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Gelobt sei der Herr, denn er hat erhört die Stimme meines Vaters.
Kindlein zu mir kommen.
Geht hin!
Ist er?
Kommt Ihre Tochter zu Besuch?
Ja.
Es gibt nur zu grinsen.
Sie sollte öfter aus Berlin kommen. Hat einen guten Einfluss.
Wo ist der Tatort?
Hat Böhme was gesagt?
Hallo.
Emmy ist mit ihrer besten Freundin in der Oberlausitz wandern.
Ich hätte sie auf dem Weg eingesammelt, aber die hat mir ihre Rote nicht
verraten.
Naja.
Naja, hast jetzt keinen Grund nervös zu sein, aber sie sind nervös.
Die will mit mir reden, hat sie gesagt.
Oha. Ja, oha.
Wo fahren wir eigentlich hin?
Wie bitte?
Ach, ja.
Im Aussitz liegen Tote.
Das Gesicht ist komplett entstellt.
Man sieht es ja schön, dass sich die Schläge nur gegen Kopf und Arme
haben. Mit den Armen hat er sich beschützen versucht.
Der Rest des Körpers ist beinahe unversehrt.
Gut, der Hals, da könnte er auch gewürgt worden sein.
Also ich bin kein Rechtsmediziner, aber ich lege mich mal fest.
Der Mann ist definitiv nicht an einem Herzinfarkt gestorben.
Obwohl, es kommt doch mal ein Fall oben in Horkau da.
Wer ist der?
Er lag so da.
Keine Papiere, keine Schuhe. Wie sollen wir den Kerl denn identifizieren?
Ich will heute Abend fertig sein, verdammt nochmal.
Also ich finde ja auch, dass es Mordopfern verboten sein sollte, ohne
herumzulegen. Wer hat ihn gefunden, Böhme?
Ein Wildschwein. Hat es sich hier im Graben gemütlich gemacht.
Ein Rentner hat das Vieh dann aufgeschreckt.
Das Schwein rennt weg, der Rentner sieht den Tod. Wo ist der Rentner?
Der ist da oben.
Also ich weiß nicht.
Ich weiß nicht, gibt's nicht.
Guck genau hin, du bist doch hier aus dem Ort.
Naja, vielleicht ist er von hier aus Ostrotz.
Du erkennst ihn?
Naja, vielleicht ist das der Erik Mansfeld vom Konsum.
Der Mansfeld -Erik? Naja, das war schon mal ein Anfang.
Könnte aber auch der André Scharper sein, von Scharper & Co. Sanitär.
Also, Sebastian, jetzt erkennst du ihn oder erkennst du ihn nicht? Scharper
Mansfeld?
Oder?
Nee.
Der Tommy vom Reisebüro am Marktplatz wäre auch möglich.
Der Tommy Pakulat.
Oder? Casey, Casey.
Komm mal mit.
Du kennst mich. Ich bin immer da, wenn man mich braucht.
Kenn ich nicht, den Sie da beschreiben. Jetzt lass doch mal den Scheiß.
Ausgerechnet heute ist einfach... Okay, wissen Sie was? Ich übernehme den Toten
hier und sehe...
Sie machen einfach den Rest, der noch so anfällt.
Ja, gut.
Genau das ist, was ich... Du bist... Das geht ja nicht anders.
Da ist eine Nonne, die unbedingt in den Kommissar sprechen will.
Eine Nonne?
Kann sie was zu dem Toten sagen?
Sie weiß nicht, was hier los ist.
Sie glaubt, es hat im Wald ein Verbrechen gegeben.
Das übernehmen Sie.
Es geht um Folgendes. Ich wollte... Bist du Schweigemönchin? Nein, aber... Ab
jetzt bist du Schweigemönchin. Ich glaube, es ist was... Darf ich?
Zeig mir einfach, wofür.
Wo
ist
das denn nun?
Hier.
Hier.
Das ist gar keine Straße.
Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt. Und wenige
sind irre, die ihn finden.
Ihr Beträchler wisst schon, dass Polizisten was anderes zu tun haben, als
einzelnen Huhn nachzuschnüffeln.
Aber da ist Blut im Schuh.
Ich hab den Schuh wieder erkannt.
Gestern Morgen wurde er noch von einem unserer Gäste getragen.
Und dann lag er im Wald.
Allein.
Und Blut ist im Schuh.
Was machst du?
Ich bin über den Ast gestolpert.
Kannst du auftreten?
Du,
da hinten kommt jemand. Ich frage ihn, ob er uns helfen kann.
Entschuldigung!
Frau Kommissarin!
Sie können nach Hause gehen. Wir werden uns bitte nochmal bei Ihnen melden. Ich
habe keine Ruhe gefunden und war am Ort unterwegs. Also, der Erik und der André,
die sind es nicht. Die sind auf der Arbeit. Aber der... Sie sind sehr
hilfsbereit, aber Sie sollen nicht unsere Arbeit machen. Aber der Tommy
ist heute nicht im Reisebüro erschienen, sagt die Britt.
Und Sie sind die Britt?
Und Sie arbeiten im selben Reisebüro wie dieser... Tommy Pakulat.
Pakulat. Ja, im Markt.
Tommy ist heute nicht auf Arbeit gekommen.
Die Chefin hat bei ihm angerufen, aber da war er auch nicht. Und dann kam der
Gottwald angerannt. Das bin ich.
Ja, und er hat gefragt, wo Tommy ist.
Nee, wissen wir nicht. Haben da gesagt, zu Hause ist er auch nicht.
Und hat der Gottwald gesagt, der liegt da im Mühlgraben.
Also, ich halte es für keine gute Idee, hier vor Ort eine Identifizierung
vorzunehmen.
