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Original subtitles

UT

Spannungsgeladene Musik

Spannungsgeladene Musik l�uft weiter.

Er imitiert Schussger�usche.

Nahende Schritte

Klopfen

Fr�hst�ck ist fertig.

Hier sieht's ja aus.

Wenn du nach Hause kommst, r�umst du dein Zimmer auf.

Haben wir uns verstanden? - Ja.

Unheilvolle Musik

D�stere Musik

Ihr habt es nicht anders verdient.

Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben.

Beklemmende Musik, Wind pfeift.

Winnie Heller

Hendrik Verhoeven

Beklemmende Musik l�uft weiter.

Popmusik �ber Kopfh�rer

Popmusik im Radio

Fahr schon!

Spannungsgeladene Musik

D�stere Musik

Kind qu�kt.

Kind kichert.

D�stere Musik l�uft weiter.

Kopierer brummt.

(Mann) So.

Ich fahre nicht mit. Ich nehme das Rad.

Gut. Fr�hst�ck? - Kein Hunger. Danke, Papa.

Jessi, du solltest was essen.

Du bist blass. - Ich muss los. Tsch�ss.

Tsch�ss. T�r f�llt zu.

Ist alles okay?

Warum?

Du guckst, als h�tte ich dich zu deiner Hinrichtung gefahren.

Keine besonderen Vorkommnisse, Herr Kommissar.

Ich nehme keine Drogen und ich bin nicht schwanger.

Tsch�ss.

Beklemmende Musik

(M�dchen) Guckt, das kleine, dicke Schweinchen aus der dritten Klasse.

(M�dchen) Die Streberin. - (M�dchen) Deine Mutter rief an.

Du hast den Braten nicht aufgegessen.

(M�dchen) Deine Klamotten platzen gleich.

Hey!

Hallo, Jessica. - Hey.

Ich krieg noch was von dir.

Spannungsgeladene Musik

Danke, du bist ein Schatz.

Spannungsgeladene Musik l�uft weiter.

Wieso gehst du nicht an dein Handy? Wo bist du? Ich muss mit dir reden.

Lass mich los! - Schluss damit, sofort!

Nach der ersten Stunde seid ihr bei mir im Rektorat!

Rein jetzt!

Ihr geh�rt nicht aufs Gymnasium, sondern auf die Sonderschule.

Oder gleich in den Jugendknast. Da landet ihr sowieso.

Ich rufe eure Eltern an! Ich frage sie, ob sie stolz sind,

zwei nutzlose Kinder zu haben.

Gong ert�nt.

L�chle mal, Beethoven. - Was soll der Schei�?

Ah. Sieht gar nicht schlecht aus. - L�sch das!

Kannst du dir im Internet angucken. Handy klingelt.

Und wasch dir deine H�nde, du Freak. Ja?

Schluchzen

Alles okay?

K�mmere dich um deinen Schei�.

Stimmengewirr

(Rektorin) Mhm.

Ja. Ja.

Sie erscheinen bei mir vor dem Unterricht, verstanden? Ja.

Da sind Sie ja. Kommen Sie rein. Setzen Sie sich.

Haben Sie geweint?

Ich habe gerade mit ihm gesprochen.

Er kann sich auf was gefasst machen.

Melancholische Musik

Melancholische Musik l�uft weiter.

Spannungsgeladene Musik

Gong ert�nt.

Bedrohliche Musik

Spannungsgeladene Musik

T�r f�llt laut ins Schloss.

Morgen! Murmeln

Heftiges Atmen

Sch�sse Schreie

Schreie Schuss, Klirren

Schuss, Klirren Schreie

Bleibt, wo ihr seid. Versteckt euch! Weg von den T�ren!

Schreie Los, rein! Schnell, schnell!

Okay, wie wir's ge�bt haben! Alle Tische vor die T�r!

Verst�rende Musik

Schreie

Schuss

Sch�sse

Schuss

Sch�sse

Geschrei, Sch�sse

Beklemmende Musik

(schluchzend) Nein.

Alle rufen durcheinander.

Sch�sse

Lautes Geschrei

Sie schluchzt.

(Lehrerin) Chris, vom Fenster weg! Runter!

Schluchzen Sch!

(Lehrerin) Ich rufe aus dem Conradi-Gymnasium an.

Wir haben Sch�sse geh�rt.

Ich glaube, im Erdgeschoss.

Ja, gut.

Telefon klingelt. (Frau) "Polizeinotruf."

(Lehrerin) Ein Amokl�ufer ist am Gymnasium.

Telefon klingelt. (Mann) "Polizei."

(Frau) In der Conradi-Schule l�uft ein Amokl�ufer rum.

Was soll ich machen?

St�ndiges Klingeln, Stimmengewirr

(Junge) Da ist ein Amokl�ufer vor der T�r!

(M�dchen) Bitte helfen Sie mir! Bitte! Hier schie�t einer!

Telefon klingelt. (Frau) "Polizeinotruf Wiesbaden."

(M�dchen, schluchzend) Kommen Sie schnell! Schnell!

Wahnsinn.

Ich hab Schritte geh�rt.

Schnelle Schritte

Wind pfeift.

Polizeisirene

Mehrere Polizeisirenen

Was ist denn los? Schie�erei in der Schule!

Wo? Conradi-Gymnasium.

SEK ist schon unterwegs. Was?

"Hi. Hier ist die Mailbox von Nina. Bin gerade nicht da.

Hinterlass 'ne Nachricht." Piepen

Hier ist Papa. Ruf mich sofort zur�ck, wenn du das abh�rst, ja?

Schlafen Sie gut?

Schlafen wird �berbewertet.

Ich kann Ihnen was verschreiben.

Besser nicht.

Haben Sie inzwischen Kontakt zu Ihren Eltern?

Winnie?

Was wollen Sie eigentlich genau hier?

Ich finde es gut, dass Sie weiter zu unseren Sitzungen kommen,

obwohl das von Seiten Ihrer Dienststelle gar nicht n�tig ist.

Ich frag mich nur, warum.

Fr�her war ich zweimal die Woche beim Sport.

Jetzt komme ich hierher.

Aber wenn ich Ihnen helfen soll, dann m�ssen Sie mir etwas erz�hlen.

Haben Sie Kinder? Was?

Sie haben keine Fotos auf dem Tisch. Das wundert mich immer.

(lachend) Ja, doch, ich �h...

Ich hab zwei S�hne.

Der Gro�e studiert in Frankfurt. Max hat Theaterwissenschaften studiert

und f�hrt jetzt Taxi.

Na ja, das war ja zu erwarten.

Jetzt erz�hl ich schon Geschichten von mir.

Sie verwirren mich v�llig. Sie brauchen 'ne Therapie.

Danke, ich geh lieber zum Sport.

Ich war auf dem Friedhof.

Ich...

Ich hab versucht...

auf den Friedhof zu gehen.

Ich komm einfach nicht durch dieses Schei�tor.

Sie sollten sich nicht so unter Druck setzen.

Es gibt gar keinen richtigen Zeitpunkt, um Abschied zu nehmen.

Sie haben Ihre Schwester zwei Jahre im Koma begleitet.

Handy klingelt. Entschuldigung.

Das ist wichtig, da muss ich ran.

Heller?

Verst�rende Musik

Wir sind drin, sichern das Erdgeschoss.

(SEK-Mann, per Funk) "Treppenhaus sichern! Drei Mann.

