All language subtitles for Wolfsland s01e06 Kein Entkommen.en

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Und wenn uns ein Wolf... Aber es gibt doch bei uns gar keine Wölfe.

Hör mal, mein Schatz.

Du wartest mal kurz hier, ja?

Versprochen?

Versprochen. Nicht weglaufen.

Ich gebe dir gleich ein Zeichen und dann kommst du zu mir.

Ja?

Komm zurück.

Ich bin schuldig in allen Punkten.

Ich bin schuldig, meine Frau entführt zu haben.

Ich wollte sie und mich töten, um uns im Tode zu vereinen.

Ich beantrage für mich selbst die Höchststrafe und stelle die besondere

der Schuld fällt.

Bedenken Sie bei der Ansetzung des Strafmaßes, dass ich wieder so handeln

wenn ich freikommen sollte.

Ich kann nicht anders.

Sind Sie fertig mit Ihrem Statement, Dr. Delbrück? Fast.

Aber Sie, Viola, meine Frau,

mein Herz,

Sie ist auch schuldig.

Wir haben gegenseitig das Schlechteste in uns geweckt.

Sie ist wie ich.

Wir sind eins.

Sie ist ein Killer wie ich.

So ein Affentheater.

Dein Erschossener zieht eine Nummer an. Ich will nicht drüber reden.

Was gibt... Darüber will ich nicht reden, Herr Kollege. Also...

Die Sitzung wurde unterbrochen?

Wo?

Ja, ich weiß, wo Butch ist.

Wir sind in 10 Minuten da.

Ach, für einen bösen Auftritt.

Wann nützen wir es ihm gar nichts?

Diese verlogene Selbstbesichtigung scheiße, die hatte nur einen Grund.

Mir am Ende das Messer in die Brust zu rammen.

Das ist eine große Experten -Show.

Oh, Dr. Delbert, der bekannte forensische Psychiater stellt sich

Gutachten aus.

Ja, ich weiß, was Sie jetzt sagen wollen. Das wird ihm nichts nützen.

Aber das ist ihm völlig egal.

Der will keine Strafminderung.

Wann ist die Urteilsverkündung?

Ich will nicht darüber reden.

Frau Tellbrück, wie war es beim Gericht? Sie will nicht darüber reden.

Wo ist die Leiche?

Naja, es gibt keine Leiche.

Nachbarn sagen, dass der Wagen seit fünf Tagen hier steht.

Vorsicht, bitte.

Quatsch, keine Oper im Öl.

Da.

Genau.

Blut? Ist noch nicht gesichert. Wenn Sie also ein bisschen Abstand halten

könnten.

Zwei Kinder haben entdeckt, dass die Türen nicht verschlossen sind und

spielen.

Na ja, und dann sehen Sie, dass der Schlüssel noch steckt. Zum Glück haben

nicht weitergespielt, sondern Ihre Mama gerufen. Die hat dann die Polizei

gerufen.

Kann alt sein.

Der Wagen ist auf eine Heike Taucher zugelassen.

48 Jahre alt, wohnt in Reichenbach, Ortsteil Biesig.

Kenn ich.

Die Heike Taucher?

Das Dorf Biesig.

Ja, dann fahren wir doch in das Dorf zu der Dame.

Genau das wollte ich gerade sagen.

Die geht als Familie...

Seit gestern Abend liegt eine Vermissten -Einzeige vor.

Anonym, per Telefon erstattet.

Hier war ich noch mal.

Im Fall?

Ich weiß, ich habe hier noch irgendwo 10 Cent. Ich könnte schwören, dass ich

hier noch 10 Cent habe.

Wenn Sie die 10 Cent nicht finden, Frau Kohl, behalte ich einfach einen Keks

hier.

Da sind Sie.

Oha.

Klärung eines Sachverhalts.

Sind Sie Herr Torbett?

Ja.

Sag ich doch.

Wir müssen mit Ihnen über Ihre Frau sprechen.

Können wir irgendwo ungetört reden?

Ja.

Sicher.

Kommen Sie mit nach oben, bitte.

Geh mal, ich bleib noch ein bisschen bei den zwei Witzbeuten hier.

Die Heike, die ist nicht so oft hier im Laden.

Die hatte noch einen anderen Job. Aber wenn sie frei hat, dann macht sie hier

mit. Aber der Bodo ist immer da eigentlich.

Der Bodo ist ein guter.

Die Heike aber auch.

Nur ein bisschen wilder.

Eine Vermisstenanzeige. Aber wer hat die denn erstattet?

Wir hatten gehofft, dass Sie uns das sagen könnten.

Also ich weiß nicht.

Obwohl, ich war drauf und dran, weil Heike ist schon ziemlich lange weg.

Wie lange?

Fünf Tage.

Sie ist beruflich viel unterwegs.

Verkauft Versicherungen in ganz Sachsen und Thüringen.

Aber fünf Tage ist schon ungewöhnlich.

Fünf Tage ohne Nachricht.

Und Sie haben Ihren Wagen gefunden? Wo denn?

Vor dem alten Kondensatorenwerk.

Steht da auch schon seit fünf Tagen.

Hat der Ort für Sie eine Bedeutung?

Warum fragen Sie das?

Weil ich wissen will, was Ihre Frau dort wollte.

Hatte sie dort Bekannte oder Kunden in der Nähe?

Kunden, ja, vielleicht.

Aber da müssten sie in ihrer Firma nachfragen.

Name?

Adresse?

Girlie Dave.

Der Chef heißt Breslauer.

Warten Sie, ich schreibe Ihnen die Adresse auf.

Steht ja schon drauf.

Und die Handynummer?

Ihrer Frau?

Ja.

nicht versucht, sie zu erreichen?

Doch, mehrfach.

Geht nur die Mailbox dran.

Heike Tauchert, bitte hinterlassen Sie eine Nachricht. Nur die Mailbox.

Muss ich mir denn Sorgen machen?

Machen Sie sich denn keine?

Ja, doch.

Natürlich.

Seit wann schmeißt denn der gute Bodo den Laden her?

