All language subtitles for Kommissarin Lucas -33 Du bist mein.deu

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Original subtitles

* Radio spielt "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauss. *

* Musik wird energischer. *

* Musik läuft weiter. *

* Musik klingt aus. *

Ach, wieder.

* Unheilvolle Musik *

* Sie atmet schwer. *

* Vogelgezwitscher *

* Miauen *

* Sie stöhnt. *

Tiger?

* Sie ächzt. *

* Erstickter Schrei *

Kommissarin Ellen Lucas

* Leise Klaviermusik *

* Rauschen *

* Klicken, Rauschen bricht ab. *

* Er atmet schwer. *

Hallo!

Hallo!

Da ist eine Leiche!

Da, da auf dem Hof!

Bestarium!

Beruhig dich mal. Ich rufe die Polizei an.

(Frau) Es ist alles gesagt, Leo.

Und wenn du was vergessen hast, sage ich Bescheid.

* Türknallen *

* Handyklingeln *

Sedlacek?

Bin unterwegs.

* Ruhige Musik *

* Quietschende Bremsen *

* Piepton *

* Quietschende Bremsen *

Fehlalarm. Die Kollegen haben nichts gefunden, keine Leiche.

Der Kollege in der Zentrale ist neu ... voreilig.

Wer hat das denn gemeldet?

Ein Landstreicher. Ist abgehauen.

Kein Name. Wahrscheinlich betrunken.

Na super.

Der Hof steht seit fünf Jahren leer.

Alles verschlossen. Keine Einbruchspuren.

Also nichts Auffälliges.

Sie sind blass.

Ihnen auch einen schönen guten Morgen.

* Sie ächzt. *

* Unheilvolle Musik *

* Spannungsvolle Klänge *

Betty?

* Gruselige Musik *

* Betty erschrickt. *

* Sanftes Klirren *

* Ellen erschrickt. *

* Unheilvolle Musik *

* Sie hustet. *

Hier ist Blut.

* Sie erschrickt. *

Hm.

Und, wie lange liegt sie schon da?

Ich muss erst eine Analyse machen.

Ein Fall für die Archäologie oder uns?

* Sie lacht. *

Schon für uns.

Ist mindestens ein Dreivierteljahr her. - Okay.

Der letzte Sommer war richtig heiß.

Sicher 50, 55 Grad im Dachstuhl.

Geschlossener Raum. Das trocknet die Leiche komplett aus.

Wie ein Trockenfisch.

Die Mumifizierung ist ohne äußeren Einfluss geschehen.

Die Verkrümmung des Körpers zeigt das. Alles Weitere später.

Ich hoffe, dass wir nicht noch eine Leiche finden.

Es wirkt nicht benutzt.

Frau, ähm ... Prokorny?

Prokorny. Richtig.

Alma Prokorny.

Können Sie feststellen, ob die Tote schwanger war?

Mhm. Kommt auf den Monat an.

Grob geschätzt, alles ab dem dritten Monat.

Es gibt Frakturen.

Trümmerbrüche am rechten Fuß und an der rechten Hand.

Ein Sturz. Sind die üblichen Verletzungen.

Und die Todesursache?

Frakturen an der BWS, mehrere Rippenbrüche.

Sie ist wahrscheinlich an inneren Blutungen verstorben.

Ich denke, sie konnte sich befreien.

Und dann ist sie hier rüber ...

und hat versucht, hier rauszukommen, zu fliehen.

Und dann ist sie hier abgestürzt.

Und dann hat der Täter oder die Täterin

hier sie wieder hoch geschafft.

Die Tote hat mindestens 55 Kilo gewogen.

Also eher ein Mann. Genau.

Und sie wurde geschmückt.

* Gekritzel *

* Unheilvolle Musik *

(Mann) Blumen, Kerzen, Schleifen.

Das sieht aus wie ein Ritual. Vielleicht was Religiöses.

Na, rein statistisch gesehen sind Ritualmorde eher selten.

Die Satanisten von Witten, 2002.

Die angeblichen Kannibalen in Trier, 2009.

Das ist aber schon... Alles schon sehr, sehr lange her.

Ihr Name ist?

Sanjay. Okay.

Der neue Kollege vom Media Research. Gut, machen Sie weiter.

Also die Wahrscheinlichkeit... * Nachrichtenton *

Äh...

Also die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Ritualmord ist,

liegt bei ... unter 0,5 Prozent.

That's it.

Es deutet sowieso wenig auf Mord hin.

Wir haben DNA der Toten

auf dem Bett und an der Manschette gefunden.

Das muss vor einem Jahr gewesen sein.

Dann müsste sie als vermisst gelten.

Ja. Das hier sind die Daten von INPOL.

Die Monate vor dem geschätzten Todeszeitpunkt.

Gut, Herr Sanjay.

Sehr gerne.

Ähm, Sanjay ist mein Vorname.

Ah. Und Ihr Nachname? Tirthankara.

Damals wurden in der Region 13 Frauen vermisst gemeldet,

die bisher nicht aufgefunden worden sind.

Und sechs von denen matchen nicht mit dem Alter unserer Toten.

Also?

Ja, gut.

Und von den restlichen sieben passen vier nicht zur Körpergröße.

Es bleiben drei, die wir abgleichen müssen. Mhm.

Und das da?

Was hat es hiermit auf sich?

Möglicherweise war die Tote schwanger.

Das Ergebnis der Untersuchung steht aus.