Los, los!" - (SEK-Mann, per Funk) "Gesichert."

(SEK-Mann) "Weiter, weiter!"

(SEK-Mann) "Eine tote m�nnliche."

Achtung, Kinder! Raus, raus, raus, raus, raus!

Los, los, los, los, los, auf den Flur!

Alle raus hier, schnell! - Raus mit euch!

Achtung! Keine Panik!

Haben Sie schon was geh�rt? (Mann) Nein.

Unverst�ndlicher Polizeifunk

(Mann) Raus hier, Kinder, schneller!

(Mann) Alle Kinder zum Ausgang.

(Mann) Machen wir das so? Ja, machen wir so.

Hi. Hi.

Ist das SEK noch drin?

Sch�sse! Wo ist Ihre Weste? Die ist Vorschrift!

An meinem Fahrradhelm?

Ihre Tochter geht hier zur Schule. Ja.

Haben Sie schon was von ihr geh�rt? Nee.

Wir warten aufs SEK und die KT. Erst dann k�nnen wir rein.

Mailbox. Ich sagte, sie soll ihr Handy in der Schule ausschalten.

(Mann) Kinder zum Ausgang.

(SEK-Mann, per Funk) "T�r rechts sichern!"

(SEK-Mann) "T�r rechts gesichert." - "Weiter."

(SEK-Mann) "Vorr�cken in den ersten Stock."

(SEK-Mann) "Achtung!"

Kommt, Kinder, raus, Bewegung! - Los, los, los!

Raus mit euch, Kinder! Auf den Schulhof!

(SEK-Mann, per Funk) "T�r sichern. Achtung!"

Sie schreit. (SEK-Mann) Komm mit!

(SEK-Mann, per Funk) "Zur�ck auf die andere Seite!"

(SEK-Mann) "Etage eins gesichert."

(SEK-Mann) "Wir m�ssen vorr�cken!"

(SEK-Mann) "Vorr�cken zur Etage zwei!"

Komm mit!

Da ist Nina. Nina!

Papa! Gott, Nina!

Oh Gott! Geht's dir gut? Ja.

Bist du verletzt? Nein.

Wir rollen hier gleich vom Hof. - (Hinnrichs) Winnie...

Wir haben drei Leichen. Zwei im Rektorat:

die Rektorin und eine Sch�lerin. Und eine weitere auf dem Flur.

Ja. Der T�ter hat das Geb�ude verlassen.

Wir lassen alle raus, dann kann die KT �bernehmen.

Gibt's 'ne T�terbeschreibung? Sie wissen, wie das ist.

Der T�ter ist zwischen 1,70 und 2,10 m gro�.

Dick, mittel und d�nn,

hat schwarze, blaue Klamotten an, Army-Kleidung.

Schei�e. Woher wissen Sie, dass der Sch�tze nicht mehr im Geb�ude ist?

Er ging in die Turnhalle. Da ist 'ne T�r aufgeschossen.

Er floh �ber die R�ckseite des Geb�udes.

Sicher? Der kann doch noch hier sein.

Frau... Winnie Heller. Doppel-N, Doppel-L.

Frau Heller, wir denken, dass der T�ter das Geb�ude verlassen hat.

Vielleicht hat ein Sch�ler den T�ter fotografiert.

Darauf w�re ich nie gekommen. Daf�r bin ich jetzt da, Herr...

Ich wei� Ihren Namen nicht. Wieczorek. Mit CZ.

(Hinnrichs) Ich muss mir �berlegen, was ich der Presse sage.

Wenn die "Amoklauf" h�ren, ist die H�lle los.

Sagen Sie's nicht. Wir wissen noch nichts.

Ein Maskierter kommt mit 'ner Waffe in die Schule

und t�tet drei Menschen. F�r mich sieht das sehr nach Amoklauf aus.

Schluchzen

D�stere Musik

(liest) "Tut mir leid, Mama." Hm.

Sekundenpiepsen aus dem Radio

(Radiosprecher) "87,7 Nachrichten.

Alle 30 Minuten ganz neu informiert."

(Sprecherin) "Eine Meldung aus Wiesbaden.

Bei einer Schie�erei im Conradi-Gymnasium

sind mehrere Menschen get�tet worden.

Die Sch�sse wurden um 8:30 Uhr bei der Notrufzentrale gemeldet.

Die Polizei hat das Gel�nde abgesperrt."

"Ja?" Hendrik!

In Ninas Schule wurde geschossen! Das kam im Radio.

Ich wei�. �hm...

Nina geht's gut. Ist alles in Ordnung.

Ich bring sie heim. "Warum wei� ich davon nichts?"

Wieso sagst du mir nicht Bescheid?

Du, wir sprechen gleich, ja? Ich bin sofort da. Okay?

Ist Mama sauer?

Ich bin so froh, dass dir nichts passiert ist.

Hast du was gesehen?

Sch�sse, Schreie

Wei�t du, wer da geschossen hat?

(Wieczorek) Der T�ter kam durch den Haupteingang rein.

Er schoss ein paar Mal in die Luft, um Panik zu verbreiten.

Die Sch�ler fl�chteten in die R�ume und verbarrikadierten sich.

Der Sch�tze ist direkt durch zum Rektorat.

Gibt's Video�berwachung? Nee. Philosophie der Schule:

"Die Sch�ler sollen sich frei entwickeln".

Lukas Wertheim. Ist durch zwei Sch�sse in die Brust get�tet worden.

Aber der Sch�tze ist direkt zu dieser T�r?

Ja.

Warum fing er nicht bei den Klassenzimmern an?

Das liegt doch auf dem Weg. Keine Ahnung.

Er gab noch ein paar Sch�sse im Flur ab und ist in die Turnhalle.

Drei Tote sind nicht viel f�r 'n Amoklauf.

Wie viele h�tten Sie gern? - (Mann) Jens?

(Polizist) Sie k�nnen da nicht rein! - Wo ist meine Tochter?

Sie war nicht drau�en. Ich such meine Tochter.

Wie hei�t Ihre Tochter? Angela Lukosch.

Wir fuhren heute fr�h zusammen los. Ich unterrichte Deutsch und Fr...

Sie hatte doch einen Termin bei Frau Soltau, unserer Rektorin.

Sie k�nnen da jetzt nicht rein! Nein, sie k�nnen da jetzt...

Sie schreit laut.

So, komm.

Gott sei Dank!

Mama, es ist nichts passiert. Es ist okay.

Wenn du irgendwas brauchst, sag Bescheid, ja?

Wieso hast du nicht angerufen?

Warum erfahre ich aus dem Radio, dass Nina in Gefahr ist

oder tot ist? Was denkst du dir dabei?

Du solltest dir nicht unn�tig Sorgen machen. Unn�tig?

Die haben gesagt, es gibt drei Tote! Eine davon h�tte Nina sein k�nnen!

Ich muss wieder zur�ck. Es tut mir leid.

Wenn was mit Nina ist, ruf mich an. Wozu? Dass du dich unn�tig sorgst?

Technomusik dr�hnt durchs Haus.

Wir waren im Lehrerzimmer,

als die Sch�sse fielen.

Wir haben sofort abgeschlossen, die Polizei angerufen.

So, wie wir's immer ge�bt haben.

Aber man denkt doch nicht, dass so was wirklich mal passiert!

Wollen Sie nicht lieber sp�ter mit mir reden?

Das passiert immer woanders, aber doch nicht bei uns!

