All language subtitles for Gilly.Hopkins.Eine.wie.keine.2016.German.DL.1080p.BluRay.x264-CONTRiBUTiON

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Original subtitles

Lächle mal. Na los, komm.

Ganz im Ernst, diesmal muss es klappen.

- Letzte Chance. - Ist ja gut.

- Es wird schon hinhauen. - Das sollte es.

Sonst stecken sie dich ins Heim. Und das will ich so wenig wie du.

- Guten Morgen, Mrs Trotter. - Hatte ich doch richtig gehört.

Willkommen in Thompson Park, Süße.

Ja, du willst deine neue Schwester kennenlernen.

Gilly, das ist William Ernest Teague, wir nennen ihn W. E.

Echt jetzt?

Dann immer rein hier. Du musst mein Bein loslassen.

Rein mit euch.

Oh, was sehen meine müden Augen? Sie tragen jetzt einen Bart.

- Ja. - Ich hätte Sie fast nicht erkannt.

Mein Mann hatte auch mal einen, aber nicht lange.

Das steht in Gillys Akte.

Ich mache das schon so lange. Ich muss da nicht mehr reinsehen.

Gibt's hier Katzen?

- Was? - Katzen.

Nein, Süße.

- Riecht aber danach. - Galadriel.

William Ernest, zeig Gilly mal ihr Zimmer.

Gut, wir machen das nachher.

Wir wollten hier schon länger den Staub ganz neu verteilen.

Gillys medizinische Unterlagen gehen an die Schule.

Gilly hat keine Allergien...

...gegen Katzen und zum Glück auch nicht gegen Staub.

Ja, Gilly ist sehr selbstbewusst, eigenständig und unabhängig.

- Ah! - W. E.‚ ist alles in Ordnung?

Sie wissen, wie Sie mich erreichen? Das ist meine Handynummer.

- Keine Sorge, das kriegen wir hin. - Oh ja, ja, äh...

Ja, Gilly, ähm... Wir sehen uns.

- Halt dich zurück und... - Lassen Sie nur, Mr Ellis.

- Wir drei haben uns schon angefreundet. - Gut.

Mein Mann sagte, er kenne kein Kind, mit dem ich mich nicht anfreunde.

- Das glaube ich gerne. - Das ist lange her.

Manchmal erinnere ich mich kaum noch.

Falls du noch was brauchst, ruf laut "Trotter"!

Du kannst jederzeit zum Fernsehen runterkommen.

Das ist jetzt auch dein Zuhause.

Das wird schon noch, Kleines.

Es ist nicht leicht, ständig umzuziehen.

Nein, ich ziehe gerne um. So sehe ich viel mehr von der Welt.

Na schön. Willkommen auf diesem Fleckchen Erde.

- Ich hoffe, du lebst dich schnell ein. - Da können Sie sicher sein.

Ach, Mom, wenn du wüsstest, wo ich gelandet bin.

Wenn du nur wüsstest...

Ich denke immerzu an dich.

William Ernest guckt "Tulley's Trolley". Setz dich zu ihm, wenn du willst.

Warum sollte ich eine Sendung für kleine Vollidioten ansehen?

Hör gut zu, es gibt hier etwas, das wir gleich klarstellen sollten.

Du hast kein Recht, ihn zu verachten, nur weil er nicht so clever ist wie du.

- Wen verachte ich denn? - So klang es gerade.

- Du sagtest, er wäre ein Vollidiot. - Das habe ich nicht.

Ich kenne ihn doch gar nicht.

- Ich gucke nur keine Kindersendung. - Er hatte es bisher nicht leicht.

Aber er wohnt jetzt hier.

Und solange der Herr ihn in diesem Haus belässt,

wird niemand ihm je wieder etwas tun.

- Niemand. Egal, was. - Herrgott, ich wollte nur sagen...

Der Name des Herrn wird hier nicht leichtfertig gesagt.

Okay, vergessen Sie es. Habe verstanden.

Das Abendessen ist gleich fertig.

- Geh rüber und hole Mr Randolph. - Wen?

Er kommt abends zum Essen. Sonst holt ihn William Ernest ab.

Aber du wärst eine nette Abwechslung.

William Ernest?

Bist du das?

Äh... nein, ich bin's.

Oh, das neue Mädchen, richtig?

Willkommen.

Und ich bin Mr Reginald Randolph. Freut mich, dass wir uns kennenlernen.

Ja... äh... Trotter schickt mich. Ich soll Sie abholen.

- Oh ja, danke. Das ist sehr freundlich. - Kein Ding.

- Oh. - Achtung... Stufe.

- Danke. - Schon gut.

Ohne diesen Engel wäre ich auf die Schnauze gefallen.

Hier wird es jetzt lebhafter zugehen, stimmt's?

Das würde mich nicht wundern.

- Sprichst du das Tischgebet? - Hm?

Mrs Trotter, es wäre mir ein Vergnügen, den Segen für dieses Essen zu erbitten.

Das ist sehr nett, Mr Randolph.

Lieber Gott,

wir danken dir für dieses üppige Festmahl

und für das Geschenk und die Ehre,

es mit dem neuesten Familienmitglied teilen zu dürfen.

- Amen. - Amen.

Wo bist du, Mom?

Ich stelle mir vor, du machst was ganz Aufregendes.

Wenn ich wüsste, wo du bist, könnte ich dir sagen,

dass ich mal wieder da gelandet bin, wo ich alle hasse.

Ich werde nicht lange hier sein.

Ich werde dich finden. Damit wir eine Familie sein können.

Was denn?

- Ich will sehen, ob du zugedeckt bist. - Das kriege ich hin. Danke.

- Kann ich reinkommen? - Die Tür war nicht ohne Grund zu.

Ich will jetzt schlafen.

Ja, in Ordnung.

Gute Nacht.

Wie geht unser Spruch?

Der gemeinsame Nenner ist unser Freund.

Gemeinsame Nenner sind unsere Freunde.

Oh, willkommen.

Ich bin Miss Harris.

Galadriel Hopkins. Ein wunderschöner Name.

- Natürlich von Tolkien. - Nein, von der Sherman School.

So heißt eine Königin aus einem Buch von Tolkien.

- Also ich heiße lieber Gilly. - Dann nennen wir dich also Gilly.

Gilly, setz dich auf den leeren Stuhl neben Monica Bradley.

Oh, hier.

Wir sind auf Seite 27.

Also, wer findet den gemeinsamen Nenner in dieser Gleichung?

Oh, oh, oh. Rajeem.

Du musst eine Menge aufholen, hm?

Hattet ihr noch keine Bruchrechnung?

Ähm, doch.

Nein.

Komm an meinen Tisch, ich erkläre es dir.

Die Stühle unter die Tische schieben!

Wirf mal hierher.

Gut.

- Mach schon. - Nicht so lahm!

