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* Düstere Musik *
"Wie ist das mit dem Ende,
dem Ende eines Lebens?
Wenn man zurückblickt,
gibt es da diesen einen ersten Moment...
der Schwäche,
des Schmerzes,
der Resignation?"
Und jetzt?
Du erschießt mich, und niemand wird dir jemals glauben.
Oder ich erschieße dich und vergesse.
Oder wir sterben gemeinsam.
"Oder ist es nicht immer schon der erste Atemzug,
mit dem das Ende...
seinen Anfang nimmt?"
* Schwermütige Streichmusik *
* Schuss *
Warum lachst du? Ich glaub's nicht.
Du willst mit einem Esel
durch die Fränkische Schweiz wandern?
Du überraschst mich. Ja. Das ist gut.
Das ist gut, ja. Und was ist das jetzt?
Ist das jetzt ein Angebot oder...
Ach so. Nein, nein, es ist nur,
meine Jüngste wünschte sich so einen Urlaub.
Ach so. Vater und Tochter, das ist doch schön.
* Handy klingelt. * Oh, entsch...
Ja, Lucas.
"KvD hier. Es gibt eine Leiche." Ja.
"Zivilstreife wartet unten. Der Kollege heißt Truss.
Er weiß, wohin." Ja, ja. Gut, gut.
Komme. Danke.
Das Missverständnis tut mir leid. Entschuldigung, ein Fall.
Und gute Reise.
Hallo. Truss, Hauptkommissar.
Lucas. Wolfram.
Wolfram Truss. Fahren wir?
Ja.
Fitz, wir haben einen Fall.
Ja, der Restsonntag ist im Eimer.
Ich bin schon unterwegs. Ich schicke die Adresse. Danke.
Mai 2002.
Bitte?
Wir haben was gemeinsam. Ah ja?
Wochenendseminar "Profiling".
München, Mai 2002.
Der Profiler aus Boston. Ja... Fast. Washington.
Oh Gott, hat sich aufgeführt wie der große Zampano.
Sie haben ihm Kontra gegeben.
Der hat die Rechte der Täter ignoriert.
Hat mir sehr imponiert, also Sie. Wie Sie ihn eingenordet haben.
Wir waren damals in einem Team bei einer der Fallstudien. Oh.
Sie erinnern sich nicht an mich. Also ehrlich...
Das ist schon okay. Ich bin einer von den Unsichtbaren.
Was ab und zu im Leben ganz hilfreich sein kann.
Warum sind wir uns hier nie begegnet?
War die letzten Jahre beim KDD, als Springer, mal hier, mal da.
Danke fürs Bringen. Gern. Ich warte hier noch etwas.
Hallo.
Und? Schon was bekannt? Grade erst angekommen.
Hallo. Also, was wissen wir?
Männlich, und das Ganze ist 'ne Wachsleiche.
Schon länger tot. Nicht verwest?
Man hat sie wohl ausgebuddelt und hergebracht.
Wer hat sie gefunden? Anruf in der Zentrale, anonym.
Wie lange ist sie schon tot? Das wissen wir nach der Obduktion.
Zwei bis 2,5 Jahre, schätze ich. Irgendwelche Anzeichen? Identität?
Er hat 'ne Kette um, silbern, arabische Schriftzeichen.
Sie müssen das nicht... Schon gut.
* Angespannte Musik *
* Kamera klickt. *
Ich brauche die DNA. Ja, hier ist Fitz.
Um an die Identität zu kommen. Das ist der Super-GAU.
Totale Scheiße.
Sieht aus, als sei sein Genick gebrochen.
Todesursache? Morgen weiß ich mehr.
* Spannende Musik * Hallo.
Hallo! Kommen Sie doch mal!
Vielleicht ein Zeuge.
Genau. Ja. Danke.
Ich brauche den anonymen Anruf. Gut. Danke.
Gibt's was Neues?
Wegen Ihres Telefonats. Ach so, das war privat.
Meine Eltern wollen sich trennen. Mit 71. Super-GAU.
Wer ist er? Kommissar Truss, alter Bekannter.
Hier, das geht uns doch eigentlich nichts an.
'ne ausgebuddelte Leiche.
Schauen wir mal. Sie machen das hier.
Willst du zurück ins Büro?
Entschuldige, wir haben uns geduzt damals.
Seltsamer Ort, nicht? Seltsamer Fall.
Gräbt jemand 'ne Leiche aus, legt sie ab.
Ich... Darf ich mal sehen?
Mhm.
Ein Tuch um den Kopf. Ist doch bemerkenswert.
"Allahu akbar".
Steht auf dem Medaillon an der Kette.
"Gott ist groß." Sie können arabisch?
Wie gesagt, mal hier, mal da.
Ich war viel unterwegs in den letzten Jahren.
* Düstere Musik *
Was hat er gesagt? Wer?
Mein Kollege, am Telefon. Was hat er gesagt?
Sie gingen unauffällig in seine Nähe und hörten mit.
Du. Ja, du, ja.
Also was hat er gesagt?
Irgendwas mit Super-GAU.
Dass du das mitgekriegt hast.
Waren wir ein gutes Team? Ja, schon. Ich schick dir ein Foto.
Wir hatten 'nen Serienkiller-Fall und sollten mittels der Tatortfotos
Täter bestimmen.
Wie beim Zodiac-Killer. Botschaften an die Ermittler.
Ja, ja, ja. Gott, das hab ich fast alles schon vergessen.
Hängt das mit deinem Mann zusammen? Das war damals ziemlich schwierig.
Stimmt.
Er ist kurz darauf gestorben. Das tut mir leid.
Botschaften an die Ermittler.
Die Leiche ausgebuddelt, da so hingelegt.
Könnte auch eine Botschaft sein. Könnte sein.
* Düstere, arabisch anmutende Musik *
Warst du hier drin? - Es kann kalt werden heute Nacht.
Ich kann dir was zum essen bringen.
* Schwermütige arabische Musik *
* Handysignal *
* Arabische Musik *
(Mann, mit Akzent) "Da liegt Toter. Autobahnkreuz Nürnberg-Ost.
Einer von Tausende Tote."
Herrgott, meld dich endlich! Ich brauch 'ne Antwort.
* Schwermütige arabische Musik *
"Allahu akbar!"
* Traurige arabische Musik *
Auf keinem Friedhof für Muslime wurde ein Grab geöffnet.
Ich lasse die anderen überprüfen. Gut. Und der anonyme Anruf?
Läuft schon. "Was?"
Spezialisten checken die Stimme. Ob Mann, Frau, Alter, Herkunft.
Und ob die Wortwahl echt ist. Oder nachgeahmt, klar.
Fitz ist auf dem Weg zu Ihnen. Ja, er ist schon da. Danke.
Morgen. Morgen.
Der unbekannte Anrufer... Hab ich mir angehört.
"Tausende Tote", seltsam.
Stimme, Wortwahl: Migrationshintergrund.
Und die Halskette. Eben, muslimisches Umfeld.
Nein. Die Totenruhe im Islam ist absolut.
Mal sehen, was der Doc sagt.
Neben dem Genickbruch gibt es weitere Knochenbrüche.
Brustkorb, Hüfte, Beine, Arme.
Sturz aus großer Höhe? Wahrscheinlich.
Oder ein Unfall. Da wären noch innere Organe intakt.
Nein, Aufprall auf eine ebene Fläche.
Offenbar Suizid. Nicht unser Fall.
Wie lange ist das her? Mindestens die 2,5 Jahre.
Er war dann in lehmiger Umgebung begraben.
