All language subtitles for Wolfsland s01e04 Irrlichter.en

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Original subtitles

Dein Mann macht heute nicht mehr auf.

Kommst du?

Hast du was zu tun?

gegen Liebe, Leben, gegen Tod, geschehen vor hunderten von Jahren hier

in dieser Ochsenbastei.

Der schwarze Liebende wurde hier grausam gematert.

Seine Schreie waren durch die Mauern hindurch in ganz Görlitz zu hören.

Seit jener Zeit sehen Spaziergänger Ein tanzendes, zartes

Lichtlein.

Dieses Lichtlein tanzt ihnen voran, führt sie in Ecken ohne

Ausweg. Ein Irrlicht.

Man sagt, dies sei der Geist der Ochsenbastei.

Da kommen Sie ja endlich.

Der Herr Grimm fragt schon dauernd nach Ihnen beiden.

Der Herr wer?

Aber das habe ich Ihnen doch gesagt.

Heute gibt der neue Chef seinen Einstand. Der Herr Grimm vom Elgar

Also für diejenigen, die bereit sind, Herrn Chef zu akzeptieren.

Ah, das müssen meine ranghöchsten Mitarbeiter sein.

Frau Delbrück, ich habe schon viel von Ihnen gehört.

Nein, nein, also doch, doch.

Alles herrlich. Wunderbar.

Diese Sache habe ich natürlich auch gehört.

Diese Sache mit dem Herrn Delbrück, meine ich.

So, meinst du das, ja?

Butch, nicht wahr?

Grimm, hast du noch einen Bruder?

Das ist ja wunderbar. Genau so, genau so habe ich es mir vorgestellt.

Ich freue mich so auf unser Abenteuer.

Ein tolles Team, das kann man wirklich nicht anders sagen.

Prost! Prost!

Prost!

Noch nicht, aber er ist gekommen.

Das hast du gut gemacht.

Natürlich, Frau Friedersdorf, wie doch immer.

Das wird leider nicht gehen. Mein Vater zieht sich dieser Tage in den Ruhestand

zurück.

Ja, dann überlegen Sie sich das noch mal.

Ihnen auch. Wiederhören.

Was? Dein Bruder ist wieder da.

Das Restaurant ist noch geschlossen.

Aber das gilt doch sicher nicht für mich.

Geht's Ihnen?

So hat das.

Alles halb so schlimm. Der beruhigt sich wieder.

Komm.

Vielen Dank.

So lang, so lang man sie bedroht, einmal

wird sie nah.

Sag nicht, dass du die ganze Nacht hier gepennt hast.

Sieht ganz so aus.

Ich habe mich noch mit Dr. Grimm unterhalten und dann wollte ich... Dr.

Ja, er hat promoviert in Jura und Philosophie.

Philosophie? Wird ja immer schlimmer.

Frau Tellbrück, Sie sind ja auch schon da. Ja, die war nie weg. Pass auf,

du gehst erst mal nach Hause und schläfst dich richtig aus.

Hier ist sowieso nicht viel los. Wir haben doch... Nichts haben wir.

Was haben wir?

Na ja, wir haben eine Leiche.

Am Hochstein.

Treibt in einem Teich.

Ich fahr mit Böhme.

Schonprogramm. Wann das gehen? Sie ist doch wieder voll im Dienst.

Das ist ja der Irrsinn.

Die dickt noch lange nicht wieder richtig.

Die hockt jeden Tag am Bett von ihrem beklopften Ehemann.

Aber wir können doch nicht um Sie herum ermitteln.

Selbstverständlich können wir das.

Alles zum neuen Fall läuft über mich.

Verstanden?

Putsch, Putsch.

Sie machen sich ja richtig Sorgen um die Frau Delbrück.

Kann keinem mit einem Knacks in meiner Nähe brauchen.

Wer hat den Toten aus dem Wasser gefrischt? Das war er.

Hol mir zu.

Gut.

Du musst es dir machen lassen, Gesine.

Komm, komm.

Hast du ihn gefunden?

Es war sie.

Ja? Um fünf nach sechs hat die Frau Schister uns gerufen, eine Touristin aus

Schweiz. Um zwanzig nach sechs sind wir hier gewesen, aber da hat die Zeugin

schon ihre ganze Verwandtschaft gerufen.

hat der Gast so bis nur ein paar Fußminuten entfernt.

Und der Sohn hat die Leiche aus dem Wasser gezogen.

Oh nein, ne?

Das ist doch ein Desaster.

Ich weiß nicht.

So, Sie gehen jetzt alle zurück in den Gasthof.

Die Kollegen werden Sie begleiten.

Und bitte halten Sie sich zu unserer Verfügung. Wir müssen Sie noch heute

befragen. Alle.

Wo ist denn diese Frau Pizza?

Sie sitzt gleich im Wagen da drüben.

Ich bin erwacht, so gegen fünf.

Und dann hatte ich so eine Ahnung.

Wissen Sie, wir sind verbunden.

Arnold Ulmertz und Sie waren also ein Paar? Ja, wir sind verbunden.

Dann habe ich mich gewundert.

Nein, das ist das falsche Wort.

Ich habe angegangen.

Weil er nicht mehr zurückgekommen ist.

In ihr Zimmer, im Gasthof?

Ja.

Und dann bin ich hinübergegangen in sein Reich.

Sie meinen seine Wohnung, im Gasthof?

Aber da war er auch nicht.

Alles gut, Obenzer.

Weitermachen, nicht aufhören.

Ja, und dann wusste ich plötzlich, dass etwas passiert sein muss.

Dann bin ich auf den Hof gegangen, da war sein Auto nicht da.

Und dann sind Sie in den Wald gegangen und haben ihn zufällig gefunden.

Dann bin ich auf die Straße und immer den Wagenspuren nach, bis zum Teich.

Und da habe ich den Wagen gesehen und dann ihn.

Du bist also nach dem einen Kilometer durch den Wald gerannt und hast sie dann

da im Tempel gefunden, richtig?

Warum tut er mich?