- Ich weiß, wer du bist. - Ah ja? Wer bin ich?

Die Neue. In der Cafeteria esse ich auch umsonst.

Danke für die Information.

- Ich bin Agnes. - Klingt gar nicht gut.

- Sagst du mir deinen Namen? - Geh mir aus dem Licht.

Hey, schubs mich nicht. Was ist dein Problem?

Eine kleine Nervensäge namens Agnes schnallt meine Signale nicht.

Ich dachte, eine Neue braucht eine Freundin.

Wie wär's mit "Nein"? Du nervst, also hau ab.

Schieß her.

Rück den Ball raus.

- Mach jetzt mal. - Hinterher!

Bleib stehen!

Kommt, schneller. Macht schon!

Na los, rück raus.

Au!

Du bist neu hier, aber wir fahren eine Null-Toleranz-Politik.

Wir dulden hier keine Prügeleien.

Das solltest du dir stets klarmachen, Gilly.

Du bist auf einer neuen Schule. Deine Chance auf einen Neuanfang.

- Wenn du Gesprächsbedarf hast... - Habe ich nicht.

Alles bestens.

Ich kann dir keine Hilfe aufzwingen.

Aber du machst aus dieser Schule kein Irrenhaus.

In den Pausen wirst du deine Defizite in Mathe aufarbeiten.

Rajeem.

Rajeem wird netterweise mit dir lernen.

Nach dem Mittagessen kommst du hierher.

- Ich habe ein Recht auf Pause. - Das hast du leider nicht.

- Was willst du? - Nichts. Ich gehe nur nach Hause.

- Klasse, du hast fünf Jungs verkloppt. - Sechs. Einer lief weg.

Wir sollten uns mal treffen. Du kennst keinen hier und...

Ich will keinen kennenlernen. Ich bin nicht lange hier.

- Du hast nicht gesagt, wie du heißt. - Ach, ist dir aufgefallen?

- Willst du nicht? - Lässt du mich dann in Ruhe?

- Mein Name ist Gilly, Gilly Hopkins. - Du kannst mich Ag nennen.

- Willst du mal vorbeikommen? - Nein, ich gehe jetzt.

- William Ernest, bist du das? - Nein.

Gilly, Süße, wie war's? Hast du schon Anschluss gefunden?

- Nein. - Gilly, Augenblick.

Hier ist eine Postkarte für dich. Sie kam... heute Morgen.

"Meine liebste Galadriel. Die Behörde sagt, du bist umgezogen.

Leider nicht zu mir. Du fehlst mir. Alles Liebe, Courtney."

Kann ich was für dich tun?

Hat man nie seine Ruhe in dieser Drecksbude?

Ich wollte sicher sein, dass es dir gut geht.

Ja, wenn du deinen Arsch wegbewegst.

Wir sind dann unten, ja? Und das Essen ist auch gleich fertig.

Ich brauche keine Hilfe!

Außer von dir, Mom. Wenn ich dir nur schreiben könnte.

Würdest du mich holen?

Ich würde alles anders machen und ein ganz neuer Mensch werden.

Nicht mehr die schlimme Gilly,

sondern die glamouröse, glanzvolle Galadriel.

Jetzt geht's nach Hause, Baby.

San Francisco.

- Miss Gilly, wie war's in der Schule? - Na ja, nicht so prickelnd.

Ihr jungen Leute habt so viele Möglichkeiten.

Als ich noch zur Schule ging... Danke.

Und den Ketchup noch bitte.

Was geht, kleiner Dummi?

Was ist los? Hast du dich verschluckt?

- Soll ich ihm auf den Rücken hauen? - Nein, niemand schlägt dich.

Alle hier wollen dir nur helfen. Oder, Gilly?

- Ja, ich wollte dir nur helfen. - Das weiß er manchmal nicht.

Ich stehe jedenfalls hinter dir.

Ich hätte da eine Idee, Mr Randolph.

Da Gilly so hilfsbereit ist, könnte sie uns was vorlesen.

- Was? - Ja? Du würdest mir eine Freude machen.

Ich habe nichts zu lesen da.

Mr Randolph hat genug Bücher, um dich ewig auf Trab zu halten.

Ja, wirklich. Hier gibt's nur die Bibel.

Ich gehe schnell rüber.

Oh Mann, diese Blinden, ich glaube es nicht.

Was war der denn? Bibliothekar?

Mr Randolph sagt, die Lampen seien vielleicht durchgebrannt.

- Leider vergisst er das immer. - Es war noch hell genug.

Sonst wäre ich rübergekommen.

- Ich bin keine Idiotin. - Das erwähntest du schon mal.

- Hast du was für Mr Randolph gefunden? - Ja, das hier.

"Die Oxford-Sammlung englischer Lyrik". Das nehme ich.

Und? Was hast du Schönes mitgebracht?

Die wunderbaren Gedichte, die wir letztes Jahr gelesen haben.

- Die "Oxford-Sammlung". - Nimm Seite 357.

William Wordsworth.

- Es gab die Zeit, da Wiese... - Ich hab's schon.

"Es gab die Zeit, da Wiese, Fluss, des Waldes Saum, die Erde,

jeder gewöhnlich' Blick mir endlich schien.

Gekleidet wie in Himmelslicht, in Glanz und Frische wie im Traum."

Ah: ja' ja.

"Doch ist nun alles anders, als es früher war.

Und wohin ich auch mag gehen, zur Nacht, am Tag.

- Die Dinge, wie ich sie einst sah... - So kann ich sie nun nicht mehr sehen."

Lies weiter, Kind.

"Geburt, das ist nur ein Schlaf und ein Vergessen.

Die Seel', die mit uns aufgeht, unsres Lebens Stern,

hat andere Heimat nie besessen, und kommt daher von fern.

Nicht heillos in Vergesslichkeit und nicht in völl'ger Nacktheit.

In Wolkenglanz und Glorienschein, wir kommen von Gott, der unser Heim.

Dank sei unsres Herzens Schlag, durch den wir leben.

Dank unsres Herzens Freude, seiner Scheu und Zärtlichkeit.

Auch mir kann die gemeine Blume, die verweht, so geben

an Gedanken, was der Tränen Sprache nicht erreicht."

Ah, Miss Gilly, das war wunderschön.

So ist es, du liest wunderbar.

Und, Gilly? Was hältst du von Mr Wordsworth?

Schräg und... es ist komplett ohne Sinn.

"Kommt daher von fern" und "Nacktheit"? Ziemlich sch...

Heftig.

Ja, und das hier, "gemeine Blume". Wie kann eine Blume gemein sein?

"Gemein" hat noch eine andere Bedeutung.

Wordsworth meinte damit "gewöhnlich", nicht den miesen Charakter.

- Eine Blume verweht nicht. - Pusteblumen verwehen.