Und die DNA? Das dauert noch.
Aber ich hab das hier.
Er hatte 'ne Schussverletzung, zeitnah zum Tod.
Linkes Knie zertrümmert. 9 x 19 mm.
Polizeikaliber. Ja. Wurde von hinten angeschossen.
Er floh. Das wäre eine Erklärung. Vor wem? Der Polizei?
Ja. Nicht nur wir haben das Kaliber.
Ein Bandenkrieg, Racheakt, Drogen? Es ist Jahre her.
Aber jetzt wurde er ausgebuddelt. Warum befassen wir uns damit?
Es könnte Mord sein. Ich will Gewissheit haben.
Sie gehen mit einem Phantombild in die muslimische Gemeinde.
Das ist komplett... ... sinnvoll, ganz genau.
Wir brauchen die Identität des Toten. Danke.
Ja? (Truss) "Ich muss dir was zeigen.
Ich hole dich in zehn Minuten ab."
Ich check muslimische Treffpunkte. Was, wenn sich jemand erinnert?
Nee, Moment, ich lüge keine Kollegen an.
Lügen? Sie geben nur klassifizierte Informationen nicht weiter.
So wie es sich für anständige Beamte gehört, ja?
"Ist das so?"
Ja, das ist so. Fein. Wir verhindern den Super-GAU.
* Düstere Musik *
Und wo fahren wir hin? Nach Langwasser.
Da gab's angeblich einen Toten. Vor 2,5 Jahren, 20. Dezember.
Bei einem der Hochhäuser da. Die Frau da hat den Toten gemeldet.
Vom Dach gefallen, sagte sie bei dem Anruf.
Aber als die Kollegen hinkamen, war kein Toter da.
Die Frau sprach von einem Irrtum. Sie war aber auch alkoholisiert.
Du denkst, das hat was mit unserem Toten zu tun? Ja.
Ich kenne den Leichen-Doc.
Er hat mir das mit dem Sturz aus großer Höhe heute früh gesagt.
Da hab ich am Computer gesucht und das da gefunden.
Es gab zwar noch andere Abstürze... Unfälle und Suizide, ich weiß.
Du hast auch gesucht?
Drei Frauen, zwei Männer. Ein Teenie.
Ja. Und alle deutlich älter oder jünger und beerdigt.
Und eben das da.
Ich finde diese Wachsleiche, die wir fanden, ziemlich mysteriös,
und den Fall von damals auch.
Du hast grade nichts zu tun, oder? Nö.
Und du hast einen spannenden Fall. Da dachte ich, ich kann profilen.
Oder profilieren? Sollte ich das noch müssen?
Das heißt, du bist im Moment keinem Dezernat zugeordnet?
Wie gesagt, dem KDD. Ich gehe da in ein paar Wochen.
Ruhestand? Ruhiger als mein Ruhestand,
das geht gar nicht.
Alles klar.
Also danke.
Die Kollegen von damals sagen,
sie haben die Personalien der Frau aufgenommen und gingen dann.
Es gab keinen Toten. Und die Zeugin war betrunken.
Es gab keine weiteren Befragungen. Hier redet keiner mit der Polizei.
Trotzdem.
War vielleicht ein Fehler.
* Sie klingelt. *
Guten Tag. Kripo Nürnberg.
Lucas. Truss.
Wir würden gern mit Ihnen reden. Ich aber nicht mit Ihnen.
Es geht um den 20. Dezember vor zwei Jahren.
Bitte, wir haben nur ein paar Fragen.
Dürfen wir kurz reinkommen? - (leise) Nein.
Kennen Sie diesen Mann?
Sie müssten schon hinsehen.
Sie kennt ihn. Ja.
* Er klopft. * Frau Henlein.
Wer ist dieser Mann, bitte? Sie würden uns sehr helfen.
(schrill) Nein! - Uh...
Wir glauben Ihnen,
dass Sie damals in der Nacht einen Toten gesehen haben.
Warum glauben Sie, da war ein Toter? Ich hatte mich geirrt.
Sie hatten sicher einen Grund, die Polizei zu rufen.
Vielleicht war ich ja einsam. Sind Sie immer noch.
Wer ist das nicht? - Ja, ja. Wir sind in der Mehrheit.
Ist das der Tote von damals?
Sie kannten ihn.
Gut?
Nicht gut genug. Das heißt?
Was es immer heißt. Die Typen lügen, ich glaub ihnen.
Sie machen mich unglücklich, ich glaub ihnen immer noch.
Sie hatten eine Beziehung. Das hatte ich geglaubt, ja.
* Mann flüstert. *
Ist alles okay?
* Arabisch *
(Henlein) "Er wollte mich seiner Familie vorstellen."
Was ist los, mein Schatz?
"Ich dachte, er meint es ernst."
Alles gut? Ich mach mir Sorgen. Rede mit mir bitte.
Kennen Sie seinen Namen?
Er nannte sich Mohammad.
Aber ich glaub, das...
war auch gelogen.
Was ist damals passiert in der Nacht zum 20. Dezember?
Die Polizei kam. Nach Ihrem Anruf dort.
Nein, vorher.
Ich verstehe nicht. Ein Polizist kam.
* Unverständlich *
Er wollte Mohammad verhaften.
* Es klingelt. * "Und dann ist er weggerannt."
Und dann lag er da.
Lasst mich! Gottverfluchte Scheiße!
Ist er vom Dach gestürzt? Ich weiß nicht.
Haben Sie Schüsse gehört? Ich wollte runter.
"Aber die wollten mich nicht zu ihm lassen."
Du blödes Arschloch! Wie ist dein Name?
Dann hat er mir gedroht.
Gib mir deinen Ausweis! Ich will deinen Ausweis sehen!
Ich hätte einem Mörder geholfen.
Dass ich in den Knast komme, dass mir keiner glaubt.
Sie nahmen ihn mit, in einem Sack.
Nee, nee!
Dann hab ich weiter getrunken,
und dann kam die Streife.
Und ich hab gelogen.
Dass ich mich geirrt hab. Ich hatte 'ne Scheißangst.
Wieso Mörder?
Ich weiß es nicht.
Erinnern Sie sich an die Beamten? Gesichter? Namen?
Ich wollte nur vergessen. Das geht gut mit Wodka.
Hallo, ich bin Gudrun...
und seit 237 Tagen trocken...
und seit 872 allein.
Ein Mörder.
Mit einer Kugel im Knie. Verfolgungsjagd aufs Dach.
"Stehen bleiben." Er bleibt nicht stehen.
"Stehen bleiben, oder ich schieße." Er hört nicht.
Er kriegt 'ne Kugel ins Bein, stürzt über die Brüstung, psch...
Na. Ja.
Vielleicht.
Aber warum verschwindet die Leiche
und taucht jetzt wieder auf?
Frida, überprüfen Sie alle Morde von vor 2,5 bis vor drei Jahren.
Organisieren Sie eine Befragung für die Kirchhoffstraße.
In der Gegend... ... redet man ungern mit uns, ja.
Okay, ist notiert.
Gibt die DNA des Toten. Der Abgleich läuft.
Und die KTU soll überprüfen, welche Waffe zum Projektil gehört.
Aus dem Bein des Toten.
Sie haben die DNA. Zum Abgleich.
Ja.
Wir waren ein ziemlich gutes Team damals.
Ein sehr gutes sogar.
Warum buddelt den jemand aus? Was ist das für 'ne Botschaft?
Vielleicht will er Gerechtigkeit. Ja.
Den Fall wieder neu aufrollen.
Aber sie steckt nicht dahinter?