Wir k�mmern uns um die Sch�ler, wirklich.

Wer war mit Ihnen im Lehrerzimmer?

Ich...

Herr Wetzel, Mathe und Physik,

Frau Scherer, Sport...

Ja, Herr Laurin, Kunst und Geschichte.

Wissen Sie, was Angela mit der Rektorin besprechen wollte?

Leise, melancholische Musik

Die Angela organisiert doch den Abi-Ball.

Angela engagiert sich immer sehr bei allem.

Sie wollte heute nicht in die Schule.

(schluchzend) "Liebeskummer", hat sie gesagt.

Und ich sagte: "Wegen Liebeskummer bleibt man doch nicht zu Hause.

Du hast doch 'ne Verantwortung �bernommen.

Die Rektorin..."

(schluchzend) Nur wegen mir war sie heute in der Schule!

Nur wegen mir.

(schluchzend) Nur wegen mir!

Wie geht's Ihrer Tochter? Wie soll's der schon gehen?

Hallo. (alle) Hallo.

Dann k�nnen wir anfangen. Das sind die drei Opfer:

Beate Soltau, die Direktorin des Gymnasiums,

Angela Lukosch, Sch�lerin.

Und Lukas Wertheim, auch ein Sch�ler.

Sch�ler und Lehrer werden befragt. Das kann allerdings noch dauern.

Die Handys werden auch �berpr�ft,

aber anscheinend hat keiner ein Foto vom T�ter gemacht.

Frau Lukosch sagte, dass Angela mit der Rektorin einen Termin hatte.

Da ging es wohl um die Organisation des Abi-Balls.

Frau Lukosch unterrichtet Deutsch und Franz�sisch.

Die Rektorin hatte oft Probleme mit einem Sch�ler.

Welcher Sch�ler? Nikolas Hrubesch.

17 Jahre alt. Schlechte Noten.

Aggressivit�t gegen Sch�ler aus besseren Verh�ltnissen.

Er stritt sich oft mit dem dritten Opfer, Lukas Wertheim.

Er sollte vom Unterricht ausgeschlossen werden.

Er war heute nicht unter den Sch�lern,

die nach den Sch�ssen die Schule verlassen haben.

Das hei�t, dass er tatverd�chtig ist.

Das hei�t erst mal nur das, was ich gesagt hab.

Wieczorek lacht. Entschuldigung.

Worum geht es denn eigentlich? Wieso sagt mir denn niemand was?

Frau Hrubesch, wann haben Sie Ihren Sohn das letzte Mal gesehen?

Na, heute Morgen, als er zur Schule los ist. Wieso?

Haben Sie Nachrichten geh�rt? Nein. Wieso?

Dort sind heute drei Menschen erschossen worden.

Was? Die Rektorin, Angela Lukosch und Lukas Wertheim.

Und was... was ist mit Nikolas? Wir wissen nicht, wo er ist.

Hat er irgendwelche Freunde, wo er sich aufhalten k�nnte?

Der hat keine Freunde.

Au�er diesem Sven Strothe.

Der war ein paar Mal bei uns.

Wollen Sie sagen, dass Nikolas was damit zu tun hat? Mit diesen Morden?

Hat Ihr Sohn Zugang zu Waffen? Nein.

Beklemmende Musik

Trauen Sie ihm so was zu?

Wer traut seinem Kind so was zu?

Beklemmende Musik l�uft weiter.

Und?

(Mann) Der Junge ist besessen von Amokl�ufen.

Da im Schrank sind Unmengen von Klarsichtfolien.

Damit hinterl�sst man keine Hautspuren beim Mord.

Beklemmende Musik l�uft weiter.

"Wo w�re der Spa� am Leben ohne ein bisschen Tod?"

Was?

Das schrieb der Columbine- Attent�ter in sein Tagebuch.

Danke.

Sieht alles sehr einfach aus.

Unheilvolle Musik

T�rklingel

Hallo. �h, Sven Strothe?

Ja? Wir sind von der Kripo Wiesbaden.

�h... Sind Ihre Eltern nicht da?

Nein, mein Vater arbeitet. Er konnte sich leider nicht freinehmen.

Oder er wollte nicht.

Und meine Mutter ist vor zwei Jahren weg.

Weg?

Zigaretten holen. Ah...

Das tut mir leid. Nein, muss es nicht.

Ich kann meinen Vater auch nicht ertragen.

K�nnen wir kurz reinkommen?

Ja.

Wie gut kannten Sie Nikolas Hrubesch?

Kaum. Na ja, von der Schule halt.

Ich dachte, Sie w�ren befreundet? Wer sagt das denn?

Seine Mutter. Spielst du Klavier?

Spiel doch was f�r uns.

Haben Sie einen bestimmten Wunsch?

Alles au�er Chopin.

Was haben Sie gegen Chopin? Er spielt Klavier.

Nikolas' Mutter sagte, Sie w�ren ein paar Mal bei ihm gewesen.

Ja. Ich hab ihm Nachhilfe gegeben.

Er war nicht bl�d, aber ziemlich faul.

Hat er die Leute umgebracht? Leute? Das waren Mitsch�ler!

Ja.

Lukas Wertheim war ein arrogantes Arschloch.

Und Angela Lukosch war eine hochn�sige Zicke.

Die haben die ganze Schule tyrannisiert.

Alle haben gemacht, was die wollten.

Die Rektorin hat immer woanders hingesehen, weil...

Weil der Vater vom Wertheim ein hohes Tier im Stadtrat ist.

Wissen Sie, wo Nikolas sein k�nnte?

Nein. W�rdest du ihn verstecken?

Nein. Warum sollte ich denn?

Traust du Nikolas so eine Tat zu?

Wie gesagt, ich kannte ihn kaum.

Menschen tun ja �fter Dinge, die man ihnen nicht zugetraut h�tte.

Soll ich den bemitleiden? Der verschweigt irgendwas.

Der hat es mit Sicherheit nicht leicht in der Schule.

Das Geklimper macht ihn nicht zum Unschuldslamm.

Sie waren bestimmt Klassensprecher oder Kassenwart oder so.

Immer nach Regeln, mit schusssicherer Weste.

Das reicht jetzt, ja?

Einen Schei� wissen Sie!

D�stere Musik

Lukas lacht im Video. Stimmengewirr

(Junge) "Ich will auch was trinken."

Beklemmende Musik

(Lukas, lachend) "Schei�e."

(Jessica) "Lasst mich in Ruhe! Ihr seid mir schei�egal!

Verpisst euch! Ihr wollt mich umbringen!"

(Lukas, lachend) "Nimm noch Wodka! Ist das geil!"

(M�dchen) "H�r auf zu filmen!" - (Lukas) "Nein!"

(M�dchen) "H�r auf zu filmen!" Lukas lacht.

Schluchzen

Beklemmende Musik

Spannungsgeladene Musik

(Lehrerin, auf Band) "Wir haben im Conradi-Gymnasium Sch�sse geh�rt."

Schreie (Junge) "Hallo? Hilfe!"

(M�dchen) "Wir haben so viel Schiss. Wir k�nnen nicht mehr.

Wir wollen nicht sterben!"

(Frau) "Hier l�uft ein Amokl�ufer rum.

Was soll ich machen?" - (Junge) "Am Conradi-Gymnasium."

(Junge) "Ein Amokl�ufer!"

(M�dchen) "Hallo?

Hallo, bitte helfen Sie mir.

Bitte. Hier schie�t einer."