Vielleicht hatte er genau diese Blume vor seinem geistigen Auge.

- Rein botanisch gibt sie ja wenig her. - Ja, und wie die verwehen.

- Ja. - Sie wehen überall herum.

Ist William Ernest nicht großartig, Gilly?

- Ich wusste nicht, dass er spricht. - Oh doch, unser Kleiner kann sprechen.

Er wartet auf den richtigen Zeitpunkt, den besonderen Moment.

Na, Partner? Komisch, dauernd laufen wir uns über den Weg.

- Das ist so lustig. - Wie findest du Miss Delaney?

Eine Sportlehrerin, die raucht. Arlene hat es gesehen.

- Sie war in der Mall... - Allmählich hasse ich dich.

Wir kennen uns noch nicht lange. Aber lass mich endlich in Ruhe.

Sonst reiße ich dir die Zunge raus und schieße sie zum Mars.

Ein Wort noch, und es ist dein letztes auf diesem Planeten.

Hier haben wir ein Äpfelchen.

Und ein lecker Sandwich.

Und noch ein Saftpäckchen.

- Hey. - W. E.‚ geh rein.

- Ich... - Du wartest, Dumbo.

Es ist alles da. Geh mal rein.

- Wie nennst du mich? - Segelohr, es ist erst acht.

Und dein Pausenbrot ist aufgefressen? Oder hast du es verlegt?

- Sieh mal hinter deine Ohren! - Wie?

Du bist der Osterhase, habe ich recht?

Ihr haltet das Maul. Okay, Süße.

- Ah! - Du nennst mich nicht "Süße".

Das höre ich schon zuhause.

- Mein Bein ist gebrochen. - War nur ein Kick, Mr Spock.

Wenn ihr W. E. noch mal zu nahe kommt, werdet ihr es bereuen.

Mach Eis drauf, sonst gibt es einen blauen Fleck.

- Wer ist das? - Mein Name ist Hopkins.

Gilly Hopkins.

Denk bloß nicht, dass ich dich mag oder dass wir jetzt Freunde sind.

Die Typen sollen nur eins kapieren. Wenn dich jemand fertigmacht, dann ich.

Ist das klar?

Hier.

- Hast du dein Mathebuch? - Warum machst du das? Nachhilfe?

So sammle ich Punkte bei Miss Harris. Ich helfe allen.

- Das hast du nötig? - Nein.

Das ist wie die dritte Scheibe für ein Sandwich, es bringt dir nichts.

- Wieso Sandwich? - Ich nenne dich Punkt, okay?

- Nein. - Okay, Punkt, los geht's.

"Warum ich bei Tulley's Trolley kotzen muss".

Interessantes Thema.

Nur eine Eins und keine Eins plus?

- Nein. - Es ist interessant, nicht überragend.

Lass dir etwas Zeit. Du bist neu hier.

Gilly.

- Hey, Gilly. - Verdammt, stalken Sie mich?

Nein, ich war zufällig in der Gegend.

Oh, hey, es geht mir gut. Und jetzt hauen Sie ab.

Komm schon. Ich will nur wissen, wie es dir geht.

Damit alle denken, es wäre Ihnen nicht egal.

Okay, so kann man sich nicht unterhalten.

Würdest du bitte einsteigen?

- Gilly, wieso steigst du nicht ein? - Wegen des Unfalls.

Welcher Unfall?

Oh.

Ich verstehe Sie nicht.

Ihr Truck hat keine Schramme. Es ist gar nichts passiert.

Ich habe den Schaden.

Das ist doch lächerlich. Was soll das?

- Das gibt es ja nicht. - Policía!

Policía? Policía? Wieso...

Wieso denn policía? Es ist doch gar nichts passiert.

Policía? Wir brauchen keine policía.

Ihr Automobil ist bueno.

“Letzte bekannte Adresse: 32 Gatter Lane,

Apartment 1 A, San Francisco, Kalifornien."

- Policía! - Okay, ich schaue kurz.

Ja ja.

- Alles gut mit den Kids in der Schule? - Völlig.

- Und Miss Harris, ist sie... - Auch gut.

Gilly, ich will nicht, dass du immer "gut" sagst.

Was wollen Sie dann?

- Nur wissen, ob es dir gut geht. - Na, besser als Ihrem Auto.

- Bist du das, William Ernest, Schatz? - Nein, ich, Mommy-Trotty-Mause-Süß.

Wie wäre es mit Trotters Schokosplitterkeksen?

Hm... ich mache Diät.

Nein, ehrlich?

Ehrlich, Trotty-Mommy-Butterschweinchen.

Lasse ich mich mit Keksen bestechen? Netter Versuch.

Aber gib dir mehr Mühe. So kriegst du Gilly nicht.

Oh nein, ich brauche viel mehr. Aber woher bloß?

Ich könnte mit Agnes' Hilfe an Randolphs Kohle ran...

Aber dieses Mundwerk...

Ich bräuchte einen, der nicht redet.

Jemand, der nicht reden kann.

Dum-di-dum-di-dum-di-dum.

Oh Mannomann.

Wir machen jetzt ein schönes Picknick.

Wir haben alles dabei, was wir brauchen.

Wir haben eine Tischdecke, eine Gabel, ein Messer,

ein Propeller-Flugzeug, eine Serviette, eine Handtasche und ein Rugby-Ei.

Wir haben einen Tischfußballspieler, einen Plastikdinosaurier, ein Fahrrad.

Wenn da mal nicht noch etwas fehlt für ein Picknick.

Was haben wir denn da? Eine Taschenlampe!

Und Würstchen-Einwickelpapier‚ Käse-Einwickelpapier,

Bonbon-Einwickelpapier.

Oh Mann, ich brauche jemanden, der mit mir das Ding fliegen lässt.

Ich kriege das einfach nicht gut hin mit diesem Papierflieger.

Jetzt du.

Wow!

- Der fliegt richtig gut! - Nein, das warst du.

Du wirfst richtig gut.

Eins-a-Wurftechnik. Hattest du Unterricht?

Nicht? Du hast es dir selbst beigebracht?

Kein Scheiß? Mann, dann bist du ein Naturtalent.

Hey, Trotter, sieh dir das an. W. E. hat es richtig drauf.

Hier.

- Sieh mal! - Wir gucken, William Ernest, Kleiner.

- W. E. hat einen Papierflieger. - Aha.

- Wow! - Und? War es gut?

Oh, ich dachte immer, außer um Lehrer zu ärgern,

wären Papierflieger zu nichts gut.

Danke.

Kein Ding. Ähm, Mr Randolph, soll ich Sie ins Wohnzimmer bringen?

Ah, danke sehr, Miss Gilly.

Zeigst du es mir noch mal?

Zuerst... muss man es so halten.

Und dann auch noch mal nach oben.