Das Gesicht des Toten ist sehr entstellt. Ich erkenne ihn auch am
Okay. Sind Sie mit ihm zusammen?
Ein paar Mal gebummst, mehr nicht.
Das ist Tommy.
100 pro.
Gestern noch der Arbeiter, wollte der Tommy noch zum Glöckner.
Wer ist Glöckner?
Der, der unter ihm wohnt.
Tommy meinte, bei dem war mittags irgendwie komischer Lehrmann gesagt.
Er meinte, da war eine Frauenstimmung und die hat geschrien.
Die Nummer 5, da ist Tommys Haus.
Das Haustier müsste offen sein, das ist schlosskaputt.
Tommy wohnt im ersten Stock.
Die Schlüssel liegt oft unter der Fußmatte.
Sie wissen ja gut Bescheid.
Und wo wohnt dieser Nachbar, der Klöckner?
Da.
Das war Barney sein echter Name.
Ich kenne ihn auch, nicht nur so vom Sehen.
Tommi hat mir erzählt, dass er die ganze Zeit mit sich selber redet.
Er glaubt, er betet.
Vielen Dank.
Wir melden uns bei Ihnen.
Hallo?
Was ist hier los?
Entschuldigung, die Tür war offen.
Das kann doch nicht sein.
Böhme, ich bin im Haus vom Opfer. Ich brauche Sie hier.
Also nun, hier ist nichts, hier war nichts und hier wird nie was sein.
Ihr guckt so viele Krimis in eurem Kloster.
Nicht überall, wo ein blutiger Schuh rumliegt, liegt auch eine Leiche.
Aber mit diesem Schuh am Fuß saß das Mädchen vergnügt bei uns im Refektorium
hat uns Löcher in den Bauch gefragt.
Und jetzt liegt der Schuh im Wald und blutig. Welches Mädchen? Das Mädchen,
dieser Schuh gehört.
Wieso ein Mädchen? Wie sagen Sie denn zu einem 17 -jährigen weiblichen Wesen?
Jungfrau?
Euer Gast war erst 17.
Beide waren 17, ja.
Beide? Das waren zwei Mädchen? Richtig.
Patente -Mädchen aus Berlin.
Sie sind von Bautzen nach Vittau gewandert, dann zu uns ins Kloster und
in Richtung Görlitz.
Görlitz. Name?
Schwerster Helmer.
Nein, von einem Mädchen.
Das weiß ich nicht. Da muss ich im Kloster fragen. Emmy.
Emmy. War der Name Emmy? Das weiß ich nicht.
Ja, Emil, hier ist Papa. Wenn du das hörst, ruf sofort zurück, ja?
Herr Kommissar Schulz, welche Überraschung. Keine Sprüche.
Du musst den Dresdner anrufen.
Ich brauche eine Großverhandlung.
Wovon sprechen Sie?
Ich spreche nicht, ich mache eine Ansage.
Wieso Großverhandlung?
Weil wir die suchen müssen.
Was gibt's? Ich weiß nicht.
Butch spinnt.
So wie immer oder so, dass man sich Sorgen machen muss?
Gute Frage.
Schauen Sie mal hier.
Vielleicht hat sich der Täter selbst verletzt, als er seinen Nachbarn
hat. Er hat seinen Verband gewechselt, kurz bevor er abgehauen ist.
Er sagt, dass es sein Verband ist.
Der Knöchel macht mir mehr Sorgen.
Gib mal die Hand.
Versuch mal aufzutreten.
Au. Lass, lass.
Ist noch zu früh.
Morgen. Aber wir müssen noch nach Hause.
Du kommst nach Hause.
Bei dir suche ich Zuflucht.
Enttäusche nicht mein Vertrauen. Ich habe dein Zeichen erkannt.
Ist irgendwas?
Dann setz dich hin.
Setz dich wieder hin!
Sei mir ein sicheres Zuhause.
Butch, was ist los bei Ihnen?
Nicht Butch, Grimm.
Und dasselbe, das wollte ich Sie auch fragen, Frau Delbrück.
Aber ich habe gar nicht genau verstanden, worum es dabei geht.
Zwei Mädchen im Klosterwald, ein blutiger Schuh.
Ich habe ihn dann gefragt, was es mit dem toten Oster zu tun hat. Ja, und dann
hat... Danke.
Und dann hat er mich angeschrien und einfach aufgelegt.
Frau Delbrück, so geht das nicht. Was ist da los bei Ihnen?
Ich kümmere mich drum.
Hat er gesagt, wo er steckt?
Ach, Sie wissen gar nicht, wo er ist?
Nun...
Im Kloster hat er irgendetwas, und ich sag mal, gestottert, bevor er mich
angebrüllt hat.
In Ostritz ein Kloster.
Marienthal natürlich.
Das ist ganz bekannt in der Gegend. Es ist seit dem 13.
Jahrhundert. Dr. Grimm, wir kommen hier richtig gut voran.
Wir haben den Toten identifiziert. Wir haben sogar bereits einen
Tatverdächtigen. Einen Mann namens Lutz Büttner.
Wunderbar.
Immerhin. Ja? Guten Tag.
Ja, das war natürlich so leicht.
Kathy? Geh bitte?
Sind Sie nicht Kathy?
Nein, ich bin Hauptkommissarin Delbrück. Kommen Sie, ihm geht es nicht gut.
Hauptkommissar Schulz?
Nee, Butsch.
Er ist in dem Gästezimmer, wo die Mädchen übernachtet haben.
Ja, zwei Mädchen sind verschwunden.
Blut ist im Schuh.
Also jetzt mach einfach, was ich sage.
Raus jetzt, raus, ich arbeite.
Bitte.
Gut.
Der Dresdner macht einfach nicht, was ich sage.