Warum nicht?

Ist der Mann befugt?

Beantworten Sie bitte die Frage.

Ja.

Und dann lag er da.

Im Wasser.

Und dann habe ich die Polizei angerufen.

Und dann habe ich den Sohn angerufen.

Und dann habe ich nicht mehr gekonnt.

Wie lange hatten Sie denn vor, in Gölz zu bleiben, bei Ihrem Freund?

Eine Woche.

Dann wollten wir weggehen.

Was? Wohin möchtest du weggehen? Von hier?

Bis ans Ende der Welt.

Und jetzt hat er die Welt verlassen.

Sie kannten Arnold Ulmützer.

Ich habe dir doch gesagt, ich kenne alle... Alle Dreckssäcke, ich weiß.

Ja, aber er war kein Dreckssack.

Also, natürlich war er ein Dreckssack, aber ein spezieller Dreckssack.

Der war in Ordnung.

So ein Drecksack.

Böse Auszeichnung.

Woher kannten Sie ihn denn?

Wir sind im selben Club.

Welcher Club hat Sie denn aufgenommen?

Der Club der toten Ehefrauen.

Unmützes Frau ist vor zehn Jahren gestorben.

Ich hucke da am Grab von Nadja, da begräbt er nebenan seine Frau.

Auch ein Unfall.

So haben wir uns kennengelernt.

Dann bin ich ein paar Mal in seinem Saftladen, was essen, ein bisschen

quatschen.

Wissen Sie etwas über seine Affäre mit dieser Schweizerin?

Nein.

Ich weiß nur, dass er die Seele des Gasthaus ist.

Seine Führungen durch Görlitz, die sind legendär.

Auch wenn fast alles aus stummen Analogen ist, was er erzählt, aber...

lieben ihn.

Ich kann hier alleine weitermachen.

Dann fahren wir zu diesem Gasthof.

Clemens?

Clemens?

Siemens. Siemens.

Halt dich jetzt zusammen.

Die Rotzimplizetten hören Sie hin, ja?

Wir werden Ihnen allen einzeln Fragen stellen. Ja, warten Sie bitte da drin.

Ich mache das.

Hören Sie auf damit.

Wo ist Ihr Mann? Kommt gleich.

Er ist ja mitgenommen.

Ich seh mich mal ein bisschen um, ja?

Ja, machen Sie nichts kaputt.

Köpfel weg.

Was? Wieso?

Spurensicherung.

Entschuldigen Sie die Unordnung hier. Man muss immer aufräumen. Vater war so.

Schöne Frau, deine Mutter.

Und jetzt der Vater.

Eine Ahnung, wer deinen Vater umgebracht hat?

Wir müssen den ganzen Kram hier mitnehmen.

Durchsehen. Okay.

Ah ja, ähm... Geh mal runter zu meiner Kollegin.

Die hat ein paar Fragen an dich.

Tut nicht weh.

Hamburgerin.

Sie sind seine Schwägerin?

Eher das Inventar des Hauses.

Das sehen die Gäste anders. Die nennen sie die Seele des Hauses.

Nein, die Seele des Verhandelns.

Wie lange arbeiten Sie hier schon im Gasthof bei Ihrem Schwager?

Mein ganzes Leben.

Meine Schwester hat hier als Zimmermädchen angefangen und dann hat

nachgeholt als Köchin.

Das war vor der Wende.

Und als Arnold Ihre Schwester geheiratet hat, da sind Sie geblieben.

Und als Ihre Schwester gestorben ist, da sind Sie auch geblieben.

Ich bin ein Bleiber.

Ein Steher.

Ein Stehenbleiber bin ich.

Frau Schwenk. Mich nennen hier alle Gesine.

Gesine.

Wissen Sie, wo er gestern Abend gegen 23 Uhr hin wollte?

Er fährt oft abends noch weg.

Nach Galles rein. Freunde besuchen in die Kneipe.

Zu seinen Freundinnen.

Hat er denn mehrere?

Ich glaube, er wüsste selbst nicht, wie viele es sind.

Frau Pfister hat gesagt, dass er mit ihr ein neues Leben anfangen wollte.

Ja, wenn er das gesagt hat, vielleicht hätte er nächste Woche was anderes

gesagt.

Das hätte ihr sicherlich nicht sehr gefallen.

Da müssen Sie Frau Pfister selbst fragen.

Können Sie uns Namen oder Adressen geben von Arnolds Freundin?

Da bin ich die Falsche.

Das mitnehmen.

Und irgendwie zu Böhme.

Haben Sie gestern Abend mitbekommen, dass Ihr Vater weggefahren ist?

Sie dachten also, er wäre in seiner Wohnung bis heute Morgen, als Frau

Sie angerufen hat?

Und hat sonst irgendjemand nach 22 Uhr den Gasthof verlassen?

Wir pflegen unsere Gäste nicht anzubinden und auch nicht zu beobachten.

Herr Clemens.

Wir waren bis nach Mitternacht hinten im Büro und haben die Abrechnung gemacht.

Und danach sind wir in unsere Wohnung hochgegangen. Die Gäste haben alle schon

geschlafen. Das sind ja größtenteils ältere Herrschaften.

Und Sie haben keine Vermutung, wer Ihrem Vater das angetan hat? Wieso fragen Sie

nicht Bastian?

Herr Clemens.

Verschwinde Ihre Scheißzeit!

Wer ist Bastian?

Mein großer Bruder.

Sein scheiß großer Bruder.

Aber wir haben nichts mit ihm zu tun. Also wir sind ja nicht mehr unterlebt.

Er hat schon vor zehn Jahren mit der Familie gebrochen.

Und Sie wissen auch nicht, wo wir ihn finden könnten.

In der Hölle.

Rutsch, genau da, wo Sie jetzt stehen, ist der Olmitzer niedergeschlagen

Ist das nicht ein toller Zufall?

Keine Sorge, ist schon gesichert.

Ziemlich umständlich mit dem Auto hierher fahren.

Warum ist er nicht zu Fuß gegangen?

