?

Schön wäre es.

So, das ist Herr Sauerlands Büro. Ihre Kollegen.

Meine Kollegen?

Ah, die Kripo.

Lehmann, BND.

BND?

Und was haben Sie hier zu suchen? Was machen Sie denn mit den Sachen hier?

Schlusssache.

Militärische Geheimnisse.

Unter den tragischen Umständen. Ja, ja, sorry, sorry, sorry. Ich muss erst mal

die Sachen durchsehen.

Sie können sie doch nicht einfach mitnehmen.

Leider gerade weg.

Aber sollte irgendwas Relevantes für Sie dabei sein, melde ich mich.

Jetzt

saß in

der Ecke mit einem Mann. So mittags ging eins.

Ende 40, lange, dunkle Haare, Bart, hässliche Lederjacke.

Eigentlich nichts Auffälliges, Herr Kommissar. Ich dachte, ich melze

den Huhn aus.

War Herr Sauerland oft hier?

Naja, typisch Schleswig -Holsteiner Schwulheit.

Er war gerne hier. Aber darüber geredet? No way. Noch nicht mal, wenn er blau

war. Ich war bestimmt der Einzige, der es wusste.

Sie haben also meine Nachricht bekommen.

Ja, und ich habe eigentlich keine Zeit, um zu Ihnen in eine Paar zu kommen.

Also, wenn wir den Smalltalk überspringen könnten.

Gut, Sie und Dirk waren ein Paar.

Richtig?

Doch, nachweisen kann ich Ihnen nicht.

Wir haben seine Bettwäsche noch nicht auf Körperflüssigkeiten untersucht. Was

ich aber weiß, ist, Dirk bereitete sein Coming -out vor.

Erzählt Ihnen denn so, was ich meine, Duffing?

Stellen Sie mich hierher?

Ja, und was ich komisch finde, ist, dass wir heute Morgen über Dekau -Land

gesprochen haben und Sie das nicht in einem Detail erwähnt haben.

Sie sind doch schwul, oder?

Ja, gefälligst leise.

Ich habe Herrn Sauerland nichts angetan. Mein Gott!

Ich wurde gestern zum Minister berufen. Bei den ganzen Tagen beschäftigt. Den

ganzen Tag.

Das können Sie mir glauben, oder nicht?

Eben, überprüfen kann ich es nicht wegen Ihrer Immunität. Deswegen...

Hoffe ich, dass Sie mir freiwillig helfen.

Gut.

Ich war im Landtag und im Ministerium.

Meine Büroleiterin kann Ihnen alle Details schriftlich geben. Danke.

Ich habe Ihnen gesagt, dass Herr Sauerland in Genf bedroht wurde. Sind

nachgegangen, oder? Ich bin nicht die einzige Spur, die Sie verfolgen.

Sie haben gesagt, dass er an einem neuen Buch arbeitet. Aber in seinem Haus

haben wir davon nichts gefunden. Auch nichts über Genf oder über die Schweiz.

Nun, dann haben Sie es eben noch nicht gefunden.

Es war ja auch geheim.

Sie können sich vorstellen, welche Sprengkraft diese ungeheure Behauptung

Unsere Minister fehlt fast eine Stunde.

Im Alibi? Und zwar genau zur Tatzeit.

Der Personenschutz sagt, er ist um 17 .15 Uhr aus dem Landtag raus. Er wollte

alleine an die Luft.

Und um 8 Uhr haben sie ihn erst im Militär wieder gesehen.

Aha. Und?

Stellen Sie den Angriff auf Immunitätsaufhebung?

Brand?

Aha. Hast du geschickt.

Versuch mal bitte eine Handyordnung.

Ich warte.

Fingerabdrücke von einer Kaffeetasse auf der Yacht wurden identifiziert. Hier,

Cornelius Graf, 47.

Seit vier Jahren wegen Betrugsdelikten, journalpolitisch in Erscheinung

getreten. Lange Haare, Bart, ist das nicht die Beschreibung der... Des

der mit der Ordnung am Mittag gesehen wurde.

Okay, wir sind unterwegs.

Sein Handy wurde geortet.

Germania -Hafen.

Wir sind vor Ort. Wie sieht es aus?

Immer noch.

Okay, wir sind schon da. Danke, tschüss.

Er ist immer noch hier irgendwo.

Wer hat denn das angeordnet?

Ich werde...

Polizei, gehen Sie her!

Eine Kamera.

Wäsche.

Ein Flugticket.

Hamburg, Barcelona.

Umschlag. Er hat gestern und vorgestern mit Sauland telefoniert.

Sonst nichts.

Schauen Sie, Fotos wie die auf Saulands Yacht.

Auch 80er Jahre, den Autos nachzuurteilen.

Um genau zu sein, am 9. Oktober 1987.

Wie?

Steht da unten.

Cornelius Graf, Fotograf.

Dirk Sauerland.

Mit Anfang 20.

Er war in Genf? Ja, könnte doch sein. Mit Graf.

Ist das nicht die...

Schauen Sie.

10 .000.

Genau die Summe, die Sauerland aus seiner Firma am Morgen vor seinem Tod

mitgenommen hat.

Sauerland. Irgendwas kann mir da übergehen.

Und wir sonst noch, die wollen auf mich gehackt haben. Hilf!

Ich erzähle allen die ganze Geschichte und dann bist du fertig. Und dann

ich den Bullen, dass du Dirk umgelegt hast.

Das muss ich doch nicht beweisen.

Das überlasse ich gerne der Kripo. Aber ich weiß, dass Dirk sich abends mit dir

treffen wollte.

Ja.

Ja.

Hat er mir erzählt, ja.

Ich glaube, der Preis hat sich gerade um 200 .000 erhöht.

700 .000.

In bar.

Was ist das?

Wie lange ist denn das her, Barschels Tod?

1987.

Da war ich sieben. Aber ich kann mich dran erinnern.

Und das hier ist kein Zufall.

Was meinen Sie?

Sauerland versteckt seine Recherchen hier aufwendig, fährt nach Genf, wo

Barschel gestorben ist und fühlt sich seitdem bedroht.

Wenn Uwe Barschel tatsächlich ermordet wurde und Sauerland das aufklären

musste er vielleicht deswegen sterben?