Und dann wirft man ihn so.

Hier, dann fliegt er erst richtig gut.

Und dann, wenn er eine Kurve fliegen soll,

dann geht er so rum.

Seht ihr?

Und wenn er in die andere Richtung fliegen soll,

dann machst du es andersrum.

Aber am schönsten ist es, wenn sie hoch und dann geradeaus fliegen.

- Was ist mit dir, W. E.? - Er ist kaputt.

Was? Zeig her.

- Er fliegt nicht mehr. - Quatsch, das haben wir gleich.

- Aber dann ist er nicht mehr perfekt. - Perfekt? Das war er noch nie.

- Außerdem ist perfekt langweilig. - Ehrlich?

Ja, denk dir, der kleine Riss hier ist einfach eine Delle.

- Eine Delle? - Ja, wie im Zweiten Weltkrieg.

Da kamen die Bomber vom Einsatz zurück und waren total ramponiert.

Heck kaputt, Tragflächen durchlöchert, völlig abgewrackt.

- Aber weißt du... - Was?

Die flogen besser als alle Maschinen, die perfekt aussahen.

Die Piloten wollten die neuen nicht, sondern ihre runtergerockten Maschinen.

Die mit den Kampfspuren.

Den lassen wir morgen fliegen, bevor wir in die Schule gehen.

Kampfspuren.

Ja. Jetzt ab ins Bett.

Kampfspuren.

Was?

Was willst du denn?

Kann ich mich setzen?

Nein, hier ist nichts frei.

Das war ein Scherz, du Spasti.

Klar, setz dich, wenn du willst.

- Du redest aber nur in kurzen Sätzen. - Cool.

Noch kürzer.

Auf der Geraden bedeutet der Betrag den Abstand der Zahl von null.

- Jetzt zu Seite 34. - Nein, das war's.

- Wir schreiben einen Test. - Ich gebe eine leere Seite ab.

- Dann dreht sie am Rad. - Dann stehe ich schlecht da.

Du fällst durch, und ich gelte als schlechter Lehrer.

Ey, verarschst du mich? Seit wann geht es hier um dich?

- Ich könnte meinen Ruf verlieren. - Dem als König der Mathe-Nerds?

Wen interessiert es, wie du 2/3 durch 2/15 teilst?

Lass uns nicht am Sinn dieser Gleichung zweifeln.

So ging es bei den Nazis los: Tu es, und frag nicht, warum.

- Was? - Die Nazis waren gut in Mathematik.

Ist das deine neue Strategie?

Von Eins auf Sechs. Aber du bist nicht ganz durchgefallen.

Hier, du hast noch ein Plus. Dein Name ist richtig geschrieben.

Wenn du also völlig versagen wolltest, dann ist dein Versuch gescheitert.

Wenn du null Punkte kriegen willst,

dann mach es das nächste Mal wie unser Jimmy und betrüge.

Oder mach es wir Mr Ramirez, und gib gar nichts ab.

Mhm.

Bleib doch mal stehen! Wieso bist du so wütend?

Sie weiß, dass ich mit Absicht durchgefallen bin.

- Warum regt dich die Harris so auf? - Die mit ihrer verdrehten Psychologie!

Hast du was gegen Farbige?

Nein, ganz sicher nicht, du dumme Kuh. Warte mal.

- Suchst du ein schlimmeres Schimpfwort? - Nein. Du bist ein Genie.

- Ehrlich? - Agnes.

Dein schwachsinniges Gefasel hat mir gerade total geholfen.

Bin ich jetzt ein Genie oder schwachsinnig?

Ich muss los.

He! Warte! Was bin ich?

Also, jede Aktion erzeugt in Wechselwirkung eine was?

- Reaktion. - Das geht besser.

Für jede Aktion existiert in Wechselwirkung eine was?

- Reaktion! - Sehr gut.

Gilly, bleibst du noch da bitte?

Seht euch die Vokabeln in Kapitel drei an.

Vielleicht gibt es ja einen Test.

Vorwarnung. Wenn ihr das Wort nicht kennt, schlagt es nach.

N-Für Miss Harris...

"Es heißt, Schwarz ist wunderschön, oh Himmel, allmäch-tigger.

Es scheint, wenn jemand so was sagt, meint er eigentlich Nig..."

Dann ist eine Lücke frei geblieben. Vermutlich soll ich sie ausfüllen. Hm?

Ob du es glaubst oder nicht, Gilly, wir beide sind uns sehr ähnlich, mhm.

Wir sind schlau, und das wissen wir auch.

Aber was uns noch mehr verbindet als die Intelligenz, ist die Wut.

Wir sind zwei der wütendsten Menschen, die ich kenne.

Man hat mich gelehrt, meine Wut zu unterdrücken,

was ich auch tat... und noch tue.

Genau deshalb beneide ich dich.

Mhm.

Die Wut, die du in dir hast, die sieht man dir noch an.

Sie ist dir sozusagen ins Gesicht geschrieben.

Schließ Frieden mit ihr, Gilly.

Und nutze sie

für deine Zwecke.

Hm?

Aber ich habe dich nicht hierbehalten,

um dir zu sagen, wie schlau du bist, sondern um dir für die Karte zu danken.

Oh, Gilly.

Ich habe sie ins Lehrerzimmer mitgenommen

und sehr fantasievoll geflucht,

ungefähr 20 Minuten.

Huh, ich habe mich lange nicht mehr so gut gefühlt, ehrlich.

Okay, na gut. Wir sehen uns morgen.

Also danke, Gilly.

Danke noch mal.

Hey, Gilly...

Was kostet eine Busfahrkarte von Maryland nach San Francisco?

Nur hin nach San Francisco? Das wären 189 Dollar.

Sind Trotter und Mr Randolph beim Einkaufen?

Ja, und zum Sozialamt, Geld holen.

Mr Randolph bat mich, was für ihn zu erledigen.

Mr Randolph will nicht, dass Trotter irgendwas davon erfährt.

Es ist so eine Art Überraschung. Das bleibt unter uns, okay?

Okay.

Siehst du das da, das rote Buch im Regal?

- Ich komme nicht ran. - Wir versuchen es zusammen, komm.

Ich komme immer noch nicht ran.

Jetzt habe ich ein bisschen Angst.

Stell dir vor, wie stolz alle sind, wenn uns die Überraschung gelingt.

- Und die hören, wer raufgeklettert ist. - Es geht nicht.

Da müsste Geld liegen, nimm es. Es kann nichts passieren.

' Ha! " Zeig her!

- Ah! Nein! Nicht loslassen! - Ganz ruhig. Mache ich nicht.

War da noch mehr?

- Nein, sieht nicht so aus. - Okay.

Komm wieder runter.

Vorsichtig.

- Du hast welche vergessen. Bitte. - Oh. Danke.

Na los, komm.