Das ist schon Ewigkeit her, oder?

Na, der kommt aus Görlitz.

Ist 93 zurück zu uns. Wollte unbedingt das Haus hier wieder.

Hat zwischendurch in Schwaben gewohnt. Irgendwo in... In Tübingen, Mensch.

Tübingen, genau.

Der Laden stand leer seit Bodos Oma und Opa tot sind. Das ganze Haus. So eine

halbe Ruine.

Hat er sich zurückgeholt.

Hat er alles wieder aufgebaut damals.

Ist ein guter, der Bodo.

Aber was war denn vorher hier?

Warum meinst du das so ein bisschen?

Vorher, wenn.

Ich denke, es geht um Heike und Bodo.

Vorher, mein Gott. Das war der Konsum, oder?

Nee, und Fug.

Der Opa von Bodo hatte hier eine Werkstatt. Die lief aber nicht, weil es

Ersatzteile gab.

Und dann hat die Oma von Bodo daraus einen Blumenladen gemacht.

Stimmt. Hieß dann Haus der Blumen. Ja.

Richtig.

Haus der Blume.

Ja, genau.

Gar nicht los in der Lage.

Dann war sie es.

Sie hat teuflische Fähigkeiten.

Ist das?

Ist das Ihre Frau?

Ja.

Würden Sie uns das Foto überlassen?

Und gib uns Bescheid, wenn sie hier wieder auftaucht.

Im Haus der Blume.

Seltsam. Ja.

Seltsam.

Es übernimmt sich kein Ehemann, dessen Frau vermisst wird.

Deiner hätte bestimmt anders reagiert.

War nicht so gemeint.

Wir müssen die Handydaten kriegen.

Und zur Girlie -Safe.

Kenne ich. Mache ich.

Was ist los mit Ihnen?

Nichts.

Zahn der Zeit.

Übrigens, bevor ich es vergesse, ich habe da eine Versicherung, die besonders

für Polizisten interessant ist. Heike Taurat. Heike, ja. Tolles

Ist meine beste Vertreterin.

Kunststück ist auch meine einzige.

Entschuldigung.

Ist wegen dieser verdammten Heizung. Die fällt dann dauernd aus. Aber versuchen

Sie mal, einen Handwerker zu kriegen.

Zwei Monate Wartezeit, mitten im Winter. Ich meine, dagegen sollte es eine

Versicherung geben.

Wann hast du deine beste Vertreterin in das letzte Mal gesehen oder gesprochen?

Am Freitag.

Nein, Angelika, sie hat doch diese zwei Abschlüsse erzielt. Ja, aber die beiden

Abschlüsse waren doch am Donnerstag.

Sehen Sie, dann wäre das ja geklärt.

Das ist eine Woche her, solange ich nicht zur Arbeit gekommen bin.

Findet ihr nicht komisch?

Nein.

Wieso nicht?

Sie hat Urlaub gekündigt.

Nein, Angelika, sie hat doch nur ein paar Tage freigenommen.

Stefan, sie wollte doch nach Berlin gehen.

Weg von hier.

Sie wollte noch mal durchstarten, hat sie gesagt.

Hat sich bei verschiedenen Firmen beworben, glaube ich. Und, hat das

Ja.

Gibt es irgendwas, worauf ihr beiden euch einigen könnt?

Eine große Maklerfirma wollte sie wohl haben.

Aber mehr hat sie jetzt auch nicht erzählt.

Maklerfirma?

In Berlin?

Den Namen hat sie nicht gesagt. War ja nur ein kurzer Abschied am Freitag.

Donnerstag. Stimmt.

Also wenn ich du wäre, würde ich zum Arzt gehen.

Würde ich ja gerne, aber... Die Arbeit, das tut sich ja nicht von alleine.

Recht, seit Heike nicht mehr gibt.

Seit Heike nicht mehr da ist, meint meine Frau.

Die Frau ist durchgebrannt.

Böhme besorgt gerade über den Provider die Handydaten.

Butch?

Kriegst du manchmal halblang, Cassie?

Wir sind Morden und nicht weggelaufen in Ehefrauen.

Wir sind Delikte am Menschen.

Und wir sind nicht Cassie.

Denken Sie an das Blut im Auto, an die Unfallspuren, an das seltsame Verhalten

des Ehemannes. Ich denke an die Leiche, die wir nicht haben.

Gib mir eine Leiche und ich gehe auf die Mörderjagd.

Ihre Arbeitsmoral fasziniert mich immer wieder, Hauptkommissar Schulz.

Wenn Sie da dabei gewesen wären, Sie meinen heute früh im Gericht?

Mir war unheimlich, Herr Böhmer.

Das kann ich Ihnen sagen.

So schlimm?

Der Gerichtssaal war von einer Sekunde auf die nächste gefüllt mit einer Kraft.

Einer unheimlichen Kraft.

Das war die Kraft des Bösen.

Glauben Sie an die Kraft des Bösen, Herr Böhmer?

Nein.

Ach, verneidendes Schwert.

Ich verstehe nur nicht, warum die Frau Delbrück mit so einem Arschloch...

Verheiratet sein konnte.

Ach, Frau Delbrück, gerade reden wir von Ihnen.

Ja.

Denk dran, das ist nur eine provisorische Füllung.

Es tut aber immer noch weh.

Das ist der 3 -6.

Komm, leg dich noch mal hin.

Nee, nee, lass mal, lass mal.

Ja, ich mache ihn besser gleich. Das halte ich aus.

Jetzt vielleicht noch.

Das ist mein 3 -6.

Sag mal, erinnerst du dich noch an das Dorf Besig bei Reichenbach?

Unser Haus der Blumen.

Das weißt du doch.

Schlepps und Stierblut?

Wir waren da einen Sommer lang zu dritt.

Ja, genau.

Es war 88, nein 89, kurz vor der Wende. Du, ich und Juro.

Juro Schwarzbach.

Oh, der arme Juro, das dritte Rad am Wagen.

Wie kommst du jetzt zurück?

Frau Delbrück, ich weiß, Sie wollen nicht über den Prozess reden, aber...