Bitte.

Keine Verschwörungstheorien. Aber es gab doch die Mordtheorie.

Ja, es gab ein Dutzend Mordtheorien. BND, Stasi, CIA, Mossad, KGB, Iraner,

italienische Mafia. Sollen wir die alle vorladen, oder was?

Und Sie sind der Experte, oder was?

Mein erster Chef.

Wie?

Als ich bei der Polizei anfing, da war er Landesinnenminister. Während Sie

pubertierten, gehörte ich zur Ermittlungsgruppe Gens.

Sie waren dabei? Wir haben wegen des Verdachts auf Mord an Uwe Barschel

ermittelt, über Jahre.

Ohne konkretes Ergebnis.

Übrigens, wir konnten weder Mord, noch Selbstmord, noch Sterbehilfe belegen.

Also ich kenne die Materie und nein, hier ist nichts Neues.

Sauerland, Sauerland.

Er war pleite, alkoholkrank. Er war ein erfolgloser Autor mit einem schwulen

Doppelleben. Also da sehe ich eher ein Diebchen für einen Selbstmord als für

einen Geheimdienstattentat.

Und das hier?

Uwe Barschel, mit 38 Jahren eine Art Wunderkind der deutschen Politik.

Herr Präsident, ich nehme die Wahl an.

Alle Türen stehen dem Politiker offen.

Doch Uwe Barschel hat wohl noch eine andere Seite. Eine dunkle,

Über diese Ihnen gleich vorzulegenden eidesstattlichen Versicherungen hinaus

gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des

Landes Schleswig -Holsteins und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein

Ehrenwort. Ich wiederhole, ich gebe Ihnen mein Ehrenwort,

dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe Halt los jetzt. Das Ehrenwort gilt bald

als spektakuläre Falschaussage.

Schon bald bezieht er sein Zimmer im Hotel Beau Rivage direkt am Genfer See.

Uwe Barschel hat jetzt nur noch ein paar Stunden zu leben.

Nur wenig ist bekannt über die folgende Nacht. Die Gerichtsmediziner stellen

fest, er starb an einer Medikamentenvergiftung.

Doch wie kam es dazu?

Was der Reporter in Zimmer 317 vorfindet, gibt bis heute Rätsel auf.

War beim Tod von Uwe Barschel noch jemand in Zimmer 317?

Hat diese Person einige Spuren hinterlassen, andere beseitigt?

Frau Jahn, ich wollte Sie zu Genf befragen.

Genf? Ja, Sie waren doch 1987 mit Ihrem Ex -Mann, Ihrem damaligen Mann, in Genf.

Was haben Sie da gemacht? Das sind doch die hier auf den Fotos. Die Aufnahmen

hat Cornelius Graf gemacht, richtig?

Wo haben denn die her?

Oh je.

Einiges, die Warte.

Wir waren frisch von der Uni.

Dirk wollte damals auch Journalist werden.

Bevor er die Firma seines Vaters übernommen hat. Genau, und diese Firma

damals auch Militäraufträge. Durch diesen Umstand hatte Dirk einen Insider

mitbekommen, dass sich Waffenhändler und Geheimdienste aus dem Iran, aus Israel,

aus Südafrika und den USA in Genf treffen sollten. Ziemlich komplex.

BND soll auch insolviert gewesen sein. Und Dirk wollte darüber schreiben.

Das habe ich schon bei den New York Times.

Und dann am 5. Oktober landet...

Große Aufregung. Eine Woche zuvor war er zurückgetreten. Zwei Tage später soll

er vom Untersuchungsausschuss aussagen. Und plötzlich ist er auch da, wo wir

sind, in Genf. Warum?

Er hat natürlich versucht, an den Rand zu kommen.

Keine Chance.

Cornelius Graf, der Tritt im Bunde.

Hatte der danach noch Kontakt mit Dirk?

Das weiß ich nicht.

Dirk hat sich in der letzten Zeit intensiv mit dem Fall Barschel

Mit dem Fall Barschel?

Mahlzeit, Olaf.

Hallo, Tom.

Hallo.

Hör mal, entschuldige wegen Kürze. Ich hatte eure Verbindung überhaupt nicht

mehr auf dem Radarschirm.

Kein Ding, kein Ding.

Geht's dir gut?

Naja, ja, es war ein Schock.

Entschuldigt, ich gehe schon mal vor und wir sitzen da hinten.

Wiedersehen. Komm, ich bitte.

Manchmal sind die Menschen nicht zu begreifen.

Glauben Sie, das dürfte ich selbst machen?

Plus 4122. Das ist die Vorwahl für Genf.

37306.

Professor Dr. Marcello Levai, Sprachwissenschaftler an der Uni Genf.

Marcello Levai.

Malev.

Die IT -Jungs haben in Saurlands Rechner ein Trojaner gefunden.

Die Webcam wurde angezapft.

Was? Damit konnten sie seinen Schreibtisch überwachen.

Und Videotelefonate verfolgen?

Zum Beispiel.

Wie in die?

Durchaus. Oder ausländische Geheimdienste. Schwer zu sagen.

Hallo?

Prof. Leval?

Marlez?

Qui est la patin? Wer ist da?

Kriminalhauptkommissar Borowski, Kripo in Kiel, Deutschland.

Hallo? Was wollen Sie?

Es geht um Dirk Dauerland.

Er ist vorgestern Abend gestorben.

Was? Verdammt!

Warten Sie!

Aufgeregt.

Ich höre.

Sichere Leitung.

Herr Borowski, wir müssen reden.

Es geht nicht nur um Dirks Tod.

Es geht auch um den Mord an Uwe Barschel.

Dirks Dauerland wurde vor einer Woche in Genf verfolgt und bedroht, hat dieser

Levi erzählt.

Von wem bedroht?

Das wollte er am Telefon nicht sagen. Ich soll zu ihm.

Nach Genf? Klar.

Die letzte S -Bahn müsste ich nur noch kriegen.

Da kann ich nach Deutschland einreisen. Er hat Probleme mit den Behörden.

Sauron hat heimlich über Barsches Tod ermittelt und stand kurz vorm

Was für ein Durchbruch? Das wollte Levi noch nicht sagen am Telefon.