Ich gebe Mr Randolph das Geld später. Du kannst jetzt wieder spielen gehen.

Denk dran, die Überraschung ist streng geheim.

- Ganz streng geheim. - Okay.

25 Mäuse.

Dafür komme ich gerade mal bis zum Mississippi.

Super, Gilly. Echt super.

"Liebe Courtney Rutherford Hopkins, ich habe deine Karte bekommen.

Ich muss dich leider belästigen,

aber als meine Mutter solltest du wohl über meine Situation Bescheid wissen.

Ich bin sehr verzweifelt. Sonst würde ich dir nicht damit kommen.

Die Pflegemutter ist eine religiöse Fanatikerin,

das Haus ist verkommen.

Ihre merkwürdigen Freunde tauchen abends zu merkwürdigen Zeiten auf.

Ich teile mir ein versifftes Badezimmer mit einem anderen Kind,

für das ich den Babysitter spielen muss.

Das ist wegen der Extrahausaufgaben einer fiesen Lehrerin kaum zu schaffen.

Ich habe 65 Dollar für ein Busticket nach Kalifornien gespart.

Das kostet aber 189 Dollar.

Wenn du mir den Rest schickst, würde ich arbeiten und es zurückzahlen.

Ich bin sehr schlau und selbständig und werde dir nicht zur Last fallen.

Viele Grüße, deine dich liebende Tochter Galadriel Hopkins. "

Unser Klassenlehrer hat gesagt, wir müssten das auf morgen verschieben.

Verstehst du das?

Hörst du mir überhaupt zu?

- Cooles Auto vor Mr Randolphs Haus. - Ja, er kommt heute nicht zu uns.

Sein Sohn ist da. Er will bei seinem Daddy aufräumen.

In einigen Zimmern war seit Jahren niemand mehr.

Er wird das mit dem Geld merken und ruft die Bullen.

Das Zeug hier, das bringe ich nur schnell zu Agnes.

- Geh nicht weg. - Ich komme wieder. Sag Trotter nichts.

Danke, Agnes.

Du bist echt mutig. Oder durchgeknallt.

Die Durchgeknallte nennt mich durchgeknallt.

Danke, dass du so tust, als wären wir Freunde.

Der Bus nach Tallahassee‚ Florida, ist vorgefahren.

Die Fahrgäste können nun einsteigen.

- Ja? - Ein Ticket nach San Francisco.

- Hin und zurück? - Äh, nein, nur hin.

- Du willst ganz allein fahren? - Ich? Äh...

Nein.

Meine Stiefmutter steht da drüben. Sie spricht nur Französisch.

Ist Dads zweite Frau. Sie hat aber schon ein Ticket.

- Ah. - Ich freue mich so auf die Straßenbahn.

Der Computer streikt. Das dauert einige Minuten.

Okay.

Du hast eine lange Reise vor dir. Nimm dir doch noch so ein Buch mit.

- Ich lese keine Bücher. - Es ist eine Schande.

Niemand nimmt heute noch ein Buch in die Hand.

Der Bus aus Wisconsin, Abfahrt 18.40 Uhr,

verspätet sich um etwa eine Stunde.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ich komme.

- Niemals. Niemals. - Niemand macht Ihnen Vorwürfe.

Sie haben nichts falsch gemacht.

Ich hätte auch nie gedacht, dass Fluchtgefahr besteht.

- Das hat sie noch nie gemacht. - Sie ist nur etwas durcheinander.

Sie waren uns eine tolle Unterstützung über all die Jahre.

- Aber... - Ich lasse sie nicht gehen.

Denken Sie an William Ernest. Er hat solche Fortschritte gemacht.

William Ernest wollte, dass sie hierbleibt.

- Sicher, weil Sie traurig waren. - Kommen Sie.

Er ist sehr sensibel und verträgt keine schädlichen Einflüsse.

Er ist eineinhalb Jahre hier.

Er wird es schaffen. Oh ja, das wird er.

Manchmal muss man auf den Hacken laufen, um die Zehen zu schonen,

auch wenn das für die Hacken nicht gut ist.

Irgendwer muss sich für Gilly einsetzen. Das ist schon lange fällig.

Ich gehöre nicht zu denen, die sie im Stich lassen.

Ich wäre fast gestorben, als sie plötzlich weg war.

Wäre nicht eine Veränderung ganz gut? Für beide Kinder?

- Beide? - Ja.

Wir haben über eure Situation gesprochen, die keine gute ist.

Ich habe ihm erklärt, Kinder machen manchmal Fehler...

- Zu viele. - Mr Ellis gibt dir noch eine Chance.

- Ich finde... - Thanksgiving steht vor der Tür.

- Die Ferien beginnen. - Ferien...

Wenn du hierbleiben möchtest, dann bleibst du.

Was ist mit meiner Mutter? Sie hätte mich gern bei sich.

Du meinst die Postkarte? Wenn deine Mutter das wollte...

Es ist diesmal anders. Sie will, dass ich komme.

Das hat sie geschrieben.

Würde sie dich kennen und wissen, was für eine Tochter sie hat,

dann wäre sie in einer Minute hier.

Du hattest über 100 Dollar dabei.

Das war ja bestimmt nicht dein Geld.

Es ist Diebstahl, wenn man anderen Geld wegnimmt.

Ja, das ist es.

Denken Sie etwa, dass mir das zum ersten Mal passiert ist?

- Nein. - Gut, dann vertrauen Sie mir.

Das tue ich, aber ich muss es von Gilly hören.

Kann ich dir vertrauen?

Ja.

Mrs Trotter?

Na gut, wider besseren Wissens warte ich bis nach Thanksgiving.

Aber dann suchen wir nach einer Lösung, ja?

Komm.

Ich wünschte, Trotter hätte so reagiert wie Sie.

Ich muss einen Berg Hausaufgaben abarbeiten für die Süßigkeiten.

Sie zahlt mir gerade mal lumpige 25 Cent für die Sklavenarbeit.

Oh... Sorry für das Wort "Sklave".

Mrs Trotter meint, die Bezahlung soll der Strafe angemessen sein.

Würde sie besser zahlen, wäre es ja wohl keine Strafe, oder?

Ja, kann sein.

Aber für 75 Cent die Stunde könnte ich mit W. E. Schularbeiten machen.

- Ich verbringe dann viel Zeit mit W. E. - So sieht's aus.

Das war nur der Besen, du Dummi.

Was tust du, wenn dir jemand eine reinhaut?

Keine Angst, ich haue dich nicht.

Willst du dich später von jedem fertigmachen lassen?

Ich zeige dir, wie man kämpft.

Du weißt, ich habe sechs Jungs verdroschen.

Ich zeige dir, wie. Dann schaffst du das auch.

Punkt eins, wenn dich jemand anbrüllt, machst du dich ganz groß.