Wir brauchen Leute, die müssen in den Wald. Wir brauchen Suchtrupps, Hunde,
alles, was Beine hat. Wir müssen in den Wald, wir müssen die Spuren suchen.
Annie ist mit ihrer Freundin, die sind von hier losmarschiert.
Gestern schon, verstehst du?
Gestern schon, seit 24 Stunden.
Die sind seit 24 Stunden, Cindy. Gibt es kein Zeichen von... Okay, okay.
Gibt es eine andere Möglichkeit?
Sie hat vielleicht Freunde in Görlitz. Ich habe das Handy gefunden, zusammen
dem anderen. Kein Mädchen würde freiwillig sein Handy wegwerfen.
Amy schon gar nicht.
Ich habe es dir gesagt.
Alle fünf Jahre denkt sich der Baumeister da oben für mich irgendwas
mich fertig zu machen.
Dr. Grimm, wir brauchen eine groß angelegte Personenfahndung. Zwei
Mädchen. Eins davon ist Butchs Tochter.
Oh Gott, das ist ja furchtbar.
Ich bin ohnehin auf dem Weg zur Staatsanwaltschaft wegen der Fahndung
Butch Fritten.
Frau Delbrück, es wäre sehr schön, wenn Sie Namen, Fotos und
Personenbeschreibungen zukommen lassen könnten.
Wo wollen Sie hin?
Meine Tochter suchen.
Ja, aber wie?
Wo? Oh, im Wald natürlich.
Müssen ja irgendwo Spuren sein.
Ein Großaufgebot wird den Klub bereits systematisch durchkämpfen.
Währenddessen werden wir alle Kontakte ihrer Tochter und deren Freundin
befragen. Ihre Handys auslesen.
Wir werden ihre Routenplanung rekonstruieren. Ihre Großeltern in
befragen. Wir werden Emmy finden.
Wir werden alles tun, was wir können. Ach, hör doch mal auf mit diesem
Bullengequatsche. Ich bin selber Bulle. Ja, dann handeln Sie auch wie einer.
Reißen Sie sich zusammen, Mann.
Wir machen das zusammen, Sie und ich.
Wir finden die Mädchen.
Und was diesen Fall und Austritt betrifft... Ist mir doch scheißegal.
Nein, ist er nicht.
Ich kümmere mich um die Fahndung nach diesem Büttner.
Und Sie behalten so lange die Nerven.
Büttner?
Lutz Büttner?
Ja. Unser Lutz Büttner?
Lasst die Kindlein kommen,
zu mir spricht Gottes Sohn, wie singt mein Freudenhorn.
Mein Vater holt uns hier raus.
Herr Büttner hat uns seit dem letzten Jahr im Kloster besucht. Viermal in der
Woche. Er hilft uns beim Gärtnern und zeigt darin großes Geschick.
Hat er Ihnen mal Schwierigkeiten gemacht?
Ist er mal gewalttätig geworden?
Nein, nie.
Er ist ein friedlicher Mensch.
Und offenbar sehr religiös.
Also in seiner Wohnung. Ja.
Und er ist sehr dankbar, hier Gottes Schöpfung zu pflegen.
Obwohl wir eigentlich dankbar sein müssten.
Er besteht darauf, dass wir ihm kaum etwas zahlen.
Und er liebt Engel.
Am liebsten hat er so eine Engelsstatue auf dem Nikolai -Friedhof.
Nikolai -Friedhof hier in Görlitz?
Ja, auch er hat sein Kreuz zu tragen, wie wir alle.
Ja, er sucht Buße in allem, was er tut.
Wofür soll er Buße tun?
Ich glaube, Herr Bitten hat großes Unglück erfahren.
Er hat im Granitsteinbruch gearbeitet und da ist etwas Furchtbares passiert.
Wir wollen doch nicht schwatzen und Mut maßen.
War er gestern hier?
Was meinen Sie damit?
War der Drecksack gestern hier?
Hat er die Mädchen hier im Kloster getroffen? Hat er die angegafft?
Das wissen wir nicht.
Oh doch.
Das wissen wir.
Wir leben nach den Regeln des Heiligen Benedikt.
Und schweigen müssen Sie nicht?
Nein. Das sind die Trappistinnen.
Ach, Herr Büttner, wieder fleißig.
Grüß Gott.
Also, ich finde das toll, wie euch das alles so interessiert.
Ich habe eine Aufgabe.
Was denn?
Versöhnung.
Hat sie wirklich Versöhnung gesagt?
Ja.
Die beiden Mädchen waren von einem so heiligen Ernst erfüllt.
Vor allem die eine.
Die Emilia.
Emmy.
Natürlich, Emmy, Verzeihung.
Und dann sind die Mädchen abgereiht. Ja, eine halbe Stunde später.
Und sie wissen nicht, wann Herr Büttner aufgebrochen ist? Nein, das wissen wir
nicht. Ich habe ihn seitdem nicht mehr gesehen.
Butch! Ich muss in seine Wohnung.
Ich muss ihn riechen.
Ich muss sehen, wo Emmy war.
Und sie war da.
Sie war da.
Und hat mich angesehen, wie Büttner den Mann erschlagen hat.
Ja, ich brauche Ihre Hilfe.
Können Sie noch mal zum Tatort kommen?
Es scheint nur so sauber hier.
Hier wurde Blut weggewischt. Und zwar das von Tommy Pakulat.
Gibt es hier kein einziges verdammtes Foto mehr von dem Drecksack?
Der muss hier weg.
Ja, ich weiß.
Der dreht ja völlig am Ort.
Was kannst du unnötig sagen, Wilma?
Wo Büttner stecken könnte.
Wir haben keine Hinweise auf Freunde oder Bekannte oder ob er noch eine
Wohnung hat oder sonst irgendein Versteck.