Durch den Wald, wie ich gerade.

Vielleicht war er woanders verabredet.

Und erst auf der Straße ist er auf die Idee gekommen, zum Teich zu fahren.

Frauengeschichten. Das hat irgendwas mit deinen Frauengeschichten zu tun.

Aha.

Dein Schädel hat ein Loch.

Mit einem stumpfen, schweren Gegenstand.

Vermutlich eine Stange oder ein Knüppel oder so.

Drei, vier kräftige Schläge.

Aber ich nehme an, er hat noch gelebt, als er an den Teich gefallen ist.

Das wird die Obduktion. Wo ist der Knüppel?

Entweder der Mörder hat ihn mitgenommen oder der Taucher ist schon unterwegs.

Wenn du hier fertig bist, dann kommt der ganze Kram zu mir. Klar?

Zu Ihnen?

Ins Revier?

Ach, zu Ihnen?

Also ich weiß nicht, Butch. Du weißt.

Ich brauche mal deine Karre, Kollege.

Anklopfen wäre eine Idee.

Aber ich habe angeklopft.

Eigentlich sollten hier die Unterlagen für den Fall Ohlmützler liegen.

Das sind aber gar keine Unterlagen. Das ist ja das Problem.

Wollen Sie, dass ich das für Sie überprüfe?

Nicht nötig.

Lassen Sie sich mal helfen.

Sie sind ja Kriminalkommissarin und kein Laufbursche.

Sie aber auch nicht.

Ja, ja, was heißt das schon?

Dienststellenleiter.

Bei einem erstklassigen Orchester ist doch der Dirigent immer nur der, der ein

bisschen Wind macht.

Sonst geht es Ihnen gut?

Ja, mir geht es gut.

Ich bin wirklich sehr froh, dass Sie so schnell wieder an Bord sind.

Ein neuer Kapitän braucht einen erfahrenen Steuermann an seiner Seite.

Also, Steuerfrau.

Und Hauptkommissar Schulz, wo ist der gerade?

Keine Ahnung, also.

Keine Ahnung.

Wir haben einen neuen Mordfall.

Sollen wir einen Termin einsetzen, wann wir wieder Bericht erstatten?

Ach, das hat Zeit.

Machen Sie mal alles ganz in Ruhe.

Das habe ich in meiner alten Abteilung in Dresden schon so gehandelt.

Diebstahl, wissen Sie.

Lange Leine, gute Laune, sage ich immer.

Ich finde mal raus, wo die Ulmützer Sachen sind.

Ja, gut.

Marcel Ohlmütze?

Polizei!

Hallo, Paula.

Grazie.

Freundschaftsbesuch.

Soll ich dich Koran holen?

Seit wann wächst du Tonkas Gläser?

Besser als auf der Straße zu stehen.

Glaub mir, selbst die Straße ist ein besserer Ort als Tonkas Bar.

Hey, Butch.

Lange nicht gesehen.

Das letzte Mal habe ich dich durch die Fresse gehauen. Kann das sein?

Jetzt hab für mal ein richtig schönes, großes Glas Wasser, damit ich löschen

kann, falls der Wahnsinnige hier auf dumme Ideen kommt.

Wie geht's denn deiner hübschen Tochter in Berlin?

Weißt du, warum ich das hier mache?

Gibt meinen Händen was zu tun.

Das erfreut mein Auge.

Weißt du, was ich sehen würde, wenn ich das ja nicht mehr mache?

Ja.

Ein Stück Scheiße, das Kindern Crystal Meth verkauft.

Schau mal, was da mit meiner Hand passiert.

Da kann ich gar nichts dagegen machen.

Lass das dir raten.

Bastian Ohlmützer.

Kennst du den?

Wer soll das sein?

Der war hier.

Gestern vielleicht.

Vorgestern. Wie kommst du denn darauf, dass der hier war?

Die Streichhölzer da, die sind für alle Arschlöcher zum Spielen da.

Sogar für dich.

Und du?

Worum geht's denn?

Kleinigkeit, Mord.

Sein Vater wurde umgebracht.

Du sagst Bescheid, sobald er hier auftaucht.

Dr. Grimm?

Hörst du nicht?

Ein Abschiedsgeschenk von meinen Dresdner Kollegen.

Ein Formicarium.

In meinem Büro wird noch gemalert.

Aber hier ist es schön kühl und ruhig. Ideale Bedingung für eine Ameisenfarm.

Faszinierend.

Sieht alles so nach Chaos aus.

Und doch wird das Ganze wie von Zauberhand geordnet.

Weil jedes einzelne Tierchen genau weiß, was es zu tun hat.

Lauter kleine, winzige Experten.

Apropos Ordnung.

Sie wissen nicht zufällig, wo die Ohlmützersachen abgeblieben sind?

Sie sind sinnig.

Egal.

Ich sage immer...

Verliere, was verloren werden muss, um das zu finden, was gefunden werden muss.

Alles hat seine Zeit.

Probleme?

Keine Spur.

Was heißt das? Keine Spur Probleme oder keine Spur im Fall Rollmütze?

Ja, schon gut. Ich komme gleich rum. Ich muss nur noch was kontrollieren.

Ich kann das Büro nun mal nicht ausstehen.

Und jetzt, wo dieser Dresdner noch rumlungert, erst recht nicht.

Mach keine Überraschungen.

Überraschungen?

Wie bist du hier reingekommen?

Blöde Idiot.

Wie kommen Sie dazu, Ermittlungsunterlagen verschwinden zu

Bei mir verbindet nichts.

Nichts und niemand.

Leider.

Du bist nicht mein Chef, Butch.

Nein, bin ich nicht.

Also?

Ich bin der, der dich vor zwei Monaten im Wald gefunden hat.

Vollgepumpt mit Drogen. In deinem Brautkleid auf dem Bett.

Ich bin der, der deinen Ex -Mann auf dem Fußboden sein Blut gefunden hat. Mit

einer Stichwunde im Bauch.

Und du bist diejenige, die damit nicht klarkommt.