(Kind) "Hilfe! Wir haben so Angst. Wir wollen hier raus!"

(M�dchen) "Wir wollen nicht sterben! Kommen Sie!"

(M�dchen) "Hier schie�t einer im Conradi-Gymnasium.

Kommen Sie bitte schnell."

Geschrei

Spannungsgeladene Musik

Schluchzen

(M�dchen) "Helfen Sie mir."

D�stere, schrille Musik

Was willst du?

Erschreckter Laut Sven?

Wow!

Meine Fresse!

Ey, ihr habt's richtig sch�n hier.

Er spielt Klavier.

Sven, was soll das?

Ich will, dass du gehst.

D�stere Musik

(Jessica, im Video) "Lasst mich in Ruhe! Ihr seid mir schei�egal!

Verpisst euch! Ihr wollt mich umbringen!"

(Lukas) "Nimm noch Wodka!"

(M�dchen) "Lukas, hilf doch mal!"

(M�dchen) "Lukas, h�r auf zu filmen!"

D�stere Musik

D�stere Musik l�uft weiter.

T�rklingel

Guten Abend, Frau Hrubesch.

Ich wollte nur wissen, ob sich Ihr Sohn gemeldet hat.

Nein.

Wollen Sie nicht reinkommen? Ja.

Was ist denn eigentlich mit seinem Vater?

Der...

Der ruft nicht mal zu Nikolas' Geburtstag an.

Den Unterhalt zahlt er seit einem Jahr nicht mehr.

Hat seine Stelle verloren, weil er geklaut hat.

In zwei Monaten m�ssen wir aus dem Haus raus.

Telefon klingelt. Nikolas?

(Junge) "Dein Sohn ist Abschaum!

Ich z�nd euch die Bude unterm Arsch an, du Mistst�ck!

Sag deinem Hurensohn, dass er tot ist.

Wir kriegen euch dran! Dein Sohn geh�rt in die..."

Ich krieg schon den ganzen Tag solche Anrufe.

Von Leuten, die sagen, dass Nikolas ein Freak ist.

Ein M�rder.

Die SMS hab ich heute Morgen bekommen.

Am besten Sie besorgen sich 'ne Trillerpfeife f�r die Anrufe.

Unheimlicher Klang

Nikolas?

Ich bin Winnie Heller von der Kripo Wiesbaden.

Deine Mutter macht sich Sorgen.

Ich w�rd gern mit dir reden.

Schei�e! Bleib stehen!

Treibende Musik

Fuck!

Schei�e!

Popmusik

Sie seufzt.

Hey.

Hi.

Gibt's was Neues von unserem Sch�tzen?

Die Fahndung l�uft.

Beschissener Tag heute, hm?

Ich wei�, was Sie meinen.

Ist gut?

Jens.

Winnie.

Und, Winnie mit Doppel-N, trinken wir einen zusammen?

Popmusik, Gel�chter

Nee. Nee, stopp, stopp, stopp.

Hm?

Moment. Okay, jetzt.

Beide lachen.

Ah! Sie lacht.

Moment.

Hey. Hi.

Kommst du noch mal ins Bett, oder...

Nee.

Machst du nie Pause? Hab ich doch gerade.

Wer ist das?

Sag mal.

Kennst du nicht.

Soll ich gehen?

Wie du willst.

Okay.

Brauchst du Geld f�rs Taxi?

�hm... Pfff...

Melancholische Musik

(Sprecherin) "Noch gibt es keine Aussagen der Polizei

zu den Hintergr�nden der Schie�erei im Conradi-Gymnasium.

Es soll sich bei dem Amoksch�tzen um einen Mitsch�ler handeln.

Die Beh�rden haben das bislang nicht best�tigt."

...von der Polizei. Und siehst du die Zettel an den Fenstern?

Die Sch�ler mussten aufschreiben, wie viele Leute dort sind.

Unverst�ndliches Gemurmel

Donnerschlag

Melancholische Musik

Winnie.

Mama. Mein Gott, wie geht's dir?

Du warst damals nicht bei der Beerdigung.

Gab ganz sch�n Gerede, aber...

Ich wollte dir sagen, ich versteh das, Winnie.

Das ist so schwer.

Dein Vater...

Ich glaub, der hat noch gar nicht begriffen,

dass sie nicht mehr da ist.

War das seine Idee?

"Unvergessen"?

Was noch Platteres ist ihm nicht eingefallen.

Oder muss er pro Buchstabe zahlen? Winnie.

Tut mir leid, Mama.

Du fehlst uns.

Wir k�nnen uns doch irgendwo allein treffen. Wo du willst.

Ich will einfach nur wissen, wie's dir geht.

Dein Vater hat sich ge�ndert, Winnie.

Menschen �ndern sich nicht, Mama.

Sie seufzt.

Musst du nicht in die Kanzlei? Nee, ich hab angerufen.

Ich bleibe heute bei Nina.

Ich mache dir gerade Fr�hst�ck. - Keinen Hunger.

Wo willst du hin? Raus, wenn ihr nichts dagegen habt.

Wir sorgen uns, nachdem was passiert ist.

Mann, ich bin nicht erschossen worden!

Mir geht's gut, ich bin okay!

Darf ich jetzt bitte raus?

Ich will jetzt wissen, was da los ist.

Was soll das werden?

Ich will wissen, was mit ihr los ist.

Die hat erlebt, wie drei Menschen erschossen wurden.

Quatsch, das geht jetzt seit Wochen so.

Sie isst nicht, ist st�ndig verheult. Was hat sie?

Schn�ffel nicht in ihrer Privatsph�re!

Lass das bitte! Mein Gott, Hendrik.

H�r auf mit deinen Vorschriften!

Wenn's dir nicht passt, geh raus.

Schau mal, das ist f�r Mobbing-Opfer.

Was?

Das gibt's ja nicht.

R�lpsen Das ist 'ne Sauerei.

Das glaub ich jetzt nicht.

Nina!

Nina.

Nina! Hund bellt.

Nina. - Ihr seid so schei�e!

Wir haben uns Sorgen gemacht. Reifenquietschen

Buckel.

Hund winselt.

Oh n�, ne. Der war pl�tzlich einfach mitten... mitten auf der Stra�e.

Ich meine, das musste ja mal so kommen,

weil Sie es nicht schaffen, Ihr Tor zu schlie�en.

Der Hund h�rt ja nie. Der lebt noch.

(Nina, weinend) Nein.

T�rklingel

Hallo. Winnie Heller, Kripo Wiesbaden.

Ich h�tte einige Fragen. Ja, bitte, kommen Sie rein.

Danke.

Einfach durchgehen.

Er seufzt.

Sie lehren Kunst und Geschichte am Conradi-Gymnasium. Mhm.

Ich wollte Sie fragen, ob Sie diese Bilder schon mal gesehen haben.

Ja, sicher.

Die sind von Nikolas Hrubesch. Wie lange malt er so was schon?

Ich w�rde sagen, seit ungef�hr einem Jahr.

Das kam Ihnen nicht merkw�rdig vor?

Sie meinen, ob ich mir nicht h�tte denken k�nnen,

dass er seine Mitsch�ler erschie�t? Ja, zum Beispiel.

Bitte, setzen Sie sich doch.

Schauen Sie...

Nikolas ist ein schwieriger Sch�ler, und er hat eine Menge Probleme.

Nach der Scheidung wurden seine Noten schlechter.