Sie könnte das Baby zur Welt gebracht haben.

Dann liegt noch eine weitere Leiche auf dem Hof.

* Nachrichtenton *

* Sie seufzt missbilligend. *

Jemand will eine Aussage zum Leichenfund machen.

Betty, Sie fahren noch mal raus zum Fundort.

Stellen Sie sicher, dass dort keine weitere Leiche liegt.

Okay.

So.

That's it.

Ein Inder mit Allgemeinbildung.

(Sanjay) Ah.

* Er lacht spöttisch. *

Wir haben schon Schach gespielt,

da haben Ihre Vorfahren sich noch mit Blättern den Hintern abgeputzt.

Ah.

Sie vermuten, Sie kennen die Tote, Frau Demirtas?

Sarah war meine Freundin.

Sarah, und weiter? Sarah Rothbauer.

Woher kennen Sie sie?

Ich arbeite bei Rothbauer im Sägewerk. Sarah half dort.

Sie ist verwandt mit...

Mit ihrem Mann Hinrich. Ihm gehört das Sägewerk.

Wie kommen Sie darauf, dass die Tote...

Sarah war plötzlich verschwunden, vor einem Jahr.

Ich habe gesagt, es ist was Schlimmes passiert.

Bei einer Roma interessiert das keinen.

Ich habe sie vermisst gemeldet. Wache Nürnberg West.

Im System hier ist keine Vermisstenanzeige registriert.

Das kann nicht sein. Zweimal war ich da, habe selber unterschrieben.

Ist es für Sie ausgeschlossen, dass sie einfach weggegangen ist?

Manchmal machen Menschen so was.

War klar, dass Sie mir nicht glauben.

Sarah wäre nicht gegangen, ohne sich zu verabschieden.

Moment. Hier:

Das Einlassprotokoll der Wache West vom 14. April letzten Jahres.

Hier steht es, hier:

Aygül Demirtas.

* Nachrichtenton *

* Betty seufzt. *

Ah ... Sie sind Viktor Tarmann?

Ähm... Betty Sedlacek, Kripo Nürnberg.

Ah.

Sie passen auf den Hof auf?

Wie lange schon?

Drei Jahre. Okay.

Keine Sprüche heute?

Betty ist gerade nicht so auf dem Damm.

Trennung von Leo.

Mir kommt sie ganz normal vor.

Ich kenne sie und ich sage Ihnen, es geht ihr nicht gut.

Ja, und was heißt das jetzt?

(leise) Vielleicht Rücksicht nehmen. Was?

Ich meinte, vielleicht Rücksicht nehmen.

Wussten Sie, dass jemand in der Scheune wohnt?

Hier wohnt doch jemand.

Und Sie wissen nicht wer?

Bernhard.

Nachname?

Bernhard O'Dray.

Wo kann ich den finden?

* Unheimliche Musik *

Hallo. Tag.

* Klopfen * Ja?

Herr Rothbauer? Ja?

Guten Tag. Lucas, Kripo Nürnberg. Das ist mein Kollege, Herr Fitz.

Wir hatten einen Leichenfund hier in der Nähe.

Sieben Kilometer von hier.

Ja, habe schon gehört. Auf dem Strammer Hof.

Sie sind verheiratet mit Sarah Rothbauer, geborene Winter?

Wo ist Ihre Frau jetzt?

Wir sind nicht mehr zusammen. Das beantwortet meine Frage nicht.

Bei ihrer Familie in Slowenien, nehme ich an.

Sie ist abgehauen, hat eine SMS geschickt, und das war's.

Wann war das? - Nach Ostern, letztes Jahr.

Was?

Und seitdem haben Sie sie nicht mehr gesprochen? Kein Kontakt?

Auf meine Anrufe und Nachrichten hat sie nicht mehr reagiert, ja?

Ja, gab es Streit, oder hatten Sie irgendwelche Probleme?

Sie denken, die Tote ist meine Frau?

Wir haben die Aussage einer Frau Demirtas.

Ach so.

Aygül hat Ihnen das gesagt? Ja.

Fassen wir zusammen: Sie waren glücklich, kein Streit,

eine SMS, und das war es mit der Ehe?

Das war es, ja.

Hören Sie, meine Frau ist abgehauen, die ist nicht tot.

Um das auszuschließen, brauchen wir Ihre Hilfe.

Bitte.

Kleinen Augenblick.

(Betty) Hallo.

Hallo.

Kripo Nürnberg. Betty Sedlacek.

Kann ich Ihnen helfen?

Ach so, nee, ich habe nur geschaut.

Geschaut? - Ist hoffentlich nicht verboten?

Und Sie sind?

Sascha Ondra. Ich wohne da.

Sascha! Kommst du?

Gleich!

Kennen Sie Familie Rothbauer näher?

Ja, sind in Ordnung, die Rothbauers.

Aber er ist ja schon länger allein.

Ist irgendwas passiert?

Routineüberprüfung.

Oha. Das klingt nicht gut. * Sie lacht. *

Und Sie machen Wartungen für Windräder?

Windkraftanlagen, ja. Tag und Nacht.

(Mädchen) Wir wollen jetzt fahren! Der Kletterpark wartet!

'tschuldigung, die beiden wollen unbedingt

pünktlich beim Klettern sein.

Annie und Jule.

Süß. Zuckersüß.

Und auch ganz schön fordernd.

Ja, dann mal los.