Egal, was die anderen sagen. Egal, was du selber sagst.

Also, ich mache die Arbeit, Viola.

Verstanden?

Aus den Unterlagen geht hervor, dass Arnold Ohlmütters Lebensversicherung

nächste Woche zuteilungsbreit gewesen wäre.

150 .000 für einen Lebensabend mit der Süßen aus der Schweiz.

Nicht schlecht.

Halt! Er wollte das Geld nicht für sich selbst, sondern für seinen Sohn Clemens

und den Gasthof.

Aber laut diesem Anschreiben von letzter Woche an die Versicherung wollte er den

Begrünstigten in letzter Sekunde noch ändern.

Ey, guck nach vorne.

Sag doch einfach, wer die Kohle kriegen sollte.

Moment, das steht... hier.

Ach, Bastian, der verlorene Sohn. Das würde der Familie für böses Blut gesorgt

haben, falls sie das überhaupt wussten.

Aber da fehlen ja leider ein paar Seiten.

Ja, die muss der andere Sohn rausgerissen haben, kurz bevor ich die

betreten habe.

Aber warum?

Weil die Bescheid wussten über die Absicht des Vaters.

Wahrscheinlich wissen die sogar, wo dieser Bastian steckt.

Hier bleib. Das ist unerhört. Halt!

Das ist unerhört.

Hier!

Hey,

hey, hey.

Geh in die Ecke.

Frau Pfister, Sie wollen doch nicht abreisen. Ich kann hier nicht bleiben.

Hier.

Abhauen will sie.

Natürlich können Sie den Gast so verlassen, aber ich muss Sie bitten, in

zu bleiben.

Sie sind eine wichtige Zeugin für uns.

Aber hier bleibe ich nicht mehr länger.

Wir können Ihnen gerne ein Zimmer in der Stadt besorgen.

Ja, genau. Im Gefängnis.

Wo ist denn Ihr Mann, Frau Ulmützer?

Er hat in Gölle zu tun.

Wussten Sie von der Lebensversicherung Ihres Schwiegervaters?

Ja.

150 .000 Euro.

Verteilungsreif in diesem Monat.

Und begünstigter war von Anfang an Ihr Mann.

Letzte Woche hat er einen anderen Begünstigten eingesetzt.

Und für Ihren Schwager, Bastian.

Den verlorenen Sohn.

Wussten Sie davon?

Nein.

Und Sie auch nicht?

Das ist doch ein Märchenstunder.

Dein Clemens wusste das.

Deshalb hat er hier aus dem Ordner die Bescheinigungen von der Versicherung

rausgerissen. Und erzähl mir nicht, dass ihr im Ehebett nicht darüber geredet

habt.

Nein?

Ganz ehrlich, davon weiß ich es nicht.

Warum sollte denn Arnold Buck dir so viel Geld überlassen?

Ein Gast hat ausgesagt, dass es einen lauten Streit gegeben hat am Tag vor dem

Mord. Worum ging es bei dem Streit? Um die Versicherung?

Um das Geld, das euch fehlt?

Allein Quatsch.

Aber nur das Übliche.

Väter und Söhne.

Schwachsinn. Wenn jemand sich meldet oder zurückkommt, dann machen Sie sich

bitte beide auf den Weg ans Kommissariat.

Und ich?

Zu dir kommen wir später.

Über den Aufenthaltsort von Bad St. Ulmützer können oder wollen Sie uns

noch nichts sagen?

Ich weiß nicht, wo er steckt.

Ich auch nicht.

Aber ich.

Ich habe nicht gelogen. Ich weiß nicht, wo er ist. Ich weiß nur, wo sein

Straßenkreuz steht.

Ich kann es einfach nicht. Du warst bei der Vernehmung gut aufgehoben. Die

Außentoren mache ich.

Hören Sie auf, mich zu bevormunden.

Warum lügst du die Polizei an, Katrin?

Ich?

Was war das denn?

Du glaubst, Clemens hat Arnold umgebracht.

Finale.

das wird bestimmt und es wird gekommen

der Bruder hat mich erst mal umarmen

Kriminalpolizei, keiner rührt sich.

Stehen bleiben, habe ich gesagt.

Warten wir noch auf Ihren Kollegen?

Nein.

Sie wussten also, dass Ihr Vater seine Lebensversicherung geändert hat?

Ja.

Der ist wachsig.

Da haben Katrin und ich ihn ja genannt.

Es war tabu, über ihn überhaupt zu reden.

Mein Vater wollte seinen Namen nicht mehr hören. Und dann schenkt der Alte

einfach das ganze Geld?

Wie ein Penner?

Und dann erzählt er mir das auch noch so euphorisch.

Er ist wieder da.

Ich werde die Familie wieder zusammenziehen.

Du scheiß Gerede.

Ich weiß, wie das klingt.

Dann habe ich blöderweise auch noch probiert, die geänderte Polizei vor ihm

verstecken, weil ich nicht wollte, dass sie das denken, was sie jetzt denken.

Blöd. Sehr blöd.

Du hast deinen Vater gehasst, stimmt's?

Ich habe ihn nicht umgebracht.

Wie oft ich den Satz schon gehört habe.

Aber Sie haben schon recht, mein Lieblingsvater war er nicht.

Lieblingsvater?

Gefällt mir.

Trotzdem bist du doch noch sein Lieblingssohn geworden.

Du bekommst eine Lebensversicherung.

Davon weiß ich nichts.

Geld interessiert mich nicht.

Gefällt Ihnen das Buch? Können Sie haben, kenne ich schon.

Ich auch.

Also, warum bist du zurückgekommen?

Ich brauche das.

Der Gasthof ist komplett verschuldet.

Die, die noch kommen, sind nur alte Stammgäste.

Die meisten kommen wegen Papa.

Wegen seiner Magical Mystery Führung. Da war er super. Das muss man ihm lassen.

Weil der Gasthof ihrer längst pleite bin.

Kathrin und Jürgen, die sich seit Jahren selbst ausbeuten würden.

Und ihre Tante Gesine.