Verstehe ich das richtig?

Irgendein Mann in der Schweiz vermutet also, dass irgendjemand irgendetwas

einen Romanautor hatte, weil er vielleicht irgendetwas wusste.

Wie oder was, das wisst ihr nicht.

Und ich soll jetzt den Generalstaatsanwalt anrufen, um die

vorübergehend eingestellten Fall Barschel wieder aufzunehmen?

Das sind neue Erkenntnisse.

Ich habe gerade ein Déjà -vu.

So viel Hörensagen und Verschwörungstheorien wie bei den

hat es selten gegeben.

Ihr Kollege kann eine ganze Aria im Falsett davon singen, Frau Brandt. Und

sagt der BND?

Wo sind eigentlich die Akten aus Sauerlands Firma?

Sie sind unterwegs.

Sie wurden durch eine Verwaltungsbanne aufgehalten.

Ja, klar.

Wer es glaubt, wird selig. Vielleicht hat ja auch der BND Sauerland mit einem

Trojaner überwacht, ist bei ihm eingebrochen, hat die Daten gelöscht.

mal bei ihm, piepst wohl.

Und was ist mit den anderen Spuren?

Ja, unser schwuler Minister zum Beispiel. Fragen Sie sich nicht, wo er

war, als sein Geliebter gestorben ist.

Frau von Treunau, willkommen.

Sie sind Herr Borowski?

Ja, Roland. Ich gehe dann wohl mal telefonieren.

Am Dienstag zwischen 17 .15 Uhr und 18 Uhr wollen mein Mann und ich spazieren

Ufer hinter dem Landtag.

Mein Mann führte seit vier Jahren eine Beziehung mit Dirk Sauerland.

Bitte setzen Sie sich.

Aus Rücksicht auf unsere Kinder, auf mich und auf die politische Arbeit

Mannes bitte ich Sie hiermit...

In Bescheidenheit und von tiefstem Herzen von einer Veröffentlichung von

privaten Details abzusehen.

Unser Schicksal liegt gewissermaßen in ihren Händen.

Du glaubst ihr nicht.

Willst du die Immunitätsaufhebung beantragen?

Es war so eine Entscheidung, ein Doppelleben zu führen, ich meine.

Ich weiß.

Wenn du dir sicher bist, rufe ich sofort bei der Generalstaatsanwaltschaft an.

Deine Entscheidung.

Du bist ja auch kein Unruhsengel gewesen. Rede mit ihr. Und dann soll sie

dir reden. Und zwar auf einen Finger durch.

Wie lange willst du da noch warten?

Wenn du nicht willst, dass ich bei dir Zuflucht suche, dann sag's einfach.

Du bist doch kein Ungarn, das umhalte ich. Ich koche, ich putze, was...

Bitteschön, guten Hunger.

Danke schön. Ein paar Nächte, verstehst du? Ja, okay, aber ich will doch nicht

mit dir zusammen leben.

Mensch, wo soll ich denn da hin? Jetzt wird aber die erste. Ja, ihr zwei

Streithühner, Mensch.

Oh, das Besteck kommt gleich. Sorry.

Roland, du musst mir eine andere Lösung finden, okay?

Tut mir leid.

Ich habe schon Hunger.

Ich bin morgen nach Genf.

Professor Levi ist unser wichtigster Zeuge, ganz einfach.

Gut, dann stelle ich einen Antrag auf Rechtshilfe für eine zeugenschaftliche

Vernehmung bei den Schweizer.

Du in zwei Wochen dürft die Genehmigung da sein. Das ist doch Quatsch, Roland.

Das geht doch auch schneller, auch in der Schweiz.

Du, für einen Ausflug für zwei Beamte mal eben einfach so nach Genf.

Und da habe ich gerade keinen Fischi frei.

Lass mal sowas von abgazagen. Du mir auch.

Mein Gott, dann flieg doch!

Ich höre. Die großen Bilder, die wir gefunden haben, sind aus einem Video.

das wurde im Bury Vash aufgenommen.

Ja, war im Hotel.

Vor, während oder nach Vashel. Das kann man nicht sehen.

Und? Hilft uns das?

Nicht, wenn man das Gebäude nicht kennt.

Was machen Sie denn da?

Ich bin in meinem Reisepass.

Okay, und wie suchen Sie ihn?

Ich bin morgen nicht da. Ich fahre nach Genf.

Genf? Da komme ich mit.

Nicht nötig. Doch.

Ich meine, ich könnte im Hotel dann überall... Ich reise allein.

Jetzt lächeln Sie doch mal. Das ist unsere erste gemeinsame Dienstreise.

Privatweise.

Ich lade zu, die ihren Flug nicht übernehmen.

Egal. Ich lasse sie doch Basis Tod nicht alleine aufklären.

Wenn, dann gehen wir die Tod von Dirk Sauerland auf.

Basis Tod interessiert mich nicht.

Sie sind so eine, die mit 35 Schlaßes Stille haben würde.

Ihre Stille würde mir auch schon reichen.

Sie haben sich in das Boriwasch eingemietet.

Ich dachte, Sie sind an Warschutztour gar nicht interessiert. Ich bin

kein Verschwörungstheoretiker. Die Wahrheit ist meist einfacher, als man

Merci beaucoup.

Bonjour. Bonne journée.

Merci.

Meine Preisklasse ist ausgewohnt. Ich gebe dir meine Schlüssel, ich habe das

Zimmer ausgetauscht. Wieso?

Dafür gegen den Film, es war einzubecken.

Aber... Sollen wir in demselben Bett schlafen, oder was?

Außerdem, wenn wir uns beizumachen, trennen wir das Zimmer.

Was für ein Zimmer.

Professor Lewey, was hat Uwe Barschel mit dem Tod von Dirk Sauerland zu tun?

Da müsste ich jetzt ein bisschen ausholen. Im Oktober 1987, da wimmelte

nur so von Agenten und Waffenhändlern.

Da drüben, ja, 50 Meter hinter dem Borivar, da hausten zufällig

Agenten des BND.

Und in diesem Hotel, da war die CIA und auch die Israelis und die Iraner waren

hier im Kampf.