Herr Böhmer.

Mich interessiert nur der Fall.

Handyprovider?

Die Lichten kriegen wir noch.

Aber ich habe etwas entdeckt.

Auf der Fußmatte unter dem Fahrersitz konnte ich Fichtenadler und Erde

sicherstellen. Der Fahrer war also wahrscheinlich in einem Wald, bevor sich

Stoi gesetzt hat.

Ist das Blut im Auto von Heike Tauchert?

Da warten wir noch auf die Ergebnisse.

Wir müssen die Strecken rekonstruieren zwischen ihrem Zuhause und Görlitz und

auf ihren Arbeitstouren.

An welchen Waldgebieten kommt sie vorbei?

Sie ist tot.

Sie ist tot?

Halbe Tauchert ist tot, ich spüre es.

Ja. Hallo.

Hallo.

Haben Sie noch offen?

Die Tür stand auf.

Ja.

Nein, ich meine, ich schließe gerade.

Kommen Sie doch rein.

Haben Sie sie?

Hat Heike sich gemeldet?

Na, sag mal.

Ah, red mal laut und deutlich, Böhme. Wieso Fluthelfer?

Flucht? Nicht Flut. Tauchhaut war Fluchthelfer. Von 87 bis 89 kurz vor der

Wende.

Diese Flitzpiepe? Hätte ich dem gar nicht zugetraut.

Ich habe ein paar Informationen zusammengetragen.

Geboren wurde er 67 in Görlitz.

Mit seinen Eltern ist er dann legal in die BRD ausgereist. Das war 78.

Seit 82 durfte er dann die DDR wieder besuchsweise betreten, um seine

in Reichenbach zu sehen.

Und das hat er ausgenutzt. Warum?

Warum was?

Haurat, warum schnüffelst du in seinem Leben rum?

Frau Delbrück hat mich drum gebeten.

Ich glaube, sie glaubt, der Ehemann... Und ich glaube, das ist Quatsch. Die

Tauchart wurde nicht umgebracht.

Die hat ihren Mann sitzen lassen. So einfach ist das.

Wollte Ihre Frau Sie verlassen?

Nein, wie kommen Sie darauf?

Seit fünf Tagen haben Sie keinen Kontakt mehr zu Ihrer Frau. Sie wurde vermisst

gemeldet, aber nicht von Ihnen.

Nein, nein, wir sind nicht getrennt.

Ihr Beruf, Ihr Job, der ist eben so, dass sie lange weg ist.

Wir lieben uns.

Das habe ich auch allen gezeigt.

Im Internet.

Gott, das haben Sie sich angesehen.

Komisch. Nach Weihnachten war plötzlich Schluss.

Kein einziger Eintrag mehr seit drei Wochen.

Warum?

Zufall?

Nein.

Dann sagen Sie es mir.

Ihr Arbeitgeber sagt, dass sie weg wollte.

Nach Berlin.

Das war nur eine von ihren Ideen.

Nichts Konkretes.

Heike hatte solche Ideen.

Hatte?

Zusammen mit mir natürlich.

Sie hatte angeblich sogar schon einen Job in Aussicht.

Was ist hier los?

Ist der Wahnsinn?

Unsinn! Sie reden!

Kann ich ins Bad?

Kurz?

Sicher.

Junge, bist du schreckhaft.

Wie kommt sie hier rein?

Ich habe ihn reingelassen.

Du siehst gar nicht aus wie ein Fluchthelfer.

Ich hatte einen Kumpel, Juro Schwarzbach.

Der ist auch rübergemacht. Mit so einem Wessi wie dir.

Ich bin kein Wessi, ich bin von hier.

Ja, ist ja gut.

Der Juro war keiner von den Leutchen, die du rüber geschafft hast.

Oder? Nein, ein Juro Schwarzbach war nicht dabei.

Warum fragen Sie das?

Was hat das mit Heike zu tun?

Überhaupt nichts.

Das hat nur mit mir was zu tun.

Mit mir und dem Zahn der Zeit.

Was?

Wer ist Elisa Hanke?

Hier steht, dass Ihre Frau noch am Montag einen Termin bei ihr hatte.

Also vor drei Tagen.

Das ist Ihre Therapeutin in Görlitz.

Heike leidet unter diffusen Ängsten.

Schon ihr ganzes Leben lang.

Es lassen Räume stille.

Deshalb hat sie dich schon vor Jahren zu einer Therapie entschlossen.

Können wir den mitnehmen?

Erzähl mir mal bei Gelegenheit, wie sowas ablief.

Mensch, der Juro.

Wie lange habe ich an den nicht mehr gedacht?

Der Fall interessiert Sie ja wohl nur so mittel.

Ich denke immer noch, die hat den Fluchthelfer einfach sitzen lassen.

Übernehmen Sie die Psychologin? Ich hasse Seelenklempner.

Okay, also dann ins Büro. Ich übernehme die Psychotante.

Das Haus war damals eine halbe Ruine.

Haus der Blume stand über der Tür.

Juro, Thea und ich.

Wir sind immer mit dem Fahrrad...

Wer sind Sie?

Ich.

Was?

Ich darf Sie nicht übermitteln.

Wer sind Sie?

Bist du Therapeutin?

Ja. Können wir kurz reden? Die Praxis ist geschlossen.

Siehst du aus, als hätte ich eine Klatsche?

Ist das eine rhetorische Frage?

Ich bin Polizist.

Polizist. Ich staune selber, aber ja.

Worum geht es denn?

Ich habe nicht viel Zeit, mein Kind wartet. Es dauert nicht lange.

Heike Tauchert, die ist doch bei dir in Behandlung, oder? Was ist mit ihr?

Die wird vermisst.

Ach Gott.

Sie hatte diese Woche Montag einen Termin bei dir.

Ja, aber sie ist nicht gekommen.

Ich habe sie angerufen, ans Handy ist sie nicht gegangen.

Aber ich habe einen Mann erreicht und der hat gesagt, Heike, also Frau Taurat,

geht es nicht gut, sie hat eine Grippe.

Heike? Seid ihr befreundet?