Die Einschüchterung hat zu lange funktioniert.
Wenn sie die Wahrheit sagt. Du glaubst ihr?
Warum hätten sich die Kollegen so verhalten sollen?
Wir brauchen die Identität des Toten. Yep.
Sind wir nicht zu alt für "yep"?
Sind wir nicht zu alt, um uns irgendwas zu verbieten?
Entschuldige.
Frida.
Auf die Knie!
Waffe weg! Legen Sie das Messer weg!
Schauen Sie mich an.
Lassen Sie den Mann! (leise) Schieß.
Legen Sie das Messer weg!
Nein.
* Spannungsvolle Musik *
Ach.
Alles klar. Ich dachte, du sagst "danke".
"Danke, dass du gekommen bist."
Danke.
Du hast sie zum Glück nur verletzt. Das war kein Glück.
Das war exakt so, wie man es lernt.
Den Angreifer außer Gefecht setzen und kampfunfähig machen.
Wie stehen ihre Chancen? Wie?
Ist es möglich, dass sie stirbt? Nein.
Aber sie hat es einkalkuliert, denke ich.
So eine Tat... an einem Polizisten.
Ich bin im Moment der Falsche hier.
Therapeut ist im Moment falsch. Er und ich waren in Sorge um dich.
(Ärztin) Frau Lucas. Ja.
Und?
Wie geht's dir?
Noch mal Action auf die alten Tage.
Ich bin etwas verwirrt. Um ehrlich zu sein, sogar ziemlich.
Ich hatte eine Scheißangst.
Genialer Schuss übrigens, danke.
Gut, dass du stillgehalten hast. Ich hab dir vertraut.
Wie geht's dir?
Hat sie überlebt? Ja klar.
Sie ist nur noch nicht vernehmungsfähig.
Und wer ist sie? Wissen wir nicht.
Du hast sie noch nie gesehen? Sie muss mich verwechseln.
Oder sie ist irre. Sie war verzweifelt.
"Mal hier, mal da", hat es damit zu tun?
Ich weiß es nicht. Wirklich nicht.
Aber irgendwie...
Es hat mit unserem Fall zu tun.
Du meinst, es hätte auch dich treffen können?
(Sanjay) Frau Lukas.
Gute Nachrichten.
Kein Mord von damals weist auf den Toten hin. Aber hier:
Es gab Schüsse auf einen Polizisten bei einer Lkw-Kontrolle.
Der Kollege wurde schwer verletzt.
War nicht sicher, ob er durchkommt.
19. Dezember.
Vor 2,5 Jahren. Mhm. Der Lkw war gestohlen.
Das Beste ist: Es gibt einen Match.
Die DNA vom Toten und die vom Dieb des Lkw sind identisch.
Gibt's einen Namen? - Ja. Khaled Ammar. 26, Libyer.
Was wissen wir noch von dem Mann? Nichts.
Die Akte ist unter Verschluss beim, Achtung,
LfV.
Beim Verfassungsschutz?
* Handy klingelt.* Oh.
Es geht um den angeschossenen Kollegen.
Die Polizisten, von denen Gudrun Henlein sprach...
Verfassungsschutz. Die haben sich nicht ausgewiesen.
Das wird immer mysteriöser. Aber auch logischer.
Wieso? Lkw-Diebstahl, Verfassungsschutz.
"Tausende Tote", das kann nur ein Anschlag sein.
Der 19. Dezember. Der Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin.
Das wäre der Jahrestag gewesen. Du gehst zu Henlein, ich zum LfV.
Die Kollegen sollen zu Khaled und zur Lkw-Sache recherchieren.
Die muslimischen Gemeinden waren ein Griff ins Klo.
Hauptkommissar Truss hilft uns jsb etzt in dem Fall.
Wir haben den Namen der Frau.
Sibel Bersha. Sagt mir nichts.
* Angespannte Musik *
"Da liegt Toter. Autobahnkreuz Nürnberg-Ost.
Einer von Tausende Tote."
Ja, das klingt natürlich spooky.
Wenn das stimmt mit der DNA... Warum sollte es nicht stimmen?
Kann ich Ihnen was anbieten? Kaffee, Wasser, Smoothie?
Tausende Tote. Es gibt Bezüge zum Breitscheidplatz.
Das Datum, ein gestohlener Lkw.
Die Akte von dem Lkw-Diebstahl liegt in Ihrer Behörde. Warum?
Ich lasse das herausfinden. Und die Akte mit.
Vor 2,5 Jahren, sagten Sie?
Das... ist nicht gerade brisant. Der anonyme Anrufer ist brisant.
Und die Zeichen, die er setzt. Er will, dass das untersucht wird.
Kann es sein, dass Sie uns nicht trauen?
Wir sind hier in Bayern, gell?
Wir Beamte sollten Vertrauen in die demokratische Grundordnung haben.
Das hab ich.
Nur nicht in all ihre Vertreter. Ich mag Ihren Pessimismus nicht.
Aber ich helfe Ihnen, so gut ich kann.
Und so schnell, bitte.
Seit ich die Außenstelle leite, versuche ich,
den Bürokraten hier einen neuen Geist einhauchen. Aber schnell?
21. Jahrhundert, sage ich immer. Offensive Transparenz.
Und Smoothies. Verstehe.
Geben Sie mir Bescheid. Heute wäre gut.
Ja, das wär gut.
* Tür wird zugeknallt. *
Tina. - "Ja?"
Ich brauche Computer-Zugriff auf die Akte Khaled Ammar.
Organisieren Sie das bitte. - "Okay."
* Düstere Musik *
(Frida) Sibel Bersha, aus Libyen,
wurde in Freiburg in einem Asylbewerberheim registriert.
Das verließ sie vor fünf Tagen unerlaubt und kam hierher.
Nürnberg war also ihr Ziel. Es geht ihr um Truss.
Er kennt sie gar nicht. Aber sie offenbar ihn.
Ich hab was zu Khaled Ammar,
zu dem bei der Lkw-Kontrolle verletzten Kollegen.
Können wir mit ihm reden? Nein, er liegt seitdem im Koma.
Sein Kollege ist auf Weltreise und nicht zu erreichen.
Noch ein Punkt zu Khaled Ammar:
Festnahme vor drei Jahren, Razzia gegen Islamisten.
Nur Ammar kam am selben Tag wieder frei.
Den anderen wurde der Prozess gemacht.
Laut Staatsanwalt waren die Beweise gegen Ammar nicht ausreichend.
Komisch, ne? Ausgerechnet er kommt frei.
Interessant. Klingt, als ob er geschützt würde.
Aber die Sache mit dem Lkw hat Priorität.
Wer hat damals ermittelt nach den Schüssen?
Der Verfassungsschutz übernahm. Ja und wenn?
Ein Kollege wird angeschossen. Da ermitteln wir doch sofort.
Finden Sie raus, wer damals bei der Fahndung dabei war. Okay.
Die Anwohnerbefragung brachte nichts. Keiner erinnert sich.
Viele wohnen noch nicht so lange da.
Stochern im Nebel. Henlein ist unsere einzige Zeugin.
Und die ist nicht zuverlässig. Wir müssen jeder Spur nachgehen.
Eine Zeugin wofür? Für Khaleds Tod.
Dass er vom Dach stürzte. Er floh, sagte sie.
Vor Polizisten oder vorm Verfassungsschutz.
Jetzt wird's wirklich wild. Entschuldigung.
Was ist los? Nichts. Ich muss pieseln.
Irgendetwas Positives? Ja. Der Sprachexperte.
Wer? Sie können das?