Hören Sie, es gab im Oktober 1987 ein Waffendienst. Es ging um

Ersatzteile für Kampfjets.

Und der ging über Dänemark und Kiel. Herr Lewey, ich kenne alle diese

Geschichten. Was hat das mit Herrn Sauerland zu tun und mit Ihnen?

Herr Borowski, Sie haben keine Ahnung, was ich jetzt für Sie riskiere.

Hier bist du also hoch?

Ich war Dolmetscher bei den Vereinten Nationen. Und als Nebenverdienst habe

für einen ausländischen Geheimdienst übersetzt.

Und für den Journalisten Sauerland waren Sie eine Quelle? Ja, er wollte mit

seiner Freundin Ulla Fotos machen von Agenten. Und ich habe ihm gesagt, wo.

Es war übrigens auch ein...

Der Fotograf dabei, der hatte so eine ganz kleine Videokamera, die konnte man

ins Knopfloch stecken.

Aber sie kamen nicht weit.

Und dann kam Uwe Barschler.

Herr Borowski, was ich Ihnen jetzt sage, habe ich bisher nur

Dirk Sauerland erzählt.

Ich habe am Rande von einem Gespräch von diesem Geheimdienst gehört, dass

Barschel zum Schweigen gebracht werden sollte.

Und zwar mit Geld oder mit Gewalt.

Und das haben Sie damals Sauerland erzählt?

Ich bin doch nicht lebensmüde.

Wann hat Dirk dann Kontakt wieder zu Ihnen aufgenommen?

Das war vor circa sechs oder sechs bis sieben Monaten.

Übrigens das erste Mal seit 1987.

Ich habe ihm dann erzählt, was ich gehört habe damals.

Dirk sagte dann, dass er den Fall Barschel aufklagen will.

Was Dirk beweisen wollte, ist für alle Betroffenen sehr, sehr gefährlich. Es

sind Leute dabei, die sehr wichtig sind, aus Waffenhandel und Politik.

Trinken Sie Kaffee?

Die Woche saß Dirk genau hier.

Wir wurden beobachtet und dann verfolgt durch die halbe Stadt.

Dirk wurde richtig panisch.

Und dann habe ich gedacht, ich hätte sie abgeschüttet, aber da wurde der Mann

den Tag bei mir eingebrochen. Alles durchsucht, Rechner gelöscht.

Bonjour.

Bonjour.

Un espresso et un croissant.

Merci. Très bien.

Was hatte Sauerland konkret in der Hand?

Er hat im Barschels Zimmer etwas gefunden.

Er war im Barschels Zimmer?

Wann denn genau?

Ja, so genau weiß ich das nicht, aber es war auf alle Fälle Stunden vor dem

Stern Journalisten, aber Barschel war definitiv schon tot.

Und Dirk war im Zimmer, nicht der Fotograf?

Dirk wollte Barschel unbedingt interviewen.

Er ging in das Hotel und hat mit der Knopflochkamera gefilmt.

Dabei hat er im Zimmer etwas gefunden.

Und inzwischen habe ich Informationen, die dazu passen.

In der Addition sollte alles als Beweis reichen.

Sie wissen also, wer Barschel getötet hat und können es belegen?

Ich erzähle Ihnen gerne alles, aber in Deutschland.

Mit Personenschutz und freiem Geleit. Ich muss mal.

Er hat den Hut.

Hoch. Was machen Sie denn da?

Ich? Und was machen Sie da?

Ich habe mich nur kurz umgesehen.

Ich hätte mir aus Versehen den falschen Schlüssel... Ja, ja, sowas Dummes. Frau

Brandt, Frau Brandt, wie soll ich... Nee, ich will auch mal.

Ah.

Dauland war damals hier im Zimmer?

Ja, das sagt Professor Leval.

Da sind ja die Bilder von hier.

Und was soll er hier herausgefunden haben?

Tja, das ist die Frage.

Die Bilder stammen ja von einer Videoaufzeichnung. Es muss irgendwo eine

Videokassette geben.

Er ist hier lang.

Das sieht jetzt aber anders aus. Das macht keinen Sinn.

Das ist dunkel. Was ist das denn für ein Fleck?

Arsch ist rechter Schuh.

Warten Sie mal.

Das Hämatom an der Stirn.

Es wurde nie aufgeklärt, aber ich habe eine Theorie.

Das könnte der Abdruck eines Personenlaufs sein.

Damit wurde er gezwungen, die Medikamente zu nehmen.

Ich zeige es Ihnen.

Los, nehmen Sie Tabletten.

Was? Jetzt machen Sie schon mit.

Er wurde gezwungen.

Sieht auch jetzt ganz anders aus.

In die Wanne.

Los.

Hinlegen. Ja, das reicht es aber.

Hinlegen!

Großartig. Sie sind ja nicht nur epileptikerin, Sie sind auch total

übergeschnappt. Vielen Dank.

Sie haben da, das sieht aus wie Barschel -Sematom.

Als Barschel in der Wanne lag,

Da hatte er einmal, weil die Medikamente in sich ganz überall gestoßen haben.

Wer legt sich freiwillig angezogen ins Wasser? Ist doch völlig irrational.

Vielleicht wollte er nicht nackt gefunden werden.

Sie glauben echt an Selbstmord. Trotz allem, was der Klingel spricht. Ja, ja,

natürlich, in der Tendenz. Ja, wir sollen Sauerlands Tod aufklären und

Barsches. So, jetzt zeigen Sie mir mal hier Ihr Spielzeug.

So,

da, das ist Doppelbett.

Das da?

Ja, wir stoppen da.

Da?

Was ist das?

Zieh sie dir mal größer.

Laut Polizeibericht war da nichts.

Aber da muss doch was gewesen sein.

Oder wer?

Warschützmörder.

Krass.

Ja, krass.

Das Video ging nach dem Zimmer hier noch weiter, glaube ich.

Ich mache hiermit weiter. Oder soll ich Ihnen die Hose trocknen?

Nein, auf keinen Fall.

Die wollen nicht, dass wir weiterkommen.

Die?

Sie sind von ganz normalen Dieben überfallen worden. Das ist doch kein

wenn Sie mit Ihrem teuren Spielzeug offen rumrennen. Ja, klar.