Ja, wir und Gesine, aber die ist sein Arbeitspferd.

Papa, der...

Er war der Künstler.

Er tat sich gegen jede Idee.

Alles war zu modern.

In diesem Haus wohnt eine alte Seele, die Seele der Allmünsters.

Weiß ich, ich war da.

Wir haben diese Seele bekümpft.

Nicht Bastian.

Warum bist du zurückgekommen?

Ich habe gehört, dass der Alten den Gasthof verlassen will, um seiner neuen

Liebe ins Paradies abzuhauen.

Das wollte ich ihm vermiesen.

Woher hast du denn von seinem Abflug gewusst?

Ich dachte, du hast keinen Kontakt mehr zu deiner Familie.

Meine Tante wusste immer, wo ich bin.

Die ist in Ordnung.

Und wo hat dich dein Hippie -Leben zuletzt hingespült? Nach Bulgarien. Ich

eigentlich jeden Winter. Die Leute sind in Ordnung. Ist billig.

Also hat dir deine Tante einen Brief ins Schwarze Meer geschrieben?

Nein, eine E -Mail.

Schon mal von Gerlitz? Ja.

Und du nimmst die ganze Tour von Bulgarien nach Görlitz in deinem

auf, dich nur um deinem alten Herrn den süßen Lebensabend zu vermiesen.

Tja.

Er hat das späteste Glück einfach nicht verdient.

Stattdessen hat er verdient zu sterben.

Ich sag jetzt gar nichts mehr.

Sie haben ausgesagt, dass Sie mit Ihrer Frau in der Mordnacht... zwischen 22 und

1 Uhr noch Büroarbeit gemacht haben.

Das war gelogen.

Also, Katrin hat Büroarbeit gemacht, aber ich bin nach Görlitz gefahren.

Wann? Wenn Vater schon weg war. Ich habe mir gedacht, dass er Bastian treffen

will. Dass ich dabei sein muss.

Dass ich nicht die Hände in den Schoß legen kann, wenn es um unsere Zukunft

geht. Dann bin ich zu diesem Campingplatz gefahren.

Sie wussten, wo Bastian untergekommen war?

Woher? Von meinem Vater.

Und woher wusste der das?

Keine Ahnung.

Ich habe gewartet und gewartet.

Als ich müde war, bin ich heimgefahren.

Ich will gar nicht stören. Hier ist ein Fax für Herrn Schulz oder Sie.

Wieso vernehmen Sie mich eigentlich allein? Warum sprechen Sie nicht mit

Bruder?

Der Bruder wird auch vernommen.

Ich bin mir sicher, dass er das war.

Der Alte ist schuld an ihrem Tod.

Mutter war ihm lästig, weil sie krank war.

Daher der Hass.

Weil er deine Mutter schlecht behandelt hat.

Ich habe nichts mit dem Tod vom Alten zu tun. Sie können mich auch gerne

verhaften, wenn sie wollen. Egal.

Das ist mir zu mühsam. Da muss ich allen möglichen bürokratischen Kram

erledigen.

Außerdem glaube ich eh, dass es eine Frauengeschichte ist.

Du hältst dich zur Verfügung, oder?

Hey!

Wollen Sie mich denn gar nicht fragen, wo ich zur Tatzeit war?

Heutzutage scheint jeder zu wissen, was ein Bulle fragen muss. Und zwischen 22

und 1 Uhr?

War ich hier.

Hab gelesen.

Halt dich zur Verfügung.

Kennst du einen Goran Tonka?

Nee. Und in einem Scheißladen namens Dorado nie gewesen.

Vorgestern angekommen, hab noch ein Bier getrunken. Keine Ahnung, wie der Laden

heißt.

Hey!

Einfach mal reden.

Putsch, Sie sind ja doch hier.

Die Frau Derbe besucht Sie schon.

Ich habe dafür gesorgt, dass die KTU -Prints in Ihre Wohnung geschafft

Ja, schön.

Nein, ich gehe nicht nach Hause, falls Sie das fragen wollten.

Ich will mir die unnöre Künstlerfrau nehmen.

Warum denn?

Weil, kommen die einfach mit.

Was ist mit der Schweizerin? Sie haut ab.

Woher weißt du das? Ich habe eine Person angerufen. Sie ist nicht mehr auf ihrem

Zimmerkoffer, auch nicht.

Nach ihr wird gefahndet.

Gewerbsmäßiger Betrug. In diesem Fall, Heiratsschwinde.

Frauengeschichten, sag ich doch.

Entschuldigung.

Könnten Sie mir...

Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, wie viele Hände er hat? Ich?

Ich werde Sie verklagen.

Frau Pfister, oder soll ich lieber sagen Frau Denebier aus Paderborn?

Das ist ja lächerlich.

Hörst du uns lachen?

Sie werden polizeilich in der Schweiz gesucht.

Der Softwareunternehmer Rudbert Pfister hat Anzeige gegen Sie erstattet.

Ach, der Rudi.

Das regle ich schon wieder mit ihm.

Der Rudi hat sich von seiner Familie getrennt.

und sein ganzes Vermögen auf dich übertragen.

Und als er wieder auf sein Konto guckt, da war es leer und du warst weg.

Okay.

Also, ich war ein bisschen klamm.

Ich brauchte Geld für meine kranke Mutter.

Dabei ist sie doch schon vor vier Jahren gestorben.

Und als er Rudi ausgequetscht war, dann hast du dich an den hohen Mützer aus

Görlitz rangewandert, den du dir schon lange warm gehalten hast.

Ich muss doch sehr bitten, ja?

Angewandt.

Die Männer lieben mich.

Die wanzen sich an mich ran.

Vielen,

vielen Dank. Sie sind ein ganz besonderer Mensch.

Kann ich sonst noch irgendwas für Sie tun?

Nein, danke.

Ach, vielleicht den Fuß massieren.

Ich glaube, da hat es einen Krampf.

Abflug.