Alles nur eine Frage der Künstlichen Intelligenz.
Der anonyme Anrufer war männlich, und er hat den Slang nur gefakt.
Regeln Sie das, verdammt! Schnell!
Hallo.
Das war Ihre Scheiß-Aktion damals.
Sie diente dem Staatsschutz, nicht vergessen.
Wir arbeiten schon an der Lösung.
Auch mit dieser Zeugin? Die Aussage nehmen wir auseinander.
Scheiße.
* Telefon klingelt. * (LfV-Frau) Ja?
"Dr. Neubauer. Warum Sie die Akte Khaled Ammar anforderten.
Er ist noch in der Video-Leitung." - Danke.
Dr. Neubauer, was kann ich für Sie tun?
"Sie haben Zugriff auf eine Akte mit Security-Level beantragt?"
Ja, ist aber nichts Besonderes. - "Sagen Sie es mir trotzdem?"
Die Kripo hier bittet um Mithilfe bei 'nem Fall.
Ich wollte sehen, was man weitergeben kann.
"Gut. Gut, dass Sie kooperieren.
Passiert zu selten, die Vernetzung mit den Kollegen.
Danke." - Seh ich genauso.
Ich halte Sie auf dem Laufenden. - "Gut.
Schönen Tag." - Ihnen auch. Tschüss.
Brungs. Ich brauche Ihre Hilfe.
Hauptkommissar Wolfram Truss. Ich hab noch Fragen an die Dame.
Und für Sie hab ich 'nen Kaffee. - Vielen Dank.
* Schwermütige arabische Musik *
(Mann) "Können Sie mir das versprechen, wirklich versprechen?
Bei Ihrer Ehre? Ich brauche Ihr Wort.
Meine Familie."
Bitte,
Ihr Versprechen.
* Schwermütige Musik *
Geh. - Sibel.
Bitte. Ich glaube, wir beide, wir wollen dasselbe.
Verschwinde.
Du bist ein Mörder.
Mörder.
Warte!
* Sie ruft etwas auf Arabisch. *
Zwei Doofe, ein Gedanke, was? So doof finde ich das gar nicht.
Sibel und Khaled kommen aus Libyen. Wusstest du das?
Nein. Was machst du dann hier?
Ich wollte rauskriegen, warum sie mich umbringen will.
Das musst du mit mir absprechen. Natürlich, ja. Tut mir leid.
Hat sie irgendwas gesagt? Ich sei ein Mörder.
Sie verwechselt mich, aber... Vielleicht finde ich was raus.
Viel Glück.
Wolfram. Ja?
Sagte Gudrun Henlein noch was über Khaled oder die Nacht damals?
Nichts, was uns weiterhilft. Die spricht übrigens Deutsch.
Äh, also... Sibel, meine ich.
Wir sehen uns.
Sie hätten mich töten können. Sie sprechen gut Deutsch.
Sie hätten mich töten können. Ja.
Warum taten Sie's nicht? Es gab eine bessere Lösung.
Ah.
Den Mann, den Sie angriffen, nannten Sie einen Mörder. Warum?
Wen hat er ermordet?
Haben Sie sich das ausgedacht?
Sie haben ihn verwechselt. Haben Sie nicht?
Sie waren so verzweifelt. Warum?
Man wird Sie ausweisen, Sibel.
Ich komme wieder. Wegen meines Kollegen?
Sind Sie deshalb in Deutschland? Seinetwegen?
Sie waren gestern da, wo wir die Leiche fanden.
Was machen Sie hier? Eine Sekunde.
Ihr Kollege hat die Patientin sehr aufgewühlt.
Ich will mein Handy zurück. Es wird gerade untersucht.
Kennen Sie diesen Mann?
Nein.
Bitte gehen Sie jetzt.
Danke.
* Schwermütige Musik *
Sie kennen Sibel.
Ich hab Sie gesehen, in der Siedlung.
Geht's ihr gut?
Es geht ihr gut so weit.
Können Sie mir über sie erzählen?
Es würde ihr helfen.
Das war vor vier Tagen, da war sie da unten.
Wir haben arabisch geredet. Sie wollte irgendwo pennen.
Und sie hat nicht erzählt, was sie hier will,
also genau hier, in diesem Haus?
Die redet nicht viel.
Du hast nicht gefragt, oder?
Sie brauchte Hilfe. Wie lange wohnst du schon hier?
Ein Jahr ungefähr.
Warum hat sie das getan mit dem Messer?
Das versuche ich herauszufinden.
* Leise arabische Musik *
* Hubschrauberlärm *
Kennst du die? Nein.
Darf ich zu ihr?
Ich glaub nicht, dass sie böse ist. Ich schaue mal, was geht.
* Düstere Musik *
Sehnsucht. Nach meinem Schutzengel.
Ziemlich kitschig. Ich liebe Kitsch.
Also noch mal: danke.
Hunger?
Auf?
All die Verbrecher, die unser beider Leben sinnvoll machen.
Was schaust du?
Ich denke, wenn das ein Tatort wär, was ich über dich erfahren würde.
Sie hat mäßige Kochkünste. Sie nimmt sich nicht so wichtig.
Sie kauft leckere Dinge ein...
und vergisst sie im Kühlschrank.
Manchmal will sie gut zu sich sein, aber dann...
Aber dann?
Dann glaubt sie, sie hätte es nicht verdient.
Komm mir bloß noch mit 'nem Schuldkomplex!
Und um sich damit nicht auseinanderzusetzen,
wird sie ironisch, mmh!
Wie gut,
dass das alles Küchenpsychologie ist.
* Sanfte Musik *
* Handy klingelt. *
* Klingeln *
Ich hab Angst vorm Ruhestand.
Ich glaub, ich hab vergessen, wie das normale Leben geht.
Ist ja auch nicht ganz einfach, mit Anstand auf das Ende zu.
Fängt es da an, das Ende?
Wirklich wichtig ist, dass man sich richtig verhalten hat,
also moralisch richtig, jedenfalls meistens.
Was meinst du?
Wie du deinen Job machst, das hat mir immer imponiert.
Damals schon, bei diesem Profiler.
Schade, dass ich dich damals nicht wahrgenommen hab.
Na, sie hat Besuch seit gestern Abend.
(LfV-Frau) "Foto?" - Hab ich geschickt.
Scheiße.
Brungs, hängen Sie sich an den Mann vom Foto ran.
Lucas können wir tracken.
* Düstere Musik *
Schau, das hab ich gefunden,
bei Sibel.
Sie hatte ein Unterschlupf oben auf dem Haus, wo Gudrun Henlein wohnt.
Wieso denn da?
Ein Junge von dort hat's ihr gezeigt.
Ich denke, das ist ihre Familie. Kennst du jemanden?
Vielleicht kennen sich die beiden? Aus Libyen.
Khaled und Sibel Bersha.
Er stirbt, und sie kommt her, um seinen Tod aufzuklären.
* Es klingelt. *
Ich dachte, ich versuch's noch mal ganz anders.
Guten Morgen. Morgen.
Mit 'ner Überraschung.
Und Croissants.
Das ist ein Kollege, Hauptkommissar Truss.
Ich mache mich mal fertig.
Wie lange kennst du ihn schon? Das ist jetzt Teenie-Dramatik.
Ellen. Wir kennen uns seit 2002,
begegneten uns vorgestern wieder. Und schon schläft er hier?
Niklas.
Das, was zwischen dir und mir ist, das berechtigt schon zur Eifersucht?
Es geht nicht um Eifersucht. Weil du das nicht kennst? Schade.
Ich kenne ihn.