Fakt ist, Dirk Sauerland hat hier vor 25 Jahren etwas gesehen und wurde vor

einer Woche hier verfolgt und ist jetzt tot.

Dafür tot ist es Fakt. Ja.

Was regen Sie sich jetzt eigentlich so auf?

Sie sind ja ganz wild auf Ihre Verschwörungen. So werden Sie keine gute

Kriminalistin. Ach.

Ich dachte, ich bin schon eine gute Kriminalistin.

Denken Sie offenbar nicht. Gut zu wissen.

Geheimdienstagenten sind hinter uns her. Ja, so ist es.

Die Mondlandung wurde nur vorgetäuscht. Die CIA hat Kennedy ermordet.

Paul McCartney ist schon längst tot. Und die geheime Weltregierung nicht zu

vergessen.

Sie machen es sich einfach.

Na, Sie machen es sich einfach. So wie Sie ermitteln.

Aber Professor Lehmann hat doch gesagt, dass... Haben Sie irgendeinen Beweis,

wie das alles, was er behauptet?

Irgendwas?

Jetzt kriegen Sie keinen Anfall.

Hören Sie auf damit!

Wenn Sie mich noch einmal wegen meiner Epilepsie anmachen, dann kriege ich

Anfall.

Ich mache mir nur Sorgen.

Jöre?

Roland? Ja?

Das finde ich dann ernst.

Ja? Ja?

Danke.

Ja, tschüss.

Der Fotograf, Cornelius Garth, wurde gefunden.

Tod. Graf lag schon seit fast zwei Tagen tot im Straßenkram.

Bisher deutet alles auf einen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht hin. Die

wertete die Reifenspur noch aus.

Sein Handy wurde im Gras gefunden.

Noch ein Handy.

Sein spanisches.

Graf lebte seit 1990 hauptsächlich in Spanien. Hat anfangs mit Geld nur so um

sich geworfen, bis er Koks für sich entdeckte. Dann saß er zweimal wegen

Drogenbesitzes und ein Jahr wegen Betrugs.

Hat alles verloren.

Also noch ein Toter, der mit dem Fall Barschel zusammenhängt. Aber

wahrscheinlich alles nur Zufall. Frau Brandt, von Verschwörungen und auch von

BND will ich hier nichts mehr hören.

Ich sag Ihnen mal... Das waren Barschels Mörder.

Jetzt lassen Sie uns erstmal fokussieren, bevor wir noch mehr Leichen

Sauerland hat 1987...

vielleicht irgendetwas gefunden oder gesehen, was den Tod von Uwe Basel

aufklären könnte.

Richtig. Zumindest glaubt er selbst daran.

Er hält 25 Jahre still, warum auch immer, und plötzlich will er mit der

Geschichte raus. Er trifft Graf, der gibt ihm gegen 10 .000 Euro vermutlich

Fotos aus Genf. Und vielleicht die Videokassette.

Die Übergabe machen sie auf Sauerlands Boot, daher die Fingerabdrücke. Graf

plötzlich mehr.

Es gibt Zeit.

Und Graf haut ihn mit der Weinflasche K .O.? Denkbar.

Aber warum sollte er ihn dann umbringen?

Graf dreht den Gasherd auf, wischt die Fingerabdrücke vom Herd und von der

Weinflasche, nicht aber von der Kaffeetatte. Das macht doch keinen Sinn.

Und dann stirbt er auch noch selbst.

Da ist noch jemand anders.

Habt ihr mit der Presse über von Traunhaus Hobby gesprochen?

Ist gerade online und auf allen Sendern. Das schwule Doppelleben des Ministers.

Unglaublich. Das habe ich wirklich nicht gewusst.

Ich habe leider sehr wenig Zeit. Ich habe noch viel zu tun wegen der Sendung.

Wissen Sie, dass Cornelius Krafttut auch gefunden worden ist? Ja.

Was ist denn hier los?

Wer...

Muss ich mir Sorgen machen.

Was genau ist 1987 in Genf passiert?

Es gibt Aufnahmen, die Ihr Ex -Mann im Zimmer von Uwe Barschel aufgenommen hat.

Im Zimmer von Uwe Barschel? Nein, das ist unmöglich. Warum haben Sie davon

Glück? Dirk war doch nicht in deinem Zimmer.

Wir sind damals nicht weiter als bis in die Lobby gekommen.

Ich bin gestern in Genf gewesen. Ich kenne jetzt das Hotel.

Also erzählen Sie mir bitte alles genau.

Aber schnell.

Ja, wir wollten ihn abfangen, Barschel.

Wir haben damals die halbe Nacht abwechselnd Wache gehalten.

Einer saß immer in der Lobby, während die anderen im Wagen geschlafen haben.

Irgendwann kam Dirk dann und sagte, dass er aufgeben wollte.

Ja, Jana, ich komme gleich. Ich komme.

Und was hat er erzählt?

Ich weiß es nicht mehr, aber auf jeden Fall nichts über Barschel.

Sie wissen nicht, was er gesehen hat. Wenn er irgendetwas über Barschels Tod

gewusst hätte, dann wäre das eine Sensation gewesen. Dann hätte er das

verheimlicht.

Wobei es ja einiges gibt, was er verheimlicht hat.

Roland?

keinen Kommentar abgegeben, jetzt die Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu

treten. Ein ungewöhnlicher Schritt. Was hat Sie dazu bewegt?

Was? Ich denke, ich habe mich lange genug versteckt.

Vielleicht zu lange.

Kein Wort hat Sie davon gesagt.

Sie waren mit Herrn Sauerland verheiratet. Vielleicht fühle ich mich

bei Ihnen weniger ausgeliefert.

Homosexualität in der Politik ist nun schon lange kein Tabuthema mehr, könnte

man sagen. Ich habe die Beziehung bisher verschwiegen, weil ich Meine Familie

schützen wollte.

Meine Frau Julia und meine beiden Söhne bedeuten mir alles. Ich möchte an dieser

Stelle die Medien bitten, ihre Privatsphäre zu respektieren. Ich bin im

dazu bereit, alle Fragen offen und ehrlich zu beantworten. Wie natürlich

mit der Presseabteilung abgesprochen worden sind.