Ich weiß, dass meine Kollegen das anders handhaben.

Ich duze alle meine Patienten.

Schafft eine Ebene des Vertrauens. Ich duze auch jeden.

Weil alle dieselben Arschgeigen sind.

Kann die Frau weggelaufen sein?

Sie und ihr Mann, die hatten die Krise seit Weihnachten.

Ja, aber darüber darf ich Ihnen nichts sagen. Sie wissen das.

Gar nichts weiß ich.

Tut mir leid.

Ich muss mich jetzt... Um dein Kind kümmern. Habe ich verstanden.

Wir haben gegenseitig das Schlechteste in uns geweckt.

Dies wie ich.

Wir sind eins.

Sie ist ein Killer.

Frau Delbrück, ich habe da was.

Die Leiche?

Nee, nicht die Frau Tauchert. Aber das hier.

Habe ich erst für eine alte Münze gehalten, aber nee.

Keine Ahnung.

Hohe Auszeichnung für besondere Qualitätsarbeit.

Verdiente Aktivist von 87.

Jemand hat sich einen Schlüsselanhänger draus gemacht.

Und das haben Sie gefunden?

Wo? In dem Wagen von der Vertauchert.

Zwischen zwei Sitzen verklemmt.

Da lege ich mich mal fest, dass es nicht von der Vertauchert ist.

Die hat 87 nämlich noch die Schulbank gedrückt.

Bodo Tauert kann es aber auch nicht gewesen sein. Der war der Fluchthelfer.

Und nicht verdiente Aktivist. Ich habe mich erkundigt.

Bodo Tauchert hat als junger Mann insgesamt elf Personen über die

Grenze gebracht.

Unter der Rückbank seines Autos.

Das Auto steht heute sogar in einem Museum in Berlin.

Der Arthur hat es selbst gesehen.

Wer?

Arthur.

Arbeitet der bei uns?

Ist ein Freund.

Ist ein beeindruckender Mensch.

Ich kenne ihn noch nicht so lange.

Historiker. Er beschäftigt mich mit allem, was mit der DDR -Geschichte zu

hat. Er will sogar ein Buch schreiben.

Er... Also, ich gehe dann mal jetzt.

Ich wünsche Ihnen noch einen guten Abend.

Ihnen auch.

Wie ernähren Sie mich aus?

Ich rate Ihnen, tun Sie es nicht.

Was wollen Sie von mir? Was wollen Sie von mir?

Nach zum Elf hier.

Antworten Sie!

Mir ist was eingefallen.

Nur, dass Sie nichts Falsches denken.

Was ich denke, können Sie mal mir überlassen.

Also?

Ich habe die Frau Hankel.

Also die Therapeutin von Heike, die habe ich dummerweise angelogen.

Sie hat mich angerufen am Montag, warum Heike nicht zu dem Termin gekommen ist.

Und da habe ich gesagt, wegen einer Grippe.

Warum haben Sie das gemacht?

Was?

Warum?

Ich dachte, das wäre die beste Entschuldigung.

Damit sie nicht so dumm dasteht, wenn sie wiederkommt.

Die Heike.

Sagen Sie, sind Sie eigentlich von hier? Das geht Ihnen Dreck an! Ist alles in

Ordnung?

Fahren Sie nach Hause.

Und halten Sie sich zu unserer Verfügung.

Zur Verfügung halten?

Ist denn der Herr Taurat auf irgendeine Weise im Fokus von Ermittlungen wegen

dieser vermissten Sache?

Geht es Ihnen denn gut, Frau Delbrück?

Seelisch, meine ich.

Ich will sagen, dieser Prozess... Gute Nacht, Dr. Gramm.

Ja. Gute Nacht.

Gute Nacht.

Ob der heute noch Haar auf dem Kopf hat?

Bestimmt mehr als du.

Der ist doch nur in den Westen gegangen, weil er nicht an mir vorbei, an dich

rankam. Nämlich war ich so wichtig.

Bin wichtig.

Was habt ihr eigentlich in unserem alten Blumenhaus zu tun?

Nun, das hat sich so ein ehemaliger Fluchthelfer in den Nagel gerissen.

Dessen Frau ist ihm abgehauen.

Fluchthelfer? Hat der Juro rübergebracht?

Glaube nicht.

Das ist ein Fall für die Mordkommission.

Ach was, Cassie.

Da, das ist ja unser Garten vor dem alten Blumenhaus.

Da haben wir uns geliebt.

Nicht nur da.

ist eigentlich nicht so richtig geklappt mit uns.

Wir waren eben nur ein paar Jahre

füreinander bestimmt.

Dafür waren es wilde Jahre.

Das war eine gute Zeit.

Deine neue Kollegin tut dir gut.

Du bist freundlicher geworden.

Hä?

Freundlicher, wie ich?

Was ist das für ein Quatsch?

Wie war das, als ich neben der Spur war?

Seine Tochter entführt wurde.

Okay, sie ist in Ordnung.

Oh Gott, Juro.

Immer ein bisschen drüber.

Das sieht aber schon echt scheiße aus.

Naja, so schick warst du auch nicht.

Aber schick als Juro.

Vielen Dank.

Du wusstest.

Ja, ja, du wusstest.

Wo ist die Tauchert?

Welcher Taucher?

Können Sie?

Blauer Lack.

Der gleiche wie bei Heikes Autor.

Ja, ja, ist ja schon gut.

Die Frau ist seit einer Woche tot, also seit letztem Freitag.

Dem Tag ihres Verspendens.

Ja,

ja, du hast recht gehabt.

Es gibt eine Schädelfraktur oberhalb der linken Schläfe, die Todesursächlich

gewesen sein könnte.

Möglicherweise Unfallverletzungen.

Akku leer.

Wenn das Handy keinen völligen Schaden durch die Feuchte hat, kriege ich das

vielleicht wieder in Gang.

Die kommt da hinten von der Straße ab. Orgel in die Botanik rein, liegt aber

hier tot rum.

200 Meter weg von der Straße.

Und der Unfallwagen steht in Görlitz.