Wolfram? Woher? Er war mal mein Patient.
Du betreust nun mal Polizisten.
Was, was bist du denn so komisch?
Patientengeheimnis? Okay.
Es ist zwei Jahre her. Was?
Was? Zwei Jahre. Denk nach.
Na, was hat er über mich erzählt? Reden wir offen.
Was hätte er denn erzählen können?
Ich entbinde Sie von Ihrer Schweigepflicht. Los.
Ich lasse mich nicht instrumentalisieren.
Ich war sein Patient.
Carmen, meine Frau, verließ mich nach 27 Jahren.
Das war nicht einfach für mich.
Croissant?
Was wolltest du sagen?
Ich hatte gesagt, vielleicht kennen sich Sibel und Khaled,
und er ist der Grund, dass sie hierherkam.
Nein, denke ich nicht. Nach über zwei Jahren?
Und warum attackiert sie dann mich? Und buddelt allein die Leiche aus?
Wir ermitteln doch Ammars Tod. Das müsste es sein, was sie will.
Ja.
Ich muss los. Verfassungsschutz.
Kann ich noch zu Ende f... Klar.
* Zarte Musik *
(AB) "Erste neue Nachricht, gestern 21.37 Uhr."
(LfV-Frau) "Truss, was planen Sie? Ich warne Sie."
* Düstere Musik *
* Handysignal *
21,
22,
23,
24,
25.
Also, geht doch.
"Ich sollte Augen und Ohren offen halten,"
das hatten Sie gesagt.
Wann kann ich meine Familie nachholen?
Wenn's gute Arbeit war, was Sie rausfanden.
Sie wollen es nicht versprechen. - Doch.
Wenn Sie helfen, das Land zu schützen, in dem Sie leben wollen.
Das werde ich. Mit dem, was ich erfahren habe.
Meine Familie,
bitte.
Ich verspreche.
* Angespannte Musik *
Ammar prahlt mit seinen Kontakten zu den IS-Führern in Libyen.
Dass er "gesandt" ist, dass er was Großes plant.
"Tausend Tote".
* Bedrückende Musik *
So viel?
Sie wollen sicher alle relevanten Informationen. Ja, ja.
Setzen Sie sich.
Wie? Jetzt, hier? Ja. Aus Gründen der Sicherheit.
Ich kann die Akten nicht mitnehmen?
Ihr Handy bitte.
Ist nicht Ihr Ernst. Ihnen fehlt das Security-Level.
Ist das offensive Transparenz?
Die Sicherheit des Staates hat übergeordnete Priorität.
Das verstehen Sie, oder?
Mein Handy.
So was da macht mich nur noch neugieriger.
Gute Einstellung.
Sehr gut.
* Handy klingelt. *
Ellen. Die haben die Hälfte geschwärzt.
Da findet man nichts Brauchbares. Kostet nur Zeit.
Das nennt sich proaktives Zumüllen. Was heißt das?
Einer im Ministerium hat mir das erklärt.
Sie liefern dir Massen an Beweisen, unwichtige und irreführende.
Das wirklich Relevante wird in Häppchen dazwischen versteckt
und fast nie gefunden.
Das nennt man dann Transparenz-Offensive.
Wir müssen einen anderen Weg finden.
"Ich hab was rausgefunden."
Auf dem Foto ist ihr Vater, Fatih Bersha.
Er war Ende 2018 aus Libyen nach Nürnberg gekommen.
"Deshalb ist seine Tochter da." Er hat politisches Asyl beantragt.
Das Verfahren ist nicht beendet. Zuletzt war er geduldet.
Und wo ist er jetzt? "Fatih Bersha ist..."
seit 2,5 Jahren spurlos verschwunden.
Zum Zeitpunkt von Khaleds Tod? Ja, genau, zu dem Zeitpunkt.
Endlich eine neue Spur. Danke. Wir sehen uns im Büro.
* Düstere Musik *
(Truss) "Ja?" - Können wir reden?
Sie wissen ja, wo.
Morgen. Morgen.
Hab ich gefunden.
Die Ermittlung wegen der Schüsse bei der Lkw-Kontrolle.
Da warst du dabei.
Das muss sie nicht erfahren. Bist du in Schwierigkeiten?
Wenn du's ihr sagst.
(LfV-Frau) Ein Wohnmobil, ein Flugzeug.
Große Freiheit, ja?
Passt nicht zu Ihnen, Truss.
(Truss) Sie glauben, mich zu kennen?
Ein kleines Licht kriegt am Ende der Karriere den Moralischen.
Oder Rache, weil ich Sie zurück zum Fußvolk schickte?
Ich ahnte, dass Sie in solchen Kategorien denken.
Sie wissen nicht, was Sie tun. - Es wird eng für Sie.
Für Sie noch enger. - Ich halt das aus. Sie auch?
Sie überschätzen sich.
Sie nicht?
Sie ignorierten damals alle Hinweise meines Informanten.
Es gab Gründe.
Die erfahren Sie nicht, das ist jenseits Ihres Security-Levels.
Sie werden scheitern. - Das riskiere ich.
Warum jetzt? Sie gehen in Pension. Genießen Sie es, vergessen Sie.
Ach Gott, das höre ich seit Jahren.
Es wird kein gutes Ende nehmen.
Kein gutes Ende für Sie.
Sie kennen das. Wir können uns schützen.
Sie stehen mir in der Sonne.
* Angespannte Musik *
Der Fall dreht sich um diese drei hier:
Khaled Ammar, vor 2,5 Jahren am 20. Dezember gestorben.
Er hier, Fatih Bersha, der Vater von Sibel,
war seit 2018 in Nürnberg.
Womöglich kannten die beiden sich, denn beide waren aus Libyen.
Und Bersha ist einen Tag nach Khaleds Tod spurlos verschwunden.
Das ist kein Zufall. Er hat mit Khaleds Tod zu tun?
Ja, genau. Ich werde seine Tochter noch mal befragen.
Gibt's Neues über die Ermittlungen von damals? Wer war da involviert?
Da sind wir noch nicht durch. Wieso? Die müssen im Archiv sein.
Was ist? Ich... mache mich noch mal ran.
Wahrscheinlich ist es ganz einfach.
Khaled klaut 'nen Lkw, wird erwischt,
schießt auf den Kollegen, flieht, stürzt sich vom Dach. Warum?
Er hat's nicht ausgehalten, seine Schuld.
Kein Verfassungsschutz, keine Verschwörung.
Die Zeugin eine Alkoholikerin.
Und hier, da hat Truss irgendwann richtig Scheiße gebaut.
Fitz, wo sind Ihre Instinkte? Wo sind Ihre?
Warum sonst sollte Sibel Bersha Truss töten wollen?
Wisst ihr, wo Fatih Bersha gemeldet war, ehe er verschwand?
Im Wohnsilo nebenan von Henleins Wohnung.
Mit der Khaled ein Verhältnis hatte.
Rufen Sie sie an. Hab ich, vergeblich.
Bleiben Sie dran. Nun zu den Akten der Flüchtlingsheime.
Sie haben geredet.
Über die Nacht zum 20. Dezember mit der Kripo.
Die haben gefragt.
Man sagte Ihnen damals, dass es Folgen hat, wenn Sie reden.
Schlimmere Folgen, als jetzt, wo ich lange nicht drüber sprach?
Ich hab meinen Job verloren, Frührente, kein Alkohol mehr.
Wie wollen Sie das noch toppen? Mit welchen Folgen?
Knast. Wegen Beihilfe zum Mordversuch an einem Polizisten.