Mein... Mein Vater war

ein starker und aufrichtiger Mann, wie Sie wissen.

In der Politik galt er als tolerant, aber privat, also zu Hause, war es eher

tabu. Die Homosexualität.

Ja, das.

Nun führen Sie seit vier Jahren ein Doppelleben. Das klingt sehr aufreibend.

Das Schwierigste war, dass er gestorben ist und man keine Reaktion zeigen

darf. Das ist schwierig. Die bietet ihm ja eine ganz schöne Bühne.

Allerdings jetzt.

Ich muss mit meiner Familie einiges regeln und dazu brauche ich Zeit. Und

das ist mit meinem Landesministerposten nicht vereinbar. Und deswegen habe ich

mich entschieden, von allen mir anvertrauten Ämtern zurückzutreten.

Sie treten zurück.

Ob und wann ich mich wieder in der Politik engagiere, kann ich Ihnen nicht

sagen. Und das werden auch nicht zuletzt die Wählerinnen und Wähler zu

entscheiden haben.

Nun wird ja wegen Mordes an Dirk Sauerland ermittelt und ich könnte mir

vorstellen, dass Sie Ihre Liebesbeziehung zu Herrn Sauerland gerne

hätten.

Wenn Herr Sauerland seine Homosexualität geoutet hätte, wollen Sie damit

suggerieren, dass es nicht verwunderlich wäre, wenn die Polizei diesbezüglich

einige Fragen an Sie hätte.

Ich habe bereits mit der Kriminalpolizei gesprochen.

Ging es dabei auch um Ihr Engagement für Saarland Marine Systems?

Was meinen Sie damit?

Nach meinen Recherchen haben Sie im Juni 2010 dabei geholfen, der Firma Saarland

Marine Systems einen Auftrag für ein militärisches Gerät zu erteilen. Es ging

dabei um Radarsysteme für Kampfschiffe, die nach Saudi -Arabien und Thailand

ausgeliefert wurden.

Ich habe hier Unterlagen, die bestätigen, dass es sich bei diesem

einen Umsatz von mindestens 9 Millionen Euro handelt. Das fällt aber schwer zu

glauben. Die Unterstützung von Unternehmen aus Schleswig -Holstein

meiner Aufgabe als Abgeordneter im Kieler Landtag. Und Sauerland ist ein

Traditionsunternehmen in Kiel.

Hier ging es nicht um die Vergabe eines vermeintlich lukrativen Auftrages. Hier

ging es vielmehr um 40 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserer Region.

Es ging um die Existenz von 40 Kieler Familien.

Und von Saarland Marine Systems. So wissen wir das nicht. In jener Zeit, in

einer Liebesbeziehung zu Herrn Saarland. Vor dem Hintergrund wird doch die Frage

erlaubt sein, ob es sich dabei nicht um Klüngelei und somit um Amtsmissbrauch

handelt. Nein.

Doch.

unseriös und peinlich. Was?

Sag mal, wie verlaubst du mir das?

Das sind nicht meine Worte.

Ich durfte mir soeben eine 10 -minütige Tirade am Telefon anhören. Das war nicht

die Ulla Jansow.

Die Sendung ist tröst abgesetzt. Was?

Das können die doch nicht machen.

Sie können.

Kein Wunder, dass er nicht wollte, dass Sauerland sich outet.

Jetzt raten Sie mal, was Clem mir gerade erzählt hat.

Cornelius Grafs spanisches Handykonto wurde ausgewertet.

Karl Martin von Treunau hat Graf angerufen.

Fünf Tage vor Dirk Sauerlands Tod.

Von Treunau hat Graf angerufen? Ja.

Also doch Erpressung. Und vielleicht hatten sie sich für eine Geldübergabe

verabredet. Und von Treunau hat ihn einfach umgenietet.

Ach so.

Was? Durch den Rücktritt wird von Treunau Immunität aufgehoben.

Aber erst morgen Mittag um zwölf.

4 ,99, bitte.

Hey,

kauf die Wodka.

Danke.

Tschüss.

Fabian, wir müssen offen miteinander reden.

Ach, jetzt auf einmal, ja?

Du hast es gewusst.

Es wäre nicht einfacher, wenn ich es dir gesagt hätte.

Egal, du hättest ihn rausschmeißen sollen.

Ist gut, Fabian.

Ich werde ausziehen.

Sodass eure Mutter, sodass ihr... Guten Morgen.

Störe ich?

Können Sie nicht bitte warten?

Sie haben genug angestellt.

Wie bitte?

Wer hat denn wohl mit der Presse geplaudert?

Sie kommen doch ohne meine Hilfe, klar. Ich hätte Sie gerne unter vier Augen

geschworen.

Komm, Lino, wir gehen.

Ich bleib hier.

Sie haben Cornelius Graf angerufen.

Warum?

Der Graf.

Seltsamer.

Geheimnisvoller. Hat oft mit der Schweiz telefoniert.

Und dann habe ich noch mitbekommen, dass er sich mit jemandem treffen wollte in

dieser Bar da.

Und da habe ich gedacht... Hat er einen anderen?

Ja.

War eifersüchtig.

Ich glaube Ihnen kein Wort.

Wo waren Sie vor drei Tagen zwischen 22 und 1 Uhr?

Wieso?

Was war da?

Da wurde Cornelius Graf totgefahren. Wo waren Sie?

Wir waren hier, zusammen.

Oder?

Überlegen Sie, ob Sie noch einmal lügen, Frau von Preunau.

Also gut.

Tut mir leid.

Ich war alleine hier.

Sie war mit den Kindern bei den Großeltern.

Ja, und ich war auch am Dienstagnachmittag alleine am Ufer

Ich wurde gerade zum Minister ernannt. Ich brauchte etwas Zeit für mich.

Es gibt keine Zeugen.

Kommen Sie, wir machen ein kleines Beziertat. Nur wir zwei.

Oder wollen Sie noch drei Stunden warten, bis Ihre Immunität aufgehoben

Machen Sie sich klein.

So,

jetzt haben Sie die Chance, einmal alles loszuwerden.

Nur wir zwei.

Keine Familie, keine Freunde, keine Kameras.