Was hat die Betzschlösser noch mal gesagt? Er legt einen Engel auf den
Friedhof.
Geil, Bafora.
Wie muss man bei dieser Fahndung aus dem Verkehr ziehen?
Vor zehn Jahren war Büttner in einem Unfall verwickelt. Im Kranitsteinwerk.
Finden Sie heraus, was genau da passiert ist.
Genau.
Lasse die Kindlein zu mir kommen.
Hey, du da, Totengräber!
Schreien Sie bitte!
Nicht so rum auf unserem Friedhof!
Komm mal her!
Kennst du einen Lutz Büttner?
Der ist heute gegen neun hier gewesen.
Und der taucht hier regelmäßig auf? Ja, dauernd. Also täglich.
Aber heute Morgen, da war der noch seltsamer.
Als sonst hat den Engel hier gar nicht mal losgelassen. Hab gedacht, er macht
den noch kaputt.
Wir schicken Leute her, die das Gelände überwachen.
Wenn der Kerl hier auftaucht, gibst du sofort Bescheid. Ist das klar?
Ich verspreche dir das. Ich werde sie nicht nochmal verlieren.
Ich passe auf unsere Tochter auf.
Er kommt nicht.
Er ist ruhig auf.
Meine Mammutgat ist immer gekocht. Jeden Sonnabend.
Das war mein Leibgericht.
Hast du auch ein Leibgericht?
Aber jeder Mensch, Hat doch ein Leib Gericht.
Oder bist du gar kein Mensch?
Bist du ein Engel?
Schabu, Schabu.
Das ist ihr Lieblingsgericht und meins auch. Wir teilen immer alles.
Das ist japanisch.
So eine Art Fondue, viel gesünder.
Sind Sie Russe, weil Sie Ihre Mutter Mamushka nennen?
Nein.
Mamushka hat es nur immer gerne gehört.
Warum haben Sie den Mann umgebracht?
Er war von Satan geschickt. Aber... Nichts aber.
Das Unglück... über das meine Feinde beraten, das komme über sie selbst.
Er möge feurige Kohlen auf sie werfen.
Nein!
Der Mann hat nichts gemacht.
Sie tun uns weh. Sie machen uns Angst. Sie sind der Satan.
Lassen Sie uns frei.
Bitte.
Wir verraten sie auch nicht.
Du hast recht, mein Enkel.
ein schwerer Sünder.
Aber Gott hat dich in meine Hände gelegt und mir ein Zeichen gegeben.
Und morgen wird Gott dich in seine Hand nehmen und mich
erlösen. Was passiert morgen?
Morgen wird alles gut.
Das Blut an dem Verband ist identisch mit dem Blut von dem verlorenen Schuh.
stammt eindeutig von Emil Schulz.
Haben wir denn von dem Mädchen eine vergleichende DNA -Probe?
Nicht direkt.
Aber die DNA -Analyse zeigt ein Verwandtschaftsverhältnis ersten Grades
Butch. Ach.
Von Butch haben wir eine DNA.
Na, so wie der sich immer am Tatort rumtreibt.
Okay, der Ablauf ist relativ klar. Die Mädchen verlassen gestern zwischen 10
11 Uhr das Kloster.
Zuvor müssen sie Büttner aufgefallen sein.
Sie gehen zuerst in den Wald, wollen Richtung Görlitz.
Büttner ist ihnen wahrscheinlich vom Kloster ausgefolgt.
Und im Wald hat er sie dann angegriffen?
Vielleicht.
Vielleicht hat er ihnen aber auch geholfen.
Büttner bringt die Mädchen in seine Wohnung.
Spätestens da lässt er die Maske fallen und überwältigt sie.
Tommy Pakulat hört die Rufe um die Mittagszeit, erzählt es auch Britt.
Abends wird er dann nachsehen, was er da gehört hat.
Das ist ein Todesurteil.
Neugier ist der Katze tot.
Büttner entsorgt die Leiche, beseitigt die Kampfspuren und bringt die Mädchen
irgendwo hin.
Doch Wahnsinn, was ist denn in den Gefahren?
Die Leute in Ostfriesen kennen ihn als religiösen Spinner. Aber er war immer
hilfsbereit und eher still.
Vollstrafen?
Keine.
Wie hat er die Mädchen denn weggebracht?
Vermutlich betäubt. Wir haben Äther und Schlafmittel in der Wohnung gefunden.
Er verfügt wohl noch über einen alten Lieferwagen. Der gehörte seiner
verstorbenen Mutter.
Fahrzeug ist zur Fahndung ausgeschüttet.
Wir müssen mehr über die Mutter wissen. Wo hat sie gelebt? Hat sie noch andere
Wohnungen? Gibt es besondere Ausflugsziele?
Mach ich.
Ach, übrigens zu der Sache mit dem Unfall im Granitsteinbau am Hochstein.
Ich bin da in Kontakt mit seinen ehemaligen Kollegen.
Vielleicht findet sich ja jemand, der mehr über Bittner weiß.
Gut.
Und Butch?
Der organisiert die Suche draußen.
Ach so.
Na gut.
Mein Formicarium.
Ja, das habe ich sauber gemacht. Die Glaswände. Das musste mal sein.
Ach so.
Haben Sie es hier wieder reingestellt?
Ja, habe ich.
Ja.
Reti mille repentivier.
Schnell führen tausend Wege in den Tod.
Da ist nichts.
Ich habe keine Ahnung, wo wir sind.
Wir müssen den ablenken.
Das mache ich.
Quatsch. Der sagt doch immer, ich bin sein Engel.
Nee, der tut immer so.
Guckt immer weg, platzt immer dich an.
Aber ich merke das, der will in meine Hosen.
Dir wird er nichts tun, mir schon.