Allein hat sie das sicher nicht geschafft.

Schnappen wir uns den Kerl.

Ich dachte, du bist so beliebt hier.

Wir müssen reden.

Ist schlecht.

Aber es gibt

hier keine Wölfe mehr, Mädchen.

Jetzt sag schon, was du nachts allein in den Wald getan hast.

Wie heißt du? Wer sind deine Eltern?

Wohnst du hier in Dönitz?

Gut. Wo sind deine Eltern? Wie heißen sie?

Nein.

Archie wurde vom Wolf aufgefressen.

Du warst mit deinem Vater in den Wald?

Der... Wolf hat Fatschi gefressen.

Vielleicht war es ein Unfall.

Ja, vielleicht.

Aber das Auto Ihrer Frau wurde in Görlitz gefunden.

Und Ihre Frau selbst mitten im Wald.

Es muss also weitere Beteiligte gegeben haben.

Können Sie mir folgen?

Aber wie... Wer, wer?

Wie wär's denn mit dir, dir?

Was sind Sie für Menschen?

Heike ist tot und Sie behandeln mich als ob... Wie es bis jetzt aussieht, ist

Ihre Frau letzten Freitag durch Gewalt gegen den Kopf gestorben.

Das könnte bei einem Unfall passiert sein.

Oder auch nicht.

Haben Sie einen Handschuh verloren?

Nein. Nein, ich habe keinen Handschuh verloren.

Sie haben gesagt, dass Ihre Frau am Freitagmorgen auf Arbeit gefahren ist

Abend nicht zurückkam.

Seitdem vermissen Sie sie.

Oder auch nicht.

Das Problem ist, dass sie am Freitag gar nicht auf Arbeit war, sagen die

Presslauers.

Wo also könnte Ihre Frau den ganzen Tag gewesen sein?

Warum hat sie Sie angelogen?

Hatte sie vielleicht eine Affäre?

Wollte sie Sie verlassen?

Nein.

Warum verfolgen Sie mich?

Das wissen Sie ganz genau.

Ich weiß gar nichts.

Ich habe ihr nichts getan.

Wo waren Sie Freitag zwischen 18 Uhr und Samstag 5 Uhr?

Freitagabend haben wir immer lange auf.

Da haben wir immer Kunden.

Wir haben geredet und getrunken.

Ich bin ja auch sowas wie eine Dorfkneipe.

Gegen zwölf habe ich den Laden zugemacht.

Dann bin ich nach oben, habe geduscht.

Dann bin ich nochmal raus spazieren.

Das war so gegen eins. Da habe ich dann den Riepsch getroffen.

Der, der nicht schlafen kann.

Ich glaube Ihnen kein Wort.

Was ist, Böhme?

Störe ich?

Immer.

Ich habe versucht, Frau Delbrück zu erreichen, aber... Sie sind eine

Also?

Ich habe neue Erkenntnisse, falls es Sie interessiert.

Ja, willst du eine ehrliche Antwort, Böhme?

Das Abzeichen hat dem Arthur, also meinem Bekannten, keine Ruhe gelassen.

Nachforschung angestellt und mir heute Nacht alles gleich erzählt.

Ich habe keine Ahnung, wer dieser Arthur ist, aber ich mag ihn nicht.

Also, das Abzeichen wurde 1987 dreimal in Görlitz verliebt.

An einen Peter Rathenow, einen Hannes Kubala und eine Silke Erath.

Kubala? Ja, und alle drei haben 1987 im Görlitzer Kondensatorenwerk gearbeitet.

Verstehen Sie?

Ja, was? Ich arbeite.

Ah,

Kaffee schwarz?

Danke, Jörg.

Herr Böhme.

Ja, Dr. Grimm.

Ich schwimme etwas.

Tja, da weiß ich jetzt auch nicht.

Können Sie mir die näheren Gründe der Vorladung des Herrn Tauchert verraten?

was, Vorladung. Der Tauchert ist freiwillig hier. Er fühlt sich zu Hause

so wohl.

Er ist also nicht Begründigter.

Nicht, dass ich wüsste, obwohl es sich äußerst merkwürdig benimmt.

Frau Delbrück spürt, dass er der Mörder ist.

Sie spürt?

Was ich eigentlich sagen will. Ja, ja, ich weiß.

Das ist das, was ich meine.

Die Übertragung des Irrationalen.

Das ist nicht gut.

Verstehen Sie?

Willkommen. Kennst du das?

Nein.

Haben wir im Wagen ihrer Frau gefunden.

Sagen dir die Namen, was?

Silke Erhardt?

Hannes Kobala?

Peter... Rathenow?

Nein.

Das sind drei Leute aus Görlitz, die 87 so ein Stück Blech bekommen haben. Warum

auch immer.

Und alle drei haben im Kondensatorenwerk gearbeitet.

Und wo haben wir das Auto deiner Frau gefunden?

Beim Kondensatorenwerk.

Ich kann Ihnen ja leider nicht weiterhelfen.

Sagen Sie, Herr Schulz, sind Sie sicher, dass Frau Dellbrück sich nicht zu früh

festlegt auf den Ehemann?

Sie wissen schon.

Ehemann, Ihr eigener Ehemann, dieser unsägliche Prozess,

der seelische Anteil.

Sie haben alles im Griff?

Mhm.

Die meisten Daten von Heike Zauberts Handy konnte ich retten. Dabei ist mir

aufgefallen, dass in der Anruferliste und bei den Textnachrichten öfter eine

polnische Prepaid -Nummer auftaucht.

Mit sexistischem Inhalt. Ich würde... Jetzt mach doch nicht so kompliziert,

Böhme. Er hat dreckige Botschaften gefunden.

Ich will dein Tampon sein, sowas in der Art.

Und zig Verabredungen.

Allesamt im Hotel.

Alles von der Nummer des polnischen Privathandys. Jetzt rate mal, wann das

letztlich, wenn dich ein, stattfinden sollte.

Letzten Freitag. Ja.

Aber irgendwie ist Schatzi sauer geworden.

Letzte SMS.

Ich weiß, was du vorhast.