Ja. - (Mädchen) Jetzt kommst du, jetzt!

Ja. Ich glaube, ich komme jetzt gleich!

Ah, da fällt mir ein, ich habe was vergessen. - (Mädchen) Nein!

* Gekreische dringt herein. *

Den Schal hatte ich vergessen,

als ich ihre Sachen zur Caritas brachte.

* Mädchen rufen. *

Der Bauernhof ist sauber.

Keine Spuren, die auf eine weitere Leiche hindeuten.

* Mädchen rufen. *

(Sascha) Manuel, beeil dich mal.

Tut mir leid, Sascha. - Immer auf den letzten Drücker.

Wann kommen die DNA-Ergebnisse?

Na dann, bis bald. - (Sascha) Klettern!

Mit Ruckizuckidrucki in zwölf Stunden.

Dann mit Druck. Kein Ding, Frau Lucas.

* Nachrichtenton *

* Sie seufzt genervt. *

Ich habe schon gehört, Sie haben private Probleme. Trennung und so.

Ist denn wenigstens alles okay?

Es hat keinen Sinn, über Männer zu jammern.

Tja...

* Er räuspert sich. *

* Schuss *

Nicht schlecht.

War schon mal besser.

Gekonnt ist gekonnt.

Ich habe zwei Kinder, kein Geld und stehe auf Frauen.

Das nenne ich mal einen Zufall. Ich auch.

Ist doch eine gute Voraussetzung.

Für was? - Für einen gemeinsamen Abend.

Mutig?

* Lied: "I'll Keep Coming" von Low Roar *

* Sinnlicher Popsong *

Morgenstund hat Gold im Mund.

Die Ergebnisse sind da.

Danke. Nicht dafür.

* Popsong läuft weiter. *

* Nachrichtenton *

Ach...

* Nachrichtenton *

* Lied: "Golden Years" von David Bowie *

* Lässiger Rockpop *

(Mann) Bis zu 24 Stunden danach.

* Rockpop läuft weiter. *

* Nachrichtenton *

* Störgeräusche *

Scheiße.

* Unheilvolle Musik *

Morgen, bin gleich da.

Achtung, Chef kommt.

Morgen. Morgen.

Die DNA stimmt überein. Die Tote ist Sarah Rothbauer.

Verschwunden am 12. oder 13. April letzten Jahres.

Nach dem Verschwinden verliert sich jede Spur von ihr.

Nur durch den zufälligen Fund ihrer Leiche wissen wir,

dass Sie bis zu ihrem Tod gefangen gehalten und misshandelt wurde.

Prägen Sie sich ihr Gesicht ein.

Sie sind ihre letzte Chance auf Gerechtigkeit.

Wir gehen derzeit davon aus,

dass das Opfer einige Zeit auf dem Dachboden der Scheune lebte

und bei einem Fluchtversuch ums Leben kam.

Noch müde? Ich habe eine Isomatte in meinem Büro.

Aygül Demirtas

hat Sarah Rothbauer am 14. April als vermisst gemeldet.

Davon findet sich nichts in den Akten.

Mhm. Was ist mit den Polizisten, die die Anzeige aufgenommen haben?

Ich kann mich drum kümmern. Gut.

* Nachrichtenton *

Und auch private Handys haben einen Knopf zum Abschalten.

Ich will alles über das direkte Umfeld von Sarah wissen.

Familie, Freunde, Nachbarn und persönliche Vorlieben.

Checken Sie alle Meldungen im Zusammenhang mit Stalking

aus der ersten Hälfte des letzten Jahres.

Mordfälle, Verurteilungen,

Anzeigen wegen Belästigung und so weiter.

Was ist mit dem Bewohner der Scheune? Dieser Bernhard O...

O'Dray. O'Dray, ja.

Wurde soeben aufgegriffen.

Gut. Darum kümmern Sie sich.

Wir fahren zu Rothbauer.

Sehr gern.

Ich fand das eben nicht so gut, wie Sie Betty angegangen sind.

Ich fand das nicht so gut,

sein privates Handy in der Teamsitzung klingeln zu lassen.

Wenn Frauen nicht loslassen können.

Wie, meinen Sie jetzt mich? War nicht so gemeint.

Wie war es dann gemeint? Na ja...

Halten Sie Nicht-loslassen-können

für ein frauenspezifisches Problem?

Lassen Sie uns einfach das Thema wechseln.

Ich kann erzählen, was Männer draufhaben,

die Frauen nicht loslassen können.

Ist der Mann erst aus dem Haus ...

sieht der Tag schon besser aus.

Hat meine Omi immer gesagt. Gute Frau.

Herr O'Dray, Sie haben in der Scheune gewohnt.

Ja. Ich wohne da. Ja.

Aber ich habe nix gemacht. Nix.

Sie, Sie haben mich bestohlen.

Bitte?

Ja, Sie haben doch meine Notizen geklaut für mein Buch.

Sie schreiben ein Buch?

Ja.

Wo geht die denn jetzt hin? - Ja, weiß ich jetzt auch nicht.

* Sanjay räuspert sich. *

Um was geht es denn in Ihrem Buch?

Das soll Mut machen.

Das soll sagen, du bist als Mensch,

egal wo du herkommst, egal wie es...

Egal wie es mit dir so aussieht...

Du bist wertvoll als Mensch.

Ich würde sein Buch lesen.

Ich will auch mit mir selber aufräumen.

Mit meinem ganzen Leben reinen Tisch machen.