Glauben Sie mir, ich hab die Macht dazu.
Sie erinnern sich ab jetzt nicht mehr. Verstanden?
Wir haben Sie im Blick.
Diese Frau ist nicht bei der Polizei.
Dachte ich mir.
Ich... Ich glaube...
Ich bin nicht ganz sicher, aber sie war damals dabei.
Ja.
Danke.
Das hilft uns sehr weiter.
Hier, kennen Sie jemand von diesen Personen?
Er hat damals ein paar Monate bei Ihnen gegenüber gewohnt.
Tut mir leid.
Danke.
* Angespannte Musik *
Der Mann da...
Der war damals... Ja, der hat Mohammad aufs Dach verfolgt.
Ja.
Ich fasse es nicht. Sie halten relevante Informationen zurück.
Sie wissen von Khaled, und wir verlieren wertvolle Zeit.
Fertig? Ich begreife Sie nicht, Fitz!
Ich kann's Ihnen nicht sagen!
Ich denke, ich kann es.
Der Verfassungsschutz macht Ihnen Druck.
Khaled hatte hohe Protektion. Warum?
Was wissen Sie über die Verbindung zwischen Bersha und Khaled?
Nichts. Warum stürzte er vom Dach?
Sie haben ihn verfolgt?
Ihre Waffe.
Na los, Ihre Waffe!
Er steckt in einem Dilemma, das ist doch offensichtlich.
Das ist eine Ausrede.
Es gibt Situationen... Nein!
Man kann immer das Richtige tun. Es gibt Gesetze.
Manchmal meint man, das absolut Richtige zu tun,
und später wird klar: Das war falsch.
Manchmal hat man sogar noch Schuld auf sich geladen.
Geht's um Befehl und Gehorsam? Auch, ja.
Man hat sein eigenes Hirn, Werte, einen moralischen Kompass.
Was einem nichts hilft ohne die nötigen Informationen,
um die Lage richtig einzuschätzen.
Oder wenn man benutzt wird.
Es tut mir leid. Wir hätten alleine reden müssen.
Vorhin im Flur,
wen wollten Sie schützen?
Den Staat?
Geht es um einen Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt?
Zum Jahrestag des Attentats auf dem Breitscheidplatz?
Herrgott, was ist schiefgelaufen, dass das unter Verschluss ist?
Ich kann nicht drüber reden.
Da draußen hat jemand eine Leiche ausbuddelt,
der gibt uns Zeichen und will, dass etwas öffentlich wird.
Wissen Sie, was, das will ich auch.
Sie schützen nicht den Staat, Sie schützen Personen,
die Mist gebaut haben, nehme ich mal an,
und Sie mitnehmen in eine falsche Pflicht.
Auf diese Leute haben Sie Ihren Eid nicht geschworen.
Wenn es um Missstände geht, ist der Einzelne gefordert,
und da geht es dann um Mut.
Und um Zivilcourage.
Selbst hier, wo Sie Trost suchen.
Ich hatte Dienst, als die Meldung kam.
Schüsse auf einen Kollegen bei einer Lkw-Kontrolle.
Es hieß, er sei so gut wie tot.
Alles, was verfügbar war, ist los. Aber nichts, keine Spur.
"Nachts kam die Meldung, der Verdächtige wurde gesehen,
bei den Wohnsilos in Langwasser."
Ich war um die Ecke
und bin hin.
Haben Sie angerufen? Ja.
Siebter Stock, Henlein. Henlein.
* Klingeln *
'n Abend. Kripo Nürnberg. Kennen Sie diesen Mann?
* Dramatische Musik *
Hey! Halt, stehen bleiben!
Ich hab nur auf die Beine gezielt. Nur auf die Beine.
"Als ich runterkam, waren sie da." Verfassungsschutz.
Tarnat, genau. Sie hat den Fall für sich beansprucht.
Es ginge um die innere Sicherheit, und es habe keine Folgen für mich.
Sie schickte mich weg. Ich solle unterschreiben, dass ich schweige.
Hab ich dann getan, als guter Beamter.
Und die Geschichte mit dem Lkw?
Khaled wurde nur gestoppt, weil er am Steuer telefoniert hatte.
Der Lkw hielt an, Khaled schoss und haute ab.
Die Ladefläche war voll mit Benzinkanistern.
Damit war er unterwegs zum Christkindlmarkt.
Es hätte Tausende Tote gegeben.
Nur durch Zufall kam es nicht zur Katastrophe.
Warum ist das alles unter Verschluss?
Welche Rolle spielt Bersha? Ich weiß es nicht.
Wirklich nicht, ehrlich.
Bin ich jetzt raus?
Haben Sie ein zweites Handy?
Gute Wendung, dass Sie das übernehmen.
Sehr gute Wendung.
Die Kollegen wissen nichts von Ihrer Beteiligung damals? Nein.
Gut.
Lassen Sie sich Zeit. Soll Ihr Schaden nicht sein.
Die Leiche von Khaled Ammar wurde hier gefunden, ausgegraben.
Ich sagte Ihnen, ich hab's im Griff.
Damals wie heute.
Die Akten von damals... - Die sagen nichts über die Front.
Front? Sie sind nicht mehr beim Militär.
Wie war das damals mit Ammar? Sagen Sie's mir.
Ich war da noch in Brüssel. Ich will es verstehen.
"Es war kurz vor Weihnachten."
Ich musste sehr rasch entscheiden nach der Lkw-Sache.
Druck vom Innenministerium, das leise zu beenden.
Washington machte Druck. Alles landete bei mir.
Waren Sie überfordert?
Sie waren nie im Außendienst. Aus dem Studium in die Verwaltung.
Berlin, Brüssel.
* Düstere Musik *
(Tarnat) "Sie mussten nie schnell entscheiden, über Menschenleben."
Den einen aufgeben, um andere zu retten.
Um das Ansehen des Landes zu schützen, und die Sicherheit.
War das im Fall Ammar so? Davon steht nichts in den Akten.
Sie müssen eins verstehen, Gisela.
Wir tragen Verantwortung, alle beim Verfassungsschutz.
Die Verantwortung, nach den Regeln unserer Demokratie zu spielen.
Bin gleich wieder da.
(Neubauer) "Es mag früher anders gewesen sein.
Jetzt aber geben ich und meine Kollegen das Handeln vor.
"Wir benennen Fehler und stehen dazu."
Auch öffentlich. Das müssen wir aushalten.
Nur so können wir besser werden und Vertrauen schaffen.
Das ist mein Anspruch. Das sollte unser aller Anspruch sein.
Ich bin's, Hagen. Wo können wir uns sehen?
Meld dich. Ist dringend.
"Wenn Sie das anders sehen, okay."
Das ist Ihr gutes Recht.
Nur dann war's ein Fehler, Sie auf diesen Posten zu befördern.
* Tür wird geöffnet. *
Ja, ich... bin so weit durch.
War's ein Fehler?
Nein.
Absolut nein.
Gut.
Halten Sie mich auf dem Laufenden.
Vielen Dank.
"Allahu akbar!"
Das war auf Sibels Handy. Das ist ihr Vater.
Das muss die Lucas sehen.
"Allahu akbar!"
"Es geht um Ihren Vater.
Deshalb sind Sie hier."
Was ist da passiert?
Er soll dafür büßen, dein Kollege. Was hat der damit zu tun?
Er hat ihn getötet, meinen Vater.
Er ist schuld an seinem Tod. Was heißt das?
Vor fast fünf Jahren mein Vater war Lehrer in Tripolis,
auch für Deutsch.