Keine Scheibchen, die ganze Salami, bitte.

Das wollen Sie wissen.

Wie die Beziehung war.

Zum Beispiel.

Zu Dirk.

Wir kennen uns seit 2006.

Zwei Jahre nach seiner Scheidung.

Wir liebten es beide zu segeln.

Auf dem Wasser kann man alleine sein. Das ist viel wert.

Naja, dann hat es noch zwei Jahre gedauert, bis es ernst wurde.

Also, Werktag der brave Familienvater und am Wochenende der geheime Liebhaber

eines labilen, depressiven Alkoholikers.

Leidenschaft und Kummer, Liebesrausch und Abgrund. Das schlaucht.

Und dann sollen Sie für seine Firma auch noch Aufträge an Land ziehen. Es ging

um einen Auftrag, Herr Borowski. Um einen.

Sie wissen, dass es illegal war.

Er war am Ende.

So naiv sind Sie nicht. Und dann taucht dieser Cornelius Graf auf. Er checkt

alles und will Sie erpressen.

Dirk geht mit ihm hier auf dieses Schiff. Auf euer Schiff.

Und gibt ihm 10 .000 Euro.

Danach kommen Sie.

Dirk hat schon getrunken? Wie so oft?

Was sagt er da? Was lallt er da? Hat er gesagt?

Ich... Ich kann nicht mehr. Ich bin diese Lügen satt und diese Geheimnisse.

war überhaupt nicht hier. Er will sein Coming -out feiern. Nein, das stimmt

nicht. Sie verlieren alles, wenn das passiert.

Alles. Nur wegen ein bisschen Sex am Wochenende. Sie wissen doch gar nicht,

das ist.

Wenn man alles verstecken, alles verheimlichen muss.

Was machen Sie da?

Gott hat es verstanden.

Er hat keine Ansprüche gestellt.

Ich habe ihm nichts getan.

Ich habe einen Privatthema. Herr Borowski, bitte.

Was ist das?

Das kenne ich nicht.

Das ist etwas, was wir lange gesucht haben.

Was ist das?

Das Borivage 1987.

Das ist Sauerland.

Er hatte die kleine Kamera in der Jacke versteckt.

Super.

Ich war da.

Klo? Nein, Personaltreppe.

Mitten in der Nacht?

Geheimdienstagenten. Klar.

Oder Christa.

Da steckt der Vatikan dahinter.

Und der Stoff?

Das war auch auf dem Foto der Schatten. Nimm mir das Bett. Das bewegt sich

nicht.

Sieht nicht aus wie ein Mensch.

Hochzeichnung.

Verabredung für den nächsten Tag.

Was machst du jetzt?

Wie geht es dir dabei? Was machst du jetzt?

Warte mal.

Du bist gebückt.

Was hat er jetzt gerade gemacht?

Hier, da sieht er dich im Spiegel.

Ein Koffer.

Er hat den Koffer.

Das war der Schatten.

Wieso nimmt er den Koffer mit?

Da wurde

ich überfallen.

Kieler Künstler in seinem Wagen.

Ausgeschaltet.

Die verstecke ich.

Was war in dem Koffer?

Was ist da passiert?

Grafik jetzt auch tot?

Sie sind an uns dran.

Ja, deswegen müssen Sie mir jetzt alles erzählen, was Sie wissen.

Moment, warten Sie.

Nicht schon wieder.

Jetzt warten Sie.

Ich war jetzt in der Leitung.

Nein, ich bin jetzt im Bad.

Mein Wohnzimmer ist voll mit Abhörgeräten.

Also, Barschel sollte zum Schreiten gebracht werden. Und zwar mit Geld.

Das Geld war im Koffer.

Barschel ließ nicht kaufen?

Nein, er ließ überhaupt nicht mit sich reden.

Er wollte unbedingt bei dem Untersuchungsausschuss Aussagen.

Und die Agenten haben den Koffer mit dem Geld im Zimmer vergessen, damit er es

sich überlegt.

Wie viel Geld war in dem Koffer?

Zehn Millionen US -Dollar.

Zehn Millionen?

Und den Koffer hat Sauerland mitgenommen?

Ja, ja, deswegen hat der Barschel tot verschwiegen, das verstehe ich schon.

Sie haben gesagt, dass Sauerland jetzt Beweise hatte für den Mord an Barschel.

Das sage ich Ihnen, wenn ich in Kiel bin.

Das ist das Einzige, was ich habe. Das ist meine Lebensversicherung.

Ich brauche freies Geleit, Herr Borowski.

Und Grundzeugenschutz.

Sonst bin ich ein toter Mann.

Zehn Millionen Dollar.

Roland, ich brauche freies Geleit für Levi.

Definitiv. Sofort und ohne Diskussion. Gut, wenn ich bei dir wohnen kann. Eine

Woche noch. Roland, bitte.

Das wird ein Versuch werden. Nimm das da.

Mann, Mann, Mann.

Was ist denn das?

Unglaublich.

Nehmen Sie den Karton, bringen Sie ihn ins Büro, machen Sie den Wartezug.

Ja.

Stehe ich frei?

Was ist denn? Denn blöd, die hat mich die ganze Zeit verarscht.

Wer?

Na, Sauerland hat den Koffer aus dem Hotel zum Auto getragen. Kleinwagen.

Kleiner als der. Wie sollte er, unbemerkt, den großen Koffer voll Geld

verstauen? Er hätte es seiner Frau nicht verheimlicht.

Er hätte es mit ihr teilen müssen. Du weißt doch, wie Frauen sind. Er hat es

ihr geteilt.

Und mit Graf.

Nicht irgendwelche Geheimdienste. Ulla Jahn wollte verhindern, dass das Buch

rauskommt.

Sie hat Sauerland letztens noch getroffen, hat sie zugegeben. Er wollte

outen, behauptet sie. Das stimmt nicht.

Er hat ihr erzählt, dass er das Buch rausbringen will, über Barschel.

Er hat sie gewarnt vor der Veröffentlichung. Das wäre ja ihr Ende

Tja, das hat er nun davon. Und sie hat die ganze Zeit mich auf Träumer gehetzt.

Ich wette, sie hat ihn auch geoutet.