Dann ändert er vielleicht seine Meinung. Aufrichten, tief Luft holen.

Dann sag: "Zur Hölle, du gehst mir aus dem Weg!"

Jetzt du.

Zur Hölle, geh mir aus dem Weg.

Nein.

- Sprich mir nach: Zur Hölle! - Zur Hölle!

- Aus... dem Weg. - Aus... dem Weg.

Schrei, als würdest du es ernst meinen. Lauter als je zuvor!

Zur Hölle, du gehst mir aus dem Weg!

Ich zeige ihm das nur, damit er sich wehren kann.

Wenn er lesen und sich wehren kann, kommt er klar.

Oh.

Du magst es ja nicht, geküsst zu werden.

Manchmal habe ich mich nicht unter Kontrolle.

Klar, halb so wild. Komm, W. E.

Morgen lernst du den Schienbein-Tritt. Der tut weh.

- Hey. - Ich sammle keine Punkte mehr.

Ja, schon gehört.

Ähm, ich wollte ja auch nur Danke sagen, weil ich viel verstanden habe.

Nicht, dass ich es je brauchen würde... Mathe.

Aber trotzdem danke.

Gern geschehen.

Mr Randolph?

Hallo?

Du bist es, Miss Gilly. Ist es schon Zeit fürs Abendessen?

Ja.

- Geht es Ihnen gut? - Oh, so weit ja, denke ich.

Ich bin nur nicht ganz auf der Höhe, weißt du?

Wer ist das?

Das war meine wunderbare Frau, 44 Jahre lang.

Als ich Miss Mary kennenlernte, war sie Tänzerin in einem Varieté.

- Sie war Stripperin? - Nein.

Nur Ausdruckstanz. Das war damals was Besonderes.

- Sie war hübsch. - Sie war mein Ein und Alles.

Und heute wäre unser Hochzeitstag.

Oh.

Ich ahne, was du denkst.

"Was macht der alte verrückte blinde Mann da?

Er starrt auf ein Bild, das er nicht sehen kann."

Aber ich kann.

Denn als meine Augen nachließen,

habe ich das Bild jeden Abend angesehen, bevor ich ins Bett ging.

Ich kenne dieses Bild besser, als ich mich selbst kenne.

Ich vermisse sie wirklich ein bisschen.

Mir war so schlecht.

- Entschuldigung. - Wofür denn? Alles okay.

- Aber es ist was danebengegangen. - Offensichtlich das meiste. Komm hoch.

Pass auf, Vorsicht. Ich bringe dich ins Bett.

Gilly, läufst du dann wieder weg?

Nein.

Gute Nacht.

- Ich habe da unten gerade was gehört. - Ich habe was gewaschen.

"Gilly-Schnuckiputzi, was geht dir durchs Köpfchen,

dass du zu dieser Stunde Wäsche machst?"

"Keine Ahnung, Trotter-Putzi-Baby, vielleicht hatte ich einfach Lust dazu."

- Klar, Süße, träum schön. - Du auch, Zuckerpupsi.

Galadriel?

- Galadriel Hopkins? - Wer will das wissen?

Ich bin deine Großmutter.

Dürfte ich wohl reinkommen?

Ja...

Ja, klar.

Ich... ich bin doch hier richtig, ja? Du bist Galadriel?

Das habe ich dir mitgebracht.

Courtney, deine Mutter, ist zu Hause ausgezogen.

Es war eine...

Sie und ich, wir... Es war eine sehr schwere Zeit damals.

Ich habe nie...

Es war nur... Ich stelle mich nicht gerade besonders gut an, oder?

Ähm...

Dein Großvater, er starb vor fast zwölf Jahren.

Ich wollte zu deiner Mutter Kontakt aufnehmen.

Aber dazu kam es leider nicht.

Später kam doch noch eine Nachricht...

eine Nachricht von ihr.

Es war der erste persönliche Brief von Courtney nach 13 Jahren.

Ich wusste gar nicht, dass sie ein Kind bekommen hatte.

Kann es denn sein, dass eine Tochter ihren Eltern so etwas verschweigt?

Gilly, hast du nicht gehört? Ich hatte doch gerufen.

- Ich habe ins Bett gemacht. - Schon okay.

- Ich konnte nichts dafür. - Ich weiß.

Wenn man krank ist, kann man nichts dafür.

Komm, wir ziehen dich um, ja?

Zur Hölle, du gehst mir aus dem Weg.

Entschuldigung, ich bin gleich wieder da.

Tut mir echt leid. Dauert bestimmt nicht lange.

- Ah! Was ist los? - Ah! Galadriel!

- Galadriel! - Miss Gilly! Gilly!

Mr Randolph, alles in Ordnung. Ich bin hier bei Ihnen, okay?

Haben Sie keine Angst. Legen Sie sich wieder hin.

- Ruhen Sie sich aus. - Gilly.

- Ist da unten jemand bei dir? - Nein. Geh wieder ins Bett, Trotter.

Meine Güte, du armes Ding. Die können dich nicht so unterbringen.

So? Nein, das sieht nur so aus, weil alle krank sind außer mir.

Es sieht hier eigentlich anders aus.

Trotter hält alles sauber und ist...

Oh Gott, ich habe den... habe den Truthahn vergessen.

Ich habe mich darum gekümmert. Der Truthahn ist im Ofen.

- Alles gut und... - Okay... ich... ich muss mich setzen.

- Nein. Nein. - Alles dreht sich um mich.

- Ich habe dich platt gedrückt. - Roll rüber.

- Oh mein Gott. - Arme kleine Gilly.

Ich muss erst auf die Beine kommen.

Herr im Himmel.

- Du hast gesagt, es ist niemand hier. - Die Frau wohnte früher hier...

Ich wollte gerade gehen. Es ist kein guter Zeitpunkt.

Das glaube ich auch. Leg dich wieder hin.

Ich komme gleich zu dir. Das Essen ist in einer Stunde fertig.

- Biete ihr einen Keks an. - Klar.

Mach dir keine Sorgen.

Es tut mir so so leid, das Ganze hier. Ich werde dich hier rausholen.

Das verspreche ich dir.

Oder wir rufen die Leute an und stöhnen ins Telefon.

- Die flippen immer aus. - Das ist dämlich, dämlich, dämlich.

Komm, lass uns was machen. Das letzte Mal ist ewig her.

- Ich habe zu tun, alle waren krank. - Ach komm.

Mein Bruder, meine Mutter und mein Onkel brauchten mich.

- Du hast einen schwarzen Onkel? - So ist es.

- Ja, und ich auch. - Hört mal, das ist mir echt zu blöd.

- Bis morgen, Gilly. - Mach's gut.

- Wetten, ich könnte sie verprügeln? - Das wäre gemein, sie ist so mickrig.

Hi, Mom.