Der IS hat ihn verfolgt. Er musste fliehen.
Nach Nürnberg?
Er holt uns nach, hat er gesagt. Er versprach es immer wieder.
Was hat mein Kollege damit zu tun?
Mein Vater hat für ihn gearbeitet.
Als was? Ich weiß nicht mehr.
Er hat immer gesagt,
er arbeitet für Deutschland und dass es sicher ist.
Und dass sein Chef versprochen hat, dass er uns nachholen kann.
Als Belohnung.
Aber dann...
Vor zwei Jahren, am 20. Dezember,
mein Vater hat gesagt, dass man ihn abschiebt.
Wir waren dann am Flughafen, wir alle.
Wir haben gesehen, wie er aussteigt.
Wir haben gewunken und gerufen, aber...
er hat uns nicht bemerkt.
Auf einmal tauchte ein Wagen auf, noch auf dem Rollfeld.
Sie haben meinen Vater gepackt und weggefahren.
Leute vom IS.
Jemand hat ihn verraten.
Und Sie denken, das war mein... Das...
war Truss.
Wer denn sonst?
Wer? Dieser Mann... Dieses Land hat meinem Vater alles versprochen
und ihn dann verraten.
Mein Vater hat ihnen vertraut, und jetzt ist er tot.
Sie haben es gefilmt, und jeder kann es jetzt sehen.
Dieses Land hier, Deutschland,
hat seine Versprechen nicht gehalten.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid.
Aber ich werde herausfinden, was da passiert ist.
Lucas hier. War mein Kollege noch mal allein bei Ihnen? Nein.
Frida, finden Sie heraus, für wen Truss zuletzt gearbeitet hat.
Mann, wie dämlich bist du? Wie dämlich bist du!
* Klingeln *
Thema Vertrauen.
Okay.
Mein Leben...
Immer im Zweifel, ob ich dem Gegenüber trauen kann.
Das ist der Beruf. Mein Beruf, mein Leben.
Was ist denn da der Unterschied?
Doch, ja, ich muss misstrauen, um meinen Beruf gut zu machen.
Immer gewahr, belogen zu werden.
Und immer die Sehnsucht, zu vertrauen.
Ein Ja ist ein Ja, ein Nein ist ein Nein.
Und ein "Ich liebe dich"... Was ist los?
Ich hab gedacht, dass es sich ändert.
Ich dachte, ich wäre alt genug, um zu bemerken,
ob es jemand gut meint...
mit mir.
Du...
Du hast mich gewarnt vor Truss.
Das war doch eine Warnung? Du fragst die falschen Fragen.
Ich hab ihn falsch eingeschätzt.
Es sieht so aus, als hätte er einen Informanten,
den er geführt hat,
an den IS verraten.
Wenn das so ist... er hätte mich die ganze Zeit benutzt.
Frag mich, was ich auch beantworten kann.
Truss sagte, seine Frau verließ ihn.
Deshalb war er in Therapie.
Laut seiner Personalakte ist er seit fünf Jahren Witwer. Aha.
Oh.
Woah.
Ging es in dieser Therapie um Schuld?
Okay.
Ein Beamter vom Verfassungsschutz führt einen Informanten.
Der wird überraschend nach Libyen abgeschoben
und dort vom IS hingerichtet.
Kann's sein, dass der Beamte wegen Schuldgefühlen in Therapie geht?
Allerdings.
Und er sollte die Therapie nicht abbrechen.
Könnte er Rachegefühle entwickeln? Das wäre möglich, ja.
* Handy klingelt. *
Frida? "Sie werden's nicht glauben."
Bis zur Versetzung zum KDD war Truss 15 Jahre...
... beim Verfassungsschutz. Woher wissen Sie das?
Erfahrung vielleicht.
Sei vorsichtig.
Danke.
Danke, dass du da warst.
* Bedrückende Musik *
* Klingeln *
Ellen?
Du weißt es?
Ja... ich weiß Bescheid.
Ich schicke dir die Adresse, wo ich bin.
* Traurige Musik *
* Düstere Musik *
* Bedrückende Musik *
Ich musste sichergehen. Sichergehen für was?
Was ist das für ein perverses Spiel?
Dachtest du, ich komme nicht dahinter?
Doch, natürlich.
Das solltest du ja.
Ellen. Ellen, Ellen...
Du hast mich angelogen von Anfang an,
hast dich auch als KvD ausgegeben.
Du hast für den Verfassungsschutz gearbeitet, 15 Jahre lang!
Bevor sie dich zum KDD zurückversetzten. Ellen...
Wo? - Im Wohnmobil.
Was hast du angezapft? - Ihr Handy.
"Fatih Bersha war euer Informant zu Khaled Ammar.
Und du hast ihn geführt." Ja.
Du hast ihm versprochen, seine Familie zu holen.
Versprochen im Namen von Deutschland.
Unfassbar. Du hast ihn verraten und abschieben lassen. Nein.
Ich hab Bersha nicht verraten.
Ich will die vor Gericht bringen, die das getan haben.
"Ich will alles öffentlich machen." Du hast mich benutzt.
Nein. Auch privat.
Du bist bei mir im Bett gelandet!
Das hab ich nicht geplant.
* Sie weint. *
Seit ich das Video von Bershas Hinrichtung sah,
hab ich überlegt, das öffentlich zu machen.
Aber mir war klar, ich brauche Hilfe.
Und damit meine ich nicht die Therapie.
Also mich. Ja. Wen sonst?
Wie ich dich erlebt hab 2002, was für eine Energie!
Unbestechlich, moralisch völlig klar.
Immer nach dem Gesetz, keine Angst vor der Wahrheit.
Warum hast du mich nicht angesprochen und um Hilfe gebeten?
Hättest du mir geglaubt?
Dass Vertreter dieses Staates Menschen opfern,
"weil sie selber Scheiße bauten? Menschen, die ihnen vertrauten?
Vertreter des Staates, für den du arbeitest?"
Ich wusste doch, wie stur du bist, wie stur du sein kannst.
Dass du selber ermitteln musst, um etwas zu Ende zu bringen.
Genau das hab ich gebraucht. "Du hast die Leiche deponiert."
Es waren deine Botschaften. Die Beteiligten müssen vor Gericht.
"Also auch du." "Ich hab versucht, es zu erklären."
In manchen Situationen glaubt man, das Richtige zu tun.
Und später, manchmal viel zu spät, merkt man, dass es das Falsche ist.
Ich hab Schuld auf mich geladen.
Dieser sentimentale Idiot.
Ja, ich hab gehorcht. Und ich hab Khaled damals im Wald vergraben.
Was hat Bershas Abschiebung mit Khaled zu tun?
Tarnat.
Wir brauchen Unterstützung.
Ich schleuste Bersha in die islamische Gemeinde ein.
Er lernte Khaled kennen, gewann sein Vertrauen
und berichtete von Khaleds Radikalisierung.
Der bekam erst hier Kontakt zum IS. Wie lange wusstet ihr davon?
Die ersten Hinweise gab ich
neun Monate vor dem versuchten Anschlag weiter.
Und nichts ist passiert? Verdammt noch mal.
"Wann lernt ihr mal dazu?"
Anis Amri, Breitscheidplatz. Bald wissen wir alles.
Was heißt das? Wir haben einen Zeugen.
Wir treffen ihn. Draußen. Er ist schon da.
Und jetzt? Warum hast du nicht die Medien eingeschaltet?
Das hab ich. Als Whistleblower, anonym.
Die hörten nicht zu oder riefen: "Verschwörungstheorie!"
Ich brauch also Beweise. Die kriegen wir jetzt!