Sorry, Clara, das ist kompletter Bullshit. So tickt der nicht. Doch,
tickt der. Und das können wir ausnutzen.
Du hast doch gesehen, wozu der fähig ist, oder? Ja.
Ich sagte dir etwas richtig krasses morgen vor.
Wir müssen proaktiv werden.
Proaktiv? Sagt mein Vater immer.
Selber aktiv werden eben. Und mein Vater sagt immer, denk nach, bevor du was
machst.
Und dann geht er selber mit dem Kopf durch die Wand.
Bis alles kaputt ist. Er sagt, du findest ihn ja auch scheiße. Ich finde
nicht scheiße.
Pass auf.
Ich lenke den ab.
Und du nimmst die Pfanne da.
Die ist schwer.
Eisen oder so.
Du knallst dir den über den Kopf, sobald er anfängt, an mir rumzugraben.
Dann holen wir uns den Schlüssel aus seiner Tasche und wechseln wieder.
Und als wenn was schief läuft.
Hast du eine bessere Idee?
In acht Wochen.
Okay.
Nein, ich habe nicht vor, auch nur einen Tag dem Prozess beizuwohnen.
Danke für den Anruf.
Gute Nacht.
Der Prozess gegen deinen Mann?
Meine Anwältin sagt, er kriegt mindestens sechs Jahre.
Nikolai Friedhof.
Er war da.
Nach dem Mord.
Und?
Nichts.
Es ist kein Alles.
Aber es ist gut, dass du da bist.
Mit meinem Vater ist unbekannt.
Wüttners Mutter war krebskrank.
Die letzten sechs Jahre ihres Lebens hat sie bei ihrem Sohn in Ostritz gewohnt.
Der hat sie dort gepflegt bis zu ihrem Tod letztes Jahr.
Vor der Wende war die Mutter Köchin in Görlitz.
Im Braunhirsch.
Braunhirsch?
Kenn ich. Kenn ich jeder.
Der steht seit Ewigkeiten leer. Genau.
Ich wollte gerade los, als meine Anwältin angerufen hat.
Ich glaube, ich habe Fieber.
Du wickst sie auf.
Ich bin ganz heiß.
Fassen Sie doch mal an meine Stirn.
Nein!
Nein!
Wenn sie tot ist, dann bin ich es auch.
Sie ist nicht tot.
Hier war seit Jahren niemand mehr.
Katzen.
Niemand außer Katzen.
Trotzdem sollten wir morgen nochmal bei Tagepflicht wiederkommen.
Warum denn?
Er ist nicht.
Wir haben keine Spur.
Doch, Böhme hat angerufen.
Er hat einen Ex -Kollegen von Büttner aufgetrieben.
Er ist bereit, mit uns zu sprechen.
Ich verstehe es nicht.
Was wird denn denn? Warum jetzt? Warum ausgerechnet jetzt?
Emmy wollte mit mir reden.
schien irgendwie verändert.
Seit Jahren hoffe ich, dass es mal gut wird.
Niemand hat noch Kontakt zu dem, das ist ja damals abgerissen.
Seit dem Steinschlag 2002.
Die Wassereinlagerung hat gar keiner gemerkt. Da hätten wir gar nicht mehr
gedurft. Und plötzlich knackte das so.
Zack.
Da waren die drunter, vier Kollegen.
Und hier stand Lutz, also Büttner.
Wie ein Wunder.
Nur Staub auf der Klamotte.
Und Jakob war einer der vier Toten.
Jakob war der beste Kumpel von Lutz.
Fast jeden Abend sind die zusammen losgezogen.
Musik, Trinken, nette Mädels. Lutz Büttner?
Tja, ich weiß.
Hat sich sehr verändert.
Aber damals, also davor, war der nicht so.
Tja, nach dem Unglück hat er gleich gekündigt und...
Ist nie wieder aufgetaucht.
Irgendwann ist er dann wohl zurück zu seiner Mutter, die der so gehasst hat.
Warum hat er seine Mutter so gehasst?
Die alte von Gütten hat ein paar Schrauben locker gehabt.
Gott sieht deine Sünde. Gott kennt deine Schuld.
Nette Mädels, ja?
Standartenmädels? Mädels?
Junge Frauen.
Sehr junge Frauen.
Nein, der war nicht so.
War bei Huren.
Hatte aber auch Freundinnen.
In seinem Alter, ganz normal.
Also kein Kinderficker?
Kein Kinderficker.
Kennen Sie den Namen von diesen Freundinnen?
Ich war doch nicht dabei.
Komm, denk nach.
Vielleicht die Hexe.
Die Hexe? Ja, der hat die so genannt. Mochten wir alle. Maria.
War ein bisschen irre.
Glaubt an Geister und Yoga und solche Sachen.
Ja?
Maria Glotsch wohnt auf der anderen Seite in Polen.
Er ist ein Getriebener. Von Schuld getrieben.
Er gibt sich die Schuld an dem Tod von seinen Kollegen und seinem besten Freund
Jakob. Deshalb ist er zu seiner Mutter zurückgekehrt, obwohl er sie hat.
Eine Art Buße.
Wenn seine Mutter wirklich so fanatisch religiös war, dann ist er auch davon
geprägt. Er hat sich von ihr gelöst, hat sein eigenes Leben gelebt. Und dann
dieses furchtbare Unglück.
Vielleicht bringt er es mit dem Abwenden von seiner Mutter und seinem Glauben in
Verbindung.
Das würde auch diese ganzen Sprüche an der Wand erklären, die sich um Sünde und
Abrechnung drehen.
Was hat das mit Emmi zu tun?
Ich glaube, Die beiden Mädchen haben irgendwas in ihm ausgelöst, wonach er
gesucht hat.