Aber ich lass nicht zu, dass du mich verlässt.

Abgeschickt um 18 .45 Uhr. An dem Abend, an dem Heike Tauchert getötet wurde.

Er hatte also eine Affäre.

Okay, wir besorgen uns den Klarnamen über den Handyprovider.

Oder wir fragen hier nach.

Die haben sich im Hotel VR -Zeiten verabredet.

War ja klar.

Warum war das klar?

Der Schuppen ist ein bekanntes Liebesnerv.

Woher wissen Sie das?

Im Gegensatz zu dir habe ich manchmal ein Liebesleben.

Was wissen Sie denn schon über mein Liebesleben? Gar nichts.

Tut mir leid, wir haben gerade gar keine Zeit.

Moment!

Sie haben Zeit für mich.

Hat denn der Herr Tauchert nun gestanden?

Er bestreitet die Tat vehement. Wir überprüfen noch die Alibis und wir haben

eine neue Spur. Sehr gut, Frau Delbrück.

Aus den Mähs habe ich die Bestätigung gesammelt.

Jedes einzelne Alibi, das Herr Tauchert genannt hat, hat sich bestätigt.

Dieser Mann ist unverzüglich freizulassen.

Er war nie verhaftet.

Freizulassen!

Sagen Sie mir, was Sie denken.

Ich bin ihm sich schuldig.

Ja, der Ehemann, nicht wahr?

Ja.

Frau Delbrück, ich will Ihnen doch nur helfen, diese persönliche Geschichte zu

überstehen, damit da nichts durcheinander geht.

Das Urteil über Ihren Mann, das wird bald gesprochen.

Sie werden für immer auseinander gehen.

Wie bitte?

Er versucht, Sie auf den letzten Metern noch zu verseuchen mit Hass.

Böse Energie.

Lass dich den Teufel bei einem Haare fassen und du bist sein auf ewig.

Lassen Sie das nicht zu.

Machen Sie Frieden.

Es wird immer etwas Gutes geben.

Lassen Sie doch heute gehen.

Ich brauche frische Luft.

So, du kannst nach Hause gehen und dir mal die Hände waschen.

Was macht mir Angst?

Wegen der Farbe?

Das waren Dorfjugendliche. Sie macht mir Angst.

Cassie?

Die ist harmlos.

Hamburgerin.

Was? Was, was?

Ja, was? Was gucken Sie mich die ganze Zeit so an?

Wie gucke ich denn?

Na, so Stasing -mäßig.

Du hast doch keine Ahnung, wie Sie wirklich geguckt haben.

Hamburgerin.

Ich war zwar erst sieben, als meine Mutter mit mir Erfurt verlassen hat,

mein Gedächtnis funktioniert bestens.

Du bist... Du bist Erfurterin?

Das darf ja nicht wahr sein. Wie lange haben wir uns denn nicht gesehen?

Seine Ewigkeit her.

Hast du noch den Wildfang hier?

Deine Frau, die süße?

Rea hieß sie doch, oder? Thea.

Thea, okay.

Meine Ex -Frau. Ja, Ex -Frau hin oder her, man bleibt verbunden für die

Ewigkeit.

Küssi.

Ach so, ja.

Ja, die Dame kenne ich.

Das ist Frau Teichert. Nee, Frau Teichert ist meine ehemalige

Das ist die Frau Tauchert. Die war letzten Monat zweimal hier zusammen mit

Herrn Breslauer.

Stefan Breslauer? Ja, Stefan Breslauer. Der ist schon Stammkunde seit Jahren bei

uns. Also neuerdings mit dieser Dame, wenn Sie wissen, was ich meine.

Und die beiden waren zwei richtig fanate Toteltäubchen. Ja, Toteltäubchen. Also

der war spitz wie ein Rettich.

Also sie war nicht so fanat wie er in sie.

Ja.

Und letzte Woche Freitag, hat Breslauer da hier auch ein Zimmer reserviert?

Ja, das schöne Zimmer oben für eine Nacht.

Ich kann mich sogar erinnern, dass er ziemlich angefressen war.

Die ist nämlich gar nicht gekommen, die hat ihn hängen lassen.

Und hat er den Abend dann hier verbracht?

Nein, er hat sofort wieder ausgeschickt.

Wann denn?

Kann ich Ihnen sogar genau sagen?

18 .50 Uhr.

Und dann ist er sofort abgefahren.

Das ist nur wenige Minuten nach seiner Bütensmessung. Du kannst doch gar nicht

abwarten, seinen treulosen Vögelchen zu rufen. Und er hat nicht mal bezahlt.

Wo ist dein Mann?

Stefan ist unterwegs zu einem Kundengespräch.

Vielleicht können die uns ja helfen, wenn wir hier auf ihn warten.

Es geht um Heike, ja?

Um Heike und Stefan und das Hotel für Jahreszeiten.

Wimmelt da was?

Es waren seine Kreditkartenabrechnungen.

Ich meine, wer übernachtet im Hotel, wenn er keine drei Kilometer von zu

entfernt ist?

Bürokratie. Unterschätz dich auch davon.

Wann war Ihnen klar, dass es Heike Tauchert war?

Ich habe Stefan verfolgt.

Da hat er sie dann im Hotel getroffen.

Und dann war alles klar.

Und da hast du natürlich ordentlich auf den Tisch gehauen.

Jetzt gleich.

Erst als er seine nächste Idee vorbereitet hat.

Am letzten Freitag?

Da war mir klar, dass das nicht von alleine weggeht.

Da habe ich gehandelt.

Und ihm die Hammelbeine langgezogen?

Nee, ich habe mit Heike geredet.

Freitagmorgen.

Heike war hier.

Und ich habe zu ihr gesagt, lass meinen Mann in Ruhe.

Und sie hat gesagt, ich gehe sowieso bald nach Berlin.

Und ich habe gesagt, ja, dann geh doch jetzt.

Dann habe ich sie rausgeschmissen.

Aber dein Mann hat Freitagabend im Hotel für Jahreszeiten auf sein Täubchen

gewartet. Ja, ich habe ihm ja nichts vor dem Rausruf erzählt.