Er schw�nzte, schrieb sich selbst Krankmeldungen

und legte sich mit seinen Mitsch�lern an, das ganze Programm.

Aber er ist ein guter Junge. Ich glaube an ihn.

Ich habe ihn best�rkt, seine Aggressionen

kreativ auszudr�cken, das k�nstlerisch auszuleben.

Dachten Sie nicht daran, jemanden zu informieren? Nein, warum?

Es hilft keinem, Problem-Sch�ler unter Generalverdacht zu stellen.

Die laufen doch nicht alle Amok.

Mache ich mir Vorw�rfe, nicht gen�gend unternommen zu haben?

Ja sicher, die mache ich mir. Gro�e sogar.

Wie haben Sie den Amoklauf erlebt?

Ich war im Lehrerzimmer mit Frau Lukosch und anderen Kollegen.

Wir haben uns eingeschlossen und die Polizei verst�ndigt.

Kam Ihnen der Gedanken, dass es Nikolas sein k�nnte, der schie�t?

Nein, �berhaupt nicht. In dem Moment, da hatte ich ...

einfach nur Todesangst. Handy klingelt.

Entschuldigung. Das ist meine Frau.

Sie ist gesch�ftlich in China. Sie sorgt sich.

Ich m�chte mit Ihrer Tochter reden. Aber bitte nicht zu lange.

Sie muss es erst verarbeiten. Geht ganz schnell.

Okay.

Hallo, Schatz. Nein, bitte, wir kommen schon klar.

Hi, Jessica. Hi.

Ich bin Winnie Heller von der Kripo Wiesbaden.

Das sind die L�sungen einer Geschichtsklausur,

die dein Vater schreiben lassen wollte.

Die habe ich bei Lukas Wertheims Sachen gefunden.

Warst du in Lukas verliebt? Hat er dich erpresst?

Was wollen Sie von mir? Sie wissen doch, wer's war.

Der Psycho Nikolas Hrubesch!

Der war doch schon immer 'ne tickende Zeitbombe.

Okay.

(Vater) Mach dir keine Sorgen, Schatz. Es wird alles okay.

Sven Strothe.

Verh�ren Sie den. Der hat immer zusammengehangen mit diesem Psycho.

Wahrscheinlich haben die beiden sich das zusammen ausgedacht.

Lassen Sie sich nicht von ihm t�uschen.

Er ist genauso ein Freak wie Nikolas.

"Ihr habt es nicht anders verdient.

Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben."

Das haben die Kollegen von der KT auf Nikolas' Laptop gefunden.

Er hat es nicht im Internet ver�ffentlicht.

Nicht auf den �blichen sozialen Plattformen.

Ein klares Schuldbekenntnis.

Vielleicht wollte er nur seinen Selbstmord vorbereiten.

Viele Amokl�ufer bringen sich um. Und die Waffe?

Die Waffe, mit der geschossen wurde, war eine Beretta 92F.

Es wurden zwei Pistolen als gestohlen gemeldet.

Eine davon war eine Beretta. Handy klingelt.

Entschuldigung. Nikolas Hrubesch...

Er hat ein Motiv f�r die Morde. Viele hatten ein Motiv.

Nikolas redet im Video. Die Rektorin war unbeliebt.

Sie hat gerade drei Schulverweise ausgesprochen.

Martin Ringstorff? Komisch. Was?

Hier. Lukas redet im Video.

Er beugt sich nicht vor, um die Kamera abzuschalten.

Das Bild ist einfach weg. Gut.

Jemand hat ihn gefilmt.

So, jetzt wird's spannend.

Die Pistolen wurden aus dem privaten Waffenschrank

von Martin Ringstorff gestohlen. Er ist Sportsch�tze.

Er ist au�erdem der Onkel von Sven Strothe,

unserem klavierspielenden Unschuldslamm.

(Nikolas) "Ihr habt es nicht anders verdient.

Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben."

Warst du dabei, als das Video aufgenommen wurde?

Grund genug, deinen Mitsch�lern Schiss zu machen, hattest du doch.

Es gibt auch gen�gend Gr�nde, Vegetarier zu werden.

Das machen trotzdem die meisten nicht.

Deinem Onkel wurden zwei Pistolen geklaut. Wusstest du das?

Ja, wusste ich.

Ich meine, er ist Sportsch�tze.

Er hat mich auch schon mitgenommen zum Schie�en.

Es hat mir keinen Spa� gemacht. Wusste Nikolas von den Waffen?

Ja, kann sein, dass ich's mal erw�hnt habe.

Waffen reizten ihn. Wo warst du w�hrend des Amoklaufs?

Ich war auf dem Klo. Ich hab mich eingeschlossen.

Als ich raus wollte, h�rte ich die Sch�sse.

Hattest du Angst?

Ja, nat�rlich hatte ich Angst.

Ich hab mir eingepisst.

Was wolltest du gestern Abend bei Nikolas?

Gestern Abend war ich zu Hause. Willst du mich verarschen?

Ich sah dich vor seinem Haus. Du hattest die gleiche Jacke an.

Du wolltest das Video l�schen.

Nein, ich war das nicht!

Sie sind selber noch nicht lange aus der Schule raus.

Sie wissen doch, wie das da zugeht.

Da wirst du fertig gemacht, wenn du gute Noten schreibst.

Die haben mir immer meine Sachen versteckt, mein Fahrrad geklaut.

Die haben mir in meinen Rucksack gepinkelt!

Lukas Wertheim war der Schlimmste.

Ich bin froh, dass er tot ist.

Das w�ren Sie auch an meiner Stelle.

Spannungsgeladene Musik

Spannungsgeladene Musik l�uft weiter.

Was machen Sie denn hier?

Angela Lukosch und Lukas Wertheim hatten kein Handy dabei.

Und? Teenager ohne Handy?

Das ist wie Sie ohne Ihre Vorschriften.

Angela hat am Tag vorher ein neues Smartphone gekauft, laut Quittung.

Wenn der T�ter ihr Handy genommen hat, um Spuren zu beseitigen,

hat er das neue erwischt.

Vielleicht finden wir ihr altes. Mhm.

Ich wei� nichts von einem neuen Handy.

Ich wei�, das ist schwierig f�r Sie.

Darf ich mich hier umsehen?

Vielen Dank.

Beklemmende Musik

Beklemmende Musik l�uft weiter.

Winnies Handy klingelt.

Heller.

Ja, ich komme sofort.

Melancholische Musik

Handy piepst.

Unverst�ndlicher Polizeifunk

Morgen.

(Polizist) Bitte sch�n. Danke sch�n.

Morgen. Guten Morgen.

Ja, das ist Nikolas Hrubesch.

Der Kajakfahrer hat ihn gefunden.

Er hat 'ne Schussverletzung an der rechten Schl�fe.

K�nnte aus der Waffe vom Amoklauf stammen.

Wurde die Waffe gefunden? Taucher kommen.

Unwahrscheinlich, dass die in dem gro�en Gebiet was finden.

Wo ist denn der Parka, den er in der Schule anhatte?

Der hat sich doch nicht ausgezogen, um sich zu erschie�en.

Wenn's wirklich Selbstmord war, wieso liegt er im Wasser?

Vielleicht hat er sich im Wasser erschossen.

Ja, keine Ahnung.

Wer wei� schon, wie so jemand tickt?

"Wo w�re der Spa� am Leben ohne ein bisschen Tod?"

(Psychotherapeutin) Wie bitte?