Glaubst du an Gott?
Sie?
Keine Ahnung.
Aber wenn es um Strafe geht, dann läuft irgendjemand geradezu ganz großer Form
auf.
Strafe wofür?
Sie sollten aufhören damit.
Es sind keine höheren Mächte im Spiel, die Ihnen was Böses wollen.
So denkt vielleicht Bütten, aber so sollten Sie nicht denken. Es geht nicht
Sie.
Clara!
Ich hatte Karten.
Wo ist Clara?
Ich habe Angst vor ihnen.
Wenn sie einen anschauen, dann ist es, als ob Satan einen anschaut.
Wo ist Clara?
Mamushka mochte auch keine Karten.
Haben Sie sie umgebracht?
Heute ist ein guter Tag.
Guten Tag, Herr Böhme.
Guten Tag, Dr. Grimm.
Natürlich ist es kein guter Tag.
Manchmal ist diese Redensart einfach nur schrecklich.
Ja.
Es gibt noch keine heiße Spur zu den entführten Mädchen. Frau Delbrück und
Schulz sind zurzeit in Polen. Ja, ich weiß. Ich bin im Bilder.
Ja.
Sie sind nicht schuld, Herr Böhme.
Doch. Ich habe das Formicarium aufs Fensterbrett gestellt.
In die Sonne.
Die Arme sind quasi an einem...
Sie sind so wenig schuld am Tod der Ameisen, wie ein Erdbeben schuld ist am
von Tausenden von Menschen.
Sehen Sie es mal so.
Sie sind ein Unglück für die Ameisen.
Ja, eine Katastrophe.
Aber Schuld, das setzt ja ein bewusstes Vorgehen voraus.
Für die Ameisen sind wir nicht schuldig.
Nur ein Unglück.
Götter?
Ja, nein.
Böse Götter. Nun ja.
Wenn das die Eröffnungszeiten sind, dann sollte sie da sein.
Ja? Okay.
Nein, nein, nicht Putsch informieren. Was?
Worüber soll ich nicht informiert werden?
Ist irgendwas mit Emmy? Nein, nein, es ist alles gut. Nichts ist mit Emmy. Die
Eltern von Clara sind angekommen.
Die Großeltern von Emmy, haben die sich auch schon gemeldet?
Was für ein Spat.
Guten Tag.
Wir würden uns gerne mit Ihnen unterhalten.
Über Lutz Bittner.
Gefällt dir das Kleid?
Das ist gut.
Das ist von Mammuschka, als sie noch jung war und unberührt.
Wie du.
Du wirst was Schönes tragen, wenn es soweit ist.
Wenn was soweit ist.
Das weißt du doch.
Wofür haben sie mich ausgesucht?
Lass uns beten und tanzen.
Ich will beten und tanzen!
Oh, Lutz.
Schlimm. Schlimm.
Hat er schon so gewusst?
Sie haben gewusst, dass so etwas passiert?
Nein, nein.
Lutz immer mehr versteckt sich innerlich. Ja, so wie Kokon.
Seine Spiritualität ist immer mehr nicht frei.
Seine Mutter, diese negative Wesen.
Als seine Mutter starb,
Ich hatte gehofft, dass er sich wieder öffnen würde, aber nein.
Und jetzt dieser Gewaltausbruch.
Und diese Kinder.
Ja, und diese Kinder.
Du kennst doch den Drecksack.
Was will er von den Mädchen?
Ich werde nicht machen, was sie denken.
Ich werde nicht denken?
Was denke ich denn?
Sie denken an Vergewaltigung und Mord.
Aber es sind nicht sexuelle Dämonen, die Lob quälen.
Es ist Dämonen schuld.
Sie meinen das Unglück im Steinbruch?
Das war schlimm.
Das war furchtbar.
Aber dieser Unglück aufgerissen etwas viel, viel mehr Tieferes.
Er gesehen seine wahre Schuld.
Welche Schuld?
Sein Kind.
Seine Tochter gestorben, wie sie war ein Baby.
Von einem Kind steht nichts in seinen Papieren.
Es war... Er besuchte eine professionelle Dame.
Sie war nicht ganz sehr professionell.
Sie gelassen ein Baby vor Haus. Sie war einfach so. Seine Mutter hat sich
gekümmert. Aber eines Tages... Tod.
Baby in Wege liegen.
Tod.
Plötzlich ein Kind tot?
Wurde gesagt.
Lange, lange, das war schlimm für Lutz. Aber er einfach gelebt weiter.
Aber nach dem Unglück, getroffen in den Blitz des Himmels. Schuld.
Und diese Tochter, wie alt wäre die jetzt?
16, 14 Jahre.
Nur er, Lutz, ist dann hier bei mir.
Wann?
Wann war er denn hier, verdammt nochmal?
Kurz, paar Minuten, Nachmittag, halb sechs.
Ganz ruhig, gelächelt.
Was hat er denn gesagt?
Erschienen ist Engel, ich werde wieder Mensch.
Ein Engel?
Ich hole Verstärkung.
Hat er sonst noch irgendwas gesagt?
Hat er gesagt, wo er hin will?
Nein. Er wollte nur, dass ich weiß, dass er wieder Mensch wird.
Gelobt sei der Herr, denn er hat erhört die Stimme meines Flehens.
Der Herr ist meine Stärke und mein Schild.
Auf ihn hört mein Herz.
Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht.
Natürlich habe ich Angst.
Sie ist meine Tochter.
Du glaubst, dass du ihr angetan hast, was nicht zu verzeihen ist.
Du denkst, das ist Strafe.
Ihr alle braucht Schuld und Strafe.
Du bist schwerer Fall.
Wie er.
Nein, ich habe mit diesem Trottlock nichts zu tun.