Wenn hier jemand Knöchel massiert, dann ich. Wagen Sie es bloß nicht, meinen Fuß

anzufassen. Ich töre Ihre Trötelein nur ungern, aber haben Sie gestern Nacht

Arnold Ohlmützer niedergeschlagen und ertrinkt?

Nein.

Aber ich habe doch die Polizei gerufen.

Du kennst eben alle Tricks.

Warum sollte ich?

Weil Sie auf die Summe der Lebensversicherung gehofft hatten.

Es hat sicher sehr lange gedauert, ihn zu bearbeiten, bis er die Police ändert.

Wenn du Ohlmützer erst mal ganz um deinen schönen Finger gewickelt hättest.

Dann wäre seine Kohle ruckzucklos geworden.

Ohne Weltreise. Und tatsächlich hat es ihr sogar geändert.

Nur dann haben sie erfahren, dass die 150 .000 seinem zweiten Sohn

Da warst du schlecht gelaunt und hast ihm den Schädel eingeschlagen.

Das ist Mord.

Und ein Motiv.

Sie machen einen Fehler.

Ich bin keine Mörderin.

Cassie? Cassie?

Ähm, kriegen Sie den Rest um mich hin?

Ich habe doch gesagt, alles von mir nach Hause. Ja, ich wollte ja gerade... Die

Kette hier, die war auch im Teich, ja? Ja, mit all diesem Kram.

Aber leider nichts, was auf die Frau Dünnebier hinweist oder ihrer Aussage

widerspricht.

Sonst noch was?

Nur dieser Kramstückel.

Und das ist definitiv... Hat er

das selbst gezeichnet?

Ja.

Das sind die Spuren, die bei den Schlägen entstanden sind. Wir suchen

einem Gegenstand, der solche Muster hinterlässt.

Möchten Sie Frau Delbrück?

Stark. Ganz stark. Ich bin so stolz auf euch.

An einem Tag.

Die Mörderin in Untersuchungshaft.

Ganz tolle Arbeit.

Eine Heiratsschwenderin.

Das ist doch nicht zu fassen.

Das ist noch nicht so ganz in Sack und Tüten. Ein Mordsmordmotiv.

Geldgier? Kein Alibi?

Die Gelegenheit? Alles passt?

Becunia est nervos belli.

Ja, das ist ja richtig, Herr Dr. Grimm. Aber leider haben wir die Tatwaffe

nicht.

Vernichtet?

Oder entsorgt?

Entsorgt. Also es passt ja.

Die Frau ist ja mit allen Wassern gewachsen.

Du kommst ja noch mal zu mir.

Aber jetzt zu Hause.

Du leider nicht.

Wir können auf die Idee kommen, dir liegt noch was in deinem Drecksack.

Ich glaube, wir haben mit der Schweizerin nicht die richtige.

Das glaube ich auch.

Gehen wir die Sache nochmal durch.

Hast du es immer noch nicht kapiert?

Du musst nach Hause, Mensch.

Das nächste Mal geht der Schuss los.

Wenn ich nach Hause gehe, wartet er da.

Ich komme ja hier, um zu sehen, dass er nicht aufwacht.

Nie wieder.

Wenn die Ärzte kommen und mir sagen, ihr Mann wird wieder aufwachen, dann...

Wir hatten keinen Zeitort gemacht, also dachte ich, ich komme rein.

Äh?

Ich dachte, Sie sollten nicht.

Nicht denken, Böhmer. Reinkommen.

Ich bin's.

Das ist die Gesine.

Das ist so schön, dich wiederzusehen.

Ich freue mich auch, dich zu sehen.

Du bist ja die Einzige, über die man sich in dieser Scheiße befreuen kann.

Sag doch nicht sowas.

Die Leonore hat Arnold umgebracht.

Die Polizei hat sie heute verhaftet.

Ich freue mich so, dich zu sehen.

Mensch, Basti.

Komm mal rein.

Irgendetwas muss in dieser Familie passiert sein, das alles in Bewegung

hat.

Der alte Olmitzer hat mit seiner geplanten Abreise ins Seniorenparadies

verprellt. Das ist passiert.

Warum hat Basti an seine Familie vor zehn Jahren verlassen?

Damals ist Helene Olmitzer, also seine Mutter, bei einem Anfall in der

ertrunken. Sie lebt an Epilepsie.

Ja gut, aber Trauer kann ja auch zusammenspeisen. Er hat seinen Vater, er

seinen Bruder, er hat seine Tante.

Trotzdem geht er und erhält nur zu Gesine Kontakt.

Was dann? Gibt seinem Vater die Schuld am Tod seiner Mutter?

Der ist aus Hass zurückgekommen.

Hat seinem Alten nicht gegönnt, dass der mit seiner Geliebten in die Abendsonne

reitet.

Hat jetzt ein halbes Gefühl.

Gier ist kalt.

Das ist auf jeden Fall keine kaltblütige Tat.

Jemand durstig?

Und wenn... Wenn was?

Wenn Bastian auch tot wäre.

Ich meine, was wäre denn da mit dem Geld?

Dann müsste das doch deine Hälfte erbe kriegen, oder nicht?

Das ist doch nicht dein Ernst, oder?

Das ist doch nicht unschuldig.

Bist du schon so weit gegangen?

Du denkst nicht, dass du mich beschuldigt hast? Nicht jetzt.

So. Der

enttäuschte,

verletzte Sohn.

Er war nachts draußen, hat seinen Vater getroffen, wurde ihm gefolgt, hat ihn

zur Rede gestellt, der bleibt stur, zack, eins auf die Rügel, aus die Maus.

Er kann es aber auch mit seiner Frau zusammen gemacht haben.

Sie sitzt nämlich mit ihm in einem Boot.

Was ist mit der Tante?

Was? Mit der Tante. Gesine.

Welches Motiv?

Geld.

Für sie ist doch der Gasthofs ein und alles.

Und wenn jetzt der Bastian die dringend benötigten 150 .000 Euro bekommt, dann

war's das doch mit dem Gasthof, oder?

Geh nicht wieder weg, bitte.

Was soll ich denn?