Ich wollte, dass er vergeblich auf sie wartet.

Er soll sich mal fühlen, wie ich mich fühle.

Stattdessen hat ein Mann ein bisschen überreagiert und Heike kalt gemacht.

Und wann ist er nach Hause gekommen?

Es war schon nachts.

Er war traurig und erschöpft.

Ich habe ihm gesagt, was ich gemacht habe.

Dass ich die Firma zerstöre, wenn er nicht aufhört.

Und dass er hier im Büro schlafen muss.

Und Sie haben sich nicht gefragt, wo er den ganzen Abend war?

Erst als wir neulich aufgetaucht sind.

Bleib stehen!

Okay.

Ich hatte ein paar Wochen Affäre mit ihr.

Das war nach Weihnachten, richtig?

Da hatten die Taucherts plötzlich Eheprobleme.

Wegen Ihnen?

Schön wär's.

Ich dachte zuerst, ihr liegt meinem Charme.

Aber sie hat nur mitgespielt, weil ihre Ehe sowas von kaputt war.

Das hat sie mir mitten ins Gesicht gesagt.

Am letzten Freitag, da hat sie dich sogar sitzen lassen.

Ich habe sie angerufen, wo bleibst du? Da hat sie mich angeschnauzt, sie hatte

andere Probleme.

Dann warst du sauer, dass er natürlich nicht mit dir in die Kiste wollte.

Bis gleich nach dem Anruf raus aus dem Hotel, um sie dir vorzuknüpfen. Ich

wollte mit dir sprechen.

Also sind wir nach Reichenbach gefahren und haben sie dort in ihrem Wagen

gesehen. Du hast sie verfolgt, von der Straße abgedrängt, dann hast du sie zum

Stehen gebracht und dann hast du ihr einzig die Fresse gegeben.

Ich würde Heike auch niemals was tun.

Du bleibst heute schön bei uns im Warmen.

Das sage ich dir.

Sehen Sie, Frau Delbrück, so fühlen sich die Dinge.

Nicht immer ist es der Ehemann.

Machen Sie Frieden mit sich.

Habe ich doch gleich gesagt.

Die Tauchert wollte weg von ihrem Mann, ist dabei aber in den Falschen geraten.

Das haben Sie gesagt?

Ja.

So. So in etwa.

Zumindest die erste Hälfte.

Gut. Und jetzt darf ich zum Zahnarzt.

So munter dabei.

Du kennst meinen Zahnarzt nicht.

Ihre erste Frau?

Meine allererste Liebe.

Manchmal stelle ich mir vor, wie Sie so als junger Volkspolizist ausgesehen

haben. War da kein Fropo?

Nein. Zu den Idioten wollte ich nie.

Die hätten auch keinen genommen, der bei der Armee rausgeflogen ist.

Zum Bullen bin ich erst nach der Wende gegangen.

Und vorher, was waren Sie da?

Asozial.

Da gibt es nicht zu grinsen.

Dann haben Sie mich in die Lehre gesteckt, 87.

Da waren Sie doch schon über 20.

Ja und?

Ja und, was haben Sie gelernt?

Gärtner.

Gärtner?

Erfurterin?

Restlager lassen wir bis morgen schmoren, dann gesteht der.

Kennt ihr die Dreckdecke?

Ich habe dich gewarnt.

Komm rein.

Wolltest du nicht gerade gehen?

Komm rein.

Der 3 -4 sieht aber auch nicht mehr gut aus.

Sie haben ihn schon einmal gesehen?

Sagt Ihnen der Name Erath etwas?

Oder Kubala?

Rathenum?

Hat Heike Taurath Andor über den Grund für die Krise in ihrer Ehe gemacht?

Deswegen hat sie die Abwehr mit ihm angefangen.

Da war irgendwas.

Das wollte sie mit ihrem Mann klären.

Es hat wohl zum Streit geführt.

Irgendwie.

Irgendwie? Ja, genau weiß ich es nicht. Ich habe mich mit Heike nicht zum Reden

verabredet.

Und als sie Schluss gemacht hat, hat er wieder so geredet?

Nicht viel. Nur, dass sie es nicht mehr will, weil ihr alles zu viel wird.

Es war nur ein sehr kurzes Gespräch.

Ich habe auch nicht alles verstanden. Er hat die ganze Zeit gebrüllt, weil er so

ein Gedudel im Hintergrund war.

Was für ein Gedudel?

Weiß ich nicht, ein Volksfest oder irgendwie sowas.

Ich hatte die ganze Zeit eine Trompete im Ohr.

Oh, von der Elbrück.

Werden Sie das... Das letzte Telefonat zwischen Breslauer und Tauchert am Tag

ihres Todes fand doch in Görlitz statt, oder?

War mittendrin.

Der Funk macht für ihren Provider, deckt die Ecke am Untermarkt ab.

Ist das nicht in der Nähe von Taucherts Therapeutin?

Ja.

Spielt er nicht manchmal diese Trompete?

Der spielt aber erst seit einem halben Jahr da.

Früher hat er noch oben auf der Brücke gespielt.

Da waren die auch noch zu zweit.

Der kleine Trompeter heißt aber schon immer.

Du bist so leid.

Verzeih mir.

Und die Mutter?

Und die Großeltern?

Hippie da!

Hallo? Herr Tauchert?

Weißt du noch, wie es damals hier gerochen hat?

Nach wildem, animalischem Sex.

Nach Bofa -Sept, Teppichreiniger aus Bitterfeld.

Ich denke gerade sehr viel an früher.

Kannst du dich an die Gruselgeschichte des Sommers erinnern?

Das macht mir keinen Blick hin.

An das Mädchen im Wald, dessen Vater vom Wolf gefressen wurde.

Juros Vater war der rätseligste Fopo zwischen Bautzen und Zittau.

Vielleicht bin ich nur wegen der Geschichten von Juro ein Bulle geworden.

Er hat jeden Tag was Neues von diesem mysteriösen Mädchen erzählt.