Das Geld, was ich für das Buch bekomme,

will ich ja in eine Fürsorge reintun.

Und dann Obdachlose besuchen, die alleine sind, die schwerkrank sind.

Wenn du allein im Krankenhaus liegst,

dann stirbst du doch vor Einsamkeit.

Und denen vorlesen, das will ich machen.

Das...

Das ist ein guter Plan, Herr O'Dray.

Ja, das ist ein guter Plan.

Finde ich auch.

Da hat einer auf mich aufgepasst.

Sie meinen Viktor Tarmann?

Ja. Aber ich habe einen Fehler gemacht.

Ich sollte nicht ins Haus.

* Mysteriöse Musik *

Das werden Sie auch mal brauchen, dass da jemand auf Sie aufpasst.

* Maschinenlärm *

Herr Rothbauer! Machen Sie bitte mal aus!

* Maschinenlärm wird leiser. *

Ihre Frau ist tot. - Was?

Ihre Frau, sie ist tot.

Das kann ja gar nicht sein. Die hat mir geschrieben.

Wir gehen davon aus,

dass die SMS von jemand anderem geschrieben wurde.

Was war zwischen Ihnen und Ihrer Frau?

Gar nix. Alles in Ordnung. Kein Streit?

Nein. Warum unternahmen Sie nichts?

Sie verschwindet, Sie nehmen das hin?

Die Familie hat ein Problem mit mir.

Die haben ihr Leben zur Hölle gemacht,

weil sie mich geheiratet hat.

Das hat die Beziehung belastet? - Nein! Sie hatte einfach Heimweh!

Wegen einer SMS gibt man doch nicht auf.

Die Nachricht. Haben Sie die noch?

Ja, klar. - Na, bitte.

Drüben.

Es tut mir leid.

Ich wusste, dass der asoziale Bulle nichts macht.

Deswegen ist Sarah tot.

Haben Sie eine Idee, wer das getan haben könnte?

Ich habe alles damals erzählt. Zweimal war ich da.

Was haben Sie genau erzählt?

Sarah hat Blumen geschenkt bekommen.

Geschenke lagen vor der Haustür.

Anrufe. Anonym. Da war jemand.

Aber Sie haben keine Ahnung, wer das war?

Und Rothbauer?

Der müsste doch was mitgekriegt haben.

Der dachte eh, sie betrügt ihn.

Wollte sie ihn verlassen?

So weit war sie noch nicht.

Aber sie war unglücklich.

* Unheimliche geistliche Gesänge *

* Sie erschrickt. *

Hallo, Herr Tarmann.

Stimmt es, dass Sie Bernhard verboten haben,

ins Haus zu gehen?

Warum?

"Ich habe ihm geholfen."

Ja, das ist mir schon klar. Aber warum das Verbot?

"Bernhard darf nicht ins Haus, ich bekomme Stress mit dem Besitzer."

Und das ist der einzige Grund?

Oder war da noch was anderes?

Sie haben also die ganze Zeit über absolut niemanden am Hof gesehen?

* Handyklingeln *

Danke.

Ja, Sanjay?

"Lucas fragt nach, ob du schon im Schwedenweg bist."

Ich fahre jetzt vom Museum los

und befrage dann gleich die Nachbarn von Rothbauer.

Ich melde mich danach.

* Unheimliche geistliche Gesänge *

(Alma) Frau Lucas?

Hallo? Ja?

Hallo. Hallo.

Todeszeitpunkt Mai letzten Jahres.

Okay. Dann wurde sie länger festgehalten.

Keine spezifischen DNA-Spuren auf der Toten.

Kein schneller Treffer.

Was ist mit der Schwangerschaft?

Nicht schwanger. Sie hat nie entbunden.

Aber hier:

Ich habe da noch was Nettes.

Dieser Drehbruch hier kann nicht vom Sturz kommen.

Der ist ihr zugefügt worden.

Verheilt, nicht behandelt, schlecht zusammengewachsen.

Nicht älter als zwei Jahre.

Der Ehemann?

Keine voreiligen Schlüsse, aber ich kenne die Art von Brüchen.

Sehe ich immer wieder in Fällen häuslicher Gewalt.

War ein Unfall. Sie ist gegen die Tür gelaufen.

Wenn Sie immer die Unwahrheit sagen, wird das schwer für Sie.

Herr Rothbauer. Was war los mit Ihrer Frau?

Einmal. Es war ein einziges Mal.

Ich habe mich entschuldigt. Sie hat mir verziehen.

Sie tun so, als wäre ich schuld an ihrem Tod.

Sie hatten also Streit. Um was ging es?

Sie war unglücklich, wegen ihrer Familie.

Weiter.

Es war kein Streit, es war eine Diskussion.

Sie wollte raus, Party machen. Ich war dagegen.

Ich habe Nein gesagt, habe sie ... festgehalten.

Sie hat versucht, sich rauszuwinden.

So ist es passiert. So brechen Knochen nicht.

Ich sage Ihnen, wie das war.

Ihre Frau wollte frei sein, Spaß haben ohne Sie.

Das konnten Sie nicht ertragen und sperrten sie ein!

Nein, verdammt! - Natürlich!

Warum hätte ich das tun sollen? Weil sie wegwollte.

Sie waren eifersüchtig, und es gab einen Verehrer.

(Rothbauer) Da lagen Blumen.

Und Geschenke. Vor der Tür.

Wer macht denn so was?