Als ich zurückgekommen bin, da... Da wollte ich, dass er bestraft wird.

Der Alte.

Für das, was der Mutter angetan hat.

Und dir.

Allen.

Helmi.

Meine Feigheit.

Doch auf damit, Ball. Du bist nicht feige.

Du bist doch nicht schuld.

Du bist kein Mörder.

Vielleicht hat das eine höhere Bedeutung.

Dass der Arnold jetzt nicht mehr da ist.

Komm zurück in die Familie.

Übernimm die Verantwortung.

Ich weiß, wie das ist, wenn man im Zorn weggeht.

Ich bin ja selber nach der Grenzwerschnung vor zwei Jahren weg

Aber ich bin zurück.

Du zurückkommst und den Gasthof übernimmst.

Wollte die Familie wieder vereint sehen.

Geh nicht noch mal weg, bitte.

Diese Kette, wem gehört die?

Seiner Frau.

Und wie ist sie in den Teich gekommen?

Sie hatte sie bei sich. Sie war aus der Tasche gefallen, als er ertränkt wurde.

Hat sie geliebt.

Und wenn man liebt, dann trägt man bei sich.

Ist das Helene Ohlmütze?

Ja. Wir müssen mehr über den Tod dieser Frau erfahren.

Haben Sie was, Böhme?

Nö, also nichts weiteres Neues zum Tod der Mutter. Aber dafür noch eine

Vorladung für den Sohn, Bastian Ohlmütze.

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Ist aber alt.

Da muss er gerade 15 gewesen sein oder so.

Jugendzünden.

Ah, der wurde nicht alleine vorgeladen. Ist das nicht Ihr spezieller Freund

Tonka? Ja.

Also, offenbar ein Jugendfreund von Bastian Ohlmütze, aber mit unserem Fall

das nichts zu tun.

Doch, doch, doch, doch.

Ich weiß, dass Bastian nach seiner Ankunft in Tonkas Bar war.

Ich dachte, es ist ein Zufall, er wollte nur ein Bier trinken oder so.

Aber es gibt eben keine Zufälle.

Ah, das ist nichts Böhmendes.

Erkläre ich dir später, ja? Das dürfen Sie nicht.

Das dürfen Sie nicht.

Sie lagern die Atemstoffe. Woher?

Böhme, beruhige dich. Nein, ich beruhige mich nicht.

Ich will nichts damit zu tun haben.

Woher? Herr Böhme, es gibt dafür eine Erklärung.

Hotelbrück?

Sie haben davon gewusst?

Oh nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.

Ermittlungen zu Hause führen? In Ordnung. Die neuen Chefbedingungen?

ich auch.

Aber jetzt finde ich ein hartes Drogendepot.

Und woher soll ich nicht glauben, dass sie die Drogen nicht selber verticken,

Butch? Ach komm, ihr seid doch kein Scheiß, Böhme! Nee!

Ich gehe!

Mann!

Böhme!

Böhme!

Mann, sehen Sie endlich zu, dass Sie dieses Zeug loswerden.

Was haben Sie vor?

Das.

Keine Zufälle.

Sie wollen für diesen Tonk ab. Jetzt, ja? Der ist fällig, ja. Nee, Sie fahren

nirgends hin. Hör zu, Cassie. Der Kerl verkauft seit Jahren diese Scheiße hier

an Kinder. Das mitten in Görlitz. Ich habe ihm nie was beweisen können.

Ich habe immer nur seine kleinen Kunden erwischt, aber jetzt reicht's. Jetzt

kriegt er den ganzen Dreck zurück, den ich konfisziert habe, und dann nehme ich

ihn hoch.

Unser Fall.

Heißt Ohlmützer. Ja, da steckt der Kerl auch mit drin, wie wir jetzt. Und

deshalb fahren wir da nicht, um dem irgendwelche falschen Beweise

Wir? Ja, wir.

Glauben Sie, ich lasse ihn mit den Taschen voller Crystal hier durch die

fahren. Die Nummer ist nichts für dich. Du bist noch viel zu wackelig. Ja, und

Sie haben getrunken.

Du aber auch.

Einen Tropfen.

Auf Wiedersehen.

So, Bulle.

Butch war doch schon heute Morgen da.

Dieser Mann war gestern Abend hier. Und ihr Chef kennt ihn recht gut.

War Tonka das?

Goran und er sind alte Freunde mehr nicht.

Kinder waren die.

Haben früher Wettrennen im Opus gemacht.

Hat Goran erzählt.

Okay, die haben sich gestern hier getroffen und sich unterhalten. Worüber?

Er wollte Goran dazu überreden, seinem Alten eine Abreibung zu verpassen.

Aber das war doch nur Gequatsche, die waren betrunken.

Was für eine Abreibung?

Keine Ahnung.

Aber er scheint seinen Vater richtig zu haben.

Bitte geben Sie genau wieder, was zwischen diesem Mann und Ihrem Chef

wurde. Sollte Arnold Ohlmützer erschreckt werden oder verprügelt? Ich

alles gesagt. Ich weiß nichts mehr.

Hey,

lassen Sie sie los. Hey, Tonka, weg von der Frau.

Scheiße.

Alle bleiben jetzt auf ihren Plätzen. Und ihr beide, ihr seid jetzt mal ganz

ruhig, ja?

Bleibt alle schön auf euren Plätzen.

Die Kollegen sind schon unterwegs und werden sich gleich schön mit euch

unterhalten.

Seid halt!

Mann, die Lage war unter Kontrolle.

Kennst du mich?

Verstärkung. Raus in der Straße, statt auszulassen. Fahrt aufs Motorrad.

Halt dich nicht!

Hände hoch!

Habt ihr es gemacht?

Habt ihr es gemacht? Halt die Klappe, Tonka.

Wo waren Sie vorgestern Nacht zwischen 22 und 1 Uhr?

Das ist die Tatzeit, ja?

An dem Tag bin ich früher als sonst nach Hause gegangen, hab meinen

schönsten Anzug eingepackt und bin zu meiner Mutter nach Bautzen gefahren.