- Was ist passiert? - Das sage ich dir drinnen.

Bitte, Gilly, komm jetzt rein.

Ich habe sehr gute Neuigkeiten.

- Kommt meine Mutter? - Nein.

Nein, nicht direkt. Sie ist in Kalifornien.

Aber deine Großmutter, die Mutter deiner Mutter, rief uns an.

Sie möchte dich zu sich holen.

- Aber ich kenne sie nicht! - Deine Mom will das auch, sagt sie.

- Sie reden mit ihr? Lüge. - Ich lüge nicht.

- Ich will auch mit ihr reden. - Das funktioniert so nicht.

- Die können mich nicht zwingen. - Doch.

Trotter, das lässt du nicht zu. Sag es ihm.

Trotter? Du hast gesagt, du lässt mich nicht weg.

Es ist doch so? Niemals, niemals, das hast du gesagt!

Nicht weinen, Gilly!

Ich weine ja gar nicht. Ich bin nur sauer.

Alles wird wieder gut. Nicht wahr, Trotter?

- Sagen Sie ihr, was jetzt passiert. - Okay.

- Komm, W. E. - Gilly...

Also wo fangen wir da jetzt nur an?

Du hast deine Meinung schnell geändert.

- Warum dieser Brief? - Das verstehen Sie nicht.

Doch. Aber warum lernst du nichts aus deinen Fehlern?

Um Himmels willen, das hast du richtig sauber vergeigt.

Du hättest hierbleiben können.

Solange du willst. Die sind beide verrückt nach dir.

Das kriege ich nicht mehr hingebogen. Dein Brief hat alles zunichte gemacht.

Und das betrifft uns alle. Mich, Trotter und sogar W. E.

Denn die Behörde überlegt, W. E. in eine andere Familie zu geben.

Wieso?

Du beschreibst Missstände hier. Die können wir nicht ignorieren.

War gelogen.

"Religiöse Fanatikerin", "Fremde"...

Das war alles gelogen! All das war einfach nur erfunden!

Nichts davon ist wahr!

Warum glaubt mir keiner? Ja, ich bin blöd...

- Nein. Aber es muss sein. - Tut das W. E. nicht an.

Mein Boss hat den Brief gelesen, das hat Folgen.

Machen Sie mit mir, was Sie wollen. Ich tue alles.

Nur bitte... bestrafen Sie nicht meine Familie.

Na gut.

Ich sehe, was ich tun kann.

Deine Großmutter kommt morgen ins Büro. Ich hole dich hier gegen neun ab.

- Schon morgen? - Ja, es ist besser so.

- Es hilft keinem zu warten. - Und die Schule?

Die schicken dir die Unterlagen nach.

Äh, ich hörte von Miss Harris, es läuft gut.

- Ja. - Ich gebe zu...

Als du weggelaufen bist, dachte ich...

Jetzt geht es wieder los.

Ich habe mich geirrt.

Du hast dich verändert, Gilly.

Esst endlich, sonst gackere ich gleich wie ein Truthahn mit Liebeskummer.

Wirklich?

Na bitte. Das sollte eine Art Fest sein und keine Trauerfeier.

Na los, das Essen muss weg.

- Gillys Familie ist aus Loudoun County. - Loudoun County, Miss Gilly?

- Oh, das ist eine wunderschöne Gegend. - Können wir dich da besuchen?

Wenn Leute umziehen, dann müssen sie sich eingewöhnen.

Da sollte man nicht gleich auf der Matte stehen.

Du meinst, nie.

Miss Gilly.

Ich wusste nicht so recht, wann ich dir das hier geben soll.

Aber jetzt... ist es der richtige Zeitpunkt.

Wir haben eine Widmung reingeschrieben.

Du bist bei uns immer willkommen.

Gilly, Süße...

Darf ich rein?

Eigentlich sollte ich dir nicht zeigen, wie ich mich fühle.

Wir sind eben keine Blutsverwandten.

- Aber der Abschied bricht mir das Herz. - Ich gehe nicht.

- Die können mich nicht zwingen. - Doch, du musst gehen.

Gott vergebe mir, dass ich es dir noch schwerer mache.

Ich komme zurück. Ich werde euch ganz oft besuchen.

Meine Liebe, so läuft das leider nicht.

Das wollte ich dir beim Essen erklären.

Wenn du ins Lotsenboot einsteigst und zum Ozeandampfer fährst,

musst du auch an Bord gehen, du kannst nicht auf beiden Decks sein.

- Ich kann das. - Nein.

Ich werde so stolz auf dich sein. Das weiß ich jetzt schon.

Du kannst gern das Radio anmachen. Es stört mich nicht.

Wenn es nicht allzu laut ist.

Mr Ellis scheint mir ein netter Mann zu sein.

Er sagte, ich habe vielleicht

einen falschen Eindruck von deiner Pflegefamilie bekommen.

- Die waren nur krank letzte Woche. - Aha.

Er sagte, dass du dich dort sehr wohlgefühlt hast trotz alledem.

Dein Brief...

Ich lüge ständig.

Ich hatte gehofft, du kämst gern mit zu mir.

Und das hier ist das Zimmer deiner Mutter.

Du kannst alles umstellen, wie du magst.

Ich dachte, du möchtest einen Computer, um Kontakt zu Freunden zu halten.

- Wer hat hier drin gewohnt? - Das war Chadwells Zimmer.

Der Bruder deiner Mutter.

Er war dein Onkel.

Er ist leider im Krieg gefallen.

Kann ich das Zimmer haben?

Na klar, sehr gern.

- Möchtest du Salat? - Nein.

Ich hoffe, du hast nichts gegen die Musik.

Wenn man ganz allein ist, dann kann man oft keine Stille ertragen.

Gefällt dir dein Computer?

Ich bin nicht so vertraut damit,

aber der Mann im Geschäft sagte, es wäre der richtige.

- Ich habe ihn noch nicht eingeschaltet. - Ah. Er läuft dir ja nicht weg.

Am Montag sollst du zum ersten Mal in die Schule gehen.

Aber bleib ruhig noch einen Tag länger zu Hause, um dich einzugewöhnen.

Ich bringe es lieber hinter mich.

Darf ich aufstehen? Ich bin nicht hungrig.

Ja.

Mrs Hopkins, wir haben Sie hier schon lange nicht mehr gesehen.

Ja, und ich wollte nur sicher sein,

dass meine Enkelin hier einen guten Einstieg findet.

- Enkelin? - Ja, Mrs Maynard.

Das ist meine Enkelin, Galadriel Hopkins.

- Hopkins? - Ja, sie ist Courtneys Tochter.

Hi.

- Dann ist Courtney also verheiratet? - Ist sie nicht.

Na dann.

Hopkins.

Gut. Und wie genau schreibt sich "Galadriel"?

G...

A...

L...

A...