Außerdem war ich gar nicht da. Ich war doch in Düsseldorf.

Kann wer bezeugen?

Ich habe Fahrscheine, Belege, alles.

Und Manuel. Manuel Arraz. Mein Nachbar.

Als die SMS kam, habe ich ihn gleich rübergeschickt,

um nach Sarah zu schauen.

Frau Lucas? Hm?

Das mit Düsseldorf scheint zu stimmen.

Von dort kam er offiziell am Abend des 13.4. zurück.

Ich glaube nicht, dass er es war.

Lassen Sie ihn gehen.

Jetzt mal langsam. Er hat schon ein starkes Motiv.

Außerdem hat er seine Frau verprügelt.

Aber dieser Verehrer...

Es könnte ein Stalker sein. Männlich. Alleinstehend.

Kinderlos? Guter Punkt.

Die Vorgehensweise im Dachstuhl. Das hat schon was Religiöses, oder?

Wie eine Bitte um Vergebung.

Was bedeutet, dass er wusste, was er tut.

Was nicht für einen kalten Psychopathen spricht.

Kommt darauf an, wie man es sieht.

Überprüfen Sie mit Sanjay Manuel Arraz.

Ich fahre zu ihm. Mache ich.

* Er seufzt. *

* Wasserkocher pfeift. *

* Klopfen * (Mann) Ja?

Herr Arraz?

Ah. Bitte. Ich bin der Manu.

Betty Sedlacek. Kripo Nürnberg.

Ah. Wegen Sarah.

Der Hinrich hat es erzählt.

Sie waren mit Sarah Rothbauer befreundet?

Ja, wir waren ab und zu feiern.

Und letzten April? Da war sie dann plötzlich weg?

Na ja, plötzlich...

Sie wollte ja weg.

Sie wollte weg.

Hallo?

Ach, lassen Sie sich nicht stören, ich bin eine Kollegin.

Ist Ihnen das denn nicht komisch vorgekommen?

Ich habe Hinrich gefragt. Er hat nichts gesagt.

* Miauen *

War Hinrich Rothbauer traurig darüber, wütend?

Er war verzweifelt, würde ich sagen.

* Miauen *

Sind Sie tierlieb?

Sie heißt Tiger.

Eigentlich Sarahs Katze.

Hinrich kümmert sich nicht um sie.

Ist das Ihr Vater?

Letztes Jahr gestorben.

Tote soll man ruhen lassen.

Als Sarah letztes Jahr verschwunden ist, an dem Tag...

Haben Sie da mal nach ihr geschaut?

Der Hinrich hat sich Sorgen gemacht.

Ich bin gleich rüber.

Da war Sarah schon weg.

Sie haben einen Schlüssel von dem Haus?

Der liegt drüben. Im Vogelhäuschen.

Und ist Ihnen da irgendetwas aufgefallen im Haus?

Ist da was Besonderes gewesen?

Da war nichts. Alles normal.

Das wird ja langsam zur Gewohnheit.

Herr Ondra. Hi.

Nachforschungen?

Genau. Ist Ihnen noch was Auffälliges von damals eingefallen?

Hören Sie, ich bin nicht der Typ, der viel tratscht, Frau...

Sedlacek. - Sedlacek, genau.

Betty war es, oder?

Personen, die Sie nicht kennen, die das Haus beobachtet haben?

Eigentlich nicht.

Personen, die Sarah angesprochen haben?

Ich bin viel unterwegs. Ich habe nichts mitgekriegt.

(Mädchen) Onkel Sascha, kommst du? - Ja, setzt euch schon mal rein!

(Mädchen) Aber wehe, du kommst nicht. - Ich muss.

(Mädchen) Onkel Sascha!

Arraz passt auf jeden Fall ins Profil.

Und er hatte Zugang zum Haus.

Wir müssen sein Alibi überprüfen.

Das ist lange her.

Wenn wir keine Schwangerschaft haben und kein Kind,

haben wir es vielleicht mit einem Täter zu tun,

der sich in so was reinträumt.

In so eine ideale Familie mit Kind.

'tschuldigung. Okay.

Na, schreibst du mir?

Ich habe keine Zeit.

Keine Zeit oder keinen Mut?

Belassen wir es dabei, okay?

Nicht unter Kollegen. Das war nicht professionell.

Aber es war doch schön.

Ich will nicht. War das jetzt klar genug?

Na, komm. Gerne mehr. - Finger weg!

Ich habe den Namen des Beamten, der die Vermisstenmeldung aufnahm.

Polizeihauptmeister Frank Dörlitz. Haben Sie mit ihm gesprochen?

Nein, aber er hat heute Dienst. Gut, ich fahre gleich hin.

Okay. Ja, gut.

* Nachrichtenton *

Scheiße.

Uff.

Herr Dörlitz?

Sarah Rothbauer. Schon mal gehört?

Frau Demirtas war letztes Jahr hier, am 14.4.

Laut ihrer Aussage hat sie Sarah Rothbauer als vermisst gemeldet.

Das ist ein Jahr her.

Sie war sogar zweimal hier, am 23.4. noch mal. Erinnern Sie sich?

Ist sie wieder aufgetaucht?

Sie ist tot.

Sie wurde entführt, misshandelt und starb beim Fluchtversuch.

Ich frage Sie: Warum finde ich nirgends die Vermisstenmeldung?

Wo genau liegt das Problem?

An einer Vermisstenanzeige, die es gar nicht gibt?