Sie waren bei Ihrer Mutter?

Ja, bei Mutti.

In Bautzen.

Von 8 Uhr abends bis morgens um 10.

Mutti ist 60 geworden und hatte 100 Gäste.

Wir überprüfen das Alibi natürlich.

Ja? Wenn Sie so ein guter Freund von Bastian sind, dann kannten Sie doch auch

seine Mutter.

Naja, mal gesehen.

Die war ja ziemlich krank.

Impt und Hirnschaden. Und dann ist sie beim Baden ertrunken oder so.

Hat ihm Bastian irgendetwas von den Umständen dieses Unfalls erzählt?

Na klar, das war's ja.

Er glaubt, der Alte hat seine Mutter ertränkt, um sämtlich loszuwerden.

Deshalb hat er den Alten ja so gehasst.

Mach schon den Dunkel los, Butch.

Mach ich. Auf den Weg.

Ich fahr dich neben mir gar nach Hause.

Was ist denn hier los?

Ach, und stell dir vor, die haben einen Haufen Crystal Meth gefunden.

Das kann nicht sein. Ich habe nie was im Laden.

Jetzt schon.

Das sind deine Drogen.

Glaub's mir.

Ruhepann und Kartonka, wollen Sie bitte aussteigen und mit uns kommen?

Na?

Hast du den Kollegen das Zeug gegeben?

Ja.

Gut gemacht.

Und was habe ich jetzt daran?

Keine Prügel mehr.

Dr. Grimm?

Man hat mir gesagt, Sie haben heute Morgen nach mir gefragt?

Ja.

Ich hoffe, es ist alles in Ordnung?

Ja, ich wollte... Geht es um meine Tiere?

Sie können ruhig sagen, wenn Sie sich stören.

Kommt her.

Freunde.

Füttern.

Genau das wollte ich sagen.

Dass die Armeiden gefüttert werden müssen.

Ruhig.

Ich kenne mich noch nicht aus.

Ganz ruhig, Herr Böhme.

Sie tun von mir erst genug.

Kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben.

Herr Wiener hat erzählt, er will also wieder satt werden.

Verzeihung. Ich habe mich gestern wohl blöd benommen.

Ich vertrage ja auch nicht so viel Alkohol.

Sie sind Geschichteböse.

Was haben Sie damit gemacht?

Ich sage mal so, die haben noch einen guten Zweck erfüllt und werden keinen

Schaden mehr anrichten. Reicht das?

Arnold Fee ist nicht Helene, sondern Gesine. Und diese Frau hier ist auch

Helene.

Was ist das für ein Quatsch? Die gilt doch. Muss doch die Mutter von Bastian

sein.

Wieso willst du das tun?

Euer Vater hat die Versöhnung gewollt.

Der Hof für Clemens und das Geld für Bastian.

Ihr gehört zusammen.

Clemens, der Hof braucht das Geld und ihr braucht einander.

Ich hab dich gefragt.

Wieso willst du bleiben?

Irgendjemand muss doch die Geschichten vom Alten erzählen.

Ich kann das.

Zum Geschäft hältst du dich raus.

Geschäft interessiert mich nicht.

Jetzt kriegt sie einen neuen Geschichtenerzähler.

Was machen wir dazu?

Wir gehen ins Geschäft und du in die Führung.

Darauf wird mir Angst los und ich hole was zu trinken.

Wo ist Gesine?

Die ist in der Küche.

Soll ich die holen?

Ich mach das.

Gibt es neue Erkenntnisse?

Ja.

Darf ich die mal sehen?

Klar.

Der ist von unserem Alten. Hat er immer dabei gehabt.

Schönes Stück.

Besonders interessant ist das Muster hier.

Das ist dasselbe Muster wie ein tödlicher Kopfhunde Ihres Vaters.

Woher haben Sie den?

Als wir den Vater aus dem See gezogen haben, war der Stock nicht da.

Wenn keiner von Ihnen beiden den zuletzt hatte, dann bleibt nur eine Person

übrig.

Geriet!

Sie müssen bitten, unsere Tante hat unseren Vater immer geliebt.

Ja, das ist...

Das hat sie.

Länger als sie denken.

Das glaube ich nicht.

Das können Sie auch nicht verstehen.

Weil Sie nicht wissen können, dass Gesini Ihren Vater geliebt hat, seit sie

30 Jahren hier angefangen hat.

Und weil Sie nicht wissen, dass er eine Affäre mit ihr hatte, bevor er Helene

heiratete. Was?

Papa und Tante Gesine ist doch... Tante Gesine für Sie, ja. Aber nicht für Sie.

Sie hat ein Kind von ihm bekommen.

Und... als sie dann in den Westen ist, da hat sie...

bei Arnold gelassen.

Was denn für ein Kind?

Dieses Kind, das sind Sie.

Und diese Frau, das ist nicht Helene, das ist Gesine.

Gesine ist deine Mutter?

Ja? Nicht weg.

Ich glaube, die hat ein Messer.

Zum Teil, ich bin ziemlich sicher. Okay, wir kommen.

Christine!

Christine!

Gesine.

Gesine, Mensch.

Wenn du näher kommst, dann geht das hier ganz schnell.

Komm, nimm das Messer runter. Mach keinen Scheiß.

Ich hab... Ich hab ihn angepflegt, dass er hierbleiben soll.

Jetzt, wo unser Sohn wieder da ist.

Ich... Ich hab ihm doch alles gegeben.

Nimm das Messer weg.

Ich hab ihn von Helene befreit. Das hab ich doch alles für ihn gemacht.

Du hast deine Schwester sterben lassen.

Das habe ich für ihn gemacht, für uns, für die Familie.

Aber er wollte trotzdem weggehen, wie immer. Das konnte ich doch nicht

Christina.

Frau Delbrück?

Frau Delbrück?

Haben Sie gehört, was ich gesagt habe?

Es gibt eine gute Chance, dass er aus dem Koma erwacht.

Ihr Mann wird leben, Frau Delbrück.

Amen.

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