"Wo w�re der Spa� am Leben ohne ein bisschen Tod?"

Wie tickt jemand, der in einer Schule drei Menschen erschie�t?

Gl�ckwunsch. Sie haben nur acht Minuten gebraucht,

um von Ihren Problemen auf Ihren Fall zu kommen.

Immerhin habe ich acht Minuten nicht an meine Arbeit gedacht.

Wie sind Amokl�ufer? Wir sprachen �ber Ihre Mutter.

Wollen Sie nicht mal zusammen mit Ihrer Mutter herkommen?

Sie lacht.

Klar. Wenn Sie Kuchen mitbringen.

Ich glaube, dass so eine Sitzung sehr hilfreich w�re.

Okay. Sie sagen mir was zu jugendlichen Amokl�ufern, ich ...

... bring meine Mutter her.

Gut. Sie sind suizidal, depressiv, introvertiert, eher unscheinbar.

Auch wenn alle Eigenschaften bei jemandem zutreffen,

hei�t das noch lange nicht... Nee.

Was? Da stimmt irgendwas nicht.

Das ganze sieht so zielstrebig aus.

Kann jemand einen Sch�ler so manipulieren,

dass der f�r ihn die Drecksarbeit erledigt?

Dann ist dieser Jemand ganz sch�n kaltbl�tig.

D�stere Musik

T�rklingel

Hi. Winnie Heller. Ist Ihr Mann da?

Ah, das freut mich. Ich bin Silvie, hallo.

Hendrik ist nicht da. Kommen Sie rein.

Nee, besser nicht. Ach, der kommt bestimmt gleich.

Ich hab was gekocht. Vielleicht haben Sie ja Hunger.

Da auf dem Tisch steht 'ne Flasche Wein. Nehmen Sie sich was.

Ich hoffe, Sie m�gen Pasta. Ja.

Und Salat haben wir auch.

Buckel muss noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben.

Dann k�nnen wir ihn holen. Das ist doch gut.

Mhm.

Sie haben Fische, habe ich geh�rt.

Ja. Die haben den Vorteil, sie k�nnen nicht �berfahren werden.

(lachend) Ja.

Sch�n, dass wir uns mal kennenlernen.

Hendrik hat schon viel von Ihnen erz�hlt.

Oh.

Ja. Er ist vielleicht ein bisschen muffig, aber ...

... im Grunde hat er Sie gern.

Tats�chlich?

Ja, ich wei�. Er ist immer so verschwiegen.

Und dann tut er ja auch immer so geheimnisvoll.

Ich zum Beispiel, ich wei� nichts von seiner Kindheit.

Ich habe am Tag unserer Hochzeit erfahren,

dass er bei Pflegeeltern gro� geworden ist.

Sie lacht.

Ah, Nina.

Das ist Winnie, Papas Kollegin. - Hi.

Die Frau mit Fisch. - Na, sag mal!

So nennt er sie. Ich bin oben.

Willst du nichts essen? - Nein.

Ich komm gar nicht mehr an sie ran.

Sie steht noch unter Schock. Ihre Mitsch�ler wurden erschossen.

Bei ihr geht das schon l�nger so. Von einem Tag auf den anderen.

Wenn sie klein sind, kommen sie wegen jedem Pups zu dir.

Mama dies, Mama das.

Und dann eines Tages bist du Luft f�r sie.

Waren wir auch so?

Schlimmer.

Ja, wahrscheinlich.

Klopfen

Sie h�rt Musik.

Nina?

Klopft man bei Ihnen nicht an? Ich hab angeklopft.

Ich soll dich fragen, ob du Nachtisch willst.

Von der Schokomousse krieg ich Pickel.

Ist aber lecker.

Bei mir wird das nie so fluffig.

Deine Mutter macht sich Sorgen, weil du gemobbt wirst.

Und wenn schon.

Wei�t du, wer diese Hatepage gemacht hat?

Was interessiert Sie das? Hab mir auch einiges angeh�rt.

Zu dumm, zu fett, zu h�sslich, zu alles.

Sie gingen zur Polizei, damit Sie jeden abknallen k�nnen,

der Ihnen bl�d kommt?

Ja. Genau.

Mirja Libolski. Die wohnt hier in der Stra�e.

Die hetzt alle gegen mich auf.

Nur, weil ihr Freund mich mal angebaggert hat.

Du solltest Mirja mal zeigen, dass sie das nicht mit dir machen kann.

Du musst sie da treffen, wo's wehtut. Wie?

Schweigen ist Schei�e, Nina.

Das sollen ruhig alle wissen, dass die dich mobbt.

Laute Popmusik

Ist da frei?

Hi. - Hey.

Danke, dass du angerufen hast. - Hast du das Handy mit?

Ist cool hier.

Okay. Wie viel willst du?

Ich will kein Geld von dir.

Was dann?

Sirenenartige Heavy-Metal-Musik

Er atmet heftig.

Danke f�rs Essen. Es war sehr lecker.

Gerne wieder. Hallo. Hi.

Heller, was machen Sie denn hier?

Das hab ich vergessen. Tsch�ss.

Tsch�ss. Tsch�ss.

Was wollte sie denn? Hat sie nicht gesagt.

Melancholische Musik

Verzerrte, d�stere Musik

(Wieczorek) Winnie.

Was machst denn du hier? Ich warte schon seit zwei Stunden.

Ich dachte, wir k�nnen ein bisschen zusammen abschalten.

Ich kann jetzt nicht. Ich muss noch arbeiten.

Kann ich nicht doch mit reinkommen?

Ist schei�kalt hier drau�en. Dann fahr nach Hause.

Ich hab jetzt noch nicht Feierabend.

Spannungsgeladene Musik

Verfremdete, d�stere Musik

Sie schreit auf.

Hey. Hey, hey, hey. (schluchzend) Papa.

Komm her. Brauchst keine Angst haben, ist alles gut.

Brauchst keine Angst haben. Wir sind ja da.

M�uschen... Alles gut.

Es war nur ein Traum.

Sie schluchzt.

Tag, Frau Verhoeven.

Jetzt h�r mir gut zu, du Dreckst�ck!

Du l�schst die Hatepage, verstanden?

Sind Sie verr�ckt? Lassen Sie mich los!

Was f�r eine Hatepage? - Tu nicht unschuldig!

Wenn du meine Tochter noch mal beleidigst,

mach ich dich kalt. - Was soll denn das hier werden, h�?

Finger weg von meiner Tochter!

Ich wei� gar nicht, was die will!

Nur weil Ihr Mann bei der Kripo ist, denken Sie wohl,

Sie k�nnen sich alles erlauben. Das gibt eine Anzeige!

Harmlose Leute angreifen! - "Harmlos", ja klar!

Erst Nina mobben, dann den Hund �berfahren!

Ich zeige Sie an! Sie und Ihr Mistst�ck!

Das hier ist noch nicht vorbei! - Ja, ja.

Komm, wir gehen nach Hause.

(Wieczorek) Nehmt euch in Acht vor der. Die Frau ist nymphomanisch.

Die will's die ganze Nacht. Kollegen lachen.

Guck sie dir an!

(Kollege) Die verschlingt uns noch.

Alles in Ordnung? Was soll nicht in Ordnung sein?

Sch�nen Gru� von meiner Frau, Sie sollen bald mal wieder kommen.

Sind Sie beleidigt, dass ich bei Ihnen war?