Und ist der Presse gesteckt.

Aber ich denke, sie hat ein Alibi.

Ja, stimmt.

Und, Zeugen?

Halb Kiel.

Alle Hörer von ihrer Radiosendung hier.

Also, dass es in Schleswig -Holstein so ein Interesse für einen ehemaligen Ost

-Punker gibt, hätte ich echt nicht abhaften.

Für der Zeit tobt, habe ich mir sagen lassen. Ja, stimmt.

Ja, wollen wir jetzt vielleicht einfach mal ins neue Album rein und reden gleich

nochmal? Alles klar.

Kriminalpolizei, ich muss zu Herrn Jan bringen.

Sie ist gerade nach Hause gegangen.

Nein.

Ihre Radiosendung läuft gerade.

Wo muss ich denn hin? Sie geht nach Hause. Das ist heute eine Aufzeichnung.

habe Frau Jan heute Morgen aufgenommen. Wissen Sie, wo sie wohnt?

Die Sendung ist nicht live?

Normalerweise schon. Kommt drauf an, wann die Gäste können oder ob Frau Jan

abends ihre Fernsehsendung da in Hamburg hat.

Auch am Dienstag war es eine Aufzeichnung.

Mami, jetzt mach mal was, wir müssen los. Hallo, ist das Ihr Auto vor der

Maastrasse? Bitte?

Ist das Ihr Auto?

Ja. Können Sie sich bitte ein bisschen beeilen, wir haben es eilig.

Und wir freuen uns, wenn es schnell geht, Frau Jahn.

Entschuldigung, aber wären Sie mir bitte so freundlich, um Ihr Auto mal

wegzufahren? Wir warten hier schon eine halbe Stunde.

Eichenstraße 79.

Das ist doch wahnsinnig.

Gehen Sie zuerst zu Ihrem Auto. Sie auch.

Sie steigen hier ein.

Sie setzen sich und bleiben so.

Was ist hier mit?

Was ist hier mit?

Da, wo wir Cornelius Karpf gefunden haben, da gab es Reifenspuren. Ich

das sind Reifenspuren von Ihrem Auto.

Da nützt das Waschen auch nicht.

Sie wussten, dass ihr Ex -Mann in Barsches Zimmer war. Zehn Millionen

Na und?

Das ist 25 Jahre her.

20 Jahre.

Aber was bedeutet das heute?

Oder?

Dirk musste ja unbedingt jetzt mit seiner großen Geschichte rauskommen.

Der geniale Dirk Sauerland löst das große, alte Uwe Barsche -Resen. Das ist

Witz, ist das?

Es war nichts als eine wilde Theorie. Mehr war das nicht.

Er war immer so neidisch.

Und damit konnte er mir alles zunichtemachen.

Alles, was ich mir in jahrelanger Arbeit aufgebaut habe.

Wie ist es passiert?

Wir haben versucht, ihn zu behandeln.

Mit Geld?

Das hat ihn überhaupt nicht interessiert, die 150 .000.

Ich habe ihm viel mehr angeboten.

Scheiße!

Was macht's von den Socken schon wieder?

Wir haben nur geschnitten.

Haben Sie mit der Weinflasche ihn

geschlagen?

Dann lag er auf dem Boden, bewusstlos.

Stille.

Und dann kam Ihnen die Idee, Sie könnten das Problem ganz loswerden.

Sie haben das Gas angedreht.

Sie hat alles gestanden.

Es gibt also keine Bedrohung durch die Geheimdienste. Wirklich nicht.

Sie können ungehindert mit Ihrem Pass nach Deutschland einreisen.

Wir freuen uns schon auf Ihre Aussage.

Können Sie mir vielleicht schon etwas erzählen?

Wir haben über die ausländischen Agenten gesprochen.

Einer von ihnen wurde letztes Jahr festgenommen, in einem anderen

und zwar in einem Land, das mit Deutschland ein Sicherheitsabkommen hat.

Verstehe. Und?

Das heißt, dass seine DNA dort in einer Datenbank gespeichert wurde.

Damals, 1987, war die DNA -Analyse ein Witz. Aber heute, heute reichen ein paar

Hautschuppen für eine positive Identifikation.

Dirk wollte beweisen mit einer DNA -Analyse, dass dieser Mann in Barschels

Zimmer war.

Woher wollen Sie die Hautschuppen nehmen?

Vom Koffer.

Das sind nicht die Fotos der Schlüssel, sondern der Koffer, in dem Sie drin

waren. Deswegen war er in Plastik verpackt. Ich hoffe, Sie haben ihn nicht

berührt. Ich habe ihn nur mit den Handschuhen angefasst.

Ähm, der Agent, hat er einen Namen?

Ich will Levi uns erst hier sagen.

Okay, ich hole jetzt erstmal den Koffer.

Ja, ich musste natürlich einige Dienststellen über die Videokassette

informieren. Das ist doch eine zu wichtige Sache, kann ich doch nicht

für mich behalten.

Und wen denn alles?

Behördenleiter, Staatsanwaltschaft, Innenministerium.

BND, wussten die davon?

Mit denen habe ich gesprochen, die streiten jede Kenntnis ab.

Der Professor Levi war nicht da.

Was?

Wo?

Sie haben ihn verpasst. Wir haben alles gecheckt, er war nicht auf dem Flug.

Bist du dir ganz sicher?

Er war nicht auf dem Flug.

Kein Anschluss unter dieser Nummer.

Wollen Sie Ihre Privatsphäre?

Äh, bitte.

Danke.

Ich habe gerade einiges über den Malef erfahren.

Aha. Er hat vor sechs Jahren einem Reporter von The Guardian in England

andere Variante der Barschle -Geschichte erzählt.

Und die Uni Genf weiß nichts von einer Professur.

Sie haben mich mit Ihrem Jagdfieber angesteckt. Bitte?

Entschuldigung? Die Sache stinkt und wiegt.

Bitte schön.

Für mich?

Roland bezahlt.

Aber nur, wenn Sie nicht den ganzen Tag damit spielen.

Und immer schön die Augen für die Realität offen halten. Vielleicht...

werden wir noch eines Tages den Fall Warschel lösen.

Versprochen? Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.

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