Nein, schalten Sie die polnischen Kollegen ein.
Ich bin los.
Komm, lass uns abhauen.
Gibt es Orte, die für Bütten eine besondere Bedeutung haben?
Was für eine Bedeutung?
Hotel Braunachirchen, das er aufgewachsen hat. Ja, da waren wir
Seine Mutter da gewohnt, sie war Köchin.
Lutz oft gesagt, ich war immer aufgesperrt. Und trotzdem konnte ich
Und dann gelacht, gelacht, bis er noch lachen konnte.
Ich war immer ausgesperrt und trotzdem... Trotzdem konnte ich nicht
Wir müssen alle Außenseiten überprüfen, ob es nicht doch einen Raum oder Hof
gibt außerhalb des Hotel.
Wir sind hier.
Die Menschen waren hier.
Aber jetzt sind sie ausgeflogen.
Wir waren hier. Gestern Nacht.
Und haben nichts gemerkt. Scheiße!
Nein!
Nein, nein, nein!
Ich habe sie wieder alleine gelassen.
Tschöder!
Sie haben etwas bekommen zur Beruhigung.
Ja.
Ich habe... Ich habe sie allein gelassen.
Ellie brauchte einen Vater, aber ich habe... Ich habe sie allein gelassen.
Sie sind doch nicht schuld an der Entführung.
Wir denken...
Sagen, dass ein Kind so unglücklich sein kann.
Aber er ist zwölf.
Da will man doch nicht sterben.
Ihre Tochter hat versucht, sich das Leben zu nehmen?
Mit zwölf?
waren Tabletten aus meinem Schrank.
Deswegen musste sie, musste Emy weg von mir.
Ich habe sie in Zug gesetzt nach Berlin.
Sie hat mich angeguckt wie...
Nach einem Selbstmordversuch?
Ja.
Deswegen ist die Entführung meine Schuld.
Sie wollte sich versöhnen.
Aber ich... Ich kann nicht.
Ich kann nicht.
Ich kann es den Eltern von Clara Luckhardt nicht verdenken. Die wären
zusammen im Sommerurlaub. Aber Butchs Tochter wollte unbedingt jetzt diese
Pilgerreise zu ihrem Scheißvater.
Das ist nicht von mir. Dieses Wort stammt von den Eltern.
Dieser Scheißvater hatte vor einer Stunde einen Nervenzusammenbruch.
Weil er Tag und Nacht damit beschäftigt ist, als Polizist seinen Mörder zu
finden und auch deren Tochter zu retten. Das habe ich denen natürlich auch
gesagt. Und ihnen erst mal Kaffee angeboten. Aber ewig kann ich sie doch
hinhalten. Sie sind verängstigt.
Ja?
Hoffnung. Frau Delbrück isst ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes
Hören Sie mich?
Kleine Luckert lebt.
Sie ist frei.
Das ist ja wunderbar.
Allein? Ja.
Oh.
Weit wohl.
Du weißt wo er ist.
Wir nehmen an, dass er euch vom Klosterort gefolgt ist.
Er ist aber aus der anderen Richtung gekommen.
Du hast es gleich hinter dir.
Erzähl mir, woran du dich als Letztes erinnerst, nachdem der Mann ausgerastet
ist.
An nicht viel.
Der hat mir gleich was auf die Nase gedrückt. Da war ich weg.
Ich weiß noch, dass...
Dass ich dachte, das ist das Letzte,
was ich sehe.
Dieses Monster, wie aus dem Märchen.
Danke.
Was war mit Emmy?
Ich bin nochmal aufgewacht.
In einem Laster.
Und Emmi hat neben mir
gelegen.
Total weggetreten.
Dann hat er mich gepackt und hat mich rausgezogen.
Dann hat er mich stehen gelassen und ist auf einmal weggefahren. Und ich konnte
überhaupt nicht ruhen.
Dann bin ich erst nach Hause und wollte Hilfe
holen.
Atme durch.
Weißt du, warum er so fixiert ist auf Emmi?
Warum er sie da behalten hat und nicht dich?
Er hat sie immer Engel genannt.
Aber... Aber was?
Uh, da lag eine Kiste.
Da lag eine Holzkiste.
Und, ähm, da, die, äh, da... Die sah aus wie
ein Sarg.
Es ist vorbei.
Ich bin okay.
Es ist vorbei. Du wirst noch im Krankenhaus untersucht werden.
Deine Eltern sind da draußen und warten auf dich, Clara.
Okay.
Ja, Böhme, Böhme, finden Sie raus, wann das Kind von Büttner verstorben ist.
Ich wollte gerade anrufen. Er ist... Er ist hier, ich weiß. Wo genau? In der
Kirche.
Ich gehe alleine rein.
Sorg dafür, dass keiner die Kirche betritt.
Sie sind das?
Ja, ich bin das.
Dein schlimmster Halbtraum.
Wo ist Annie?
Wo ist Annie?
Wo sind die Mädchen?
Wo ist meine Tochter?
Sie ist nicht mehr deine Tochter.
Sie ist Gottes Kind.
Und der Herr hat sie zu mir geschickt. Und jetzt hat der Herr mich zu dir
geschickt. Also mach die Maul auf!
Niemals.
Wo ist meine Tochter?
Wie du deine Tochter nennst, die wird mich erlösen.
Und du kannst nichts dagegen tun.
Deine Tochter, wie redest du denn so geschwollen?
Sie wird mich erlöten, wenn sie sich als meine Tochter offenbart, wenn sie eins
werden. Was?
Deine Tochter, deine Tochter, aber deine Tochter ist tot. Wie denn eins werden?
Meine Tochter wird wiederkommen.
Sie wird wiederkommen.
Also das war gar nicht so leicht mit der kleinen Maja.