Ich sollte doch kommen. Nicht hinter meinem R�cken!

Ich kann nichts daf�r, wenn Sie nicht da sind.

Murmeln und Gel�chter

Warum sind Sie immer so schlecht drauf? Sie haben alles.

Das Haus, die Frau, die Tochter, den Hund...

Kann man neidisch werden. Das Haus zahlten Silvies Eltern.

Das schmieren sie mir auch oft aufs Brot.

Silvie ist so selbstst�ndig, dass sie mich nicht braucht.

F�r den Hund tauge ich nur zum Futterspender.

Ansonsten bin ich Luft f�r den.

Und meine Tochter...

Die redet nur so viel, dass sie nicht zur Therapie muss.

Immer noch neidisch?

Kann ich das mal haben? Danke. Gern.

Hier. Vielleicht kommst du damit ja besser zurecht.

Die musst du auch nicht zur�ckzurufen.

Gibt's ein Problem? Ich w�sste nicht, welches.

Ich m�chte mich mit meiner Kollegin unterhalten,

ohne von pubert�ren Arschl�chern unterbrochen zu werden.

Ach ja, und hier...

Damit k�nnen Sie sich ja noch einen sch�nen Tag machen, ja?

Gel�chter

Der forensische Bericht aus der KTU ist da.

Die Kugel im Kopf von Nikolas Hrubesch stammt aus der Waffe,

mit der in der Schule geschossen wurde.

Kein Anzeichen f�r Fremdverschulden.

Wie ist er da hingekommen?

Das ist mir schei�egal. Meinetwegen ist er dahin geflogen.

Ich w�rde den Fall gern abschlie�en. Hm?

(Frau Hrubesch) Er hat das nicht getan.

Diese Menschen get�tet. Er hat das nicht getan.

"R�um dein Zimmer auf!"

Wie bitte?

(schluchzend) Das war das Letzte,

was ich ihm gesagt habe.

Dass er sein Zimmer aufr�umen soll.

Das war das Letzte,

was er aus meinem Mund geh�rt hat ... in seinem Leben.

Sie schluchzt.

Frau Hrubesch.

Wie ist Nikolas denn morgens immer zur Schule gekommen?

Er f�hrt immer mit dem Bus.

Den kenn ich. Er sitzt immer hinten. Hat mit den anderen nix zu tun.

Ich hab ihn erwischt, wie er Comics auf die Lehne geschmiert hat.

Die durfte er dann selber wegmachen. Danke.

Ist er am Dienstagmorgen auch mitgefahren?

Am Dienstag vor dem Amoklauf? Nee. Sicher?

Ja. Ich sah ihn im Auto. Er fuhr an mir vorbei.

Ich hab mich gewundert, weil er immer mitf�hrt.

Haben Sie den Fahrer gesehen? Nee.

Aber der Junge sa� auf dem Beifahrersitz.

Was war das f�r ein Auto? Das wei� ich nicht mehr.

Dunkel. Ja, Kombi.

Dunkler Kombi.

Vielen Dank.

D�stere Musik

Hi, Jessica. Willst du zu mir? Hi.

Ich wei� nicht, ob ich hier richtig bin. Ich will jemanden anzeigen.

Sven Strothe hat mich vergewaltigt.

Komm doch erst mal rein.

Lukas lacht im Video. (Junge) "Ich will auch was trinken."

Gel�chter

(M�dchen) "Du musst dir M�he geben." - (Lukas, lachend) "Schei�e."

M�dchen quietscht.

Gel�chter

M�dchen quietscht. Gel�chter

(Junge) "Was machst du denn, Jessi?"

"Lasst mich in Ruhe! Ihr seid mir schei�egal!"

"Beruhig dich." - "Verpisst euch!

Ihr wollt mich umbringen!" - (Lukas, lacht) "Nimm noch Wodka."

(Lukas) "Geil." - "H�r auf zu filmen!"

Das ist das Handy von Lukas Wertheim.

Mit diesem Video hat er Jessica Laurin erpresst.

Wie kommt es in deinen Besitz?

Lukas wurde am Morgen des Amoklaufs noch damit gesehen.

Du kannst es erst an dich genommen haben, als er schon tot war.

Er war nicht tot.

D�stere Musik

Was h�tte ich denn machen sollen?

Er hatte Fotos von mir. Die wollte ich l�schen.

Ich wollte nur nicht, dass alle wieder �ber mich lachen!

Du hast das Video von Jessica gesehen und hast gedacht,

du machst da weiter, wo Lukas aufgeh�rt hat?

Hast du die Waffen bei deinem Onkel geklaut? Ja.

Warum? Ich versteh's nicht. Erkl�r's mir.

Wolltest du bei Nikolas Eindruck schinden oder...

Wolltest du sein Freund sein?

Du wolltest doch nicht wirklich,

dass er alle abknallt, mit denen du Probleme hast.

Du wusstest, wie geil er Amokl�ufer findet.

(schluchzend) Mann, ich wusste doch nicht...

Der hat doch immer nur geredet.

Als... Als wir das Video gemacht haben, wo...

Wo er so getan hat, als...

als w�re er einer von diesen durchgeknallten Amokl�ufern,

da hab ich erst gemerkt, dass er das vielleicht ernst meint.

Was hast du gemacht? Was h�tte ich machen sollen?

Ich konnte ja nicht zur Polizei.

Ich hab... ich hab's dem Laurin erz�hlt.

Dem Kunstlehrer? Sander Laurin? Ja.

Der hat sich doch immer gut mit Nikolas verstanden.

Ich hab ihm erz�hlt, dass Nikolas Waffen zu Hause hat.

Aber nicht, woher.

Und... na ja, dass ich Angst habe, dass er irgendwas anstellt.

(schluchzend) Er hat gesagt, er k�mmert sich da drum.

Ich muss dich mitnehmen.

Jessica Laurin hat dich angezeigt wegen Vergewaltigung.

Gl�ckwunsch. Lachen wird �ber dich keiner mehr.

D�stere Musik

Ah, Heller. Schauen Sie mal. Die Fotos waren auf der Speicherkarte,

die Sie in Angela Lukoschs Zimmer gefunden haben.

Viele Daten waren gel�scht.

Einige konnte die KT wieder rekonstruieren. Darf ich eins?

Ja, tun Sie sich keinen Zwang an.

Sie hat fotografiert, was ihr wichtig ist.

Freunde, Familie...

Und dann hier...

Ihren Kunstlehrer, Sander Laurin.

Strothe gab zu, dass er die Waffen geklaut hat.

Und der Kunstlehrer wusste davon.

Au�erdem f�hrt er einen schwarzen Kombi.

(Frau Lukosch) Ich wei� nicht, wer Angelas Freund war.

Daraus hat sie immer ein Geheimnis gemacht.

Ich dachte, weil ich da unterrichte. Das war nie einfach f�r sie.

Lehrerkinder haben's bei den anderen immer viel schwerer.

Sie kam neulich nach Hause, v�llig verheult.

Sie schloss sich in ihrem Zimmer ein.

Hat Angela oft von Herrn Laurin gesprochen?

Von Sander?

Ja, den mochte sie. Alle m�gen den.

Der hat so 'ne tolle Art, auf die Kinder einzugehen.

Die halten ihn f�r einen von ihnen.

Schade, dass er weggeht. Wo geht er hin?

Sander wird die Kunstakademie D�sseldorf leiten.

Das war immer sein Traum.

Seine Frau hat ihre Finger im Spiel.