Das Problem, also Ihr Problem, liegt darin,

dass Sie sich womöglich mitschuldig gemacht haben

am Tod von Sarah Rothbauer.

Na, Frank, alles schick? Sie sind?

Polizeiobermeister Wenting.

Ich habe den Eintrag im Einlassprotokoll, aber keine Akte.

Warum? Wie gesagt, das ist ein Jahr her.

Woher soll ich das wissen? Ständig vermisst jemand irgendwas.

Da wägt man schon ab, für wen es sich lohnt, eine Akte anzulegen?

Was wissen Sie denn schon?

Ich weiß, dass das kein läppischer Fehler ist. Das hier hat System.

War es das? Ich habe zu tun.

Nein. Herr Dörlitz.

Herr Dörlitz. Hey.

Sie machen hier ganz schön Wind.

Sie drohen mir?

* Tür knallt zu. *

Hi. - Hi.

Ich bräuchte deine Hilfe.

Muss aber unter uns bleiben.

Aber so was von.

Kannst du das löschen?

Also komplett. Auch beim Absender?

One-Night-Stand? - Mhm.

Als Kriminalbeamtin? Ich meine, das hat man unter Kontrolle.

Na, anscheinend ja nicht.

Robert Wenting?

Muss man den kennen? - Nee.

Du, das... Das ist Nötigung, wenn nicht Erpressung.

Willst du den anzeigen? - Ich möchte es so probieren.

Ja, okay. Ich mache es.

Gib mir erst mal deine Adminrechte. - Mhm.

* Kampfgeräusche *

* Er schreit. *

Sascha?

* Kampfgeräusche *

Du musst auf dich aufpassen ein bisschen.

Okay.

Ja.

Trinken wir noch ein Bier?

Ja. - Okay.

Hey.

Ich habe dir neue Kopfhörer besorgt.

Deine sind doch kaputt gegangen.

Ich habe überhaupt keine Zeit.

Lass uns noch mal reden. - Komm klar, Leo.

Komm einfach klar. Und lass mich da raus.

Betty... - Ey!

Ich habe keinen Nerv. Lass mich einfach in Ruhe.

Okay.

Wenn es das ist, was du willst.

* Nachrichtenton *

* Unheilvolle Musik *

* Herzschläge *

* Musik bricht ab. *

* Unheimliche Musik *

* Gruselige Musik *

* Sie stöhnt. *

Hm.

* Sie hustet. *

* Erstickter Schrei *

Morgen. - Morgen.

Betty noch nicht da? - Nee, noch nicht gesehen.

Was? Na dann ist der für Sie.

Oh, danke.

Ah. Das nenne ich Fortschritt.

Wir haben schon Musikinstrumente gehabt,

da haben sich deine Vorfahren mit Blättern den Arsch abgewischt.

Gut. - Nee, wirklich.

Ja, vor 35.000 Jahren. Schwäbische Alb.

Flöte. Flöte. - Flöte?

Das können wir gleich nachgucken. - Gerne.

Tatsache.

Aber Gänsegeierknochen?

Oh...

So.

Morgen. - Morgen.

Das ist die E-Mail-Korrespondenz bis zu Sarahs Verschwinden.

Relativ bald danach nur noch Spam, wenig Bitten, sie soll sich melden.

Interessant: Keine Nachricht von der Familie.

Da herrscht absolute Funkstille.

Ansonsten nur sporadische Kontakte. Kaum männliche Bekannte.

Was ist mit Manuel Arraz? Mit dem Nachbarn?

Alltägliche Chats. Nichts Auffälliges.

Er hat sie gemocht. Vielleicht sogar verehrt.

Und hier, was ist mit der Freundin?

Wenn Sie mich fragen, waren die beiden sehr enge Freundinnen.

Sie schließen eine Frau als Täterin kategorisch aus?

Was ich sehe, deutet auf einen narzisstischen Mann.

Ein Stalker, der seine Wahnideen auslebt.

Die Frauen haben keine Chance, egal wie sie sich verhalten.

Alles wird als Liebe interpretiert.

Dass sie sich niemandem anvertraut hat...

Da geben die Kontakte wenig her. - Scheiße.

Konzentrieren Sie sich auf Arraz. Jedes Detail ist wichtig.

Bettys Handy ist aus. Na endlich mal.

Beide Handys.

Sanjay. - Mhm?

Können Sie Bettys Handys auf Empfang überprüfen?

Ja. Das braucht einen Moment.

Sedlacek...

So. Ihr Handy war die ganze Nacht aus.

Und die Karten aus beiden Handys sind ... deaktiviert.

Also, das heißt, entfernt worden.

Oh, Scheiße.

* Unheilvolle Musik *

(flüstert) Los, aufschließen.

* Spannungsvolle Musik *

Scheiße.

Ist nicht da.

* Tür knallt zu. *

* Unheilvolle Musik *

Großfahndung läuft. Bundesweit.

Das sind die Männer, mit denen Betty gestern Kontakt hatte.

Ihr Ex-Freund kommt auch noch dazu.

Um 17.32 Uhr hat Betty das Präsidium verlassen.

18.03 Uhr hat sie mit 'ner Freundin telefoniert. Dann haben wir nichts.

Ihr Handy wurde 20.52 Uhr deaktiviert.

Die Tatzeit liegt also zwischen 18.03 Uhr und 20.52 Uhr.

(Werner) Überwachungskamera? - Die Kollegen sind dran.