Vor allem, weil sie auch gar nicht Büttner geheißen hat, sondern
wohl, wie die polnische Mutter.
Und das ist nicht die einzige Merkwürdigkeit. Die kurze Version,
es aussieht, wurde Maja Kaczmierczak kremiert. Und das könnte darauf
dass die Urne entweder zu Hause aufbewahrt wurde. Da haben wir keine
Oder sie wurde heimlich begraben. An einem Ort, der eine persönliche
hat.
Der Todestag von Büttners Kind ist heute nicht wahr?
Ja.
Es klingt verrückt. Ich weiß, aber...
Ich glaube, er bringt Emmy mit seiner toten Tochter zusammen.
In seinem heiligen Raum?
Ach, Sie sind da.
Gerade kam ein Notruf aus Marienthal. Der Gesuchte ist offenbar im Kloster
aufgetaucht. Und der Butsch ist auch da.
Und da habe ich mich gefragt, ob er mit der Situation alleine fertig wird.
Die Antwort ist wohl eher nein.
Ja.
Sehen Sie sich das an.
von den Toten auferstanden.
Ich habe Ihnen ein neues Ameisenvolk besorgt.
Ich bleibe ungern etwas schuldig.
Du wirklich, dass ich meine Tochter verliere?
Dann bringst du mich jetzt zu ihr.
Ich muss alleine zu ihr gehen.
Wir gehen zusammen.
Ich muss ihr alleine die Augen sehen, wenn sie erscheint.
Sie...
Aber du hast die beiden doch versteckt.
Was hast du mit ihnen gemacht?
Was von Fleisch geboren ist, das wird Fleisch.
Und was vom Geist geboren ist, das wird Geist.
Sie wird von Neuem geboren werden.
Meine Maja wird wieder auferstehen.
Sie fanden aber den Stein abgefälzt vom Grabe und gingen hinein und fanden leid.
Fürchtet euch nicht. Ich zähle mit drei.
Auferstehung, Butch. Er will seine Tochter zurück.
Deshalb hat er Emmy.
Der, der wieder auferstehen soll, wird vorher begraben.
Das Hände und seine Kleidung sind voller Dreck. Im Laster sind Schaufeln und
Hacken. Begraben?
Er glaubt offenbar, dass Maya im Körper von Emmy wieder auferstehen wird.
Ich fürchte, er hat... Er hat Emmy in das Grab seiner Tochter gelegt. Wo auch
immer das sein mag.
Das bedeutet ihm alles.
Das ist die endgültige Erlösung von seiner Schuld.
Aber wo hat dieser Drecksack seine Tochter vergraben? Wo ist dieses
Grab?
Clara hat gesagt, dass er dem Mädchen nicht vom Kloster aufgefolgt, sondern
kam aus der anderen Richtung.
Andere Richtung?
Das ist der Kretschmannsgraben und der Wolfsgraben.
Du meinst, dieses heimliche Grab ist irgendwo da? Ja, und durch die Arbeit im
Kloster konnte er Maya immer nah sein.
Nikolai Friedhof, Kretschmer's Graben, Wolf's Graben.
Amen.
Kein schöner Tod.
Verstecken.
Alles, was passiert, ist Gottes Wille.
Ich hatte es schon einmal mit einem Mörder zu tun, der seine Freundin
begraben hat.
Sie liegen in seinen Händen.
Ihre Finger waren blutig zerkratzt.
In der Kiste, in der Kiste, in der sie lag, steckten ihre Finger nicht.
Wo sind Sie denn da?
Aus Ihnen spricht Satan.
Sie wird aus dem heiligen Grab steigen.
Und sie wird leuchten. Nein, das wird sie nicht.
Genauso wird sie aussehen, wenn wir sie zu spät finden. Und das wissen Sie.
Denken Sie an Ihre toten Kollegen bei dem Unglück.
Aber diesmal geht es auf Ihre Kappe.
Gott wird mich erlösen.
Durch mich.
Aber Gott sagt auch, du sollst nicht töten.
Meine Maja.
Die war... Die war unschuldig. Die konnte nichts dafür. Aber ich... Ich bin
schlimmer Sünder.
Ein schlimmer Sünder.
Das Verrückte ist, bis vorgestern waren Sie wirklich unschuldig. Nein. Das ist
vorbei.
Sie stehen mitten im Blut, Herr Büttner.
Ihre Tochter wird nicht zurückkommen. Nein, aber Emmy kann zurückkommen.
Lanzi hier.
Lanzi!
Gib mir, gib mir, gib mir.
Gib, gib mir mal.
Sie atmen.
Sie atmen.
Sie ist bestimmt betäubt.
Emil.
Emil.
Er ist plötzlich zusammengebrochen.
Einfach so.
Ist umgekippt.
Ich habe noch Wiederbelegung versucht, aber da war nichts mehr zu holen.
Du bist klarer.
Glück, Glück.
Klar geht es gut, die werden älter. Alles gut, alles gut.
Sag mal, was wolltest du eigentlich mit mir bequatschen?
Bequatschen?
Naja, weswegen du überhaupt hier bist.
Also, ganz wichtig.
Ach das.
Ach das?
Ich wollte dir sagen, ich wollte schon so lange... Ja.
Das wollte ich auch.
Du auch?
Ja.
Ich wollte schon so lange nach Rom.
Für Länge.
Nächstes Jahr mache ich ja Abi und dann wollte ich da hinziehen, studieren.
Religionswissenschaften und Philosophie.
Erstmal.
Und dafür... Ja, dafür brauche ich noch Kohle.
Und deinem Segen natürlich auch.
Ja. Was sagtest du denn?
Nein, nee.
Raum ist gut.
Kohle ist gut.
Religion, ja.
Das ist alles gut.
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