Und was dann? Dann stellen wir das ins Netz.
Und du glaubst, sie werden nicht entfernt?
Ellen.
Wenn das da draußen schiefgeht... Was soll schiefgehen?
Die sind gefährlich, mit denen wir uns anlegen.
Wenn das schiefgeht,
kümmere dich bitte um meine Schildkröte.
Bitte, ist wichtig.
* Sanfte Musik *
Sie gehört zu mir, also zu uns.
"Was weißt du?"
"Amar hatte Verbindungen zu IS-Führern in Libyen.
Die überredeten ihn zum Anschlag." - Weiß ich.
Diese Leute wurden am 21. Dezember beim dem US-Drohnenangriff getötet.
Einen Tag nach Khaleds Tod? Mhm.
Deshalb die Protektion für ihn.
Die CIA? Ja.
Wäre Khaled verhaftet worden, hätte es der IS erfahren.
Und das Lager aufgelöst. Und wären weg.
"Trotz Bershas Warnungen nahmen sie einen Anschlag hier in Kauf,"
um kurz darauf das IS-Lager in Libyen zu zerstören.
Deshalb ließ uns Tarnat Ammars Leiche wegschaffen.
Und Bersha abschieben. Wer hat ihn beim IS verraten?
Ich denke, das musste niemand. Niemand hier.
Dass Bersha heimkam, meldete eher die Flughafenbehörde.
Okay. Gib mir die Beweise. * Handysignal *
Gib mir die Beweise, Hagen!
Die sind hier. Verschwindet!
* Spannungsvolle Musik *
Wieso sind die da?
Hast du mich verraten? Ach was!
Wir waren so nah dran, so nah. Und jetzt haben wir nichts. Nichts!
Weg mit dem Handy!
Was hast du getan, das du so unbedingt gutmachen willst?
Ich konnte Bersha nicht schützen, obwohl ich's ihm versprochen hatte.
Wir waren da in der Nacht, mit Bersha in der Wohnung.
Also wusste Bersha alles. Er sagte uns, dass Khaled da war.
Aber der wurde geschützt von oben. Tarnat wusste das.
"Sie wusste alles, auch dass Khaled eine Affäre mit Henlein hatte,
dass ich Bersha eine Wohnung gegenüber besorgen musste."
Als Khaled am 19.12. auf den Beamten schoss und alles aufflog...
... da war klar, dass Bersha zu viel wusste und wegsollte.
"Vergiss es", sagten die Kameraden, als ich anfing, Fragen zu stellen.
Und Tarnat hat mich zum KDD versetzt.
'Jetzt genieß doch deinen Ruhestand,"
vergiss es.'
Und sie haben recht.
Die führen mich vor, wenn sie mich kriegen.
Was heißt das, wenn sie dich kriegen?
Hm?
Ich gehe doch nicht in den Knast. Im Ernst.
Was soll das jetzt? Bist du zu feige für den letzten Schritt?
Lass los, lass los. Lass los!
* Dramatische Musik *
* Spannende Musik *
Und jetzt? Du erschießt mich,
und niemand wird dir jemals glauben.
Oder ich erschieße dich... und vergesse.
Oder wir sterben gemeinsam.
* Bedrohliche Musik *
Oder... wir geben nicht auf, sondern gehen vor Gericht.
Dann wird alles öffentlich, nichts wird gelöscht.
Du glaubst immer noch an die Institutionen, hm?
* Dramatische Musik *
Aber das werden die sich nicht gefallen lassen.
Sie werden es verschleppen, es verjährt, und ich bin tot. Nein.
Wirklich schade, dass du mich damals bei dem Profiling
nicht so wirklich wahrgenommen hast.
Wir wären so ein geiles Team gewesen.
* Schuss *
* Traurige Musik *
* Düstere Musik *
Was ist passiert?
Später. Kümmert euch um Truss' Schildkröte.
Die Beweise, dahinten im Flieger. Kein Kontakt bitte.
Kein Kontakt.
Lasst ihr uns kurz allein?
Wir werden das intern regeln. Ihre Waffe ist die Tatwaffe.
Sie haben nichts zu befürchten.
Kein Prozess. Es war Notwehr, alles gut.
Es war keine Notwehr. Ich habe ihn erschossen.
Verstehe. Sie wollen einen Prozess.
Es geht um die Sicherheit des Landes und das Vertrauen der Bürger.
Es wird keinen Prozess geben. Wie war das mit der Transparenz?
Nur sie schafft Vertrauen?
Ein Gutachter von uns wird Sie auf Ihren Geisteszustand untersuchen
und Sie für unzurechnungsfähig erklären.
Wollen Sie das? Ja.
Sie haben keine Beweise. Sind Sie sich so sicher?
Sie haben Bersha abgeschoben, weil er zu viel wusste.
Sie nahmen in Kauf, dass der IS ihn tötet
und dass es einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt gibt,
um eine CIA-Operation zu schützen.
Ich sage ja, unzurechnungsfähig.
Ich vertraue auf unsere Institutionen.
Das mit den Beweisen zu Ammar, also dass es keine gibt,
ist nicht ganz richtig.
In den Akten sah ich Belege dafür, dass die CIA interveniert hatte.
Deshalb wurde Ammar nie verhaftet.
Das können Sie nie beweisen, geschweige denn ansprechen.
Es fällt unter die Geheimhaltung, auch wenn es nicht geschwärzt war.
Es wird zu keinem Prozess kommen. Sie werden Ihren Job verlieren.
Ich weiß.
Aber wenn ich so für Gerechtigkeit sorgen kann...
Fahrt sie weg.
Protokolle von Fatih Bersha und seine Aussagen zu Ammar.
(Tarnat) Das wird Ihnen leidtun.
Wie er sich radikalisiert hat.
Alles.
Bis zum 19. Dezember.
Keiner vom LfV kann mehr behaupten, er habe nichts gewusst. - Ja.
Heute wird erst die Schuldfähigkeit der Angeklagten überprüft.
Ich bitte den Gutachter, Herrn Dr. Roth, nach vorne.
Meine Damen und Herren... - Ganz kurz, was ist Ihr Resümee?
Ich komme zu dem Entschluss, dass die hier anwesende Angeklagte,
Hauptkommissarin Ellen Lucas, voll schuldfähig ist.
(Richterin) Danke. Ich werde die Ausführungen prüfen.
Außerdem, Herr Staatsanwalt, ordne ich an,
die nötigen Akten in Klarschrift vorzulegen.
Frau Tarnat, das Einverständnis Ihres Vorgesetzten haben wir.
Ich habe einen Ausschnitt dieser Akten.
Er dokumentiert die Einflussnahme der CIA auf das Geschehen.
Die Akten sind also prozessrelevant.
Ich lasse den Parteien den nächsten Prozesstermin zukommen. Guten Tag.
Was ist mit Sibel? Wird sie abgeschoben?
Du könntest immer noch... Nein.
Der Esel muss warten.
* Musik: Smith & Burrows' Cover von Blacks "Wonderful Life" *
# Gulls in the sky And in my blue eyes
You know it feels unfair
There's magic everywhere
Look at me standing
Here on my own again
Up straight in the sunshine
No need to run and hide
It's a wonderful, wonderful life
No need to laugh and cry
It's a wonderful, wonderful life
Sun in your eyes
The heat is in your hair
They seem to hate you
Because you're there
I need a friend
Oh, I need a friend
To make me happy
Not stand here on my own
Look at me standing
Here on my own again
Up straight in the sunshine... #
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2023
Can't find what you're looking for?
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