Frau Lucas, ich habe noch...

Ich habe noch...

Das hier hat mir Betty gestern gezeigt.

Ich soll den Account löschen, samt Absender.

Wer hat das geschickt?

Robert Wenting, Polizist, hier in Nürnberg.

Wache West. Den habe ich gesehen.

Der hat sie erpresst.

Robert Wenting hat Betty erpresst, bedroht und gestalkt. That's it.

Holen Sie ihn her. Und Sie nehmen sich Arraz vor. Ja.

(Manuel) Ich weiß nicht, wo Ihre Kollegin ist.

(Werner) Sie haben doch mit ihr gesprochen. - Ja.

Wir haben uns unterhalten.

Wegen Sarah.

Wegen Sarah, ja?

Sind Sie religiös, Herr Arraz?

Was? Was? Sind Sie ein gläubiger Mensch? Ist doch nicht so schwer.

Nein.

Kennen Sie das?

Mann, nehmen Sie es! Schauen Sie es sich an!

Sie haben Sarah gemocht, oder?

Wollen Sie, dass das Gleiche mit Frau Sedlacek passiert?

Was hat denn Betty damit zu tun?

Warum zeigen Sie mir das?

Tote soll man ruhen lassen.

Was?

Tote soll man ruhen lassen.

Ganz bestimmt nicht.

Ich schaue mich jetzt mal um, ja?

(laut) Ja?

Das war ein Spaß.

Spaß? Das ist Nötigung.

Das war ein geiler Abend.

Danach haben wir uns nicht mehr gesehen. Warum nicht?

Das war einvernehmlicher Sex.

Nichts von dem, was Sie mir anhängen wollen.

Betty Sedlacek hat Sie abblitzen lassen. Mehrere Male.

Und das hat Ihnen nicht gepasst, das haben Sie nicht ertragen.

Aber eine Entführung, Herr Wenting...

Warum Entführung?

Wo ist meine Kollegin?

Ich habe keine Ahnung. Was soll das? Damit habe ich nichts zu tun.

Wo ist Betty? Haben Sie sie verschleppt?

Leck mich. Was haben Sie gerade gesagt?

Sie haben mich verstanden.

Na gut, Herr Wenting.

Erst die verschwundene Vermisstenanzeige,

dann die Fotos, die sexuelle Nötigung...

Da läuft ja einiges schief bei Ihnen.

Ich sorge dafür, dass in Ihrer Abteilung aufgeräumt wird.

Da bleibt kein Stein auf dem anderen.

Sie wollen mir was unterschieben?

Wenn ich es wollte, könnte ich es auch.

Jetzt sind Sie aber ein bisschen weit gegangen.

Wir haben doch keine Beweise.

So. Wir haben die Kamera am Wohnhaus von Betty überprüft.

Das ist gestern Abend. 18.31 Uhr.

Das ist Leo Schirmer, der Ex von Betty.

23 SMS in zwei Tagen.

Sie hat einmal geantwortet, eindeutig mit Nein.

Sie blockiert ihn, er belästigt sie über fremde Nummern.

Droht er ihr?

Ja. Ja.

So, hier, alle Frequenzen.

Alle, die rein- oder rausgegangen sind,

von gestern Abend bis heute früh,

sind Bewohner des Hauses und drei Bekannte, nicht verdächtig.

Bis auf ...

diese Person hier mit dem Geschenk in der Hand.

16.05 Uhr. Die einzige Person, die wir nicht zuordnen konnten.

Das könnte der Täter sein.

Das Geschenk lag in der Wohnung.

Aber da kann man nichts erkennen.

Ohr-ID. Das ist viel exakter als Gesicht oder Pupillen-Scan.

Die biometrischen Merkmale sind zu 99,6 Prozent genau.

* Es läuft "PAINT YOU WITH MY LOVE" von Marilyn Manson. *

* Fröhlicher Rocksong *

* Schweres Atmen *

* Rocksong läuft weiter. *

* Musik wird leiser. *

* Sie atmet panisch. *

Der Rechner ist gleich durch mit dem Abgleich von Robert Wenting.

Es matcht ...

nicht.

Wir haben die falsche Sau geschlachtet.

Winston Churchill.

Checken Sie mal Arraz' Ohr-ID.

Und?

Nichts.

Gar nichts.

Ich habe das ganze Haus durchsucht. Von oben bis unten. Nichts.

Warum sie? Warum Betty?

Gibt es irgendwas zwischen Betty und Sarah Rothbauer?

Irgendeine Verbindung? Ein... Nein. Nichts, nichts. Gar nichts.

Außer dem Bauernhof, also dem Fundort.

Ja.

Vielleicht der Bauernhof.

Vielleicht hat der Täter sie da gesehen?

Und hat sie ausgewählt, weil sie die Totenruhe gestört hat.

Kann sein. Ich weiß es nicht.

* Er seufzt. *

Sie können gehen.

Sie müssen sich noch dazu äußern, dass das ein Versehen war.

Ich habe gesagt, was ich tun werde.

Sie haben keine Beweise.

Ich will eine Erklärung, dass ich unschuldig bin.

Unschuldig? Ja.

Sie haben die unterlassene Hilfeleistung

eines Kollegen vertuscht.

Und jetzt soll ich dahin zurückgehen,

wo Sie mich vor allen Kollegen abgeführt haben?

Sie gehen nicht zurück.