Seine Frau ist gesch�ftlich in China.

Ja, die hat Galerien �berall auf der Welt.

Hat eine Menge Geld geerbt und engagiert sich in der Kunstszene.

Da ist ein einfacher Kunstlehrer als Mann wohl nicht mehr gut genug.

Den Baum wollten Angela und ich einpflanzen. Sie hat ihn ausgesucht.

Hoffentlich kommt kein Frost mehr.

Als die Sch�sse fielen, waren Sie mit Herrn Laurin im Lehrerzimmer?

Ja.

Herr Wetzel, ich, Frau Scherer.

Sander kam dann dazu. Was hei�t "dann"?

Als die Sch�sse fielen, schlossen wir uns ein, riefen die Polizei an.

Sander war im Raucherzimmer. Das grenzt ans Lehrerzimmer.

Er hat geklopft und gefragt, ob er zu uns r�berkommen kann.

Er war allein im Raucherzimmer. Er wollte lieber zu uns.

Wie lange nach den Sch�ssen war das?

Ich wei� es nicht. Das ging alles so schnell, das...

Ein paar Minuten.

Fielen Sch�sse, nachdem Herr Laurin im Lehrerzimmer war?

Nein.

Vorher schon nicht mehr.

Das war so still.

Diese Stille vergesse ich mein Leben lang nicht.

"Sander Laurin hat kein Alibi f�r die Tatzeit, daf�r aber ein Motiv.

Er �bernimmt die Leitung der Kunstakademie.

Das hei�t viel Geld, das er sich abschminken kann,"

wenn eine Aff�re mit einer Sch�lerin rauskommt. Und seine Ehe.

"Hat Sander Laurin den Amokl�ufer benutzt,"

um Angela Lukosch aus der Welt zu schaffen? "Ja."

Die Rektorin auch. Die wusste von der Aff�re.

Die hat am Tag des Amoklaufs auf Laurins Handy angerufen.

Er hat's selber gemacht. Es w�re zu unsicher,

sich darauf zu verlassen, dass Nikolas den Amoklauf macht.

Wie kommen Sie darauf? "Ich denke, er sagte Nikolas,"

dass er von den Waffen wei� und er sie ihm geben soll.

Nikolas geht fr�h aus dem Haus.

Die Waffen hat er dabei.

Sie treffen sich am vereinbarten Treffpunkt

und fahren zusammen zum Altrhein.

Nikolas denkt, sie entsorgen die Waffen.

Stattdessen erschie�t ihn Laurin.

Schuss

Spannungsgeladene Musik

Dann f�hrt er zur Schule,

parkt da irgendwo in der N�he,

zieht die Army-Klamotten �ber,

geht �ber den Hof. Alle denken, es w�re Nikolas.

Er schie�t ein paar Mal in die Luft und dann auf Lukas Wertheim.

Sch�sse

Warum? Auf den hat er es nicht abgesehen.

"Vielleicht wollte er ablenken. Oder Lukas hat ihn erkannt."

Oder er war zur falschen Zeit am falschen Ort.

Danach geht er ins Rektorat.

Sch�sse

Dann geht er in die Turnhalle, schie�t die T�r auf,

versteckt Waffen und Klamotten, um sie sp�ter zu entsorgen.

Die Sachen m�ssten noch wo sein. "Ja."

"Die Schule ist noch nicht freigegeben."

"Ich lasse Laurins Wagen durchsuchen."

Wenn er Nikolas abgefangen hat, finden wir da noch was.

Ja.

Spannungsgeladene Musik

Spannungsgeladene Musik l�uft weiter.

Da h�tten wir lange suchen k�nnen. Frau Heller.

Lassen Sie die Tasche fallen. Meine Tochter hat sie vergessen.

Schieben Sie die Tasche zu mir. Ist doch Quatsch!

Schieben Sie Tasche zu mir r�ber!

Spannungsgeladene Musik

Sie wussten, dass Nikolas keinen Amoklauf begehen w�rde.

Zu bl�d, dass die dumme G�re Angela bei der Rektorin gepetzt hat.

Die h�tte Sie sicher rausgeschmissen.

Warum stritten Sie die Aff�re nicht ab?

Weil die dumme G�re schwanger war und es �berall rumerz�hlen wollte.

Denken Sie, ich lass mir meine Zukunft versauen?

Meine Familie kaputtmachen?

Ich hab gebettelt und gefleht.

Diese bl�de Kuh ... ist doch total �bergeschnappt.

Angela war nicht schwanger. Das h�tte die Obduktion ergeben.

Sie wollte Sie nur unter Druck setzen.

Sie haben vier Menschen erschossen f�r nichts.

Er entsichert die Waffe.

F�nf. Sch�sse

D�stere Musik

Herr Laurin?

Schei�e.

Hey! Stehenbleiben!

Stehenbleiben!

D�stere Musik

Spannungsgeladene Musik

Er atmet heftig.

Hauen Sie ab!

Ganz ruhig. Ganz ruhig. Hauen Sie ab!

Ganz ruhig. Schuss

Heller!

Er schluchzt.

Er atmet heftig.

Ist alles klar?

Seit wann kommen Sie ohne Verst�rkung?

Das ist gegen die Vorschriften. Seit wann tragen Sie 'ne Weste?

Steht Ihnen. Sie lacht.

Er hat die Tasche mit den Waffen

einfach bei den anderen Sachen in der Turnhalle liegen lassen.

Verstehen Sie, warum sich alle nach ihrer Schulzeit zur�cksehnen?

Absolut nicht.

(Radiosprecherin) "Die Bluttat am Conradi-Gymnasium

ist vollst�ndig aufgekl�rt.

Wie die Polizei heute in einer Pressekonferenz best�tigte,

handelte es sich nicht, wie vermutet,

um den Amoklauf eines Sch�lers.

Das Gymnasium ist mittlerweile wieder er�ffnet.

Und auch das �ffentliche Leben ist wieder aufgenommen.

Man kann davon ausgehen, dass diesen Vormittag,

an dem vier Menschen gestorben sind, niemand so schnell vergessen wird."

Melancholische Musik

Herr Verhoeven?

Ja. Hallo. Oh.

Ich...

Wir m�chten Sie gern um Entschuldigung bitten.

Also Mirja auch.

Sie hat diese schreckliche Seite entfernt

und fest versprochen, so was nie wieder zu machen.

(lachend) Kinder...

Ich wusste es nicht. Man soll Kinder ja nicht st�ndig beaufsichtigen.

Das ist ja auch nicht gut.

Das hier ...

... m�chte ich Ihnen als Zeichen...

Ich bitte Sie, ob Sie die Anzeige wieder zur�ckziehen k�nnen.

Findest du das okay? - Nein.

Den billigen Wein k�nnen Sie behalten.

Daf�r �bernehmen Sie s�mtliche Tierarztkosten.

Mirja entschuldigt sich bei mir vor der Klasse.

Was? Kommt nicht in... - Das geht klar. Daf�r sorge ich.

Deinen h�sslichen Freund wollte ich nie haben.

Komm, Buckel.

Ja, danke, dann sch�nen Tag noch. W�nsche ich Ihnen auch.

Tsch�ss.

Kommt die Winnie mal wieder zum Essen?

Ach, das auch noch...

Melancholische Musik

Das finde ich aber sch�n, dass du da bist.

Hilfst du ein bisschen mit? Ja.

Die Blumen kann man noch nutzen.

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