Ich habe mir die Akte gleich vorgenommen, noch im ersten Jahr.

Ich dachte, ich kriege den Fall irgendwie gelöst.

Ich habe alles gelesen über die kleine Kubada.

Der Name von dem Mädchen, der war doch... Der war doch Kubala.

Weiß ich nicht. Jura hat doch immer nur den Vornamen genannt.

Elisa. Elisa. Elisa Kubala.

Die Frau wird mir unheimlich.

Cassie?

Ja, und jetzt rate mal, was die Psychohexe mit dem zu tun hat.

Ja, wir treffen uns genau da. Ja, jetzt sofort.

Danke. Ich nehme entdeckt.

Sag mal, du stehst ja öfter hier, Trumpeter, stimmt's?

Letzte Woche Freitag, warst du da auch hier?

Egal.

Hast du diese schöne Frau irgendwann mal in das Haus da hinten reingehen sehen

oder rauskommen sehen?

Ja?

Ja.

Du erkennst sie?

Ja.

War das letzten Freitag?

Die hat mich angedämpelt.

Schön, eins nach dem anderen. Was war los?

Ich stehe hier und spiele.

Kommt eine Frau von da, gelaufen, verheult.

Diese Frau kommt ihr hinterher, rennt mich fast um, rennt der anderen

und fängt sie ein.

Cassie, warte mal einen Augenblick.

Was heißt das, fängt sie ein?

Die hat mit ihr geredet wie mit einem Kind.

Fängt sie so ein und sagt, sie bringt sie ins Krankenhaus.

Also das heißt, diese Frau wollte die andere ins Krankenhaus bringen?

Weißt du doch warum?

An ihrem Körper habe ich nichts gesehen.

Der hat die ganze Zeit geweint.

Cassie, jetzt kannst du reden.

Kubala ist 1989 verschwunden.

Die Behörden gingen davon aus, dass er in die BRD geflohen ist. Und er hatte

eine kleine Tochter. Ja, ja, ich weiß, ich weiß.

Wo bist du denn? Der Hausmeister ist jetzt da.

Alles klar, Kollege.

Kubala wollte im Sommer 89 flüchten.

Und Bodo Tauchert war sein Fluchthelfer.

Bei dem guten Bodo vielleicht zu heiß mit dem Kind.

Und Kubala hat versucht, ihn zu erpressen. Brauchte ihn ja nur

landet im Knast.

Was, wenn Kubala von Tauchert umgebracht wurde?

Vor Elisas Augen.

Und die deutet das alte Märchen an.

Natürlich als Selbstschutz.

Also ich vermute, Heike ist Therapeutin. Erzähl mal einen anderen Waffel.

Ja.

Ich denke trotzdem, dass sie eine gute Therapeutin ist.

Immerhin hat sie Heike dazu befähigt, sich ihren eigenen Sachen zu stellen.

Und sie wiederum fordert es von ihrem Mann.

Und der gesteht an Weihnachten.

Und am letzten Freitag konnte sie es nicht mehr für sich behalten.

Und weil es ihrer Therapeutin nur zählt.

Das kennt in ihr Helds nicht aus.

Du meinst, sie ist jetzt auf dem Rachetrepp?

Und wir müssen uns Sorgen um Tauert machen?

Okay.

Wir müssen uns Sorgen machen.

Frau Anker.

Elisa Kubala, bitte. Ja, Sie wissen.

Ich muss mich um mein Kind kümmern.

Hey, hey, hey!

Irgendwann wirst du schon wieder anfangen zu sprechen, Elisa.

Dein Vater hat dich im Wald zurückgelassen und feige Republikflucht

Du bekommst jetzt von uns einen neuen Nachnamen, damit du die Vergangenheit

vergessen kannst und als kraftvolle Mitgestalterin in die sozialistische

schauen kannst.

Wie gefällt dir der Nachname Hanke?

Oder lieber Frau Kubala, Sie haben Schmauchspuren an Ihrer Hand.

Die können von den Schüssen aus Ihrer Wohnung stammen.

Aber aus Ihrer Waffe wurden noch drei weitere Schüsse abgegeben.

Haben Sie Borutaura erschossen?

Oder halten Sie ihn irgendwo fest?

Im Wald?

Da, wo er Ihren Vater getötet hat?

Hat der Wolf auch Heike gefressen?

Heike tauchert?

Sie wollte mich zurück ins Heim bringen.

Dann habe ich ihr eine runtergehauen.

Und dann noch eine.

Noch eine.

Bis sie dich endlich in Ruhe gelassen hat.

getauchert, wollte Elisa wahrscheinlich in die Waldklinik bringen.

Die hatte in ihrem Wahn geglaubt, dass sie wieder in das Heim zurückgebracht

hätten, dass sie damals kam.

Erschütternd. Sowas habe ich auch noch nie erlebt.

Gestern noch stinknormal und heute?

Wenn selbst Psychologen ihre Dämonen nicht mehr erkennen, bis es zu spät ist?

Ich rede noch von dem Fall.

Da ist kein Mensch.

Da ist ein Wolf.

Und was hast du mit dem Wolf gemacht, nachdem du ihn gefunden hast?

Den hab ich zurückgebracht.

Wo er hingehört.

Immerhin erfährt Elisa jetzt, wo ihr Vater die ganzen Jahre lang gelegen hat.

Vielleicht eine Art Trost.

In der Klapsmühle?

Ja.

Das Heim hat sie wieder.

Ja, ja, ist ja gut.

Ekelhaft. Schmerzt die Gärtnerseele, was?

Nur die Seele.

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.

Der Angeklagte Dr. Björn Delbrück wird wegen Menschenraubes in Tateinheit mit

versuchter Vergewaltigung und versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von

acht Jahren verurteilt.

Die besondere Schwere der Schuld wird festgestellt.

Hotel Brück.

Endlich ist der Spuk vorbei.

Ich bin froh, dass du gekommen bist.

Ich bin froh, dass du fort bist.

Du hast nichts verstanden, Viola. Immer noch nicht. Ich bin längst in dir.

Das war's für heute.

Bis bald.

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.