Sie können froh sein,

wenn Sie in einem Kaff einen kaputten Skilift bewachen dürfen.

Moment mal, hey. Hey!

Tschüss.

* Er seufzt. *

* Sie atmet panisch. *

* Es läuft "Rocker" von AC/DC. * * Harter Rocksong *

* Sie atmet panisch. *

(Mann, verzerrt) Du hast alles ignoriert.

Alle meine Wertschätzungen.

Es ist kaum zu glauben, aber ...

es ist so.

All meine Zeichen, meine Worte, meine Blicke.

All meine Blumen.

Meine Gedanken, die ich dir widme.

Und ich...

Sch.

Ich liebe dich trotzdem.

"Onkel. Unbedingt prüfen."

Ah. Hallo.

Oha. Sie fahren extra so weit raus zu mir?

Herr Ondra? Sie wissen, wer ich bin?

Kriminalerin. Scharfsinnig.

Definitiv nicht von hier.

Lucas, Kripo Nürnberg.

Sie haben sich gestern mit meiner Kollegin unterhalten.

Ja. Es ging um Sarah Rothbauer.

Sie wollte wissen, was mit ihr vor einem Jahr passiert ist.

Und?

Ich dachte, sie ist nach Hause zurück zu ihrer Familie.

Sie hatte es hier ja nicht besonders leicht. Was?

Sie hatte es hier nicht leicht.

Und woher wissen Sie das? Na ja...

So was spürt man doch. Spürt man so was?

Wann haben Sie meine Kollegin das letzte Mal gesehen?

Das war gestern. Vor Ihrem Haus?

* Piepen *

Bingo.

* Telefonklingeln * Oh, Entschuldigung.

Ja?

Tirthankara. Wir haben einen Treffer.

"Das Ohr passt zu Manuel Arraz, Nachbar."

Sag, ich fahre hin.

"Fitz fährt hin." Gut.

Ich muss los. Danke.

* Spannungsvolle Musik *

* Türklingeln *

Scheiße.

Oh Gott.

* Sie husten. *

Scheiße. Oh Gott.

Tor auf. Tor auf.

* Sie hustet. *

Lucas hier. Wir brauchen einen Krankenwagen.

In den Schwedenweg...

In den Schwedenweg 28.

Und die Spurensicherung.

Der ist tot!

Betty!

Fitz.

Scheiße!

Fuck.

Herr Sanjay? "Ja?"

"Ich brauche alles, was Sie haben zu Pierre Arraz."

"Alles klar, bin ich dran."

So. Pierre Arraz. 69 Jahre.

"Gestorben am 10. März letztes Jahr. Meldeadresse im Schwedenweg."

Moment.

Es gibt eine Zweitwohnung in Nürnberg,

die auf seinen Namen läuft.

Wurde nicht gekündigt.

In der Leuscherstraße 14.

Okay.

(flüstert) Hoffentlich, hoffentlich.

Hm... Nein.

* Sie verneint. *

(Mann, verzerrt) So, Betty.

Betty, Betty, my Betty.

Jetzt sind wir endlich zusammen.

Für immer.

* Spannungsvolle Musik *

* Lautes Rumpeln *

Betty?

* Stöhnen *

Oh Gott, Betty.

Scheiße!

Ist gut.

Ist alles gut. Wir sind da.

So. Geht es?

Hm? Gut.

Ich habe ihn nicht erkannt.

Er war mas...

Alles gut, es ist vorbei.

Arraz ist tot.

Komm raus hier.

Ich mach... Ich mache das!

Warte.

Hier.

Ist wieder gut, Fitz.

* Er schluchzt. *

* Treibende Musik *

* Sie atmet erschrocken ein. *

Fitz!

Arraz ist nicht unser Mann.

Was? Arraz ist nicht unser Mann.

* Spannungsvolle Musik *

Was ist denn los?

Scheiße.

Ich denke, Betty will das alleine machen.

Ondra?

Arraz ist nur sein Lakai. Er hat ihm geholfen.

Geschenke übergeben, Blumen.

Er hat kleine Aufgaben für ihn übernommen.

Wusste Arraz, was er da tat?

Ich denke, er hat das durch unsere Ermittlungen begriffen.

* Tür knallt zu. *

* Spannungsvolle Musik *

(Mann) Erinnerung ... ist ein freaky Ding, Betty.

Immer schön. Immer weich.

Man will sich nur an das erinnern, was man geschönt hat.

Und damit den bösen Erinnerungen entkommen.

Aber die bösen Erinnerungen sind vergraben.

Tief vergraben.

Und bleiben für immer.

Ich bleibe dir für immer.

Jetzt bin ich dein.

Oha.

Betty.

Betty Sedlacek.

Nichts zu verlieren. Sagt man doch so, oder?

Keine Angst.

Mich verlierst du nicht.

(flüstert) Mich ... wirst du nicht ... löschen können.

Jetzt, Betty.

Schieß.

Bitte, Betty, schieß.

Einfach abdrücken.

Bitte, Betty.

Mach es wahr.

Bitte.

Bitte.

* Schuss, Schrei *

(Sascha) Fuck.

* Sascha schreit vor Schmerz. *

* Er schreit. *

Betty!

Betty!

Scheiße! Zu!

Scheiße.

* Tür quietscht. *

Wir haben ihn. * Brüllen *

Wir haben ihn.

(Sascha, entfernt) Betty!

Er ist im Keller.

* Sanfte Klaviermusik *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2023

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