D... Ich hoffe, ich bin nicht zu schnell für Sie.

Nein, ganz und gar nicht.

R-I-E-L.

Die Schulakten werden Ihnen zugestellt.

Sie werden sehen, das Kind ist extrem aufgeweckt.

Also... dann freuen wir uns darauf,

nun bei uns eine neue Hopkins in der Schule zu haben, ich besonders.

Ich freue mich auch.

Gilly, hier ist ein Paket für dich.

"Lieber William Ernest, du siehst, ich habe dich nicht vergessen."

Mir geht es gut, aber ich vermisse euch sehr.

Die trainieren hier Rennpferde. Mein Liebling heißt Clouds Of Glory.

Sie wird bestimmt viele Rennen gewinnen.

Es sind nicht unsere Pferde. Nonnie verpachtet den Stall.

Aber es gibt ein sehr hübsches und schnelles Pferd.

Ich nenne es Samurai. Keine Ahnung, wie es wirklich heißt.

Liebe Miss Harris, danke für die Tolkien-Bücher.

Sie sind sehr spannend, und ich weiß nun, wer Galadriel ist.

Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Lehrerin vermissen würde.

Keiner der Lehrer hier ist so klug wie Sie.

Ihre ehemalige Schülerin Gilly Hopkins. PS.: Sie können mich Galadriel nennen.

Und? Wie läuft's bei dir? Hey!

Schnauze. Du kennst doch Clark Gibbons, der nach Bananenfürzen riecht.

- Der datet... Melanie Smurf. Mann, Taj! - Ich heiße Raj!

- Egal. - Hey, das ist mein Name!

Liebe Gilly, rate mal, wer sich geprügelt hat. Unser W. E.!

Kampfspuren!

Er hat was abgekriegt, aber er wird wieder.

Danke für deinen Brief. Ich hoffe, du bekommst alles, was du willst.

Ja.

Ja, in Ordnung.

So machen wir das.

Das müsste in Ordnung sein.

Ja, ist mir recht.

Gut. Gut, mache ich.

Morgen. Mhm.

Ja, ist gut. Es bedeutet ihr so viel, dass...

Okay.

Was?

Ja. Ja, ich... ich...

Na klar.

Gut.

Hallo, Courtney.

Hallo.

Das ist Galadriel.

Hi.

Na, du.

Die Fluggäste für Flug 2307 nach Minnesota bitte zu Gate 9.

- Sie ist ja fast so groß wie ich. - Sie ist ein tolles Mädchen.

Na klar ist sie das. Ist ja auch meine, oder?

- Ich gehe deine Koffer holen. - Alles hier drin.

- Ich... ich verstehe nicht ganz. - Für zwei Tage reicht das.

Zwei Tage?

Aber du sagtest...

Ich sagte, dass ich zu Weihnachten komme und sehe, wie es der Kleinen geht.

- Aber als ich dir das Geld schickte... - Ich weiß.

Willst du mir immer noch Vorschriften machen?

Das will ich nicht. Es tut mir leid.

- Bitte lass uns keine Szene machen. - Gut. Können wir dann los?

Ich gehe nur kurz mal wohin.

Was denn? Du hast angefangen.

- Du bist müde. - Ich bin nicht betrunken oder high.

Das habe ich nicht gemeint.

Bitte such nicht nach Gründen, um zu streiten.

Stell mich nicht bloß vor meiner Tochter.

So was brauche ich einfach nicht mehr.

- Nur das Geld brauchtest du, was? - Wow.

- Klar. Du bist so... - Blöd?

Tja.

Gilly und ich dachten, wir würden ihre Mutter abholen, meine Tochter.

Wir haben uns wohl geirrt.

- Ich bin doch hier, oder nicht? - Bist du wirklich hier?

Wer bist du eigentlich?

Und was soll ich ihr jetzt sagen?

Hallo?

- Ich will wieder zu euch. - Ach, Süße...

- Ich will wieder nach Hause. - Meine arme Kleine.

Sie kam nur, weil Nonnie sie bezahlt hat.

Sie hat gar kein Interesse an mir und wollte auch nicht bleiben.

Es ist alles schiefgegangen.

Nichts ist so gekommen, wie es sein sollte.

So ist es manchmal.

Es muss nichts heißen. Das Leben ist schwierig.

- Ich dachte, wenn meine Mutter kommt... - Hör mal.

Das ganze Zeug mit den Happy Ends ist gelogen.

Manchmal läuft es toll, und du denkst: "Endlich geht mal was gut aus."

"Alles ist, wie es sein sollte."

Als würde das Leben dir irgendetwas schulden.

Doch es geschehen ständig so viele gute Dinge,

denn du bist diesen Herbst zu uns gekommen.

Das war richtig gut für mich und William Ernest.

Aber du solltest nicht denken, dass so was allzu oft passiert, Süße.

Aber wenn das Leben so übel ist, wieso bist du dann glücklich?

Sagte ich "übel"? Ich sagte, es ist schwierig.

Nichts macht uns glücklicher, als eine schwere Aufgabe zu meistern.

Trotter, halt mir keine Predigt. Ich will nach Hause kommen.

Da warst du schon, meine Liebe.

- Bei deiner Großmutter. - Ich will bei dir sein.

- Bei William Ernest und Mr Randolph. - Und sie allein lassen?

- Bringst du das übers Herz? - Ich will euch nicht verlieren.

Du verlierst keine Familie, du kriegst eine neue.

Ich, William Ernest und Mr Randolph, wir gehen nicht von hier weg.

Aber deine Großmutter ist eine echte Verwandte von dir.

Nimm dir die Zeit, sie richtig kennenzulernen.

Du bist ein Teil von mir, und ich werde ein Teil von dir sein.

Und niemand könnte es je schaffen, uns das zu nehmen, niemals.

Sie hat angerufen, weißt du? Sie wirkte so verloren.

Wenn du ihre Stimme gehört hättest. Sie braucht dich.

Hör auf, aus mir auch noch eine Christin machen zu wollen.

Nein, ich will gar nichts aus dir machen.

Ich, William Ernest und Mr Randolph mögen dich so, wie du bist.

Gut, ich habe mir gedacht, wegen Thanksgiving, du weißt doch,

schulde ich dir ein Truthahn-Essen.

Und... also... wie wäre es,

wenn du vielleicht zu Ostern...

mal zu Besuch kommen würdest?

Dann mache ich einen Schinkenbraten, und wir köpfen Schokohasen.

Und Mr Randolph trägt Hasenohren.

Oh, das würde mir und William Ernest gefallen.

Trotter?

Ich habe dich voll lieb.

Ich weiß, meine Süße. Und ich habe dich noch viel doller lieb.

Ich würde gern nach Hause fahren.

Danke.

Unsere Kleine wird es gut haben, da bin ich ganz sicher.

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